MdEP Mortler bei Verpa

CSU-Europaabgeordnete informierte sich vor Ort

MdEP Marlene Mortler und Firmenchef Andre Baumann (im Vordergrund) mit den Besuchern der CSU vor dem Werksgelände in der Industriestraße. Vierter von rechts CSU-Stadtverbandsvorsitzender Manuel Blenk. Foto: Heger

Europaabgeordnete Marlene Mortler besuchte zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Artur Auernhammer, Bezirksrat Hans Popp und einer Delegation des CSU-Ortsverbandes auf Einladung des Ortsverbandsvorsitzenden, Manuel Blenk, und des Gunzenhäuser Werksleiters der Firma, Marco Stenglein, das Gunzenhäuser Werk des Kunststoffbetriebs Verpa Folie Gunzenhausen GmbH. Marlene Mortler war an der Information sehr gelegen, da sie sich über die Kunststoffindustrie noch vor der geplanten Überarbeitung der EU-Verpackungsrichtlinien im kommenden Jahr direkt vor Ort sachkundig machen wollte.
Firmeninhaber André Baumann stellte den Besuchern das mittelständische
Familienunternehmen mit insgesamt 565 Mitarbeitern gerne vor und wurde dabei vom Geschäftsführer Thomas Grebner, dem Werksleiter Marco Stenglein und dem Hauptgeschäftsführer der Industrievereinigung Kunststoff e.V., Dr. Engelmann, unterstützt. Dabei legte er den Schwerpunkt auf die äußerst nachhaltigen, umweltfreundlichen und rohstoffsparenden Projekte seines Unternehmens. Als Markt- und Innovationsführer für dickenreduzierte Polyethylen (PE)-Folien entwickelt Verpa stetig neue innovative Lösungen für die spezifischen Anforderungen
ihrer Kunden. Mit dem Selbstverständnis zur Verantwortung für unsere Umwelt generieren die Produktentwickler überzeugende Ressourcen- und Ökologieschonende Lösungen. Die Verpalin-Produkte sparen jedes Jahr mehr als 40.000 Tonnen Grundstoffmaterial und bieten so einen messbaren Beitrag zur aktiven Nachhaltigkeit sowohl in der wirtschaftlichen als auch ökologischen Gesamtkette.
Verpa baut mit seinen Kunden eigene Recyclingkreisläufe auf, bei denen alte und gebrauchte Folien eingesammelt und in der Firma zu neuem Granulat verarbeitet werden, aus dem dann wieder neue Kunststofffolien entstehen können und unnötiger Abfall vermieden wird. Das Ziel der Firma ist es CO²-neutral zu produzieren. In ihrem Stammwerk in Weidhausen wurde dieses Ziel bereits erreicht und in Gunzenhausen wird der Einsatz dieser CO² neutralen Produktionswege ebenfalls geplant.
Mit der neuen „Verpalin green life“ Produktserie bietet Verpa noch mehr
Nachhaltigkeit durch ihre recycelten und biobasierten Folienlösungen an. Verpa vereinigt dabei die Dickenoptimierung aus der Verpalin-Reihe mit der Verwendung post-consumer Regeneraten, eigenen Wertstoffkreisläufen, die Verwendung nachwachsender Rohstoffe, den Einsatz chemischer Pyrolyse-Aufbereitung, vollständig biologisch abbaubare Folien und abfallvermeidendes Up-Cycling.
Bei der Präsentation und dem nachfolgenden Firmenrundgang zeigten sich die Besucher von der praktischen Umsetzung der Firmenkonzepte beeindruckt. Die Europaabgeordnete sieht das Hauptproblem der europaweiten Verordnungen darin, dass sie in jedem Mitgliedsstaat unterschiedlich ausgelegt werden. Artur Auernhammer sieht in der Kunststoffgewinnung bereits eine Reststoffverwertung und
möchte bis 2030 alle Kunststoffverpackungen mit in den Recyclingkreislauf einleiten.
Für Manuel Blenk ist die Vermeidung von Kunststoff ein Hauptthema in der Politik. Dabei sieht er die Reduzierung des Materialverbrauchs bei Verpa als einen richtigen und wichtigen Weg an. Für André Baumann ist es wichtig das Verhalten der Konsumenten zu verändern. „Wenn man das ganze Jahr über Gurken essen möchte muss man auch akzeptieren, dass diese in Kunststofffolien für den Versand verpackt werden müssen“ stellte er fest. Bei der Bewertung der Kunststoffherstellung darf man nicht allein auf die Produktion sehen, sondern muss den gesamten Umweltkreislauf
betrachten, forderte er. Wer lieber Papiertüten als Kunststoffbeutel benutzt muss sich auch über den erhöhten Wasserverbrauch in der Produktion klar sein. André Baumann wünscht sich dabei von der Europaabgeordneten auch ein europaweites Deponieverbot, um die Abfallmengen in Zukunft weiter zu verringern.
Marlene Mortler bedankte sich bei den Firmenvertretern und dem CSU-Ortsverband für die Besuchsmöglichkeit und sicherte zu, dass sie dabei sehr viele Anregungen und Ansichten kennen lernen durfte die sie gerne in ihrer Arbeit in den europäischen Gremien mit einfließen lassen wird.
KLAUS HEGER


CSU auf den biblischen Spuren

Biodiversitätswanderung des EAK mit Dr. Friedrich und Bürgermeister Edelhäußer

Die Biodivesitätswanderung führte an den Brombachsee. Foto: Daniel Nagl

Die eigenen Talente zur Nutzung bringen und nicht von der Gesellschaft oder Gott erwarten, dass sie für einen sorgen. So fasst der Ehrenvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CSU, Dr. Ingo Friedrich, zusammen, was protestantische Arbeitsethik ausmacht. Auf Einladung der beiden jungen Listenkandidaten zur Bundestagswahl, Manuel Blenk (Bundeswahlkreis 241 Ansbach & Weißenburg-Gunzenhausen), und Sabrina Stemplowski (Kandidatin des EAK) begab sich Dr. Friedrich mit rund einem Dutzend Interessierter bei Heiligenblut auf eine Wanderung, bei der anhand von Bibelstellen deutlich wurde, das aktuelle Herausforderungen im Bereich Nachhaltigkeit bereits zu Zeiten Jesu diskutiert wurden.
CSU-Direktkandidat und Bürgermeister Ralph Edelhäußer (Roth) zeigte anhand des Jesus-Gleichnisses von den zwei Söhnen, die im Weinberg arbeiten sollten, aber nur einer es – nach Murren – tut, dass es nicht darauf ankommt, ein Handeln zu versprechen oder es von anderen einzufordern, sondern Nachhaltigkeit zu leben. Dies, so Hopfenbauer Friedrich Kolb, täten insbesondere die seit Generationen wirtschaftenden Hopfenbauern im Spalter Hügelland. „Wir könnten es uns in unserer klein strukturierten Landschaft gar nicht leisten, mit den Ressourcen verschwenderisch umzugehen, auch wenn wir uns natürlich noch mehr Unterstützung bei der Erforschung und Zulassung modernen, biologischen Pflanzenschutzes von der Politik wünschen“, so der Petersgmünder neben dem Hopfengarten am ehemaligen Kloster.
Ein großer von CSU-Landtagsabgeordneten Volker Bauer und dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg maßgeblich unterstützter Erfolg sei aber die Umsetzung des Bewässerungsverbands Spalter Hügelland. Bei bis zu 10 Millionen Euro Förderung werden 20 Millionen Euro in den Erhalt des Spalter Hopfens durch gemeinsame Wassernutzung investiert. „Eine Lösung ganz im Sinne des Alten Testaments, in dem sich bereits die Beilegung eines Streits um Brunnenrechte durch Vertrag und gemeinsame Nutzung findet“, merkte der ehemalige JU-Kreisvorsitzende Daniel Nagl in seinem Impuls an.
Abschließend erinnerte Benedikt Kerstenhahn, Kreisvorsitzender der JU Weißenburg-Gunzenhausen, mit seinem Impuls zur biblischen Sintflut daran, dass Wasser zwar Leben aber, wie diesen Sommer erlebt, auch Zerstörung und Tod bedeuten könne. Beides, so der Pleinfelder, verbinde sich im von Franz Josef Strauß gegen die Proteste der Grünen maßgeblich mit durchgesetzten Brombachsee, der zusammen mit dem Altmühlsee vor Zerstörung durch Überschwemmung schützt und durch die Wasserabgabe Nordbayern lebendig halten hilft.
DANIEL NAGL

Eröffnung fällt ins Wasser

Hochwasserschäden verschieben den Startschuss in 2022

Trocknungs- und Wasserabsauggeräte im Badhaus aus Wendelstein. Foto: Herbert May

Eigentlich hätte es Ende September nach vier Jahren intensiver Forschung und Wiederaufbau endlich soweit sein sollen: Im Fränkischen Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken in Bad Windsheim sollte das spätmittelalterliche Badhaus aus Wendelstein eröffnet werden – doch das Hochwasser Anfang Juli spülte die Vorfreude buchstäblich davon.

Trotz intensiver Bemühungen, die entstandenen Schäden schnell zu beheben, kann der anvisierte Eröffnungstermin am 25. September leider nicht gehalten werden. Die Überflutung hat das Erdgeschoss samt großer Schwitzstube und technischen Einbauten im Untergrund so umfangreich beeinträchtigt, dass diese weiterer Instandsetzungsmaßnahmen bedürfen.


Somit wird es voraussichtlich bis mindestens Frühjahr 2022 dauern, bis mit einem Badehut-Ausleger zum Badetag gerufen werden kann und Besucher*innen die Dauerausstellung in Erd- und Obergeschoss besichtigen werden. Dennoch bleibt das Thema Baderwesen in der Museumssaison präsent: Die Sonderausstellung „Schwitzbaden, Schröpfen und Kurieren“ ist weiterhin in der Ausstellungsscheune aus Betzmannsdorf zu sehen.

Zukunftsreise geht weiter

Altmühlfranken 2030 – Halbzeit bei der Zukunftsreise

Der Prozess Altmühlfranken 2030 wird die Landkreisbevölkerung auch in den nächsten Wochen noch begleiten. Bereits bisher konnten sich Bürgerinnen und Bürger aber auch Interessensvertreter aus der Region bei verschiedenen Veranstaltungen online oder auch in Präsenz beteiligen und die individuellen Ideen auch mittels der Altmühlfranken 2030-Postkarten oder der Homepage in den Prozess mit einbringen.

In vier digitalen Zukunftstalks, bei denen immer zahlreiche Personen anwesend waren, konnten Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Landrat Manuel Westphal über verschiedene Zukunftsthemen diskutieren. Zuletzt hat der Zukunftstalk zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt“ stattgefunden. Im Talk war man sich einig, dass eine Austauschplattform für Vereine gut wäre, um voneinander zu lernen. Auch zentrale oder digitale Weiterbildungsveranstaltungen im Landkreis, wie bei der Einführung der Datenschutzgrundverordnung, wären hilfreich. Eine Zusammenfassung des Zukunftstalks sowie die Möglichkeit mitzudiskutieren, gibt es online unter www.altmuehlfranken2030.de/vierter-zukunftstalk.

Um die Bevölkerung auch vor Ort in den Städten und Gemeinden mit in den Prozess einzubinden, besucht Landrat Manuel Westphal alle 27 Städte und Gemeinden. Bereits 14 Stationen hat Landrat Manuel Westphal während seiner Zukunftsreise absolviert. Bei seinen Vor-Ort-Besuchen tauscht sich der Landrat mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, den Gemeinderäten, Vereinsvertretern oder Bürgerinnen und Bürgern aus. Die Gestaltung der Termine obliegt immer der Stadt oder Gemeinde. Landrat Manuel Westphal hat bei seinen Besuchen schon Kindertagesstätten, Dorfläden, Schulen, Senioreneinrichtungen oder andere spannende Projekte besichtigt. Während zahlreicher Gespräche mit den Gemeindevertretern und Bürgerinnen und Bürgern wurden auch Zukunftsthemen besprochen. Darunter wurde immer wieder der weitere Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs genannt, die wohnortnahe Versorgung mit Geschäften des täglichen Bedarfs oder Ärzten sowie das Thema Ehrenamt. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sammeln zur Einbindung der Bevölkerung im Vorfeld mit Hilfe der Altmühlfranken 2030-Postkarten Ideen aus der Bevölkerung ein und übergeben diese dann dem Landrat, der alle Postkarten im blauen Reisekoffer, das Symbol für die Zukunftsreise, sammelt. Die nächste Zukunftsreisestation wird am 11. September in Gnotzheim stattfinden. Einen Überblick über alle bisherigen Stationen gibt es online unter www.altmuehlfranken2030.de/zukunftsreise/.

Auch drei Themenveranstaltungen, bei dem sich dann auch speziell Interessensvertreter aus der Region einbringen können, gehören zu dem Entwicklungsprozess Altmühlfranken 2030. Ein Wirtschaftsdialog hat bereits stattgefunden. Dort tauschten sich Vertreter der hiesigen Wirtschaft über Zukunftsthemen aus und diskutierten beispielsweise über einen Startup-Hub für mehr Gründergeist, die Etablierung der Fachrichtung Informatik im Bildungswesen, die Fortführung des Breitbandausbaus und ein klimaneutraler Weg zum Arbeitsplatz sowie das Leben und Arbeiten in der Natur als Besonderheit.

Am 27. August 2021 findet dann eine Themenveranstaltung zur Landwirtschaft statt und am 13. September 2021 ist ein Tourismusdialog geplant. Um die Corona-Regeln einhalten zu können, wird zu den Themenveranstaltungen immer ein fester Personenkreis eingeladen. Die Ergebnisse der Veranstaltungen finden sich dann auch wieder auf der Prozesshomepage www.altmuehlfranken2030.de.

„Der Prozess ist genau am Puls der Zeit! Das wurde in den bisherigen Gesprächen sehr deutlich. Schließlich müssen wir jetzt überlegen, wie wir mit den Auswirkungen beispielsweise der Corona-Pandemie oder des Klimawandels umgehen und welche Schlüsse wir für unsere Zukunft daraus ziehen. Auch wenn die Veranstaltungen nur unter gewissen Bedingungen oder digital durchführbar sind, müssen wir die Gelegenheit jetzt ergreifen und unsere Zukunft gemeinsam gestalten. Bisher wurden die verschiedenen Veranstaltungsformate auch gut angenommen“, ist sich Landrat Manuel Westphal sicher.

Wer seine Zukunftsideen in den Prozess einbringen will, kann dies zum Beispiel mittels der Altmühlfranken 2030-Postkarte erledigen. Diese gibt es im gesamten Landkreis beispielsweise bei den Städten und Gemeinden oder auch im Landratsamt. Auch in vielen Geschäften liegt die Karte bereit. „Noch einfacher geht es digital: Auf der Homepage www.altmuehlfranken2030.de können Sie Ihre Zukunftsidee mit wenigen Klicks eintragen oder auch bei den Zukunftsthemen mitdiskutieren“, erläutert Landrat Manuel Westphal.

Alle Ideen und Themen finden dann Eingang in die Zukunftskonferenz, die am 1. Oktober 2021 stattfinden wird. Bei verschiedenen Themenworkshops sollen dann konkrete Handlungsfelder erarbeitet werden, die dann wiederum in das Handlungskonzept gegossen werden, das durch den Kreistag verabschiedet wird.

Auch junge Leute aus dem Landkreis können sich aktiv am Prozess beteiligen und haben zudem noch die Möglichkeit, attraktive Preise zu gewinnen. Denn für junge Menschen zwischen 14 und 21 Jahren hat das Landratsamt einen Jugendwettbewerb ausgelobt. Bis zum 30. September 2021 können Ideen in spannenden Formaten eingereicht werden. Alle Informationen dazu gibt es unter www.altmuehlfranken2030.de/jugendwettbewerb/.

„Nutzen Sie die Gelegenheit über die vielen verschiedenen Wege, Ihre individuellen Zukunftsideen für unseren Landkreis einzubringen. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich beteiligen, egal ob digital oder analog. Auch stehe ich als Landrat während meiner Zukunftsreise für Gespräche zur Verfügung“, verdeutlicht Landrat Manuel Westphal.

Wer noch Fragen zum Prozess Altmühlfranken 2030 hat, kann sich gerne an die Zukunftsinitiative altmühlfranken unter 09141 902-192 wenden.

Auf der Consumenta

Gemeinschaftsstand Altmühlfranken in Nürnberg präsent

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen organisiert auch in diesem Jahr auf der Consumenta einen Gemeinschaftsstand unter dem Dach „Altmühlfranken – der starke Süden“. Interessierte können sich beim Regionalmanagement im Landratsamt über die Teilnahme informieren.

Mit dem gemeinsamen Auftritt bietet der Landkreis Unternehmen, Handwerkern, Direktvermarktern, Gemeinden und weiteren Interessierten die Gelegenheit, sich auf der größten Einkaufsmesse Süddeutschlands im Verbund zu präsentieren. „Die beteiligten Mitaussteller der vergangenen Jahre haben die Erfahrung gemacht, dass sie in Kooperation mit dem Landkreis und der Marke Altmühlfranken besser wahrgenommen werden“, so Natalja Roth von der Zukunftsinitiative altmühlfranken am Landratsamt. „Das spricht sich herum und deshalb kommen Jahr für Jahr neue Aussteller hinzu.“

Im Jahr 2019 waren 21 Aussteller mit an Bord, darunter zum Beispiel der Offroadpark Langenaltheim, die Q-Tec und die Echt Brombachseer. Auf einer Fläche von 250 Quadratmetern informierten sich die Besucherinnen und Besucher über den Landkreis als attraktiven Wohn- und Arbeitsort.

Die Zukunftsinitiative altmühlfranken koordiniert das „Schaufenster“ des Landkreises seit dem Jahr 2014 getreu dem Motto „Gemeinsam. Erfolgreich. Präsentieren.“. Und auch in diesem Jahr können Aussteller in der Halle 1 „Aus der Region – Für die Region“ vom 30. Oktober bis 07. November unter das Dach „Altmühlfranken – der starke Süden“ schlüpfen.

Mit der Teilnahme profitieren die Mitaussteller von einer besseren Wahrnehmung, einer präsenten Standfläche, einem umfangreichen Werbe- und PR-Konzept sowie günstigeren Konditionen.

Für Interessierte steht die Regionalmanagerin Natalja Roth ab dem 31. August 2021 telefonisch unter 09141 902-196 oder per Mail an natalja.roth@altmuehlfranken.de bei Fragen zur Verfügung.

Fahrplan für Radverkehr

Planungs- und Entwicklungsprozess abgeschlossen

Kürzlich hat eine Bürgermeisterinformationsveranstaltung zum Thema Radverkehrsinfrastruktur des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen stattgefunden. Neben der Vorstellung der Ergebnisse der landkreisweiten Onlineumfrage „Altmühlfranken radelt“ wurde auch über Fördermöglichkeiten und das geplante weitere Vorgehen des Landkreises zum Thema Radverkehr informiert.

Zur Bürgermeisterinformationsveranstaltung hat Landrat Manuel Westphal die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Landkreises an den Kunststoffcampus Bayern eingeladen, um über die Weiterentwicklung der Radverkehrsinfrastruktur in Altmühlfranken zu informieren. Der erste Schritt des längerfristigen Planungs- und Entwicklungsprozesses ist bereits abgeschlossen.

Um einen ersten Überblick über die aktuelle Situation des Radverkehrs zu bekommen, lief deshalb vom 1. bis 20. Juni 2021 eine landkreisweite Onlineumfrage unter dem Motto „Altmühlfranken radelt“. Die nun vorliegenden Ergebnisse stellte Tanja Brunnhuber, Inhaberin des Beratungsbüros „destination to market“ den anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern vor. Über 1.000 Rückmeldungen aus der Bevölkerung sprechen dafür, dass das Radfahren in Altmühlfranken einen hohen Stellenwert hat und viele Bürgerinnen und Bürger das Fahrrad als Verkehrsmittel nutzen. Jedoch zeigt die Abfrage der derzeitigen Zufriedenheit des Radverkehrs sowie die zahlreichen Meldungen über den Mängelmelder, dass bei der Verbesserung der Radinfrastruktur im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen noch Luft nach oben ist. Eine graphische Darstellung der Umfrageergebnisse können unter www.altmuehlfranken.de/altmuehlfrankenradelt eingesehen werden.

Weiter wurde das Förderprojekt „Radverkehrsnetz Bayern“ vorgestellt, welches ein bayernweites, durchgängiges und einheitlich beschildertes Alltagsradnetz forciert, um die Hauptorte aller bayerischen Gemeinden möglichst direktzu verbinden. Die Zukunftsinitiative “altmühlfranken” stimmt die geplanten Routen derzeit mit den Kommunen und benachbarten Landkreisen ab. Bis 2025 will das Bayerische Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr dieses Radverkehrsnetz schließlich mit einer Radwegebeschilderung versehen. Einen kurzen Überblick über bereits bestehende Radwege entlang von Kreisstraßen gab in dem Zusammenhang Matthias Faulhaber von der Tiefbauverwaltung des Landkreises.

Thomas Fechner, Abteilungsleiter des Staatlichen Bauamtes Ansbach, informierte über weitere Förderprogramme im Bereich des Radwegeausbaus des Freistaates sowie des Bundes. Vor allem das Sonderförderprogramm „Stadt und Land“ sei für Kommunen interessant, weshalb durch den Landkreis bereits eine Abfrage über mögliche Ausbaustrecken bei den Gemeinden erfolgte. Einige Verbesserungen der Radinfrastruktur können somit bis 2023 durch diese Förderung umgesetzt werden. Auch das Staatliche Bauamt selbst hat im aktuellen Radwegeprogramm 2021/24 einige Radwegeprojekte an Staats- und Bundesstraßen im Landkreis geplant.

Für die Weiterentwicklung der Radverkehrsinfrastruktur in Altmühlfranken gibt es bereits konkrete Planungen, die Carolin Tischner von der Zukunftsinitiative altmühlfranken vorstellte. Als erster Baustein der Radwegeanalyse wurde die Bürgerbefragung bereits abgeschlossen. Daraus resultieren konkrete Handlungsempfehlungen für das Radwegekonzept, das 2022 im Wege einer Regionalmanagement-Förderung des Landkreises gestartet werden soll. Mögliche Konzeptinhalte werden u. a. ein Beteiligungsprozess mit allen relevanten Projektpartnern, umfassende Erhebungen von Bestand und Ausbaubedarfen sowie schließlich die Erarbeitung eines abgestimmten Wegenetzes für den Freizeit- und Alltagsradverkehr sein. Außerdem sollen daraus Handlungsempfehlungen für einen künftigen, koordinierten Ausbauprozess des Radwegenetzes resultieren.

Am Ende der Informationsveranstaltung appellierte Landrat Manuel Westphal nochmals, das Radverkehrskonzept und den Ausbau des Radwegenetzes als gemeinsame Aufgabe zu sehen. Der Landkreis, die Kommunen und das Staatliche Bauamt müssen hier in ihrer eigenen Verantwortung als Baulastträger nach Fertigstellung des Radverkehrskonzepts zusammenwirken. Das Amt für ländliche Entwicklung sollte dabei, wo sinnvoll, ebenfalls mit eingebunden werden.

„Beim anstehenden Radverkehrskonzept darf es sich nicht um ein Konzept des Landkreises, das den Gemeinden von oben vorgegeben werde, handeln. Wir müssen vielmehr gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Landkreis, den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur im Landkreis voranbringen. Das Konzept werden wir nur dann erfolgreich in die Fläche umsetzen können, wenn sich jede Stadt und Gemeinde aktiv bei der Erstellung, Planung und Umsetzung beteiligt“, verdeutlichte Landrat Manuel Westphal am Ende der Veranstaltung. 

Mitglieder für JU gewonnen

Jahresversammlung mit Wiederwahl von Manfred Pappler jr.

MdB Auernhammer (Vierter von links) mit der Vorstandschaft der Gunzenhäuser JU. Zweiter von links Manfred Pappler,Dritter von links der neue CSU-Ortsvorsitzende Manuel Blenk.

Manfred Pappler heißt der alte und neue Ortsvorsitzende der Jungen Union Gunzenhausen. Die Mitgliederversammlung im Gasthof „Altes Rathaus“ bei Erika Wüst bestätigte den Gunzenhäuser mit großer Mehrheit in seinem Amt. Als Stellvertreter wurde Leopold Teufel wiedergewählt.

Die Kasse führt weiterhin Tim Kühleis, als Schriftführer fungiert Denis Glotz. Dem erweiterten Vorstand gehören Tim Sauer, Maja Schaller und Christof Zischler an. Zu Kassenprüfern wurden Manuel Blenk und Arno Dernerth bestellt. Der Bundestagsabgeordnete und Bundestagskandidat der CSU, Artur Auernhammer, sowie der neue JU Kreisvorsitzende Benedikt Kerstenhan waren als Gäste anwesend. Artur Auernhammer bedankte sich in seinem Grußwort für die Zusammenarbeit mit dem JU-Ortsverband, für das wichtige En-gagement, das der Ortsverband Gunzenhausen für die Stadt leistet und freut sich über die Unterstützung im kommenden Wahlkampf.
Manfred Pappler konnte in seinem Bericht eine sehr positive Bilanz ziehen. In den letzten zwei Jahren, seit der Neugründung des Ortsverbands, konnte man viele Neumitglieder ge-winnen und einige Aktionen und Veranstaltungen ausrichten. So etwa die erste Cuba Night in der Adebar, die Muttertags-Aktion am Marktplatz oder auch der offene Brief, zur Umge-staltung des Bahnhofs: Die JU brachte damit wichtige Anregungen aus Sicht der Jugend ein und erfuhr dafür seitens des Stadtrates wie auch darüber hinaus viel positive Resonanz.

Außerdem berichtete der Vorsitzende von der Aktion „Einkaufshelden“, die vom JU-Ortsvorstand ins Leben gerufen wurde. Es haben sich viele junge Bürger bereiterklärt, vor allem für ältere Menschen einzukaufen, die pandemiebedingt besonders gefährdet waren. Die Corona Pandemie hat zwar viele Pläne für Präsenzveranstaltungen durchkreuzt, aber dafür habe man sich vermehrt online getroffen, was wiederrum viele Möglichkeiten eröffne-te. Auch für die nächsten Monate ist schon einiges geplant.

„ Ich freue mich schon auf die nächsten 2 Jahre und auf die starke Zusammenarbeit im Vorstand für Gunzenhausen“, fasste Manfred Pappler seine Ausführungen abschließend zusammen

Druckfrische Radkarte

Neue Rundtouren-Tipps und beliebte Fernstrecken

Die neue Radkarte mit 15 Rundtouren sowie Tipps für Rennradfahrer und Gravelbiker präsentierte der Tourismusverband Naturpark Altmühltal am Schäferwagen an der Schernfelder Brücke: Klaus Dorsch, Magenta 4, Christoph Würflein, Geschäftsführer, Landrat und Vorsitzender Alexander Anetsberger, Bürgermeister Wolfgang Roßkopf, Benjamin Hübel, Projektleiter Infozentrum Naturpark Altmühltal, Clemens Henle, Redakteur. Fotografin: Vanessa Schärl, Tourismusverband Naturpark

Radeln ist eine der Lieblingsaktivitäten von Urlaubern und Ausflüglern im Naturpark Altmühltal. Doch die Ansprüche haben sich in den vergangenen Jahren gewandelt, denn viele sind jetzt mit E-Bikes unterwegs. Und auch Rennradler oder Gravelbiker zieht es in die Region. Um ihren Interessen entgegenzukommen, gibt der Naturpark Altmühltal jetzt eine neue Radkarte heraus, die neben bekannten Fernstrecken auch viele Rundtourenvorschläge enthält.

Der Geschäftsführer Christoph Würflein und der Vorsitzende des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal, Alexander Anetsberger, haben sie am 12. August in Eichstätt vorgestellt.   „Anstiege spielen für die E-Bike-Fahrer keine Rolle mehr. Viele bevorzugen jedoch ein festes Quartier und möchten nicht jeden Tag die Unterkunft wechseln“, erklärte Alexander Anetsberger. Neue Rundtourenvorschläge sollen es den Urlaubern deshalb ermöglichen, verschiedene Ecken des Naturparkgebiets zu erkunden, ohne umziehen zu müssen. Insgesamt 15 solche Rundtourentipps hat der Naturpark Altmühltal für die neue Karte zusammengestellt und teilweise ganz neu konzipiert. Sie sind zwischen 53 und 164 Kilometer lang. Bis zum Saisonstart 2022 sollen sie durchgehend mit einem eigenen Signet beschildert werden. Die GPX-Daten der Strecken können die Radler schon jetzt über die Naturpark-Website herunterladen. Die Tourentipps führen nicht nur von Wemding bis Kelheim in alle Ecken der Region, sondern bedienen auch verschiedene Interessen. Mal steht das Naturerlebnis entlang verschiedener Flüsse im Mittelpunkt, mal führt die Strecke zu Sehenswürdigkeiten aus der römischen Antike sowie aus Gotik, Renaissance und Barock oder zu verschiedenen Brauereien. Jeweils eine Tour für Gravelbiker und Rennradfahrer wurde in die Karte aufgenommen.

Für erstere wurden bereits insgesamt elf Touren im ganzen Naturpark-Gebiet ausgearbeitet, die auf der Naturpark-Website demnächst vorgestellt werden. Das Angebot für die speziellen Interessen soll in Zukunft noch weiter wachsen. Der Bereich Radfahren auf der Homepage wird dafür überarbeitet und erweitert. Altmühltal-Radweg bleibt Paradestrecke Neben den neuen Rundtouren enthält die Radkarte auch die bekannten Langstrecken der Region. Ein wichtiges Zugpferd ist dabei nach wie vor der beliebte Altmühltal-Radweg, der ausführlich vorgestellt wird. Darüber hinaus sind der neue GeoRadweg Altmühltal sowie die Fernstrecken Tauber Altmühl Radweg, Donauradweg, Limes-Radweg und Fränkischer WasserRadweg eingezeichnet.

Mittels QR-Codes können die Radler nähere Informationen zu diesen Routen abrufen. Zusätzlich enthält die Karte Service-Informationen. So finden die Radler zum Beispiel die Bahnhöfe an den Strecken oder sehen, wo eine der mittlerweile 8 Radservice-Stationen des Naturpark Altmühltal verfügbar ist, an denen sich kleinere Reparaturen selbst durchführen lassen. Bei der Ausarbeitung der Karte wurde der Naturpark Altmühltal vom Ingenieurbüro für Kartographie Stefan Krabichler aus Schernfeld und der Kommunikationsagentur Magenta 4 aus Eichstätt unterstützt.

Die Gravelbike-Touren wurden von dem Journalisten Clemens Henle ausgearbeitet. Anetsberger bedankte sich bei den Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Die neue Radkarte ist ab Freitag, 20. August, im Informationszentrum vom Naturpark Altmühltal erhältlich.

Impfen ohne Termin

Sonderimpfaktionen des Impfzentrums Altmühlfranken

Impfwillige können im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ohne vorherige Registrierung oder Terminvereinbarung eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen bietet dazu verschiedene Sonderimpfaktionen an. Neu ist die „Montag-Feierabendimpfung“ mit dem Impfstoff von Moderna.

Das Impfzentrum Altmühlfranken bietet verschiedene Sonderimpfaktionen mit den Impfstoffen von Moderna, Johnson&Johnson und Biontech an. Eine vorherige Registrierung oder Terminvereinbarung ist nicht notwendig. Impfwillige können einfach im angegebenen Zeitraum vorbeikommen und erhalten eine Impfung gegen das Coronavirus. Es ist nicht notwendig, gleich zu Beginn der Impfaktion vor Ort zu sein, da genügend Impfstoff vorhanden ist.

Feierabendimpfung mit Moderna

Ab 16. August: JEDEN Montag, 16.00-19.00 Uhr

Impfzentrum Altmühlfranken, Spitalfeldstraße 7-9, 91710 Gunzenhausen

Feierabendimpfungen mit Johnson&Johnson

JEDEN Dienstag, 16.00-19.00 Uhr

Impfzentrum Altmühlfranken, Spitalfeldstraße 7-9, 91710 Gunzenhausen

Feierabendimpfung mit Biontech

JEDEN Freitag, 15.00-19.00 Uhr

Impfzentrum Altmühlfranken, Spitalfeldstraße 7-9, 91710 Gunzenhausen

Weichen für Radverkehr stellen

Ergebnisse der Radverkehrsumfrage im Landkreis

Vom 1. bis 20. Juni 2021 lief eine landkreisweite Onlineumfrage unter dem Motto „Altmühlfranken radelt“, um einen ersten Überblick über die aktuelle Situation des Radverkehrs zu bekommen. Nun liegen die Ergebnisse und Rückmeldungen vor, die die Weichen für die nächsten Schritte im Radverkehr stellen sollen.

Über 1.000 Landkreisbürgerinnen und Landkreisbürger haben den Online-Fragebogen innerhalb der dreiwöchigen Laufzeit ausgefüllt. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl konnte nun ein umfassendes Meinungsbild eingeholt werden. Im Rahmen einer Bürgermeisterinfoveranstaltung wurden die Ergebnisse bereits den Städten und Gemeinden im Landkreis präsentiert.

Mit insgesamt knapp 80 Prozent nahmen Bürgerinnen und Bürger zwischen 21 und 60 Jahren an der Umfrage teil. Die meisten Meldungen dabei kamen aus Weißenburg, Gunzenhausen, Pleinfeld, Treuchtlingen und Haundorf. Auf einer Skala von 0-100 nimmt das Radfahren den Stellenwert 78 in Altmühlfranken ein.

Knapp die Hälfte, und somit die Mehrheit der Befragten, fährt aktuell noch ohne Motor und rund 30 Prozent mit Motorunterstützung, dabei wird das Fahrrad von über 50 Prozent mehrmals wöchentlich genutzt und von beachtlichen 24 Prozent sogar täglich.

Bei der Abfrage der derzeitigen Zufriedenheit des Radverkehrs im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist noch Luft nach oben. Auf einer Skala von 0-100 konnte hier nur ein Durchschnittswert von 39 erreicht werden. Interessant war die Rückmeldung zu mehr Ladestationen: Lediglich 26 Prozent wünschten sich mehr Ladestationen.

Mit rund 70 Prozent wünschen sich die Radfahrenden Bürgerinnen und Bürger mehr Servicestationen, welche frei zugänglich sind und u. a. über eine Luftpumpe und Reparaturwerkzeug verfügen. Bei der Abfrage, welche Fahrrad-Infrastrukturen und Angebote fehlen, wurde am dringendsten Abstellanlagen, eine Beschilderung an Freizeit- und Alltagsradwegen sowie Rastmöglichkeiten wie z. B. Bänke gewünscht.

Eine grafische Darstellung der Umfrageergebnisse ist unter www.altmuehlfranken.de/altmuehlfrankenradelt/ zu sehen.

Separat wurde noch ein Mängelmelder angeboten. Dort konnten fehlende Radverbindungen und Gefahrenstellen gekennzeichnet werden. Hier gingen rund 350 Meldungen ein, welche den jeweiligen Straßenbaulastträgern mitgeteilt werden und die gleichzeitig als Grundlage für das Radverkehrskonzept dienen.

„Herzlichen Dank für die enorme Teilnahme an unserer Radverkehrsbefragung. Die Ergebnisse der Online-Bürgerumfrage sind ein erster Schritt in einem längerfristigen Planungs- und Entwicklungsprozess, der im Jahr 2022 mit der Erstellung eines landkreisweiten umfassenden Radverkehrskonzeptes startet“, so Landrat Manuel Westphal.