Fränkischer Sommer

Kulturelles Veranstaltungsprogramm für 2021

Das vom Bezirk Mittelfranken veranstaltete Musikfestival Fränkischer Sommer startet in diesem Jahr gut vier Wochen später. Weil das Corona bedingte Schutz- und Hygienekonzept derzeit eine deutliche Reduzierung des Publikums mit sich bringt, finden fast alle der 50 Konzerte am gleichen Tag oder Abend zweimal statt. Den Auftakt macht Quadro Nuevo am 2. Juli auf der Stöberleinsbühne in Rothenburg ob der Tauber mit südländischen Melodien unter dem Titel „Mare“. Unter der Leitung von Intendant Dr. Julian Christoph Tölle beschließen international gefeierte Solisten zusammen mit dem L’Orfeo Barockorchester und dem FAU Kammerchor den Fränkischen Sommer am Samstag, 18. September, in der Nürnberger Meistersingerhalle und am Sonntag, 19. September, in der Heinrich-Lades-Halle in Erlangen. Zur Aufführung kommt Händels Oratorium „Saul“.

Bezirkstagspräsident Armin Kroder betont: “Der Fränkische Sommer setzt mit einem fulminanten Programm ein hoffnungsvolles Zeichen für die Kultur. Denn weitere kulturelle Ausfälle würden zu verhängnisvollen Verlusten im gesamten Kulturbereich führen. Darum freue ich mich auch, dass uns alle beteiligten Gemeinden so stark unterstützen, auch wenn wir wegen Corona manchen kleinen Veranstaltungsort in diesem Jahr nicht bespielen können.“
Und das Programm kann sich sehen lassen. „Heuer gibt es kein Eröffnungskonzert, dafür aber zwei große Abschlusskonzerte“, teilt Kulturmanagerin Jasmin Frankmann mit, die den Intendanten Dr. Julian Christoph Tölle unterstützt. 

Eintrittskarten sind in dieser Saison nur personenbezogen gültig und ausschließlich im Vorverkauf erhältlich, der am 14. Mai 2021 startet. Karten können über das Ticketportal Reservix, in den Vorverkaufsstellen und über die Bestellhotline erworben werden. Der Veranstalter hat zudem ein ausgeklügeltes Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet, das die behördlichen Vorschriften umsetzt und laufend angepasst wird. Aufgrund dieser Vorschriften fällt das Kartenkontingent zunächst gering aus. Bei Lockerung der Regelungen werden ggf. zusätzliche Karten in den Vorverkauf gegeben. Auf der Homepage sind aktuelle Informationen zu finden, und über eine eigens eingerichtete Hotline können tagesaktuelle
Informationen abgerufen werden 0981/4664-50500.

Zu den Veranstaltungsorten zählen heuer auch zwei Locations im Fränkischen Seenland:

Kalbensteinberg (Konzert am Freitag,  20.August,  18 Uhr und 20 Uhr, in der Rieterkirche. »Bey der Tafel eine Musique mit blasenden Instrumenten« mit L’Orfeo Bläserensemble unter der Leitung von Carin van Heerden.

Wolframs-Eschenbach: Konzert am Sonntag, 4.Juli, um  17 Uhr und 19 Uhr im Liebfrauenmünster. Geboten wird ein  Liederabend „Poemes – mit Juliane Banse“.

Trauer um Adolf Mödl

Weißenburger Kommunalpolitiker ist 86jährig gestorben

Adolf Mödl war eine charaktervolle Persönlichkeit. Foto: W. Falk

Die Mödls waren über viele Jahrzehnte ein fester Begriff in der Weißenburger Kommunalpolitik: Gustav war engagierter Kreisheimatpfleger und Kreisrat der FDP, der jüngere Bruder Franz war viele Jahre politischer Berater und Assistent  von Bundesminister Richard Stücklen – und Adolf gehörte 30 Jahre lang für die FDP dem Stadtrat an.

Nun ist nach längerer Krankheit Adolf Mödl gestorben. Der Konditormeister hatte 1950 in der Konditorei des Großvaters gelernt, dann legte er die Meisterprüfung ab und sammelte nach guter Handwerkerart praktische Erfahrungen im Ausland. Basel und Bern in der Schweiz und Norwegen waren seine Stationen ehe er nach der Vermählung mit Christa Lindner das Cafe Pflaumer in der Luitpoldstraße 14 übernahm.

1972 erfolgte seine Wahl in den Stadtrat, dem er drei Jahrezehnte lang angehörte. In dieser Zeit hat er die Stadtpolitik mitgeprägt. Adolf Mödl war nicht der große Volksredner. Wichtig war ihm die tätige Hilfe.  Und so hielt er es mehr mit der Vorbildfunktion als Kommunalpolitiker. Kraft seiner charaktervollen Persönlichkeit war er stets ein gefragter Mann. Dank seiner reichen Lebenserfahrung war es ihm vergönnt, die Dinge richtig einzuordnen und zu werten. Von dieser Stärke Adolf Mödls machten auch die Oberbürgermeister Dr. Günter W. Zwanzig und Reinhard Schwirzer Gebrauch.

Über viele Jahrzehnte war er in der Weißenburger Feuerwehr aktiv – und auch danach galt er als ihr leidenschaftlicher Vertreter.  Er engagierte sich stark in der beruflichen Bildung und im beruflichen Standeswesen. So führte er die Geschäfte der Bäko-Genossenschaft und forcierte die Fusion mit der Bäko Nürnberg zu einem leistungsfähigen Unternehmen in der Region und einem verlässlichen Partner vieler Handwerksbetriebe.  Dem Aufsichtsrat der Volksbank Weißenburg gehörte er ebenfalls an. Die Öffentlichkeit konnte ihn als aktives Mitglied des Frankenbunds und des Trägervereins der Musikschule erleben. Mit den Freunden des Rotaryclubs durfte er viele Begegnungen haben, die sein Leben bereicherten.

Als er sich in den Ruhestand begab begnügte sich Adolf Mödl nicht mit einem beschaulichen Dasein als Privatier. Stattdessen widmete er sich uneigennützig im „Senioren-Experten-Service“ des Handwerks und reiste nach Israel, Bulgarien, Kasachstan und Südamerika, um junge Handwerker weiterzubilden und den dortigen Einrichtungen die Vorzüge des dualen Ausbildungssystems in Deutschland zu vermitteln.

Adolf Mödl war das Aushängeschild der Weißenburger FDP. Er leitete jahrzehntelang den Ortsverband und gehörte der Kreisvorstandschaft an. Noch wenige Tage vor seinem Tod durfte ihm Kreisvorsitzender Thomas Geilhardt die Auszeichnung für 60jährige Mitgliedschaft überbringen.

Unsere Anteilnahme gilt seiner Ehefrau Christl, die ihm stets eine verlässliche Lebenspartnerin war, und seinem Sohn Michael.

WERNER FALK

Innen vor außen!

Innerortsentwicklung als Thema von “Leitbild Altmühlfranken 2030”

Soweit soll es nicht kommen. “Innen vor außen” ist die Richtlinie bei der Entwicklung der Dörfer. Dorfkerne können neu gestaltet werden. Foto: Falk

Die Problematik ist wohl inzwischen von der Politik erkannt worden: Das vitale Dorf ist ein Werbefaktor für das Leben auf dem Land. Auch die Staatsregierung hat die Parole „Innen vor außen“ ausgegeben und will die Dörfer stärken, d.h. Revitalisierung von nicht mehr genutzten Gebäuden oder ganzen dörflichen Kernbereichen vor Ausweisung neuer Baugebiete.

Der Ist-Zustand: Auf den Dörfern gibt es aufgelassene Hofstellen, die zu Ruinen werden, wenn nichts geschieht. Zwar ist die Situation bei uns in Westmittelfranken noch nicht so schlimm wie beispielsweise im grenznahen Oberfranken, aber sie muss und nachdenklich machen.

Was ist zu tun? Ich möchte den Vorschlag machen, eine Online-Immobilienbörse zu schaffen, um zu informieren, welche Angebote es gibt. Mein Vorschlag geht dahin, auf Kreisebene alle freien Hofstellen und Wohngebäude zu erfassen, deren Eigentümer der öffentlichen Präsentation zustimmen. Es wäre notwendig, dass die Gemeinden alle in Frage kommenden Immobilien auflisten, d.h. einige Fotos und eine Kurzbeschreibung an die ZIA liefern.  Die ZIA könnte aus den gesammelten Objekten eine Zusammenschau erstellen und sie auf ihrer Hompage präsentieren. Nach meinen Vorstellungen könnte die Initiative auf einem niedrigen bürokratischen Level erfolgen. Ich würde mich sogar anbieten, auf ehrenamtlicher Basis das Material zusammenzutragen, um es dann später von der ZIA professionell verarbeiten zu lassen. Natürlich geht das nur mit Zustimmung der jeweiligen Grundstückseigner. Wenn die nicht mitziehen, dann kann die Immobilienbörse nicht effektiv sein.  Die Online-Datensammlung könnte an private Immobilienbüros, Architekten und  Banken zur Verfügung gestellt werden. Und natürlich könnte von dieser Initiative des Landkreises auch der Landesverein für Heimatpflege und die bayerische Presse erfahren, denn  das Projekt wäre bayernweit das erste. Bisher ist mir nur bekannt, dass der Kreis Donau-Ries ein ähnliches Angebot macht, das sich aber aktuell als sehr bescheiden darstellt und nicht speziell auf die Innerortsentwicklung der Dörfer abgestellt ist.

Über rechtliche Aspekte wird zu reden sein, denn es könnte für die Eigentümer das Landwirtschaftsprivileg bei einem Verkauf an Nicht-Landwirte verloren gehen.

Vor einigen Jahren habe ich gegenüber Landrat Wägemann meine diesbezüglichen Gedanken geäußert und bei ihm grundsätzliche Zustimmung geerntet, aber auch den Hinweis,  man wolle zunächst einmal einen Gewerbeatlas erstellen. Für die „Immobilienbörse“ zur neuen Nutzung von ehemals landwirtschaftlichen Gebäuden seien in erster Linie die Kommunen zuständig.

Meine  Meinung: Wir sollten die Dörfer unseres Landkreises vor dem schleichenden Verfall bewahren und den Eigentümern helfen, ihre nicht mehr genutzten Immobilien zu vermarkten. Das von mir vorgestellte Modell ist sicher kein Allheilmitteln, aber es könnte ein Versuch sein, die Vitalität unserer Dörfer zu erhalten. Für unser  touristisch orientiertes Altmühlfranken sind saubere Dörfer imageprägend und von großer Werbewirksamkeit.

Werner Falk/17.5.2021

Jahr des Getreides

Osternestgewinner – Aktion „Kulinarische Schätze“

Das Siegerbild: Antonia Diepold aus Gunzenhausen mit ihren Geschwistern. Fotos: Diepold/Schwarz

Im Projekt „Kulinarische Schätze Altmühlfranken“ wurde dieses Jahr das „Jahr des Getreides“ ausgerufen.  Knapp 100 Grundschulkinder nahmen an dem Wettbewerb teil und schickten Fotos von ihrem Osternest.

Vor Ostern bekamen alle Grundschülerinnen und -schüler im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Samentütchen mit Getreidekörnern überreicht. Mit der Sommergerste haben sich die Kinder ein Osternest angesät und die Fotos von grün sprießenden Halmen für den Wettbewerb eingereicht. Eine Jury ermittelte die sechs schönsten Bilder, weitere sechs Preise wurden unter den restlichen Teilnehmern verlost. Die Gewinner erhielten tolle Gewinnerboxen mit regionalen Produkten zum Brotbacken.

Die Projektpartner, bestehend aus Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bayerischem Bauernverband, Regionalbuffet Fränkisches Seenland sowie dem Landratsamt, möchten damit das Thema „Getreide“ in den Fokus setzen und sind begeistert, wie viele Kinder mitgemacht haben und wie schön alle Nester geworden sind. Ein großes Dankeschön an alle teilnehmenden Kinder!

Die Schwestern Diana und Inessa Danilenko sowie Alisia und Sophia Gassanenko freuten sich riesig über die Gewinner-Boxen.

Auf der dazugehörigen Homepage unter https://getreide.kulinarische-schaetze.de findet man neben den eingereichten Fotos zur Aktion und Preisträgerübergabe, auch weiterführende Informationen zum Thema Getreide im Landkreis. Welche Getreidesorten werden bei uns angebaut? Wofür wird das Getreide verwendet?

Über das Jahr hinweg sind noch weitere Aktionen geplant, so z.B. Mühlen-Tage, Getreidemenüs in teilnehmenden Gastronomiebetrieben oder Informationen und Aktionen in teilnehmenden Bäckereien. Dies ist natürlich abhängig von den corona-bedingten Auflagen, es gibt daher für diese Aktionen noch keine festen Termine.

Sobald eine Aktion stattfinden kann, wird sowohl über die Presse als auch auf der Homepage Näheres dazu bekannt gegeben.

BergwaldGarten im August

Theaterangebot in Weißenburg wird verschoben

Von links: Landrat Manuel Westphal, Kulturamtsleiterin Andrea Persch, David Hoyer, Buchhändler Mathias Meyer,Weißenburgs Oberbürgermeister Jürgen Schröppel und WT-Redakteur Jan Stephan.

Der BergwaldGarten kommt – aber später. Das gaben die Veranstalter gemeinsam mit Stadt und Landkreis bei einem Ortstermin im Bergwaldtheater bekannt. Das für den 27. bis 30. Mai geplante Kulturfestival mit Gerhard Polt, Heimspiel-Festival und Blasmusik-Fest wird auf Mitte August verschoben. Grund sind die anhaltenden Beschränkungen für Veranstaltungen und die Tatsache, dass der Freistaat Bayern seine Modellprojekte zur Öffnung der Kultur derzeit nicht mehr weiterverfolgt.

„Am Ende waren wir ein paar Wochen zu früh dran“, so Mathias Meyer. Der Weißenburger Buchhändler ist gemeinsam mit David Hoyer und Jan Stephan Teil der lokalen Veranstaltergemeinschaft, die mit der Stadt Weißenburg, dem Landkreis, dem Weißenburger Tagblatt sowie dem Concertbüro Franken den BergwaldGarten auf die Beine gestellt hat. Meyer: „Als wir im November 2020 angefangen haben, eine coronagerechte Freiluft-Open-Air-Variante zu planen, war die Hoffnung schon sehr groß, Ende Mai 2021 dieses Format durchführen zu können.“ Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben, betont David Hoyer. „Wir werden das machen, nur jetzt eben im August. Dafür dann vielleicht mit etwas mehr Freiheiten im Veranstaltungsgelände.“

Drei der vier angekündigten Veranstaltungen sind bereits neu terminiert. Gerhard Polt und die Well-Brüder werden am Dienstag, 10. August, das kulturelle Biergarten-Festival in der Weißenburger Naturbühne eröffnen.  Am Samstag, 14. August, findet „Das große Fest der Blasmusik“ statt. Voraussichtlich mit den geplanten Blasmusikkapellen aus Dittenheim, Meinheim, Wettelsheim und Langenaltheim. Sie unterstützen die Verlegung, es laufen aber noch Terminabsprachen in den Ensembles.

Am Sonntag, 15. August, wird das Heimspiel Festival über die Bühne gehen. Die Veranstalter verkündeten den noch fehlenden Headliner. Neben Kaffkiez, ALC und Greeen wird die Band Provinz in Weißenburg die Bühne erklimmen. Gute Nachrichten für alle Musikfreunde, gilt die Band doch als der deutsche Stern am Folk-Pop-Himmel. Kein Zufall, dass die vier jungen Männer vom Bodensee vom Produzenten von Annenmaykanterei betreut werden. Die spielten ebenfalls beim Heimspiel Festival, bevor sie die Stadien der Republik eroberten. Das Debütalbum von Provinz landete aus dem Stand sensationell auf Platz vier der Charts, es folgten zwei restlos, aber dank Corona nie gespielte Tourneen.

Ein neuer Termin für die Lesung mit Hubert Achleitner, hinter dessen bürgerlichen Namen sich der Musiker Hubert von Goisern versteckt, wird baldmöglichst bekannt gegeben. Die veranstaltende Buchhandlung Meyer hofft, die Lesung im kleineren Rahmen mit rund 100 Besuchern durchführen zu können. Allerdings nicht im Bergwaldtheater, sondern dann im Garten der Napo-Bar, die damit zu einer Art Vorbühne des BergwaldGartens wird.

Für den August-Termin des BergwaldGartens sucht Mathias Meyer zusätzlich nach einer neuen, prominent besetzten Literatur-Veranstaltung, die das Programm aus Pop-Musik, Blasmusik und Kabarett ergänzt. „Das war von Anfang an die Grundidee unseres Formats“, betonte Jan Stephan. „Ein Programm zu bieten, das in einem gemeinsamen Rahmen ganz unterschiedliche Kulturangebote macht, sodass für jeden etwas dabei sein sollte.“. Aktuell laufen Gespräche mit dem Kulturamt, ob das Programm an dem ein oder anderen Punkt sogar noch ergänzt wird.

Weißenburgs Oberbürgermeister Jürgen Schröppel und Landrat Manuel Westphal betonten bei einem Ortstermin im Bergwaldtheater, dass es ihnen wichtig sei, dass der BergwaldGarten in diesem Jahr stattfinden kann. „Leider müssen wir den Termin nun noch mal in den August verschieben“, so Landrat Westphal. „Die Voraussetzungen für die Durchführung sind einfach noch nicht gegeben. Das ist eine stabile Infektionslage, die Inzidenzzahlen müssten unter 100 liegen und wir brauchen zusätzliche eine Genehmigung des zuständigen Gesundheitsministeriums in München.“ 

Man müsse nun nochmal einen kurzen Aufschub in Kauf nehmen, „aber ich bin mir sicher, dass man dann ab 10.8. und in den folgenden Tagen diese Veranstaltung durchführen kann“. Das unterstrich auch Weißenburgs Oberbürgermeister: „Wir werden hier von Seiten der Stadt alles tun, um unsere Kulturschaffenden zu unterstützen, und alles möglich machen, um die Veranstaltung dann im August planmäßig durchführen zu können.“

Für alle bereits angekündigten Veranstaltungen des BergwaldGartens gilt, dass die gekauften Tickets ihre Gültigkeit behalten. Sollte der neue Termin nicht passen, können die Karten an der Vorverkaufsstelle, an der sie gekauft wurden (Buchhandlung Meyer oder Kulturamt Weißenburg), zurückgegeben werden.

Ansonsten sind alle vier Veranstaltungen damit zunächst ausverkauft. Allerdings besteht die Möglichkeit, sich für eine der Veranstaltungen auf eine Warteliste setzen zu lassen. Dazu eine Mail an info@buchhandlung-meyer.de mit Angabe der Veranstaltung, der Zahl der gewünschten Tickets und der Kontaktnummer schicken. Über diesen Weg können Rückläufertickets neu verteilt werden. Zudem kann es sein, dass bei einer Durchführung im August noch einige Tickets mehr als die bislang geplanten 400 pro Veranstaltung verkauft werden können.

Alle weiteren Informationen auch über die Homepage www.bergwaldgarten.de und www.bergwaldtheater.de.

Für den Lauf anmelden!

Virtueller Altmühlfrankenlauf im Juni/Juli

Die Eckdaten für den virtuellen Altmühlfrankenlauf stehen. Los geht’s vom 25. Juni bis 11. Juli 2021 rund um Markt Berolzheim und Degersheim. Start und Ziel ist jeweils das Sportheim des 1. FC Markt Berolzheim/Meinheim in Markt Berolzheim. Die Anmeldung für den Lauf ist ab sofort online unter www.altmuehlfranken-lauf.de möglich.

Auf 18,8 km, aufgeteilt auf fünf Etappen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, geht es beim diesjährigen virtuellen Altmühlfrankenlauf auf den Hahnenkamm. Die Laufstrecke und Wechselstellen werden wie gewohnt beschildert. Streckenkarten und die GPX Datei stehen auf www.altmuehlfranken-lauf.de zur Verfügung. Durch das Konzept des virtuellen Altmühlfrankenlaufs haben die Läuferinnen und Läufer innerhalb der zwei Wochen Zeit unabhängig voneinander ihre Laufetappe zu laufen, um die Bestzeit an den Mannschaftsführer zu melden. Der Mannschaftsführer hat dann bis Montag, 12. Juli, um 17.00 Uhr Zeit, die Laufzeiten gesammelt für sein Team, bestehend aus fünf Läuferinnen bzw. Läufern, über einen Upload der Screenshots der Läufer-App zu melden. Welche Tracking-App genutzt wird, bleibt jedem selbst überlassen. Auf dem Screenshot sollen der Name, das Datum, die Distanz und die Laufstrecke des Läufers ersichtlich sein.

Startpunkt des Altmühlfrankenlaufs ist am Sportheim des 1. FC Markt Berolzheim/Meinheim in Markt Berolzheim. Von hier aus führt der Lauf bergauf nach Oberweiler wo sich Etappe 2 und Etappe 3 teilen. Etappe 2 verläuft über Meinheim zurück nach Markt Berolzheim und Etappe 3 führt weiter durch den Wald bis kurz vor Degersheim. Nördlich von Degersheim beginnt Etappe 4 die nach Rohrbach läuft, in die nächste Etappe 5 übergeht und über Großholz zurück nach Markt Berolzheim führt. Die Etappe 1 wird dabei nicht doppelt gelaufen, da ein Abklatschen wie gewohnt bei einem Staffellauf nicht stattfinden wird! Der geplante Streckenverlauf steht bereits auf der Homepage zur Verfügung.

Jede Mannschaft besteht aus fünf Läuferinnen und/oder Läufern und wird wie gewohnt in fünf Klassen (Damen, Herren, Gemischte Mannschaften, Schüler und Jugend) gewertet und ist für alle Alters- und Interessensgruppen offen. Selbstverständlich dürfen Mannschaften mehrere Teams stellen, die durch fortlaufende Zahlen gekennzeichnet werden. Einziges Teilnahmekriterium ist der Wohnsitz, der Arbeitsplatz oder die Mitgliedschaft in einem Verein im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Alle weiteren Rahmenbedingungen sind den Unterlagen im Internet unter www.altmuehlfranken-lauf.de zu entnehmen.

Das Organisationsteam am Landratsamt bittet um frühzeitige Anmeldung. Anmeldeschluss ist der 06. Juni 2021. Jede Mannschaft erhält nach erfolgter Anmeldung eine Anmeldebestätigung. Die Streckenpläne sind online einsehbar. Änderungen vorbehalten.

Eine Mannschaftsführerbesprechung wird es in diesem Jahr nicht geben. Die Startunterlagen, bestehend aus den Startnummern, Streckeninfos und einem Geschenk, das von den Sparkassen Gunzenhausen und Mittelfranken-Süd gesponsert wurde, wird ca. eine Woche vor dem Start zugeschickt.

Fragen zum Altmühlfrankenlauf beantwortet Verena Bickel von der Zukunftsinitiative altmühlfranken telefonisch unter 09141 902-207 oder per E-Mail an verena.bickel@altmuehlfranken.de.

Verkehr neu regeln

SPD: Verkehrssituation am Brombachsee großflächig betrachten


Die SPD-Kreistagsfraktion hat das Gespräch gesucht. Bei Online-Terminen und verschiedenen Gesprächen in und um Pfofeld sowie Pleinfeld haben die Fraktionsmitglieder mit Anwohnern gesprochen und sich nach den Problemen vor Ort erkundigt. Dabei stellte sich heraus, dass unabhängig von der geplanten Center Parcs-Ansiedlung die Verkehrssituation grundsätzlich als belastend wahrgenommen wird. Deshalb haben sich die Sozialdemokraten zur Verkehrssituation umfangreich Gedanken gemacht.
Konkret geht es um die gesamte Achse der Staatsstraße 2222 von Gunzenhausen bis nach Pleinfeld. Hier kommt es immer wieder stoßweise zu ungelenkten Besucher- und Fahrzeugströmen. Überlastete Straßen und überfüllte Parkplätze führen zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität und müssen daher überdacht werden.
Mit einer besseren Beschilderung und einer Ertüchtigung der „Alten Mühlstraße“ (Kreisstraße WUG 20) in Kombination mit einer Querverbindung zum Parkplatz in der Seestraße könnte eine Entlastung von Langlau und Rehenbühl bewirkt werden. In Thannhausen könnte mit einer Ortsumfahrung im Norden und einer Verlegung der Kreisstraße 20 in Kombination mit dem bereits laufenden Flurbereinigungsverfahren eine vollkommen neue Dorfentwicklung beginnen. Veitserlbach und Ramsberg sind vom Verkehr auf der Staatsstraße 2222 ebenfalls betroffen und benötigen eine ernsthafte Überprüfung der aktuellen Situation. Ein Kreisverkehr bei Ramsberg sollte auf jeden Fall erwogen werden.
Die Maßnahmen sind allerdings nur ein Teil der Lösung. Für die weitere Entwicklung wird ein modernes Verkehrs- und Parkleitsystem benötigt. Außerdem ist die Anbindung an den ÖPNV für eine Verkehrswende unabdingbar. Der Individualverkehr wird sich in den nächsten Jahren deutlich verändern. Hierfür muss die Region vorbereitet sein. In diesem Zusammenhang dürfen die Radwege aber nicht vergessen werden. Eine einfache und nachvollziehbare Beschilderung gehört genauso dazu, wie Lücken zwischen den Radwegen zu schließen.
Alle Maßnahmen wurden von der SPD-Kreistagsfraktion zusammengefasst und in einem Antrag formuliert. „Wir dürfen die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger nicht hinter die Interessen des Tourismus stellen!“, so der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag Mathias Hertlein.

Kein Bürgerfest

Termin pandemiebedingt abgesagt

Es zeichnete sich bereits über einen längeren Zeitraum ab, nun ist es endgültig beschlossene Sache: Das diesjährige Gunzenhäuser Bürgerfest kann aufgrund der immer noch andauernden Corona-Pandemie leider nicht stattfinden. „Unser traditionelles Bürgerfest abzusagen, fällt uns wahrlich nicht leicht. Wir haben lange überlegt und abgewartet, doch die nach wie vor dynamische Pandemielage lässt keine Durchführung zu“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz.

Längst hat sich das Bürgerfest zu einer künstlerischen Institution entwickelt und ist weit über die Grenzen der Altmühlstadt hinaus bekannt. Die Mischung aus hochkarätigen Bands aus allen Genres, anspruchsvollen Beiträgen und unaufgeregten Ambiente lockt in Nicht-Corona-Jahren tausende Besucher aus nah und fern nach Gunzenhausen. „Nachdem das Fest bereits im letzten Jahr wegen Corona nicht stattfinden konnte, schmerzt uns die diesjährige Absage umso mehr. Nun gilt es allerdings nach vorne zu blicken und die Vorbereitungen für 2022 aufzunehmen“, ergänzt Wolfgang Eckerlein vom Amt für Tourismus und Kultur.

Der aktuelle Stand

Impfungen gegen das Coronavirus in Altmühlfranken


25.027 Impfungen gegen das Coronavirus wurden im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen bisher am Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen durchgeführt, davon sind 7.464 Zweitimpfungen. Mittlerweile haben auch erste Personen der 3. Priorisierungsgruppe Termineinladungen für die Impfung erhalten. In den Hausarztpraxen wurden bisher 8.508 Impfungen durchgeführt, davon 205 Zweitimpfungen.

Gestern (5.Mai) wurden 2.000 Termine für Erstimpfungen in der nächsten Woche freigegeben, nachdem in den letzten Tagen hauptsächlich Zweitimpfungen stattgefunden haben. Mittlerweile haben auch erste Personen der Priorisierungsgruppe 3, also der Über-60-Jährigen sowie Personen mit bestimmten Vorerkrankungen oder beruflichem Hintergrund Termineinladungen erhalten.

Derzeit befinden sich 14.524 Personen auf der Warteliste. Das bedeutet, sie haben sich für die Impfung im BayIMCO unter www.impfzentren.bayern registriert, aber noch keine Termineinladung erhalten. Davon befinden sich 7.959 Personen in der Priorisierungsgruppe 3.

Weiterhin gibt es zahlreiche Personen, die bereits eine Termineinladung für die Impfung erhalten haben, diese aber noch nicht angenommen haben. Die Zahl nimmt stetig weiter zu. Daher bittet das Impfzentrum Personen, die sich in einer Hausarztpraxis haben impfen lassen darum, den Account in BayIMCO zu löschen. Dies erfolgt ebenfalls unter www.impfzentren.bayern oder telefonisch unter 09831 52-2041.

Leider erreichen auch das Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen immer mehr Anfragen von Personen, welche ihren Zweitimpftermin vorziehen wollen. Die Gründe liegen nahezu ausschließlich im persönlichen Bereich. Genannt wird immer wieder ein Urlaub zum eigentlichen Termin der Zweitimpfung. Viele sagen aber auch, dass sie schneller die Zweitimpfung haben wollen, um keinen Test beim Besuch von Geschäften, Frisör etc. zu benötigen oder da bald ein Urlaub ansteht.

Grundsätzlich erfolgt die Terminvergabe für Erst- und Zweitimpfung in BayIMCO immer für beide Termine und das in einem festgelegten Zeitabstand (BionTech/Moderna 6 Wochen, Astra Zeneca 12 Wochen). Es ist systemseits nicht vorgesehen, dass Termine verschoben werden. Hierfür stehen dem Impfzentrum dann auch keine Zeitslots zur Verfügung. Eine manuelle Vergabe der Zweitimpftermine ist organisatorisch und zeitlich durch das Impfzentrum nicht zu leisten. Daher die dringende Bitte, die Zweitimpfungen unbedingt zum ursprünglichen Termin wahrzunehmen!

Wer sich am Impfzentrum gegen das Coronavirus impfen lassen möchte, sollte sich online unter www.impfzentren.bayern registrieren. Personen ohne Internetzugang können dies auch an der Hotline des Impfzentrums erledigen unter 09831 52-2041.

Noch nicht über den Berg

Corona-Situation im Landkreis

Das Landratsamt erklärt zur akuellen Lage: Weiterhin befinden wir uns im Landkreis auf einem hohen Niveau an Neuinfektionen. Zwar ist die 7-Tage-Inzidenz in den vergangenen Tagen grundsätzlich eher rückläufig, die tägliche Zahl der Neuinfektionen liegt jedoch noch nicht in einem Bereich, in dem von einer dauerhaften und stabilen Senkung der Infektionszahlen ausgegangen werden kann. Daher liegt die 7-Tage-Inzidenz heute auch wieder bei 104,5.

Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, wie sich die Situation weiterentwickelt. Weiterhin ist größte Vorsicht und Geduld erforderlich, auch mit Blick auf mögliche Lockerungen der aktuellen Corona-Regelungen. Vermieden werden sollte, dass regional erneut strengere Maßnahmen ergriffen werden müssen, um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegen zu wirken. Daher kann das Gesundheitsamt im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen nur weiterhin an die Bevölkerung appellieren, die bestehenden Regelungen konsequent einzuhalten.

Mit Blick auf die voranschreitenden Impfungen gegen das Coronavirus hat die Staatsregierung nun auch weitere Schritte bei der Gleichstellung von geimpften, getesteten und genesenen Personen vorgenommen. Derzeit gilt: Wo die Vorlage eines negativen Testergebnisses in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 notwendig ist, z.B. in Geschäften oder bei Inanspruchnahme von Dienstleistungen, ist der Nachweis einer vollständigen Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff ab Tag 15 nach der abschließenden Impfung dem erforderlichen Testnachweis gleichgestellt. Dies gilt nicht für Besucher, Patienten, Bewohner und Beschäftigte in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Behinderteneinrichtungen.

Seit dem 06. Mai 2021 gelten weiter folgende Erleichterungen für vollständig geimpfte sowie genesene Personen: Die Ausgangssperre sowie die Kontaktbeschränkungen gelten nicht für diese Personen. Bei privaten Zusammenkünften und ähnlichen sozialen Kontakten bei denen sowohl geimpfte oder genesene als auch sonstige Personen teilnehmen, bleiben geimpfte und genesene Personen bei der Ermittlung der Zahl der Teilnehmer unberücksichtigt. Abstandsgebot und Maskenpflicht werden für diese Personen nicht aufgehoben.

Hierbei ist zu beachten: Als vollständig geimpft gilt eine Person ab Tag 15 nach der Zweitimpfung. Als Nachweis für Geimpfte gelten der Impfpass oder eine Impfbescheinigung des Arztes. Als Genesene können sich mit einem PCR-Test ihrer Erkrankung oder einem Absonderungsbescheid des Gesundheitsamtes Personen ausweisen, bei denen die zugrundeliegende Testung durch eine PCR erfolgt ist und mindestens 28 Tage, höchstens aber sechs Monate zurückliegt. Liegt die Erkrankung mehr als sechs Monate zurück, benötigen Genesene zudem eine einmalige Impfung, um in den Genuss der Erleichterungen zu kommen.

Das Gesundheitsamt kann derzeit keine über den Absonderungsbescheid hinausgehenden Bescheinigungen oder Atteste ausstellen, dies kann beim behandelnden Arzt angefragt werden. Wer keine Quarantänebescheinigung erhalten hat, kann sich telefonisch unter 09141 902-485 an das Gesundheitsamt wenden oder direkt an kerstin.pauckner@landkreis-wug.de eine Anfrage per Mail stellen.

Da eine hohe Anzahl solcher Anfragen zu erwarten sind, bitten wir um Verständnis, dass die Bearbeitung inkl. dem Postweg einige Tage in Anspruch nimmt.

Nach der Kabinettssitzung am 04. Mai 2021 wurden auch weitere Öffnungsschritte für die Außengastronomie, für Theater, Konzert- und Opernhäuser, Kinos sowie den Sport angekündigt.

Sobald im Landkreis die 7-Tage-Inzidenz den Wert 100 unterschreitet und die Entwicklung des Infektionsgeschehens nach Einschätzung des Gesundheitsamts stabil oder rückläufig ist, wird das Landratsamt beim Gesundheitsministerium das Einvernehmen für eine Öffnung in den oben genannten Bereichen einholen und nach einer positiven Rückmeldung aus München eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Parallel zur Veröffentlichung der Allgemeinverfügung wird das Landratsamt eine Pressemitteilung herausgeben. Am Tag nach der Veröffentlichung der Allgemeinverfügung im Amtsblatt kann die Öffnung der genannten Bereiche erfolgen. Dies wird aufgrund der aktuellen 7-Tage-Inzidenz nicht vor Ende nächster Woche der Fall sein.

Touristische Angebote (Hotels, Ferienwohnungen und –häuser sowie Campingplätze) werden frühestens ab Freitag, 21. Mai 2021, zugelassen und nur in Landkreisen und Städten mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100, voraussichtlich in Verbindung mit weiteren Hygienemaßnahmen und negativen Tests.

Angekündigt ist auch in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 165 Präsenzunterricht (mit Mindestabstand) oder Wechselunterricht ab Montag, dem 10. Mai 2021 für die 1. bis 3. Klasse der Grundschulstufe sowie die 5. und 6. Klasse der Förderschule. Für die 4. Klasse bleibt es beim bisherigen System. Die geltenden Testpflichten bleiben bestehen.

Ab dem 7. Juni 2021 wird in Bayern auch an allen weiterführenden Schulen in Gebieten mit einer 7-Tage-Inzidenz kleiner 165 Präsenzunterricht (mit Mindestabstand) oder Wechselunterricht zugelassen.