Impfaktionen für Kinder

Start im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Die Ständige Impfkommission hat Anfang Dezember die Impfung gegen das Coronavirus für Kinder zwischen fünf und elf Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen empfohlen. Darüber hinaus wird die Impfung auch Kindern empfohlen, die Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren Verlauf haben. Das Impfzentrum des Landkreises bietet daher für Kinder zwischen fünf und elf Jahren spezielle Impftage in der Mensa des Werner-von-Siemens Gymnasiumsums in Weißenburg an.

Die Impfaktionen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren finden von Freitag, 17. Dezember 2021 bis Sonntag, 19. Dezember 2021 in der Mensa des Werner-von-Siemens Gymnasiums in Weißenburg (An der Hagenau 24, 91781 Weißenburg i. Bay.)statt. Geimpft wird ausschließlich mit dem Impfstoff von Biontech. Auch für Kinder sind zwei Impfungen im Abstand von drei bis sechs Wochen erforderlich. Der Zweitimpftermin wird den Eltern oder Erziehungsberechtigten bei der Impfaktion mitgeteilt. 

Terminvereinbarungen für die Impfaktionen für Kinder sind ausschließlich telefonisch unter 089 244188110 möglich.

Die Mensa des Gymnasiums befindet sich hinter dem Schulgebäude. Parkmöglichkeiten gibt es an der Wiesenstraße sowie am Seeweiherparkplatz.

Die Impfaktion richtet sich insbesondere an die von der STIKO empfohlene Personengruppe, also an Fünf- bis Elfjährige mit bestimmten Vorerkrankungen sowie an Kinder, die Kontaktperson zu beispielsweise Hochbetagten oder Immunsupprimierten sind. Sofern ein individueller Wunsch der Eltern oder Erziehungsberechtigten besteht, können auch alle anderen Kinder zwischen fünf und elf Jahren eine Covid-19-Impfung nach ärztlicher Aufklärung erhalten.

Der Koordinierungsarzt innerhalb der Führungsgruppe Katastrophenschutz Dr. Peter Löw appelliert an die Eltern und Erziehungsberechtigten: „Der Impfstoff für die Kinder ist bestens verträglich und gut wirksam! Die Impfung hat das Ziel, nun endlich Kinder vor Covid-19 und den damit verbundenen möglichen Folgen zu schützen, was im Hinblick auf die Omikron Variante an Bedeutung gewinnen könnte. Durch die Impfung sinkt aber auch das Risiko, dass Kinder das Coronavirus in den Familien, vor allem bei den gefährdeten Großeltern, den Kindertagesstätten oder in der Grundschule verbreiten. In diesem Zusammenhang appelliere ich auch an Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie weitere Betreuungspersonen der Kinder dringend das Impfangebot wahrzunehmen!“

Wer sein Kind gegen das Coronavirus impfen lassen möchte, kann sich selbstverständlich auch an die niedergelassenen Arztpraxen, insbesondere an die Kinderärzte wenden, die zum Teil auch Impfungen durchführen.

In den Weihnachtsferien sind weitere Impfaktionen in der Mensa des Weißenburger Gymnasiums geplant. Das Landratsamt wird darüber entsprechend informieren.

Alle Informationen zu den Impfungen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen finden Sie unter www.landkreis-wug.de/impfzentrum.

Stadt im Dämmerlicht

Winterliche Nachtwächterführung in der Stadt Gunzenhausen

Begleiten Sie die Nachwächterin bei ihrem Kontrollgang durch die winterliche Altmühlstadt. Am 26.12.2021 sowie am Neujahrstag, 01.01.2022, haben Sie die Möglichkeit, sich Plätze der Stadt zeigen zu lassen, die im Dämmerlicht einen ganz eigenen Zauber entfachen. Die Touren beginnen jeweils um 16.00 Uhr, eine vorherige Anmeldung bei der Tourist-Information der Stadt Gunzenhausen ist unter der Telefonnummer 09831/508-300 notwendig.

Weiterführende Informationen zu diesen und weiteren vielfältigen Rundgängen der Stadt Gunzenhausen sowie Preise und Teilnehmerbegrenzungen können der Internetseite der Tourist Information unter www.gunzenhausen.info entnommen werden.

Die Führung findet unter den zum Veranstaltungszeitpunkt geltenden Corona-Regelungen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen statt. Weiterführende Auskünfte hierzu erhalten Sie unter https://www.landkreis-wug.de/corona-regelungen-im-landkreis.

Kreis-SPD traf sich online

Optimische Einstimmung nach Regierungsübernahme

Weihnachten anders, als man es gewohnt ist: Der SPD Kreisvorstand
der SPD in seiner Onlinesitzung


Der SPD-Kreisvorstand wollte ursprünglich seine Weihnachtssitzung in einem guten fränkischen Lokal abhalten, sich Endlich wieder in Präsenz treffen und das Jahr mit einer geselligen Atmosphäre ausklingen lassen. Leider hatte Corona etwas dagegen, sodass sich die Mitglieder des Vorstandes nur am Bildschirm treffen konnten. 15 Genossinnen und Genossen trafen sich so vergangenen Freitag. Die sozialdemokratische Doppelspitze, bestehend aus Harald Dösel und Anette Pappler, hatte sich aber etwas Besonderes ausgedacht, sodass immerhin ein wenig weihnachtliche Stimmung aufkommen konnte.
Vor dem Termin kam bei allen Vorstandsmitgliedern ein kleines Päckchen an – mit kleinen Aufmerksamkeiten: Plätzchen, weihnachtlichem Tee, einem Teelicht und einem kleinen Weihnachtsgruß.
Den Einstieg in den Jahresabschluss machte Harald Dösel. Er dankte allen Mitgliedern für die gute Zusammenarbeit, vor allem aber für die Unterstützung im Wahlkampf. „Wer hätte gedacht, dass wir nun schon im Dezember 2021 den Kanzler stellen werden?“, rekapitulierte er und gab sich im Hinblick auf die Regierungsarbeit der Ampel-Koalition
optimistisch: „Ich bin davon überzeugt, dass gerade ein sozialdemokratisches Jahrzehnt beginnt!“. Gleichzeitig machen ihm aber auch die gesellschaftlichen Tendenzen große Sorgen. Er bezog sich dabei auf einen Schweigemarsch von Querdenkern und Impfgegnern vor ein paar Tagen in Gunzenhausen, an dem sich insgesamt 450 Mitbürgerinnen und Mitbürger beteiligt haben. Nicht alle Teilnehmer seien Querdenker oder gar Anhänger von Verschwörungsmythen. Trotzdem führten diese solche Veranstaltungen maßgeblich an, so auch in Gunzenhausen. Von diesen Personen müsse man sich deutlich abgrenzen, so Harald Dösel. Denn zum einen untergraben sie mit ihren Aktivitäten die dringend nötige Solidarität in der Abwehr der Pandemie. Und zum anderen grenzten sie sich nicht von Rechtsradikalen ab und bedienten teils selbst antisemitische und geschichtsrevisionistische Klischees. „Einer Bewegung, die kein Problem damit hat, die Verbrechen der Nazis zu verharmlosen, müssen wir uns als Sozialdemokraten konsequent in den Weg stellen“, betonte Dösel.
Anette Pappler, stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Kreistag, blickte auf die SPD- Kreispolitik im vergangenen Jahr zurück. Dabei waren die Center-Parcs- Pläne zweifellos das Thema des Jahres. Pappler fragte sich dabei, wie sehr doch ein Thema spalten könne. Die unterschiedlichen Parteien standen sich dabei recht unversöhnlich gegenüber. Mittlerweile sei das Thema aber wieder abgeklungen. „Gerade deshalb muss man hier am Ball bleiben! Wir wissen jetzt schließlich, dass das Gelände wegen der Kontamination mit Schadstoffen eine Gefahr für die Bevölkerung darstellt“, machte Anette Pappler sehr eindringlich deutlich. Zum Thema Müllvermeidung stellten die Sozialdemokraten im Kreistag mehrere Anträge. Pappler bedauerte dabei, dass keiner von diesen angenommen wurde. Und auch der Antrag zu Agenda 2030 und damit die Verpflichtung des Landkreises auf die UN-Nachhaltigkeitsziele wurde von einer Kreistagsmehrheit abgelehnt. Trotzdem gestaltete die SPD-Fraktion mit diesen und anderen wichtigen Themen die Debatte und regte immer wieder Verbesserungen an, so berichtete die Kreispolitikerin. Insgesamt sei die SPD- Kreistagsfraktion sehr aktiv und bringe sich engagiert in die aktuellen Debatten ein.
Felix Michaelis, Vorsitzender des Ortsvereins Pleinfeld, stellte nach den zwei Jahresrückblicken ebenfalls fest, dass die Verbindungen der gesamten Mandatsträger im Landkreis der SPD eine wertvolle und belebende Plattform sei. Alle Gemeinde-, Stadt- und Kreisräte werden über dieses Netzwerktreffen mit Ideen und aktuellen Themen versorgt. So konnten alle Fraktionen im gesamten Landkreis die Agenda 2030 auf die Tagesordnung bringen. Landkreisweit wurde dann über dieses Thema diskutiert.
In der darauffolgenden offenen Diskussion wurde sehr umfangreich über das aktuelle Böllerverbot, den Wahlerfolg der SPD bei der Bundestagswahl und den viel diskutierten Impfzwang debattiert. Vor allem das Impfen nahm dabei den meisten Raum ein. Die Genossinnen und Genossen stellten dabei fest, dass eine sachliche Diskussion schwierig sein, da ein Teil der Impfgegner bereit in ihrer eigenen Welt lebten. Ein Austausch von fundierten und nachvollziehbaren Argumenten sei kaum noch möglich. Egoismus und ein gewisser Zwang zur Selbstoptimierung wurden bei dem Thema auch immer wieder beobachtet. Nichts desto trotz muss man die Ängste der Menschen ernst nehmen unddarf keinen abgehängt zurücklassen. Eine öffentliche und sachliche Debatte muss hierfür jederzeit möglich sein und weiter forciert werden.


Halten wir zusammen!

Weihnachts- und Neujahrsgruß von Bürgermeister KH Fitz


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein herausforderndes, nach wie vor von der Corona-Krise geprägtes Jahr 2021 neigt sich dem Ende entgegen. In den Tagen rund um das Weihnachtsfest suchen wir Erholung vom hektischen Alltag. Diese Auszeit können wir nutzen, um auf das Vergangene zurückzublicken, sowie zu überlegen und zu planen, was das kommendeJahr 2022 wohl mit sich bringen mag.
Als Bürgermeister bin ich viel unterwegs und treffe überall auf engagierte Menschen, Bürgerinnen und Bürger, denen Gunzenhausen mit all seinen Ortsteilen am Herzen liegt. Menschen, die sich oft ehrenamtlich für das Wohl unserer Stadt einsetzen. Ich erlebe Gemeinschaften, die zusammenhalten und die mit ihrer Heimat verbunden sind. Dies zeigt sich nicht zuletzt in einem großen ehrenamtlichen Engagement in der Kernstadt und in den 14 Ortsteilen. Ihrem Wirken in Sportvereinen, Blaskapellen, Kulturvereinen, in den Feuerwehren oder im Naturschutz, um nur einige Beispiele zu
nennen, gebührt unser aller Anerkennung und Respekt.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz ist trotz Corona mit 2021 zufrieden und geht optimistisch in das neue Jahr.


Meinen Dank möchte ich an dieser Stelle auch den Stadträtinnen und Stadträten, sowie den Ortssprecherinnen und Ortssprechern, vor allem meinen beiden Stellvertretern Peter Schnell und Friedrich Kolb aussprechen. Auch für das kommenden Jahr 2022 wünsche ich mir eine enge und vertrauensvolle, am Wohl unserer Bürgerinnen und Bürgern ausgerichtete Zusammenarbeit. Besonders danken möchte ich allen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Gunzenhausen und aller mit der Stadt verbundenen Einrichtungen. Sie haben auch in diesem Jahr einen großen Anteil daran, dass sich unsere Stadt weiterhin positiv entwickelt hat.
Neben der Bewältigung der Corona-Pandemie sind ein besserer Schutz unserer Natur und der konsequente Kampf gegen den Klimawandel aktuell die größten
Herausforderungen unserer Zeit. Als zukunftsorientierte Stadt gehen wir hierbei mit
gutem Beispiel voran. 2021 haben wir unter anderem die Weichen für eine nachhaltigere Mobilität gestellt. Ab dem nächsten Jahr nehmen wir den öffentlichen Personennahverkehr selbst in die Hand und bauen das Angebot in Gunzenhausen kontinuierlich aus. Für diesen historischen Schritt war es nötig, die ÖPNV-
Aufgabenträgerschaft vom Landkreis auf die Stadt zu übertragen. Eine eigens gegründete Mobilitäts- und Verkehrs-GmbH wird sich künftig um die Umsetzung
kümmern. Nach dem Erwerb des Bahnhofsgebäudes haben wir nun damit begonnen, dass es zu einem modernen Mobilitätszentrum ausgebaut wird. In diesem werden sich nach Fertigstellung zahlreiche Dienstleistungen rund um das Thema nachhaltige Mobilität vereinen. Unter anderem soll der Kauf von Bahn-, wie auch Bustickets, Beratungsleistungen zu Verkehrs- und Tourismusangeboten, Verleih von Fahrrädern und Lastenfahrrädern, Carsharing-Angebote, Buchhandlung sowie eine angemessene Versorgung mit Speisen und Getränken unter einem Dach ermöglicht werden.

Stadt ist barrierefreier geworden

Viel Geld nehmen wir auch Jahr für Jahr zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in die Hand. Heuer haben wir unter anderem zur Herstellung einer Barrierefreiheit neun Bushaltestellen im Stadtgebiet so umgebaut, dass physikalische Barrieren der Vergangenheit angehören. Damit sollen auch Menschen mit Handicap unsere öffentlichen Verkehrsmittel möglichst einfach, stufenlos und sicher nutzen können. Wir leben inmitten einer intakten Natur und versuchen selbst im Kleinen, unserer Verantwortung gerecht zu werden. So arbeiten wir ständig am Ausbau und an der Sicherheit des Radverkehrs, fördern Lastenfahrräder und versuchen unserem guten Ruf als fahrradfreundliche Stadt gerecht zu werden. Ohne die Bedeutung des PKW gerade im ländlichen Raum aus dem Blick zu nehmen, sollte uns klar sein, dass wir eine Klimawende nur dann gemeinsam schaffen werden, wenn wir andere Formen der Mobilität und neuen Verkehrskonzepten gleichberechtigte Chancen einräumen. Am Status Quo festzuhalten, löst keine Probleme.
Auf vielfältige Weise leisten wir einen Beitrag für Natur und Umweltschutz. Durch diverse Maßnahmen wirken wir dem Insektensterben entgegen. So hat es mich sehr gefreut, dass unsere Grundschule Süd vor kurzem mit dem Bayerischen
Biodiversitätspreis ausgezeichnet wurde. Mit einer weiteren nachhaltigen Bepflanzung und Begrünung in der Stadt und in den Ortsteilen haben wir auch dieses Jahr wieder Akzente gesetzt.

Noch mehr fairer Handel

Neue Wege mit Blick auf den Umweltschutz beschreiten wir auf dem Altmühlsee. Dort wird die MS Altmühlsee seit Anfang des Jahres mit einem neuen Kraftstoff betankt, der unter anderem die Emissionen merklich reduziert. Künftig wollen wir zudem fairen Handel noch mehr in den Fokus rücken und arbeiten daran, eine Fair-Trade-Stadt zu werden. Hier ist längst eine Steuerungsgruppe aktiv, die sich um eine sinnvolle und zukunftsorientierte Umsetzung bemüht. Als nachhaltig hat sich übrigens auch die Aktion „Gelbes Band“ gezeigt. Wer seine Bäume nicht selbst abernten kann oder mehr Früchte als Bedarf hat, für den stellt die Stadt kostenlos gelbe Bänder zur Verfügung. Mit diesen können Eigentümer frei zugängliche Bäume markieren und das Obst der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Gleich mehrmals wurden wir in diesem Jahr für unsere großen Anstrengungen belohnt und von höherer Stelle ausgezeichnet. So erhielt die generalsanierte Gunzenhäuser Stadthalle den renommierten „Bauen im Bestand-Preis“ der Bay. Architektenkammer.
Im Übrigen ist unsere Stadthalle wahrlich kein Luxus. Sie bringt, etwa anlässlich von Tagungen und Veranstaltungen, viele Nutzer und Besucher aus ganz Deutschland und darüber hinaus in die Stadt, sorgt für Übernachtungen, Einnahmen und vielfältige Synergien. Gerade während der Corona-Zeit war und ist die Stadthalle als Sitzungsraum für Stadt und Kreis unentbehrlich. Viele schätzen die dargebotenen Programme, welche von Theaterveranstaltungen bis zu klassischen Konzerten reichen.

Pumptrackanlage ist ein Magnet für junge Menschen

Eher analog ging es in diesem Jahr dagegen auf der Pumptrack-Anlage zu, die sich innerhalb kürzester Zeit zum Publikumsmagneten entwickelt hat. Jährlich werden dort rund 40.000 Kilometer zurückgelegt, was einer Erdumrundung entspricht. Auch 2021 haben wir wieder kontinuierlich in die Zukunft investiert. Dies betrifft unter anderem unsere Schulen, in denen in Gunzenhausen nicht erst seit Corona die Digitalisierung in vollem Gange ist. Neben der digitalen Ausstattung der Klassenräume wurden für Schulen Tablets, sowie Lehrerdienstgeräte in stattlicher Anzahl beschafft und zur Verfügung gestellt. Die IuK-Abteilung der Stadt erbringt hierfür einen immensen Einsatz. Hierfür möchte ich mich an dieser Stelle besonders bedanken.
Sicherheit spielt beim Hochwasserschutz eine ganz zentrale Rolle. Im Juli eröffnete Staatsminister Torsten Glauber die an der Altmühlpromenade installierte Barriere. Diese wurde bestens in das bestehende Landschaftsbild integriert und optisch sehr ansprechend gestaltet. So ist die maximal 90 cm hohe Hochwasserschutzwand nur an
bestimmten Bereichen überhaupt als solche zu erkennen.
Große Herausforderungen hatten wir auch in diesem Jahr im Burkhard-von-Seckendorff- Heim zu meistern. Insbesondere galt und gilt es, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, aber auch Besuche zu ermöglichen. Die sich fortwährend ändernden Vorgaben sind zu beachten und umzusetzen und dabei die konkrete Situation des Gunzenhäuser Heimes zu berücksichtigen. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Burkhard-von-Seckendorff-Heimes, wie auch der Stadtverwaltung, die auf vielfältige Weise für das Haus tätig sind, möchte ich von Herzen Dank sagen.
Insbesondere seit der Corona-Pandemie arbeiten die Kolleginnen und Kollegen unter erschwerten Bedingungen. Sie leisten Tag für Tag großartige Arbeit, sind hochmotiviert und stellen sich in professioneller Art und Weise jeder neuen Herausforderung. Auch mit Hilfe meiner Funktion als Bezirksvorsitzender der kreisangehörigen Gemeinden im Bayerischen Städtetag für den Regierungsbezirk Mittelfranken kämpfe ich für die Verbesserung der staatlichen Rahmenbedingungen in Alten- und Pflegeheimen.

Wir sehnen das Ende der Pandemie herbei

Kein Bürgerfest, kein Kulturherbst, keine Kirchweih, kein See in Flammen und nun auch kein Trödel- und Weihnachtsmarkt – unsere großen und wichtigen Kulturveranstaltungen mussten 2021 pandemiebedingt leider ausfallen. Unter Einhaltung der rechtlichen Vorgaben haben wir unseren Bürgerinnen und Bürgern dennoch einige ausgewählte, Corona konforme Angebote machen können.
Wir alle sehnen das Ende der Pandemie herbei. Bis dahin gilt es, die Regeln einzuhalten und verantwortungsbewusst zu handeln. Bei allen Erschwernissen sollten wir dennoch mit Zuversicht in das neue Jahr blicken. Wir freuen uns darauf, wieder gemeinsam zu feiern und unsere Veranstaltungen zu genießen.
Ich danke Ihnen herzlich für Ihr Vertrauen und die Zusammenarbeit. Uns allen wünsche ich Gesundheit und ein baldiges Ende der Pandemie, dazu viel Optimismus und Tatendrang, um auch die Herausforderungen und Aufgaben im neuen Jahr erfolgreich meistern zu können.
Ich wünsche Ihnen ein besinnliches und segenreiches Weihnachtsfest und Gottes Segen. Bleiben Sie gesund!


Ihr
Karl-Heinz Fitz
Erster Bürgermeister

Weiter hohe Inzidenz

Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt weiterhin hoch

Das Corona-Infektionsgeschehen im Landkreis hat in der vergangenen Woche an Dynamik verloren, die 7-Tage-Inzidenz scheint sich auf einem sehr hohen Wert einzupendeln. Täglich werden dem Gesundheitsamt weiterhin hohe Infektionszahlen, meist knapp über 100, gemeldet. Die hohen Infektionszahlen spiegeln sich auch in der Belegung im Klinikum Altmühlfranken wider.

Glücklicherweise hat sich die Lage in den meisten Alten- und Pflegeheimen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung mittlerweile etwas beruhigt. Nur noch eine Einrichtung im Landkreis ist von einem Corona-Ausbruchsgeschehen betroffen. Infektionen treten weiterhin im gesamten Landkreis auf, „Hotspots“ sind nicht ersichtlich.

Die Situation an beiden Standorten des Klinikums Altmühlfranken bleibt weiterhin angespannt. Die hohen Infektionszahlen der vergangenen Wochen machen sich dort nun deutlich bemerkbar. 33 Patientinnen und Patienten, die eine Covid-19-Infektion aufweisen, werden derzeit an beiden Standorten des Klinikums behandelt. Davon müssen neun intensivmedizinisch betreut werden. Das Regelprogramm des Klinikums ist weiterhin heruntergefahren. Die Notfallversorgung der Bevölkerung ist aber selbstverständlich im gewohnten Rahmen gewährleistet.

Die Nachfrage nach den Impfungen gegen das Coronavirus ist im Landkreis nach wie vor hoch. Insbesondere die Auffrischimpfungen werden vermehrt in Anspruch genommen.

Am Impfzentrum des Landkreises in Weißenburg sind für den Dezember noch zahlreiche Termine verfügbar. Impfwillige haben die Möglichkeit, unter www.impfzentren.bayern einen Termin für eine Impfung zu vereinbaren. Personen ohne Internetzugang können sich dafür an die Hotline des Betreibers unter 089 244188110 wenden. Impfwillige sollen keinesfalls ohne Termin an das Impfzentrum kommen.

Das Klinikum Altmühlfranken hat zusätzlich zum bestehenden Angebot des Impfzentrums in Weißenburg sowie der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte eine eigene Impfstation in der Stadthalle in Gunzenhausen eingerichtet. Auch dort sind Erst-, Zweit- und Auffrischimpfungen möglich. Für die kommenden Wochen sind dabei noch zahlreiche Impftermine erhältlich. Das Klinikum bittet um Verständnis, dass außerhalb der offenen Impftage in dieser Woche eine Terminvereinbarung ausschließlich online unter www.klinikum-altmuehlfranken.de möglich ist. Von Anrufen im Klinikum oder Nachfragen per E-Mail bittet das Klinikum Impfwillige aufgrund der hohen Belastung durch den Krankenhausbetrieb unbedingt abzusehen.

Alle Impfangebote im Landkreis, auch freie Impfangebote in Arztpraxen, fasst das Landratsamt auf seiner Homepage unter www.landkreis-wug.de/impfzentrum zusammen.

Die Impfquote im Landkreis liegt bei rund 64 Prozent. Allein in der vergangenen Woche wurden im Landkreis über 6.600 Impfungen durch das Impfzentrum sowie die niedergelassenen Arztpraxen getätigt. Ab nächster Woche wird das Impfangebot, durch die Kapazitätssteigerung im Impfzentrum sowie das zusätzliche Impfangebot des Klinikums Altmühlfranken, nochmals deutlich ausgeweitet. Damit sich dies auch in der Impfquote des Landkreises niederschlägt, muss das Impfangebot aber auch angenommen werden. „Es herrscht der Irrglaube, dass keine Termine für Impfungen erhältlich sind. Vor allem der große Andrang bei Sonderimpfaktionen lässt diesen Eindruck entstehen. Die Kapazitäten sind allerdings vorhanden, sie müssen nur genutzt werden“, betont Landrat Manuel Westphal. „Ich kann nur an die Bevölkerung appellieren, die Impfangebote anzunehmen. Die Impfungen sind ein sehr wichtiger Baustein bei der Bekämpfung der Pandemie.“

6000 bis Weihnachten

Zusätzliche Impftermine im Kreis Ansbach

Im Impfzentrum für den Landkreis Ansbach und die Stadt Ansbach können ab der nächsten Woche deutlich mehr Menschen als bisher geimpft werden. Die bereits angekündigte Erweiterung der Kapazitäten wird ab Dienstag, 14. Dezember, vollständig umgesetzt. Dann können an sieben Tagen in der Woche jeweils 1100 Impfdosen verabreicht werden. Bisher lag diese Zahl bei täglich rund 500 Dosen.

Dazu werden auch die Betriebszeiten des Impfzentrums angepasst: Termine werden nun im Zeitraum von 9 bis 21 Uhr vergeben. Die Zahl der Impfkabinen wird von bisher sechs auf nun zwölf verdoppelt, die Zahl der Anmeldeschalter steigt von vier auf nun sechs. Möglich macht dies die bauliche Erweiterung des Impfzentrums, die in der vergangenen Woche umgesetzt wurde. Bereits berücksichtigt wurde hier ein zusätzlicher Bereich für das Kinderimpfzentrum für Fünf- bis Elfjährige. Hierzu folgen weitere Informationen in der nächsten Woche.

Aufgrund der Kapazitätserweiterung werden nun sehr kurzfristig viele weitere Termine buchbar sein. Für Personen, die eine zeitnahe Impfung möchten, kann es sich vor allem in der kommenden Woche lohnen, einen bereits vereinbarten Termin zu stornieren und einen neuen zu buchen. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn sich bisher kein früherer Termin finden ließ.

Durch die Kapazitätserweiterung können bis Weihnachten rund 6000 zusätzliche Impftermine angeboten werden. An Heiligabend sowie an Silvester ist das Impfzentrum bis 12 Uhr geöffnet. Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag, 25. und 26. Dezember 2021, sowie an Neujahr, 1. Januar 2022, bleibt das Impfzentrum geschlossen.

Termine sollen vorrangig im Internet unter https://impfzentren.bayern/ gebucht werden. Sollte dies nicht möglich sein, so kann auch telefonisch ein Termin bei der Hotline des Impfzentrums unter (0981) 81824041 vereinbart werden. Allgemeine Fragen zur Impfung werden unter der Telefonnummer (0981) 81824041 beantwortet. Die Adresse des Impfzentrums lautet „Am Onolzbach 69, 91522 Ansbach“.

Es wird weiterhin auf die Möglichkeit der Impfung bei den Hausärzten und anderen niedergelassenen Ärzten hingewiesen.

Insgesamt wurden bisher 335.257 Impfdosen an Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Ansbach sowie der Stadt Ansbach verimpft.

Seit Impfstart wurden durch das Impfzentrum Ansbach 166.484 Impfdosen verabreicht, wovon 76.985 Dosen Zweitimpfungen*, 77.169 Dosen Erstimpfungen und 12.330 Dosen Auffrischungsimpfungen sind.

Zu den genannten Impfzahlen des Impfzentrums Ansbach kommen die Impfungen durch die Hausärzte hinzu. Dies sind aktuell für Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach insgesamt 168.773Impfungen. Hiervon fallen 67.833 Dosen auf die Erstimpfung und 72.821 Dosen auf die Zweitimpfung*. Hinzu kommen 28.122 Auffrischungsimpfungen.

*Eine Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson (Einmal-Impfung) wird als Zweitimpfung registriert.

Sam, der Feuerwehrmann

Geschenkidee von Simba Toys

Mit der Feuerwehrmann Sam Mega Feuerwehrstation XXL erwartet euch riesengroßer Spiel- und Actionspaß. In der Feuerwache können Kinder Sam über den Lautsprecher zum Einsatz rufen. Das Feuerwehrfahrzeug Jupiter kann über die zu öffnenden Tore in die Station einfahren und mithilfe der Drehscheibe blitzschnell gedreht werden, um über das zweite Tor zum nächsten Einsatz zu fahren.

Damit die mutigen Feuerwehrleute auch fit für ihre Einsätze sind, üben sie die Rettung von Personen mit dem Übungsturm. Über eine Leiter gelangt man nach oben und kann sich anschließend abseilen oder die Seilrutsche zur Feuerwache nebenan nehmen. Die besonders kräftigen Feuerwehrleute nehmen die Kletterwand, mit der die Station und der Turm verbunden sind.

Mit der Einsatzzentrale inklusive Licht- und Soundfunktion sind alle Einsätze bestens geplant und koordiniert. Auf dem Hubschrauberlandeplatz kann Wallaby landen. Die Passagiere gelangen anschließend über den batteriebetriebenen Aufzug nach unten in die Feuerwache. Befinden sich die Feuerwehrleute bei einem Notruf im 1.Stock, so können sie über die Rutschstange nach unten gleiten und schnell zum Einsatz eilen.

Die Feuerwehrmann Sam Mega Feuerwehrstation XXL von Simba Toys verfügt über Licht und Sound und kommt mit viel Zubehör, dem Hund Schnuffi und einer Feuerwehrmann Sam Figur. Für Kinder ab 3 Jahren geeignet. Jupiter und Wallaby sind separat erhältlich. Batterien 5x 1.5V R03 sind enthalten.

Sanierungsarbeiten fertig

Abschluss der Kanal- und Deckensanierungsarbeiten an der Kreisstraße WUG 3

Von links: H. Stechhammer (LRA Tiefbau), H. Bürgermeister Schuster, H. Kehrstephan (Verwaltungsgemeinschaft Altmühltal), H. Napokoj (Fa. Fiegl), H. Grillenberger (Fa. Grillenberger), H. Eff (Ing.- Büro Völker), H. Güllich (Fa. Grillenberger. Foto: LRA

Ausgehend von den Kanalerneuerungsarbeiten an der Lindenstraße (Kreisstraße WUG 3) hat die Gemeinde Alesheim im Ortsteil Trommetsheim die kompletten Leitungssparten erneuert. Während der Bauarbeiten hat sich herausgestellt, dass auch die Wasserleitung dringend erneuert werden musste. Um ein einheitliches Ortsbild zu ermöglichen, entschloss sich der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen die Decke zu erneuern und übernahm die Mehrkosten für der Einzeiler und Randeinfassungen aus Granit.

Durch die Abstimmung der beteiligten Firmen, konnte der Deckenbau gut koordiniert werden. So war es möglich die unterschiedlichen Materialschichten unmittelbar nacheinander aufzutragen, was zu einer besonders guten Bauqualität der neuen Decke führte. Als weitere Ergänzungsmaßnahmen wurden durch den Kreisbauhof die Bankette der Weißenburger Straße, Kreisstraße WUG 4, sowie die Gräben und Entwässerungsableitungen neu profiliert.

Die Gemeinde Alesheim war bei der Baumaßnahme auch für die Ausführung der Gehsteige verantwortlich.

Die Gelegenheit wurde auch genutzt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. So wurde die Ortstafel Richtung Alesheim versetzt, was die Geschwindigkeit in der Orteingangslage reduzieren soll. Auch entsteht sowohl für den Fahrradverkehr als auch für den Querverkehr Richtung Fischerhaus zusätzliche Sicherheit. Um die Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer noch weiter zu steigern, wurde auch eine Bankettverbreiterung vorgenommen. Nun ist es möglich den Radweg zu nutzen, ohne vorab die Kreisstraße queren zu müssen.

Obwohl die Höhen- und Linienführung nur begrenzt geändert werden konnte, verbessert die Baumaßnahme deutlich das Ortsbild. Der neu ausgebaute Gehweg, die Straßenseitenanschlüsse, die Radbegrenzung sowie der neue Erschließungsbereich bilden dabei eine städtebauliche Einheit.

Der Landkreis bedankt sich insbesondere bei der Gemeinde Alesheim mit dem beauftragten Ingenieurbüro Völker und den am Bau beteiligten Firmen Grillenberger für die Kanal-, Wasserleitungs- und Straßenbauarbeiten sowie der Firma Fiegl für die Asphaltierungsarbeiten.

Kräftige Unterstützung

Mehr Schlüsselzuweisungen für Gemeinden im Landkreis

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen erhält im kommenden Jahr Schlüsselzuweisungen in Höhe von 42,82 Millionen Euro. „Der Landkreis wird mit 18.648.816 Euro unterstützt, die Gemeinden erhalten 24.169.476 Euro.  Damit bleibt der Freistaat auch in diesen schwierigen Corona-Zeiten der verlässliche Partner und die starke Stütze unserer Kommunen“, sagt Landtagsabgeordneter Alfons Brandl.

Landesweit stehen im Jahr 2022 für die Schlüsselzuweisungen 4,0 Milliarden Euro zur Verfügung. Das sind 67 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr (+ 1,7 Prozent). Die Mittel sind der größte Einzelposten im kommunalen Finanzausgleich. Sie bleiben auch im kommenden Jahr eine zuverlässige Finanzquelle. Dies ist insbesondere für finanzschwächere Kommunen ein wichtiges Signal. Die Kommunen können die Schlüsselzuweisungen nach eigenem Belieben zur Erfüllung ihrer Aufgaben verwenden. Sie stärken die kommunale Verwaltung vor Ort. Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker hat die aktuellen Schlüsselzuweisungen an die bayerischen Kommunen heute bekanntgegeben.

„Wir müssen die Investitions- und somit die Zukunftsfähigkeit unserer Kommunen erhalten. Es ist ein wichtiges Signal, dass der kommunale Finanzausgleich 2022 um 244,6 Millionen Euro oder 2,4 Prozent auf eine Rekordhöhe von 10,56 Milliarden Euro steigt“, sagt Brandl. „Zudem mildern wir bei den bayerischen Kommunen die teilweise weiterhin hohen Verluste bei der Gewerbesteuer durch die Corona-Krise. Der Freistaat stellt hierzu 330 Millionen Euro zur Verfügung. Für eine schnelle Hilfe wird noch im Jahr 2021 eine Abschlagszahlung von 200 Millionen Euro ausgezahlt.“ 

Die genauen Auflistungen der Kommunen und des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen finden Sie hier:

Heimatkundliche Streifzüge

Neueste Ausgabe der Heimatkundlichen Schriftenreihe erschienen

Der Titel der 40. Ausgabe der Heimatkundlichen Streifzüge zeigt einen Blick auf
Abenberg, rechts eine der Säulen am alten Wallfahrtsweg vom Stillagrab im Kloster
Marienburg zum Kloster Heiligenblut bei Spalt. Foto: Eva Schultheiß

Die 40. Ausgabe der „Heimatkundlichen Streifzüge“ liefert auf 96
Seiten Geschichte und Geschichten aus dem Landkreis Roth. Das neueste Heft der Schriftenreihe ist ab sofort erhältlich.

Seit 1982 veröffentlicht der Landkreis Roth mit den „Heimatkundlichen Streifzügen“ in jedem Jahr eine Sammlung heimatgeschichtlicher Aufsätze. Auch in der diesjährigen Ausgabe zeigt sich eindrucksvoll die Vielfalt von Kultur und Geschichte der Region. Für die Nummer 40 der
Reihe hat das Redaktionsteam um die Kreisheimatpflegerinnen Eva Schultheiß und Dr. Annett Haberlah-Pohl zusammen mit den Autorinnen und Autoren auf 96 Seiten wieder äußerst lesenswerte Beiträge zur Geschichte des Landkreises zusammengestellt.

In der aktuellen Ausgabe wird unter anderem die Geschichte des Karl-Joseph Zwerschina beleuchtet, der als Burgbesitzer von 1875 – 1876 mit dem Bau von Luginsland, Otmarsturm und Stillatürmchen das heutige Erscheinungsbild von Burg Abenberg prägte. Franz Kornbacher und der 2019 verstorbene Hermann Rollet widmen sich in zwei Beiträgen diesem launischen Zeitgenossen. Die ehemalige Synagoge

Auf Burg Abenberg wurden die neuen „Heimatkundlichen Streifzüge“ des Landkreises
Roth vorgestellt. Unser Foto zeigt (von links) Autor und Kreisarchivpfleger Robert
Unterburger, den Heimatkundler und Autor Franz Kornbacher aus Abenberg, Landrat
Herbert Eckstein, Albert Rösch aus Roth von der Redaktion der „Streifzüge“ sowie
Kreisheimatpflegerin und Autorin Eva Schultheiß. Foto: LRA Roth

in Georgensgmünd feierte 2021 die Rückkehr eines lange Zeit verloren geglaubten Objektes: nach über 80 Jahren fand der Thora-Vorhang seinen Weg zurück in das 1734 erbaute jüdische Gotteshaus. Shoshana Sauerbier-Tietz berichtet von der abenteuerlichen Reise dieses jüdischen Erbes. Alten jüdischen Handels- und Totenwegen, den sogenannten Judenwegen, widmet sich Eva Schultheiß. An Beispielen aus dem Landkreis Roth erläutert sie unter anderem die
besondere Stellung der Totenwege.
Die Seuche des 17. Jahrhunderts, der Schwarze Tod, hinterließ auch seine Spuren im Landkreis Roth. Robert Unterburger recherchierte dazu in Kirchenbüchern und Archiven der Kommunen. Mit Ausdauer, Akribie und Fachwissen gelang Holger Wilcke die behutsame Restaurierung des 600 Jahre alten Kaplanshaus „An der Kapell 1“ in Heideck. Sein Bericht in den Heimatkundlichen Streifzügen liefert Eindrücke der Funde, Einblicke in spezielle Techniken und in die Überlegungen des Hausherrn. Die jüngsten Autorinnen des Heftes sind Valentina Gempel und Emelie Mittermüller, beide Schülerinnen des Gymnasiums Hilpoltstein. Unterstützt von ihrem Lehrer Dominik Herzner setzen sie sich am Beispiel der Sportvereine im Landkreis Roth und deren Entwicklung mit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt in Krisenzeiten auseinander. Eine interessante Betrachtung aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel. Beiträge zur Geschichte von Aurau (Dr. Friedrich Heyder), zur katholischen Pfarrkirche in Roth und ihrer Orgel (Albert Rösch), zur Spanischen Grippe in der Pfarrei Meckenhausen (Albert Hofbeck) und zum 20. Todestag von Georg Hetzelein (Robert Unterburger) runden die 40. Ausgabe der Heimatkundlichen Streifzüge ab. Außerdem werden aktuelle Buchveröffentlichungen vorgestellt und Robert Unterburger berichtet über die diesjährige Infofahrt der Heimatkundler.

Das Heft 40 der Heimatkundlichen Streifzüge ist im Buchhandel erhältlich und kann zum Preis von 4,60 € per E-Mail oder telefonisch beim Landratsamt Roth bestellt werden: tourismus@landratsamt-roth.de, Tel. 09171 81-1329, www.landratsamt- roth.de/streifzuege Mit Ausnahme der vergriffenen Nummer 4 sind auch alle früheren Ausgaben der Heimatkundlichen Streifzüge nach wie vor erhältlich.