Höchste Qualität: Sanipa

Firmenbesichtigung beim Badmöbelhersteller in Treuchtlingen

Landrat Manuel Westphal und Wirtschaftsförderer Sebastian Regensburger (r.) wurden von den beiden Geschäftsführern Markus Rühl (l.) und Michael Wiesbeck (2. v. r.) durch die Produktion und die Welt der Bäder Ausstellung geführt. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen / Marlies Wolfshöfer


Landrat Manuel Westphal hat gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Zukunftsinitiative altmühlfranken das Unternehmen Sanipa im Treuchtlinger Ortsteil Wettelsheim besucht. Dabei konnte er sich ein Bild von einer hochwertigen Badmöbelherstellung hier im Landkreis machen.
Im Jahr 1976 gegründet, ist Sanipa – der Name steht für Sanitär-Partner – seit mittlerweile 16 Jahren eine hundertprozentige Tochter der Villeroy & Boch AG mit Hauptsitz im saarländischen Mettlach. Der Standort Treuchtlingen ist innerhalb der Villeroy & Boch Gruppe der Produktions- und Entwicklungsstandort für Badmöbel. Das Werk nimmt damit im Konzern, zu dem seit kurzem auch die Marke Ideal Standard gehört, eine wichtige Stellung ein. Ausgezeichnet unter anderem mit den Zertifizierungen ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001 und ISO 50001 werden von Treuchtlingen aus Kunden in ganz Europa mit perfekt aufeinander abgestimmten Badmöbeln, Waschtischen, Spiegeln und Spiegelschränken in höchster Qualität „Made in Germany“ beliefert. Sanipa bietet als Arbeitgeber ein breites Spektrum an Berufsbildern, die trotz moderner Fertigung und hoher Automatisierung in bester Handwerkstradition stehen.

Investitionen in die Zukunft des Standorts

In die Produktion wird, wie bereits in den vergangenen Jahren, weiterhin stetig investiert. So werden noch in diesem Jahr Produktionsmaschinen im Wert von einem hohen einstelligen Millionenbetrag in den bestehenden Fertigungshallen implementiert. Die Produktionskapazität wird dadurch nahezu verdoppelt. Ein positives Zeichen für den Standort und die rund 150 Beschäftigten im Werk. „Wichtig für uns ist, dass die Fertigung der Produkte möglichst reibungslos, effizient und mit hoher Qualität erfolgt“, so Geschäftsführer Michael Wiesbeck während des Rundgangs durch die Produktion.
Die gleichbleibend hohe Qualität wird durch das werkeigene Möbelprüflabor sichergestellt. Bei der Schubkastenfertigung wurde deutlich, dass durch die aufeinander abgestimmten Fertigungsprozesse der Zusammenbau teilautomatisiert und zügig ineinandergreift. Auch ist dieser hohe Verkettungsgrad mit Arbeitserleichterungen für die Mitarbeitenden in der Fertigung verbunden. „Unsere Mitarbeitenden und insbesondere die Ausbildungsmöglichkeiten, die wir bei Sanipa bieten, sind ein wichtiger Pfeiler für die Zukunft des Unternehmens“, betont Wiesbeck. Sanipa bietet Ausbildungen in kaufmännischen, gewerblichen und technischen Berufen an. Interessierte können sich beispielsweise im Rahmen der landkreisweiten Berufsausbildungsmesse BAM informieren, auf der das Unternehmen seit Beginn im Jahr 2013 vertreten ist.

Für Fachhändler und Privatleute

Die verschiedenen Kollektionen der beiden Marken Sanipa und Villeroy & Boch können auf einer Ausstellungsfläche von circa 500 Quadratmetern besichtigt werden. Auf Wunsch erhalten Endkunden wie auch Fachhändler für ihre Kunden eine kostenlose 3D-Badplanung einschließlich kompletter Artikelaufstellung. Jeden Montag von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr ist die Ausstellung ohne vorherige Terminvereinbarung für jedermann geöffnet.Geschäftsführer Markus Rühl hob hierbei die serviceorientierte, zügige Zustellung hervor: „97 Prozent unserer fertiggestellten Produkte sind innerhalb von 48 Stunden beim Kunden.“ Aus Gründen der Nachhaltigkeit setzt Sanipa für den Versand immer mehr auf Monomaterialverpackungen, die aus nur einem Material bestehen und damit problemlos recycelt werden können.
„Man sieht, da bewegt sich was, ein aufstrebender Hersteller hochwertiger Badmöbel bei uns im Landkreis“, bringt es Landrat Westphal auf den Punkt. Im Jahr 2026 steht ein Jubiläum an: 50 Jahre Sanipa in Treuchtlingen gilt es dann zu feiern.

Jüdisches Museum in Franken

Führungen, Veranstaltungen und Termine

IN FÜRTH

Sonntag, den 5. Mai 2024, 14 Uhr

Krawall und Remmidemmi

Konflikte um das Judentum

Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstraße 89)

Kosten: 8€ regulär | 6€ ermäßigt, zzgl. ermäßigter Eintritt 3€

Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org

Bedingt barrierefrei

Dienstag, den 7. Mai 2024, 19 Uhr

Neuerscheinung: Die Frauen der Familie Feuchtwanger
Lesung mit Heike Specht

Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstraße 89)

Kosten: 8€ regulär | 6€ ermäßigt | 1€ Fürth-Pass

Barrierefrei

Sonntag, den 19. Mai 2024, 12 und 14 Uhr

Verborgene Schätze: Museumsobjekte, die sonst im Schatten stehen

Führung anlässlich des Internationalen Museumstages

Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstraße 89)

Weinverkostung ab 16 Jahre
Kosten: Eintritt frei

Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org

Bedingt barrierefrei

Donnerstag, 23. Mai 2024, 17.30 Uhr

„Feierabend im Museum“ –
After-Work-Angebot im JMF Fürth

Entspannt in den Feierabend mit einer Highlight-Führung

Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstraße 89)

Kosten: 8€ regulär | 6€ ermäßigt, zzgl. ermäßigter Eintritt 3€

Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org

Bedingt barrierefrei

Dienstag, den 28. Mai 2024, 15.30 Uhr

Führung in Leichter Sprache im Jüdischen Museum

Sonderführung am Deutschen Diversity Tag

Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstraße 89)

Kosten: Eintritt frei

Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org

Bedingt barrierefrei

IN SCHNAITTACH

Sonntag, den 5. Mai 2024, 14 Uhr

Jüdisches Leben auf dem Lande

Geschichte und Religion des fränkischen Landjudentums

Jüdisches Museum Franken in Schnaittach (Museumsgasse 12-16)

Kosten: 8€ regulär | 6€ ermäßigt, zzgl. ermäßigter Eintritt 3€

Anmeldung: schnaittach@juedisches-museum.org

Nicht barrierefrei

Sonntag, den 12. Mai 2024, 14 Uhr

Der Ba’al Schem von Michelstadt: Ein deutsch-jüdisches Heiligenleben zwischen Legende und Wirklichkeit

Vortrag von Professor em. Dr. Karl E. Grözinger, Universität Potsdam

Jüdisches Museum Franken in Schnaittach, Museumsgasse 12-16

Kosten: 8€ regulär | 6€ ermäßigt
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Nicht barrierefrei

Sonntag, den 19. Mai 2024, 14 Uhr

Gentlemen’s Agreement

Führung durch die aktuelle Wechselausstellung anlässlich des Internationalen Museumstages

Jüdisches Museum Franken in Schnaittach (Museumsgasse 12-16)

Kosten: Eintritt frei

Anmeldung: schnaittach@juedisches-museum.org

Nicht barrierefrei

IN SCHWABACH

Sonntag, den 5. Mai 2024, 14 Uhr

Tuchmann verschwindet

Führung durch die Wechselausstellung mit Fokus auf die Familiengeschichte

Jüdisches Museum Franken in Schwabach (Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang)

Kosten: 8€ regulär | 6€ ermäßigt, zzgl. ermäßigter Eintritt 3€

Anmeldung: schwabach@juedisches-museum.org

Nicht barrierefrei

Sonntag, den 19. Mai 2024, 14 Uhr

Verborgene Schätze: Museumsobjekte, die sonst im Schatten stehen

Führung anlässlich des Internationalen Museumstages

Jüdisches Museum Franken in Schwabach (Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang)

Kosten: Eintritt frei

Anmeldung: schwabach@juedisches-museum.org

Nicht barrierefrei

Boys Day am Klinikum

Einfach `mal reinschnuppern

Das Klischee, die Pflege sei nur etwas für Frauen, hält sich noch immer wacker. Dass Pflegeberufe durchaus etwas für Männer sind, können Schüler beim „Boys´ Day“ im Klinikum Altmühlfranken erfahren. Bild: Klinikum Altmühlfranken

Seit vielen Jahren lädt das Klinikum Altmühlfranken junge Männer zum Boys‘ Day ein und gibt ihnen dadurch die Gelegenheit, Einblick in die vielseitigen Ausbildungsberufe, die am Klinikum Altmühlfranken erlernt werden können, zu nehmen.

In diesem Jahr steht der Boys´Day am Klinikum Altmühlfranken ganz im Zeichen der Pflege: Zwar sind Frauen in den Pflegeberufen nach wie vor überrepräsentiert, doch der Anteil der Männer, die diesen vielseitigen und systemrelevanten Beruf ergreifen, wächst.

Mit knapp 100 Schülerinnen und Schülern ist die Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/-frau bzw. zum/zur Pflegefachhelfer/-in der größte Ausbildungsbereich im Klinikum Altmühlfranken.
Zwar absolvieren die Lehre deutlich mehr Frauen, doch auch Männer sind alles andere als Exoten: In jedem Jahrgang wird deutlich, dass junge Männer durchaus Interesse an dem gesellschaftlich so wichtigen Beruf haben und die vielfältigen Perspektiven schätzen, die der abwechslungsreiche Ausbildungsberuf mit sich bringt.

In Begleitung der erfahrenen Praxisanleiterinnen gibt es für die jungen Männer viele spannende Bereiche zu entdecken: Neben einer Führung durch die Klinik, bei der unter anderem ein Besuch der Notaufnahme sowie der Station auf dem Programm steht, wartet eine aufschlussreiche Hygieneunterweisung mit UV-Licht auf die Schüler. Kleine Workshops machen den Boys´ Day erst richtig spannend und am Ende des lehrreichen Tages wartet ein gemeinsames Mittagessen, bevor es bei der Heimfahrt sicherlich eine Menge zu erzählen gibt.

Wer Interesse an diesen und vielen weiteren tollen Highlights hat und mindestens 13 Jahre alt ist, darf sich gerne noch bis 14. April 2024 unter www.boys-day.de oder unter Telefon 09141/9033013 (Frau Ingrid Schmidt) anmelden. Zur Auswahl stehen beiden Klinik-Standorte: Die Teilnahme ist sowohl in Gunzenhausen, als auch in Weißenburg möglich.

Neue Altmühltaler-Lamm-Königin

Aus der Kinderkrippe auf die Schafweide: Annemarie Mack

Zur offiziellen Vorstellung der Altmühltaler-Lamm-Königin Annemarie Mack (vorne) kamen (von links) Christoph Würflein (Geschäftsführer des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal), Erich Neulinger (Vorsitzender des Vereins der Hüteschäfer im Naturpark Altmühltal), Richard Mittl (Bürgermeister von Mörnsheim) und Klaus Amann (Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Kelheim) ins Informationszentrum Naturpark Altmühltal in Eichstätt. (Foto: Matthias Anders)

Landschaftsschutz und kulinarischen Genuss vom Feinsten vereint die Regionalinitiative „Altmühltaler Lamm“ im Naturpark Altmühltal. Jetzt hat sie eine neue „Botschafterin“: Annemarie Mack übernimmt für zwei Jahre das Amt der Altmühltaler-Lamm-Königin.

Träger des Projekts „Altmühltaler Lamm“ ist der Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. Dessen Geschäftsführer Klaus Amann, Erich Neulinger (Vorsitzender des Vereins der Hüteschäfer im Naturpark Altmühltal) und Mörnsheims Bürgermeister Richard Mittl haben die frisch gekrönte Königin am Freitag, den 15. März 2024, im Informationszentrum Naturpark Altmühltal zusammen mit Christoph Würflein (Geschäftsführer des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal) der Öffentlichkeit präsentiert. Zwei Jahre lang wird die Erzieherin dem „Altmühltaler Lamm“ nun bei Veranstaltungen und auf Messen ein sympathisches Gesicht geben.

Beruflich „hütet“ sie zwar den Nachwuchs in der Kinderkrippe in Heidenheim, Erfahrung im Umgang mit Tieren bringt die 27-Jährige aber auch mit: „Ich bin in der Gemeinde Nennslingen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Kleinvieh aufgewachsen“, erzählte sie. Die Familie ihres Mannes ist ebenfalls nebenbei in der Landwirtschaft tätig. Auch einen Schäfer gibt es in ihrer Verwandtschaft. „Die Arbeit der Schäfer finde ich sehr beeindruckend und vielseitig“, betonte Annemarie Mack. Christoph Würflein wies zudem auf die Bedeutung der Schafbeweidung für die typische Landschaft der Region hin: „Die Wacholderheiden und Trockenrasen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in Europa. Dank der Beweidung bleiben sie weiterhin erhalten. Wer ‚Altmühltaler Lamm‘ bestellt oder beim Metzger kauft, erhält also nicht nur erstklassiges Fleisch, sondern leistet auch einen Beitrag zum Landschaftsschutz.“ Dieses Wissen zu vermitteln und den Leuten Appetit auf „Altmühltaler Lamm“ zu machen, gehört in den kommenden zwei Jahren zu Annemarie Macks Aufgaben.

Offiziell gekrönt wird die neue Altmühltaler-Lamm-Königin im Rahmen des Altmühltaler-Lamm-Auftriebs (18. bis 20. Mai 2024) in Mörnsheim. In den kommenden zwei Jahren folgen dann viele weitere Termine – darunter zum Beispiel auch im Bayerischen Landtag, auf der „Grünen Woche“ in Berlin sowie bei verschiedenen Festen in der Region wie dem „Altmühltaler Lamm“-Abtrieb in Böhming bei Kipfenberg (28. und 29. September 2024).

Der LBV ist besorgt

LBV veranstaltete Jahreshauptversammlung in Pappenheim

Die diesjährige Jahreshauptversammlung der LBV-Kreisgruppe Weißenburg-Gunzenhausen fand im Gasthauös „Zur Sonne“ in Pappenheim statt. Die Kreisgruppe bot den über 40 Gästen dabei einen umfangreichen Überblick über die vielfältigen Betätigungsfelder des vergangenen Jahres. Der Kreisvorsitzende Sebastian Amler zeichnete ein umfassendes Bild über die Arbeit des vergangenen Jahres und fand dabei mitunter auch deutliche Worte.

LBVKreischef Sebastian Amler.

Der Geschäftsführer des Gesamtverbandes Helmut Beran lobte die Kreisgruppe zudem und stellte sie im bayernweiten Vergleich besonders heraus: „Die Kreisgruppe Weißenburg-Gunzenhausen leistet wirklich hervorragende Arbeit! Als LBV sind unsere engagierten Aktiven unser größtes Gut! Besonders möchte ich mich deshalb bei der Vorstandschaft für ihre herausragende Arbeit bedanken!“, Auch er zeigte sich jedoch enttäuscht von den vergangen Wochen rund um Chance.natur und besorgt ob der aktuellen Naturschutzlage in Bayern.

Nach Entlastung der Vorstandschaft wurden bei den Nachwahlen Jasmin Kunze und Johanna Wittemann neu ins Vorstandsteam der Kreisgruppe gewählt. So viel, wie in den letzten Wochen, wurde in der Vergangenheit wohl nur wenig über den Naturschutz im Landkreis Weissenburg-Gunzenhausen berichtet. Im Fokus dabei, dass Projekt chance.natur -Lebensraum Altmühltal. Einer der Träger dieses Projektes: Der Naturschutzverband LBV.

Das Hauptaugenmerk auf der Jahresversammlung lag dabei nicht, wie in der Vergangenheit zumeist, auf den Naturschutzprojekten des LBV. In seinem Bericht zeichnete der LBV-Kreisvorsitzende Sebastian Amler ein umfassendes Bild über das Wirken der Kreisgruppe im Landkreis und den aktuellen Zustand der heimischen Natur. Amler thematisierte zunächst einige Kennzahlen und bedankte sich bei seinen Vorstandskolleginnen und -Kollegen: „Naturschutzarbeit ist heute womöglich so wichtig wie nie zuvor und zudem auch vielschichtiger als wahrscheinlich viele denken. Vieles was wir im Vorstand leisten und womit wir uns beschäftigen, tritt häufig nicht ins Rampenlicht. Alleine im letzten Jahr hatten wir beispielsweise 17 Vorstandssitzungen!“ Amler fuhr zugleich mit einem der Highlights des letzten Jahres fort: Dem erstmaligen gemeinsamen Pflegeeinsatz mit der Regierung von Mittelfranken und dem Wasserwirtschaftsamt im Naturschutzgebiet Vogelinsel. „Das war ein richtig starker Start ins Jahr!“, zeigte sich Amler begeistert.

Auch die Kinovorstellungen zum Film Vogelperspektiven in Treuchtlingen und Weißenburg entlocktendem LBV-Vorsitzenden begeisterte Worte. Auf die ersten Highlights des Jahres folgten jedoch zunächst einige Dämpfer: Niedermoor in Treuchtlingen – Amler lobte hier jedoch die Stadt Treuchtlingen für ihre Bemühungen im Nachgang der Affäre – die toten Stare bei Schlungenhof und der vergiftete Rotmilan bei Kalbensteinberg. Besonders in diesem Fall zeigte sich Amler ernüchtert, fand aber auch lobende Worte: „Schlussendlich wurden die polizeilichen Ermittlungen wegen einem Mangel an Hinweisen eingestellt. Dabei konnten wir durch die Untersuchungen klar nachweisen, dass hier jemand mutwillig mindestens vier Giftköder ausgebracht hat! Wir reden hier nicht über eine Bagatelle, sondern eine Straftat. Beim nächsten Mal ist es womöglich nicht „nur“ ein Rotmilan und eine Katze, sondern womöglich eines unserer Kinder. Ein großer Dank gilt in diesem Kontext nicht nur allen Aktiven, die uns bei der Ködersuche im Anschluss an den Fund aktiv unterstützt haben, sondern auch dem Jagdverein Gunzenhausen für seine tatkräftige Hilfe!
Wir freuen uns sehr darüber hier einen Starken Partner für den Naturschutz im Landkreis zu wissen“ Gemeinsam mit Jägern und Anwohnern machte sich der LBV damals auf die Suche nach weiteren Giftködern, um Anwohner und weitere potenzielle Opfer zu schützen. Der Fund führte zu bayernweiter Aufmerksamkeit. Bereits in der Vergangenheit wurden immer wieder Greifvögel im Landkreis vergiftet aufgefunden.
Im Anschluss folgten dann zunächst wieder positivere Themen, wie beispielsweise die neue mittelfrankenweite Kooperation der LBV-Kreisgruppen im neuen LBV-Birdersclub. Auch die neuen, regelmäßigen LBV-Stammtische für Mitglieder und Interessierte sowie verschiedene Aktionen wie z.B. eine Nachtfalterexkursion und die naturkundlichen SUP-Touren am Altmühlsee wurden vonden Zuhörenden interessiert verfolgt. Anschließend musste Amler jedoch wieder ernstere Töne anschlagen. „Auch wenn uns, vor allem in den letzten Wochen immer wider gegenteiliges vorgeworfen wurde: Als LBV stellen wir uns nicht nur gern Kritik, sondern beschäftigen uns auch proaktiv mit Konfliktthemen!“, betonte Amler. Themenfelder seien dabei beispielsweise die Mückenproblematik bei Windsfeld, verschiedene Gespräche mit Vertretern der Landwirtschaft oder auch der Wolf gewesen. Nicht nur durch Sichtungen und vermeintliche Risse im vergangenen Jahr, sondern auch durch den vom LBV veranstalteten Wolfsinformationsabend im Bergen lag im vergangenen Jahr großes Interesse auf dem Beutegreifer.

Enttäuscht zeigte sich der LBV-Vorsitzende dabei jedoch von der aktuellen Gesprächskultur. „Wir sehen den wachsenden Populismus und eine Verrohung der Gesprächskultur leider nicht nur in der Politik, sondern auch in unserem Landkreis. Wir versuchen immer das Gespräch zu suchen. Hierzu braucht es aber auch offene Ohren von beiden Seiten und nicht nur Forderungen. Wenn dann zudem noch gewählte Mandatsträger drohend beim Wolf mit Molotowcocktails werfen zu wollen und dann nur wenige Monate später im Wiesenbrüterschutz Natur Natur sein lassen fordern, zeichnet dies leider ein düsteres Bild“, erklärte Amler sichtlich betroffen und schlug damit den Bogen zum alles überragenden Thema der vergangenen Wochen: Chance.natur. Amler verwies auf die landes- aber auch bundesweite Aufmerksamkeit, die in den vergangenen Wochen auf dem Landkreis und dem Projekt lag und betonte, dass der LBV auch weiterhin alles in seiner Macht Mögliche tun werde, um das Aussterben
der Arten im Landkreis zu verhindern. In diesem Kontext betonte Amler die Überparteilichkeit des LBV, fand aber auch lobende und anerkennende Worte für das Engagement aus der Politik rund um SPD, Grüne, ÖDP, sowie FDP und innerhalb der Freien Wähler um die Unterstützer um Josef Miehling. Differenzierte Worte richtete Amler dann in Richtung der CSU-Fraktion. Er bedankte sich beim Gunzenhäusener Bürgermeister Fitz für dessen Courage und Mut für seine Abstimmung im Kreistag. Dieser hatte zudem in den vergangen Wochen auch offensiv angekündigt hat mit der Stadt Gunzenhausen einen Verbleib im Projekt chance.natur prüfen zu wollen.

In Richtung der restlichen CSU-Fraktion richtete Amler dann auch deutliche Worte: „Mit einem Brachvogel kann man nicht diskutieren, mit uns jedoch schon! Einige Parteien haben dieses getan, andere, trotz mehrmaligem Angebot jedoch leider nicht. Dass dann schlussendlich wieder Falschinformationen und „Fake-News“ für viele den Ausschlag gegeben haben zeichnet wirklich ein fatales Bild. Wir werden dranbleiben. Wir werden beobachten, was in den kommenden Wochen passieren wird und ob man wirklich Natur Natur sein lässt. Denn wir werden Sie beim Wort nehmen und dabei auch weiterhin immer das Gespräch mit allen suchen!“

Seinen Bericht beendete Amler dann positiv mit einigen Highlights des vergangenen Jahres: „33 bewertete Naturgärten im Zuge des Projektes „Vogelfreundlicher Garten“, die 40-Jahr Feier der LBV Kreisgruppe mit den beiden ausgezeichneten LBV-Naturhelden 2023 Werner Keim und Alfred Engelmaier, Präriemöwe und Kuhreiherbrut am Altmühlsee sowie neue Kooperationen mit dem Adventure Campus Treuchtlingen und dem Golfplatz Zollmühle. Auch im neuen Jahr dürfen sich Naturinteressierte wieder auf
einige Highlights freuen. Amler kündigte nicht nur neue Naturschutzprojekte, sondern u.a. auch
die Open-Air Vorstellung von „Vogelperspektiven“ am Altmühlsee an.
Nach dem Kassenbericht von Kassier Bernhard Langenegger und der einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft folgten Ehrungen, Nachwahlen und ein Bericht aus dem Landesverband. Helmut Beran, Geschäftsführer des LBV zeigte sich dabei enttäuscht von den vergangen Wochen und dem Ausgang um Chance.natur. Er betonte die Wichtigkeit des Projektes und bekräftigte die Unterstützung an den Landkreis Ansbach.
Nachdem David Fallenbacher und Kira Braun die Vorstandschaft aufgrund persönlicher Gründe leider verlassen mussten wurden die erst 17-jährige Jasmin Kunze als neue Jugendbeauftragte, sowie Johanna Wittemann als neue Beisitzerin gewählt. Ergänzt wird das LBV-Team zudem seit dem vergangenen Frühjahr durch Catherine Heyder, Assistenzkraft der Kreisgruppe.

Bezirk investiert in Triesdorf

Freundliches Ambiente am Schülerwohnheim in Triesdorf

Über die Fertigstellung freuten sich v. r.: Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster, Wohnheimleiter Florian Ludwig, Architektin Maria Hohe, LLA-Direktor Markus Heinz und der Beauftragte des Bezirkstages für die LLA, Hans Popp.


9,5 Millionen Euro hat der Bezirk Mittelfranken in die Generalsanierung eines Schülerwohnheims seiner Landwirtschaftlichen Lehranstalten (LLA) im Weidenbacher Ortsteil Triesdorf investiert. Nun wurde das 1976 errichtete Gebäude nach dreieinhalbjähriger Umbauphase wieder in Betrieb genommen. Es bietet wie zuvor Platz für knapp 80 junge Leute von 16 bis 18 Jahren, welche die Berufs-, Fachober- oder Technikerschule besuchen.
„In Triesdorf wachsen die Kräne in den Himmel“, sagte LLA-Leiter Markus Heinz bei seiner Begrüßung zur Inbetriebnahme des sanierten Wohnheims, war doch erst elf Tage zuvor der Spatenstich für den zweiten Abschnitt des 16,6 Millionen Euro teuren neuen Fachzentrums für Energie und Landtechnik erfolgt. Heinz wertet dies „als Zeichen dafür, dass der Bezirk Mittelfranken hinter Triesdorf steht“. Eine Einschätzung, die Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster bestätigte und unterstrich, schließlich sei „unser Standort Triesdorf der beste weit und breit“. Und weil dem so sei, kämen auch etliche der insgesamt rund 3500 Studierenden, Schüler und Auszubildenden „von weiter weg“, weshalb man Wohnheimplätze benötige. Mehr als 300 gibt es derzeit in Triesdorf.
Weil die Grundsubstanz des Hauses mit der Anschrift Am Sandbuck 4 gut war, hatte man sich statt Abriss und Neubau für die Sanierung des nunmehr wieder in Betrieb genommenen Wohnheims entschieden. Bezirkstagspräsident Forster zeigte sich erfreut, weil man hier nicht den einfachen Weg gegangen sei, sondern Nachhaltigkeit bewiesen habe. Das dreigeschossige, zweiflügelige Haus verfügt über 78 Einzelzimmer mit Nasszelle, die allesamt saniert wurden. Die Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs-Elektroinstallation wurde komplett erneuert. Um Barrierefreiheit zu erlangen, wurden unter anderem zwei Aufzüge eingebaut. Laut der federführenden Architektin Maria Hohe wurde „die Gebäudehülle in Anlehnung an die Bausubstanz behutsam aktuell interpretiert und energetisch ertüchtigt“.
Die nunmehr abgeschlossene, in zwei Bauabschnitten vorgenommene Generalsanierung des nahe einem Wohngebiet gelegenen Wohnheims war von Kostensteigerungen und widrigen Umständen begleitet, wie auch bei der Feierstunde deutlich wurde. Oliver Jusis, Projektbeauftragter des Liegenschaftsreferats der Bezirksverwaltung, fasste dies wie folgt zusammen: Die Angebote für die Bauarbeiten wurden zu Beginn der Coronapandemie eingeholt, erste Preissteigerungen folgten. Der Ukrainekrieg hatte weitere Preissteigerungen zur Folge, sodass am Ende die Insolvenz eines Hauptauftragnehmers, mehrere Kündigungen von und durch Bauunternehmen und der zweifache Wechsel der Bauleitung zu verzeichnen waren. Dazu kamen laut Maria Hohe „heftige Schadwetterereignisse“.
Unterm Strich stiegen die Kosten von den im Jahr 2019 veranschlagten 7,1 Millionen auf letzten Endes 9,5 Millionen Euro. Umso mehr freute sich nicht nur Maria Hohe über das Ergebnis: „Für eine zukunftsorientierte Wohnsituation sind hier bestmögliche bauliche Voraussetzungen mit angenehmem, freundlichem Ambiente entstanden.“

Fair-Trade-Rosen für starke Frauen

Gunzenhausen: „ENSoXX“ hilft in Not geratenen Menschen

„Die Fair-Trade-Botschafterkinder der Grundschule Süd haben am Weltfrauentag faire Rosen an die Mitarbeiterinnen von ENSoXX hilft e.V. übergeben. Foto: Teresa Biswanger


Für sozial Schwächere da sein und von Herzen Gutes tun – der Verein „ENSoXX hilft“ unterstützt Menschen, die unvermittelt in Not geraten sind. Ein hochengagiertes Team, bestehend aus rund 25 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, kümmert sich dabei uneigennützig und unbürokratisch um die Schwächsten in unserer Gesellschaft. Im Café Kleiderkiste in der Spitalfeldstraße im ehemaligen Altmühlcenter werden Kleiderspenden gesammelt und kostenfrei an Notleidende weitergegeben. Dabei geht es aber nicht immer nur um materielle Dinge. Auch als gesellschaftlicher Treff hat sich das Café längst bewährt, denn hier treffen Menschen zusammen und finden ein offenes Ohr.

Am 8. März 2024, pünktlich zum Weltfrauentag, wurden den engagierten Frauen von ENSoXX hilft e.V. auf Initiative der Fair-Trade-Steuerungsgruppe der Stadt Gunzenhausen als kleine Anerkennung für ihr großes Engagement faire Rosen überreicht. 13 Fair-Trade-Botschafterkinder der Grundschule Süd übergaben die vom Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. gesponserten Rosen an die Mitarbeiterinnen.
„Mit dieser kleinen Geste wollten wir starken Frauen unsere Wertschätzung ausdrücken“, betont Kerstin Zels, Sprecherin der Fair-Trade-Steuerungsgruppe. „Die Frauen kümmern sich mit viel Herzblut und Nächstenliebe um sozial Schwächere. Ohne diese Menschen wäre unser Leben ärmer und deswegen gilt es auch mal Danke zu sagen.“
Die gebrauchten Kleider stammen aus Sachspenden, diese können mittwochs von 14 bis 17 Uhr im Café Kleiderkiste abgegeben werden. Hand aufs Herz, die meisten von uns kennen das: Noch gute Klamotten werden aussortiert oder müssen einer Neuanschaffung weichen – dabei sind die alten Sachen noch in Ordnung und sollten nicht gleich weggeworfen werden. „Zum fair sein gehört auch der bewusste Umgang mit Ressourcen. Als Fair-Trade-Stadt positionieren wir uns klar gegen die Wegwerfgesellschaft und unterstützten Projekte wie das Café Kleiderkiste“, ergänzt Kerstin Zels.
Einen Teil der gespendeten Kleider verpackt ENSoXX hilft in Pakete, beispielsweise für Obdachlose in unserer Region. Ein Teil davon wird in Kooperation mit dem Hilfswerk „OASE – Hilfe für Menschen in Not“ nach Osteuropa verschickt. Wer mehr über den Verein erfahren möchte, der kann sich unter www.ensoxx-hilft.de ausführlich informieren. Das Team um Lisa Feuchtmaier steht unter der 0176/56758341 auch gerne für Fragen zur Verfügung.
Alle Mitarbeiterinnen bekamen von den anwesenden Schülerinnen und Schülern der Grundschule Süd rote Rosen überreicht. Die Grundschule Süd wurde 2022 als erste Fair-Trade-Grundschule im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zertifiziert. Dazu haben die Kinder der Ethik-Gruppe einen großen Beitrag geleistet.

Nähere Informationen zur Fair-Trade Stadt Gunzenhausen erhalten Sie unter www.gunzenhausen.de

Wann ist wo Kirchweih?

Kirchweihkalender des Landkreises wieder erhältlich

Über 130 Kirchweihen in Altmühlfranken freuen sich auf Ihren Besuch. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen/Vinzenz Sommerer

Bald werden die Kirchweihen in Altmühlfranken wieder gebührend gefeiert. Damit niemand den Überblick über die rund 130 Kirchweihtermine im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen verliert, gibt die Zukunftsinitiative altmühlfranken wie bereits in den vergangenen Jahren einen Kirchweihkalender im praktischen Hosentaschenformat heraus. Mit dem Kalender wird außerdem jedes Jahr auf Traditionen und Bräuche aufmerksam gemacht.

Die Kirchweihen in Altmühlfranken stehen hoch im Kurs. Vielerorts ist es eines der Highlights im Jahreskalender und Weggezogene kehren für die Kirchweih zurück in die Heimat, um das Fest zu feiern. Traditionen, Brauchtümer und Besonderheiten erfahren zur Kirchweih eine große Bedeutung.

Dieses Jahr gibt es ein Jubiläum: In Gunzenhausen findet seit 1924 der Schäfertanz statt. Mit seinem 100-jährigen Jubiläum ist der wiederbelebte Brauch, der über die Jahrzehnte vergessen wurde, ein Highlight der Kirchweihzeit in Gunzenhausen. Die Tänzerinnen und Tänzer choreographieren den Tanz und schwingen sich in Tracht über das Pflaster des Marktplatzes.

Der Kirchweihkalender 2024 ist ab sofort im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen (Bahnhofstraße 2, 91781 Weißenburg i. Bay.) erhältlich. Er liegt ebenso bei Städten, Verwaltungsgemeinschaften und Gemeinden sowie in Tourist-Informationen in Altmühlfranken aus. Außerdem kann er online unter www.altmuehlfranken.de/kirchweih eingesehen werden. Dort finden sich auch Informationen zu allen bisher vorgestellten Bräuchen.

Ist Ihr Brauch noch nicht dabei? Informieren Sie uns gerne per Telefon unter der Nummer 09141 902-191 oder per Mail (vinzenz.sommerer@altmuehlfranken.de).

„Notfalltag“ in Altmühlfranken

Fachvorträge und Workshops zogen zahlreiche Teilnehmende an

Der 7. Notfalltag Altmühlfranken war sehr gut besucht und bot ein breitgefächertes Programm mit vielfältigen Vorträgen und Workshops. Bild: Klinikum Altmühlfranken

Zum 7. Mal fand der inzwischen fest etablierte „Notfalltag Altmühlfranken“ statt. Veranstaltungsort in diesem Jahr war der Kunststoffcampus Weißenburg, zu dem zahlreiche Mitarbeitende aus Rettungsdienst, Kliniken sowie Notärztinnen und Notärzte strömten.

Dr. Maune, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin am Standort Weißenburg des Klinikums Altmühfranken und selbst Notfallmediziner, hatte erneut ein interessantes Programm zusammengestellt und zu der Fachveranstaltung eingeladen.

In Zusammenarbeit mit Chef- und Oberärzten verschiedener Abteilungen des Klinikums sowie externen Referenten wurde den Anwesenden wieder interessante Vorträge und Workshops angeboten.

Von einem Update der Therapieoptionen beim Akuten Koronarsyndrom (Chefarzt Dr. Heiko Priesmeier, Innere Medizin Gunzenhausen) bis zur rettungsdienstlichen Versorgung von Verletzungen des Brustkorbs (Chefarzt Dr. Marius Ghidau, Abdominal-/Viszeral-und Thoraxchirurgie Weißenburg) reichten die medizinischen Fachthemen.

Privatdozent Dr. Kallmünzer (Leitender Oberarzt der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen) stellte die aktuellen Leitlinien in der Schlaganfallversorgung vor. Ergänzt wurde das Programm durch eine Podiumsdiskussion über Vorteile und Verbesserungspotentiale bei „IVENA“, einer schon seit längerem bestehenden Softwarelösung für den Rettungsdienst, mit der für Patienten ohne Zeitverlust eine geeignete Aufnahmeklinik gefunden werden kann.

Praktische Tipps und die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch hatten ihren Platz innerhalb der zwei Workshops zum Thema „Intraossäre Zugänge“ und „Patienten mit Trachealkanülen im Rettungsdienst“.

Der Moderator der Veranstaltung, Dr. Christian Maune, schloss den 7. Notfalltag Altmühlfranken mit den Worten ab: „Schön, dass wir auch in diesem Jahr wieder gemeinsam die Gelegenheit nutzen konnten, uns zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten fortzubilden und auszutauschen. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Notfalltag im März 2025.“

100 Pflegekinder werden betreut

Seminar für Pflege- und Adoptiveltern

Die Fachkräfte der Adoptionsvermittlungsstellen der Landkreise Roth, Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen sowie der Städte Ansbach und Schwabach haben gemeinsam mit dem Pflegekinderfachdienst des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen zu einem Fachtag für Pflege- und Adoptiveltern eingeladen. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen/Ingrid Grau


Der Pflegekinderfachdienst ist Teil des sozialpädagogischen Fachdienstes im Amt für Jugend und Familie am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen. Vier Sozialpädagoginnen begleiten 55 Pflegefamilien im Landkreis und betreuen rund 100 Pflegekinder, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr bei ihren Herkunftseltern leben können und in Pflegefamilien untergebracht sind. Der Pflegekinderfachdienst bietet regelmäßig Informationsveranstaltungen für Interessierte und Seminare für Pflegeeltern an.

Kürzlich hat der Pflegekinderfachdienst des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen in Kooperation mit der gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle der Landkreise Roth, Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen sowie der Städte Ansbach und Schwabach einen Fachtag für Pflege- und Adoptiveltern sowie Bewerber zum Thema „Bedeutung und Methoden der Biografiearbeit mit Pflege- und Adoptivkindern“ im Sitzungssaal des Landratsamtes Roth veranstaltet. Hierzu waren die beiden erfahrenen Referenten Annemarie Renges und Stephan Heilmeier eingeladen.Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, die ihn einzigartig macht und nachhaltig prägt. Mit Biografiearbeit gelangt Klarheit in die eigene Lebensgeschichte. Normalerweise können Kinder biografische Ereignisse direkt in ihrer Familie erfragen. Für Pflege- und Adoptivkinder ist dies viel schwieriger. Sie haben zwei unterschiedliche Biografien in ihrer Herkunftsfamilie und in der Pflege- oder Adoptivfamilie. Dabei müssen oft schwierige Lebensthemen in der Herkunftsfamilie wie z.B. psychische Erkrankungen, Drogenproblematik, Gewalt oder auch unbekannter Aufenthaltsort von Eltern erklärt und bewältigt werden. Immer ist jedoch der Zugang zur eigenen Biografie für Pflege- und Adoptivkinder von besonderer Wichtigkeit, um sich zu selbstbewussten und zufriedenen Erwachsenen entwickeln zu können.

In dem Tagesseminar wurden den Teilnehmenden neben theoretischen Informationen zur Biografiearbeit auch viele praktische Anregungen vorgestellt, wie sie z. B. ein Lebensbuch für ihr anvertrautes Kind entwickeln können. Eine andere Methode ist die Erstellung einer Lebensgeschichte bzw. eines Lebensbriefes für das Pflege- oder Adoptivkind. Eine Adoptivmutter ließ die Seminarbesucher an ihren Erfahrungen mit dem Verfassen eines Lebensbriefes für ihren Adoptivsohn teilhaben. Anschließend entstand ein reger Austausch unter den Teilnehmern.
Der Pflegekinderfachdienst steht Interessierten bei Fragen jederzeit zur Verfügung. Sie erreichen die Mitarbeiterinnen unter der Telefonnummer 09141 902-297. Alle Informationen finden Sie unter www.landkreis-wug.de/pflegekinderdienst. Eine Informationsveranstaltung zum Thema „Pflegefamilie werden“ findet übrigens am 18. April 2024 um 19.00 Uhr statt.

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