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Festival-Flair beim Heimspiel

Eine der größten Musikveranstaltungen der Region kehrt zurück

Die Festivalszene beginnt am 21. Mai im Weißenburger Bergwaldtheater.

Nach drei Jahren Pause endlich wieder Festivalluft schnuppern. Der 21. Mai markiert den Restart für die Festivalszene in der Region. Dann nämlich gehen beim Heimspiel im Weißenburger Bergwaldtheater die Lichterketten wieder an, das inzwischen zu den wichtigsten Festivals in Sachen Rock und Pop zwischen Augsburg und Nürnberg zählt.
Und die Rückkehr erfolgt mit einem Paukenschlag. 16 Bands, zwei Bühnen und rund 15 Stunden Musik sind geboten. Unter freiem Himmel ohne großen Beschränkungen und weitgehend wie früher. Festivalherz, was willst du mehr?

Das Programm versammelt Rockhelden wie Wanda, die mit ihrem neuen Album in den Bergwald kommen. Dazu kommt unter anderem die Passauer Senkrechtstarterin Luna, die es über Nacht mit ihrem Song „Verlierer“ zu einem der strahlendsten Sterne am deutschen Pophimmel geschafft hat. Das Lumpenpack (Deutscher Kleinkunstpreis 2021) und Cro-Freund Majan sind ebenfalls mit von der Partie. Dazu mit Kaffkiez eine Perle des Indie-Rocks, die längst auf dem Sprung ist, sowie die Lokalmatadore von ALC.
Nicht zu vergessen, eine der skurrilsten Erscheinungen der jüngeren deutschen Pop-Geschichte. Vor wenigen Wochen landeten Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys mit ihren ironischen Retro-Italo- Schlagern auf Platz eins der deutschen Album-Charts. Inzwischen füllen sie 2000ender-Hallen auch allein mit komplett textsicherem Publikum. Beim Heimspiel stehen sie als letzte Band auf der Hauptbühne und werden sicher für den überschäumenden Abschluss dieser Festivalrückkehr sorgen.
Das Heimspiel bietet traditionell auch wieder großes Kinderprogramm. Das beginnt beim Heimspiel- Kindergarten, der von der Traumburg für Weltentdecker betreut wird. Dazu steht mit Toni Komisch ein Kindermusiker auf der Bühne und erstmals wird der Mitmalfilm mit den beiden Trickfilmzeichnern Alice von Gwinner und Uli Seis beim Heimspiel zu Gast sein. Die Kinder können dort mit Hilfe der beiden Profis einen eigenen Trickfilm zeichnen und gleich vor Ort ansehen.
Foodtruck-Meile, Wald-Biergarten und Festivalmarkt machen die Atmosphäre in der Naturbühne zwischen Wald und Fels perfekt. Spätestens wenn das Sonnenlicht am frühen Abend in den aufgelassenen Steinbruch fällt, ist für einen kurzen Moment vergessen, dass man drei Jahre auf derlei Erlebnisse verzichten musste.
Das Festival startet um 12.30 Uhr mit einem Straßenmusiktreffen und geht bis 1 Uhr. Alle weiteren Infos unter www.heimspiel-weissenburg.de. Karten gibt es unter anderem über www.eventim.de oder www.bergwaldtheater.de

Film ab für die Markenkernwerte

Fränkisches Seenland präsentiert sich in
den Sozialen Medien

Einen der schönsten Ausblicke über das Fränkische Seenland filmte Juri Lotz
am Aussichtspunkt „Steinschütt“ bei Kaltenbuch.

Wie bei einem Rundflug breitet sich das Landschaftspanorama im Fränkischen Seenland vor dem Publikum aus. Immer
wieder pickt die Kamera ein Detail heraus: weidende Schafe auf dem Magerrasen, den Storch auf dem Stadtmauerturm, das kristallklare Wasser einer „Steinernen Rinne“… Passend zum Frühling zeigt ein neuer Videoclip des Tourismusverbands Fränkisches Seenland auf Instagram und Facebook die naturbegeisterte Seite der Urlaubsregion – und macht Lust, die kontrastreiche Gegend aktiv zu erkunden. Der Film ist der Auftakt zu einer fünfteiligen Reihe, die im Laufe des Jahres veröffentlicht wird.
Die Videoclips hat der Tourismusverband Fränkisches Seenland speziell für seine Social-Media-Kanäle produzieren lassen. Ziel ist es, hier die Reichweite weiter zu steigern, die wichtigsten Themen der Region auf moderne Art zu präsentieren und neue Fans zu gewinnen. Bei Filmemacher Juri Lotz von „Juri Lotz – photography | cinematography | media“ aus Würzburg hat Letzteres jedenfalls schon gut geklappt.
Bevor er 2021 zu den Dreharbeiten ins Fränkische Seenland kam, kannte er die Region noch gar nicht. Seine Arbeit für den Tourismusverband inspirierte ihn aber direkt dazu, als Gast wiederzukommen. Natur-, kultur- und sportbegeistert
Bei seiner Arbeit lernte der Filmproduzent das Fränkische Seenland gut kennen, denn gedreht wurde nicht nur an den Seen, sondern an verschiedenen Orten im ganzen Urlaubsgebiet, zum Beispiel auf den Hügeln des Hahnenkamms und in den Hopfengärten. Aus dem Material sind fünf Clips entstanden, die jeweils einen der Kernwerte der Region besonders in den Mittelpunkt stellen. Nach dem Natur-Thema zum Auftakt zeigt sich das Fränkische Seenland in den kommenden Monaten von seiner sportbegeisterten, entspannten und kulturbegeisterten Seite. Und auch die
Seen wurden natürlich filmisch in Szene gesetzt. Die Reihenfolge für die Veröffentlichung wurde so festgelegt, dass das jeweilige Filmthema gut zur Jahreszeit passt. Die genauen Termine werden nicht vorab verraten. Wer demFränkischen Seenland auf Instagram oder Facebook folgt, gehört aber auf jeden Fall zu den ersten, die die neuen Clips zu sehen bekommen.


KulturHerbst am 1. Oktober

Lange Einkaufsnacht in Gunzenhausen

Nach zweijähriger Pause wird es am 1. Oktober 2022 die siebte Auflage des KulturHerbst Gunzenhausen mit langer Einkaufsnacht bis 23 Uhr geben.
Bereits seit mehreren Wochen ist das Organisationsteam, bestehend aus Vertretern des Handels, der Gastronomie, der Verwaltung und weiterer „Aktiver“ mit den Planungen für diese Veranstaltung befasst, um wieder ein hochwertiges Programm auf die Beine zu stellen und ideale Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen KulturHerbst 2022 zu schaffen.
Zum großen Erfolg der bisherigen Ausgaben haben neben den verschiedenen Bühnenprogrammen und dem auch in diesem Jahr wieder geplanten Klassikertag ganz besonders die vielen kleineren und größeren Aktionen der beteiligten Betriebe beigetragen. Diese haben mit viel Engagement und Einsatz dafür gesorgt, dass sowohl in als auch vor den Geschäften jede Menge los war und sich der KulturHerbst nebst Einkaufsnacht bis 23 Uhr zu einem Highlight im Veranstaltungskalender und zu einem wichtigen Werbeträger für Gunzenhausen entwickelt hat.
Auch in diesem Jahr sind die Verantwortlichen von Stadt und Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. zuversichtlich, dass sich wieder zahlreiche Betriebe aus Handel, Gastronomie, Handwerkund Dienstleistung mit attraktiven und ausgefallenen Ideen beteiligen und Bürgern und Besuchern Gunzenhausens einen erlebnisreichen Tag bescheren.
Bis zum 1.06.2022 haben Geschäfte und Unternehmen Zeit, sich für die Teilnahme am KulturHerbst anzumelden und diesen zu nutzen, sich einem breiten Publikum aus der gesamten Region zu präsentieren. Die Anmeldeunterlagen können im Internet unter kulturherbst.gunzenhausen.de/download.html heruntergeladen werden.

Rudern ist des Römers Lust

Neues Angebot: Mit dem Römerboot über den Altmühlsee schippern

Bürgermeister Rampe aus Muhr am See, sein Kollege KH Fitz aus Gunzenhausen, Prof. Dreyer, Tourismuschef W. Eckerlein Zweckverbands-Geschäftsleiter Daniel Burmann mit zwei Mann der Besatzung. Foto: StG/Grosser

Es gibt diese besonderen Erlebnisse, die prägen sich fest ein und noch Jahre später erzählt man in lebhaften Bildern davon. Solche einzigartigen Momente können ab dem 29. April 2022 regelmäßig auf dem Altmühlsee erfahren werden. Dann nämlich startet das Römerboot Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) in die Saison und lädt Interessierte aus nah und fern zum Mitrudern ein.

Unter der Leitung von Professor Dr. Boris Dreyer von der Friedrich- Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) wurde die F.A.N. einem Wrack nachgebaut, das aus einem Nebenfluss der Donau bei Oberstimm gezogen wurde. Das Interesse am authentischen Nachbau ist riesig und so stellt das Forschungsteam das Römerboot ab dieser Saison zu persönlichen Test- und Erlebnisfahrten der Öffentlichkeit zur Verfügung. Lassen Sie sich das nicht entgehen und buchen Sie Ihr ganz persönliches Rudererlebnis.
„Wir sind froh, dass das Römerboot eine Heimat an unserem See gefunden hat“, so der Erste Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen, Karl-Heinz Fitz. „Gunzenhausen hat eine lange römische Vergangenheit und das wissenschaftliche Team um Prof. Boris Dreyer hilft uns dabei, diese Historie für Menschen sichtbar zu machen. Das Römerboot verbindet Forschung, Geschichte und Spaß. Das ist eine tolle Sache, die zusammenbringt und begeistert.“Mit der F.A.N. wurde erlebbare Geschichte zum Anfassen geschaffen. Das Besondere: Es handelt sich eben nicht um ein Exponat hinter einer Glasscheibe im Museum, sondern um Live- Action und sinnliche Erfahrungen. Tatsächlich hat das Römerboot jedoch einen wissenschaftlichen Ansatz und viele Forschungsfragen konnten bereits geklärt werden. „Neben technischen Dingen haben wir uns auch mit antiken Handwerksarbeiten beschäftigt“, so Prof. Dr. Boris Dreyer. „Die römische Geschichte ist für jeden etwas und das Boot soll Appetit machen auf Wissenschaft und Historie. Ob Einzelperson, Schulklasse oder sogar als teambildendes Firmenevent – eine Fahrt mit der F.A.N. ist etwas Außergewöhnliches mit
hohem Spaßfaktor.“
Das Römerboot ist ein Blickfang und ist mittlerweile für viele Menschen ein weiterer Grund, nach Schlungenhof an den Altmühlsee zu fahren. Der touristische Wert ist für die Stadt Gunzenhausen ein Glücksfall. „Unser römisches Erbe zu heben und damit die stadtkulturelle Identität zu stärken, ist eine große und wichtige Aufgabe“, so Wolfgang Eckerlein von der Tourist Information der Stadt Gunzenhausen. „Wir wollen dies verstärkt angehen und werden in diesem Jahr ein r ömisches Gunzenhausen erleben. Der Höhepunkt wird der LIMEStival- Monat Juni sein, mit Lagerleben, Vorführungen und römischen Nachmittagen.“
Was Wenige wissen: Der Altmühlsee ist der einzige bekannte See, über den schon bald zwei Römerboote fahren werden. In den Startlöchern steht nämlich auch die Danuvina Alacris, die im Rahmen des EU-Programms Interreg Danube Transnational gebaut wird und im Juni zu Wasser gelassen werden soll. „Die beiden Aspekte Kultur und Natur sind für die Wahrnehmung und touristische Ausrichtung unseres Sees sehr wichtig geworden“, so Daniel Burmann, Geschäftsleiter des Zweckverbands Altmühlsee. „Die Römerboote erfüllen dies und sind für die Region ein Gewinn. Der Motor sind die Menschen, die sich für dieses Projekt begeistern. Ich kann Sie nur alle einladen, einmal selbst ein Ruder in die Hand zu nehmen und eine Runde über den ruhigen See zu drehen.“
Fahrten mit der F.A.N. können ab sofort über die Tourist Information der Stadt Gunzenhausen unter Tel. 09831/508 300 oder per E-Mail touristik@gunzenhausen.de gebucht werden. Die vorläufigen Termine sind neben dem 29. April, der 13. und der 27. Mai. Außerdem der 24., 25. und 26. Juni, daneben der 29. Juli, 12. und 26. August sowie der 16. und der 30.September. Die Touren starten jeweils um 15 Uhr am Seglerhafen im Seezentrum Schlungenhof. Die Teilnahmegebühr beträgt für Erwachsene 12 Euro, Kinder ab 14 Jahren zahlen 9 Euro.

Lust auf den Naturpark

Für E-Biker ist das Altmühltal interessantes Ziel

Der Naturpark Altmühltal präsentiert sich bei den „E Bike Days“ am Stand des Tourismusverbands Landkreis Kelheim, wo Naturpark-Mitarbeiter Benjamin Hübel am Freitag zahlreiche Messegäste beriet. (Foto: Florian Best)

E-Bikes sind Trend. Das hat der Naturpark Altmühltal schon vor Jahren erkannt, hat zusammen mit den Nachbarregionen im Rahmen des Projekts „Stromtreter“ das Servicenetz ausgebaut und zuletzt auch Rundtouren für die Elektroradler konzipiert. Auf dieses Angebot gilt es aufmerksam zu machen – und dafür nutzt die Urlaubsregion noch bis Sonntag die „E Bike Days“ in München.

Bei sonnigem Frühlingswetter und kostenlosem Eintritt zog es gleich zum Auftakt am Freitag, 22. April 2022, Scharen von Besuchern auf das Messegelände im Olympiapark. Das laut Veranstaltern „größte reine E-Bike-Test-Event für Interessierte und Fans der Branche“ bietet die Möglichkeit, direkt vor Ort E-Bikes sowie Zubehör auszuprobieren und zu kaufen. Da liegt es nahe, sich auch über Ausflugsziele zu informieren – und genau das taten viele Gäste beim Naturpark Altmühltal, der sich am Stand des Tourismusverbands Landkreis Kelheim in zentraler Lage präsentiert.

Großes Interesse an Rundtouren

Schnell zeichnete sich ab, dass besonders die Rundtouren auf großes Interesse stoßen, sodass die neue Radwegekarte des Naturpark Altmühltal gern mitgenommen wurde. Obwohl viele der Messebesucher am Freitag aus München und dem Umland kamen, informierten sie sich außerdem nicht nur über Tagesausflüge, sondern oft auch über Mehrtagestouren. Nach dem äußerst gelungenen Start hofft das Naturpark-Team nun auf zwei weitere erfolgreiche Messetage in München – und in der Folge auf den Besuch vieler begeisterter E-Biker in der Region.

Bibliothek ist für alle da

Verein für Heimatkunde und Stadtbücherei arbeiten Hand in Hand

Vereinsvorsitzender Werner Falk und Jürgen Huber von der Stadtbücherei können alle bisher erschienenen 76 Bände von „Alt-Gunzenhausen“ präsentieren – und noch viel mehr an heimatkundlicher Literatur. Foto: Babett Guthmann


Gute Nachricht für alle Freunde der Heimatforschung: Die Bibliothek des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen e.V. sowie alle Ausgaben der Hefte von „Alt-Gunzenhausen“ stehen nun den Leserinnen und Lesern der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen zur Verfügung. Alle derzeit 1725 Zeitschriften und Bücher bleiben im Besitz des rührigen Vereins, sind aber nun in der Bücherei untergebracht. Die ausführlichen Katalogeinträge erleichtern die Suche nach zeitgeschichtlich bedeutsamen Personen und nach heimatkundlichen Daten und Fakten. Im Online-Medienkatalog der Stadt- und Schulbücherei können Interessierte ihre Recherchen auch von zuhause aus starten.
Die Weichen für das Projekt „Magazin Heimatkunde“ stellten die damalige Büchereileiterin Monika Wopperer und der Vereinsvorsitzende Werner Falk bereits im Jahr 2013. Schritt für Schritt fand dann der Umzug der Medien und die Einarbeitung in den online verfügbaren Medienkatalog statt. Für die bibliothekarische Erschließung sorgten Jürgen Huber und Ulrike Engelhardt vom Büchereiteam. „Sowohl der Verein für Heimatkunde als auch die Bücherei mit ihrer großen Sammlung zur Geschichte der Stadt und der Region haben von der Zusammenarbeit profitiert!“, betonte Büchereileiterin Babett Guthmann und dankte WernerFalk und seinen Vorstandskollegen: „Die Bücher und Zeitschriften des Vereins sind bei uns gut untergebracht und stehen nun einer breiten Leserschaft zur Verfügung.“
Der Verein für Heimatkunde mit seinen 310 Mitgliedern hat es sich zur Aufgabe gemacht, das geschichtliche Interesse an der Region auf wissenschaftlicher Grundlage voranzubringen. In dieser Arbeit spielt die regelmäßige Veröffentlichung der Reihe „Alt-Gunzenhausen“ eine wichtige Rolle. Dies wissen auch die 60 Archive und Bibliotheken zu schätzen, die die Hefte regelmäßig erhalten. Anfragen zu wissenschaftlichen Arbeiten kommen regelmäßig auf denVerein zu und durch ihre Veröffentlichungen in „Alt-Gunzenhausen“ haben viele mitwirkendeAutorinnen und Autoren sich einen Namen in Sachen Heimatforschung gemacht. Das erste Heft erschien im Jahr 1923 als „wissenschaftlich-historische Gabe“ zum 1100-jährigen Stadtjubiläum, 2021 erschien das jüngste Heft Nummer 76. Im Büchereiangebot sind nun dank der Unterstützung des Heimatvereins alle Hefte mehrfach vorhanden.
Das Themenspektrum von Alt-Gunzenhausen ist so vielfältig wie die Forschungsgebiete der Autorinnen und Autoren: Das beliebteste und längst ausverkaufte Heft trägt die Nummer 65 und war wohl wegen des Beitrags „Heilen oder herrschen“ von Georg Fischer für viele von Interesse, denn hier wird das Wirken des Naturheilkundigen und Goldmachers Johann Reichardt seinem Zeitgenossen, dem NS-Funktionär und Gunzenhäuser Bürgermeister Johann Appler gegenübergestellt. Aus Sicht der Bücherei – so betont Jürgen Huber vom Büchereiteam – ist das Heft Nummer 35 mit „Gunzenhäuser Sagen“ aus der Feder von Hans Schlund das beliebteste und viel entliehene Heft.
Stolz ist der Vereinsvorsitzende Werner Falk auch auf die Zusammenarbeit mit dem Simon-Marius-Gymnasium, denn schon seit der Zeit von Heiner Krauß wird hier heimatgeschichtlich gearbeitet und herausragende Schülerarbeiten werden in „Alt-Gunzenhausen“ veröffentlicht. Hier sind die neueren Beiträge zur Musikgeschichte in Gunzenhausen ebenso zu erwähnen wie die vielen kleinen Mosaiksteine, die sich durch die Durchforstung von Quellen und Zeitungsberichten aus der Zeit desNationalsozialismus ergeben haben.
Im für den Dezember 2022 geplanten Jahrbuch Nummer 77 soll ein Beitrag von Stadtarchivar Werner Mühlhäußer erscheinen, in dem er auf „100 Jahre Alt-Gunzenhausen“ zurückblickt, Erfolge aufzeigt und deutlich macht, wie einzelne Persönlichkeiten die in den Heften repräsentierte Themenauswahl geprägt haben.

Suchabfragen zu allen Heften und Inhalten von Alt-Gunzenhausen sowie den Medien im Bereich Heimatkunde können im Medienkatalog der Stadt- und Schulbücherei abgerufen werden: https://opac.winbiap.net/gunzenhausen. Einen Überblick über alle Hefte und Inhaltsverzeichnisse findet man auch auf der Homepage des Vereins für Heimatkunde
Gunzenhausen: https://heimatkunde-gunzenhausen.de/

Es fallen die Hüllen

Museumsschafe werden geschoren

Tierwirtin Nicole Hammel umringt von Coburger Füchsen. Diese werden am Sonn-
tag, 1. Mai von 10-14 Uhr an der Schäferei aus Hambühl von ihr geschoren.
Foto: Lisa Baluschek


Am Sonntag, 1. Mai, lohnt sich ein Ausflug ins Fränkische Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken in Bad Windsheim besonders, denn da werden von 10-14.00 Uhr in der Schäferei aus Hambühl die Schafe von ihrer
dichten Winterwolle befreit.
Seit Jahrtausenden dienen Schafe den Menschen als Rohstofflieferanten für Wolle, aus denen wärmende Kleidung gefertigt wird. Die Schafe sind darauf sogar angewiesen, denn schert man sie nicht, verfilzt sich das Fell, die Tiere bleiben leichter im Gestrüpp hängen und können sogar schwere Verletzungen davontragen. Die kleine Herde im Fränkischen Freilandmuseum, zu der im Frühjahr 17 Lämmchen dazu kamen, besteht mittlerweile aus 39 Tieren
verschiedener Rassen, darunter auch Coburger Füchse.

Das Fränkische Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken in Bad Windsheim wurde am 10. Juli 1977 gegründet und am 4. Juli 1982 eröffnet und kann somit in diesem Jahr sein 40. Jubiläum feiern. Das Museum präsentiert die gesamte fränki-
sche Region: Ober-, Unter- und Mittelfranken. Auf dem 45 ha großen Gelände (entspricht einer Größe von 56 Fußballfeldern) stehen 125 historische Gebäude, deren Anzahl stetig erweitert wird. Derzeit werden das spät-
mittelalterliche Badhaus aus Wendelstein (LKR. Roth) und die Synagoge von 1740 aus Allersheim (LKR Würzburg) wiederaufgebaut. Das Badhaus wird am 25. Juni eröffnet, die Synagoge im Jahr 2023.
Die Sammlung des Museums umfasst 150.000 Objekte aus der Alltags-, Bau-, Religions-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des ländlichen, dörflichen und kleinstädtischen Lebens. 1975 wurde der Förderverein Fränkisches Freilandmuseum e. V. gegründet, der seitdem das Museum sowohl ideell als auch materiell unterstützt. Derzeit zählt er 4.000 Mitglieder. Rund 190.000 Besucher zählt das Museum seit vielen Jahren im Schnitt. 2020 sind Besucherzahlen
wegen der Corona-Pandemie zurück gegangen, ziehen derzeit aber wieder an.

„Weg der Wasserkraft“

Die Tore des Infozentrums Seenland öffnen wieder

Der Erlebnispfad „Weg der Wasserkraft“ ist attraktiv gestaltet worden.. Quelle: Jens Wegener

Pünktlich zum Beginn der Osterferien öffnen am 9. April wieder die Tore des Infozentrums Seenland, gelegen an der historischen Mandlesmühle am Damm des Großen Brombachsees. Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach lädt ein, sich im Sommerhalbjahr täglich von 10 bis 16 Uhr ein, kostenlos über die Entstehung, die Funktion und den Betrieb der drei großen Seen als Bestandteile der Überleitung Donau-Main zu informieren. Im letzten Jahrzehnt hat sich das Infozentrum, mit derzeit rund 10.000 Besuchern pro Jahr, zu einem zentralen Anlaufpunkt für wissenshungrige Touristen, aber auch interessierte Einheimische entwickelt.
Lange bevor die Folgen des Klimawandels sichtbar wurden, hat man sich bereits Gedanken dazu gemacht, Wasser aus dem niederschlagsreicheren Süden Bayerns in den wasserärmeren Norden des Freistaats zu befördern. Die über 300 m² Ausstellungsfläche des Infozentrums informiert mit Filmen, Übersichtsmodell und greifbaren Exponaten kurzweilig über das zwischen 1970 und 2000 umgesetzte wasserbauliche Großprojekt, welches der ganzen Region zu einem bStrukturwandel verholfen hat.
Dank der Überleitung werden vor allem die Abflüsse der Flüsse Rednitz, Regnitz und Main in Trockenzeiten erhöht. Seit 1993 wurde dafür praktisch die Wassermenge des Starnberger Sees [3 Mrd. m³] übergeleitet. An einem barrierefreien Terminal im Erdgeschoß können über einen Touch-Screen, auch für gehbehinderte Besucher alle Inhalte der Ausstellung einschließlich der Kurzfilme abgerufen werden.
Um das Risiko von Infektionen mit dem Corona-Virus zu reduzieren, werden die Besucher des Infozentrums gebeten, eine medizinische Maske oder eine sog. FFP2- bzw. gleichwertige Maske zu tragen und zu anderen Personen einen Abstand von 1,5 bis 2 Metern zu halten.
2019 wurde der Erlebnispfad „Weg der Wasserkraft“ eröffnet. Der Erlebnispfad zeigt auf ab- wechslungsreiche Weise die Entwicklung der Wasserkraftnutzung. Auf den Spuren der Vergangenheit erleben die Besucherinnen und Besucher an der historischen Mandlesmühle die Funktionsweise alter Wasserräder und bekommen Einblicke in den Mahlraum sowie in das Müllerleben. Zudem lädt im angrenzenden ehemaligen Sägewerk ein Spiel zum Wettkampf ein: Hand-
sägen gegen die Wasserkraft – wer ist schneller?
Durch den Einsatz von unterschiedlichen Medien sowie begleitenden Informationen über QR- Codes wird die Entwicklung der Wasserkraftnutzung im Wandel der Zeit für alle Generationen interaktiv erlebbar. Man kann beispielsweise am eigenen Körper erfahren, wie stark die Kraft des Wassers ist. „Wie weit kann ich eine Wassersäule nach oben drücken?“ Am Krafthaus unterhalb des Damms wird anschaulich über die gegenwärtige konventionelle Wasserkrafttechnik und über innovative Entwicklungen für eine fisch- und umweltverträglichere Wasserkraftnutzung informiert. Belohnt wird der Gast mit einem Röntgenblick in den See auf die Lage der versunkenen Mühlen. Kleine Gäste nimmt der virtuelle „Wasserradz“ mit auf die Reise in die spannende Welt der Wasserkraft und führt durch den Erlebnispfad. Die Außenstationen des Erlebnispfades können täglich auch außerhalb der Öffnungszeiten des Infozentrums besucht werden.
Das Infozentrum an der Mandlesmühle nahe Pleinfeld ist gut ausgeschildert und sowohl von der Gemeinde als auch vom Brombachsee aus leicht zu finden. Ausreichende Parkmöglichkeiten finden sich auf dem nahe gelegenen Waldparkplatz oder nördlich und südlich des Brombachseedammes. Von dort ist das Infozentrum fußläufig oder mit dem Rad in wenigen Minuten zu erreichen.

Zukunftsstrategie für den Kreis

Regionalberater Dieter Popp: Altmühlfranken ist der richtige Ansatz

In diesem Jahr begeht der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen den vor 50 Jahren erfolgten Zusammenschluss von drei bis dahin unabhängigen Verwaltungseinheiten, der kreisfreien Stadt Weißenburg, dem Landkreis Weißenburg und dem Landkreis Gunzenhausen mit einer Reihe öffentlicher Würdigungen.
Vielen älteren Bewohnerinnen und Bewohnern dürfte dieses Ereignis noch mehr oder minder lebhaft in Erinnerung sein. Für die Mehrzahl der Jugend spielen diese ehemaligen „Zugehörigkeiten“ kaum noch eine dominierende Rolle.
Aber bei der kürzlich wieder ermöglichten Wahl der alten Kfz-Kennzeichen – hier war ja nur das „GUN“ in unserem Landkreis wieder wählbar – offenbarte sich aber ganz offenbar auch bei der jüngeren Generation eine identitätsbildende Sehnsucht nach einem sinnbildlichen Lokalbezug.
Dennoch war das kein Eingeständnis für das Scheitern eines Zusammengehörigkeitsgefühls des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, wie dies dieser Tage ein Wirtschaftsjournalist im Magazin „Wirtschaftskompass“ skizziert hat.

Regionalberater Dieter Popp.

Der Wunsch nach einer Identität stiftenden Klammer zwischen den drei früheren Verwaltungseinheiten kam durch einen Bottom-up-Ansatz im Rahmen der Erstellung des Regionalen Handlungskonzeptes von 2009, stark unterstützt von der Wirtschaft, vom Handwerk, der Landwirtschaft und den Kommunen zustande. Und es war – auch daran sollte schon noch einmal erinnert werden – ja gerade die Jugend dieses Landkreises, welche als Konsequenz daraus in einer beeindruckenden Deutlichkeit für den neuen Identitätsbegriff „Altmühlfranken“ plädiert hatte.
Immerhin sind mittlerweile mehr als zwei Dutzend Einrichtungen, Initiativen und Unternehmen mit dem Begriff „Altmühlfranken“ kreisübergreifend unterwegs. Tendenz weiter steigend. Dazu zählt letztlich ja auch der „Wirtschaftskompass Altmühlfranken“, der den „Landkreis neu zu denken“ angeregt hatte.

Unabhängig von ökonomischen Zwängen bei Sparkassen oder Volksbanken bzw. gar den emotionalen Hintergründen einer geplanten Volkshochschulkooperation,  finden sich sehr wohl viele Bemühungen, interkommunale, historische, naturraumbezogene oder auf anderen Grundlagen beruhende Zusammenschlüsse neu zu definieren oder aufzustellen. Unsere Demokratie lebt ja genau von dieser kreativen Fähigkeit, sich mit immer jenen neu zu verbünden, die den Weg zu mehr Fortschritt und Zukunftsfähigkeit oder auch Sicherheit und räumliche Geborgenheit bieten.
Dieses Phänomen sehen wir auch andernorts, wo sich Bindestrich-Landkreise parallel mit anderen Begriffen wie Wittelsbacher Land, Werdenfelser Land, Pfaffenwinkel oder Stiftland profiliert haben. Das selbst wahrgenommene und Identität stiftende Profil und die das Land abdeckenden Verwaltungseinheiten müssen nicht zwangsläufig identisch sein. Es liegt aber im politischen Gespür, für diese sensiblen Feinheiten ausgewogene Kommunikationsplattformen aufzubauen oder – wenn schon vorhanden – zu nutzen. Dies gilt übrigens neben den Landkreises in vergleichbarer Weise für die Bezirke. Die Oberpfalz löst bei der dortigen Bevölkerung z.B. völlig andere Emotionen aus, wie etwa Mittelfranken dies vermag.

Es wurde schon beim Handlungskonzept 2009 auf notwendige Vernetzungen zu den prosperierenden Wirtschaftsräumen Ingolstadt/Eichstätt und Donauwörth hingewiesen. Schon heute nutzen viele Arbeitskräfte der Region die dort angebotenen hochwertigen Beschäftigungsmöglichkeiten. Aber Unternehmenskooperationen lassen sich nicht immer einfach entlang bestehender Verkehrsachsen aufbauen. Dazu braucht es Unternehmen mit produktionsbezogener Fühlungsnähe bzw. sich ergänzende Wertschöpfungsketten. Und die sind eben vielfach erst in anderen Regionen verfügbar. Dass es engere Unternehmens-Netzwerke dennoch in der Region gibt, belegen die Stein- und Kunststoffindustrie, zu Teilen auch die Holzbranche. Aber künstlich ein „Kraftzentrum von Pleinfeld bis Langenaltheim“ aufzubauen, wird ebenso wenig funktionieren, wie Gunzenhausen auf einen „touristischen Weg“ einzuengen. Die Unternehmen in Altmühlfranken wissen sehr wohl, mit wem und an welchen Standorten ihnen Kooperationen wirklich einen Mehrwert bieten. Auch das wurde im Prozess „Altmühlfranken 2030“ bereits deutlich erkennbar.

Dieses in den letzten Jahren durch eine höchst innovativ aufgestellte Regional- und Ländliche Entwicklung neu gewonnene Bewusstsein der Stärken ländlicher Räume gegenüber den Metropolen eröffnen nun zunehmend bisher unerschlossene Spielräume. Der notwendige verwaltungstechnische Zusammenschluss von Kommunen oder Landkreisen wird aus Effizienzgründen auch weiterhin als durchaus notwendig angesehen. Aber parallel bieten sich auch andere Formen einer gesellschaftspolitischen Kooperation an. Lebendige Demokratien – gerade im ländlichen Raum – werden von dieser Vielfalt an Netzwerken inspiriert und geprägt. Und ohne sie würde der ländliche Raum auch längst von den urbanen Agglomerationen abgehängt werden.

Dass dies nicht der Fall ist, hat mit großem Nachdruck und eindrucksvollen Argumenten im erwähnten „Wirtschaftskompass Altmühlfranken“ Werner Bätzing dokumentiert, der über seine Forschungen zum ländlichen Raum bekannte und zwischenzeitlich emeritierte Professor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. Für ihn ist u.a. die Identität der Schlüsselfaktor für eine verantwortungsbewusste Regionalpolitik im ländlichen Raum. Er hat sich eindeutig dafür ausgesprochen, dass vorrangig die endogenen Potenziale gestärkt werden müssen. Wie wichtig dies ist, kann man z.B. an einigen erfolgreichen ländlichen Regionen Europas in Flandern, im Vorarlberg, im schwedischen Värmland, in Süddänemark, in Friaul-Venetien oder Südtirol in Italien nachvollziehen. Und Bätzing hat auch konkret aufgezeigt, dass und wo dieses Altmühlfranken seine eigenen ausbaufähigen Stärken besitzt. Diese kleinzureden, zeugt eher von einem Misstrauen in die durchaus vorhandene unternehmerische Aufbruchstimmung im Hinblick auf die Nutzung endogener Entwicklungspotenziale der Region. Der vom Landkreis beschrittene Weg mit „Altmühlfranken 2030“ zielt auf die endogenen Potenziale Stein und Holz, auf neue Innovationen im Kunststoffbereich, auf weitere Veredelung landwirtschaftlicher Rohstoffe in der Region, auf Bereitstellung nachhaltiger und aus dieser Region kommender Energie sowie auf die bewährten Schlüsselpotenziale Automobilzulieferer, Sozialwirtschaft und Tourismus.
Mit der Sozialwirtschaft und dem Tourismus verfügt die Region in diesen beiden Zukunftsbranchen über ein – immer wieder verkanntes – hohes Arbeitsplatzpotenzial, das schließlich nicht in andere Regionen verlagert werden kann! Aber in beiden Bereichen liegt das Problem in der Gewinnung qualifizierter Arbeitskräfte, ein Problem das mit den meisten anderen Regionen geteilt wird.  Die Kunststoffindustrie in Altmühlfranken hat auf ein Negativ-Image des Werkstoffs in der Öffentlichkeit bereits eigenständig reagiert und die Branche ist zumindest national bereits auf dem Wege, die entstandenen – und in der Tat immensen globalen – Probleme konstruktiv anzugehen und über zukunftsfähige Lösungen zeitnah umzusetzen. Die Automobilzulieferer der Region wissen sehr wohl, dass und wieviel weniger Teile z.B. in einem E-Auto künftig nur noch zu verbauen sind. Sie wissen aber auch, dass die Mobilität der Zukunft eine völlig andere sein wird. Und die gesamte weltpolitische Lage führt derzeit auch noch dazu, dass bislang globale Lieferketten jetzt wohl deutlich stärker neu aufgestellt werden. In Verbindung mit einer überfälligen Digitalisierung aller Geschäftsmodelle – z.B. in der Kunststoff- und Automobilzuliefererbranche – werden daher auch neue Perspektiven für die Zukunft Altmühlfrankens sichtbar. Denn gerade Innovation und technologischer Wandel können ländlichen Regionen helfen, Hindernnisse wie die Marktentfernung, die hohen Transportkosten und die fehlende kritische Masse zu überwinden, ihre Krisenfestigkeit zu stärken und den Übergang zu einer CO2-armen Kreislaufwirtschaft und damit zukunftssicher zu beschleunigen.

Genau das sind auch wesentliche Erkenntnisse aus dem Prozess „Altmühlfranken 2030“ und es wäre sicher von Vorteil, wenn dieser konstruktiv weiter so begleitet wird, dass wir alle die gemeinsam definierten Ziele immer klar vor Augen haben. Insofern wird es gut sein, Partner an der Seite zu wissen, die mit der notwendigen kritischen Sensibilität immer auch auf Kursabweichungen hinweisen bzw. Korrekturen anmahnen. Es macht aber wenig Sinn, diesen Zukunftsprozess bereits an seinem Start krampfhaft auf das symbolisch gemeinte Etikettieren von Apfelsaftflaschen zu reduzieren. Wer diesen gemeinsamen Kraftakt einiger hundert hochengagierter Akteure aus der Region nur an einem einzigen Punkt aus dem Aktionsplan der Kreisverwaltung festmacht und die ausgelöste Aufbruchstimmung in den ebenfalls beteiligten Unternehmen daneben geflissentlich nicht wahrnimmt, kann den Kern dieses Zukunftsprozesses offenkundig nicht verstanden haben.
Es darf in diesem Zusammenhang auch darauf aufmerksam gemacht werden, dass es nach dem Regionalen Handlungskonzept von 2009 flächendeckend drei parallele Integrierte Ländliche Entwicklungskonzepte 2013 gegeben hat, ehe dann die Zukunftsstrategie „Altmühlfranken 2030“ aufgestellt wurde. Jeder dieser drei Prozesse fand unter breiter Beteiligung einer Vielzahl von Akteuren der Region statt. Und jeder dieser Schritte hatte es vermocht, die Region ein deutliches Stück voranzubringen, aber auch nach innen eindeutig zu stärken.

DIETER POPP, Unabhängiger Regionalberater, Haundorf

Gunzenhausen hilft

Wohnungen und Sachspenden gesucht

Tag für Tag erreichen uns die Schreckensbilder aus der Ukraine. Der Krieg tobt und Millionen von Menschen sind auf der Flucht. Zahlreiche Kriegsflüchtlinge sind auch in der Region Gunzenhausen angekommen und treffen hier auf eine große Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität. Nach wie vor sucht die Stadt Gunzenhausen zusammen mit der Flüchtlingshilfe Wald e.V. nach privatem Wohnraum, in dem Flüchtlinge unentgeltlich unterkommen können. Wer hier helfen kann, findet auf der Übersichtsseite ukrainehilfe.gunzenhausen.de ein Kontaktformular.

Daneben werden weiterhin Sachspenden benötigt, der Bedarf nach Hygieneartikeln ist besonders hoch. Regelmäßig organisiert die Flüchtlingshilfe Wald e.V. Fahrten in die Ukraine und versorgt die Menschen vor Ort. In Gunzenhausen können die Sachspenden dienstags und donnerstags, jeweils von 16 bis 18 Uhr, im ehemaligen Altmühl-Center in der Spitalfeldstraße in Gunzenhausen-Frickenfelden abgegeben werden.

Dazu wurde ein Spendenkonto durch die Flüchtlingshilfe Wald e.V. bei der Raiffeisenbank Gunzenhausen/Wald eingerichtet (IBAN DE24 7606 9468 0000 7120 35). Spendenquittungen können ausgestellt werden. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Flüchtlingshilfe Wald e.V. unter www.fluechtlingshilfe-wald.de oder per E-Mail an info@fluechtlingshilfe-wald.de.