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Fischerfest am See

Am 8. Oktober gibt es das nächste Highlight am Altmühlsee

Der Fischbrater ist auch dabei, wenn am 8. Oktober das Fischerfest steigt. Foto: W. Eckerlein

Nach zwei Jahren Corona-Pause kehrt am 8. Oktober 2022 das beliebte Fränkische SEEN.LAND.FISCHERFEST an den Altmühlsee zurück. Bereits zum achten Mal widmen wir uns ab 11 Uhr vollumfänglich dem Fränkischen Binnenfisch, einem regionalen Leckerbissen mit Feinschmecker-Fans, weit über die Region Gunzenhausens hinaus.

Wie vom Fischerfest gewohnt, werden zahlreiche Aussteller zu Gast sein und Produkte rund um das Thema „heimischer Fisch“ zur Schau stellen. Dazu wird es für Klein und Groß ein Schauaquarium geben und ausgewählte Stände präsentieren sich mit regionalen Handarbeits- und Naturprodukten. Für Kulinarikfreunde wird ebenfalls viel geboten sein. So wird unter anderem heimischer Fisch geräuchert, gegrillt, gebraten und als Chips, Filet, Gulasch oder in der Semmel verkauft.

Das SEEN.LAND.FISCHERFEST ist ein Event für die ganze Familie. So wurde rund um den Binnenfisch ein ansprechendes Kinder- und Jugendprogramm ausgearbeitet. Für musikalische Fischfreunde interessant: Mehrere Gruppen werden für die musikalische Umrahmung eines tollen Fests sorgen.

Nähere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite www.gunzenhausen.info, per Telefon unter 09831/508 300 oder E-Mail an touristik@gunzenhausen.de.  

Das Programm steht

7. KulturHerbst mit tollem Programm in Gunzenhausen

Die Menschen hinter dem Gunzenhäuser KulturHerbst: Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Wirtschaftsförderer Andreas Zuber, Kulturspezialist Klaus Seeger und Petra Baron, die Vorsitzende des Einzelhandelsverbands Gunzenhausen) Foto: StGun
 

Wenn nicht gerade eine Pandemie die Welt in Atem hält, findet in der Stadt Gunzenhausen einmal jährlich der KulturHerbst statt. Das abwechslungsreiche Event begeistert mit seiner ganz eigenen Mixtur aus Animation und Erlebnis. Auf mehreren Bühnen treten Musikacts auf, dazu geben internationale Varieté-, Akrobatik-, Tanz- und Comedykünstlerinnen und –künstler Darbietungen und zeigen ihr großes Können. Doch damit nicht genug: Zeitgleich findet für Fans des automobilen Kulturguts ein Klassikertag statt, dazu präsentieren sich Gunzenhäuser Vereine, Unternehmen und Gastronomen mit ihrem vielfältigen Angebot. Dazu leuchtet die Innenstadt in den Abendstunden in den Farben Gold und Blau, ein Genuss für Ästheten. Neugierig? Der diesjährige KulturHerbst findet am Samstag, den 1. Oktober 2022, statt.

„Mit dem KulturHerbst hat die Stadt Gunzenhausen ein Alleinstellungsmerkmal, das weit über die gesamte Region Altmühlfranken ausstrahlt“, betont Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Nach der zweijährigen Zwangspause kehrt die Veranstaltung nun zurück und die Verantwortlichen haben wieder ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Besonders gut gefällt mir das Aufeinandertreffen von Tradition und Moderne. Einerseits begeistern zahlreiche Klassiker, andererseits werden High-Tech-Lichtinstallationen angebracht. Diese Präsentation der Vielfalt sollten Sie sich nicht entgehen lassen.“

Der KulturHerbst findet 2022 bereits zum siebten Mal statt. Anfangs als Hilfestellung für heimische Unternehmer zur Umsatzsteigerung gedacht, hat sich das Event schnell verselbstständigt und zum Kunst- und Kulturevent weiterentwickelt. „Dennoch präsentieren sich wieder mehr als 50 Aussteller und Betriebe mit ihren Angeboten“, so Wirtschaftsförderer Andreas Zuber. „Wer von Kulturprogramm daher eine kleine Pause braucht, kann in zahlreichen Betrieben Aktionen erleben und Angebote wahrnehmen. Besonders freut es uns, dass wir auch in diesem Jahr kostenlose Stadt- und Pendelbusse für alle Besucherinnen und Besucher anbieten können.“

Ein paar Highlights im Überblick:

Auf der Sparkassen-Bühne am Marktplatz wird am 1. Oktober 2022 um 10:30 Uhr der KulturHerbst offiziell eröffnet, das internationale Varieté-Programm startet dort um kurz nach 18 Uhr.

Auf der Raiffeisenbank-Bühne bei der Spitalkirche treten ab 14 Uhr Tanz- und Fitnessgruppen auf, ab 19.30 Uhr spielt die Live-Band USOS.

Am Unteren Marktplatz an der Evangelischen Stadtkirche werden die Jüngsten ab 12 Uhr zum Spaßprogramm geladen. Ab 19 Uhr treten die Gunzenhäuser Musik-Urgesteine „The Sharks“ auf.

Auf der G&B Bühne in der Weißenburger Straße lässt die Kulturmacherei Gunzenhausen e.V. in diesem Jahr das Antistadl von der Leine und präsentiert ein fröhliches Potpourri aus fränkischer Mundart- und Volksmusik. Mit dabei sind Boxgalopp, Mahrsmännla und die Kapelle Rohrfrei.

Last but not least begrüßt das Kunstforum Fränkisches Seenland e.V. ab 11 Uhr die Ausnahmekünstlerin Kerstin Kassel in den Räumlichkeiten des Kunstforums M11 am Marktplatz 11. Mit ihrer Reihe „Biomorphic humanoid structures“ konzentriert sich Kerstin Kassel auf biomorphe menschenähnliche Strukturen und hat sicher die ein oder andere Überraschung dabei.

Das vollständige Programm und auch den Fahrplan für den kostenlosen Shuttleverkehr finden Sie unter kulturherbst.gunzenhausen.de. Bei Fragen zur Veranstaltung können Sie sich gerne an die städtische Wirtschaftsförderung unter Tel. 09831/508 131 oder per E-Mail an wifoe@gunzenhausen.de wenden.

Bitte beachten Sie: Corona ist nicht verschwunden und so steht und fällt die Durchführung mit den dann aktuell geltenden Vorschriften. 

ZENO als Vorbild

Regionalstrom im Spannungsfeld der Energiekrise

Von links nach rechts. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Ortsvorsitzender Manuel Blenk sowie Björn Damzog & Günter Stich (Bürgermeister a. D.) von der ZENO. Foto: Klaus Heger

Der Ortsverband der CSU lud diese Woche zu einer offenen Podiumsdiskussion über erneuerbare Energien und Regionalstrom im Spannungsfeld der Energiekrise nach Gunzenhausen ins Lutherhaus ein. Der Ortsverbandsvorsitzende Manuel Blenk konnte dazu neben dem Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen, Karl-Heinz Fitz, auch Günter Stich und Björn Damzog – beide Vertreter der ZENO, der Bürgerenergiegenossenschaft in der Nordoberpfalz – sowie Mario Malorny von den Stadtwerken Gunzenhausen begrüßen.

Die Gäste aus der Oberpfalz stellten dabei ihr Vorzeigeprojekt ZENO den Zuhörern vor. Die ZENO will eine nachhaltige, dekarbonisierte Energiewirtschaft in der Region. Sie will die interkommunale Zusammenarbeit stärken und damit natürlich auch die Region. Sie erweitert ihr Aufgabenspektrum und plant weitere Gesellschafter aufzunehmen. So schafft sie nicht nur zusätzliche Arbeitsplätze in der Region, sondern stellt sicher, dass die Region der Nordoberpfalz unabhängig von endlichen Energiequellen wird.
Die ZukunftsEnergie Nordostbayern GmbH ist ein Zusammenschluss aus Landkreisen, Kommunen und kommunalen Unternehmen der Region Nordostbayern. Geschäftsführer der Gesellschaft mit Sitz in Wunsiedel ist Marco Krasser. Zielsetzung der ZENO ist es, die regionalen Potenziale zur CO²-Vermeidung auszuschöpfen und vor Ort einen deutlichen Mehrwert beim Auf- und Ausbau einer klimaneutralen Energieversorgung zu schaffen. Neben der Nutzung von Wind- und Solarenergie widmet sie sich der Speicherung von Energie sowie der Koppelung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität und engagiert sich für Nahwärmenetze, CO²-neutrale Gewerbeparks und Klärschlammtrocknung.
Bürgermeister Karl-Heinz Fitz lobte diese Initiative aus der Oberpfalz und zeigte einige Parallelen zu den Anstrengungen der Stadt Gunzenhausen in genau dieser Richtung auf. In Gunzenhausen wurden auch bereits Bürgersolaranlagen auf verschiedenen Gebäuden und Flächen errichtet und die Stadt versucht, die Dächer ihrer Gebäude entsprechend zu gestalten, versicherte er. Der Stadtrat hat dieses Jahr den Energieleitplan von 2009
fortgeschrieben und die Möglichkeiten für den Einsatz von Solarenergie aktualisiert. Die Wertschöpfung soll dabei in der Region bleiben, aber für eine interkommunale Zusammenarbeit wie in der Oberpfalz sieht Bürgermeister Fitz in Gunzenhausen keine Möglichkeit.
Mario Malorny von den Stadtwerken machte dabei zusammen mit Bürgermeister Fitz darauf aufmerksam, dass der erzeugte Strom auch vermarktet und verbraucht werden muss. Die Stadtwerke hätten aktuell das Problem, dass sie den erzeugten Strom nicht mehr verkaufen könnten. Bei weiteren Solaranlagen müssten auch die Netzanlagen weiter ausgebaut werden. Diese Maßnahmen erhöhten dann natürlich auch die aktuellen Netzentgelte, stellte Mario Malorny fest.

KLAUS HEGER


Lust auf Rundwege

Naturpark Altmühltal war in Düsseldorf präsent

Wohnmobil-Urlauber haben Lust auf Rundwege Zehn Tage lang präsentierte sich der Naturpark Altmühltal auf dem Caravan Salon in Düsseldorf. Im Bereich „Travel & Nature“ in Halle 3 war die Region am Gemeinschaftsstand der „Top Trails of Germany“, zu denen der Altmühltal-Panoramaweg zählt, vertreten. Im Fokus standen für die Messebesucher aber nicht die Fernwanderwege, wie Heike Baumgärtner feststellte: „Sowohl beim Wandern als auch beim Radeln war der Wunsch nach Rundwegen groß. Auch das Thema Urlaub im eigenen Land spielte eine große Rolle.“

Heike Baumgärtner, die stellvertretende Geschäftsführerin des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal, die vom 2. bis 4. September 2022 persönlich am Messestand vor Ort war, hatte für die Interessenten die erst kürzlich aktualisierten Rundwege-Broschüren der Region parat. Foto: Naturpark Altmühltal

Zuschüsse für regionale Theater

Bezirk Mittelfranken fördert kleinere und größere Bühnen in der Region

Der Bezirk unterstützt kleine und große Theater in ganz Mittelfranken. Die zuständigen Ausschüsse des mittelfränkischen Bezirkstags haben wieder eine Reihe von Zuschüssen gewährt. So erhält zum Beispiel das Theater Pfütze in Nürnberg für sein Programm 2022 eine Zuwendung von 35.000 Euro und das Gostner Hoftheater Nürnberg profitiert von 32.000 Euro. Die Kreuzgangspiele in Feuchtwangen bekommen 28.000 Euro, das Landestheater in Dinkelsbühl und das Theater Ansbach jeweils 20.000 Euro. 22.000 Euro gehen an das Nürnberger Kinder- und Jugendtheater Mummpitz. An das Dehnberger Hoftheater im Landkreis Nürnberger Land fließen 120.000 Euro.

Über jeweils 10.000 Euro können sich die Gemeinde Muhr am See als Veranstalterin der Altmühlsee-Festspiele und die Ansbacher Kammerspiele e.V. freuen. Insgesamt stellt der Bezirk Mittelfranken in diesem Jahr knapp über 400.000 Euro für 37 Theater- und Festspielprojekte zur Verfügung.

KulturHerbst naht

Siebte Auflage des KulturHerbst Gunzenhausen am 1. Oktober

Ein Event jagt den anderen. Nach Hetzner-Party mit der Silvermond-Band, BR-Radltour mit den Sportfreunden Stiller und See in Flammen: Schon jetzt freuen sich die Gunzenhäuser auf ihren KulturHerbst.

Zur siebten Auflage des KulturHerbst Gunzenhausen am 01. Oktober wird es auch in diesem Jahr wieder ein Stelldichein regionaler, nationaler und internationaler, mit zahlreichen Preisen ausgezeichneter Künstler in der Innenstadt von Gunzenhausen geben. Auf insgesamt vier Bühnen ist ein abwechslungsreiches Programm aus Live-Musik, Varieté, Akrobatik und Comedy geplant. Parallel dazu haben die Geschäfte bis 23.00 Uhr geöffnet und laden mit Aktionen und Angeboten zu einem entspannten Einkaufsbummel ein.

Für die Sparkasse-Bühne am Marktplatz ist ab 18 Uhr wieder eine interessante Mischung aus Artistik und Comedy geplant. Zuvor sorgen dort ab dem Vormittag Musikgruppen im Rahmen der Samstagskonzerte für gute Stimmung und Unterhaltung.

Besondere musikalische „Schmankerln“ wird die Kulturmacherei Gunzenhausen wieder auf der Bühne bei G & B Bekleidung präsentieren, die sich in den letzten Jahren zum Geheimtipp für alle Musikliebhaber beim KulturHerbst entwickelt hat. In diesem Jahr wird dort der „Antistadl“ unter dem Motto „Volxmusik ist Rock’n’Roll!“ Station machen.

Ergänzt wird das musikalische Angebot beim KulturHerbst durch den Auftritt der Sharks am Abend auf der Bühne beim Käsladen sowie das Programm auf der Raiffeisenbank-Bühne beim Jugendzentrum. Dort werden sich am Nachmittag auch wieder verschiedene Tanz- und Akrobatikgruppen aus Gunzenhausen und der Region präsentieren und für eines der Highlights beim diesjährigen KulturHerbst sorgen. Auch das Kunstforum Fränkisches Seenland wird sich in diesem Jahr wieder mit einer eigenen Ausstellung im M11 beteiligen und in der evangelischen Stadtkirche wird auch wieder einiges geboten sein.

Fische in Not

Auch Fische benötigen ein Wohlfühlklima


Aus Anlass des „Tags der Fische“ am 22.August macht Slow Food Altmühlfranken auf die besondere Gefährdung der Fische in unseren kleineren Fließgewässern angesichts oft auf weiten Strecken fehlendem Uferbewuchs aufmerksam. Denn diese natürliche Uferbewuchs erfüllt eine Reihe von ökologischen Funktionen, die alle für die in diesen Gewässern lebenden Fische von existenzieller Bedeutung sind. Angesichts der seit Wochen anhaltenden Trockenheit sind die Quellschüttungen ohnehin geringer ausgefallen und in dem niedrigeren Wasserstand wirkt sich das dann auch an einem geringeren Sauerstoffgehalt aus. Dies kann daher vor allem bei kleineren Fließgewässern nur durch eine intensive beidseitige Beschattung mit dicht belaubten Bäumen ausgeglichen werden. Das sind in der Regel die auch für die Tiefendurchwurzelung wichtigen Rot- oder Schwarzerlen. Ihr fehlender Schattenwurf kann die Gewässertemperatur um bis zu 2 °Celsius nach oben verändern. Und so ähnlich wie bei der Diskussion um eine noch zu tolerierende Erderwärmung sich auch nur um ein oder zwei Grad dreht, ist dies auch bei der Gewässertemperatur. Die durch eine Beschattung zu erzielende natürliche Gewässertemperatur sichert z.B. den Fischen auch die Existenz der Fischnährtiere, wie z.B. Bachflohkrebse die ebenfalls nur an bestimmte Wassertemperaturen angepasst sind.

Ein gesunder Karpfen kann nur in einem gesunden Wasser gedeihen. Unser Bild zeigt die Teichwirte von Haundorf (1975). Foto: Falk

Es liegt daher nicht nur im Interesse der Fische, sondern des gesamten Gewässerökosystems, wenn auch wir auf angepasste Wohlfühltemperaturen in unseren Gewässern achten. Diese liegen natürlich deutlich unter dem Temperaturniveau, welches wir als besonders angenehm erachten. So reagieren z.B. Forellen bereits ab Temperaturen von mehr als 16°Celsius bereits mit dem Abwandern in kühlere Wasserbereiche – oftmals höhere gelegenere oder besser mit angereichertem Sauerstoff durchmischte Abschnitte. Und hier können wir den Fischen sehr wohl helfen, wenn es gelingt an den Uferstrecken möglichst viel Schatten werfende Bäume dauerhaft zu erhalten. Und auch deren mitunter notwendiger Rückschnitt sollte aus gleichem Grunde immer so erfolgen, dass genügend Schatten bietende Bäume noch für diesen Temperaturausgleich sorgen können.

Nur wenn wir unseren heimischen Fischen solche naturnahen Lebensräume bieten können oder aktiv fördern, kann auch deren Fang als nachhaltige Nutzung angesehen werden. Denn wenn wir auch in Zukunft Fisch als Protein- und Genussquelle in Anspruch nehmen möchten, dann wird dies nur über einen bewussten Umgang mit dieser wertvollen Ressource und ihren Lebensräumen möglich sein.

Der Klimawandel erwärmt die Gewässer – ob Meer, Binnenseen oder Fließgewässer – und über die Flüsse werden nasch wie vor zu viele Schadstoffe transportiert. Da Slow Food den Fisch als wertvolles Nahrungsmittel gerne auch für die weitere Zukunft sichern möchte, nutzt er diesen „Tag der Fische“ um deren Lebensräume stärker in das Bewusstsein von Gesellschaft und Konsumierenden zu rücken.
Und da die überdies gerne geschätzten Meeresfische in ihren Beständen ohnehin allesamt stark bedroht sind, sollte unser Anliegen viel stärker auf das Angebot von Binnenfischen gelenkt werden, für welche die gerade in Altmühlfranken noch vorhandenen Fischzüchter auch gute und ökologisch unbedenkliche Angebote unterbreiten. Vor allem dann, wenn den Fischzüchtern im Zulauf Bäche und Gewässer zur Verfügung stehen, die noch ökologisch intakt sind, also z.B. auch gut temperiertes Wasser liefern können.

Nach wie vor werden aber nur etwa 3,5 kg je Einwohner und Jahr an Binnenfisch verzehrt, während mit 10 bis 11 kg je Einwohner und Jahr immer noch viel zu stark Meeresfisch aus überfischten Beständen  – vor allem Lachs, Thunfisch und Hering – nachgefragt werden.
Erschwerend kommt hinzu, dass manche Konsumenten – völlig zu Unrecht – bei einigen Binnenfischen von minderwertigen Lebensmitteln ausgehen.
Dabei gibt es aus aquatischen Lebensräumen kaum hochwertigere und vor allem nachhaltig verantwortbar erzeugte Fischprodukte, wie unsere heimischen Forellen, Saiblinge oder Karpfen bzw. Schleien, Zander oder Brachsen.

Mit dem Verzehr von Fischspezialitäten unserer Binnenseen, wie z.B. dem Fränkischen Seenland wird jedoch im Rahmen einer nachhaltigen Fischbewirtschaftung der jährliche Überhang genutzt. Ein System, das vor Jahren auch noch in den Weltmeeren möglich war. Mit der Nutzung der Binnenfische erhalten wir aber hier auf Dauer ausgewogene Populationen, die im Einklang mit den Nahrungsgrundlagen der Seen stehen.

Der „Tag der Fische“ sollte daher aktiv genutzt werden, um diese völlig unbegründeten Vorurteile genussvoll abzubauen und auf diese Weise auch noch einen höchst effizienten Beitrag zur regionalen Wertschöpfung zu leisten. Die gesunden Fischvorkommen aus unserem Fränkischen Seenland, aus den Weihern und Teichen der weiteren Region garantieren einen verantwortungsvollen Verzehr. Es liegt ausschließlich an uns,  dass wir gezielt diese regionalen Qualitäten nachfragen, anstatt einfach immer nur nach Fisch zu verlangen und dann fast reflexionsartig Fische aus meist ökologisch bedenklicher Meeres-Herkunft erhalten.

Slow Food Altmühlfranken
Dieter Popp, 91729 Haundorf, Vogelherdweg 1
altmuehlfranken@slowfood.de, Tel. 09837-975708

Magische Momente

Laser, Kultur und Kulinarik am 26. August am Brombachsee

Einfach gigantisch ist die Lasershow am Brombachsee. Foto: ZVB / Michael Schwarz

Am 26. August ab 18 Uhr heißt es am Brombachsee endlich wieder: Vor- hang auf für Laser, Kultur und Kulinarik. An insgesamt vier Standorten rund um den See verzaubern die Magischen Momente Groß und Klein mit einer spektakulären Licht- und Lasershow – vom Deck der MS Brombachsee in gigantische Nebelmassen projiziert und
unter einem ganz besonderen Motto. Ballonglühen, Lichtkünstler und Live-Musik sorgen darüber hinaus für Stimmung, dazu gibt es kulinarische Spezialitäten aus aller Welt.
„Zum 5. Jubiläum der Veranstaltung haben wir uns für die Besucher etwas ganz Besonderes ausgedacht“, verspricht Spalts Bürgermeister Udo Weingart, der gemeinsam mit seinen Bürgermeisterkollegen aus Absberg und Pleinfeld sowie der Erlebnisschifffahrt Brombachsee für die Magischen Momente verantwortlich ist. „Vor zwei Jahren, als die Magischen Momente coronabe- dingt ausfallen mussten, feierte das Fränkische Seenland seinen 50. Jahrestag. Das wollen wir heuer endlich gebührend feiern und die Lasershow für eine kleine Zeitreise nutzen.“ Mit der Musik aus fünf Jahrzehnten und einer farbenprächtigen Show tauchen die Zuschauer ein in die Geschichte des Brombachsees.
Darüber hinaus warten jede Menge Attraktionen auf Urlauber, Einheimische und Tagesausflügler. Denn die Veranstaltung ist so konzipiert, dass man nacheinander vier Eventlocations besuchen kann. „Ein großes, seeübergreifendes Festival“, schwärmt Stefan Frühwald, Bürgermeister der Gemeinde Pleinfeld. „Das ist einzigartig in der Region.“ Beginn ist um 18 Uhr. In Allmannsdorf legen dann „Alexandra Schmied & Team Alpin“ mit urig-fetzigen Hits rund um die Steirische Harmonika los. Die Altrocker von „Converted“ lassen es in Enderndorf krachen und in Absberg wird zum Sixties-Sound von „The Confederates“ gefeiert. Mit Spezialeffekten und einer Lichtshow begeistert die neue Partyband „The Blackhole Showband“ in Ramsberg das Publikum. Und wer Lust hat auf eine Schlagerparty, ist auf der MS Brombachsee genau richtig. DJ „Tom Nose“ macht den Fahrgast-Trimaran zum schwimmenden Dancefloor (Achtung: Ticket-Kontingent ist begrenzt). Dazu wird es zahlreiche Überraschungen rund um das Thema Licht und Magie – vom Jongleur bis hin zum Ballonglühen – geben. Und auch kulinarisch ist jede Menge Abwechslung geboten. Ob Bratwurstsemmel oder Pizza, Crêpes oder Cocktail – für jeden Geschmack ist etwas dabei. In Enderndorf sorgt außerdem ein Foodtruck-Roundup mit Pulled Pork, Healthy Soulfood, süßen Leckereien und mehr für Gaumenfreuden.

Eine atemberaubende Show wird am 26. August am Brombachsee geboten.

Die Lasershow mit noch mehr Power

Kernelement der Magischen Momente ist die atemberaubende Lasershow: Sechs große Laser- Anlagen und eine gigantische Sound-Anlage auf dem Oberdeck des Fahrgast-Trimaran MS Brombachsee verwandeln den Großen Brombachsee in eine zauberhafte Kulisse. Für noch bes- sere Effekte wird heuer erstmals Nebel auch von Land sowie von einem dritten Boot aus produziert. Mit Einbruch der Dunkelheit gegen 21.10 Uhr legt die MS Brombachsee in Allmannsdorf an. Unter dem Motto „50 Jahre Brombachsee“ beginnt dann die gut zwanzigminütige Show und taucht die Zuschauer in ein Meer aus Licht, Musik und Farben. Mehr als 16.8 Millionen Farbnuancen projizieren die sechs Hochleistungs-Laser in den Nachthimmel, dazu erfahren die Zu- schauer auf kurzweilige Art und Weise mehr über die Geschichte des Brombachsees und begeben sich getragen von der Musik der letzten Jahrzehnte auf eine stimmungsvolle Zeitreise. Nach Allmannsdorf (um 21.10 Uhr) ist die Lasershow noch drei weitere Male am Großen Brombachsee zu sehen: Um 22.00 Uhr in Enderndorf, um 22.40 Uhr in Absberg-Seespitz und um 23.30 Uhr in
Ramsberg.

Ein Fest von und für die Region

„Das ganze Event ist für die Besucher komplett kostenfrei“, freut sich Absbergs Bürgermeister Helmut Schmaußer. „Das liegt zum einen an den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, wie den Feuerwehren, zum anderen an der finanziellen Unterstützung durch regionale Unternehmen.“ Und natürlich am Einsatz der veranstaltenden Gemeinden Absberg, Pleinfeld und Spalt. Auf Hel- ferseite neben den Feuerwehren heuer wieder mit von der Partie: Wasserwacht und DLRG. Und auch viele Sponsoren, wie die N-ERGIE Aktiengesellschaft gehören zu den Unterstützern der ersten Stunde. „Die N-ERGIE ist einer der großen Förderer in der Region. Dabei erstreckt sich unser Engage- ment bewusst über alle Sparten von Sport über Bildung und Soziales bis zur Kultur“, erklärt Heiko Linder, Leiter Konzernkommunikation. „Wir wollen dazu beitragen, dass die Region für uns alle lebenswert ist und bleibt. Die Magischen Momente mit ihren bunten Lichteffekten, Live- Musik und kulinarischen Spezialitäten sind ein Anziehungspunkt für viele Besucher*innen von nah und fern – ein Angebot, das wir gerne unterstützen.“ Weitere Förderer sind FRONERI Schöller, die Stadtbrauerei Spalt, Coca Cola, die Firma toolcraft aus Georgensgmünd owie die Reinle Gummi & Kunststoff GmbH aus Pleinfeld. Auch die Sparkasse Mittelfranken-Süd ist wieder mit von der Partie. Hinzu kommen Fürst Carl, die Bäckerei Kleeberger und Henglein.

Parkticket gilt auf allen Parkplätzen

Beginn der Magischen Momente Brombachsee 2022 ist am Freitag, 26. August, um 18 Uhr. Parken kann man rund um den Großen Brombachsee mit nur einem Ticket zum Preis von 4,- Euro je Fahrzeug. Es ist den ganzen Abend und an allen Standorten gültig. So können Besucher jederzeit die Location wechseln und die ganze Bandbreite an Kultur und Kulinarik erleben. Sehr empfehlenswert ist auch eine Tour mit dem Rad entlang der Uferwege. Wer auf der MS Brombachsee mitfahren möchte, kann vorab Karten reservieren unter www.msbrombachsee.com. Das komplette Programm und alle weiteren Informationen zu den Magischen Momenten gibt es nter www.magische-momente-brombachsee.de.

Artenvielfalt auf dem Golfplatz

Streuobstwiesen wurden vitalisiert

Andreas Bremm bringt eine Nisthilfe auf dem Gelände des Golfclubs Ansbach in Colmberg an. Dies war eine von mehreren Maßnahmen, die im Rahmen des Projekts ArtenLandkreis Ansbach erarbeitet und umgesetzt wurden. Foto: Landratsamt Ansbach/ Georg Großer

Maßnahmen für mehr Artenvielfalt auf dem Gelände des Golfplatzes in Colmberg umsetzen, das war das Ziel der Vertreter des Golfclubs Ansbach, als sie sich an die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Ansbach wandten. Im Rahmen des Projektes ArtenLandkreis Ansbach wurde nun gemeinsam mit Andreas Bremm, Jugendleiter des GC Ansbach, ein Maßnahmenpaket erarbeitet und Schritt für Schritt umgesetzt.

Zunächst wurde ein ca. 9.000 Quadratmeter großer Streuobstbestand, der nicht mehr zugänglich war, in enger Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken von Büschen befreit und wieder einer Pflege zugeführt. Alte Streuobstwiesen sind aus naturschutzfachlicher Sicht besonders wertvoll. Doch nur durch geeignete Pflegemaßnahmen, wie einer regelmäßigen, aber nicht zu häufigen oder frühen Mahd, werden sie zum Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Die Entbuschungsmaßnahme und die Pflege der Fläche in den kommenden Jahren werden durch Fördermittel des Freistaates Bayern in Höhe von 90 Prozent der Kosten bezuschusst, den Restbetrag trägt der Golfclub. Möglich wird die Förderung durch den neu aufgesetzten Bayerischen Streuobstpakt, wodurch neben Pflegemaßnahmen beispielsweise auch Neupflanzungen subventioniert werden können.

Zudem wurde ein etwa 2.000 Quadratmeter großer Blühwall zur Förderung der Insektenvielfalt angelegt. Hierzu wurde eine spezielle Blühmischung aus gebietsheimischem Saatgut, also Saatgut von Pflanzen, die aus der Region kommen, gemischt und ausgebracht. Durch die Steigerung der Insektenvielfalt profitieren auch alle anderen Tiere eines Ökosystems, da beispielsweise 80 Prozent unserer heimischen Vögel auf Insekten als Nahrung angewiesen sind. Bei den heimischen Fledermausarten liegt der Anteil bei 100 Prozent. Die Blühmischung konnte aus Mitteln des Projekts ArtenLandkreis Ansbach finanziert werden.

Im letzten Schritt wurden hochwertige Nistkästen, genau angepasst für die Ansprüche von verschiedenen, seltenen Vogelarten, mit Projektmitteln angeschafft und an die Verantwortlichen des Golfplatzes übergeben. Markus Bachmann vom Landesbund für Vogelschutz stand beim Aufhängen der Nisthilfen mit Rat und Tat zur Seite. Eine Ausrichtung der Nisthilfen in Richtung Osten oder Südosten ist ideal. Außerdem sollten die Kästen in einer Mindesthöhe von 2,5 Metern über dem Boden angebracht werden, um potenziellen Räubern keine Möglichkeit zu geben an das Gelege zu kommen.

„Besondere Beachtung verdienen die vielen Freiwilligen des Golfclubs Ansbach, ohne die die Arbeitseinsätze nicht so reibungslos hätten ablaufen können“, betont Georg Großer von der Unteren Naturschutzbehörde. So versammelten sich bei den einzelnen Terminen bis zu 30 Golferinnen und Golfer, um bei der Maßnahmenumsetzung zu unterstützen.

 

Den Landkreis entdecken

Videos machen Lust darauf, den Landkreis näher kennenzulernen

Das Regionalmanagement des Landkreises Ansbach, der Tourismusverband Romantisches Franken und die Hochschule Ansbach bringen gemeinsam die schönen Seiten des Landkreises Ansbach per Videoclips noch ein Stückchen näher. Regionalmanagerin Andrea Denzinger (r.) und die Geschäftsführerin des Tourismusverbands Romantisches Franken Regina Bremm (3.v.r.) Foto: Manfred Köhnlein

Über den Rothenburger Marktplatz schlendern, mit dem Fahrrad der Altmühl entlang die Landschaften entdecken oder es sich in einem der vielen Dorfgasthöfe gut gehen lassen: Ein gemeinsames Projekt vom Regionalmanagement des Landkreises Ansbach, dem Tourismusverband Romantisches Franken und der Hochschule Ansbach möchte den Einwohnern und Gästen die schönen Seiten der Region noch ein Stückchen näherbringen.

Ausgestattet mit moderner Technik und jeder Menge Neugier steuerten Studierende der Fachrichtung „Multimedia und Kommunikation“ touristische Höhepunkte mit der Videokamera an. Es entstanden kurze, lebendige Videos, die zeigen, wie reizvoll und vielfältig der Landkreis Ansbach ist. „Die Videos machen Lust auf mehr, und zwar nicht nur dem Gast von außerhalb, sondern gerade auch den Einheimischen“, erklärt Regina Bremm, die Geschäftsführerin des Romantischen Frankens. Als Kooperationspartnerin ist mit Hochschulprofessorin Renate Hermann eine Expertin mit im Boot, die bereits zahllose Studierende zu Profis in Sachen Multimedia und Kommunikation heranreifen hat lassen. „Geschichten erzählen hat immer Konjunktur. Genau das sollen die Studierenden tun. Ihre Videos inspirieren dazu im Landkreis auf Entdeckungsreise zu gehen“, schildert sie. „Mit diesem Regionalmanagement-Projekt ist es uns gelungen, Themen aus der Heimat modern und kurzweilig sichtbar zu machen“, ergänzt Regionalmanagerin Andrea Denzinger.

Die Studierenden unter der Leitung von Professorin Renate Hermann (vordere Reihe, l.) haben die letzten Wochen fleißig gedreht. Die nun fertigen dreizehn Videoclips zeigen die touristischen Highlights im Landkreis Ansbach. Saskia Dümmler vom Tourismusverband Romantisches Franken und Regionalmanagerin Andrea Denzinger vom Landkreis Ansbach (v.r.) erlebten in der Hochschule Ansbach die Filmpremieren. Fotoö: Felizian Selzer, LRA

Zu sehen sind die fertigen Videos nicht nur auf der Internetseite des Romantischen Frankens unter www.romantisches-franken.de, sondern auch auf www.frankensein.de, einem Onlineportal der Hochschule Ansbach. Zudem können die Besucher des Hoffests mit Tag der offenen Tür am Landratsamt Ansbach, das am 17. September 2022 von 10 bis 16 Uhr stattfindet, die Videoclips beim „Heimatkino“ erleben.