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Was war die Muna?

Friedrich Hetzner hat sie dokumentiert

Die Muna heute. In der Bildmitte sind die Munitionslagerhäuser (Bunker) zu sehen. Die Dächer sind begrünt und deshalb gut getarnt. Rechts unten ORM Bergold und der Sorghof. Am oberen Bildrand ist auf einer Lichtung der Regelsberg zu erkennen. Foto: Limes-Luftbildservice Beringer, Weißenburg

Es hört sich reichlich kurios an, soll aber stimmen: Weil die Bomber der US-Army in den letzten Kriegstagen alte Karten hatten, in denen neben Langlau ein großer See eingezeichnet war, ist die Bombardierung des Munitionslagers (Muna) am Ende des Zweiten Weltkriegs unterblieben. Was die Amis damals für einen See hielten, das war ein flächiges Altmühlhochwasser zwischen Ornbau und Treuchtlingen, das zum Zeitpunkt des Bombardements aber verschwunden war. So blieb  aufgrund des irritierten Bomberkommandos Langlau glücklicherweise von einem riesigen Inferno  verschont.

Nun, 75 Jahre später, wird der Ort in Verbindung gebracht mit einem gigantischen Freizeitpark, der an der Stelle entstehen soll, wo in der Nachkriegszeit die US-Army bis 1992 ein Corpsdepot unterhielt und die Bundeswehr bis 2007 ein Munitionsdepot hatte. Das gibt Gelegenheit, die Rolle der Muna näher vorzustellen.

Einer der Langlauer Augenzeugen war Friedrich Hetzner. Der Bauernbub erlebte die letzten Kriegsjahre als Jugendlicher in seinem Heimatdorf. Die Heirat führte ihn später nach Neuherberg, aber nicht in den kleinen Weiler gleichen Namens bei Langlau, sondern in das Dorf im Kreis Uffenheim. Seiner alten Heimat blieb er aber über die Jahrzehnte verbunden. Sein Testament ist das Buch „Das Land am Brombach“, das 2002 im Schrenk-Verlag erschienen ist. Es befasst sich mit dem Leben auf dem Land in den vergangenen Jahrzehnten, den dörflichen Eigenheiten und manchen Kuriositäten. Darauf fußt auch dieser Bericht.

Muna ist  in drei Jahren entstanden

Gebaut worden ist die „Lufthauptmunitionsanstalt“ von 1935 bis 1939 in einer Art von Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, mit der die Menschen in Lohn und Arbeit kamen. Die Bauern, die Flächen für das Projekt abgeben mussten, waren nicht alle begeistert, fügten sich aber, denn es ging ja um „die Sicherung des Friedens“, wie ihnen eingeredet wurde.  20 Reichspfennig bekamen sie für den Quadratmeter Wiesen und Ackerland an Entschädigung, nur sechs Pfennig für den Wald.  Das herrschende System kannte natürlich keine öffentliche Planung wie sie später beim Bau des Brombachsees vom demokratischen Staat selbstverständlich war.  NS-Kreisleiter Johann Appler aus Gunzenhausen versprach dem Vater von Friedrich Hetzner, sein Sohn bekomme in der Ukraine Hunderte von Hektar bestens Schwarzerdebodens. Sogar der „Frankenführer“ Julius Schleicher  gab ihm „Brief und Siegel“. Nun, daraus ist nichts geworden. Der Lebensraum im Osten ist von deutschen Bauernsöhnen nicht besiedelt worden. Die Urkunde haben die Hetzners in den bedrängten Zeiten vorsichtshalber vernichtet.

Bis zu 2000 Männer und Frauen, darunter auch Kriegsgefangene und Deportierte, waren dort auf einem 200 Hektar großen Gelände tätig, das militärisch geschützt und von der Öffentlichkeit abgeriegelt war. Produziert wurden nach den Vorgaben der Machthaber Geschosse aller Kaliber (vorzugsweise 8,8 und 10,5 Zentimeter) für bodengestützte Flugabwehrkanonen. Der Waggonumschlag wuchs von 1500 Stück im Jahr auf 8000 Stück im Jahr 1944.

Die Langlauer profitierten

Friedrich Hetzner befasst sich in seinem Buch mit dem Bau der Muna durch ein Heer von Arbeitswilligen. Sie mussten per Hand Gleise vom Bahnhof Langlau bis zur Muna verlegen. Dort entstanden in drei Jahren Bauzeit  60 Bunker mit dicken Betonmauern, Hallen und Straßen und außerhalb des abgesperrten Geländes auch noch Wohnhäuser für die Offiziere. Für die Langlauer war das Projekt ein Supergeschäft, denn sie konnten ihre Zimmer an die Vorarbeiter vermieten – für 50 Reichspfennig pro Übernachtung mit Frühstück.

Hinter Stacheldraht wuchsen drei Baracken für das Offizierskasino, vier Barackern für Kantinen-, Wasch- und Sanitärräume, sowie weitere Gebäude für die Verwaltung, die Schreinerei (hergestellt wurden Munitionskisten) und die Näherei, in der die Frauen Pulverbänder aus Kunstseide fertigten.

Blicke auf die  grazilen Ukrainerinnen

In Langlau kamen viele der Mitarbeiter mit dem Zug an, wo sie am Bahnhof die Slogans „Räder müssen rollen für den Sieg“ und „Kinderwägen für den nächsten Krieg“ begrüßten. Es gab auch Werkstätten, Garagen, Tankstelle und eine vier Hektar große Gärtnerei. In neun Baracken aus Holz lebten Soldaten und Arbeiter, die alle zu Geheimnisträgern vergattert worden waren. Hinter doppeltem Stacheldraht und vier Wachtürmen gab es zudem einen Exerzierplatz, aber auch einen Sportplatz. Die beobachtenden Männer sollen von der „Leibeserziehung“  der jungen Ukrainerinnen geradezu begeistert gewesen sein.

In den Baracken lebten 1200 Mitarbeiter, aufgeteilt in zehn größeren Schlafräumen und vier kleineren Räumen. Zu den „Gefolgschaftsmitarbeitern“ zählten auch 80 ukrainische Frauen. Sie hatten aber eine eigene Baracke. Kreisleiter Appler, der die SS-Wachmannschaften befehligte, leistete sich eine Jagdhütte in der Gegend. Mit den Familien der Offiziere und den Menschen im Dorf gab es durchaus gute Kontakte.

Frauen erinnern sich gern an die Muna

Wie gesagt, Langlau war für die Frauen – die Männer waren je im Kriegseinsatz – ein durchaus interessanter Arbeitsplatz, zumal in einer Region, die fast ausschließlich von den Erzeugnissen der Bauernhöfe lebte. Auch viele Frauen aus Gunzenhausen arbeiteten in der Muna und erinnerten sich später gern an diese Zeit.

Kleinere Luftangriffe der Alliierten in den letzten Kriegstagen richteten nach dem Augenzeugenbericht von Friedrich Hetzner keine nennenswerten Schäden an, Menschen wurden auch nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die US-Besatzer (Flugblattinhalt: „Langlau im Loch, wir finden dich doch!“) kümmerten sich in den Tagen nach dem offiziellen Kriegsende zunächst wenig um die Muna. Natürlich gab es Einheimische, die sich dort „bedienten“, die Not war schließlich riesig und das Angebot verlockend.

Euterpe war Nutzerin

1947 kamen Kriegsgefangene ins Lager, auch Heimatvertriebene aus dem Osten, vornehmlich aus dem Egerland, zogen in den Baracken ein, wo es fortan auch das „Gasthaus zur neuen Heimat“ gab. Die Bevölkerung der Gemeinde Pfofeld wuchs auf 1499 Einwohner an. Ein bauliches Zeugnis aus der Nachkriegszeit ist die hölzerne Filialkirche in Langlau. Um die Munitionsrückstände aufzuarbeiten wurde in den Jahren 1946 bis 1948 die Staatliche Erfassungsstelle (STEG) betrieben. Zeitweise waren in ihr bis zu  460 Mitarbeiter tätig. Ab 1960 richteten die Amerikaner ein Treibstoffdepot für den Ernstfall ein, andere Teile übernahm die Bundeswehr. Zu dieser Zeit gab es in Langlau 34 Munitionslägerhäuser (MLH), die zwischen 34 und 180 Quadratmeter groß waren, ferner 20 Betriebssstoffhallen, in denen je 180000 Liter Treibstoff lagerten. Will man den Angaben von Friedrich Hetzner glaubend, dann lagerten dort in der Zeit des „Kalten Kriegs“ mehr Kampfstoffe mit viel mehr Sprengkraft als zu Kriegszeiten.

Wirtschaftlich sinnvoll genutzt waren Teile des Geländes ab  1953, als sich die Klavierfabrik Euterpe einrichtete, die in ihren besten Jahren an die 300 Mitarbeiter beschäftigte. Sie konnte dem internationalen Konkurrenzdruck aus Südostasien nicht standhalten und gelangte 1990 in die Hände von  Bechstein, dem letzten namhaften deutschen Klavierhersteller. Dieser gab 1993 die Produktion in Langlau auf. 350 Mitarbeiter fertigen heute die einstige Langlauer Marke „W.Hoffmann“ sowie „Bechstein“ und „Zimmermann“  im sächsischen Seifhennersdorf und im tschechischen Hvadec Kralove.

WERNER FALK

Neue Pflegedirektorin

Aleksandra Kahrs übernimmt die zentrale Pflegedirektion

Aleksandra Kahrs (links) ist die neue Pflegedirektorin. Unser Bild zeigt sie zusammen mit Vorstand Gerhard Schneidewin und Elvira Späth, die für die Kreisklinik in Gunzenhausen verantwortlich ist. Foto Julia Karmann


Aleksandra Kahrs ist seit 1. Juli 2020 Pflegedirektorin am Klinikum Altmühlfranken für die Standorte Weißenburg und Gunzenhausen. Unterstützt wird sie von Elvira Späth, die bis zum Spätsommer des nächsten Jahres die operative Verantwortung am Standort Gunzenhausen übernommen hat und die neue Pflegedirektorin in enger kollegialer Zusammenarbeit bei der Einfindung am Klinikum Altmühlfranken unterstützt.
„Mir ist sofort sehr positiv aufgefallen, dass die Pflege am Klinikum Altmühlfranken sehr gut aufgestellt ist. Die Pflegekräfte auf den Stationen sind hoch qualifiziert und sehr gut eingespielt. Das Wir-Gefühl und der Teamgeist sind groß.“ betont die neue Pflegedirektorin.
Die größte Herausforderung der Zukunft sieht Aleksandra Kahrs darin, weiterhin ausreichend gut qualifiziertes Pflegepersonal an die Standorte zu bekommen und zu erhalten. Sie setzt dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit der Berufsfachschule für Krankenpflege. Denn Gewinnung und Bindung fange schon in der Ausbildung an.
„Für mich steht der Teamgedanke und die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vordergrund. Nur gemeinsam gelingt es, die zunehmend wachsenden Herausforderungen der Zukunft anzugehen, so Aleksandra Kahrs. So könne man den Patienten weiterhin eine professionelle und hochqualifizierte Pflege bieten die gleichzeitig menschlich und voller Empathie sei.
Frau Kahrs bringt als gelernte Gesundheits-und Krankenpflegerin umfangreiche Erfahrungen aus dem Pflegebereich mit, von der Aufnahme, über die Intensivstation bis hin zum OP. Darüber hinaus war sie lange als Bereichsleitung in einem Kommunalunternehmen tätig. Nach dem Bachelorabschluss ihres berufsbegleitenden Studiums der Betriebswirtschaft, mit Schwerpunkt soziale Einrichtungen und ihrem Masterabschluss mit Schwerpunkt Personalentwicklung, wechselte sie in die Pflegedirektion. Zuletzt hatte sie die Pflegedienstleitung bei den Segeberger Kliniken in Schleswig-Holstein inne.
Aleksandra Kahrs war nach ihrer Ausbildung als Krankenschwester der Liebe wegen von ihrem Heimatland Bosnien-Herzegowina nach Hamburg gezogen. Ihre beiden Söhne sind nun erwachsen und Aleksandra Kahrs, die es schon immer in den Süden Deutschlands zog, hat gemeinsam mit ihrem Mann beschlossen, ihren Lebensmittelpunkt nach Altmühlfranken zu verlegen. Sie verbringen ihre Freizeit gerne in der Natur und haben eine Vorliebe für das Segeln. „Die schöne Region mit den vielen Seen hat es mir angetan. Doch vor allem haben mich die Menschen beeindruckt – sie haben mich herzlich aufgenommen und ich konnte gleich die angenehme Atmosphäre und das gute Miteinander am Klinikum Altmühlfranken spüren. Kurz – die Chemie hat gestimmt!“ schwärmt die neue Pflegedirektorin.

Seen erleben und genießen

Geschätzt wird die Vielfalt des touristischen Angebots

Still ruht der See – aber nicht an den Wochenenden. Foto: ZVB

Der Hochsommer hat Franken erreicht und die Begeisterung erholsame Ausflüge im Fränkischen Seenland zu verbringen, ist seit Jahren ungebrochen. Doch wie lassen sich die Vorzüge der Urlaubsregion genießen, wenn die Gäste in Scharen an unsere schönen Seen strömen?

Die vergangenen Wochen haben den Trend der letzten Jahre bestätigt: Das Fränkische Seenland ist nicht nur ein beliebtes Domizil für Urlauber, sondern auch für Naherholungssuchende immer wieder eine Fahrt wert. „Unsere Besucher schätzen die Vielfalt des Freizeitangebots, genießen gerne Altbewährtes und probieren dennoch Neues aus“, erklärt Manuel Westphal, Vorsitzender des Zweckverbands Brombachsee. „Wir freuen uns über alle, die den Weg an den Brombachsee finden. Aber das Wohlergehen aller Gäste hat für uns zu jeder Zeit – und besonders während der Corona-Pandemie – oberste Priorität. Deswegen bitten wir alle Gäste die bestehenden AHA-Regeln einzuhalten, also Abstand wahren, auf Hygiene achten und Alltagsmaske tragen.“ Auch die Polizei weist insbesondere auf die Parkplatzsituation hin. Tagesgäste, die mit dem Auto anreisen, werden gebeten nur die offiziell ausgewiesenen Parkplätze zu benutzen.  Rettungswege dürfen nicht zugeparkt werden, damit medizinisches Personal im Notfall durchkommen kann. „Wir bitten alle Autofahrer, die Ortsdurchfahrten und Rettungswege kompromisslos freizuhalten und sich strikt an bestehende Park- und Halteverbote zu halten“, appellieren die ZV-Geschäftsleiter Dieter Hofer (Brombachsee) und Thomas Gruber (Rothsee) unisono. In den vergangenen Wochen war es vermehrt zu kritischen Parksituationen in etlichen Orten am Brombachsee gekommen. Die Polizei hat angekündigt, das Parkgeschehen verstärkt zu kontrollieren und Verstöße gegen geltendes Regelwerk zu ahnden. Auch Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln werden von der Polizei vermehrt kontrolliert. „Weiter empfehlen wir unseren Gästen auch die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln über den VGN“, so Dieter Hofer und Thomas Gruber.  

Der Zulauf zu den fränkischen Seen überrascht bei den aktuell hochsommerlichen Temperaturen kaum, schließlich sind die bayerischen Sommerferien für viele eine wunderbare Gelegenheit die Region zu erkunden. „Denn unsere Region bietet noch viel mehr: neben den sieben Seen des Fränkischen Seenlands empfehle ich auch den Besuch der umliegenden Städte und malerischen Gemeinden, die sich auch für Tagesausflüge bestens eignen“, so Manuel Westphal.

Center Parcs prüfen

Das Projekt wäre auch ein weiterer Impuls

Was können sich die Menschen im Fränkischen Seenland von einem Freizeitpark in der Region versprechen? Diese Frage stellt sich, wenn das holländische Unternehmen Center Parcs tatsächlich das rund 150 Hektar umfassende Areal der ehemaligen  Muna in Langlau am Kleinen Brombachsee vom Freistaat Bayern für die in Rede stehenden zwölf Millionen Euro erwerben und dort bauen sollte. Ganz neu ist die Standortdiskussion nicht, wie der FDP-Kreistagsfraktionsvorsitzende Werner Falk erklärt, denn schon 2009 hatte der damalige Landrat Franz Xaver Uhl die Muna als alternatives Areal für die seinerzeit gescheiterte Bereich in der Heide bei Dennenlohe gescheitert war.

Die Frage steht im Raum, ob eine 150 Hektar große Freizeitanlage mit Hunderten von Ferienwohnungen nicht überdimensioniert ist in einem eher kleinteilig strukturierten Gebiet. Es wird öffentlich zu diskutieren sein, in welchem Maße die regionale Wirtschaft von dem Projekt profitieren kann. Ist ein Großprojekt mit einem finanziellen Volumen von etwa 350 Millionen Euro (im Allgäu hat das Feriendorf soviel gekostet) überhaupt für die Firmen aus dem Fränkischen Seenland interessant? Was können sie sich angesichts der gigantischen Größenordnungen davon versprechen? Stehen Aufträge für die eher kleinen regionalen Unternehmen in Aussicht? Können sie sich am Bau und am Unterhalt der Anlage beteiligen? Wie viele und welche Arbeitsplätze bietet die Investition den Menschen im Umland? Wie sind die sozialen Standards des Unternehmens?

Die Fragen gehen weiter. Wer kommt für die Altlastenbeseitigung auf dem einstigen Munitions- und Treibstofflager auf? Es wird sicherlich ein Gutachten notwendig sein, um die Belastung des Bodens zu ermitteln.  Wie steht es mit dem gesetzlich zugesicherten öffentlichen Zugang des Sees? Der Landtag hat ihn einst beschlossen, um zu verhindern, dass sich Investoren die schönsten Plätze unter den Nagel reißen, wie das an den oberbayerischen Seen geschehen ist.

Wie könnte die Verkehrserschließung des Center Parks aussehen? Das neue Projekt darf nicht dazu führen, dass das Umland im Verkehr erstickt, wie das in diesen Wochen von vielen voralpenländischen Regionen kritisch propagiert wird. Soll die Öffentlichkeit die Kosten für die eine höhere Besucherfrequenz an den Seen. Wieviel Zuwachs an Fahrzeugen kann die bestehende Verkehrsstruktur verkraften? Darf sich  die touristische Vor- und Nachsaison einen kräftigen Schub versprechen?

Die Politik muss sich mit der Frage beschäftigen, ob das Projekt den landesplanerischen Zielen entspricht, die im Landesentwicklungsplan für Westmittelfranken fixiert sind. Wie steht es mit den ökologischen, landschafts- sowie naturschützenden Belangen?  Entspricht das Projekt dem touristischen Konzept der Seenlandregion?

Erst wenn diese und noch mehr Fragen beantwortet sind, kann die Kommunalpolitik im Seenland dazu Stellung nehmen. Der Center Park mag in unserer kleinteiligen Struktur gigantisch erscheinen, aber er ist auch eine Chance für die Region. Ernst Lechner, der Vater des Fränkischen Seenlands, hat immer dazu aufgerufen, in der Entwicklung nicht stehen zu bleiben, sondern das Seenland mit neuen Impulsen und Investitionen attraktiver zu machen. Wichtig war ihm stets, dass die Menschen hierzulande von den Seen profitieren. „Das ist auch für mich die Richtschnur“, sagt  FDP-Kreisrat Werner Falk, der dazu rät, nicht gleich vom ersten Augenblick an in ein Pro und Contra zu verfallen.

Umgehung auf der Agenda

MdL Brandl unterstützt Rothenstein-Projekt


Zu der im Ortsteil Rothenstein diskutierten Frage, ob der geplante Radweg vom Laubental bis nach Rothenstein südwestlich der B13 das Projekt Ortsumgehung zuwider läuft, erklärt der CSU-Landtagsabgeordnete Alfons Brandl:   „Ich habe mich schon vor Veröffentlichung der Radwegepläne an den Staatssekretär im bayerischen Verkehrsministerium Klaus Holetschek gewandt, um den Sachstand in der Frage der Ortsumgehung Rothenstein zu erfragen.
Aus der Antwort wird deutlich, dass die von Bund festgelegte Dringlichkeitsstufe „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ eine aktuelle Realisierung nicht erwarten lässt. Wenn aber das Straßenbauamt die Maßnahmen des „vordringlichen Bedarfs“ für die Region abgearbeitet hat, kann für die Ortsumgehung von dem sogenannten „Planungsrecht“ Gebrauch gemacht werden. Ich bin daher zuversichtlich, dass wir hier beim Staatlichen Bauamt Ansbach gute Karten haben und die Ortumgehung Rothenstein aus dieser Sicht als nächste große Planung an die Reihe kommen kann.
Die Ortumgehung ist und bleibt kraft Fernstraßenausbaugesetz im „Weiteren Bedarf mit Planungsrecht“, auch wenn ein Radweg vom Laubental bis nach Rothenstein südwestlich der B13 gebaut wird. Jetzt gilt es auch politisch zu entscheiden, welche Maßnahmen als nächstes angegangen werden sollen. Dies wird entscheidend für die Realisierungschancen sein.
Dass die Ortsumgehung Rothenstein sinnvoll wäre, zeigen auch die neuesten Zahlen der durchschnittlichen Verkehrsbelastung von jetzt über 5.850 Fahrzeugen am Tag, wie die aktuelle Zählung Ende Juni bis Anfang Juli gezeigt hat.
Nun sollte in einem nächsten Schritt geklärt werden, ob die Verkaufsbereitschaft für die benötigten Flächen vorhanden ist und mit welcher Zustimmung zu diesem Verkehrsprojekt gerechnet werden darf. Hier gilt es, die Meinung der Bürgerinnen und Bürger zu dem Projekt einzuholen, zum Beispiel durch eine Bürgerversammlung.
Abschließend möchte ich feststellen, dass beim gemeinsamen Willen aller Beteiligten die Ortsumgehung Rothenstein realisiert werden kann. Bei allem Handeln müssen Belange einer nachhaltigen und verträglichen Ökologie genauso berücksichtigt werden wie der Mehrwert für die Wohn- und Lebensqualität im Dorf!“

Kreisräte verabschiedet

Veranstaltung im AIZ Muhr am See unter Corona-Schutzbestimmungen

Die ausgeschiedenen Kreisräte mit Landrat Westphal und den Fraktionschefs . Foto: Heger


Landrat Manuel Westphal verabschiedete die ausgeschiedenen
Kreistagsmitglieder in einer etwas ungewohnten Form im Saal des Altmühlsee-Informationszentrums in Muhr am See. Traditionell werden die ausscheidenden Kreistagsmitglieder im Rahmen der letzten Kreistagssitzung verabschiedet. Diese würdevolle Verabschiedung war aber wegen der Coronabeschränkungen in diesem Jahr leider nicht
möglich. Für eine Verabschiedung im Rahmen einer Sitzung des neu zusammengestellten Kreistags wäre selbst die Stadthalle in Gunzenhausen zu klein gewesen; um die notwendigen Abstandsvorschriften zu erfüllen.
Das AIZ in Muhr am See stellte sich aber als keine Notlösung dar, sondern als ein würdevoller Rahmen für die Verabschiedung langjähriger und verdienter Kommunalpolitiker. Der Landrat bedankte sich dafür bei Bürgermeister Dieter Rampe und seinem Team aus der Verwaltung für die Bereitstellung des Saals und die Mithilfe bei der Organisation und Durchführung der Veranstaltung.
Die Danksagung sollte auch im Mittelpunkt dieser kleinen Feierstunde stehen, betonte Manuel Westphal in seiner Einleitung. Er ist sich darüber bewusst, dass der Dank für das Engagement der ehrenamtlich tätigen Männer und Frauen in kommunalpolitischen Ämtern nie groß genug sein kann, aber es ist wichtig, diesen Männern und Frauen auch öffentlich ein
Dankeschön für ihren Einsatz zu sagen.
Für dreißig Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Kreistagsmitglied ehrte Manuel Westphal Gerda Reißlein und Karl-Hans Eißenberger mit einer Urkunde und einen Präsentkorb.
Für ihre langjährige Tätigkeit im Kreistag wurden die ausgeschiedenen Kreisrätinnen und Kreisräte Helga Betz, Manfred Börlein, Josef Dengler, Erkan Dinar, Markus Dirsch, Karl- Hans Eißenberger, Peter Gallenmüller, Ute Grimm, Susanna Hartl, Walter Hasl, Peter Krauß, Siegbert Mrasek, Sigrid Niesta-Weiser, Inge Pfitzinger-Miedel, Gerda Reißlein, Gerd Rudolph, Simon Scherer, Manfred Schneider, Achim Schubarth, Hans Seibold, Altlandrat Gerhard Wägemann, Friedrich Walter, Robert Westphal und der trotz schwerer Krankheit im Rollstuhl anwesende Richard Zäh mit einem Anerkenunungsgeschenk von Landrat Manuel Westphal geehrt.
Einen besonderen Dank sprach Altlandrat Gerhard Wägemann an seine beiden Stellvertreter Robert Westphal und Peter Krauß aus. Wägemann war sich sicher, dass man fast alles gemeinsam erreichen kann und lobte dabei auch die sehr gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit seinen Stellvertretern, dem Kreistag und der Kreisverwaltung sowie den
Bürgermeistern der Region. Bei allen politischen Differenzen in der Sache war es ihm immer wichtig, einen menschlichen und respektvollen Umgang miteinander zu pflegen.
Eine besondere Überraschung hatte Reinhard Ebert als Fraktionsvorsitzender der ÖDP-Kreistagsfraktion noch für Gerhard Wägemann dabei. Er hatte trotz der unterschiedlichen
politischen Schwerpunkte immer eine große Anerkennung für den Einsatz und die Leistungen von Gerhard Wägemann für den Landkreis. Als besonderen Dank von Seiten der ÖDP für diesen Einsatz überreichte er ihm einen handgefertigten Krug mit seinen Initialen, den er auch gleich im Anschluss an den offiziellen Teil einweihte.
Die Verabschiedung klang mit Bratwürsten und Sauerkraut oder Kartoffelsalat von der örtlichen Metzgerei Haschke noch bei vielen Gesprächen und Erinnerungen aus. Die musikalische Umrahmung der Feierstunde übernahm wieder Heinz Horst aus Gunzenhausen am Klavier.
KLAUS HEGER

Kräfte bündeln für die Marke

Mitgliederversammlung des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal

Die neue Vorstandschaft des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal zusammen mit (vorne links) Angelika Schäffer, Geschäftsführerin Tourismusverband Franken, und (hinten rechts) Christoph Würflein, Geschäftsführer Tourismusverband Naturpark Altmühltal: (1. Reihe von links) Essings Bürgermeister Jörg Nowy (2. Vorsitzender), Eichstätts Landrat Alexander Anetsberger (1. Vorsitzender), Treuchtlingens Bürgermeisterin Dr. Dr. Kristina Becker (3. Vorsitzende); (2. Reihe von links): Gredings Bürgermeister Manfred Preischl (Schatzmeister), Berchings Bürgermeister Ludwig Eisenreich (Beisitzer), Eichstätts Oberbürgermeister Josef Grienberger (Beisitzer), Neuburgs Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling (Beisitzer) und Kindings Bürgermeisterin Rita Böhm (Schriftführerin); (3. Reihe) Altmannsteins Bürgermeister Norbert Hummel (Rechnungsprüfer)
[Foto: Sissi Wein]

„Wir wollen die Marke Naturpark Altmühltal gemeinsam stärken und den Zusammenhalt untereinander leben und ausbauen.“: Mit diesem deutlichen Appell hat Eichstätts Landrat Alexander Anetsberger seine Amtszeit als neu gewählter Vorsitzender des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal e.V. eingeläutet. Die Wahl fand im Rahmen der Mitgliederversammlung am 16. Juli 2020 in Treuchtlingen statt. Neben dem Geschäftsbericht für das Jahr 2019 standen vor allem auch die Marketing-Aktionen des Vereins im Zuge der Corona-Pandemie im Mittelpunkt.

Alexander Anetsberger löst Anton Knapp als Vorsitzenden ab, der auch als Landrat Anetsbergers Vorgänger war. Veränderungen brachte die Wahl auch beim weiteren Vorstand: 2. Vorsitzender ist für die nächsten sechs Jahre nun Essings Bürgermeister Jörg Nowy, 3. Vorsitzende Treuchtlingens Bürgermeisterin Dr. Dr. Christina Becker. Einen großen Dank sprach der Verband Altlandrat Anton Knapp aus, der insgesamt 12 Jahre an der Spitze stand – eine zukunftsweisende Zeit für den Tourismus im Naturpark Altmühltal: Unter Knapp wurde etwa das umfangreiche Tourismuskonzept für den Naturpark erarbeitet und in Teilbereichen wie etwa der Markenoffensive bereits erfolgreich umgesetzt. Insgesamt steigerte der Naturpark Altmühltal seine Übernachtungszahlen in Knapps Amtszeit um fast 25 Prozent.

Ein „Leuchtturm“ für Radler

Das bestätigen auch die Zahlen des vergangenen Jahres, die Christoph Würflein, Geschäftsführer des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal, den Mitgliedern vorstellte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erreichte der Naturpark Altmühltal von Januar bis Dezember 2019 eine Steigerung von 0,6 Prozent bei den Gästeankünften sowie ein Plus von 1,2 Prozent bei den Übernachtungen. Insgesamt setzte der Naturpark im 50. Jahr seines Bestehens damit den positiven Trend aus den Vorjahren fort.

Neben den Aktionen zum runden Geburtstag startete der Naturpark Altmühltal im Herbst 2019 seine Radoffensive. Radler sind eine der wichtigsten Zielgruppen für die Region, sowohl bei den Übernachtungsgästen als auch bei den Tagesausflüglern. Hier gilt es, den sich ändernden Ansprüchen der Gäste, die jetzt immer öfter mit E-Bikes unterwegs sind, gerecht zu werden. Als „Leuchtturm“ der Radregion wird weiterhin der Altmühltal-Radweg gestärkt: Anfang des Jahres 2020 wurde deshalb das neue Serviceheft zum Altmühltal-Radweg auf der Touristik-Messe CMT in Stuttgart vorgestellt. Wegen den Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden weitere Maßnahmen zum Marketingschwerpunkt Radwandern, wie die Eröffnung des Geo-Radweges auf 2021 verschoben.

Altmühltal-Urlaub gefragt bei Reisenden und Journalisten

Die CMT gehörte leider auch zu den letzten möglichen Aktionen, bevor Corona im Naturpark Altmühltal die Übernachtungen und Gästeankünfte fast vollkommen herunterfahren ließ. Seit der schrittweisen Öffnung der Betriebe können wieder im eingeschränkten Umfang Umsätze im Tourismus generiert werden. „Allgemein ist Urlaub in Deutschland durch Corona mehr gefragt denn je“, erläuterte Würflein. „Das spüren wir auch deutlich an den vielen Anfragen von Journalisten bei uns in der Geschäftsstelle.“ Eine intensive Pressearbeit stand für den Naturpark Altmühltal deshalb in den vergangenen Wochen an wichtiger Stelle. „Wir haben zahlreiche Journalisten und Blogger bei ihren Recherchen im Naturpark Altmühltal betreut. Ihre teils mehrseitigen Berichte und Reportagen erschienen unter anderem in der Süddeutschen Zeitung oder in Magazin wie Bike & Travel, Wandern & Reisen oder Camping & Reise.“ Dazu kam auf regionaler Ebene die Zusammenarbeit mit dem Eichstätter Kurier, dem Weißenburger Tagblatt, dem Altmühl-Boten, den Nürnberger Nachrichten und TV Ingolstadt. „Hier haben wir den Schwerpunkt  vor allem auf Geheimtipps gesetzt, um unsere touristischen Hot Spots zu entlasten und den nötigen Abstand zu gewährleisten.“

Nachhaltiges Marketing

Auch beim Online-Marketing in den sozialen Medien wurde dieser Weg verfolgt: Unter #NPAufgehts stellte der Naturpark Wanderrouten abseits der Hauptrouten vor, #NPAufgelesen machte die Nutzer mit Pflanzen und Kräutern aus dem Naturpark Altmühltal vertraut und wird nun als Rezeptformat weitergeführt. Fortgesetzt wird aufgrund der aktuellen Ereignisse auch das Thema Radeln als Marketingschwerpunkt. „Damit kommen wir dem durch Corona noch verstärkten Wunsch nach Aktivurlaub entgegen“, erklärte Würflein. Als neues „Flaggschiff“ neben dem Altmühltal-Radweg dient hier der Geo-Radweg, der 2021 eröffnet wird: Seine Route verbindet die geotouristischen Sehenswürdigkeiten im gesamten Naturpark-Gebiet.

Gemeinsam Marke sein

Als große Herausforderung, aber auch als spannende Aufgabe sieht Landrat Alexander Anetsberger die durch die Corona-Pandemie veränderte Situation des Tourismus im Naturpark Altmühltal. „Wir haben touristisch eine gesunde Basis, die uns in dieser schweren Zeit sehr von Nutzen ist“, betonte er. Dies verband er mit der Aufforderung an die Mitglieder, die Organisationsstruktur des Verbandes zu nutzen. „Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam als Marke Naturpark Altmühltal auftreten. Das stärkt nicht nur die Marke, sondern auch jeden einzelnen Ort und jeden touristischen Dienstleister. Zusammenhalt leben und ausbauen – das wünsche ich mir für den Tourismus im Naturpark Altmühltal.“

Geld für die Sportvereine

Mehr als 200.000 Euro für die Sport- und Schützenvereine im Landkreis

Landrat Westphal übergab den Förderbescheid an die Vereine, hier mit den Vertretern der DJK Gnotzheim und der DJK Raitenbuch. Foto: LRA

Die Sport- und Schützenvereine im Landkreis profitieren in diesem Jahr von 229.175,40 Euro. Der Freistaat Bayern hat die Vereinspauschale in diesem Jahr verdoppelt, damit die Vereine die Auswirkungen der Corona-Pandemie abfedern können. Die Mittel werden von der Regierung von Mittelfranken bereitgestellt und über das Landratsamt an die Vereine im Landkreis weitergegeben. Landrat Manuel Westphal übergab die Förderbescheide an die DJK Raitenbuch und die DJK Gnotzheim stellvertretend für alle anderen Sport- und Schützenvereine in der Region.

Bayernweit werden die Mittel im Haushaltsjahr 2020 von rund 20 Millionen Euro auf rund 40 Millionen Euro verdoppelt. 80 Sport- und Schützenvereine aus dem Landkreis profitieren dabei insgesamt von 229.175,40 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Plus des Förderbeitrags von 116.412,67 Euro.

„Unsere Sport- und Schützenvereine wurden von der Corona-Pandemie ebenfalls hart getroffen. Durch die Verdopplung der Vereinspauschale wird dem Breitensport unbürokratisch und effizient unter die Arme gegriffen. Der Sport erfüllt in unserer Gesellschaft eine wichtige Funktion und ich bin froh, dass auch hier die Lockerungen langsam greifen und Vereinssport wieder möglich wird“, freute sich Landrat Manuel Westphal während der Förderbescheidübergabe.

Die Zuwendungen an die Sport- und Schützenvereine richtet sich nach der Sportförderrichtlinie des Freistaats Bayern. Berechnungsgrundlage ist die Anzahl der erwachsenen Vereinsmitglieder sowie die Anzahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die zehnfach gewichtet werden. Weiter wird die Anzahl von Übungsleiterlizenzen mit zur Berechnung der Vereinspauschale herangezogen.

Landrat Manuel Westphal hat die Förderbescheide an die DJK Raitenbuch und die DJK Gnotzheim stellvertretend für alle anderen Vereine im Landkreis übergeben. Die Vorsitzenden freuten sich über die Zuwendungen, die dieses Jahr aufgrund wegfallender Einnahmen besonders gebraucht werden.

Beim Umweltpakt Bayern

Gasthaus “Zum Hirschen” in Muhr am See ist dabei

Landrat Westphal und Sachgebietsleiter Utz Löffler sowie Bürgermeister Rampe (links) gratulierten Ines Wieland und Bernd Heinz zu ihrem Engagement. Foto: LRA


Das Gasthaus “Zum Hirschen” der Familie Heinz in Muhr am See ist nun Teilnehmer am Umweltpakt Bayern. Landrat Manuel Westphal hat die Urkunde des Umweltpakts an die Wirtsleute Ines und Bernhard Heinz übergeben. In ihrem Gasthaus in Muhr am See wird Nachhaltigkeit sowie Regionalität großgeschrieben.

Der Familienbetrieb in Muhr am See hat sich den Schutz unserer Umwelt schon seit vielen Jahren auf die Fahne geschrieben. Dazu gehört für die Familie Heinz auch die Verarbeitung von Lebensmitteln aus der Region. So ist das Gasthaus “Zum Hirschen” seit Beginn an beim Regionalbuffet dabei und engagiert sich auch bei Slow Food Altmühlfranken. „Im Laufe der Jahre haben wir diese Anstrengungen dann immer mehr ausgeweitet und unseren Betrieb dahingehend optimiert“, erklärte Ines Heinz während der Urkundenübergabe.

Im Gasthaus “Zum Hirschen” kommen fast ausschließlich regionale Produkte auf den Tisch. „Wir legen sehr großen Wert auf Regionalität! Die Zusammenarbeit mit den Lieferanten aus der Region läuft wirklich einwandfrei. Unsere Produkte kommen aus unserem Landkreis aber auch aus den angrenzenden Landkreisen und sind somit immer richtig frisch und aus regionalem Anbau“, verdeutlichte Ines Heinz.

Aber auch im Haus wurden im Laufe der Zeit einige Anpassungen vorgenommen. So wurde eine Wärmepumpe eingebaut, die das Warmwasser nur auf vorherigen Knopfdruck in die Fremdenzimmer im Haus pumpt. So können die Gäste je nach Bedarf innerhalb 60 Sekunden warmes Wasser nutzen und sparen gleichzeitig Energie ein. Auch die Beleuchtung wurde im gesamtem Haus komplett auf LED umgestellt. „Wir achten einfach auf einen nachhaltigen Gebrauch, um so die Umwelt zu schützen. Auch die Müllvermeidung ist uns ein großes Anliegen“, so Bernhard Heinz.

Rund 30 Betriebe sind mittlerweile im Landkreis Mitglied im Umweltpakt, führte der zuständige Sachgebietsleiter im Landratsamt Utz Löffler aus. Sehr viel mehr Betriebe haben sich aber auch ohne eine aktive Teilnahme am Umweltpakt dem Umweltschutz verschrieben und engagieren sich dafür.

Der Umweltpakt Bayern ist eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft, die schon seit 1995 existiert. Dabei steht die Freiwilligkeit, Übernahme von Eigenverantwortung beim Umweltschutz sowie kooperatives Handeln im Vordergrund. Gemeinsame Projekte verdeutlichen, dass sich Ökologie und Ökonomie nicht ausschließen müssen, sondern gut ergänzen können.

„Die Familie Heinz lebt den Umweltschutz auch in ihrem Betrieb und trägt so zu einer gesunden Entwicklung unserer Umwelt bei. Die Auszeichnung zur Teilnahme am Umweltpakt Bayern haben sie daher zu Recht erhalten. Ich freue mich, dass viele Betriebe in unserer Region umweltbewusst und nachhaltig handeln und hoffe, dass noch viele weitere den positiven Beispielen folgen werden“, lobte Landrat Manuel Westphal.

KulturHerbst geplant

Vereine können sich beim KulturHerbst 2020 präsentieren

Für den 26. September 2020 ist der 7. KulturHerbst Gunzenhausen mit langer Einkaufsnacht bis 23 Uhr geplant.

Von den behördlichen Vorgaben für Großveranstaltungen hängt es ab, ob –Großveranstaltungen wie der KulturHerbst nach dem 31. August durchgeführt werden können. Dennoch haben sich die Organisatoren des KulturHerbst – Stadt Gunzenhausen und Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. – dazu entschlossen, die Planungen für den diesjährigen KulturHerbst normal weiter laufen zu lassen. Nicht zuletzt deshalb, weil sich der KulturHerbst mit langer Einkaufsnacht in den letzten Jahren zu einer der wichtigen Veranstaltungen für Gunzenhausen entwickelt hat.

Aufgrund der sehr positiven Resonanz in den letzten Jahren sollen auch in diesem Jahr Vereine, Organisationen und Musikgruppen aus Gunzenhausen und dem Umland die Möglichkeit haben, sich und ihr Angebot einem breiten Publikum zu präsentieren.

Dafür steht die Bühne im Bereich des Jugendzentrums mit einer voraussichtlichen Größe von 6 x 4 m sowie der Vorbühnenbereich zur Verfügung und bietet Raum u.a. für sportliche, tänzerische, kulturelle und musikalische Vorführungen.

Des Weiteren haben Vereine die Möglichkeit, sich im Bereich zwischen Hafnermarkt und Altmühlbote mit einem Stand am KulturHerbst zu präsentieren.

Vereine, Gruppen und Organisationen, die dieses Angebot nutzen möchten, werden gebeten, sich mit dem unter kulturherbst.gunzenhausen.de/download.html bereitgestellten Anmeldeformular für Vereine bis zum 26. Juni 2020 anzumelden. Für Informationen steht darüber hinaus die Wirtschaftsförderung der Stadt Gunzenhausen unter Tel. 09831/508 – 309 oder wifoe@gunzenhausen.de zur Verfügung.

Sollten darüber hinaus Vorschläge oder Ideen zur Bereicherung des KulturHerbst-Programms bestehen, können diese ebenfalls an die Wirtschaftsförderung gerichtet werden.

KulturHerbst mit langer Einkaufsnacht im September

Am 26. September 2020 steigt die siebte Auflage des KulturHerbst Gunzenhausen mit langer Einkaufsnacht bis 23 Uhr.

Obwohl – oder besser gerade weil – derzeit noch keine Informationen bzw. Vorgaben darüber vorliegen, ob aufgrund der Corona-Pandemie im September (Groß-)Veranstaltungen wieder möglich sein werden, und falls ja, unter welchen Voraussetzungen, haben sich die Organisatoren des KulturHerbst – Stadt Gunzenhausen und Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. – dazu entschlossen, die Planungen für den diesjährigen KulturHerbst zum jetzigen Zeitpunkt normal weiter laufen zu lassen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich der KulturHerbst mit langer Einkaufsnacht in den letzten Jahren zu einer der wichtigen Veranstaltungen für Gunzenhausen entwickelt hat.

Zum großen Erfolg der bisherigen KulturHerbst-Veranstaltungen haben neben dem hochkarätigen und vielseitigen Bühnenprogramm die vielen kleineren und größeren Aktionen der beteiligten Betriebe beigetragen. Sie haben mit viel Engagement und Einsatz dafür gesorgt, dass sowohl in als auch vor den Geschäften jede Menge los war und sich der KulturHerbst mit der langen Einkaufsnacht bis 23 Uhr zu einem Highlight im Veranstaltungskalender und zu einem wichtigen Werbeträger für Gunzenhausen entwickelt hat.

Auch in diesem Jahr sind die Verantwortlichen von Stadt und Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. davon überzeugt, dass sich wieder zahlreiche Geschäfte und Betriebe mit attraktiven und ausgefallenen Ideen beteiligen und Bürgern und Besuchern Gunzenhausens einen erlebnisreichen Tag bescheren.

Bis spätestens 19. Juni 2020 haben Geschäfte und Unternehmen Zeit, sich für die Teilnahme am KulturHerbst anzumelden und diesen zu nutzen, um sich einem breiten Publikum aus der gesamten Region zu präsentieren.

Die Anmeldeunterlagen können im Internet unter kulturherbst.gunzenhausen.de/download.html heruntergeladen werden.