Zukunftspreis für „Seekiste“

IHK-Zukunftshändler-Preis 2022 im Bezirk Mittelfranken nach Gunzenhausen

Martin und Jana Roland aus Gunzenhausen („Seekiste“ in der Brunnenstraße 7) haben den Zukunftspreis bekommen.


Die Preisträger in diesem Wettbewerb, der in diesem Jahr erneut unter dem Motto „Mein lokaler Lieblingsladen“ stand, wurden in einem zweistufigen Verfahren ermittelt: Kunden konnten auf der Zukunftshändler-Webseite Geschäfte für den Preis vorschlagen, die sich daraufhin bei der IHK bewerben konnten. Eine Fachjury wählte die drei Preisträger aus.
Bewertet wurden u.a. Aspekte wie attraktives Ladengeschäft, kreatives Multi-Channel-Marketing, intensive Social-Media-Kommunikation sowie andere Formen der Kundengewinnung und Kundenansprache.

Die Seekiste hat laut Jury ein überzeugendes Shop-in-Shop-System geschaffen: Dort haben überwiegend regionale, kleine Hersteller und Labels die Möglichkeit, ihre einzigartigen Produkte zu verkaufen. Wichtiger Anspruch dabei: Nahezu alle Produkte in der Seekiste sind handgefertigt.


Das Sortiment umfasst eine Vielzahl an Artikeln für Kinder, Frauen und Männer sowie alle erdenklichen Anlässe. Deko und Nützliches für das Zuhause, Lebensmittel, Getränke, Körperpflege, Kleidung, Taschen und Schmuck und allerlei Dinge für unterwegs runden das Angebot ab. Alles werde sehr bewusst ausgesucht und liebevoll inszeniert, so die Jury. Für Besucher des fränkischen Seenlandes werden regionale Souvenirs angeboten.


Die Jury lobt, dass die Seekiste die typischen Eigenschaften eines Einzelhändlers im stationären Ladengeschäft sehr gut mit den neuen Möglichkeiten der digitalen Kommunikation und des Online-Vertriebs verbinde und dabei vor allem auf Regionalität und Nachhaltigkeit setze. Der Fokus liege auf dem Ladengeschäft, das durch einen Online-Shop und intensive Kommunikation über Social Media (Instagram, Whatsapp) ergänzt werde. Sie finden die Seekiste in der Brunnenstraße 7 in Gunzenhausen! www.seekiste.net

Jana Roland zu ihrem Angebot: „Mit meiner Seekiste möchte ich überwiegend regionalen kleinen Herstellern und Labels die Möglichkeit geben, ihre wirklich tollen und einzigartigen Produkte zu verkaufen, sei es als nette Erinnerung eines Urlaubs im wunderschönen Fränkischen Seenland oder als besonderes Geschenk an liebe Menschen oder sich selbst. Einen ganz wichtigen Anspruch haben dabei fast alle Produkte in der Seekiste:  sie sind mit Herz und Seele selbst gemacht und alles andere als ein Massenprodukt.

Schaufahren der Modellboote

6. Modellboot-Schaufahren am Altmühlsee-Zuleiter in Mörsach

Die schönsten Modellboote sind am 1. Oktober auf dem Zuleiter bei Mörsach zu bestaunen.

Modellbau? Das ist doch Kinderkram und total langweilig. Eher was für Lichtscheue, die wohl sonst keine Hobbies haben. Erwachsene zumindest interessiert das nicht… Soviel zu den Vorurteilen, denn wer sich einmal ausgiebig mit dem Thema Modellbau auseinandersetzt, für den öffnet sich eine faszinierende Welt voller Überraschungen. Modellbau ist ein Phänomen, für das es gewisse Fähigkeiten braucht, etwa geistige Konzentration oder ein systematisches Planungsvermögen. Modellbau kann eben nicht jede oder jeder, aber jede oder jeder kann es lernen. Der Modellbau an sich bietet unendliche Möglichkeiten der Verwirklichung. Ausgewiesenen Modellbauexpertinnen und -experten über die Schulter schauen zu dürfen, ist ein spannendes Abenteuer, insbesondere wenn die Modelle nicht nur stehen, sondern sich sogar selbstständig bewegen können. Ob Auto, Eisenbahn oder Schiff – Millionen von Menschen rund um den Globus sind begeistert. Für Modellschifffahrtfreunde hat sich der Modell-Sport-Club Gunzenhausen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Altmühlsee etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Am Samstag, den 1. Oktober 2022, findet von 11 bis 17 Uhr bereits zum sechsten Mal das Modellboot-Schaufahren am Altmühlsee-Zuleiter in Arberg/Mörsach statt. Nicht nur Modellbaufans sollten sich das nicht entgehen lassen.

Die Supermarkt- oder Spielwarenmodelle lassen sich nun wirklich nicht mit professionellen Exponaten vergleichen. Bei Letzteren geht es um absolute Präzision, denn bereits minimale Abweichungen oder ungewollte Öffnungen an der Schiffshülle können zu kapitalen Schäden in der Mechanik führen. Lassen Sie sich daher bei einem Schaufahren mit Modellen aus allen Epochen der Schifffahrt begeistern, an dem Sie übrigens auch gerne selbst teilnehmen können. Haben Sie eigene RC-Modelle mit Elektromotor? Dann bringen Sie diese doch einfach mit und zeigen Sie uns Ihre Exponate.

Für das leibliche Wohl ist am 1. Oktober 2022 bestens gesorgt. Nähere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie unter www.msc-gunzenhausen.de, beim Zweckverband Altmühlsee unter www.altmuehlsee.de oder per E-Mail an info@altmuehlsee.de.  

Sozialausschuss in Triesdorf

Beratung über ein breites Themenspektrum

In ihrer nächsten Sitzung am Dienstag, 27. September, befassen sich die Mitglieder des Sozialausschusses des mittelfränkischen Bezirkstages mit einem breiten Themenspektrum. Diese beginnt um 9.30 Uhr im „Alten Reithaus“ auf dem Gelände der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf, Markgrafenstraße 3, in Weidenbach. Neben einem Bericht der Verwaltung zum Sachstand „Runder Tisch Sucht“ sowie zur Umsetzung des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes erhalten die Bezirksrätinnen und Bezirksräte auch einen Überblick über die Pflegestützpunkte in Mittelfranken.

Weiter beraten die Ausschussmitglieder über die Förderung der überregionalen Dienste von Regens Wagner und der Gehörlosenseelsorge. Behandelt werden ebenfalls Projekte, die das Versorgungsangebot der Eingliederungshilfe betreffen. Unter anderem geht es um die Erweiterung der Tagesstruktur für erwachsene Menschen mit Behinderung nach dem Erwerbsleben (T-ENE) der Lebenshilfe Altmühlfranken und der Rummelsberger Dienste sowie um weitere Wohnplätze für Menschen mit Hörschädigung der Regens-Wagner-Stiftung Zell.

Zur Beratung stehen auch die Nachförderungen der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Gunzenhausen-Laubenzedel und der Werkstatt in Rothenburg o.d.Tauber, beides in Trägerschaft des Sozialkonzerns Diakonio.

Überreste eines Heckentheaters in Triesdorf

Wie mit den Überresten eines ehemaligen Heckentheaters auf dem Gelände der Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf weiter verfahren wird, darüber berät der Liegenschaftsausschuss des mittelfränkischen Bezirkstages in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 29. September. Beginn ist um 9.30 Uhr im Bezirksrathaus, Saal Mittelfranken, Danziger Straße 5.

Weiter befassen sich die Bezirksrätinnen und Bezirksräte mit dem Vermögenshaushalt Bau 2023 samt Investitionsprogramm bis 2026. Ob auf dem Dach der Maschinenbauschule Ansbach eine Photovoltaikanlage errichtet werden kann, ist ebenfalls ein Thema. Die öffentliche Sitzung beschließt ein Bericht der Verwaltung über den Stand der Digitalisierung an den Schulen des Bezirks, unter anderem an der Robert-Limpert-Berufsschule in Ansbach.  

Römerboot auf großer Tour

Bereits jetzt 1000 Kilometer zurückgelegt

Das Römerboot hat die ungarische Hauptstadt Budapest erreicht.

Römerbootfans aufgepasst: Die am Altmühlsee gebaute „Danuvina Alacris“ befindet sich aktuell auf großer Fahrt auf der Donau und hat inzwischen bereits stolze 1.000 Kilometer zurückgelegt. In Deutschland gestartet, wurden Ungarn und Kroatien durchquert, das Boot befindet sich aktuell in Serbien. Weiter über Bulgarien soll am Ende Rumänien erreicht werden. Zuletzt brauchte das Römerboot allerdings ein wenig Zuneigung.

„Bei einer solch langen Reise geht schon mal was kaputt“, betont Projektleiter Prof. Dr. Boris Dreyer von der FAU Erlangen-Nürnberg. „Neben Riemen und Eisennägeln haben wir in unserer Bootshalle in Schlungenhof auch zwei Steuerruder angefertigt und dem Römerboot per Spedition an Land hinterhergeschickt. Doch das sind am Ende nur Peanuts. Unser Schiff ist sehr hochwertig, um größere Schäden machen wir uns keine Sorgen.“

Das Römerboot ist populär und hat Fans auf der ganzen Welt. Entlang der Donau versammeln sich immer wieder Menschen aus allen Nationen und jubeln dem außergewöhnlichem Fahrzeug zu. Sehr zur Freude der rudernden Besatzung, für die die lange Reise ein Kraftakt ist. „In einer Zeit voller Krisen zaubert unser Römerboot überall ein Lächeln ins Gesicht. Darauf sind wir stolz, vergessen aber auch nicht unseren wissenschaftlichen Auftrag. Wir wollen herausfinden, wie sich das Schiff unter Dauerlast verhält und wie haltbar es ist. Auch die körperliche Belastung während einer langen Fahrt interessiert uns“, ergänzt Prof. Dr. Boris Dreyer. 

Wie geht es im Moment eigentlich dem zweiten Römerboot, der Fridericiana Alexandrina Navis? Noch ruht es am Altmühlsee, doch schon bald führt der Weg des Schiffs nach Belgien, denn auch dort ist das Interesse an der Materie groß. Ende Oktober steht das Römerboot dann wieder in Franken auf der Consumenta und kann bestaunt werden.

Wer mehr über die Römerboote erfahren möchte, der kann sich gerne an Projektleiter Professor Dr. Boris Dreyer unter Tel. 09131/8525768 oder per E-Mail an boris.dreyer@fau.de wenden.

Lastenräder testen

Roadshow ist am 3. Oktober auf dem Marktplatz

Mit diesem Plakat wirbt die Stadt für die Roadshow am 3. Oktober (Feiertag).

In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK-Bayern) kommt die CARGOBIKE-ROADSHOW am Montag, 3. Oktober 202,2 von 11 Uhr bis 16 Uhr nach Gunzenhausen.

Auf dem mittleren und unteren Marktplatz, der für den PKW-Verkehr gesperrt sein wird, können Interessierte 12 verschiedene zwei- und dreirädrige Lastenfahrräder kostenlos testen und sich gleichzeitig vom Fahrspaß und den variablen Einsatzmöglichkeiten der E-Cargobikes überzeugen. Das Team der Roadshow bietet eine unabhängige Beratung an. Es besteht kein wirtschaftliches Interesse am Verkauf von Rädern.

An dem Aktionstag werden auch die PI Gunzenhausen (Fahrradcodierung), die Mobilitäts- und Verkehrs- GmbH (Stadtbus, Rufbus etc.), die Stadtverwaltung mit Agenda 21 (Erläuterungen zum Förderprogramm und zum Verleih von Lastenrädern) und evtl. weitere Akteure teilnehmen.

Klaus Stephan, der Leiter des Hauptamts der Stadtverwaltung schreibt dazu:

Wir würden uns sehr freuen wenn auch Sie an diesem Tag bei uns vorbeischauen. Mit der Veranstaltung möchte die Stadt Gunzenhausen Menschen für eine zukunftsfähige Mobilität begeistern.

Gerne können Sie auch andere auf die Cargobike-Roadshow aufmerksam machen. Wir haben Ihnen deshalb entsprechende pdf-Dokumente beigefügt. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Das Projekt wird dankenswerterweise durch den ISEK-Projektfond (Städtebauförderung), den Stadtmarketingverein Gunzenhausen e.V. und durch das Citymanagement gefördert. Bei Rückfragen steht Frau Sauer, Tel. 09831/508-111 gerne zur Verfügung.

Außerdem möchten wir Sie noch gerne auf die Umfrage zum ADFC Fahrradklima-Test aufmerksam machen und dürfen Sie  bitten, sich ein paar Minuten Zeit dafür zu nehmen. Hier bietet sich Ihnen die Möglichkeit, Ihre Meinung über die „Radfahr-Situation“ in Gunzenhausen zum Ausdruck zu bringen. Die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests zeigen uns dann sowohl Ihre positiven Rückmeldungen, als auch die Weiterentwicklungschancen unserer Stadt in Sachen Fahrradfreundlichkeit. Hier https://fahrradklima-test.adfc.de/ können Sie bis 30. November 2022 mitmachen. Herzlichen Dank schon mal dafür.

Gesucht: Bester Kurzfilm

Aktion der Stadtjugendpflege zum Stadtjubiläum


Der Countdown läuft und die Vorbereitungen für die Gunzenhäuser 1200-Jahrfeier laufen auf Hochtouren. Für Kinder und Jugendliche hat sich Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher ein ganz besonderes Highlight einfallen lassen. Präsentiert wird das 1. Jugendfilmfestival der Stadt Gunzenhausen. Gesucht wird nicht weniger als der beste Kurzfilm zum Stadtjubiläum 2023.
Unter dem Motto „forever young“ können Kinder und Jugendliche ihren ganz persönlichen Blick auf Gunzenhausen einfangen. Die besten Videos werden im Rahmen einer „Oscarnacht“
am Samstag, den 11. November 2023, im MOVIEWORLD Gunzenhausen der Öffentlichkeit präsentiert.
„Wir wollen im nächsten Jahr nicht nur die Vergangenheit feiern, sondern auch Gegenwart und Zukunft“, so Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher. „Die Jugendlichen sind ein wichtiger Teil unserer Planungen und wir möchten deren Ideen und Gedanken einfangen und zeigen. Was beschäftigt junge Menschen und wie sehen sie unsere Stadt? Ich bin sehr auf die Beiträgegespannt und freue mich auf die Einsendungen.“Die Kurzfilme sollten nicht länger als 10 Minuten sein und im Format mp4 HD gespeichert werden. Einsendungen bitte an stadtjugendpflege@gunzenhausen.de.

Für Fragen zum Jugendfilmfestival steht Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher unter Tel. 09831/508 122 oder
per E-Mail an stadtjugendpflege@gunzenhausen.de zur Verfügung.

Fischerfest am See

Am 8. Oktober gibt es das nächste Highlight am Altmühlsee

Der Fischbrater ist auch dabei, wenn am 8. Oktober das Fischerfest steigt. Foto: W. Eckerlein

Nach zwei Jahren Corona-Pause kehrt am 8. Oktober 2022 das beliebte Fränkische SEEN.LAND.FISCHERFEST an den Altmühlsee zurück. Bereits zum achten Mal widmen wir uns ab 11 Uhr vollumfänglich dem Fränkischen Binnenfisch, einem regionalen Leckerbissen mit Feinschmecker-Fans, weit über die Region Gunzenhausens hinaus.

Wie vom Fischerfest gewohnt, werden zahlreiche Aussteller zu Gast sein und Produkte rund um das Thema „heimischer Fisch“ zur Schau stellen. Dazu wird es für Klein und Groß ein Schauaquarium geben und ausgewählte Stände präsentieren sich mit regionalen Handarbeits- und Naturprodukten. Für Kulinarikfreunde wird ebenfalls viel geboten sein. So wird unter anderem heimischer Fisch geräuchert, gegrillt, gebraten und als Chips, Filet, Gulasch oder in der Semmel verkauft.

Das SEEN.LAND.FISCHERFEST ist ein Event für die ganze Familie. So wurde rund um den Binnenfisch ein ansprechendes Kinder- und Jugendprogramm ausgearbeitet. Für musikalische Fischfreunde interessant: Mehrere Gruppen werden für die musikalische Umrahmung eines tollen Fests sorgen.

Nähere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite www.gunzenhausen.info, per Telefon unter 09831/508 300 oder E-Mail an touristik@gunzenhausen.de.  

Nachhaltigkeit ist das Thema

Gemeinsamer Tourismustag der Tourismusverbände

Im Dialog mit Moderator Stefan Straßer, Bayerischer Rundfunk (Mitte) stellten Landrat Alexander Anetsberger, 1. Vorsitzender TV Naturpark Altmühltal (links) und Landrat Manuel Westphal, 1. Vorsitzender TV Fränkisches Seenland, die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen rund um das Thema „Nachhaltige Destinationsentwicklung im Tourismus“ beim gemeinsamen Tourismustag in Berching vor.

Die Bundesbürger wollen ökologisch und sozialverträglich verreisen, wie neueste Studien belegen. Der gemeinsame Tourismustag der beiden Tourismusverbände Naturpark Altmühltal und Fränkisches Seenland war also auch aus aktuellem Anlass dem Thema „Nachhaltige Destinationsentwicklung im Tourismus“ gewidmet. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, spielt das Thema „Nachhaltigkeit“ in den Leitbildern und Tourismusstrategien des Fränkischen Seenlandes und des Naturpark Altmühltal schon immer eine bedeutende Rolle. Ausführlich wurde in Gesprächsrunden und Vorträgen vor rund 100 Kommunalpolitikern, Gastronomen, Hoteliers und weiteren Leistungsträgern in der Berchinger Kulturhalle das Thema diskutiert und auch Best-Practice-Beispiel wie das Hotel Luise in Erlangen vorgestellt.

Wertvolle Naturlandschaften zu erhalten und eine nachhaltige regionale Entwicklung zu fördern, gehört seit Anfang an zu den Kernaufgaben des Naturpark Altmühltal. „Früher sprach man vom ‚sanften Tourismus‘“, erklärte Landrat Alexander Anetsberger, Vorsitzender des Tourismusverbandes Naturpark Altmühl, „der Naturpark Altmühltal war sicherlich einer der Vorreiter einer umwelt- und sozialverträglichen Urlaubsgestaltung.“ Der Begriff „Nachhaltigkeit“ umfasst heute aber noch viel mehr – von Klimaschutz und einer auch in Krisenzeiten zukunftsfähigen Energieversorgung bis hin zu sozialen Aspekten. „Gemeinsam mit unseren Akteuren vor Ort wie Kommunen, Hoteliers, Vermietern, Gastronomen, touristischen Serviceanbietern sowie unseren Gästen und der einheimischen Bevölkerung wollen wir aktiv an der Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung unseres Lebensraumes und der touristischen Entwicklung arbeiten“, so Anetsberger. 

„Nachhaltigkeit kenne ich von Kindesbeinen an, da meine Familie aus der Landwirtschaft stammt“, erklärte Landrat Manuel Westphal, Vorsitzender des Tourismusverbandes Fränkisches Seenland, „ich bin mit dem sorgsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Energieerzeugung vor Ort vertraut.“ Das Fränkische Seenland ist als Wasserdestination bekannt geworden, aber auch die nachhaltige Entwicklung der Natur- und Kulturlandschaft war stets Anliegen. Wie dies künftig auch unter dem Gesichtspunkt der ökonomischen Machbarkeit gelingen kann, ist eine besondere Herausforderung, waren sich die beiden Vorsitzenden einig.

Und die Aufgabenfülle hat es in sich, Optimierungsbedarf gibt es im Naturpark Altmühltal unter anderem beim ÖPNV. „Dies ist ein wichtiges Thema“, erklärte Anetsberger, „zum Beispiel wollen wir den Regionalbahnhof Kinding besser anbinden, um auch in der Fläche ein alternatives Angebot zur Anreise mit dem Auto zu haben.“

„Nachhaltigkeit im Urlaub ist vielfältig“, erklärte Christian Nordhorn von der Bayern Tourismus Marketing GmbH, „manche sehen dabei vor allem die Aktivität in der Natur wie Bootfahren, Radeln oder Wandern, andere hingegen erwarten kulinarischen Genuss mit regionalen Produkten und wiederum andere wollen ‚bedient‘ werden, mit besonderen nachhaltigen Angeboten.“

Nur knapp daneben

Amelie Wabbel hat das Gewicht des Goldklumpens am besten geschätzt

Die beste Schätzung kam von Amelie Wabbel und sie durfte bei der Preisverleihung den „Goldklumpen“ präsentieren. Auf dem Bild vier der fünf Preisträgerinnen Amelie Wabbel, Helena Schmid, Johanna Roth und Ulrike Wabbel mit Stadtarchivar Werner Mühlhäußer vor der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen.) Foto: Babett Guthmann

Stadtarchivar Werner Mühlhäußer überreichte Buchgutscheine zum Abschluss der Johann-Reichardt-Ausstellung in der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen

Elf Wochen lang waren zum Leben und Wirken des Goldmachers und Heilkundigen Johann Reichardt Exponate aus dem Stadtmuseum Gunzenhausen und aus dem Stadtarchiv in den Räumen der Gunzenhäuser Stadt- und Schulbücherei zu sehen. Als Illustration zur Goldmacher-Kunst des berühmten Gunzenhäusers war in einer kleinen Vitrine auch ein vermeintlicher Goldschatz ausgestellt und alle Besucherinnen und Besucher waren zum Schätzen aufgefordert: „Wie schwer ist dieser Goldklumpen?“

181 ratefreudige Ausstellungsbesucherinnen und Ausstellungsbesucher haben das Gewicht geschätzt und am Quiz des Stadtarchivs Gunzenhausen teilgenommen. Stadtarchivar Werner Mühlhäußer überreichte nun für die genauesten Schätzungen fünf Buchgutscheine an Amelie Wabbel, Helena Schmid, Johanna Roth, Ulrike Wabbel und Tülay Zottmann. 2032 Gramm war die richtige Lösung und die beste Schätzung kam von Amelie Wabbel, die nur um 10 Gramm danebenlag.

Wenn es sich um einen echten Goldklumpen dieses Volumens gehandelt hätte, nicht um einen angemalten Wackerstein, wäre wohl ein Gewicht von etwa 10 Kilogramm realistisch gewesen. Dieses Gold hätte einen Wert von 112.000 Euro gehabt.

Bei der Preisverleihung rühmte Werner Mühlhäußer den Heilkundigen Johann Reichardt als eine der vielschichtigsten Personen der Stadtgeschichte, musste aber eingestehen, dass die Sache mit dessen Goldmacherkunst keinesfalls beweisbar sei.

Trotzdem: Im Safe des Johann Reichardt wurden nach seinem Tod tatsächlich 21 Goldbarren gefunden. Und noch etwas entspricht der Wahrheit: im Stadtarchiv lagert gut behütet das Original des streng geheimen Goldmacher-Rezepts des Johann Reichardt!

Das Programm steht

7. KulturHerbst mit tollem Programm in Gunzenhausen

Die Menschen hinter dem Gunzenhäuser KulturHerbst: Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Wirtschaftsförderer Andreas Zuber, Kulturspezialist Klaus Seeger und Petra Baron, die Vorsitzende des Einzelhandelsverbands Gunzenhausen) Foto: StGun
 

Wenn nicht gerade eine Pandemie die Welt in Atem hält, findet in der Stadt Gunzenhausen einmal jährlich der KulturHerbst statt. Das abwechslungsreiche Event begeistert mit seiner ganz eigenen Mixtur aus Animation und Erlebnis. Auf mehreren Bühnen treten Musikacts auf, dazu geben internationale Varieté-, Akrobatik-, Tanz- und Comedykünstlerinnen und –künstler Darbietungen und zeigen ihr großes Können. Doch damit nicht genug: Zeitgleich findet für Fans des automobilen Kulturguts ein Klassikertag statt, dazu präsentieren sich Gunzenhäuser Vereine, Unternehmen und Gastronomen mit ihrem vielfältigen Angebot. Dazu leuchtet die Innenstadt in den Abendstunden in den Farben Gold und Blau, ein Genuss für Ästheten. Neugierig? Der diesjährige KulturHerbst findet am Samstag, den 1. Oktober 2022, statt.

„Mit dem KulturHerbst hat die Stadt Gunzenhausen ein Alleinstellungsmerkmal, das weit über die gesamte Region Altmühlfranken ausstrahlt“, betont Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Nach der zweijährigen Zwangspause kehrt die Veranstaltung nun zurück und die Verantwortlichen haben wieder ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Besonders gut gefällt mir das Aufeinandertreffen von Tradition und Moderne. Einerseits begeistern zahlreiche Klassiker, andererseits werden High-Tech-Lichtinstallationen angebracht. Diese Präsentation der Vielfalt sollten Sie sich nicht entgehen lassen.“

Der KulturHerbst findet 2022 bereits zum siebten Mal statt. Anfangs als Hilfestellung für heimische Unternehmer zur Umsatzsteigerung gedacht, hat sich das Event schnell verselbstständigt und zum Kunst- und Kulturevent weiterentwickelt. „Dennoch präsentieren sich wieder mehr als 50 Aussteller und Betriebe mit ihren Angeboten“, so Wirtschaftsförderer Andreas Zuber. „Wer von Kulturprogramm daher eine kleine Pause braucht, kann in zahlreichen Betrieben Aktionen erleben und Angebote wahrnehmen. Besonders freut es uns, dass wir auch in diesem Jahr kostenlose Stadt- und Pendelbusse für alle Besucherinnen und Besucher anbieten können.“

Ein paar Highlights im Überblick:

Auf der Sparkassen-Bühne am Marktplatz wird am 1. Oktober 2022 um 10:30 Uhr der KulturHerbst offiziell eröffnet, das internationale Varieté-Programm startet dort um kurz nach 18 Uhr.

Auf der Raiffeisenbank-Bühne bei der Spitalkirche treten ab 14 Uhr Tanz- und Fitnessgruppen auf, ab 19.30 Uhr spielt die Live-Band USOS.

Am Unteren Marktplatz an der Evangelischen Stadtkirche werden die Jüngsten ab 12 Uhr zum Spaßprogramm geladen. Ab 19 Uhr treten die Gunzenhäuser Musik-Urgesteine „The Sharks“ auf.

Auf der G&B Bühne in der Weißenburger Straße lässt die Kulturmacherei Gunzenhausen e.V. in diesem Jahr das Antistadl von der Leine und präsentiert ein fröhliches Potpourri aus fränkischer Mundart- und Volksmusik. Mit dabei sind Boxgalopp, Mahrsmännla und die Kapelle Rohrfrei.

Last but not least begrüßt das Kunstforum Fränkisches Seenland e.V. ab 11 Uhr die Ausnahmekünstlerin Kerstin Kassel in den Räumlichkeiten des Kunstforums M11 am Marktplatz 11. Mit ihrer Reihe „Biomorphic humanoid structures“ konzentriert sich Kerstin Kassel auf biomorphe menschenähnliche Strukturen und hat sicher die ein oder andere Überraschung dabei.

Das vollständige Programm und auch den Fahrplan für den kostenlosen Shuttleverkehr finden Sie unter kulturherbst.gunzenhausen.de. Bei Fragen zur Veranstaltung können Sie sich gerne an die städtische Wirtschaftsförderung unter Tel. 09831/508 131 oder per E-Mail an wifoe@gunzenhausen.de wenden.

Bitte beachten Sie: Corona ist nicht verschwunden und so steht und fällt die Durchführung mit den dann aktuell geltenden Vorschriften.