Inklusionspreis verliehen

Kompetente Beratung zur Barrierefreiheit


2017 hat der Bezirk Mittelfranken den mit 5000 Euro dotierten
Inklusionspreis ins Leben gerufen. Die Auszeichnung würdigt Maßnahmen,
Projekte und Angebote, die die Lebenssituation von Menschen mit
Behinderung nachhaltig und konkret verbessern und einen spürbaren Beitrag zu Teilhabe und zur Inklusion leisten. In diesem Jahr geht der Preis an das Rother Inklusionsnetzwerk (RHINK), dies hat der mittelfränkische Bezirkstag Ende Oktober einstimmig beschlossen. Die Verleihung durch Bezirkstagspräsident Armin Kroder an das ehrenamtlich arbeitende Netzwerk unter dem Vorsitzenden Dr. Paul Rösch findet am Dienstag, 1. Dezember, um 10 Uhr, statt. Um die coronabedingten Abstandsregeln einhalten zu können, ist der große Saal des Gemeindezentrums Ort der kleinen Feierstunde.
Das RHINK setzt sich mit seinen knapp 70 Mitgliedern seit sechs Jahren für
die Barrierefreiheit im öffentlichen und privaten Raum ein. Einige der engagierten Männer und Frauen führen selbst ein Leben mit Behinderung, was sie zu kompetenten Experten in eigener Sache macht. Unter dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen“ will das RHINK Menschen mit und ohne Behinderung oder chronischer Erkrankung aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zusammenbringen. Mit Rednitzhembach arbeitet das Netzwerk eng zusammen. 2019 erhielt die Gemeinde für ihren Einslatz auf dem Weg zu einer inklusiven Kommune den Miteinander-Preis 2019 des Bayerischen Sozialministeriums.
Auch Georgensgmünd hat mit Unterstützung des RHINK
bereits viele seiner öffentlichen Einrichtungen, Geschäfte, Apotheken, Ärzte, Behörden, Kirchen oder auch Schulen mit barrierefreien Zugängen ausgestattet.
Die Ersten Bürgermeister der beiden Gemeinden, Jürgen Spahl
(Rednitzhembach) und Ben Schwarz (Georgensgmünd), haben deshalb
auch gemeinsam das RHINK für den diesjährigen Inklusionspreis des Bezirks Mittelfranken vorgeschlagen.

Arzt muss Besuch genehmigen

Am Klinikum Altmühlfranken: Besuche eingeschränkt


Ab Dienstag, 1. Dezember 2020, tritt eine angepasste Besucherregelung am Klinikum Altmühlfranken in Kraft. Ab diesem Termin sind Patientenbesuche am Klinikum nur noch mit Genehmigung des behandelnden Arztes möglich. Ausgenommen sind werdende Väter, die wie bisher bei der Geburt, ggf. im OP und auf der Entbindungsstation unter Einhaltung der Hygieneregeln dabei sein können.
Für stationäre Patienten haben Angehörige weiterhin die Möglichkeit Wäsche und Dinge des täglichen Bedarfs am Empfang des jeweiligen Klinikstandortes abzugeben. Die persönlichen Sachen werden dem Patienten dann durch Mitarbeitende des Klinikums auf die Station gebracht. Desweiteren ist es auf umgekehrtem Weg möglich den Angehörigen Schmutzwäsche und sonstige Dinge mit nach Hause zu schicken.
Grund für die Änderung der Besuchregelung ist, laut Klinikleitung, dass sich bedauerlicherweise in den letzten Wochen des öfteren Besucher nicht an die vorgegebenen Besuchs- und Hygieneregeln gehalten haben. Aus diesem Grund sieht sich das Klinikum zum Schutz seiner Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeiterenden gezwungen, die bisherige Regelung anzupassen.
Die vollständige aktuelle Besucherregelung finden Sie unter www.klinikum-altmuehlfranken.de

Synlab übernimmt

Dienstleister führt das Corona-Testzentrum Gunzenhausen

Seit Ende März gibt es im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ein Corona-Testzentrum. Der Landkreis hat das Testzentrum mit Unterstützung von Ärzten aus der Region bisher mit eigenem Personal betrieben. Ab dem 1. Dezember übernimmt nun der Labordienstleister Synlab den Betrieb des Testzentrums in Gunzenhausen.

Das Landratsamt hat bereits während der ersten Welle ein Testzentrum an der Alemannenstraße in Gunzenhausen eingerichtet und fortlaufend Corona-Tests angeboten. Das Testzentrum wurde mit eigenem Personal betrieben, das an der Teststrecke für verschiedene Aufgaben von der Logistik bis zur Unterstützung bei den Tests eingesetzt wurde. Bei der Durchführung der Tests wurde das Landratsamt zuletzt von Dr. Manfred Kreß unterstützt. „Herrn Dr. Kreß sind wir für seinen Dienst am Testzentrum sehr dankbar. Er hat gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den reibungslosen Betrieb des Testzentrums gesorgt. Auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an der Teststation mitgeholfen haben, möchte ich herzlich danken!“, so Landrat Manuel Westphal.

Ab 1. Dezember wird das Testzentrum von der Firma Synlab, einem Labordienstleister aus Weiden betrieben. Von Montag bis Freitag wird das Corona-Testzentrum ab 10.00 Uhr geöffnet sein. Wer einen Termin zur Testung vereinbaren möchte, kann sich telefonisch an die 0961 309776 wenden (Montag bis Freitag, 09.00-15.00 Uhr). Weitere Informationen gibt es auch weiterhin auf der Homepage des Landratsamtes www.landkreis-wug.de.

Der Ablauf bleibt ebenfalls wie bisher: Die registrierte Person fährt mit dem Auto zu der vorgegebenen Uhrzeit in die Drive-In-Station, wo in einem ersten Schritt die persönlichen Daten und die Registrierung überprüft werden. Die Krankenversichertenkarte muss dafür mitgebracht werden.

Im zweiten Schritt nimmt das medizinische Fachpersonal durch das geöffnete Wagenfenster den Abstrich. Für den Test auf das Coronavirus muss das Auto nicht verlassen werden. Die Teststäbchen werden anschließend an das zuständige Labor gebracht. Das Testergebnis wird den Betroffenen über den Hausarzt oder das Gesundheitsamt mitgeteilt oder kann online über einen QR-Code, den man nach dem Test erhält, abgerufen werden.

Wer den Verdacht hat, sich angesteckt zu haben, soll in keinem Fall ohne Registrierung oder zu Fuß zum Testzentrum kommen. Dies ist zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr wichtig.

Personen mit Symptomen sollen sich weiterhin an ihren Hausarzt wenden oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.

Gewalt kommt mir nicht in die Tüte

Eine Bäckertütenaktion zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

In elf Bäckereien und Betrieben gab es eine besondere Bäckertüte: Mit dem Slogan „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“ soll auf den Internationalen Gedenktag gegen Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht werden.
Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen


In vielen Bäckereien in den beiden Landkreisen Weißenburg-Gunzenhausen und Roth, sowie in der Stadt Schwabach gab es am 25. November 2020 eine besondere Verpackung für Frühstückssemmeln, Croissants und Co. „NEIN zu Gewalt gegen Frauen! Gewalt kommt mir nicht in Tüte!“ – dieser prägnante Schriftzug sticht einem auf der weißen Bäckertüte sofort ins Auge. Wer genau hinsieht, findet auf den Tüten außerdem die Telefonnummern des bundesweiten Hilfetelefons und der Frauenhäuser der Region.
Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen beteiligten sich die Bäckerei Mayer und die Bäckerei Bergmühle aus Raitenbuch, der Lehner Bäck mit Stammsitz in Treuchtlingen, die Altstadtbäckerei Kränzlein aus Weißenburg, die Bäckerei Herzog mit Stammsitz in Muhr am See, die Bäckerei Leikamm aus Nennslingen und die Bäckerei Specht aus Ellingen. In diesem Jahr beteiligten sich auch Betriebe aus anderen Bereichen, wie der Naturkostladen mundart in Gunzenhausen, das Weschdamer Lädle in Westheim sowie der Unverpackt Laden in Weißenburg und der Dorfladen „Cafe Hans“ in Haundorf. Die Zahl der beteiligten Betriebe konnte sich im Gegensatz zum Vorjahr verdoppeln.
„Mit der Bäckertütenaktion landen sowohl der Appell gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, als auch die Notfallnummern direkt bei den Menschen“, so die beiden Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Ines Dirsch und Agnes Müller.
Gemeinsam setzen die Aktionspartnerinnen und Aktionspartner damit ein deutliches und sichtbares Zeichen gegen jede Form von Gewalt, die noch immer viele Frauen Tag für Tag in allen Bevölkerungsschichten erleiden müssen. Gewalt gegen Frauen kann überall vorkommen: in der Ehe und Partnerschaft, im Bekanntenkreis, im Beruf, zu Hause oder im öffentlichen Raum. Das Problem: Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor angst- und schambesetzt und wird oft aus der öffentlichen Diskussion verdrängt und verharmlost.
Mit der Bäckertüten-Kampagne soll das Thema ins Bewusstsein der Menschen getragen werden und die Scheu Betroffener gemildert werden. Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache, sondern eine Straftat und aktueller als man glaubt. Die Gemeinschaftsaktion wurde von den Gleichstellungsstellen der Landratsämter Weißenburg-Gunzenhausen und Roth, der Stadt Schwabach sowie dem ZONTA Club des Fränkischen Seenlandes entwickelt.
„Gewalt an Frauen und Mädchen muss vielschichtig betrachtet werden, da es unabhängig von sozialem Status oder Bildung überall passiert. Mitten unter uns. Jeden Tag. Deswegen müssen wir alle etwas dagegen tun. Gewalt gegen Frauen geht uns alle an! Nur gemeinschaftlich kann etwas verändert werden, indem man hinsieht, sich einmischt und gesellschaftliche Verantwortung übernimmt“, so der Appell der Veranstalter.
Die Kampagne „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte!“ ist eine Aktion anlässlich des Internationalen Gedenktags „NEIN – zu Gewalt an Frauen“, der weltweit am 25. November begangen wird. Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung von drei Schwestern in der Dominikanischen Republik, die wegen ihres politischen Widerstandes gegen den Diktator Trujillo am 25. November 1960 vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Verfolgung und Folter getötet worden waren. 1981 wurde der 25. November zum internationalen Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen.

Eine Kulturandacht zum Advent

Feuchtwangen: Weihnachtliches und Besinnliches in schwieriger Zeit

Der Schauspieler Achim Conrad liest im Kreuzgang.

Kurz vor dem Beginn der Adventszeit wird die Verlängerung der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie und damit auch die Einschränkungen für Kulturveranstaltungen verkündet – die Feuchtwanger Kulturweihnacht kann also nicht wie geplant stattfinden. Dennoch ist die Intention der Initiatorin der Kulturweihnacht nach wie vor lebendig: Die Sopranistin Christiane Karg möchte etwas für die Menschen tun. Sie möchte ihnen Zeit zum Innehalten schenken, gemeinschaftliches spirituelles Erleben, Besinnlichkeit und Weihnachtsfreude, die ja auch voller Hoffnung ist. Gemeinsam mit dem Dekanat Feuchtwangen ist deshalb ein neues Format entstanden, das an den ersten drei Adventssonntagen Menschen jeden Alters, aber besonders Familien zwischen 15 und 18 Uhr in die Stiftskirche einlädt. Dort werden Weihnachtsgeschichten und –gedichte zu hören sein, Weihnachtslieder und Orgelmusik, dazu Gedanken zur Adventszeit von Dekan Martin Reutter, Pfarrer Jörg Herrmann und Pfarrerin Daniela Bachmann. Es liest Kreuzgang-Schauspieler Achim Conrad. Christiane Karg ist mit Weihnachtsliedern zu hören. Die Orgel spielt Dekanatskantor Micha Haupt.

Die „Kulturandachten“ sind bewusst als Gemeinschaftsprojekt der Kreuzgangspiele, der Konzertreihe KunstKlang und der Kirche konzipiert und entsprechend angepasst. Es geht allen Beteiligten primär darum, für die Menschen da zu sein. Das Konzept ist ein sehr offenes, denn während der Andachten von 15 bis 18 Uhr können Interessierte jederzeit kommen und gehen. Die Texte und die Musik sind in loser Folge aneinandergereiht; jeder Zyklus dauert insgesamt etwa 40 Minuten und er beginnt zu jeder vollen Stunde wieder von vorn. Finanziell unterstützt werden die Kulturandachten auch durch den Förderverein der Kreuzgangspiele e.V.

  1. „Wir sagen euch an, den lieben Advent“
  2. Theodor Fontane „Weihnachten“
  3. „Seht, die gute Zeit ist nah“
  4. Gedanken zur Adventszeit mit Dekan Martin Reuter
  5. „Macht hoch die Tür“ – Gemeindelied
  6. Erwin Strittmatter: „Der Weihnachtsmann in der Lumpenkiste“
    oder Astrid Lindgren „Wie gut, dass es Weihnachtsferien gibt, sagte Madita“ (Teil 1)
  7. Orgelmusik
  8. Jens Paul Richter „Der Pfefferkuchenmann“
    oder Astrid Lindgren „Wie gut, dass es Weihnachtsferien gibt, sagte Madita“ (Teil 2)
  9. „Es kommt ein Schiff geladen“
  10. Rainer Maria Rilke „Advent“
  11. Joseph von Eichendorff „Markt und Straßen stehn verlassen“
  12. „Tochter Zion“ – Gemeindelied

Anmeldung ist nicht nötig. Der Eintritt ist frei. Bitte beachten Sie, dass in der Kirche nur begrenzte Plätze zur Verfügung stehen. Selbstverständlich werden alle geltenden Hygieneregeln eingehalten, so ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während der Andachten vorgeschrieben.
Die Andachtsbesucher*innen werden platziert.

Weitere Informationen zu den Kulturandachten gibt es im Kulturbüro der Stadt Feuchtwangen, Marktplatz 2, 91555 Feuchtwangen, 91555 Feuchtwangen, Telefon: 09852 90444, E-Mail: kulturamt@feuchtwangen.de und auf den Internetseiten www.kreuzgangspiele.de, www.kunstklang-feuchtwangen.de und auf der Internetseite des Dekanats: www.dekanat-feuchtwangen.de

Klassen in Quarantäne

Weitere Maßnahmen waren notwendig

Leider mussten in den vergangenen Tagen weitere Schulklassen aus dem Landkreis vom Gesundheitsamt aufgrund positiver Corona-Fälle im Klassenverband in Quarantäne geschickt werden.

Neben der Q 12 des Simon-Marius-Gymnasiums in Gunzenhausen, die bereits Mitte vergangene Woche in Quarantäne geschickt wurde, sind auch weitere Schulklassen sowie teilweise Lehrkräfte von einer Quarantäne betroffen:

  • eine siebte Klasse der Realschule in Weißenburg
  • eine elfte Klasse der FOS in Weißenburg
  • zwei dritte Klassen der Grundschule in Pleinfeld
  • eine neunte Klasse der Mittelschule in Weißenburg
  • eine zehnte Klasse des Gymnasiums in Treuchtlingen

Bei allen betroffenen Klassen wurde die zweiwöchige Quarantäne aufgrund eines positiven Corona-Befundes im Klassenverband vom Gesundheitsamt angeordnet. Die Infektionen wurde allesamt nicht in der Schule erworben. 

Leider verzeichneten die Statistiken des RKI auch drei neue Todesfälle für unseren Landkreis. Die Betroffenen sind in Verbindung mit einer Corona-Infektion verstorben. Die Anzahl erhöht sich somit auf 31 Todesfälle seit Beginn der Pandemie.

Laut RKI verzeichnet der Landkreis 1.043 Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie. Der 7-Tage-Inzidenz liegt dabei bei 97,1 (Stand 26.11.2020, 07.30 Uhr, nach Angaben des RKI). 

Es geht voran!

Photovoltaikausbau auf Landkreisgebäuden

Die Photovoltaikanlagen am Hauptgebäude des Landratsamtes sind installiert und können im Dezember in Betrieb genommen werden.
Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen


Bisher hat der Landkreis bereits auf 15 Gebäuden 4.254 Quadratmeter Fläche mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Im Dezember können auch die Anlagen am Hauptgebäude des Landratsamtes an der Bahnhofstraße und an dem Erweiterungsgebäude der Realschule in Weißenburg in Betrieb genommen werden. Alle PV-Anlagen weisen zusammen eine Leistung von 610,65 kWp auf.
Auch am Hauptgebäude des Werner-von-Siemens Gymnasiums in Weißenburg wird derzeit eine PV-Anlage mit ca. 93,8 kWp Leistung errichtet. Diese soll im Januar 2021 in Betrieb genommen werden. Durch die drei zusätzlichen Anlagen auf den Schulen und dem Dach des Landratsamtsgebäudes kann eine zusätzliche Leistung von über 230 kWp erzeugt werden.
Außer den aktuellen Projekten konnte der Landkreis im vergangenen Jahr am Neubau der Straßenmeisterei in Aha eine Photovoltaikanlage mit 64,69 kWp errichten. Der erzeugte Strom wird auch hier komplett für den Eigenverbrauch genutzt.
Landrat Manuel Westphal freut sich über das bisher Erreichte: „Unser Landkreis ist ein Vorreiter in Sachen Erneuerbare Energien. Mittlerweile werden in Altmühlfranken 104 Prozent des Gesamtstromverbrauches des Landkreises aus Erneuerbaren Energien generiert. Wir als Landkreis gehen dabei mit gutem Beispiel voran und nutzen den Sonnenstrom in unseren Gebäuden.“

Geld für Biberschäden

Ab 2021 gibt es mehr Zuweisungen

Ziel des Bayerischen Bibermanagements ist es, einen günstigen Erhaltungszustand des Bibers zu erhalten und schadensbedingte Konflikte möglichst zu verhindern bzw. zu minimieren. Hierzu zählen neben der Information der Betroffenen durch Kreisverwaltungsbehörden, Biberberater und Bibermanager, präventive und zum Teil förderfähige Maßnahmen auch schließlich Ausgleichszahlungen durch den Freistaat. Hierüber berichteten jetzt die beiden mittelfränkischen Landtagsabgeordneten der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, MdL Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer aus Sachsen b.A. und MdL Wolfgang Hauber aus Weißenburg i. Bay..
Im Jahr 2019 entstand in Bayern rund 667.000 Euro anerkannter Schaden durch den Biber. Bei den zur Verfügung stehenden Mitteln in Höhe von 450.000 Euro kann bayernweit eine Ausgleichsquote von 67,5 % Prozent erreicht werden. „Diese Ausgleichszahlungen sind elementar wichtig, um vor Ort für die Akzeptanz zu sorgen und den Betroffenen bei den entstandenen Schäden zu helfen“, erklärt MdL Wolfgang Hauber.
Ab dem 1. Januar 2021 stehen für die Schäden aus dem Jahr 2020 sogar weitere 100.000 Euro zur Verfügung, um entstandene Biberschäden auszugleichen. „Für diese dringend notwendige Aufstockung haben wir uns als FREIE WÄHLER Landtagsfraktion seit langer Zeit eingesetzt. Es ist ein wichtiges Signal für die Betroffenen vor Ort, dass wir Sie nicht allein lassen, sondern tatkräftig in ihrer täglichen Arbeit unterstützen möchten“, erläutert der Landtagsabgeordnete Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer.
Nach Mittelfranken fließen aktuell insgesamt 47.172 Euro Schadensausgleich. Der Landkreis Ansbach erhält 15676 Euro, der Kreis Roth 6836 Euro und der Kreis Weißenburg-Gunzenhausen 2537 Euro.

Der November 2020 schreibt Geschichte

Dr. Ingo Friedrich zu den Herausforderungen der Zeit

Dr. Ingo Friedrich (CSU) gehörte 30 Jahre dem EU-Parlament an. Foto: Falk

Das geballte Auftreten von vier zentralen Weichenstellungen im November 2020 trägt das Potential in sich, den Lauf der Weltgeschichte zu verändern:

Erstens: Mit der Abwahl Trumps verlieren die autokratisch-populistischen Anführer dieser Welt – man denke etwa an Bolsonaro, Johnson oder Erdogan – ihr Vorbild und Idol. Plötzlich zeigen sich so deutlich wie nie zuvor die langfristigen Nachteile einer solchen – auf den ersten Blick – so angenehm  einfachen und auf das eigene Land bezogenen Politik: der Austritt aus multilateralen Abkommen, die Androhung von Handelskriegen, das brutale Abkanzeln unbequemer Partner, all das hat in der heute so klein gewordenen Welt zu einem dramatischen Absinken des globalen Ansehens und damit auch des wirtschaftlichen Einflusses der USA geführt. Andere Mächte wie insbesondere China haben sofort die „frei“ gewordenen Räume für sich genutzt. Insgesamt haben damit die “westliche Welt” und die westlichen Werte Schaden genommen. Mit der Wahl Bidens zum US-Präsidenten entsteht – fast möchte sagen – „Gott sei Dank“ eine neue Chance einer seriösen, auf das Wohl aller Menschen ausgerichteten Politik der immer noch stärksten Macht dieser Erde.

Zum Zweiten: Der EURO hat im November 2020 den Dollar als neue Nummer eins und damit als weltweit meist genutzte Währung im internationalen Zahlungsverkehr abgelöst. Andere Währungen spielen nur noch eine untergeordnete Rolle. Über 70 Prozent des gesamten Welthandels werden heute in EURO oder Dollar abgeschlossen. Wenn man überlegt, wie bei Einführung des EURO geunkt wurde (daraus wird nie etwas u.ä.) sowohl seitens berühmter „Experten“ als auch von Parteien wie der AfD, so kann man heute feststellen: die Entscheidung für die gemeinsame europäische Währung war goldrichtig und hat uns Stabilität und Sicherheit in einer unsicheren Welt gebracht. Die globale Rolle Europas wird dadurch immens gestärkt, verlangt aber auch mehr europäische Verantwortungsbereitschaft insbesondere in den Bereichen Sicherheit und Diplomatie.

Als dritte historische Weichenstellung dieses bedeutungsvollen Monats ist die Verkündigung der chinesisch-asiatischen Freihandelszone (RCEP) zu nennen. Mit der Entstehung dieses nun größten Wirtschaftsraums der Welt ändert sich das globale Wirtschaftsgeschehen grundlegend. Eine Teilschuld für diese, die USA und Europa zurücksetzende Entwicklung ist ebenfalls Trump anzulasten, weil er Angebote zur Zusammenarbeit aus dem nicht-chinesischen asiatischen Bereich mit seiner America-First-Politik brüsk zurückwies. Die jetzt noch verbleibende Chance einer neuen und engen Zusammenarbeit mit Indien, das interessanterweise dem RCEP-Abkommen nicht beigetreten ist, muss von Europa und den USA unbedingt genutzt werden.

Schließlich setzt die im November angekündigte Erwartung der Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Coronapandemie ein wichtiges positives Signal in eine eingetrübte Welt. Dass einer der beiden Impfstoffe in Deutschland, also in Europa entwickelt wurde, stimmt hoffnungsvoll für die zukünftigen Potentiale unseres „alten“ Kontinents. Und dass die beiden Erfinder Tochter und Sohn von aus der Türkei eingewanderten Migrantenfamilien sind, lässt ebenfalls hoffen, dass aus den Reihen der zugewanderten Flüchtlinge nicht nur Probleme und Kosten entstehen, sondern dass mit Bildung und Integration durch Migranten auch Fortschritt und Dynamik entstehen können.

Wenn Europa seine aktuellen Hausaufgaben macht und mit dem zukünftigen US-Präsidenten Biden eine neue Form enger Partnerschaft findet, kann die westliche Welt wieder ihre eigentliche Aufgabe, nämlich für eine bessere Welt zu arbeiten, erfüllen. Und: der November 2020 hat dafür die Voraussetzungen geliefert.

Politik macht „Rolle rückwärts“

Landesbund für Vogelschutz will mutigere Agrarwende

Aus den „Green Deals“, den die Politiker des Europäischen Parlaments in bezug auf die künftige Landwirtschaftspolitik angekündigt hatten, ist nichts geworden.  Dr. Norbert Schäffer, der Vorsitzende des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern, spricht von einer „Rolle rückwärts“ in Sachen Gemeinsame Agrarpolitik (GAP). Die „absurden“ Regelungen habe das Parlament unverändert gelassen.

Der LBV fürchtet, dass die derzeitige EU-Landwirtschaftspolitik verheerende Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, auf Böden, Wasser und das Klima hat. Vielversprechende Ansätze, von der bedingungslosen Flächenprämie weg zu kommen und die Landwirte für ihre Leistungen zugunsten von mehr Biodiversität zu entlohnen, seien von mutlosen Politikern zunichte gemacht worden, schreibt Dr. Schäffer in der neuesten Ausgabe von „Vogelschutz“, dem Mitgliedermagazin des Verbands.

Er fragt: „Warum richten sich Politiker in  der Coronakrise nach den Wissenschaftlern und ignorieren gleichzeitig deren Rat, wenn es um Biodiversität und Klimaschutz geht?“ Während im ersten Fall eine Impfung die Rettung aller Probleme sein könne, könne dies für die Klimakrise nicht gelten. Sein Lösungsvorschlag daher: „Konsequent wissenschaftsbasiert und mutig handeln!“