Weißt du, wo die Baumkinder wohnen?

Aktion der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen

Foto: Babett Gutmann

Der Expeditions-Rucksack ist gepackt! Exklusiv für jeweils eine Familie und erlaubte Kontaktpersonen, beispielsweise weitere Kinder, bietet die Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen ein Bilderbuchkino und einen Spaziergang mit der Quiz-App „Actionbound“ an. Angelehnt an Peter Wohllebens Bilderbuch „Weißt du, wo die Baumkinder sind?“ können Eltern und Kinder sich im Burgstallwald auf die Suche nach Baum-Nachwuchs machen und mit Hilfe eines vom Büchereiteam gepackten Rucksacks die Quizfragen lösen. Gut geeignet ist das Waldabenteuer für Kinder von sechs bis zwölf Jahren, aber auch jüngere Kinder können dabei sein.

Informationen zum Burgstallwald und zu seinen kleinen „Geheimwegen“ hat das Büchereiteam von Forstamtmann Bernhard Leidel von der Forstverwaltung Gunzenhausen erhalten. Dank der Unterstützung des Oetinger-Verlags gibt es einige Kinderbücher zum Themenbereich Natur zu gewinnen.

Ein Familien-Termin für das Bilderbuchkino und das Quiz kann im Aktionszeitraum vom 8. Juni bis zum 2. Juli 2021 dienstags bis freitags vereinbart werden. Nähere Informationen erhalten Sie über die Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen, Telefonnummer 09831/508-320 oder E-Mail buecherei@gunzenhausen.de.  

Neuer globaler Konflikt

Autoritäre Regime gegen liberale Demokratien

Infolge der neuen Medien, der neuen Technologien und der globalen wirtschaftlichen Verflechtung gestaltet sich die Weltpolitik immer kleiner und enger. Die gegenseitige „Aufeinanderbezogenheit“ der nicht mehr so richtig souveränen Nationalstaaten nimmt bei offeneren Grenzen ständig zu, erhöht die Komplexität von Politik und stellt die Bürger vor immer größere intellektuelle Herausforderungen.

Das früher so eingängige und Komplexität reduzierende Kuschelgefühl „Wir Deutschen“ oder „Wir Franzosen“, wir denken mal zunächst und vor allem an uns selbst und lassen ansonsten „die anderen“ außen vor, trägt heute nicht mehr. Um die Zukunft von uns und unseren Kindern zu sichern, müssen wir heute die Situation unserer Nachbarn, unseres Kontinents, unserer Verbündeten in der NATO, ja sogar globale Dimensionen mit ins nationale Kalkül einbeziehen.

Und global zeichnet sich nach der Wahl von US-Präsident Biden eine neue weltweite Kontroverse ab, die die globale Agenda ganz neu bestimmen wird: es geht um nichts weniger als um die zentrale Frage: wird sich weltweit das System „liberale Demokratie“ oder das System „Autoritäres Herrschaftsregime“ durchsetzen.

Für Demokratie und Liberalität inklusive der Einhaltung der Menschenrechte stehen Länder wie die USA und Deutschland während China und Russland als Prototypen autoritärer Systeme gelten. Welches dieser Systeme findet langfristig die Unterstützung der Menschen, welches System ist wirtschaftlich erfolgreicher, welches System findet mehr Unterstützung unter den Staaten der Welt, welches System kann sich bei regionalen Konflikten besser durchsetzen, welches System bewältigt akute Krisen wie Pandemien oder Klima nachhaltiger, letztlich geht es um die Frage, welches dieser beiden Systeme wird in der zukünftigen Welt dominant sein und als erstrebenswertes Vorbild akzeptiert werden. Wie werden sich in so einer globalen Auseinandersetzung Indien oder die Türkei positionieren? Wie werden sich die Staaten Afrikas entwickeln? Wie weit wird sich der Einflussbereich Chinas regional und weltweit ausdehnen? Langfristig von zentraler Bedeutung sozusagen als Zünglein an der Waage wird interessanterweise die Rolle Russlands sein: wenn – vielleicht – Russland nach Putin doch noch den Weg in eine demokratische Entwicklung finden würde, könnte das globale Pendel eindeutig zugunsten der liberalen Demokratien ausschlagen. Wenn Russland im „autoritären Lager“ verbleibt, muss mit einer sehr langen und sehr intensiven Auseinandersetzung insbesondere zwischen China und den USA gerechnet werden. Beide Supermächte werden mit allen Mitteln versuchen, Kombattanten und Anhänger zu finden, die mit ihnen den Kampf gegen den anderen führen. Man kann nur hoffen und beten, dass dieser zu erwartende Konflikt ohne militärische Waffen ausgetragen wird.

Die Rolle Europas und Deutschlands in diesem Konflikt ist einerseits klar und deutlich, weil wir auf Seiten der liberalen Demokratie stehen müssen. Andererseits ist es Aufgabe Europas Russland nicht völlig „aufzugeben“, sondern das kleine Flämmchen der Demokratie in Russland aufrecht zu erhalten und zu fördern. Und mit China können wegen des Konflikts mit den USA schon aus Gründen der wirtschaftlichen Klugheit nicht alle Kontakte gekappt werden. Demzufolge sind Deutschland und Europa wieder einmal in der Rolle des „Weltkind in der Mitten“, in der Rolle eines parteiischen Vermittlers. Man kann nur hoffen, dass dieser schwierige Spagat gelingt.

DR. INGO FRIEDRICH, langjähriger Europaabgeordneter der CSU, Gunzenhausen

Keine “Magischen Momente”

Absage der Magischen Momente Brombachsee 2021

Livemusik am Brombachseestrand gibt es heuer nicht.

An einem lauen Sommerabend am Ufer des Brombachsees flanieren, kulinarische Köstlichkeiten genießen, die Darbietungen der zahlreichen Zauberer und Lichtkünstler bestaunen, zur Live-Musik an den Stränden tanzen und die spektakuläre Licht- und Lasershow erleben – das sind Magische Momente, die den Brombachsee Ende August in ganz besonderem Licht erstrahlen lassen.

Nach der Absage im vergangenen Jahr und vielen Monaten voller Einschränkungen, wären die Magischen Momente mehr denn je ein unvergessliches Veranstaltungshighlight für Kulturbegeisterte gewesen. Doch auch in diesem Jahr können die Planungen nicht verwirklicht werden und der Termin am 27. August 2021 muss aus dem Kalender gestrichen werden.

„Corona beherrscht unseren Alltag bereits seit über einem Jahr, immerhin sind nun erste Öffnungsschritte möglich“, sagt Absbergs Bürgermeister Helmut Schmaußer, dessen Gemeinde an der Organisation maßgeblich beteiligt ist. „Von der Durchführung einer Veranstaltung dieser Größenordnung mit überregionaler Strahlkraft sind wir dennoch ein Stück weit entfernt.“ Insbesondere die Mobilität darf nicht unterschätzt werden, da die Gäste weit über die Landkreisgrenzen hinaus anreisen, um die Magischen Momente miterleben zu können. Eingangskontrollen, die Dokumentation der Kontaktdaten, der Test- und Impfnachweise wären unbedingt notwendig, um der Veranstaltung einen sicheren Rahmen zu geben. Doch die behördlichen Bestimmungen sowie eine Absperrung des Veranstaltungsgeländes stehen im Widerspruch zu dem unverwechselbaren Flair der weitläufigen Seekulisse. So wird es ein weiteres Jahr dauern, bis die Gäste aus Nah und Fern eine spektakuläre Licht- und Lasershow vom Deck des Trimarans erleben dürfen, bei dem der Brombachsee in farbenprächtiges Licht getaucht wird.

Trotz oder gerade wegen der vielen Unwägbarkeiten, die uns durch dieses Jahr begleiten, ist eines sicher: die Vorfreude auf Magische Momente 2022!

Aktuelle Informationen erhalten Sie unter www.zv-brombachsee.de/magischemomente

Sondermittel für Wülzburg

100.000 Euro fließen in 2021

Die Landtagsabgeordneten Alfons Brandl und Wolfgang Hauber sowie Oberbürgermeister Jürgen Schröppel freuen sich, dass 100.000 Euro fließen werden

Mit der Zustimmung zum Änderungsantrag zum Erhalt und der Sicherung von Kunst- und Geschichtsdenkmälern durch den Bayerischen Landtag wurden im Haushaltsplan 2019/20 erfreulicherweise zusätzliche Fördermittel in Höhe von 100.000 Euro für die Wülzburg bereitgestellt.  Ein Förderantrag für die Instandsetzung des Festungstors wurde daraufhin im September des vergangen Jahres von der Stadt Weißenburg beim Landesamt für Denkmalpflege eingereicht. 

Da seit Einreichen des Antrags einige Monate an Zeit verstrichen waren und die Stadt Weißenburg immer noch kein „grünes Licht“ in Form der Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn bzw. einer Unbedenklichkeitsbescheinigung bekommen hatte, bat Oberbürgermeister Jürgen Schröppel die Landtagsabgeordneten um Unterstützung bezüglich einer Klärung des Falls beim Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

„Wir freuen uns, dass die Sondermittel für die Festung Wülzburg nach einer Antwort von Staatsminister Bernd Sibler nun für das Jahr 2021 berücksichtigt werden sollen“, so Brandl und Hauber. Bedauerlicherweise konnte der Antrag im Haushaltsjahr 2020 nicht mehr mit einbezogen werden, da zum Zeitpunkt der Antragsstellung die gesamten Mittel bereits für andere Maßnahmen eingeplant waren. Der Antrag wird aktuell  durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege fachlich geprüft und soll zeitnah für das Jahr 2021 herangezogen werden.

10 Jahre Stadtradeln

Agenda 21 veranstaltet Fahrrad-Aktionstag auf dem Marktplatz

Das Stadtradeln in Gunzenhausen ohne die Agenda 21-Gruppe? Undenkbar, stehen doch beide für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, und damit für die vielleicht prägendsten und wichtigsten Themen unserer Zeit. In diesem Jahr feiert die Altmühlstadt ein kleines Jubiläum und freut sich über 10 Jahre Stadtradekb. Grund genug für die Agenda 21-Guppe um Ingrid Pappler, einen tollen Aktionstag rund um das Thema „Fahrrad“ auf dem Gunzenhäuser Marktplatz zu veranstalten. Das vielfältige Event findet am Samstag, 12. Juni 2021, von 10 bis 15.30 Uhr statt und wird – wie es aktuell hoffen lässt – auch nicht von der Corona-Pandemie ausgebremst.

„Wir freuen uns sehr auf den Aktionstag und haben uns ein vielfältiges Programm überlegt. Unter anderem können diverse Lastenfahrräder Probe gefahren werden und auf dem Boden wartet eine riesige Landkarte darauf, das Radwegenetz Bayern zu erkunden“, so Ingrid Pappler. „Als besonderes Highlight installieren wir auf dem Marktplatz eine Fahrradwaschanlage, in der die geliebten Zweiräder einfach und kostenlos gewaschen werden können.“ Gegenwärtig erfährt das Fahrrad einen richtigen Boom und hat sich innerhalb kürzester Zeit vom bloßen Fortbewegungsmittel zum Lifestyleobjekt und Klimaschutzinstrument entwickelt. „Das Fahrrad bringt uns schnell und einfach, kostengünstig und klimaneutral von A nach B. Dazu muss man in den seltensten Fällen einen Parkplatz suchen“, schmunzelt Ingrid Pappler.

Die Stadt Gunzenhausen ist traditionell eine zweiradbegeisterte Stadt. Die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Stadt“ kam daher nicht von ungefähr und ist kein flüchtiger Ausdruck des Zeitgeists. „Unser schönes Gunzenhausen liegt inmitten intakter Natur und unsere Bürgerinnen und Bürger sind sich ihrer Verantwortung dieser gegenüber bewusst“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Wenn es geht, lassen die Gunzenhäuser das Auto stehen und nutzen ihr Fahrrad. Wir sind eine fahrrad- und stadtradeln-verrückte Stadt und ich und freue mich sehr über den Aktionstag der Agenda 21-Gruppe.“

Stand der Impfungen

…in Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach

Insgesamt wurden bisher an Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Ansbach sowie der Stadt Ansbach bereits 128.575 Impfdosen verimpft.

Seit Impfstart wurden durch das Impfzentrum Ansbach 85.647 Impfdosen verabreicht, wovon 29.042 Dosen bereits Zweitimpfungen sind. In dieser Zahl sind die Impfungen enthalten, die die Kliniken in Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach an ihre Belegschaft verimpft haben.

Zu den genannten Impfzahlen des Impfzentrums Ansbach kommen die Impfungen durch die Hausärzte hinzu. Dies sind aktuell für Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach insgesamt 42.928 Impfungen. Hiervon fallen 34.891 Dosen auf die Erstimpfung und 8.037 Dosen auf die Zweitimpfung.

Die Anzahl der täglich durch das Impfzentrum Ansbach und dessen mobile Teams durchgeführten Impfungen gegen SARS-CoV-2 in Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach liegt derzeit bei rund 550 pro Tag. Aktuell wird dem Impfzentrum für Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach in erster Linie Impfstoff für die bevorstehenden Zweitimpfungen zur Verfügung gestellt.

Gemäß dem aktuellen Entwurf der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) des Bundes soll die Priorisierung der Impfungen mit Wirkung zum 7. Juni 2021 deutschlandweit aufgehoben werden. Der Freistaat Bayern beabsichtigt jedoch vorerst in den bayerischen Impfzentren an der Priorisierung festzuhalten. Dies bedeutet, dass die durch die Registrierungssoftware des Freistaates Bayern (BayIMCO) vorgegebene Impfreihenfolge bis auf Weiteres auch im Impfzentrum Ansbach bestehen bleibt.

Steinbruch wird größer

Schrittweise Erweiterung des Steinbruches um 34 Hektar

Die Firma Schotter- und Steinwerk Weißenburg GmbH & Co. KG (SSW) betreibt seit vielen Jahren in der Gemarkung Weißenburg einen Steinbruch mit einer Abbaufläche von derzeit etwa 70 Hektar sowie weitere Anlagen zum Verarbeiten des gewonnenen Steinmaterials, insbesondere Brecher- und Siebanlage sowie Steinspaltanlagen.

Die Firma SSW beabsichtigt nun, den bestehenden Steinbruch in östlicher Richtung auf dem Grundstück Flur Nr. 3033 der Gemarkung Weißenburg um 34,68 Hektar zu erweitern. Der Abbau soll dort 2022 beginnend in 10 Abschnitten in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung bis 2040 erfolgen. Derzeit wird die Fläche forstwirtschaftlich genutzt.

Das dort anstehende Kalkgestein wird je nach Güte zu Schotterprodukten verarbeitet oder als Naturwerkstein gewonnen und als Blockware oder Mauersteinen vertrieben. Der Absatz und Verwendung erfolgen überwiegend im regionalen und süddeutschen Raum.

Die Erschließung ist gesichert und erfolgt über den bestehenden Steinbruch.

Die notwendigen Betriebseinrichtungen sind im Bestand bereits vorhanden. Betriebsumfang und Kapazität der Anlage werden durch die Erweiterung der Abbaufläche nicht erhöht. Nach dem Abbau ist eine Verfüllung mit unverwertbarem Bruchmaterial und Einbau von unbelastetem ZO-Material sowie anschließender Wiederaufforstung (Laubwald mit Buche) und Schaffung von Biotopstrukturen vorgesehen.

Das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren wird aufgrund seiner Größe als Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt. Teil des Verfahrens ist auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP).

Der Genehmigungsantrag und die zugehörigen Unterlagen sowie der UVP-Bericht liegen in der Zeit vom Montag, 14.06.2021 bis einschließlich Dienstag, 13.07.2021 jeweils von Montag bis Freitag während der Öffnungszeiten im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen, Umweltamt, Bahnhofstraße 2, Dienstgebäude F „Alte Post“, Zimmer 2.05, 91781 Weißenburg (Telefon: 09141/902-319; E-Mail: utz.loeffler@landkreis-wug.de) zur allgemeinen Einsichtnahme aus. Aufgrund der Corona-Pandemie ist eine vorherige Terminvereinbarung unter der vorgenannten Telefonnummer oder per Mail erforderlich. Die Hygienestandards und Abstandsregelungen sind einzuhalten.

Der Genehmigungsantrag mit den zugehörigen Unterlagen sowie dem UVP-Bericht ist während des Auslegungszeitraumes (14.06. bis 13.07.2021) im Internet über die Cloud BayernBox des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen öffentlich abrufbar. Die dafür erforderliche Internetadresse sowie das Passwort für den Abruf der Unterlagen in der Cloud BayernBox des Landratsamtes sind auf der Homepage des Landkreises unter zu finden.

Zusätzlich zu den genannten Informations- und Abrufmöglichkeiten sind der Genehmigungsantrag mit den zugehörigen Unterlagen sowie der UVP-Bericht ab dem Beginn des Auslegungszeitraumes im zentralen Informationsportal über Umweltverträglichkeitsprüfungen in Bayern (https://uvp-verbund.de/by) einsehbar.

In rechtlicher Hinsicht maßgeblich ist jedoch der Inhalt der zur Einsicht in Papierform ausgelegten Unterlagen.

Etwaige Einwendungen gegen das beantragte Vorhaben können ab Beginn der Auslegungsfrist bis einen Monat nach deren Ablauf, also vom 14.06.2021 bis 13.08.2021 (Einwendungsfrist) schriftlich oder elektronisch beim Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen erhoben werden.

Der Erörterungstermin für die form- und fristgerecht erhobenen Einwendungen ist am Mittwoch, 29. September 2021 um 09.00 Uhr, im kunststoffcampus bayern, Richard-Stücklen-Straße 3, 91781 Weißenburg, vorgesehen.

In diesem Erörterungstermin können dann die fristgerecht erhobenen Einwendungen, soweit diese für die Prüfung der Genehmigungsvoraussetzungen von Bedeutung sein können, mit dem Antragsteller und denjenigen, die schriftlich oder zur elektronisch Einwendungen erhoben haben, erörtert werden.

Alternativ kommt nach dem Planungssicherungsgesetz coronabedingt auch die Ersetzung des Erörterungstermins durch eine sogenannte „Online-Konsultation“ in Betracht, sollte die Durchführung eines physischen Erörterungstermins nach den dann geltenden Bestimmungen des Infektionsschutzrechts zu gegebener Zeit rechtlich unzulässig sein oder im Übrigen aus Gründen des Infektionsschutzes bzw. aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens vor Ort nicht vertretbar erscheinen. Auch dazu wird das Landratsamt durch eine entsprechende Bekanntmachung rechtzeitig im Vorfeld des Erörterungstermins informieren.

Verbannung war gerechtfertigt

Zur Wiederaufnahme von Müller und Hummels in die Fußball-Nationalelf

Ich ärgere mich über das kurze Gedächtnis vieler Fußballfans und Sportredakteure, wenn es um die Nominierung der beiden Fußballstars geht. Deutschland ist 2018 bei der EM in Russland nach enttäuschenden Auftritten gegen Mexiko und Südkorea völlig zurecht ausgeschieden. Von 32 teilnehmenden Teams landete die Elf nach dem Vorrunden-Aus auf dem 22. Rang.

Damals gab es in ganz Deutschland einen berechtigten Sturm der Entrüstung über die katastrophal schlechte Performance der Löw-Elf. Die Spiele waren grottenschlecht und somit das frühe Ausscheiden nur logisch. Viele Fans und selbsternannte Experten forderten den Rücktritt des Bundestrainers und den Neuaufbau der Nationalmannschaft.  Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng – damals Leistungsträger – waren die größten Enttäuschungen. Sie hatten in ihrer Rolle als Führungsspieler versagt.

Verwundert und verärgert war und bin ich über die Reaktionen der drei Ausgemusterten, die sich von der Konsequenz des Bundestrainers schwer getroffen fühlten. Mats Hummels spricht gar von einer „persönlichen Niederlage“, die ihm Löw zugefügt habe. Ähnlich hat sich auch Thomas Müller wiederholt geäußert. Also: Keine Spur von Selbstkritik oder gar Verständnis für das konsequente Verhalten des Trainers und den lautstarken Ruf nach einem Neuaufbau. Mich wundert, dass die Medien  bei  der Larmoyanz der 2018er Verlierer permanent mitmachen anstatt sie an ihr Auftreten vor drei Jahren zu erinnern und sie für das blamable  Abschneiden mitverantwortlich zu machen.

Sicher sind Müller und Hummels heute wieder ausgezeichnete Akteure, aber damals waren sie es eben nicht. Ihre derzeit gute Form wird enden und dann wird es neue Spielerpersönlichkeiten geben, die den Takt angeben und die anderen mitziehen. So war es immer und so wird es auch künftig sein.

Werner Falk, Gunzenhausen

FDP-Fraktion akzeptiert

Großprojekt “Center Parc” kommt nicht

„Wir akzeptieren die Entscheidung der Pfofelder Bürger, die Planung für den Center Parcs nicht weiter zu verfolgen“, sagt Werner Falk, der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Weißenburg-Gunzenhausen, „wenngleich wir uns ein anderes Votum gewünscht hätten“.  Als gute Demokraten nähmen die Freien Demokraten die, wenn auch mit 52,4 Prozent sehr knappe Abstimmung der Gemeindebürger zur Kenntnis.

Mit dem Votum sei das touristische Großprojekt „gestorben“. Für das Fränkische Seenland  sei eine Chance zur weiteren Entwicklung vertan worden. Jetzt dem Center Parcs nachzutrauern bringe nichts. „Die Würfel sind gefallen, damit sollten sich alle Befürworter abfinden. Wir raten auch davon ab, jetzt mit juristischen Tricks das Großprojekt in der Seenlandregion sozusagen über Wasser zu halten“.

Mit der Bürgerentscheidung gegen den Ferienpark ist aber noch keine Entscheidung gefallen, wie das Munagelände für die Allgemeinheit nutzbar gemacht werden  kann, wenn die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben einer irgendwie gearteten neuen Nutzung zustimmt und nicht darauf besteht, es für alle Zeit ruhen zu lassen.

„Wir sehen durchaus noch die Chance, das Gelände teilweise nutzen zu können, aber als Voraussetzung gilt die die restlose Beseitigung der militärischen Altlasten durch den Eigentümer, also den Bund“, sagt Fraktionschef Werner Falk.  Er bringt seinen früher geäußerten Hinweis auf eine Wald-Feriensiedlung in Erinnerung, wie er sie am Schwielowsee bei  Potsdam kennengelernt hat. „Aber auch dafür bräuchten wir einen privaten Investor, denn die Gemeinde Pfofeld oder der Landkreis werden sich kaum auf diesem Sektor engagieren“, sagt der Kommunallpolitiker.

Landrat bedauert das Nein

Statement von Landrat Manuel Westphal zum Bürgerentscheid

Es ist entschieden: Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Pfofeld haben die Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Ansiedlung eines Center Parcs auf dem Gelände der Muna Langlau mehrheitlich abgelehnt. Landrat Manuel Westphal, zugleich auch Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes Brombachsee sowie Vorsitzender des Tourismusverbandes Fränkisches Seenland, äußerst sich zu dieser demokratisch getroffenen Entscheidung.

Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Pfofeld, die am unmittelbarsten von der Center Parc-Ansiedlung betroffen gewesen wären, haben sich im Wege eines Bürgerentscheids als basisdemokratische Entscheidung mehrheitlich gegen die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens ausgesprochen. Center Parcs wird sich vom Erwerb des Muna-Geländes nun zurückziehen und das Ansiedlungsvorhaben beenden.

Natürlich wäre es eine große Chance für eine positive Weiterentwicklung unserer Region und für das gesamte Fränkische Seenland gewesen, wenn Center Parcs dieses Planungskonzept in enger Abstimmung mit den verantwortlichen Entscheidungsträgern und den Bürgerinnen und Bürgern des Fränkischen Seenlandes hätte weiterentwickeln können, mit dem Ziel, den Ferienpark unter Wahrung der Raumverträglichkeit, der Naturschutz- und Umweltbelange sowie unter Berücksichtigung der regionalen Interessen letztendlich zu realisieren. Dass dieser ergebnisoffene Planungsprozess jetzt nicht erfolgen wird, ist aus meiner persönlichen Sicht in meinen Funktionen als Landrat, als Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes Brombachsee sowie als Vorsitzender des Tourismusverbandes Fränkisches Seenland sehr bedauerlich. Doch ist die Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Pfofeld so nun zu akzeptieren. Abschließend möchte ich mich bei Center Parcs für die gezeigte große Kooperationsbereitschaft, gemeinsam mit der Region das Projekt zu entwickeln, bedanken.

Die weitere Nutzung des ehemaligen Muna-Geländes, das sich unverändert im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) befindet, bleibt jetzt der Entscheidung der BImA vorbehalten.