Neue Wohnungen

Bosch-Bauträgergesellschaft errichtet zwei Komplexe

Das Projekt in der Weinbergstraße wird bald fertig. Foto: Falk

Gleich mit zwei Wohnprojekten ist die Firma Bosch-Bauträgergesellschaft derzeit in Gunzenhausen aktiv. Bereits seiner Fertigstellung entgegen geht das Projekt „Südstadt wohnen“  in Premiumlage an der Ecke Theodor-Heuss-Straße/Weinbergstraße (oben). Es entstehen zwei Häuser mit 23 Eigentumswohnungen. Die künftigen Bewohner dürfen sich auf eine tolle Aussicht mit Blick auf die Altmühlaue und den Hahnenkamm freuen.  Die 2-5-Zimmer-Wohnungen sind zwischen 40 und 140 Quadratmeter groß.  Die Wohnungen haben entweder eine große Terrasse, einen sonnigen Balkon oder eine herrliche Dachterrasse. Selbstverständlich sind Aufzüge vom Keller bis zum „Sonnendeck“. Pkw-Abstellflächen gibt es in der Tiefgarage und im Freien. Das Objekt befindet sich zentrumsnah, aber doch am Stadtrand.

Fertig sind auch die Pläne für „STADT.Wohnungen“ in der Albert-Schweitzer-Straße (Foto unten), wo das Verwaltungsgebäude der AOK abgerissen wird. An dieser Stelle baut die Bosch-Bauträgergesellschaft zwei Häuser mit 28 Eigentumswohnungen im ansprechenden Bauhaus-Stil mit gehobener Ausstattung. Großer Wohnkomfort paart sich mit neuestem Energiestandort (KfW Effizenzhaus 55).  Alle Wohnungen (2-4 Zimmer mit Größen zwischen 40 und 110 Quadratmetern) und die Tiefgarage sind mit dem Aufzug zu erreichen. Fotos: Bosch-Bauträgergesellschaft/Falk

Nach dem Abriss des AOK-Gebäudes wird der Neubau (unten) erstellt.

Krisen sind auch Chancen

Vortrag von Paul Habbelam 6. Juli

1. Wirtschaftsjunioren “Spätschicht”: Online-Vortrag am 6. Juli
Die WJ Altmühlfranken laden zu einer weiteren Veranstaltung des neuen Online-Formates mit folgendem Thema ein: “Neue Wege in der Führung, Koordination und Kontrolle”.
Paul Habbel, Gründer und Geschäftsführer der Lebendige Organisation GmbH aus Treuchtlingen hält einen Kurzvortrag über die Chance von Krisen und wie das Neue behutsam mit dem Alten verbunden werden kann.
Weitere Informationen zur Veranstaltung! 2. Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen
Die Bundesregierung hat am 12. Juni 2020 die Eckpunkte für die „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ beschlossen. Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschuss­programm mit einer Laufzeit von drei Monaten und einem Programmvolumen von maximal 25 Milliarden Euro.
Detaillierte Informationen zum Förderprogramm! 3. Bundesprogramm sichert Ausbildungsplätze
Um die Folgen der Covid-19-Pandemie auf den Lehrstellenmarkt abzufedern, hat die Bundesregierung Hilfen in Millionenhöhe beschlossen. Das Bundesprogramm “Ausbildungsplätze sichern” sieht Maßnahmen von insgesamt 500 Millionen Euro für kleine und mittlere Unternehmen in den Jahren 2020 und 2021 vor. Gefördert werden Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten, die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen durchführen.
Die Eckpunkte zum Förderprogramm! Übrigens: Kennen Sie bereits den Newsletter der Zukunftsinitiative altmühlfranken? Hier geht’s direkt zur Anmeldung: www.altmuehlfranken.de/newsletter Wir wünschen Ihnen und Ihren Mitarbeitern weiterhin alles Gute! 

Besondere Architekturen

Architektouren 2020 – Stadthalle Gunzenhausen ausgewählt

Die Bayerische Architektenkammer lädt jedes Jahr zu den „Architektouren“ ein. Dabei werden herausragende Bauprojekte in Bayern vorgestellt, die von einem unabhängigen Beirat ausgewählt wurden. In der Regel werden die vorgestellten Projekte auch tatsächlich besichtigt. In diesem Jahr ist alles anders. Deswegen werden die Projekte der Architektouren 2020 virtuell vorgestellt. Die Stadthalle Gunzenhausen ist dabei.

Das diesjährige Motto lautet „Ressource Architektur“. Der Umgang mit dem Gebäudebestand, die Verwendung bestimmter Materialien und die Raumgestaltung haben entscheidenden Einfluss auf unsere Lebenswelten. Gebäude und Räume prägen uns. Deswegen soll Architektur bestmögliche Aufenthalts- und Ausdrucksqualität schaffen.

Alle ausgewählten Projekte werden auf der Webseite der „Architektouren 2020“ vorgestellt. Hier der Link: www.byak.de/architektouren.html oder direkt zur Stadthalle unter https://www.byak.de/planen-und-bauen/projekt/generalsanierung-und-erweiterung-stadthalle-gunzenhausen.html

Stellen Sie unter “Jahr” den Jahrgang 2020 ein und klicken auf SUCHEN, dann erhalten Sie die Liste aller diesjährigen Projekte (sortiert nach Postleitzahlen). Gerne können Sie die Projekte z.B. auch gesondert nach Typologie oder Regierungsbezirk sortieren. Neu ist, dass von rund 50 Projekten kleine Videodateien zur Verfügung stehen, die die Projekte eindrucksvoll präsentieren. Auch zur Stadthalle Gunzenhausen steht ein Video zur Verfügung.

Die Architektouren finden mit freundlicher Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr, des Medienpartners Bayern 2 und der der Hypo-Kulturstiftung statt.

Entwürfe werden gezeigt

Bauamt informiert über Projekt des Landesamts für Schule

Ausstellung der Wettbewerbsentwürfe zum Neubau für das Landesamt für Schule und das Prüfungsamt des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus in Gunzenhausen beginnt!

Die 22 Entwürfe sind in der Stadthalle zu sehen.

Das Staatliche Bauamt Ansbach lädt ein: Wir freuen uns, allen Interessierten die Wettbewerbsbeiträge zum Planungswettbewerbs für den Neubau für das Landesamt für Schule und das Prüfungsamt des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus in Gunzenhausen in einer Ausstellung im Foyer der Stadthalle Gunzenhausen vom 6. bis 10. Juli 2020 präsentieren zu können.

Das Preisgericht unter Vorsitz von Peter Brückner hat nach zweitägiger Sitzung am 14./ 15. Mai 2020 aus 22 Wettbewerbsbeiträgen die Preisträger ausgewählt.

Die Aufgabe stellte hohe planerische Anforderungen an die Wettbewerbsteilnehmer. Vor allem galt es die große Bürofläche für ein funktionales und wirtschaftliches Verwaltungsgebäude zu entwickeln und eine überzeugende Antwort auf die markante städtebauliche Situation zu finden.

Die Jurysitzung selbst fand unter strengen Auflagen angesichts der aktuellen Situation statt. Auch für die Ausstellung sind Hygienemaßnahmen aufgrund der Coronapandemie erforderlich. Weitere diesbezügliche Informationen finden Sie im Eingangsbereich der Stadthalle.

AUSSTELLUNG vom 6. bis 10 Juli 2020 (Mo.-Do. 10 bis 15:30 Uhr und Fr. 8 bis 11 Uhr im Foyer der Stadthalle Gunzenhausen, Isle-Platz 1)

Schritt hin zur Normalität

Besuchsregelung am Klinikum Altmühlfranken


In den vergangenen Wochen ist es in Bayern gelungen, die Ausbreitung des Coronavirus wirkungsvoll einzudämmen und deutlich zu verlangsamen, so sind ab dem 1. Juli am Klinikum Altmühlfranken wieder mehr Besuche möglich. Weiterhin gelten die Maskenpflicht und das Gebot, nach Möglichkeit durchgängig einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten.
Patientenbesuche sind nur während der Rahmenbesuchszeit möglich. Diese ist aktuell täglich von 14 bis 19 Uhr. Die Besuchszeit beträgt maximal 1 Stunde pro Besucher. Eine Patientin bzw. ein Patient darf zur selben Zeit immer nur von 1 Person besucht werden.
Besuche sind nicht möglich, wenn die Besucherin bzw. der Besucher in den letzten 14 Tagen unter unspezifischen Allgemeinsymptomen und Atemwegssymptomen jeder Schwere gelitten hat. Ebenfalls dann nicht, wenn sie oder er in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten und/oder an COVID-19 erkrankten Person gehabt hat.
Beim Betreten des Klinikums dokumentiert der Besucher den Namen und Vornamen des besuchten Patienten, seinen eigenen Namen und Vornamen, seine Telefonnummer sowie Datum und Uhrzeit. Zur Vorbereitung des Besuchs kann das Formular zur Dokumentation schon im Vorfeld auf der Internetseite des
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Klinikums Altmühlfranken www.klinikum-altmuehlfranken.de heruntergeladen werden.
Patientinnen und Patienten sowie die Besucher tragen während der Besuche einen Mund-Nasen-Schutz, soweit es der Gesundheitszustand zulässt.
Geburtshilfe und Intensivstation
Abweichende Regelungen gelten für die Intensivstationen an beiden Standorten. Hier sind Besuche weiterhin nur durch eine Person pro Tag möglich.
In der Geburtshilfe ist die Anwesenheit von Vätern im Kreißsaal und nach der Entbindung auf der Station 23 im Patientenzimmer weiterhin zeitlich unbegrenzt möglich. Bei einem Kaiserschnitt ist die Anwesenheit von Vätern im OP auf Wunsch dann möglich, wenn zumindest für die Mutter ein aktueller negativer Covid-19-Abstrich vorliegt.
Bei Patienten, bei denen das Ergebnis des sog. Aufnahmescreenings auf Covid-19 noch nicht vorliegt oder die positiv auf COVID-19 getestet worden sind, sind Besuche nicht möglich.
Ausnahmen von diesen Regelungen sind auf ärztliche Anordnung im begründeten Einzelfall machbar. Insbesondere die Begleitung Sterbender ist jederzeit möglich.
Andrea Kramp, Kaufmännische Direktorin des Klinikums Altmühlfranken freut sich: „Wir sind erleichtert. Es ist ein Schritt hin zur Normalität, dass es für unsere Patientinnen und Patienten nun wieder möglich ist, mehr Besuch zu erhalten.“

“Wassererlebnis Altmühltal”

Leader-Kooperationsprojekt startet mit Projektmanagement

Rebecca Bürger (Mitte), die seit 1. Juni 2020 das Projektmanagement „Wassererlebnis Altmühltal“ übernommen hat, wurde standesgemäß am Weiher im Biotop- Garten des Informationszentrum Naturpark Altmühltal von den LAG-Managerinnen Lena Oginski (LAG Altmühl-Jura, links) und Lena Deffner (LAG Altmühl-Donau, rechts) sowie Naturpark-Geschäftsführer Christoph Würflein (stehend links) und Projektbetreuer Benjamin Hübel (stehend rechts) begrüßt.

Die Wellen des urzeitlichen Jurameeres, der Urmain und der gewaltige Strom der Urdonau haben die Landschaft des Naturpark Altmühltal geformt. Bis heute und auch in Zukunft gestaltet das Wasser diesen vielfältigen Lebensraum.

Das Leader-Kooperationsprojekt „Wassererlebnis Altmühltal: Qualitätsoffensive für Freizeit- und Erlebniseinrichtungen im Naturpark Altmühltal“ hat zum Ziel, die natürlichen Besonderheiten rund um das Thema Wasser umweltpädagogisch in Wert zu setzen. Gleichzeitig sollen im Sinne einer nachhaltigen Besucherlenkung schützenswerte Standorte und Flussabschnitte bewusst aus der Öffentlichkeitsarbeit ausgenommen und Besucher wie Einheimische für das einmalige Ökosystem sensibilisiert werden.

Seit 1. Juni hat Rebecca Bürger die im Rahmen dieses Vorhabens geförderte Projektstelle im Informationszentrum Naturpark Altmühltal übernommen. Die gebürtige Kölnerin, die im Moment ihre Masterarbeit im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung schreibt, konnte im Rahmen eines Umweltpraktikums den Naturpark Altmühltal bereits im Detail kennenlernen. Zu ihren Aufgaben während der 2-jährigen Projektlaufzeit gehören u.a. die Gestaltung eines eigenen Bereichs auf der Webseite des Naturpark Altmühltal und die Entwicklung von Infotafeln und Werbematerialien. Ebenso ist sie künftig Ansprechpartnerin für die beteiligten Projektpartner. Das Projektmanagement ist freitags von 9-12 Uhr unter der Telefonnummer 08421/9876-15 sowie über Email wassererlebnis@naturpark-altmuehltal.de erreichbar.

An dem vorwiegend auf Umweltpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit ausgerichteten Dachprojekt sind folgende Projektpartner beteiligt: der Landkreis Weißenburg für die LAG Altmühlfranken, Monheim, Pappenheim und Tagmersheim aus der LAG Monheimer Alb-AltmühlJura, Mörnsheim, Dollnstein, Wellheim und Eichstätt aus der LAG Altmühl-Donau, Walting, Kipfenberg, Titting, Kinding, Altmannstein, sowie die Städte Beilngries, Berching und Dietfurt über MDK Schifffahrt aus der LAG Altmühl-Jura und Riedenburg, Essing und Kelheim ebenfalls über MDK Schifffahrt aus der LAG Landkreis Kelheim.

Zusätzlich zu dem nun in die Umsetzung gehenden Kooperationsprojekt haben einzelne Projektpartner eigenständig Teilprojekte zur Anlage neuer Wassererlebnis-Plätze bzw. zur Inwertsetzung von vorhandener touristischer Infrastruktur zur Förderung eingereicht. Die Projekte „Bootsrutschen Pappenheim“ und „Wassererlebnis Sankt Agatha – Natur inklusive“ (Stadt Riedenburg) sind bewilligt, hier wird bereits an der Umsetzung gearbeitet. Der Projektantrag für die sogenannte „Haifischbar“ der Stadt Eichstätt ist ebenfalls bewilligt. In Pfalzpaint (Gemeinde Walting) ist eine „Entschleunigungsstation“ entstanden, die im Herbst eingeweiht werden soll. Der Projektantrag für die Wasserwege der Stadt Dietfurt a.d. Altmühl wird derzeit erstellt.

Für interessierte Kommunen besteht die Möglichkeit, sich in einer zweiten Projektphase ebenfalls mit eigenständigen investiven Teilprojekten zu beteiligen, sofern es sich um die Anlage neuer Wassererlebnis-Plätze bzw. einer Inwertsetzung von vorhandener touristischer Infrastruktur handelt. Der inhaltliche Bezug zum Dachprojekt muss gegeben sein. Rückmeldungen zu konkreten Projektvorhaben können bis 31.10.2020 an das zuständige LAG-Management gemeldet werden.

Mehr Normaliltät

Besuchsregelung im Burkhard-von-Seckendorff-Heim gelockert

Aufgrund der neuesten Lockerungen der Bayerischen Staatsregierung kehrt auch im Burkhard-von-Seckendorff-Heim wieder ein wenig mehr Normalität ein. So dürfen ab 1. Juli wieder alle Familienmitglieder ihre Angehörigen besuchen ebenso wie Freunde und Bekannte. Kommen dürfen aber nicht mehrere Besucher gleichzeitig, sondern jeweils nur ein Besucher pro Bewohner für die Dauer einer Stunde.

Zu beachten ist, dass nach wie vor Anmeldung notwendig ist und die Bewohner der verschiedenen Stationen wechselweise jeden zweiten Tag Besuch empfangen dürfen. Die Besucher müssen sich bei Ankunft an der Pforte melden. Natürlich gelten weiter die Hygieneregeln mit Händedesinfektion, Mund- Nasenabdeckung und Abstand.

Sowohl die Bewohner des Burkhard-von-Seckendorff-Heimes wie auch Angehörige und Freunde werden um Verständnis für die getroffenen Maßnahmen gebeten. Nur so kann das Risiko einer Infektion mit dem Covid19-Virus minimiert werden.

Faszinierende Mühlentechnik

Neubau eines Mühlrades für die Mühle aus Unterschlauersbach

Das neue Rad ist eingebaut – und es funktioniert. Foto: Juliane Sander


Die Mühle aus Unterschlauersbach ist eines der prächtigsten Gebäude des Fränkischen Freilandmuseums . Immer wieder wird sie in Betrieb genommen, so dass die Besucher sehen können, wie Getreide gemahlen wird. Doch nun war der Radkranz des hölzernen Mühlrades gebrochen. Das Wasserrad des Mahlgangs mußte neu gebaut werden.
Das Mühlengebäude wurde 1576 in Unterschlauersbach, im heutigen Land-kreis Fürth, erbaut und 1601 erweitert. Von den ursprünglichen hölzernen Rädern ist keines erhalten. Zum Wiederaufbau im Museum 1984 wurden zwei hölzerne Wasserräder nach alten Vorlagen rekonstruiert.
Unser Mühlrad ist ein „oberschlächtiges“ Wasserrad, d. h. das Wasser „schlägt“ von oben auf die Schaufeln. Mit Hilfe einer schmalen hölzernen Zulaufrinne wird das Wasser kurz vor oder hinter dem Scheitel des Rades von oben in die Radkammern geleitet.
Früher bauten die Müller und spezielle Mühlenbauer die Wasserräder. Für die Handwerker des Freilandmuseums stellte der Bau des neuen Mühlrades eine nicht alltägliche Herausforderung dar. Die Herstellung von Wasserrädern ist eine aufwendige und anspruchsvolle Arbeit. Der Bau geschieht in der großflächigeren Abbundhalle der Werkstatt und in der engen Radkammer der Mühle selbst.
Im Januar 2019 wird das defekte Rad in Einzelteilen abgebaut. Als Maß- und Konstruktionsvorlage für das neue Rad wird es in der Abbundhalle des Bauhofs eingelagert. Hier werden die verschiedenen Elemente des neuen Rades ausgearbeitet, zusammengepasst und für den Aufbau gekennzeichnet. Die Ausarbeitung erfolgt mit Handwerkzeugen, großen Hand-maschinen und stationären Maschinen.
Aus Lärchenholzbohlen werden die Segmente für die beiden Radkränze zugeschnitten. Eine Schablone dient als Vorlage. Für den inneren und äußeren Radkranz werden insgesamt 18 Segmentbögen gefertigt.
Eine Schaufel besteht aus zwei Hölzern, die in einem bestimmten Winkel zuei-nanderstehen: Das innere, in Richtung Wasserradwelle weisende Holz heißt „Riegelschaufel“; das äußere Holz heißt „Setzschaufel“. Unser Mühlrad hat 36 Schaufeln.
Das Rad ist auf dem Lehrgerüst grob zusammengesteckt – das ist eine Hilfs-konstruktion zur Festigung und Formgebung der Neuanfertigung. Zwischen den beiden Radkränzen sind die Setzschaufeln eingepasst.

Einbau des neuen Rads

Der Einbau des neuen Rads beginnt mit dem Einsetzen der drei Speichen in den Wellbaum. Er ist die Achse des Rads und überträgt die Bewegung auf die Mühltechnik im Gebäudeinneren. Wenn der erste Radkranz fertig aufsitzt, werden die Riegel- und Setzschaufeln paarweise eingesetzt. Das Einsetzen erfolgt abschnittsweise, denn Segment für Segment werden un-mittelbar die beiden Felgen des zweiten Radkranzes auf die Schaufelhölzer gesetzt.
Nachdem die beiden Radkränze mit den dazwischen sitzenden Kammern auf-gebaut sind, wird das Rad endgültig ausgerichtet damit es gleichmäßig läuft.
Zuletzt werden die Schalbretter auf der Innenseite des Radkranzes gesetzt. Sie bilden die Böden der Kammern. Jedes Brett wird vernagelt.
Das neue Mühlrad wird am 1. Mai 2019 erfolgreich in Betrieb genommen. Die faszinierende Technik der Unterschlauersbacher Mühle lädt wieder zum Verweilen ein!
Wer sich noch genauer mit der Technik des Mühlradbaus beschäftigen möchte, findet auf der Webseite des Museum (https://freilandmuseum.de/forschung/aktuelle-forschungspro-jekte/muehlen-in-franken/neubau-des-muehlrads-der-muehle-aus-unterschlauersbach) ein „Bautagebuch“ mit Bildern und Beschreibungen, die den Neubau des Mühlrades detailliert dokumentieren.

JULIANE SANDER


Das Freilandmuseum mit seinen drei Mühlen (Aumühle, Unterschlauersbach und der Ölmühle der Flederichsmühle) ist täglich geöffnet bis Oktober von 9 bis 18 Uhr,
Eintritt 7 €, ermäßigt 6 €, Familien 17 €, Teilfamilien 10 €, Kinder unter 6 Jahren sind frei.
Zurzeit sind aus hygienischen Gründen nicht alle Häuser geöffnet.
Die drei aktuellen Sonderausstellungen sind geöffnet:
• „Sauberkeit zu jeder Zeit! Hygiene auf dem Land“ große Jahresausstellung im Erdgeschoß der Ausstellungsscheune mit einem Teilbe-reich „Schwitzen, Schröpfen und Kurieren – Bader in Franken“
• „Wolfskinder. Verlassen zwischen Ostpreußen und Litauen“ Fotoausstellung in der Ausstellungsscheune Betzmannsdorf im Obergeschoß
• „Pfarrerssohn, Maler, Lebenskünstler: Johann Christian Reinhart (1761-1847) Ein Deutschrömer aus Hof. Radierungen aus der Sammlung Heinz Schuster“ in der Spitalkirche im Museum Kirche in Franken


Es gibt tägliche mehrere Aktionen, meist 13.30 – 15.30 Uhr, „Hier tut sich was“ (täglich Schafe unterwegs, tagesaktuell je nach Saison z. B. Vorführung historischem Waschen, Spinnen, Schmieden, Holzschuhherstellung, Backen, Korbflechten; Starten eines Lanzbulldogs, Gespräch mit dem Gärtner, Imker oder Bauern, im Flachsbrechhaus, beim Wasserschöpfrad …).

Müllabfuhr wird teurer

Erhöhung um mehr als 70 Prozent ab 2021

Auf die Kreisbürger kommt eine kräftige Erhöhung der Müllgebühren zu. Der Umweltausschuss des Kreistags hat sich auf seiner Sitzung am 29. Juni mit den künftigen Müllgebühren befasst und die Kalkulation der Verwaltung diskutiert. Danach steigen die Kosten für eine 40-Liter-Tonne im Monat (mit Biotonne) von jetzt 7,60 auf 13,10 Euro an. Das sind 72 Prozent mehr.  Die 60-Liter-Tonne kostet künftig 17,55 Euro (derzeit 9,97 Euro), die 80-Liter-Tonne kommt auf 22 Euro (derzeit 12,34 Euro).

Im nächsten Jahr steigen die Müllgebühren kräftig an.

Damit kassiert der Landkreis die höchsten Müllgebühren aller mittelfränkischen Landkreise.  Der Landkreisdurchschnitt beträgt bei der kleinen Tonne 10,20 Euro, bei den größeren 13,08 bzw. 16,7 Euro. Allerdings ist dieser Vergleich mit Vorsicht zu genießen, denn die Berechnungsgrundlagen sind unter den Landkreisen sehr unterschiedlich.

Die neuen Preise gelten von 2021 bis 2024. Die bisherigen Gebühren waren nach Auskunft des Landratsamts bis Ende 2020 „auskömmlich“, künftig reichen sie aber nicht mehr aus, um die Kosten auszugleichen.

Michael Hufnagel, der Sachgebietsleiter Abfallwirtschaft am Landratsamt, hat auch die Abfallbilanz 2019 erstellt. Aus der geht hervor, dass der Haus- und Geschäftsmüll sowie Sperrmüll mit 12330 Tonnen gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent gestiegen ist (allein der Sperrmüllanteil hat sich um 12 Prozent erhöht).

Um 5,9 Prozent gestiegen ist der Gewerbemüll. Etwas mehr Haushalte als im Vorjahr haben 2019 die Sperrmüllabfuhr auf Abruf in Anspruch genommen (1542). Die Menge erhöhte sich auf 540 Tonnen. Die Altmetallmenge stieg von 5,7 Tonnen auf 23,2 Tonnen, die Menge an Elektrogroßgeräten sank von 52,7 auf 44,4 Tonnen.

Reduziert hat sich die Bioabfallmenge, und zwar um 8,2 Prozent (auf 10676 Tonnen). Der Grünabfall hingegen erhöhte sich um 8,4 Prozent (4812 Tonnen).

Um ein Prozent hat sich die Gesamtwertstoffmenge erhöht. Unverändert blieben die Mengen an Glas, Papier und Altholz.

Die Gesamtabfallmenge (47842 Tonnen im Kreis) blieb mit 506 kg je Einwohner fast gleich (507). Leicht gesunken ist die Gesamtverwertungsquote (mit Grün- und Gartenabfällen) von 74 auf 73,3 Prozent.

37602  Restmüllbehälter haben die Landkreishaushalte, davon rangieren die 40-Liter-Eimer ganz oben (24400), gefolgt von den 60ern (5000) und den 80ern (5399) sowie den 120ern (2000). Gemessen am Jahresleerungsvolumen macht der Restmüll 24 Prozent (61 Millionen Liter im Jahr) aus. Für die Bioabfälle stehen die 240-Liter-Behälter in 31550 Haushalten (Volumenanteil 41 Prozent).

Die Müllgebühren warem vor sechs Jahren um 25 Prozent gesenkt worden. Ohne diesen Nachlass wäre die Erhöhung jetzt nicht ganz so gravierend (um 3 Euro) ausgefallen. Steigende Kosten in allen Bereichen sind für die jetzige Anhebung ursächlich: der neue Recyclinghof in Gunzenhausen (künftig in der Alemannenstraße im früheren Gebäude von Huber & Riedel), die Personalkosten und die Müllabfuhr (2018 zuletzt ausgeschrieben).

Was hat sich 2019 getan?

Natur- und Umweltprogramm 2019 des Landkreises vorgelegt

Im Landkreis gibt es derzeit 14 geschützte Landschaftsbestandteile, die rechtsverbindlich festgelegt sind. Im letzten Jahr wurden etliche Maßnahmen realisiert, andere wiederum mussten hinausgeschoben werden.

Informationstafeln  für schützenswerte Gebiete wurden am Gelben Berg, im Wiesenbrütergebiet der Altmühl und im Märzenbecherwald Rohrberg aufgestellt, ebenso einige Sitzbänke.

Die Steinerne Rinne bei Hechlingen (nicht zu verwechseln mit der Steinernen Rinne bei Wolfsbronn!) muss saniert werden. Sie ist in einem schlechten Zustand. Bisher konnte aber nichts unternommen werden, weil die privatrechtliche Situation noch nicht geklärt ist.

48 Naturdenkmäler, darunter 86  Einzelbäume sowie die Karsthöhle „Hohlloch“ bei Raitenbuch und ein erdgeschichtlicher Gesteinsaufschluss bei Polsingen sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt.  Im letzten Jahr wurden vom Kreis für 10000 Euro etliche Pflege- und Sicherungsmaßnahmen an Bäumen vorgenommen. Bei der rund 400 Jahre alten „Luthereiche“ bei Thannhausen wurde eine massive Schädigung durch Braunfäule festgestellt.

Vom Heggraben und die Sandgrube Filchenhard liegt nunmehr eine vegetationskundliche, floristische und faunistische Kartierung vor. Auf dem „Judenbuck“ bei Rehlingen wurden Pflegemaßnahmen (Trockenrasen) vorgenommen.

Der ehemalige Steinbruch südwestlich von Bieswang ist ein regional bedeutsames und wertvolles Geotop. Es befindet sich im Besitz der Firma Frankenschotter. Seltene Pflanzen- und Tierarten wie der Bienenragwurz, der Fransenenzian, der Kreuzenzian und die blauflügelige Ödlandschrecke sind vorzufinden. Erhaltungsmaßnahmen wurden zusammen mit dem Landschaftspflegeverband durchgeführt. Inzwischen gibt es einen Gebietsbetreuer für das Projekt „Naturverträglicher Steinabbau im südlichen Frankenjura“, der die langfristige Absicherung und den Schutz bedeutsamer alter Kalkschutthalden als Auftrag hat.  Er soll die Interessen von Naturschutz und Steinindustrie in Einklang bringen. Konkret geht es um die Erhaltung des Apollofalters und um die Brutwandgestaltung für den Uhu.

Durch Renaturierung werden die Altmühltal-Wiesenflächen zwischen Alesheim und Ehlheim für die wiesenbrütenden Vogelarten verbessert. Drei ehrenamtliche Wiesenbrüterberater sind tätig.

Auf der „Roten Liste gefährdeter Tierarten“ steht die Bachmuschel. Ziel ist es, eine genaue Bestandserhebung vorzunehmen.  Der Bisam ist der „Hauptgegner“ der Muschel. Vorgeschlagen ist die „Entnahme des Bisams an den Muschelgewässern“ in Verbindung mit der Jägerschaft. Die Jägervereinigung Weißenburg unterhält eine Annahmestelle „Fellwechsel“. Hier können die erlegten Bisams abgegeben, eingefroren und bei Bedarf abgeholt werden. Im Gegensatz zu früher gibt es heutzutage kaum mehr einen Markt für Bekleidung aus Bisamfellen.

Das Artenhilfsprogramm hat den Schutz von Hornissen, Amphibien, Uhu und Wiesenweihe im Visier. Im letzten Jahr wurde ein Uhubrutplatz bei Möhren freigestellt, ein Nistkasten für Turmfalken bei Langenaltheim erneuert.

In Ermangelung von geeigneten Winter- und Sommerquartieren ist der Bestand an Fledermäusen weiter rückläufig. Die ehrenamtlichen Fledermausbetreuer sind bemüht, im Rahmen von Führungen die Bevölkerung für die Tiere zu sensibilisieren.  Sie überwachen auch die Fledermauskolonien.

Die Varroamilben bedrohen die Bienenvölker. Weil sich die EU aus der Förderung zurückgezogen hat, übernimmt der Landkreis diesen 25-Prozent-Anteil  und stockt somit sein Kontingent auf 50 Prozent auf.

Der Erhalt von historischen Obstsorten ist dem Landkreis wichtig. Deshalb wird das Projekt „Streuobst-Erlebnisweg“ in den Gemeinden Treuchtlingen, Meinheim, Dittenheim und Gnotzheim angestrebt, in Markt Berolzheim ist der erste Erlebnisweg schon eingerichtet worden. Er führt neun Kilometer durch die örtliche Flur. Für die Vermehrung von historischen Sorten konnte inzwischen eine Baumschule in Weißenburg gewonnen werden. Ein Kirschen-Streuobstbestand gibt es auch in Bubenheim. Die 20 Bäume am Hohen Stein stammen aus dem Jahr 1937

Im Rahmen eines „Glücksspirale-Projekts“ ist 2013 die Kartierung des Vorkommens der Gelbbauchunke und des Kammmolchs im südlichen Landkreis durchgeführt worden. Jetzt geht es um die Sicherung des Bestands am Treuchtlinger Nagelberg.

2020 soll die „Grüne Hausnummer altmühlfranken“ erneut vergeben werden. Sie ist eine Auszeichnung von privaten Wohngebäuden, die sparsam mit den Ressourcen wie Wasser und Fläche bewirtschaftet werden. Vor drei Jahren sind bei der ersten Aktion 16 Häuser im Landkreis zertifiziert worden.

Mit dem Programm „50/50-Sensibilisierung für Energiesparen in Kitas“, das landesweit gilt und mit 20 Prozent aus Kreismitteln finanziert wird, will der Kreis bereits die Kinder zu verantwortungsbewusstem Umfang mit Energie und natürlich Ressourcen  gewinnen. Aktuell nehmen die Kindergärten in Haundorf, Nennslingen, St. Martin in Pappenheim, St. Franziskus in Pleinfeld, in Trommetsheim und St. Josef in Gunzenhausen  an diesem Projekt der Umweltpädagogik teil.

85 Gruppen haben im letzten Jahr an der Aktion Frühjahrsputz („Auframa demmer“) teilgenommen.

Die Umweltbildungsangebote der Abfallwirtschaft des Landkreises richten sich an die Vorschulkinder. Sie sollen früh an die Abfallsortierung herangeführt werden. Teil des Programm sind Führungen an den Recyclinghöfen im Kreis.