Sommer-Shopping in Gunzenhausen

Das besondere Einkaufserlebnis

Alexander Herzog, Markus Jocher, Jeanette Holzschuh, Andreas Zuber, Erika Gruber und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz werben für das Sommersphopping. Foto: Heger


Der Sommer 2020 nimmt langsam Fahrt auf. Die Temperaturen passen
sich der Jahreszeit an, die Sonne lacht vom Himmel. Die Stadt am Altmühlsee ist voller Menschen. Nichts Ungewöhnliches , oder doch? Ganz bestimmt! Gunzenhausen lädt an neun Samstagen zum „Sommershopping in GUNZENHAUSEN“ ein.
Bürgermeister Karl-Heinz Fitz betonte bei der Vorstellung der Aktion, dass die Stadt in diesen schweren Zeiten die örtlichen Einzelhändler und Gastronomen mit derartigen Aktionen unterstützen möchte.
Auch Alexander Herzog von den Wirtschaftsjunioren freut sich darüber, das Gunzenhausen immer wieder andere Wege geht und durch das gute Netzwerk zwischen den verschiedenen Wirtschaftsgremien sehr viele Aktionen in der Stadt passieren und die Geschäfte dadurch wieder Perspektiven bekommen.
Corona hat alles ein wenig verändert und trotzdem oder gerade deshalb trifft man in Gunzenhausen in diesem Jahr noch mehr Touristen als in den vergangenen Jahren. Auslandsurlaub ist für viele kein Thema. Urlaub zu Hause ist angesagt. Es ist aber eine deutliche Zurückhaltung im Kaufverhalten bei den Kunden zu bemerken, erläuterte Andreas Zuber von der Wirtschaftsförderung Gunzenhausen die aktuelle Situation im
Einzelhandel. Es sollen daher auch die Geschäfte und ihre Aktionen im Mittelpunkt des Sommer-Shopping stehen und nicht ein begleitendes Rahmenprogramm die Aufmerksamkeit von den einzelnen Geschäften ablenken.
Für die Gunzenhäuser Geschäfte, vor allem in der Innenstadt, bedeutet dies ein Stück weit Normalität. Nach Lockdown und Wiedereröffnungsphase bietet diese Zeit die große Chance, sich den Kunden zu präsentieren, ihnen beratend zur Seite zu stehen und ein ausgiebiges Shopping-Erlebnis zu vermitteln.
Der Stadtmarketingverein Gunzenhausen organisiert flankierend das Sommer-Einkaufserlebnis. Vom 18. Juli bis 05. September ist das Einkaufen an den Samstagen noch attraktiver als sonst. Die Samstagskonzerte im Bereich des Marktplatzes, organisiert
von Tourismuschef Wolfgang Eckerlein und gesponsert von dem Gunzenhäuser Unternehmer Heribert Heinzmann, bieten den entsprechenden Schwung beim Bummel über den Marktplatz oder beim Aufenthalt in den Außenbereichen der zahlreichen Gastronomiebetriebe.
Der Stadtbus kann an den Sommershopping-Samstagen kostenlos genutzt werden, um die Parkplatzsuche zu erübrigen. Die dafür anfallenden Kosten werden durch den Stadtmarketingverein übernommen, berichtete Geschäftsführerin Jeanette Holzschuh.
Dieses Angebot ist nur durch die Kooperation von Stadt, Stadtwerken und Stadtmarketing Gunzenhausen möglich. Rund 40 Geschäfte präsentieren ihr gesamtes Sommer-Angebot 2020 und punkten mit Kundenfreundlichkeit und Service. Für die einzelnen Aktionen der Geschäfte haben die Gastronomen und Einzelhändler keine Vorgaben und sie können sich etwas passendes speziell auf ihre Kundschaft abgestimmt aussuchen.
Für das „ultimative“ Samstags-Einkaufs-Erlebnis bietet Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. allen Betrieben an, ihre besonderen Aktionen oder Angebote für den Zeitraum an beim Stadtmarketing zu melden.
Online zu finden sind die Sonderaktionen im Online-Schaufenster ingunzenhausen.de. Auch auf Facebook sind diese unter ingunzenhausen.de zu finden. Damit beginnt das Shopping-Erlebnis schon zu Hause, am Altmühlsee oder bei einer Tasse Kaffee in einem der zahlreichen Cafés in der Stadt. Kostenfreies WLAN steht in der gesamten Innenstadt und am Altmühlsee zur Verfügung. Jederzeit können sich Touristen und Kunden dort informieren, welche „Sommerspecials“ in
den Geschäften zum jeweiligen Zeitpunkt geboten werden.
Sponsoren für dieses neue Sommerevent sind das Modehaus Steingass, Zweirad Gruber und die Bäckerei Herzog.
KLAUS HEGER

Bildung in Fakten und Daten

Aus dem Bildungsbericht des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen

Seit fünf Jahren hat der Landkreis das Prädikat „Bildungsregion in Bayern“. Der Austausch von regional vorhandenem Wissen steht im Fokus der Bildungsregion. Deshalb gibt es auch die landkreisweite digitale Vernetzung. Der Falk-Report zeigt in Stichpunkten die wesentlichen Fakten der Bildungsregion auf. Alle Daten beziehen sich auf die Jahre 2018-2020..

Frühkindliche Förderung:

Seit 2013 werden die Kinder von einem bis zum dritten Lebensjahr frühkindlich gefördert, wenngleich die bayernweite Betreuungsquote der unter Dreijährigen (31,5 Prozent) im Kreis nicht ganz erreicht wird (29 Prozent im Jahr 2019).

Im Kreis gibt es (Stand Februar 2020) 11765 Kinder, davon 2665 unter drei Jahren, 2373 von drei bis sechs Jahren sowie 6727 von sechs bis 14 Jahren. In sieben Kinderkrippen gibt es 150 Plätze,  in 59 Kindergärten 2666 Kinder, in zwei Kinderhorten 43 Kinder und in 12 Häusern für Kinder 1036 Kinder.

Eine Kindertagesbetreuung gibt es für 3791 Kinder. Von ihnen sind 683 unter drei Jahre alt, 2226 von drei bis sechs Jahre alt und 882 von sechs bis 14 Jahre alt.

Die Betreuungsquote liegt bei 32,2 Prozent (bei den unter Dreijährigen 25,6 Prozent, den 3-6-Jährigen  93,8 Prozent  und den 6-14-Jährigen 13,1 Prozent.

Schulische Bildung:

In den Grundschulen werden (2018/19) 3198 Kinder von 201 Lehrern unterrichtet, in den Mittelschulen 1831/151, Förderzentren 370/47, Realschulen 1471/110, Gymnasien 1950/147, Wirtschaftsschulen 213/19, Berufsschulen 1455/59, Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung 53/5, Berufsfachschulen 279/26, Fachoberschulen 555/39, Berufsoberschulen 87/4, Fachakademien 129/19 und Fachschulen 62/0.

Das Einschulungsalter der Schulanfänger liegt in 79,7 Prozent bei sechs Jahren, nur 1,6 Prozent sind fünf Jahre und jünger, 18,8 Prozent sieben Jahre und älter.

Von den 797 Schulanfängern im Schuljahr 2018/19 hatten 194 einen Migrationshintergrund. Seit sieben Jahren ist die Schülerentwicklung an Grundschulen wieder ansteigend Die Schülerzahl an Grundschulen wird sich von derzeit 3174 bis zum Jahr 2022/23 auf 3544 erhöhen. An Mittelschulen sind derzeit 1912 Kinder. Von den 3174 Grund-und Mittelschülern haben 779 (24,5 Prozent) einen Migrationshintergrund. Die höchste Quote meldet mit 50,9 Prozent die Stephani-Grundschule Gunzenhausen vor Treuchtlingen (40,5), Weißenburg (39), Alesheim-Emetzheim (22,9), Gunzenhausen-Südstadt (20,3),Langenaltheim (19,4). Den geringsten Ausländeranteil hat die Grudnschule Absberg-Haundorf (2,6 Prozent).

An den Mittelschulen, die von 1912 Kindern besucht werden sind 721 oder 37,7 Prozent mit einem Migrationshintergrund.

Der Landkreis hat unter den benachbarten Landkreisen den höchsten Wert an Schülern, die von der Grundschule an eine weiterführende Schule gehen, und zwar sind es 36,8 Prozent, die an die Mittelschule gehen, 27,8 Prozent besuchen die Realschule und 34,1 Prozent das Gymnasium. Im Vergleich: im Kreis Eichstätt gehen 34,6 Prozent an das Gymnasium, in Ansbach 34,2 Prozent, in Roth 35,4 Prozent und im Kreis Donau-Reis 30,4 Prozent.

Die Realschulen melden aktuell folgenden Bestand: Weißenburg 604 Schüler, Treuchtlingen 440 und Gunzenhausen (Hensoltshöhe) 304.

Am Gymnasium Weißenburg sind 987 Schüler, am gymnasialen Zweig  der Senefelder Schule Treuchtlingen 265 und am Simon-Marius-Gymnasium Gunzenhausen 700.

Die Wirtschaftsschule Gunzenhausen wird von 226 Schüler besucht, die Berufsschule Weißenburg von 513 Schülern und die Berufsschule Gunzenhausen von 881 Schülern.

44 Realschüler wandern aus Orten außerhalb des Landkreises ein, 272 pendeln aus. Bei den Gymnasiasten sind es 122 Einpendler und 163 Auspendler.

19,9 Prozent der 2698 Studierenden aus dem Kreis studieren in einem anderen Bundesland, immerhin 80,1 Prozent bleiben in Bayern.

Am Kunststoffcampus Bayern in Weißenburg sind derzeit 70 Studierende in den beiden Bachelorstudiengängen „Angewandte Kunststofftechnik“ und „Strategisches Management“. An der Hochschule für angewandtes Management in Treuchtlingen halten sich 300 Studenten auf.

Berufliche Bildung:

Von den 1681 Auszubildenden (Stand 2018) sind 945 in Handel und Industrie, 475 im Handwerk, 41 in der Landwirtschaft, 43 im Öffentlichen Dienst, 157 in den Freien Berufen und 20 in der Hauswirtschaft tätig. Während der Ausbildung kommt es in 19,9 Prozent zu Vertragsauflösungen (besonders hoch ist die Quote mit 37 Prozent im Handwerk).

WERNER FALK

Keine geheimen Kontrollen

Aus der Praxis der Lebensmittelüberwachung in Coronazeiten

Während der Corona-Pandemie gelten für viele Betriebe hohe Auflagen. Betriebe, die Lebensmittel verkaufen, wie Bäckereien, Metzgereien und Gastronomiebetriebe, müssen auch sonst strenge Hygienevorschriften einhalten. Kontrolliert wird das durch die Lebensmittelüberwachung der Abteilung Veterinärwesen und Gesundheitlicher Verbraucherschutz am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen. Auch die Auflagen für Betriebe wie die Maskenpflicht und das Abstandsgebot werden in Zeiten von Corona von den Lebensmittelkontrolleuren überprüft. Dabei wird entgegen einiger Gerüchte, die im Umlauf sind, zu jeder Zeit transparent und offen vorgegangen.

In den vergangenen Wochen kam es vermehrt zu Gerüchten um die Kontrollen des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen in Betrieben und Geschäften zur Einhaltung der Hygieneschutzauflagen. Dabei ging es vor allem darum, dass Verstöße durch die Kontrolleure in Bäckereien provoziert würden und anschließend ein hohes Bußgeld ausgesprochen wurde.

„Dem wollen wir aktiv entgegensteuern! Es entspricht keinesfalls der Wahrheit, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Kontrollen in Betrieben Verstöße provozieren würden! Solchen Unwahrheiten, die derzeit im Umlauf sind, gleichen einer Verleumdung! Ich habe auch Kontakt zu einem angeblich betroffenen Betrieb aufgenommen, der mir das Gerücht nicht bestätigen konnte! Es gab in diesem Betrieb keine Kontrolle zur Einhaltung der Hygieneschutzauflagen und es wurde auch kein Bußgeld ausgesprochen“, verdeutlicht Landrat Manuel Westphal und ergänzt: „Die Kontrollen der Lebensmittelüberwachung laufen zu jederzeit offen und transparent ab!“

Während der regulären Kontrollen der Lebensmittelüberwachung in Betrieben achten die Kontrolleure derzeit auch auf die Einhaltung der Hygieneschutzmaßnahmen wie das Tragen von Mund-Nase-Schutzmasken oder die Beachtung des Mindestabstands. Auch auf Beschwerden aus der Bevölkerung wird gegebenenfalls reagiert und die Situation vor Ort begutachtet. „Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben sich aber bei Beginn der Kontrolle offen zu erkennen und stellen sich im Betrieb auch vor. Geheim oder intransparent wird vom Landratsamt keinesfalls kontrolliert!“, so der Landrat.

Damit die Infektionszahlen nicht wieder steigen, appelliert das Landratsamt weiter an die Bevölkerung, die bestehenden Auflagen wie das Tragen einer Mund-Nase-Schutzmaske in bestimmten öffentlichen Bereichen einzuhalten. Auch der Mindestabstand von 1,5 Meter muss beachtet werden!

Neues Dach für die Kirche

Sanierung des Gotteshauses in Stetten

Die evangelische Kirche in Stetten bekommt ein neues Dach. Zunächst ist der Turm an der Reihe. Er ist seit vielen Wochen bereits eingerüstet und zum Teil abgedeckt. Nach Instandsetzungsarbeiten am Dachgebälk des Turms durch die Zimmerei Beyer in Heidenheim wird der Turm neu eingedeckt. In einem zweiten Schritt kommt das Kirchenschiff an die Reihe, das ebenfalls saniert werden muss. Ingesamt entstehen Kosten von rund 400000 Euro. An der Finanzierung beteiligen sich neben dem Baulastträger, dem Freistaat Bayern, die Landeskirche, die Stadt und die Kirchengemeinde. Auch von der Denkmalpflege kommt ein Zuschuss.  Die Fertigstellung, die eigentlich für September 2020 anvisiert war, verzögert sich.

Foto: Falk

Es grünt und blüht

“Gunzenhausen blüht auf”. So steht es auf den Informationstafeln, die in der Stadt (u.a. am Reutberg) zu sehen sind. Die Stadt hat an etlichen Stellen die Grünflächen umgestaltet, und zwar naturnah. Dort erfreuen seit Wochen die Blühwiesen und Blühstreifen die Passanten. Dahinter steckt eine Aktion, die vom Naturpark Altmühltal angestoßen wurde und in 23 Gemeinden realisiert wird. Sichtbar wird der Artenreichtum der Pflanzen. Die Anlagen unterscheiden sich auf angenehme Weise von den einfachen Rasenflächen, wie sie vorwiegend anzutreffen sind. Immerhin bemühen sich mehr und mehr Grundstückseigentümer, artenreiche Blühweisen anzulegen. Foto: Falk

Inklusive Kinderkrippe

Neubau der Lebenshilfe in Gunzenhausen

So wird der neue Lebenshilfe-Kindergarten aussehen. Grafik: Architekturbüro Bittner, Stopfenheim


Die Lebenshilfe Altmühlfranken e.V. baut derzeit in einem ersten Bauabschnitt im Hollerfeld in Gunzenhausen eine integrative Kinderkrippe und Kindertagesstätte. Dort werden zwei integrative Kinderkrippengruppen (1 bis 3 Jahre) sowie zwei integrative Kindergartengruppe (3 Jahre bis zur Einschulung) entstehen. Geplant worden ist das Projekt von dem Stopfenheimer Architekturbüro Bittner.


Ein Kinderkrippengruppe wird bis zu 10 Kleinkinder (7 Regelkinder + 3 Kinder mit Förderbedarf) fördern und betreuen. Eine Kindergartengruppe wird bis zu 15 Kinder (10 Regelkinder + 5 Kinder mit Förderbedarf) von 3 Jahren bis zum Schuleintritt fördern und betreuen. Somit können in diesem Haus bis zu 50 Kinder nach dem ersten Bauabschnitt begleitet und betreut werden. Der geplante Betriebsbeginn wird Anfang 2021 sein.
Der Neubau in Holzständerbauweise hat eine Nutzfläche (inkl. Verkehrs- und Funktionsflächen) von rund 1000 Quadratmetern.
In einem weiteren Bauabschnitt wird die Kindertagesstätte um zwei weitere integrative Kindergartengrippen erweitert. Zudem wird die interdisziplinäre Frühförderstelle eine weitere Außenstelle in diesem Zuge erhalten. Somit kann das interdisziplinär aufgestellte Team idealerweise die Kinderkrippe wie auch die Kindertagesstätte durch ihre Fachlichkeit unterstützen.

Derzeit werden die Holzbau-Fertigteile montiert. Foto: Falk


Jochen Halbmeyder von der Hauptverwaltung der Lebenshilfe Altmühlfranken erklärt zur Philosophie und den Zielen des Projekts: Wir wollen ein Haus sein, in dem sich alle Kinder, aber auch deren Eltern wohlfühlen. Wir sind ein Ort für Kinder, an dem Gemeinschaft gelebt wird. Jedes Kind, egal ob mit oder ohne Behinderung, ist einzigartig und besonders in seiner Persönlichkeit. Unser pädagogisches Handeln ist geprägt von der Bereitschaft und Fähigkeit zum wertschätzenden Dialog mit den Kindern sowie zur beziehungsvollen Fürsorge.
Unsere Angebote werden auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. Kinder sind „geborene Lerner“ und aus sich selbst heraus bestrebt, die Welt zu verstehen und Handlungskompetenzen zu erwerben. Nach diesem Grundverständnis von früher Bildung wird sich unser tägliches pädagogisches Handeln richten.
Der enge Austausch mit den Eltern liegt uns besonders am Herzen, um gemeinsam mit Ihnen für eine möglichst individualisierte Entwicklung eines jeden einzelnen Kindes zu sorgen.
Auswahl an Betreuungsangeboten, die in den täglichen Tagesablauf integriert werden
• Morgenkreis mit Singkreis oder Bewegungsspielen
• Gemeinsames Frühstück, eventuell auch gruppenübergreifend
• Kreativ- und Spielangebote, sowie Freispielphasen
• Möglichst viele Spielphasen auf dem Außengelände
• Gemeinsames Mittagessen
• Schlafzeiten (für jedes Kind individuell oder Ruhephasen)
• Regelmäßige Elterngespräche und Elternabende sowie anlassbezogene Feste und Aktionen

Kinder mit Behinderung und solche, die von einer Behinderung bedroht sind, werden in der Einrichtung gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung betreut und gefördert, um ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
Das Angebot steht Kindern mit und ohne Behinderung unterschiedslos offen. Damit erleben sich alle Kinder mit und ohne Behinderung – dem Leitgedanken der Inklusion folgend – von Beginn an als gleichberechtigt und normal.
Neben der Betreuung und Förderung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Krippen- bzw. der Kindergartengruppe wird deren spezifische Förderung durch einen heilpädagogischen Fachdienst bzw. durch individuelle Leistungen unserer interdisziplinären Frühförderung sichergestellt.

Im Sinne des BayKiBiG versteht Halbmeyer die Krippe als eine die Erziehung und Bildung durch die Eltern ergänzende und unterstützende Einrichtung. Die Entwicklung von Kindern gedeiht am besten, wenn Eltern und Fachkräfte optimal zusammenarbeiten. Schon aus diesem Grund sind der Lebenshilfe der regelmäßige Kontakt, das Einbeziehen und Informieren sowie ein gründlicher und verlässlicher Austausch mit den Eltern wichtige Anliegen. Voraussetzung für ein gutes Gelingen der Erziehungspartnerschaft sind Vertrauen, Offenheit und gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung.

Da es sich bei dem Neubau um einen zweigeschossigen Baukörper mit Aufzug handelt, sind alle öffentlichen Räume ohne jegliche Barriere zugänglich. Berücksichtigt bei den folgenden genannten Maßnahmen werden insbesondere die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung. Entsprechend der DIN 18040-1 werden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um eine absolute Barrierefreiheit in den Öffentlichen Räumen zu gewährleisten. Hierunter zählen unter anderem folgende Anforderungen: Große Bewegungsflächen in allen Räumen für Menschen im Rollstuhl, breite Gänge bzw. Gehwege, alle Eingänge sind stufen- und schwellenlos, breite Türen, eine geschlechtsneutrale behinderten gerechten Toilette mit entsprechender Bewegungsfläche, Klappgriffe, Toilette usw,.

Die Kindertagesstätte wird voraussichtlich von 6.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet sein. Die Lebenshilfe versteht sich jedoch als eine „lernende“ Einrichtung und deshalb werden sich alle Mitarbeiter aus diesem Grund auch auf die Bedürfnisse der Eltern einstellen.

Angaben zu den Mindestbuchungszeiten und den Kosten für die Eltern können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gemacht werden.

Sauerei im Freilandmuseum

Acht kleine Ferkel vom Typ Hällisches Landschwein

Die Schwäbisch-Hällischen Ferkel beim Auslauf im Freilandmuseum. Foto: Lisa Baluschek


Die Schwäbisch-Hällischen Landschweine haben Nachwuchs bekommen
Nach einem Monat Ruhezeit bei ihrer Muttersau sind acht junge Ferkel jetzt groß genug für den ersten Auslauf. Museumsbesucher im Fränkischen Frei-landmuseum des Bezirks Mittelfranken können den Nachwuchs der alten Haustierrasse der Schwäbisch-Hällischen Landschweine auf dem Muse-umsbauernhof aus Seubersdorf besuchen.
Als Museumsbauer Werner Schneider am 1. Juni in den Stall kam, hatte Mutterschwein Martha schon sieben Ferkel geboren. Beim achten half er dann noch etwas mit. Die ersten Wochen brauchten die Muttersau und ihre Ferkel noch Ruhe und blieben im Stall. Geduldig liegt Mama Martha im Ge-wusel und lässt ihre Schweinchen säugen. Bislang geht es dem Nachwuchs glücklicherweise gut – kommt es doch gelegentlich vor, dass eine Muttersau eines ihrer Ferkel versehentlich erdrückt. Eine Wärmelampe hält den Stall für die neugeborenen Ferkel schön warm. Seit kurzem dürfen die kleinen Schweine nun in den Auslauf an die frische Luft. Noch bis Ende Juli können die Museumsbesucher alle acht Ferkel am Seubersdorf Hof bestaunen. Je-den Nachmittag zwischen 13.30 und 15.30 Uhr ist der Museumsdienst auf
dem Seubersdorfer Hof präsent. Er beantwortet gerne Fragen und führt die Besucher in den Stall, wenn die Ferkel gerade nicht draußen im Auslauf zu sehen sind.
Zwei der Ferkel werden langfristig im Museum als Mastschweine gehalten werden. Die anderen Ferkel ziehen auf einen Erlebnisbauernhof um. In der Biolandwirtschaft ebenso wie in der traditionellen Tierhaltung hängt die Anzahl der Tiere, die auf einem Hof gehalten wer-den konnten, von der Größe der Felder ab. Die jungen Schweine brauchen viel Eiweiß. Auf das Zufüttern von exportiertem Sojaeiweiß verzichtet die Biolandwirtschaft. Früher fütterte man Milchnebenprodukte wie Molke oder Magermilch, Kartoffeln oder Getreide zu. Mit der Etablierung des Kartoffelanbaus im 19. Jahrhundert, konnten die Bauern die Anzahl ihrer Schweine vergrößern. Die Kartoffeln aus dem großen Kartoffeldämpfer, die heute bei den Besuchern zu den Museumsfesten so beliebt sind, wurden bis in die Siebzigerjahre vor allem als Schweinefutter genutzt. In Erdsilos oder Holzfässern luftdicht gelagert, fingen die gekochten Kartoffeln an zu gären, d.h. sie wurden sauer. Durch die Säure waren sie mehrere Monate haltbar. Das verfügbare Futter gab also vor, wieviel Tiere gehalten werden konnten. Dementsprechend war Fleisch historisch Mangelware und ein besonders gefragtes kostbares Lebensmittel. Braten und Würste in unbegrenzter Fülle gab es nur im Schlaraffenland.
Das zarte Fleisch der Schwäbisch-Hällischen Landschweine ist heute wieder gefragt und von Feinschmeckern geschätzt. Es ist ein marmoriertes und damit besonders saftiges Fleisch mit einer extra Fettschicht. Diese alte Haustierrasse galt in den Achtzigerjahren noch als ausgestorben, weil ihr Fleisch nicht den Ansprüchen einer industrialisierten Tierhaltung mit magereren Schweinen entsprach. Heute tragen einige Freilichtmuseen zum Erhalt dieser alten Haustierrasse bei.

Das Schwäbisch-Hällische Landschwein geht auf Züchtungsbemühungen König Wilhelm I. von Württemberg zurück, der um 1820 der Landeszucht einige chinesische Maskenschweine zuführte. Charakteristisch für die Rasse ist die schwarze oder rosa schwarz-gefleckte Färbung. Im Fränkischen Freilandmuseum sind fünf schwarze und drei rosa Ferkel geboren. Im Museum bekommen sie bei jedem Wetter ihren Auslauf, dem sie ihre robuste Gesundheut verdanken. Es sind wohl glückliche Schweine und vielleicht sogar Glücksschweine.

Das Freilandmuseum ist täglich geöffnet bis Oktober von 9 bis 18 Uhr,
Eintritt 7 €, ermäßigt 6 €, Familien 17 €, Teilfamilien 10 €, Kinder unter 6 Jahren sind frei.
Zurzeit sind coronabedingt nicht alle Häuser geöffnet.
Die drei aktuellen Sonderausstellungen sind geöffnet:
• „Sauberkeit zu jeder Zeit! Hygiene auf dem Land“ große Jahresausstellung im Erdgeschoß der Ausstellungsscheune mit einem Teilbe-reich „Schwitzen, Schröpfen und Kurieren – Bader in Franken“
• „Wolfskinder. Verlassen zwischen Ostpreußen und Litauen“ Fotoausstellung in der Ausstellungsscheune Betzmannsdorf im Obergeschoß
• „Pfarrerssohn, Maler, Lebenskünstler: Johann Christian Reinhart (1761-1847) Ein Deutschrömer aus Hof. Radierungen aus der Sammlung Heinz Schuster“ in der Spitalkirche im Museum Kirche in Franken
Es gibt tägliche mehrere Aktionen, im Zeitraum von 13.30 bis 15.30 Uhr, unter dem Motto „Hier tut sich was“ (täglich sind Schafe unterwegs und die Landwirte geben Auskunft, tages-aktuell nach Saison und Witterung gibt es außerdem z. B. Vorführung historischen Wa-schens, Spinnen, Schmieden, Holzschuhherstellung, Backen, Korbflechten; Starten eines Lanz-Bulldogs, Gespräch mit dem Gärtner, Imker oder Bauern, im Flachsbrechhaus, beim Wasserschöpfrad …).

Der neue Bildungsbericht

Bildungsregion altmühlfranken auf 92 Seiten

Landrat Manuel Westphal und die Mitarbeiterinnen der ZIA stellten den Bericht vor.

Der neueste Bildungsbericht der Bildungsregion altmühlfranken ist da. Er widmet sich auf 92 Seiten dem Lebenslangen Lernen sowie dem Schwerpunkt „Digitale Bildung“.

Zum mittlerweile vierten Mal erscheint das Informations- und Nachschlagewerk „Bildung in Altmühlfranken“ im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Der Bildungsbericht, der auch als Datengrundlage für die Weiterentwicklung der regionalen Bildungslandschaft dienen soll, wird regelmäßig neu aufgelegt.

Erneut widmet sich der Bildungsbericht allen Bereichen des Lebenslangen Lernens, angefangen bei frühkindlicher Bildung über die schulische Bildung bis hin zu Ausbildung und Berufsleben, sowie einem Schwerpunktthema, das im Vorfeld durch den Bildungsrat festgelegt wurde.

Für das vierte Zahlenwerk wurde der Fokus auf den Bereich „Digitale Bildung“ gelegt, da sich die Bildungsregion altmühlfranken zeitgleich an der Ausschreibung zur „Digitalen Bildungsregion“ beteiligt hatte. Im Frühjahr 2020 erhielt der Landkreis dann die Nachricht über die erfolgreiche Bewerbung und ist seitdem digitale Bildungsregion. „Gemeinsam mit den Schwerpunktdaten des Bildungsmonitorings soll die Digitale Bildungsregion nun Schritt für Schritt mit Leben gefüllt werden. Damit gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft, denn die digitale Bildung gewinnt immer mehr an Bedeutung“, so Landrat Manuel Westphal.

Gedruckte Exemplare können kostenfrei über die Zukunftsinitiative altmühlfranken bei Greta Weisenseel per E-Mail (greta.weisenseel@altmuehlfranken.de) oder Telefon (09141 902-289) angefordert werden. Des Weiteren steht der Bildungsbericht allen Interessierten auch als PDF-Datei zum Download unter www.altmuehlfranken.de/bildungsbericht2020 zur Verfügung.

Windsbacher kommen

Chorandacht am 22. Juli in Arberg

Die Pfarrei Arberg lädt zu einer Chorandacht mit dem Windsbacher Knabenchor unter KMD Martin Lehmann ein. Datum: Mittwoch, 22. Juli 2020 um 19 Uhr. Pfarrer Reinhard Pasel hält die Liturgie. Die Orgel spielt KMD Alexander Serr.
Aus räumlichen Gründen findet die Chorandacht nicht wie gewohnt in Mörsach, sondern inArberg, St. Blasius, Schlossweg 14, statt. Die dortige Park-Platzsituation ist sehr begrenzt. Auch in der Kirche werden Mindestabstände eingehalten. Mundes Artis, der veranstaltende Verein, schreibt in seiner Einladung: Wir bitten Sie einen Mund-Nasenschutz ab Betreten der Kirche bis zum ErreichenIhres Platzes zu tragen sowie alle anderen Massnahmen einzuhalten, wie bei jeder gottesdienstlichen Veranstaltung. Durch Kärtchen auf den Bänken in der Kirche können Sie sehen, wo Sie Platz nehmen können. Auch die Sänger werden alle Abstandsanforderungen beachten. Mit Geduld und Gelassenheit werden wir alle das meistern. Freuen wir uns, endlich wieder,unter etwas ungewöhnlichen Vorzeichen, aber eben immerhin doch, den besonderen Klängender Windsbacher lauschen dürfen.

Wie entsteht der Ziegel?

Der mittelalterliche Ziegelofen im Freilandmuseum

Formung eines Firstziegels. Foto: Margarete Meggle-Freund



Vom Dienstag, 7. Juli, bis Donnerstag, 9. Juli, lodert das Feuer im mittelalterlichen Ziegelbrennofen des Fränkischen Freilandmuseums des Bezirks Mittelfranken Tag und Nacht. An den Nachmittagen 13.30 bis 15.30 Uhr führen die Ziegler vor, wie im Mittelalter jeder einzelne Ziegel von Hand geformt wurde und stehen für die Fragen der Besucher bereit.

Drei Tage und zwei Nächte wird gebrannt. Die Museumsbesucher können beobachten, wie der Ziegelofen mit den beiden großen offenen Schürlö-chern langsam auf über 1000 Grad erhitzt wird. Die Handwerker des Betrieb-bauhofes campieren neben dem Ofen, um durchgehend den Brennvorgang zu überwachen.
Im Fränkischen Freilandmuseum befindet sich der einzige erhaltene spät-mittelalterliche Ziegelbrennofen. Dieser spätmittelalterliche Ziegelbrennofen stammt aus Scheinfeld von 1430 und konnte nur erhalten werden, weil er in einem Stück geborgen und ins Freilandmuseum übertragen wurde. Der originale Ofen ist nicht mehr betriebsfähig, deshalb werden nun in einem Nachbau die Dachziegel gebrannt, die dann beim Wiederaufbau des mittelalterlichen Badhauses aus Wendelstein im Fränkischen Freilandmuseum zum Einsatz kommen. Nur im Fränkischen Freilandmuseum lässt sich das Brennen in einem spätmittelalterlichen Ziegelofen erleben!



Das Freilandmuseum ist täglich geöffnet bis Oktober von 9 bis 18 Uhr,
Eintritt 7 €, ermäßigt 6 €, Familien 17 €, Teilfamilien 10 €, Kinder unter 6 Jahren sind frei.
Zurzeit sind coronabedingt nicht alle Häuser geöffnet.
Die drei aktuellen Sonderausstellungen sind geöffnet:
• „Sauberkeit zu jeder Zeit! Hygiene auf dem Land“ große Jahresausstellung im Erdgeschoß der Ausstellungsscheune mit einem Teilbe-reich „Schwitzen, Schröpfen und Kurieren – Bader in Franken“
• „Wolfskinder. Verlassen zwischen Ostpreußen und Litauen“ Fotoausstellung in der Ausstellungsscheune Betzmannsdorf im Obergeschoß
• „Pfarrerssohn, Maler, Lebenskünstler: Johann Christian Reinhart (1761-1847) Ein Deutschrömer aus Hof. Radierungen aus der Sammlung Heinz Schuster“ in der Spitalkirche im Museum Kirche in Franken
Es gibt tägliche mehrere Aktionen, im Zeitraum von 13.30 bis 15.30 Uhr, unter dem Motto „Hier tut sich was“ (täglich sind Schafe unterwegs und die Landwirte geben Auskunft, tages-aktuell nach Saison und Witterung gibt es außerdem z. B. Vorführung historischen Wa-schens, Spinnen, Schmieden, Holzschuhherstellung, Backen, Korbflechten; Starten eines Lanz-Bulldogs, Gespräch mit dem Gärtner, Imker oder Bauern, im Flachsbrechhaus, beim Wasserschöpfrad …).