Tag Archives: Gunzenhausen

LBV dankt Landwirten

Naturschützer ziehen positive Bilanz im Wiesenweihenjahr 2023

Eine Wiesenweihe mit ihren fünf Nachkömmlingen. Weil Naturschutz und Landwirtschaft Hand in Hand arbeiten, haben sie eine Überlebenschance. Foto: Tunka Zdenec

Der Frühling beginnt und schon balzen die ersten Vögel wie Kohlmeise und Star. Einige unserer heimischen Vögel brauchen jedoch noch einige Wochen, bevor sie überhaupt aus ihren Überwinterungsgebieten zurückkehren. So auch ein seltener Greifvogel der Feldflur: Die Wiesenweihe. Die LBVKreisgruppe Weißenburg-Gunzenhausen hat sich jedoch bereits jetzt bei 14 Landwirten für die gute Zusammenarbeit im Jahr 2023 bedankt. „Naturschutz und Landwirtschaft gehen oft nicht nur Hand in Hand, sondern können mitunter auch ein und dasselbe sein. Wir freuen uns riesig über die tolle Zusammenarbeit im Bereich des Wiesenweihenschutzes und möchten uns herzlich bedanken!“, so der LBV-Kreisvorsitzende Sebastian Amler. Mindestens 14 Brutpaare im Jahr 2023 sind das Ergebnis dieser tollen Zusammenarbeit. Diese ist besonders wichtig, denn ohne den Schutz ehrenamtlicher Wiesenweihenbeauftragter wäre die Art in Bayern womöglich heute schon ausgestorben.

Eine besondere Art

Die Wiesenweihe ist eine bedrohte Greifvogelart, deren Bestände deutschlandweit sogarunter denen des Seeadlers liegen. Stand die Wiesenweihe in Bayern vormals kurz vorm Aussterben, konnten durch intensive Bemühungen die Bestände der Art nicht nur gesichert, sondern durch jahrzehntelange intensive Schutzbemühungen ehrenamtlicher Naturschützer die Art in Bayern gehalten und ihre Bestände stabilisiert werden.

Am Biohof Kirsch in Sausenhofen: Vorsitzender Sebastian Amler (Mitte), Werner Keim und Michael Schemeth vom LBV dankten der Familie für ihr Engagement. Foto: Johanna Wittemann


Durch ihr heutiges Brutverhalten in Getreidefeldern ist die Art besonders vulnerabel. Wiesenweihen brüten mittlerweile zumeist nicht mehr in Wiesen, sondern in Getreidefeldern, die ihnen bei ihrer Ankunft als geeignet erscheinen. Hierdurch sind sie jedoch besonders gefährdet. Getreide wie Grünroggen wird früh geerntet und bietet keinen Nistplatz auf Dauer. Weizen-, Gerste- oder Roggenfelder sind aussichtsreicher. Zusammen mit intensiven Schutzbemühungen und einer späteren Ernte durch die Bewirtschafter können die Wiesenweihen hier erfolgreich ihre Jungen großziehen. Ohne die Schutzbemühungen würden die Bestände der grazilen Flugkünstler jedoch vermutlich recht schnell wieder zusammenbrechen.
Auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist die Art seit einigen Jahren heimisch.
Finden, schützen, bewundernGut getarnt und versteckt sind die Wiesenweihengelege von außen dabei nicht erkennbar. Hier kommen die Naturschützer ins Spiel. Um gemeinsam mit den bewirtschaftenden Landwirten die Gelege der bedrohten Art sichern zu können, gilt es zuallererst Sucharbeit zu leisten. Mit Ferngläsern und Fernrohren, sogenannten Spektiven, beobachten die LBV-Ehrenamtlichen die Wiesenweihen, um herauszufinden, wo sie ihr Gelege versteckt haben. Die Wiesenweihen-Beauftragten suchen für ein Gelege dabei mitunter tagelang und beobachten die Eltern intensiv. „Nur so können in enger Abstimmung mit den Landwirten die Gelege der schönen Greifvögel geschützt werden. Sind die Nester der Wiesenweihen erst einmal lokalisiert, versuchen wir diese in Absprache mit den Landwirten zu schützen und zu markieren“, erklärt eine der Wiesenweihen-Beauftragten des LBV, Johanna Wittemann. „Landwirte können dann einen kleinen Bereich um das Gelege stehen lassen und nach dem Ausfliegen der Jungen das Feld ganz normal weiterbearbeiten. Für diese Bewirtschaftung gibt es zudem einen finanziellen Ausgleich“, erklärt die Naturschützerin weiter.-

Den Landwirten sei Dank
„Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand, genau so wünscht man sich das! Nur gemeinsam können wir unsere biologische Vielfalt schützen. Die Landwirte stehen hier jeden Tag an vorderster Front. Gerade die kleinbäuerliche Landwirtschaft und die von ihr geprägte Kulturlandschaft wollen wir aus dem Naturschutz unterstützen“, freut sich auch der LBV-Vorsitzende Sebastian Amler. Um diesem Engagement der Landwirte zu danken, hat die LBV-Kreisgruppe in diesem Jahr deshalb ein Wiesenweihen-Fotobuch gestaltet. „Wir wollten nicht nur Danke sagen, sondern diese Dankbarkeit auch zeigen. Herausgekommen ist ein wirklich schönes Buch, dass mich schon jetzt wieder positiv auf die diesjährige Saison blicken lässt“, erklärt Wiesenweihenschützerin Johanna Wittemann.
Gemeinsam wurden die Fotobücher nun von den Wiesenweihenbetrauftragten um Wittemann, Werner Keim und Michael Schemeth zusammen mit dem LBV-Vorsitzenden Sebastian Amler und Gebietsbetreuer Christoph Beckenbauer an die beteiligten Landwirte aus dem letzten Jahr überreicht. Gerhard Kirsch aus Sausenhofen und seine Familie freuten sich über die Wertschätzung und berichteten stolz von ihrem Weihenpaar. Sie machten im letzten Jahr eine besondere Entdeckung: „Für mich war es schon eine Überraschung als plötzlich eine Weihe direkt vor mir aufflog. Wir haben dann sofort den LBV verständigt. Für uns als Biolandwirte gehört Naturschutz zur Landwirtschaft einfach dazu. Wir haben uns riesig gefreut, dass in unserem Feld schlussendlich drei Junge flügge werden konnten! Wie wir später erfahren haben, waren es zwar keine Wiesenweihen aber ihre Verwandten, Rohrweihen. Umso mehr freuen wir uns über die Wertschätzung und hoffen, dass es in diesem Jahr auch mit den Wiesenweihen klappt!“, freut sich auch der Landwirt. Die Familie betreibt zusammen einen landwirtschaftlichen Biobetrieb mit Schaf-Haltung im Nebenerwerb.

Aktiv im Wiesenweihenschutz
Wer sich im Schutz der bedrohten Vögel engagieren möchte, darf sich jederzeit gern an den LBV wenden. Vor allem am Jura sucht der LBV noch nach neuen Aktiven. Interessierte können sich beim LBV per Mail unter weissenburg@lbv.de oder per Telefon bei der Gebietsbetreuung unter 09831 516 98 30 melden. Mehr Informationen und Möglichkeiten finden Sie auch unter: www.weissenburggunzenhausen.
lbv.de.


Neuer Treffpunkt für die Jugend

Stadt Gunzenhausen schafft Platz im ehemaligen Recyclinghof

Mit seinen grünen Fensterläden und der verwinkelten Dachkonstruktion ist das Gunzenhäuser Jugendzentrum in der Spitalstraße zwar schön anzusehen, doch als emotionaler Wohlfühlort für Heranwachsende konnte das Gebäude nicht nachhaltig überzeugen. Die Jugendlichen wollen sich mit Freunden treffen, Spaß haben und auch mal laut sein dürfen, daran hat selbst die Coronapandemie nichts ändern können. Sie wünschen sich multifunktional nutzbare und modern eingerichtete Räume, in denen Konzerte und Veranstaltungen ebenso Platz finden können, wie entspannte Zockerrunden oder gemütliche Gespräche unter Gleichaltrigen. Aufgrund des Standorts sowie der semi-optimalen Aufteilung der Innenräume kann das bisherige Jugendzentrum das alles nicht abbilden. Der Stadtrat hat sich daher dafür entschieden, für Jugendliche Räume an einem anderen Standort bereit zu stellen.  

„Die Jugendlichen brauchen einen Ort, an dem sie sich treffen und wohlfühlen können. Wir haben daher verschiedenste Ideen diskutiert und glauben eine sehr gute Lösung gefunden zu haben. Die neue Heimat der Gunzenhäuser Jugendlichen wird in den Räumlichkeiten des ehemaligen Recyclinghofs entstehen“, erklärt Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz.

Das Gelände liegt zentrumsnah, aktuell werden dort u.a. die mobilen Hochwasserelemente für die Altmühlpromenade gelagert. Die große Warmhalle wird bisher nicht genutzt und soll zum Jugendtreff aus- und umgebaut werden. Der Standort ist optimal, grenzen an das Gelände doch Pumptrackanlage und Skaterpark. Ein direkter Durchgang von der Anlage und ein Eingang in den Gebäudekomplex werden im Zuge des Umbaus angelegt.

Wohngebäude befinden sind keine in direkter Nähe, daher kann es im Rahmen von Konzerten oder anderen Veranstaltungen im Ausnahmefall auch einmal lauter zugehen. Und diese werden künftig möglich sein, wird doch eine kleine Bühneneinheit zur Einrichtung gehören. „Die große Halle werden wir in verschiedene Bereiche aufteilen, geplant sind u.a. zusätzliche Besprechungszimmer und Büros, u.a. für das Streetwork“, ergänzt Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Der Jugendtreff im ehemaligen Recyclinghof wird voraussichtlich Ende 2024, Anfang 2025 eingeweiht.“

Bis dahin wird sich die Verwaltung gemeinsam mit dem Gunzenhäuser Stadtrat um eine inhaltliche Neuausrichtung der städtischen Angebote für Jugendliche bemühen. Bestehende Angebote an Kinder und Jugendliche sollen qualitativ geprüft und konzeptionell weiterentwickelt werden. Insbesondere die pandemiebedingten Einschränkungen haben Spuren in der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen hinterlassen. „Die soziale Isolation gilt es aufzuarbeiten und wir suchen nach guten, begeisterungsfähigen Lösungen. Dazu möchten wir Jugendliche im Stadtgebiet besser erreichen und auf unsere Ideen und Konzepte aufmerksam machen“, erklärt Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „In diesem Zusammenhang werden wir Themenfelder konzentrieren und die Interessen der Zielgruppe noch stärker berücksichtigen.“

Forsters Antrittsbesuch

Bezirkstagspräsident war bei Landrat Westphal

Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster beim Antrittsbesuch mit Landrat Manuel Westphal. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Der im November neu gewählte Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster war zum Antrittsbesuch bei Landrat Manuel Westphal. Die beiden haben sich über aktuelle Themen ausgetauscht, die sowohl den Bezirk Mittelfranken als auch den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen betreffen.

Die Bezirke sind die dritte kommunale Ebene der kommunalen Gebietskörperschaften neben den Städten und Gemeinden sowie den Landkreisen und kreisfreien Städten. Die gewählten Verwaltungsorgane sind die Bezirkstage und die Bezirkstagspräsidenten. Der Bezirk Mittelfranken schafft und unterstützt öffentliche Einrichtungen für das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Wohl aller Bürgerinnen und Bürger, die in Mittelfranken leben. Der Bezirk übernimmt Aufgaben, die die Zuständigkeit oder die finanziellen Möglichkeiten von Gemeinden, Landkreisen und kreisfreien Städten überschreiten.

Die größten Berührungspunkte hat der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mit dem Bezirk als überörtlicher Träger der Sozialhilfe. Dabei unterstützt der Bezirk alte und pflegebedürftige Menschen, Nichtsesshafte, Kriegsopfer und deren Hinterbliebene. Außerdem ist der Bezirk Mittelfranken für die stationäre und ambulante Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung zuständig.

Zu diesen Leistungen bietet der Bezirk Mittelfranken regelmäßig Sprechtage in den Räumlichkeiten des Pflegestützpunkts Altmühlfranken an. Bürgerinnen und Bürger können sich dort nicht nur umfangreich zu den verschiedenen Leistungen informieren, sondern erhalten auch Hilfe beim Ausfüllen der Formulare. „Der Pflegestützpunkt Altmühlfranken hilft Betroffenen und Angehörigen bei Fragen rund um die Themen Pflege und Pflegebedürftigkeit. Die Sprechtage des Bezirks Mittelfranken ergänzen dieses Angebot und tragen dazu bei, dass mehr Klarheit in das komplexe Unterstützungssystem zu bringen“, erklärt Landrat Manuel Westphal.

Das Kommunalunternehmen Bezirkskliniken Mittelfranken errichtet derzeit eine Fachklinik für Psychosomatik am Standort des alten Krankenhauses in Treuchtlingen. „140 stationäre Behandlungsplätze werden am neuen Klinikstandort entstehen. Die Fertigstellung ist im Jahr 2025 geplant“, erläutert Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster.

Aber auch die weiteren Aufgaben des Bezirks insbesondere die Förderung von Kunst, Kultur und Brauchtum wirkt in den Landkreis. So unterstützt der Bezirk Mittelfranken 2024 im Rahmen der Denkmalpflege beispielsweise die Dachsanierung der katholischen Kirche St. Marien in Gunzenhausen sowie das Kloster Heidenheim.

Darüber hinaus liegen viele weitere Aufgaben des Bezirks Mittelfranken im Umweltbereich. So ist der Bezirk aber auch Mitglied in den Zweckverbänden Altmühlsee und Brombachsee und unterstützt damit auch das Fränkische Seenland.

„Die Arbeit des Bezirks und der Landkreise ist fest miteinander verzahnt, ergänzt sich oder baut aufeinander auf. Wir freuen uns deshalb sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit“, ergänzen Westphal und Forster.

Fläche, Form, Farbe

Treuchtlinger Maler stellt in Galerie „korridor.art“ aus


Mit der Ausstellung „Fläche, Form, Farbe“ zeigt der Treuchtlinger Eduard Raab am 24. Februar in der Galerie „korridor.art“ in Gunzenhausen seine vielfältigen Arbeiten. Als Highlight der Art-Night ab 18 Uhr wird der Künstler in der Galerie einige Drucke herstellen.
Der Treuchtlinger Künstler Eduard Raab pendelt künstlerisch zwischen den Landkreisen, Weißenburg-Gunzenhausen, Ansbach und Eichstätt, und ist auch darüber hinaus regelmäßig mit Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten. Seine Arbeiten finden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Kunstsammlungen. Seit 2011 geht Eduard auch einer Dozententätigkeit an den Volkshochschulen Gunzenhausen und Weißenburg nach. Der 1953 in Eichstätt geborene und vielfältig ausgerichtete Künstler, hatte seinen Einstieg in die Kunst ursprünglich über die Ölmalerei. Mittlerweile umfasst sein Repertoire Acrylmalerei, Collagen, Druckgrafiken, Zeichnungen sowie Skulpturen und Assemblagen. Typisch für die Arbeiten sind die flächigen Darstellungsweisen mit dem spannungsreichen Wechselspiel von Gegenständlichem und Ungegenständlichem. Die abstrakten Kompositionen von Form und Farbe folgen dabei immer konsequent den Kriterien von Ordnung, Rhythmus und Harmonie.
Für die Art-Night „Fläche, Form, Farbe“ hat der Künstler eine kleine, mobile Druckwerkstatt vorbereitet und wird ab 18 Uhr einen Einblick in seine Arbeit geben. Bei der Druckgrafik versteht sich Eduard Raab neben der Radierung insbesondere auf den Linolschnitt. Sein Fokus liegt hierbei in der Beschränkung auf die wesentlichen Elemente und die Reduktion auf die Gegensätze von Schwarz und Weiß. „Laut Eduard wird es ein Gunzenhausen-Motiv beim Drucken geben. Wir sind daher gespannt und freuen uns schon sehr auf den Abend.“ verraten die beiden Galeristen Juliane Zeh und George Arauner.
Die Art-Night „Fläche, Form, Farbe“ findet am Samstag, 24. Februar 2024, 18 Uhr, in der Galerie korridor.art, Dr.-Martin-Luther-Platz 13 in Gunzenhausen statt, zu der alle Kunstfreundinnen und Kunstfreunde herzlich eingeladen sind. Der Eintritt ist wie immer frei. Die Ausstellung läuft vom 24. Februar bis zum 4. April 2024.

Über die Galerie: Die Galerie im Herzen von Gunzenhausen zeigt auf knapp 50 m² exklusive Werke zeitgenössischer Kunst, Illustrationen und Grafiken ausgewählter KünstlerInnen. Im Internet ist die Galerie mit eigenem Online-Store unter korridor.art und einem wachsenden Portfolio präsent.
Aktuelle Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag | 13 bis 17 Uhr

„Das schmerzhafte Knie“

Vortragsreihe „Gesundheit im Dialog“ des Klinikums Altmühlfranken

Wenn konservative Behandlungen nicht mehr ausreichen, um Schmerzen zu kontrollieren und die Funktion des Gelenks zu erhalten, kommt ein künstliches Kniegelenk in Frage. Bild: Klinikum Altmühlfranken.

Das Knie ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers und wird den ganzen Tag beansprucht, egal ob beim Laufen, Treppensteigen oder Sitzen. Wenn konservative Behandlungen nicht mehr ausreichen, um Schmerzen zu kontrollieren und die Funktion eines Gelenks zu erhalten, kommt ein künstliches Kniegelenk in Frage.

Als zertifiziertes EndoProthetikZentrum vereint das Klinikum Altmühlfranken ein hohes Maß an Spezialisierung, Kompetenz, Qualität und Erfahrung.

Chefarzt Dr. Bernd Krieg, Leiter des EndoProthetikZentrums am Klinikum Altmühlfranken Gunzenhausen, informiert über medizinische Entwicklungen, Behandlungsmöglichkeiten sowie die individuelle, gemeinsame Planung der Behandlung im Hinblick auf die Bedürfnisse und Wünsche des Patienten.

Im Anschluss an den Vortrag nimmt sich Chefarzt Dr. Bernd Krieg Zeit für individuelle Fragen und ein persönliches Gespräch.

Der Vortrag zum Thema „Das schmerzhafte Knie“ findet am Dienstag, 20. Februar 2024, im Rahmen der Vortragsreihe „Gesundheit im Dialog“ des Klinikums Altmühlfranken statt. Beginn ist um 19 Uhr in der Begegnungsstätte Mission „Eine Welt“, Johann-Flierl-Raum, Neuendettelsau. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Neue Kinderärztin

Eine gute Nachricht für Gunzenhausen

V.l.n.r.: Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Kinderarzt Johannes Gilles, Kinderärztin Dr. Katrin Seybold und Kinderarzt Dr. Markus Frey. Foto: StGun
 


Gunzenhausen wächst und entwickelt sich prächtig. Mit steigenden Einwohnerzahlen steigt aber auch der Bedarf an medizinischer Grundversorgung. Seit Jahren gibt es in Gunzenhausen den Wunsch vieler Eltern und den Bedarf nach weiteren Kinderärzten. Die hier ansässigen Mediziner, Johannes Gilles und Dr. Markus Frey, bemühen sich daher seit langem, eine Kollegin oder einen Kollegen in die Altmühlstadt zu bringen. Auch Bürgermeister Karl-Heinz Fitz unterstützte dieses Bemühen seither intensiv. „Nun ist uns ein kleiner Coup gelungen, der insbesondere Eltern jüngerer Kinder freut“, erklärt Karl-Heinz Fitz. So ist seit kurzem mit Dr. Katrin Seybold eine weitere Kinderärztin zum Team Gilles/Frey gestoßen. Die Anstellung war allerdings an die Voraussetzung geknüpft, größere Praxisräume zu finden. Auf Vermittlung des Bürgermeisters konnten diese in den ehemaligen Kanzleiräumen der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Meyerhuber in der Rotkreuzstraße 12 angemietet werden. Ein Flächenzuwachs von mehr als 100 m², dazu helle, freundliche Räume, große Wartebereiche und nahezu eine Verdopplung an Behandlungs-, Untersuchungs- und Versorgungszimmer waren für die Weiterentwicklung der Praxisgemeinschaft Johannes Gilles und Dr. Markus Frey ein wichtiger Schritt nach vorne.
Zuletzt war die Praxis in der Bühringer Straße in einem städtischen Gebäude untergebracht. Dort hatten die beiden Kinderärzte häufig am Limit gearbeitet. Sie betreuten eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Patienten. Dennoch stiegen die Patientenzahlen stetig. Ein Problem, das viele Ärzte, vor allem in ländlichen Regionen, sehr gut kennen. Es gibt einfach zu wenige Mediziner für zu viele Patienten. Das schreckt potentielle Bewerber ab.
Doch nicht nur das macht Ärzten heute zu schaffen. So berichten Gilles und Frey von stärkeren Belastungen im Vergleich zu früher, beispielsweise wegen Digitalisierungsprozessen oder weil der bürokratische Aufwand immer größer wird. Am Ende bleibt weniger Zeit für den einzelnen Patienten, das Arbeitspensum ist im gleichen Zug allerdings gestiegen. Wobei: In Sachen Digitalisierung ist die Praxis schon sehr gut und auch modern aufgestellt. So gibt es zum Beispiel eine attraktive Praxis-App, mit der Informationen über anstehende Untersuchungen oder auch Urlaube an die Eltern der kleinen Patienten kommuniziert werden. Seit kurzem ist nun Dr. Katrin Seybold Teil des Praxisteam. Die Medizinerin kommt aus dem Nürnberger Raum und war schon länger mit Johannes Gilles in Kontakt. Die beiden Fachleute kannten sich bereits aus der fränkischen Kinderklinik. Mit der räumlichen Vergrößerung war es nun Zeit, nach Gunzenhausen zu kommen und hier als Ärztin zu praktizieren.
„Darüber freuen wir uns sehr und wünschen einen erfolgreichen Start und alles Gute“, so Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Einen kleinen Wehmutstropfen für uns als Verwaltung hat der Umzug der Praxisgemeinschaft dennoch. So haben wir einen zuverlässigen Mieter verloren und müssen uns nun um eine Neunutzung bemühen. Allerdings war mir die Versorgungssicherheit und vor allem die Weiterentwicklung der kinderärztlichen Versorgung in Gunzenhausen wichtiger. Daher habe ich den Kontakt zwischen den Ärzten und dem neuen Vermieter hergestellt. Zum Wohle der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger bin ich froh, dass es mit der Vermittlung dringend benötigter größerer Räume und der Gewinnung von Kinderärztin Dr. Seybold geklappt hat. Damit konnte auch gezeigt werden, dass es sich lohnt, sich gegen den Ärztemangel im ländlichen Raum zu engagieren“.

Straßen, Gassen, Brücken, Plätze

Motto des Weltgästeführertages 2024

Seit 1990 gibt es vom Weltverband der Gästeführer (WTFGA) am 21. Februar den International Tourist Guide Day und seit 1999 beteiligt sich auch der Bundesverband der Gästeführer in Deutschland (BVGD) an dieser Aktion.

Rund um diesen Termin veranstalten die Mitgliedsvereine des BVGD unter einem jährlich wechselnden Motto den „Weltgästeführertag“.

So auch die Gästeführer Fränkisches Seenland. Die Gunzenhäuser Gästeführer laden Sie am 25. Februar um 14:30 Uhr zu einem etwas anderen  Rundgang durch Gunzenhausen ein.

Jeder hat sich sicherlich schon Gedanken gemacht „Warum heißt die Straße so?“ Wir wollen bei diesem Rundgang etwas Licht ins Dunkel bringen.

Treffpunkt ist der Glockenturm am Marktplatz. Die Teilnahme ist kostenlos – da aber die Teilnehmerzahl auf 25 Gäste beschränkt ist, bitte wir um telefonische Anmeldung unter 0171/7824136

Dr. Ludwig gewählt

Neuer Vorsitzender des Landkreistags Mittelfranken

Bei der Sitzung des Landkreistag-Bezirksverbands (von links): Der neue stellvertretende Vorsitzende, Landrat Alexander Tritthart (Landkreis Erlangen-Höchstadt), Landrat Helmut Weiß (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim), Birgit Riesner (Vizepräsidentin Regierung von Mittelfranken), der neue Vorsitzende, Landrat Dr. Jürgen Ludwig, Dr. Kerstin Engelhardt-Blum (Regierungspräsidentin), Landrat Bernd Obst (Landkreis Fürth), Andrea Degl (Geschäftsführendes Präsidialmitglied Bayerischer Landkreistag), Landrat Armin Kroder (Landkreis Nürnberger Land), Landrat Ben Schwarz (Landkreis Roth) und Landrat Manuel Westphal (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen). Foto: Regierung von Mittelfranken/Thomas Müller

Landrat Dr. Jürgen Ludwig ist neuer Vorsitzender des Bezirksverbands Mittelfranken des Bayerischen Landkreistages. Zu seinem Stellvertreter haben die mittelfränkischen Landräte Landrat Alexander Tritthart (Landkreis Erlangen-Höchstadt) gewählt. Die Wahlen waren notwendig geworden, nachdem der ehemalige Fürther Landrat Matthias Dießl das Amt des Präsidenten des Sparkassenverbands Bayern angenommen hatte. „Ich bedanke mich für das Vertrauen meiner Kollegen und freue mich darauf, als Bezirksverbandsvorsitzender die Interessen der mittelfränkischen Landkreise in den nächsten Jahren mit vollem Einsatz zu vertreten“, sagte Dr. Ludwig nach der Wahl.

Der Bayerische Landkreistag ist einer der Kommunalen Spitzenverbände. Wesentliches Ziel des Bayerischen Landkreistags ist es, die kommunale Selbstverwaltung auf der Kreisebene zu sichern und zu stärken.

Neben den Personalien ging es in der regelmäßig stattfinden Sitzung unter anderem um die Krankenhausreform, zu der als Gast Dr. Winfried Brechmann, der Amtsleiter des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, referierte, aber auch um den Ausbau der Ganztagesbetreuung an Grundschulen und das Dauerkrisenthema Asyl und Migration.

Zum Teich statt unter die Räder

Jetzt aktiv werden und Frösche, Kröten und Molche retten


Mit dem Beginn des Frühlings beginnt auch die Wanderzeit der Amphibien. Mindestens 6°C in der Nacht und Regen sind vielerorts der Startschuss für die alljährliche Wanderung der Amphibien zu ihren Laichgewässern. Der LBV baut deshalb bald wieder Amphibienschutzzäune für die stark bedrohten Tiere im Landkreis auf. Die Vorbereitungen für die große Amphibienwanderung laufen bei den Aktiven des LBV schon auf Hochtouren, damit Teichmolche, Grasfrösche und Erdkröten auch in diesem Jahr ihre Laichgewässer wieder möglichst gefahrlos erreichen können. Helfende Hände werden noch gesucht. Vor allem während der Wanderung bis etwa Mitte April ist tatkräftiges Engagement bei der Kontrolle der Zäune sehr willkommen.
Jedes Jahr aufs Neue wandern sie im Frühjahr aus ihren Überwinterungsgebieten wieder zurück zu ihren Teichen, Weihern und Seen: Mit zunehmender Tageslänge, hoher Luftfeuchtigkeit und steigenden Temperaturen, vor allem nachts, ist mit den ersten wandernden Amphibien zu rechnen. Grasfrösche sowie Teich- und Bergmolche sind dann die ersten, die sich auf die Wanderung begeben. Erdkröten folgen später, wenn es noch wärmer geworden ist. Viele der wandernden Amphibien sehen sich auf ihren Wegen jedoch einer Vielzahl an Gefahren ausgesetzt. Ohne spezielle Schutzzäune und der engagierten Arbeit ehrenamtlicher Aktiver würden viele den Weg zu ihren angestammten Laichgewässern nicht überleben. Viele LBV-Gruppen stellen bayernweit daher mobile Krötenzäune auf, um Amphibien an besonderen Gefährdungsstellen vor dem Straßentod zu retten. Bereits seit vielen Jahren betreut auch die LBV-Kreisgruppe Weißenburg- Gunzenhausen mehrere Amphibienzäune, z.B. bei Nennslingen, Weißenburg, Heidenheim oder Stirn. „Sobald die Zäune stehen, kontrollieren unsere aktiven diese jeden Tag, am
besten am frühen Morgen. Befinden sich Amphibien in den Eimern, werden diese in Transporteimern sicher über die Straße getragen“, erklärt der LBV-Vorsitzende Sebastian Amler.

Aktiv im Amphibienschutz

Wer beim Amphibienretten mitmachen möchte, darf sich gern an den LBV wenden. Die reisgruppe freut sich jederzeit über neue Aktive. Vorkenntnisse sind nicht zwingend nötig. Wie die Hilfe funktioniert, wie man die Tiere richtig anfasst, welche Hygienevorschriften zu beachten sind und wie man Grasfrösche von Springfröschen oder Bergmolche von Teichmolchen unterscheidet, ist schnell gelernt. Auch beim Zaunaufbau sind helfende Hände gern gesehen.
Interessierte können den LBV per Mail unter weissenburg@lbv.de über seine Social-Media Kanäle (Instagram @lbv_wug / Facebook @lbvWUG) kontaktieren. Mehr Informationen und Möglichkeiten finden Sie auch unter: www.weissenburggunzenhausen. lbv.de.


„Auframa demmer“

Aktion „Unsere saubere Stadt 2024 läuft an


Gemeinsam Anpacken für eine saubere Stadt! Gunzenhausen bläst nach der kalten Jahreszeit zum traditionellen Frühjahrsputz. Das Ziel: Wälder, Wiesen und Wege von Unrat befreien und so Flora und Fauna schützen. Mitmachen können alle, vom Verein, über die Schulklasse bis hin zur einzelnen Bürgerin oder zum einzelnen Bürger. Ein fester Sammeltermin wird auch 2024 nicht vorgegeben.
Wer anpacken will, der kann sich beim Hauptamt der Stadt Gunzenhausen unter Tel. 09831/508 111 oder per E-Mail an hauptamt@gunzenhausen.de über die Aktion informieren. Ein digitales Anmeldeformular wurde unter www.gunzenhausen.de/aktion-unsere-saubere-stadt.html eingerichtet und sollte mindestens eine Woche vor dem geplanten Aktionstag per E-Mail an hauptamt@gunzenhausen.de zurückgesendet werden. Wie in den Vorjahren stellt die Stadt Gunzenhausen Mülltüten und Gartenhandschuhe kostenlos zur Verfügung.
Nach der Aktion werden die Müllsäcke an festgelegten Sammelstellen vom städtischen Bauhof abgeholt und fachgerecht entsorgt. Eine Auflistung der Sammelstellen kann unter der angegebenen Internetadresse abgerufen werden. Profitipp: Nutzen Sie alte Müllsäcke von
daheim und bringen Sie Ihre eigenen Handschuhe mit – auf diese Weise werden Ressourcen gespart und weiterer Müll vermieden.
Alle fleißigen Helferinnen und Helfer werden zur Stärkung mit einer kleinen Brotzeit als Dankeschön belohnt. Hierfür übernimmt die Stadt Gunzenhausen freiwillig die Kosten in Höhe von bis zu sieben Euro pro teilnehmender Person.
Die Firma Städtereinigung Rudolf Ernst aus Gunzenhausen unterstützt die diesjährige Aktion. Sie stellt, wie schon in den vergangen Jahren, auch in 2024 kostenlos eine Abfallmulde zur Entsorgung des von den Teilnehmergruppen gesammelten Mülls zur Verfügung.