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Weißt du, wo die Baumkinder wohnen?

Aktion der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen

Foto: Babett Gutmann

Der Expeditions-Rucksack ist gepackt! Exklusiv für jeweils eine Familie und erlaubte Kontaktpersonen, beispielsweise weitere Kinder, bietet die Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen ein Bilderbuchkino und einen Spaziergang mit der Quiz-App „Actionbound“ an. Angelehnt an Peter Wohllebens Bilderbuch „Weißt du, wo die Baumkinder sind?“ können Eltern und Kinder sich im Burgstallwald auf die Suche nach Baum-Nachwuchs machen und mit Hilfe eines vom Büchereiteam gepackten Rucksacks die Quizfragen lösen. Gut geeignet ist das Waldabenteuer für Kinder von sechs bis zwölf Jahren, aber auch jüngere Kinder können dabei sein.

Informationen zum Burgstallwald und zu seinen kleinen „Geheimwegen“ hat das Büchereiteam von Forstamtmann Bernhard Leidel von der Forstverwaltung Gunzenhausen erhalten. Dank der Unterstützung des Oetinger-Verlags gibt es einige Kinderbücher zum Themenbereich Natur zu gewinnen.

Ein Familien-Termin für das Bilderbuchkino und das Quiz kann im Aktionszeitraum vom 8. Juni bis zum 2. Juli 2021 dienstags bis freitags vereinbart werden. Nähere Informationen erhalten Sie über die Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen, Telefonnummer 09831/508-320 oder E-Mail buecherei@gunzenhausen.de.  

Neuer globaler Konflikt

Autoritäre Regime gegen liberale Demokratien

Infolge der neuen Medien, der neuen Technologien und der globalen wirtschaftlichen Verflechtung gestaltet sich die Weltpolitik immer kleiner und enger. Die gegenseitige „Aufeinanderbezogenheit“ der nicht mehr so richtig souveränen Nationalstaaten nimmt bei offeneren Grenzen ständig zu, erhöht die Komplexität von Politik und stellt die Bürger vor immer größere intellektuelle Herausforderungen.

Das früher so eingängige und Komplexität reduzierende Kuschelgefühl „Wir Deutschen“ oder „Wir Franzosen“, wir denken mal zunächst und vor allem an uns selbst und lassen ansonsten „die anderen“ außen vor, trägt heute nicht mehr. Um die Zukunft von uns und unseren Kindern zu sichern, müssen wir heute die Situation unserer Nachbarn, unseres Kontinents, unserer Verbündeten in der NATO, ja sogar globale Dimensionen mit ins nationale Kalkül einbeziehen.

Und global zeichnet sich nach der Wahl von US-Präsident Biden eine neue weltweite Kontroverse ab, die die globale Agenda ganz neu bestimmen wird: es geht um nichts weniger als um die zentrale Frage: wird sich weltweit das System „liberale Demokratie“ oder das System „Autoritäres Herrschaftsregime“ durchsetzen.

Für Demokratie und Liberalität inklusive der Einhaltung der Menschenrechte stehen Länder wie die USA und Deutschland während China und Russland als Prototypen autoritärer Systeme gelten. Welches dieser Systeme findet langfristig die Unterstützung der Menschen, welches System ist wirtschaftlich erfolgreicher, welches System findet mehr Unterstützung unter den Staaten der Welt, welches System kann sich bei regionalen Konflikten besser durchsetzen, welches System bewältigt akute Krisen wie Pandemien oder Klima nachhaltiger, letztlich geht es um die Frage, welches dieser beiden Systeme wird in der zukünftigen Welt dominant sein und als erstrebenswertes Vorbild akzeptiert werden. Wie werden sich in so einer globalen Auseinandersetzung Indien oder die Türkei positionieren? Wie werden sich die Staaten Afrikas entwickeln? Wie weit wird sich der Einflussbereich Chinas regional und weltweit ausdehnen? Langfristig von zentraler Bedeutung sozusagen als Zünglein an der Waage wird interessanterweise die Rolle Russlands sein: wenn – vielleicht – Russland nach Putin doch noch den Weg in eine demokratische Entwicklung finden würde, könnte das globale Pendel eindeutig zugunsten der liberalen Demokratien ausschlagen. Wenn Russland im „autoritären Lager“ verbleibt, muss mit einer sehr langen und sehr intensiven Auseinandersetzung insbesondere zwischen China und den USA gerechnet werden. Beide Supermächte werden mit allen Mitteln versuchen, Kombattanten und Anhänger zu finden, die mit ihnen den Kampf gegen den anderen führen. Man kann nur hoffen und beten, dass dieser zu erwartende Konflikt ohne militärische Waffen ausgetragen wird.

Die Rolle Europas und Deutschlands in diesem Konflikt ist einerseits klar und deutlich, weil wir auf Seiten der liberalen Demokratie stehen müssen. Andererseits ist es Aufgabe Europas Russland nicht völlig „aufzugeben“, sondern das kleine Flämmchen der Demokratie in Russland aufrecht zu erhalten und zu fördern. Und mit China können wegen des Konflikts mit den USA schon aus Gründen der wirtschaftlichen Klugheit nicht alle Kontakte gekappt werden. Demzufolge sind Deutschland und Europa wieder einmal in der Rolle des „Weltkind in der Mitten“, in der Rolle eines parteiischen Vermittlers. Man kann nur hoffen, dass dieser schwierige Spagat gelingt.

DR. INGO FRIEDRICH, langjähriger Europaabgeordneter der CSU, Gunzenhausen

10 Jahre Stadtradeln

Agenda 21 veranstaltet Fahrrad-Aktionstag auf dem Marktplatz

Das Stadtradeln in Gunzenhausen ohne die Agenda 21-Gruppe? Undenkbar, stehen doch beide für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, und damit für die vielleicht prägendsten und wichtigsten Themen unserer Zeit. In diesem Jahr feiert die Altmühlstadt ein kleines Jubiläum und freut sich über 10 Jahre Stadtradekb. Grund genug für die Agenda 21-Guppe um Ingrid Pappler, einen tollen Aktionstag rund um das Thema „Fahrrad“ auf dem Gunzenhäuser Marktplatz zu veranstalten. Das vielfältige Event findet am Samstag, 12. Juni 2021, von 10 bis 15.30 Uhr statt und wird – wie es aktuell hoffen lässt – auch nicht von der Corona-Pandemie ausgebremst.

„Wir freuen uns sehr auf den Aktionstag und haben uns ein vielfältiges Programm überlegt. Unter anderem können diverse Lastenfahrräder Probe gefahren werden und auf dem Boden wartet eine riesige Landkarte darauf, das Radwegenetz Bayern zu erkunden“, so Ingrid Pappler. „Als besonderes Highlight installieren wir auf dem Marktplatz eine Fahrradwaschanlage, in der die geliebten Zweiräder einfach und kostenlos gewaschen werden können.“ Gegenwärtig erfährt das Fahrrad einen richtigen Boom und hat sich innerhalb kürzester Zeit vom bloßen Fortbewegungsmittel zum Lifestyleobjekt und Klimaschutzinstrument entwickelt. „Das Fahrrad bringt uns schnell und einfach, kostengünstig und klimaneutral von A nach B. Dazu muss man in den seltensten Fällen einen Parkplatz suchen“, schmunzelt Ingrid Pappler.

Die Stadt Gunzenhausen ist traditionell eine zweiradbegeisterte Stadt. Die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Stadt“ kam daher nicht von ungefähr und ist kein flüchtiger Ausdruck des Zeitgeists. „Unser schönes Gunzenhausen liegt inmitten intakter Natur und unsere Bürgerinnen und Bürger sind sich ihrer Verantwortung dieser gegenüber bewusst“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Wenn es geht, lassen die Gunzenhäuser das Auto stehen und nutzen ihr Fahrrad. Wir sind eine fahrrad- und stadtradeln-verrückte Stadt und ich und freue mich sehr über den Aktionstag der Agenda 21-Gruppe.“

Steinbruch wird größer

Schrittweise Erweiterung des Steinbruches um 34 Hektar

Die Firma Schotter- und Steinwerk Weißenburg GmbH & Co. KG (SSW) betreibt seit vielen Jahren in der Gemarkung Weißenburg einen Steinbruch mit einer Abbaufläche von derzeit etwa 70 Hektar sowie weitere Anlagen zum Verarbeiten des gewonnenen Steinmaterials, insbesondere Brecher- und Siebanlage sowie Steinspaltanlagen.

Die Firma SSW beabsichtigt nun, den bestehenden Steinbruch in östlicher Richtung auf dem Grundstück Flur Nr. 3033 der Gemarkung Weißenburg um 34,68 Hektar zu erweitern. Der Abbau soll dort 2022 beginnend in 10 Abschnitten in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung bis 2040 erfolgen. Derzeit wird die Fläche forstwirtschaftlich genutzt.

Das dort anstehende Kalkgestein wird je nach Güte zu Schotterprodukten verarbeitet oder als Naturwerkstein gewonnen und als Blockware oder Mauersteinen vertrieben. Der Absatz und Verwendung erfolgen überwiegend im regionalen und süddeutschen Raum.

Die Erschließung ist gesichert und erfolgt über den bestehenden Steinbruch.

Die notwendigen Betriebseinrichtungen sind im Bestand bereits vorhanden. Betriebsumfang und Kapazität der Anlage werden durch die Erweiterung der Abbaufläche nicht erhöht. Nach dem Abbau ist eine Verfüllung mit unverwertbarem Bruchmaterial und Einbau von unbelastetem ZO-Material sowie anschließender Wiederaufforstung (Laubwald mit Buche) und Schaffung von Biotopstrukturen vorgesehen.

Das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren wird aufgrund seiner Größe als Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt. Teil des Verfahrens ist auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP).

Der Genehmigungsantrag und die zugehörigen Unterlagen sowie der UVP-Bericht liegen in der Zeit vom Montag, 14.06.2021 bis einschließlich Dienstag, 13.07.2021 jeweils von Montag bis Freitag während der Öffnungszeiten im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen, Umweltamt, Bahnhofstraße 2, Dienstgebäude F „Alte Post“, Zimmer 2.05, 91781 Weißenburg (Telefon: 09141/902-319; E-Mail: utz.loeffler@landkreis-wug.de) zur allgemeinen Einsichtnahme aus. Aufgrund der Corona-Pandemie ist eine vorherige Terminvereinbarung unter der vorgenannten Telefonnummer oder per Mail erforderlich. Die Hygienestandards und Abstandsregelungen sind einzuhalten.

Der Genehmigungsantrag mit den zugehörigen Unterlagen sowie dem UVP-Bericht ist während des Auslegungszeitraumes (14.06. bis 13.07.2021) im Internet über die Cloud BayernBox des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen öffentlich abrufbar. Die dafür erforderliche Internetadresse sowie das Passwort für den Abruf der Unterlagen in der Cloud BayernBox des Landratsamtes sind auf der Homepage des Landkreises unter zu finden.

Zusätzlich zu den genannten Informations- und Abrufmöglichkeiten sind der Genehmigungsantrag mit den zugehörigen Unterlagen sowie der UVP-Bericht ab dem Beginn des Auslegungszeitraumes im zentralen Informationsportal über Umweltverträglichkeitsprüfungen in Bayern (https://uvp-verbund.de/by) einsehbar.

In rechtlicher Hinsicht maßgeblich ist jedoch der Inhalt der zur Einsicht in Papierform ausgelegten Unterlagen.

Etwaige Einwendungen gegen das beantragte Vorhaben können ab Beginn der Auslegungsfrist bis einen Monat nach deren Ablauf, also vom 14.06.2021 bis 13.08.2021 (Einwendungsfrist) schriftlich oder elektronisch beim Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen erhoben werden.

Der Erörterungstermin für die form- und fristgerecht erhobenen Einwendungen ist am Mittwoch, 29. September 2021 um 09.00 Uhr, im kunststoffcampus bayern, Richard-Stücklen-Straße 3, 91781 Weißenburg, vorgesehen.

In diesem Erörterungstermin können dann die fristgerecht erhobenen Einwendungen, soweit diese für die Prüfung der Genehmigungsvoraussetzungen von Bedeutung sein können, mit dem Antragsteller und denjenigen, die schriftlich oder zur elektronisch Einwendungen erhoben haben, erörtert werden.

Alternativ kommt nach dem Planungssicherungsgesetz coronabedingt auch die Ersetzung des Erörterungstermins durch eine sogenannte „Online-Konsultation“ in Betracht, sollte die Durchführung eines physischen Erörterungstermins nach den dann geltenden Bestimmungen des Infektionsschutzrechts zu gegebener Zeit rechtlich unzulässig sein oder im Übrigen aus Gründen des Infektionsschutzes bzw. aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens vor Ort nicht vertretbar erscheinen. Auch dazu wird das Landratsamt durch eine entsprechende Bekanntmachung rechtzeitig im Vorfeld des Erörterungstermins informieren.

Verbannung war gerechtfertigt

Zur Wiederaufnahme von Müller und Hummels in die Fußball-Nationalelf

Ich ärgere mich über das kurze Gedächtnis vieler Fußballfans und Sportredakteure, wenn es um die Nominierung der beiden Fußballstars geht. Deutschland ist 2018 bei der EM in Russland nach enttäuschenden Auftritten gegen Mexiko und Südkorea völlig zurecht ausgeschieden. Von 32 teilnehmenden Teams landete die Elf nach dem Vorrunden-Aus auf dem 22. Rang.

Damals gab es in ganz Deutschland einen berechtigten Sturm der Entrüstung über die katastrophal schlechte Performance der Löw-Elf. Die Spiele waren grottenschlecht und somit das frühe Ausscheiden nur logisch. Viele Fans und selbsternannte Experten forderten den Rücktritt des Bundestrainers und den Neuaufbau der Nationalmannschaft.  Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng – damals Leistungsträger – waren die größten Enttäuschungen. Sie hatten in ihrer Rolle als Führungsspieler versagt.

Verwundert und verärgert war und bin ich über die Reaktionen der drei Ausgemusterten, die sich von der Konsequenz des Bundestrainers schwer getroffen fühlten. Mats Hummels spricht gar von einer „persönlichen Niederlage“, die ihm Löw zugefügt habe. Ähnlich hat sich auch Thomas Müller wiederholt geäußert. Also: Keine Spur von Selbstkritik oder gar Verständnis für das konsequente Verhalten des Trainers und den lautstarken Ruf nach einem Neuaufbau. Mich wundert, dass die Medien  bei  der Larmoyanz der 2018er Verlierer permanent mitmachen anstatt sie an ihr Auftreten vor drei Jahren zu erinnern und sie für das blamable  Abschneiden mitverantwortlich zu machen.

Sicher sind Müller und Hummels heute wieder ausgezeichnete Akteure, aber damals waren sie es eben nicht. Ihre derzeit gute Form wird enden und dann wird es neue Spielerpersönlichkeiten geben, die den Takt angeben und die anderen mitziehen. So war es immer und so wird es auch künftig sein.

Werner Falk, Gunzenhausen

FDP-Fraktion akzeptiert

Großprojekt “Center Parc” kommt nicht

„Wir akzeptieren die Entscheidung der Pfofelder Bürger, die Planung für den Center Parcs nicht weiter zu verfolgen“, sagt Werner Falk, der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Weißenburg-Gunzenhausen, „wenngleich wir uns ein anderes Votum gewünscht hätten“.  Als gute Demokraten nähmen die Freien Demokraten die, wenn auch mit 52,4 Prozent sehr knappe Abstimmung der Gemeindebürger zur Kenntnis.

Mit dem Votum sei das touristische Großprojekt „gestorben“. Für das Fränkische Seenland  sei eine Chance zur weiteren Entwicklung vertan worden. Jetzt dem Center Parcs nachzutrauern bringe nichts. „Die Würfel sind gefallen, damit sollten sich alle Befürworter abfinden. Wir raten auch davon ab, jetzt mit juristischen Tricks das Großprojekt in der Seenlandregion sozusagen über Wasser zu halten“.

Mit der Bürgerentscheidung gegen den Ferienpark ist aber noch keine Entscheidung gefallen, wie das Munagelände für die Allgemeinheit nutzbar gemacht werden  kann, wenn die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben einer irgendwie gearteten neuen Nutzung zustimmt und nicht darauf besteht, es für alle Zeit ruhen zu lassen.

„Wir sehen durchaus noch die Chance, das Gelände teilweise nutzen zu können, aber als Voraussetzung gilt die die restlose Beseitigung der militärischen Altlasten durch den Eigentümer, also den Bund“, sagt Fraktionschef Werner Falk.  Er bringt seinen früher geäußerten Hinweis auf eine Wald-Feriensiedlung in Erinnerung, wie er sie am Schwielowsee bei  Potsdam kennengelernt hat. „Aber auch dafür bräuchten wir einen privaten Investor, denn die Gemeinde Pfofeld oder der Landkreis werden sich kaum auf diesem Sektor engagieren“, sagt der Kommunallpolitiker.

KulturHerbst am 2. Oktober

Lange Einkaufsnacht ist in diesem Jahr geplant

Am 2. Oktober 2021 soll es die siebte Auflage des “KulturHerbst” mit langer Einkaufsnacht geben. Obwohl – oder besser gerade weil – derzeit noch keine Informationen bzw. Vorgaben darüber vorliegen, ob aufgrund der Corona-Pandemie im Oktober (Groß-)Veranstaltungen wieder möglich sein werden, und falls ja, unter welchen Voraussetzungen, haben sich die Organisatoren des KulturHerbst – Stadt Gunzenhausen und Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. – dazu entschlossen, die Planungen für den diesjährigen KulturHerbst zum jetzigen Zeitpunkt normal weiter laufen zu lassen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich der KulturHerbst mit langer Einkaufsnacht in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Veranstaltungen für Gunzenhausen entwickelt hat und bereits im letzten Jahr Corona-bedingt ausfallen musste. Sollte es aufgrund Corona zu einer Absage der diesjährigen Veranstaltung kommen, wird hierüber rechtzeitig informiert.

Zum großen Erfolg der bisherigen Ausgaben haben neben den verschiedenen Bühnenprogrammen ganz besonders die vielen kleineren und größeren Aktionen der beteiligten Betriebe und Vereine beigetragen. Diese haben mit viel Engagement und Einsatz dafür gesorgt, dass sowohl in als auch vor den Geschäften jede Menge los war und sich der KulturHerbst nebst Einkaufsnacht bis 23 Uhr zu einem Highlight im Veranstaltungskalender und zu einem wichtigen Werbeträger für Gunzenhausen entwickelt hat.

Auch in diesem Jahr sind die Verantwortlichen von Stadt und Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. zuversichtlich, dass sich wieder zahlreiche Geschäfte, Betriebe und Vereine mit attraktiven und ausgefallenen Ideen beteiligen und Bürgern und Besuchern Gunzenhausens einen erlebnisreichen Tag bescheren werden.

Bis spätestens 23. Juni 2021 haben Geschäfte, Unternehmen und Vereine Zeit, sich für die Teilnahme am KulturHerbst anzumelden und diesen zu nutzen, sich einem breiten Publikum aus der gesamten Region zu präsentieren. Die Anmeldeunterlagen können im Internet unter kulturherbst.gunzenhausen.de/download.html heruntergeladen werden.

Neue Konzertreihe

Die erste Saison startet ab Oktober 2021

Von links: Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Christine Hochenbleicher von der Kulturagentur musiCiamo, Leiterin Kulturbüro Astrid Stieglitz, Amtsleiter Tourismus und Kultur Wolfgang Eckerlein

Nicht nur für Kunst- und Kulturschaffende ist die globale Corona-Pandemie eine immense Belastung. Auch das Publikum lechzt nach vielen Monaten der Einschränkungen nach etwas Abwechslung und Live-Programm. Nachdem pandemiebedingt auch in der Stadt Gunzenhausen zuletzt mehrere Veranstaltungen abgesagt werden mussten, soll spätestens im Oktober 2021 ein großer Schritt aus der kulturellen Krise gelingen. Dann startet erstmals die Gunzenhäuser Konzertreihe, und das gleich mit einem Paukenschlag, denn mit dem Notos Klavierquartett & Wies de Boevé Kontrabass wird eine der wichtigsten Kammermusikensembles der Gegenwart in der Stadthalle erwartet. Doch das ist nur der Anfang mehrerer Top-Klassikevents. Nun wurden die Einzelheiten und die Bedeutung der 1. Gunzenhäuser Konzertreihe vorgestellt.

Die Gunzenhäuser Konzertreihe ist die neueste von bundesweit elf höchst erfolgreichen Reihen, die vom Pianisten-Ehepaar Susanne und Dinis Schehmann künstlerisch geleitet werden. Dementsprechend hochkarätig ist die Besetzung. „Im gesamten Landkreis gibt es keine Veranstaltung, die sich damit vergleichen lässt“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Das Programm ist hochwertig und abwechslungsreich. Was Klassikfans sonst meist nur in der Großstadt erleben können, konnten wir nach Gunzenhausen in unsere Stadthalle holen.“ Insgesamt handelt es sich um fünf Konzerterlebnisse, die perfekt aufeinander abgestimmt wurden. „Dabei bieten wir Highlights zum unschlagbaren Preis“, so Astrid Stieglitz, Leiterin des Gunzenhäuser Kulturbüros. „Wir bieten die Konzerte im Abo für insgesamt gerade einmal 100 Euro an, was eine Einsparung von 40% zum Einzelpreis bedeutet. Ermäßigungen gibt es u.a. für Schüler und Auszubildende. Das Beste ist, dass Kinder bis 6 Jahren kostenlos mit reindürfen. Für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren wird die Karte 5 Euro kosten.“

Entwickelt wurde die Gunzenhäuser Konzertreihe vom Kulturbüro zusammen mit Christine Hochenbleicher von der Kulturagentur musiCiamo, die die Kontakte zu den größtenteils international renommierten Künstlerinnen und Künstlern herstellte. Es wurde auf Vielfalt geachtet und auf Beiträge, die auch Nicht-Klassikfreunde ansprechen. So reicht das Repertoire von klassisch-romantisch bis innovativ-modern. „Gunzenhausen ist eine musikalische Stadt und wir wollen hochwertige Musik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen“, so Wolfgang Eckerlein, Amtsleiter Tourismus und Kultur. „Die Gunzenhäuser Konzertreihe kann der Beginn von etwas Großem sein.“

Das Abonnement kann nur im Vorverkauf erworben werden, Einzelkarten gibt es an der Abendkasse. Für Fragen rund um die 1. Gunzenhäuser Konzertreihe stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen des Kulturbüros und der Tourist Information unter der Telefonnummer 09831/508-300 / -109 oder per E-Mail unter kulturamt@gunzenhausen.de gerne zur Verfügung. Das Veranstaltungsprogramm finden Sie unter www.gunzenhausen.info.

Aktueller Corona-Stand

Corona-Situation im Landkreis

Wie in den Nachbarlandkreisen zeichnet sich nun auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ein langsames, aber spürbares Nachlassen des pandemischen Geschehens ab. Die 7-Tage-Inzidenz ist mittlerweile auch auf unter 50 gesunken und liegt weiterhin stabil unter 100.

Das Gesundheitsamt sieht zwar eine positive Tendenz sinkender Fallzahlen, doch kann derzeit noch keine endgültige Entwarnung gegeben werden. Bereits ein einziger größerer Ausbruch könnte die Zahlen wieder rasch ansteigen lassen.

Wie auch in den vergangenen Wochen spielt sich das Infektionsgeschehen vorwiegend im privaten Bereich, vereinzelt auch in Betrieben ab. In der Grundschule Treuchtlingen stehen derzeit drei Schulklassen unter Quarantäne, nachdem dort kurz vor den Ferien drei Kinder positiv getestet worden waren. Vereinzelt sind auch weitere Einrichtungen und Betriebe von Corona-Infektionen betroffen, jedoch kam es zum Glück zu keinem Ausbruchsgeschehen mit Folgeinfektionen.  

An den beiden Standorten des Klinikums Altmühlfranken werden derzeit zehn Patienten mit oder wegen einer Corona-Infektion behandelt. Davon liegen vier Patienten auf der Intensivstation, zwei davon beatmet.

Aktueller Stand der Impfungen

21.503 Personen wurden bisher im Landkreis am Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen erstgeimpft. 11.519 Personen haben bereits eine Zweitimpfung erhalten. Auch die niedergelassenen Ärzte setzen die Impfungen weiter fort und konnten mittlerweile 15.744 Erstimpfungen und 2.862 Zweitimpfungen durchführen. Somit sind 39 Prozent der Bevölkerung im Landkreis erstgeimpft.

In der kommenden Woche werden 2.156 Zweitimpfungen am Impfzentrum durchgeführt. Der angelieferte Impfstoff reicht derzeit nur für die notwendigen Zweitimpfungen aus. Für Erstimpfungen wird dem Impfzentrum momentan kein Impfstoff zur Verfügung gestellt, weshalb bis auf weiteres nicht mehr jeden Tag geöffnet sein wird.

13.281 Personen aus dem Landkreis sind noch über BayIMCO, dem bayerischen Impfregistrierungsportal für eine Impfung gegen das Coronavirus registriert, davon 7.116 Personen, die einer der Priorisierungsgruppen zugeordnet werden können.

Das Impfzentrum ruft nochmal alle bereits registrierten Personen, die sich anderweitig haben impfen lassen, dazu auf, ihren Account im Registrierungsportal zu löschen. Es sind immer noch über 2.000 Personen registriert, die eine Termineinladung erhalten haben, diese aber nicht angenommen haben.

Trends im Handel

Stadtmarketing Gunzenhausen zu digitalem Vortrag ein

Solveig Lüthje referiert am 29. Juni online zu den Trends im Handel.

Das Image und die Kommunikation eines Unternehmens spielt für Kunden und für das Personal eine immer wichtigere Rolle. Erfolgreich sein kann nur der, der positiv wahrgenommen wird und Menschen durch sein Handeln und seine Maßnahmen begeistern kann. Gerade im Bereich des stationären Handels hat sich im Zuge der zunehmenden Digitalisierung ein Wandel vollzogen und zahlreiche neue Ansätze wurden entwickelt. Doch welcher davon wirklich zum Trend werden kann, das ist häufig nur schwer zu erkennen. „Gerade im Bereich des stationären Handels ist in der letzten Zeit viel passiert und es ist nicht immer leicht, den Überblick zu behalten“, so Markus Jocher vom Citymanagement Gunzenhausen. „Aus diesem Grund haben wir aktuelle Trends mit tatsächlichen Zukunftschancen herausgefiltert und wollen diese nun unseren heimischen Unternehmern zeigen und näherbringen. Ein digitaler Vortrag mit ausgewiesenen Experten in diesem Bereich, erscheint uns hierbei die beste Möglichkeit zur Wissensvermittlung.“ 

Am 29. Juni, um 19 Uhr findet daher ein digitaler Fachvortrag mit dem Titel „Trends im Handel“ statt. Mit Solveig Lüthje (CIMA) konnte eine Expertin mit dem Schwerpunkt Unternehmenskommunikation gewonnen werden. Themen des Abends werden u.a. moderne Wahrnehmungsprozesse sein bzw. wie eine gute Außenwahrnehmung den Kaufentscheidungsprozess positiv beeinflusst und wie menschliche Emotionen durch gestalterische Momente geweckt werden können. „Wir sind froh über die Möglichkeit des Austauschs. Ein verbessertes Image stärkt immer die Kundenbindung und letztlich damit die eigene Firmenidentität. Ich hoffe, dass sich viele unserer Unternehmerinnen und Unternehmer zum digitalen Vortrag anmelden“, so Andreas Zuber von der Wirtschaftsförderung Gunzenhausen.      

Wer sich für den digitalen Vortrag „Trends im Handel“ am 29. Juni 2021 interessiert, kann sich kostenlos per E-Mail unter info@stadtmarketing-gunzenhausen.de oder per Telefon unter 09831/508-131 gerne anmelden.