Tag Archives: Gunzenhausen

Jugendarbeit reformieren

Junge Union bringt ihr Positionspapier in die Diskussion ein

Die CSU-Gunzenhausen beriet kommunale Themen unter der Leitung von Vorsitzendem Manuel Blenk (Mitte).

Ihre Jahreshauptversammlung hielt die CSU Gunzenhausen im Gasthaus „Zur Linde“ in Unterwurmbach ab. Dort erklärte der seit einem Jahr amtierende Vorsitzende Manuel Blenk, dass sich zwei Gemeinschaftssitzungen von Ortsvorstandschaft und Stadtratsfraktion als vorteilhaft erwiesen haben, weshalb diese Formation fortgesetzt werden soll.
Wie Blenk erklärte, ist im Ortsverband im Corona-Jahr viel über die sachliche Themen gesprochen worden, beispielsweise über das Neugebiet Reutberg III, die Bahnreaktivierung mit Wassertrüdingen oder die E-Zugverbindung zu Pleinfeld. Neben einer gut ausgebauten ÖPNV-Struktur wolle man als Ortsverband auch die Jugendarbeit in Gunzenhausen reformieren. „Wir setzen hier auf die JU mit ihrem Ortsvorsitzenden Manfred Pappler jun., die gemeinsam mit uns ein Positionspapier ausarbeiten“, merkte Blenk an. Die Jugendarbeit müsse transparenter und zeitgemäßer werden. Es müsse genau nachvollziehbar sein, was verschiedene Funktionsträger der Stadt leisteten. Ortsschatzmeister Arno Dernerth stellte den Kassenbericht vor.

KulturHerbst am 1. Oktober

Lange Einkaufsnacht in Gunzenhausen

Nach zweijähriger Pause wird es am 1. Oktober 2022 die siebte Auflage des KulturHerbst Gunzenhausen mit langer Einkaufsnacht bis 23 Uhr geben.
Bereits seit mehreren Wochen ist das Organisationsteam, bestehend aus Vertretern des Handels, der Gastronomie, der Verwaltung und weiterer „Aktiver“ mit den Planungen für diese Veranstaltung befasst, um wieder ein hochwertiges Programm auf die Beine zu stellen und ideale Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen KulturHerbst 2022 zu schaffen.
Zum großen Erfolg der bisherigen Ausgaben haben neben den verschiedenen Bühnenprogrammen und dem auch in diesem Jahr wieder geplanten Klassikertag ganz besonders die vielen kleineren und größeren Aktionen der beteiligten Betriebe beigetragen. Diese haben mit viel Engagement und Einsatz dafür gesorgt, dass sowohl in als auch vor den Geschäften jede Menge los war und sich der KulturHerbst nebst Einkaufsnacht bis 23 Uhr zu einem Highlight im Veranstaltungskalender und zu einem wichtigen Werbeträger für Gunzenhausen entwickelt hat.
Auch in diesem Jahr sind die Verantwortlichen von Stadt und Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. zuversichtlich, dass sich wieder zahlreiche Betriebe aus Handel, Gastronomie, Handwerkund Dienstleistung mit attraktiven und ausgefallenen Ideen beteiligen und Bürgern und Besuchern Gunzenhausens einen erlebnisreichen Tag bescheren.
Bis zum 1.06.2022 haben Geschäfte und Unternehmen Zeit, sich für die Teilnahme am KulturHerbst anzumelden und diesen zu nutzen, sich einem breiten Publikum aus der gesamten Region zu präsentieren. Die Anmeldeunterlagen können im Internet unter kulturherbst.gunzenhausen.de/download.html heruntergeladen werden.

Partner der BR-Radltour 2022

Fränkischer WasserRadweg ist Partner der Tour

Gunzenhausen ist zum zweiten Mal die Endstation des BR-Radelns.

Tagsüber radeln – abends feiern: Unter diesem Motto veranstaltet der Bayerische Rundfunk seit über 30 Jahren jeden Sommer die BR Radltour durch Bayern. Nach zwei Jahren Pause sind die Radler 2022 wieder unterwegs – und der Fränkische WasserRadweg gehört zu den Partnern.
Der Abschnitt auf dem Fränkischen WasserRadweg bildet 2022 das Finale der insgesamt etwa 500 Kilometer langen BR-Radltour, die durch mehrere bayerische Regierungsbezirke führt. Gestartet wird am 31. Juli in Cham, das Ziel Gunzenhausen wird am 5. August erreicht. Das Team des Fränkischen WasserRadwegs ist von Anfang an mit dabei und bei den täglichen Abendveranstaltungen in den Etappenorten jeweilsmit einem Stand vertreten. Die Teilnehmenden können sich dort nicht nur Infomaterial über den Fernradweg abholen, sondern bekommen auch eine Erfrischung für die müden Beine.

Verlosung im Fernsehen

Bei der Aktion „Radlglück!“ wird im Rahmen der BR-Sendung „Wir in Bayern“ (Montag bis Freitag von 16:15 bis 17:30 Uhr) bis 13. Mai 2022 eine mehrtägige Radreise auf der Route verlost. Gewinnen Sie einen Radlurlaub mit Seegenuss und Burgromantik! Pure Entspannung bietet die Drei-Tagestour mit drei Übernachtungen auf einem Teilabschnitt des Fränkischen WasserRadwegs: Erkunden Sie die Seen und Flüsse im Fränkisches Seenland, im Naturpark Altmühltal und im Romantisches Franken.
Radeln Sie durch wunderschöne Landschaften und historische Städtchen – und übernachten Sie in einer echten Ritterburg! Ganz bequem wird ihr Gepäck von FrankenRadreisen transportiert – und um nicht allzu sehr aus der Puste zu kommen und noch viel Zeit für Flüsse, Seen und Burgromantik zu haben, sind auf Wunsch sogar Leih-E-
Bikes mit dabei! Informationen zum Gewinnspiel finden Sie unter www.fraenkischer-wasserradweg.de.

Patientenschule Endoprothetik

Am 18. Mai 2022 informiert das Klinikum Altmühlfranken

In der Informationsveranstaltung für Patientinnen und Patienten, die eine Endoprothese am EPZ des Klinikum Altmühlfranken Gunzenhausen erhalten werden, informieren Hygienefachkräfte, Gesundheits- und
Krankenpflegerinnen, Physiotherapeuten und Ärzte über die bevorstehende Operation und die Behandlung. Es werden Tipps für einen raschen Genesungsprozess gegeben und die Fragen der Teilnehmer individuell beantwortet. Denn, Patienten, die über ihre Krankheit informiert sind und ihre Therapie aktiv mitgestalten habenerfahrungsgemäß einen positiven Einfluss auf ihren Therapieerfolg.
Die „Patientenschule Endoprothetik“ richtet sich an Personen, die bereits einen festen Operationstermin vereinbart haben oder eine OP am Klinikum Altmühlfranken planen. Interessierte, die an der Schulung am Mittwoch, den 18. Mai 2022 von 16:00 bis 17:30 Uhr im Konferenzraum 1 des Klinikums Altmühlfranken Gunzenhausen teilnehmen möchten, melden sich bitte verbindlich im Chefarztsekretariat der Chirurgie des Klinikums Altmühlfranken Gunzenhausen unter der Telefonnummer (09831) 52-2911 an.

Jugendhaus für Cronheim

Die Kosten teilen sich ALE und Stadt Gunzenhausen

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Vereinsvorstand Jürgen Hasselbacher, Ortssprecherin Beate Schlicker, Anton Herrmann vom Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken)
 

Im Gunzenhäuser Ortsteil Cronheim dürfen sich Jugendliche und junge Erwachsene nun über ein neu gebautes Jugendhaus freuen. Das in Holzbauweise errichtete Gebäude steht auf dem Gelände der alten Ziegelei und ist der krönende Abschluss der Dorferneuerungsmaßnahmen. Die Kosten für das Projekt in Höhe von 107.000 Euro teilen sich das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken und die Stadt Gunzenhausen je zur Hälfte. „Das Cronheimer Jugendhaus ist das gelungene Ergebnis gemeinschaftlicher Bemühungen“, so Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Die Dorfgemeinschaft hat zusammengehalten und angepackt. In den vergangenen anderthalb Jahren ist so gemeinsam mit Stadt und Amt für Ländliche Entwicklung ein nachhaltiger Platz für junge Menschen geschaffen worden. Das Cronheimer Jugendhaus kann ein Vorbild für andere Orte und Projekte sein, zeigt es doch, was in der Gemeinschaft möglich ist.“
Sehr bemüht um das Jugendhaus hat sich der Cronheimer Jürgen Hasselbacher. Auf dessen Initiative hin wurde im Juni 2019 der Verein „Jugendhaus Ziegelhütte e.V.“ gegründet, ein Trägerverein, der in der Vergangenheit die Arbeiten koordinierte und künftig auch Ansprechpartner für das neue Domizil sein wird. Beeindruckend: Rund 1.400 ehrenamtliche Stunden haben Hasselbacher und seine Mitstreiterinnen und Mistreiter in das Projekt an der ehemaligen Ziegelhütte gesteckt.

Schutz für Kiebitz, Brachvogel und Co.

LBV ruft nochmals zur Rücksicht auf

Der Große Brachvogel brütet jetzt und bedarf deshalb des Schutzes. Foto: Bernhard Langenegger / LBV

Die Brutzeit von Kiebitz, Brachvogel und Co. ist in vollem Gange. Durch ihr Brutverhalten in Wiesen und Feldern sind diese Vogelarten sehr anfällig für Störungen. Wiesenbrüter stehen allesamt auf der roten Liste der bedrohten Arten und
stehen daher unter besonderem Schutz.
Um dem Bestandsrückgang entgegenzuwirken, setzt sich der Naturschutzverband LBV für die Wiesenbrüter ein. Im Moment sind deshalb Gebietsbetreuer, und andere Wiesenbrüterschützer unterwegs, um Nester zu schützen. Der LBV ruft nun nochmals dazu auf: „Bitte leinen Sie Ihren Hund an oder verzichten Sie ganz auf Spaziergänge in
Wiesenbrütergebiete.“
Wenige Tier- und Pflanzenarten prägen unseren Landkreis so wie unsere Wiesenbrüter. Der Gesang des Brachvogels oder die gaukelnden Flüge des Kiebitzes sind Erlebnisse, die man nicht mehr vergisst. „Genau diesen bedeutsamen Arten geht es leider aber gar nicht gut“, erzählt Sebastian Amler vom LBV. Deshalb sind derzeit Wiesenbrüterberater, Gebietsbetreuer und weitere LBV-Ehrenamtliche im Landkreis unterwegs, um Nester ausfindig zu machen, diese zu markieren und damit die letzten Gelege der so selten gewordenen Wiesenbrüter im Landkreis zu schützen. „Dieser zeitaufwändige Einsatz ist mittlerweile leider nötig geworden, da viele unserer ehemals noch häufigen Feld- und
Wiesenvögel heutzutage stark bedroht sind. Die Bestände des Kiebitzes haben beispielsweise seit den 1990ern um ca. 90 % abgenommen“, erklärt Gebietsbetreuer Jan Heikens weiter.
Zur Gruppe der Wiesenbrüter werden Vogelarten gezählt, welche ihr Nest in Bodennähe, bevorzugt auf Wiesen, anlegen. Alle Wiesenbrüter, nämlich Kiebitz, Uferschnepfe, Brachvogel, Rotschenkel, Grauammer, Bekassine, Braunkehlchen, Wiesenpieper und Wachtelkönig haben eines gemein: Sie alle stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Zwei Drittel aller Wiesenbrüter Bayerns sind gar vom Aussterben bedroht. Doch noch ist es nicht zu spät. Naturschutzverbände und Landwirte arbeiten Hand in Hand und schützen gemeinsam die letzten Wiesenbrüter Altmühlfrankens. Damit auch zukünftige Generationen noch den Gesang des Brachvogels und die meisterhaften Flugmanöver des Kiebitzes bestaunen können ist aber auch jeder selbst zum Schutz dieser Arten aufgerufen.Helfen auch Sie den Wiesenbrütern!

Der LBV rät:

„Meiden Sie während der Brutzeit zwischen Mitte März und Anfang Juli die Wiesenbrütergebiete entlang der Altmühlwiesen. Leinen Sie ihre Hunde an und versuchen Sie Störungen zu vermeiden. Die Vögel nehmen Hunde auch dann als Störung war, wenn diese den Vögeln zunächst nicht direkt schaden. Werden brütende Vögel zu oft aufgeschreckt kühlen die Gelege aus oder sind schutzlos gegenüber Beutegreifern. Bleiben Sie daher bitte auch auf den ausgewiesenen Wegen und wenn vor Ihnen ein Kiebitz oder Brachvogel auffliegt, kehren Sie bitte um! So können auch Sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser selten gewordenen Vögel leisten.“
Sie wollen noch mehr für den Schutz unserer selten gewordenen Arten tun? Unter weissenburg@lbv.de erreichen Sie uns. Wir freuen uns über jedes neue Gesicht! Weiter Infos finden sie hier: https://weissenburg-gunzenhausen.lbv.de/

Über den LBV

1909 gegründet ist der LBV der älteste Naturschutzverband in Bayern und zählt aktuell über 110.000 Unterstützerinnen und Unterstützer. Der LBV setzt sich durch fachlich fundierte Natur- und Artenschutzprojekte sowie Umweltbildungsmaßnahmen für den Erhalt einer vielfältigen Natur und Vogelwelt im Freistaat ein. Mehr Infos: www.lbv.de/ueber-uns.

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Mehr Freiflächen-Solaranlagen

Energieleitplan wurde vom Stadtrat Gunzenhausen beschlossen

Hier sind die gut geeigneten Flächen für Solaranlagen grün markiert, die die mäßig geeigneten gelb. Rot signalisiert: Nicht geeignet.

In der Stadtratssitzung ist der Energieleitplan diskutiert worden. Dazu eine Stellungnahme von Stadtrat Werner Falk (FDP):

Ich habe in den Grundzügen der Vorlage zugestimmt, die vom Gutachter „FreiraumSpektrum“ in Abensberg (Referent: Harald Hillebrand) geliefert  worden ist. Vor allem habe ich darauf verwiesen, dass Städte und Kommunen jetzt auch die Ziele der neuen Bundesregierung unterstützen müssen, die darauf abzielen, Deutschland weniger abhängig von ausländischen Energieimporten zu machen. Und dazu gehört ein Mix von Maßnahmen und Konzepten, der von Biomasse-Nutzung bis hin zu Windkraft und Solaranlagen reicht.

Auch die Auswahl der gut geeigneten (573 ha) und minder geeigneten (424 ha) Flächen im ganzen Stadtgebiet findet meine Zustimmung (rund um Sinderlach, im Dreieck Aha-Edersfeld, Pflaumfeld, nördliche von Cronheim-Filchenhard, südöstlich von Frickenfelden und westlich von Wald-Streudorf). Die Wertschöpfung in der Stadt zu belassen, das ist der Wunsch des Stadtrats, d.h. die Stadtwerke sollen in den nächsten zehn Jahren rund 70 Hektar mit Freiflächensolaranlagen bebauen. Das ist ein betont ehrgeiziges Ziel, das ich in der öffentlichen Stadtratssitzung bezweifelt habe, denn die Stadt hat viel zu wenig eigene Flächen (rund 30 Hektar, die auf viele Einzelgrundstücke verteilt sind), die gut geeignet sind (16,7 ha) und minder gut geeignet sind (13,6 ha). Sie müsste also Flächen zupachten oder erwerben.

Wie ich in der Stadtratssitzung ausgeführt habe, muss  es möglich sein, dass ein Gunzenhäuser Grundeigentümer auf seinem eigenen Land, das als Solar-Nutzfläche im Energieleitplan ausgewiesen ist,  eine Solaranlage bauen kann und es muss auch möglich sein, dass sich mehrere Grundeigentümer zusammentun und eine Anlage errichten.  Ihnen sollte auch die Möglichkeit gegeben werden, zur Finanzierung der Investition externe Geldgeber mit einzubeziehen. Die Gesellschaft müsste jedoch ihren Sitz in Gunzenhausen haben (Gewerbesteuer und Standortabgabe würde die Stadt bekommen).

Das war meine Rede, die aber in den wichtigen Teilen in der Berichterstattung keine Berücksichtigung gefunden hat. Jetzt bleibt abzuwarten, wie das weitere Verfahren läuft.

Rudern ist des Römers Lust

Neues Angebot: Mit dem Römerboot über den Altmühlsee schippern

Bürgermeister Rampe aus Muhr am See, sein Kollege KH Fitz aus Gunzenhausen, Prof. Dreyer, Tourismuschef W. Eckerlein Zweckverbands-Geschäftsleiter Daniel Burmann mit zwei Mann der Besatzung. Foto: StG/Grosser

Es gibt diese besonderen Erlebnisse, die prägen sich fest ein und noch Jahre später erzählt man in lebhaften Bildern davon. Solche einzigartigen Momente können ab dem 29. April 2022 regelmäßig auf dem Altmühlsee erfahren werden. Dann nämlich startet das Römerboot Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) in die Saison und lädt Interessierte aus nah und fern zum Mitrudern ein.

Unter der Leitung von Professor Dr. Boris Dreyer von der Friedrich- Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) wurde die F.A.N. einem Wrack nachgebaut, das aus einem Nebenfluss der Donau bei Oberstimm gezogen wurde. Das Interesse am authentischen Nachbau ist riesig und so stellt das Forschungsteam das Römerboot ab dieser Saison zu persönlichen Test- und Erlebnisfahrten der Öffentlichkeit zur Verfügung. Lassen Sie sich das nicht entgehen und buchen Sie Ihr ganz persönliches Rudererlebnis.
„Wir sind froh, dass das Römerboot eine Heimat an unserem See gefunden hat“, so der Erste Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen, Karl-Heinz Fitz. „Gunzenhausen hat eine lange römische Vergangenheit und das wissenschaftliche Team um Prof. Boris Dreyer hilft uns dabei, diese Historie für Menschen sichtbar zu machen. Das Römerboot verbindet Forschung, Geschichte und Spaß. Das ist eine tolle Sache, die zusammenbringt und begeistert.“Mit der F.A.N. wurde erlebbare Geschichte zum Anfassen geschaffen. Das Besondere: Es handelt sich eben nicht um ein Exponat hinter einer Glasscheibe im Museum, sondern um Live- Action und sinnliche Erfahrungen. Tatsächlich hat das Römerboot jedoch einen wissenschaftlichen Ansatz und viele Forschungsfragen konnten bereits geklärt werden. „Neben technischen Dingen haben wir uns auch mit antiken Handwerksarbeiten beschäftigt“, so Prof. Dr. Boris Dreyer. „Die römische Geschichte ist für jeden etwas und das Boot soll Appetit machen auf Wissenschaft und Historie. Ob Einzelperson, Schulklasse oder sogar als teambildendes Firmenevent – eine Fahrt mit der F.A.N. ist etwas Außergewöhnliches mit
hohem Spaßfaktor.“
Das Römerboot ist ein Blickfang und ist mittlerweile für viele Menschen ein weiterer Grund, nach Schlungenhof an den Altmühlsee zu fahren. Der touristische Wert ist für die Stadt Gunzenhausen ein Glücksfall. „Unser römisches Erbe zu heben und damit die stadtkulturelle Identität zu stärken, ist eine große und wichtige Aufgabe“, so Wolfgang Eckerlein von der Tourist Information der Stadt Gunzenhausen. „Wir wollen dies verstärkt angehen und werden in diesem Jahr ein r ömisches Gunzenhausen erleben. Der Höhepunkt wird der LIMEStival- Monat Juni sein, mit Lagerleben, Vorführungen und römischen Nachmittagen.“
Was Wenige wissen: Der Altmühlsee ist der einzige bekannte See, über den schon bald zwei Römerboote fahren werden. In den Startlöchern steht nämlich auch die Danuvina Alacris, die im Rahmen des EU-Programms Interreg Danube Transnational gebaut wird und im Juni zu Wasser gelassen werden soll. „Die beiden Aspekte Kultur und Natur sind für die Wahrnehmung und touristische Ausrichtung unseres Sees sehr wichtig geworden“, so Daniel Burmann, Geschäftsleiter des Zweckverbands Altmühlsee. „Die Römerboote erfüllen dies und sind für die Region ein Gewinn. Der Motor sind die Menschen, die sich für dieses Projekt begeistern. Ich kann Sie nur alle einladen, einmal selbst ein Ruder in die Hand zu nehmen und eine Runde über den ruhigen See zu drehen.“
Fahrten mit der F.A.N. können ab sofort über die Tourist Information der Stadt Gunzenhausen unter Tel. 09831/508 300 oder per E-Mail touristik@gunzenhausen.de gebucht werden. Die vorläufigen Termine sind neben dem 29. April, der 13. und der 27. Mai. Außerdem der 24., 25. und 26. Juni, daneben der 29. Juli, 12. und 26. August sowie der 16. und der 30.September. Die Touren starten jeweils um 15 Uhr am Seglerhafen im Seezentrum Schlungenhof. Die Teilnahmegebühr beträgt für Erwachsene 12 Euro, Kinder ab 14 Jahren zahlen 9 Euro.

Sicher auf dem E-Bike

Kostenloses Fahrsicherheitstraining für Senioren


E-Bikes und Pedelecs sind total angesagt, und das nicht nur bei der jüngeren Generation. Auch ältere Menschen haben die Zweiräder längst als nützliches Fortbewegungsmittel erkannt. E-Bikes halten fit und machen mobil, doch das Fahren darauf will gelernt sein. So ein Fahrradtyp verhält sich nämlich ganz anders, als der herkömmliche Drahtesel. Das hat auch der Seniorenbeirat der Stadt Gunzenhausen erkannt und gemeinsam mit der Verkehrswacht und der Fahrschule Schmidt ein spezielles Fahrsicherheitstraining für Seniorinnen und Senioren auf die Beine gestellt.

Der Kurs soll angeboten werden, und zwar am Freitag, dem 13. Mai. Wenn beim Fahrrad ein Elektromotor an Bord ist, dann kann das Auswirkungen auf Beschleunigung, Kurven- oder Bremsverhalten haben. Der Umgang ist Übungssache und der ein oder andere Kniff sollte am besten vom Profi erklärt werden. Das rund 2,5-stündige Fahrsicherheitstraining des Gunzenhäuser Seniorenbeirats teilt sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil auf. Der theoretische Teil findet in den Räumlichkeiten der Fahrschule Schmidt in der Tachauer Straße statt. Hier frischen die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer ihr Wissen über Verkehrsvorschriften auf. Außerdem wird über Rechte und Pflichten der Fahrradfahrer aufgeklärt. Die Moderation übernehmen unentgeltlich Verkehrsexperten von Verkehrswacht und Fahrschule.

Mit dem Theilenhofener Arzt Dr. med. Dietrich Betz konnte zudem ein Fachmann für gesundheitliche Fragen ehrenamtlich gewonnen werden.Der praktische Teil des Fahrsicherheitstrainings findet im Anschluss auf dem
Fahrschulgelände statt und dauert rund 90 Minuten. Zahlreiche Trainingstipps helfen dabei, sich sicherer im Umgang mit E-Bikes und Pedelecs zu fühlen.

Die Teilnahme am Fahrsicherheitstraining ist für Seniorinnen und Senioren kostenlos, eine freiwillige Spende für einen gemeinnützigen Zweck ist erwünscht. Eine vorherige Anmeldung ist nötig. Bitte beachten Sie, dass an jedem der beiden Kurse maximal zehn Personen teilnehmen können. Die Veranstaltungen werden corona-konform durchgeführt und richten sich nach der jeweils gültigen Verordnung. Im Fahrschulgebäude gilt FFP2-Maskenpflicht. Mitzubringen sind neben dem eigenen E-Bike oder Pedelec auch Helm und festes Schuhwerk. Bitte tragen Sie zum besseren Schutz bei einem Sturz eine lange Hose. Eine eigene Haftpflicht- und Unfallversicherung muss vorhanden sein.

Die Anmeldung zum Fahrsicherheitstraining erfolgt bei Franz Graf vom Seniorenbeirat der Stadt Gunzenhausen unter Tel. 09831/8147 oder via E-Mail unter franz.graf.uwb@gmail.com

Bibliothek ist für alle da

Verein für Heimatkunde und Stadtbücherei arbeiten Hand in Hand

Vereinsvorsitzender Werner Falk und Jürgen Huber von der Stadtbücherei können alle bisher erschienenen 76 Bände von „Alt-Gunzenhausen“ präsentieren – und noch viel mehr an heimatkundlicher Literatur. Foto: Babett Guthmann


Gute Nachricht für alle Freunde der Heimatforschung: Die Bibliothek des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen e.V. sowie alle Ausgaben der Hefte von „Alt-Gunzenhausen“ stehen nun den Leserinnen und Lesern der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen zur Verfügung. Alle derzeit 1725 Zeitschriften und Bücher bleiben im Besitz des rührigen Vereins, sind aber nun in der Bücherei untergebracht. Die ausführlichen Katalogeinträge erleichtern die Suche nach zeitgeschichtlich bedeutsamen Personen und nach heimatkundlichen Daten und Fakten. Im Online-Medienkatalog der Stadt- und Schulbücherei können Interessierte ihre Recherchen auch von zuhause aus starten.
Die Weichen für das Projekt „Magazin Heimatkunde“ stellten die damalige Büchereileiterin Monika Wopperer und der Vereinsvorsitzende Werner Falk bereits im Jahr 2013. Schritt für Schritt fand dann der Umzug der Medien und die Einarbeitung in den online verfügbaren Medienkatalog statt. Für die bibliothekarische Erschließung sorgten Jürgen Huber und Ulrike Engelhardt vom Büchereiteam. „Sowohl der Verein für Heimatkunde als auch die Bücherei mit ihrer großen Sammlung zur Geschichte der Stadt und der Region haben von der Zusammenarbeit profitiert!“, betonte Büchereileiterin Babett Guthmann und dankte WernerFalk und seinen Vorstandskollegen: „Die Bücher und Zeitschriften des Vereins sind bei uns gut untergebracht und stehen nun einer breiten Leserschaft zur Verfügung.“
Der Verein für Heimatkunde mit seinen 310 Mitgliedern hat es sich zur Aufgabe gemacht, das geschichtliche Interesse an der Region auf wissenschaftlicher Grundlage voranzubringen. In dieser Arbeit spielt die regelmäßige Veröffentlichung der Reihe „Alt-Gunzenhausen“ eine wichtige Rolle. Dies wissen auch die 60 Archive und Bibliotheken zu schätzen, die die Hefte regelmäßig erhalten. Anfragen zu wissenschaftlichen Arbeiten kommen regelmäßig auf denVerein zu und durch ihre Veröffentlichungen in „Alt-Gunzenhausen“ haben viele mitwirkendeAutorinnen und Autoren sich einen Namen in Sachen Heimatforschung gemacht. Das erste Heft erschien im Jahr 1923 als „wissenschaftlich-historische Gabe“ zum 1100-jährigen Stadtjubiläum, 2021 erschien das jüngste Heft Nummer 76. Im Büchereiangebot sind nun dank der Unterstützung des Heimatvereins alle Hefte mehrfach vorhanden.
Das Themenspektrum von Alt-Gunzenhausen ist so vielfältig wie die Forschungsgebiete der Autorinnen und Autoren: Das beliebteste und längst ausverkaufte Heft trägt die Nummer 65 und war wohl wegen des Beitrags „Heilen oder herrschen“ von Georg Fischer für viele von Interesse, denn hier wird das Wirken des Naturheilkundigen und Goldmachers Johann Reichardt seinem Zeitgenossen, dem NS-Funktionär und Gunzenhäuser Bürgermeister Johann Appler gegenübergestellt. Aus Sicht der Bücherei – so betont Jürgen Huber vom Büchereiteam – ist das Heft Nummer 35 mit „Gunzenhäuser Sagen“ aus der Feder von Hans Schlund das beliebteste und viel entliehene Heft.
Stolz ist der Vereinsvorsitzende Werner Falk auch auf die Zusammenarbeit mit dem Simon-Marius-Gymnasium, denn schon seit der Zeit von Heiner Krauß wird hier heimatgeschichtlich gearbeitet und herausragende Schülerarbeiten werden in „Alt-Gunzenhausen“ veröffentlicht. Hier sind die neueren Beiträge zur Musikgeschichte in Gunzenhausen ebenso zu erwähnen wie die vielen kleinen Mosaiksteine, die sich durch die Durchforstung von Quellen und Zeitungsberichten aus der Zeit desNationalsozialismus ergeben haben.
Im für den Dezember 2022 geplanten Jahrbuch Nummer 77 soll ein Beitrag von Stadtarchivar Werner Mühlhäußer erscheinen, in dem er auf „100 Jahre Alt-Gunzenhausen“ zurückblickt, Erfolge aufzeigt und deutlich macht, wie einzelne Persönlichkeiten die in den Heften repräsentierte Themenauswahl geprägt haben.

Suchabfragen zu allen Heften und Inhalten von Alt-Gunzenhausen sowie den Medien im Bereich Heimatkunde können im Medienkatalog der Stadt- und Schulbücherei abgerufen werden: https://opac.winbiap.net/gunzenhausen. Einen Überblick über alle Hefte und Inhaltsverzeichnisse findet man auch auf der Homepage des Vereins für Heimatkunde
Gunzenhausen: https://heimatkunde-gunzenhausen.de/