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Der aktuelle Corona-Stand

Corona-Situation im Landkreis sowie aktueller Stand der Impfungen

Auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gewinnt das Corona-Infektionsgeschehen zunehmend an Dynamik. Die Fallzahlen sind in den vergangenen Tagen weiter stark angestiegen. Die Impfungen gegen das Coronavirus im Impfzentrum Altmühlfranken sowie in den Hausarztpraxen setzen sich weiter fort. Auch in der nächsten Woche wird im Impfzentrum in Gunzenhausen an sieben Tagen in der Woche geimpft.

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen handelt es sich weiterhin um ein diffuses Infektionsgeschehen mit insgesamt ansteigenden Fallzahlen. Am 14. April 2021 wurde erstmals seit dem 18. Dezember 2020 die 7-Tage-Inzidenz von 200 überschritten und liegt aktuell bei 203,7. Eine Trendumkehr jenseits von gewissen Tagesschwankungen ist derzeit nicht erkennbar.

Inzwischen liegt in fast allen Fällen die britische Variante (B 1.1.7) vor und gilt nun als Normalfall. Es gab bisher keine Hinweise auf das Auftreten von besorgniserregenden Varianten aus Brasilien oder Südafrika im Landkreis. Die steigenden Fallzahlen zeigen, dass die britische Variante deutlich ansteckender ist als die bisherige Virusform. Das Gesundheitsamt bittet die Bevölkerung daher, sich weiterhin an die bestehenden Kontaktbeschränkungen sowie Hygienemaßnahmen zu halten. Insbesondere das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, bestenfalls eine FFP2-Maske, schützt vor einer Ansteckung.

Die in den letzten Wochen geschaffenen Schnelltestmöglichkeiten werden von der Bevölkerung gut angenommen und kontinuierlich ausgebaut. Das Medizinische Versorgungszentrum hat mittlerweile noch zwei Schnelltestzentren in den Zentren der Städte Weißenburg und Gunzenhausen eingerichtet. Um die Pandemie weiter eingrenzen zu können, ist es neben dem Impfen sehr wichtig, so schnell wie möglich mit dem Coronavirus infizierte Personen zu identifizieren. Die Bürgertestzentren sind dabei ein wichtiger Baustein! Natürlich müssen auch bei einem negativen Schnelltest alle Schutz- und Hygienemaßnahmen weiterhin beachtet werden. Eine Übersicht über alle Testmöglichkeiten ist auf der Homepage des Landratsamtes unter www.landkreis-wug.de/corona-testmoeglichkeiten/ zu finden.

Derzeit werden um die 20 Patienten im Klinikum Altmühlfranken mit oder wegen einer COVID-Infektion behandelt. Die Zahl der intensivpflichtigen COVID-Patienten nimmt zu. Eine Absteuerung in andere Kliniken ist derzeit nicht möglich, da diese ausgelastet sind. Derzeit kann das Regelprogramm im Klinikum aber noch aufrechterhalten werden

Impfungen gegen das Coronavirus

Mittlerweile konnten im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen 13.236 Erstimpfungen und 5.895 Zweitimpfungen am Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen durchgeführt werden (Stand: 14.04.2021). 1.629 Personen wurden in den Hausarztpraxen geimpft (Stand: 14.04.2021).

Dem Impfzentrum steht derzeit ausreichend Impfstoff zur Verfügung, so dass von 8.00 Uhr bis 21.00 Uhr an sieben Tagen in der Woche geimpft werden kann.       

Ab dem 19. April 2021 wird in den bayerischen Impfzentren kein Impfstoff von AstraZeneca mehr für Erstimpfungen eingesetzt. Noch ist von Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege nicht abschließend festgelegt worden, wie mit den Zweitimpfungen von Impflingen umgegangen wird, welche die Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben. „Wir gehen aber davon aus, dass alle Personen, welche eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben, bei der Zweitimpfung auswählen können, ob sie auch die Zweitimpfung mit AstraZenca erhalten wollen oder mit dem Impfstoff von BionTech oder Moderna. Eine konkrete ärztliche Aufklärung wird im Impfzentrum im Rahmen der Zweitimpfung erfolgen,“ stellt Christoph Schneidewin vom Impfzentrum Altmühlfranken dar.

Mittlerweile haben nahezu alle registrierten Bürgerinnen und Bürger im Landkreis, welche 70 Jahre oder älter sind, eine Einladung zur Impfung erhalten.

Die Saison-Biotonne

Angebot an die Gartenbesitzer

Wenn in den Gärten jetzt wieder die Wachstumsphase beginnt und Stauden und Hecken geschnitten werden müssen, fällt viel Grüngut an. Zur Entsorgung größerer Mengen bieten die Städte und Gemeinden im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen den Bürgerinnen und Bürgern Grüngutsammelstellen an. Gartenabfälle können aber auch über die Biotonne entsorgt werden, dazu kann die sogenannte Saison-Biotonne genutzt werden.

An den Grüngutsammelstellen der Städte und Gemeinden werden kompostierbares Grüngut, wie z. B. Gras, Laub und Stauden, aber auch Baum-, Hecken- und Strauchschnitt – sogenanntes Häckselgut – angenommen. Die Öffnungszeiten und Kosten erfährt man über die Städte bzw. Gemeinden.

Wer seine Gartenabfälle allerdings weitgehend über die Biotonne entsorgen will, dem reicht oft das Volumen einer üblichen 80-Liter-Biotonne nicht aus. Hier wäre die sogenannte Saison-Biotonne als zusätzliche Biotonne eine Lösung.

Diese ist an einer speziellen Gebührenmarke erkennbar und wird nur von Mai bis Oktober – in der Zeit der wöchentlichen Biotonnen-Leerungen – geleert. Bisherige Fahrten mit dem Auto und dem Anhänger zur Grüngutannahmestelle werden auf diese Weise vermieden oder zumindest verringert. Die Gartenabfälle müssen nicht mehr auf- und abgeladen werden, sondern können direkt in die Tonne gefüllt und am Abholtag bereitgestellt werden.


Die Saison-Biotonne muss nicht zurückgebracht werden und bleibt während der restlichen Monate auf dem Grundstück. Man könnte sie auch „die Sommer-Biotonne“ nennen.

Die Kosten für eine zusätzliche 80-Liter-Saison-Biotonne liegen bei 4,24 Euro pro Monat und für eine 240-Liter-Saison-Biotonne bei 12,72 Euro pro Monat. Die Gebühr ist nur in den sechs Monaten der Leerung zu bezahlen.

Den Antrag für eine zusätzliche Saison-Biotonne stellt der Grundstückseigentümer bei seiner Gemeindeverwaltung oder in Weißenburg, Treuchtlingen und Pappenheim beim Landratsamt.

Weitere Informationen rund um die Themen Abfall, Abfuhrtermine und Biotonne sind in der AbfallApp Altmühlfranken und auf der Homepage des Landkreises unter www.landkreis-wug.de/abfall zu finden.

Testen, testen, testen…

Regelmäßige Corona-Selbsttests für Beschäftigte

Bereits seit dem 29. März 2021 stellt die Stadtverwaltung Gunzenhausen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einmal pro Woche einen Corona-Selbsttest zur Verfügung. Die zertifizieten Schnelltests sind für die Beschäftigten kostenlos und freiwillig. „In dieser für uns alle schwierigen Zeit wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen und unseren Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie leisten. Ich freue mich sehr, dass wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern regelmäßige Selbsttests zur Verfügung stellen können“, so der 1. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz.

Da Corona-Schnelltests möglicherweise nicht immer in ausreichenden Mengen verfügbar sind, besteht bei Engpässen zudem die Möglichkeit, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einmal pro Woche in ausgewählten Apotheken einen kostenlosen Schnelltest ablegen. Außerdem bietet das Corona-Testzentrum des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen in der Alemannenstraße die Möglichkeit zum Testen.

Aktueller Stand im Kreis

Corona weiterhin auf hohem Niveau

Über die Osterfeiertage hat sich das Corona-Infektionsgeschehen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen auf einem weiterhin hohen Niveau mit Inzidenzwerten über 100 eingependelt.

Am Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen werden in den nächsten Wochen mehrere tausend Impftermine, vor allem für die 2. Priorisierungsgruppe angeboten.

Zwar liegt heute die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis bei 118,2 und damit etwas niedriger als in den vergangenen Tagen. Dies hängt aber sicher auch damit zusammen, dass über die Osterfeiertage weniger getestet wurde. Leider heißt das nicht, dass das Virus auch tatsächlich seltener auftritt. Da zu Wochenanfang wieder in normalem Umfang getestet wurde, steigen die täglichen Neuinfektionen seither wieder stark an.

Inzwischen hat sich auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen die sogenannte britische Variante (B 1.1.7) als vorherrschende Form des Coronavirus durchgesetzt. Es sind deutliche Trends erkennbar, dass die Ansteckungsgefahr durch das Virus größer geworden ist. So reicht oft schon ein kurzes Gespräch mit Abstand, aber ohne Maske, längere Zeit im gleichen Raum zu sein oder eine gemeinsam verbrachte Mittagspause, um sich anzustecken.

Das Gesundheitsamt bittet darum, immer auch solche vermeintlich kurzen Kontakte mit anzugeben, da nur dann eine effektive Unterbrechung von Infektionsketten möglich ist.

Dank der Osterferien mussten keine weiteren Schulklassen bzw. Kindergartengruppen in Quarantäne geschickt werden. Derzeit sind nur noch die Krippe des Wilhelm-Löhe-Kindergartens in Gunzenhausen und der Kindergarten in Haundorf von Quarantänemaßnahmen betroffen.

Aufgrund des allgemeinen Infektionsgeschehens steigt auch die Anzahl der Corona-infizierten Patienten an den beiden Standorten des Klinikums Altmühlfranken wieder stark an. Mittlerweile werden mehr als 20 infizierte Patientinnen und Patienten im Klinikum behandelt. Die Zahl der intensivpflichtigen und zum Teil beatmeten Patienten steigt stetig an. Die großen Klinikzentren in der näheren Umgebung sind ausgelastet, so dass eine Verlegung der intensivpflichtigen Patienten aus dem Klinikum kaum noch möglich ist. Derzeit kann das komplette Behandlungsangebot des Klinikums noch aufrechterhalten werden. Die Situation ist nach Angaben des Klinikums Altmühlfranken allerdings extrem besorgniserregend!

Das Landratsamt ist weiterhin in Gesprächen mit den Städten und Gemeinden im Landkreis, um noch weitere Schnelltestmöglichkeiten in der Fläche zu schaffen. Gemeinsam mit dem Medizinischen Versorgungszentrum Altmühlfranken und den beiden Städten Weißenburg und Gunzenhausen ist zudem derzeit geplant, zentrumsnah in beiden Städten noch weitere Schnelltestangebote einzurichten. Dies auch deswegen, da ab dem 12. April beim Click & Meet im Einzelhandel, also beim Einkaufen nach Terminvereinbarung, aufgrund der derzeitigen 7-Tage-Inzidenz im Landkreis die Vorlage eines aktuellen negativen Tests erforderlich sein wird. Alle Informationen zu den Testmöglichkeiten im Landkreis gibt es unter www.landkreis-wug.de/corona-testmoeglichkeiten.

Impfungen gegen das Coronavirus

Mittlerweile wurden im Landkreis 11.145 Personen erst- und 5.124 Personen zweitgeimpft. Allen registrierten Personen der obersten Priorisierungsgruppe wurde bereits in der vergangenen Woche ein Impfangebot gemacht. Auch vielen Personen der zweiten Priorisierungsgruppe, die sich für eine Impfung registriert haben, konnte schon ein Impfangebot gemacht werden. Zur zweiten Priorisierungsgruppe gehören vor allem die Über-70-Jährigen sowie Personen mit speziellen Vorerkrankungen oder Personen, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit oder als Kontaktperson zum Beispiel von Schwangeren zur 2. Priorisierungsgruppe gehören.

Wer sich für eine Impfung registrieren will, kann dies online unter www.impfzentren.bayern erledigen. Das System ordnet die Impfwilligen automatisch den entsprechenden Priorisierungsgruppen zu. Eine telefonische Anmeldung ist für Personen ohne Internetanschluss ebenfalls möglich unter 09831 52-2041.

In den nächsten Wochen steht nach den bisherigen Ankündigungen dem Impfzentrum Altmühlfranken endlich ausreichend Impfstoff zur Verfügung, um jeden Tag von 8.00 bis 21.00 Uhr Impfungen durchzuführen. Es werden die Impfstoffe der Firmen BionTech, Moderna und an drei Tagen auch von AstraZeneca verimpft.

Entsprechend der Vorgaben der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird der Impfstoff von AstraZeneca im Rahmen von Erstimpfungen nur noch an Personen verimpft, die 60 Jahre alt oder älter sind. Ab dem 19. April wird der Impfstoff der Firma AstraZeneca im Impfzentrum aufgrund der Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung nur noch im Rahmen vom Zweitimpfungen verimpft.

Derzeit steht noch nicht fest, welcher Impfstoff bei der Zweitimpfung von Personen unter 60 Jahren, die eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten hatten, eingesetzt werden soll. Alle mit AstraZenca geimpften Personen unter 60 Jahren werden gebeten, die Termine für die Zweitimpfung zunächst nicht zu stornieren.

Auch einige Hausarztpraxen im Landkreis haben mit den Impfungen ihrer Patientinnen und Patienten begonnen. Wer durch seinen Hausarzt geimpft wurde, wird gebeten, den Account im Registrierungsportal BayIMCO unter www.impfzentren.bayern zu löschen.

Stand: 8. April 2021

Seniorenbeirat zieht Bilanz

Vorsitzender Seifert referierte vor dem Stadtrat

Der neue Seniorenbeirat mit seinem Vorsitzenden Thomas Thill (rechts), Stellvertreter Reinhard Adolphs (Zweiter von rechts) und Schriftführer Kurt Amslinger (Sechster von links). Foto: StGun

32 Prozent der Menschen, die heute in Gunzenhausen leben, gehören zu den Senioren, d.h. sie sind älter als 65 Jahre.  In den letzten zwanzig Jahren ist ihre Zahl gestiegen, und zwar von 4300 auf 5300.

Vor dem Stadtrat zog Vorsitzender Werner Seifert vom Seniorenbeirat Gunzenhausen eine Bilanz der letzten dreijährigen Amtszeit, die für ihn und die Seniorenbeiräte Hannfried Reinhardt und Inge Schweidler jetzt endet.

Inzwischen hat der neugewählte Seniorenbeirat Thomas Thill zu seinem Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter ist Reinhard Adolphs und Schriftführer Kurt Amslinger.

Bilanz an drei Jahren Amtszeit

Zu den erfolgreichen Initiativen des Seniorenbeirates gehört die Zertifizierung „Seniorenfreundliches Geschäft“. Seifert dazu: „Wir sind nicht ganz zufrieden mit den erforderlichen Kriterien, aus diesem Grunde ist jetzt eine Überarbeitung der einzelnen Bedingungen erfolgt. Der neue Seniorenbeirat wird sich damit beschäftigen.

Werner Seifert, der bisherige Vorsitzende, gab seinen Bericht vor dem Stadtrat

Nachbarschaftshilfe Gunzenhausen: Nach zwei Jahren Planung, wobei sich der SB alle bekannten Modelle genauer angeschaut hatte, ist er zu der Erkenntnis gekommen, dass alles passt:  ein Minimum an Verwaltungsaufwand für die Helfenden, sodass der SB seine Energie in die aktuelle praktische Arbeit investieren kann und keine Vereinsverwaltung benötigt. Zur Finanzierung sollen Mittel und Wege gefunden werden, um Sponsoren zu finden. Um eine Organisation wie die Nachbarschaftshilfe am Leben zu erhalten, muss der Kontakt zu den Helferinnen und Helfern gepflegt werden. Das ist mit den monatlichen Treffen geschehen. Einmal im Jahr gab es einen gemeinschaftliche Ausflug (2019 zum letzten Mal nach Ellingen mit Schlossbesichtigung und Mittagessen). Die Coronakrise hat den SB in 2020 daran gehindert, auf diesem Weg weiter zu fahren.

Die Ausbildung zu Seniorenberaterinnen im Landkreis wurde von Erna Hohenstein und Alverna Steuerer absolviert, wobei Erna Hohenstein auch als Wohnberaterin ausgebildet wurde.

 Zusammen mit der Volkshochschule fanden regelmäßig Spielenachmittage im Haus des Gastes statt (mit Kaffee und Kuchen, spendiert von der Bäckerei Kleeberger, dazu Lebkuchenspende von der Bäckerei Schmidt). Herr Graf leitete diese Nachmittage mit viel Engagement, es machte ihm und seinen Gästen immer viel Freude. Auch dabei wurde der SB von der Copronakrise gebremst.

Zum letzten Mal fand im Jahr 2019 die Schifffahrt auf dem Altmühlsee für Senioren statt (seit Corona nicht mehr).

Der SB hat die Notfalldose eingeführt und dafür auf dem Wochenmarkt geworben. Die Notfalldose ist zum Selbstkostenpreis von 1 Euro an die Interessenten weitergegeben worden.

Nachdem der SB  die rollende Bürgerversammlung in Weidenbach beobachtet hatte nahmen zwei Seniorenbeirätinnen an einer dieser Fahrten teil. Sie waren begeistert. Eine solche Fahrt gab es dann auch in Gunzenhausen. Bürgermeister Fitz stand Rede und Antwort – und lud auch noch zu Kaffee und Kuchen ein.

Mitfahraktion: Vorsitzender Seifert schilderte dazu eine Begebenheit, die kennzeichnend ist:   „Ein armer alter Mann zwischen 16 und 17 Uhr auf einer einsamen Bank an der Bushaltestelle Parkplatz Oettinger Straße. 140 Fahrzeuge, huschen vorbei, etwa  10 Prozent winken freundlich, aber brausen vorbei.“

Es gab Seniorenveranstaltungen zusammen mit dem Kulturamt mit dem populären Christoph Potzler sowie Operettenzauber mit Leona und Stefan Kellerbauer, wobei der Seniorenbeirat für die Bewirtung zuständig war. Für „Klassik am Nachmittag“ war Thomas Thill zuständig.

Hinsichtlich der Aktion „Hand in Hand gegen Altersarmut“  gibt es nach Ansicht des Vorsitzenden noch zu tun.  „Das größere Problem ist es,  die armen Alten zu finden.“  Daran müsse noch gearbeitet werden.

Sonstige Themen  waren die neue Satzung, Workshop barrierefreies Gunzenhausen, Gespräche mit den Fraktionen, Rollstuhl bei Edeka-Höfler, neuer Seniorenratgeber, der Fußgängertunnel  BB-Zufuhrstraße  zu Obi (ein finsteres Loch), Verkehrsführung Ecke Weißenburgerstraße/Sonnenstraße (dazu wurde ein Vorschlag ausgearbeitet), jährliches Treffen der Seniorenbeiräte im Landkreis, Unterstützung der Seniorenbeiräte Treuchtlingen und Weißenburg bei der Gründung einer Nachbarschaftshilfe,  Teilnahme an der jährlichen Landesseniorenbeirat Bayern-Sitzung, Defi- Standorte im Stadtgebiet, Weiterbildungsangebote für Senioren, Sturzgefährdung (Stufen)  in der Stadthalle, Vorstellung des Rufbusses durch Hauptamtsleiter Klaus Stephan, Umbau des Burkhard-von-Seckendorff Heimes (Seifert: „Die Wohnungen sind zu teuer“).

Die Seniorensprechstunden waren einmal im Monat im Rathaus und im Burkhard-von Seckendorff-Heim bis Februar 2020.  Der Besuch war sehr mäßig. Heimfürsprecher in der Zufuhr und Leibnitzstraße waren Sigird Fucker und Erna Hohenstein.  Die Zusammenarbeit mit der Freiwilligenagentur Altmühlfranken war gut. Hinsichtlich der Öffentlichkeitsarbeit gab es verschiedene  Berichte und Veröffentlichungen in der Bürgerzeitung  „StadtLandGun“.

Die Planungen bezüglich der Defi Kurse, der Veranstaltungen mit dem Kulturamt, der weitere Präsentation auf dem Wochenmarkt und der Treffen der Seniorenbeiräte im Landkreis sind angesichts der Coronakrise ungenau.

In Qualität investiert

Ausbau des Altmühltal-Radwegs

So sehen die verbesserten Radwege nun aus: Auf dem Bild sieht man einen sanierten Teilabschnitt des Altmühltal-Radweges bei Dittenheim. Foto: LRA

Der Altmühltal-Radweg zählt zu einem der beliebtesten Radwege in Deutschland. Vom Überleiter bei Streudorf bis Eßlingen bei Solnhofen folgt die Route dem Lauf der Altmühl auf rund 50 Kilometern quer durch Altmühlfranken. Über 9 Kilometer der Strecke konnten dank einer landkreiseigenen Förderschiene seit 2016 ausgebaut und verbessert werden. Somit trug der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gemeinsam mit den Gemeinden Dittenheim, Meinheim, Markt Berolzheim, Solnhofen und den Städten Gunzenhausen, Treuchtlingen und Pappenheim zu einer erheblichen Qualitätsverbesserung an diesem überregional bedeutsamen Radweg bei. Fristgerecht lief das Förderprogramm Ende 2020 aus.

Der damalige Ausschuss für Regionalentwicklung, Tourismus und Kultur hatte 2016 beschlossen, 500.000 Euro für den Ausbau des Altmühltal-Radwegs bereitzustellen. Diese Mittel wurden für Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung der Radwegeoberfläche, der Breite des Weges sowie zur Verkehrssicherheit verwendet. Eine Asphaltdecke ersetzt nun zum Beispiel holprige Schotterstrecken, ein neuer straßenbegleitender Radweg sorgt für mehr Sicherheit. Planung und Bau der Teilstücke erfolgte durch die Kommunen selbst in Abstimmung mit dem Landratsamt. Jeden ausgebauten Meter unterstützte der Landkreis mit bis zu 49 Euro.

Im Nachhinein erhöhte sich der Zuschuss nun sogar. Nicht alle Kommunen waren mit einer geplanten Verlängerung des Förderprogramms einverstanden, so dass dieses vereinbarungsgemäß Ende 2020 endete und die restlichen Mittel entsprechend der Ausbauanteile an die Kommunen ausbezahlt wurden.

„Der Altmühltal-Radweg ist eines der touristischen Aushängeschilder in unserer Region. Dank der Zusammenarbeit von Landkreis und Kommunen ist es gelungen, die Qualität deutlich zu verbessern. Zusätzlich hat der Landkreis 2019 und 2020 auch die komplette Route nach modernen Standards beschildert, so dass den Gästen wie auch der einheimischen Bevölkerung mit dem Altmühltal-Radweg ein hochwertiges Freizeitangebot zur Verfügung steht,“ freut sich Landrat Manuel Westphal.

Kompetenzzentren bilden

FDP zur beruflichen Bildung in Altmühlfranken

Bei den Ernährungsberufen muss es zwangsläufig zu einer Konzentration der Berufsausbildungsstätten kommen. Zur bereits bestehenden Säule der Beschulung von ein bis zwei Klassen der Hauswirtschafter:innen aus Bayern (Grundklasse) bzw. Nordbayern (Fachklassen) mit der angegliederten Grundklasse Gastronomie sollen die Bäcker und Metzger nach Ansicht der FDP-Kreistagsfraktion das Berufsschulzentrum Gunzenhausen im Fachbereich Ernährung weiter verstärken. Derzeit werden die Auszubildenden Bäcker:innen/Bäckereiverkäufer:innen noch in den Berufsschulen Ansbach und Weißenburg beschult.

Die Zahl der Berufsanfänger in beiden Sparten ist seit Jahren rückläufig, so dass eine Zentrierung der Berufsausbildung in den Ernährungsberufen notwendig ist. Fraktionsvorsitzender Werner Falk: „Es geht um die Bündelung von Kompetenzen“.

Für die zentrale Beschulung von Bäckern und Metzgern in Gunzenhausen spricht nach Ansicht der beiden FDP-Kreisräte Werner Falk und Dr. Axel Peiffer das Einverständnis der Ansbacher Bäckerinnung, ihre Auszubildenden künftig nach Gunzenhausen zu schicken. Zusammen mit den Berufsanfängern aus dem Weißenburger Raum könnten dann Grund- und Fachausbildung in Gunzenhausen erfolgen. Notwendig sei allerdings ein Ausbau der Fachräume. Für ihn werde gegenwärtig die Kostenermittlung vorgenommen.

Dem Ausbildungsschwerpunkt für die Ernährungsberufe könne thematisch auch die Grundklasse  der Gastronomieberufe zugeschlagen werden, die es in Gunzenhausen seit 15 Jahren gebe. In ihr werden angehende Köche, Restaurantfachkräfte, Hotelfachkräfte oder Systemgastronomen beschult, die weitere Fachausbildung geschieht (u.a.) derzeit am Berufsschulzentrum in Rothenburg oder in Nürnberg.

Das Beispiel könnten die Schreiner und Zimmerer aus Altmühlfranken und dem Kreis Ansbach sein, die schon seit vielen Jahren am Berufsschulzentrum Gunzenhausen unterrichtet werden. Zudem gehört zum Kompetenzzentrum noch die Meisterschule für Schreiner, die seit mehr als 25 Jahren von Absolventen aus ganz Bayern besucht wird. Die Berufsschule Weißenburg könne künftig ein Schwerpunkt für die kaufmännischen und technischen Berufe sein.

FDP-Fraktionschef Werner Falk erkennt den Willen der Wirtschaftsverbände aus der Region, gemeinsam zu handeln:  „Die Herausforderungen zwingen uns zum gemeinsamen Vorgehen. Schließlich gibt es ja viele Schnittmengen.“ Und er setzt auf die Veränderung der Konsumgewohnheiten, wie sie auch von „Slow Food“ propagiert werden, einer bundesweiten Bewegung, die sich für ein sozial und ökologisch verantwortungsvolles Lebensmittelsystem engagiert. Gerade für die Produkte der regionalen Bäcker und Metzger gebe es einen Trend. Der kritische Verbraucher wolle mehr über die Herkunft der Erzeugnisse erfahren. „Da haben wir in Altmühlfranken mit unserer in Bayern einmaligen Dichte an Metzgern einen großen Vorteil“, stellt Falk fest.

Gut aufgestellt

FDP-Kreisräte zu den Perspektiven des Landkreises

Dr. Axel Peiffer und Werner Falk vertreten die FDP im Kreistag.

Der Tourismus ist vielleicht nicht der wichtigste Wirtschaftszweig in Altmühlfranken, das  nicht die besten Wirtschaftsdaten aufzuweisen hat und dem Vergleich mit anderen Regionen oftmals nicht standhalten kann.  „Aber für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist das Fränkische Seenland eine Perspektive, er hat damit sogar eine Alleinstellung in Franken“, erklärt der FDP-Kreistagsfraktionsvorsitzende Werner Falk.

Ein „gleichgültiges Schulterzucken“, wie dies in einem aktuellen Wirtschaftsmagazin für die Region beklagt wird,  dürfe es natürlich nicht geben. Die FDP begrüße daher das von Landrat Manuel Westphal angestoßene „Leitbild 2030“ für den Landkreis, an dem alle relevanten Gruppen mitwirken können und sollen. „Diese Mitmachaktion wollen wir aktiv unterstützen“, versichert sein Fraktionskollege Dr. Axel Peiffer (Muhr am See).Perspektiven für Altmühlfranken gebe es durchaus, wobei die Vielfalt des Landkreises in Erscheinung trete. Im Norden und Osten überwiege die touristische Entwicklung, im Süden sei die Steinindustrie immer noch ein bedeutsamer Faktor. Die Altmühltherme Treuchtlingen mit ihren gesundheitlichen Rehabilitationseinrichtungen und die Stadt Weißenburg mit ihrer starken Wirtschaftskraft und stabilen Unternehmen.

Center Parcs ist „einmalige Chance“

Nach ihrer letzten Fraktionssitzung  bekräftigen die beiden Kreisräte: „Der Center Parc ist die einmalige Chance, das Gelände der ehemaligen Muna in Langlau von den militärischen  Hinterlassenschaften früherer Jahrzehnte zu befreien.“  Ökologie und Nachhaltigkeit seien heute wichtige Forderungen an alle, die etwas Neues planen. „Wir vertrauen“, so Werner Falk und Dr. Axel Peiffer, „den Erklärungen der Investoren, dass sie einen klimaneutralen Ferienpark bauen wollen – einen, den es so noch nicht gibt in Europa“.  Realisieren könne so ein gigantisches Projekt nur ein kapitalkräftiges Unternehmen. Das müsse allen klar sein. Der Masterplan garantiere, dass schützenswerte Flächen nicht bebaut würden.

Hinsichtlich der Verkehrserschließung erscheint der FDP der Kreisverkehr an der Staatsstraße 2222 als leistungsfähig, um zusätzlichen Verkehr  aufzunehmen.  Bezüglich der Anbindung bei Thannhausen bevorzugt sie jene Konzeption, wonach ein neuer Kreisverkehr von der Ortschaft abgerückt wird und eine Zubringertrasse direkt zum Ferienpark führen soll.

Die Wasserversorgung erscheint den FDP-Kreisräten als unproblematisch, ebenso die Abwasserentsorgung: „Wir vertrauen der Beratungs- und Planungsleistung des regional bekannten Unternehmens, das große Erfahrung hat.“  Beide übereinstimmend: „Nach Abwägung von Chancen und Risiken sagen wir heute im Blick auf unsere Verantwortung für die Zukunftsfähigkeit des Fränkischen Seenlands: Die Chancen sind größer als die Risiken!“ Das sei übrigens auch schon vor fünfzig Jahren so gewesen, als der Landtag beschlossen habe, das Überleitungsprojekt zu realisieren. Die Akzeptanz von öffentlichen Großprojekten sei damals aber ungleich höher gewesen als heute.

Aktuelle Initiativen

Maßnahmen des Landkreises zur Eindämmung der Corona-Pandemie

In den letzten Tagen waren im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen leider deutlich steigende Inzidenzzahlen zu verzeichnen. Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis liegt heute bei 155,2. Auf Grund des Überschreitens des Inzidenzwerts von 100 gelten für den Landkreis seit dem 30. März 2021 strengere Kontaktbeschränkungen. Zudem ergeben sich daraus erhebliche Einschränkungen für den Einzelhandel, für die Gastronomie sowie für den Kultur- und Freizeitbereich.

Trotz der geltenden Einschränkungen ist es aus der Sicht von Landrat Manuel Westphal jedoch unabdingbar, dass sich der gesamte Landkreis frühzeitig auf Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen sowie auf Öffnungen im Einzelhandel sowie bei Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen vorbereitet.

Es ist davon auszugehen, dass derartige Öffnungsmaßnahmen frühestens nach den Osterferien möglich werden, wenn auch ggf. zunächst nur für Modellregionen. Spätestens dürften diese jedoch relevant werden, wenn die dritte Corona-Welle abklingt. Um hinsichtlich der Nutzung etwaiger Öffnungsspielräume keine Zeit zu verlieren, ist es aus der Sicht von Landrat Westphal wichtig, bis dahin alle vorbereitenden bzw. die für eine Öffnung notwendigen flankierenden Maßnahmen getroffen zu haben. Zum Teil sind diese Maßnahmen auch unabhängig von etwaigen Lockerungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie von grundlegender Bedeutung.

Vor diesem Hintergrund spielen aus der Sicht von Landrat Westphal die Vorbereitung bzw. Umsetzung der folgenden Maßnahmen eine besondere Rolle:

  1. In den Schulen ist ein umfassendes Testkonzept unter Einbindung von alternativen Testmöglichkeiten von Bedeutung. Die Lehrer müssen – wenn es bei der aktuellen Testdurchführung bleibt – in der Anwendung von Selbsttests entsprechend eingewiesen sein. Neben Hinweisen zur Durchführung der Tests sowohl auf der Homepage des Kultusministeriums, auf der neben Anwendungshinweisen u.a. auch Erklärvideos der Testhersteller zu finden sind, als auch auf der Homepage des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege bemüht sich das Landratsamt derzeit, hier weitere Hilfestellungen zu geben. Insbesondere wurde landkreisweit eine entsprechende Abfrage wegen eines bestehenden Schulungs- und Beratungsbedarfs durchgeführt. Entsprechende Schulungsmaßnahmen durch niedergelassene Ärzte befinden sich bereits in Planung. Auch stehen mittlerweile in ausreichender Anzahl Testkits zur Durchführung der Selbsttests an den Schulen zur Verfügung.
  2. Beim Impfen ist nach wie vor die gelieferte Impfstoffmenge der relevante Engpass. Sollten die Zusagen der Bundesregierung eintreten, so wird der Landkreis jedoch bereits in der nächsten Woche deutlich mehr Impfstoff erhalten. In dem Zusammenhang ist es wichtig, dass Impfwillige und Impfärzte/das Impfzentrum möglichst unkompliziert zusammenfinden und Termine wahrnehmen können. Dies kann (zumindest auch) digital geschehen. Das Landratsamt plant deshalb in Absprache mit den Impfärzten die „Impf-Finder-App“ der Firma Randstadt einzuführen, um auf diese Weise einfach und unkompliziert die Vereinbarung von Impfterminen zu ermöglichen. Der Betrieb des Impfzentrums in Gunzenhausen soll entsprechend der staatlichen Vorgabe auf jeden Fall über den 30.06.2021 hinaus fortgeführt werden. Es ist davon auszugehen, dass die Impfzentren in Bayern bis 30.09.2021 betrieben werden sollen.
  3. Ein weiteres wichtiges Thema ist das Testen. Dabei wird es so sein, dieses im Bildungs- und Arbeitsbereich, aber auch im Freizeitbereich regelmäßig erfolgt. Der Landkreis selbst wird nach Ostern Tests für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes und seiner Dienststellen anbieten. Zudem müssen laut Landrat Westphal auch die PCR-Testmöglichkeiten im Landkreis noch weiter ausgebaut werden. Für die Durchführung von Schnelltests stehen derzeit im Landkreis folgende Möglichkeiten zur Verfügung: das Testzentrum in Gunzenhausen, die Teststation im MVZ im Klinikum in Weißenburg, die Teststation in der Altmühltherme in Treuchtlingen sowie 31 Ärzte und 6 Apotheken im Landkreis. Da die bereits vorhandenen Testkapazitäten in den Apotheken und bei den Ärzten im Regelfall begrenzt sind, ist es aus der Sicht von Landrat Westphal wichtig, weitere Testmöglichkeiten in den Städten anzubieten.

Auch seitens der Unternehmen im Landkreis besteht auch der Wunsch, wohl auch bald die gesetzliche Pflicht, dass den eigenen Mitarbeitern ausreichend Testmöglichkeiten angeboten werden. Um die Testbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Unternehmen zu erhöhen, wäre es sinnvoll, wenn ausgestellte Testzertifikate dann auch im Zuge einer Öffnungsstrategie in der Gastronomie bzw. im Freizeit- und Kulturbereich etc. genutzt werden könnten. Derzeit bemühe sich die Landkreisverwaltung hier, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen, damit auch innerhalb der Unternehmen zukünftig ausreichend Testmöglichkeiten zur Verfügung stehen werden.

Landrat Westphal zieht zur Steigerung der Testbereitschaft in der Bevölkerung auch die Option eines öffentlichkeitswirksamen „Altmühlfranken-Testwochenendes“ in Betracht, an dem möglichst viele Menschen aus dem Landkreis getestet werden können.

  1. Weiterhin strebt der Landkreis die zeitnahe Einführung einer technischen Lösung zur Kontaktnachverfolgung an. Dazu steht die Landkreisverwaltung derzeit bereits in Verhandlungen mit den beiden Marktführern, der „Luca-App“ und der Web-Anwendung „Darfichrein“, mit dem Ziel, diese technische Lösung an das SORMAS-Programm des Gesundheitsamtes zu koppeln, welches ebenfalls bald vollständig einsatzbereit sein sollte. Der Freistaat Bayern hat letzte Woche angekündigt, dass man bayernweit eine einheitliche technische Lösung zur Kontaktnachverfolgung einführen möchte. Soweit diese Entscheidung zur Einführung einer landesweiten Lösung zur Kontaktnachverfolgung bereits in der nächsten Woche fallen wird, hat sich Landrat Westphal dazu entschlossen, diese Entscheidung zunächst noch abzuwarten. Sollte sich diese Entscheidung jedoch länger hinziehen, wäre aus seiner Sicht auch die Einführung einer landkreiseigenen Lösung prüfenswert.
  2. Auch im Bereich der Kultur leistet der Landkreis bereits aktive Hilfestellung. Ein erster Ansatz war hier gemeinsam mit der Stadt Weißenburg die geplante Veranstaltung „BergWaldGarten“ im Bergwaldtheater in Weißenburg. Zur Durchführung dieser Veranstaltung wurde von Landrat Manuel Westphal und Oberbürgermeister Jürgen Schröppel ein gemeinsamer Antrag bei der Bayerischen Staatsregierung auf Anerkennung als Modellprojekt gestellt. Auch hier gilt es, flankierend Test- sowie Kontaktnachverfolgunskonzepte anzubieten, die seitens der Veranstalter umgesetzt werden können.
  3. Letztendlich werden in der Landkreisverwaltung auch Überlegungen angestellt, ein Corona-Tagesticket einzuführen, welches man nach einem negativen Schnelltest erhält. Mit einem solchen Ticket könnte dann ggf. im Rahmen der geltenden Regelungen der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung oder auf der Grundlage eines Modellversuchs der Besuch der Gastronomie, des Einzelhandels etc. ermöglicht werden. Voraussetzung dafür wäre, dass die Geschäfte und Lokale dementsprechend auch eine technische Lösung zur Kontaktnachverfolgung nutzen und ein entsprechendes Hygienekonzept vorweisen können.

Landrat Westphal hat in den letzten Tagen in Form von Videokonferenzen mehrere Gespräche mit Vertretern des IHK-Gremiums und des DEHOGA-Kreisverbandes geführt und dabei die aufgezeigten Maßnahmen erörtert, die bei den Vertretern dieser Gremien auf große Zustimmung gestoßen sind.

Um möglichst frühzeitig derartige Maßnahmen angehen und umsetzen zu können, wurde von Landrat Westphal bereits in der letzten Woche ein Antrag beim Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege auf Anerkennung als Modellregion für die Umsetzung einer Öffnungsstrategie gestellt. Zudem wirbt Landrat Westphal in einem aktuellen Anschreiben der Bürgermeister im Landkreis um die Unterstützung der Gemeinden bei der Vorbereitung und Umsetzung dieser Maßnahmen, die dem Landkreis insgesamt möglichst schnell wieder ein „normales“ wirtschaftliches, gesellschaftliches sowie kulturelles Leben ermöglichen sollen.

100 überschritten

Weitere Einschränkungen in Altmühlfranken

In den vergangenen drei Tagen wurde im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen der Wert 100 bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnern überschritten. Laut der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gelten für den Landkreis ab Dienstag, 30. März 2021 somit strengere Regelungen. 

Heute weist das RKI eine 7-Tage-Inzidenz von 141,4 für den Landkreis auf. An drei aufeinanderfolgenden Tag wurde die 7-Tage-Inzidenz von 100 somit im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen überschritten. Daher gelten ab Dienstag, 30. März strengere Kontaktbeschränkungen. Auch die Öffnung des Einzelhandels, der Sportanlagen sowie der Kulturstätten sind betroffen. Folgende Regelungen gelten ab Dienstag im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: 

  • Kontaktbeschränkungen

Zulässig sind Treffen zwischen Personen aus einem Haushalt mit zusätzlich einer weiteren haushaltsfremden Person. Erlaubt ist weiterhin die wechselseitige, unentgeltliche, nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften, wenn sie Kinder aus höchstens zwei Hausständen umfasst.

  • Nächtliche Ausgangssperre

Von 22.00 bis 05.00 Uhr gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Der Aufenthalt außerhalb einer Wohnung ist untersagt, es sei denn dies ist begründet durch einen medizinischen oder veterinärmedizinischen Notfall oder anderer medizinisch unaufschiebbarer Behandlungen, der Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten oder unaufschiebbarer Ausbildungszwecke, der Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts, der unaufschiebbaren Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger, der Begleitung Sterbender, von Handlungen zur Versorgung von Tieren oder von ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen.

  • Einzelhandel

In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz über 100 liegt, ist die Öffnung von Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe untersagt. Für diese Betriebe ist lediglich die Abholung vorbestellter Ware in Ladengeschäften zulässig („Click&Collect“ bzw. „Call&Collect“). Ausgenommen davon sind die in der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung genannten Betriebe und Ladengeschäfte, die inzidenzunabhängig geöffnet sind.

  • Sportausübung

Es ist nur kontaktfreier Individualsport im Außenbereich mit Personen des eigenen Hausstandes sowie einer weiteren haushaltsfremden Person unter freiem Himmel erlaubt, auch auf Außensportanlagen. Mannschaftssport ist untersagt.

  • Kulturstätten

Die Öffnung von Museen, Ausstellungen, vergleichbaren Kulturstätten sowie zoologischen und botanischen Gärten ist untersagt.

  • Außerschulische Bildung, Musikschulen
    Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie außerschulische Bildungsangebote sind in Präsenzform nicht zulässig. Ausgenommen davon sind Erste-Hilfe-Kurse und die Ausbildung von ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks.

Instrumental- und Gesangsunterricht in Präsenzform ist untersagt.

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen gibt diese Änderung in einem Sonderamtsblatt am Montag, 29. März 2021 bekannt. Die Regelungen gelten dann ab Dienstag, 30. März 2021. Sollte der Inzidenzwert wieder drei Tage hintereinander unter 100 sein, können diese Regelung wieder gelockert werden. Das Landratsamt wird darüber entsprechend informieren.

Alle aktuell gültigen Regelungen finden Sie auch immer auf der Homepage des Landratsamtes unter www.landkreis-wug.de.