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Impfung ab 9. Dezember

Klinikum Altmühlfranken impft in Gunzenhausen

Das Klinikum Altmühlfranken wird in Gunzenhausen eine eigene weitere Möglichkeit schaffen, Impfungen gegen das Coronavirus durchzuführen. In Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der Stadt Gunzenhausen wurde kurzfristig eine Impfstation in der Stadthalle in Gunzenhausen aufgebaut. Rund 780 Impfungen sind dort bis Ende des Jahres in der Woche möglich.

Die Nachfrage nach den Impfungen gegen das Coronavirus hat auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen stark zugenommen. Neben dem Impfzentrum des Landkreises, wo derzeit über 1250 Impfungen in der Woche möglich sind, ab Mitte Dezember 3000 Impfungen in der Woche, haben auch viele niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte ihre Kapazitäten sehr deutlich ausgebaut. Insbesondere Auffrischimpfungen werden sehr stark nachgefragt. Um noch deutlich mehr Impfungen im Landkreis anbieten zu können, ist Landrat Manuel Westphal im engen Austausch mit den regionalen Partnern wie dem Klinikum Altmühlfranken und den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.

Die Bayerische Staatsregierung hat insbesondere auch Klinikstandorte aufgefordert, innerhalb der eigenen Kapazitäten bei den Impfungen zu unterstützen. Besonders wichtig ist es derzeit, die zahlreichen Auffrischimpfungen durchführen zu können. Landrat Manuel Westphal hat daher das Klinikum Altmühlfranken gebeten, zu prüfen, ob kurzfristig ein zusätzliches Impfangebot für die Bevölkerung geschaffen werden kann. Da das Klinikum Altmühlfranken bereits als Betreiber des ersten Impfzentrums im Landkreis ausreichend Erfahrungen gesammelt hat und die personellen Kapazitäten vorweisen kann, hat sich das Klinikum dazu entschieden, in der Stadthalle in Gunzenhausen eine eigene Impfstation aufzubauen.

„Wir wollen den Landkreis bei der Pandemiebewältigung bestmöglich unterstützen. Da wir überwiegend mit externem Personal arbeiten, das wir bereits im Impfzentrum Altmühlfranken eingesetzt hatten, wird der Betrieb an den beiden Klinikstandorten vom Betrieb der Impfstation nicht betroffen sein“, erklärt Klinikvorstand Christoph Schneidewin.

Das Klinikum Altmühlfranken kann im Rahmen der gelieferten Impfstoffmenge bis zu 780 Personen in der Woche in der Stadthalle in Gunzenhausen impfen. Der Impfstoff wird von Seiten des Klinikums über den Großhandel bezogen, wie bei den niedergelassenen Arztpraxen auch. Die zusätzliche Impfmöglichkeit des Klinikums wird daher keine Auswirkungen auf die Impfstofflieferung an Hausärzte oder an das Impfzentrum des Landkreises haben. Landrat Manuel Westphal hat sich bereits an die Bayerische Staatsregierung gewandt und darum gebeten, dass wieder deutlich mehr Impfstoff an die Impfzentren und die Arztpraxen ausgeliefert werden, um die hohe Nachfrage auch bedienen zu können.

„Das Klinikum Altmühlfranken hat sich wie die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in der Bewältigung der Corona-Pandemie als regionaler Partner bewährt. Wir sind dem Klinikum sehr dankbar, dass es zusätzlich zu dem bereits bestehenden Angebot eine weitere Impfmöglichkeit in Gunzenhausen schafft. So können wir im gesamten Landkreis bis Ende des Jahres in der Woche über 5000 Personen impfen, soweit genügend Impfstoff dafür zur Verfügung steht. Wir werden die Situation dann Ende des Jahres gemeinsam erneut bewerten“, so Landrat Manuel Westphal.

Da im Klinikum in Gunzenhausen keine geeigneten Räumlichkeiten für die Impfstation zur Verfügung stehen, hat man sich gemeinsam mit dem Landratsamt an die Stadt Gunzenhausen gewandt. Diese hat als Lokalität die Stadthalle Gunzenhausen bis Ende des Jahres zur Verfügung gestellt. Die Stadthalle bietet genug Platz, um in der Woche 780 Personen impfen zu können. Während möglicher Veranstaltungen oder Sitzungen wird die Stadthalle natürlich weiterhin zur Verfügung stehen. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz betont: „Die Stadt Gunzenhausen hat gerne dabei unterstützt, eine geeignete Räumlichkeit für die Impfstation des Klinikums Altmühlfranken bereitzustellen. Uns ist es wichtig, dass im gesamten Landkreis genügend Impfangebote für die Bevölkerung geschaffen werden. Die zusätzliche Möglichkeit, die wir nun in Gunzenhausen haben, deckt den Bedarf weiter ab.“

Am kommenden Donnerstag und Freitag (09. und 10.12.2021) wird von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr und am Samstag, 11.12.2021, von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr der Impfstoff von Biontech verimpft. Eine Terminvereinbarung ist nicht notwendig. Es kann daher zu Wartezeiten kommen.

Ab dem kommenden Montag, 13.12.2021, erfolgen die Impfungen nur noch mit Terminvereinbarung. Eine Anmeldung ist dann ausschließlich über die Homepage des Klinikums www.klinikum-altmuehlfranken.de online möglich.

Im Landkreis stehen nun also kurzfristig bis Ende des Jahres verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, eine Erst-, Zweit- oder Auffrischimpfung zu bekommen: Das Impfzentrum des Landkreises in Weißenburg, das zusätzlich auch Sonderimpfaktionen im gesamten Landkreis anbietet, die niedergelassenen Arztpraxen sowie die Impfstation des Klinikums Altmühlfranken in Gunzenhausen. Es ist wichtig, dass nun kurzfristig mehr Angebote zur Verfügung stehen, um insbesondere auch die Personen zu impfen, die auf die Auffrischimpfung warten. Das Landratsamt bündelt auf seiner Homepage unter www.landkreis-wug.de/impfzentrum alle Impfmöglichkeiten im Landkreis.

Landrat Manuel Westphal betont abschließend: „Die Impfungen gegen das Coronavirus sind ein sehr wichtiger Baustein, um die vierte Pandemiewelle zu brechen. Das Angebot haben wir nun gemeinsam deutlich erweitert, so dass ich hoffe, dass wir nun genügend Impfmöglichkeiten für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stellen können, damit gerade auch die notwendigen Auffrischimpfungen deutlich schneller durchgeführt werden können.“

Verdienstmedaille für G. Herrmann

Landrat zeichnete den vielfach engagierten Walder aus

Landrat Westphal mit dem Ehepaar Renate und Gerhard Herrmann sowie Dieter Gottschall und Bürgermeister KH Fitz.

Landrat Manuel Westhal hat im Landratsamt in Weißenburg die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen, und zwar an den Lehrer a.D. Gerhard Herrmann aus Gunzenhausen-Wald. Dabei würdigte er in Anwesenheit von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und Rektor a.D. Dieter Gottschall (Gunzenhausen), der die Ehrung vorgeschlagen hatte, die Persönlichkeit des Mannes, der sich in vielfältiger Form seit vielen Jahren auf den Sektoren Kultur, Kirche und Historie engagiert.

Wir zitieren aus der Rede des Landrats:

Helmut Kohl hat einmal gesagt: „Ohne die vielen Frauen und Männer, die in Deutschland ein Ehrenamt ausüben
… wäre unser Land um vieles ärmer und unser Gemeinwesen so nicht denkbar.“ Und einer dieser Männer, der sich dazu noch in ganz besonderer Art und Weise für das Gemeinwesen eingesetzt haben, sind Sie Herr Herrmann. Herr Herrmann ist seit nahezu sechs Jahrzehnten aktiver Sänger im Männergesangverein Wald-Streudorf und engagiert sich seit mehr als viereinhalb Jahrzehnten ehrenamtlich in seiner Heimatgemeinde. Ich selbst bin gerade einmal 47 Jahre alt, Bürgermeister Karl-Heinz Fitz konnte dieses Jahr seinen 60. Geburtstag feiern, damit hat man Vergleichsgrößen. Ihr vielseitiges jahrzehntelanges Engagement für die Chöre und Vereine und der damit verbundene zeitliche Aufwand verdienen höchste Anerkennung.

1962 wurde Herr Hermann Mitglied im Männergesangverein Wald-Streudorf und ist seit dieser Zeit aktiver Sänger. Doch damit nicht genug, Sie übernahmen dann 1984 im Verein die Aufgaben des Schriftführers und sind
seit 1998 Chorleiter. 1979 waren Sie dann Gründungsmitglied und Leiter der Walder Gmabüschsänger, die sich der Bewahrung des fränkischen Liedguts verschrieben haben. Nicht zuletzt haben Sie das Fischerfest mit ihrer
Gesangsgruppe bereichert. Seit 1995 singen Sie zusätzlich im Shantychor Altmühlsee und dort fungieren
Sie seit 2018 als Vorsänger des Chores. Auch im kirchlichen Bereich sind sie engagiert: Seit 1974 leiten Sie den Kirchenchor der Kirchengemeinde Wald, wo Sie auch von 1994 bis 2006 als Vertrauensmann im Kirchenvorstand tätig waren, seit 1983 sind Sie Lektor. Nicht zuletzt helfen Sie aber auch bei Engpässen als Organist aus. Eine besondere Leidenschaft ist aber auch das fränkische Brauchtum und dessen Erhalt. Das war wohl auch der Grund, warum Sie 1974
Gründungsmitglied des Heimatvereins Wald-Streudorf waren und seitdem (47 Jahre) das Amt des Schriftführers ausüben. Dabei zeigen Sie auch einen unermüdlichen Einsatz bei der Ausrichtung der traditionellen Veranstaltungen
in Wald. Die Liste der Beispiele wäre hier lang, beispielhaft nenne ich daher die Lichtmessfeier, das Gmabüschfest, Goldene Hochzeiten und Kabarett- Veranstaltungen im Herrmannsstadel. Schließlich wirken Sie seit 2005 auch als Beiratsmitglied im Verein für Heimatkunde Gunzenhausen e. V. mit.

Ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten im musikalischen, kulturellen und kirchlichen Bereich haben nicht nur eine entscheidende Rolle für die positive Entwicklung von Wald entfaltet, sondern tragen dazu bei, dass Brauchtum und Vereinsleben einen hohen Stellenwert bei der Bevölkerung haben und für die nachfolgende Generation lebendig bleiben. Sehr geehrter Herr Hermann, ich freue mich daher sehr, Ihnen heute die Verdienstmedaille des
Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verleihen darf. Persönlich darf ich anmerken, dass man – sieht man sich die umfangreichen Tätigkeiten über Jahrzehnte hinweg an -, keine geeignetere Persönlichkeit vorstellen kann. Gerade in der heutigen Zeit ist es ganz besonders wichtig, dass wir Menschen wie Sie haben, die sich selbstlos für die Gesellschaft und Gemeinschaft einsetzen, die Tradition und Brauchtum erhalten, denen es aber auchgelingt, dieses lebendig zu halten und vor allem die Begeisterung auchweiter zu tragen. Personen wie Sie, das sind oftmals die „Helden im Verborgenen“ und deswegen ist es wichtig DANKE zu sagen und dies auch öffentlich zu tun, was ich heute gerne übernehme.

FAU kooperiert mit Stadt

Auf den Spuren der römischen Vergangenheit

So finden die Römer von heute Aufmerksamkeit. Sie begleiten das wissenschaftliche Programm.


In und um Gunzenhausen haben die Römer deutliche Spuren hinterlassen. Die Altmühlstadt war aufgrund ihrer strategisch hervorragenden Lage der perfekte Ort um sich zu befestigen und ein Lagersystem zu errichten. Das römische Kastell Gunzenhausens war der nördlichste Außenposten der Ewigen Stadt am sog. raetischen Limes und bildete damit das geographische Ende des römischen Reichs in Europa. Jahrtausende später sind die Spuren verblasst und das moderne Gunzenhausen hat seine römische Vergangenheit überlagert. Doch Geschichte ruht nicht und möchte gehoben werden. Aus diesem Grund arbeiten die Stadt Gunzenhausen, die Europäische Union und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) an einer Wiederbelebung des römischen Gunzenhausens.

Geschäftsleiter Zweckverband Altmühlsee Daniel Burmann, Professor Boris Dreyer, Leiter der städt. Touristinformation Wolfgang Eckerlein, Bürgermeister Karl-Heinz Fitz). Foto: StGun/Grosser

Neben dem Gewinn neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Etablierung einer neuen Erinnerungskultur sind mehrere touristische Highlights in Planung. Nun wurde die Kooperation im Rahmen eines Pressetermins und Pilot Site Visits der Öffentlichkeit vorgestellt. Und zwar an einem ganz besonderen Ort, an dem sich Gunzenhäuser Geschichte förmlich atmen lässt: Im Burgstallwald vor den Grundmauern eines Limeswachturms. „Die historische Aufarbeitung unserer römischen Vergangenheit ist immens wichtig für die stadtkulturelle Identität“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Bis heute sind zahlreiche Fragen offen geblieben und viele kulturelle oder wissenschaftliche Schätze gilt es zu entdecken. Von der Kooperation mit EU und FAU versprechen wir uns neue Zugänge zur eigenen Geschichte, u.a. durch den Einsatz digitaler Werkzeuge um beispielsweise den Limes virtuell wiederauferstehen zu lassen. Wir möchten der Erinnerung an Rom in Gunzenhausen neuen Aufschwung geben und nachhaltige touristische Angebote etablieren.“

So laufen bereits jetzt die Vorbereitungen für einen Gunzenhäuser Römermonat im Juni 2022 auf Hochtouren. Neben der Wiederauferstehung des LIMEStivals soll auch römisches Lagerleben nachempfunden werden oder authentische Ruderfahrten auf dem Altmühlsee möglich sein. „Kochen, backen, Waffen schmieden, Leben eben – künftig wird es in Gunzenhausen wieder römisches Leben zum Anfassen geben“, so Wolfgang Eckerlein von der städtischen Tourist Information. „Eine ganze Palette von touristischen Highlights sind für die kommenden Jahre vorgesehen und werden sukzessive auf- und ausgebaut. So können Interessierte z.B. in die Rolle eines Limes-Soldaten an der Reichsgrenze schlüpfen und dessen Alltag nachempfinden. Oder auf einem Nachbau eines spätantiken Römerboots tolle Abenteuer erleben. Vieles ist möglich, und soll nachhaltig Spaß und Freude machen, und zugleich das Wissen um die Römer erweitert.“

Doch was hat nun die Europäische Union von der römischen Geschichte Gunzenhausens? Die Altmühlstadt, genauer gesagt der Wachturm 14/4 und das Kleinkastell am Hinteren Schloßbuck, wurde als sog. Pilot Site ausgemacht, also als ein Ort, an dem Erinnerung an die römische Zeit möglich ist und auch wissenschaftlich eingeordnet werden kann. Das EU-Förderprogramm „Living Danube Limes“ will die gemeinsame römische Geschichte der Anreinerstaaten entlang des ehemalig römischen Grenzgebietes bis zum Schwarzen Meer durch wissenschaftlich fundierte Öffentlichkeitsprojekte in Erinnerung rufen. Gunzenhausen ist in diesem der westlichste Ort und war in römischer Zeit der nördlichste Punkt des raetischen Limes. Mittlerweile gilt der Limes nicht mehr nur als trennende Außengrenze oder Befestigungswall, sondern hatte vermutlich auch wichtige Funktion für den internationalen Handel mit Gütern und Informationen. Hier gilt es noch zahlreiche Thesen zu überprüfen und wissenschaftlich zu ergründen. Dass dies in Gunzenhausen gelingen kann, hat in jüngster Vergangenheit der Bau der spätantiken Römerboote am Altmühlsee bewiesen. Zahlreiche Freiwillige arbeiten bei Wind und Wetter, ob es kalt ist oder warm am Seezentrum in Schlungenhof an der Fertigstellung des wissenschaftlichen Projekts.

Unter Anleitung von Universitätsprofessor Boris Dreyer wird erlebbares Wissen zum Anfassen geschaffen. „Der Nachbau unserer Danuvina Alacris findet im Rahmen des EU Interreg DTP Projekts Living Danube Limes statt und war letztlich der Startschuss für eine vertiefte Kooperation von Stadt Gunzenhausen, EU und FAU“, so Professor Boris Dreyer. „Forschung überwindet Grenzen und soll nicht nur hinter verschlossenen Türen oder im Museum stattfinden, sondern mitten unter den Menschen, die zusammen ihre gemeinsame Geschichte wissenschaftlich erarbeiten. Gunzenhausen ist mit seiner Lage und der römischen Vergangenheit eine Fund- und Schatzkiste, die wir nur aufzumachen brauchen um Historie zu bergen. Die Kooperation ist für alle Seiten ein großer Gewinn.“

Spende für den Walburgaweg

Stärkere Verankerung im Bewusstsein der Menschen

„Werden Sie Teil dieses einmaligen Projektes und gestalten  Sie  mit  Ihrer  Spende  den  Walburgaweg  ein  Stück weit mit.“ Diese Bitte richtet der Verein … an die Öffentlichkeit.

Walburga soll als ursprüngliche Identifikationsfigur Heidenheims wieder neu im öffentlichen Bewusstsein verankert und damit auch die Bekanntheit ihrer Gründung − das geschichtsträchtige und einmalige Doppelkloster Heidenheim – Weitere Informationen gibt es im Internet (kloster-heidenheim.eu/walburgaweg. Vorsitzender  Reinhold Seefried  (E-Mail: reinhold.seefried@kb-hdh.de) steht für alle Fragen zur Verfügung.

Bei der Sparkasse Gunzenhausen (IBAN:  DE37 7655 1540 0000 7328 59) ist ebenso ein Spendenkonto eingerichtet wie bei der Raiffeisenbank Weissenburg-Gunzenhausen (IBAN:   DE82 7606 9468 0005 8420 00). Als Verwendungszweck bitte „Walburgaweg“ angeben.

Der Walburgaweg lädt dazu ein, sich mit dem Leben  und Wirken der Heiligen Walburga auseinanderzusetzen.  Walburga war im 8. Jahrhundert, neben ihrem Bruder Wunibald, Mitbegründerin des Benediktinerklosters Heidenheim. Nach Wunibalds Tod übernahm sie nicht nur die Leitung des Klosters, sondern wandelte dieses  in ein Doppelkloster um − eine geradezu revolutionäre Tat im damaligen Europa. Heidenheim war damit das erste und auf lange Zeit überhaupt  einzige  Kloster  auf  dem  europäischen Kontinent, in dem Mönche und Nonnen gemeinsam unter einem Dach lebten, und zwar etwa 30 Jahre lang unter Leitung einer Frau: der  Heiligen Walburga.

Die Verehrungspraktiken der Heiligen Walburga in Eichstätt und Heidenheim sind in das bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes  aufgenommen   worden. Damit wird eine lebendige Tradition gewürdigt, die gemeinschaftsstiftend für viele ist.

Ernst Steinackers Vermächtnis sind die Walburga-Bilder und Skulpturen im „Walburgaland“ um Heidenheim.

Am Kloster Heidenheim, der Wirkstätte der Heiligen, soll der erste Walburgaweg als Kultur- und Erlebnisweg errichtet  werden.  Auf  einer  Gesamtstrecke  von  vier Kilometern stellt der Walburgaweg den Lebensweg der  Heiligen  dar,  angefangen  von  ihrer  Kindheit  in Südengland, über ihr Wirken als Äbtissin in Heidenheim bis hin zu ihrem Tod und ihrer posthumen Verehrung. Auf  der  Basis  von  zwölf  einzelnen  Stationen  sollen menschliche  Grunderfahrungen  in  Walburgas  Leben thematisiert und symbolisch vermittelt werden, so zum Beispiel das Gefühl des Aufbrechens in die Fremde, das Unterwegs-Sein, Einsamkeit, Furcht, aber auch Freundschaft, Geborgenheit und Zuversicht. Kleine und größere künstlerische  Installationen  −  geschaffen  von  Künstlern der Region − fordern den Betrachter und laden zu eigenen Assoziationen, Gedanken und Reflexionen ein.  

„Ihr Geist soll nicht Vergangenheit bleiben  – ihr Geist soll lebendige Gegenwart sein.“ Das ist das Vermächtnis des Spielberger Bildhauers  Ernst Steinacker, der viele Skulpturen der Heiligen Walburga geschaffen und damit das „Walburgaland“ – so seine Wortschöpfung – ausgestattet hat. Vorsitzender Reinhold Seefried: „Mit  dem  Walburgaweg  soll  die  Heilige  symbolisch zurückkehren an den Ursprung des Geschehens, nach Heidenheim. Das schaffen wir jedoch nur gemeinsam. Helfen Sie uns dabei, den Walburgaweg in Heidenheim fertigzustellen und für Jede und Jeden begehbar zu machen. „

Ganz toller Kalender

Die Geschichte Gunzenhausens das ganze Jahr erleben

Sie sind stolz auf den neuen Jahreskalender mit historischen Aufnahmen der Stadt: Bürgermeister KH Fitz und Stadtarchivar Werner Mühlhäußer. Foto: StGun

Haben Sie bereits alle Präsente für die Liebsten zusammen? Ein perfektes Weihnachtsgeschenk für Bürgerinnen und Bürger sowie Freunde der Stadt Gunzenhausen kann ab sofort in den Gunzenhäuser Buchhandlungen erworben werden. Mit „Verschwunden! Historische Bauwerke in Gunzenhausen!“ veröffentlicht Stadtarchivar Werner Mühlhäußer den dritten Jahreskalender über die bewegte Geschichte der Altmühlstadt. Monat für Monat werden ehemalige Bauwerke vorgestellt, die lange das Stadtbild prägten, heute aber meist aus der Erinnerung verschwunden sind. Der Zeitraum des Verschwindens erstreckt sich von 1748 bis 2009.

„Unser städtischer Kalender hat viele Fans und ich bin im Laufe des Jahres häufig darauf angesprochen worden“, so Stadtarchivar Werner Mühlhäußer. „Das Thema war schnell gefunden, denn nichts ist interessanter, als das, was nicht mehr da ist. Wie der Titel ´Verschwunden!´ bereits andeutet, geht es um Gebäude, die es nicht mehr gibt. Damit diese nicht völlig vergessen werden, haben wir diesen Fotokalender entworfen.“ Das Spektrum der geschilderten Bauwerke ist breit gefächert, es finden Befestigungsanlagen ebenso Platz, wie Gotteshäuser, Industriebauten oder Gasthäuser. Auf den zwölf Monatsblättern sind zahlreiche Illustrationen und Bilder zu finden. Dazu gibt es ausführliche Informationen.

„Jedes vorgestellte Bauwerk hat seine eigene, interessante Geschichte“, so Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Warum sie am Ende der Spitzhacke zum Opfer fielen, hat unterschiedliche Gründe. Diesen wollen wir mit dem neuen Kalender auf den Grund gehen. Ich lade Sie auf eine spannende und informative Reise in die Vergangenheit unserer Stadt ein.“

Der Kalender „Verschwunden! Historische Bauwerke in Gunzenhausen!“ ist ab sofort bei den Gunzenhäuser Buchhandlungen Renner (am Färberturm), Fischer, Pfahler und Glaser für 19,50 Euro erhältlich. Außerdem können über das Stadtarchiv Gunzenhausen Exemplare erworben werden. Der Kalender ist auf 500 Exemplare limitiert. Für weitere Informationen steht Stadtarchivar Werner Mühlhäußer unter Tel. 09831/508-135 oder per E-Mail unter stadtarchiv@gunzenhausen.de gerne zur Verfügung.

Neue Besuchsregeln

Im Gunzenhäuser Burkhard-von-Seckendorff-Heim

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen gehören zu den gefährdeten Gruppen und müssen besonders vor dem Corona-Virus geschützt werden. Um Infektionen und auch die Gefahr eines Ausbruchs zu minimieren, werden im Gunzenhäuser Burkhard-von-Seckendorff-Heim neue Corona-Besuchsregeln umgesetzt. Ab sofort sind Besuche nur in der Zeit von 13 bis 16 Uhr möglich, wobei der letzte Einlass spätestens um 15 Uhr erfolgt. Bitte beachten Sie außerdem, dass jede Bewohnerin oder jeder Bewohner pro Tag nur von zwei Personen gleichzeitig im Zeitraum von einer Stunde besucht werden kann.

„Ich bitte alle Angehörigen, Freunde und auch Bekannte um Verständnis,“ so Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Aktuell sehen wir uns mit sehr hohen Infektionszahlen konfrontiert und auf diese Situation müssen wir reagieren. Besuche sollen weiterhin möglich sein, allerdings sind Ansteckungen unbedingt zu vermeiden. Unser Burkhard-von-Seckendorff- Heim ist bisher vorbildlich durch die Pandemie gekommen. Weiterhin werden wir alles uns Mögliche zum Schutz unserer Bewohnerinnen und Bewohner unternehmen. Halten Sie sich unbedingt an die Vorgaben. Nur dann kommen wir aus dieser angespannten Lage wieder heraus.“

Beim Betreten des Burkhard-von-Seckendorff-Heims müssen sich Besucherinnen und Besucher die Hände desinfizieren. Vorgelegt werden muss außerdem mindestens ein tagesaktueller, negativer Schnelltest. Tagesaktuell bedeutet in diesem Fall, dass der Test am selben Kalendertag abgelegt wurde. Zudem gilt im gesamten Alten- und Pflegeheim eine FFP2-Maskenpflicht. Abstände und Hygienemaßnahmen sind zwingend einzuhalten. Jeder Besuch wird mit Hilfe eines Besucherformulars registriert. Dieses ist eigenständig auszufüllen und muss am Ende des Besuchs in die dafür vorgesehenen Holzbox geworfen werden. 

Ein Besuch ist nicht möglich, für:

  • Besucherinnen und Besucher mit einer aktuell nachgewiesenen SARS-CoV-2-Infektion.
  • Besucherinnen und Besucher, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu Corona-Infizierten hatten.
  • Besucherinnen und Besucher, die einer Quarantänemaßnahme unterliegen.
  • Besucherinnen und Besucher mit COVID-19 assoziierten Symptomen (z.B. akute Atemwegserkrankungen, Geruchs- und Geschmacksverlust etc.).

Besucherinnen und Besucher, die während des Aufenthalts im Burkhard-von-Seckendorff-Heim entsprechende Symptome entwickelt haben, haben das Haus umgehend zu verlassen.

Bei Rückfragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Burkhard-von-Seckendorff-Heims unter Tel. 09831/508770 oder per E-Mail unter bvsh@gunzenhausen.de gerne zur Verfügung.

Der Zauber des Neuen

Dr. Friedrich: Ampelregierung vor großen Herausforderungen

Laut Hermann Hesse wohnt jedem neuen Anfang ein wundersamer Zauber inne. Diesen schönen Zauber wünschen wir von Herzen auch der neuen Bundesregierung in Berlin, weil die gedeihliche Entwicklung unseres Landes auch davon abhängt. Allerdings ist zu befürchten, dass dieser Zauber sehr bald von den ziemlich rigiden, um nicht zu sagen, gigantischen Herausforderungen der harten Realität eingeholt werden wird.

Da sind zunächst einmal die »großen Fußstapfen« die die bisherige Kanzlerin hinterlassen hat. Nach den 16 Jahren ihrer Kanzlerschaft wird sie ja weltweit nahezu als Lichtgestalt eines stabilen und verlässlichen Deutschlands gefeiert. Der frühere amerikanische Botschafter Kornblum meint sogar, in dieser Zeit sei Deutschland nach den USA und China global zur dritt einflussreichsten und einer der angesehensten Nationen der Welt herangewachsen. Ein Kanzler Scholz wird Jahre brauchen, um – wenn überhaupt – international in diese Dimensionen vorzustoßen.

Und genauso schwierig wird es für ihn und seine Regierung werden, die absehbaren riesigen Herausforderungen zu bewältigen, die auf ihn und uns alle zukommen. Neben dem akuten Kampf gegen die dramatisch grassierende Corona-Pandemie sind es vor allem fünf große Problembereiche, die es zu lösen gilt:

(1) Die Sicherung der Stabilität des nationalen und europäischen Finanzsystems

Es ist davon auszugehen, dass die europäische und die globale Zinspolitik der anderen großen Währungsplayer trotz deutlich höherer Inflationsraten noch Jahre bei ihrem Null-Zins-Dogma inklusive expansiver Geldpolitik bleiben werden. Wenn diese Annahme stimmt, dann bedeutet dies, dass die globalen Geldmengen weiterhin permanent wachsen und jährlich neue Höchststände erreichen. Die langfristigen Konsequenzen einer solchen, die Wirtschaft ständig befeuernden Wirtschaftspolitik, sind seriös nicht erforschbar, weil es eine solche Situation in der bisherigen Wirtschaftageschichte noch nicht gegeben hat. Aber ein Gefühl, dass dies auf Dauer gut gehen kann, stellt sich beim besten Willen nicht ein. Die kurzfristigen Auswirkungen sind aber herleitbar und verheißen nicht viel Gutes: Höhere Inflation (evtl. sogar sechs bis acht Prozent pro Jahr) einhergehend mit negativen Umverteilungseffekten und weiter steigenden Immobilienpreisen und Wohnungsmieten.

Hier als große Industrie- und Exportnation zukünftig die richtigen Weichen zu stellen ist für die neue Regierung eine wahre Herkulesaufgabe.

(2) Die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft

Vorweg kann man heute feststellen: der Weg in die Elektromobilität bei den Autos ist festgezurrt und nicht mehr umkehrbar. Ganz anders verhält es sich beim Flugverkehr, bei der Schifffahrt und evtl. auch bei den Lastwagen. Aber damit ist ja nur ein kleiner Teil des ehrgeizigen Gesamtbildes einer klimaneutralen Wirtschaft erkennbar: Ist denn die gesamte Energieversorgung Deutschlands nach Abschaltung von Atom-, Kohle- und Gaskraftwerken überhaupt machbar? Können die klimaneutralen Energiequellen in dunklen und kalten Wintern bei Windstille die Grundlast schultern? Die Beantwortung dieser Frage hängt sicher auch von der rechtzeitigen Entwicklung ganz neuer Strom-Speichersysteme und neuer Batteriegenerationen ab. Insgesamt tut sich auch auf diesem Gebiet ein weites Feld auf, dass mühsam »beackert« werden muss.

(3) Die problematischen Auswirkungen der demographischen Entwicklung in Deutschland

Die Statistiken sind eindeutig: der Alterungsprozess der deutschen Gesellschaft ist dramatisch! Die Zahl der über 60jährigen wächst überproportional und der Anteil der unter 30jährigen nimmt ständig ab. Das daraus resultierende Fehlen von nachwachsenden Fachkräften behindert heute schon die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und es ist kein Ende absehbar. Das jährlich durch einen Steuerzuschuss abzudeckende Rentendefizit beträgt heute bereits € 100 Mrd. pro Jahr mit steigender Tendenz. Man kann nur hoffen, dass die neue Regierung in diesem Bereich überdurchschnittliche Kräfte und Ideen entwickelt, damit wir aus diesem Schlamassel herauskommen.

(4) Die Überwindung der vielen neuen gesellschaftlichen Spaltungen insbesondere durch das Internet

Nicht erst seit der Corona-Pandemie, aber hier mit neuer Wucht, müssen wir ganz neue Gegnerschaften, ja Feindschaften zwischen gesellschaftlichen Gruppen und Untergruppen konstatieren. Impfgegner gegen Impfbefürworter, nationale Identitätsbefürworter gegen Weltbürger, usw. »Alternative Fakten«, Echokammern, Wissenschaftsskepsis, Querdenker sind nur einige der neuen Diskussionsthemen, bei denen viele meinen, nach einer viertel Stunde Surfen im Internet ein Fachmann zu sein und auf »Augenhöhe« mit den wissenschaftlich ausgebildeten Experten diskutieren zu können. Man kann der neuen Regierung nur viel Glück wünschen, in diesem neuzeitlichen Tohuwabohu eine klare Linie zu finden und das Auseinanderdriften der ganzen Gemeinschaft zum Schaden des Gemeinwohles zu verhindern.

(5) Das rechtzeitige Erkennen und Bekämpfen der kommenden »Schwarzen Schwäne«

So wie immer mal wieder statt der normalen weißen Schwäne plötzlich ein schwarzer Schwan auftaucht, so kommt in der Politik völlig unangemeldet und plötzlich eine Krise »um die Ecke«. Bei der bisherigen Regierung waren es die EURO-Krise, die Flüchtlingskrise, die Corona-Pandemie und eine Reihe kleinerer Krisen (Krim-Besetzung durch Putin, NATO-Krise durch Trump, Brexit), die in keinem Koalitionsvertrag standen und mit sehr viel Kraftaufwand bewältigt werden mussten. So wird es leider auch der neuen Regierung ergehen: Was macht China mit Taiwan? Kommt Trump in Amerika wieder an die Regierung? Wann kommt ein neuer Krach im Nahen Osten? Wann beginnt die große Auseinandersetzung um die Nr. 1 in der Welt zwischen China und USA? Oder ganz heimatbezogen: Schert irgendwann ein Parteiflügel aus und macht der Regierung den vorzeitigen Garaus? Auf diesem Gebiet der Krisenbewältigung erweist sich der Meister und man kann nur hoffen, dass ein Kanzler Scholz mit seiner Dreiermannschaft hieran nicht scheitert.

Summa summarum: Trotz der geschilderten wahrlich nicht einfachen Lage bleibe ich gedämpft zuversichtlich, dass Deutschland, wenn auch wahrscheinlich ziemlich holprig, die kommende Wegstrecke ohne große Einbrüche schaffen wird. Andere Länder sind auf den meisten Gebieten wesentlich unsicherer als Deutschland und fangen z.T. sogar trotzdem an, sich wieder zu erholen wie derzeit Italien unter Ministerpräsident Mario Draghi. Als Optimist vertraue ich auf deutsche Standfestigkeit und Vernunft und erwarte eine Entwicklung, die auch in den kommenden Jahren in Deutschland stabiler verläuft als in den meisten anderen Ländern der Welt. Und wichtig ist dabei auch, dass die Gemeinschaft der Völker Europas in der EU einen wertvollen, ja unverzichtbaren Beitrag zur Stabilisierung der Gesamtsituation leistet.

DR. INGO FRIEDRICH, langjähriges Mitglied des Europäischen Parlaments, Gunzenhausen

Anderen etwas Gutes tun

Nachbarschaftshilfe sucht Helfer

Alverna Steurer, Alois Müller, Reinhard Adolphs und Werner Seifert von der Nachbarschaftshilfe suchen nach weiteren Helferinnen und Helfern. Foto: StGun

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Diesem bekannten Ausspruch Erich Kästners stimmen wohl die meisten von uns zu. Die Nachbarschaftshilfe Gunzenhausen handelt jedoch auch danach und unterstützt seit 2014 mit großem Engagement Mitmenschen, die in eine Notlage geraten sind oder sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. 

Nahezu jeder Mensch kann in eine Situation geraten, in welcher er oder sie Unterstützung braucht, sei es durch plötzlich eingeschränkte Mobilität, durch Krankheit oder durch sonstige Ereignisse. Hier tritt die Nachbarschaftshilfe Gunzenhausen in Aktion und organisiert kleinere und größere Hilfeleistungen. Nach der Kontaktaufnahme mit dem oder der Hilfesuchenden wird bei einem Vor-Ort-Besuch darüber beraten, welche Art von Unterstützung notwendig ist und wie diese wann und in welcher Form erbracht werden kann. Manchmal reicht bereits ein positiver Zuspruch oder die menschliche Begegnung, in anderen Fällen ist Hilfe zur Selbsthilfe oder handfeste Unterstützung erforderlich.

Die Tätigkeit der Nachbarschaftshilfe Gunzenhausen lebt vom Einsatz ihrer Mitglieder, die ehrenamtlich bereit sind, sich einzubringen und für Andere da zu sein. Der Gedanke und die Überzeugung etwas Gutes zu tun, ist Antrieb und Motivation zugleich. Die Nachbarschaftshilfe Gunzenhausen sucht weitere Helferinnen und Helfer, die Lust haben bedürftigen Mitmenschen zu helfen und sich für andere einzusetzen. Wer Interesse hat, kann sich jeden Dienstag und Freitag von 10 Uhr bis 12 Uhr im Fachwerkstadel „Zum Schießwasen 16“ selbst ein Bild von der wichtigen Arbeit der Nachbarschaftshilfe machen. Telefonisch steht die Nachbarschaftshilfe Gunzenhausen unter 09831/5749666 oder per E-Mail unter info@nachbarschaftshilfe-gunzenhausen.de zur Verfügung.


Lob für Umweltmanagement

Schaeffler beteiligt sich am Umwelt- und Klimapakt Bayern

Landrat Manuel Westphal überreichte Benjamin Koszorus, dem Werkleiter der Schaeffler Technologies AG & Co. KG Gunzenhausen, Betriebsratsvorsitzendem Andreas Schmid und Jakob Rummel (Verantwortlicher der Abteilung Umweltschutz des Werks Gunzenhausen), die Urkunde des Umwelt + Klimapakts Bayern vor einer der neu geschaffenen naturnahen Flächen auf dem Werksgelände. Foto: LRA

Wirtschaft und Umwelt müssen Hand in Hand gehen. Mit dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) hat das Schaeffler Werk in Gunzenhausen bereits die Weichen für einen wirksamen Beitrag zum Umweltschutz gestellt. Nun geht das Unternehmen noch einen Schritt weiter und wird Mitglied im Umwelt- und Klimapakt Bayerns. Der Betrieb setzt dabei auf eine intelligente und sparsame Verwendung von Ressourcen, spart Kosten und zeigt auf der anderen Seite gesellschaftliche Verantwortung. Durch die freiwillige Teilnahme am Abkommen stellt das Unternehmen sicher, dass alle Umweltaspekte von Energieverbrauch bis zu Abfall und Emissionen rechtssicher und transparent umgesetzt werden. Landrat Manuel Westphal hat nun im Rahmen eines Unternehmensbesuchs die Urkunde des Umwelt- und Klimapakts übergeben.

Das Thema Nachhaltigkeit gehört für Werksleiter der Schaeffler Technologies AG & Co. KG Gunzenhausen Benjamin Koszorus nicht erst seit heute zur den bedeutendsten Handlungsfeldern, mit welchem sich die Industrie beschäftigen muss. Aus diesem Grund wurde im Gunzenhausener Betrieb bereits der Strombedarf vollständig auf erneuerbare Ressourcen umgestellt. Auch für die Zukunft hat sich das Werk ehrgeizige Ziele gesteckt. Der Frischwasserverbrauch soll bis 2030 um 20 Prozent reduziert und auch die Lieferketten hinsichtlich der Einhaltung der Ziele überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Über allen Zielsetzungen steht das Bestreben die gesamte Produktion CO² neutral abzuwickeln.

Als erste Maßnahme wurde damit begonnen die zur Verfügung stehenden nicht versiegelten Flächen in naturnahe Räume umzuwandeln. „Wir setzen hier insbesondere auf die Ansiedlung regionaler Pflanzen und Gehölze, um Kleintieren und Insekten einen Rückzugsort zu bieten“, erklärte Jakob Rummel aus der Abteilung Umweltschutz des Werks. Zur Unterstützung wurden darüber hinaus auch einige Insektenhotels aufgestellt. Als nächste Aufgabe steht die Begrünung der Fassaden der Produktionshallen an. Zur Umsetzung arbeitet der Betrieb mit der Lebenshilfe Altmühlfranken zusammen. Für Werksleiter Benjamin Koszorus ist das eine gewinnbringende Partnerschaft für beide Seiten: „Die Beschäftigten verfügen über die relevante Expertise und können einer geregelten Beschäftigung nachgehen. Gleichzeitig können wir als Betrieb auf diese Weise den Aspekt der Gemeinnützigkeit weiter vorantreiben“.

Da sich das Schaeffler Werk in Gunzenhausen in einem Mischgebiet befindet, sind ohnehin nicht nur rein ökologische Aspekte von Nachhaltigkeit gefragt. Der Betrieb will zukünftig seiner Verantwortung gegenüber den ansässigen Nachbarn gerecht werden und Emissionen, wie beispielsweise Lärm, reduzieren. Zur Messung der Nachhaltigkeit des Werks gibt der weltweit tätige Konzern einen Nachhaltigkeitstracker vor. Mit diesem Rating kann das Unternehmen die umgesetzten Maßnahmen und deren Wirkung ständig kontrollieren und gegebenenfalls nachjustieren.

Für Landrat Manuel Westphal ist die Teilnahme am Umwelt- und Klimapakt Bayern ein bedeutender Schritt hin zu einem CO² neutralen Landkreis: „Den Industrieunternehmen kommt bei der Umgestaltung unserer Region eine ganz besondere und oftmals nicht einfache Rolle zu. Umso mehr freut es mich, wenn die großen Betriebe wie das Schaeffler Werk hier in Gunzenhausen eine Vorreiterrolle einnehmen und kleinere Betriebe als Wegweiser unterstützen.“

Der Umwelt- und Klimapakt Bayern geht in der praktischen Umsetzung von betrieblichen Umweltschutzmaßnahmen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus und zeigt die besondere Verantwortung der Unternehmen gegenüber der Umwelt, dem Klima sowie dem Lebensraum. Neben der Vorbildfunktion gegenüber anderen Firmen kann dies auch die Markt- und Wettbewerbschancen erhöhen. Für den Staat bedeutet das Abkommen, dass umwelt- und klimapolitische Zielsetzungen weiter vorangetrieben werden können und mit den Unternehmen langfristige und verlässliche Partner für einen Dialog zwischen Staat und Wirtschaft gewonnen werden können. Der größte Gewinner des Umwelt- und Klimapakts Bayern ist aber schlussendlich die Umwelt, welche durch verstärkte Bewusstseinsbildung zugunsten Umwelt- und Klimaschutzzielen sowie Verhaltensänderungen nachhaltig gestärkt werden kann. Weitere Informationen zum Programm gibt es unter: www.umweltpakt.bayern.de  

Wichtiger Austausch

Netzwerktreffen Jugendarbeit Gunzenhausen

Seit mehr als zehn Jahren tauschen sich in regelmäßigen Abständen Vertreterinnen und Vertreter Gunzenhäuser Jugendverbände im Rahmen eines Netzwerktreffens aus. Dieses von Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher initiierte „Netzwerktreffen Jugendarbeit Gunzenhausen“ hat sich längst als Wissensforum für Jugendarbeiter in Gunzenhausen und als wertvolle Informations- und Kooperationsplattform für die verschiedenen ehren- und hauptamtlichen Akteure im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit etabliert. Nun wurde vom Jugendrotkreuz zum Herbsttreffen ins BRK-Heim in der Albert-Schweizer-Straße eingeladen.

„Ob evangelische Dekanatsjugend, Junge Union oder Wasserwacht, alle Teilnehmer am Netzwerktreffen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Wir wollen den Kindern und Jugendlichen in Gunzenhausen ein breites und vielfältiges Angebot machen“, so Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher. „Die einzelnen Verbände unterscheiden sich und setzten unterschiedliche Schwerpunkte. Alle haben ihre Stärken, aber auch Schwächen. Beim Netzwerktreffen bündeln wir unser Knowhow und beraten, wie wir uns gegenseitig bei unserer Arbeit unterstützen können. Dies geschieht beispielsweise durch das Ausleihen von Materialen, aber auch durch unser Fachwissen. Wir kommen aus unterschiedlichen Bereichen und ergänzen uns somit großartig.“

Das Herbsttreffen stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie, denn viele Veranstaltungen konnten in diesem Jahr nicht oder nicht wie gewohnt stattfinden. Allerdings war sich das Gremium darüber einig, dass jede Einschränkung auch eine neue Möglichkeit bietet und alternative, coronakonforme Angebote sehr gut angenommen werden. Auf ganz ungewohnten Pfaden bewegt sich beispielsweise die Stadtjugendpflege im Sommer 2022, denn dann wird eine Fahrt mit Übernachtung zur Messe AnimagiC nach Mannheim angeboten. „Wir haben mit den Jugendlichen in Gunzenhausen gesprochen, was Sie gerne erleben und machen wollen. Die AnimagiC war einer der Vorschläge und wir bieten das gerne an. Die Nachfrage nach den Tickets ist riesig“, freut sich Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher. Im Sommer beim Stadtjugendfest soll sich dann auch wieder die praktische Seite des Netzwerktreffens zeigen. Dann stellen alle Teilnehmer aus und präsentieren ihre Angebote.