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Corona-Situation im Kreis

Weiterhin eine diffuse Situation in Altmühlfranken


Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist in den vergangenen Tagen wieder angestiegen. Für heute liegt die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis laut LGL bei 39 (Stand: 18.03.2021).

Leider mussten in der vergangenen Woche auch wieder Infektionen in Einrichtungen im gesamten Landkreis festgestellt werden. Alle Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Erfreulicherweise sind keine Altenheime im Landkreis von Corona-Infektionen betroffen.

  • Wohngruppe von Regens-Wagner in Gunzenhausen
  • Kindergarten Fuchsbau in Treuchtlingen
  • Katholischer Kindergarten in Weißenburg
  • Grundschule in Theilenhofen

Auch treten zunehmend Virus-Mutationen auf, vor allem die britische Variante wird bei Infektionen vermehrt festgestellt.

Ab Montag, 22. März 2021, sind laut Bayerischer Infektionsschutzmaßnahmenverordnung weitere Lockerungen möglich, zum Beispiel die Öffnung der Außengastronomie. Das Infektionsgeschehen im Landkreis ist weiterhin diffus und lässt sich nur schwer einordnen. Da der Landkreis bei der 7-Tage-Inzidenz noch deutlich unter der 100er Marke liegt, prüft das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen gerade, ob weitere Öffnungsschritte ab Montag möglich werden und unter welchen Bedingungen. Die Öffnungen können nur nach Genehmigung des Bayerischen Gesundheitsministeriums erfolgen, was derzeit abgestimmt wird. Der Entwurf einer Allgemeinverfügung ist über die Regierung von Mittelfranken dem Gesundheitsministerium zugeleitet worden. Das Landratsamt wird darüber spätestens zum Wochenende hin informieren.

Aufgrund des bundesweiten Stopps der Impfungen mit dem Impfstoff AstraZeneca kann auch das Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen nicht wie geplant weiter impfen. Einige Termine für Impfungen mit AstraZeneca mussten abgesagt werden. Da am Impfzentrum Altmühlfranken keine Reservebestände gehalten werden, sondern alle Impfstofflieferungen immer verplant werden, konnten die Termine auch nicht mit einem anderen Impfstoff aufgefangen werden. Leider verzögern sich durch den Impfstopp von AstraZeneca die Impfungen noch weiter.

Mittlerweile konnten 8.327 Personen im Landkreis erst- und 3.426 Personen zweitgeimpft werden (Stand: 17.03.2021). Derzeit können aus BayIMCO, der Impfsoftware der Bayerischen Staatsregierung, noch keine belastbaren Daten ausgelesen werden, wie viele Personen der einzelnen Priorisierungsgruppen bereits geimpft wurden beziehungsweise wie viele Personen in den Priorisierungsgruppen registriert sind. Nähere Auswertungen zum Impffortschritt im Landkreis sind in dem System seit Kurzem möglich und werden zeitnah vom Landratsamt und dem Impfzentrum ausgewertet. Das Landratsamt wird entsprechend informieren.

Insgesamt sind knapp über 18.800 Personen aus dem Landkreis im Portal registriert, die noch keine Termineinladung erhalten haben. Die aktuell zum Impftermin eingeladenen Personen lassen den Schluss zu, dass man im Rahmen der Erstimpfungen bei den Über-80-Jährigen, also der ersten Priorisierungsgruppe, bei den Jahrgängen 1938/39 steht (Stand: 17.03.2021).  

Impfstopp auch im Kreis

AstraZeneca vorerst nicht in Altmühlfranken

Am Montagnachmittag hat auch das Impfzentrum Altmühlfranken die Information erhalten, dass der Impfstoff der Firma AstraZeneca bis auf weiteres nicht verimpft werden darf. Das Impfzentrum in Gunzenhausen hat sofort die für den 18. März vereinbarten Impftermine mit AstraZeneca storniert.

Rund 300 Impftermine, die für den 18. März am Impfzentrum vereinbart waren, mussten aufgrund des Impfstopps mit AstraZeneca abgesagt werden. Die betroffenen Personen wurden automatisch vom Registrierungssystem darüber informiert.

Außerdem mussten 160 Impfungen in zwei Pflegeeinrichtungen für den 16. und 17. März storniert werden. 30 Impfungen in einer Altenpflegeeinrichtung für den 17. März konnten weiter geplant werden, da hierfür noch Impfstoff der Firma BionTech aus der aktuellen Lieferung zur Verfügung stand.

Das Impfzentrum Altmühlfranken verplant die Menge des angekündigten Impfstoffes immer direkt für die Impftermine der priorisierten Personen. Daher gab es in Gunzenhausen auch keine Über- oder Reservebestände an dem Impfstoff von BionTech oder Moderna, um die ausfallenden AstraZeneca-Impfungen komplett zu kompensieren. Die für diese Woche angekündigte Lieferung des Impfstoffes von AstraZenca (500 Impfdosen) wurden am 16. März angeliefert und werden bis zur weiteren Freigabe nicht verimpft

So lange der Impfstoff von AstraZeneca nicht weiter verimpft werden darf, kommt es auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zu einer Reduzierung der Impfgeschwindigkeit. Leider kann somit die im Impfzentrum zur Verfügung stehende große Impfkapazität noch weniger genutzt werden. Alle verfügbaren Impfstoffe, außer AstraZeneca, werden je nach Liefermenge weiterhin immer komplett für die Impfungen verplant und auch umgehend verimpft.  

Center Parcs nennt Details

Konkretisierte Planung des Freizeitparks am Brombachsee

Hier sind die Nutzungsbereiche gut zu sehen. In der Mitte die zentralen Gebäude mit dem Landschaftssee. Rechts oben der große Naturraum. Die 800 Häuser verteilen sich auf das ganze Gelände.

Center Parcs setzt seine Informationsoffensive fort. Dem Zweckverband Brombachsee, dem Kreistag Weißenburg-Gunzenhausen und dem Gemeinderat Pfofeld präsentierte das holländische Unternehmen mit französischer Konzernmutter seine konkretisierten Vorstellungen (Masterplan) für den Freizeitpark auf dem Gelände des ehemaligen Munitionslagers (Muna) am Brombachsee. Die handelnden Personen: Deutschland-Chef Frank Daemen, Projektleiter Jan Janssen und Entwicklungsdirektor Robin Wildhagen.

Weil in den letzten Wochen wiederholt in den Medien die finanzielle Lage des Mutterkonzerns ein Thema war, ging Daemen auch darauf ein: „Wir haben keine finanziellen Probleme, wie dies in einigen Berichten angeklungen ist“. Er ist sich sogar sicher, dass Center Parcs gestärkt aus der jetzigen Situation hervorgehen wird.

Hatte sich das Freizeitunternehmen bisher in verschiedenen Punkten nicht klar geäußert, so liegen jetzt die notwendigen Gutachten und Planungsvarianten vor. Die Experten erläuterten die Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeiten in der Stadthalle Gunzenhausen. Entgegen den Erwartungen hatten sich dazu aber nicht sehr viele Interessierte eingefunden.

Zusammen mit seinem Partner Dr. Johannes von Korff (Dresden) hatte sich Dieter Popp (Haundorf) von der Gruppe „Futour“ mit den tourismusökonomischen Auswirkungen des Projekts mit 800 Häusern befasst. Er sieht einen Vorteil für die Region darin, dass CP ein Ganzjahresangebot schafft, das es bisher nicht gibt.  Das Profil von Center Parcs passt zu dem des Tourismuskonzepts Fränkisches Seenland. Der touristische Umsatz von bisher 190 Millionen Euro im Jahr wird sich nach der Realisierung von CP auf 340 Millionen Euro erhöhen, es wird 5670 touristische Arbeitsplätze geben, also 1310 mehr als bisher. Die Aufenthaltsdauer wächst um 13 Prozent, das Einkommen aus dem Tourismus um 30 Prozent. Die Übernachtungszahl in gewerblichen Betrieben erhöht sich um 49 Prozent. Weil CP landesweit für seinen Park (und somit auch für das Fränkische Seenland) wirbt,  erhöht sich auch der Bekanntheitsgrad der Region. Was Popp als sehr positiv empfindet: „Center Parcs ist kein isolierter Körper, sondern ein integrierter Teil und aktiver Partner des Fränkischen Seenlands.“

Die Wasserversorgung des Freizeitparks vollzieht sich über WFW (Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum) mit Anschlussmöglichkeit in Pleinfeld sowie über die Reckenberggruppe, die favorisiert wird. Ein 6,8 Kilometer lange Leitung vom Hochbehälter in Geiselsberg aus führt zum Park. Wie es auf Nachfrage hieß, soll das Frischwasser nicht aus dem Erschließungsgebiet der Reckenberggruppe in Wassermungenau kommen. Ing. Schaardt vom Büro Dr. Resch & Partner in Weißenburg plant auch die Abwasserentsorgung, die über den Ringsammler des Zweckverbands Brombachsee erfolgt. Bei etlichen baulichen Anlagen gibt es keine Probleme, einige andere aber müssen ertüchtigt und erweitert werden (Belebungs- und Nachklärungsbecken).

Die Energieversorgung wird klimaneutral erfolgen. Diesen hohen Anspruch bekräftigt Ing. Jörg Baumgärtner von EGS Stuttgart mit einem Mix an Techniken. Demnach soll es Photovoltaikanlagen auf allen Gebäuden geben, die dafür geeignet sind. Auch Biogas und Holz aus der Region wird einbezogen.  Wärmepumpen werden aus dem Abwasser Energie entnehmen und die Entwärmung des Seewassers wird als großes Potenzial angesehen. Die Geothermie wird eine große Rolle spielen. Das Versprechen des Fachmanns: „Gegenüber den anderen Parks soll hier die Energie  zwischen 15 und 50 Prozent reduziert werden“.  Die regionalen Potenziale der erneuerbaren Energien (Strom und Wärme) sollen genutzt werden.

Prof. Christoph Eipper von „envi experts“ in Nürnberg hat die Schadstoffbelastung auf dem Munagelände untersucht. 12000 Tonnen Munition sind dort bereits bei Kriegsende von der Wehrmacht vernichtet worden, zudem hat es weitere Sprengungen 1945 und 1953 durch die US-Armee gegeben. In 60 Gefährdungsbereichen hat „envi“ 400 Bohrstellen eingerichtet und an die 20000 chemische Analysen vorgenommen. Das Grundwasser ist an 500 Meßstellen untersucht worden. Die Feststellung der Experten: Es gibt keine flächige Grundwasserverseuchung.  Auch das Oberflächenwasser, das an sieben Stellen getestet wurde, hat keine Belastung ergeben („Alle Prüfwerte wurden unterschritten“). Der Wissenschaftler bekräftigte die Ernsthaftigkeit der Untersuchungen: „Geprüft wurde nach den Kriterien, die auch für Kinderspielplätze gelten. Jede 20. Probe war schadstoffbelastet.“  7200 Quadratmeter sind jetzt nach Kampfmitteln erkundet worden. Die Fachleute gehen davon aus, dass  pro Hektar 280 Kilogramm Kampfmittelschrott  und 15-18  scharfe Granaten liegen. Es wird damit gerechnet, dass die umfängliche Kampfmittel- und Schadstoffentsorgung des ganzen Areals mehr als ein Jahr in Anspruch nimmt.

Eine umfangreiche Auflistung der auf dem Munagelände vorzufindenden Arten hat Burchard Stocks aus Tübingen in einem Umweltgutachten vorgenommen, der schon wiederholt für CP tätig war.  Demnach gibt es dort an die 80 Arten von Vögeln, an die 200  Fledermäuse sind in zehn Quartieren  zu finden und am Rande der Anlage ist die Zauneidechse heimisch. Die geschützte Haselmaus konnte jedoch nirgends gefunden werden. Notiert wurden ferner 22 Arten von Heuschrecken und 74 Laufkäfer-Arten. 40 Prozent des ganzen Areals gehören zum Sicherungsbereich (65 ha). Rücksicht nehmen müssen die Planer vor allem auf den drei Hektar großen Flugkorridor der Fledermäuse (Nord-Süd-Verbindung).  36 Hektar müssen von  der intensiven Nutzung ausgenommen werden, weil hier das „höchste Naturschutzpotenzial“ vorliegt. Die reine Bebauungsfläche wird sich demnach auf 65 Hektar beziehen, 92 Hektar verbleiben im ursprünglichen Zustand.

Nach dem Masterplan ist das Munagelände 169,7 Hektar groß, für den Centerpark verbleiben  163,5 Hektar, denn 1,7 Hektar sind für das THW-Übungsgelände und 4,1 Hektar für den Uferbereich (vom Freistaat erworben) auszunehmen.  Es gibt 16,7 Hektar versiegelte Bestandsflächen, ferner 5,5 Hektar Gebäudeflächen (aufgeteilt in 240 Gebäude). Künftig wird es auf dem Gelände 25 Hektar versiegelte Flächen geben (drei  Hektar mehr als bisher).

 Im Zuge des Baus werden 58 Hektar Wald gerodet und 31 Hektar aufgeforstet. Der Waldverlust : 27 Hektar. Nach Fertigstellung des Projekts werden 92 Hektar Wald verbleiben, 15 Hektar werden renaturiert und 13 Hektar neu angelegt.

 Es soll 1800 Parkplätze (verteilt auf neun Quartiere) geben, von denen 300 für das Personal und 250 für Tagesbesucher vorgesehen sind. Der Landschaftssee neben dem Zentralgebäude wird 2,7 Hektar groß sein.  

Die einstigen Mühlen im Brombachtal, die im Wasser des Brombachsees versunken sind, sollen das Marketing des Freizeitparks wesentlich bestimmen, d. h. sie sollen die „Story“ hinter dem Projekt sein.

WERNER FALK

25 im Onlineshop

Onlineportal Altmühlfranken macht Fortschritte

Felix Oeder von der ZIA ist für das Onlineportal Altmühlfranken zuständig. Er berichtete dem Ausschuss für Regionales und Touritik des Kreistags kürzlich im Heidenheimör Kloster über die bisherige Entwicklung. Demnach sind 210 Händler registriert, aber 25 beteiligen sich nur aktiv am Onlineshop, der monatlich 29.99 Euro kostet.

An der Gutscheinaktion von Dezember 2020 bis Februar 2021 haben sich 23 Verkaufsstellen beteiligt, ferner gab es 55 Firmen, die das System akzeptierten (davon: 20 Gunzenhausen, 11 Treuchtlingen, 13 Weißenburg). 3077 Gutscheine wurden verkauft, aber nur 253 bisher eingelöst, darunter sind rund 2000 Arbeitgeber-Gutscheine für die Mitarbeiter der Unternehmen. Die Gutscheine haben eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren.

Jetzt soll eine Lenkungsgruppe im Landkreis gegründet werden, die ein Konzept für eine Betreibergesellschaft ausarbeitet.

Ein Mobilitätszentrum

JU gibt Anregungen für Bahnhofsgebäude

Mit einem Offenen Brief an die Stadträte und Bürgermeister Fitz hat sich die Junge Union Gunzenhausen in die Diskussion um den Bahnhof Gunzenhausen eingeschaltet. Hier der Wortlaut des Schreibens:

In den kommenden Jahren möchte die Stadt unser Bahnhofsgebäude renovieren. Vor einiger Zeit wurde das Gebäude bereits von der Stadt erworben; nun soll es langsam in die Planungsphase gehen. Unser Bahnhof ist schwer in die Jahre gekommen und weist inzwischen eine ganze Reihe funktionaler Defizite auf. Wir als Junge Union Gunzenhausen begrüßen die Idee, unseren Bahnhof zu einem Mobilitätszentrum umzugestalten, und wollen an dieser Stelle konkrete Gestaltungsvorschläge aus dem Blickwinkel junger Menschen einbringen.
Unsere Überlegungen konzentrieren sich auf sechs konkrete Ideen, die zur funktionalen Verbesserung und zur Attraktivität unseres Bahnhofs beitragen würden:

  1. Wenn man derzeit im Winter auf unserem Bahnhof warten muss, ist das besonders ungemütlich, insbesondere dann, wenn der Zeitungsladen geschlossen ist und es keinen warmen Platz im Bahnhofsgebäude gibt. Daher möge bei der Planung berücksichtigt werden, dass es in Zukunft im Bahnhofsgebäude auch beheizte Räume gibt, die für Wartende lange und früh genug geöffnet sind, auch sonntags.
  2. Natürlich muss es auch unserem Bahnhof in Zukunft WLAN geben. Sei es zum Raussuchen der weiteren Reiseroute, dem Buchen eines Zugtickets oder zum Informieren über die sehenswerten Plätze in und um Gunzenhausen. Diese Aufgaben lösen immer mehr
  3. Menschen online; sie brauchen daher einen leistungsfähigen Internetzugang im Wartebereich unseres Bahnhofs.
  1. Jeder, dem während einer Fahrt schon mal der Handy Akku leergelaufen ist, weiß, wie unangenehm ein „totes Telefon“ in einem solchen Augenblick ist und wie froh man dann über eine Steckdose ist. Daher möchten wir, dass in den Wartebereichen für die Reisenden Handy-Lademöglichkeiten eingerichtet werden.
  2. Die Wartebereiche könnte man auch sehr gut an ein Café oder ein kleines, gepflegtes Restaurant angliedern: Ein einladendes Café, in dem man sich einen kleinen Snack, einen Kaffee oder etwas anderes zum Trinken kaufen kann, dieses Angebot geht unserem Bahnhof noch ab. Daher möchten wir den Stadtrat bitten, sich darum zu kümmern, dass diese Lücke im künftigen Bahnhof gut geschlossen wird.
  3. Wenn aus dem Gunzenhäuser Bahnhof tatsächlich ein Mobilitätszentrum werden soll, dann brauchen die wartenden Reisenden im Wartebereich auch entsprechende Monitore, auf denen die Ankünfte und Abfahrten der nächsten Stunden aktuell angezeigt werden, nicht nur die der Züge, sondern auch die Abfahrtszeiten der Busse auf dem Bahnhofsplatz. Dies würde auch die Aufenthaltsqualität für die Wartenden sehr positiv verbessern.
  4. Der Zeitschriftenladen erfüllt eine besonders wichtige Funktion im Bahnhof; wir bitten darum, dass hierfür eine gute Nachfolgelösung im neuen Bahnhof gefunden wird.
    Wir würden uns freuen, wenn unsere Ideen Anklang im Gunzenhäuser Stadtrat finden. Wir sind auch gerne bereit, unsere Vorstellungen in einem persönlichen Gespräch (im Rahmen einer Einladung in den Stadtrat) vorzutragen und zu erläutern.
    MANFRED PAPPLER jr. , Vorsitzende der JU Gunzenhausen

Mehr Wertschöpfung

Centerpark erhöht Attraktivität des Seenlands

Die am Brombachsee gelegenen touristischen Dienstleister und Wirtschaftsverbände haben sich bereits im Sommer und im Herbst 2020 mit eindeutigen Erklärungen an die Öffentlichkeit gewandt und die Ansiedlung eines Ferienparks als Einlösung bereits bestehender Forderung der Seenland-Konferenz von 2011begrüßt. Dabei wurden diese in der „Initiative Brombachsee“ gebündelten Unternehmen auch von der IHK, den Wirtschaftsjunioren Gunzenhausen sowie dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband unterstützt.
 Mehr Wertschöpfung durch Übernachtungsgäste
 Mehr Wertschöpfung durch Ganzjahresangebote
 Mehr Wertschöpfung durch höherwertige Angebote
 Mehr Wertschöpfung durch attraktive kostenpflichtige Freizeitangebote
Wir sehen die Chance, gemeinsam mit dem Partner Center Parcs diesen Forderungen nun endlich zum Durchbruch zu verhelfen. Aber wir sehen auch Perspektiven dafür, dass eine solche Ferienpark-Ansiedlung weitere Impulse für den Tourismus und die Region auslösen kann und wird.
Vor den jetzt angekündigten ersten Veröffentlichungen von Gutachten für den vorgesehenen Masterplan Center Parcs Fränkisches Seenland erhoffen wir vor allem, das sich die Debatte um dieses Projekt nunmehr an den vorgelegten Datengrundlagen und nicht weiter an selbst gestrickten Phantombildern orientiert. Wir wünschen uns für die Zukunft, dass mit diesem weiteren starken Partner im Tourismus künftig eine Reihe wichtiger Ziele umgesetzt werden können:
 Weitere Verbesserung und Sicherung der Wasserqualität in den Seen
 Weitere Gewährleistung des freien Zugangs zu ökologisch nicht sensiblen Uferbereichen
 Ausbau und Vernetzung hochwertiger Freizeitangebote
 Entwicklung seenlandspezifischer Umwelterlebnisangebote
 Optimierung der öffentlichen Verkehrsverbindungen zu den Seen
 Ausbau eines umfassenden Mobilitätskonzeptes zwischen den Seen
 Intelligente Lenkung der Tagesausflugsmobilität durch digitale Konzepte
 Aufbau einer hochwertigen Seenland-Produktlinie
 Aufbau ganzjähriger Kultur- und Naturerlebnis-Angebote
 Entwicklung zu einer energieeinsparenden und abfallvermeidenden Destination
Wir sind uns sicher, dass diese Ziele der touristischen Dienstleister auch eine breite Unterstützung bei den Menschen in der Region finden, für die der Tourismus an den Seen einer der wesentlichen Grundlagen regionaler Wertschöpfung, gesicherter Arbeitsplätze und der Gewährleistung einer leistungsfähigen Nahversorgungsinfrastruktur darstellt.
Und wir wissen auch von unseren bisherigen Gästen, dass sie sich über die Ergänzung und vor allem über die ganzjährige Gewährleistung solch qualitativ hochwertiger Freizeitangebote eine weitere Attraktivität ihrer beliebten Urlaubsregion am Brombachsee versprechen.

Kein Sperrbezirk mehr

Geflügelpest im Landkreis

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen weist darauf hin, dass der Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet, welche aufgrund eines Ausbruchs der Geflügelpest im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen angeordnet werden mussten, mit Wirkung vom 14.03.2021 aufgehoben werden können. Die Abgabe von Eiern, Geflügel, Geflügelfleisch und anderen von Federwild stammenden sonstigen Erzeugnissen ist wieder erlaubt.

Die Aufstallungspflicht bleibt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen aber aufgrund der anhaltenden Ausbreitung des Geflügelpestgeschehens, sowohl bei Wildvögeln als auch bei gehaltenem Geflügel, in ganz Bayern weiterhin bestehen.

In der weiterhin gültigen Allgemeinverfügung vom 11. Februar 2021 werden alle privaten und gewerblichen Tierhalter im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, die Geflügel im Sinne der Geflügelpest-Verordnung halten, zur Aufstallung ihres Geflügels verpflichtet. Darunter fallen folgende Geflügelarten, die in Gefangenschaft aufgezogen oder gehalten werden: Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse. Die genannten Geflügelarten sind im Gebiet des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen entweder in geschlossenen Ställen oder unter einer entsprechenden Vorrichtung aufzustallen, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss. Dies bedeutet, jegliche offene (Auslauf-)Fläche muss wie beschrieben geschützt sein.

Dr. Miriam Wittke-Stockhausen, Abteilungsleiterin im Veterinärwesen und im gesundheitlichen Verbraucherschutz am Landratsamt, führt dazu aus: „Mit der Aufstallungspflicht schützt man einerseits seine eigenen Tiere vor einer Infektion mit der Vogelgrippe und somit vor der damit verbundenen Tötung und andererseits alle anderen Geflügelhalter im Umkreis, weil bei einem erneuten Ausbruch wieder ein Sperr- und Beobachtungsgebiet um den Ausbruchsort errichtet werden müsste. Daher bitten wir alle Geflügelhalter um Rücksicht und weisen nochmal ausdrücklich auf die Verpflichtung zur Aufstallung hin!“

Alle Geflügelhaltungen im Landkreis sind beim zuständigen Veterinäramt zu melden. Dazu zählt jeder, der Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse auch hobbymäßig aufzieht oder hält. Außerdem müssen vermehrte Todesfälle im Hausgeflügelbestand und bei Wildvögeln (v.a. Wassergeflügel, Greifvögel) beim zuständigen Veterinäramt gemeldet werden.

Grundschulen wieder geöffnet

Inzidenzabhängige Regelungen für Schulen und Kitas

Je nach 7-Tage-Inzidenz regelt die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnah-menverordnung, wie Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen ab dem 15. März öffnen können beziehungsweise in welcher Form der Unterricht an Schulen stattfinden kann. Nachdem der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen laut Angaben des RKI eine 7-Tage-Inzidenz von 50 nicht überschritten hat, gelten ab Montag, 15. März bis Sonntag, 21. März 2021 folgende Regelungen im Landkreis:

In den Klassen der Grundschule findet Präsenzunterricht statt. An allen übrigen Schularten und Jahrgangsstufen findet Präsenzunterricht, soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 m durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann, statt. Sollte der Mindestabstand nicht eingehalten werden, muss Wechselunterricht stattfinden. Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder können öffnen und es kann ein normaler Regelbetrieb auf der Basis des einrichtungsbezogenen Schutz- und Hygienekonzepts stattfinden.

Die Regelungen werden in einem Sonderamtsblatt am 12. März 2021 veröffentlicht.

Am Freitag, 19. März 2021, sowie an den jeweils darauffolgenden Freitagen wird je nach 7-Tage-Inzidenz im Landkreis erneut bekannt gemacht, wie der Unterricht und die Öffnung der Kindertageseinrichtungen und der anderen genannten Einrichtungen in der jeweils darauffolgenden Kalenderwoche erfolgen wird.

Alle Informationen dazu gibt es auch auf der Homepage des Landratsamtes unter www.landkreis-wug.de

Mentale Überforderung

Dr. Ingo Friedrich: Grund sind die globalen Probleme

Von der heutigen Gesellschaft und damit vom heutigen Bürger und auch von der Politik werden derzeit auf vielen Gebieten gigantische Lernprozesse erwartet, ja eingefordert. Während man beim Schulkind zurecht versucht, neue Lerninhalte in einem sinnvollen und verständlichen Nacheinander darzustellen, werden dem Zeitgenossen alle neuen Themen gleichzeitig und mit der Erwartung präsentiert, sie auch sofort zu verstehen, zu akzeptieren und alsbald anzuwenden. Bei einem großen Anteil der Bürger kommen diese Forderungen in Kombination mit den anderen akuten Veränderungszwängen als eine Art Explosion von Komplexität an, der sich viele nicht mehr gewachsen fühlen. Beispiele:

Hat der Bürger gerade erst gelernt, nationale Interessen um die Belange der europäischen Ebene zu ergänzen, so soll er jetzt schon zügig auch die Probleme der globalen Ebene in seinem Denken berücksichtigen (Stichwort: Gerechtigkeit für alle Länder).  Hat er gerade erst genderkonform die Sprech- und Schreibweise Bürger*innen kapiert, so soll er jetzt schon professionell mit den Begriffen „nichtbinär“, „queer“ und „trans“ jonglieren. Hat er gerade verinnerlicht, dass die Begriffe „Mohrenkopf“, „Farbige“ und „Zigeunerschnitzel“ nicht mehr korrekt sind, so muss er schon wieder lernen, dass eine Afrolookfrisur bei weißhäutigen Menschen wegen „Cancel Cancel“ nicht akzeptiert werden kann, während eine Blondfärbung der Haare bei Menschen anderer Hautfarbe korrekt ist.

Anhand des beeindruckenden Vortrags der amerikanischen Literatin Amanda Gorman bei der Vereidigung von Präsident Biden wird die Frage gestellt, ob weißhäutige Übersetzer überhaupt noch Literatur von „dunkelhäutigen“ Autoren übersetzen dürfen. Deutsche Kinderbücher und Kinderlieder müssen umgeschrieben ebenso wie Firmenlogos, Stadtwappen und Apothekennamen.

Das kann ja alles diskussionswürdig und berechtigt sein, nur müssen – wie bei allen großen Veränderungen – die Bürger verständnisvoll, mit guten Begründungen und gewissen Lernzeiten “mitgenommen“ werden und unnötige Übertreibungen sollten tunlichst vermieden werden.

Nur so kann verhindert werden, dass sich (gerade im Internet) ganze Bevölkerungsgruppen „ausklinken“ und nicht mehr „mitspielen“, zumal von den Bürgern auch auf vielen anderen Gebieten (Pandemie, Klima, Globalisierung, Landwirtschaft) eine immense Veränderungs- und Lernbereitschaft verlangt wird. Auf jeden Fall muss verhindert werden, dass bei uns in Deutschland und Europa auf Grund mangelnder Erklärung und rigoroser Umsetzung „amerikanische“ Verhältnisse a la Trump entstehen. Gewissenlose Agitatoren, die all die Neuerungen summa summarum ablehnen und auf das „Altbewährte“ setzen und obendrein noch raffiniert Verlustängste schüren, sind leider schnell gefunden. „Eile mit Weile“ ist ein alter und bewährter deutscher Grundsatz, der auch auf diesen sensiblen Gebieten Anwendung finden sollte.

DR. INGO FRIEDRICH, Gunzenhausen, langjähriger Vizepräsident des Europäischen Parlaments

Infektionen steigen wieder

Corona-Situation im Landkreis

Im gesamten Landkreis findet weiterhin ein diffuses Infektionsgeschehen statt. Leider steigen die Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Tagen wieder langsam, aber kontinuierlich an. Auch Virusmutationen sind zunehmend nachweisbar.

Heute vor einem Jahr wurde im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen die erste Corona-Infektion festgestellt. Seitdem hat die Pandemie ihre Auswirkungen in unterschiedlichem Maß auf die Region gezeigt. Vor allem die zweite Welle im Herbst 2020 traf auch den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mit voller Wucht und hatte immense Auswirkungen, besonders durch den seit Mitte Dezember andauernden Lockdown. Seit dem 8. März sind erste Lockerungen des öffentlichen Lebens wieder möglich geworden. Weitere Öffnungsschritte wurden in Aussicht gestellt, hängen jedoch vom Infektionsgeschehen im Landkreis ab.

Nachdem die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen am 01. März 2021 noch bei 18,0 lag, wurde am 10. März 2021 mit 35,9 die 35er-Inzidenz bereits wieder überschritten. Heute weist das RKI für den Landkreis eine 7-Tage-Inzidenz von 40,1 auf (Stand: 11.03.2021). Grund dafür ist ein im gesamten Landkreis verbreitetes diffuses Geschehen. Dabei nimmt der Anteil der nachgewiesenen Mutationen deutlich zu.

In den vergangenen sieben Tagen (04.-10.03.2021) wurden 38 Personen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen neu auf Covid-19 positiv getestet. Stand jetzt wurden bereits bei 37 Prozent dieser Fälle eine Virusvariante nachgewiesen, davon zu 2/3 die britische Variante. Nur bei 24 Prozent der aktuellen Corona-Fälle konnte eine Mutation sicher ausgeschlossen werden. In den übrigen Fällen konnten diese Untersuchung aus verschiedensten Gründen nicht durchgeführt werden.

Aktuell sind folgende Einrichtungen von einer Corona-Infektion betroffen, alle Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne:

  • 1 Gruppe des Kindergartens Sankt Franziskus in Pleinfeld
  • 3 Gruppen des BRK-Kindergartens in Solnhofen
  • 1 Wohngruppe von Regens Wagner in Gunzenhausen

Das Gesundheitsamt weist nochmal auf die Änderung der Allgemeinverfügung Isolation vom 25. Februar 2021 hin: Jede Kontaktperson muss 14 Tage in Quarantäne bleiben und am 14. Tag einen PCR-Test oder Antigen-Schnelltest durchführen lassen. Die Quarantäne kann erst nach Vorliegen eines negativen Tests beendet werden.

Landrat Manuel Westphal appelliert weiter an die Bevölkerung: „In den vergangenen Wochen hatte das Infektionsgeschehen im Landkreis an Dynamik verloren, weshalb in unserem Landkreis auch einige Lockerungen der bestehenden Regelungen möglich wurden. Allerdings müssen wir weiterhin sehr vorsichtig sein, damit sich das Infektionsgeschehen im Landkreis nicht wieder verschärft und wir erneute Einschränkungen vornehmen müssen. Leider steigen die Zahlen seit einigen Tagen wieder an. Bitte beachten Sie daher jederzeit die geltenden Kontaktbeschränkungen und die allgemeinen Hygieneregeln!“

Impfungen gegen das Corona-Virus

Im Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen setzen sich die Impfungen gegen das Corona-Virus weiter fort. Bisher wurden 7.266 Personen erst- und 3.002 Personen zweitgeimpft (Stand: 10.03.2021).

Seit dieser Woche stehen am Impfzentrum drei Impfstoffe der Firmen BionTech, AstraZeneca und Moderna/Lonza zur Verfügung. Bisher konnten mit dem Impfstoff AstraZeneca nur Personen unter 65 Jahren geimpft werden. Die Ständige Impfkommission hat diese Empfehlung aufgrund neuer Datenlagen nun geändert, weshalb nun auch Personen über 65 Jahren mit diesem Impfstoff geimpft werden können. Alle verfügbaren Impfstoffe sind also für Personen ab 18 Jahren, die zu den drei Priorisierungsgruppen gehören, einsetzbar. Bei der Terminvereinbarung wird dem Impfwilligen mitgeteilt, welcher Impfstoff an diesem Termin eingesetzt wird, so dass man je nach Termin im System den Impfstoff auswählen kann.

Derzeit trifft die bayerische Staatsregierung die Vorbereitungen, dass in den nächsten Wochen auch die Hausärzte mit den Impfungen gegen das Corona-Virus beginnen können. Dadurch werden die Impfzentren in Bayern nicht wie geplant ihre Kapazitäten erweitern, sondern mit den bisherigen Möglichkeiten weiter impfen. Für das Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen bedeutet das, dass weiterhin bis zu 250 Personen an sieben Tagen in der Woche in Gunzenhausen geimpft werden können.