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Inklusive Kinderkrippe

Neubau der Lebenshilfe in Gunzenhausen

So wird der neue Lebenshilfe-Kindergarten aussehen. Grafik: Architekturbüro Bittner, Stopfenheim


Die Lebenshilfe Altmühlfranken e.V. baut derzeit in einem ersten Bauabschnitt im Hollerfeld in Gunzenhausen eine integrative Kinderkrippe und Kindertagesstätte. Dort werden zwei integrative Kinderkrippengruppen (1 bis 3 Jahre) sowie zwei integrative Kindergartengruppe (3 Jahre bis zur Einschulung) entstehen. Geplant worden ist das Projekt von dem Stopfenheimer Architekturbüro Bittner.


Ein Kinderkrippengruppe wird bis zu 10 Kleinkinder (7 Regelkinder + 3 Kinder mit Förderbedarf) fördern und betreuen. Eine Kindergartengruppe wird bis zu 15 Kinder (10 Regelkinder + 5 Kinder mit Förderbedarf) von 3 Jahren bis zum Schuleintritt fördern und betreuen. Somit können in diesem Haus bis zu 50 Kinder nach dem ersten Bauabschnitt begleitet und betreut werden. Der geplante Betriebsbeginn wird Anfang 2021 sein.
Der Neubau in Holzständerbauweise hat eine Nutzfläche (inkl. Verkehrs- und Funktionsflächen) von rund 1000 Quadratmetern.
In einem weiteren Bauabschnitt wird die Kindertagesstätte um zwei weitere integrative Kindergartengrippen erweitert. Zudem wird die interdisziplinäre Frühförderstelle eine weitere Außenstelle in diesem Zuge erhalten. Somit kann das interdisziplinär aufgestellte Team idealerweise die Kinderkrippe wie auch die Kindertagesstätte durch ihre Fachlichkeit unterstützen.

Derzeit werden die Holzbau-Fertigteile montiert. Foto: Falk


Jochen Halbmeyder von der Hauptverwaltung der Lebenshilfe Altmühlfranken erklärt zur Philosophie und den Zielen des Projekts: Wir wollen ein Haus sein, in dem sich alle Kinder, aber auch deren Eltern wohlfühlen. Wir sind ein Ort für Kinder, an dem Gemeinschaft gelebt wird. Jedes Kind, egal ob mit oder ohne Behinderung, ist einzigartig und besonders in seiner Persönlichkeit. Unser pädagogisches Handeln ist geprägt von der Bereitschaft und Fähigkeit zum wertschätzenden Dialog mit den Kindern sowie zur beziehungsvollen Fürsorge.
Unsere Angebote werden auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. Kinder sind „geborene Lerner“ und aus sich selbst heraus bestrebt, die Welt zu verstehen und Handlungskompetenzen zu erwerben. Nach diesem Grundverständnis von früher Bildung wird sich unser tägliches pädagogisches Handeln richten.
Der enge Austausch mit den Eltern liegt uns besonders am Herzen, um gemeinsam mit Ihnen für eine möglichst individualisierte Entwicklung eines jeden einzelnen Kindes zu sorgen.
Auswahl an Betreuungsangeboten, die in den täglichen Tagesablauf integriert werden
• Morgenkreis mit Singkreis oder Bewegungsspielen
• Gemeinsames Frühstück, eventuell auch gruppenübergreifend
• Kreativ- und Spielangebote, sowie Freispielphasen
• Möglichst viele Spielphasen auf dem Außengelände
• Gemeinsames Mittagessen
• Schlafzeiten (für jedes Kind individuell oder Ruhephasen)
• Regelmäßige Elterngespräche und Elternabende sowie anlassbezogene Feste und Aktionen

Kinder mit Behinderung und solche, die von einer Behinderung bedroht sind, werden in der Einrichtung gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung betreut und gefördert, um ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
Das Angebot steht Kindern mit und ohne Behinderung unterschiedslos offen. Damit erleben sich alle Kinder mit und ohne Behinderung – dem Leitgedanken der Inklusion folgend – von Beginn an als gleichberechtigt und normal.
Neben der Betreuung und Förderung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Krippen- bzw. der Kindergartengruppe wird deren spezifische Förderung durch einen heilpädagogischen Fachdienst bzw. durch individuelle Leistungen unserer interdisziplinären Frühförderung sichergestellt.

Im Sinne des BayKiBiG versteht Halbmeyer die Krippe als eine die Erziehung und Bildung durch die Eltern ergänzende und unterstützende Einrichtung. Die Entwicklung von Kindern gedeiht am besten, wenn Eltern und Fachkräfte optimal zusammenarbeiten. Schon aus diesem Grund sind der Lebenshilfe der regelmäßige Kontakt, das Einbeziehen und Informieren sowie ein gründlicher und verlässlicher Austausch mit den Eltern wichtige Anliegen. Voraussetzung für ein gutes Gelingen der Erziehungspartnerschaft sind Vertrauen, Offenheit und gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung.

Da es sich bei dem Neubau um einen zweigeschossigen Baukörper mit Aufzug handelt, sind alle öffentlichen Räume ohne jegliche Barriere zugänglich. Berücksichtigt bei den folgenden genannten Maßnahmen werden insbesondere die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung. Entsprechend der DIN 18040-1 werden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um eine absolute Barrierefreiheit in den Öffentlichen Räumen zu gewährleisten. Hierunter zählen unter anderem folgende Anforderungen: Große Bewegungsflächen in allen Räumen für Menschen im Rollstuhl, breite Gänge bzw. Gehwege, alle Eingänge sind stufen- und schwellenlos, breite Türen, eine geschlechtsneutrale behinderten gerechten Toilette mit entsprechender Bewegungsfläche, Klappgriffe, Toilette usw,.

Die Kindertagesstätte wird voraussichtlich von 6.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet sein. Die Lebenshilfe versteht sich jedoch als eine „lernende“ Einrichtung und deshalb werden sich alle Mitarbeiter aus diesem Grund auch auf die Bedürfnisse der Eltern einstellen.

Angaben zu den Mindestbuchungszeiten und den Kosten für die Eltern können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gemacht werden.

Der neue Bildungsbericht

Bildungsregion altmühlfranken auf 92 Seiten

Landrat Manuel Westphal und die Mitarbeiterinnen der ZIA stellten den Bericht vor.

Der neueste Bildungsbericht der Bildungsregion altmühlfranken ist da. Er widmet sich auf 92 Seiten dem Lebenslangen Lernen sowie dem Schwerpunkt „Digitale Bildung“.

Zum mittlerweile vierten Mal erscheint das Informations- und Nachschlagewerk „Bildung in Altmühlfranken“ im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Der Bildungsbericht, der auch als Datengrundlage für die Weiterentwicklung der regionalen Bildungslandschaft dienen soll, wird regelmäßig neu aufgelegt.

Erneut widmet sich der Bildungsbericht allen Bereichen des Lebenslangen Lernens, angefangen bei frühkindlicher Bildung über die schulische Bildung bis hin zu Ausbildung und Berufsleben, sowie einem Schwerpunktthema, das im Vorfeld durch den Bildungsrat festgelegt wurde.

Für das vierte Zahlenwerk wurde der Fokus auf den Bereich „Digitale Bildung“ gelegt, da sich die Bildungsregion altmühlfranken zeitgleich an der Ausschreibung zur „Digitalen Bildungsregion“ beteiligt hatte. Im Frühjahr 2020 erhielt der Landkreis dann die Nachricht über die erfolgreiche Bewerbung und ist seitdem digitale Bildungsregion. „Gemeinsam mit den Schwerpunktdaten des Bildungsmonitorings soll die Digitale Bildungsregion nun Schritt für Schritt mit Leben gefüllt werden. Damit gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft, denn die digitale Bildung gewinnt immer mehr an Bedeutung“, so Landrat Manuel Westphal.

Gedruckte Exemplare können kostenfrei über die Zukunftsinitiative altmühlfranken bei Greta Weisenseel per E-Mail (greta.weisenseel@altmuehlfranken.de) oder Telefon (09141 902-289) angefordert werden. Des Weiteren steht der Bildungsbericht allen Interessierten auch als PDF-Datei zum Download unter www.altmuehlfranken.de/bildungsbericht2020 zur Verfügung.

KulturHerbst geplant

Vereine können sich beim KulturHerbst 2020 präsentieren

Für den 26. September 2020 ist der 7. KulturHerbst Gunzenhausen mit langer Einkaufsnacht bis 23 Uhr geplant.

Von den behördlichen Vorgaben für Großveranstaltungen hängt es ab, ob –Großveranstaltungen wie der KulturHerbst nach dem 31. August durchgeführt werden können. Dennoch haben sich die Organisatoren des KulturHerbst – Stadt Gunzenhausen und Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. – dazu entschlossen, die Planungen für den diesjährigen KulturHerbst normal weiter laufen zu lassen. Nicht zuletzt deshalb, weil sich der KulturHerbst mit langer Einkaufsnacht in den letzten Jahren zu einer der wichtigen Veranstaltungen für Gunzenhausen entwickelt hat.

Aufgrund der sehr positiven Resonanz in den letzten Jahren sollen auch in diesem Jahr Vereine, Organisationen und Musikgruppen aus Gunzenhausen und dem Umland die Möglichkeit haben, sich und ihr Angebot einem breiten Publikum zu präsentieren.

Dafür steht die Bühne im Bereich des Jugendzentrums mit einer voraussichtlichen Größe von 6 x 4 m sowie der Vorbühnenbereich zur Verfügung und bietet Raum u.a. für sportliche, tänzerische, kulturelle und musikalische Vorführungen.

Des Weiteren haben Vereine die Möglichkeit, sich im Bereich zwischen Hafnermarkt und Altmühlbote mit einem Stand am KulturHerbst zu präsentieren.

Vereine, Gruppen und Organisationen, die dieses Angebot nutzen möchten, werden gebeten, sich mit dem unter kulturherbst.gunzenhausen.de/download.html bereitgestellten Anmeldeformular für Vereine bis zum 26. Juni 2020 anzumelden. Für Informationen steht darüber hinaus die Wirtschaftsförderung der Stadt Gunzenhausen unter Tel. 09831/508 – 309 oder wifoe@gunzenhausen.de zur Verfügung.

Sollten darüber hinaus Vorschläge oder Ideen zur Bereicherung des KulturHerbst-Programms bestehen, können diese ebenfalls an die Wirtschaftsförderung gerichtet werden.

KulturHerbst mit langer Einkaufsnacht im September

Am 26. September 2020 steigt die siebte Auflage des KulturHerbst Gunzenhausen mit langer Einkaufsnacht bis 23 Uhr.

Obwohl – oder besser gerade weil – derzeit noch keine Informationen bzw. Vorgaben darüber vorliegen, ob aufgrund der Corona-Pandemie im September (Groß-)Veranstaltungen wieder möglich sein werden, und falls ja, unter welchen Voraussetzungen, haben sich die Organisatoren des KulturHerbst – Stadt Gunzenhausen und Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. – dazu entschlossen, die Planungen für den diesjährigen KulturHerbst zum jetzigen Zeitpunkt normal weiter laufen zu lassen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich der KulturHerbst mit langer Einkaufsnacht in den letzten Jahren zu einer der wichtigen Veranstaltungen für Gunzenhausen entwickelt hat.

Zum großen Erfolg der bisherigen KulturHerbst-Veranstaltungen haben neben dem hochkarätigen und vielseitigen Bühnenprogramm die vielen kleineren und größeren Aktionen der beteiligten Betriebe beigetragen. Sie haben mit viel Engagement und Einsatz dafür gesorgt, dass sowohl in als auch vor den Geschäften jede Menge los war und sich der KulturHerbst mit der langen Einkaufsnacht bis 23 Uhr zu einem Highlight im Veranstaltungskalender und zu einem wichtigen Werbeträger für Gunzenhausen entwickelt hat.

Auch in diesem Jahr sind die Verantwortlichen von Stadt und Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. davon überzeugt, dass sich wieder zahlreiche Geschäfte und Betriebe mit attraktiven und ausgefallenen Ideen beteiligen und Bürgern und Besuchern Gunzenhausens einen erlebnisreichen Tag bescheren.

Bis spätestens 19. Juni 2020 haben Geschäfte und Unternehmen Zeit, sich für die Teilnahme am KulturHerbst anzumelden und diesen zu nutzen, um sich einem breiten Publikum aus der gesamten Region zu präsentieren.

Die Anmeldeunterlagen können im Internet unter kulturherbst.gunzenhausen.de/download.html heruntergeladen werden.

WUG 23 gesperrt

Zwischen Haundorf und Mitteleschenbach wird geteert

Wegen Asphaltierungsarbeiten im Rahmen von Deckenerneuerungsmaßnahmen muss die Kreisstraße WUG 23 zwischen Haundorf und Mitteleschenbach (bis zur Landkreisgrenze) für den Gesamtverkehr gesperrt werden.

Die Sperrung beginnt aus Richtung Haundorf kommend direkt an der Zufahrt nach Oberhöhberg und erstreckt sich bis zur Landkreisgrenze. Die Sperrung beginnt am Montag, 6.Juli, und dauert voraussichtlich bis Mittwoch, 15.Juli.

Der Verkehr wird von Mitteleschenbach AN 59, über die B 466 bis zum Straßenwirtshaus und von dort über die WUG 22 nach Haundorf bzw. in umgekehrter Richtung umgeleitet. Die Umleitungsstrecken sind entsprechend ausgeschildert, der Anliegerverkehr bis zur Baustelle ist zugelassen.

Die Voraussetzung für die Einhaltung der Termine ist trockenes Wetter, da die Asphaltierungsarbeiten bei Regen nicht durchgeführt werden können. Im Falle regnerischen Wetters verschiebt sich die Sperrung um die Dauer der Regentage.

Die Tiefbauverwaltung des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die notwendige Sperrung und die sich daraus ergebenden Behinderungen sowie die Berücksichtigung von längeren Fahrtzeiten.

Chance für Hesselbergbahn

Landrat Westphal und MdL Brandl sind optimistisch

Die Bahnstrecke bei Altentrüdingen. Foto: Falk

Die neueste Fahrgastpotenzialprognose für die Schienenstrecke Pleinfeld – Gunzenhausen-Wassertrüdingen-Nördlingen des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg GmbH (VGN) liegt vor und bringt gute Nachrichten. Auch für den südlichen Teil der Hesselbergbahn zwischen Nördlingen und Wassertrüdingen werden mehr als 1.000 Personenkilometern prognostiziert, die für eine Reaktivierung Voraussetzung sind.

Landrat Manuel Westphal und der Landtagsabgeordnete Alfons Brandl verbinden damit auch positive Effekte für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.   Der nördliche Teil der Hesselbergbahn zwischen Gunzenhausen und Wassertrüdingen soll im Jahr 2024 wieder in Betrieb genommen werden. Eine Bestellgarantie des Freistaats liegt bereits vor. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist auch der Ausbau des Kreuzungsbahnhofs in Langlau auf der Strecke der Deutschen Bahn zwischen Gunzenhausen und Pleinfeld.

Die Planungen dafür haben bereits begonnen. „Während der Landesgartenschau in Wassertrüdingen wurde diese Strecke bereits wieder bedient und fand guten Anklang. Für die Landkreise Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen ist die Reaktivierung dieses Teilabschnitts ein wichtiger Schritt hin zu einem noch besseren Angebot im öffentlichen Personennahverkehr“, freut sich der Landtagsabgeordnete Alfons Brandl.    Nach der Reaktivierung der Bahnstrecke bis Wassertrüdingen wäre es weiter wichtig, auch den Abschnitt bis nach Nördlingen wieder zu bestellen. „Dafür habe ich mich bereits als Landtagsabgeordneter eingesetzt. Auch als Landrat des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen begrüße ich diesen wichtigen Schritt in unseren Nachbarlandkreisen. Zwar müssen noch einige Voraussetzungen erfüllt werden, ehe der Freistaat eine Bestellgarantie für die Strecke nach Nördlingen abgibt, doch wäre die Reaktivierung für alle drei Landkreise erstrebenswert. Eine direkte Zugverbindung zwischen unserem Landkreis ins Donau-Ries wäre sowohl für Einheimische als auch für unsere Gäste sehr attraktiv!“, so Landrat Manuel Westphal abschließend.        




Neue Wohnungen

Bosch-Bauträgergesellschaft errichtet zwei Komplexe

Das Projekt in der Weinbergstraße wird bald fertig. Foto: Falk

Gleich mit zwei Wohnprojekten ist die Firma Bosch-Bauträgergesellschaft derzeit in Gunzenhausen aktiv. Bereits seiner Fertigstellung entgegen geht das Projekt „Südstadt wohnen“  in Premiumlage an der Ecke Theodor-Heuss-Straße/Weinbergstraße (oben). Es entstehen zwei Häuser mit 23 Eigentumswohnungen. Die künftigen Bewohner dürfen sich auf eine tolle Aussicht mit Blick auf die Altmühlaue und den Hahnenkamm freuen.  Die 2-5-Zimmer-Wohnungen sind zwischen 40 und 140 Quadratmeter groß.  Die Wohnungen haben entweder eine große Terrasse, einen sonnigen Balkon oder eine herrliche Dachterrasse. Selbstverständlich sind Aufzüge vom Keller bis zum „Sonnendeck“. Pkw-Abstellflächen gibt es in der Tiefgarage und im Freien. Das Objekt befindet sich zentrumsnah, aber doch am Stadtrand.

Fertig sind auch die Pläne für „STADT.Wohnungen“ in der Albert-Schweitzer-Straße (Foto unten), wo das Verwaltungsgebäude der AOK abgerissen wird. An dieser Stelle baut die Bosch-Bauträgergesellschaft zwei Häuser mit 28 Eigentumswohnungen im ansprechenden Bauhaus-Stil mit gehobener Ausstattung. Großer Wohnkomfort paart sich mit neuestem Energiestandort (KfW Effizenzhaus 55).  Alle Wohnungen (2-4 Zimmer mit Größen zwischen 40 und 110 Quadratmetern) und die Tiefgarage sind mit dem Aufzug zu erreichen. Fotos: Bosch-Bauträgergesellschaft/Falk

Nach dem Abriss des AOK-Gebäudes wird der Neubau (unten) erstellt.

Besondere Architekturen

Architektouren 2020 – Stadthalle Gunzenhausen ausgewählt

Die Bayerische Architektenkammer lädt jedes Jahr zu den „Architektouren“ ein. Dabei werden herausragende Bauprojekte in Bayern vorgestellt, die von einem unabhängigen Beirat ausgewählt wurden. In der Regel werden die vorgestellten Projekte auch tatsächlich besichtigt. In diesem Jahr ist alles anders. Deswegen werden die Projekte der Architektouren 2020 virtuell vorgestellt. Die Stadthalle Gunzenhausen ist dabei.

Das diesjährige Motto lautet „Ressource Architektur“. Der Umgang mit dem Gebäudebestand, die Verwendung bestimmter Materialien und die Raumgestaltung haben entscheidenden Einfluss auf unsere Lebenswelten. Gebäude und Räume prägen uns. Deswegen soll Architektur bestmögliche Aufenthalts- und Ausdrucksqualität schaffen.

Alle ausgewählten Projekte werden auf der Webseite der „Architektouren 2020“ vorgestellt. Hier der Link: www.byak.de/architektouren.html oder direkt zur Stadthalle unter https://www.byak.de/planen-und-bauen/projekt/generalsanierung-und-erweiterung-stadthalle-gunzenhausen.html

Stellen Sie unter “Jahr” den Jahrgang 2020 ein und klicken auf SUCHEN, dann erhalten Sie die Liste aller diesjährigen Projekte (sortiert nach Postleitzahlen). Gerne können Sie die Projekte z.B. auch gesondert nach Typologie oder Regierungsbezirk sortieren. Neu ist, dass von rund 50 Projekten kleine Videodateien zur Verfügung stehen, die die Projekte eindrucksvoll präsentieren. Auch zur Stadthalle Gunzenhausen steht ein Video zur Verfügung.

Die Architektouren finden mit freundlicher Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr, des Medienpartners Bayern 2 und der der Hypo-Kulturstiftung statt.

Entwürfe werden gezeigt

Bauamt informiert über Projekt des Landesamts für Schule

Ausstellung der Wettbewerbsentwürfe zum Neubau für das Landesamt für Schule und das Prüfungsamt des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus in Gunzenhausen beginnt!

Die 22 Entwürfe sind in der Stadthalle zu sehen.

Das Staatliche Bauamt Ansbach lädt ein: Wir freuen uns, allen Interessierten die Wettbewerbsbeiträge zum Planungswettbewerbs für den Neubau für das Landesamt für Schule und das Prüfungsamt des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus in Gunzenhausen in einer Ausstellung im Foyer der Stadthalle Gunzenhausen vom 6. bis 10. Juli 2020 präsentieren zu können.

Das Preisgericht unter Vorsitz von Peter Brückner hat nach zweitägiger Sitzung am 14./ 15. Mai 2020 aus 22 Wettbewerbsbeiträgen die Preisträger ausgewählt.

Die Aufgabe stellte hohe planerische Anforderungen an die Wettbewerbsteilnehmer. Vor allem galt es die große Bürofläche für ein funktionales und wirtschaftliches Verwaltungsgebäude zu entwickeln und eine überzeugende Antwort auf die markante städtebauliche Situation zu finden.

Die Jurysitzung selbst fand unter strengen Auflagen angesichts der aktuellen Situation statt. Auch für die Ausstellung sind Hygienemaßnahmen aufgrund der Coronapandemie erforderlich. Weitere diesbezügliche Informationen finden Sie im Eingangsbereich der Stadthalle.

AUSSTELLUNG vom 6. bis 10 Juli 2020 (Mo.-Do. 10 bis 15:30 Uhr und Fr. 8 bis 11 Uhr im Foyer der Stadthalle Gunzenhausen, Isle-Platz 1)

Müllabfuhr wird teurer

Erhöhung um mehr als 70 Prozent ab 2021

Auf die Kreisbürger kommt eine kräftige Erhöhung der Müllgebühren zu. Der Umweltausschuss des Kreistags hat sich auf seiner Sitzung am 29. Juni mit den künftigen Müllgebühren befasst und die Kalkulation der Verwaltung diskutiert. Danach steigen die Kosten für eine 40-Liter-Tonne im Monat (mit Biotonne) von jetzt 7,60 auf 13,10 Euro an. Das sind 72 Prozent mehr.  Die 60-Liter-Tonne kostet künftig 17,55 Euro (derzeit 9,97 Euro), die 80-Liter-Tonne kommt auf 22 Euro (derzeit 12,34 Euro).

Im nächsten Jahr steigen die Müllgebühren kräftig an.

Damit kassiert der Landkreis die höchsten Müllgebühren aller mittelfränkischen Landkreise.  Der Landkreisdurchschnitt beträgt bei der kleinen Tonne 10,20 Euro, bei den größeren 13,08 bzw. 16,7 Euro. Allerdings ist dieser Vergleich mit Vorsicht zu genießen, denn die Berechnungsgrundlagen sind unter den Landkreisen sehr unterschiedlich.

Die neuen Preise gelten von 2021 bis 2024. Die bisherigen Gebühren waren nach Auskunft des Landratsamts bis Ende 2020 „auskömmlich“, künftig reichen sie aber nicht mehr aus, um die Kosten auszugleichen.

Michael Hufnagel, der Sachgebietsleiter Abfallwirtschaft am Landratsamt, hat auch die Abfallbilanz 2019 erstellt. Aus der geht hervor, dass der Haus- und Geschäftsmüll sowie Sperrmüll mit 12330 Tonnen gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent gestiegen ist (allein der Sperrmüllanteil hat sich um 12 Prozent erhöht).

Um 5,9 Prozent gestiegen ist der Gewerbemüll. Etwas mehr Haushalte als im Vorjahr haben 2019 die Sperrmüllabfuhr auf Abruf in Anspruch genommen (1542). Die Menge erhöhte sich auf 540 Tonnen. Die Altmetallmenge stieg von 5,7 Tonnen auf 23,2 Tonnen, die Menge an Elektrogroßgeräten sank von 52,7 auf 44,4 Tonnen.

Reduziert hat sich die Bioabfallmenge, und zwar um 8,2 Prozent (auf 10676 Tonnen). Der Grünabfall hingegen erhöhte sich um 8,4 Prozent (4812 Tonnen).

Um ein Prozent hat sich die Gesamtwertstoffmenge erhöht. Unverändert blieben die Mengen an Glas, Papier und Altholz.

Die Gesamtabfallmenge (47842 Tonnen im Kreis) blieb mit 506 kg je Einwohner fast gleich (507). Leicht gesunken ist die Gesamtverwertungsquote (mit Grün- und Gartenabfällen) von 74 auf 73,3 Prozent.

37602  Restmüllbehälter haben die Landkreishaushalte, davon rangieren die 40-Liter-Eimer ganz oben (24400), gefolgt von den 60ern (5000) und den 80ern (5399) sowie den 120ern (2000). Gemessen am Jahresleerungsvolumen macht der Restmüll 24 Prozent (61 Millionen Liter im Jahr) aus. Für die Bioabfälle stehen die 240-Liter-Behälter in 31550 Haushalten (Volumenanteil 41 Prozent).

Die Müllgebühren warem vor sechs Jahren um 25 Prozent gesenkt worden. Ohne diesen Nachlass wäre die Erhöhung jetzt nicht ganz so gravierend (um 3 Euro) ausgefallen. Steigende Kosten in allen Bereichen sind für die jetzige Anhebung ursächlich: der neue Recyclinghof in Gunzenhausen (künftig in der Alemannenstraße im früheren Gebäude von Huber & Riedel), die Personalkosten und die Müllabfuhr (2018 zuletzt ausgeschrieben).

Was hat sich 2019 getan?

Natur- und Umweltprogramm 2019 des Landkreises vorgelegt

Im Landkreis gibt es derzeit 14 geschützte Landschaftsbestandteile, die rechtsverbindlich festgelegt sind. Im letzten Jahr wurden etliche Maßnahmen realisiert, andere wiederum mussten hinausgeschoben werden.

Informationstafeln  für schützenswerte Gebiete wurden am Gelben Berg, im Wiesenbrütergebiet der Altmühl und im Märzenbecherwald Rohrberg aufgestellt, ebenso einige Sitzbänke.

Die Steinerne Rinne bei Hechlingen (nicht zu verwechseln mit der Steinernen Rinne bei Wolfsbronn!) muss saniert werden. Sie ist in einem schlechten Zustand. Bisher konnte aber nichts unternommen werden, weil die privatrechtliche Situation noch nicht geklärt ist.

48 Naturdenkmäler, darunter 86  Einzelbäume sowie die Karsthöhle „Hohlloch“ bei Raitenbuch und ein erdgeschichtlicher Gesteinsaufschluss bei Polsingen sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt.  Im letzten Jahr wurden vom Kreis für 10000 Euro etliche Pflege- und Sicherungsmaßnahmen an Bäumen vorgenommen. Bei der rund 400 Jahre alten „Luthereiche“ bei Thannhausen wurde eine massive Schädigung durch Braunfäule festgestellt.

Vom Heggraben und die Sandgrube Filchenhard liegt nunmehr eine vegetationskundliche, floristische und faunistische Kartierung vor. Auf dem „Judenbuck“ bei Rehlingen wurden Pflegemaßnahmen (Trockenrasen) vorgenommen.

Der ehemalige Steinbruch südwestlich von Bieswang ist ein regional bedeutsames und wertvolles Geotop. Es befindet sich im Besitz der Firma Frankenschotter. Seltene Pflanzen- und Tierarten wie der Bienenragwurz, der Fransenenzian, der Kreuzenzian und die blauflügelige Ödlandschrecke sind vorzufinden. Erhaltungsmaßnahmen wurden zusammen mit dem Landschaftspflegeverband durchgeführt. Inzwischen gibt es einen Gebietsbetreuer für das Projekt „Naturverträglicher Steinabbau im südlichen Frankenjura“, der die langfristige Absicherung und den Schutz bedeutsamer alter Kalkschutthalden als Auftrag hat.  Er soll die Interessen von Naturschutz und Steinindustrie in Einklang bringen. Konkret geht es um die Erhaltung des Apollofalters und um die Brutwandgestaltung für den Uhu.

Durch Renaturierung werden die Altmühltal-Wiesenflächen zwischen Alesheim und Ehlheim für die wiesenbrütenden Vogelarten verbessert. Drei ehrenamtliche Wiesenbrüterberater sind tätig.

Auf der „Roten Liste gefährdeter Tierarten“ steht die Bachmuschel. Ziel ist es, eine genaue Bestandserhebung vorzunehmen.  Der Bisam ist der „Hauptgegner“ der Muschel. Vorgeschlagen ist die „Entnahme des Bisams an den Muschelgewässern“ in Verbindung mit der Jägerschaft. Die Jägervereinigung Weißenburg unterhält eine Annahmestelle „Fellwechsel“. Hier können die erlegten Bisams abgegeben, eingefroren und bei Bedarf abgeholt werden. Im Gegensatz zu früher gibt es heutzutage kaum mehr einen Markt für Bekleidung aus Bisamfellen.

Das Artenhilfsprogramm hat den Schutz von Hornissen, Amphibien, Uhu und Wiesenweihe im Visier. Im letzten Jahr wurde ein Uhubrutplatz bei Möhren freigestellt, ein Nistkasten für Turmfalken bei Langenaltheim erneuert.

In Ermangelung von geeigneten Winter- und Sommerquartieren ist der Bestand an Fledermäusen weiter rückläufig. Die ehrenamtlichen Fledermausbetreuer sind bemüht, im Rahmen von Führungen die Bevölkerung für die Tiere zu sensibilisieren.  Sie überwachen auch die Fledermauskolonien.

Die Varroamilben bedrohen die Bienenvölker. Weil sich die EU aus der Förderung zurückgezogen hat, übernimmt der Landkreis diesen 25-Prozent-Anteil  und stockt somit sein Kontingent auf 50 Prozent auf.

Der Erhalt von historischen Obstsorten ist dem Landkreis wichtig. Deshalb wird das Projekt „Streuobst-Erlebnisweg“ in den Gemeinden Treuchtlingen, Meinheim, Dittenheim und Gnotzheim angestrebt, in Markt Berolzheim ist der erste Erlebnisweg schon eingerichtet worden. Er führt neun Kilometer durch die örtliche Flur. Für die Vermehrung von historischen Sorten konnte inzwischen eine Baumschule in Weißenburg gewonnen werden. Ein Kirschen-Streuobstbestand gibt es auch in Bubenheim. Die 20 Bäume am Hohen Stein stammen aus dem Jahr 1937

Im Rahmen eines „Glücksspirale-Projekts“ ist 2013 die Kartierung des Vorkommens der Gelbbauchunke und des Kammmolchs im südlichen Landkreis durchgeführt worden. Jetzt geht es um die Sicherung des Bestands am Treuchtlinger Nagelberg.

2020 soll die „Grüne Hausnummer altmühlfranken“ erneut vergeben werden. Sie ist eine Auszeichnung von privaten Wohngebäuden, die sparsam mit den Ressourcen wie Wasser und Fläche bewirtschaftet werden. Vor drei Jahren sind bei der ersten Aktion 16 Häuser im Landkreis zertifiziert worden.

Mit dem Programm „50/50-Sensibilisierung für Energiesparen in Kitas“, das landesweit gilt und mit 20 Prozent aus Kreismitteln finanziert wird, will der Kreis bereits die Kinder zu verantwortungsbewusstem Umfang mit Energie und natürlich Ressourcen  gewinnen. Aktuell nehmen die Kindergärten in Haundorf, Nennslingen, St. Martin in Pappenheim, St. Franziskus in Pleinfeld, in Trommetsheim und St. Josef in Gunzenhausen  an diesem Projekt der Umweltpädagogik teil.

85 Gruppen haben im letzten Jahr an der Aktion Frühjahrsputz („Auframa demmer“) teilgenommen.

Die Umweltbildungsangebote der Abfallwirtschaft des Landkreises richten sich an die Vorschulkinder. Sie sollen früh an die Abfallsortierung herangeführt werden. Teil des Programm sind Führungen an den Recyclinghöfen im Kreis.