Tag Archives: Kultur

Ronja wieder im Kreuzgang

Ab 15. Juni wieder Vorstellungen von „Ronja Räubertochter“


Nach einer kleinen Pause kommt das Kinder- und Familienstück der Kreuzgangspiele „Ronja Räubertochter“ endlich wieder zurück: Ab Samstag, den 15. Juni gibt es fast täglich Vorstellungen der Räubergeschichte nach dem beliebten Kinderbuch von Astrid Lindgren.
Aktionstag für Gehörlose am 22. Juni 2024: Vorstellung von „Ronja Räubertochter“ in Gebärdensprache
Eine der kommenden Vorstellungen ist jedoch eine ganz besondere: Am Samstag, den 22. Juni 2024 wird das Schauspiel-Ensemble durch zwei Dolmetscherinnen für Gebärdensprache ergänzt, die diese Vorstellung für gehörlose und höreingeschränkte Menschen übersetzen werden. Die Teilhabe aller an Theater und Kultur liegt des Kreuzgangspielen sehr am Herzen und so herrscht bei den Theaterverantwortlichen große Freude darüber, dass an diesem Tag auch solche Menschen in den Kreuzgang kommen können, die normalerweise nur selten ins Theater gehen können.
Die Dolmetscherinnen konnten dank der großzügigen Unterstützung und dank des Engagements des Vereins zur Förderung der Kreuzgangspiele e.V. engagiert werden. Die Vorstellung von „Ronja Räubertochter“ findet am 22. Juni im Rahmen eines Aktionstages für Gehörlose statt, der in Feuchtwangen noch weitere Angebote außerhalb des Theaters beinhaltet.
Karten für die Vorstellung in Gebärdensprache und alle anderen Vorstellungen gibt es unter www.kreuzgangspiele.de
Gespielt wird „Ronja Räubertochter“ bis zum 10. August.

Osiander über Osiander

Wolfgang Osiander bewertet die „Ego-Dokumente“ des Reformators

Wenn sich auch keine verwandtschaftlichen Beziehungen nachweisen lassen, so ist die Namensgleichheit doch bemerkenswert. Wolfgang Osiander (70), der Ansbacher Historiker, katholische Theologe und Gymnasiallehrer (von 1993 bis 2015 am Simon-Marius-Gymnasium Gunzenhausen) setzt sich  in einem Beitrag des jüngst veröffentlichten Jahrbuchs „Alt-Gunzenhausen“ mit den von dem Reformator Andreas Osiander hinterlassenen Schriften („Ego-Dokumente“) auseinander.

Andreas Osiander in einer zeitgenössischen Darstellung von Georg Pencz (1544).

Der Autor spricht von „Quellen der Selbstwahrnehmung“ und entlehnt sich den Begriff der „Ego-Dokumente“, der in der Wissenschaft seit den sechziger Jahren gilt. Die Schriften seines berühmten Namensvetters Andreas liegen seit den neunziger Jahren als zehn dicke Bände vor. Der Freund Martin Luthers hat die Reformation forciert, er war von 1520  bis 1548 Prediger an St. Lorenz in Nürnberg, später Professor in Königsberg. Gunzenhausen kann für sich beanspruchen, seine Geburtsstadt zu sein.  Hier ist der Sohn eines Schmieds in der Schmiedgasse (heute: Rathausstraße) aufgewachsen. Dort steht seit einigen Jahren auch sein bronzenes Denkmal.

Osiander war ein früher Kämpfer für die Reformation Luthers. Wolfgang Osiander charakterisiert ihn als eine tragische Gestalt („Eher Ketzer als Reformator“): „Er war keiner, der sich des persönlichen Vorteils willen einem Mainstream anpasste“. Nicht wenige Historiker sprechen ihm das Missgeschick zu, sich mit möglichst vielen und einflussreichen Menschen überworfen zu haben. Einen „Mann von nicht unbedeutenden Fehlern und Gebrechen“ nennt ihn beispielsweise der Theologe Wilhelm Löhe.

Der Mann, der die markgräfliche Kirchenordnung von 1533 vorbereitete, war ein streitbarer Geistlicher, der auch die anderen Reformatoren Philipp Melanchthon und Huldrych Zwingli hart attackierte („kleinmuetigkeit und zerstreute gedancken“) ebenso wie seine Nürnberger Predigerkollegen („dieweil sie mein schrift nicht gepessert, sonder gantz ein neue gestelt haben, darin das maist und peste tail meiner arbeit als untuglich hingeworden und ausgemustert“).

Die Bronzeskulptur von Andreas Osiander steht seit 2017 in der ehemaligen Schmiedgasse, heute Rathausstraße. Foto: Falk

Osiander galt als ein Freund der Juden indem er die gegen sie erhobenen  Ritualmordbeschuldigungen als bösartige Verleumdungen ad absurdum führte. Er kannte die jüdische Religion und Kultur schon aus seiner Jugendzeit in Gunzenhausen, wo er Kontakt mit jüdischen Gelehrten hatte.  Autor Wolfgang Osiander nennt ihn einen „selbstbewussten Starprediger“, zumal dieser behauptete, es gäbe keine zehn Männer in ganz Deutschland, die ihm gleichkommen könnten. Er war sich seines Werts wohl bewusst, denn nach zwölf Jahren als Prediger in Nürnberg verlangte er vom Rat eine ordentliche Gehaltserhöhung und kokettierte mit einem Weggang nach Augsburg oder Tübingen.  Der finanzielle Aufschlag wurde ihm auch gewährt und so zählte Osiander zu den am besten bezahlten Geistlichen in der Noris.

Seine Schrift „Vermutung von den letzten Zeiten und dem Ende der Welt“ provozierte stark. Die Angriffe gegen Osiander aus altgläubig-katholischer, aber auch aus zwinglianischer Seite häuften sich. Es kursierte das anonyme Spottgedicht „Andreae Osiandri, pedicantoris Norimbergensis“, das ihn als einen verdorbenen Menschen darstellte. Die Schmähschrift war sozusagen „starker Tobak“, denn man bezichtigte ihn, seinen ursprünglichen Namen „Hosiander“ in „Osiander“  verändert zu haben, um sich damit als „heiliger Mann“ (nach der griechischen Deutung) zu glorifizieren. Andere Vorwürfe bezogen sich auf seinen Lebenswandel (Erschleichung seines Wohnhauses von einer Witwe, ehebrecherisches Verhältnis). Die Gegner bezichtigte ihn, er habe seinen „von Hunger gebrochenen“ Vater im Alter nicht geholfen. Er hatte deshalb zu tun, um die Angriffe abzuwehren. Schon sein Vater und Großvater hätten den Namen getragen, hielt er ihnen entgegen und die rasche Heirat nach dem Tod seiner ersten Frau rechtfertigte er mit der Fürsorge für seine vier minderjährigen Kinder. Den Kritikern attestierte  er „unersättliche Lust am Lügen“.  Nie habe er mit dem Geld seiner Frau Wucher betrieben. Osiander war übrigens nach zweiter Ehe (drei Töchter starben im Kindesalter) ein drittes Mal verheiratet (zwei Kinder).

Nach 28 Jahren endete seine Nürnberg Zeit mit einem Zerwürfnis mit den Ratsherren. Seine theologischen Positionen bekräftigte der Reformator („Beweisung, dass ich dreißig Jahre immer einerlei Lehre von der Gerechtigkeit des Glaubens gelehrt habe“) auch noch ein Jahr vor seinem Tod 1552 von Königsberg aus, wo er nicht nur Pfarrer, sondern auch Professor an der damals schon renommierten Universität war. Der 55-jährige leistete sich auch in Ostpreußen einen heftigen Streit mit den theologischen Kollegen und den Studenten, die wiederum Schmähschriften in den Umlauf brachten. Der „Osiandrische Streit“ prägte das Bild des Reformators negativ, stellt Autor Wolfgang Osiander bilanzierend fest.  Die Königsberger verbündeten sich sozusagen mit den Nürnbergern, wobei der Schwiegersohn eine dubiose Rolle spielte, indem er sich an den Kampagnen beteiligte.

WERNER FALK

Das Jahrbuch „Alt-Gunzenhausen“ ist für 25 Euro im Buchhandel erhältlich.  Von Autor Wolfgang Osiander stammt auch das Buch „Die Reformation in Franken“ mit einer Vita des Reformators(Schrenk-Verlag)

„Ornbauer Thekentour“ vorgestellt

Umfangreiches Programm auch für 2024 geplant

Von links nach rechts: Stadtrat Stefan Sellinger, Bürgermeister Marco Meier, 2. Bürgermeisterin Diana Fichtner, Stadtrat Manuel Göttler, Stadtrat Martin Butz und Stadtrat Mario Lindemann. Foto: Kerstin Kech

Nach dem umfangreichen Programm zum Stadtjubiläum 2023 finden auch in diesem Jahr neben dem traditionell am vierten Juli-Wochenende stattfindenden Altstadtfest mit Jakobi-Kirchweih (24.07. bis 29.07.) weitere Veranstaltungen in der kleinsten Stadt Mittelfrankens statt.

Am 14. Juli gastiert der bekannte Kabarettist Michl Müller anlässlich der Veranstaltungsreihe Kultur in der Altstadt in Ornbau. Karten gibt es im Rathaus Ornbau oder online unter www.eventim.de. Darüber hinaus laufen aktuell noch Gespräche, ob noch weitere Veranstaltungen an diesem Wochenende im Rahmen von Kultur in der Altstadt stattfinden können, berichtete Bürgermeister Marco Meier in der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Tourismus.

Am 15. Juni wird erstmals die Veranstaltung „Ornbauer Thekentour“ gemeinsam mit den Gastronomen und Vereinen organisiert. Ab 18 Uhr beteiligen sich der Schützenverein in ihrem Vereinsheim, die Abteilung Tischtennis des SV Ornbau im Eingangsbereich der Turnhalle, die Metzgerei Sand in ihren Ladenräumlichkeiten, der Weinkeller Lech, die Reservistenkameradschaft Ornbau mit einer Theke am Grillplatz an der Altmühlbrücke sowie das Gasthaus Zum Angerwirt und der Kiosk an der Badeinsel in Gern. Die Stadt koordiniert und finanziert Flyer und Plakate, die Verantwortung für die einzelnen Veranstaltungen tragen die einzelnen Veranstalter. Geplant ist ein buntes Programm aus Geselligkeit, Unterhaltung, Essen und Trinken. Der Eintritt zu den Lokalitäten ist frei.

Als nächste Veranstaltung in Ornbau steht das Jahrestreffen der Heckflossenfreunde in der letzten Mai-Woche an. Die Ausschussmitglieder legten fest, dass für die folgenden Jahre die neuen Veranstaltungen in einem gewissen Wechsel durchzuführen sind: Im Jahr 2025 soll wieder ein Unternehmerabend durchgeführt werden. Im Jahr 2026 soll die zweite Auflage von „Heimatwandern“ stattfinden. Die nächste Thekentour ist für 2027 geplant.

Bürgermeister Meier stellte anschließend den Kulturherbst der Altmühl-Mönchswald-Region vor, bei dem alle kulturellen Veranstaltungen innerhalb der AMR-Gemeinden Ornbau, Weidenbach, Merkendorf, Mitteleschenbach und Wolframs-Eschenbach in einem Flyer beworben werden sollen. Der Flyer wird mit der Allianzzeitung im gesamten Gebiet vor der Sommerpause verteilt. Für Ornbau ist am 14. September eine Krimi-Lesung geplant, am 28. Sepember soll die Restaurierungsfeier des Bièvre Denkmals gemeinsam mit den Freunden Triesdorf stattfinden. Am 19. Oktober steht eine Herbstserenade in der St. Jakobus-Kirche an und am 20. Oktober ist ein großer historischer Tag in der kleinsten Stadt Mittelfrankens mit der Eröffnung der Ausstellung in Altstadt 7 und einem bunten Rahmenprogramm geplant. Am 16. und 17. November organisiert die Ornbauer Bücherei eine Buchvorstellung. Ob der Stadthallenpächter eine Tanzveranstaltung in der Stadthalle organisiert, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar.

Kerstin Kech blickte in ihrem Bericht aus dem Kultur- und Tourismusbüro auf die zwei Jahre seit ihrem Arbeitsbeginn zurück und stellte anschließend die zentralen Projekte vor, die im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen: Die Realisierung der Ausstellung zur Heimatgeschichte in Altstadt 7, die Umsetzung des Buchs „Ornbauer Zeitfenster 1845“, die Überarbeitung der Homepage, die Weiterentwicklung der Stadtführungen und der kulturgeschichtlichen Begleitung, die Erneuerung und den Ausbau der touristischen Wegweisung. Außerdem sollen die bestehenden Freizeitangebote besser bekannt gemacht werden.

Für 2025 ist ein Rundweg in der Altstadt geplant. Bürgermeister Marco Meier blickte auf die Fahrt nach Naves zurück. Über die Osterfeiertage waren rund 30 Personen in der französischen Partnergemeinde zu Gast.  

Anton Kohl: Geistlicher und Politiker

Historischer Verein Eichstätt legt neues „Sammelblatt“ vor

Das Bild eines fürstbischöflich-eichstättischen Gardeoffiziers stammt von dem Hofmaler Johann Michael Franz.

Das „Sammelblatt“ des Historischen Vereins Eichstätt (115. Jahrgang 2023) ist jetzt erschienen. Es enthält auf 220 Seiten zehn Beiträge von lokalen Historikern zur Geschichte der Bischofsstadt und ihrer Umgebung. Die Publikation ist auch im Buchhandel (ISSN 0936-5869) erhältlich.

Der „Dörflichen Armut im 18. Jahrhundert“ wendet sich Schwester Dr. Maria Magdalena Zunker OSB zu. Sie veröffentlicht Zeugnisse zu den Lebensumständen von Gemeindehirten im Hochstift Eichstätt.

Die „Schrecken der Geldentwertung“ schildert Josef Ettle. Beispiel: 1923 hat ein Pfund Fleisch 3,2 Millionen Euro gekostet. Unvorstellbar ist in der heutigen Zeit der Preis für ein Pfund Schwarzbrot: 170 Milliarden Mark. Das war der Höhepunkt, danach sanken die Lebensmittelpreise in wenigen Wochen um 36 Prozent.

„Im Herbst des Barock“ ist der Beitrag von Dr. Claudia Grund betitelt, der sich Eichstätts Kunst, Kultur und Handwerk im 18. Jahrhundert widmet.

Victor II. war ein Papst aus Eichstätt. Er hat von 1055 bis 1057 in Rom gewirkt, Bischof von Eichstätt war er von 1042 bis zu seinem Tod 1057.  Im Unterschied zu manchen seiner Vorgänger wurde er auch nicht seelig- oder heiliggesprochen. Domkapitular Dr. Christoph Kühn  stellt ihn und die Zeit vor, in der Victor II. im Amt war.

Anton Kohl war katholische Priester und Politiker im ausgehenden 19. und der ersten Hälfte des 20.  Jahrhunderts.  Der Geistliche gehörte dem bayerischen Landtag an (1893-1905 für den Wahlkreis Neumarkt), aber auch dem Reichstag in Berlin (1898 bis 1913). Dr. Elmar Ettle stellt die vielseitig tätige Kipfenberger Persönlichkeit vor. Kohl  (geboren1851) galt als ein glänzender Rhetoriker und durchschlagskräftiger Redner. Als Mann der konservativen Zentrumsfraktion gegegnete er Kaiser Wilhelm II. in Berlin.

Von ihm war er ebenso begeistert („Herrscher von Gottes Gnaden“) wie von dem bayerischen König Ludwig III., dem letzten Exponenten der Wittelsbacher. Anton Kohl, der zuletzt Domkapitular in Eichstätt war,  galt in seiner Zeit als viel gelesener Reiseschriftsteller, Sprachengenie, kenntnisreicher Naturfreund, begnadeter Künstler und Fan klassischer Musik. Er war u.a. Kaplan in Raitenbuch, Religionslehrer an der Präparantenschule in Pleinfeld und Stadtpfarrer in Dietfurt. Übrigens: in Kipfenberg findet sich kaum Hinweise auf den großen Sohn der Stadt, auch ist keine Straße nach ihm benannt.

Von „stillen Helden“, die in Dollnstein eine jüdische Opernsängerin und ihren protestantischen Mann versteckt hielten, so dass Margarete und Richard Keil nicht von den Nazis ausfindig gemacht werden konnten,  berichten Lutz Tietmann und Fred Darimont („Flucht aus Berlin – Zuflucht bei stillen Helden in Dollnstein“).

Eine umfangreiche Dokumentation der Post in Dollnstein liefert Hermann Bauch.  Seine Veröffentlichung enthält viele Dokumente und Fotos aus den Anfangsjahren der Post im Altmühltal. Skizziert wird die Entwicklung des Postwesens in den weiteren Jahrzehnten.

Einen römischen Zügelführungsring aus der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts stellt Albert J. Günther, der Vorsitzende des Historischen Vereins Eichstätt,  vor. Er gibt auch einen Einblick in das Bayerische Denkmalschutzgesetz.

Der „Kunst der Eisengießer“ wendet sich Josef Ettle in einem kurzen Beitrag zu.      -fa-

Musik & Kultur

37. Sommerkonzerte im Markgräflichen Hofgarten


Den Sommer im schönsten Biergarten Gunzenhausens musikalisch genießen, das ist auch 2024 möglich. So präsentiert die Stadt von Mitte Juni bis Mitte August einmal mehr die bei Klein und Groß sehr beliebte Sommerkonzertreihe im Falkengarten, dem ehemaligen Markgräflichen Hofgarten.
Folgende Termine sind geplant:
Mi. 12.06.: Jugendkapelle Gunzenhausen
Di. 18.06.: FearBeer
Do. 27.06.: Stadtkapelle Treuchtlingen
Mi. 03.07.: Klosterstadt-Musikanten Neresheim
Do. 11.07.: Wormer Musikanten
Mi. 17.07.: Usos
Mi. 24.07.: Gunzenhäuser Blous`n
Mi. 31.07.: Holm & Co
Mi. 07.08.: Schützenkapelle Meinheim
Mi. 14.08.: The Sharks
Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19:00 Uhr und enden um 22:00 Uhr. Mit kühlen Getränken und leckerem Essen ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt.
Die Konzerte finden nur bei gutem Wetter statt und fallen bei schlechter Witterung ersatzlos aus. Die Entscheidung wird jeweils ab ca. 15:00 Uhr auf www.gunzenhausen.info veröffentlicht.
Bitte beachten Sie:
 Der Eintritt für die Konzerte ist frei und die Stadt Gunzenhausen nimmt keine Platzreservierungen vor!
 Selbstverständlich erfolgt die Veranstaltungs-Durchführung unter Beachtung eventueller behördlicher Auflagen!
 Alle Termine werden unter Vorbehalt angekündigt und können ggf. abgesagt werden.
Weitere Informationen erhalten Sie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kulturbüros der Stadt Gunzenhausen, Telefon: 09831/508-109 oder -300

Bücherschrank für alle

Standort vor der Tourist-Information in Gunzenhausen

Freuen sich über den Bücherschrank in Gunzenhausen: (v.li.) Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Landrat Manuel Westphal, Sparkassenvorstand Burkhard Druschel, Direktor Privat und Firmenkunden Bernd Reichert. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen / Sabrina Huf


Im vergangenen Jahr hat die Sparkasse Gunzenhausen ihr 200-jähriges Jubiläum gefeiert. Anlässlich des Jubiläums wurde in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ein öffentlicher Bücherschrank unter den Kommunen aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse verlost. Glückliche Gewinnerstadt ist Gunzenhausen. Der Bücherschrank konnte nun vor der Tourist Information in der Rathausstraße aufgestellt werden.
Im November 2023 startete das Landratsamt unter den Städten und Gemeinden im Geschäftsgebiet der Sparkasse Gunzenhausen einen Aufruf zur Bewerbung für die Verlosungsaktion. Fünf Bewerbungen sind dafür eingegangen. Kurz vor Weihnachten wurde dann die Stadt Gunzenhausen gezogen und kann sich seit Ende März über den Bücherschrank freuen.
„Anlässlich unseres Sparkassenjubiläums wollten wir ein Projekt in unserem Geschäftsgebiet unterstützen. Von Seiten des Landkreises kam die Idee, einen Bücherschrank aufzustellen. Wir konnten uns schnell für die Idee begeistern und freuen uns, dass der Bücherschrank nun der Bevölkerung aber auch den Gästen zur Verfügung steht“, so der Sparkassenvorstand Burkhard Druschel.
Die Idee hinter dem Bücherschrank ist einfach: Jeder kann vorbeigehen und sich eine passende Lektüre raussuchen, mitnehmen und in Ruhe lesen. Ob man das Buch zurückbringt oder nicht, kann man selbst entscheiden. Genauso kann man aber auch ausgelesene Bücher in den Schrank stellen und dem nächsten Leser oder der nächsten Leserin somit anbieten.
Landrat Manuel Westphal freut sich über das Projekt: „Mit dem Bücherschrank leisten wir letztlich auch einen einfachen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Die Bücher sind da und können gelesen werden. Vielen Dank an die Sparkasse Gunzenhausen, die die Umsetzung möglich gemacht hat.“ Und ein Geschenk hatte der Landrat auch noch im Gepäck. Die Mitarbeitenden des Landratsamtes haben rund 50 Bücher aus den eigenen Beständen gespendet, die den Bücherschrank nun füllen.
„Als kultur- und lesebegeisterte Stadt freuen wir uns über den Gewinn des offenen Bücherschranks. Der Standort vor unserer Tourist Information ist optimal gewählt, laden doch angrenzende Sitzmöglichkeiten am idyllischen Neptunbrunnen zum gemütlichen Schmökern ein. Unsere Bürgerinnen und Bürger, aber auch alle Gäste der Stadt Gunzenhausens sind herzlich eingeladen, gute Geschichten zu tauschen, alten Büchern ein neues Zuhause zu geben und Kulturgut für die Hosentasche mitzunehmen. Ich wünsche viel Spaß beim Stöbern und Lesen!“, ergänzt Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz.

Deutsche und Polen

Dr. Loew referiert am 24. April am Sitz der Regierung

Dr. Peter Oliver Loew referiert zur deutsch-polnischen Geschichte.


Der Bezirk Mittelfranken lädt in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Bibliothek Ansbach zum Vortrag „Deutsche und Polen – die Geschichte geht weiter“ ein, der am 24. April in der Ansbacher Schlossbibliothek stattfindet. Herausforderungen einer besonderen Nachbarschaft in Europa“ von Prof. Dr. Peter Oliver Loew ein. Der Abend findet im Rahmen der Partnerschaft des Bezirks mit der polnischen Woiwodschaft Pommern statt.
Prof. Dr. Peter Oliver Loew, geboren 1967 in Frankfurt/M., studierte an den Universitäten Erlangen, Freiburg und der FU Berlin Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Volkswirtschaftslehre. Er promovierte 2001 an der FU Berlin. 2002 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Polen-Institut in Darmstadt und seit 2019 dessen Direktor. 2014 habilitierte er sich an der Technischen Universität Dresden.
Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte und Kultur Polens und Ostmitteleuropas, die deutsch-polnischen Beziehungen, Erinnerungs-kultur, Regional- und Stadtgeschichte (insbesondere der Stadt Danzig). Seit 2009 lehrt er an der Technischen Universität Darmstadt. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit übersetzt er aus dem Polnischen.


Mittwoch, 24. April 2024
Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 18.30 Uhr, Eintritt frei
Staatliche Bibliothek, Reitbahn 5, 91522 Ansbach
Um Anmeldung bis spätestens 19. April 2024 wird gebeten:
info@schlossbibliothek-ansbach.de

Bayern im Ersten Weltkrieg

Ausstellung „Wie Bayern Freistaat wurde und was ihn besonders macht“

Im Museum des Hauses der Bayerischen Geschichten in Regensburg erfährt die beliebte Dauerausstellung „Wie Bayern Freistaat wurde und was ihn besonders macht“ auch im fünften Jahr seit seiner Eröffnung spannende Neuerungen. Ab 22. März 2024 erweitert die Kabinettausstellung „Weltenbrand! Bayern im Ersten Weltkrieg“ das Angebot mit zahlreichen neuen Objekten, einem Grafikkabinett und einem eigenen Film zur kolonialen Vergangenheit Bayerns. Die einzelnen Ausstellungsteile sind innerhalb der Dauerausstellung durch eine kunstvolle Lichtinstallation miteinander verbunden.

Objektneuheiten zum Ersten Weltkrieg

110 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs präsentiert das Haus der Bayerischen Geschichte in seiner Kabinettausstellung „Weltenbrand! Bayern im Ersten Weltkrieg“ (22.03.2024-02.02.2025) erstmals seine zahlreichen neuen Objekte aus dieser Zeit. Eine Ordensspange des kaiserlichen Kammerdieners steht für den geringen Einfluss der Wittelsbacher in Berlin und ausbleibende diplomatische Bemühungen zur Verhinderung des Krieges. Persönliche Erinnerungsstücke vermitteln einen Eindruck von Krieg, Leid und menschlichen Schicksalen. Neben der extrem seltenen

Schutz- und Wärmekleidung eines Flugzeugführers der bayerischen Fliegertruppe ist das anrührende Foto- und Erinnerungsalbum einer jungen Frau zu sehen, die sich unsterblich in einen dieser feschen Flieger verliebt hatte. Kriegsspielkarten, auf denen der Kaiser verschwindet, zeigen seinen Ansehensverlust. Dieser ist mit Fortdauer des Krieges, trotz der bis in die Kinderzimmer reichendenden Propaganda, nicht aufzuhalten. Revolution liegt schließlich in der Luft.

Grafikkabinett und Ausstellungsfilm

Im angrenzenden Kabinett gibt Autor und Sammler Jean Louis Schlim Einblicke in seine dem Haus der Bayerischen Geschichte übereignete grafische Sammlung. Der Blick in die der Zensur unterworfenen Zeitschriften und Zeitungen zeigt, wie vermeintliche Kriegserfolge und Kriegshelden gefeiert, der Frontalltag verharmlost, Durchhalteparolen ausgegeben und der angebliche Heldentod tausender junger Soldaten verherrlicht werden.

Der ebenfalls im Kabinett präsentierte und von Dr. Michael Bauer produzierte Film „Bayern und des Kaisers Kolonie Deutsch-Südwestafrika“ spürt der kurzen und wenig ruhmreichen deutschen Kolonialgeschichte am Beispiel „Deutsch-Südwestafrikas“ (heute Namibia) aus bayerischer Perspektive nach. Er erzählt von fränkischen Kamelreitern, der Gier nach Rohstoffen und von dem unter Beteiligung bayerischer Soldaten blutig niedergeschlagenen Aufstand der Herero und Nama. Die deutsche und damit auch bayerische Kolonialgeschichte endet im Ersten Weltkrieg.

Weitere Neuheiten in der Dauerausstellung

Gleich am Beginn des Dauerausstellungsrundganges gibt es weitere Neuerungen zu entdecken. Zwei Silberteller erzählen von der Säkularisation in Franken. Das von Augsburger Silberschmieden gefertigte Tafelsilber stammt aus dem Besitz des Bamberger Fürstbischofs. Infolge der Säkularisation und der Auflösung des Hochstifts Bamberg wird das Tafelsilber 1802 an den Hof des bayerischen Kurfürsten Maximilian IV. Joseph in München überführt. Nach der Gründung des Königreichs Bayern 1806 wird das eingravierte fürstbischöflich-bambergische Wappen mit Plaketten des Königreichs Bayern „übermarkt“.

Für die Förderung des Trachtenwesens im 19. Jahrhundert und seine weitere Verbreitung steht eine Inszenierung von Trachten, die gemeinsam mit der Kultur- und Heimatpflege des Bezirks Oberpfalz umgesetzt worden ist.

Haus der Bayerischen Geschichte | Museum, Donaumarkt 1, 93047 Regensburg. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 09:00 bis 18:00 Uhr. Montags geschlossen. Fällt ein Feiertag auf einen Montag, so ist das Museum geöffnet. Geschlossen am 24.12., 25.12., 31.12., 01.01. Eintrittspreise ins Museum: Erwachsene 7,00 € (inklusive Bayernausstellung 2024 „Ois anders: Großprojekte in Bayern 1945 – 2020“) Ermäßigt 5,00 € (z. B. Senioren ab 65 Jahren, Schwerbehinderte, Gruppen ab 15 Personen) Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren sowie Schüler im Klassenverband und Studierende unter 30 Jahre: Eintritt frei. Mediagide 3 Euro.

„Tassilo, Korbinian und der Bär“

Landesausstellung 2024 in Freising – Bayern im frühen Mittelalter“

Ein Herrscher mit Schwert und Szepter, ein Heiliger, der einen wilden Bären zähmt … das ist nicht der Stoff für einen Hollywood-Blockbuster, sondern pure bayerische Geschichte. Tassilo, Korbinian und der Bär sind die drei Charaktere, die in der Bayerischen Landesausstellung 2024 mit uns ins frühe Mittelalter reisen – in ein Bayern, das sich bis Südtirol, Oberösterreich, Kärnten und Slowenien erstreckte. Ein mächtiges Königreich der Bajuwaren war zum Greifen nahe.

Lassen Sie sich fesseln von der Schatz- und Schicksalsgeschichte um den Agilolfingerherzog Tassilo III., der es mit dem Frankenkönig Karl (dem Großen) aufnehmen musste. Durch die Landesausstellung führt Sie in einer eigens produzierten Multivision kein Geringerer als der Moderator Christoph Süß.

Freising feiert: 724 – 2024

Korbinian kommt! Der Überlieferung nach begann mit dem Eintreffen des Heiligen im Jahr 724 die Geschichte des Bistums Freising. Der christliche Missionsbischof Korbinian kam auf Geheiß der bayerischen Herzöge. Zum 1.300-jährigen Diözesanjubiläum erzählen wir Ihnen von den Anfängen der Kirche in Bayern und vom Glanz der Herrschersippe der Agilolfinger.

Bayerns Wurzeln

Das Haus der Bayerischen Geschichte entführt Sie in ein unbekanntes Land: Bayern vor 1.300 Jahren. Hauptverkehrsachsen waren die alten Römerstraßen, viel mehr aber der Inn und vor allem die Donau. Sie war die Hauptschlagader des alten Bayern. Schon Mitte des 6. Jahrhunderts ist Garibald aus der Sippe der Agilolfinger als erster Herzog der Bajuwaren überliefert. Er heiratete die langobardische Königstochter Walderada. Im Jahr 716 reiste Herzog Theodo nach Rom und bekam vom Papst die Erlaubnis, in Salzburg, Regensburg, Freising und Passau Bistümer zu errichten.

Herzöge und Heilige

Unter Theodo, so wird berichtet, wirkten neben Korbinian weitere Missionare in Bayern: in Regensburg Erhard und Emmeram oder in Salzburg Rupertus. Sie legten den Grund der späteren bayerischen Kirchenorganisation. Zugleich stärkten die Agilolfinger mit Bistums- und Klostergründungen ihre Herrschaft. In der Landesausstellung begegnen Ihnen die Heiligen in kostbaren Erinnerungsstücken. Einen typischen Missionar haben wir lebensecht für Sie rekonstruiert! Korbinians tierischen Begleiter können Sie in Gestalt des berühmtesten bayerischen Bären Bruno treffen.

Weltkunstwerk und Königskampf

Die Landesausstellung gipfelt in Schatz und Schicksal Herzog Tassilos III. (748–788). Von 07. Mai bis 16. Juni 2024 dürfen wir Ihnen ein einzigartiges Weltkunstwerk und das wohl bedeutendste Objekt der bayerischen Geschichte überhaupt präsentieren: den Tassilo-Liutpirc-Kelch, gestiftet vom Herzog und seiner langobardischen Gattin aus dem heutigen Italien. Der kostbare königliche Messkelch ist das Spitzenstück eines eigenständigen Kunststils an Tassilos Hof. Mit ihren Goldschmiedearbeiten und Buchmalereien, die wir in einer Schatzkammer zeigen, hob sich diese „tassilonische Hofschule“ deutlich von der fränkisch-karolingischen Hofkunst ab.

Das Frankenreich beanspruchte die Oberhoheit, aber Tassilo regierte selbst wie ein König. In einer packenden Multivision erzählen wir Ihnen von der Blüte von Tassilos Herrschaft, seinem gefährlichen Zusammenstoß mit dem Frankenkönig Karl in den Jahren 787/88 und bayerischem Rebellengeist – ein spannender Politkrimi des Mittelalters mit Moderator Christoph Süß.

Glanz, Kultur und Heiliges auf dem Domberg

Die Erzdiözese München und Freising ist Mitveranstalter der Landesausstellung. Ausgewählte Prunkräume des Dombezirks werden dem Publikum erstmals zugänglich gemacht. Höhepunkte sind der Fürstengang und die Dombibliothek, die der Öffentlichkeit ansonsten verschlossen sind.

Nachhaltigkeit wird großgeschrieben

Das Haus der Bayerischen Geschichte achtet bei seinen Ausstellungen auf einen möglichst hohen Wiederverwendungsgrad: statt neue Vitrinen und Möbel zu bauen oder neue Geräte zu kaufen, werden möglichst viele vorhandene genutzt. Für Neubauvitrinen wird bei der Landesausstellung 2024 erstmals ein einheitlicher Standard umgesetzt, der die spätere Wiederverwendung erleichtert. Wir tätigen alle Anschaffungen mit Blick auf gute Nachnutzbarkeit. Die Umgebungsbedingungen in unseren Ausstellungen bewegen sich innerhalb des energiesparenden, vom Deutschen Museumsbund empfohlenen Klimakorridors.

Bayerische Landesausstellung 2024: „Tassilo, Korbinian und der Bär – Bayern im frühen Mittelalter“ im Diözesanmuseum Freising vom 7. Mai bis 03. November 2024, täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr, Eintrittspreise: Erwachsene: 12,00 €, ermäßigt: 10,00 € (z. B. Senioren, Schwerbehinderte, Gruppen ab 15 Personen). Eintritt frei: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, Schüler im Klassenverband und Studierende bis 30 Jahre sowie Mitglieder des Freundeskreises Haus der Bayerischen Geschichte

Neues Kultur- und Trendmagazin

„Gunzenhausen Underground“ ist der Titel


Die kostenlose Zeitschrift „GUNZENHAUSEN UNDERGROUND“ geht Ende März an den Start Kultur, Kunst, Musik, Literatur, Menschen, spannende Projekte und weitere interessante Themen aus und für Gunzenhausen – diese Schwerpunkte hat sich das neue Magazin „GUNZENHAUSEN UNDERGROUND“ auf die Fahnen geschrieben. Es erscheint regelmäßig alle drei Monate und wird von der Kreativagentur korridor.co am Dr.-Martin-Luther-Platz 13 im Herzen der Stadt herausgegeben.

Das Redaktionsteam besteht aus Kristy Husz, George Arauner und Juliane Zeh und wird von wechselnden Gastautoren ergänzt. Mit einem Umfang von mindestens 60 Seiten je Ausgabe ist genügend Raum vorhanden, um neue Trends und liebgewonnene Traditionen, unbekannte Attraktionen und Klassiker des Gunzenhäuser Kulturlebens genauer zu beleuchten. Interviews, Fotostrecken, Reportagen, Künstlerporträts und diverse feste Rubriken sorgen für kurzweiligen Lesegenuss und füllen die Lücke zwischen Veranstaltungskalender und Nachberichterstattungsorgan.Dank der Unterstützung zahlreicher werbetreibender Unternehmen und Kulturförderer aus der Region sowie der Stadt Gunzenhausen ist das Magazin gratis erhältlich. Die erste Ausgabehat eine Auflage von 9.000 Exemplaren und wird ab 25. März mit der „WochenZeitung“ an die Haushalte mit der Postleitzahl 91710 verteilt. Für die Urlaubsgäste liegt es außerdem an vielen öffentlichen Orten im Stadtgebiet aus.


Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung: George Arauner korridor.co | George Arauner & Juliane Zeh GbR Tel.: 09831 / 879 08 09, E-Mail: arauner@korridor.co