Archiv: Allgemein

„Es war mir eine Ehre!“

Stadtrat verabschiedete Peter Schnell aus dem Amt des 2. Bürgermeisters

Bürgermeister KH Fitz verabschiedete Stadtrat Peter Schnell.

Peter Schnell hat 28 Jahre dem Stadtrat Gunzenhausen angehört. Er ist ein Urgestein der Grünen in der Altmühlstadt. Jetzt hat er aus gesundheitlichen Gründen den politischen Rückzug angetreten. Er hat sein Stadtratsmandat zurück gegeben und ist als 2. Bürgermeister ausgeschieden.

In der letzten Sitzung des Stadtrats würdigte Bürgermeister Karl-Heinz Fitz seinen Stellvertreter (seit 2020) als einen „sehr engagierten Grünen Realpolitiker“. Seit 1996 begleitete er viele politischen Initiativen in der Stadt. Zudem gehörte er zwei Jahre (1990 bis 1992) dem Kreistag Weißenburg-Gunzenhausen an. In Gunzenhausen gründete er die „Kulturmacherei“, einen Verein, der sich vor allem um die Kleinkunst bemüht.  Der jüdischen Dialoggruppe bleibt er weiterhin verbunden. „Ich bedaure sein Ausscheiden sehr“, sagte der Rathauschef.

Ein durchaus kritisches Fazit der Stadtratsarbeit zog Peter Schnell in seiner Abschiedsrede. „Dass der Respekt vor dem Amt des Stadtrats gelitten hat, finde ich nicht gut“, erklärte er. Seine Kollegen ermunterte er, trotz knappen Geldes die anstehenden Probleme gemeinsam durchzustehen.  Der ausscheidende 2. Bürgermeister fand abschließend auch ein Lob für die Verwaltung: „Wir können stolz sein auf die Mitarbeiter, sie gehören gelobt!“ Er sei stets zuvorkommend behandelt worden. Seinen Kollegen gab er mit auf den Weg: „Bitte zeigt keine Krämerseelen-Mentalität!“

Wer wird neuer 2. Bürgermeister?

Für den Ausgeschiedenen rückt auf der Grünen-Liste Hermann Meier aus Pflaumfeld nach. Er wurde von Rathauschef KH Fitz vereidigt. Erster Nachrücker wäre eigentlich Robert Karl, der frühere Leiter des Umweltreferats bei der Regierung von Mittelfranken, gewesen, aber er verzichtete auf das Amt.

Das Vorhaben des Bürgermeisters, am gleichen Abend auch die Neuwahl des Zweiten Bürgermeisters durchführen zu können, scheiterte indes. Mit 14:11 Stimmen votierte eine Mehrheit aus Grünen, SPD, Freien Wähler sowie Werner Falk (FDP) und Peter Reitmaier (Piraten) dagegen. Grünen-Fraktionsvorsitzender Herbert Guthmann begründete dies mit dem Wunsch, mehr Zeit für fraktionsübergreifende Gespräche zu haben.

Am 6. März ist nunmehr eine Stadtratssitzung mit einem einzigen Tagesordnungspunkt. Und der hat es in sich: „Feststellung einer Inkompatibilität des Stadtratsmitglieds und städtischen Mitarbeiters Herbert Guthmann“. Läge diese nach juristischer Prüfung vor, dann könnte der Grünen-Stadtrat nicht kandidieren, es stünde sogar sein Stadtratsmandat auf der Kippe. Guthmann ist nämlich als Kapitän der „MS Altmühlsee“ formal Mitarbeiter der Stadt mit einem entsprechenden Status im Sinne der Rechtstellung, wonach Vertreter der Exekutive (Beschäftigte) nicht zugleich Vertreter der Legislative (gesetzgebende Gewalt/Stadtrat) sein dürfen. Ausschlaggebend ist in diesem Zusammenhang die juristische Interpretation durch die Rechtsaufsicht.

Neues Trendmagazin

Das kostenlose Kultur- und Trendmagazin für Gunzenhausen


Die Herausgeber kündigen ihr Projekt an. „Wir berichten über Kultur, Kunst, Musik, Literatur, Menschen, spannende Projekte und weitere interessante Themen aus und für Gunzenhausen. Das Magazin im kleinen Querformat erscheint regelmäßig alle zwei Monate und wird herausgegeben von einem erfahrenen Redaktionsteam.“
Das „Gunzenhausen Underground Magazin“ wird in nahezu alle Haushalte mit der Postleitzahl 91710 (außer Werbeverweigerer) ausgeteilt und an wichtigen Stellen ausgelegt. Die Auflage beträgt 8.000 Exemplare je Ausgabe. In der Regel hat eine Ausgabe etwa 60 Seiten und immer einen festen Werbeanteil. Wächst die Werbeteilnahme, wächst auch automatisch der Umfang einer Ausgabe! Genau wie bei den Inhalten, wird auch bei Werbung auf Qualität vor Quantität geachtet.

George Arauner und Juliane Zeh von der Agentur „korridor.co“ ( Dr.-Martin-Luther-Platz 13 in Gunzenhausen, Telefon 09831 / 879 08 09, E-Mail: redaktion@gun-magazin.de (www.gunzenhausen underground.de) sind die Herausgeber, Kristy Husz hat die redaktionelle Leitung.

Fischessen im „Alten Rathaus“

Politische Aschermittwochfeier in Gunzenhausen


Mit dem traditionellen Fischessen im Gasthaus „Altes Rathaus“ wurde auch dieses Jahr wieder der Politische Aschermittwoch des Ortsverbandes der CSU Gunzenhausen gefeiert. Insgesamt fanden sich dazu 40 Mitglieder ein, darunter auch Bürgermeister Karl Heinz Fitz. Selbst die SPD im Nebenzimmer lauschte aufmerksam den Worten von Mister Europa.
Der CSU Ortsvorsitzende Manuel Blenk lobte in seinen Grußworten die Veranstaltung als wichtigen Beitrag zur politischen Kultur in Gunzenhausen. Er betonte die Bedeutung des politischen Austauschs, besonders in einer Zeit, in der komplexe Herausforderungen bewältigt werden müssen.
Höhepunkt des Abends war zweifellos die Rede des Gunzenhausener Ehrenbürgers und ehemaligen Abgeordneten des Europäischen Parlaments, Ingo Friedrich, zur aktuellen Lage in Europa. Dabei ging er insbesondere auf die Herausforderungen der transatlantischen Beziehungen, die anstehende Europawahl und die Rolle der CSU in Bezug auf die künftige Europapolitik ein.
Die Aschermittwochsveranstaltung der CSU in Gunzenhausen bot den Teilnehmern nicht nur die Möglichkeit, sich über aktuelle politische Themen zu informieren, sondern auch, ihre Anliegen und Ideen einzubringen. In angenehmer Atmosphäre wurde sich über verschiedene politische Fragen ausgetauscht und die Teilnehmer konnten direkt mit den Rednern in den Dialog treten.
Die CSU in Gunzenhausen kann auf eine erfolgreiche Aschermittwochsveranstaltung zurückblicken, die gezeigt hat, dass politisches Interesse und Engagement auch auf lokaler Ebene lebendig sind.

„Frankenwälder und Islandwunder“

Anja Dommel zeigt ihre aktuellen Landschaftsbilder in der Stadtbücherei

In Anja Dommels abstrakter Landschaftsmalerei stehen besondere Sehnsuchtsorte und das Gefühl von Naturverbundenheit, Freiheit und Weite im Mittelpunkt. Foto: Babett Guthmann

Markante Landschaftsmarken, aber auch Ruhepunkte findet die freischaffende Künstlerin Anja Dommel sowohl bei ihren Reisen, als auch in den fränkischen Wäldern. In der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen zeigt sie unter dem Titel „Frankenwälder und Islandwunder“ ihre neuesten Werke aus den Jahren 2023 und 2024. Inspirieren ließ sie sich von zwei bereichernden Reisen nach Island sowie von ihren Spaziergängen durch die heimischen Waldgebiete. Ihre farbintensiven Acrylbilder und atmosphärischen Kohlezeichnungen sind bis zum 27. April in den Räumen der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen zu sehen.
In Anja Dommels abstrakter Landschaftsmalerei stehen besondere Sehnsuchtsorte und das Gefühl von Naturverbundenheit, Freiheit und Weite im Mittelpunkt. So wählte sie Landschaften als Motive, die sie als Highlight bei ihrer Tour auf der 1332 Kilometer langen Rundstraße um Island für sich entdeckt hat. Zeichnerisch dokumentiert sie die Fahrt zum Skógafoss-Wasserfall und den Blick auf diese 25 Meter breite und 60 Meter hohe Wasserwand. Weitere Stationen sind Fagradalsfjall, Kirijufell und Fjaðrárgljúfur. Auf dem größten Format in der Ausstellung wandert eine Frauenfigur durch eine schillernde Farblandschaft auf die „Eystrahorn“ genannte Felsnase zu.
Doch die junge Künstlerin muss nicht zwangsläufig in die Ferne schweifen. Fast täglich bricht sie zu einem langen Spaziergang auf und durchstreift die fränkischen Wälder. „Hier vor Ort kann ich die Schönheit der Natur und die Stille genießen. Wald ist für mich ein Rückzugsort“, erläutert sie. In den Waldporträts bahnt sich das Licht einen Weg durchs Blätterdach, entwickeln Äste und Baumstämme ihre markanten Muster und die Farbe Grün übernimmt in spielerischen Schattierungen das Kommando.
1990 in Gunzenhausen geboren, absolvierte Anja Dommel bereits ihr Abitur im Schwerpunkt Kunst. Danach verschlug es sie während des Studiums in die Medienbranche und beruflich als Webdesignerin in die IT. In diesen Jahren baute sie ihre künstlerischen Fähigkeiten autodidaktisch aus. 2021 wagte sie den Sprung in die Selbständigkeit als Vollzeit-Künstlerin und Auftragsmalerin.
Heute lebt und arbeitet die 34-Jährige als freischaffende Künstlerin und Auftragsmalerin in Burgoberbach bei Ansbach. Für die aktuelle Ausstellung kehrt sie an einen Ort ihrer Kindheit zurück: Die Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen war schon früh ein Rückzugsort, um in abenteuerliche Geschichten und fremde Welten einzutauchen. Bis heute ist die Künstlerin der Bücherei sehr verbunden und nutzt gerne die Möglichkeit, hier ihre Bilderwelt der Öffentlichkeit zu präsentieren. Und ihre Freude an einer bildreichen Sprache merkt man auch so manchem Bildtitel an: „Die Sorge, die in den Wald lief und verschwand“.
„Frankenwälder und Islandwunder“, zu sehen bis zum 27. April 2024 in der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen, Luitpoldstraße 13, 91710 Gunzenhausen. Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag und Freitag 11-18 Uhr, Mittwoch 11-20 Uhr und Samstag 10-13 Uhr

Wer kann Ferienkinder betreuen?

Bündnis für Familie bündelt Angebote in den Oster- bis Sommerferien

Sobald die Ferien näher rücken, wächst die Freude bei den Kindern. Allerdings steigt damit die Sorge bei manchen Eltern, denn viele Berufstätige können für die jährlichen Ferienzeiten nicht komplett Urlaub nehmen bzw. die Betreuung für ihre Kinder privat auf die Beine stellen.

Um Familien bei der Betreuung der Kinder zu unterstützen, veröffentlicht das Bündnis für Familie altmühlfranken jährlich die Ferienbetreuungsbroschüre, die verschiedene Angebote im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen bündelt. Die Broschüre erscheint sowohl in digitaler als auch in Print-Form und wird an Unternehmen, Träger sowie verschiedene Einrichtungen verteilt. Aktuell können in den Oster-, Pfingst- sowie Sommerferien Betreuungen von Eltern gebucht werden. Alle Angebote umfassen dabei eine Dauer von mindestens sechs Stunden täglich und erstrecken sich über mindestens eine Woche.

Die Broschüre liegt im Landratsamt zur Abholung bereit. Außerdem finden Eltern die Angebote der Ferienbetreuung ab sofort auf der Homepage des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen unter www.altmuehlfranken.de/ferienbetreuung. Hier findet man auch Informationen zu Anmeldung, Kosten sowie Verpflegung für die jeweiligen Betreuungen.

Eltern finden zahlreiche Angebote in den Oster- bis Sommerferien in der Ferienbetreuungsbroschüre des Landkreises. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Den Bürgermeister gelöchert

Kinder der katholischen KiTa St. Josef besuchten das Rathaus

Die Kleinen staunten am Bauhof über die tollen Reinigungsmaschinen.


Wo Menschen sind, da menschelt es bekanntlich. Daher muss es auch in einem Verwaltungssitz nicht immer bierernst zugehen. Auch der konzentrierteste Sacharbeiter schätzt ein Lächeln über alles. Im Rathaus freuen wir uns besonders, wenn Kinderlachen durch die Flure klingt und wir vielleicht sogar in strahlende Augen blicken dürfen. Vor kurzem durften wir rund 15 Jungen und Mädchen aus der Katholischen Kindertagesstätte St. Josef willkommen heißen, einen Tag später besuchten die Gruppe den Bauhof. Die neugierigen Kinder wollten unbedingt die Stadt besser kennenlernen und so durften sie sich über tolle Momente an für sie eher ungewöhnliche Orte freuen.
Kein Besuch von Kindern im Rathaus ohne Bürgermeister-Fragestunde. Und auch diesmal wurde das Stadtoberhaupt gelöchert, u.a. mit Fragen wie „Was ist dein Lieblingsessen?“ (Antwort: Spaghetti) oder „Was ist deine Lieblingsfarbe?“ (Antwort: Blau). Auch über die bunten Kunstwerke im Foyer wurde gewitzelt und gelacht, die Kinder fanden sogar alle im Momoshi-Bild versteckten roten Herzen. Nach einem Abstecher ins Bürgermeister-Büro führte der Weg in die Geschäftsräume des Zweckverbands Altmühlsee, wo der Geschäftsführer des Zweckverbands, Daniel Burmann, mit vielen Fragen gelöchert wurde. Zum Beispiel wollten die Kinder ganz viel über die MS Altmühlsee wissen.
Einen Tag später besuchte die Gruppe unter Anleitung des Erziehers und Nordstetten-Ortssprechers David Stahlfänger den städtischen Bauhof. Dort hatte sich das Team um Stefan Rettlinger eine wahre Fundgrube an Kinderträumen ausgedacht. So wurde gemalt, gehobelt und gepflanzt. Sogar im Traktor durften ganz Mutige mitfahren. Rundum ein toller Tag, der den Jungen und Mädchen sicher in lebendiger Erinnerung bleiben wird.
„Mag der Tag auch noch so stressig sein, wenn uns Kinder besuchen möchten, dann freuen wir uns und nehmen uns Zeit dafür“, so Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Die Jungen und Mädchen machen positive Erfahrungen, die prägen. Sie werden noch lange an die spannenden Ausflüge zurückdenken. Wir hoffen, dass die KiTa viel Spaß im Rathaus und im Bauhof hatte.“

Das Vermächtnis von Willi Bayer

Nachlass für den Verein Alt-Dinkelsbühl

Vorsitzender Dr. Jürgen Ludwig mit Dr. Susanne Schlink und Monika Schumak. Bild: Karin Ludwig

„Unser Großvater Willi Bayer kehrt heim nach Dinkelsbühl!“ Das erklärten seine Enkelinnen Dr. Susanne Schlink und Monika Schumak bei der Übergabe eines Ölbildes als Schenkung an Dr. Jürgen Ludwig. Es zeigt den früheren Leiter der Dinkelsbühler Knabenkapelle, Wilhelm Bayer (geb. 1906 in München, gest. 1975 in Dinkelsbühl) im Jahr 1945 im Alter von 39 Jahren. Sein Sohn „Jockel“ Bayer war zeitweilig Dirigent der Kapelle. In die Zeit des Musikmeisters Bayer von 1938 bis 1960 fielen viel beachtete Auftritte im Deutschland der Nachkriegszeit, u.a. vor Bundespräsident Theodor Heuss. 

Aus dem Nachlass von Rosemarie Schlink, der Tochter von Wilhelm Bayer, wurden desweiteren ein Portraitfoto Bayers und ein Ölgemälde mit einer Ansicht der Unteren Schmiedgasse aus dem Jahr 1939 überlassen. Beide Gemälde wurden von Ernst Vogel (1894 bis 1970) gemalt. Er lebte seit 1933 für kurze Zeit in Dinkelsbühl, verbrachte aber die meiste Zeit seines Lebens in Darmstadt und avancierte dort zum heute noch bekannten und anerkannten Künstler.

Die Gemälde übernahm Dr. Jürgen Ludwig, Vorsitzender des Historischen Vereins Alt-Dinkelsbühl e.V., in der ehemaligen Wohnung von Rosemarie Schlink in Frankfurt aus den Händen der Familie und brachte sie zurück nach Dinkelsbühl. Bayer-Gemälde und -Foto samt Zeitungsberichten aus der Nachkriegszeit gehen nun in das Eigentum der Dinkelsbühler Knabenkapelle über. Das Ölgemälde der Unteren Schmiedgasse wird in die Sammlung des Historischen Vereins eingegliedert. Es kann derzeit im 2. Obergeschoss im Haus der Geschichte Dinkelsbühl im Alten Rathaus betrachtet werden.

Soll ich Vollmacht geben?

Information der Ärzte am 12. März

Dr. Sommerer

Überraschend kann ein Unfall oder eine schwere Erkrankung eine Situation herbeiführen, in der man von einem Moment auf den anderen den eigenen Willen nicht mehr äußern kann. Für diesen Fall sollte man eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung vorbereitet haben um festzulegen, wer wichtige Entscheidungen zur Behandlung trifft, sollte man selbst dazu nicht mehr in der Lage sein.

Dr. med. Thomas Sommerer, Leitender Oberarzt der Anästhesie am Klinikum Altmühlfranken Gunzenhausen, informiert über die rechtlichen Rahmenbedingungen und gibt Tipps und Hilfestellung zur Anpassung der Patientenverfügung an die Wirklichkeit des medizinischen Alltags.

Ab dem 1. Januar 2023 traten zudem einige Neuerungen nach § 1358 BGB in Kraft, auf die unsere Referenten eingehen werden.

So wird es Ehegatten seit Beginn des Jahres beispielsweise ermöglicht, sich gegenseitig in Themen der Gesundheitsvorsorge zu vertreten, wenn einer der beiden Partner nicht mehr in der Lage ist, selbst Entscheidungen zu treffen. Auf diese und weitere Änderungen werden die beiden Ärzte in ihren Vorträgen ebenfalls eingehen.

Darüber hinaus sollte in einer Patientenverfügung auch die Entscheidung über eine mögliche Organspende geregelt werden. Mitten im Leben fällt es naturgemäß nicht leicht, eine Entscheidung für oder gegen eine Organspende nach dem Tod zu treffen. Dennoch ist es wichtig, sich zu Lebzeiten mit diesem Thema zu beschäftigen und eine persönliche Entscheidung zu treffen. Dr. med. Marc Gutsche, Chefarzt der Anästhesie und Transplantationsbeauftragter am Klinikum Altmühlfranken Gunzenhausen, möchte mit seinem Vortrag dazu anregen, sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen und eine Entscheidung pro oder contra Organspende zu treffen.

Nach der Veranstaltung können Interessierte den beiden Referenten gerne ihre Fragen stellen.

Die Vorträge zum Thema „Patientenverfügung und Organspende“ finden am Dienstag, 12. März 2024, im Rahmen der Vortragsreihe „Gesundheit im Dialog“ des Klinikums Altmühlfranken statt. Beginn ist um 19:00 Uhr im Gotischen Rathaus, Marktplatz 1, in Weißenburg.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Geld für die Landwirte

Im Landkreis Ansbach gibt es mehr Förderflächen als zuvor

Das Vertragsnaturschutzprogramm erhält und verbessert ökologisch wertvolle Lebensräume durch naturschonende Bewirtschaftung. Foto: Landratsamt Ansbach/Susanne Merkel

Für naturschonende Bewirtschaftung ihrer Flächen erhalten 1.274 landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis Ansbach in diesem Jahr rund 4,15 Millionen Euro aus dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm. Das ist so viel wie noch nie zuvor.Nach aktueller Datenlage liegt der Gesamtbestand der Förderflächen bei 7.159 ha und damit um 304 ha höher als im Vorjahr. Bereits in den Vorjahren konnte die Zahl der abgeschlossenen Vereinbarungen kontinuierlich erhöht werden.Landwirtschaft und Naturschutz arbeiten im Rahmen des VNP seit vielen Jahren sehr erfolgreich zusammen. Bereits mehr als jeder dritte Landwirt im Landkreis Ansbach nimmt freiwillig am Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm teil“, freut sich Landrat Dr. Ludwig.

Am vergangenen Donnerstag ging die diesjährige Antragsphase zu Ende. Mit dem Vertragsnaturschutzprogramm werden ökologisch wertvolle Lebensräume, die auf eine naturschonende Bewirtschaftung angewiesen sind, erhalten und verbessert. Landwirte, die auf freiwilliger Basis ihre Flächen nach den Zielen des Naturschutzes bewirtschaften, erhalten für den zusätzlichen Aufwand und den entgangenen Ertrag ein angemessenes Entgelt. Die Maßnahmen werden in der Regel für einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschlossen. Zum Ende des Jahres 2023 liefen Vereinbarungen über 857 ha aus. Alle Antragsteller mit auslaufenden Vereinbarungen wurden von der Unteren Naturschutzbehörde im Dezember 2023 zu einem Beratungsgespräch eingeladen. Rund 90 % der Vereinbarungen zur extensiven Nutzung von Äckern, Wiesen, Weiden und Teichen wurden um weitere fünf Jahre verlängert. Dazu kamen zahlreiche Anfragen zu Neuaufnahmen. Insgesamt wurden im Antragszeitraum 2024 238 landwirtschaftliche Betriebe mit insgesamt 1.161 ha neu in das Programm aufgenommen.

„Erfolgskontrollen belegen, dass die Biodiversität und die Anzahl der bedrohten Tierarten auf VNP-Flächen signifikant erhöht werden. Wir freuen uns daher sehr über die große Nachfrage. Die Beratungsgespräche mit den Landwirten und Naturschützern sind zudem ein großer Gewinn für beide Seiten. Im engen Austausch werden neben Fördermöglichkeiten auch weitere Maßnahmen und Projekte besprochen“, so die Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde, Stefanie Schwarz.

Landschaft, die schmeckt!

Frankenhöhe-Lamm: Am 8. März starten die Aktionswochen 2024

Lammfleisch aus der Frankenhöhe steht hoch im Kurs. Foto: Günter Blank


Liebhaber von Lammfleisch wissen es: Immer drei Wochen vor dem Osterwochenende starten die Frankenhöhe-Lamm-Aktionswochen. Vier Wochen lang bieten dann Gasthäuser, Metzger und Betreiber von Bauernläden Leckeres vom Lamm. Initiiert vom Landschaftspflegeverband (LPV) Mittelfranken, unterstützt vom Bezirk und vom Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, haben Hüteschäfer, Metzger, Wirte und Ladenbesitzer aus dem Naturpark Frankenhöhe, flankiert von weiteren Partnern, vor etlichen Jahren zu ihrem Naturschutzprojekt zusammengefunden: „Frankenhöhe-Lamm – eine kulinarische Spezialität zur Erhaltung der traditionellen, reizvollen Kulturlandschaft auf der Frankenhöhe.“ Laut LPV gehören die Mager- und Trockenrasen der oft steilen, sonnenverwöhnten Schafhutungen zu den artenreichsten Lebensräumen der mitteleuropäischen Landschaft. Böten sie doch Lebensraum für zahlreiche gefährdete oder vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Die Hälfte der heimischen Orchideenarten etwa finde man hier ebenso wie bis zu einem Drittel der bedrohten Schmetterlingsarten oder die Hälfte der bekannten Heuschrecken- und Grillenarten. Die Schafe, in typischer Weidehaltung artgerecht und naturnah unterwegs, halten diese Flächen offen, verhindern deren Verbuschen und bewahren so die idealen Lebens-bedingungen für Thymian, Frühlingsenzian, Heidenelke, Wermut, Küchen-schelle & Co.
Regional und klimafreundlich, lecker und gesund lauten denn auch Stichworte, mit denen die Akteure der kulinarischen Aktion für ihre Sache werben. Oder, anders ausgedrückt: „Wer Frankenhöhe-Lamm genießt betreibt Landschaftspflege mit Messer und Gabel und hilft den Blütenreichtum und die Artenvielfalt auf der Frankenhöhe zu bewahren.“Wer nun Appetit bekommen hat, findet die Adressen der Beteiligten und alles weitere Wissenswerte rund um die Lamm-Aktionswochen im Internet unter www.frankenhoehe-lamm.de.