Tag Archives: Altmühltal

Flyer kommt gut an

Fränkische WasserRadweg präsentiert sich auf der Eurobike

Der neue Flyer im Fokus: Jessica Pitterle (Produktmanagerin) präsentiert den Fränkischen WasserRadweg auf der Messe Eurobike in Friedrichshafen. Copyright: Archiv Fränkischer WasserRadweg/Wegener

Endlich wieder Messe-Zeit: Als eine der ersten internationalen Messen ist die Eurobike in Friedrichshafen über die Bühne gegangen. Im Rahmen des Radreisemarkts „Holiday on Bike“ präsentierte das Team den Fränkischen WasserRadweg mit einem eigenen Stand.
Im Zentrum stand dabei der handliche, neue Flyer zur Route. Die Neuauflage ist pünktlich zum Start der Messesaison erschienen. Leser erfahren alles rund um die fast 460 Kilometer lange Strecke durch die Urlaubslandschaften Fränkisches Seenland, Naturpark Altmühltal und Romantisches Franken. „Die Resonanz von den Besuchern an den zwei Tagen war sehr gut“, berichtet Jessica Pitterle, Produktmanagerin des Fränkischen WasserRadwegs. Vor Ort führte das Team nette, persönliche Gespräche und informierte über die Rundtour, die fast durchgehend am Fluss- oder Seeufer entlang, zur Burgromantik und in historische Städte führt.
Alle Fragen zum Fränkischen WasserRadweg und den Besonderheiten der Strecke werden direkt mit dem Flyer beantwortet. Die dort abgebildete Übersichtskarte erleichtert die individuelle Planung, Tourentipps geben weitere Hilfestellungen. Vor allem interessant waren für die Besucher die drei Alternativen zur großen Runde, die durch zwei Querverbindungen möglich werden: die Rundtour West (182 Kilometer) im Zeichen romantischer Städte, die Rundtour Ost (175 Kilometer), die unter anderem am historischen Ludwig-Donau-Main-Kanal verläuft, und die Seenrunde (143 Kilometer).
Während der zwei Tage brachte das Team des Fränkischen WasserRadwegs den Besuchern die Vorzüge des Flyers näher und präsentierte den Fernradweg so auch einem internationalen Publikum. Denn zum Branchentreffen in Friedrichshafen kamen insgesamt 18770 Fachbesucher und 13424 Fahrradfans – unter den Fachbesuchern waren dabei nicht nur Gäste aus dem deutschsprachigen Raum, sondern auch aus Ost- und Südeuropa sowie den USA, dem Nahen Osten und Asien.
Im kommenden Jahr zieht die Messe Eurobike und damit auch der Radreisemarkt „Holiday on Bike“ um und findet vom 13. bis 17. Juli 2022 erstmals in Frankfurt statt. Schon jetzt ist sicher: Auch dann wird das Team des Fränkischen WasserRadweg dabei sein und diesen mit seinen vielfältigen Tourmöglichkeiten präsentieren.

Perle des Naturschutzes

Finanzzusage des Bundes für Altmühltal

Das ist der Abschnitt, um den es geht. Das “Mittelfränkische Altmühltal” wird jetzt auch vom Bund gefördert. Sechs Millionen Euro gibt es in den nächsten zehn Jahren.

Durchweg positive Eindrücke vom Landkreis Ansbach und dem Nachbarlandkreis Weißenburg-Gunzenhausen nimmt Annette Hagius von ihrem Besuch mit zurück ins Bundesamt für Naturschutz in Bonn. Die Fachbetreuerin hielt sich vier Tage vor Ort auf, um sich über das vom Bund stark geförderte Naturschutzprojekt „chance.natur – Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal“ zu erkundigen.

Annette Hagius sagte, in den Genuss einer Förderung durch das Programm „chance.natur“ kämen nur „Perlen des Naturschutzes“. Eine solche sei zweifelsohne das Projektgebiet, das von Colmberg im Norden bis nach Treuchtlingen im Süden reicht: eines der bedeutendsten Feucht- und Nasswiesengebiete und das größte zusammenhängende Wiesenbrütergebiet Süddeutschlands. Es reiht sich ein in insgesamt 83 Projekte, die bislang seit 1979 vom Bund auf diesem Weg finanziell unterstützt worden sind. Sie alle, so Hagius, seien „repräsentativ und bedeutsam für ganz Deutschland“.

Annette Hagius bewertet das Altmühltal

Mit einem Umfang von rund sechs Millionen Euro innerhalb der nächsten zehn Jahre ist „chance.natur – Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal“ mit Abstand das größte und wichtigste Naturschutzprojekt in der Region. Als Träger arbeiten die Landkreise Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen sowie der Landschaftspflegeverband Mittelfranken und der Landesbund für Vogelschutz zusammen. Sie übernehmen gemeinsam den Rest der Kosten, die von den Zuschussgebern – neben dem Bund auch das Bayerische Umweltministerium und der Bayerische Naturschutzfonds – nicht getragen werden.

Wie stark das Projekt auf Kooperation und Einvernehmen setzt, wird nicht allein an der Zahl der Träger deutlich. Auch die Zielsetzung geht weit über die Stabilisierung der rapide gesunkenen Wiesenbrüterbestände hinaus. So sollen unter anderem auch artenreiche Wiesen erhalten, der Wasserrückhalt im Gebiet verbessert und ein Konzept zur Lenkung der Besucher entwickelt werden.

Das Projektgebiet umfasst 19 Kommunen und rund 7000 Hektar Fläche. Kernzone ist das Feuchtgebiet Wiesmet. Hier laufen bereits seit Jahrzehnten Bemühungen, im Einvernehmen mit den Landwirten den Schutz der Wiesenbrüter voranzubringen. Die Flächen werden naturschonend und extensiv bewirtschaftet, die Landwirte erhalten dafür einen Ausgleich. Erfahrungen aus dem Wiesmet, so die Zielsetzung, sollen nach Möglichkeit im gesamten Projektgebiet umgesetzt und noch verfeinert werden.

Beim Termin vor Ort dankte stellvertretender Landrat Hans Henninger für den kräftigen Zuschuss des Bundes, ohne den das Projekt nicht umzusetzen wäre. Manuel Westphal, Landrat des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, sprach von einer ganz besonderen Form der Zusammenarbeit über Gemeinden und Landkreisgrenzen hinweg. Er begrüßte es, dass Grundeigentümer und Flächennutzer ausdrücklich in die Planungen eingebunden werden und man hier mehr auf Freiwilligkeit setze. Für Stefanie Schwarz von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Ansbach bietet das Projekt die Chance, bereits Begonnenes mit Kontinuität und Know-How fortzusetzen. Bisher hätten die Kapazitäten dafür leider nicht ausgereicht, bedauerte sie.

Projektleiter ist Diplom-Biologe Dietmar Herold. Er arbeitet nun zunächst an einem Pflege- und Entwicklungsplan, der alle notwendigen Maßnahmen flächengenau aufzeigt. In einer weiteren Analyse soll ermittelt werden, wo und welche Chancen es für Landwirte und die Erholungsnutzung gibt. Ein drittes Konzept soll neue Möglichkeiten der Vermarktung und Wertschöpfung aus der extensiven Grünlandbewirtschaftung aufzeigen. „Es geht hier nicht nur um den Verlust von ein ,paar Vögeln‘. Das Verschwinden der Vögel steht für den Verlust von natürlicher Vielfalt und Lebensqualität für Tier und Mensch“, unterstreicht Herold.

Bildunterschrift: Annette Hagius vom Bundesamt für Naturschutz in Bonn besuchte das Projektgebiet von „chance.natur – Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal“.

Foto: Landratsamt Ansbach/Fabian Hähnlein

Grafik: Das Projektgebiet von „chance.natur – Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal“.

Quelle: „chance.natur – Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal“

Erfolgreicher Messeauftritt

Naturpark Altmühltal war auf Caravan-Salon

Die Urkunde für den neuen Eichstätter Qualitätsweg nahm Thomas Hollweck (links) von der Tourist-Information in Düsseldorf von Boris Bicic und Ute Dicks, der Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbands, entgegen. (Foto: Tourist-Information Eichstätt)

Persönliche Gespräche mit vielen wanderbegeisterten Messebesuchern, dazu die Verleihung des Siegels „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ an eine weitere Route der Region: Der Messeauftritt auf dem Caravan Salon in Düsseldorf war für den Naturpark Altmühltal ein voller Erfolg.

Mit eigenem Hygienekonzept und Zugang nur für Besucher, die entweder nachweislich gegen Corona geimpft, genesen oder negativ getestet waren, lief die 60. Auflage der Caravan- und Reisemesse in Düsseldorf problemlos ab. Trotz der Auflagen zog es 185.000 Besucher auf das Messegelände – und sie interessierten sich nicht nur für Campingfahrzeuge. Zum ersten Mal waren in der Halle 3 über den gesamten Messezeitraum Anbieter aus den Bereichen „Equipment & Outdoor“ sowie „Travel & Nature“ vertreten. Dieses neue Konzept löst die Messe Tour Natur ab, die bisher an nur drei Tagen im Rahmen des Caravan Salons stattfand.

So präsentierte sich auch der Naturpark Altmühltal dieses Jahr am Stand der „Top Trails of Germany“. Von Freitag, den 3. September 2021, bis Sonntag, den 5. September 2021, sogar mit eigenem Personal der Urlaubsregion, um die zahlreichen interessierten Besucher am Stand zu beraten.

Eichstätter Rundstrecke ist jetzt Qualitätsweg

Wie das Naturpark-Team feststellte, hat das ohnehin starke Interesse am Thema Wandern in der Corona-Pandemie noch einmal zugenommen. Deshalb ist es besonders erfreulich, dass die Region jetzt auch mit einem weiteren „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ aufwartet. Wie üblich nutzte der Deutsche Wanderverband die Messe in Düsseldorf dazu, die Urkunden an die neuen und nachzertifizierten Siegelträger zu vergeben. Darunter war diesmal der Eichstätter Panoramaweg (Nr. 7). Die rund 11,5 Kilometer lange Strecke rund um die Bischofsstadt im Zentrum des Naturpark Altmühltal überzeugte durch ihre abwechslungsreiche Wegführung mit Naturerlebnissen von Buchenwald bis Trockenrasen, durch traumhafte Aussichten sowie durch die vielen Sehenswürdigkeiten, zu denen unter anderem die Willibaldsburg, das Kobenzl-Schlösschen und die ehemalige Klosterkirche Notre Dame mit dem Informationszentrum Naturpark Altmühltal gehören. Im Naturpark Altmühltal gibt es bereits mehrere „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“, darunter der bekannte Altmühltal-Panoramaweg, der Urdonautalsteig, die Zeugenbergrunde in Neumarkt i.d.OPF. sowie der Rundweg „Um den Kalvarienberg“ in Greding. Drei Wanderwege in Thalmässing sind zudem als Premiumwege des Deutschen Wanderinstituts ausgezeichnet.

“Altmühlfranken” stärken

Kreisversammlung der FDP im Parkhotel Gunzenhausen

Nach der Wahl von drei neuen Beiratsmitgliedern ist die Vorstandschaft des FDP-Kreisverbands Weißenburg-Gunzenhausen nun wieder komplett. Außerdem hat Robin Dienst (Treuchtlingen) von Lukas Gerhardt (Pleinfeld) die Funktion des Schatzmeisters übernommen.

Auf ihrer Mitgliederversammlung im Parkhotel Altmühltal wählten die Mitglieder unter der Leitung des stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Markus Lüling (Lauf) Julia Bernwald (Gunzenhausen), Dr. Thomas Kestler (Weißenburg) und Lukas Gerhardt (Pleinfeld)  als Beisitzer.  Somit ist das Gremium nach dem Verzicht von Susanne Geilhardt (Pleinfeld) und Winni Rathsmann  (Muhr am See) wieder  vollständig.

Auf dem Landesparteitag ist der Kreisverband künftig mit seinem Kreisvorsitzenden Thomas Geilhardt (Pleinfeld), Timo Jungwirth (Gunzenhausen-Aha) sowie Alan Canepa (Weißenburg) vertreten, Ersatzleute sind Jürgen Meyer (Gunzenhausen), Julia Bernwald (Gunzenhausen)und Susanne Geilhardt (Pleinfeld).  Auf dem Bezirksparteitag sind Thomas Geilhardt (Ronald Nowotsch, Ramsberg), Alan Canepa (Jürgen Meyer) und Timo Jungwirth (Lukas Gerhardt) stimmberechtigt.

Dr. Hermann Drummer, der Weißenburger Ortsvorsitzende, kündigte seinerseits die Vorlage eines Tourismuskonzepts für Altmühlfranken an, in dem die touristischen Highlights quasi als „Erlebniskette“ ausgewiesen werden. Wichtig ist ihm, eine Markenentwicklung herbeizuführen.

Nach Ansicht von Werner Falk, dem Vorsitzenden der FDP-Kreistagsfraktion, soll die Marke „Altmühlfranken“ stärker in das fortzuschreibende Leitbild des Tourismusverbands Fränkisches Seenland und auch des Landkreises Eingang finden. Für ihn ist das Seenland unter den 16 fränkischen Tourismusregionen gut platziert (9. Rang). Für unbefriedigend hält er es, dass nach wie vor die Übernachtungen in den vielen kleinen Beherbergungsbetrieben  (bis neun Betten) nicht in die amtliche Statistik Eingang finden, so dass die Zahlen des Statistischen Landesamts differenziert zu sehen sind.  Erfasst werden bisher nur die Übernachtungen in den gewerblichen Betrieben (10 und mehr Betten). Derzeit gibt es im Fränkischen Seenland 367 Übernachtungsbetriebe, davon 292 Ferienwohnungen, 20 Pensionen und 55 Gasthöfe und Hotels.

In einem Beschluss, der auf Antrag von Alan Canepa (Weißenburg) zustande gekommen ist, fordert der Kreisverband eine zeitnahe Vereinfachung der umweltgerechten Modernisierung von Miethäusern. Im Einkommensteuergesetzes sollen demnach energetische Modernisierungsmaßnahmen nach KfW-Standards künftig von der 15-%-Grenze für Immobilienanschaffungen innerhalb von drei Jahren ausgeschlossen werden, wenn das Objekt selbst älter als zehn Jahre alt ist.

Mit dem Ranger unterwegs

Faszination Steinbruch – Leben am Extremstandort

Steinbrüche wirken auf den ersten Blick oft kalt und lebensfeindlich, doch hier lohnt es sich genauer hinzuschauen, denn sie stecken voller Überraschungen.

Am Sonntag, 29. August, zeigen die Naturpark-Rangerinnen Birgitta Hohnheiser und Ann-Katrin Frisch was sich alles in den Steinbrüchen versteckt und wie sich die Pflanzen und Tieren an diesen Extremstandort angepasst haben. Treffpunkt ist um 13.15 Uhr am Bahnhof in Solnhofen. Dauer 3-4 Stunden.

Eine Anmeldung für die kostenlose Führung ist notwendig und kann telefonisch beim Informationszentrum Naturpark Altmühltal unter 08421/9876-0 oder online www.naturpark-altmuehltal.de/fuehrungen/ erfolgen.

Druckfrische Radkarte

Neue Rundtouren-Tipps und beliebte Fernstrecken

Die neue Radkarte mit 15 Rundtouren sowie Tipps für Rennradfahrer und Gravelbiker präsentierte der Tourismusverband Naturpark Altmühltal am Schäferwagen an der Schernfelder Brücke: Klaus Dorsch, Magenta 4, Christoph Würflein, Geschäftsführer, Landrat und Vorsitzender Alexander Anetsberger, Bürgermeister Wolfgang Roßkopf, Benjamin Hübel, Projektleiter Infozentrum Naturpark Altmühltal, Clemens Henle, Redakteur. Fotografin: Vanessa Schärl, Tourismusverband Naturpark

Radeln ist eine der Lieblingsaktivitäten von Urlaubern und Ausflüglern im Naturpark Altmühltal. Doch die Ansprüche haben sich in den vergangenen Jahren gewandelt, denn viele sind jetzt mit E-Bikes unterwegs. Und auch Rennradler oder Gravelbiker zieht es in die Region. Um ihren Interessen entgegenzukommen, gibt der Naturpark Altmühltal jetzt eine neue Radkarte heraus, die neben bekannten Fernstrecken auch viele Rundtourenvorschläge enthält.

Der Geschäftsführer Christoph Würflein und der Vorsitzende des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal, Alexander Anetsberger, haben sie am 12. August in Eichstätt vorgestellt.   „Anstiege spielen für die E-Bike-Fahrer keine Rolle mehr. Viele bevorzugen jedoch ein festes Quartier und möchten nicht jeden Tag die Unterkunft wechseln“, erklärte Alexander Anetsberger. Neue Rundtourenvorschläge sollen es den Urlaubern deshalb ermöglichen, verschiedene Ecken des Naturparkgebiets zu erkunden, ohne umziehen zu müssen. Insgesamt 15 solche Rundtourentipps hat der Naturpark Altmühltal für die neue Karte zusammengestellt und teilweise ganz neu konzipiert. Sie sind zwischen 53 und 164 Kilometer lang. Bis zum Saisonstart 2022 sollen sie durchgehend mit einem eigenen Signet beschildert werden. Die GPX-Daten der Strecken können die Radler schon jetzt über die Naturpark-Website herunterladen. Die Tourentipps führen nicht nur von Wemding bis Kelheim in alle Ecken der Region, sondern bedienen auch verschiedene Interessen. Mal steht das Naturerlebnis entlang verschiedener Flüsse im Mittelpunkt, mal führt die Strecke zu Sehenswürdigkeiten aus der römischen Antike sowie aus Gotik, Renaissance und Barock oder zu verschiedenen Brauereien. Jeweils eine Tour für Gravelbiker und Rennradfahrer wurde in die Karte aufgenommen.

Für erstere wurden bereits insgesamt elf Touren im ganzen Naturpark-Gebiet ausgearbeitet, die auf der Naturpark-Website demnächst vorgestellt werden. Das Angebot für die speziellen Interessen soll in Zukunft noch weiter wachsen. Der Bereich Radfahren auf der Homepage wird dafür überarbeitet und erweitert. Altmühltal-Radweg bleibt Paradestrecke Neben den neuen Rundtouren enthält die Radkarte auch die bekannten Langstrecken der Region. Ein wichtiges Zugpferd ist dabei nach wie vor der beliebte Altmühltal-Radweg, der ausführlich vorgestellt wird. Darüber hinaus sind der neue GeoRadweg Altmühltal sowie die Fernstrecken Tauber Altmühl Radweg, Donauradweg, Limes-Radweg und Fränkischer WasserRadweg eingezeichnet.

Mittels QR-Codes können die Radler nähere Informationen zu diesen Routen abrufen. Zusätzlich enthält die Karte Service-Informationen. So finden die Radler zum Beispiel die Bahnhöfe an den Strecken oder sehen, wo eine der mittlerweile 8 Radservice-Stationen des Naturpark Altmühltal verfügbar ist, an denen sich kleinere Reparaturen selbst durchführen lassen. Bei der Ausarbeitung der Karte wurde der Naturpark Altmühltal vom Ingenieurbüro für Kartographie Stefan Krabichler aus Schernfeld und der Kommunikationsagentur Magenta 4 aus Eichstätt unterstützt.

Die Gravelbike-Touren wurden von dem Journalisten Clemens Henle ausgearbeitet. Anetsberger bedankte sich bei den Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Die neue Radkarte ist ab Freitag, 20. August, im Informationszentrum vom Naturpark Altmühltal erhältlich.

Artenschutz im Altmühltal

Projektarbeit wird von Dietmar Herold geleitet

Dietmar Herold und Anett Kroh vor der Silhouette des Altmühlstädtchens Ornbau. Foto: Wittig

Das obere und mittlere Altmühltal gilt als ein schützenswerter Bereich, der sich behördlicherseits auch „Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal“ nennt.  Die Landkreise Ansbach, Weißenburg-Gunzenhausen, der Landesbund für Vogelschutz und der Landschaftspflegeverband Mittelfranken wirken bei diesem Artenschutzgroßprojekt zusammen. Ziele der Projektgruppe, die von dem Gunzenhäuser Biologen Dietmar Herold geführt wird, sind der Stopp des Wiesenbrüterrückgangs und den Erhalt der Grünlandvielfalt.

Die Diagnose des Biologen: Intensive Landwirtschaft, geringe Wasserrückhaltung und Geländevernässung, hoher Prädationsdruck (u.a. durch Nesträuber wie Fuchs und Marder) sowie Störung durch Freizeitaktivitäten. Der Bestand an Kiebitzen und Uferschnepfen ist auffällig zurück gegangen, auch der Große Brachvogel ist gefährdet. Fast alle wiesenbrütenden Vogelarten, die es n Bayern giböt, sind im Wiesmet  (Wiesen zwischen Ornbau und Gunzenhausen) zu finden. Das ganze Objektgebiet geht von Colmberg im Norden bis Trommetsheim im Süden.

Maßnahmenträger sind die beiden Landkreise und die genannten Verbände.  Das Projekt ist für die nächsten zehn Jahre finanziell ganz gut ausstaffiert: 730000 Euro können für den Pflege- und Entwicklungspläne ausgegeben werden, 5,4 Millionen Euro schwer wiegt das Umsetzungsprogramm. Seinen Sitz hat „Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal“ im Ornbauer Rathaus, wo mit Anett Kroh dem Biologen Herold eine Hilfskraft halbtägig zuarbeitet. Das Geld kommt zu 75 Prozent aus dem Bundesumweltministerium und zu 15 Prozent vom Freistaat Bayern (Naturschutzfonds).

Die Basisarbeit von Dietmar Herold besteht zunächst einmal darin, die 19 Gemeinden dieses 7000 Hektar großen Bereiches an einen Tisch zu bringen und mit ihnen den Maßnahmenkatalog zu erarbeiten. Notwendig sind: extensive Landwirtschaft und Weidenutzung, neue Wertschöpfung aus dieser extensivierten Landwirtschaft, Verbesserung des Wasserrückhalts und Besucherlenkung, um Störungen zu vermeiden.

Die Gemeinden können auf unterschiedliche Weise dem „Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal“ helfen, beispielsweise durch Flächentausch. -fa-

Neue Altmühlaue entsteht

Umweltminister Thorsten Glauber in Gunzenhausen

Minister Glauber (Mitte) war von dem Bauwerk und seiner Einbettung in die Landschaft sehr angetan. Er ist als Architekt schließlich auch Landschaftsästhet. Im Hintergrund das Parkhotel Altmühltal und die sanierte Stadthalle. Fotos: Falk

Der Hochwasserschutz ist zunächst einmal ein sehr technischer Begriff. Dass er für Gunzenhausen jedoch mehr bedeutet, das machte Umweltminister Thorsten Glauber bei seinem Besuch am Freitag deutlich. Im Zuge des staatlichen Hochwasserschutzprogramms wird hier nämlich die Altmühlaue neu gestaltet. Sie wird in den Jahren 2022/23 fertig sein und dann an der westlichen „Schauseite“ der Stadt ein ziemlich neues Gesicht haben.

Landrat Manuel Westphal (rechts), MdL Alfons Brandl (links) und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz halfen Minister Thorsten Glauber (Mitte) beim symbolischen Einsetzen der Alu-Schutzwand.

Zunächst waren technisch schwierige Arbeiten im Zusammenhang mit dem Bau eines Sammelkanals  (Binnenentwässerung) zu erledigen. Rohre mit einem Durchmesser von zwei Metern wurden entlang der westlichen Stadtseite  von einem württembergischen Unternehmen eingebaut, das dazu ein neues technisches System anwandte. Auch der Bau eines Pumpwerks am Schießwasen, das nach seinem Hochbau einige Meter in die Erde eingelassen wurde, kam dazu.

Thomas Keller, der Chef des Ansbacher Wasserwirtschaftsamts, gab dem Radio8-Reporter Klaus Seeger ein Interview. Daneben die Schutzwand, die im Bedarfsfall an einigen Stellen mit Aluteilen geschlossen werden kann.

Der technische Hochwasserschutz ist in den  letzten 15 Monaten entstanden. Eine 600 Meter lange und bis zu 90 Zentimeter hohe Hochwasserschutzwand wurde errichtet. Es ragt aber nicht etwa ein Betonkoloss hervor, denn die Mauer ist angeböscht worden, so dass sie nicht mehr als technisches Bauwerk zu vernehmen ist.  Die Unterbrechung der Schutzwand aus Beton ermöglicht  eine Sichtbeziehung zwischen Stadt und Altmühl.  An einigen Stellen kann sie durch Aluteile im Notfall geschlossen werden.  Versetzt werden mussten 19 Linden im Bereich des Parkhotels. Damit aber bleibt die stadtbildprägende Lindenallee erhalten.

Im Zuge des Anhörungsverfahrens hatten die Bürger der Stadt an der Neugestaltung der Altmühlaue mitgewirkt und ihre Ideen eingebracht.  Zentrale Aussage: die Altmühl soll wieder näher an die Stadt heranrücken. Die Planung vom Nürnberger Büro „Team 4“ wird ab dem Sommer 2022 realisiert. Es entstehen ungestörte Bereiche für die Entwicklung der Tier- und Pflanzenwelt.

Die Gunzenhäuser und ihre Besucher bekommen eine neue Altmühlaue.  Der Fluss wird nicht mehr geradeaus an der Stadt vorbeilaufen, sondern bekommt einen neuen Verlauf in Gestalt von künstlich angelegten Mäandern.  Der  zentrumsnahe Erholungsbereich wird attraktiv gestaltet. Ganz verschwindet das bisherige Flussbett nicht, aber es wird erheblich verringert. Der geschwungene neue Verlauf der Altmühl wird nach den Zusagen der Wasserwirtschaftler einen konstant hohen Wasserstand haben.  Geäußerte Zweifel, in könnten dort „Schnakensümpfe“ entstehen, werden von den Fachleuten ins Reich der Fabeln verwiesen.

Nach der ökologischen Umgestaltung wird in einem weiteren Bauabschnitt der  Hochwasserschutz im Bereich zwischen Jugendherberge und Diakonie realisiert.

Lob fand Umweltminister Thorsten Glauber für die Art und Weise, wie in Gunzenhausen das Bauwerk angegangen und realisiert wurde: „Klimaschutz ist zu einem Mitmach-Projekt geworden. Das Hochwasserschutzkonzept ist ein echter Gewinn für die Menschen vor Ort.“  Der Minister sagte in Anwesenheit der beiden Landtagsabgeordneten Wolfgang Hauber (FW) und Alfons Brandl (CSU): „Die Maßnahme gehört zu den größten Renaturierungsprojekten Bayerns“. Einbezogen ist damit die auf 23  Kilometern renaturierte Altmühl zwischen Gunzenhausen und Treuchtlingen, die in den letzten Jahren erfolgte.

Das von der EU geförderte Hochwasserschutzprojekt kostet 4,5 Millionen Euro. Die Stadt ist mit 35 Prozent beteiligt. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz hob bei der offiziellen Übergabe die Mitwirkung der Öffentlichkeit an dem transparenten Planungsverlauf hervor.  Die Neugestaltung im westlichen Bereich  bedeute für Gunzenhausen eine erhebliche Aufwertung der Stadtästhetik.  Der Rathauschef dankte Thomas Keller, dem Chef des Ansbacher Wasserwirtschaftsamts, sowie seinen Mitarbeitern für die kreative Arbeit und die Kooperation in allen Zeitphasen.

WERNER FALK

Klostergasthof eröffnet

Familie Rohde bewirtschaftet das Restaurant in Heidenheim

“Der Drei-Sterne-Komfort Klostergasthof in Heidenheim erwartet seine Gäste mit herzlicher Gastfreundschaft, kulinarischen Genüssen und der aussichtsreichen Landschaft des Hahnenkamms als Bindeglied zwischen dem Fränkischen Seenland und dem Naturpark Altmühltal.

Eingebettet in denkmalgeschützte Mauern bietet das Hotel-Restaurant eine Kombination aus rustikalem und modernem Design: Speisen Sie in historischen Räumen und lassen Sie das besondere Ambiente auf sich wirken! Genießen Sie die exzellente fränkische Küche mit frischen, saisonalen Zutaten aus der Region.

Die Qualität des Hauses spiegelt sich in den zahlreichen positiven Bewertungen der Gäste wieder. 

Der 2020 neu errichtete Biergarten lädt mit seiner sonnenverwöhnten Südlage zum Verweilen ein. Das Hotel-Restaurant bietet zudem den idealen Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen und Radtouren in naturbelassener Landschaft mit fantastischem Weitblick. Für die Hotelgäste stehen 18 moderne, im Jahr 2019 renovierte Zimmer zur Verfügung. Auch für Veranstaltungen bietet der Klostergasthof die passenden Räumlichkeiten, egal ob Geburtstag, Hochzeit oder Familienfeier. Auf den Besuch freuen sich die Wirtsleute Claudia und Andreas Rohde sowie das gesamte Klostergasthof-Team mit der Unternehmerfamilie Nürminger, die das Haus mit seinen verschiedenen Restauranträumen, dem herrlichen Biergarten und die Gästezimmer wunderschön restauriert hat.

Für den Hahnenkamm, ja für das ganze Fränkische Seenland, ist der Klostergasthof ein Gewinn. Die Touristikfachleute haben die Eröffnung und den Betrieb unter kompetenter Leitung begrüßt, die Heidenheimer und ihre Gäste können sich glücklich schätzen, eine hochwertige Gastronomie in ihrer Mitte zu haben.

Klostergasthof Heidenheim, Marktplatz 1: Geöffnet Donnerstag und Freitag von 17 bis 20 Uhr, Sanmstag und Sonntag von 11-20 Uhr, Reservierung erwünscht; Telefon 09833/7709967

Bestes Most-Produkt

Altmühlfranken erringt Goldmedaille

Auf der weltgrößten Obstweinverkostung in Frankfurt gab es eine Goldmedaille für die Produkte der Streuobstmanufaktur Altmühlfranken.


Die Streuobstmanufaktur Altmühlfranken aus Haundorf hat auf der weltgrößten Obstweinverkostung, dem „CiderWorld`21 Award“ in Frankfurt (Main) in der Kategorie „Cider still“ (Most, Apfelwein, Viez, Cidre, Cider, Sidra natural) mit 119 von 120 erreichbaren Punkten eine Goldmedaille für den Apfelmost „Altmühlfränkische Späte Ernte 2019“ und zusätzlich eine Silbermedaille für den „Echt Brombachseer SeeCider 2019“ erhalten. Die „Späte Ernte 2019“ war damit das beste bei der Prämierung angestellte Apfelwein- bzw. Mostprodukt aus Deutschland!
Der CiderWorld Award wird unter der wissenschaftlichen Beratung des Getränketechnologischen Instituts an der Hochschule Geisenheim unter Leitung von Prof. Dr. Frank Will ausgerichtet. Das Team des Instituts analysiert alle eingereichten Produkte, bevor sie einer international fachkundigen Jury zur sensorischen Prüfung angestellt werden. Dabei wird nach einem 120-Punkte-Schmema bewertet, wobei für Silber mindestens 97 Punkte, für Gold 109 bis 120 Punkte der Prämierungsstufen zu erreichen sind. Der CiderWorld´21 Award war mit 180 Produkten von 77 Produzenten aus 17 Ländern und drei Kontinenten so gut besetzt, wie noch nie. Darunter auch Länder wie Kanada und Japan, sowie nahezu allen europäischen Herkunftsländer von Obstweinen. Die 50 Juroren aus insgesamt 11 Ländern mussten dabei Produkte aus den Kategorien „Cider still“, „Cider mixed“, Schaumweine, aromatisierte Schaumweine, Dessert- und Eisweine, alkoholfreie Fruchtaperitifs und Obstbrände gegeneinander abwägen und bewerten.
Die ausgezeichnete „Altmühlfränkische Späte Ernte 2019 hat in 9 von 10 Charaktereigenschaften die Höchstpunktzahl erhalten. Nur bei der Aromaintensität wurden nur 90 % der geforderten Eigenschaften erreicht. Für Dieter Popp, als Erzeuger dieses Produkts aber eine Herausforderung, auch diesen Qualitätssprung künftig noch zu 100 % zu erreichen. Dieser altmühlfränkische Apfelmost mit 6 vol % Alkohol verfügt über 710 mg/ltr Gesamtphenole. Neben der gesetzlich vorgegebenen Alkoholangabe wird auf dem Etikett auch über Restzucker , Gesamtsäure und eben die Gesamtphenole informiert. So können sich alle, die sich ein bisschen auskennen und sich dafür interessieren, bereits vor dem Probieren einen Eindruck der Produkteigenschaften verschaffen. Gerade bei den Gesamtphenolen sind Transparenz und Kundeninformation notwendig, auch über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Die Gesamtphenole (Gerbstoffe) liefern uns nämlich eine ehrliche Antwort auf das verwendete Obst. Erst ab einem Wert von 500 mg/ltr. kann man davon ausgehen, dass die Äpfel überwiegend von Streuobst stammen und ab einem Wert von 650 mg aufwärts wird der Most richtig gerbstoffbetont.

Die Äpfel der „Späten Ernte 2019“ stammen von Hochstämmen aus Streuobstwiesen der Region Altmühlfranken, vorrangig rund um den Brombachsee, die Mönchswaldregion und das Altmühltal. Handwerklich gekeltert und herbstvergoren wurde dieser Most hergestellt, also auch nicht aus einem Konzentrat gewonnen. Verwendet wurden dabei Äpfel mehrerer alter Regionalsorten, also ein Cuvee. Und er wurde erst spät im Herbst, ab Anfang November geerntet, womit er auch noch die besonderen Aromen der späten aber intensiven Herbstsonne mitnehmen konnte. Der feine Geschmack mit 10 g/ltr Restzucker und nur 6,6 g/ltr. Gesamtsäure erhebt ihn zu einem idealen Begleiter der fränkischen Küche. Aber er besticht eben auch im Vergleich mit anderen Most- oder Apfelweinprodukten durch seine Reintönigkeit und Aromavielfalt.
Und der ebenfalls – mit einer Silbermedaille – ausgezeichnete SeeCider ist mit 3,5 vol % ein alkoholarmer ApfelCider, dessen Produkte ebenfalls von Hochstämmen aus dem Fränkischen Seenland, rund um Brombach- und Altmühlsee sowie dem Hahnenkammsee stammen. Mit seiner Spritzigkeit ist dies ein zugänglicher und charmanter Cider, der sich gekühlt als ein ausgezeichnetes Sommergetränk eignet.


Streuobstmanufaktur Altmühlfranken Dieter Popp, Vogelherdweg 1, 91729 Haundorf , E-Mail: streuobstmanufaktur@altmuehlfranken.online