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Neues Umweltmagazin

Projekte und Freizeittipps in und für Altmühlfranken

Projektleiterin Kerstin Gruber und Landrat Manuel Westphal stellten das neue Umeltmagazin der Öffentlichkeit vor. Foto: LRA

Das Umweltmagazin soll Lust auf Natur- und Umweltschutz machen. Zum Start in das Frühjahr gibt der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen das 32-seitige Heft heraus und stellt engagierte Menschen, zukunftsweisende Projekte und Freizeittipps aus Altmühlfranken vor. Mit dem Wochenanzeiger wird das frisch gedruckte Magazin am 29. April 2021 an alle Haushalte verteilt.

Das Großprojekt „chance-Natur- Lebensraum Altmühltal“ ist am Start; Schleiereule, Seeadler, Wiesenweihe, Kreuzotter, Segelfalter, Biber, Specht – welchen faszinierenden Arten kann man in unserer Heimat begegnen; welche vielfältige Arbeit leisten Verbände und Vereine in Sachen Naturschutz; Interviews mit der Naturparkrangerin Ann-Katrin Frisch und dem Biobauern Helmut Schmidt sowie die Vorstellung unseres landkreiseigenen Projektes „Vielfalt.Erleben.Altmühlfranken“ durch die Projektleiterin Kerstin Gruber – all dies und viele weitere tolle Beispiele, was sich in Sachen Umwelt- und Naturschutz im Landkreis bewegt, finden die Leserinnen und Leser in der diesjährigen Ausgabe des Umweltmagazins.

Der Obstkurier im Mitteilteil des Magazins enthält darüber hinaus Beiträge über die Bedeutung und den Wert von Streuobstwiesen, alten Kirschsorten und neuen regionalen Erfrischungen.

Naturerlebnisführungen sowie Tipps für spannende Erkundungen von Lehrpfaden und schöne Radtouren in Altmühlfranken machen Lust, raus in die Natur zu gehen und zeigen die Schönheit und Vielfältigkeit unserer Heimat.

„Jedes Jahr aufs Neue soll das Umweltmagazin zum Nachdenken und Nachmachen einladen. Jeder von uns kann etwas für unsere Heimat tun. Viele nachhaltige Projekte und regionale Wertschöpfung tragen dazu bei, dass unsere nachfolgenden Generationen in eine artenreiche und klimafreundliche Zukunft gehen können“, so Landrat Manuel Westphal. 

Auch heuer haben wieder zahlreiche Verbände, Vereine und Institutionen aber auch viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Landratsamtes mit ihren Beiträgen das Werk bereichert. Aufgrund der seit Jahren großen Resonanz erscheint das Magazin dieses Jahr sogar mit 32 Seiten. „Vielen Dank an alle Textgeber sowie die Redaktion bei uns im Haus für das Engagement. Auch in diesem Jahr wurde von Sonja Alberter von der Unteren Naturschutzbehörde wieder ein spannendes Magazin kreiert, das tolle Einblicke in unseren Landkreis gibt“, freut sich Landrat Manuel Westphal.

Der Landrat und die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen, danken allen Mitwirkenden und Textgebern. Die Vielfalt der Mitwirkenden zeigt die Bedeutung des Umweltschutzes in unseren zahlreichen Lebensbereichen. Insbesondere werden hier der Landesbund für Vogelschutz e.V. und seine Umweltstation am Altmühlsee, der Landschaftspflegeverband Mittelfranken e. V., die Ortsgruppe des Bund Naturschutzes in Weißenburg, der Imkerverein Mönchswald, der Kreisverband der Bayerischen Imker, der Naturpark Altmühltal mit unserer Naturparkrangerin, das Projektbüro der Trägergemeinschaft „chance.natur – Lebensraum Mittelfränkisches Altmühltal“ GbR, der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege, der Jagdverein Gunzenhausen e.V., die Jägervereinigung Weißenburg e.V., die Katholische Landjugendbewegung Stopfenheim, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weißenburg (Regionalbuffet), das Forstamt Gunzenhausen (Außenstelle AfELF), das Wasserwirtschaftsamt Ansbach, das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken, der Gebietsbetreuer Altmühljura, die Bürgerstiftung Altmühlfranken und das Diakonischen Werk Weißenburg-Gunzenhausen e.V, das Simon-Marius-Gymnasium Gunzenhausen und der Tourismusverband Fränkisches Seenland, die Tourist Information der Stadt Gunzenhausen sowie Dieter Popp von der FUTOUR-Regionalberatung genannt.

Neben der Verteilung über den Wochenanzeiger liegt das Umweltmagazin in verschiedenen öffentlichen Stellen, wie zum Beispiel in den Kommunen, Büchereien oder Tourist-Informationen aus. Das Landratsamt wünscht viel Freude beim Lesen und bei der Umsetzung der Umweltschutztipps. Online steht es ab dem 29. April 2021 unter www.altmuehlfranken.de/umweltmagazin zum Download bereit.

Neues Wanderwegenetz

Von Tourist Information Gunzenhausen konzipiert

„Wandern macht glücklich und hält gesund“. Unter diesem Motto entwickelt die Tourist Information Gunzenhausen seit Herbst 2020 ein neues Wanderwegenetz.

Voraussetzung für einen erfolgreichen Wandertourismus ist eine gute Wanderwege-Infrastruktur. Die war in Gunzenhausen aber in die Jahre gekommen, wurde sie doch überwiegend in den Aufbruchsjahren des damals noch Neuen Fränkischen Seelandes installiert. Von der Baumrinde aufgesogene oder von der Sonne vergilbte Schilder, umgefahrene Schildermasten oder veränderte Wegeverläufe in Wald und Flur, all das hat dem Wanderer die Orientierung rund um die Altmühlstadt nicht gerade erleichtert. 

Während Jahr für Jahr das Radwegenetz und dessen zeitgemäße Beschilderung auf den neuesten Stand gebracht wurden, ruhte das Thema Wandern ein wenig im Dornröschenschlaf. Das Bewusstsein, in diesem Segment aktiv werden zu müssen, war bei den Verantwortlichen durchaus vorhanden, allein, im erfolgreichen touristischen Tagesgeschäft der letzten Jahre fehlte es an Zeit und Manpower. Da die andauernde Corona-Pandemie die Reise- und Veranstalterbranche nach wie vor massiv ausbremst, nutzt das Team rund um Tourismuschef Wolfgang Eckerlein die freigewordene Zeit, um ein verstärktes Augenmerk auf Angebote wie das Wandern zu richten.

Seit September 2020 tüfteln und feilen seine Mitarbeiterinnen Anna Kleemann und Vanessa Schwarzer an neuen Wegen und Erlebnispfaden rund um Gunzenhausen und den Altmühlsee, immer mit Blick auf die Empfehlungen des Deutschen Wanderverbandes bezüglich der Erwartungen der Wanderer an einen modernen Wanderweg. Intensiv unterstützt werden sie dabei von den Fachleuten des Naturparks Altmühltal, die über die Jahre mit dem Altmühl-Panoramaweg einen enormen Fundus rund ums Wanderthema aufbauen konnten. So ist es auch nicht verwunderlich, dass im ersten Schritt der Teufelsmauerweg, ein Schleifenweg eben jenes Panoramawegs, eine Teilverlegung und komplette Neubeschilderung erfuhr. Er führt auf rund 16 Kilometern Strecke von Gunzenhausen über Unterwurmbach nach Filchenhard und von dort über Unterhambach zurück an die Altmühl. Bei der Teufelsmauer handelt es sich im Übrigen um die volkstümliche Bezeichnung für den Limes, die römische Grenzbefestigung.

Zum Teufelsmauerweg gesellen sich in den nächsten Wochen noch fünf weitere, ganz neue Rundwege, jeweils zwischen 5 und 15 Kilometer lang, und wie ein fünfblättriges Kleeblatt um die Kernstadt herum angeordnet. Alle tragen sie Namen, hinter denen sich Geschichte und Geschichten verbergen: „Stadtfacetten“, „Römerspaziergang“, Altmühlgschau“, „Seeluft und Landidylle“ und „Durch markgräfliche Au“. Im Layout sind die Schilder dem Erscheinungsbild des Fränkischen Seelandes angepasst und die Wege werden in beide Laufrichtungen ausgeschildert.

Bis zur endgültigen Freigabe der Wege ist noch viel zu tun. Und nach Abschluss der Ausschilderungen steht dann noch die Abnahme durch ortsunkundige „Testwanderer“ an. Doch Wolfgang Eckerlein ist davon überzeugt, dass die neuen Wanderwege nicht nur bei den Urlaubsgästen, sondern auch bei Einheimischen sowie Naherholern bestens ankommen werden und sich jede Minute Einsatz lohnt.

Nähere Informationen zu den bereits bestehenden Wanderwege erhalten Sie unter www.gunzenhausen.info.

In Qualität investiert

Ausbau des Altmühltal-Radwegs

So sehen die verbesserten Radwege nun aus: Auf dem Bild sieht man einen sanierten Teilabschnitt des Altmühltal-Radweges bei Dittenheim. Foto: LRA

Der Altmühltal-Radweg zählt zu einem der beliebtesten Radwege in Deutschland. Vom Überleiter bei Streudorf bis Eßlingen bei Solnhofen folgt die Route dem Lauf der Altmühl auf rund 50 Kilometern quer durch Altmühlfranken. Über 9 Kilometer der Strecke konnten dank einer landkreiseigenen Förderschiene seit 2016 ausgebaut und verbessert werden. Somit trug der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gemeinsam mit den Gemeinden Dittenheim, Meinheim, Markt Berolzheim, Solnhofen und den Städten Gunzenhausen, Treuchtlingen und Pappenheim zu einer erheblichen Qualitätsverbesserung an diesem überregional bedeutsamen Radweg bei. Fristgerecht lief das Förderprogramm Ende 2020 aus.

Der damalige Ausschuss für Regionalentwicklung, Tourismus und Kultur hatte 2016 beschlossen, 500.000 Euro für den Ausbau des Altmühltal-Radwegs bereitzustellen. Diese Mittel wurden für Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung der Radwegeoberfläche, der Breite des Weges sowie zur Verkehrssicherheit verwendet. Eine Asphaltdecke ersetzt nun zum Beispiel holprige Schotterstrecken, ein neuer straßenbegleitender Radweg sorgt für mehr Sicherheit. Planung und Bau der Teilstücke erfolgte durch die Kommunen selbst in Abstimmung mit dem Landratsamt. Jeden ausgebauten Meter unterstützte der Landkreis mit bis zu 49 Euro.

Im Nachhinein erhöhte sich der Zuschuss nun sogar. Nicht alle Kommunen waren mit einer geplanten Verlängerung des Förderprogramms einverstanden, so dass dieses vereinbarungsgemäß Ende 2020 endete und die restlichen Mittel entsprechend der Ausbauanteile an die Kommunen ausbezahlt wurden.

„Der Altmühltal-Radweg ist eines der touristischen Aushängeschilder in unserer Region. Dank der Zusammenarbeit von Landkreis und Kommunen ist es gelungen, die Qualität deutlich zu verbessern. Zusätzlich hat der Landkreis 2019 und 2020 auch die komplette Route nach modernen Standards beschildert, so dass den Gästen wie auch der einheimischen Bevölkerung mit dem Altmühltal-Radweg ein hochwertiges Freizeitangebot zur Verfügung steht,“ freut sich Landrat Manuel Westphal.

Niedrige Inzidenz

Infektionsgeschehen im Landkreis bei 20,1

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnern ist im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen weiterhin unter dem Wert 35 und liegt am heutigen Tag bei 20,1. Das Infektionsgeschehen spielt sich also im gesamten Landkreis weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau ab.

Derzeit ist nur ein Kindergarten in Haundorf von einem positiven Corona-Fall einer Mitarbeiterin betroffen. Mitarbeiterinnen und Kinder, die als Kontaktpersonen gelten sind in häuslicher Quarantäne. Sonst sind aktuell keine Kindertagesstätten oder Schulen betroffen. Im Haus Altmühltal in Pappenheim wurden vier Bewohnerinnen und Bewohner in der vergangenen Woche positiv auf Covid-19 getestet. Testungen der übrigen Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeitenden ergaben keine weiteren positiven Fälle.

Die nächsten Öffnungsschritte sowie Maßnahmen der Kontaktbeschränkung wurden in der gestrigen Bund-Länder-Besprechung beschlossen. Sobald feststeht, wie diese in Bayern umgesetzt werden und wie sich die Maßnahmen auf unseren Landkreis auswirken, wird das Landratsamt mit einer Pressemitteilung und auch auf der Homepage darüber informieren.

Das Gesundheitsamt bittet die Bevölkerung auch bei leichten Öffnungen des Lockdowns, weiterhin die Kontakte so konstant wie möglich zu halten und die Hygieneregeln zu beachten. Das Infektionsgeschehen kann durch unvorsichtiges Verhalten jedes einzelnen jederzeit erneut aufflackern.

Die Lage bezüglich des Auftretens von Virusmutationen beobachtet das Gesundheitsamt sehr genau. Bisher wurden im Landkreis bei fünf Personen die britische Variante nachgewiesen. Eine Mutation lässt sich aber auch bei den übrigen positiv Getesteten labortechnisch nicht in jedem Einzelfall ausschließen. Daher ist Vorsicht geboten, was auch in einer Änderung der Allgemeinverfügung Isolation vom 25. Februar 2021 geregelt ist: Ab sofort muss jede Kontaktperson 14 Tage in Quarantäne bleiben und am 14. Tag einen PCR-Test oder Antigen-Schnelltest durchführen lassen. Die Quarantäne endet erst bei Vorliegen eines negativen Tests.

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gehen die Impfungen derzeit weiterhin voran. Mittlerweile wurden 5.550 Personen erst- und 2.334 Personen zweitgeimpft. Die mobilen Impfteams führen weiterhin vor allem die Zweitimpfungen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung durch.

Derzeit wird am Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen sowohl mit AstraZeneca (für Personen unter 65 Jahren) als auch mit BionTech (für Personen ab 65 Jahren geimpft). In den nächsten Wochen erwartet das Impfzentrum auch vermehrte Impfstofflieferungen, so dass nach und nach immer mehr Termine am Impfzentrum angeboten werden können.

Impfwillige können sich weiterhin online in der Software BayIMCO des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege unter www.impfzentren.bayern registrieren. Wer sich nicht online registrieren kann, kann dies auch bei der Hotline des Impfzentrums Altmühlfranken erledigen unter 09831 52-2041. Aufgrund des hohen Anruferaufkommens kann es hier allerdings zur Wartezeiten kommen. Die Hotline steht ausschließlich zur Registrierung zur Verfügung, medizinische oder anderweitige Auskünfte können dort nicht gegeben werden.

Die Anmeldung zu Impfterminen erfolgt ebenfalls über die Software BayIMCO. Diese Software stellt automatisch aufgrund der abgefragten Daten bei der Registrierung auch die Priorisierung der zu impfenden Personen fest und zwar auch innerhalb der einzelnen Priorisierungsgruppen. Zur Vergabe von Impfterminen werden die registrierten Personen anhand der bei ihrer Registrierung getätigten Angaben in eine Liste eingereiht. Entsprechend der Systematik der Corona-Impfverordnung sind die Faktoren Alter, berufliche Tätigkeiten, Heimunterbringung oder medizinische Indikationen maßgeblich. Je nach angekündigten Liefermengen bzw. je nach Anlieferung von Impfstoff kann das Impfzentrum dann eine entsprechende Anzahl von Impfterminen in diesem System freigeben. Wenn diese Freigabe erfolgt, wird eine entsprechende Anzahl von Impflingen automatisch vom System ausgewählt und über die Möglichkeit informiert, einen Impftermin zu vereinbaren.

Das Impfzentrum oder das Landratsamt haben keine Möglichkeit im System festzulegen, wer für die Impfungen ausgewählt wird. Die Priorisierung erfolgt im System automatisch primär anhand des Alters. Um nicht-altersbezogene Indikationen, wie beispielsweise berufliche Tätigkeiten, gerecht einpriorisieren zu können, erhalten Personen, die in diese Gruppen fallen, ein virtuelles Alter sowie einen durch die EDV ermittelten statistischen Korrekturfaktor und werden somit gleichmäßig innerhalb der jeweiligen Priorisierungsgruppen verteilt. Das Registrierungsdatum der einzelnen Personen spielt bei der Priorisierung keine Rolle.

Neue Radelprojekte

Erster Platz beim Leservoting des Magazins „Bike & Travel“

Der Naturpark Altmühltal ist mit Rückenwind in sein Themenjahr rund ums Radeln gestartet: Die Region sicherte sich erneut den „Bike & Travel Award“ des gleichnamigen Radreisemagazins. Bereits im vergangenen Jahr war der Altmühltal-Radweg als beliebtester Flussradweg ausgezeichnet worden, dieses Jahr wählten die Leser den Naturpark Altmühltal auf den ersten Platz in der Kategorie „Erlebnistouren“. „Die Auszeichnung zeigt, dass wir weiterhin zu den Top-Radregionen in Deutschland gehören“, freut sich Naturpark-Geschäftsführer Christoph Würflein.

Im Voting setzte sich die Region gegen 16 andere Tourentipps aus ganz Deutschland, Norwegen, der Schweiz und weiteren Ländern durch. Drei ausgewählte Rundtouren im Naturpark Altmühltal waren es, die die Leser des Magazins überzeugten: die Altmühltal-Tour über Kelheim, Riedenburg und Altmannstein, die „jurAktiv-Tour“ mit den Städten Beilngries, Dietfurt und Berching sowie die Tour „Ins Anlautertal und Altmühltal“, die von Eichstätt aus über Titting nach Kinding verläuft und anschließend der Trasse des Altmühltal-Radwegs zurück in die Bischofsstadt folgt. Dass die Region gerade mit Rundtouren punktete, überrascht Christoph Würflein nicht. „Wir stellen fest, dass immer mehr Radler ein ortsfestes Quartier möchten und von dort aus verschiedene Touren unternehmen“, berichtet der Naturpark-Geschäftsführer. Ein Grund dafür sei die steigende Beliebtheit von E-Bikes: Dank Tretkraftunterstützung seien die Anstiege auf die Anhöhen leicht zu bewältigen. Mit der Initiative „Stromtreter“ hat sich der Naturpark Altmühltal bereits vor Jahren als E-Bike-Region positioniert. Jetzt will man auch den Trend zu mehr Rundtouren aufgreifen – unter anderem im Rahmen der neuen Paradestrecke GeoRadweg Altmühltal.

Mit dieser neuen Strecke schafft der Naturpark Altmühltal eine Verbindung zwischen seinem Alleinstellungsmerkmal Fossilien und dem Top-Thema Radfahren. Der Radfernweg, der im Sommer offiziell eröffnet werden soll, besteht aus zwei 201 beziehungsweise 182 Kilometer langen Hauptrouten. Diese verlaufen von Nördlingen im Geopark Ries durch das Naturpark-Gebiet bis nach Kelheim und lassen sich zu einer großen Rundtour verbinden. Entlang der Strecke sind außerdem vier kürzere Runden mit Längen von rund 51 bis 83 Kilometern ausgeschildert, die sich als Tagestouren anbieten – wobei für die längeren Tourvorschläge sicher ein E-Bike empfehlenswert ist. „Jede Rundtour hat ihre eigenen Schwerpunkte und Highlights“, verspricht Würflein. So führe eine Tour zum Beispiel vom Meteoriteneinschlagskrater Nördlinger Ries in die Fossilienregion um Solnhofen und zu den Karsterscheinungen der Monheimer Alb, während bei einer anderen die Flussgeschichte im Urdonau- und Schuttertal im Mittelpunkt stehe. Auch das Dinosaurier Museum Altmühltal, die Tropfsteinhöhle Schulerloch und der Donaudurchbruch gehören zu den geotouristischen Sehenswürdigkeiten am Weg. Damit die Rundtouren auch für Tagesausflügler attraktiv sind, liegt jeweils mindestens ein Bahnhof auf der Strecke.

Doch auch abseits des GeoRadwegs Altmühltal sind bereits viele attraktive Rundtouren möglich. Um dieses Angebot, das derzeit noch erweitert wird, besser darzustellen, plant der Naturpark Altmühltal eine neue Rubrik auf seiner Website. Wie es bei den Wanderwegen bereits der Fall ist, sollen auch bei den Radwegen Rundtouren schnell und einfach auswählbar sein – damit in der kommenden Saison wieder zahlreiche Radler zu „Erlebnistouren“ im Naturpark Altmühltal starten.

Stolz auf Alt-Gunzenhausen

Verein für Heimatkunde stellte Jahrbuch dem Bürgermeister vor

Vorsitzender Werner Falk (links) und sein Stellvertreter Werner Mühlhäußer (rechts) stellten im neuen und repräsentativen Eingang Bürgermeister Karl-Heinz Fitz die 75. Ausgabe von „Alt-Gunzenhausen“ vor. Foto: Gudrun Weiß

Es ist inzwischen eine gute Tradition, dass der Verein für Heimatkunde Gunzenhausen sein neues Jahrbuch offiziell dem Bürgermeister im Rathaus vorstellt. Vorsitzender Werner Falk und Stellvertreter Werner Mühlhäußer, der zugleich als Stadtarchivar fungiert, taten dies auch heuer. Sie dankten Rathauschef Karl-Heinz Fitz und dem Stadtrat für die seit vielen Jahren gewährte Unterstützung – auch in finanzieller Hinsicht.

Die neue Ausgabe von „Alt-Gunzenhausen“ ist rund 280 Seiten stark und enthält zehn Beiträge zur lokalen Historie von neun Autoren. Wie Vorsitzender Werner Falk betonte, kann sich der Verein auf einen soliden Stamm von Mitarbeitern stützen, denen alle der Gotteslohn genügt. Die enge Kooperation mit der Stadt, die sich in der Person von Stadtarchivar Werner Mühlhäußer darstellt, empfindet er als einen riesigen Vorteil, denn gerade der Stadtarchivar ist es, der beste Kontakte zu den Autoren hat und dem es immer wieder gelingt, neue Autoren zu gewinnen.

Es ist das 75. Jahrbuch, also eine Jubiläumsausgabe. Das erste ist 1923 herausgegeben worden, also kann in zwei Jahren schon wieder ein Jubiläum begangen werden. Das soll dann in einem  würdigen Rahmen geschehen, denn auch die Stadt feiert 2023 ein großes Jubiläum (1200 Jahre). Bürgermeister Fitz plant nach Ende der restriktiven Coronazeit die Bildung eines Arbeitskreises, in dem alle ihre Vorstellungen zum Stadtjubiläum einbringen können.

Die Beiträge in „Alt-Gunzenhausen“ sind: „Alte Friedhöfe an der Altmühl“ (Werner Somplatzki), „Kurzgefasste Ortsgeschichte von Schlungenhof“ (Siglinde Buchner), „Grabplattenfunde aus der Marienkirche in Großlellenfeld“ (Hermann Thoma), „Die Mühlen von Muhr“ (Günter L. Niekel), „Von Bettelvögten und Polizeidienern“ (Werner Mühlhäußer und Werner Neumann), „Christian Friedrich Möbius – Stadttürmer und Stadtmusikus in Gunzenhausen“ (Laura Meyer), „Bausteine zur Ortsgeschichte von Laubenzedel“ (Werner Mühlhäußer), „Die Gründungszeit des Sängerbundes 1861 Gunzenhausen“ (Annalena Brand), „Kriegstagebuch aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71“ (Daniel Burmann) und „Nationalsozialismus und Antisemitismus in Gunzenhausen 1919 bis 1924“ (Werner Mühlhäußer).

Aufgrund der Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen (Schließung der Buchhandlungen) sind heuer vier neue Verkaufsstellen gewählt worden: Marktapotheke in Markt Berolzheim, Verwaltungsgemeinschaft Altmühltal in Meinheim, Raiffeisenbank in Laubenzedel, Getränke-Seifert in Schlungenhof. Die Gunzenhäuser  Schreibwarenhandlung Pfahler bietet „Alt-Gunzenhausen“ zu ihren reduzierten Öffnungszeiten an, die Buchhandlungen Renner, Fischer, Francke, Stöhr und Glaser haben einen telefonischen Bestell- und Lieferservice eingerichtet. Das Jahrbuch kostet 15 Euro.

Kleinprojekte gefördert

Regionalbudget steht auch 2021 zur Verfügung

Dieses Projekt in Auhausen ist mit ILE-Mitteln gefördert worden.

Die beiden Kommunalen Arbeitsgemeinschaften Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Altmühltal und Fränkisches Seenland-Hahnenkamm beteiligen sich erneut an dem vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aufgelegten und vom Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken angebotenen Programm „Regionalbudget für Kleinprojekte“ Den beiden Regionen steht vorbehaltlich der Genehmigung für das Jahr 2021 je ein Programm mit dem Umfang von 100.000 EUR zur Verfügung. Mit dem Ansatz von 2020 werden demnach in beiden ILE-Regionen insgesamt 400.000 EUR zur Förderung von Kleinprojekten zur Verfügung gestanden haben. Und auch für die beiden folgenden Jahre wird dieses Programm nochmals angeboten, so dass diese günstigen Rahmenbedingungen für die Unterstützung von Kleinprojekten von allen interessierten Gruppen nun aktiv in Anspruch genommen werden können.

Die beiden Vorsitzenden der Kommunalen Arbeitsgemeinschaften 1.Bgm´in Dr. Dr. Kristina Becker (Altmühltal) und 1.Bgm. Karl-Heinz Fitz (Fränkisches Seenland-Hahnenkamm) sehen in diesem Förderangebot eine gute Chance, um eine Vielzahl kleinerer Projekte aufgreifen und umsetzen zu können, die bislang nur wenige Fördermöglichkeiten erfahren hatten. Die Fördermittel in Höhe von 100.000 € je ILE-Region setzen sich zu 90 % aus dem Haushalt des Freistaats Bayern und jeweils zu 10 % aus den Haushalten der beteiligten Kommunen zusammen.
Gefördert werden jeweils Kleinprojekte, deren Gesamtinvestitionskosten netto 20.000 EUR nicht überschreiten. Und für diese Kosten kann eine Zuwendung pro Einzelprojekt bis zu max. 80 %, jedoch höchstens 10.000 EUR netto beantragt werden.
Für die Entscheidung über die Auswahl der Projekte wurde in jeder ILE-Region eine Projekt-Arbeitsgruppe eingerichtet, in der sich Bürgermeister, Vereinsvertreter, Vertreter von Zweckverbänden, Unternehmen oder auch fachlich ausgewiesene Einzelpersonen befinden.

Bis zum 15. Februar 2020 können entsprechende Anträge bei der VG Altmühltal in Meinheim (für die Kommunen Langenaltheim, Solnhofen, Pappenheim, Treuchtlingen, Markt Berolzheim, Meinheim, Dittenheim, Alesheim)oder bei der VG Gunzenhausen (für die Kommunen Markt Absberg, Muhr am See, Gunzenhausen, Pfofeld, Theilenhofen, Haundorf, Markt Gnotzheim, Markt Heidenheim, Polsingen, Westheim und Auhausen)ILE-Region Fränkisches Seenland-Hahnenkamm) eingereicht werden.

Gefördert werden können nur Kleinprojekte, die der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes dienen. Dies sind u.a.:

  • Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements
  • Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene
  • Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung
  • Umsetzung ländlich angepasster Infrastrukturmaßnahmen
  • Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung ländlicher Bevölkerung

Alle tatsächlich bewilligten Projekte müssen dann bis zum 30. September 2020 komplett umgesetzt sein und zu diesem Zeitpunkt muss die Abrechnung zu Fördermittelauszahlung vorliegen. Bis dahin sind diese Projekte von den Maßnahmenträgern vorzufinanzieren.
Antragsberechtigt sind Kommunen, Zweckverbände, Vereine oder auch Unternehmen.
Die Antragsformulare sind über die Kommunen zu beziehen oder unter www.stmelf.bayern.de/foerderwegweiser (Link: Ländliche Entwicklung à Regionalbudget) direkt herunterzuladen. Sie können aber auch über die ILE-Umsetzungsbegleitung digital bezogen werden (dieter.popp@futour.com).

Kontakt:
ILE-Umsetzungsbegleitung
c/o FUTOUR Regionalberatung
Vogelherdweg 1, 91729 Haundorf
dieter.popp@futour.com

Tourismus leidet unter Corona

Vorläufige Bilanz der beiden Tourismusverbände

Die Karte zeigt die Aufteilung der beiden Tourismusverbände. Seenland ist blau markiert, Naturpark gelb, dazwischen gibt es lokale Überschneidungen.

Das Fränkische Seenland und der Naturpark Altmühltal sind die beiden Tourismusverbände, die für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zählen, denn der nördliche und östliche Teil gehören zum Seenland, der südliche zum Naturpark, dazwischen überschneiden sich die beiden. Hans-Dieter Niederprüm und Christoph Würflein informierten kürzlich den Regionalausschuss des Kreistags über die bisherige touristische Entwicklung im Corona-Jahr 2020.

Bis zum 1. Oktober hat es demnach im Fränkischen Seenland 18,5 Prozent weniger Übernachtungen und 26,4 Prozent weniger Gästeankünfte gegeben.  Im Januar (13 % mehr Übernachtungen) und Februar (7,4 % mehr) hatte sich das Jahr noch ganz verheißungsvoll angelassen und die Touristiker konnten ein überragendes 2020 erwarten. Das Seenland hatte sogar bis zum Juli noch beste Aussichten, denn es lag unter den fünf deutschen Regionen, die einen Zuwachs melden konnten (Sächsische Schweiz 14,3 %, Mosel-Saar 10,1 %, Lausitzer Seenland 4,5 %, Spreewald 4,1 und Fränkisches Seenland 4,0 %. Aber dann machte ihnen die Cornonapandemie mit ihren drastischen Auswirkungen einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Die schlimmsten Verluste gab es – gemessen an der Gästeankünften – im März (-57,4 %, April -93,3 %, Mai -82,8 %, Juni -29,8 %, während sich die Situation im Juli (-2,4 %), August (-9,0 %) uns September (+7,4 %) entspannte.

Immer wieder wird der Tourismus im Seenland an wichtigen Indikatoren gemessen. Zu Ihnen gehören die touristischen Umsätze. Nach den Zahlen des Jahres 2017 (aktuellere Werte liegen nicht vor) war das Gastgewerbe zu 55,1 % Prozent an den Umsätzen beteiligt, der Einzelhandel zu 23,4 % und die Dienstleistungsbranche zu 21,5 %.

Die größten touristischen Marktsegmente sind: Tagestourismus 43 %, gewerbliche Betriebe (über 10 Betten) 28 %, Privatvermieter (bis 10 Betten) 18,1 % und Camping-Reisemobile 10,9 %.

Top: Altmühltal-Radweg

Geschäftsführer Christoph Würflein vom Naturpark Altmühltal ist stolz darauf, dass auch nach 25 Jahren der Altmühltal-Radweg noch immer zu den am besten bewertesten Fernradwegen in Deutschland zählt. Er sieht bei der Positionierung des Tourismus im Naturpark eine starke Konkurrenz, denn schöne Wälder und satte Wiesen gibt es auch andernorts. Insofern hat er es schwerer als sein Kollegen Niederprüm, der immerhin mit den Seen als touristischem Magnet werben kann. Im Naturpark will man daher verstärkt auf den Geotourismus setzen, denn schließlich gibt es den Archaeopterix nur im Altmühltal und auch der römische Limes  ist stark präsent. Er setzt verstärkt auf den Tagungstourismus in den Wintermonaten, denn das Hotelangebot dafür ist vorhanden. Den Rückgang bei den Ferienwohnungen und Privatzimmern – der Trend ist auch im Seenland erkennbar – bei hat verstärkt. Ursächlich dafür ist nicht nur die Corona-Pandemie, sondern auch die Tatsache, dass die älter werdenden Anbieter aufgeben und die Nachkommen anderweitig gute Arbeit finden oder die Ferienwohnung (bei geringerem Arbeitsaufwand)  fest vermieten. So ist der Bestand an Betten in Ferienwohnungen um 27 Prozent zurück gegangen, bei den Hotels und Gasthöfen indes ist er um 2,6 Prozent gestiegen.

Der Naturpark sieht bestes Interessenpotenzial bei den Faktoren Natur und Kulinarik. Von der Besinnung auf die wertorientierte Reisekultur verspricht sich der Naturpark einen Gewinn.

Im Corona-Jahr ist der Tourismus in Bayern (Gästeankünfte) um 38 % eingebrochen, im Naturpark Altmühltal um 35 %. Hier liegt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Urlauber bei 2,2 Tagen, im Fränkischen Seenland hingeben bei 3,5 Tagen.

Werner Falk/11.11.2020

Modisch auf dem Radweg

Radkleidung zur Route ist jetzt online bestellbar

Ein Hingucker: Die neue Radkollektion des Fränkischen WasserRadwegs
www.fraenkischer-wasserradweg.de/shop



Das markante Logo mit dem W und den Fahrradreifen, kombiniert mit Blautönen, die für die zahlreichen Seen und Flüsse entlang der Strecke stehen: Die neue Radkleidungskollektion des Fränkischen WasserRadwegs spiegelt die Besonderheiten der Fernstrecke wider, die durch das Fränkische Seenland, das Romantische Franken und den Naturpark Altmühltal führt. Außerdem sind die Shirts, Jacken und Accessoires natürlich perfekte Tourbegleiter. Unter www.fraenkischer-wasserradweg.de/shop finden Fans nicht nur die ganze, vom regionalen Partner RenéRosa hergestellte Kollektion für Damen und Herren, sondern gelangen auch direkt zur Bestellung.
Für die Herbstsaison sind die leichten Daunensteppjacken der Kollektion bestens geeignet. Auch ein Stirnband, das gut unter den Fahrradhelm passt, gehört zum Angebot. Dazu kommt ein Multifunktionstuch, das sich auch als Mund-Nasen-Bedeckung tragen lässt. Alle Teile sind aus hochwertigem und sporterprobtem Material gefertigt. Das gilt natürlich auch für das Herzstück der Kollektion – das Radtrikot. Schon im Juni 2019, als der Fränkische WasserRadweg auf der Bayerischen Gartenschau in Wassertrüdingen eröffnet wurde, waren die blau-weißen Trikots im Design der Strecke ein Blickfang. Seither hat die insgesamt rund 460 Kilometer lange Strecke mit ihrer Mischung aus Fahrspaß an Flüssen und Seen, Burgromantik und historischen Städten zahlreiche Fans gewonnen – und viele, die das Trikot bei der Eröffnung oder bei den Messeauftritten des Radwegs gesehen haben, haben sich erkundigt, wo es das Shirt zu kaufen gibt. Wegen des großen Interesses hat die Arbeitsgemeinschaft Fränkischer WasserRadweg entschieden, das Trikot zusammen mit einigen weiteren praktischen Kleidungsstücken zum Verkauf anzubieten.
Als Partner wurde dafür die RenéRosa Trikotmanufaktur gewonnen. Der regionale Hersteller produziert im Spalter Ortsteil Fünfbronn seit 2009 hochwertige Sportbekleidung. Grafik, Zuschnitt, Druck und Näherei sind hier unter einem Dach. Jedes Stück aus der Kollektion des Fränkischen WasserRadwegs wird also praktisch direkt an der Strecke angefertigt – und zwar „on demand“, also erst dann, wenn jemand bestellt hat. Dadurch wird ganz im Sinne der Nachhaltigkeit eine Überproduktion verhindert. Das nachhaltige Herstellungsverfahren führt dazu, dass die Lieferzeiten mit bis zu 21 Tagen relativ lang sind. Wenn Kunden die Stücke schneller brauchen, sollten sie ihrer Bestellung eine entsprechende Notiz hinzufügen oder in der Textilmanufaktur anrufen. Das Warten lohnt sich aber auf jeden Fall, denn die Radler bekommen nicht nur hochwertige und besondere Sportkleidung, sondern erhalten zu jeder Bestellung auch noch das praktische Serviceheft zum Fränkischen WasserRadweg mit Streckenbeschreibung und Karten gratis dazu.

Zukunftsgerichteter Strategieprozess

Altmühlfranken 2030 ist die Zielvorgabe

Die Ausschussmitglieder arbeiteten während des Workshops an einer Stärken-und-Schwächen-Analyse. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zukunftsinitiative altmühlfranken begleiten den Prozess. Foto: LRA

Knapp über 100 Tage ist Landrat Manuel Westphal nun im Amt und hat sich in dieser Zeit gut in sein Amt eingearbeitet. Und nicht nur das, es gibt schon – und das spürt vor allem die Verwaltung – zahlreiche Änderungen und Verbesserungsvorschläge, um die Verwaltung bürgerfreundlicher zu gestalten.

Landrat Manuel Westphal ist es wichtig, dass sowohl Politik als auch die Bevölkerung die Ausrichtung des Landkreises in Zukunft mehr mitbestimmen. Aus diesem Grund wurde ein umfangreicher Strategieprozess „Altmühlfranken 2030“ gestartet.

Nach der erstmaligen Ankündigung dieses geplanten Strategieprozesses im Kreistag Ende Juli dieses Jahres hat nun mit einem Workshop des Ausschusses für Regionalentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur der erste Baustein für „Altmühlfranken 2030“ stattgefunden.

Auf Basis des regionalen Handlungskonzeptes von 2009 und der statistisch aufbereiteten Entwicklungen bis heute arbeiteten die Ausschussmitglieder an einer aktuellen Aufstellung einer Stärken-Schwächen-Analyse des Landkreises. Eine sogenannte SWOT-Analyse (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats) dient im Prinzip bei solchen Prozessen als Grundlage, bevor Entwicklungsziele und Maßnahmen festgelegt werden können, damit diese dann dort ansetzen, wo es tatsächlich nötig ist.

Beim nächsten Baustein, einem Workshop des Kreistages im Dezember, soll dann weiter an den Grundlagen gearbeitet werden, bevor es im Januar an die Einbindung der Öffentlichkeit geht. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann dann Ideen auf einer Online-Beteiligungsplattform eingeben und auch die weiterführenden Schulen sind aufgefordert, sich mit den verschiedenen Themenfeldern zu beschäftigen.

Im Februar/März soll dann – je nach den dann geltenden Vorgaben durch Corona – eine Zukunftskonferenz als öffentliche Veranstaltung stattfinden.

Die daraus hervorgehenden Arbeitskreise werden dann einzelne, priorisierte Projekte herausgreifen und bearbeiten, bevor die Ergebnisse insgesamt in einem Zukunftskonzept verschriftlicht und im September 2021 vom Kreistag und allen Beteiligten abgesegnet werden.

„Durch diesen Prozess möchte ich allen die Teilhabe an der Zielfindung des Landkreises ermöglichen und durch die persönliche Beschäftigung mit einer Vielzahl an Themen die Identifikation mit zukünftig eingeschlagenen Wegen stärken“, so Landrat Manuel Westphal.

Fazit des Workshops im Ausschuss war, dass sich in den letzten zehn bis elf Jahren bereits viel Positives im Landkreis getan hat, es aber immer noch viel zu tun gibt. Beispiel: Mittlerweile werden in Altmühlfranken 104 Prozent des Gesamtstromverbrauches des Landkreises aus Erneuerbaren Energien generiert. Dennoch bleibt in den Bereichen Wärme und Verkehr noch viel zu tun. Ebenso haben sich das Fränkische Seeland und der Naturpark Altmühltal einen guten Namen als Tourismusdestinationen gemacht, nichtsdestotrotz muss hier noch einiges verbessert werden, z.B. die Besucherlenkung an den Seen. Diese Themen und viele mehr werden in den nächsten Monaten Mittelpunkt der Arbeit innerhalb des Strategieprozesses sein. 

„Ich hoffe auf eine rege Beteiligung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises, damit wir gemeinsam Altmühlfranken Stück für Stück verbessern. Dabei ist es aber auch wichtig, sachlich zu bleiben und konstruktiv an Problemen zu arbeiten, um gemeinsam zu mehrheitlich getragenen Lösungen zu finden“, betont Landrat Manuel Westphal in diesem Zusammenhang.

Im Rahmen einer Öffentlichkeitskampagne wird jeder über den Start der individuellen Beteiligungsmöglichkeiten informiert werden.