Tag Archives: Altmühltal

Neue Radelprojekte

Erster Platz beim Leservoting des Magazins „Bike & Travel“

Der Naturpark Altmühltal ist mit Rückenwind in sein Themenjahr rund ums Radeln gestartet: Die Region sicherte sich erneut den „Bike & Travel Award“ des gleichnamigen Radreisemagazins. Bereits im vergangenen Jahr war der Altmühltal-Radweg als beliebtester Flussradweg ausgezeichnet worden, dieses Jahr wählten die Leser den Naturpark Altmühltal auf den ersten Platz in der Kategorie „Erlebnistouren“. „Die Auszeichnung zeigt, dass wir weiterhin zu den Top-Radregionen in Deutschland gehören“, freut sich Naturpark-Geschäftsführer Christoph Würflein.

Im Voting setzte sich die Region gegen 16 andere Tourentipps aus ganz Deutschland, Norwegen, der Schweiz und weiteren Ländern durch. Drei ausgewählte Rundtouren im Naturpark Altmühltal waren es, die die Leser des Magazins überzeugten: die Altmühltal-Tour über Kelheim, Riedenburg und Altmannstein, die „jurAktiv-Tour“ mit den Städten Beilngries, Dietfurt und Berching sowie die Tour „Ins Anlautertal und Altmühltal“, die von Eichstätt aus über Titting nach Kinding verläuft und anschließend der Trasse des Altmühltal-Radwegs zurück in die Bischofsstadt folgt. Dass die Region gerade mit Rundtouren punktete, überrascht Christoph Würflein nicht. „Wir stellen fest, dass immer mehr Radler ein ortsfestes Quartier möchten und von dort aus verschiedene Touren unternehmen“, berichtet der Naturpark-Geschäftsführer. Ein Grund dafür sei die steigende Beliebtheit von E-Bikes: Dank Tretkraftunterstützung seien die Anstiege auf die Anhöhen leicht zu bewältigen. Mit der Initiative „Stromtreter“ hat sich der Naturpark Altmühltal bereits vor Jahren als E-Bike-Region positioniert. Jetzt will man auch den Trend zu mehr Rundtouren aufgreifen – unter anderem im Rahmen der neuen Paradestrecke GeoRadweg Altmühltal.

Mit dieser neuen Strecke schafft der Naturpark Altmühltal eine Verbindung zwischen seinem Alleinstellungsmerkmal Fossilien und dem Top-Thema Radfahren. Der Radfernweg, der im Sommer offiziell eröffnet werden soll, besteht aus zwei 201 beziehungsweise 182 Kilometer langen Hauptrouten. Diese verlaufen von Nördlingen im Geopark Ries durch das Naturpark-Gebiet bis nach Kelheim und lassen sich zu einer großen Rundtour verbinden. Entlang der Strecke sind außerdem vier kürzere Runden mit Längen von rund 51 bis 83 Kilometern ausgeschildert, die sich als Tagestouren anbieten – wobei für die längeren Tourvorschläge sicher ein E-Bike empfehlenswert ist. „Jede Rundtour hat ihre eigenen Schwerpunkte und Highlights“, verspricht Würflein. So führe eine Tour zum Beispiel vom Meteoriteneinschlagskrater Nördlinger Ries in die Fossilienregion um Solnhofen und zu den Karsterscheinungen der Monheimer Alb, während bei einer anderen die Flussgeschichte im Urdonau- und Schuttertal im Mittelpunkt stehe. Auch das Dinosaurier Museum Altmühltal, die Tropfsteinhöhle Schulerloch und der Donaudurchbruch gehören zu den geotouristischen Sehenswürdigkeiten am Weg. Damit die Rundtouren auch für Tagesausflügler attraktiv sind, liegt jeweils mindestens ein Bahnhof auf der Strecke.

Doch auch abseits des GeoRadwegs Altmühltal sind bereits viele attraktive Rundtouren möglich. Um dieses Angebot, das derzeit noch erweitert wird, besser darzustellen, plant der Naturpark Altmühltal eine neue Rubrik auf seiner Website. Wie es bei den Wanderwegen bereits der Fall ist, sollen auch bei den Radwegen Rundtouren schnell und einfach auswählbar sein – damit in der kommenden Saison wieder zahlreiche Radler zu „Erlebnistouren“ im Naturpark Altmühltal starten.

Stolz auf Alt-Gunzenhausen

Verein für Heimatkunde stellte Jahrbuch dem Bürgermeister vor

Vorsitzender Werner Falk (links) und sein Stellvertreter Werner Mühlhäußer (rechts) stellten im neuen und repräsentativen Eingang Bürgermeister Karl-Heinz Fitz die 75. Ausgabe von „Alt-Gunzenhausen“ vor. Foto: Gudrun Weiß

Es ist inzwischen eine gute Tradition, dass der Verein für Heimatkunde Gunzenhausen sein neues Jahrbuch offiziell dem Bürgermeister im Rathaus vorstellt. Vorsitzender Werner Falk und Stellvertreter Werner Mühlhäußer, der zugleich als Stadtarchivar fungiert, taten dies auch heuer. Sie dankten Rathauschef Karl-Heinz Fitz und dem Stadtrat für die seit vielen Jahren gewährte Unterstützung – auch in finanzieller Hinsicht.

Die neue Ausgabe von „Alt-Gunzenhausen“ ist rund 280 Seiten stark und enthält zehn Beiträge zur lokalen Historie von neun Autoren. Wie Vorsitzender Werner Falk betonte, kann sich der Verein auf einen soliden Stamm von Mitarbeitern stützen, denen alle der Gotteslohn genügt. Die enge Kooperation mit der Stadt, die sich in der Person von Stadtarchivar Werner Mühlhäußer darstellt, empfindet er als einen riesigen Vorteil, denn gerade der Stadtarchivar ist es, der beste Kontakte zu den Autoren hat und dem es immer wieder gelingt, neue Autoren zu gewinnen.

Es ist das 75. Jahrbuch, also eine Jubiläumsausgabe. Das erste ist 1923 herausgegeben worden, also kann in zwei Jahren schon wieder ein Jubiläum begangen werden. Das soll dann in einem  würdigen Rahmen geschehen, denn auch die Stadt feiert 2023 ein großes Jubiläum (1200 Jahre). Bürgermeister Fitz plant nach Ende der restriktiven Coronazeit die Bildung eines Arbeitskreises, in dem alle ihre Vorstellungen zum Stadtjubiläum einbringen können.

Die Beiträge in „Alt-Gunzenhausen“ sind: „Alte Friedhöfe an der Altmühl“ (Werner Somplatzki), „Kurzgefasste Ortsgeschichte von Schlungenhof“ (Siglinde Buchner), „Grabplattenfunde aus der Marienkirche in Großlellenfeld“ (Hermann Thoma), „Die Mühlen von Muhr“ (Günter L. Niekel), „Von Bettelvögten und Polizeidienern“ (Werner Mühlhäußer und Werner Neumann), „Christian Friedrich Möbius – Stadttürmer und Stadtmusikus in Gunzenhausen“ (Laura Meyer), „Bausteine zur Ortsgeschichte von Laubenzedel“ (Werner Mühlhäußer), „Die Gründungszeit des Sängerbundes 1861 Gunzenhausen“ (Annalena Brand), „Kriegstagebuch aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71“ (Daniel Burmann) und „Nationalsozialismus und Antisemitismus in Gunzenhausen 1919 bis 1924“ (Werner Mühlhäußer).

Aufgrund der Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen (Schließung der Buchhandlungen) sind heuer vier neue Verkaufsstellen gewählt worden: Marktapotheke in Markt Berolzheim, Verwaltungsgemeinschaft Altmühltal in Meinheim, Raiffeisenbank in Laubenzedel, Getränke-Seifert in Schlungenhof. Die Gunzenhäuser  Schreibwarenhandlung Pfahler bietet „Alt-Gunzenhausen“ zu ihren reduzierten Öffnungszeiten an, die Buchhandlungen Renner, Fischer, Francke, Stöhr und Glaser haben einen telefonischen Bestell- und Lieferservice eingerichtet. Das Jahrbuch kostet 15 Euro.

Kleinprojekte gefördert

Regionalbudget steht auch 2021 zur Verfügung

Dieses Projekt in Auhausen ist mit ILE-Mitteln gefördert worden.

Die beiden Kommunalen Arbeitsgemeinschaften Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Altmühltal und Fränkisches Seenland-Hahnenkamm beteiligen sich erneut an dem vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aufgelegten und vom Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken angebotenen Programm „Regionalbudget für Kleinprojekte“ Den beiden Regionen steht vorbehaltlich der Genehmigung für das Jahr 2021 je ein Programm mit dem Umfang von 100.000 EUR zur Verfügung. Mit dem Ansatz von 2020 werden demnach in beiden ILE-Regionen insgesamt 400.000 EUR zur Förderung von Kleinprojekten zur Verfügung gestanden haben. Und auch für die beiden folgenden Jahre wird dieses Programm nochmals angeboten, so dass diese günstigen Rahmenbedingungen für die Unterstützung von Kleinprojekten von allen interessierten Gruppen nun aktiv in Anspruch genommen werden können.

Die beiden Vorsitzenden der Kommunalen Arbeitsgemeinschaften 1.Bgm´in Dr. Dr. Kristina Becker (Altmühltal) und 1.Bgm. Karl-Heinz Fitz (Fränkisches Seenland-Hahnenkamm) sehen in diesem Förderangebot eine gute Chance, um eine Vielzahl kleinerer Projekte aufgreifen und umsetzen zu können, die bislang nur wenige Fördermöglichkeiten erfahren hatten. Die Fördermittel in Höhe von 100.000 € je ILE-Region setzen sich zu 90 % aus dem Haushalt des Freistaats Bayern und jeweils zu 10 % aus den Haushalten der beteiligten Kommunen zusammen.
Gefördert werden jeweils Kleinprojekte, deren Gesamtinvestitionskosten netto 20.000 EUR nicht überschreiten. Und für diese Kosten kann eine Zuwendung pro Einzelprojekt bis zu max. 80 %, jedoch höchstens 10.000 EUR netto beantragt werden.
Für die Entscheidung über die Auswahl der Projekte wurde in jeder ILE-Region eine Projekt-Arbeitsgruppe eingerichtet, in der sich Bürgermeister, Vereinsvertreter, Vertreter von Zweckverbänden, Unternehmen oder auch fachlich ausgewiesene Einzelpersonen befinden.

Bis zum 15. Februar 2020 können entsprechende Anträge bei der VG Altmühltal in Meinheim (für die Kommunen Langenaltheim, Solnhofen, Pappenheim, Treuchtlingen, Markt Berolzheim, Meinheim, Dittenheim, Alesheim)oder bei der VG Gunzenhausen (für die Kommunen Markt Absberg, Muhr am See, Gunzenhausen, Pfofeld, Theilenhofen, Haundorf, Markt Gnotzheim, Markt Heidenheim, Polsingen, Westheim und Auhausen)ILE-Region Fränkisches Seenland-Hahnenkamm) eingereicht werden.

Gefördert werden können nur Kleinprojekte, die der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes dienen. Dies sind u.a.:

  • Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements
  • Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene
  • Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung
  • Umsetzung ländlich angepasster Infrastrukturmaßnahmen
  • Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung ländlicher Bevölkerung

Alle tatsächlich bewilligten Projekte müssen dann bis zum 30. September 2020 komplett umgesetzt sein und zu diesem Zeitpunkt muss die Abrechnung zu Fördermittelauszahlung vorliegen. Bis dahin sind diese Projekte von den Maßnahmenträgern vorzufinanzieren.
Antragsberechtigt sind Kommunen, Zweckverbände, Vereine oder auch Unternehmen.
Die Antragsformulare sind über die Kommunen zu beziehen oder unter www.stmelf.bayern.de/foerderwegweiser (Link: Ländliche Entwicklung à Regionalbudget) direkt herunterzuladen. Sie können aber auch über die ILE-Umsetzungsbegleitung digital bezogen werden (dieter.popp@futour.com).

Kontakt:
ILE-Umsetzungsbegleitung
c/o FUTOUR Regionalberatung
Vogelherdweg 1, 91729 Haundorf
dieter.popp@futour.com

Tourismus leidet unter Corona

Vorläufige Bilanz der beiden Tourismusverbände

Die Karte zeigt die Aufteilung der beiden Tourismusverbände. Seenland ist blau markiert, Naturpark gelb, dazwischen gibt es lokale Überschneidungen.

Das Fränkische Seenland und der Naturpark Altmühltal sind die beiden Tourismusverbände, die für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zählen, denn der nördliche und östliche Teil gehören zum Seenland, der südliche zum Naturpark, dazwischen überschneiden sich die beiden. Hans-Dieter Niederprüm und Christoph Würflein informierten kürzlich den Regionalausschuss des Kreistags über die bisherige touristische Entwicklung im Corona-Jahr 2020.

Bis zum 1. Oktober hat es demnach im Fränkischen Seenland 18,5 Prozent weniger Übernachtungen und 26,4 Prozent weniger Gästeankünfte gegeben.  Im Januar (13 % mehr Übernachtungen) und Februar (7,4 % mehr) hatte sich das Jahr noch ganz verheißungsvoll angelassen und die Touristiker konnten ein überragendes 2020 erwarten. Das Seenland hatte sogar bis zum Juli noch beste Aussichten, denn es lag unter den fünf deutschen Regionen, die einen Zuwachs melden konnten (Sächsische Schweiz 14,3 %, Mosel-Saar 10,1 %, Lausitzer Seenland 4,5 %, Spreewald 4,1 und Fränkisches Seenland 4,0 %. Aber dann machte ihnen die Cornonapandemie mit ihren drastischen Auswirkungen einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Die schlimmsten Verluste gab es – gemessen an der Gästeankünften – im März (-57,4 %, April -93,3 %, Mai -82,8 %, Juni -29,8 %, während sich die Situation im Juli (-2,4 %), August (-9,0 %) uns September (+7,4 %) entspannte.

Immer wieder wird der Tourismus im Seenland an wichtigen Indikatoren gemessen. Zu Ihnen gehören die touristischen Umsätze. Nach den Zahlen des Jahres 2017 (aktuellere Werte liegen nicht vor) war das Gastgewerbe zu 55,1 % Prozent an den Umsätzen beteiligt, der Einzelhandel zu 23,4 % und die Dienstleistungsbranche zu 21,5 %.

Die größten touristischen Marktsegmente sind: Tagestourismus 43 %, gewerbliche Betriebe (über 10 Betten) 28 %, Privatvermieter (bis 10 Betten) 18,1 % und Camping-Reisemobile 10,9 %.

Top: Altmühltal-Radweg

Geschäftsführer Christoph Würflein vom Naturpark Altmühltal ist stolz darauf, dass auch nach 25 Jahren der Altmühltal-Radweg noch immer zu den am besten bewertesten Fernradwegen in Deutschland zählt. Er sieht bei der Positionierung des Tourismus im Naturpark eine starke Konkurrenz, denn schöne Wälder und satte Wiesen gibt es auch andernorts. Insofern hat er es schwerer als sein Kollegen Niederprüm, der immerhin mit den Seen als touristischem Magnet werben kann. Im Naturpark will man daher verstärkt auf den Geotourismus setzen, denn schließlich gibt es den Archaeopterix nur im Altmühltal und auch der römische Limes  ist stark präsent. Er setzt verstärkt auf den Tagungstourismus in den Wintermonaten, denn das Hotelangebot dafür ist vorhanden. Den Rückgang bei den Ferienwohnungen und Privatzimmern – der Trend ist auch im Seenland erkennbar – bei hat verstärkt. Ursächlich dafür ist nicht nur die Corona-Pandemie, sondern auch die Tatsache, dass die älter werdenden Anbieter aufgeben und die Nachkommen anderweitig gute Arbeit finden oder die Ferienwohnung (bei geringerem Arbeitsaufwand)  fest vermieten. So ist der Bestand an Betten in Ferienwohnungen um 27 Prozent zurück gegangen, bei den Hotels und Gasthöfen indes ist er um 2,6 Prozent gestiegen.

Der Naturpark sieht bestes Interessenpotenzial bei den Faktoren Natur und Kulinarik. Von der Besinnung auf die wertorientierte Reisekultur verspricht sich der Naturpark einen Gewinn.

Im Corona-Jahr ist der Tourismus in Bayern (Gästeankünfte) um 38 % eingebrochen, im Naturpark Altmühltal um 35 %. Hier liegt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Urlauber bei 2,2 Tagen, im Fränkischen Seenland hingeben bei 3,5 Tagen.

Werner Falk/11.11.2020

Modisch auf dem Radweg

Radkleidung zur Route ist jetzt online bestellbar

Ein Hingucker: Die neue Radkollektion des Fränkischen WasserRadwegs
www.fraenkischer-wasserradweg.de/shop



Das markante Logo mit dem W und den Fahrradreifen, kombiniert mit Blautönen, die für die zahlreichen Seen und Flüsse entlang der Strecke stehen: Die neue Radkleidungskollektion des Fränkischen WasserRadwegs spiegelt die Besonderheiten der Fernstrecke wider, die durch das Fränkische Seenland, das Romantische Franken und den Naturpark Altmühltal führt. Außerdem sind die Shirts, Jacken und Accessoires natürlich perfekte Tourbegleiter. Unter www.fraenkischer-wasserradweg.de/shop finden Fans nicht nur die ganze, vom regionalen Partner RenéRosa hergestellte Kollektion für Damen und Herren, sondern gelangen auch direkt zur Bestellung.
Für die Herbstsaison sind die leichten Daunensteppjacken der Kollektion bestens geeignet. Auch ein Stirnband, das gut unter den Fahrradhelm passt, gehört zum Angebot. Dazu kommt ein Multifunktionstuch, das sich auch als Mund-Nasen-Bedeckung tragen lässt. Alle Teile sind aus hochwertigem und sporterprobtem Material gefertigt. Das gilt natürlich auch für das Herzstück der Kollektion – das Radtrikot. Schon im Juni 2019, als der Fränkische WasserRadweg auf der Bayerischen Gartenschau in Wassertrüdingen eröffnet wurde, waren die blau-weißen Trikots im Design der Strecke ein Blickfang. Seither hat die insgesamt rund 460 Kilometer lange Strecke mit ihrer Mischung aus Fahrspaß an Flüssen und Seen, Burgromantik und historischen Städten zahlreiche Fans gewonnen – und viele, die das Trikot bei der Eröffnung oder bei den Messeauftritten des Radwegs gesehen haben, haben sich erkundigt, wo es das Shirt zu kaufen gibt. Wegen des großen Interesses hat die Arbeitsgemeinschaft Fränkischer WasserRadweg entschieden, das Trikot zusammen mit einigen weiteren praktischen Kleidungsstücken zum Verkauf anzubieten.
Als Partner wurde dafür die RenéRosa Trikotmanufaktur gewonnen. Der regionale Hersteller produziert im Spalter Ortsteil Fünfbronn seit 2009 hochwertige Sportbekleidung. Grafik, Zuschnitt, Druck und Näherei sind hier unter einem Dach. Jedes Stück aus der Kollektion des Fränkischen WasserRadwegs wird also praktisch direkt an der Strecke angefertigt – und zwar „on demand“, also erst dann, wenn jemand bestellt hat. Dadurch wird ganz im Sinne der Nachhaltigkeit eine Überproduktion verhindert. Das nachhaltige Herstellungsverfahren führt dazu, dass die Lieferzeiten mit bis zu 21 Tagen relativ lang sind. Wenn Kunden die Stücke schneller brauchen, sollten sie ihrer Bestellung eine entsprechende Notiz hinzufügen oder in der Textilmanufaktur anrufen. Das Warten lohnt sich aber auf jeden Fall, denn die Radler bekommen nicht nur hochwertige und besondere Sportkleidung, sondern erhalten zu jeder Bestellung auch noch das praktische Serviceheft zum Fränkischen WasserRadweg mit Streckenbeschreibung und Karten gratis dazu.

Zukunftsgerichteter Strategieprozess

Altmühlfranken 2030 ist die Zielvorgabe

Die Ausschussmitglieder arbeiteten während des Workshops an einer Stärken-und-Schwächen-Analyse. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zukunftsinitiative altmühlfranken begleiten den Prozess. Foto: LRA

Knapp über 100 Tage ist Landrat Manuel Westphal nun im Amt und hat sich in dieser Zeit gut in sein Amt eingearbeitet. Und nicht nur das, es gibt schon – und das spürt vor allem die Verwaltung – zahlreiche Änderungen und Verbesserungsvorschläge, um die Verwaltung bürgerfreundlicher zu gestalten.

Landrat Manuel Westphal ist es wichtig, dass sowohl Politik als auch die Bevölkerung die Ausrichtung des Landkreises in Zukunft mehr mitbestimmen. Aus diesem Grund wurde ein umfangreicher Strategieprozess „Altmühlfranken 2030“ gestartet.

Nach der erstmaligen Ankündigung dieses geplanten Strategieprozesses im Kreistag Ende Juli dieses Jahres hat nun mit einem Workshop des Ausschusses für Regionalentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur der erste Baustein für „Altmühlfranken 2030“ stattgefunden.

Auf Basis des regionalen Handlungskonzeptes von 2009 und der statistisch aufbereiteten Entwicklungen bis heute arbeiteten die Ausschussmitglieder an einer aktuellen Aufstellung einer Stärken-Schwächen-Analyse des Landkreises. Eine sogenannte SWOT-Analyse (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats) dient im Prinzip bei solchen Prozessen als Grundlage, bevor Entwicklungsziele und Maßnahmen festgelegt werden können, damit diese dann dort ansetzen, wo es tatsächlich nötig ist.

Beim nächsten Baustein, einem Workshop des Kreistages im Dezember, soll dann weiter an den Grundlagen gearbeitet werden, bevor es im Januar an die Einbindung der Öffentlichkeit geht. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann dann Ideen auf einer Online-Beteiligungsplattform eingeben und auch die weiterführenden Schulen sind aufgefordert, sich mit den verschiedenen Themenfeldern zu beschäftigen.

Im Februar/März soll dann – je nach den dann geltenden Vorgaben durch Corona – eine Zukunftskonferenz als öffentliche Veranstaltung stattfinden.

Die daraus hervorgehenden Arbeitskreise werden dann einzelne, priorisierte Projekte herausgreifen und bearbeiten, bevor die Ergebnisse insgesamt in einem Zukunftskonzept verschriftlicht und im September 2021 vom Kreistag und allen Beteiligten abgesegnet werden.

„Durch diesen Prozess möchte ich allen die Teilhabe an der Zielfindung des Landkreises ermöglichen und durch die persönliche Beschäftigung mit einer Vielzahl an Themen die Identifikation mit zukünftig eingeschlagenen Wegen stärken“, so Landrat Manuel Westphal.

Fazit des Workshops im Ausschuss war, dass sich in den letzten zehn bis elf Jahren bereits viel Positives im Landkreis getan hat, es aber immer noch viel zu tun gibt. Beispiel: Mittlerweile werden in Altmühlfranken 104 Prozent des Gesamtstromverbrauches des Landkreises aus Erneuerbaren Energien generiert. Dennoch bleibt in den Bereichen Wärme und Verkehr noch viel zu tun. Ebenso haben sich das Fränkische Seeland und der Naturpark Altmühltal einen guten Namen als Tourismusdestinationen gemacht, nichtsdestotrotz muss hier noch einiges verbessert werden, z.B. die Besucherlenkung an den Seen. Diese Themen und viele mehr werden in den nächsten Monaten Mittelpunkt der Arbeit innerhalb des Strategieprozesses sein. 

„Ich hoffe auf eine rege Beteiligung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises, damit wir gemeinsam Altmühlfranken Stück für Stück verbessern. Dabei ist es aber auch wichtig, sachlich zu bleiben und konstruktiv an Problemen zu arbeiten, um gemeinsam zu mehrheitlich getragenen Lösungen zu finden“, betont Landrat Manuel Westphal in diesem Zusammenhang.

Im Rahmen einer Öffentlichkeitskampagne wird jeder über den Start der individuellen Beteiligungsmöglichkeiten informiert werden.

Neuer Naturpark-Vorstand

Anetsberger und Westphal wechseln sich ab

Der bisherige und der neu gewählte Vorstand des Naturpark Altmühltal (Südl. Frankenalb) e.V.: Von links nach rechts: Landrat Alexander Anetsberger (1. Vors.), die Altlandräte Anton Knapp und Gerhard Wägemann (ehem. Vorsitzende) sowie Manuel Westphal (2. Vors.)

Auf der Mittgliederversammlung des Naturpark Altmühltal (Südliche Frankenalb) e.V., der Träger des Naturpark Altmühltal gemäß Bayerischem Naturschutzgesetz ist, wurde ein neuer Vorstand bestimmt. 

Der Altlandrat des Landkreises Eichstätt Anton Knapp und Landrat a.D. Gerhard Wägemann des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen machten nach der Entlastung durch die stimmberechtigten Mitglieder den Weg frei für die beiden neuen Landräte Alexander Anetsberger und Manuel Westphal, die beide einstimmig ins Amt gewählt wurden. Den ersten Vorsitz übernimmt zunächst Anetsberger, der ab 2023 von Westphal abgelöst wird. Die beiden ehemaligen Vorsitzenden wurden mit Dank für die geleistete Arbeit und einem kleinen Präsenten verabschiedet. Der neue 1. Vorsitzende Landrat Alexander Anetsberger verwies dabei insbesondere auch die Leistung des scheidenden Vorstandes. So seien in deren Amtszeit wichtige Erfolge für die Zukunftssicherung des Naturparks erreicht worden. So seien durch die Erhöhung der staatlichen Zuwendungen, wie auch der Mitgliedsbeiträge erstmals keine Defizite im laufenden Betrieb aufgelaufen. Zudem konnte mit der Schaffung von vier Rangerstellen die Präsenz des Naturparks in der Fläche maßgeblich gestärkt werden.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die anstehende Überarbeitung des Pflege– und Entwicklungsplanes, der den Naturpark Altmühltal in die Zukunft führen soll. Berücksichtigt werden sollen hier vor allem die Nachhaltigkeit und ein Tourismus, der einerseits auf die sich verändernden Freitzeitbedürfnisse der Menschen eingehe, aber anderseits auch den Schutz der Natur und der Lebensräume seltener Tier- und Pflanzenarten im Fokus habe, berichtet Christoph Würflein, Geschäftsführer des Vereins Naturpark Altmühltal. Aktuelle Entwicklungen wie das durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ überarbeitet Bayerische Naturschutzgesetz sollen auch Niederschlag im Pflege- und Entwicklungsplan finden. Um so viele Aspekte wie möglich in die Fortschreibung des Pflege- und Entwicklungsplans einarbeiten zu können, wurde von der Mitgliederversammlung beschlossen, den bestehenden Fachbeirat zu erweitern. Mit im Boot sind nun, neben vielen anderen wichtigen Beratern auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Bayern e.V., der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V., der Landesverband bayerischer Imker e.V. und die Katholische Universität Eichstätt vertreten durch den Fachbereich Landschaftsökologie und nachhaltige Ökosystementwicklung.

Anschließend wurde die Mitgliederversammlung darüber informiert, dass die Standortsuche für ein mögliches „Naturparkzentrum“ nach den Richtlinien des Umweltministeriums angelaufen sei. Hier gäbe es aktuell zwei Gemeinden, den Markt Kinding und die Stadt Beilngries die grundsätzlich Interesse signalisiert hätten.

Kräfte bündeln für die Marke

Mitgliederversammlung des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal

Die neue Vorstandschaft des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal zusammen mit (vorne links) Angelika Schäffer, Geschäftsführerin Tourismusverband Franken, und (hinten rechts) Christoph Würflein, Geschäftsführer Tourismusverband Naturpark Altmühltal: (1. Reihe von links) Essings Bürgermeister Jörg Nowy (2. Vorsitzender), Eichstätts Landrat Alexander Anetsberger (1. Vorsitzender), Treuchtlingens Bürgermeisterin Dr. Dr. Kristina Becker (3. Vorsitzende); (2. Reihe von links): Gredings Bürgermeister Manfred Preischl (Schatzmeister), Berchings Bürgermeister Ludwig Eisenreich (Beisitzer), Eichstätts Oberbürgermeister Josef Grienberger (Beisitzer), Neuburgs Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling (Beisitzer) und Kindings Bürgermeisterin Rita Böhm (Schriftführerin); (3. Reihe) Altmannsteins Bürgermeister Norbert Hummel (Rechnungsprüfer)
[Foto: Sissi Wein]

„Wir wollen die Marke Naturpark Altmühltal gemeinsam stärken und den Zusammenhalt untereinander leben und ausbauen.“: Mit diesem deutlichen Appell hat Eichstätts Landrat Alexander Anetsberger seine Amtszeit als neu gewählter Vorsitzender des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal e.V. eingeläutet. Die Wahl fand im Rahmen der Mitgliederversammlung am 16. Juli 2020 in Treuchtlingen statt. Neben dem Geschäftsbericht für das Jahr 2019 standen vor allem auch die Marketing-Aktionen des Vereins im Zuge der Corona-Pandemie im Mittelpunkt.

Alexander Anetsberger löst Anton Knapp als Vorsitzenden ab, der auch als Landrat Anetsbergers Vorgänger war. Veränderungen brachte die Wahl auch beim weiteren Vorstand: 2. Vorsitzender ist für die nächsten sechs Jahre nun Essings Bürgermeister Jörg Nowy, 3. Vorsitzende Treuchtlingens Bürgermeisterin Dr. Dr. Christina Becker. Einen großen Dank sprach der Verband Altlandrat Anton Knapp aus, der insgesamt 12 Jahre an der Spitze stand – eine zukunftsweisende Zeit für den Tourismus im Naturpark Altmühltal: Unter Knapp wurde etwa das umfangreiche Tourismuskonzept für den Naturpark erarbeitet und in Teilbereichen wie etwa der Markenoffensive bereits erfolgreich umgesetzt. Insgesamt steigerte der Naturpark Altmühltal seine Übernachtungszahlen in Knapps Amtszeit um fast 25 Prozent.

Ein „Leuchtturm“ für Radler

Das bestätigen auch die Zahlen des vergangenen Jahres, die Christoph Würflein, Geschäftsführer des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal, den Mitgliedern vorstellte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erreichte der Naturpark Altmühltal von Januar bis Dezember 2019 eine Steigerung von 0,6 Prozent bei den Gästeankünften sowie ein Plus von 1,2 Prozent bei den Übernachtungen. Insgesamt setzte der Naturpark im 50. Jahr seines Bestehens damit den positiven Trend aus den Vorjahren fort.

Neben den Aktionen zum runden Geburtstag startete der Naturpark Altmühltal im Herbst 2019 seine Radoffensive. Radler sind eine der wichtigsten Zielgruppen für die Region, sowohl bei den Übernachtungsgästen als auch bei den Tagesausflüglern. Hier gilt es, den sich ändernden Ansprüchen der Gäste, die jetzt immer öfter mit E-Bikes unterwegs sind, gerecht zu werden. Als „Leuchtturm“ der Radregion wird weiterhin der Altmühltal-Radweg gestärkt: Anfang des Jahres 2020 wurde deshalb das neue Serviceheft zum Altmühltal-Radweg auf der Touristik-Messe CMT in Stuttgart vorgestellt. Wegen den Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden weitere Maßnahmen zum Marketingschwerpunkt Radwandern, wie die Eröffnung des Geo-Radweges auf 2021 verschoben.

Altmühltal-Urlaub gefragt bei Reisenden und Journalisten

Die CMT gehörte leider auch zu den letzten möglichen Aktionen, bevor Corona im Naturpark Altmühltal die Übernachtungen und Gästeankünfte fast vollkommen herunterfahren ließ. Seit der schrittweisen Öffnung der Betriebe können wieder im eingeschränkten Umfang Umsätze im Tourismus generiert werden. „Allgemein ist Urlaub in Deutschland durch Corona mehr gefragt denn je“, erläuterte Würflein. „Das spüren wir auch deutlich an den vielen Anfragen von Journalisten bei uns in der Geschäftsstelle.“ Eine intensive Pressearbeit stand für den Naturpark Altmühltal deshalb in den vergangenen Wochen an wichtiger Stelle. „Wir haben zahlreiche Journalisten und Blogger bei ihren Recherchen im Naturpark Altmühltal betreut. Ihre teils mehrseitigen Berichte und Reportagen erschienen unter anderem in der Süddeutschen Zeitung oder in Magazin wie Bike & Travel, Wandern & Reisen oder Camping & Reise.“ Dazu kam auf regionaler Ebene die Zusammenarbeit mit dem Eichstätter Kurier, dem Weißenburger Tagblatt, dem Altmühl-Boten, den Nürnberger Nachrichten und TV Ingolstadt. „Hier haben wir den Schwerpunkt  vor allem auf Geheimtipps gesetzt, um unsere touristischen Hot Spots zu entlasten und den nötigen Abstand zu gewährleisten.“

Nachhaltiges Marketing

Auch beim Online-Marketing in den sozialen Medien wurde dieser Weg verfolgt: Unter #NPAufgehts stellte der Naturpark Wanderrouten abseits der Hauptrouten vor, #NPAufgelesen machte die Nutzer mit Pflanzen und Kräutern aus dem Naturpark Altmühltal vertraut und wird nun als Rezeptformat weitergeführt. Fortgesetzt wird aufgrund der aktuellen Ereignisse auch das Thema Radeln als Marketingschwerpunkt. „Damit kommen wir dem durch Corona noch verstärkten Wunsch nach Aktivurlaub entgegen“, erklärte Würflein. Als neues „Flaggschiff“ neben dem Altmühltal-Radweg dient hier der Geo-Radweg, der 2021 eröffnet wird: Seine Route verbindet die geotouristischen Sehenswürdigkeiten im gesamten Naturpark-Gebiet.

Gemeinsam Marke sein

Als große Herausforderung, aber auch als spannende Aufgabe sieht Landrat Alexander Anetsberger die durch die Corona-Pandemie veränderte Situation des Tourismus im Naturpark Altmühltal. „Wir haben touristisch eine gesunde Basis, die uns in dieser schweren Zeit sehr von Nutzen ist“, betonte er. Dies verband er mit der Aufforderung an die Mitglieder, die Organisationsstruktur des Verbandes zu nutzen. „Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam als Marke Naturpark Altmühltal auftreten. Das stärkt nicht nur die Marke, sondern auch jeden einzelnen Ort und jeden touristischen Dienstleister. Zusammenhalt leben und ausbauen – das wünsche ich mir für den Tourismus im Naturpark Altmühltal.“

Es grünt und blüht

“Gunzenhausen blüht auf”. So steht es auf den Informationstafeln, die in der Stadt (u.a. am Reutberg) zu sehen sind. Die Stadt hat an etlichen Stellen die Grünflächen umgestaltet, und zwar naturnah. Dort erfreuen seit Wochen die Blühwiesen und Blühstreifen die Passanten. Dahinter steckt eine Aktion, die vom Naturpark Altmühltal angestoßen wurde und in 23 Gemeinden realisiert wird. Sichtbar wird der Artenreichtum der Pflanzen. Die Anlagen unterscheiden sich auf angenehme Weise von den einfachen Rasenflächen, wie sie vorwiegend anzutreffen sind. Immerhin bemühen sich mehr und mehr Grundstückseigentümer, artenreiche Blühweisen anzulegen. Foto: Falk

“Wassererlebnis Altmühltal”

Leader-Kooperationsprojekt startet mit Projektmanagement

Rebecca Bürger (Mitte), die seit 1. Juni 2020 das Projektmanagement „Wassererlebnis Altmühltal“ übernommen hat, wurde standesgemäß am Weiher im Biotop- Garten des Informationszentrum Naturpark Altmühltal von den LAG-Managerinnen Lena Oginski (LAG Altmühl-Jura, links) und Lena Deffner (LAG Altmühl-Donau, rechts) sowie Naturpark-Geschäftsführer Christoph Würflein (stehend links) und Projektbetreuer Benjamin Hübel (stehend rechts) begrüßt.

Die Wellen des urzeitlichen Jurameeres, der Urmain und der gewaltige Strom der Urdonau haben die Landschaft des Naturpark Altmühltal geformt. Bis heute und auch in Zukunft gestaltet das Wasser diesen vielfältigen Lebensraum.

Das Leader-Kooperationsprojekt „Wassererlebnis Altmühltal: Qualitätsoffensive für Freizeit- und Erlebniseinrichtungen im Naturpark Altmühltal“ hat zum Ziel, die natürlichen Besonderheiten rund um das Thema Wasser umweltpädagogisch in Wert zu setzen. Gleichzeitig sollen im Sinne einer nachhaltigen Besucherlenkung schützenswerte Standorte und Flussabschnitte bewusst aus der Öffentlichkeitsarbeit ausgenommen und Besucher wie Einheimische für das einmalige Ökosystem sensibilisiert werden.

Seit 1. Juni hat Rebecca Bürger die im Rahmen dieses Vorhabens geförderte Projektstelle im Informationszentrum Naturpark Altmühltal übernommen. Die gebürtige Kölnerin, die im Moment ihre Masterarbeit im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung schreibt, konnte im Rahmen eines Umweltpraktikums den Naturpark Altmühltal bereits im Detail kennenlernen. Zu ihren Aufgaben während der 2-jährigen Projektlaufzeit gehören u.a. die Gestaltung eines eigenen Bereichs auf der Webseite des Naturpark Altmühltal und die Entwicklung von Infotafeln und Werbematerialien. Ebenso ist sie künftig Ansprechpartnerin für die beteiligten Projektpartner. Das Projektmanagement ist freitags von 9-12 Uhr unter der Telefonnummer 08421/9876-15 sowie über Email wassererlebnis@naturpark-altmuehltal.de erreichbar.

An dem vorwiegend auf Umweltpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit ausgerichteten Dachprojekt sind folgende Projektpartner beteiligt: der Landkreis Weißenburg für die LAG Altmühlfranken, Monheim, Pappenheim und Tagmersheim aus der LAG Monheimer Alb-AltmühlJura, Mörnsheim, Dollnstein, Wellheim und Eichstätt aus der LAG Altmühl-Donau, Walting, Kipfenberg, Titting, Kinding, Altmannstein, sowie die Städte Beilngries, Berching und Dietfurt über MDK Schifffahrt aus der LAG Altmühl-Jura und Riedenburg, Essing und Kelheim ebenfalls über MDK Schifffahrt aus der LAG Landkreis Kelheim.

Zusätzlich zu dem nun in die Umsetzung gehenden Kooperationsprojekt haben einzelne Projektpartner eigenständig Teilprojekte zur Anlage neuer Wassererlebnis-Plätze bzw. zur Inwertsetzung von vorhandener touristischer Infrastruktur zur Förderung eingereicht. Die Projekte „Bootsrutschen Pappenheim“ und „Wassererlebnis Sankt Agatha – Natur inklusive“ (Stadt Riedenburg) sind bewilligt, hier wird bereits an der Umsetzung gearbeitet. Der Projektantrag für die sogenannte „Haifischbar“ der Stadt Eichstätt ist ebenfalls bewilligt. In Pfalzpaint (Gemeinde Walting) ist eine „Entschleunigungsstation“ entstanden, die im Herbst eingeweiht werden soll. Der Projektantrag für die Wasserwege der Stadt Dietfurt a.d. Altmühl wird derzeit erstellt.

Für interessierte Kommunen besteht die Möglichkeit, sich in einer zweiten Projektphase ebenfalls mit eigenständigen investiven Teilprojekten zu beteiligen, sofern es sich um die Anlage neuer Wassererlebnis-Plätze bzw. einer Inwertsetzung von vorhandener touristischer Infrastruktur handelt. Der inhaltliche Bezug zum Dachprojekt muss gegeben sein. Rückmeldungen zu konkreten Projektvorhaben können bis 31.10.2020 an das zuständige LAG-Management gemeldet werden.