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Partner der BR-Radltour 2022

Fränkischer WasserRadweg ist Partner der Tour

Gunzenhausen ist zum zweiten Mal die Endstation des BR-Radelns.

Tagsüber radeln – abends feiern: Unter diesem Motto veranstaltet der Bayerische Rundfunk seit über 30 Jahren jeden Sommer die BR Radltour durch Bayern. Nach zwei Jahren Pause sind die Radler 2022 wieder unterwegs – und der Fränkische WasserRadweg gehört zu den Partnern.
Der Abschnitt auf dem Fränkischen WasserRadweg bildet 2022 das Finale der insgesamt etwa 500 Kilometer langen BR-Radltour, die durch mehrere bayerische Regierungsbezirke führt. Gestartet wird am 31. Juli in Cham, das Ziel Gunzenhausen wird am 5. August erreicht. Das Team des Fränkischen WasserRadwegs ist von Anfang an mit dabei und bei den täglichen Abendveranstaltungen in den Etappenorten jeweilsmit einem Stand vertreten. Die Teilnehmenden können sich dort nicht nur Infomaterial über den Fernradweg abholen, sondern bekommen auch eine Erfrischung für die müden Beine.

Verlosung im Fernsehen

Bei der Aktion „Radlglück!“ wird im Rahmen der BR-Sendung „Wir in Bayern“ (Montag bis Freitag von 16:15 bis 17:30 Uhr) bis 13. Mai 2022 eine mehrtägige Radreise auf der Route verlost. Gewinnen Sie einen Radlurlaub mit Seegenuss und Burgromantik! Pure Entspannung bietet die Drei-Tagestour mit drei Übernachtungen auf einem Teilabschnitt des Fränkischen WasserRadwegs: Erkunden Sie die Seen und Flüsse im Fränkisches Seenland, im Naturpark Altmühltal und im Romantisches Franken.
Radeln Sie durch wunderschöne Landschaften und historische Städtchen – und übernachten Sie in einer echten Ritterburg! Ganz bequem wird ihr Gepäck von FrankenRadreisen transportiert – und um nicht allzu sehr aus der Puste zu kommen und noch viel Zeit für Flüsse, Seen und Burgromantik zu haben, sind auf Wunsch sogar Leih-E-
Bikes mit dabei! Informationen zum Gewinnspiel finden Sie unter www.fraenkischer-wasserradweg.de.

Lust auf den Naturpark

Für E-Biker ist das Altmühltal interessantes Ziel

Der Naturpark Altmühltal präsentiert sich bei den „E Bike Days“ am Stand des Tourismusverbands Landkreis Kelheim, wo Naturpark-Mitarbeiter Benjamin Hübel am Freitag zahlreiche Messegäste beriet. (Foto: Florian Best)

E-Bikes sind Trend. Das hat der Naturpark Altmühltal schon vor Jahren erkannt, hat zusammen mit den Nachbarregionen im Rahmen des Projekts „Stromtreter“ das Servicenetz ausgebaut und zuletzt auch Rundtouren für die Elektroradler konzipiert. Auf dieses Angebot gilt es aufmerksam zu machen – und dafür nutzt die Urlaubsregion noch bis Sonntag die „E Bike Days“ in München.

Bei sonnigem Frühlingswetter und kostenlosem Eintritt zog es gleich zum Auftakt am Freitag, 22. April 2022, Scharen von Besuchern auf das Messegelände im Olympiapark. Das laut Veranstaltern „größte reine E-Bike-Test-Event für Interessierte und Fans der Branche“ bietet die Möglichkeit, direkt vor Ort E-Bikes sowie Zubehör auszuprobieren und zu kaufen. Da liegt es nahe, sich auch über Ausflugsziele zu informieren – und genau das taten viele Gäste beim Naturpark Altmühltal, der sich am Stand des Tourismusverbands Landkreis Kelheim in zentraler Lage präsentiert.

Großes Interesse an Rundtouren

Schnell zeichnete sich ab, dass besonders die Rundtouren auf großes Interesse stoßen, sodass die neue Radwegekarte des Naturpark Altmühltal gern mitgenommen wurde. Obwohl viele der Messebesucher am Freitag aus München und dem Umland kamen, informierten sie sich außerdem nicht nur über Tagesausflüge, sondern oft auch über Mehrtagestouren. Nach dem äußerst gelungenen Start hofft das Naturpark-Team nun auf zwei weitere erfolgreiche Messetage in München – und in der Folge auf den Besuch vieler begeisterter E-Biker in der Region.

Auf dem richtigen (Rad)weg

Altmühltal-Radweg unter den beliebtesten deutschen Fernradwegen

Der Altmühltal-Radweg ist wiederholt ausgezeichnet worden. Er gehört zu den beliebtesten Fernradtouren Deutschlands.

Eine der zehn beliebtesten Fernradrouten Deutschlands führt quer durch den Naturpark Altmühltal: In der Radreiseanlayse 2021 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), die am 16. März 2022 veröffentlicht wurde, wählten die Befragten den Altmühltal-Radweg auf Platz sechs. Damit verbesserte sich die Route im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze, was umso erfreulicher ist, da diesmal auch noch mehr Radreisende befragt wurden – 10.300 im Vergleich zu 8.000 im Vorjahr.

Entsprechend stolz ist Christoph Würflein, der Geschäftsführer des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal, auf das Ergebnis: „Wir freuen uns sehr über diese positive Bewertung – und auch darüber, dass mit dem Donau-Radweg auf Platz sieben und dem Fünf-Flüsse-Radweg auf Platz zehn zwei weitere Routen aus dem Naturpark-Gebiet unter den Top 10 gelandet sind.“ Das Ergebnis sei eine wichtige Bestätigung für die gemeinsame Arbeit des Naturparks und seiner Partner, betont Würflein: „Neben den Landkreisen und Orten spielen hier auch unsere Gastgeber eine besondere Rolle, denn sie machen das positive Raderlebnis für unsere Gäste erst komplett.“

Rundtouren liegen im Trend

Rund um den Altmühltal-Radweg als touristischen Leuchtturm hat der Naturpark Altmühltal in den vergangenen Jahren im Rahmen einer Qualitätsoffensive einiges getan, um das Angebot in Sachen Radreisen weiter zu verbessern. So wurde unter anderem die durchgängige Beschilderung der Wege nach FGSV-Kriterien vorangetrieben. Bei den Trends, die die Radreiseanalyse aufzeigt, haben die Verantwortlichen deshalb ganz genau hingesehen. Zum einen steigt die Zahl der E-Bike-Fahrer weiter deutlich an: Während noch 2018 nur 23 Prozent der Radler mit Tretkraftunterstützung unterwegs waren, waren es 2021 bereits 42 Prozent. Dadurch ändern sich auch die Kriterien, nach denen die Radler ihre Touren aussuchen.

„Der ADFC hat festgesellt, dass Radreisende immer öfter nach Angeboten für Sterntouren suchen“, erklärt Würflein. „Das bedeutet, sie möchten an einem Urlaubsort bleiben und von dort aus verschiedene Tagestouren unternehmen.“ In diesem Bereich der (Tages-)Rundtouren, die für E-Bikes gut geeignet sind, habe der Naturpark sein Angebot in jüngster Zeit erweitert. Eine Radkarte mit 15 Tourvorschlägen ist 2021 erschienen, online gibt es noch weitere Angebote für Tourenradler, aber auch speziell für Gravel-Biker und Rennradler. Zum neuen Geo-Radweg Altmühltal, der im Sommer offiziell eröffnet wird, soll es ebenfalls mehrere Rundtourenvorschläge geben. Die Ergebnisse der Radreiseanalyse sieht der Geschäftsführer als Bestätigung: „Das zeigt uns: Wir sind eindeutig auf dem richtigen Radweg.“

Kleider für Ukraine-Flüchtlinge

Lions Club Altmühltal ruft zur Kleiderspende für Flüchtende aus der Ukraine auf

Die Kleidung kann während der Öffnungszeiten des Sozialkaufhauses abgegeben werden (Industriestraße 10, 91757 Treuchtlingen, Mittwoch, Freitag, Samstag: 9.00 bis 12.30 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9.00 bis 18.00 Uhr)..

Momentan kommen täglich zwischen 50 und 100 Menschen aus der Ukraine in Treuchtlingen an. Sie sind vorübergehend in der Sporthalle an der Senefelder Schule untergebracht. Es sind v.a. Frauen mit Kindern, die aus den Bussen nach Treuchtlingen aussteigen. Ein Helferkreis nimmt sich der Menschen an.

Erfolgreiche Benefizaktion an Fasching

Der Lions Club Altmühltal wird deshalb den diesjährigen Erlös aus der Krapfen-Schmaus-Aktion über die Faschingstage für die Unterstützung dieser Menschen aus der Ukraine einsetzen. „Ich danke allen Firmen und Organisationen, die durch den Ankauf frischer Faschings-Krapfen dazu beigetragen haben, dass wir was 2.000€ an Spenden einbringen können. Niemand hat damit gerechnet, dass es aus aktuellem Anlass so schnell notwendig sein wird, humanitäre Hilfe zu leisten.“ So beschreibt Präsident Uwe Linss die Situation. Insgesamt wurden über 2500 Krapfen verkauft, ein Kraftakt für die Organisatoren und v.a. das Team in der die Aktion unterstützenden Bäckerei Lehner.

Den Menschen fehlt es an Kleidung

Ein Teil der Spenden wird aktuell dafür verwendet, dass sich Menschen mit neuer Kleidung versorgen können. Viele von ihnen kommen nur mit dem Nötigsten an Kleidung an, haben in der Reisetasche nur wenig zum Wechseln mitnehmen können. Der Lions Club und das Sozialkaufhaus der Diakonie rufen deshalb zur Kleiderspende für Kinder, Jugendliche und Frauen auf. Im Sozialkaufhaus können sich dann die Menschen mit neuer Kleidung versorgen. Maria Schmoll, Leiterin des Sozialkaufhauses ist auf den zusätzlichen Ansturm auf ihre zum Verkauf vorgesehen Kleidungsstücke zwar gut vorbereitet vorbereitet, sieht aber bereits die ersten Engpässe aufgrund der hohen Nachfrage. Kleidungsstücke sollten gut erhalten und tragbar sein, sie dürfen gerne auch modisch aktuell sein. 

Die Lions werden darüber hinaus in enger Abstimmung mit den in Treuchtlingen beteiligten Helfereinrichtungen vor allem weitere Einzelfallhilfen leisten. Kinder und Familien stehen dabei im Mittelpunkt.

Altmühltaler-Lamm-Königin gesucht!

Junge Frauen ab 18 Jahren können sich jetzt bewerben

Zuletzt war Franziska Lechner im Jahre 2019 als Altmühltaler-Lamm-Königin im Ein­satz und stand als Repräsentantin des regionalen Produkts „Altmühltaler Lamm“ auf zahlreichen Veranstaltungen mit im Mittelpunkt, besuchte Messen in ganz Deutschland, lernte viele interessante Menschen kennen und knüpfte zahlreiche Kontakte. Jetzt gibt die Berolzheimerin die Krone weiter. Noch bis zum 31. März 2022 haben junge Frauen ab 18 Jahren Gelegenheit, sich für ihre Nachfolge zu bewerben.Ihre Bewerbungsunterlagen mit Foto, einem kurzen Lebenslauf und einer Erläuterung, wieso sie für das Amt Interesse zeigen, können sie einfach direkt per E-Mail an info@naturpark-altmuehltal.de senden.

Franziska Lechner gibt ihr Amt jetzt an die Nachfolgerin weiter.

Die zukünftige Altmühltaler-Lamm-Königin sollte aufgeschlossen sein für neue Erfah­rungen und Spaß an öffentlichen Auftritten haben – schließlich sind bei den Veran­staltungen rund ums „Altmühltaler Lamm“ die Blicke mehrerer tausend Besucher auf sie gerichtet. Begeisterung für die „Altmühltaler Lamm“-Produkte ist natürlich auch eine Voraussetzung für das Amt, außerdem ist ein bisschen Vorwissen aus der Land­wirtschaft oder der Schäferei von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. Wichtig ist auch ein Interesse an den Natur- und Kulturlandschaften des Naturpark Altmühltal, denn die Altmühltaler-Lamm-Königin repräsentiert nicht nur eine erfolgreiche Regionalmarke. „Sie ist darüber hinaus eine Botschafterin für die traditionelle Schä­ferkultur im Naturpark Altmühltal, die auch ein wichtiger Ansatzpunkt unseres Touris­muskonzepts ist“, erklärt Christoph Würflein, der Geschäftsführer des Tourismusver­bands Naturpark Altmühltal. Die weidenden Schafherden schützen nämlich die wertvollen Wacholderheiden vor dem Verbuschen. Mit einer eigenen Königin für das „Altmühltaler Lamm“ möchten der Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. und der Verein der Hüteschäfer im Naturpark Altmühltal e.V. mehr Aufmerksamkeit für den Schäferberuf, die Rolle der Schafe als Landschaftspfleger und natürlich auch für die hervorragenden regionalen Produkte des „Altmühltaler Lamms“ gewinnen.

Die Regentschaft dauert zwei Jahre. Ihren ersten offiziellen Auftritt hat die neue „Altmühltaler Lamm“-Königin am 14. und 15. Mai 2022 beim „Altmühltaler Lamm“-Auftrieb in Mörnsheim: Zusammen mit dem Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek wird sie die Schafherden bei ihrem Auszug auf die Sommerweide begleiten. Vorher wird sie natürlich mit dem „Königinnen-Zubehör“ ausgestattet. Die „Regentin“ erhält kostenlose Verpflegung auf den Veranstaltungen. Da sie in der gesamten Region und darüber hinaus unterwegs ist, sollten Bewerberinnen über einen Führerschein und ein Auto verfügen. Die Fahrtkosten werden natürlich erstattet.

Weitere Informationen: Informationszentrum NATURPARK ALTMÜHLTAL

Notre Dame 1, 85072 Eichstätt, Tel. 08421/9876-14, info@naturpark-altmuehltal.de, www.naturpark-altmuehltal.de/lammkoenigin

Das Jurahaus aufgemöbelt

Bezirk Mittelfranken fördert denkmalgerechte Sanierung mit 15.000 Euro

Ein weiterer Zeuge der einzigartigen regionalen Baukultur im Altmühltal konnte gesichert und mit neuem Leben erfüllt werden. Das denkmalgeschützte Wohnhaus in Büttelbronn, einem Ortsteil von Langenaltheim, erstrahlt nach einer umfangreichen und fachmännischen Sanierung in neuem Glanz. An den Kosten für den denkmalpflegerischen Mehraufwand hat sich der Bezirk Mittelfranken mit 15.000 Euro beteiligt.

Bei dem kleinen Bauernhof mit dem eingeschossigen, jetzt sanierten Wohnhaus und einer Scheune in Jura-Bauweise handelt es sich um ein ortsbildprägendes Baudenkmal. Das Ensemble wurde im frühen 19. Jahrhundert erbaut. Das große Wohnhaus war vor einigen Jahren sogar einsturzgefährdet und musste notgesichert werden. Die denkmalgerechte Sanierung umfasste auch das mächtige Dach. Dieses ist mit sogenannten Legschieferplatten belegt, dabei handelt es sich um dünne Kalkplatten aus Solnhofener Plattenkalk. Diese für die Region typische historische Deckung wiegt etwa das Dreifache einer Biberschwanz-Deckung, weshalb die Dachbalken auch entsprechend stabil sein müssen. Für die notwendige Dämmung des Daches sorgen Holzweichfasern und in den Zwischensparren Zellulose.

Dem historischen Vorbild nachempfunden sind die Wärmeschutzfenster aus Holz. Aufwändig gestaltete sich die Erneuerung des Fußbodens im Erdgeschoss, die neue Bodenplatte stabilisiert jetzt auch die Wände des Wohnhauses. Für die denkmalkonforme Sanierung historischer Bausubstanz hielt der Bezirk Mittelfranken im letzten Jahr einen Fördertopf in Höhe von 600.000 Euro bereit.    

Noch mehr Freizeitspaß

Neuer Freizeitführer präsentiert die Angebote der Gästekarte

Ermäßigung auf den Eintrittspreis oder andere attraktive Vergünstigungen bei Sport- angeboten und Familienabenteuern, bei der Einkehr oder beim Einkaufen – das bie- tet die Seenland.Card. In sieben Urlaubsorten im Fränkischen Seenland erhalten alle Gäste über 18 Jahre die praktische Karte beim Check-In von ihrem Gastgeber: in der Stadt Gunzenhausen, den Gemeinden Muhr a.See, Haundorf und Pfofeld, im Markt Pleinfeld, im Markt Absberg sowie in der Stadt Spalt. Voraussetzung ist mindestens eine gebuchte Übernachtung; die Karte ist nicht übertragbar.
Welche Angebote und Vergünstigungen sie erwarten, erfahren Urlauber aus dem Freizeitführer „Mehr erleben mit der Seenland.Card“, der jetzt neu aufgelegt wurde. Für jeden Urlaubstyp ist etwas geboten: Sportbegeisterte freuen sich auf Surf-, Segel- und Wakeboardangebote oder Bootstouren auf den Seen. Bei Fahrten mit der „MS Altmühlsee“ und der „MS Brombachsee“ profitieren die Gästekarteninhaber ebenfalls. Aber auch an Land zeigt sich das Fränkische Seenland als kontrastreiche Region – die sich zum Beispiel mit Mieträdern erkunden lässt.
Auf Familien warten Spaß und Abenteuer zum vergünstigten Preis: Hochseilgärten, Bogenschießen, Ponyreiten, Mini- und Soccer-Golf oder ein Besuch im Freibad las- sen keine Langeweile aufkommen. Und auch für Regenwetter gibt es spannende An- gebote. Kulturbegeisterte Urlauber freuen sich besonders über die vielen Museen,
erlebnisreichen Führungen und Veranstaltungen, die sie mit der Seenland.Card zu besonders günstigen Konditionen besuchen können. Selbst bei Ausflügen über die Grenzen des Fränkischen Seenlands hinaus profitieren Urlauber von der Gästekarte – zum Beispiel im Playmobil-FunPark in Zirndorf, in Ansbach, Dinkelsbühl, Nördlin-
gen oder im Naturpark Altmühltal.
Aber nicht nur Freizeitangebote entdeckt man mit der Seenland.Card vergünstigt – auch die Gastronomen im Fränkischen Seenland servieren Seenland.Card-Besitzern gern ein kleines Extra. Nach den echt fränkischen Spezialitäten aus frischen, regio-
nalen Zutaten gibt es hier zum Beispiel gratis einen Schnaps oder Espresso oder eine Kugel leckeres Eis für die kleinen Gäste. Beim Einkaufen von Urlaubsmitbring- seln oder Spezialitäten lohnt es sich ebenfalls oft, die Gästekarte vorzulegen. Rabatt bekommt zum Beispiel, wer die neue Seenland-Kiste in der „Seekiste“ in Gunzen-hausen einkauft: Dank der Kiste mit vielen kulinarischen Leckerbissen von regiona- len Anbietern lässt sich der Geschmack des Fränkischen Seenlands sogar mit nach Hause nehmen.

Krude Ideen dürfen nicht salonfähig werden

Resolution gegen die Coronaleugner

Angesichts der regelmäßigen Demonstrationen gegen die Coronamaßnahmen im Landkreis, die teils unter dem Deckmantel scheinbar harmloser “Spaziergänge” stattfinden, haben die beiden SPD- Kreisvorsitzenden Anette Pappler und Harald Dösel sowie SPD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, Mathias Hertlein, die Initiative ergriffen und eine Resolution verfasst, mit der sie diesen von Coronaleugnern und Verschwörungsideologen gesteuerten Aktionen entgegentreten wollen. Unter dem Motto “Für Vernunft und Solidarität in der Corona-Pandemie“ sollen auf einer unter https://www.erklaerung-fuer-vernunft- und-solidaritaet.de/ eigens von Mathias Hertlein eingerichteten Online-Plattform möglichst viele Unterschriften gesammelt werden, um deutlich zu machen, dass die sich dort zeigende, von
Verschwörungsmythen, Wissenschaftsfeindlichkeit und Demokratieverachtung geprägte Gedankenwelt keineswegs von einer Mehrheit der Bevölkerung geteilt wird.

Um für ihre Initiative eine möglichst breite, überparteiliche Basis zu schaffen, sind Pappler, Dösel und Hertlein vorab im Landkreis auf mögliche Unterstützer zugegangen. “Wir freuen uns sehr, dass wir zahlreiche bekannte und einflussreiche
Persönlichkeiten im Landkreis als Erstunterzeichner gewinnen konnten”, betonen die drei Initiatoren. Auch Landtagsabgeordneter Wolfgang Hauber (FW) unterstützt die Resolution und betont, dass die Versammlungsfreiheit und das Recht zu demonstrieren zwar ein hohes Verfassungsrecht darstellen und selbstverständlich Menschen auf die Straße gehen können, um auf ihre Ängste vor einer Impfung hinzuweisen. Die Politik nehme diese Sorgen und Ängste natürlich auch wahr und berücksichtige sie bei der Abwägung ihrer Entscheidungen. “Wenn aber Coronaleugner, Verschwörungstheoretiker, Feinde unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung, extremistische Parteien und Gruppierungen versuchen, die vorhandenen Ängste für ihre Zwecke zu nutzen und die Versammlungsteilnehmer
missbrauchen, um ihre kruden Ideen salonfähig zu machen, sage ich ein deutliches und lautes NEIN und unterstütze deshalb gerne diese Resolution.“

Ebenfalls beteiligt sich der Erste Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen, Karl-Heinz Fitz (CSU) als Erstunterzeichner der Resolution: “Die massiv zunehmenden Kundgebungen und Spaziergänge befremden mich zunehmend. Konterkarieren sie doch unsere täglichen Bemühungen, unter den Erschwernissen der Pandemie, die Verwaltung, die Einrichtungen der
Daseinsfürsorge und nicht zuletzt Altenheime und Büchereien am Laufen zu halten.” Die Veranstaltersprächen von „Globaldiktatur“ und bedienten sich der Grundrechte des Rechtsstaates auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit, um zu behaupten, für Demokratie einzutreten.

Weitere Erstunterzeichner der Resolution sind:

Wolfgang Hauber – Weißenburg (Landtagsabgeordneter und Kreisvorsitzender der Freien Wähler
Weißenburg-Gunzenhausen)
Mathias Hertlein – Markt Berolzheim (Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Weißenburg-
Gunzenhausen)
Josef Miehling – Pleinfeld (Vorsitzender der Freie Wähler-Kreistagsfraktion Weißenburg-Gunzenhausen)
Werner Falk – Gunzenhausen (Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion Weißenburg-Gunzenhausen)
Felix Goldhorn – Weißenburg (Kreisrat im Kreistag Weißenburg-Gunzenhausen)
Karl-Heinz Fitz – Gunzenhausen (Erster Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen)
Joachim Wegerer – Raitenbuch (Erster Bürgermeister der Gemeinde Raitenbuch)
Tobias Eberle – Solnhofen (Erster Bürgermeister der Gemeinde Solnhofen)
Dieter Rampe – Muhr am See (Erster Bürgermeister der Gemeinde Muhr am See)
Jürgen Pawlicki – Gnotzheim (Erster Bürgermeister der Gemeinde Gnotzheim)
Reinhold Huber – Langlau (Erster Bürgermeister der Gemeinde Pfofeld) Anette Pappler – Pappenheim (SPD-Kreisvorsitzende)
Hamit Bakir – Weißenburg (Mitglied im Sprecher*innenrat des Landkreisbündnisses gegen Rechts
Weißenburg-Gunzenhausen )
Martin Britz – Weißenburg (Geschäftsführer Lebenshilfe Altmühlfranken)
Willi Ruppert – Treuchtlingen (DGB)
Christa Naaß – Obererlbach (Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten Mittelfranken und
Landtagsabgeordnete a.D.)
Alexander Höhn – Ellingen (Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion Weißenburg-Gunzenhausen)
Renate Peiffer – Muhr am See (Bündnis 90/Die Grünen)
Reinhard Ebert – Heidenheim (Vorsitzender der ÖDP-Kreistagsfraktion Weißenburg-Gunzenhausen)
Jürgen Schröppel – Weißenburg (Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Weißenburg)
Dr. Dr. Kristina Becker – Treuchtlingen (Erste Bürgermeisterin der Stadt Treuchtlingen und CSU-
Kreisvorsitzende Weißenburg Gunzenhausen)
Heinz Meyer – Polsingen (Erster Bürgermeister der Gemeinde Polsingen)
Günter Ströbel – Dittenheim (Erster Bürgermeister der Gemeinde Dittenheim)
Wilhelm Maderholz – Reuth unter Neuhaus (Erster Bürgermeister der Gemeinde Ettenstatt)
Manfred Schuster – Alesheim (Erster Bürgermeister der Gemeinde Alesheim)
Harald Dösel – Weimersheim (SPD-Kreisvorsitzender)
Peter Bauer – Gunzenhausen (Mitglied im Vorstand des Linken-Kreisverbands Westmittelfranken)
Ursel Stief – Weißenburg (Vorsitzende des AWO-Ortsvereins Weißenburg)
Agnes Mendel – Pleinfeld (Vorsitzende Ver.di Ortsverein Altmühltal und Stellvertretende Vorsitzende
DGB Ortsverband Weißenburg-Gunzenhausen)
Victor Rother – Weißenburg (Mitglied im Sprecher*innenrat des Landkreisbündnisses gegen Rechts
Weißenburg-Gunzenhausen )

Gräfin Agnes war eine „Ohmerin“

Patronatsherrin der Kirche in Aha im 12. Jahrhundert

Wer an der lokalen Geschichte interessiert ist, der findet immer wieder neue Aspekte, die ihn fesseln können.  Wissenschaftler helfen ihm dabei, die Ursprünge zu entdecken, die vielfältigen und oftmals verschlungenen Verbindungen zu erkennen. Sigrid Buchner widmet sich in der aktuellen Ausgabe von „Alt-Gunzenhausen“ der Agnes von Dollnstein. Das wäre vielleicht nicht weiter erwähnenswert, war sie doch geografisch dem oberen Altmühltal etwas entrückt, aber die Tatsache, dass sie anfangs des 12. Jahrhundert Patronatsherrin von Aha war, das lässt aufhorchen und macht neugierig.

Prozessakten von 1222 führen auf die Spur und sind für die Ortsgeschichte von Aha von Bedeutung. Siglinde Buchner, die ehrenamtliche Kreisarchivpflegerin, macht die Hochadeligen ausfindig, die  im 12. Und 13. Jahrhundert im Gunzenhäuser Land begütert werden und Herrschaftsgewalt hatten. Aus den Akten wissen wir, dass die damalige Kapelle von Pflaumfeld zur Pfarrei Aha gehörte, und zwar „zu ewigen Zeiten“. So besagt es ein Schiedsverfahren vor dem Eichstätter Bischof Hartwig.  Und man erfährt, dass zu dieser Zeit Gräfin Agnes von Dollnstein das Patronatsrecht über die Kirche zu Aha hatte. Das verwundert vor allem die Historikerin Siglinde Buchner, denn Agnes gehörte somit  zu den wenigen weltlichen Frauen, die damals das Patronatsrecht (heute: die Schirmherrschaft) ausüben durften.

Die Historikerin kommt zur Ansicht, dass Agnes von Dollnstein eine Tochter des Nürnberger Burggrafen Konrad von Raabs war,  denn als ihre Schwester wird Sophia von Raabs genannt, die mit dem späteren Burggrafen Friedrich I. aus dem Geschlecht der Hohenzollern verheiratet war.  Diese war damit zugleich die Stammmutter der Burggrafen von Nürnberg, ab 1415 der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, der preußischen Könige und der deutschen Kaiser.

Die Wissenschaft nimmt an, dass Agnes der edelfreien Familie der Truhendinger angehörte. Sie war in der Folge des Jahres  1180 mit Gebhard IV. von Dollnstein verheiratet. Beide hatten drei Kinder. Der Jüngste wurde übrigens  von seinem Hofnarren bei der Belagerung der Burg Nassenfels  im Altmühltal 1245 erstochen. Die Burg Hirschberg war damals die Stammburg derer von Dollnstein. Die Familie hatte seinerzeit noch Besitzungen in Dornhausen und Pfofeld (Wald „Jungholz“,  auch „Walchersberg“ genannt), verkaufte sie aber 1303 an den Eichstätter Bischof. Ein Urenkel der Agnes, es war Graf Gebhardt VII. von Hirschberg, veräußerte zur gleichen Zeit  stark verschuldet die  Burg Sandsee bei Pleinfeld ebenfalls an den Kirchenfürsten.

Es wird angenommen, dass die hochadeligen Vorfahren von Agnes am kaiserlichen Hof verkehrten und somit von hohem gesellschaftlichen Rang waren. In Urkunden werden ihr Vater und Schwiegervater als Zeugen in Urkunden des Kaisers Barbarossa genannt.

Agnes von Dollnstein  war nach der Forschung von Siglinde Buchner das Verbindungsglied zwischen den Grafen von Abenberg und den Grafen von Hirschberg, denn sie hatte einen Teil des Abenberger Besitzes ihrer Mutter durch Vermählung mit in die Familie von Hirschberg eingebracht. Das ist urkundlich bewiesen.

Das Jahrbuch „Alt-Gunzenhausen“ ist für 15 Euro im Gunzenhäuser Buchhandel erhältlich.

Von Gunzenhäuser Hopfenhändlern

Werner Neumann schreibt darüber in „Alt-Gunzenhausen“

Das Titelblatt des Lagerbuchs der Gunzenhäuser Brauerei Lehner. Das Stadtarchiv ist im Besitz der Aufzeichnungen.

Das Spalter Hopfenland ist heute in aller Munde. Aber der Hopfenanbau war früher nicht darauf beschränkt, das „grüne Gold“ wuchs auch auf den Feldern der Bauern im Altmühltal und Hahnenkamm. Wichtige historische Quellen für den Hopfenhandel in Gunzenhausen und seinem Umfeld im 18. bis in das 20. Jahrhundert liefern das Tagebuch der Handelsfamilie Wucherer und das Lagerbuch der Brauerei Lehner. Darauf bezieht sich der Autor Werner Neumann in der neuen Ausgabe von „Alt-Gunzenhausen“.

Die Familiengeschichte der Wucherers waren reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Sie waren Kupferschmiede und Eisenhändler, handelten wohl aber mit Hopfen, wie aus ihrem Tagebuch hervor geht. In geringen Mengen bauten die Wucherers auch selbst Hopfen an, wobei es Höhen und Tiefen gab, wie ein Eintrag von 1776 verrät:  „Der Hopfen ist in diesem Jahr nicht wohl geraten, er ist schwarz geworden, von den Mücklein, welche millionenweis unter den Blättern gesessen.“  Bis nach Mannheim und Heidelberg sind sie gereist, um ihre geringen Mengen loszuwerden.  Um 1800 haben sie den Anbau eingestellt.

Der Brauereibesitzer Wilhelm Lehner (sein Vater Johann Paul stammte aus Windsfeld und hatte 1867 die Brauerei, Mälzerei und Gastwirtschaft in der Weißenburger Straße 24 erworben) bezog den Hopfen von nach Aufzeichnungen von 1905 von Johann Georg Hermann Fischer (Gastwirt, Viehhändler und Viehaufkäufer von der Bühringerstraße 28),  dem  Wirt und Metzger Johann Wilhelm Luger vom Marktplatz 41, dem Bäcker Wilhelm Moßhammer von der Weißenburger Straße 12 und dem Metzger Georg Thomas Schwarzbeck von der Kirchenstraße 12, ferner von Johann Kirsch und Hans Raab.  Vor allem kamen die Dolden von dem jüdischen Händler Lazarus Bergmann.   Belegt ist, dass dieser 1910 insgesamt 2100 Zentner an Lehner lieferte.  Es waren an die zwanzig jüdische Händler, die lieferten. Viele kleine Mengen brachten die Hopfenbauern aus Aha, Windsfeld, Wachstein, Kalbensteinberg, Maicha, Wachenhofen und noch etlichen anderen Ortschaften der Umgebung zur Brauerei. Christliche Hopfenhändler gab es natürlich auch, u.a. Leonhard Griesmeyer (er handelte auch mit gewebten Erzeugnisse und mit Tauben),  Michael Huber, Friedrich Huß (Malzfabrik) und Johann Kräutlein (Hopfenstangenhandel).

Werner Neumann hat in den Wuchererschen Tagebuchaufzeichnungen auch Hinweise auf eine Naturkatastrophe im Februar 1784 gefunden, als „unter einem schrecklichen Sturm mit Donner und Blitz die 3 schuhdicken Eisschollen brachen und das sonst faule und stille Wasser der Altmühl die ganze Nacht fürchterlich wütete und tobte“. Sogar die Spitalkirche stand unter Wasser und die hölzerne Altmühlbrücke wurde „unter erstaunlichem Krachen“ eingerissen. Auch 1881 richtete ein Orkan „gräßliche Verheerungen“ an.

Zu den „Zupfianern“, also den Hopfenpflückern, bemerkt der Autor, dass sie fröhliche Stunden in der „Goldenen Krone“ verbrachten bevor sie „ihren“ Bauern zugeteilt wurden. Das Bezirksamt (heute: Landratsamt)  erließ für die Gemeidnen Absberg, Enderndorf, Fünfbronn und Igelsbach die distriktpolizeiliche Anordnung, wonach Zigeuner und Menschen, die mit Wohnkarren herumziehen, nicht beschäftigt werden durften.  Sofern vom Standpunkt der Schulaufsicht aus „kein Hindernis bestand“ waren auch Kinder zugelassen.

Das Jahrbuch „Alt-Gunzenhausen“ ist für 15 Euro im örtlichen Buchhandel erhältlich.