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Bücherschrank für alle

Standort vor der Tourist-Information in Gunzenhausen

Freuen sich über den Bücherschrank in Gunzenhausen: (v.li.) Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Landrat Manuel Westphal, Sparkassenvorstand Burkhard Druschel, Direktor Privat und Firmenkunden Bernd Reichert. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen / Sabrina Huf


Im vergangenen Jahr hat die Sparkasse Gunzenhausen ihr 200-jähriges Jubiläum gefeiert. Anlässlich des Jubiläums wurde in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ein öffentlicher Bücherschrank unter den Kommunen aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse verlost. Glückliche Gewinnerstadt ist Gunzenhausen. Der Bücherschrank konnte nun vor der Tourist Information in der Rathausstraße aufgestellt werden.
Im November 2023 startete das Landratsamt unter den Städten und Gemeinden im Geschäftsgebiet der Sparkasse Gunzenhausen einen Aufruf zur Bewerbung für die Verlosungsaktion. Fünf Bewerbungen sind dafür eingegangen. Kurz vor Weihnachten wurde dann die Stadt Gunzenhausen gezogen und kann sich seit Ende März über den Bücherschrank freuen.
„Anlässlich unseres Sparkassenjubiläums wollten wir ein Projekt in unserem Geschäftsgebiet unterstützen. Von Seiten des Landkreises kam die Idee, einen Bücherschrank aufzustellen. Wir konnten uns schnell für die Idee begeistern und freuen uns, dass der Bücherschrank nun der Bevölkerung aber auch den Gästen zur Verfügung steht“, so der Sparkassenvorstand Burkhard Druschel.
Die Idee hinter dem Bücherschrank ist einfach: Jeder kann vorbeigehen und sich eine passende Lektüre raussuchen, mitnehmen und in Ruhe lesen. Ob man das Buch zurückbringt oder nicht, kann man selbst entscheiden. Genauso kann man aber auch ausgelesene Bücher in den Schrank stellen und dem nächsten Leser oder der nächsten Leserin somit anbieten.
Landrat Manuel Westphal freut sich über das Projekt: „Mit dem Bücherschrank leisten wir letztlich auch einen einfachen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Die Bücher sind da und können gelesen werden. Vielen Dank an die Sparkasse Gunzenhausen, die die Umsetzung möglich gemacht hat.“ Und ein Geschenk hatte der Landrat auch noch im Gepäck. Die Mitarbeitenden des Landratsamtes haben rund 50 Bücher aus den eigenen Beständen gespendet, die den Bücherschrank nun füllen.
„Als kultur- und lesebegeisterte Stadt freuen wir uns über den Gewinn des offenen Bücherschranks. Der Standort vor unserer Tourist Information ist optimal gewählt, laden doch angrenzende Sitzmöglichkeiten am idyllischen Neptunbrunnen zum gemütlichen Schmökern ein. Unsere Bürgerinnen und Bürger, aber auch alle Gäste der Stadt Gunzenhausens sind herzlich eingeladen, gute Geschichten zu tauschen, alten Büchern ein neues Zuhause zu geben und Kulturgut für die Hosentasche mitzunehmen. Ich wünsche viel Spaß beim Stöbern und Lesen!“, ergänzt Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz.

Doppelter Geldsegen für Triesdorf

Zukunftsstiftung der Sparkasse Ansbach spendet 7.000 Euro

Die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf (LLA) des Bezirks Mittelfranken dürfen sich über eine Spende in Höhe von 7.000 Euro für ihren Apfelrundweg „Via Mali“ freuen. Die Mittel stammen aus der neu gegründeten Zukunftsstiftung „Nachhaltige Heimat“ der Sparkasse Ansbach. Werner Frieß, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, überreichte gestern vor der malerischen Kulisse des Hofgartenschlosses in Triesdorf zwei Spendenbestätigungen an Bezirk-tagspräsident Peter Daniel Forster und Markus Heinz, den Direktor der Landwirtschaftlichen Lehranstalten. Das Geld kommt dem wichtigen Thema Streuobst-Pädagogik zu Gute
4.000 Euro dürfen die Triesdorfer Projektverantwortlichen nutzen, um Schulklassen im Bereich der oftmals relativ teuren Bustransfers zu entlasten. Weitere 3.000 Euro fließen in die mediale Weiterentwicklung des Apfel-Themenweges: Die 16 Stationen des Rundweges sollen durch die Integration von Audio-Guides erweitert werden. So können Besucher die Route ohne Führung selbstständig ablaufen und hierbei allerlei Wissenswertes rund um das Thema Apfel hören, sehen und fühlen.
In seinem Grußwort bezeichnete Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster Triesdorf mit seinen rund 1.000 verschiedenen Apfelsorten als „Hot Spot der Apfelzucht weltweit“. Das Ziel der „Via Mali“ sei, „…diese Vielfalt und diesen großen Schatz vor Ort den Kindern spielerisch zu vermitteln.“ Werner Frieß, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, betonte, dass Nachhaltigkeit im Kleinen beginne und damit vieles bewirkt werden kann: „Mit der Stiftung ‚Nachhaltige Heimat‘ können wir zwar nicht das große Weltgeschehen verändern, aber hier in der Region junge Menschen an das Thema heranführen.“
Bei der Spendenübergabe mit dabei war auch die 4. Klasse der Markgrafenschule Weidenbach mit Rektorin Daniela Liederer-Gögelein.

2,4 Mio Euro für Absberg

Förderung für 30 Plätze für ältere Menschen mit Behinderung in Absberg

Die Regens-Wagner-Stiftung Zell errichtet in Absberg 30 Plätze zur Tagesstruktur für ältere Menschen mit Behinderung nach dem Erwerbsleben. Hierfür erhalten Sie 2,4 Millionen Euro vom Freistaat. Darauf hat jetzt der CSU-Stimmkreisabgeordnete Helmut Schnotz hingewiesen. 

Die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist ein wichtiges Ziel der bayerischen Staatsregierung.

Helmut Schnotz: „Um dieser Zielsetzung gerecht zu werden, unterstützt der Freistaat die Regens-Wagner-Stiftung mit einem Zuschuss von 2.432.100 Euro beim Erweiterungsbau von 30 Tagesstrukturplätzen in Absberg für ältere Menschen mit Behinderung nach dem Erwerbsleben.“

Dazu Doris Frohnhöfer, Gesamtleitung Regens Wagner Absberg: „Wir sind sehr glücklich und dankbar über die großzügige Förderung durch die bayerische Staatsregierung. Der Erweiterungsbau ermöglicht bedarfsgerechte Förder- und Beschäftigungsangebote, die an die bisherige individuelle Biographie anknüpfen. So können beispielsweise kreative oder musische Angebote noch zielgerichteter in den neuen Räumen realisiert und ein bedürfnisorientiertes und tagestrukturierendes Angebot für unsere Klienten geschaffen werden.“

Der Landtagsabgeordnete abschließend: „Die Versorgung der steigenden Zahl älterer Menschen mit Behinderung mit Plätzen zur Tagesbetreuung ist ein wichtiges Anliegen der bayerischen Behindertenpolitik. Herzstück ist der Gedanke, älteren Menschen mit Behinderung möglichst lange ein Leben in ihrem Wohnumfeld zu ermöglichen.

Forum für Energie und Wasserkraft

Bayernweite Tagung am 23. April in der Stadthalle Gunzenhausen

Die „Bayerische Gemeindezeitung“ und der Bayerische Gemeindetag veranstalten am 23. April gemeinsam ein landesweites „Bayerisches Energie- und Wasserkraft-Forum“ in der Stadthalle Gunzenhausen. Die überregionale Tagung mit Experten aus dem ganzen Bundesgebiet unterstreicht einmal mehr den exzellenten Ruf, den sich die Stadthalle inzwischen erworben hat.

In der Stadthalle präsentieren sich ab 9 Uhr 36 Firmen, Verbände und Organisationen, die auf dem Energiesektor vertreten sind. Den ganzen Tag über können sich die Teilnehmer über das Angebot informieren. Dazu ist im Foyer eine große Aussstellung aufgebaut.

Über die ersten Schritte hin zu einer kommunalen Wärmeplanung im Freistaat referieren Fabian Schatz vom Wirtschaftsministerium und Stefan Graf vom Bayerischen Gemeindetag. Weitere  Fachleute behandeln aus verschiedenen Sichtweisen die Frage, wie sich Wärmenetz im ländlichen Raum am besten realisieren lassen. Breiten Raum nehmen die Wasserkraft, die Geothermie sowie die Stromkraft ein.

Fair-Trade-Rosen für starke Frauen

Gunzenhausen: „ENSoXX“ hilft in Not geratenen Menschen

„Die Fair-Trade-Botschafterkinder der Grundschule Süd haben am Weltfrauentag faire Rosen an die Mitarbeiterinnen von ENSoXX hilft e.V. übergeben. Foto: Teresa Biswanger


Für sozial Schwächere da sein und von Herzen Gutes tun – der Verein „ENSoXX hilft“ unterstützt Menschen, die unvermittelt in Not geraten sind. Ein hochengagiertes Team, bestehend aus rund 25 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, kümmert sich dabei uneigennützig und unbürokratisch um die Schwächsten in unserer Gesellschaft. Im Café Kleiderkiste in der Spitalfeldstraße im ehemaligen Altmühlcenter werden Kleiderspenden gesammelt und kostenfrei an Notleidende weitergegeben. Dabei geht es aber nicht immer nur um materielle Dinge. Auch als gesellschaftlicher Treff hat sich das Café längst bewährt, denn hier treffen Menschen zusammen und finden ein offenes Ohr.

Am 8. März 2024, pünktlich zum Weltfrauentag, wurden den engagierten Frauen von ENSoXX hilft e.V. auf Initiative der Fair-Trade-Steuerungsgruppe der Stadt Gunzenhausen als kleine Anerkennung für ihr großes Engagement faire Rosen überreicht. 13 Fair-Trade-Botschafterkinder der Grundschule Süd übergaben die vom Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. gesponserten Rosen an die Mitarbeiterinnen.
„Mit dieser kleinen Geste wollten wir starken Frauen unsere Wertschätzung ausdrücken“, betont Kerstin Zels, Sprecherin der Fair-Trade-Steuerungsgruppe. „Die Frauen kümmern sich mit viel Herzblut und Nächstenliebe um sozial Schwächere. Ohne diese Menschen wäre unser Leben ärmer und deswegen gilt es auch mal Danke zu sagen.“
Die gebrauchten Kleider stammen aus Sachspenden, diese können mittwochs von 14 bis 17 Uhr im Café Kleiderkiste abgegeben werden. Hand aufs Herz, die meisten von uns kennen das: Noch gute Klamotten werden aussortiert oder müssen einer Neuanschaffung weichen – dabei sind die alten Sachen noch in Ordnung und sollten nicht gleich weggeworfen werden. „Zum fair sein gehört auch der bewusste Umgang mit Ressourcen. Als Fair-Trade-Stadt positionieren wir uns klar gegen die Wegwerfgesellschaft und unterstützten Projekte wie das Café Kleiderkiste“, ergänzt Kerstin Zels.
Einen Teil der gespendeten Kleider verpackt ENSoXX hilft in Pakete, beispielsweise für Obdachlose in unserer Region. Ein Teil davon wird in Kooperation mit dem Hilfswerk „OASE – Hilfe für Menschen in Not“ nach Osteuropa verschickt. Wer mehr über den Verein erfahren möchte, der kann sich unter www.ensoxx-hilft.de ausführlich informieren. Das Team um Lisa Feuchtmaier steht unter der 0176/56758341 auch gerne für Fragen zur Verfügung.
Alle Mitarbeiterinnen bekamen von den anwesenden Schülerinnen und Schülern der Grundschule Süd rote Rosen überreicht. Die Grundschule Süd wurde 2022 als erste Fair-Trade-Grundschule im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zertifiziert. Dazu haben die Kinder der Ethik-Gruppe einen großen Beitrag geleistet.

Nähere Informationen zur Fair-Trade Stadt Gunzenhausen erhalten Sie unter www.gunzenhausen.de

16,6 Millionen Euro für Triesdorf

Bezirk Mittelfranken investiert in neues Fachzentrum

Beim symbolischen Spatenstich war die Freude groß darüber, dass der Bezirk Mittelfranken trotz angespannter Finanzlage weiterhin in seine renommierten Landwirtschaftlichen Lehranstalten in der Marktgemeinde Weidenbach investiert. So griffen denn auch neben Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster und LLA-Direktor Markus Heinz acht weitere Männer sowie Forsters Stellvertreterin Christa Heckel zu Helm und Spaten, um das Bauprojekt auf den Weg zu bringen. Elf „Vorarbeiter“ setzen die ersten Spatenstiche (von links): LLA-Direktor Markus Heinz, Thomas Eckert (Vorstandsvorsitzender Dömges Architekten AG), FEL-Leiter Norbert Bleisteiner, Weidenbachs Bürgermeister Willi Albrecht, Hans Henninger (stellvertetender Landrat im Landkreis Ansbach), Oliver Jusis (FEL-Projektleiter beim Liegenschaftsreferat des Bezirks Mittelfranken), Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster und seine Stellvertreterin Christa Heckel, Stefan Korinski (Leiter des Liegenschafts-referats des Bezirks), Bezirksrat und LLA-Beauftragter Hans Popp sowie Bauleiter Jürgen Gruber von der Firma Moezer GmbH.


Es geht los: Mit dem offiziellen Spatenstich hat die Umsetzung der „Baumaßnahme 2“ für das neue Fachzentrum für Energie- und Landtechnik (FEL) an den Landwirtschaftlichen Lehranstalten (LLA) begonnen. Deren Träger, der Bezirk Mittelfranken, investiert in das zweiphasige Großprojekt rund 16,6 Millionen Euro. Etwa eine Million Euro steuert das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bei.
Zukünftig bieten die neu geschaffenen Räume Platz für Seminare, Tagungen und Großveranstaltungen. Angehende Landwirte, Landmaschinenmechaniker, Landwirtschaftsmeister, Gärtner, Werker, Winzer, Fachkräfte für Agrarservice sowie Schüler und Studenten der Triesdorfer Einrichtungen erlernen die grundlegenden Fertigkeiten im Umgang mit Landmaschinen, können an Schweißkursen teilnehmen und werden speziell im Umgang mit digitalen und autonomen Anwendungen geschult. Neben der Aus- und Fortbildung sind Praxistage sowie Tagungen von Firmen und Verbänden fester Bestandteil der Aktivitäten am FEL. Mit jährlich 10.000 Teilnehmern – Tendenz steigend – ist das Fachzentrum die größte Einrichtung im Bereich Landtechnik und Energie im gesamten Bundesgebiet. Mit den Ausbildungsgängen Fachkraft Agrarservice, Agrarservice Meister, Fachagrarwirt Erneuerbare Energien sowie den Exklusivseminaren für Servicemitarbeiter aus Handel und Herstellung wirkt die Einrichtung weit über die Grenzen Mittelfrankens hinaus.
Für Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster ist das FEL-Projekt denn auch „ein wichtiger Schritt für unsere Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf und ein klares Bekenntnis zur Landwirtschaft“. LLA-Direktor Markus Heinz pflichtete dem beim Spatenstich bei: „Mit der Baumaßnahme 2 gehen wir einen wichtigen Schritt um die Lehrkräfte und Mitarbeiter mit moderner Infrastruktur auszustatten und legen gleichzeitig den Grundstein um innovative Ausbildungskonzepte voranbringen zu können.“ Thomas Eckert als Vertreter der planenden und ausführenden Architekten Dömges bezeichnete die Fortführung der Bauaktivitäten als „Serie“, die es nun im Sinne der Mitarbeiter und verantwortlichen mit Inhalten zu füllen giltBereits im ersten Bauabschnitt waren die Planer des Architekturbüros Dömges am Werk. Das geplante und von 2018 bis 2020 umgesetzte Raumkonzept der Baumaßnahme 1 erfreut die Mitarbeiter und Kunden zugleich. Neben den neu geschaffenen Funktionsgebäuden für die Aus- und Fortbildung sowie Großveranstaltungen sind auch vorhandene historische Gebäude Bestandteil des Gebäudekonzeptes. Die Gastonscheune wurde umgebaut und dient zu Besprechungen und Seminaren, das generalsanierte Stallmeisterhaus von 1746 ist seit 2022 Sitz von Schulleitung und -verwaltung.
Nun also folgt Baumaßnahme 2, bestehend aus den drei weiteren Lehrhallen Ost und gleichfalls fünf Lehrhallen West samt Seminar- und Sozialräumen, Lehrerbüros sowie Sanitär- und Umkleidebereichen. Laut Bauzeitenplan sollen die neuen Gebäude im September 2025 in Betrieb genommen, die Freianlagen im darauffolgenden Frühjahr fertiggestellt werden. Die Gebäude, deren Nutzfläche sich auf 2224 Quadratmeter summiert, werden in der Kombination aus Stahlbeton, Holzbauweise, Glas und Ziegelverblendmauerwerk erstellt. Damit wird die Verbindung aus moderner Architektur und den Strukturen aus der markgräflichen Zeit hergestellt. Mit einer Photovoltaikanlage und dem Anschluss an die Nahwärmeversorgung kann das Bauvorhaben auch im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz punkten.

Geld für die Landwirte

Im Landkreis Ansbach gibt es mehr Förderflächen als zuvor

Das Vertragsnaturschutzprogramm erhält und verbessert ökologisch wertvolle Lebensräume durch naturschonende Bewirtschaftung. Foto: Landratsamt Ansbach/Susanne Merkel

Für naturschonende Bewirtschaftung ihrer Flächen erhalten 1.274 landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis Ansbach in diesem Jahr rund 4,15 Millionen Euro aus dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm. Das ist so viel wie noch nie zuvor.Nach aktueller Datenlage liegt der Gesamtbestand der Förderflächen bei 7.159 ha und damit um 304 ha höher als im Vorjahr. Bereits in den Vorjahren konnte die Zahl der abgeschlossenen Vereinbarungen kontinuierlich erhöht werden.Landwirtschaft und Naturschutz arbeiten im Rahmen des VNP seit vielen Jahren sehr erfolgreich zusammen. Bereits mehr als jeder dritte Landwirt im Landkreis Ansbach nimmt freiwillig am Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm teil“, freut sich Landrat Dr. Ludwig.

Am vergangenen Donnerstag ging die diesjährige Antragsphase zu Ende. Mit dem Vertragsnaturschutzprogramm werden ökologisch wertvolle Lebensräume, die auf eine naturschonende Bewirtschaftung angewiesen sind, erhalten und verbessert. Landwirte, die auf freiwilliger Basis ihre Flächen nach den Zielen des Naturschutzes bewirtschaften, erhalten für den zusätzlichen Aufwand und den entgangenen Ertrag ein angemessenes Entgelt. Die Maßnahmen werden in der Regel für einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschlossen. Zum Ende des Jahres 2023 liefen Vereinbarungen über 857 ha aus. Alle Antragsteller mit auslaufenden Vereinbarungen wurden von der Unteren Naturschutzbehörde im Dezember 2023 zu einem Beratungsgespräch eingeladen. Rund 90 % der Vereinbarungen zur extensiven Nutzung von Äckern, Wiesen, Weiden und Teichen wurden um weitere fünf Jahre verlängert. Dazu kamen zahlreiche Anfragen zu Neuaufnahmen. Insgesamt wurden im Antragszeitraum 2024 238 landwirtschaftliche Betriebe mit insgesamt 1.161 ha neu in das Programm aufgenommen.

„Erfolgskontrollen belegen, dass die Biodiversität und die Anzahl der bedrohten Tierarten auf VNP-Flächen signifikant erhöht werden. Wir freuen uns daher sehr über die große Nachfrage. Die Beratungsgespräche mit den Landwirten und Naturschützern sind zudem ein großer Gewinn für beide Seiten. Im engen Austausch werden neben Fördermöglichkeiten auch weitere Maßnahmen und Projekte besprochen“, so die Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde, Stefanie Schwarz.

Neuer Treffpunkt für die Jugend

Stadt Gunzenhausen schafft Platz im ehemaligen Recyclinghof

Mit seinen grünen Fensterläden und der verwinkelten Dachkonstruktion ist das Gunzenhäuser Jugendzentrum in der Spitalstraße zwar schön anzusehen, doch als emotionaler Wohlfühlort für Heranwachsende konnte das Gebäude nicht nachhaltig überzeugen. Die Jugendlichen wollen sich mit Freunden treffen, Spaß haben und auch mal laut sein dürfen, daran hat selbst die Coronapandemie nichts ändern können. Sie wünschen sich multifunktional nutzbare und modern eingerichtete Räume, in denen Konzerte und Veranstaltungen ebenso Platz finden können, wie entspannte Zockerrunden oder gemütliche Gespräche unter Gleichaltrigen. Aufgrund des Standorts sowie der semi-optimalen Aufteilung der Innenräume kann das bisherige Jugendzentrum das alles nicht abbilden. Der Stadtrat hat sich daher dafür entschieden, für Jugendliche Räume an einem anderen Standort bereit zu stellen.  

„Die Jugendlichen brauchen einen Ort, an dem sie sich treffen und wohlfühlen können. Wir haben daher verschiedenste Ideen diskutiert und glauben eine sehr gute Lösung gefunden zu haben. Die neue Heimat der Gunzenhäuser Jugendlichen wird in den Räumlichkeiten des ehemaligen Recyclinghofs entstehen“, erklärt Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz.

Das Gelände liegt zentrumsnah, aktuell werden dort u.a. die mobilen Hochwasserelemente für die Altmühlpromenade gelagert. Die große Warmhalle wird bisher nicht genutzt und soll zum Jugendtreff aus- und umgebaut werden. Der Standort ist optimal, grenzen an das Gelände doch Pumptrackanlage und Skaterpark. Ein direkter Durchgang von der Anlage und ein Eingang in den Gebäudekomplex werden im Zuge des Umbaus angelegt.

Wohngebäude befinden sind keine in direkter Nähe, daher kann es im Rahmen von Konzerten oder anderen Veranstaltungen im Ausnahmefall auch einmal lauter zugehen. Und diese werden künftig möglich sein, wird doch eine kleine Bühneneinheit zur Einrichtung gehören. „Die große Halle werden wir in verschiedene Bereiche aufteilen, geplant sind u.a. zusätzliche Besprechungszimmer und Büros, u.a. für das Streetwork“, ergänzt Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Der Jugendtreff im ehemaligen Recyclinghof wird voraussichtlich Ende 2024, Anfang 2025 eingeweiht.“

Bis dahin wird sich die Verwaltung gemeinsam mit dem Gunzenhäuser Stadtrat um eine inhaltliche Neuausrichtung der städtischen Angebote für Jugendliche bemühen. Bestehende Angebote an Kinder und Jugendliche sollen qualitativ geprüft und konzeptionell weiterentwickelt werden. Insbesondere die pandemiebedingten Einschränkungen haben Spuren in der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen hinterlassen. „Die soziale Isolation gilt es aufzuarbeiten und wir suchen nach guten, begeisterungsfähigen Lösungen. Dazu möchten wir Jugendliche im Stadtgebiet besser erreichen und auf unsere Ideen und Konzepte aufmerksam machen“, erklärt Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „In diesem Zusammenhang werden wir Themenfelder konzentrieren und die Interessen der Zielgruppe noch stärker berücksichtigen.“

Junger Mann für Europa

Europaparteitag: Hackemann auf Listenplatz 7

Der bayerische EU-Spitzenkandidat und Spitzenkandidat der Jungen Liberalen Deutschland Phil Hackemann wurde am FDP-Europaparteitag in Berlin mit einem Ergebnis von rund 83 Prozent auf den Listenplatz 7 gewählt.

Hackemann freut sich über das Vertrauen: „Im kommenden Europawahlkampf muss es darum gehen, den Menschen wieder eine positive Vision von Europa zu geben. Wir Liberale wollen einen Neustart für ein Europa der Freiheit, der Sicherheit und des Wohlstands.“ Als Vertreter der jungen Generation legt Hackemann besonderen Wert auf die Jung- und Erstwähler. Denn bei der kommenden Europawahl gilt zum ersten Mal das Wahlrecht ab 16 Jahren. „Im Europäischen Parlament werde ich dafür sorgen, dass Europa für junge Menschen wieder zu einem echten Chancenkontinent wird. Mein Ziel ist es, möglichst viele junge Menschen zum ersten Mal zu einer Stimmabgabe bei dieser so wichtigen Wahl zu bewegen“, so Hackemann.

Platz für junge Familien

Ornbau: Attraktives Bauland wird ausgewiesen

Bürgermeister Marco Meier (links) und Unternehmer Jürgen Schröder besiegeln per Handschlag die Partnerschaft von Kommune und Wohnungswirtschaft. Foto: Michael Nachtrab

Die Investition in das Neubaugebiet Am Schimmelwasen und der Flächenerwerb zur Erweiterung des Gewerbegebietes in der kleinsten Stadt Mittelfrankens sieht Bürgermeister Marco Meier unter Berücksichtigung von sozialer und finanzieller Aspekte als ein wichtiges Projekt in der laufenden Wahlperiode. Nun soll neben dem Verkauf von Bauplätzen für Einfamilienhäuser auch der Wohnungsbau forciert werden. Der Ornbauer Bürgermeister Marco Meier ist stolz, dass sich der Stadtrat mehrheitlich für die Erschließung des Neubaugebietes „Am Schimmelwasen“ entschieden hat.

„Bis auf die oberste Asphaltdecke wurden die Erschließungsarbeiten im letzten Jahr abgeschlossen. Im Jahr 2023 wurden fünf Bauplätze verkauft. Vier Grundstücke wurden an junge Paare aus Ornbau vergeben, teilweise schon mit Kindern. Wir ermöglichen damit, dass junge Familien auch weiterhin in Ornbau bauen können.“ Auch im Hinblick auf die finanzielle Situation war die getätigte Investition in das Baugebiet ein richtiger Schritt. Durch den Verkauf von Bauplätzen in den ersten beiden Jahren refinanziert sich das Projekt wieder. Weitere Bauplätze sollen in diesem Jahr verkauft werden. Die Anzahl und den Bewerbungszeitraum wird der Stadtrat im Frühjahr beschließen. „Der Verkauf von weiteren Grundstücken in den kommenden Jahren ist für unseren Haushalt enorm wichtig, um die finanzielle Abwicklung der vielen getätigten Investitionen aus der letzten Wahlperiode sowie die erneute Sanierung des Ornbauer Feuerwehrhauses abwickeln zu können“, so Bürgermeister Marco Meier.

In diesem Jahr soll ein weiteres Projekt in Zusammenarbeit mit einem externen Partner angegangen werden. Das Moderne Öko-Quartier soll im Baugebiet „Am Schimmelwasen“ entstehen. Die Stadt hat eine Vereinbarung mit der Firma E-MFH GmbH & Co. KG (eine Tochtergesellschaft der MS Holding GmbH) und deren Geschäftsführer Jürgen Schröder aus Gunzenhausen abgeschlossen. Den nachhaltigen Holzbau soll die Firma Engelhardt und Geissbauer GmbH aus Burgbernheim übernehmen. „Für Kaufinteressenten wird ein ökologischer, nachhaltiger, energieeffizienter und bezahlbarer Wohnraum in der Stadt Ornbau geschaffen. Die Wohnungen sind aufgrund der geringen Nebenkosten sowohl für Käufer, Investoren oder Selbstnutzer sehr interessant“, sind sich Jürgen Schröder und Stefan Bauereiss, Geschäftsführer der Burgbernheimer Firma sicher.

Zwei Mehrfamilienhäuser mit maximal 14 Eigentumswohnungen sollen nach dem Willen der Stadt entstehen. Die Kosten für die Kaufinteressenten liegen zwischen rd. 175.000 Euro und rd. 360.000 Euro. Die Wohnungen sind zwischen 45 m² und 85 m² groß und enthalten teilweise auch eine Terrasse mit Gartenanteil oder einen Balkon. Weitere Anreize sind eine hochwertige und moderne Ausstattung. Das Haus wir über eine Wärmepumpe mit Fußbodenheizung in allen Wohnräumen und eine dezentrale Lüftungsanlage beheizt und belüfte. Dazu wird eine PV-Anlage samt E-Ladesäulen vorbereitet. Der Einbau von PV samt Speicher u. Wall Box kann dann in der Eigentümergemeinschaft noch festgelegt werden.

Jürgen Schröder erläutert, dass die Mehrfamilienhäuser erst gebaut werden, wenn ein gewisse Vorverkaufsquote feststeht: „So ist eine passgenaue Nutzung möglich und es kann individuell entschieden werden, wie das Haus gebaut wird.“ Ob mit oder ohne Aufzug. Mit Aufzug wäre auch eine altersgerechte Wohnsituation gegeben. Ein wichtiger Punkt so Schröder, sei noch die risikofreie Investition, da eine Fertigstellungsbürgschaft erstellt wird. Das ganze Objekt wird Provisionsfrei verkauft. Auf der Homepage der Stadt Ornbau und im Rathaus Ornbau können weitere Informationen eingeholt werden. Bürgermeister Marco Meier erläutert: „Ein flexibles Angebot zur Schaffung von ökologischem und nachhaltigem Wohnraum war uns sehr wichtig.“ Durch das Angebot können nun nicht nur Bauplätze für Einfamilienhäuser angeboten werden. Es können verschiedene Wohnungen entstehen, in der auch Bürger in ihre Zukunft investieren können. Wohnraum wird somit für verschiedene Zielgruppen geschaffen.

Darüber hinaus freut sich Bürgermeister Marco Meier, dass die Stadt im letzten Jahr Flächen erworben hat, um das Gewerbegebiet zeitnah erweitern zu können. „Wir sind auf Mehreinnahmen angewiesen, um auch in Zukunft investieren zu können.“ Im ersten Schritt soll zunächst über verschiedene Akteure, wie der Wirtschaftsförderung des Landkreises Ansbach, die möglichen Flächen ausgeschrieben werden. Sobald wir Interessenten haben, gehen wir in die Planungen.“ Die kleinste Stadt Mittelfrankens will sich modern aufstellen, um die vielseitigen Herausforderungen in der Zukunft meistern zu können. Dazu gehören auch finanzielle Mehreinnahmen durch Grundstücksverkäufe und höhere Steuereinnahmen sowie ein flexibles Angebot von Wohnraum anbieten zu können.