Tag Archives: Gunzenhausen

Programm des Klosters

Freundeskreis „Kloster Heidenheim“ legt Jahresplanung vor

Die Malerin Sigrid Heyer hat dieses Gemälde vom Heidenheimer Kloster geschaffen.

Noch wissen auch die Verantwortlichen des Freundeskreises „Kloster Heidenheim“ nicht, wie sich das Jahr 2021 darstellen wird. Schlimmstenfalls können keine Präsenzveranstaltungen stattfinden, aber wenn es gut geht, dann ist die Aufnahme der Vortragsveranstaltungen unter Coronabedingungen möglich. Darauf setzen Vorsitzender Reinhold Seefried und seine Mitstreiter.

Das neue Programmheft bezieht sich auf den Zeitraum von Mai bis Dezember. Geplant sind viele Vorträge, Seminare und Konzerte im Kloster und im Münster. Die Schwerpunkte liegen bei den Themen „Geistliches Leben“, „Klostergeschichte“, „Kunst und Kultur am Kloster“, „Lebensthemen“, „Natur und Gesundheit im Jahreskreis“ sowie „Pilgern“.

Wie Vorsitzender Reinhold Seefried in seinem Geleitwort schreibt, steht das Kloster Heidenheim heute für spirituelles Leben und ökumenische Begegnung, für ein vielseitiges Kultur- und Bildungsangebot, für Gastfreundschaft und Genuss. Um die Angebote aufrecht erhalten zu können, ist der Freundeskreis auf die finanzielle Unterstützung von Freunden angewiesen. Deshalb hier das Konto: DE 37 7655 1540 0000 7328 59 (Sparkasse Gunzenhausen) und DE 82 7606 9468 0005 8420 00 (Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhausen).

Es wird versucht, die benediktinisch-klösterlichen Wurzeln und die evangelische Prägung seit der Reformation  in ökumenischen Formen von Gebet und Goöttesdienst zusammen zu führen. In den „beseelten“ Räumen sowie in den Gärten und in der Natur rund um das Kloster  sollen die Menschen zu innerer Einkehr finden, um neue Kraft für den Alltag schöpfen zu können. Das Kloster Heidenheim sieht sich als „Ideenschmiede für gelebte Ökumene“. Darauf ist das geistlich-spirituelle Angebot aufgebaut.

Erhältlich ist das Programm im Kloster (Ringstraße 8). Über das Angebot wird auch im Internet (www.kloster-heidenheim.eu) informiert.

Regelungen für Kitas

Ab Montag gelten neue Festlegungen

Je nach 7-Tage-Inzidenz regelt die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, wie Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen öffnen können. Nachdem der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen laut Angaben des RKI eine 7-Tage-Inzidenz von 100 überschritten hat, gelten ab Montag, 29. März bis Sonntag, 04. April 2021 folgende Regelungen im Landkreis.

Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder sind geschlossen. Regelungen zur Notbetreuung werden vom Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales im Benehmen mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege durch Bekanntmachung erlassen.

Die Schulen sind aufgrund von den Osterferien von den inzidenzabhängigen Regelungen nicht betroffen.

Die Regelungen werden im Amtsblatt am 27. März 2021 veröffentlicht.

Alle Informationen dazu gibt es auch auf der Homepage des Landratsamtes www.landkreis-wug.de

Mehr Schnelltests

Testzentrum in Weißenburg ab Sonntag geöffnet

Ab Sonntag steht auch das Schnelltestzentrum des MVZ Altmühlfranken in Weißenburg zur Verfügung. Landrat Manuel Westphal und der Vorstand des Klinikums Altmühlfranken, Christoph Schneidewin, sind erfreut, dass es diese Testmöglichkeiten nunmehr gibt.

Gemeinsam mit Apotheken, niedergelassenen Ärzten, Kommunen sowie dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) hat das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen verschiedene Testmöglichkeiten im gesamten Landkreis geschaffen. Ab Sonntag steht auch das Testzentrum in Weißenburg, das vom MVZ Altmühlfranken in der Cafeteria des Klinikums in Weißenburg betrieben wird, für Schnelltests zu Verfügung.

Bürgerinnen und Bürger können sich einmal pro Woche kostenlos mit einem Antigen-Schnelltest auf Covid-19 testen lassen. Im gesamten Landkreis gibt es verschiedene Testmöglichkeiten für die Bevölkerung.

Ab Sonntag, 28. März 2021, steht auch das Schnelltestzentrum des MVZ Altmühlfranken in Weißenburg zu Verfügung. Die Schnelltestmöglichkeit befindet sich in der Cafeteria des Klinikums Altmühlfranken in Weißenburg. Der Zugang erfolgt über den Haupteingang. An diesem Sonntag öffnet das Schnelltestzentrum bereits um 11 Uhr.

Ab Montag gestalten sich die Öffnungszeiten zunächst wie folgt: Montag bis Freitag 10.00 bis 12.00 Uhr und Sonntag bis Freitag von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Derzeit sind 36 Tests in der Stunde möglich. Bei Bedarf werden die Öffnungszeiten ausgeweitet.

Termine können unter www.schnelltest-apotheke.de/apotheken/mvz-altmuehlfranken-weissenburg/ vereinbart werden. Die Testperson bekommt dann eine Terminbestätigung sowie einen QR-Code zugewiesen, der gemeinsam mit dem Personalausweis zum Schnelltesttermin mitgebracht werden muss. Das Ergebnis erhält man dann wieder digital per SMS oder E-Mail. Natürlich ist auch eine telefonische Terminvereinbarung während der Öffnungszeiten unter 09141 903-3939 möglich. Das MVZ bittet Testwillige darum, pünktlich, aber nicht zu früh zum Termin zu kommen. Eine Testung kann nur mit einem vorab vereinbarten Termin erfolgen.

Am Testzentrum in Gunzenhausen ist es möglich an Vormittagen von Montag bis Freitag Antigen-Schnelltests durchzuführen. Diese werden nach Voranmeldung über das Portal www.vitolus.de/wug angeboten. Eine Bescheinigung über das Testergebnis wird ausgestellt. Für die Tests ist zwingend der Personalausweis mitzubringen, da nur so eine Bescheinigung über das Testergebnis ausgestellt werden kann.

In Treuchtlingen gibt es an der Altmühltherme eine Schnelltestmöglichkeit, die auf Initiative der Bürgermeisterin Dr. Dr. Kristina Becker sowie der Apothekerin Gesa-Ulrike Bayerköhler entstanden ist. Termine können unter www.schnelltest-apotheke.de vereinbart werden. Die Testperson bekommt dann eine Terminbestätigung sowie einen QR-Code zugewiesen, der gemeinsam mit dem Personalausweis zum Schnelltesttermin mitgebracht werden muss. Das Ergebnis erhält man dann wieder digital. Natürlich ist auch eine telefonische Terminvereinbarung möglich unter 09142 2049900, das Ergebnis wird einem dann ausgedruckt vor Ort übergeben.

Zudem bieten einige niedergelassene Ärzte und Apotheken im Landkreis Schnelltestmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger an. Die Apotheken im Landkreis, die Schnelltests anbieten, können Sie der Liste auf unserer Homepage unter www.landkreis-wug.de/corona-schnelltestangebote/ entnehmen.

„Ich bedanke mich ganz herzlich bei den beteiligten niedergelassenen Ärzten, Apotheken und dem Team am Testzentrum der Altmühltherme in Treuchtlingen, aber auch beim MVZ Altmühlfranken für den kurzfristigen Aufbau der umfangreichen Schnelltestmöglichkeit in Weißenburg! Das Testangebot am Testzentrum in Gunzenhausen wird durch die anderen Möglichkeiten in der Fläche nochmal stark ergänzt. Dank dieses großen Engagements können wir im gesamten Landkreis verschiedene Schnelltestmöglichkeiten für die Bevölkerung anbieten! Das ist ein sehr wichtiger Schritt bei der Bekämpfung der Pandemie sowie auch mit Blick auf weitere Öffnungsschritte im kommenden Frühjahr!“, so Landrat Manuel Westphal.

Kompetenz bündeln!

Wirtschaftsverbände fordern deutliche Aufwertung beider Berufsschulstandorte

Die Vertreter der Handwerksbetriebe und der regionalen Wirtschaftsverbände haben sich mit einem gemeinsamen Appell an Landrat Manuel Westphal gewandt, um die beiden bestehenden Berufsschulstandorte in Weißenburg und Gunzenhausen langfristig zu leistungsstarken Kompetenzzentren auszubauen. Dazu gilt es an beiden Standorten die Chancen und Optionen für eine zukünftige Stärkung zu planen und notwendige Voraussetzung dafür zu schaffen.
Aus aktuellem Grund geht es zunächst um den Standort Gunzenhausen, da der Kreistags-Schulausschuss beschlossen hat, die Entscheidung über den Umbau der Berufsschule in Bezug auf einen Erweiterungsbau für das Bäckerhandwerk wegen eines weiteren Raums für die Ausbildung der Metzger so lange zu verschieben, bis eine konkrete Kostenermittlung vorliegt.
Dieses Vorgehen eröffnet nämlich jetzt eine realistische Chance für eine Zusammenführung der Ausbildungskompetenzen im Bereich der Lebensmittelberufe an einem einzigen zukunftsfähigen Berufsschulstandort. Durch die Verlegung des Unterrichts für Auszubildende der Bäcker von Ansbach und Weißenburg nach Gunzenhausen und der Metzger von Weißenburg nach Gunzenhausen bieten sich sinnvolle Synergien, die es zu nutzen gilt. Zum einen der Erhalt der Ausbildungsstelle im Landkreis bzw. der Region und zum anderen die Möglichkeit auch mit anderen Berufssparten im Lebensmittelbereich hier sinnvolle Ausbildungskonzentrationen aufzugreifen, die wie etwa die Hauswirtschafterinnen ja bereits am Standort Gunzenhausen angesiedelten. Auch aus diesem Grunde ist gerade die Bündelung dieser Kompetenzen an einem Standort, an dem ohnehin neu geplant und entsprechend gebaut wird, eine bedeutende Investition in die Zukunft. Eine
Zusammenlegung der Ausbildungsstätten an einem Standort in Gunzenhausen wird diesen auf Dauer stärken, attraktiver machen und der Region die Möglichkeit geben, ein zukunftsfähiges Ausbildungszentrum für Lebensmittelberufe entstehen zu lassen, das in ganz Mittelfranken seinesgleichen sucht.
Die geäußerten Bedenken, wegen der aktuell geringen Nachfrage in den beiden Ausbildungszweigen Bäcker und Metzger sind natürlich in der Abwägung zu berücksichtigen, sie dürfen aber den Blick für einen zukunftsorientierten Ausbildungsstandort handwerklicher Lebensmittelverarbeitungsberufe nicht verstellen. Zudem ist gerade im Fleischerhandwerk die Zahl der Auszubildenden wieder erfreulich gestiegen, weshalb die Bildung einer Berufsschulklasse möglich geworden ist. Gerade das ist wiederum als ein Signal für die Notwendigkeit einer in die Zukunft weisenden Lösung anzusehen.
Das gemeinsame Anliegen von Alexander Herzog (stellv. Obermeister der Bäcker-Innung Westmittelfranken und Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Gunzenhausen), Peter Grötsch (stellv. Obermeister der Metzger-Innung Mittelfranken-Süd), Hermann Grillenberger, (Kreishandwerksmeister Mittelfranken-Süd) sowie Dr. Simon Amesöder, (Vorsitzender des IHK-Gremiums Weißenburg-Gunzenhausen) hat das Potential, sich zu einem Beispiel gebenden Projekt zu entwickeln und wird die gesamte Region stärken und weiter voranbringen.
Zusätzlich ist zu bedenken, dass gerade der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen eine landesweit überragende Bedeutung für das Metzgerhandwerk besitzt. Denn mit drei Dutzend zertifizierten
Handwerksmetzgereien verfügt er in dieser Branche über eine Unternehmensdichte, die weder irgendwo sonst in Bayern noch kaum an anderer Stelle in Deutschland erreicht wird. Dies spricht ebenfalls eindeutig dafür, dass eine sinnvolle Bündelung von Lehrkompetenzen vorgenommen werden sollte und dass diese dann aber auch an einem Standort und zwar in Gunzenhausen zusammengeführt werden müssen, um dem Nachwuchs attraktive und innovative Ausbildungskonzepte anbieten zu können.

In diesem Zusammenhang muss auch darauf hingewiesen werden, dass gerade für das Lebensmittelhandwerk – und hier speziell für die Bäckerei und Metzgerei – eine positive Trendwende zu beobachten ist. In den USA und zunehmend auch in Europa mehren sich die Neugründungen
hochinnovativer Bäckerei- und Metzgerei-Manufakturen und weisen den Weg in eine kreative Handwerkszukunft. Es wird gerade beim Lebensmitteleinkauf wieder Wert auf überschaubare Strukturen und authentische Handwerksprodukte gelegt. Diesen Trend dürfen wir bei der anstehenden Entscheidung nicht aus dem Auge verlieren. Wir sollten im Gegenteil dafür sorgen, dass sich dieser verstärken kann und müssen die daher die dafür notwendigen Voraussetzungen schaffen.
Auch die – leider erst durch die Corona-Krise in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückten Situationen in den großen Fleischverarbeitungsbetrieben in Nordwestdeutschland werden mit
Sicherheit dazu beitragen, dass die Nachfrage der Konsumenten nach regionalen, handwerklich hergestellten Produkten weiter zunehmen wird. Auch das sollte in den Abwägungen bedacht werden. Der im Bayerischen Landtag eingebrachte Dringlichkeitsantrag zur Entwicklung eines dezentral ausgerichteten Schlachthofkonzepts tendiert zusätzlich in diese Richtung.
In einer solchen Zeit darf man die Entscheidung über zukunftsfähige Ausbildungsstandorte des Handwerks nicht allein und ausschließlich an den aktuellen Nachfragedaten nach Ausbildungsplätzen festmachen.

Außerdem möchten die eingebundenen Wirtschaftsverbände an dieser Stelle unterstreichen, dass die erforderlichen Kosten für die Realisierung des Projektes – vor allem für die technische Ausstattung – sich dadurch deutlich eingrenzen lassen, dass z.B. Maschinenbau-Unternehmen aktiv mit eingebunden werden, die für das Bäcker- und Metzgerhandwerk notwendige technische Geräte herstellen. Dies sollte bei der jetzt geplanten Erhebung der Kosten auf jeden Fall mitberücksichtigt werden.
Wir sind überzeugt davon, dass sowohl das Bäcker- wie auch das Metzgerhandwerk ihre regionalwirtschaftliche Bedeutung – gerade in unserem Raum – noch ausbauen kann und wird. Darauf müssen wir mit ausreichenden und qualitativ hochwertigen Ausbildungskapazitäten
vorbereitet sein.
Daher appellieren die Verbände an Landrat Westphal, am Standort Gunzenhausen eine auf die Zukunft ausgerichtete Kapazität für Lehrberufe im Bereich Bäcker und Metzger zu schaffen und die hierfür erforderlichen Mittel bereit zu stellen. Für eine Investition in die Zukunft und für eine Stärkung der Region Altmühlfranken!
Für den Standort Weißenburg bedarf es aber ebenso einer zukunftsfähigen Ausrichtung. Diese sehen die Wirtschaftsverbände ergänzend zum kaufmännischen vor allem im technischen Bereich, aufbauend auf den bisher bereits vorhandenen Berufsbildern sowie den Bedürfnissen der regionalen Industrie. Als bedeutender Industriestandort im Landkreis ist eine klare Profilbildung erforderlich, welche u.a. die Felder Produktion und Automatisierung in den Fokus stellen sollte. Seitens der Wirtschaft wird auch hier eine aktive Unterstützung zugesagt, um die genannte Zielsetzung zu erreichen. Geeignete Randbedingungen müssen aber von den zuständigen Behörden geplant und geschaffen werden.

Landrat Manuel Westphal wurde mit Nachdruck das ausdrückliche Anliegen der Wirtschaft vorgestellt, dass beide Berufsschulstandorte in Gunzenhausen und Weißenburg gleichermaßen als starke Ausbildungsstätten unserer Region gefördert werden.
In diesem Sinne halten die Wirtschaftsverbände als ersten und jetzt aktuell anstehenden Schritt, den Erweiterungsbau für das Bäckerhandwerk sowie die Schaffung geeigneter Räumlichkeiten für die Ausbildung der Metzger als notwendige Maßnahme für zwingend erforderlich und haben darum gebeten, die Umsetzung weiter voranzutreiben.


V.i.S.d.P: Alexander Herzog, Stellv. Obermeister der Bäcker-Innung Westmittelfranken & Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Gunzenhausen im Auftrag von Peter Grötsch, Stellv. Obermeister der Metzger-Innung Mittelfranken-Süd, Hermann Grillenberger, Kreishandwerks meister Mittelfranken-Süd sowie Dr. Simon Amesöder, Vorsitzender des IHK-Gremiums Weißenburg-Gunzenhausen

Drei neue Seniorenbeiräte

Dank an die Ausgeschiedenen

Die bisherigen Seniorenbeiräte hatten bis auf Hannfried Reinhardt, Inge Schweidler (5. und 6. von links) wie Werner Seifert (rechts) wieder kandidiert.

In der letzten Stadtratssitzung ist auch die Wahl des neuen Seniorenbeirats Gunzenhausen erfolgt. Die bisherigen Beiräte Hannfried Reinhardt (seit 2015/Schriftführer), Inge Schweidler (seit 2006) und Werner Seifert (seit 2009, seit 2012 Vorsitzender) hatten nicht wieder kandidiert.

Neu gewählt wurden Kurt Amslinger aus Büchelberg, Sigrid Held und Marianne Wiesinger, wiedergewählt wurden Reinhard Adolphs, Sigrid Fucker, Franz Graf, Erna Hohenstein, Brigitte Schiel, Alverna Steurer und Thomas Thill.

Beworben hatten sich auch noch: Gerhard Baumgärtner (Pflaumfeld), Barbara Fuhrmann-Seelig, Gerhard Postler und Ulrich Steeb.

Der bisherige Vorsitzende Werner Seifert gab einen umfangreichen Bericht, in dem er die Aktivitäten der letzten Jahre schilderte. Demnach gibt es in der Stadt 5336 Personen über 60 Jahre, also Menschen, die sich Senioren nennen können. Das sind 32 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die 40-49-Jährigen stellen 28 Prozent der Bevölkerung. Das “Kontingent” der 20-39-Jährigen ist 3749 Männer und Frauen stark (22 Prozent) und das der jungen Menschen bis 19 Jahren (3083) hat einen Anteil von 18 Prozent.

Die Vertreter der Stadtratsfraktionen äußerten sich anerkennend über die Arbeit des Seniorenbeirats.

Landrat zum Masterplan

Landrat Manuel Westphal: Offener Dialog mit den Bürgern

Am 16. März erfolgte die Vorstellung des vorläufigen Masterplans für den geplanten Center Parcs-Park auf dem ehemaligen MUNA-Gelände in Langlau am Kleinen Brombachsee. Die von Center Parcs beauftragten Gutachter stellten ihre vorläufigen Untersuchungsergebnisse bezüglich Tourismus, Verkehr, Altlasten und Naturschutz vor dem Zweckverband Brombachsee, dem Kreistag des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen sowie dem Gemeinderat der Gemeinde Pfofeld vor. Landrat Manuel Westphal begrüßt das transparente Vorgehen des Investors und äußerst sich zum Ansiedlungsvorhaben.

Herr Landrat Westphal, was ist Ihr erster Eindruck nach der Vorstellung der bisherigen Untersuchungsergebnisse sowie des Masterplans?

Jetzt liegen erste Antworten zu wichtigen Themen des Ansiedlungsvorhabens auf dem Tisch. So können sich sowohl die Mandatsträger als auch die Bürgerinnen und Bürger ein besseres Bild über das Vorhaben machen. Nachdem nun auch schon vorläufige Gutachten vorliegen, können wir als Fachbehörde auch die Situation bezüglich Altlasten und Naturschutz besser einschätzen und sehen, dass kein akuter Handlungsbedarf besteht.

Auf Grundlage dieser Untersuchungsergebnisse wurde von Center Parcs ein Masterplan entwickelt, das Vorhaben kann man sich nun vorstellen. Aus dem Masterplan und den Gutachten ergibt sich meines Erachtens glaubwürdig, dass Center Parcs Nachhaltigkeit und Ökologie sehr wichtig sind. Dort, wo Sicherungsbereiche ausgewiesen sind, darf keine Überbauung stattfinden. Naturschutz und Artenschutz haben Vorrang. Das wurde so von Anfang an angekündigt, das wird auch eingehalten.

Wie bewerten Sie die vorliegenden aktuellen Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen hinsichtlich der Altlastensituation bzw. Munitionsbelastung?

Für das Wasserwirtschaftsamt geben die aktuellen Ergebnisse der Untersuchungen hinsichtlich der Altlastensituation bzw. Munitionsbelastung keine Hinweise auf eine flächenhafte oder gravierende Grundwasserbelastung, was sicherlich als positiv zu werten ist. Auch wenn lokal begrenzte bzw. weniger gravierendere Grundwasserbelastungen vorgefunden wurden, die noch näher zu erkunden sind. Dies entspricht auch der bisherigen Einschätzung des Wasserwirtschaftsamtes aufgrund der vorangegangenen Untersuchungen.

Andererseits aber ist fast auf dem gesamten Gelände eine Belastung in Form von Munitionsresten und nicht detonierter Munition vorhanden. Die Gutachter haben klar zu verstehen gegeben, dass das Betreten der Muna sehr gefährlich ist. Bis zu 3000 scharfe Granaten befinden sich auf dem Gelände. Wenn nicht umfassend entmunitioniert wird, kann es auch künftig nicht betreten werden. Es ist also zu Recht eingezäunt.

Für mich ist klar, das Gelände muss vor einer anderweitigen Nutzung als bisher auf jeden Fall geräumt werden. Allerdings können selbst bei einem Erwerb des ehemaligen Muna-Geländes durch die öffentliche Hand weder der Landkreis noch der Zweckverband so viel Geld in die Hand nehmen, um die aufgezeigten Altlasten- bzw. Munitionsbelastungen sowie die vorhandenen Gebäudeschadstoffe zu beseitigen.

Mit Center Parcs ist gerade auch die Chance verbunden, das Gelände von diesen Altlasten und Munitionsbelastungen sowie Gebäudeschadstoffen zu befreien.

Welche Schlüsse ziehen Sie aus den vorläufigen Ergebnissen der naturschutzfachlichen Untersuchungen?

Natur- und Artenschutz spielen bei diesem Projekt natürlich eine herausragende Rolle. Es stellt sich klar heraus, dass die Wertigkeit des Geländes und des Waldbestandes sehr differenziert zu betrachten sind. Die Gutachter stellen jetzt nach langer und intensiver Untersuchung fest, wo es hochwertige Vegetation und Waldbestände gibt, und wo nicht. Wo es streng geschützte Tierarten gibt, und wo nicht. Für die Planungen von Center Parcs bedeutet das: Was besonders schützenswert ist, wird geschützt und nicht bebaut. Auf der Basis der vorgelegten Fakten können jetzt auch die Diskussionen in der Öffentlichkeit dazu sachlicher geführt werden. Das ist auch mein Appell an alle, die sich hier beteiligen: Sachlichkeit statt Diffamierungen!

Was sind für Sie noch offene Punkte, die zur Realisierung des Parkes geklärt werden müssen?

Ein Masterplan ist ein erster größerer Planungsschritt, aber noch lange nicht der endgültige. Center Parcs steht nach wir vor erst ziemlich am Anfang der Planung. Auch für die Beteiligung der Öffentlichkeit wird es noch viel Raum geben, zum Beispiel in dem noch kommenden Raumordnungsverfahren. Ich begrüße es außerordentlich, dass sich Center Parcs die Klimaneutralität des Parks zum Ziel setzt. Das ist ein großer „Baustein“ der Zukunft, der ehrgeizig und richtig ist, davon wird die Region insgesamt profitieren. Sehr wichtig sind auch Fragen der Verkehrsführung, der Energie- und Wassergewinnung aber auch der Abwasserentsorgung. Hier liegen erste Konzepte vor, aber über all diese Themen wird noch intensiv zu sprechen sein. Bei sämtlichen Planungen und Konzepten muss die Raumverträglichkeit des Ansiedlungsvorhabens sichergestellt werden. Von der Planung bis zur Realisierung ist noch ein anstrengender Weg.

Sehen Sie beim Thema „Verkehrsanbindung“ einen Handlungsbedarf?

Das ist ein sehr zentrales Thema. Dabei geht es nicht nur um die direkte Einfahrt zum Center Parcs und um die Verkehrssituation in Thannhausen. Hier brauchen wir eine für die Betroffenen vor Ort gute Lösung. Es geht natürlich auch um das grundsätzliche Thema, wie kommen die Gäste ins Fränkische Seenland? Wir wollen nicht nur einen CO2-freien Park, sondern auch eine möglichst CO2-freie Anreise der Urlauber.

Also müssen wir noch viel mehr nachdenken über unsere Bahnverbindungen, über die Anbindung an den ÖPNV, über unsere Bahnhöfe, über verbrennungsfreie bzw. CO2-freie Transportmöglichkeiten wie z.B. Elektro-oder Wasserstoffbusse, die die Gäste am Bahnhof abholen. Weniger in den Urlaub fliegen, mehr möglichst klimaneutral in Naherholungsgebieten Urlaub verbringen – das ist heute schon ein absehbarer Zukunftstrend, dem wir uns stellen bzw. den wir in jedem Fall mitdenken müssen. Dabei stellt sich natürlich auch die Frage, wie wir die Erreichbarkeit von Freizeitangeboten im Seenland weiterentwickeln können, so dass Urlaubsgäste das Auto stehen lassen können, um zu Ausflugszielen zu gelangen.

Wie bewerten Sie den Plan der Gemeinde Pfofeld, einen Bürgerentscheid über den Start des Raumordnungsverfahrens herbeizuführen?

Es ist aus meiner Sicht sehr zu begrüßen, wenn die Bürgerinnen und Bürger aus Pfofeld in einem Bürgerentscheid demokratisch darüber abstimmen können, ob ein Center Parcs errichtet werden soll. Die Menschen in Pfofeld sind diejenigen, die am unmittelbarsten betroffen sein werden. Voraussetzung für eine gute Entscheidung ist, dass alle Informationen vorliegen, um das Projekt, das natürlich auch Auswirkungen auf die gesamte Region hat, richtig bewerten zu können. Es gilt, Chancen und Risiken gut und sachlich abzuwägen. Wichtig ist natürlich auch, dass das Ergebnis eines solchen Entscheids dann auch allgemein akzeptiert wird.

Als Zweckverbandsvorsitzender sind Sie ja Vorsitzender eines Entscheidungsgremiums – was ist Ihnen in diesem Zusammenhang wichtig?

Der Zweckverband Brombachsee gehört zu den Gremien, die mitentscheiden müssen, nämlich bei der Änderung des Flächennutzungsplans. Im Zweckverband sind die von dem Vorhaben maßgeblich betroffenen Kommunen, die Landkreise Roth und Weißenburg-Gunzenhausen sowie auch der Bezirk Mittelfranken vertreten. Von großer Bedeutung ist auch hier eine offene und transparente Information. Auch der Verbandsversammlung des Zweckverbandes wurden der Masterplan sowie die dafür maßgeblichen Umwelt-, Energie- und Verkehrsstudien vorgestellt. Auf der Basis belastbarer sowie nachvollziehbarer Fakten, Planungen und Konzepte gilt es auch auf dieser Ebene verantwortungsvolle Entscheidungen im Sinne einer nachhaltigen sowie raumverträglichen Entwicklung und Nutzung des ehemaligen Muna-Geländes zu treffen.

Wie sehen Sie den weiteren Ablauf des Ansiedlungsprozesses?
Wir treten jetzt nach der Vorstellung des Masterplans vor den Gremien des Zweckverbandes, des Kreistages und des Gemeinderats in eine Phase der intensiven Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern im gesamten Fränkischen Seenland über den Masterplan und die vorliegenden Gutachten ein. Die Verantwortlichen von Center Parcs, so haben sie es angekündigt, wollen jetzt, trotz aller Covid 19-bedingten Einschränkungen, alle Möglichkeiten nutzen, um in einen Austausch mit der Öffentlichkeit zu treten, offen und transparent, pro und contra auf der Basis von konkreten Fakten. Ich begrüße das und kann nur allen empfehlen, sich mit den Planungen intensiv zu befassen und sich einzubringen. Ich werde meinen Beitrag zu einem sachlichen Diskurs leisten. Von Anfang an war ich der Meinung, Center Parcs ist eine große Chance für unsere Region, die es zu prüfen gilt! Nach der Vorstellung des Masterplans und der ersten Gutachten sage ich das mit noch größerer Überzeugung.

Geflügelpest bei Wildvogel

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen nachgewiesen

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist ein aktueller Fall von Geflügelpest (HPAI) – auch Vogelgrippe genannt – im Wildvogelbestand amtlich bestätigt worden: Bei einer verendeten Graugans wurde das Geflügelpest-Virus vom Typ HPAIV H5N8 vom nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut nachgewiesen. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Geflügelpest und insbesondere zum Schutz von Haus- und Nutzgeflügel gilt im Landkreis weiterhin die Aufstallungspflicht für Geflügel. 

Das Landratsamt hat bereits am 11. Februar 2021 eine Allgemeinverfügung erlassen, aus der die entsprechenden Schutzmaßnahmen hervorgehen. Die Allgemeinverfügung ist auf der Homepage des Landratsamtes veröffentlicht. In der weiterhin gültigen Allgemeinverfügung werden alle privaten und gewerblichen Tierhalter im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, die Geflügel im Sinne der Geflügelpest-Verordnung halten, zur Aufstallung ihres Geflügels verpflichtet.

Darunter fallen folgende Geflügelarten, die in Gefangenschaft aufgezogen oder gehalten werden: Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse. Die genannten Geflügelarten sind im Gebiet des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen entweder in geschlossenen Ställen oder unter einer entsprechenden Vorrichtung aufzustallen, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss. Dies bedeutet, jegliche offene (Auslauf-)Fläche muss wie beschrieben geschützt sein.

Die Betriebe sind verpflichtet, die allgemeinen Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten.

Eine Ansteckung des Menschen mit dem Erreger über infizierte Vögel oder deren Ausscheidungen ist in Deutschland bislang nicht bekannt geworden. Enger Kontakt zu krankem oder verendetem Geflügel sollte vermieden und tot aufgefundene Wildvögel sollten nicht berührt oder bewegt werden. Werden mehrere Vögel an einem Ort tot aufgefunden, wird um eine entsprechende Information des Veterinäramtes gebeten.

Aktuelle Informationen zur Geflügelpest in Bayern sowie ein Merkblatt für Geflügelhalter und eine Übersicht der aktuell betroffenen Gebiete in Bayern, sind auf der Seite des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (www.lgl.bayern.de) unter dem Stichwort ´Geflügelpest´ verfügbar.

Es wird wieder geimpft

Fortsetzung der AstraZeneca-Impfungen

Dr. med. Peter Löw aus Treuchtlingen ist innerhalb der Führungsgruppe Katastrophenschutz als Koordinierungsarzt bestellt. Außerdem fungiert er im Impfzentrum Altmühlfranken als Impfarzt im mobilen Impfteam.

Die Impfungen gegen das Corona-Virus mit dem Impfstoff von AstraZeneca werden wiederaufgenommen. Am Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen werden in dieser Woche wieder rund 500 Impftermine mit AstraZeneca angeboten.

Personen, deren Termin aufgrund des Impfstopps storniert wurden, können nun im Impfportal unter www.impfzentren.bayern im bestehenden Account einen neuen Termin vereinbaren. Per Telefon angemeldete Personen werden vom Impfzentrum mit einem neuen Terminangebot angerufen. Alle Impfwilligen sind aber weiter in BayIMCO registriert und werden daher auch „nicht neu eingereiht“.

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen hat aufgrund des Impfstopps mit AstraZeneca den Koordinierungsarzt im Landkreis Dr. med. Peter Löw aus Treuchtlingen um seine Einschätzung des Impfstoffes von AstraZeneca gebeten:

Herr Dr. Löw, wie bewerten Sie die Kritik rund um den AstraZenca Impfstoff?

Rein medizinisch halte ich die Kritik nicht für gerechtfertigt. Der Impfstoff ist gut wirksam und mit der Vergrößerung des Abstandes von erster zu zweiter Impfung auf neun bis zwölf Wochen ist er mit allen anderen Impfstoffen gut vergleichbar. Es ist ein Image-Problem, welches schon bei den Bestellungen durch die Europäische Union begann, sich mit der Zulassung nur für unter 65-Jährige fortsetzte und mit der kürzlichen Neubewertung durch das Paul-Ehrlich-Institut und dem Impfstopp einen Höhepunkt findet.

Warum wurde der Impfstopp notwendig?

Der Grund für die Entscheidung war, dass 6 Frauen und ein Mann bei ca. 1,7 Millionen verimpften Dosen überzufällig an einem höchst seltenen, sogenannten spontanen Heparin-induzierten Thrombopeniesyndroms erkrankt waren, was durch Aktivierung der Gerinnung zu Thrombosen führen kann. Die Krankheit trat im Gegensatz zum Namen hier ohne externe Heparingabe auf und führte bei den Betroffenen zu sogenannten Sinusvenenthrombosen im Gehirn. Drei dieser Menschen sind verstorben und es sollte ein Zusammenhang mit der Impfung geklärt werden. Insgesamt hat man in Europa 13 Personen gefunden und man diskutiert eine Aktivierung der Blutplättchen durch die Impfung.

Das Vorgehen war für mich verständlich, da es sich hier um eine ganz andere Krankheit handelt als eine Beinvenenthrombose, bei der sich ein Gerinnsel löst und in der Lunge stecken bleibt. In den Sensationsmedien häufen sich ja seit einiger Zeit Meldungen, dass der AstraZeneca Impfstoff Thrombosen und Lungenembolien mache. Wichtig an der Stelle ist zu betonen, dass dies alle Corona Impfstoffe verursachen können, aber gemäß der Literatur nur 50 bis 60 Thrombosen und Lungenembolien auf 10 Millionen Impfungen. Die Gefahr, im Rahmen einer Covid-19 Erkrankung an einer Thrombose mit Lungenembolie zu erkranken, ist um ein Vielfaches höher.

Welche Auswirkungen haben die festgestellten Nebenwirkungen auf den Einsatz des Impfstoffes?

Ich gehe davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten der Immunthrombopenie bei 4-7 Fälle auf 1 Million Impfungen geschätzt werden wird. Das liegt im Bereich aller seltenen Impfnebenwirkungen. Über dieses Risiko kann man jetzt aufklären. Die Krankheit ist jetzt bekannt. Da sie im Bewusstsein in den Vordergrund gerückt ist, könnte sie frühzeitig entdeckt und behandelt werden. Mit der Information, dass die Fälle alle bei Personen unter 60 Jahren aufgetreten sind, könnte man ältere Patienten beruhigen und viele in dieser Altersgruppe impfen. Auf jeden Fall spricht die Einnahme der Pille oder das Leiden an Krampfadern nicht gegen eine Impfung mit AstraZeneca.

Gibt es denn Möglichkeiten das Risiko von Nebenwirkungen bei den Impfstoffen zu minimieren?

Ich formuliere es einmal so: Mit Smarties kann man Covid nicht bekämpfen! Mit Nebenwirkungen muss ich rechnen. Wichtig ist immer eine gute Impfaufklärung. Meistens passiert gar nichts. Schmerzen und Schwellung am Arm, Fieber, Gliederschmerzen, Schüttelfrost, grippales Krankheitsgefühl wären gut möglich und kennt jeder auch aus anderen Situationen. Die Einnahme von Paracetamol, Ibuprofen oder Aspirin kann bei diesen Symptomen gut helfen. Innerhalb weniger Tage ist die Symptomatik dann wieder abgeklungen.

Warum treten besonders beim AstraZeneca diese Nebenwirkungen auf?

Unsere Praxis hat im Rahmen der bisherigen Teilnahme an den „mobilen Impfteams“ in den Alten-, Pflege- und Behindertenheimen des Landkreises schon zahlreiche Personen geimpft. Ich würde nicht sagen, dass AstraZeneca andere Nebenwirkungen hat. AstraZeneca hat die üblichen Impfnebenwirkungen wie alle Covid-Impfstoffe, aber leider immer bei der ersten Impfung. Dafür ist die zweite Impfung dann meist ohne jegliche Nebenwirkung. Umgekehrt ist die erste Impfung bei dem Biontech Impfstoff meist gut verträglich und die Nebenwirkungen treten bei der zweiten Impfung auf, wie wir oft erlebt haben. Die Reaktogenität, also die Wahrscheinlichkeit, auf den Impfstoff Nebenwirkungen zu bekommen, ist bei jüngeren Leuten höher als bei den Älteren. Bis jetzt wurden ja meist nur Erstimpfungen durchgeführt, die älteren Personen mit Biontech, wo die „heftigere“ Impfung oft noch aussteht und die jüngeren Personen mit AstraZeneca, die von Haus aus mehr reagieren und gleich zuerst mit den Nebenwirkungen der Erstimpfung konfrontiert wurden. Also ist es eher eine Frage der situativen Wahrnehmung und der unterschiedlichen Reaktogenität der Impfgruppen.

Viel weniger Unfälle

Verkehrsunfallstatistik 2020 für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Die Polizeiinspektionen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen haben die polizeiliche Unfallstatistik für das Jahr 2020 vorgelegt. Auch auf die Verkehrsunfallstatistik wirkt sich die Corona-Pandemie aus.
Grundsätzlich ist eine starke Abnahme bei der Anzahl der Gesamtunfälle zu verzeichnen. Gab es 2019 noch insgesamt 3.473 Verkehrsunfälle im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, waren es 2020 3.049, davon 306 mit Personenschäden. „Dies ist kein landkreistypisches Phänomen, sondern ist im ‚Corona-Jahr‘ 2020 in ganz Bayern festzustellen“, so Polizeihauptkommissar Erich Eckerlein. Der Grund hierfür dürfte sein, dass wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie das Gesamtverkehrsaufkommen stark abgenommen hatte. Leider gab es im Jahr 2020, wie auch in den beiden Vorjahren, drei Verkehrstote bei drei Verkehrsunfällen.
Die meisten Unfälle passierten in der Zeit zwischen 06.00 und 07.00 Uhr. Der unfallträchtigste Tag war wie im Vorjahr der Freitag mit 513 Verkehrsunfällen.
Die Radfahrunfälle im Landkreis bewegen sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Dies dürfte damit begründet sein, dass der Radfahrverkehr im Gegensatz zum Kfz-Verkehr nicht abgenommen hatte.
Die Zunahme bei den Unfällen mit Beteiligung von Fußgängern lässt sich nicht erklären. Fast ein Drittel der Unfälle ereignete sich beim Überschreiten der Fahrbahn.
Weitere Details können Sie der Verkehrsunfallstatistik entnehmen, die Sie mit dieser Pressemitteilung erhalten. Bei Rückfragen steht Ihnen Polizeihauptkommissar Erich Eckerlein als Sachbearbeiter Verkehr für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen unter 09141 8687-17 gerne zur Verfügung.

Mehr Schnelltests

Einmal in der Woche kostenlos

Bürgerinnen und Bürger können sich einmal pro Woche kostenlos mit einem Antigen-Schnelltest auf Covid-19 testen lassen. Um dies flächendeckend im Landkreis auch gewährleisten zu können, hat das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen in Abstimmung mit niedergelassenen Ärzten, Apotheken und Kommunen verschiedene Testmöglichkeiten geschaffen.

Am Testzentrum in Gunzenhausen ist es möglich, an Vormittagen von Montag bis Freitag Antigen-Schnelltests durchzuführen. Diese werden nach Voranmeldung über das Portal www.vitolus.de/wug angeboten. Eine Bescheinigung über das Testergebnis wird ausgestellt. Für die Tests ist zwingend ein gültiges Ausweisdokument mitzubringen, da nur so eine Bescheinigung über das Testergebnis ausgestellt werden kann.

Zudem bieten niedergelassene Ärzte und Apotheken im Landkreis ab nächstem Montag, 22.03., Schnelltestmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger an. Am besten wenden sich Personen, die sich testen lassen möchten, an ihren Hausarzt. Die Apotheken im Landkreis, die Schnelltests anbieten, können Sie der Liste am Ende unserer Pressemitteilung entnehmen.

In Treuchtlingen wird es ebenfalls ab Montag, 22.03, an der Altmühltherme eine Testmöglichkeit geben. Dies ist auf Initiative der Bürgermeisterin Dr. Dr. Kristina Becker sowie der Apothekerin Gesa-Ulrike Bayerköhler entstanden. Im Eingangsbereich der Therme wird ein Schnelltestzentrum errichtet. Termine können unter www.schnelltest-apotheke.de vereinbart werden. Die Testperson bekommt dann eine Terminbestätigung sowie einen QR-Code zugewiesen, der gemeinsam mit dem Personalausweis zum Schnelltesttermin mitgebracht werden muss. Das Ergebnis erhält man dann wieder digital. Natürlich ist auch eine telefonische Terminvereinbarung möglich unter 09142 2049900, das Ergebnis wird einem dann ausgedruckt vor Ort übergeben.

Außerdem ist das Landratsamt derzeit in Abstimmung, ob auch in der Stadt Weißenburg eine Schnellteststation errichtet werden kann. Dazu liegen allerdings bisher noch nicht alle Rahmenbedingungen vor. Das Landratsamt wird darüber entsprechend informieren.

Alle Informationen zu den Testmöglichkeiten im Landkreis finden Sie unter www.landkreis-wug.de/corona-testzentrum.