Tag Archives: Gunzenhausen

Mörsacher Straße gesperrt

Sperrung der Kreisstraße WUG 24 zwischen Streudorf und Mörsach

Wegen Asphaltierungsarbeiten im Rahmen von Deckenerneuerungsmaßnahmen muss die Kreisstraße WUG 24 zwischen Streudorf und Mörsach (bis zur Landkreisgrenze) für den Gesamtverkehr gesperrt werden.

Die Sperrung beginnt aus Richtung Streudorf kommend direkt an der Abzweigung nach Mörsach und erstreckt sich bis zur Landkreisgrenze. Ab Montag, 27. Juli, bis voraussichtlich Freitag, 31.Juli, ist die Straße gesperrt.

Der Verkehr wird von Streudorf über die Staatsstraße St 2222 in Richtung Arberg und die St 2411 in Richtung Ornbau bis zur Stadtmühle und dann über die AN 55 nach Mörsach bzw. in umgekehrter Richtung umgeleitet. Die Umleitungsstrecken sind entsprechend ausgeschildert. Der Anliegerverkehr bis zur Baustelle ist zugelassen.

Die Voraussetzung für die Einhaltung der Termine ist trockenes Wetter, da die Asphaltierungsarbeiten bei Regen nicht durchgeführt werden können. Im Falle regnerischen Wetters verschiebt sich die Sperrung um die Dauer der Regentage.

Die Tiefbauverwaltung des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die notwendige Sperrung und die sich daraus ergebenden Behinderungen sowie die Berücksichtigung von längeren Fahrtzeiten.

Mehr Kindergartenplätze

Bedarfsplan für Gunzenhausen wird erweitert

Der Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen in der Stadt ist groß. Derzeit stehen 91 Kinder auf der Warteliste für einen Kindergartenplatz, 59 für einen Krippenplatz. Wie bei einer Sitzung des Stadtratsausschusses für Bildung und Soziales bekannt wurde, sieht der Bedarfsplan derzeit 655 Mädchen und Buben in einen Kindergartenplatz, 182 in einen Platz in einer Kinderkrippe und 80 in einem Hort vor.

Derzeit gibt es im Stadtkern 345 Kindergartenplätze, 94 Krippenplätze und 80 Hortplätze, in den ländlichen Ortsteilen sind es 200 bzw. 24 (zusammen also 545-118-80). Dazu kommen noch 16 Plätze in der Großtagespflege Bühringerstraße.

Hinzu kommen im Herbst noch weitere Plätze Großtagespflege in der Nürnberger Straße (AOK-Haus) sowie 50 Plätze (Kindergarten und Kinderkrippe) im dem derzeit im Bau befindlichen Projekt der Lebenshilfe in Gunzenhausen-Süd. In der Bedarfsplanung sind auch 50 Plätze eines noch zu bauenden Kindergartens des Roten Kreuzes in Frickenfelden.

Wie Bürgermeister Fitz erklärte, ist aus dem Plan, einen überbetrieblichen Betriebskindergarten zu schaffen, aus unterschiedlichen Gründen nichts geworden.

In der Projektion geht Klaus Stephan, der Leiter des Hauptamts, von der theoretischen Annahme von 171 Plätze je Geburtsjahrgang aus, im U3-Bereich sind es 182. Zu berücksichtigen ist bei der Planung auch der Faktor 4,5, der für behinderte Kinder und solche, die von einer Behinderung bedroht sind.  Im Klartext heißt das, dass in diesem Fall ein Kind fördertechnisch drei Plätze in Anspruch nimmt.  Bei neuen Projekten ist davon auszugehen, dass die Stadt für ein 50-Plätze-Haus rund zwei Millionen Euro an Kosten anfallen, 723000 Euro hat die Stadt an Pflichtanteil zu tragen, wobei noch der freiwillige Zuschuss für den laufenden Unterhalt dazu kommt.  Nach Stephans Berechnung fördert die Stadt jeden Kindergartenplatz mit 300 Euro, zu der bisherigen Summe von 2,3 Millionen Euro kommen also für die geplanten sechs Gruppen in den nächsten Jahren noch einmal 120000 Euro dazu.

Die Einschätzung des künftigen Bedarfs ist auch ein Blick in die Glaskugel, denn nicht alle Daten können zuverlässig vorausberechnet werden. Tatsache ist aber, dass in Gunzenhausen weitere Plätze notwendig sind.  Deshalb haben die Stadträte den Plan der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Gunzenhausen (DVG in der Ansbacher Straße) mit Zustimmung aufgenommen und den Bedarfsplan entsprechend erweitert.

Jürgen Hildebrandt, der bayerische Organisationsreferent für die Neukonzeption von Kinderbetreuungseinrichtungen, erläuterte die Pläne. Demnach soll das Haus, das derzeit überwiegend kirchlichen Zwecken dient,   in den nächsten Jahren erweitert werden, um dort einen zweigruppigen Kindergarten und eine zweigruppige Kinderkrippe (37 Plätze) unterzubringen.

In der Sitzung nutzten Pastor Gerd Bonnetsmüller aus Windsbach und Gerlinde Alscher, die Leiterin der Freikirche in Gunzenhausen, die Gelegenheit, um die konzeptionellen Vorstellungen der Siebenten-Tags-Adventisten vorzustellen, denn in der Öffentlichkeit gibt es dazu oftmals falsche Eindrücke. Die protestantische Freikirche gibt es in Gunzenhausen seit 1945, weltweit gehören ihr 20 Millionen Menschen an, in Deutschland 35000. Zu den 28 Glaubensüberzeugungen gehören die Wiederkunft Jesu Christi, der Sabbat (Gottesdienst ist am Samstag) und ein Lebensstil, der die Bewahrung der Schöpfung beinhaltet.  Die Kirche ist für alle Kinder offen, also auch für Atheisten, Katholiken, Protestanten, Moslems). Es gibt keine Zugangsbeschränkungen. Eltern, die nicht haben wollen, dass ihre Kinder zum Gebet angehalten werden, müssen ihre Sprößlinge nicht zwangsläufig in den Kindergarten der Freikirche bringen. Die Freikirche ist dem bayerischen Erziehungsplan vollständig unterworfen.

WERNER FALK, Stadtrat der FDP

Diakoneo baut Wohnheim

Projekt in Gunzenhausen kostet 7,1 Millionen Euro

Eine moderne Architektursprache zeichnet das Projekt aus. Zeichnung: Diakoneo

Mit dem Rohbau des neuen Wohnheims für Menschen mit Behinderung von Diakoneo (früher: Diakonisches Werk) haben die Firmen bereits Ende April begonnen. Inzwischen sind die Mauern im Erdgeschoss hochgezogen und der Bau geht gut voran.

Der Rohbau am Eckgründstück an der Berliner Straße geht voran. Foto: Falk

Auf dem 5000 Quadratmeter großen Gelände an der Berliner Straße in Gunzenhausen entsteht ein Gebäude mit 1400 Quadratmetern Nutzfläche. Wie Diakoneo mitteilt, sieht der Neubau 24 Wohneinheiten in vier Wohngruppen mit jeweils sechs Bewohnern vor. Das zentrale Planungssziel besteht darin, weder von außen noch im Innenbereich den Charakter eines Wohnheims entstehen zu lassen, sondern stattdessen durch die vorhandene Untergliederung in Gruppen, Vorräume und Einzelzimmer mit Bad ein Höchstmaß an Privatsphäre zu ermöglichen. Der Bau verfügt ausschließlich über Einzelzimmer, davon sind 14 Zimmer rollstuhlgerecht. In den Wohngruppen steht jeweils eine großzügige Wohnküche mit Aufenthaltsbereich zur Verfügung.

Mit der Fertigstellung rechnet Diakoneo im Juni oder Juli 2022. Der Eigenanteil beläuft sich auf 2,5 Millionen Euro, der Rest wird durch Fördergelder des Freistaats und des Bezirks Mittelfranken abgedeckt.

Kreisräte verabschiedet

Veranstaltung im AIZ Muhr am See unter Corona-Schutzbestimmungen

Die ausgeschiedenen Kreisräte mit Landrat Westphal und den Fraktionschefs . Foto: Heger


Landrat Manuel Westphal verabschiedete die ausgeschiedenen
Kreistagsmitglieder in einer etwas ungewohnten Form im Saal des Altmühlsee-Informationszentrums in Muhr am See. Traditionell werden die ausscheidenden Kreistagsmitglieder im Rahmen der letzten Kreistagssitzung verabschiedet. Diese würdevolle Verabschiedung war aber wegen der Coronabeschränkungen in diesem Jahr leider nicht
möglich. Für eine Verabschiedung im Rahmen einer Sitzung des neu zusammengestellten Kreistags wäre selbst die Stadthalle in Gunzenhausen zu klein gewesen; um die notwendigen Abstandsvorschriften zu erfüllen.
Das AIZ in Muhr am See stellte sich aber als keine Notlösung dar, sondern als ein würdevoller Rahmen für die Verabschiedung langjähriger und verdienter Kommunalpolitiker. Der Landrat bedankte sich dafür bei Bürgermeister Dieter Rampe und seinem Team aus der Verwaltung für die Bereitstellung des Saals und die Mithilfe bei der Organisation und Durchführung der Veranstaltung.
Die Danksagung sollte auch im Mittelpunkt dieser kleinen Feierstunde stehen, betonte Manuel Westphal in seiner Einleitung. Er ist sich darüber bewusst, dass der Dank für das Engagement der ehrenamtlich tätigen Männer und Frauen in kommunalpolitischen Ämtern nie groß genug sein kann, aber es ist wichtig, diesen Männern und Frauen auch öffentlich ein
Dankeschön für ihren Einsatz zu sagen.
Für dreißig Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Kreistagsmitglied ehrte Manuel Westphal Gerda Reißlein und Karl-Hans Eißenberger mit einer Urkunde und einen Präsentkorb.
Für ihre langjährige Tätigkeit im Kreistag wurden die ausgeschiedenen Kreisrätinnen und Kreisräte Helga Betz, Manfred Börlein, Josef Dengler, Erkan Dinar, Markus Dirsch, Karl- Hans Eißenberger, Peter Gallenmüller, Ute Grimm, Susanna Hartl, Walter Hasl, Peter Krauß, Siegbert Mrasek, Sigrid Niesta-Weiser, Inge Pfitzinger-Miedel, Gerda Reißlein, Gerd Rudolph, Simon Scherer, Manfred Schneider, Achim Schubarth, Hans Seibold, Altlandrat Gerhard Wägemann, Friedrich Walter, Robert Westphal und der trotz schwerer Krankheit im Rollstuhl anwesende Richard Zäh mit einem Anerkenunungsgeschenk von Landrat Manuel Westphal geehrt.
Einen besonderen Dank sprach Altlandrat Gerhard Wägemann an seine beiden Stellvertreter Robert Westphal und Peter Krauß aus. Wägemann war sich sicher, dass man fast alles gemeinsam erreichen kann und lobte dabei auch die sehr gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit seinen Stellvertretern, dem Kreistag und der Kreisverwaltung sowie den
Bürgermeistern der Region. Bei allen politischen Differenzen in der Sache war es ihm immer wichtig, einen menschlichen und respektvollen Umgang miteinander zu pflegen.
Eine besondere Überraschung hatte Reinhard Ebert als Fraktionsvorsitzender der ÖDP-Kreistagsfraktion noch für Gerhard Wägemann dabei. Er hatte trotz der unterschiedlichen
politischen Schwerpunkte immer eine große Anerkennung für den Einsatz und die Leistungen von Gerhard Wägemann für den Landkreis. Als besonderen Dank von Seiten der ÖDP für diesen Einsatz überreichte er ihm einen handgefertigten Krug mit seinen Initialen, den er auch gleich im Anschluss an den offiziellen Teil einweihte.
Die Verabschiedung klang mit Bratwürsten und Sauerkraut oder Kartoffelsalat von der örtlichen Metzgerei Haschke noch bei vielen Gesprächen und Erinnerungen aus. Die musikalische Umrahmung der Feierstunde übernahm wieder Heinz Horst aus Gunzenhausen am Klavier.
KLAUS HEGER

Jugend erhält ihr Häuschen

Spatenstich für Jugendhaus in Cronheim

Bürgermeister Fitz und Stadtbaumeisterin Teufel sowie Ortssprecherin Beate Schlicker. Foto: Herrmann

„Was lange währt, wird endlich gut“. Dieser berühmte Satz könnte über dem Spatenstich für das neue Zuhause der Cronheimer Dorfjugend stehen. Bereits im Jahr 2006, bei der Vorbereitung für die Dorferneuerung Cronheim 2, hatte das Thema Jugendraum hohe Priorität.

Damals wurde das Projekt in den Dorferneuerungsplan aufgenommen. Jetzt ist der Bau des Jugendhauses die letzte Maßnahme im Rahmen der Dorferneuerung. Spannend war die Standortsuche. Drei Standorte wurden auf ihre Eignung für das Projekt ins Auge gefasst. Am Sportplatz, neben der Feuerwehr und auf dem Gelände der alten Ziegelei, wo das Jugendhaus nun auch entstehen wird.

Ursprünglich hatte man eine Containerlösung favorisiert. Nun wird das Haus in Holzbauweise errichtet. Die Größe beträgt 10,2 x 6,5 Meter. Im November 2020 soll das Gebäude, das mit 118.000 Euro zu Buche schlägt, fertig sein. Die Kosten teilen sich das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken und die Stadt Gunzenhausen je zur Hälfte.

Für den Betrieb des Hauses wurde auf Initiative von Jürgen Hasselbacher der Verein „Jugendhaus Ziegelhütte e.V.“ gegründet. Damit waren die Weichen gestellt. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz wünschte dem Jugendhaus und der Cronheimer Dorfjugend eine konsequente und unfallfreie Bauzeit sowie eine gute Nutzung des Hauses.

Jürgen Hasselbacher konnte sich noch gut an seine eigenen Jugendjahre erinnern, als sich der Jugendraum in der alten Sparkasse befand. Er ließ die lange Vorbereitungszeit Revue passieren und berichtete aus der Arbeitsgruppe „Jugendraum“, die sich im Rahmen der Dorferneuerung gebildet hatte. Beim Spatenstich galt sein Dank insbesondere Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und dem städtischen Bauamt mit Stadtbaumeisterin Simone Teufel und ihrem Stellvertreter Thomas Hinterleitner an der Spitze.

Am Bau beteiligt sind die Firmen Zimmerei Burger aus Geilsheim, die das Holzhaus liefert, die Bauunternehmung Hittmeyer aus Unterschwaningen, die die Bodenplatte legt, Fa. Rupp aus Cronheim ist für die Baggerarbeiten zuständig, Elektro-Braun aus Gunzenhausen übernimmt die Elektroarbeiten und Fa. Rachinger aus Cronheim kümmert sich um die Sanitärarbeiten.

Innovative Projekte

Gunzenhausen mit dem Stadtmarketingpreis Bayern 2020 ausgezeichnet

Wirtschaftsreferent Andreas Zuber (Mitte) nahm von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger den Preis entgegen. Foto: Neureuther

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sechs Kommunen aus dem Freistaat mit dem diesjährigen Stadtmarketingpreis Bayern ausgezeichnet. Die Gewinnerstädte Fürth, Friedberg, Gunzenhausen und Nabburg sowie die Sonderpreisträger Schweinfurt und Ebermannstadt überzeugten die Fachjury mit innovativen Projekten. Der vom bayerischen Wirtschaftsministerium geförderte und vom Handelsverband Bayern e.V. zusammen mit dem Aktionskreis City- und Stadtmarketing Bayern e.V. initiierte Preis wurde zum zehnten Mal verliehen – erstmals auch in der Kategorie „Corona-Projekte für Stadt und Handel“.

Gunzenhausen konnte sich in der Kategorie der Städte zwischen 10.000 und 20.000 Einwohnern mit dem „Digitalen Adventskalender“ durchsetzen. Das vom Stadtmarketingverein, der Wirtschaftsförderung und dem Citymanagement initiierte und mit vielen weiteren lokalen Akteuren umgesetzte Projekt setzt insbesondere auf die Verknüpfung von digitalen Medien und lokaler Wirtschaft. So versteckten sich hinter den 24 Türchen in der letzten Adventszeit u.a. Kurzvideos, in denen sich Gunzenhäuser Betriebe in Gedichtform vorstellten. Die Gedichte wurden dabei mit viel Leidenschaft und zum Teil in weihnachtlicher Verkleidung von Unternehmerinnen und Unternehmern aber auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der jeweiligen Betriebe vorgetragen. Auch im Jahr 2021 soll es wieder einen „Digitalen Adventskalender“ auf ingunzenhausen.de geben.

„Bayerns Innenstädte unterliegen einem hohen Veränderungsdruck, der durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie nochmals zugenommen hat. Kommunen und Handelswelt müssen den Wandel aktiv gestalten und insbesondere die Zukunftschancen aus der Digitalisierung ergreifen“, sagte Minister Aiwanger anlässlich der Preisverleihung, „das Stadtmarketing übernimmt dabei die entscheidende Rolle des Koordinators und Managers für die Zusammenarbeit aller städtischen Akteure. Die Gewinner, aber auch alle anderen Teilnehmer, die sich diesem Wettbewerb gestellt haben, zeigen eindrucksvoll, wie intelligente und innovative Konzepte für die Belebung der Innenstädte und des öffentlichen Raums heute funktionieren.“

Das Interesse am Wettbewerb war auch im Jubiläumsjahr ungebrochen. Von 39 Bewerbern schafften es bei vier Größenkategorien, in denen der Preis vergeben wird, jeweils drei in die Endauswahl. Beim erstmals ausgelobten Sonderpreis „Corona-Projekte für Stadt und Handel“ waren es zwei Städte, die sich gegen 16 weitere Bewerber durchsetzen konnten und in die Schlussrunde einzogen. Neben der Projektidee bewertete die Fachjury die Wirkung auf Image und Attraktivität, den Innovationscharakter und die Vorbildfunktion, das Kosten-Nutzen-Verhältnis sowie die Einbindung in die örtliche Stadtmarketing-Strategie.

In der Kategorie 2 – Städte von 10.000 bis 20.000 Einwohner – waren zwölf Bewerbungen eingegangen. In der Schlussrunde standen Ochsenfurt, Lohr am Main und der Preisträger Gunzenhausen. Der Video-Adventskalender entwickle das schon länger bestehende Projekt „Winterzeit“ auf emotionale und überzeugende Art weiter, urteilten die Juroren.

Beim neu geschaffenen und erstmals verliehenen Sonderpreis „Corona-Projekte für Stadt und Handel“ befand die Jury einstimmig, dass beide Projekte in der Endauswahl ausgezeichnet werden. Das Gutschein-System aus Ebermannstadt „EBSer Solidarität“ überzeugte, da es den ortsansässigen Handel fördert und gleichzeitig die Arbeit der lokalen „Corona-Helden“ wertschätzt. Schweinfurt stach mit der Digitalisierungsoffensive „Schweinfurt ist online“ heraus, die in einem systematischen 10-Schritte-Programm die Angebote der lokalen Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister bündelt und sichtbar macht. Besonders innovativ ist dabei der taggleiche Auslieferungsservice.

Alle 14 bei der Preisverleihung anwesenden Nominierten erhielten eine Urkunde. Die Gewinner in den vier Kategorien dürfen sich zusätzlich über Blühpflanzen des Jubiläumssponsors Flower and Shower für die Innenstadt und einen Gutschein für ein Webinar freuen. Der Corona-Sonderpreis ist mit jeweils 1.500 Euro dotiert.

Der Stadtmarketingpreis wird seit 2005 vergeben und vom bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert. Die Initiatoren sind der Handelsverband Bayern e.V. und der Aktionskreis City- und Stadtmarketing Bayern e.V. Zu den langjährigen Partnern und Unterstützern gehören der Sparkassenverband Bayern, die Rid Stiftung, Fokus Development und Essert Illuminationen. Die Fachliche Betreuung und Organisation liegt in den Händen der CIMA Beratung und Management GmbH.

Weitere Informationen: www.stadtmarketingpreis-bayern.de

Sommer-Shopping in Gunzenhausen

Das besondere Einkaufserlebnis

Alexander Herzog, Markus Jocher, Jeanette Holzschuh, Andreas Zuber, Erika Gruber und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz werben für das Sommersphopping. Foto: Heger


Der Sommer 2020 nimmt langsam Fahrt auf. Die Temperaturen passen
sich der Jahreszeit an, die Sonne lacht vom Himmel. Die Stadt am Altmühlsee ist voller Menschen. Nichts Ungewöhnliches , oder doch? Ganz bestimmt! Gunzenhausen lädt an neun Samstagen zum „Sommershopping in GUNZENHAUSEN“ ein.
Bürgermeister Karl-Heinz Fitz betonte bei der Vorstellung der Aktion, dass die Stadt in diesen schweren Zeiten die örtlichen Einzelhändler und Gastronomen mit derartigen Aktionen unterstützen möchte.
Auch Alexander Herzog von den Wirtschaftsjunioren freut sich darüber, das Gunzenhausen immer wieder andere Wege geht und durch das gute Netzwerk zwischen den verschiedenen Wirtschaftsgremien sehr viele Aktionen in der Stadt passieren und die Geschäfte dadurch wieder Perspektiven bekommen.
Corona hat alles ein wenig verändert und trotzdem oder gerade deshalb trifft man in Gunzenhausen in diesem Jahr noch mehr Touristen als in den vergangenen Jahren. Auslandsurlaub ist für viele kein Thema. Urlaub zu Hause ist angesagt. Es ist aber eine deutliche Zurückhaltung im Kaufverhalten bei den Kunden zu bemerken, erläuterte Andreas Zuber von der Wirtschaftsförderung Gunzenhausen die aktuelle Situation im
Einzelhandel. Es sollen daher auch die Geschäfte und ihre Aktionen im Mittelpunkt des Sommer-Shopping stehen und nicht ein begleitendes Rahmenprogramm die Aufmerksamkeit von den einzelnen Geschäften ablenken.
Für die Gunzenhäuser Geschäfte, vor allem in der Innenstadt, bedeutet dies ein Stück weit Normalität. Nach Lockdown und Wiedereröffnungsphase bietet diese Zeit die große Chance, sich den Kunden zu präsentieren, ihnen beratend zur Seite zu stehen und ein ausgiebiges Shopping-Erlebnis zu vermitteln.
Der Stadtmarketingverein Gunzenhausen organisiert flankierend das Sommer-Einkaufserlebnis. Vom 18. Juli bis 05. September ist das Einkaufen an den Samstagen noch attraktiver als sonst. Die Samstagskonzerte im Bereich des Marktplatzes, organisiert
von Tourismuschef Wolfgang Eckerlein und gesponsert von dem Gunzenhäuser Unternehmer Heribert Heinzmann, bieten den entsprechenden Schwung beim Bummel über den Marktplatz oder beim Aufenthalt in den Außenbereichen der zahlreichen Gastronomiebetriebe.
Der Stadtbus kann an den Sommershopping-Samstagen kostenlos genutzt werden, um die Parkplatzsuche zu erübrigen. Die dafür anfallenden Kosten werden durch den Stadtmarketingverein übernommen, berichtete Geschäftsführerin Jeanette Holzschuh.
Dieses Angebot ist nur durch die Kooperation von Stadt, Stadtwerken und Stadtmarketing Gunzenhausen möglich. Rund 40 Geschäfte präsentieren ihr gesamtes Sommer-Angebot 2020 und punkten mit Kundenfreundlichkeit und Service. Für die einzelnen Aktionen der Geschäfte haben die Gastronomen und Einzelhändler keine Vorgaben und sie können sich etwas passendes speziell auf ihre Kundschaft abgestimmt aussuchen.
Für das „ultimative“ Samstags-Einkaufs-Erlebnis bietet Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. allen Betrieben an, ihre besonderen Aktionen oder Angebote für den Zeitraum an beim Stadtmarketing zu melden.
Online zu finden sind die Sonderaktionen im Online-Schaufenster ingunzenhausen.de. Auch auf Facebook sind diese unter ingunzenhausen.de zu finden. Damit beginnt das Shopping-Erlebnis schon zu Hause, am Altmühlsee oder bei einer Tasse Kaffee in einem der zahlreichen Cafés in der Stadt. Kostenfreies WLAN steht in der gesamten Innenstadt und am Altmühlsee zur Verfügung. Jederzeit können sich Touristen und Kunden dort informieren, welche „Sommerspecials“ in
den Geschäften zum jeweiligen Zeitpunkt geboten werden.
Sponsoren für dieses neue Sommerevent sind das Modehaus Steingass, Zweirad Gruber und die Bäckerei Herzog.
KLAUS HEGER

Bildung in Fakten und Daten

Aus dem Bildungsbericht des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen

Seit fünf Jahren hat der Landkreis das Prädikat „Bildungsregion in Bayern“. Der Austausch von regional vorhandenem Wissen steht im Fokus der Bildungsregion. Deshalb gibt es auch die landkreisweite digitale Vernetzung. Der Falk-Report zeigt in Stichpunkten die wesentlichen Fakten der Bildungsregion auf. Alle Daten beziehen sich auf die Jahre 2018-2020..

Frühkindliche Förderung:

Seit 2013 werden die Kinder von einem bis zum dritten Lebensjahr frühkindlich gefördert, wenngleich die bayernweite Betreuungsquote der unter Dreijährigen (31,5 Prozent) im Kreis nicht ganz erreicht wird (29 Prozent im Jahr 2019).

Im Kreis gibt es (Stand Februar 2020) 11765 Kinder, davon 2665 unter drei Jahren, 2373 von drei bis sechs Jahren sowie 6727 von sechs bis 14 Jahren. In sieben Kinderkrippen gibt es 150 Plätze,  in 59 Kindergärten 2666 Kinder, in zwei Kinderhorten 43 Kinder und in 12 Häusern für Kinder 1036 Kinder.

Eine Kindertagesbetreuung gibt es für 3791 Kinder. Von ihnen sind 683 unter drei Jahre alt, 2226 von drei bis sechs Jahre alt und 882 von sechs bis 14 Jahre alt.

Die Betreuungsquote liegt bei 32,2 Prozent (bei den unter Dreijährigen 25,6 Prozent, den 3-6-Jährigen  93,8 Prozent  und den 6-14-Jährigen 13,1 Prozent.

Schulische Bildung:

In den Grundschulen werden (2018/19) 3198 Kinder von 201 Lehrern unterrichtet, in den Mittelschulen 1831/151, Förderzentren 370/47, Realschulen 1471/110, Gymnasien 1950/147, Wirtschaftsschulen 213/19, Berufsschulen 1455/59, Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung 53/5, Berufsfachschulen 279/26, Fachoberschulen 555/39, Berufsoberschulen 87/4, Fachakademien 129/19 und Fachschulen 62/0.

Das Einschulungsalter der Schulanfänger liegt in 79,7 Prozent bei sechs Jahren, nur 1,6 Prozent sind fünf Jahre und jünger, 18,8 Prozent sieben Jahre und älter.

Von den 797 Schulanfängern im Schuljahr 2018/19 hatten 194 einen Migrationshintergrund. Seit sieben Jahren ist die Schülerentwicklung an Grundschulen wieder ansteigend Die Schülerzahl an Grundschulen wird sich von derzeit 3174 bis zum Jahr 2022/23 auf 3544 erhöhen. An Mittelschulen sind derzeit 1912 Kinder. Von den 3174 Grund-und Mittelschülern haben 779 (24,5 Prozent) einen Migrationshintergrund. Die höchste Quote meldet mit 50,9 Prozent die Stephani-Grundschule Gunzenhausen vor Treuchtlingen (40,5), Weißenburg (39), Alesheim-Emetzheim (22,9), Gunzenhausen-Südstadt (20,3),Langenaltheim (19,4). Den geringsten Ausländeranteil hat die Grudnschule Absberg-Haundorf (2,6 Prozent).

An den Mittelschulen, die von 1912 Kindern besucht werden sind 721 oder 37,7 Prozent mit einem Migrationshintergrund.

Der Landkreis hat unter den benachbarten Landkreisen den höchsten Wert an Schülern, die von der Grundschule an eine weiterführende Schule gehen, und zwar sind es 36,8 Prozent, die an die Mittelschule gehen, 27,8 Prozent besuchen die Realschule und 34,1 Prozent das Gymnasium. Im Vergleich: im Kreis Eichstätt gehen 34,6 Prozent an das Gymnasium, in Ansbach 34,2 Prozent, in Roth 35,4 Prozent und im Kreis Donau-Reis 30,4 Prozent.

Die Realschulen melden aktuell folgenden Bestand: Weißenburg 604 Schüler, Treuchtlingen 440 und Gunzenhausen (Hensoltshöhe) 304.

Am Gymnasium Weißenburg sind 987 Schüler, am gymnasialen Zweig  der Senefelder Schule Treuchtlingen 265 und am Simon-Marius-Gymnasium Gunzenhausen 700.

Die Wirtschaftsschule Gunzenhausen wird von 226 Schüler besucht, die Berufsschule Weißenburg von 513 Schülern und die Berufsschule Gunzenhausen von 881 Schülern.

44 Realschüler wandern aus Orten außerhalb des Landkreises ein, 272 pendeln aus. Bei den Gymnasiasten sind es 122 Einpendler und 163 Auspendler.

19,9 Prozent der 2698 Studierenden aus dem Kreis studieren in einem anderen Bundesland, immerhin 80,1 Prozent bleiben in Bayern.

Am Kunststoffcampus Bayern in Weißenburg sind derzeit 70 Studierende in den beiden Bachelorstudiengängen „Angewandte Kunststofftechnik“ und „Strategisches Management“. An der Hochschule für angewandtes Management in Treuchtlingen halten sich 300 Studenten auf.

Berufliche Bildung:

Von den 1681 Auszubildenden (Stand 2018) sind 945 in Handel und Industrie, 475 im Handwerk, 41 in der Landwirtschaft, 43 im Öffentlichen Dienst, 157 in den Freien Berufen und 20 in der Hauswirtschaft tätig. Während der Ausbildung kommt es in 19,9 Prozent zu Vertragsauflösungen (besonders hoch ist die Quote mit 37 Prozent im Handwerk).

WERNER FALK

Keine geheimen Kontrollen

Aus der Praxis der Lebensmittelüberwachung in Coronazeiten

Während der Corona-Pandemie gelten für viele Betriebe hohe Auflagen. Betriebe, die Lebensmittel verkaufen, wie Bäckereien, Metzgereien und Gastronomiebetriebe, müssen auch sonst strenge Hygienevorschriften einhalten. Kontrolliert wird das durch die Lebensmittelüberwachung der Abteilung Veterinärwesen und Gesundheitlicher Verbraucherschutz am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen. Auch die Auflagen für Betriebe wie die Maskenpflicht und das Abstandsgebot werden in Zeiten von Corona von den Lebensmittelkontrolleuren überprüft. Dabei wird entgegen einiger Gerüchte, die im Umlauf sind, zu jeder Zeit transparent und offen vorgegangen.

In den vergangenen Wochen kam es vermehrt zu Gerüchten um die Kontrollen des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen in Betrieben und Geschäften zur Einhaltung der Hygieneschutzauflagen. Dabei ging es vor allem darum, dass Verstöße durch die Kontrolleure in Bäckereien provoziert würden und anschließend ein hohes Bußgeld ausgesprochen wurde.

„Dem wollen wir aktiv entgegensteuern! Es entspricht keinesfalls der Wahrheit, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Kontrollen in Betrieben Verstöße provozieren würden! Solchen Unwahrheiten, die derzeit im Umlauf sind, gleichen einer Verleumdung! Ich habe auch Kontakt zu einem angeblich betroffenen Betrieb aufgenommen, der mir das Gerücht nicht bestätigen konnte! Es gab in diesem Betrieb keine Kontrolle zur Einhaltung der Hygieneschutzauflagen und es wurde auch kein Bußgeld ausgesprochen“, verdeutlicht Landrat Manuel Westphal und ergänzt: „Die Kontrollen der Lebensmittelüberwachung laufen zu jederzeit offen und transparent ab!“

Während der regulären Kontrollen der Lebensmittelüberwachung in Betrieben achten die Kontrolleure derzeit auch auf die Einhaltung der Hygieneschutzmaßnahmen wie das Tragen von Mund-Nase-Schutzmasken oder die Beachtung des Mindestabstands. Auch auf Beschwerden aus der Bevölkerung wird gegebenenfalls reagiert und die Situation vor Ort begutachtet. „Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben sich aber bei Beginn der Kontrolle offen zu erkennen und stellen sich im Betrieb auch vor. Geheim oder intransparent wird vom Landratsamt keinesfalls kontrolliert!“, so der Landrat.

Damit die Infektionszahlen nicht wieder steigen, appelliert das Landratsamt weiter an die Bevölkerung, die bestehenden Auflagen wie das Tragen einer Mund-Nase-Schutzmaske in bestimmten öffentlichen Bereichen einzuhalten. Auch der Mindestabstand von 1,5 Meter muss beachtet werden!

Es grünt und blüht

“Gunzenhausen blüht auf”. So steht es auf den Informationstafeln, die in der Stadt (u.a. am Reutberg) zu sehen sind. Die Stadt hat an etlichen Stellen die Grünflächen umgestaltet, und zwar naturnah. Dort erfreuen seit Wochen die Blühwiesen und Blühstreifen die Passanten. Dahinter steckt eine Aktion, die vom Naturpark Altmühltal angestoßen wurde und in 23 Gemeinden realisiert wird. Sichtbar wird der Artenreichtum der Pflanzen. Die Anlagen unterscheiden sich auf angenehme Weise von den einfachen Rasenflächen, wie sie vorwiegend anzutreffen sind. Immerhin bemühen sich mehr und mehr Grundstückseigentümer, artenreiche Blühweisen anzulegen. Foto: Falk