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“Innenstädte beleben”

Geld für 32 Kommunen in Mittelfranken


Die beiden mittelfränkischen Abgeordneten der FW-Landtagsfraktion, Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer aus Sachsen und Wolfgang Hauber aus Weißenburg berichten über die Entscheidung des Bayerischen Landtags, dass das Bayerische Städtebauförderungsprogramm zum Sonderfonds „Innenstädte beleben“ 2021 aufgestellt ist und 32 Kommunen in Mittelfranken mit 13,5 Millionen Euro gefördert werden.

MdL Dr. Peter Bauer ist sehr erfreut hierüber: „Die Städtebauförderung leistet seit 1971 mit über fünf Milliarden Euro einen bedeutenden Beitrag zur städtebaulichen Erneuerung der bayerischen Städte, Märkte und Dörfer. Der Großteil der Mittel aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm fließt wieder in den ländlichen Raum, um die Attraktivität weiter zu erhöhen und fördert damit die gleichwertigen Lebensverhältnisse in Bayern, gemäß unserer bayerischen Verfassung.“
„Das Ergebnis für Mittelfranken ist wieder sehr erfreulich und wird unseren Städten und Gemeinden helfen, den Folgen der Corona-Pandemie mit vielfältigen Aktivitäten und Maßnahmen entgegenzuwirken,“ so MdL Wolfgang Hauber. „Aus vielen Gesprächen mit der kommunalen Ebene hier vor Ort in Mittelfranken weiß ich, wie wichtig dieses Förderprogramm des Landtags ist, um Projekte und Konzepte der Innenstadtentwicklung voranzutreiben und realisieren zu können.“

Zu den geförderten Städte und Gemeinden gehören Gunzenhausen (247000 Euro), Pappenheim (56000 Euro), Spalt (756000 Euro), Treuchtlingen (272000 Euro) und Wassertrüdingen (52000 Euro).

Neue Altmühlaue entsteht

Umweltminister Thorsten Glauber in Gunzenhausen

Minister Glauber (Mitte) war von dem Bauwerk und seiner Einbettung in die Landschaft sehr angetan. Er ist als Architekt schließlich auch Landschaftsästhet. Im Hintergrund das Parkhotel Altmühltal und die sanierte Stadthalle. Fotos: Falk

Der Hochwasserschutz ist zunächst einmal ein sehr technischer Begriff. Dass er für Gunzenhausen jedoch mehr bedeutet, das machte Umweltminister Thorsten Glauber bei seinem Besuch am Freitag deutlich. Im Zuge des staatlichen Hochwasserschutzprogramms wird hier nämlich die Altmühlaue neu gestaltet. Sie wird in den Jahren 2022/23 fertig sein und dann an der westlichen „Schauseite“ der Stadt ein ziemlich neues Gesicht haben.

Landrat Manuel Westphal (rechts), MdL Alfons Brandl (links) und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz halfen Minister Thorsten Glauber (Mitte) beim symbolischen Einsetzen der Alu-Schutzwand.

Zunächst waren technisch schwierige Arbeiten im Zusammenhang mit dem Bau eines Sammelkanals  (Binnenentwässerung) zu erledigen. Rohre mit einem Durchmesser von zwei Metern wurden entlang der westlichen Stadtseite  von einem württembergischen Unternehmen eingebaut, das dazu ein neues technisches System anwandte. Auch der Bau eines Pumpwerks am Schießwasen, das nach seinem Hochbau einige Meter in die Erde eingelassen wurde, kam dazu.

Thomas Keller, der Chef des Ansbacher Wasserwirtschaftsamts, gab dem Radio8-Reporter Klaus Seeger ein Interview. Daneben die Schutzwand, die im Bedarfsfall an einigen Stellen mit Aluteilen geschlossen werden kann.

Der technische Hochwasserschutz ist in den  letzten 15 Monaten entstanden. Eine 600 Meter lange und bis zu 90 Zentimeter hohe Hochwasserschutzwand wurde errichtet. Es ragt aber nicht etwa ein Betonkoloss hervor, denn die Mauer ist angeböscht worden, so dass sie nicht mehr als technisches Bauwerk zu vernehmen ist.  Die Unterbrechung der Schutzwand aus Beton ermöglicht  eine Sichtbeziehung zwischen Stadt und Altmühl.  An einigen Stellen kann sie durch Aluteile im Notfall geschlossen werden.  Versetzt werden mussten 19 Linden im Bereich des Parkhotels. Damit aber bleibt die stadtbildprägende Lindenallee erhalten.

Im Zuge des Anhörungsverfahrens hatten die Bürger der Stadt an der Neugestaltung der Altmühlaue mitgewirkt und ihre Ideen eingebracht.  Zentrale Aussage: die Altmühl soll wieder näher an die Stadt heranrücken. Die Planung vom Nürnberger Büro „Team 4“ wird ab dem Sommer 2022 realisiert. Es entstehen ungestörte Bereiche für die Entwicklung der Tier- und Pflanzenwelt.

Die Gunzenhäuser und ihre Besucher bekommen eine neue Altmühlaue.  Der Fluss wird nicht mehr geradeaus an der Stadt vorbeilaufen, sondern bekommt einen neuen Verlauf in Gestalt von künstlich angelegten Mäandern.  Der  zentrumsnahe Erholungsbereich wird attraktiv gestaltet. Ganz verschwindet das bisherige Flussbett nicht, aber es wird erheblich verringert. Der geschwungene neue Verlauf der Altmühl wird nach den Zusagen der Wasserwirtschaftler einen konstant hohen Wasserstand haben.  Geäußerte Zweifel, in könnten dort „Schnakensümpfe“ entstehen, werden von den Fachleuten ins Reich der Fabeln verwiesen.

Nach der ökologischen Umgestaltung wird in einem weiteren Bauabschnitt der  Hochwasserschutz im Bereich zwischen Jugendherberge und Diakonie realisiert.

Lob fand Umweltminister Thorsten Glauber für die Art und Weise, wie in Gunzenhausen das Bauwerk angegangen und realisiert wurde: „Klimaschutz ist zu einem Mitmach-Projekt geworden. Das Hochwasserschutzkonzept ist ein echter Gewinn für die Menschen vor Ort.“  Der Minister sagte in Anwesenheit der beiden Landtagsabgeordneten Wolfgang Hauber (FW) und Alfons Brandl (CSU): „Die Maßnahme gehört zu den größten Renaturierungsprojekten Bayerns“. Einbezogen ist damit die auf 23  Kilometern renaturierte Altmühl zwischen Gunzenhausen und Treuchtlingen, die in den letzten Jahren erfolgte.

Das von der EU geförderte Hochwasserschutzprojekt kostet 4,5 Millionen Euro. Die Stadt ist mit 35 Prozent beteiligt. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz hob bei der offiziellen Übergabe die Mitwirkung der Öffentlichkeit an dem transparenten Planungsverlauf hervor.  Die Neugestaltung im westlichen Bereich  bedeute für Gunzenhausen eine erhebliche Aufwertung der Stadtästhetik.  Der Rathauschef dankte Thomas Keller, dem Chef des Ansbacher Wasserwirtschaftsamts, sowie seinen Mitarbeitern für die kreative Arbeit und die Kooperation in allen Zeitphasen.

WERNER FALK

Prof. Kestler tritt für FDP an

Bundestagskandidat aus Weißenburg nominiert

Die FDP im Bundeswahlkreis 241 geht mit dem Weißenburger Politologen Prof. Dr. Thomas Kestler in den Bundestagswahlkampf. Die Mitglieder aus den Kreisverbänden Ansbach-Land, Ansbach-Stadt und Weißenburg-Gunzenhausen nominierten den 46-Jährigen am Dienstag mit überwältigender Mehrheit. „Wann, wenn nicht jetzt, soll die Stunde der Liberalen schlagen?“, erklärte er  im Ansbacher Hotelrestaurant  „Zur Windmühle“ angesichts einer Freiheitsdebatte, die Corona im Land ausgelöst hat.

Prof. Kestler ist der Kandidaten für den Wahlkreis 241. Foto: Falk

Für die Partei war es bereits die zweite Nominierung des Bundestagskandidaten, denn der im Oktober letzten Jahres gewählte Kandidat Florian Wittmann aus Ansbach hat inzwischen die Kandidatur aus persönlichen Gründen zurückzugegeben und ist außerdem aus der FDP ausgetreten. Mit dieser „misslichen Tatsache“, so Thomas Geilhardt, der Vorsitzende der Bundeswahlkreiskonferenz, hat sich jedoch die Partei nicht lange aufgehalten, sondern rasch einen neuen Bewerber gefunden. Es ist der gestern an der Uni Würzburg habilitierte Politologieprofessor Thomas Kestler, ein gebürtiger Bubenheimer, der seit fünf Jahren mit seiner Frau und den 16, 12 und neun Jahre alten Kindern in Weißenburg lebt.  Er hat schon parteipolitische Erfahrungen gemacht – allerdings bei den Grünen, für die er 2009 Bundestagskandidat war.  Von deren Energiepolitik hat er sich abgewandt. Er hält sie für „eine völlige Ressoursenvernichtung“ und auch die Erneuerbaren Energien sind für ihn „fern jeglicher Logik und Realität“, wenn es an lokalen Speichern fehle.  Elektroautos jetzt auf die Straße zu bringen, aber die Kernkraftwerke abzuschalten, das sei der falsche Weg. Dr. Kestler („Ich bin jetzt beim Original gelandet“)  erklärte zu seinem politischen Schwenk, Corona habe gezeigt, dass die Freiheitspartei heute wichtiger sei denn je. „Erschreckend und schockierend“ findet er, „wie in den Zeiten der Pandemie von der Berliner Politik der Förderalismus in Deutschland ausgehebelt wurde“. Dass die Regierungsparteien bereit seien, Grundrecht zu opfern, das habe er niemals für möglich gehalten.

Hart ins Gericht geht Kestler mit der Energiepolitik der Grünen: „Die wollen die Fakten einfach nicht hören“. In der ganzen Diskussion um die Energiepolitik Deutschlands würden „viele Absurditäten“ sichtbar, die amtlich propagierte Stromerzeugung sei eine „gigantische Ressourcenvernichtung“.

Nominierung von Dr. Thomas Kestler fiel mit 17 von 22 Stimmen klar aus. Neben zwei Enthaltungen hatten drei Mitglieder für den ebenfalls aus Weißenburg stammenden Gegenbewerber Daniel Seuferling gestimmt. Der 18jährige Gymnasiast („Wir werden was reißen“ ) kritisierte in seiner Vorstellungsrede die Grünen: „Wer sie wählt, muss es sich leisten können“.  Zu Bildung und Digitalisierung gebe es in Deutschland „zu optimistische Einschätzungen“. Geleitet wurde der Wahlvorgang von Bezirksrat Markus Lüling (Nürnberger Land).

Zu den aktuellen bundespolitischen Fragen äußerten sich auch die beiden Bundestagsabgeordneten Thoma Hacker (Bayreuth) und Dr. Christoph Hoffmann (Bad Krozingen).  Sie betonten die Notwendigkeit einer globalen Strategie hinsichtlich der Rohstoffverwertung. „Der Klimaschutz“, so Förster Hoffmann, „wird nicht in Deutschland entschieden, sondern in den Entwicklungs- und Schwellenländern“.  Der Oberfranke Hacker mahnte einen „europäischen Reformmotor“ an und kritisierte die Ausschaltung von Meinungs- und Pressefreiheit in Ungarn. Eine „große Frechheit“ sei es von Victor Orban, in einer auflagenstarken deutschen Boulevardzeitung Europa zu attackieren.

Der frühere Bundestagsabgeordnete Rainer Erdel, heute Bürgermeister von Dietenhofen, kritisierte, in Deutschland würden die Landwirte, die gerade einmal noch drei Prozent der Bevölkerung stellten, für vielerlei Fehlentwicklungen verantwortlich gemacht. Der praktizierende Landwirt  pointiert: „Es gibt viele, die eine Meinung zur Landwirtschaft haben, aber wenige, die eine Ahnung von ihr haben“.

WERNER FALK

Jetzt wird gestrampelt

Startschuss für das Stadtradeln in Gunzenhausen

Bürgermeister Fitz führte die erste Tour an.

Nun ist er gefallen, der Startschuss für das diesjährige Stadtradeln in der Stadt Gunzenhausen. Bis zum 24. Juli 2021 heißt es wieder rauf auf den Sattel, kräftig in die Pedale treten und Gutes damit tun. Am vergangenen 4. Juli hat Bürgermeister Karl-Heinz Fitz zusammen mit Stadtradeln-Organisatorin Ingrid Pappler von der Gunzenhäuser Agenda 21-Gruppe das diesjährige Klimaevent offiziell eröffnet. Mit an den Start gingen mit Markus Diepold und Tobias Reinhardt auch die beiden Stadtradel-Stars. Diese dürfen nun 21 Tage lang kein Auto benutzen.

Aktuell erlebt das Fahrrad einen Boom, was sicher nicht nur an Corona liegt. So sind Aspekte wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz längst prägende Themen unserer Zeit. Dabei hat die Stadt Gunzenhausen schon frühzeitig auf das Rad als zukunftsweisendes Verkehrs- und Transportmittel gesetzt. In der Vergangenheit wurden große Anstrengungen diesbezüglich unternommen, so wurde eine fahrradfreundliche Infrastruktur vorangetrieben, vielerorts Abstellmöglichkeiten geschaffen oder finanzielle Unterstützung beim Kauf von Lastenfahrrädern gewährt. „Unsere Bemühungen zeigen großen Erfolg. Gunzenhausen wurde vom AGFK als fahrradaktivste Kommune im Jahr 2020 ausgezeichnet. 2018 wurde unsere Stadt als fahrradfreundlich zertifiziert und seitdem wurden weitere Projekte umgesetzt und der Radverkehr gefördert“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „In Gunzenhausen haben wir die Bedeutung des Fahrrads als unverzichtbaren Bestandteil einer zukunftsfähigen Mobilität frühzeitig erkannt. Wir leben inmitten intakter Natur und die wollen wir schützen. Eine Förderung des Radverkehrs hilft uns dabei.“

In diesem Jahr nimmt Gunzenhausen bereits zum zehnten Mal an der bundesweiten Klimaschutzaktion teil. Trotz der andauernden Corona-Pandemie wurden einige tolle Aktionen geplant. So finden abhängig von den jeweils geltenden Pandemiebedingungen unter anderem eine Fahrradschnitzeljagd, Feierabendradltouren, eine Radellesung und ein Fun for Kids-Event auf der Pumptrack-Anlage statt. „Natürlich würden wir uns ein Stadtradeln-Jubiläumsjahr ohne Einschränkungen wünschen. Doch wir machen das Beste daraus und haben einige Highlights geplant. Wir wünschen uns, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in den nächsten Wochen aufs Rad steigen. Es zählt jeder Kilometer, ob beruflich oder privat“, betont Ingrid Pappler von der Agenda 21-Gruppe.  

Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um das Stadtradeln in der Stadt Gunzenhausen ist Andrea Tschech. Sie steht unter der Telefonnummer 09831/508-111 oder per E-Mail unter gunzenhausen@stadtradeln.de gerne zur Verfügung. Ansprechpartnerin bei der Agenda 21 ist Ingrid Pappler, erreichbar unter der Telefonnummer 09831/3131. Informationen rund um die bundesweite Aktion erhalten Sie unter www.stadtradeln.de.

Spenden für WBR

Radler-Unterstützung für Menschen in ärmeren Ländern

Bereits zum zehnten Mal nimmt die Stadt Gunzenhausen an der Klimaaktion STADTRADELN teil. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Gunzenhäuser Bürgerinnen und Bürger nutzen das Fahrrad im Alltag und in der Freizeit, als umweltfreundliches Verkehrsmittel, zuverlässiges Entspannungs- oder anspruchsvolles Sportgerät. Wirklich auf das Fahrrad angewiesen, sind allerdings die wenigsten, denn meistens steht noch mindestens ein Auto zur Verfügung, sei es um Einkäufe zu erledigen oder um weite Strecken zu fahren. In anderen Ecken dieser Erde ist ein Fahrrad allerdings mehr als ein Fortbewegungsmittel, es dient als Transporter oder ist gar der einzige Zugang zur Mobilität.

Die World Bicycle Relief ist eine internationale Hilfsorganisation, die seit mehr als 15 Jahren Menschen in ländlichen Gegenden dieser Welt mit Fahrrädern versorgt. Ziel ist es zu mobilisieren und dadurch existenzsichernde Entwicklungshilfe zu leisten. Die Stadt Gunzenhausen unterstützt diese Bemühungen und hat pünktlich zum Start des STADTRADELNs eine Spendenaktion für World Bicycle Relief ins Leben gerufen. „Für uns ist das Fahrrad zukunftsfähig, für andere sichert es die Zukunft. In ärmeren Ländern kann das Zweirad lebensnotwendig sein, beispielsweise um Menschen mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Es kann zudem die Bildungschancen verbessern, da Schul- oder Ausbildungswege einfacher und schneller zurückgelegt werden können“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz.

Die Spendenaktion für World Bicycle Relief wird von der Gunzenhäuser Agenda 21-Gruppe um Ingrid Pappler organisiert. „Für uns ist Fahrradfahren ein Stück Lebensqualität und wir entscheiden uns ganz bewusst für dessen Nutzung. Für andere ist es die Chance auf ein besseres Leben“, so Ingrid Pappler. „Auch weitere Strecken sind mit Fahrrädern kein Hindernis mehr.“ Mit Hilfe der Spenden produziert World Bicycle Relief besonders robuste und wartungsarme Fahrräder, die den Anforderungen der oft ländlich geprägten Entwicklungsregionen gerecht werden. Häufig gibt es vor Ort keine ausreichende Infrastruktur, weder asphaltierte Straßen noch andere ausgebaute Wege. „Mit jeder Spende verbessern wir die Lebensumstände der Menschen. Ich bin überzeugt, dass ein einfaches Fahrrad ein Leben für immer verändern kann“, ergänzt Ingrid Pappler.    

Wer sich an der Gunzenhäuser Aktion für World Bicycle Relief beteiligen möchte, der kann unter join.worldbicyclerelief.org/Gunzenhausenradeltundhilft ganz einfach eine Spende tätigen. Für Fragen rund um die Aktion steht Ihnen die Agenda 21-Gruppe unter der E-Mail-Adresse agenda21@gunzenhausen.de gerne zur Verfügung.

Für Informationen zum STADTRADELN in der Stadt Gunzenhausen wenden Sie sich bitte an Andrea Tschech, Telefon 09831/508-111 oder per E-Mail unter gunzenhausen@stadtradeln.de.  

Feierabendradeln ist angesagt

10 Jahre STADTRADELN Gunzenhausen der Agenda21

Es gibt kaum was Schöneres, als nach einem stressigen Arbeitstag aufs Fahrrad zu steigen, abzuschalten und ein paar erholsame Runden durch die Natur zu drehen. Wer nicht gerne alleine fährt, der sollte im Juli 2021 unbedingt an den Feierabendradeltouren der Gunzenhäuser Agenda 21-Gruppe teilnehmen, die im Rahmen des diesjährigen STADTRADELNs veranstaltet werden. Die entspannten Touren findet am 5.7., 12.7. und 19., jeweils montags, um 19 Uhr statt. Treffpunkt ist vor dem Gunzenhäuser Rathaus.

„Unsere kostenlosen Feierabendtouren sind die optimale Möglichkeit um Kraft zu tanken, nette Leute kennen zu lernen und einen anstrengenden Tag Revue passieren zu lassen“, betont Ingrid Pappler von der Agenda 21-Gruppe der Stadt Gunzenhausen. „Wir haben uns wieder tolle Strecken überlegt, hier vor allem unser Jürgen Huber. Wir fahren auf stillen Wegen und vielleicht entdeckt der ein oder andere eine schöne Ecke in und um Gunzenhausen, die er noch nicht kennt. Die jeweiligen Routen sind eine Überraschung und werden erst kurz vor Beginn bekannt gegeben. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Einfach vorbeikommen und mitradeln“, so Ingrid Pappler weiter.

Die Feierabendradeltouren werden corona-konform durchgeführt und sind auch für nicht trainierte Radlerinnen und Radler geeignet. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, Abstände einzuhalten und sich die geltenden Hygienevorgaben zu beachten. Eine jede Tour endet mit einer Einkehr oder mit einem gemeinsamen Picknick.     

Für Fragen rund um die Aktion steht Ihnen die Agenda 21-Gruppe unter der E-Mail-Adresse agenda21@gunzenhausen.de gerne zur Verfügung. Für Informationen zum STADTRADELN in der Stadt Gunzenhausen wenden Sie sich bitte an Andrea Tschech, Telefon 09831/508-111 oder per E-Mail unter gunzenhausen@stadtradeln.de.  

Besuchsregeln gelockert

Gunzenhäuser Burkhard-von-Seckendorff Heim leichter zugänglich

Zum 01. Juli 2021 treten in Bayern weitere Lockerungen in Kraft. So wurde die geltende 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung von der Staatsregierung zwar um vier Wochen bis einschließlich 28. Juli 2021 verlängert, die geltenden Corona-Regelungen wurden allerdings dem aktuellen Infektionsgeschehen angepasst. Für das Gunzenhäuser Burkhard-von-Seckendorff Heim bedeuten die neuen Vorgaben ab Donnerstag, 01. Juli 2021, eine Erleichterung der Besuchsregeln. So ist keine vorherige Terminvereinbarung für einen Besuch mehr nötig. Da insbesondere therapeutische und gesundheitsfördernde Angebote vormittags stattfinden, wurde das Besuchszeitfenster nun auf 13 bis 17 Uhr nachmittags gelegt. „Wir freuen uns über die neuen Lockerungen im Burkhard-von-Seckendorff Heim“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Dieser Weg zurück in die Normalität ist wichtig, allerdings dürfen wir auch nicht vergessen, dass Corona immer noch da ist. Seien Sie bitte weiter vorsichtig und halten Sie nötige Schutz- und Hygienevorgaben ein.“

Nach wie vor wesentlicher Baustein bei der Bekämpfung der Pandemie ist eine konsequente Kontaktnachverfolgung. Auf diese Weise können bei einer Erkrankung Kontaktpersonen zügig informiert und Infektionsketten schnell und wirksam unterbrochen werden. „Bitte registrieren Sie sich daher unbedingt bei Betreten des Burkhard-von-Seckendorff Heims. Künftig wird dies über App und Kontaktformular möglich sein“, betont der Erste Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Helfen Sie mit, die Zahlen weiter niedrig zu halten.“ Gemäß den geltenden Bestimmungen gilt für Besucherinnen und Besucher weiterhin die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

Weitere Informationen zum Burkhard-von-Seckendorff Heim erhalten Sie per Telefon unter 09831/508-770 oder auf der Internetseite www.bvsh.gunzenhausen.de. 

Mit Bestsellerautorin

Margit Auer war in der Stadt- und Schulbücherei zu Gast

Die Autorin bereitete allen eine vergnügliche Zeit. Foto: B. Gutmann

Bundesweit ist die Kinderbuchserie „Die Schule der magischen Tiere“ einem Millionenpublikum bekannt und jeder neue Titel der Kinderbuchautorin Margit Auer landet unweigerlich in den Bestseller-Listen. Bei den neun Lesungen mit Margit Auer im Lesezelt der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen wurde deutlich: Auch unter den Dritt- und Viertklässlern der Stephani-Grundschule und der Grundschule Süd gibt es viele, die das ein oder andere Buch der Serie mit den kleinen Alltagsabenteuern der Kinder aus der Winterstein-Schule schon gelesen haben.

Für den Veranstaltungssommer hat die Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen ein eigenes Lesezelt im Park vor der Bücherei aufgestellt und wegen der Corona-Regeln saß jeweils nur eine Klasse im Publikum. So war es für Margit Auer ein Leichtes, die Kinder ganz in den Bann der Abenteuer an der Winterstein-Schule zu ziehen. Diese Schule ist auf den ersten Blick eine ganz normale Schule, doch gibt es dort ein Geheimnis: Wer Glück hat, findet hier einen Freund, ein sprechendes Tier. Benni hat Henrietta, die gemütliche Schildkröte, bekommen und Ida den Fuchs Rabat. Nur die Kinder können mit ihrem Tier sprechen und die Tiere helfen den Kindern, wo es nur geht: Bei kleinen Ängsten und Sorgen, bei Problemen mit den Eltern oder mit dem großen Bruder.

Spektakuläre und an den Haaren herbeigezogenen Abenteuer gibt es in Margit Auers Büchern nicht. Mit dem Schreiben für Kinder hat die studierte Journalistin angefangen, als ihre eigenen Kinder noch Grundschüler waren und in vielen Gesprächen hat sie gemerkt: In der Schule und mit ihren Freunden erleben Kinder viele kleine Dramen und Abenteuer – als Kinderbuchautorin muss man sich also nicht zwangsläufig neue Welten ausdenken. Die magischen Tiere können mit ihrem Kind sprechen, Probleme einfach wegzaubern – das können sie nicht. Sie sind eher beste Freunde und patente Ratgeber, denen man sich gerne anvertraut. In jedem Buch zeigt Margit Auer, wie Freunde gemeinsam ein Problem angehen und eine gute Lösung finden.

Für die Kinder der Gunzenhäuser Grundschulen hatte Margit Auer ein Vorleseerlebnis mit den Illustrationen von Nina Dullek vorbereitet. Die Turnstunde mit der Schildkröte Henrietta werden die Kinder sicher nicht so schnell vergessen! Viel zu lachen gab es auch bei der Szene, als der quirlige Jannik bei einer Klettertour zum Basketballkorb mit seinem Rucksack hängen bleibt, die Turnhose reißt und einige Mädchen sich köstlich über seine Schlupf-Unterhose amüsieren.

Am Ende der Lesung hatte Margit Auer noch eine Neuigkeit parat: Am 28. Oktober soll der erste Kinofilm „Die Schule der magischen Tiere“ an den Start gehen. Die Kinder waren ganz begeistert von der Vorstellung, dass ihre Bücherheldinnen und –helden im Kino zu sehen sein werden: echte Kinder und animierte Tierfiguren.

Neue Konzertreihe

Klassik-Abo in der Stadthalle Gunzenhausen

In Coronazeiten müssen die Musikfreunde auf viele Veranstaltungen und Kulturerlebnisse verzichten. Quasi als Ersatz hat jetzt die Stadt Gunzenhausen eine Konzertreihe 2021/22 aufgelegt, die von dem Pianisten-Ehepaar Susanne und Dinis Schemann künstlerisch geleitet wird. Das hochkarätige Programm beinhaltet den Auftritt von international renommierten Künstlern und Ensembles.

Astrid Stieglitz, die Leiterin des Kulturbüros der Stadt, hat die fünf Termine in den Herbst und Winter gelegt in der Hoffnung, dass sie unter Einhaltung der Corona-Schutzbestimmungen und angesichts der zurückgehenden Inzidenzwerte in der Region auch tatsächlich stattfinden können.

Das Programm:

Sonntag, 24. Oktober (alle Konzerte beginnen um 19.30 Uhr in der Stadthalle Gunzenhausen) Notos Klavierkonzert (Franz Schuberts „Forellenquintett“)

Sonntag, 28. November: Dinis Schemann (Beethoven-Klavierkonzert )

Sonntag, 16. Januar: Amarcord (Vokalensemble) sind romantische Lieder und Folksongs

Freitag, 18. März: Thorsten Johanns (Klarinette) und Diana Ketler (Klavier) spielen Werke von Schumann, Debussy und Saint-Saens.

Sonntag, 8. Mai: Das Orchester „dogma chamber“ präsentiert Mozarts „Kleine Nachtmusik“

„Wer das ganze Angebot bucht, der spart 40 Prozent“, sagt Kulturchefin Astrid Stieglitz. Sie bietet noch mehr: Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt und Jugendliche bis zwölf Jahre zahlen nur fünf Euro für einen Konzertabend.

Kontakt: Kulturbüro Gunzenhausen, Telefon 09831/508567, E-Mail: kulturamt@gunzenhausen.de

Übergang beibehalten

Kreistag beschloss Erklärung einstimmig

Die Planung der Bahn AG, die Schienenstrecke bei Laubenzedel (in Richtung Schlungenhof) durch die Kreisstraße WUG 22 zu überführen, stößt auf den Widerstand des Kreistags Weißenburg-Gunzenhausen. Mit 46:11 Stimmen hat das politisch verantwortliche Gremium nach einem einstimmigen Empfehlungsbeschluss des Kreisausschusses (CSU-Antrag) diese Variante abgelehnt und damit einen früheren Beschluss im Sinne der Bahn wieder aufgehoben.  Zugleich wird die Bahn aufgefordert, den Bahnübergang durch Modernisierung auf den technisch neusten Stand zu bringen.

Nur auf acht Stimmen gebracht hat es der Antrag der Freien Wähler, die Verlegung der WUG 22 östlich der Bahnlinie zu planen. Die ÖDP hatte im Vorfeld einen noch weitgehenderen Antrag als die CSU gestellt und verlangt, den Bundesverkehrsminister nach Laubenzedel einzuladen sowie den Klageweg gegen die Bahnplanung zu beschreiten. Dieser Antrag wurde aber im Sinne einer gemeinsamen Erklärung zurückgestellt.

Fraktionsvorsitzender Werner Falk hat in der Kreistagssitzung die Position der FDP deutlich gemacht:

“Wir sind für den Erhalt des Bahnübergangs an der WUG 22 bei Laubenzedel-Schlungenhof und gegen den Bau einer Straße über die Bahnstrecke (Straßenüberführung), weil wir gegen die Zerstörung der Landschaft in diesem sensiblen Bereich sind. Und wir entsprechen dem Wunsch der Laubenzedeler und Schlungenhöfer Bevölkerung. Wir lehnen es auch ab, dass für einen minder bedeutsamen Übergang viele Millionen von Euros an Steuergeldern ausgegeben werden.  Und wir verwiesen auf andere Fälle im Land, wo die Bahn auf derlei Überführungsbauwerke verzichtet und stattdessen die alten Anlagen technisch aufrüstet.  Wir können die Auflassung von zwei kleinen Übergängen im Abschnitt zwischen Gunzenhausen und Laubenzedel  hinnehmen, aber abgelehnt wird von der FDP auch die Bahnüberführung nördlich der Baumschule Gracklauer, wo heute der Radweg über die Bahn geht. Diese Brücke würde ebenfalls den Naturraum zerstören. Es wäre wohl von keinem kleinen Brückchen auszugehe, zumal die landwirtschaftlichen Maschinen von heute breit und schwer sind und somit einen entsprechend aufwendigen Brückenbau erfordern. Noch dazu würde das Bauwerk unvorstellbar hoch.”

Gegen lokale Agenda 2030

Mit 34:17 Stimmen hat der Kreistag auch die Forderung der SPD abgelehnt, die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Agende 2030) lokal umzusetzen.  Landrat Westphal und auch der CSU-Fraktionsvorsitzende Höhn haben auf die Strategie des Landkreises verwiesen, ein „Leitbild 2030“ für den Landkreis zu entwickeln, das inhaltlich die gleichen Ziele hat.

Schröppel zieht Antrag zurück

Ursprünglich hatte die Stadt Weißenburg den Antrag an den Landkreis gestellt, die Sanierung der Mogetissa-Therme (Hallenbad) finanzielle zu unterstützen. Dieser Wunsch war bereits im Kreisausschuss mit 2:11 Stimmen abgeblitzt. OB und Kreisrat Schröppel hat den Antrag im Kreistag kurzfristig zurück gezogen und will zunächst seinen Rechtsstandpunkt von der Regierung von Mittelfranken prüfen lassen. Sollte diese ihm recht geben, dann will der SPD-Politiker erneut einen Antrag stellen.