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Kerwabuam spendeten

1500 Euro für Gunzenhäuser Tischtennissparte

Die Kerwabuam und -Madli spenden regelmäßig für soziale und gemeinnützige Zwecke. Foto: Grosser

Auf hohem Level Tischtennis zu spielen, das erfordert nicht nur viel Training, sondern kostet auch Geld. Investiert werden muss u.a. in die Ausrüstung, so etwa in professionelle Tischtennisplatten, welche den hohen Standards der Ligaspiele entsprechen. Für Sportvereine ist das finanziell ohne Unterstützung kaum zu wuppen, Spenden und Sponsoren sind nötig, um die Anforderungen zu erfüllen. So auch bei der Tischtennissparte des 1. FC Gunzenhausen. Diese ist überaus erfolgreich, zuletzt hat die 1. Herrenmannschaft gar den Aufstieg in die Landesliga feiern dürfen. Nun haben die rund 25 aktiven Gunzenhäuser Kerwabuam & -madli den Sportlerinnen und Sportlern mit einer Spende in Höhe von 1500 Euro finanziell unter die Arme gegriffen„Die stets gut gelaunte Truppe ist Gunzenhäuser Kulturgut und aus dem Stadtleben nicht wegzudenken“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Uneigennützig und ohne eine Gegenleistung zu verlangen, unterstützen die Kerwabuam & -madli regelmäßig Vereine, Kindergärten oder soziale Projekte. Dabei muss nicht immer Geld fließen. Wenn es nötig ist, packen die Jungs und Mädels auch mit an und melden sich zu einem ehrenamtlichen Arbeitseinsatz. Für dieses selbstlose Wirken möchte ich mich persönlich, aber auch im Namen der Stadt, ausdrücklich bedanken.“
In der Kerwabuam & -madli-DNA steckt die Stärkung der traditionellen Kirchweihbräuche in Gunzenhausen. Einnahmen aus Baumversteigerungen am Abend der Betriebe oder Erlöse beim Kerwa-Schafkopfturnier werden gespendet und für einen guten Zweck eingesetzt. „Mit unserem Einsatz möchten wir die lokale Gemeinschaft unterstützen“, so Kerwabuam & -madli-Sprecherin Jana Bernwald. „Diesmal unterstützen wir die Tischtennissparte des 1. FC Gunzenhausen. Der Verein lebt Gemeinschaft und die Mitglieder stehen füreinander ein. Sie repräsentieren den Gunzenhäuser Geist und wir möchten uns bei den Sportlerinnen und Sportlern mit unserer Spende bedanken“, betont Marcel Beck, ebenfalls Sprecher der Kerwabuam & -madli.
Tischtennisspartenleiter Stefan Guthmann betreut fünf Herrenmannschaften und eine Damenformation. Trainiert wird in der Turnhalle der Stephani-Schule, wer reinschnuppern will, kann sich gerne unter der E-Mail stefan.guthmann@web.de melden. Die 1500 Euro Spendengeld werden in Tischtennisplatten und Barrieren investiert. Die alten Geräte sind bereits 20 Jahre alt und müssen dringend ausgetauscht werden. Was Tischtennis so besonders macht und von anderen Sportarten unterscheidet, ist die hohe Geschwindigkeit, mit der ein Ball über den Tisch gespielt wird. Es braucht blitzschnelle Reaktionen und Präzision, wer zu lange über den nächsten Schlag nachdenkt, der hat schon verloren. Tischtennis ist ein wunderbarer Konzentrationstrainer und für jedes Alter geeignet.
„Tischtennis ist Sport für jederfrau und jedermann“, ergänzt Jana Bernwald. „Wenn es um Bälle geht, die ins Eckige müssen, denken die meisten zwar in erster Linie an Fußball. Tischtennis ist jedoch eine super Alternative und wir freuen uns, dass wir mit unserer Spende den Spielbetrieb und den Verein unterstützen konnten.“
Wer mehr über die Gunzenhäuser Kerwabuam & -madli erfahren oder sogar mitmachen möchte, kann sich gerne Instagram (@kerwabuamgun) mit der Truppe kurzschließen.

Neue Elternhaltestelle

Regelung an der Grundschule Süd in Gunzenhausen

Die Kinder vom Umweltbeirat der Grundschule Süd beschäftigen sich intensiv mit dem täglichen Verkehrschaos vor ihrer Schule.“ BU für „EEH3“: „Rektorin Ingrid Pappler, Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Ordnungsamtleiterin Lisa Lechner und Peter Lassnig von der Gunzenhäuser PI suchten das Gespräch mit den Kindern und berieten über Vor- und Nachteile von Elterntaxis. Foto: Manuel Grosser/StG


Den Behindertenparkplatz blockieren, das geht gar nicht. Aber in der Feuerwehrzufahrt stehen, macht die Sache auch nicht besser. Dabei ist doch die Straße zugeparkt und die Arbeit ruft… das stresst natürlich. Denn kurz vor 8 Uhr morgens herrscht rund um die Grundschule Süd ein reges Treiben. Die Situation gleicht einem „Drive-In-Schalter“.
Eine Lösung muss her, denn Grundschulkinder brauchen nicht direkt bis vor die Eingangstür gefahren werden. So beschäftigte sich der Umweltbeirat der Schule intensiv mit diesem Problem. Die Kinder recherchierten, diskutierten und einigten sich darauf: „Eine Elternhaltestelle wäre eine gute Idee!“ Engagiert setzten sie diese Idee in die Tat um. So gibt es seit Kurzem für die Grundschule Süd eine Elternhaltestelle. Rektorin Ingrid Pappler konnte diese neue Einrichtung, die sich in der Theodor-Heuss-Straße befindet, gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Ordnungsamtleiterin Lisa Lechner, Peter Lassnig von der Gunzenhäuser Polizeiinspektion und den Kindern des Umweltbeirats einweihen.
„Die Elternhaltestelle soll zu den Bring- und Holzeiten für Entlastung sorgen“, so Ingrid Pappler. „Das Verkehrschaos vor unserer Schule nervt nicht nur Eltern und Lehrer. Wir brauchten unbedingt neue Strukturen, denn unübersichtliche Situationen gefährden die Kinder. Dazu wurden in der Vergangenheit immer wieder Parkflächen zugeparkt, die eigentlich frei bleiben müssen. Dieser Zustand war untragbar und unsere Grundschulkinder haben das erkannt. So hat der Umweltbeirat der Grundschule Süd die Aktion „Stoppt das Elterntaxi!“ initiiert.
Im Umweltbeirat der Grundschule Süd sitzen jeweils zwei Kinder aus den Klassenstufen 1 bis 4. Die Gunzenhäuser Bildungseinrichtung ist eine zertifizierte „Umweltschule in Europa“, regelmäßig tauschen sich die Schülerinnen und Schüler im Lernstudio über fachspezifische, kindgerecht aufbereitete Themen aus. In diesem Schuljahr sollte unbedingt die Verkehrssituation rund um das Schulhaus verbessert werden. Dazu hat der Umweltbeirat im Dezember einen von allen Kindern unterschriebenen Elternbrief verfasst und auf die Elterntaxi-Aktion hingewiesen. Auch auf die Stadt und auf die Polizei kamen die Kinder mit ihrer Idee zu. Eine der Forderungen: „Wir sind schon groß und können alleine zu Fuß, mit dem Roller, mit dem Fahrrad oder mit dem Schulbus zur Schule kommen. Und die Bewegung an der frischen Luft, vor und nach der Schule, tut uns gut“.
Natürlich lässt sich nicht jede Fahrt vermeiden, häufig wird den Grundschülerinnen und Grundschülern jedoch zu wenig zugetraut. In den 1970er-Jahren sind noch mehr als 90% aller 6- bis 7-jährigen Kinder in Deutschland alleine oder mit Kameraden zur Schule gegangen. Heute undenkbar, doch zumindest für Entlastung kann auf der Straße gesorgt werden. „An der neuen Elternhaltestelle kann kurzeitig gehalten werden, den Rest des Weges legen die Kinder zu Fuß zurück“, erklärt Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Wir hoffen, dass damit die Zahl der Elterntaxis reduziert wird und sich das morgendliche und mittägliche Verkehrschaos ein wenig legt. Den Kindern der Grundschule Süd möchte ich ein großes Lob aussprechen. Ihr habt euch mit einem wichtigen Problem auseinandergesetzt und uns einen guten Vorschlag gemacht.“
Unterstützt wurde die Aktion von der Polizeiinspektion Gunzenhausen und vom städtischen Ordnungsamt. Die Fachleute haben den Standort auf Gefahrenpotential abgeklopft und die Schule beraten. Es wurden spezielle Hinweisschilder aufgestellt, so dass die Elternhaltestelle gut erkennbar ist und leicht gefunden werden kann. „Ich wünsche mir für meine Schulkinder, dass die Haltestelle schon bald akzeptiert und gut angenommen wird“, betont Ingrid Pappler. „Doch noch besser wäre es, wenn möglich, auf das Auto zu verzichten. Das würde den Verkehr verringern und somit die Umwelt schützen. Vielen Dank für das Verständnis.“
Nähere Informationen zur Grundschule Süd erhalten Sie im Internet unter https://gssued.de

Das sind Zukunftsarbeitgeber!

Familienpakt Bayern: Neun Mitglieder

Landrat Manuel Westphal (rechts) mit den Netzwerk-Leuten aus dem Landkreis. Foto: Claudia Wagner

Der Familienpakt, das bayernweite Netzwerk für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wächst weiter. Anlässlich der Kooperationsveranstaltung des Familienpakts mit dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen erhielten die anwesenden Mitglieder ihre Mitgliedsurkunden und die Plakette „Familienpakt“.

Bayerns Arbeitsministerin Ulrike Scharf betont: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein entscheidender Faktor im Wettbewerb um Fach- und Arbeitskräfte. Für über 80 Prozent der Beschäftigten ist ein familienfreundlicher Arbeitgeber wichtig. Beschäftigte haben die Wahl und entscheiden sich für das Unternehmen, bei dem sie ihre familiären und beruflichen Aufgaben optimal vereinbaren können. Familienfreundliche Betriebe sind auf die Arbeitswelt der Zukunft vorbereitet und bieten ihren Beschäftigten eine ideale Arbeitsumgebung. Das zeigen auch die Mitgliedsunternehmen des Familienpakts aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.“

Landrat Manuel Westphal ergänzt: „Die Wirtschaft wird nur dann für Fachkräfte attraktiv sein, wenn der Blickwinkel auch auf familienfreundlicher Personalpolitik liegt. Wie Unternehmen sich hier positionieren und damit Fachkräfte gewinnen und binden können, wurde heute durch die Servicestelle des Familienpaktes Bayern sehr praxisnah deutlich.“

Folgende Unternehmen erhielten die Mitgliedsurkunde und Plakette „Familienpakt“:

·         GUTMANN ALUMINIUM DRAHT GmbH

·         HÄRTHA-Weißenburg GmbH

·         Schotter- und Steinwerk Weißenburg GmbH & Co. KG

·         Krause Präzisions-Kokillenguss GmbH

·         Klinikum Altmühlfranken    

·         Fa. Köbler Zerspan- und Rundschleiftechnik GmbH & Co. KG

·         Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

·         Markt Pleinfeld

·         Montessori Schule WUG

Mit dem „Familienpakt Bayern“ unterstützt die Bayerische Staatsregierung gemeinsam mit den Paktpartnern der Wirtschaft bayerische Unternehmen durch fundierte Informationen und neuen Impulse bei der Gestaltung einer familienfreundlichen Personalpolitik. Damit wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch breiter in der bayerischen Unternehmenskultur verankert. Inzwischen zählt der Familienpakt über 1.500 Mitglieder. Nähere Informationen erhalten Sie unter Familienpakt Bayern.

Neue Konzertreihe

Fünfmal klassische Musik in der Stadthalle

Das Kulturamt der Stadt Gunzenhausen hat jetzt ihr Programm der „Gunzenhäuser Konzertreihe“ bekannt gegeben.  Diese dauert von Oktober 2024 bis Mai 2025.

Wie Astrid Stieglitz vom Kulturbüro mitteilt, sind die Abonnements schon jetzt erhältllich. Der Normalpreis für fünf Konzerte beträgt 100 Euro, Kinder von 6 bis 11 Jahre zahlen nur fünf Euro.  Für die Einzelkarten sind 34 Euro fällig (ermäßigt 17 Euro. Der Vorverkauf ist im Kulturbüro in der Rathausstraße 12 (Telefon 09831/508-109).

Das „Morgenstern-Klaviertrio“ macht am Sonntag, 6. Oktober, um 19.30 Uhr den Einstieg mit Werken von Beethoven, F. Martin und Dvorak.

Matvey Demin und Gleb Koroleff sind am Sonntag, 24. November, auf der Querflöte bzw. dem Klavier zu erleben. Sie spielen Werke von Dutilleux, Debussy und Faure.

Die Jury des Preises der deutschen Schallplattenkritik spricht von „Leidenschaft und Perfektion“, wenn sie den Trompeter Simon Höfele und die Pianistin Elisabeth Brauß ankündigen. Termin: 19. Januar 2025.

Ein „Wunder an Leichtigkeit, Charme und Gefühl“ (Kölner-Stadtanzeiger) sind das Klavierduo Danae und Kiveli Dörken, das am 16. März Lieder von Schubert, Brahms spielt. Das deutsch-griechische Geschwisterpaar ist längst international erfolgreich.

Werk von Mozart, Marsalis und Grieg interpretiert am 11. Mai 2025 das „Simply Quartet“. Die vier jungen Leute gastierten bereits im Palau de la Musica in Barcelona.

Veranstalterin der Konzertreihe ist die Stadt Gunzenhausen, die künstlerische Leitung haben Susanne und Dinis Schemann.

Silber und Gold

Dornhausen und Bubenheim beim Kreisentscheid erfolgreich

Die Kommission auf ihrem Rundgang durch Dornhausen. Foto: Gerhard Durst


Mit Bubenheim (Stadt Treuchtlingen) und Dornhausen (Gemeinde Theilenhofen) konnten gleich zwei Dörfer aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen einen Platz auf dem Siegertreppchen beim mittelfränkischen Bezirksentscheid des Wettbewerbs Unser Dorf hat Zukunft erreichen. Landrat Manuel Westphal gratuliert den beiden Dörfern: „Die Bürgerinnen und Bürger können stolz auf Ihre tolle Dorfentwicklung sein und haben sich die Medaillen durch Ihr Engagement mehr als verdient!“ Dornhausen konnte beim Bezirksentscheid Silber erreichen. Bubenheim wurde sogar zum Golddorf gekürt und darf sich nun kommendes Jahr auf Landesebene behaupten.
Von Feldern und kleinen Waldinseln umgeben engagiert sich Dornhausen auf Initiative des Gartenbau- und Verschönerungsvereins bereits seit einigen Jahren beim Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Dornhausen zeichnet sich dabei vor allem durch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger aus, die gerne selbst mit anpacken und mit kreativen Ideen, wie dem Kindermaibaum, mitgestalten. Aber auch durch den Bau einer genossenschaftlichen Nahwärmeanlage, dem positiven Umgang mit Leerstand und denkmalgeschützten Häusern sowie die Gestaltung von Dachlandschaften konnte sich Dornhausen Silber verdienen.

Bubenheim konnte die Kommission durch ihr bürgerschaftliches Engagement und das rege Vereinsleben überzeugen. Aber auch der in Eigenregie der Eltern naturnah gestaltete Spielplatz und das mit viel Eigenleistung sanierte Schützenhaus haben der Kommission gefallen. Bubenheim liegt unmittelbar an der Altmühl sowie am Südhang des Bubenheimer Bergs und zeichnet sich durch eine gute Eingrünung sowie Durchgrünung aus. Am Südhang befindet sich darüber hinaus eine große Trockenrasenfläche mit vielen Nuss- und Kirschbäumen, die von Schafen beweidet wird.
„Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ richtet den Fokus auf das Engagement und die zahlreichen Projekte, die in unseren Dörfern die Lebensqualität verbessern. Es freut mich sehr, dass die viele Arbeit und Mühe durch den Wettbewerb geehrt werden. Herzlichen Glückwunsch zu den mehr als verdienten Medaillen“, freut sich Landrat Manuel Westphal. Ziel des Wettbewerbs des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ist es, den ländlichen Raum sichtbarer zu machen und gleichzeitig das Engagement der Bürgerinnen und Bürger zu ehren.

Neben Bubenheim konnte sich auch Oberkrumbach (Landkreis Nürnberger Land) in Mittelfranken für den Landesentscheid 2025 qualifizieren.

Für erste Plätze

Bryan, Emely, Kim, Celine und Anna beeindruckten mit ihrer Leseleistung

Zum Gruppenbild kamen zusammen: Alle Klassensiegerinnen und Klassensieger, der Rektor der Altmühlfranken-Schule Mathias Schwemmlein (zweite Reihe links), Organisatorin und Moderatorin Petra Lüpfert-Österle sowie die Jury-Mitglieder Thomas Fischer und Ralf Güntner. Foto: Babett Gutmann

Ein aufmerksames Publikum, 15 Klassensiegerinnen und Klassensieger mit einer interessanten Textauswahl und fünf glückliche Erstplatzierte – für Organisatorin Petra Lüpfert-Österle und den Rektor der Altmühlfranken-Schule Mathias Schwemmlein war der Vorlesewettbewerb des Sonderpädagogischen Förderzentrums Weißenburg-Gunzenhausen ein voller Erfolg.
Alle Lehrkräfte wissen: Das Lesen und das Verstehen von Texten wird auch in der von digitalen Medien und digitaler Kommunikation geprägten Gesellschaft nicht weniger wichtig: Wer Lernerfolge einheimsen möchte, sich fortbilden will, im Beruf Erfolg haben möchte oder einfach die richtigen Formulierungen in der Alltagskommunikation finden möchte, tut sich als geübte Leserin oder geübter Leser viel leichter.
15 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen eins bis sechs waren in den Räumen der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen zu dem spannenden Vorlesewettbewerb angetreten. „Eigentlich haben wir heute bereits 15 Gewinnerinnen und Gewinner hier!“, betonte Büchereimitarbeiterin Babett Guthmann zur Begrüßung. Immerhin hatten sich die Mädchen und Jungen aus Gunzenhausen, Weißenburg und Treuchtlingen bereits in ihren Klassen als geübte Vorlesende profiliert.
So hatte es die Jury mit Thomas Fischer von der Buchhandlung Fischer, mit Ralf Güntner vom Förderverein der Altmühlfranken-Schule und Babett Guthmann vom Team der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen nicht leicht mit der Bewertung von Lesetechnik und Textinterpretation. In der zweiten Klasse DFK2 erhielt Bryan Meyer aus Treuchtlingen in allen Kategorien die meisten Punkte und stand als Sieger des Schulvergleichs fest. Emely Thielsch aus Weißenburg las ihren selbst gewählten Text sehr sicher vor und machte beim Fremdtext die Sache dann endgültig klar: Siegerin in der dritten Klassenstufe!
Kim Klein vom Schulstandort Weißenburg setzte sich als die beste Leserin in der vierten Klassenstufe durch. Sie hatte kaum Probleme mit dem fremden Text und setzte sich so an die Spitze. Auch die Siegerinnen der fünften und sechsten Klasse kamen aus Weißenburg: Celine Armann hatte sich gut vorbereitet und bewältigte auch die Stolpersteine im Fremdtext am besten. In Klassenstufe sechs war es besonders spannend und am Ende entschied Anna Koch aus Weißenburg den Vorlesewettbewerb für sich vor Amina Teglas.
Bei der Siegerehrung gab es Urkunden für alle Klassensiegerinnen und Klassensieger sowie für jedes Kind einen Buchpreis, gespendet vom Förderverein der Altmühlfranken-Schule. Dieser Verein sucht übrigens dringend Unterstützer und Ralf Güntner hat hier die richtigen Argumente: „Etwas Wichtigeres als unsere Kinder gibt es nicht!“
Weiterführende Informationen zur Stadt- und Schulbücherei erhalten Sie unter buecherei.gunzenhausen.de, per Telefon unter 09831/508 320 oder per E-Mail an buecherei@gunzenhausen.de.

Kulturreise eröffnet Perspektiven

Inspirationen für Altmühlfranken

Unter Leitung von Landrat Westphal weilte die Gruppe aus dem Kreis in Wechterswinkel.

Eine Delegation von 23 Personen aus dem Kulturbereich und der Kommunalpolitik des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen einschließlich Landrat Manuel Westphal hat sich im nordwestlichsten Zipfel Frankens, im Landkreis Rhön-Grabfeld auf die Suche nach einem konstruktiven Ansatz für ein Kulturmanagement begeben. Denn in diesem Landkreis mit etwa vergleichbarer Größe und Einwohnerzahl, wurde schon im Jahre 2006 eine Kulturagentur mit Mitteln aus dem europäischen LEADER-Programm gegründet und in der Folge im bis dahin leer-stehenden Kloster Wechterswinkel ein Kreiskulturzentrum eingerichtet. Anlass und Hintergrund der Kulturreise ist der Kulturförderwettbewerb „Aller.Land“ des Bundes, an dem sich die drei ILE Regionen Altmühltal, Fränkisches Seenland-Hahnenkamm und Rezattal-Jura unter Federführung der Marktgemeinde Heidenheim beteiligen. Angedacht ist dabei die Etablierung eines kreisweiten Kulturmanagements für Altmühlfranken.
Die Fahrt in das Kreiskulturzentrum Wechterswinlel diente nun diesem Zweck, ein vergleichbares, aber schon bestehendes und erprobtes Modell eines Kulturmanagements kennenzulernen. Die dortige Leiterin der Kulturagentur Dr. Astrid Hedrich-Scherpf hatte bereits im Oktober 2023 mit einem Vortrag auf dem Kulturgipfel Altmühlfranken in Weißenburg ihre Arbeit vorgestellt und das Interesse geweckt, diesen Ansatz auch einmal vor Ort zu erleben. Da der Landkreis Rhön-Grabfeld über ein qualitativ hochwertiges und facettenreiches Kulturangebot verfügte – was man ja auch von Altmühlfranken sagen kann – sollte mit dem Projekt aber dieses Angebot noch besser gebündelt und damit auch sichtbarer gemacht werden. Gleichzeitig bestand die Notwendigkeit einer gezielten Schulung und Qualifizierung der weitgehend ehrenamtlich tätigen Kulturakteure. Und dies, obwohl auf Kreisebene bereits zwei Musikschulen und ein bayernweit tätiges Ausbildungszentrum für Holzbildkunst bestanden hatten. Ein ganz wichtiger Aspekt bei der Einrichtung der Kulturagentur war allerdings auch, den ehrenamtlich tätigen Kulturakteuren die gesamte Bandbreite der öffentlichen und privaten Unterstützungsmöglichkeiten von der Landes-, über die Bundesebene und bis zur EU-Förderung aufzuzeigen und ihnen bei ggf. erwünschten Antragstellungen helfend zur Seite zu stehen.
Organisatorisch ist die Kulturagentur Teil der Abteilung Kreisentwicklung im Landratsamt, zu der neben der Kulturagentur auch noch die Bereiche Medienkommunikation, Förderung, nachhaltige Regional-entwicklung und öffentliche Mobilität zählen. Nach dem Abschluss der LEADER-Förderphase zum Jahresende 2008 führte der Landkreis Rhön-Grabfeld das Projekt „Kulturagentur“ in eine feste Einrichtung des Landkreises über, wo es heute fester Bestandteil der Abteilung Kreisentwicklung geworden ist. Dort sind zwei Kulturmanagerinnen für die Bereiche Kunst/Museen/Ausstellungen einerseits und Musik/Literatur/Darstellende Kunst andererseits etabliert. Neben den beiden Kulturmanagerinnen sind weitere vier Personen und zwei Volontärinnen tätig, um den umfassenden Aufgaben- und Verantwortungsbereich als Service-Einrichtung für die Kulturakteure der Region wahrnehmen zu können. Der Landkreis investiert im Rahmen seines Haushalts in den Bereich der Kultur jährlich rund 550.000 €, wobei dies der Betrag für die Kulturagentur, die Projekte, die Öffentlichkeitsarbeit und die Betriebs- und Personalkosten darstellt. Unabhängig von dieser Summe akquiriert die Kulturagentur aber sowohl für sich, wie auch für andere Kulturträger des Landkreises öffentliche und private Fördermittel, welche diese Summe dann noch weiter ergänzen. Grob geschätzt erbringt jeder in die Kulturarbeit investierte Euro im Landkreis Rhön-Grabfeld rund 1,25 EUR als Ertrag aus diesen Investitionen. Selbst wenn um diese Zahlen im Kreistag auch gestritten wird, hat man sie bisher als wichtigen Beitrag zur Lebensqualität und zur Voraussetzung angesehen, im Sinne weicher Standortfaktoren qualifizierte Fachkräfte zu halten oder zu gewinnen. Die Kultur wird dort nicht zwingend als eine klassische freiwillige Leistung des Landkreises gesehen. Die bisherigen Ergebnisse dieser Arbeit stecken zum einen in den wertvollen Unterstützungs- und Hilfsmaßnahmen der örtlich engagierten Kulturgruppen, die in ihrer Summe nur schwer vermittelbar sind und die einige der bei dem Besuch anwesenden Kulturschaffenden als wertvoll und unverzicht-bar geschildert haben. Da geht es dann auch sehr stark um die Unterstützung der Ehrenamtsstruktur bei der Recherche nach und dem Ausfüllen der Antragsformulare für Kulturfördermittel. Mit einer Kulturdatenbank, einem vierteljährlich erscheinenden Kulturkalender, einer Kreisgalerie sowie der Einrichtung eines Zentraldepots für alle wertvollen und sonst nicht fachgerecht unterzubringenden Kulturbestände sind nur einige wenige der mittlerweile realisierten Projekte der Kulturagentur gestreift. Ein sehr bedeutender Teil der Arbeit der Kulturagentur besteht auch im Bereich der Fortbildung. Die Anregungen dazu kommen aus dem Bereich der Kulturakteure selbst. So wurden u.a. Workshops über Museumsmarketing, Bühnen- und Lichttechnik, Tontechnik oder für die Kultur-Öffentlichkeitsarbeit angeboten.
Landrat Manuel Westphal bedankte sich bei den Gastgebenden für diese wertvollen Erfahrungen, an denen sie ihre Gäste aus Altmühlfranken so umfassend und bereitwillig hatten teilhaben lassen. Er sprach von einem zukunftsfähig aufgestellten Kultur-Netzwerk, das man aufbauen wolle und für welches jetzt sehr gute Anregungen mitgenommen werden können. Und der gastgebende Landrat Thomas Habermann stellte fest: „Kultur ist nicht das Sahnehäubchen, das man sich gönnt, sondern Kultur ist die fundamentale Grundlage unseres Zusammenlebens.“ Für Susanne Feller als für das Aller.Land-Projekt federführende Antragstellerin war diese Kulturreise eine Bestätigung, dass wir mit dem Ansatz eines Kulturmanagements für Altmühlfranken einen richtigen Weg eingeschlagen haben.


Welche Flächen sind geeignet?

Solarpotenzial in Altmühlfranken

Solarpotenzialkataster für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen / Sabrina Huf

Im Rahmen des digitalen Energienutzungsplanes für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wurde ein gebäudescharfes Solarpotenzialkataster erstellt. Das Kataster gibt Bürgerinnen und Bürger eine erste Einschätzung, ob die eigene Dachfläche für Solar- und Photovoltaikanlagen geeignet ist.

Mithilfe des Solarpotenzialkatasters können Hausbesitzer herausfinden, ob sich ihr Dach aufgrund der Dachneigung, Ausrichtung und Umfeld für die Installation einer Solaranlage eignet und dabei die beiden Anlagentechniken Photovoltaik und Solarthermie wählen. Das durch das bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie geförderte Kataster wurde im Rahmen des landkreisweiten Energienutzungsplanes erstellt. Es steht nun auf der Homepage des Landkreises unter www.altmuehlfranken.de/energienutzungsplan zur Verfügung.

„Für jedes Gebäude kann mittels der interaktive Karten bereits eine erste Einschätzung zur Anlagengröße abgerufen sowie verschiedene Szenarien durchgespielt werden. Darüber hinaus kann auch gleich für jedes Szenario eine erste Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für die Dachanlagen ermittelt werden“, so Landrat Manuel Westphal.

„Bei der Konfiguration einer Photovoltaikanlage kann beispielsweise der individuelle jährliche Strombedarf eingegeben werden, um herauszufinden, ob die Anlage voll einspeisen oder vor allem für den Haushaltsstrom genutzt werden sollte“, führt die Klimaschutzmanagerin Eva-Maria Raab auf. Außerdem können zusätzlich Elektrofahrzeuge und Batteriespeicher berücksichtigt werden.

Das Solarpotenzialkataster basiert auf einem automatisierten Verfahren und dient als Erstinformation für Bürgerinnen und Bürger. Das Kataster ersetzen nicht die Fachberatung durch einen qualifizierten Planer bzw. Installateur. Wenden Sie sich daher ausschließlich an Fachberater, die Sie bei weiteren Fragen zur Umsetzung von Solaranlagen unterstützen können. 

Neue Rollatorspur wird gebaut

Stadt Gunzenhausen auf dem Weg zur Barrierefreiheit

Wer schlecht zu Fuß ist oder gar auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen ist, der müht sich in der Gunzenhäuser Altstadt am teilweise groben Kopfsteinpflaster ab. Für Besserung können Rollatorspuren sorgen, zuletzt wurden solche vor dem Haus des Gastes und in der Brunnenstraße gebaut. Zur Erweiterung des barrierefreien Wegenetzes in der Stadt Gunzenhausen entsteht aktuell eine weitere Spur ausgehend vom Marktplatz, vorbei am Café Lebenskunst bis hin zur Altmühlpromenade. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich eine Woche
Barrierefreiheit wünschen sich nicht nur Ältere und Menschen mit Behinderung oder Handicap, auch Familien mit Kinderwagen freuen sich über gute, sichere Wege. Der neue Streifen beginnt am Durchgang zwischen NKD und MATT optik und führt bis zum Fußgänger- bzw. Radweg an der Altmühlpromenade. Die Gesamtkosten für die Verbesserung des Wegenetzes an dieser Stelle belaufen sich auf ca. 42.000 Euro, wovon jedoch rund 60% gefördert werden. Die Unterwurmbacher Firma Pflasterbau Wagner führt die Arbeiten im Auftrag der Stadt Gunzenhausen aus.
„Im öffentlichen Raum muss Bewegung ohne Einschränkung möglich sein“, betont Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Wir beraten und diskutieren ständig über Verbesserungen. Eine Rollatorspur an dieser von Fußgängern stark frequentierten Stelle erschien uns eine praktikable
und stolperfreie Lösung, die sich zudem optisch gut ins Stadtbild integriert. Für etwaige Behinderungen während der Umbauphase bitten wir die Bevölkerung um Verständnis.“
Nähere Informationen zur Stadt Gunzenhausen erhalten Sie unter www.gunzenhausen.de

Dreckbärenalarm in Gunzenhausen!

Öffentliche Toiletten werden absichtlich verunreinigt


Starke Nerven und Survival-Kenntnisse sollten Sie mitbringen, wenn Sie in diesen Tagen eine der öffentlichen Toiletten in Gunzenhausen aufsuchen möchten. Denn es ist schlichtweg Wahnsinn, was dort seit Wochen immer wieder passiert. Vandalismus, Verunreinigung und Zerstörung gab´s ja schon immer, doch mittlerweile werden mit voller Absicht Fäkalien an Wände geschmiert, Schüsseln bis zum Rand mit Fremdkörper gefüllt und Räume unter Wasser gesetzt. Menschen die solche Dinge im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte tun, haben als Kinder zu nah an der Wand geschaukelt. Anders lässt sich solch ein Verhalten nicht erklären. Für die Stadt Gunzenhausen ist das nicht nur ärgerlich, wir sprechen von einem riesigen Reinigungsaufwand und dementsprechend von hohen Kosten. Zudem sind die WC-Anlagen ständig gesperrt, da Putztrupps für klar Schiff sorgen müssen. Toll für all diejenigen, die in dieser Zeit dringend ein Klo brauchen.
„Letztlich können wir nur an den gesunden Menschenverstand appellieren“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Was Wenige möglicherweise lustig finden, schadet der Gemeinschaft und ist unsolidarisch. In Konsequenz werden wir die zusätzlichen Kosten an die Steuerzahler weitergegeben müssen. Und falls sich an der Situation nichts ändert, dann werden wir über die Schließung der Anlagen nachdenken. Öffentliche Toiletten sind keine
Pflichtaufgabe der Kommune. Wir lassen uns nicht von einzelnen Querulanten auf der Nase herumtanzen.“
Für die Putztrupps ist die Reinigung eine Zumutung und definitiv nichts für schwache Nerven. Künftig werden die Toiletten noch engmaschiger kontrolliert und Beschädigungen zur Anzeige gebracht.
Nähere Informationen zur Stadt Gunzenhausen erhalten Sie im Internet unter www.gunzenhausen.de.