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Impfungen gestiegen

Erhöhung der Kapazitäten am Impfzentrum

Die Nachfrage nach den Impfungen gegen das Coronavirus ist in den vergangenen Tagen enorm angestiegen. Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen hat daraufhin umgehend reagiert und den Betreiber des Impfzentrums Vitolus aufgefordert, die Kapazitäten deutlich zu erhöhen. Außerdem wird im Impfzentrum auf ein Terminvereinbarungsmodell umgestellt, um Wartezeiten am Impfzentrum zu reduzieren.

Erfreulicherweise steigt die Nachfrage nach den Impfungen gegen das Coronavirus im Landkreis stark an. Aufgrund der erhöhten Anzahl an Impfungen werden die Kapazitäten des Impfzentrums im Landkreis auf 1.250 Impfungen in der Woche erhöht. Je nach Bedarf kann zukünftig auch noch weiter aufgestockt werden. Mittlerweile haben rund 62 Prozent der Bevölkerung im Landkreis eine Erstimpfung erhalten, 63 Prozent eine Zweit- bzw. Abschlussimpfung.

Nachdem es in den vergangenen Tagen immer wieder zu langen Wartezeiten am Impfzentrum gekommen ist, stellt das Impfzentrum ab nächster Woche komplett auf ein Terminvereinbarungsmodell um. Impfwillige, egal ob für Erst-, Zweit- oder Auffrischimpfungen sollen sich unter www.impfzentren.bayern registrieren und können im System einen Termin für eine Impfung vereinbaren. Wer noch einen aktiven Account von seiner ersten Impfserie besitzt, kann diesen für die Terminanmeldung nutzen. Wessen Account bereits abgelaufen ist, muss sich im System einen neuen erstellen. Wer keinen Internetanschluss besitzt, kann sich auch telefonisch unter 089 244188110 für einen Impftermin anmelden. Geimpft wird am Impfzentrum mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna. Es ist genügend Impfstoff vorhanden, so dass ein zeitnaher Termin angeboten werden kann.

Auch in dieser Woche war zusätzlich zu den bereits veröffentlichten freien Impfsprechstunden schon eine Terminvereinbarung über das bayernweite Impfportal möglich.

Zusätzlich wird das Impfzentrum vorrangig an Freitagen Sonderimpfaktionen in den Städten und Gemeinden des Landkreises anbieten. Für diese Sonderimpfaktionen ist keine Terminvereinbarung notwendig. Impfwillige können einfach vorbeikommen und erhalten eine Impfung mit dem Impfstoff von Biontech. Auch Zweit- oder Auffrischimpfungen sind bei den Vor-Ort-Impfaktionen möglich. Das Landratsamt wird in Kürze über die bisher geplanten Sonderimpfaktionen informieren.

Die Bayerische Staatsregierung hat heute beschlossen die Auffrischimpfungen massiv voranzutreiben. Insbesondere aufgrund der aktuellen Corona-Situation sind alle Personen über 18 Jahren aufgerufen, eine Auffrischimpfung durchführen zu lassen, wenn die erste Impfserie vor sechs Monaten abgeschlossen wurde. Die Impfung erfolgt nach ärztlicher Entscheidung und Aufklärung des Impfwilligen im Einzelfall. Das Gesundheitsamt empfiehlt, dass insbesondere Personen über 60 Jahren oder mit Vorerkrankungen, deren erste Impfserie bereits mehr als sechs Monate zurückliegt, zeitnah eine Auffrischimpfung durchführen lassen.

„Impfen schützt vor einem schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung! Ich bitte alle, die sich bisher noch nicht haben impfen lassen, ihre Impfentscheidung auch in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu überdenken. Schützen Sie sich und die Gesellschaft durch eine Impfung gegen das Coronavirus. Nur so können wir vulnerable Gruppen schützen und die Pandemie weiter eindämmen!“, verdeutlicht Landrat Manuel Westphal.

Neuer Vereinskassier

Rüdiger Schmidt übernahm Amt von Hans Minnameyer

Rüdiger Schmidt, langjähriger Mitarbeiter der Hypo-Vereinsbank in Gunzenhausen und Schiffsführer auf der MS Gunzenhausen, hat jetzt die Kassenführung des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen übernommen. Er war bisher mit Thomas Fischer  als Revisor tätig. Mit Dank verabschiedet wurde in der Jahreshauptversammlung im Gasthof „Adlerbräu“ der bisherige Kassier Hans Minnameyer, der zehn Jahre umsichtig und mit größter Korrektheit die Finanzen des 310 Mitglieder zählenden Geschichtsvereins geführt hat.

In der Jahresversammlung im Gasthof „Adlerbräu“ ließ Vorsitzender Werner Falk das Jahr 2020 Revue passieren. Infolge der Corona-Bestimmungen war die Tätigkeit des Vereins erheblich beeinträchtigt. Im Februar war die Jahresversammlung für 2019 und im Herbst eine Vorstandssitzung. Im Dezember ist das 75. Jahrbuch Alt-Gunzenhausen erschienen. Der Dank des Vorsitzenden galt seinem Stellvertreter Werner Mühlhäußer, der als Schriftleiter fungiert.

Gedacht wurde der verstorbenen Mitglieder Walter Lüther, Wolfgang Schneider (München), Günther Prechter (Cronheim), Klaus Zucker (Gunzenhausen) sowie Kurt Eichner (Gunzenhausen). In das Totengedenken eingeschlossen wurde auch Dieter Wenk, der vor wenigen Tagen verstorben ist.

Für die nächsten drei Jahre wiedergewählt wurden Vorsitzender Werner Falk, Stellvertreter Werner Mühlhäußer und Schriftführer Armin Kitzsteiner.  Neu in den Beirat wurden Georg Pfahler (Würzburg), Ernst Renner und Hannfried Reinhardt (Gunzenhausen). Sie treten an die Stelle von Dieter Gottschall und Franz Müller, die aus Altersgründen ausgeschieden sind.  Weiterhin sind dort Siglinde Buchner (Weißenburg), Heidi Dücker (Gunzenhausen), Gerhard Herrmann (Wald), Günter L. Niekel (Muhr am See) und  Thomas Müller (Kalbensteinberg). Als Kassenprüfer fungieren Thomas Fischer und Hans Minnameyer.

„Begegnung mit alten Gunzenhäusern“ nannte sich der Diavortrag von Werner Falk und Ernst Renner, der zu einem lebhaften Austausch von Erinnerungen und Episoden führte.

3G-Regel beachten!

Eindringlicher Appell des Landratsamtes

In den vergangenen Wochen sind die Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen stark angestiegen. Die verschiedenen Bausteine der Pandemiebewältigung sollen zusammen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus beitragen. Zu den Bausteinen gehören u.a. die Impfungen gegen das Virus, die Testungen sowie die Einhaltung der geltenden Corona-Regelungen wie zum Beispiel die 3G-Regel.

Da der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen den Wert 35 bei der 7-Tage-Infektionsinzidenz überschritten hat, gilt in geschlossenen Räumen breitflächig der 3G-Grundsatz. Persönlichen Zugang haben nur Geimpfte, Genesene oder aktuell Getestete. Dies betrifft öffentliche und private Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Personen in nichtprivaten Räumlichkeiten, Sportstätten und praktische Sportausbildung, Fitnessstudios, die gesamte Kultur, Theater, Kinos, Museen, Gedenkstätten, Gastronomie, Beherbergung, die Hochschulen, Krankenhäuser, Bibliotheken und Archive, die außerschulischen Bildungsangebote wie Musikschulen und die Erwachsenenbildung, außerdem Freizeiteinrichtungen einschließlich Bäder, Thermen, Saunen, Solarien, Seilbahnen und Ausflugsschiffe, Führungen, Schauhöhlen und Besucherbergwerke, Freizeitparks, Indoorspielplätze, Spielhallen und -banken, Wettannahmestellen, den touristischen Reisebusverkehr und ähnliches. Außerdem gilt 3G inzidenzunabhängig (indoor wie outdoor) in Alten- und Pflegeheimen, auf Messen und bei größeren Veranstaltungen über 1.000 Personen.

Zusätzlich müssen auch die Betreiber, Beschäftigten und Ehrenamtlichen mit Kundenkontakt die in den jeweiligen Bereichen geltenden Impf-, Genesenen- oder Testvoraussetzungen erfüllen. Sie müssen einen entsprechenden Testnachweis an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche vorlegen.

Betriebe und Veranstaltungen können freiwillig das sogenannte 3G plus (Zugang nur für Getestete mit PCR-Test) oder 2G (Zugang nur für Geimpfte und Genesene) einführen. Daraus ergeben sich dann weitere Erleichterungen für den Betrieb beziehungsweise die Veranstaltung. Das Landratsamt hat dazu alle Informationen auf der Homepage zusammengefasst (www.landkreis-wug.de).  

Betreiber oder Veranstalter sind in allen Fällen dazu verpflichtet, die Impf-, Genesenen- oder Testnachweise zu überprüfen. Bei 2G, 3G bzw. 3G plus muss zudem bei den Zugangskontrollen vom jeweiligen Betreiber der entsprechende Nachweis samt Identitätsfeststellung streng kontrolliert werden. Bei Kontrollen durch die Polizei oder durch das Landratsamt müssen Betreiber sowie Gäste die jeweiligen Nachweise vorzeigen können. Wer gegen diese Regelungen verstößt, muss mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen. Das maximale Bußgeld für Ordnungswidrigkeiten gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, also auch Verstöße gegen die 3G-Regel, beträgt 25.000 Euro. Der Regelsatz für Verstöße gegen die 3G-Regel liegt bei 5.000 Euro für Betreiber oder Veranstalter und 250 Euro für Gäste.

Die Maskenpflicht ist ebenfalls weiterhin, wie in der aktuellen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angegeben, einzuhalten. Auch hier können bei Kontrollen hohe Bußgelder sowohl für den veranstaltenden Betrieb als auch für die Gäste verhängt werden.

„Gerade die Gastronomie oder die Veranstaltungsbranche haben während der Corona-Pandemie schwere Verluste eingefahren. Mit Vorsicht und Umsicht und unter Beachtung der geltenden Regelungen können wir nun die Betreiber mit unserem Besuch unterstützen. Wichtig ist aber, jederzeit die geltenden Corona-Regelungen einzuhalten“, appelliert Landrat Manuel Westphal.

Neue Medienkiste

Unterstützung für die Leseförderung

Sparkassenvorstand Burkhard Druschel, Büchereileiterin Babett Guthmann und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz kennen nur eines: die Bücherei so attraktiv wie möglich zu machen. Foto: StGun

Die Leseförderung gehört zu den Kernaufgaben der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen und hier gibt es auf vielen Ebenen eine gedeihliche Zusammenarbeit mit den Schulen. Das geht von der Ausleihe von Medienkisten und Klassenlektüren, über Klassenführungen, der Organisation von Lesungen bis zu anderen Aktionen.

Die kostenpflichtigen Angebote der Schulausleihe von Medienkisten und Klassenlektüren werden dabei seit vielen Jahren durch die Vereinigten Sparkassen Gunzenhausen unterstützt.

Darüber hinaus wurden in Sachen Sponsoring gemeinsam neue Wege eingeschlagen und der büchereieigene Schulbestand nun um eine Medienkiste „Naturwissenschaften & Technik“ erweitert. Zur Vorstellung der mit aktuellen Kindersachbüchern und Kinderlexika, sowie mit Lektüren für Erstleser bestückten „kleinen Wissensspeicher“ hatte Sparkassenvorstand

Burkhard Druschel einen großzügigen Spendenscheck in Höhe von 500.- Euro mitgebracht.

„Die Zusammenarbeit mit den Schulen und die Leseförderung sind ein wichtiges Arbeitsfeld unserer Bücherei“, so Babett Guthmann, die Leiterin der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen. „Die Medienkisten unterstützen Lehrkräfte bei der Vermittlung von Unterrichtsinhalten. Es sind kleine Kisten mit großem Inhalt.“ Themenkisten können von Kindergärten und Schulen, die sich im Verbreitungsgebiet der Vereinigten Sparkassen Gunzenhausen befinden, kostenlos ausgeliehen werden. Für Vorschulkinder im Kindergarten und Grundschüler sind die Medien ein attraktiver Weg, der manchmal auch spielerisch Bildung vermittelt und zielgerichtet zum Lesen führt. Daher ist für Sparkassenvorstand Burkhard Druschel das soziale Engagement und die finanzielle Unterstützung eine Selbstverständlichkeit und auch zukünftig mehr als eine „Eintagsfliege“.

„Die Zusammenarbeit der Gunzenhäuser Sparkasse mit der Stadt- und Schulbücherei ist verlässlich und unterstreicht einmal mehr das vorbildliche soziale Engagement des Geldinstituts. Vielen Dank für die jahrelange, großzügige Unterstützung“, betonte der Erste Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen, Karl-Heinz Fitz. „Unsere Bücherei ist für große und kleine Bürgerinnen und Bürger ein beliebter Treffpunkt mit exzellentem Ruf. Darauf wollen wir auch künftig aufbauen und unser Angebot weiter verbessern.“

Hohe Raumluftqualität

Lüftungsanlagen aus Heidenheim machen es möglich

Christiane Riedel-Schirmer (re.) und Karl Schirmer (mi.) freuten sich über den Besuch von Landrat Manuel Westphal und nutzten die Gelegenheit, ihm einige Lüftungs- und Filtersysteme mitten im Herzen von Heidenheim zu zeigen. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Unternehmensbesuche zusammen mit der Wirtschaftsförderung hat Landrat Manuel Westphal Halt in Heidenheim gemacht. Dass die wirtschaftliche Stärke des Landkreises gerade auch durch kleine Betriebe getragen wird, ist längst kein Geheimnis mehr, weshalb dieses Mal das Unternehmen Riedel-Schirmer GmbH in Heidenheim besucht wurde.

Seit 1991 ist das Unternehmen über die Landkreisgrenzen hinaus als Spezialist für die Planung, Montage und Wartung von Lüftungs- und Filteranlagen bekannt. „Gerade durch die Corona-Pandemie ist die Luftqualität in Innenräumen in den Fokus der Bevölkerung gerückt, wodurch das Thema der Belüftung von Gebäuden einen ganz neuen Stellenwert erhalten hat“, stellt Geschäftsführer und Meister für Heizungs- und Lüftungsbau Karl Schirmer fest.

Gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Christiane Riedel-Schirmer war er in den vergangenen Monaten in so mancher Einrichtung zur dringend notwendigen Wartung der verbauten Anlagen unterwegs. Ebenso wurde in zahlreichen Gebäuden in der Region neue Systeme verbaut. Der Heidenheimer Handwerksbetrieb, der noch fest in Familienhand ist, plant dabei zunächst den individuellen Aufbau der Lüftungsanlage, welche sich an den örtlichen Bedingungen orientiert. „Die Nachrüstung einer zentralen Lüftungsanlage in bestehende Gebäude ist nicht immer einfach, gerade für die großen Lüftungskanäle gilt es den richtigen Leitungsweg zu finden. Auch bei der Erneuerung von Bestandsanlagen ist der Platz für die Technik oft nicht mehr ausreichend. Aufgrund von Vorgaben zur Energieeinsparung müssen die Lüftungsgeräte bei gleicher Leistung größer werden. Wir finden aber für alle Herausforderungen eine Lösung. So können Anlagenkomponenten mitunter auf das Dach ausgelagert werden.“

Das Unternehmen kauft auch ihr Material weitgehend regional ein und arbeitet bei der Montage mit Handwerksbetrieben aus der Region, wie beispielsweise Heizungsbauern, Hand in Hand zusammen. Diese haben oftmals nicht die notwendige Erfahrung um die Umsetzung im Alleingang anzubieten. Gerade hier bietet sich die Riedel-Schirmer GmbH als geeigneter Kooperationspartner an, um auch größere Ausschreibungen und Aufträge abwickeln zu können. Im Fall der neuen Weißenburger Seeweiherhalle wurde eine Lüftungsanlage installiert, welche in den gesamten Räumlichkeiten die verbrauchte Luft gegen aufbereitete Frischluft austauscht. Mittels modernster Technik wird die Energie aus der Abluft rückgewonnen und die Zuluft bei Bedarf zugeführt. Die Ventilatoren werden aufgrund der Luftqualität entsprechend dem tatsächlichen Bedarf drehzahlgeregelt und so der Energieverbrauch optimiert.

„Frau Riedel-Schirmer und Herr Schirmer können stolz auf die Entwicklung des Unternehmens sein, welches auch überregional tätig ist und über Know-How in der digitalen Planung und Umsetzung von großen Lüftungsanlagen verfügt. Unsere Region hat viele Schätze an kleinen Unternehmen mit hoher Fachkompetenz“, so Landrat Westphal. Während der Besichtigung des Betriebs präsentierten die beiden Geschäftsführer Landrat Manuel Westphal sowie den Mitarbeitenden der Wirtschaftsförderung, Sabine Unterlandstaettner und Tobias Ander, verschiedene Komponenten, welche in einem Lüftungssystem mitten im historischen Heidenheim verbaut werden können. Einzelne Bauteile werden auch in der Industrie, zum Beispiel in der Prozessluftabsaugung eingesetzt.

Für die Zukunft sieht sich das Unternehmen gewappnet. Die Pandemie hat hier nur den Anstoß gegeben. Das Thema Raumbelüftung wird, gerade in Zeiten immer dichter werdender Gebäude, insbesondere durch moderne Fenster und Türen, weiter an Bedeutung gewinnen, wie sich Landrat Manuel Westphal sicher ist.

Hilfe immer noch nötig

Aufruf von Flüchtlingshilfe Wald

Ein Stapel mit 100 Seiten Formulare, Anträge, Erklärungen – perfekt ausgefüllt, 43 WhatsApp Nachrichten in einer Stunde, eine Warteschlange von 10 Leuten, 2,5 Stunden Wartezeit mindestens, Kontakt zu Ausländeramt, Sozialamt, Jobcenter, Arbeitsamt, Landratsamt, AOK, Familienkasse, ….. Behörden und nochmals Behörden, Formulare über Formulare. Das tägliche Brot für den Asylsozialberater Weißenburg und Gunzenhausen. Niemand kennt sich so gut im Formulardschungel und Behördenwald aus wie er. Für Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten ist er eine unverzichtbare Hilfe, für Behörden leistet er Vorarbeit, die kein Amt so gebündelt schafft. Jahrelange Erfahrung hat ihm einen Durchblick und eine Expertise verschafft, die kein Ehrenamtlicher ersetzen kann, und die Betroffenen schon gar nicht.

Sind nicht auch wir, Bundesbürger allzu oft von behördlichen Auflagen überfordert? Dafür haben wir unsere Berater – für Steuern, Versicherungen, Immobilien, Soziales. Und MigrantenInnen brauchen die Migrationssozialberatung – Asylsozialberatung.

Ohne diese Experten kommt das normale Leben ins Stocken, wachsen Routineanforderungen zu existenzbedrohenden Problemen an. Je unspektakulärer und reibungsloser das Räderwerk des Alltagslebens funktioniert, desto mehr Arbeit steht dahinter.  Arbeit, die der Asylsozialberater im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen tagtäglich leistet. Menschen sind nun mal bei uns gestrandet. Deutsch muss erst gelernt werden, das dauert, aber Behörden haben ihre Fristen.

Da ist Aurora aus Ecuador, die nicht weiß, wann und wo sie sich arbeitssuchend melden kann. Eine syrische Familie ist mit vier Kindern in einer komplett leeren Wohnung gelandet ist. Ein Iraker mit drei Kindern hat seine Frau verloren, ein tödlicher Autounfall. Eine kurdische Frau mit zwei kleinen Kindern braucht eine neue Wohnung wegen häuslicher Gewalt. Wie und wo melde ich meine Kinder in der Schule, im Kindergarten an? Für sie alle ist der Asylsozialberater da. Behördliche Routineabläufe für gewöhnliche und außergewöhnliche Situation sind sein Metier.

WIR BRAUCHEN IHN unseren Asylsozialberater / Migrationssozialberater. Er arbeitet kontaktintensiv mit Ehrenamtlichen zusammen, so auch mit der Flüchtlingshilfe Wald, die mittlerweile auf gut integrierte, früher betreute MigrantInnen zurückgreifen kann. Sie leisten Dolmetscher- und Vermittlertätigkeiten, nicht selten auch Mediation in Konfliktfällen. Mittlerweile kommen auch Menschen aus der Tragödie in Afghanistan zu uns, wo sie uns Deutschen z.B. als Ortsvorsteher als Dolmetscher und Kulturlotsen gedient haben. Heute sind sie auf unsere Hilfe angewiesen.

Für eine faire Aufarbeitung brauchen wir eigentlich mindestens drei AsylsozialberaterInnen, zwei für Weißenburg und Gunzenhausen und einen für den Landkreis. Aber wir haben nur einen einzigen in Weißenburg. Was, wenn er wegen Überarbeitung ausfällt? Nicht auszudenken!

Neue Radkarten

Um den Altmühlsee führen neun Touren

Bürgermeister Fitz, Geschäftsleiter Daniel Burmann und Projektleiterin Evi Kraft stellt die neue Radkarte vor und dankten dem ehrentamtlich tätigen Radwegebetreuer Werner Falk sowie Juliane Zeh und George Arauner vom Grafikbüro Korridor.Co Foto: Grosser /StGun

Der Zweckverband Altmühlsee hat eine neue Radkarten-Mappe herausgebracht, die neun Touren rund um den See enthält. Sie sind unterschiedlich lang (18 bis 40 km), allesamt gut ausgeschildert und zum größten Teil durchgehend asphaltiert. Für 4,80 Euro sind sie beim Zweckverband in Gunzenhausen (Marktplatz 25), im örtlichen Buchhandel  sowie bei denTouristik-Büros im Seenland erhältlich.

Bei der Vorstellung dankte Zweckverbandsvorsitzender Karl-Heinz Fitz der Projektleiterin Evi Kraft, Geschäftsführer Daniel Burmann und dem ehrenamtlich und unentgeldlich tätigen Radwegebetreuer Werner Falk für ihre Arbeit. Anerkennend äußerte er sich über die graphische Gestaltung durch das Büro Korridor.Co in Gunzenhausen.

Die einzelnen Touren sind auf den Karten gut lesbar dargestellt. Neben den Kilometer-Angaben fehlen Hinweise zu Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke nicht. Natürlich sind auch alle Strecken im Internet  präsent (Download: altmuehlsee.de/radeln).

Es handelt sich ausschließlich um geschlossene Radwege, d.h., dass an keiner Stelle eine öffentliche Straße frequentiert werden muss. Das bedeutet Sicherheit für die Radler, vor allem, wenn Kinder dabei sind.

Ehre für A. Engelmaier

Verleihung der Verdienstmedaille an den Naturschützer

Alfred Engelmaier nahm die Urkunde von Bürgermeister Fitz entgegen. Foto: Grosser/StGun

In Würdigung und Anerkennung seiner besonderen Leistungen nahm am 18. Oktober 2021 Alfred Engelmaier die Verdienstmedaille der Stadt Gunzenhausen aus den Händen des Bürgermeisters Karl-Heinz Fitz entgegen. Die Übergabe fand im Rahmen einer festlichen Stadtratssitzung statt.

„Mit Alfred Engelmaier ehren wir eine außergewöhnliche und verdiente Persönlichkeit unserer Stadt“, betonte Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Mit großer Ausdauer und unermüdlichem Einsatz für den Naturschutz hat er sich in herausragender Art und Weise um die Stadt Gunzenhausen verdient gemacht. Die Verdienstmedaille ist eine außergewöhnliche Auszeichnung und ein Zeichen der allerhöchsten Anerkennung. Seine positive Ausstrahlung und sein uneigennütziges Engagement machen Alfred Engelmaier für viele von uns zum Vorbild.“

Der am 8. Mai 1927 geborene Alfred Engelmaier hat sich Zeit seines Lebens für den Erhalt von Landschaft und Umwelt eingesetzt. Anfang der 1980er Jahre mitbegründete er die Ortsgruppe des Bundes Naturschutz, deren Vorsitzender er auch einige Zeit war. Daneben setzte sich der pensionierte Gymnasiallehrer für den Vogelschutzbund ein und war Verantwortlicher des Umweltfonds des Gunzenhäuser Lions Clubs. Im Jahr 2002 wurde ihm vom damaligen Umweltminister Werner Schnappauf die Bayerische Umweltmedaille verliehen. Weitere Auszeichnungen, die Herr Engelmaier erhielt, waren der District Governors Appreciation Award am Bande und die Goldene Libelle. Alfred Engelmaier hatte durch seinen unermüdlichen Einsatz maßgeblichen Anteil daran, Teile der Landschaft zwischen Büchelberg und Laubenzedel zu renaturieren und die Aue dort in den natürlichen Zustand zurückzuversetzen. 

Fast folgerichtig hielt die Laudatio zu Ehren Alfred Engelmaiers Klaus Fackler, der Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Mittelfranken. Neben der Verdienstmedaille und der dazugehörigen Urkunde, die dem Geehrten überreicht wurden, trug sich Alfred Engelmaier auch ins Goldene Buch der Stadt Gunzenhausen ein. „Sie sind ein Kämpfer für das Gute und genießen großes Ansehen und eine hohe Wertschätzung. Völlig uneigennützig setzen Sie sich mit großer Hingabe zum Wohle der Allgemeinheit ein. Für Gunzenhausen ist Ihr Wirken ein großes Geschenk und es ist eine große Ehre, Ihnen die Verdienstmedaille der Stadt Gunzenhausen verleihen zu dürfen“, so Bürgermeister Karl-Heinz Fitz.

Corona-Hilfe vom Staat

25,4 Millionen Euro für Firmen im Kreis

Wie der CSU-Bundestagsabgeordnete Artur Auernhammer und der Landtagsabgeordnete Alfons Brandl mitteilen, haben Selbständige und Unternehmern im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen bisher über 25 Millionen Euro an Corona-Wirtschaftshilfen bekommen.

Die Corona-Krise hat viele Selbstständige und Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Und nicht wenige Unternehmer haben in den vergangenen eineinhalb Jahren zusammen mit ihren Mitarbeitern um ihre Zukunft gebangt. Während dieser Zeit war es wichtig, die besonders betroffenen Bereiche und Branchen zu unterstützen, was seitens der Bundes- und Landespolitik mit erheblichem Mitteleinsatz geschehen ist.

So sind im Rahmen der Programme Überbrückungshilfe I, II, III und III Plus, Neustarthilfe und Neustarthilfe Plus sowie November-, Dezember- und bayerische Oktoberhilfe nach Angaben der IHK für München und Oberbayern insgesamt 25.453.636 Euro an Selbstständige und Unternehmen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen geflossen. Diesen Mitteln lagen 1.555 Anträge zugrunde. Ein besonderer Schwerpunkt war dabei mit 12.503.220 Euro im Bereich des Gastgewerbes zu finden. Für den Bereich „Kunst, Unterhaltung und Erholung“ wurden Mittel in Höhe von 3.709.644 Euro ausgereicht. Im Bereich „Handel“ waren es 2.112.840 Euro.

Bayernweit lagen diese Hilfen nach den Angaben der IHK für München und Oberbayern bei über sieben Milliarden Euro. 

Zusätzlich zu den Wirtschaftshilfen gab es weitere Unterstützungsmechanismen. Zu nennen ist hier beispielsweise der Ausgleich der Corona-bedingten Gewerbesteuerausfälle für die Kommunen, wodurch der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen im Jahr 2020 rund 10,47 Millionen Euro erhalten haben.

Die beiden CSU-Abgeordneten stimmen überein: „Beim Blick nach vorne lässt den Schluss zu, dass viele bayerische Unternehmen gut und optimistisch aus der Corona-Krise heraus in die Zukunft gehen. Gemäß dem heute veröffentlichten Konjunkturbericht „Herbst 2021“ der Industrie- und Handelskammern in Bayern ist der aktuelle BIHK-Konjunkturindex wieder steil ansteigend und nahezu auf dem Niveau von vor Beginn der Corona-Krise. Sowohl bei der Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage, als auch bei den Zukunftserwartungen ist der Trend sehr positiv. Auch im Bereich der Investitionen von Unternehmen sowie im Bereich der Beschäftigtenzahlen ist die Entwicklung sehr gut. Besonders erfreulich ist, dass die Liquiditätssituation der bayerischen Unternehmen – wohl auch durch die Corona-Wirtschaftshilfen bedingt – von 58 Prozent der Unternehmen als „gut“ und von 33 Prozent der Unternehmen als „befriedigend“ beurteilt wird. Bei der Frage nach Forderungsausfällen stellen lediglich 8 Prozent der Unternehmen eine erhöhte Häufigkeit fest. Die befürchtete Insolvenzwelle konnte – jedenfalls bislang – verhindert werden. Auch hier haben die Corona-Wirtschaftshilfen allem Anschein nach gewirkt. Als größtes Zukunftsrisiko werden seitens der Unternehmen weiterhin der Fachkräftemangel und stark zunehmend auch die steigenden Energie- und Rohstoffpreise gesehen.“

Wieder mehr Coronafälle

Steigende Infektionszahlen in Altmühlfranken

In den vergangenen Tagen ist die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen stark angestiegen. Laut RKI liegt die Inzidenz heute bei 187, 1. Leider ist die hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen auch auf ein großes Ausbruchsgeschehen in einer Einrichtung im Landkreis zurückzuführen.

In der Woche vom 11. Oktober bis zum 17. Oktober 2021 wurden im Landkreis 154 Personen positiv auf Covid-19 getestet, davon waren 71 vollständig geimpft.

Neben vereinzelt auftretenden Infektionsfällen im gesamten Landkreis ist vor allem die Pflegeeinrichtung Diakoneo Wohnen in Polsingen von einem Corona-Ausbruch stark betroffen. In verschiedenen Wohngruppen sind sowohl Bewohnerinnen und Bewohner als auch Mitarbeitende positiv auf eine Corona-Infektion getestet worden. Eine Mehrheit der infizierten Bewohner und Mitarbeiter war vollständig gegen Covid-19 geimpft. Schwere Verläufe wurden dem Gesundheitsamt bislang nicht bekannt. Das Gesundheitsamt hat einen Besuchs- und Aufnahmestopp verhängt und es erfolgte bereits eine Reihentestung aller Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeitenden. Die Ergebnisse werden in den nächsten Tagen vorliegen.

Auch an den beiden Standorten des Klinikums Altmühlfranken in Weißenburg und Gunzenhausen werden wieder mehr Personen, die eine Corona-Infektion aufweisen, behandelt. Aktuell werden sieben mit Covid-19 infizierte Patientinnen und Patienten an beiden Klinikstandorten behandelt, davon sind fünf ungeimpft.

Am Impfzentrum in Weißenburg sowie bei den niedergelassenen Arztpraxen im Landkreis besteht weiterhin die Möglichkeit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Rund 60 Prozent der Bevölkerung im Landkreis hat eine Erstimpfung erhalten, rund 61 Prozent eine Zweit- bzw. Abschlussimpfung. Alle Informationen zu den Impfungen sind unter www.landkreis-wug.de/impfzentrum zusammengefasst.