Dr. Walther macht Karriere

Dr. Gerhard Walther wird neuer ehrenamtlicher Verbandspräsident des GVB


Der Verbandsrat des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB) bekommt einen neuen Vorsitzenden. Mit Dr. Gerhard Walther, Vorsitzender des Vorstands der VR-Bank Mittelfranken Mitte, übernimmt einer der bisherigen Stellvertreter von Wolfgang Altmüller den Vorsitz des Gremiums, das im Verband ähnliche Aufgaben hat wie in Unternehmen ein Aufsichtsrat. Der Verbandsrat setzt mit dieser Wahl ein klares Zeichen dafür, dass er seine Arbeit mit Kontinuität fortführen wird. Die Staffelübergabe von Altmüller, der das Amt seit 2016 innehatte, an Walther findet zum Verbandstag des GVB am 13. Juli 2023 statt. Altmüller, Vorstandsvorsitzender der meine Volksbank Raiffeisenbank in Rosenheim, ist seit November 2022 Verbandsratsvorsitzender des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Er bleibt weiterhin Mitglied im GVB-Verbandsrat. Die Wahl eines Nachfolgers für Altmüller an der Spitze des GVB-Verbandsrats war notwendig, weil Altmüller erklärt hatte, dass er nach Übernahme seines Amts auf Bundesebene das Amt in Bayern zur Verfügung stellen werde. Albert Griebl, Vorstandssprecher der VR-Bank Rottal-Inn, rückt aus den Reihen des Verbandsrats zu einem der Stellvertreter des Verbandsratsvorsitzenden auf. Er übernimmt das frei gewordene Mandat von Walther.

Das genossenschaftliche Urgestein Walther startete seine berufliche Karriere mit einer Bankausbildung bei der ehemaligen Volksbank Rothenburg ob der Tauber. Nach mehreren Fusionen ist er heute Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Mittelfranken Mitte. Mit einer Bilanzsumme von ca. 4 Milliarden Euro gehört sie zu den zehn größten Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern. Walther wurde 2021 in den Verbandsrat des GVB gewählt und ist seitdem Mitglied des Präsidiums und Stellvertretender Vorsitzender. Er ist in der genossenschaftlichen Finanzgruppe gut vernetzt und fungiert unter anderem als Mitglied des DZ-Bank-Verwaltungsrats sowie des BVR-Verbandsrats.

Euthanasie an Kindern

Kultur-Ausstellung im Markgrafenmuseum in Ansbach

Die kleine Gertrud musste 1943 sterben

Die kleine Gertrud D. stirbt im Jahr 1943 mit zwei Jahren an „Lungenentzündung“ in der „Kinder fachabteilung“ der Heil- und Pflege anstalt Ansbach. Die Abteilungsärztin Irene Asam-Bruckmüller bringt bei der Leichenschau den Tod ursächlich in Verbindung mit einer Masernerkrankung. Die Fakten lassen das allerdings bezweifeln: Die Aufnahmen des Gehirns, die nach der Obduktion erstellt werden, zeigen keine maserntypische Entzündung. Auch die ärztliche Doku mentation lässt den klassischen Verlauf einer Masernpneumonie vermissen. Hautausschlag hingegen gilt als mögliche Nebenwirkung von Luminal, dem Medikament, mit dem nachweislich in Ansbach gemordet wurde.-

Kinder und Jugendliche „von ihrem Leid zu erlösen“ – das gehörte auch in der Heil- und Pflegeanstalt Ansbach zum grausamen Alltag im Nationalsozialismus. Im Rahmen einer so genann ten „Kinderfachabteilung“ wie auch im regulären Anstaltsbetrieb starben zwischen 1941 und Kriegsende 187 Kinder und Jugendliche. Der Nachweis dafür, dass die Kinder und Jugendlichen er mordet wurden, ist oft schwer zu erbringen, Indizien finden sich aber in großer Menge. Diese verweisen auch darauf,dass in der Heil- und Pflegeanstalt Ansbach unabhängig von in Berlin ausge stellten „Tötungsermächtigungen“ auf eigene Initiative hin gemordet wurde. Kinder und Jugendliche mit geistiger oder körperlicher Behinderung, denen eine Heilung wie auch „Bildungsfähigkeit“ abgesprochen wurde, wurden mit einer Überdosis des Beruhigungsmittels Luminal behandelt. Nach wenigen Tagen starben die Patienten und Patien tinnen an der hierdurch entstandenen Lungenentzündung.

Die Ansbacher Heilanstalt war die Stätte vieler Verbrechen an „lebensuntüchtigen“ Menschen.

Programme für Schulklassen

Die meisten beteiligten Ärzte und Ärztinnen praktizierten nach 1945 noch für viele Jahre. Erst in den 1960er-Jahren wurden der Anstaltsdirektor Hubert Schuch, die ärztliche Leitung der „Kinderfachabteilung“, Irene Asam-Bruckmüller, der Arzt Josef Homann und der Pfleger Johann Hofmann der Beihilfe zum Mord angeklagt. Der Arzt Hans Prießmann entzog sich der Anklage durch einen Suizid. Das Verfahren wurde schließlich wegen „Verhandlungsunfähigkeit“ der Angeklagten eingestellt.

Die Bezirksheimatpflege des Bezirks Mittelfranken zeigt vom 10. Januar bis 12. Februar 2023 im Markgrafenmuseum Ansbach die Wanderausstellung „Im Gedenken der Kinder – Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“ der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ). Die Ausstellung wurde auf Basis aktueller Forschungsergebnisse von Katrin Kasparek, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bezirksheimatpflege, und dem Historiker Dr. Mark Deavin um Ausstellungstafeln zur Rolle der „Kinderfachabteilung“ in der Heil- und Pflegeanstalt Ansbach erweitert. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Markgrafenmuseums zu besichtigen (Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr), Eintritt für Schulklassen frei, Erwachsene zahlen 3,50 Euro (2 Euro ermäßigt). Es können kostenfreie Führungen durch die Ausstellung (60 Minuten) und interaktive Program me für Schulklassen (90 Minuten) ge bucht werden unter der E-Mail-Adresse katrin.kasparek@bezirk-mittelfranken.

Zur Ausstellung gibt es ein um fangreiches kostenfreies Rahmenprogramm. Informationen hierzu unter www.bezirk-mittelfranken.de.

Seminare für Gartenfreunde

Im Januar und Februar vier Termine

Vier kostenfreie Gartenpflegeseminare bieten im Januar und Februar wertvolle Tipps und Anregungen für das bevorstehende Gartenjahr. Am 24. und 25. Januar und am 08. und 09. Februar sind Hobbygärtner, Gartenfreunde und Interessierte zu diesen Vorträgen eingeladen. Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr. Veranstaltungsort ist das Gasthaus „Zur Sonne“ in Wachstein.

Im Rahmen der Gartenpflegeseminare geht es zum Beispiel am 9. Februar rund um das Thema „Tomatenvielfalt im Hausgarten“. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Die Vortragsreihe startet am Dienstag, 24. Januar, mit dem Thema „Pflegeleichter Garten mit Stauden“. Referentin Christiane Mayer gibt dabei wertvolle Tipps zum richtigen Umgang mit Stauden im eigenen Garten.

Am Mittwoch, 25. Januar, berichtet Karin Neupert unterhaltsam und kurzweilig über „Kräuter quer Beet“. Dazu bringt Sie zahlreiche Kräuter mit und informiert neben dem Anbau auch über die Verwendung von Kräutern.

Weiter geht es mit dem Vortrag „Zeitgemäßer Pflanzenschutz im Hausgarten“ am 08. Februar mit Referentin Annemarie Drüschler. Diese zeigt die Möglichkeiten der Vermeidung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen auf und geht auch auf die zeitgemäßen Maßnahmen der Bekämpfung ein. 

Die Vortragsreihe für Gartenfreunde wird mit der Referentin Andrea Illini am 09. Februar abgeschlossen, die über die „Tomatenvielfalt im Hausgarten“ informiert.

Die Gartenpflegeseminare werden in Kooperation des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege sowie der Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege organisiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei. Alle interessierten Gärtnerinnen und Gärtner sind dazu eingeladen. Für den Besuch einer Veranstaltung erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Beleg für den Gartenpflegeausweis. Dieser berechtigt zur Teilnahme an Fachveranstaltungen auf Bezirksebene.

Fragen für die Statistik

Der Zensus 2022 ist abgeschlossen

Die letzten Kartons sind gepackt, die PCs abgebaut und die Unterlagen abgeholt. Die Zensus-Erhebungsstelle Weißenburg-Gunzenhausen schließt zum 31. Januar 2023. Nahezu 6.000 Anschriften wurden von rund 120 Interviewerinnen und Interviewern befragt. Die Rücklaufquote von rund 93 Prozent entspricht dem bayernweiten Durchschnitt. Das Team der Erhebungsstelle zieht eine positive Bilanz.

Im November 2021 begann die Suche nach den ehrenamtlichen Erhebungsbeauftragten. Schnell waren sie gefunden und Ende April alle bereits geschult. „Wir hatten ein tolles und sehr engagiertes Team aus allen Teilen des Landkreises“, resümiert Erhebungsstellenleiterin Lena Kagerer. Die bunt gemischte Truppe – von Studentinnen und Studenten bis hin zu Rentnerinnen und Rentnern – war durchwegs begeistert: „Viele haben uns berichtet, dass die Aufgabe für sie eine Bereicherung war.“

Da Bayern und Sachsen mit der Entscheidung Tablets für die Befragung zu nutzen, deutschlandweit eine Vorreiterrolle eingenommen haben, waren die Erhebungsbeauftragten mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Doch am Ende hat sich der Mehraufwand gelohnt und es konnte viel Papier eingespart werden.

Mit dem Zensus wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Diese amtliche Einwohnerzahl ist Grundlage für wichtige politische und gesellschaftliche Entscheidungen. Der Zensus wird in Deutschland alle zehn Jahre durchgeführt. Mit den Ergebnissen des Zensus 2022 ist laut Statistischem Bundesamt frühestens Ende 2023 zur rechnen. Sie werden auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes unter www.zensus2022.de veröffentlicht.

„Hass im Netz“

Medienwelten-Reihe startet mit dem Vortrag

Digitale Entwicklungen und ihre Folgen für das soziale Miteinander stehen bei drei Vortragsveranstaltungen in der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen im Fokus. Am Donnerstag, 19. Januar 2023, um 19:30 Uhr wird Christian Gürtler über „Hass im Netz – Social-Media-Plattformen und Medienethik“ sprechen. Der Religionspädagoge ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Theologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen und forscht zu Social Media im Spannungsfeld Medienethik und der digitalen Verbreitung von Verschwörungstheorien. Er befasst sich mit den Folgen für die von Hassbeiträgen Betroffenen. Für bedenklich hält er zum einen die hohe Zahl an Opfern von beleidigenden und hasserfüllten Beiträgen, zum anderen deren Rückzug aus dem öffentlichen Diskurs.

Zur Wirkung von Rollenbildern von Influencern und Influencerinnen auf Kinder und Jugendliche informiert Björn Friedrich am Donnerstag, 16. Februar 2023, um 19:30 Uhr. Er nimmt das Influencer-Marketing unter die Lupe und wirft einen kritischen Blick auf die enge und häufige Verbindung zwischen Online-Stars und Fans. Als Medienpädagoge beschäftigt er sich mit den pädagogischen Herausforderungen, die die digitale Welt mit sich bringt. Er hilft dabei, Konzepte für den sinnvollen Umgang mit digitalen Medien in der Kinder- und Jugendarbeit zu finden.

Eine Expertenrunde zu Online-Services und Beratungsangeboten wird es am Donnerstag, 27. April 2023 um 19:30 Uhr geben. Hier bekommen Online-Neulinge einen Überblick über die ersten Schritte beim digitalen Erledigen von Bankgeschäften, Online-Ticketkauf, Hotelbuchungen und dem digitalen Schriftverkehr. Mit dabei sind die Support-Experten beim gunnet e.V. Jürgen Neumann und Martin Bosch, der Leiter der Stabsstelle Information- und Kommunikationstechnik der Stadt Gunzenhausen Michael Pentza, der Mitarbeiter der Sparkasse Gunzenhausen Armin Tröster sowie eine Fachkraft aus dem Gesundheitswesen.

Der Eintritt zu allen drei Vortragsveranstaltungen in der Stadt- und Schulbücherei, Luitpoldstraße 13, 91710 Gunzenhausen, ist frei. Für Mitarbeitende in pädagogischen Tätigkeitsfeldern (Lehrkräfte, Erzieherinnen, etc.) können Fortbildungsbescheinigungen ausgestellt werden. 

Eisbahn kam gut an

Erfolgreicher Abschluss der Eisbahnsaison 2022/2023

Am Sonntag, den 08.01.2023 endete die Eisbahnsaison 2022/2023 im Herzen von Gunzenhausen. Bei der Abschlussveranstaltung dankte Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz allen Beteiligten, Bürgern und Gästen aus Nah und Fern. Zwei Dauerkartenbesitzer durften sich über Wertkarten für das Juramare freuen.

Dass die Eisbahn mittlerweile zur Winterzeit in Gunzenhausen gehört, darüber sind sich die Organisatoren und Freunde der Eisbahn einig. Sieben Wochen lang war sie nun das Herz der Gunzenhäuser Innenstadt und lud Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus Nah und Fern zu Sport und Spaß an der frischen Luft ein.

Auch am letzten Öffnungstag, dem 08.01.2023 war die Eisfläche noch einmal sehr gut besucht. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz freute sich über die erfolgreiche Eisbahnsaison seit dem Start des Angebots im Jahre 2014 und nutzte die Gelegenheit, um die vergangenen sieben Wochen Revue passieren zu lassen: „Mit der Eisbahn bietet die Stadt Gunzenhausen ein wertvolles Sport- und Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche, die gerade in den vergangenen Jahren immer wieder mit Einschränkungen leben mussten. Sie bietet einen Treffpunkt, auch für Gäste von weit ausserhalb des Landkreises und zieht so Publikum in unsere Innenstadt. Und wenn sie schonmal da sind, nutzen viele die Möglichkeit hier einzukaufen und die Gastronomie zu besuchen. Die Eisbahn bringt aber nicht nur Menschen in die Stadt sondern leistet einen wichtigen Beitrag für das positive Image Gunzenhausens. Hier bewegt sich im wahrsten Sinne des Wortes etwas!“

Zwischen dem 18.11.2022 und dem 08.01.2023 konnten rund 10.000 Besucher und 85 Schulklassen mit ingesamt 1.700 Schülern gezählt werden.  Dabei spielte es keine Rolle, woher die Schulklassen kamen. „Wir freuen uns über jede Klasse und machen da keinen Schnitt bei der Landkreisgrenze. Es ist schön zu sehen, dass Lehrkräfte das Angebot des Sportunterrichts der besonderen Art annehmen und die Schülerinnen und Schüler sichtlich Spaß dabei haben“ so Matthias Hörr, Wirtschaftsförderer der Stadt Gunzenhausen.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz hatte eine lange Liste des Dankes bei seiner Rede dabei. Er bedankte sich unter anderem bei den städtischen Mitarbeitern, insbesondere bei der Wirtschaftsförderung für die Organisation sowie beim Bauhof, der die Eisbahn Jahr für Jahr sowohl auf- als auch wieder abbaut und dafür sorgt, „dass das Drumherum passt“. Auch dem Eismeister Klaus Carl, dem Eislaufclub Gunzenhausen, den Gastronomen Deuter und Pfisterer sowie Herrn Wopperer und Herrn Keitel, die für die Technik zuständig waren, dankte er.

„Dass das Projekt Eisbahn überhaupt so stattfinden kann, haben wir maßgeblich auch unseren insgesamt über 30 Sponsoren zu verdanken“ so Herr Fitz weiter, und nannte stellvertretend die drei Hauptsponsoren Huber & Riedel, das Modehaus Steingass sowie die Firma Schäffler Technologies AG & Co. KG.

Und dann durfte die Glücksfee Mirelle Dakonici ihres Amtes walten und aus den anwesenden Dauerkartenbesitzern zwei Gewinner ziehen. Mit der Losnummer 2621 gewann Tim Hißleiter, mit der Losnummer 2633 Moritz Kuhn je einen Wertgutschein in Höhe von 50 € für das Freizeitbad Juramare, die freundlicherweise von den Stadtwerken Gunzenhausen zur Verfügung gestellt wurden.

Im Anschluss drehten die kleinen und großen Eisläufer noch bis 20 Uhr ihre Runden, bis es dann hieß: Auf Wiedersehen liebe Eisbahn, wir sehen uns in 10 Monaten wieder.

Liebgewordene Tradition

Die Sternsinger besuchten das Gunzenhäuser Rathaus

Zur großen Freude von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz besuchten die Sternsinger der katholischen Pfarrei St. Marien in Gunzenhausen am 05. Januar 2023 das städtische Rathaus.

Unter dem Motto „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“ sammeln vielerorts Kinder im Segensbringer-Kostüm Spenden für diejenigen, denen es nicht so gut geht. „Der Besuch der Heiligen Drei Könige ist eine liebgewonnene Tradition.“, so Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Wir freuen uns sehr, dass unser Rathaus auch in diesem Jahr den traditionellen Segenswunsch „20*C+M+B*23“ erhalten hat.“

Im Anschluss an den Besuch, der von Dr. Alexander Begerow mit der Klarinette begleitet wurde, überreichte ihnen Herr Bürgermeister Fitz in seinem Büro eine Spende und zur Stärkung ein paar Süßigkeiten.

„Tüchtiger Musiker“

In Alt-Gunzenhausen wird Stadtmusikmeister C.L. Fürst porträtiert

Er war fleißig und in gleichem Maße geschäftstüchtig: Christian Ludwig Fürst, der Stadtmusikmeister von 1860 bis 1871. Privat aber hatte er schwere Schicksalschläge hinzunehmen, denn von seinen drei Kindern starben die beiden Töchter innerhalb von einer Woche an der damals grassierenden Keuchhusten-Epedemie.

Der Stadttürmer und der Stadtmusiker  wurden lange Zeit in Personalunion geführt, aber 1860 entschied sich der Magistrat die Ämter zu trennen. Fürst war also der erste Stadtmusiker, der sich allein auf den musikalischen Sektor konzentrieren konnte. Der gebürtige Heidenheimer (1831) litt offenbar nicht unter mangelndem Selbstbewusstsein, denn er empfahl sich als „tüchtiger Musikus mit perfekten Eigenschaften und Zeugnissen“. Zudem versicherte er, zusätzlich Unterricht zu erteilen und auf Kirchweihen zu spielen, um sich so seinen Unterhalt zu verdienen. Nicht ungern vernahmen die Gunzenhäuser Ratsherren, dass er über ein Vermögen von 400 Gulden verfüge. Damit war schon einmal sichergestellt, dass er nicht zu einer finanziellen Belastung werden würde.  Fürst hatte ohnehin von Anfang an gute Karten, denn der Magistrat war mit seinem Vorgänger Christian Friedrich Moebius nicht mehr einverstanden. Ihm wurde vorgehalten, seine Musik sei nicht mehr zeitgemäß.

Schon sein Vater war Musiker. Wie Dominik Rieger (SMG-Schüler aus Gnotzheim) in seinem Beitrag für das Jahrbuch „Alt-Gunzenhausen“ (Nummer 77)  schreibt, war das Anstellungsgespräch eine Sache von nur einer Viertelstunde. „Fleiß und sittliches Betragen“ bescheinigte ihm nicht nur die Werktagsschule Heidenheim, sondern auch der Pfarrer quittierte ihm den Besuch der Sonntagsschule (vom 14. Bis 18. Lebensjahr)  und die sonntägliche Christenlehre nach der Konfirmation.  Seinen „vorzüglichen guten Leumund“ bestätigte die Marktgemeinde Heidenheim, „befriedigende“ Noten gab ihm die Königliche Seminarinspektion Schwabach in den Fächern Musiktheorie, Generalbasslehre und Kunst des Instrumentierens.

Wie sein Vorgänger Moebius (er gründete später aus Verärgerung 1861 den „Sängerbund“) war auch Fürst musikalischer Leiter des 1934 gegründeten „Liederkranzes“. Den vorliegenden Dokumenten nach war er von der Musik beseelt, aber durchaus auch auf das Geld aus.  Das benötigte er auch, denn er leitete auch eine Kapelle und musste deren Akteure bezahlen.

Privat lief aber nicht alles zum Besten. Nach seiner Verehelichung mit der Heidenheimerin Rosalie Lutz und der Geburt seiner beiden Töchter 1864 und 1865. Innerhalb einer Woche verstarben sie an Keuchhusten, der im 19. Jahrhundert Tausende von Menschen hinweggerafft hat. 1866 kam Sohn Friedrich Max auf die Welt,  vier Jahre später Sohn Ludwig Wolfgang.

Das Umschreiben von Musikstücken brachte ihm zusätzliche Gulden und Kreuzer ein. Autor Dominik Rieger Erkenntnisse gewonnen, dass Fürst allein 1867 beim „Liederkranz“ an die 200 Gulden verdient hat., was für die Zeit damals viel Geld war. Dennoch war der Posten in der Nachbarstadt Weißenburg attraktiver, weshalb er 1871 dorthin wechselte. „Taktlos und verletzend“ soll er sich über seinen Liederkranz-Nachfolger Baumgärtner geäußert haben, weshalb es keinen offiziellen Abschied für ihn gab.  1893 verstarb Christian Ludwig Fürst.

WERNER FALK

Das Jahrbuch „Alt-Gunzenhausen“ (Nummer 77) ist für 15 Euro im Buchhandel erhältlich.

Markgraf Alexander und sein Hof zu Triesdorf

Jahrbuch des Vereins der Freunde Triesdorf ist erschienen

Aus dem Jahrbuch: Ländliche Tracht im Ansbachischen.

Der Verein der Freunde Triesdorf und Umgebung hat die Reihe seiner „Triesdorfer Hefte“ mit der Nummer 11 fortgesetzt. Sabine Künzel, die Vorsitzende, und Schriftleiter Alexander Mavridis können ein Jahrbuch präsentieren, das vier Themen zur markgraflichen Geschichte umfasst.

„Triesdorf als Landsitz Markgraf Alexanders: Kultur auf beiden Seiten der Roten Mauer“ ist der Titel einer umfangreichen Abhandlung  des Würzburger Historikers Dr. Arno Störkel, der als Herausgeber und Autor etlicher Bücher zur markgräflichen Geschichte wiederholt in Erscheinung getreten ist.

Dr. Barbara Eichner ( Oxfort Brookes University) beschäftigt sich mit der Komponistin und Schauspielerin Maria Theresia Gräfin von Ahlefeldt und ihrer Rolle am Gesellschaftstheater in Ansbach und Triesdorf. Die Dame war nach dem Abgang des letzten Ansbacher Markgrafen am dänischen Königshof engagiert.

Den Abenteurer am Ansbacher Markgrafenhof – als solcher gilt Graf von Saint-Germain – stellt Prof. Dr. Georg Seiderer (Uni Erlangen-Nürnberg), der Schriftleiter und 2. Vorsitzende des Historischen Vereins für Mittelfranken,  vor.

„Von der Verlockung, sich selbst zu leben“ lautet der Titel des Beitrags von Prof. Dr. Susan Richter von der Christian-Albrecht-Universität Kiel.  Sie geht auf die Abdankung des letzten Markgrafen Christian Friedrich Carl Alexander 1791 vor dem Hintergrund des rechtlichen Statuswandels von der öffentlichen zur privatem Person ein.

Kurskorrektur beim Feuerwerk

Regionalberater Dieter Popp hat sich an Innenminister gewandt

Dieter Popp, seines Zeichens Regionalberater, hat sich an den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann gewandt, um ihm seine Gedanken um das Feuerwerk und seine Auswirkungen darzulegen. Hier der Wortlaut:

Es wird in diesen Tagen – das war aber absehbar – wieder über die Folgen und Auswirkungen der unzähligen privaten Feuerwerke in Deutschland diskutiert. Die Konzentration der Diskussion auf die durch nichts zu verantwortenden Ausschreitungen führen aber jetzt leider dazu, dass die eigentliche und hinter diesen Feuerwerken liegenden Probleme verdrängt und erst gar nicht politisch thematisiert werden.
Dabei verkürzt sich die Diskussion – auch die öffentlich gemachten Aussagen von ihnen – zu sehr auf die Frage der Übergriffe auf Polizei und Hilfskräfte und die damit im Zusammenhang stehenden Fragen, warum bestimmte Gruppen der Bevölkerung zu solchen – nicht nur zum Jahresende zu beobachtenden – Exzessen neigen. An Silvester kulminiert dieses Problem, weil dann auch noch pyrotechnische Zündkörper für einen zeitlich befristeten Verkaufs- und noch engeren – Einsatzzeitraum zugelassen werden.
Wie in vielen anderen Fällen erleben wir auch hier, dass immer Minderheiten der Gesellschaft mit den ihnen gewährten Freiheiten nicht verantwortungsvoll umzugehen in der Lage sind.
Und wir erleben, dass die öffentliche Sicherheit durch diese befristet zugelassenen Sonderrechte zumindest punktuell gefährdet wird und die Sicherheitsorgane gegen diese unkontrolliert auftretenden Problemgruppen überfordert sind.

Es ist sicher auch nachvollziehbar, dass dieses Problem von sehr verhaltensauffälligen Gruppierungen in unserer Gesellschaft nicht nur durch sog. Böllerverbote oder das Verbot der Herstellung und des Verkaufs von Pyrotechnik gelöst werden kann.
Hier muss an völlig anderen Stellen angesetzt werden, wozu auch Sie und Ihr Haus in Teilbereichen dafür Kompetenzen besitzen. Dies ist ein vordringliches Problem und dies sollte daher auch mit hohem Nachdruck angegangen werden. Denn wir sind z.B. in Berlin-Neukölln   – das Problem betrifft aber auch bestimmte Viertel anderer Städte (leider auch in Bayern) in abgestufter Form – nicht mehr sehr weit von den kaum mehr zu bewältigenden Problemen wie z.B. im Pariser Vorort Banlieue entfernt!

Das tatsächliche Problem, das unsere Gesellschaft mittlerweile mit der privaten Feuerwerksnutzung hat, erfährt seinen absoluten Höhepunkt zwar an Silvester, aber zunehmend werden auch private Feiern über das ganze Jahr mit Pyrotechnik begleitet.

Ich unterstelle, dass Ihnen die Hintergründe für diesen ja doch eher heidnischen Brauch bekannt sind. Ich möchte diesen dennoch hier kurz skizzieren, da sich dann das Thema auch besser politisch einordnen lässt.
Der Name Silvester – mit dem das ja verbunden wird – geht letztlich auf den Todestag des Papstes Silvester I. am 31.12.335 zurück. Diesem Papst war es vergönnt, den Kaiser Konstantin der Legende nach von der Pest zu heilen, weswegen er ihn heiligsprach, zum christlichen Glauben übertrat und danach mit der  „konstantinischen Wende“ eine neue Kalenderrechnung – beginnend jeweils mit dem 1. Januar – einführte.

Es war allerdings schon lange vorher – und wurde dann auf den Jahreswechsel ab 335 übertragen – ein gerne geübter Brauch heidnischer Völker, die Geister mit Lärm, Feuer oder finster dreinblickende Gestalten für das kommende Jahr bzw. Jahreszeit zu vertreiben.
Teile dieses heidnischen Brauchs findet man heute noch in vielen Regionen Süddeutschlands, aber vor allem auch im Alpenraum oder anderen europäischen Gebirgsregionen (Riesengebirge, Karpaten, Dinariden). Aber einen biblischen Bezug hat diese Silvestertradition an keinem Ort dieser Welt.

Bis heute haben sich aber bestimmte Bräuche zum Jahreswechsel gehalten, die z.B. mit Bleigießen (heute mit Zinn), Tarot-Karten-Lesen, Tanz und sehr ausgeprägten kulinarischen Regionalbräuchen bis heute gepflegt werden.

Gegenüber dieser historischen Entwicklung des heute zelebrierten Jahreswechsels, wurde der Brauch der Lärm- und Lichteffekte über Pyrotechnik erstmals im 12. Jahrhundert aus China importiert, wo Feuerwerk auf eine sehr lange Tradition zurückgeht.
1378 wird erstmals in Italien das Abbrennen von Feuerwerk an diesem Tag dokumentiert und Deutschland erreichte diese um sich greifende Lust nach Lärm und Licht über Feuerwerk im Jahre 1506. Ab da hat sich dies dann sehr unterschiedlich – vor allem in den Stadtgesellschaften – als eine neue Errungenschaft ergeben und etabliert.

Gegen die jahrhundertealten Bräuche, einen Jahres(zeiten)wechsel bewusst zu feiern spricht also rein gar nichts.
Aber es muss aus heutiger Sicht durchaus auch die Frage gestellt werden, ob diese spezifische Form der Jahreswendefeiern nicht mehr in die Zeit passen?
Und da wäre es durchaus auch an der Politik, hier zukunftsfähige Zeichen zu setzen.

Da es also nicht um diese erneut an diesem Jahreswechsel aufgetretenen Auswüchse, sondern um diese Form der Feuerwerksnutzung geht, sollten Sie in Ihrer Abwägung auch bedenken, dass

  • die mit den privaten Feuerwerken verbundenen Feinstaubbelastungen zu absoluten Spitzenwerten im Jahresverlauf führen und die ja auch weitere CO²-Belastungen auslösen (knapp 3.000 to), die gesundheitspolitisch nicht mehr zu verantworten sind (lt. Umweltbundesamt alleine rund 2.000 to Feinstaub, also etwa 15 % der im gesamten Jahr durch den Straßenverkehr verursachten Feinstaubmenge);
  • die Lärmbelastung in diesem Zeitraum – und leider immer häufiger auch vor und nach dem zugelassenen Zeitfenster – hat ebenfalls Spitzenwerte erreicht, die von immer mehr Menschen als unzumutbare Belastung empfunden werden.
  • die zusammenwirkenden Effekte von plötzlichem Lärm und völlig ungewohnten Lichteffekten führen regelmäßig zu untragbaren Situationen bei vielen Nutztierhaltern (auch 22/23 sind wieder viele Rinder, Schafer und Pferde in Panik entlaufen und wurden in der Folge in tragischer Weise u.a.  im Zuge von Verkehrsunfällen getötet). Viele Weidetierhalter haben gar keine oder keine ausreichend wirksamen Unterkünfte für ihre darüber gefährdeten Nutztiere dieser ja auch klimapolitisch sehr erwünschten Tierhaltungsform.
    Und zusätzlich leiden – gerade auch in den Städten – die Haustiere wie Hunde oder Katzen und werden oft über Stunden traumatisiert.
  • die ohnehin auf Lärm – vor allem Lärm, der abgeschossenen Raketen oder Bomben sehr ähnelt – traumatisierten und bei uns lebenden Kriegsflüchtlingen aus Syrien, dem Irak, aus der Ukraine oder anderen Kriegsgebieten im asiatisch-afrikanischen Raum – verdienen ein anderes Ausmaß an Respekt und Rücksichtnahme und sollten von solchen zusätzlichen und ja auch völlig entbehrlichen Lärm- und Blitzbelastungen bewahrt werden;
  • die alljährlich die Notaufnahmen und daneben auch alle anderen Abteilungen der Krankenhäuser in dieser Zeit zusätzlich eintreffenden Verletzten belasten das ohnehin am Limit arbeitende Ärzte- und Pflegepersonal noch zusätzlich, so dass hier eine effiziente Entlastung durch einschränkende Feuerwerksaktivitäten längst überfällig wäre;
  • die in dieser Zeit durch viele anderen Einsätze bereits sehr stark belasteten Fachkräfte der Feuerwehren, der Polizei, dem Technischen Hilfswerk, dem Roten Kreuz und anderer Dienstleister erwarten seit Jahren eine – bis jetzt ausbleibende – Entlastung durch politische Vorsorgemaßnahmen;
  • der alljährlich durch private Feuerwerkskörper auf den Straßen – unter völliger Missachtung einer Gemeinwohlverantwortung – zurückbleibende Müll (geschätzte 3.000 to in diesem Jahr) stellt nicht nur eine erhebliche Gefährdung für den Verkehr oder auch für mit Feuerwerksresten spielende Kinder dar, sondern bürdet die Müllhinterlassenschaften einer Minderheit der finanziellen Entsorgung durch die Allgemeinheit auf. Eine vorsorgende und verursacherorientierte Abfallentsorgung zumindest für diesen Ausnahmetag sieht sicher anders aus!
  • ein Anteil von 53 % der Bevölkerung für eine Verbot von Silvesterfeuerwerk plädiert!

Diesen nicht zu leugnenden Belastungen aus sehr unterschiedlichen Quellen stehen folgende ökonomische Fakten gegenüber:

  • der mit dem Silvesterfeuerwerk zu erzielende Jahresumsatz dieses Gewerbszweigs beläuft sich auf rund 130 Mio €;
  • die über den Verkauf von Silvesterfeuerwerk gesicherten Arbeitsplätze werden mit 3.000 Personen angegeben;
  • die Mehrzahl der Menschen brennen ihr Feuerwerk mit Verantwortungsbewusstsein ab;
  • ein nicht exakt zu beziffernder Anteil der Bevölkerung entsorgt seinen Silvestermüll selbst (geschätzt aber weit weniger als die Hälfte);
  • ein Anteil von 39 % der Bevölkerung plädiert gegen ein Verbot der privaten Silvesterfeuerwerke.

Vor dem Hintergrund dieser Tatsachen, wäre es an der Politik hier eine zwingend überfällige Kurskorrektur vorzunehmen.

Bundesumweltminister Prof. Dr. Karl Lauterbach, die Bremer Umweltsenatorin Dr. Maike Schäfer oder der Landauer Oberbürgermeister Dominik Geißler aus Rheinland-Pfalz – also Politiker nahezu aller Farben der politischen Couleur – haben neben vielen anderen eine solche Kurskorrektur für überfällig bezeichnet. Bundesärztekammer, die Deutsche Krankenaus-Gesellschaft, die Gewerkschaft der Polizei, Feuerwehrverbände, der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), das Umweltbundesamt, alle Tierschutz-, Umwelt- und Naturschutzverbände halten ein Verbot für das private Abbrennen von Feuerwerk ganzjährig für eine sinnvolle Vorsorgemaßnahme aus ökonomischer, aus ökologischer oder aus sozialer Verantwortung heraus für notwendig und eine eindeutige Bevölkerungsmehrheit befürwortet solche Maßnahmen.

Die Politik wäre gut beraten, wenn Sie in dieser Situation Überlegungen anstellt, dem Jahreswechsel wieder eine neue Wertigkeit im Jahresablauf zu ermöglichen, was gleichbedeutend damit ist, dass keine Jahreswechselfeiern verboten, sondern alternative Feiermöglichkeiten offensiv unterstützt werden.
Es muss aber angestrebt werden, dass – möglichst EU-weit – die Produktion und der Verkauf von Pyrotechnik auf gewerbliche Anbieter von Veranstaltungen beschränkt und die Anwendung von Pyrotechnik nur noch nach vorheriger Genehmigung von dafür als sachkundig befundenen Personen solcher Veranstalter zugelassen werden.
Damit werden weder zentral z.B. von Kommunen oder anderen Veranstaltern betriebene Feuerwerks-Events – auch dann an ausgewiesenen Plätzen an Silvester – unterbunden, noch muss diese Branche unmittelbar mit ihrem Niedergang rechnen.
Es wäre aber gewährleistet, dass Feuerwerk nur noch an festgelegten Orten und von dazu sachkundigen Personen vorgenommen werden kann (erfolgreiche Beispiele dazu finden sich bereits an vielen Standorten in Bayern).
Eine massive Entlastung von Lärm. Müll und Luftbelastungen wäre die unmittelbare und eine starke personelle Entlastung vieler Dienstleistungsberufe wäre die mittelbare Folge.

Wenn ein Bündel dieser Maßnahmen dann noch mit einer Aktivierungskampagne für einen nachhaltigen und kulturell wertigen Jahreswechsel mit dem Aufzeigen und Vorleben all jener Bräuche gekoppelt werden kann, die den Jahreswechsel über sensible und dennoch attraktive Erlebnisse einleiten bzw. begleiten, könnte in der Tat Silvester mit der Rückbesinnung auf bewährte, aber ggf. auch mit der Innovation neuer und ebenfalls zukunftsfähiger Bräuche neu belebt werden.
Es gibt im Grunde genommen bei diesem Weg – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nur Gewinner. Warum sollten wir diesen Weg nicht einmal im Interesse künftiger Generationen beschreiten?

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für das neue Jahr die notwendige Zeit und die Kraft, einen solchen kreativen Neuanfang in die politische Debatte zu tragen.

DIETER POPP, Regionalberater „Futour“, Haundorf