Römische Handwerkskunst

Workshop am 14. Mai 2022 am Seezentrum Schlungenhof


Die römische Handwerkskunst – eine Kunst, die geschichtsträchtiger nicht sein könnte.
Für all diejenigen, die sich an der Arbeit mit Textilien, Seilen und Segeln „wie früher“
versuchen möchten, bietet die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg einen
spannenden Workshop unter dem Titel „Römische Handwerkskunst: Arbeit mit Textilien, Seilen
und Segeln“ an. Der Workshop, der Bestandteil des EU Interreg DTP Projekts „Living Danube
Limes“ ist, findet am 14. Mai 2022 in der Zeit von 10.00 bis 17.30 Uhr am Seezentrum
Schlungenhof statt. Nachdem am Vormittag die wesentlichen Grundlagen der römischen
Handwerkskunst vermittelt werden, dürfen die Teilnehmer nachmittags im praktischen Teil
Arbeitsschritte in der Herstellung von Tauen, Takelage und Segel mit den eigenen Händen
nachvollziehen.
Eine Anmeldung zur Teilnahme ist noch bis zum 13.Mai per Email an zvu-roemerboot@fau.de
möglich

Patientenschule Endoprothetik

Am 18. Mai 2022 informiert das Klinikum Altmühlfranken

In der Informationsveranstaltung für Patientinnen und Patienten, die eine Endoprothese am EPZ des Klinikum Altmühlfranken Gunzenhausen erhalten werden, informieren Hygienefachkräfte, Gesundheits- und
Krankenpflegerinnen, Physiotherapeuten und Ärzte über die bevorstehende Operation und die Behandlung. Es werden Tipps für einen raschen Genesungsprozess gegeben und die Fragen der Teilnehmer individuell beantwortet. Denn, Patienten, die über ihre Krankheit informiert sind und ihre Therapie aktiv mitgestalten habenerfahrungsgemäß einen positiven Einfluss auf ihren Therapieerfolg.
Die „Patientenschule Endoprothetik“ richtet sich an Personen, die bereits einen festen Operationstermin vereinbart haben oder eine OP am Klinikum Altmühlfranken planen. Interessierte, die an der Schulung am Mittwoch, den 18. Mai 2022 von 16:00 bis 17:30 Uhr im Konferenzraum 1 des Klinikums Altmühlfranken Gunzenhausen teilnehmen möchten, melden sich bitte verbindlich im Chefarztsekretariat der Chirurgie des Klinikums Altmühlfranken Gunzenhausen unter der Telefonnummer (09831) 52-2911 an.

Jugendhaus für Cronheim

Die Kosten teilen sich ALE und Stadt Gunzenhausen

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Vereinsvorstand Jürgen Hasselbacher, Ortssprecherin Beate Schlicker, Anton Herrmann vom Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken)
 

Im Gunzenhäuser Ortsteil Cronheim dürfen sich Jugendliche und junge Erwachsene nun über ein neu gebautes Jugendhaus freuen. Das in Holzbauweise errichtete Gebäude steht auf dem Gelände der alten Ziegelei und ist der krönende Abschluss der Dorferneuerungsmaßnahmen. Die Kosten für das Projekt in Höhe von 107.000 Euro teilen sich das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken und die Stadt Gunzenhausen je zur Hälfte. „Das Cronheimer Jugendhaus ist das gelungene Ergebnis gemeinschaftlicher Bemühungen“, so Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Die Dorfgemeinschaft hat zusammengehalten und angepackt. In den vergangenen anderthalb Jahren ist so gemeinsam mit Stadt und Amt für Ländliche Entwicklung ein nachhaltiger Platz für junge Menschen geschaffen worden. Das Cronheimer Jugendhaus kann ein Vorbild für andere Orte und Projekte sein, zeigt es doch, was in der Gemeinschaft möglich ist.“
Sehr bemüht um das Jugendhaus hat sich der Cronheimer Jürgen Hasselbacher. Auf dessen Initiative hin wurde im Juni 2019 der Verein „Jugendhaus Ziegelhütte e.V.“ gegründet, ein Trägerverein, der in der Vergangenheit die Arbeiten koordinierte und künftig auch Ansprechpartner für das neue Domizil sein wird. Beeindruckend: Rund 1.400 ehrenamtliche Stunden haben Hasselbacher und seine Mitstreiterinnen und Mistreiter in das Projekt an der ehemaligen Ziegelhütte gesteckt.

Der Stadtwald ist ein Schatz

Weißenburg gehört zu den sieben größten kommunalen Waldbesitzern in Bayern

Das Forstamt in der Eichstätter Straße/Geheimrat-Dörfler-Straße wurde 1927 erbaut.

Das Selbstwertgefühl der Weißenburger beruht auf ihrer reichsstädtischen Vergangenheit. Der 2806 Hektar große Wald links und rechts der Straße nach Eichstätt, der ihnen 1338 vom Kaiser zugeteilt wurde, wird seit exakt 200 Jahren professionell bewirtschaftet. Heute wachsen dort hauptsächlich Fichten (47,3 Prozent) und Buchen (32,1 Prozent). Somit steht fest: es ist ein schöner Mischwald, wie sich ihn die Forstwirtschaft eigentlich überall wünscht.

Der Weißenburger Stadtarchivar Reiner Kammerl  widmet sich in der aktuellen Ausgabe von „villa nostra“ (Weißenburger Blätter für Geschichte, Heimatkunde und Kultur) dem heuer anstehenden 200-jährigen Bestehen des Städtischen Forstamts. Zugleich ist  das Jubiläum eine personelle Zäsur. Die Leitung wechselt von Jürgen Fischer (2011-2022) zu Maximilian Plabst, der am 1. Juli die Verantwortung für den Stadtwald übernimmt.

1822 war ein einschneidendes Datum für Weißenburg, denn die Stadt übernahm den ehemaligen Reichswald. Von 1812 stammt die erste „Werthsbestimmung, aber erst 1821 wurde das Reichsstadtvermögen zwischen Kommune, Kirche und Staat aufgeteilt. Nicht unbeteiligt daran war der Bürgerwille der stolzen Stadtbürger, die eine Beteiligung verlangten. Ein Bürgerentscheid brachte die Regelung, wonach jeder  Bürger (also nicht nur der Grundeigner und Hausbesitzer) ein Waldnutzungsrecht hat. Anfang des 19. Jahrhunderts hatten zwei Magistratsräte das Sagen, die von zwei Förstern unterstützt wurden. Wie aus den Annalen hervorgeht, war Jakob Glaser  aus Sachsen-Meiningen der erste städtische Revierförster.  Nach einem Gutachten der Bezirksregierung sollte der „durch frühere forstwidrige Behandlung herunter gekommene Wald wieder gehoben werden“. Ein dritter Forstaufseher musste eingestellt werden, denn es gab zu viele menschliche „Forstschädlinge“.  Suffersheim wurde als „die Heimat der frechsten Frevler“ ausgemacht und auch die Oberhochstätter  waren nicht die harmlosesten Brüder.

Die Neuorganisation erfolgte 1869, als ein fachlicher Leiter ernannt wurde. Später kam es wiederholt zu Geschäftsverteilungen. Heute ist der Forst eine von acht Abteilungen der Stadtverwaltung.  Die im Zuge der Landkreisreform 1972 aufgetretenen Animositäten der Weißenburger gegenüber den Gunzenhäusern hat es offenbar aber schon früher gegeben, denn einer der Forstamtsleiter der letzten 200 Jahre, der Gunzenhäuser Ernst Haas, war 1889 nur ein Jahr in der Nachbarstadt bevor er zurücktrat. „Anschließend verzieht er sich nach Neumarkt“ verzeichnet das Protokoll wenig anerkennungsvoll.

Die aktuellen Herausforderungen

Der neue Chef des Forstamts kennt sich aus, denn er war in den letzten zehn Jahren der Stellvertreter des Amtschefs. Er sieht den Klimawandel als größte Herausforderung an und bekräftigt seine Haltung mit der klimatischen Veränderung, wonach seit  drei Jahrzehnten der Temperatur-Jahresmittelwert über 9 Grad liegt und damit 1,1 Grad höher in den dreißiger Jahren. Diese Entwicklung wird vielfach zum Anlass genommen, um einen Umbau der Wälder zu fordern.  Maximilian Plabst sieht aber die „Exoten“ nicht als Allheilmittel zur Rettung des Waldes an. Deshalb hält er nichts davon, jetzt solche Arten anzupflanzen, die in wärmeren Regionen Europas gedeihen. In der Weinwirtschaft werden beispielsweise solche Versuche unternommen. Im Weißenburger Wald kann es seiner Ansicht nach höchstens jährlich zur Anpflanzung von Neukulturen auf 10 Hektar kommen. Plabst kennt die größeren Zusammenhänge im Ökosystem Wald  und hält den Baumartenwechsel nicht für den vermeintlichen Heilsbringer.  Er erachtet es  für notwendig, sich vordringlich Gedanken um die Kühlung der Wälder zu machen, wobei er das Augenmerk auf die oberirdische Wasserspeicherfähigkeit lenkt.  Totholz ist so gesehen für ihn eine Art von Klimaanlage im Wald.

WERNER FALK

Schutz für Kiebitz, Brachvogel und Co.

LBV ruft nochmals zur Rücksicht auf

Der Große Brachvogel brütet jetzt und bedarf deshalb des Schutzes. Foto: Bernhard Langenegger / LBV

Die Brutzeit von Kiebitz, Brachvogel und Co. ist in vollem Gange. Durch ihr Brutverhalten in Wiesen und Feldern sind diese Vogelarten sehr anfällig für Störungen. Wiesenbrüter stehen allesamt auf der roten Liste der bedrohten Arten und
stehen daher unter besonderem Schutz.
Um dem Bestandsrückgang entgegenzuwirken, setzt sich der Naturschutzverband LBV für die Wiesenbrüter ein. Im Moment sind deshalb Gebietsbetreuer, und andere Wiesenbrüterschützer unterwegs, um Nester zu schützen. Der LBV ruft nun nochmals dazu auf: „Bitte leinen Sie Ihren Hund an oder verzichten Sie ganz auf Spaziergänge in
Wiesenbrütergebiete.“
Wenige Tier- und Pflanzenarten prägen unseren Landkreis so wie unsere Wiesenbrüter. Der Gesang des Brachvogels oder die gaukelnden Flüge des Kiebitzes sind Erlebnisse, die man nicht mehr vergisst. „Genau diesen bedeutsamen Arten geht es leider aber gar nicht gut“, erzählt Sebastian Amler vom LBV. Deshalb sind derzeit Wiesenbrüterberater, Gebietsbetreuer und weitere LBV-Ehrenamtliche im Landkreis unterwegs, um Nester ausfindig zu machen, diese zu markieren und damit die letzten Gelege der so selten gewordenen Wiesenbrüter im Landkreis zu schützen. „Dieser zeitaufwändige Einsatz ist mittlerweile leider nötig geworden, da viele unserer ehemals noch häufigen Feld- und
Wiesenvögel heutzutage stark bedroht sind. Die Bestände des Kiebitzes haben beispielsweise seit den 1990ern um ca. 90 % abgenommen“, erklärt Gebietsbetreuer Jan Heikens weiter.
Zur Gruppe der Wiesenbrüter werden Vogelarten gezählt, welche ihr Nest in Bodennähe, bevorzugt auf Wiesen, anlegen. Alle Wiesenbrüter, nämlich Kiebitz, Uferschnepfe, Brachvogel, Rotschenkel, Grauammer, Bekassine, Braunkehlchen, Wiesenpieper und Wachtelkönig haben eines gemein: Sie alle stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Zwei Drittel aller Wiesenbrüter Bayerns sind gar vom Aussterben bedroht. Doch noch ist es nicht zu spät. Naturschutzverbände und Landwirte arbeiten Hand in Hand und schützen gemeinsam die letzten Wiesenbrüter Altmühlfrankens. Damit auch zukünftige Generationen noch den Gesang des Brachvogels und die meisterhaften Flugmanöver des Kiebitzes bestaunen können ist aber auch jeder selbst zum Schutz dieser Arten aufgerufen.Helfen auch Sie den Wiesenbrütern!

Der LBV rät:

„Meiden Sie während der Brutzeit zwischen Mitte März und Anfang Juli die Wiesenbrütergebiete entlang der Altmühlwiesen. Leinen Sie ihre Hunde an und versuchen Sie Störungen zu vermeiden. Die Vögel nehmen Hunde auch dann als Störung war, wenn diese den Vögeln zunächst nicht direkt schaden. Werden brütende Vögel zu oft aufgeschreckt kühlen die Gelege aus oder sind schutzlos gegenüber Beutegreifern. Bleiben Sie daher bitte auch auf den ausgewiesenen Wegen und wenn vor Ihnen ein Kiebitz oder Brachvogel auffliegt, kehren Sie bitte um! So können auch Sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser selten gewordenen Vögel leisten.“
Sie wollen noch mehr für den Schutz unserer selten gewordenen Arten tun? Unter weissenburg@lbv.de erreichen Sie uns. Wir freuen uns über jedes neue Gesicht! Weiter Infos finden sie hier: https://weissenburg-gunzenhausen.lbv.de/

Über den LBV

1909 gegründet ist der LBV der älteste Naturschutzverband in Bayern und zählt aktuell über 110.000 Unterstützerinnen und Unterstützer. Der LBV setzt sich durch fachlich fundierte Natur- und Artenschutzprojekte sowie Umweltbildungsmaßnahmen für den Erhalt einer vielfältigen Natur und Vogelwelt im Freistaat ein. Mehr Infos: www.lbv.de/ueber-uns.

___________________________________________________________________________________________

VG Nennslingen testet Elektroauto

N-ERGIE stellt VW ID.3 zur Verfügung


Besonders umweltfreundlich sind derzeit die Mitarbeiter*innen der Gemeinde Bergen, der Gemeinde Burgsalach, der Gemeinde Raitenbuch und des Marktes Nennslingen unterwegs. Die N-ERGIE Aktiengesellschaft stellte ihnen den elektrisch betriebenen VW ID.3 zum Testen zur Verfügung. Das Ziel: Erfahrungen darüber sammeln, wie sich das Fahrzeug im täglichen Betrieb einsetzen lässt.

„Umwelt- und Klimaschutz spielen bei uns eine große Rolle. Deshalb freuen wir uns, den elektrisch betriebenen VW ID.3 testen zu dürfen“, sagt Bernd Drescher, Erster Bürgermeister des Marktes Nennslingen.

„Nach der ersten Fahrt kann ich bereits sagen, dass sich der Wagen sehr gut fährt. Auch das Laden klappt einwandfrei“, ergänzt Walter Gloßner, Erster Bürgermeister der Gemeinde Bergen.

„Ich bin begeistert von dem Fahrgefühl des E-Fahrzeuges. Die Fahrten im Gemeindegebiet lassen sich super damit erledigen. Durch eine Eigenstromanlage auf meinem eigenen Hausdach war das Laden des Fahrzeuges kein Problem“, sagt Volker Satzinger, Erster Bürgermeister der Gemeinde Burgsalach.

„Ich war mit dem Auto sehr zufrieden und bedanke mich ausdrücklich bei der N-ERGIE für diesen Test. Gerne hätte ich auch einen Transporter im täglichen Betrieb erlebt, denn hier sehe ich das größte Potenzial für eine kleine Gemeinde“, sagt Joachim Wegerer, Erster Bürgermeister der Gemeinde Raitenbuch.

„Mit dem Verleih des Elektrofahrzeugs möchten wir den Kommunen unverbindlich die Möglichkeit geben, Elektromobilität unter individuellen Bedingungen und in der direkten Praxis einzusetzen und somit Alternativen gegenüber herkömmlichen Transportmitteln erfahrbar machen“, sagt Horst Hien, Betreuer für kommunale Kunden bei der N-ERGIE.

Elektromobilität bei der N-ERGIE

Die N-ERGIE ist Treiber einer regionalen und ganzheitlichen Energiewende. Deshalb ist die Förderung der klimaschonenden Elektromobilität fest in der Konzernstrategie der N-ERGIE verankert.

Ihren eigenen Fuhrpark stellt die N-ERGIE sukzessive auf Elektrofahrzeuge um. Derzeit setzt sie bereits über 150 Elektroautos für Dienstfahrten ein.

Mehr Freiflächen-Solaranlagen

Energieleitplan wurde vom Stadtrat Gunzenhausen beschlossen

Hier sind die gut geeigneten Flächen für Solaranlagen grün markiert, die die mäßig geeigneten gelb. Rot signalisiert: Nicht geeignet.

In der Stadtratssitzung ist der Energieleitplan diskutiert worden. Dazu eine Stellungnahme von Stadtrat Werner Falk (FDP):

Ich habe in den Grundzügen der Vorlage zugestimmt, die vom Gutachter „FreiraumSpektrum“ in Abensberg (Referent: Harald Hillebrand) geliefert  worden ist. Vor allem habe ich darauf verwiesen, dass Städte und Kommunen jetzt auch die Ziele der neuen Bundesregierung unterstützen müssen, die darauf abzielen, Deutschland weniger abhängig von ausländischen Energieimporten zu machen. Und dazu gehört ein Mix von Maßnahmen und Konzepten, der von Biomasse-Nutzung bis hin zu Windkraft und Solaranlagen reicht.

Auch die Auswahl der gut geeigneten (573 ha) und minder geeigneten (424 ha) Flächen im ganzen Stadtgebiet findet meine Zustimmung (rund um Sinderlach, im Dreieck Aha-Edersfeld, Pflaumfeld, nördliche von Cronheim-Filchenhard, südöstlich von Frickenfelden und westlich von Wald-Streudorf). Die Wertschöpfung in der Stadt zu belassen, das ist der Wunsch des Stadtrats, d.h. die Stadtwerke sollen in den nächsten zehn Jahren rund 70 Hektar mit Freiflächensolaranlagen bebauen. Das ist ein betont ehrgeiziges Ziel, das ich in der öffentlichen Stadtratssitzung bezweifelt habe, denn die Stadt hat viel zu wenig eigene Flächen (rund 30 Hektar, die auf viele Einzelgrundstücke verteilt sind), die gut geeignet sind (16,7 ha) und minder gut geeignet sind (13,6 ha). Sie müsste also Flächen zupachten oder erwerben.

Wie ich in der Stadtratssitzung ausgeführt habe, muss  es möglich sein, dass ein Gunzenhäuser Grundeigentümer auf seinem eigenen Land, das als Solar-Nutzfläche im Energieleitplan ausgewiesen ist,  eine Solaranlage bauen kann und es muss auch möglich sein, dass sich mehrere Grundeigentümer zusammentun und eine Anlage errichten.  Ihnen sollte auch die Möglichkeit gegeben werden, zur Finanzierung der Investition externe Geldgeber mit einzubeziehen. Die Gesellschaft müsste jedoch ihren Sitz in Gunzenhausen haben (Gewerbesteuer und Standortabgabe würde die Stadt bekommen).

Das war meine Rede, die aber in den wichtigen Teilen in der Berichterstattung keine Berücksichtigung gefunden hat. Jetzt bleibt abzuwarten, wie das weitere Verfahren läuft.

Rudern ist des Römers Lust

Neues Angebot: Mit dem Römerboot über den Altmühlsee schippern

Bürgermeister Rampe aus Muhr am See, sein Kollege KH Fitz aus Gunzenhausen, Prof. Dreyer, Tourismuschef W. Eckerlein Zweckverbands-Geschäftsleiter Daniel Burmann mit zwei Mann der Besatzung. Foto: StG/Grosser

Es gibt diese besonderen Erlebnisse, die prägen sich fest ein und noch Jahre später erzählt man in lebhaften Bildern davon. Solche einzigartigen Momente können ab dem 29. April 2022 regelmäßig auf dem Altmühlsee erfahren werden. Dann nämlich startet das Römerboot Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) in die Saison und lädt Interessierte aus nah und fern zum Mitrudern ein.

Unter der Leitung von Professor Dr. Boris Dreyer von der Friedrich- Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) wurde die F.A.N. einem Wrack nachgebaut, das aus einem Nebenfluss der Donau bei Oberstimm gezogen wurde. Das Interesse am authentischen Nachbau ist riesig und so stellt das Forschungsteam das Römerboot ab dieser Saison zu persönlichen Test- und Erlebnisfahrten der Öffentlichkeit zur Verfügung. Lassen Sie sich das nicht entgehen und buchen Sie Ihr ganz persönliches Rudererlebnis.
„Wir sind froh, dass das Römerboot eine Heimat an unserem See gefunden hat“, so der Erste Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen, Karl-Heinz Fitz. „Gunzenhausen hat eine lange römische Vergangenheit und das wissenschaftliche Team um Prof. Boris Dreyer hilft uns dabei, diese Historie für Menschen sichtbar zu machen. Das Römerboot verbindet Forschung, Geschichte und Spaß. Das ist eine tolle Sache, die zusammenbringt und begeistert.“Mit der F.A.N. wurde erlebbare Geschichte zum Anfassen geschaffen. Das Besondere: Es handelt sich eben nicht um ein Exponat hinter einer Glasscheibe im Museum, sondern um Live- Action und sinnliche Erfahrungen. Tatsächlich hat das Römerboot jedoch einen wissenschaftlichen Ansatz und viele Forschungsfragen konnten bereits geklärt werden. „Neben technischen Dingen haben wir uns auch mit antiken Handwerksarbeiten beschäftigt“, so Prof. Dr. Boris Dreyer. „Die römische Geschichte ist für jeden etwas und das Boot soll Appetit machen auf Wissenschaft und Historie. Ob Einzelperson, Schulklasse oder sogar als teambildendes Firmenevent – eine Fahrt mit der F.A.N. ist etwas Außergewöhnliches mit
hohem Spaßfaktor.“
Das Römerboot ist ein Blickfang und ist mittlerweile für viele Menschen ein weiterer Grund, nach Schlungenhof an den Altmühlsee zu fahren. Der touristische Wert ist für die Stadt Gunzenhausen ein Glücksfall. „Unser römisches Erbe zu heben und damit die stadtkulturelle Identität zu stärken, ist eine große und wichtige Aufgabe“, so Wolfgang Eckerlein von der Tourist Information der Stadt Gunzenhausen. „Wir wollen dies verstärkt angehen und werden in diesem Jahr ein r ömisches Gunzenhausen erleben. Der Höhepunkt wird der LIMEStival- Monat Juni sein, mit Lagerleben, Vorführungen und römischen Nachmittagen.“
Was Wenige wissen: Der Altmühlsee ist der einzige bekannte See, über den schon bald zwei Römerboote fahren werden. In den Startlöchern steht nämlich auch die Danuvina Alacris, die im Rahmen des EU-Programms Interreg Danube Transnational gebaut wird und im Juni zu Wasser gelassen werden soll. „Die beiden Aspekte Kultur und Natur sind für die Wahrnehmung und touristische Ausrichtung unseres Sees sehr wichtig geworden“, so Daniel Burmann, Geschäftsleiter des Zweckverbands Altmühlsee. „Die Römerboote erfüllen dies und sind für die Region ein Gewinn. Der Motor sind die Menschen, die sich für dieses Projekt begeistern. Ich kann Sie nur alle einladen, einmal selbst ein Ruder in die Hand zu nehmen und eine Runde über den ruhigen See zu drehen.“
Fahrten mit der F.A.N. können ab sofort über die Tourist Information der Stadt Gunzenhausen unter Tel. 09831/508 300 oder per E-Mail touristik@gunzenhausen.de gebucht werden. Die vorläufigen Termine sind neben dem 29. April, der 13. und der 27. Mai. Außerdem der 24., 25. und 26. Juni, daneben der 29. Juli, 12. und 26. August sowie der 16. und der 30.September. Die Touren starten jeweils um 15 Uhr am Seglerhafen im Seezentrum Schlungenhof. Die Teilnahmegebühr beträgt für Erwachsene 12 Euro, Kinder ab 14 Jahren zahlen 9 Euro.

Rund 1000 feierlustige Gäste

Osterfeuer am Hahnenkammsee erlebte Rekordbesuch

Der Flammenartist Eberhard Wolter beeindruckte Kinder und Erwachsene.

Nach pandemiebedingter Pause zog es am vergangenen Ostersonntag mehr Besucher denn je zum traditionellen Osterfeuer am Hahnenkammsee: Rund 1000 Gäste kamen – bei besten Wetterbedingungen – ans Seeufer, um den Feiertag bei Feuer- schein und Live-Musik ausklingen zu lassen.
Es war den Besuchern anzusehen: Man ist froh, endlich wieder gemeinsam feiern zu dürfen. Paare, Familien und Gruppen strömten ab 19 Uhr Richtung Strandhaus, wo Fackeln und Feuer- schalen bereits für eine feierliche Atmosphäre sorgten. Dazu begeisterte das Gitarrenduo Diana Ortner und Felix Walcz mit Songs aus einem bunten Rock- und Poprepertoire. Der Andrang auf die angebotenen Getränke und Grillspezialitäten am „Haus am See“ war groß, die Kinder konn- ten sich zudem in den Feuerschalen Stockbrot backen.
Um 20 Uhr war es dann endlich soweit: Seewart Johannes Reulein entzündete das große Oster- feuer. Nebenan am Strand beeindruckten der Rother Flammenartist Eberhard Wolter und sein Team mit ihrer Feuerjonglage das Publikum. Bis in die späten Abendstunden wurde friedlich gefeiert, gepicknickt und am Feuer der aufsteigenden Kälte getrotzt.
Das Osterfeuer am Hahnenkammsee in der neuen Riesenfeuerschale.

Sicher auf dem E-Bike

Kostenloses Fahrsicherheitstraining für Senioren


E-Bikes und Pedelecs sind total angesagt, und das nicht nur bei der jüngeren Generation. Auch ältere Menschen haben die Zweiräder längst als nützliches Fortbewegungsmittel erkannt. E-Bikes halten fit und machen mobil, doch das Fahren darauf will gelernt sein. So ein Fahrradtyp verhält sich nämlich ganz anders, als der herkömmliche Drahtesel. Das hat auch der Seniorenbeirat der Stadt Gunzenhausen erkannt und gemeinsam mit der Verkehrswacht und der Fahrschule Schmidt ein spezielles Fahrsicherheitstraining für Seniorinnen und Senioren auf die Beine gestellt.

Der Kurs soll angeboten werden, und zwar am Freitag, dem 13. Mai. Wenn beim Fahrrad ein Elektromotor an Bord ist, dann kann das Auswirkungen auf Beschleunigung, Kurven- oder Bremsverhalten haben. Der Umgang ist Übungssache und der ein oder andere Kniff sollte am besten vom Profi erklärt werden. Das rund 2,5-stündige Fahrsicherheitstraining des Gunzenhäuser Seniorenbeirats teilt sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil auf. Der theoretische Teil findet in den Räumlichkeiten der Fahrschule Schmidt in der Tachauer Straße statt. Hier frischen die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer ihr Wissen über Verkehrsvorschriften auf. Außerdem wird über Rechte und Pflichten der Fahrradfahrer aufgeklärt. Die Moderation übernehmen unentgeltlich Verkehrsexperten von Verkehrswacht und Fahrschule.

Mit dem Theilenhofener Arzt Dr. med. Dietrich Betz konnte zudem ein Fachmann für gesundheitliche Fragen ehrenamtlich gewonnen werden.Der praktische Teil des Fahrsicherheitstrainings findet im Anschluss auf dem
Fahrschulgelände statt und dauert rund 90 Minuten. Zahlreiche Trainingstipps helfen dabei, sich sicherer im Umgang mit E-Bikes und Pedelecs zu fühlen.

Die Teilnahme am Fahrsicherheitstraining ist für Seniorinnen und Senioren kostenlos, eine freiwillige Spende für einen gemeinnützigen Zweck ist erwünscht. Eine vorherige Anmeldung ist nötig. Bitte beachten Sie, dass an jedem der beiden Kurse maximal zehn Personen teilnehmen können. Die Veranstaltungen werden corona-konform durchgeführt und richten sich nach der jeweils gültigen Verordnung. Im Fahrschulgebäude gilt FFP2-Maskenpflicht. Mitzubringen sind neben dem eigenen E-Bike oder Pedelec auch Helm und festes Schuhwerk. Bitte tragen Sie zum besseren Schutz bei einem Sturz eine lange Hose. Eine eigene Haftpflicht- und Unfallversicherung muss vorhanden sein.

Die Anmeldung zum Fahrsicherheitstraining erfolgt bei Franz Graf vom Seniorenbeirat der Stadt Gunzenhausen unter Tel. 09831/8147 oder via E-Mail unter franz.graf.uwb@gmail.com