Impfungen im Kreis

Alle über 80-Jährigen werden angeschrieben

Seit gestern, 11. Januar 2021 können Impfwillige der ersten Priorisierungsgruppe telefonisch über das Impfzentrum Altmühlfranken einen Termin zur freiwilligen Impfung vereinbaren. Auch das bayerische Registrierungsportal ist seit gestern freigeschaltet.

Die Nachfrage nach den ersten Impfterminen am Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen war erfreulich hoch. Die Impfbereitschaft in der ersten Priorisierungsgruppe scheint im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sehr groß zu sein. Leider kam es durch die vielen Anrufe zeitweise zu einer Überlastung des Telefonnetzes des Klinikums Altmühlfranken, das auch der Betreiber des Impfzentrums ist.

„Ich verstehe, dass sich viele der Anrufer geärgert haben, stundenlang nicht durchzukommen. Doch ist derzeit leider nur eine telefonische Terminvereinbarung möglich. Auch am Empfang des Klinikums gingen verständlicherweise viele Nachfragen und Beschwerden ein. Um die Telefonleitung am Empfang des Klinikums freizuhalten, bitten wir, keine Nachfragen bezüglich des Impftermins dorthin zu richten, sondern ausschließlich die Telefonhotline des Impfzentrums zu wählen. Diese ist auch mit mehreren Personen besetzt“, erklärt Christoph Schneidewin, Vorstand des Klinikums Altmühlfranken, das Vorgehen.

200 Impftermine können für diese Woche vereinbart werden. Beginn der Impfungen am Impfzentrum ist heute Nachmittag. Der nächste Termin für die Impfungen ist am Freitag, 15. Januar. Bei der Terminvereinbarung wird auch gleich der Termin zur Zweitimpfung nach ca. 21 Tagen vereinbart. Weitere Termine am Impfzentrum können derzeit nicht vergeben werden, da der erwartete Impfstoff nur ausreicht, um weiter in den Heimen zu impfen und die ersten Zweitimpfungen vorzunehmen. Der Betreiber des Impfzentrums geht davon aus, dass im Laufe des heutigen Dienstags alle vorläufig verfügbaren Termine vergeben sein werden.

Bei der Terminvereinbarung müssen zunächst die Daten des Impfwilligen erfasst werden. Diese Abfrage ist sehr aufwendig, weshalb die telefonische Terminvereinbarung auch viel Zeit in Anspruch nimmt. Um diesen Prozess zu vereinfachen, ist seit gestern auch ein bayernweites Registrierungsportal für Impfwillige freigeschaltet. Dieses ist unter www.impfzentren.bayern zu erreichen.

Impfwillige müssen sich mittels dieses Portals zunächst registrieren. In dem Online-Formular werden die Kontaktdaten abgefragt sowie wichtige Informationen, um die Impfwilligen einer Priorisierungsgruppe zuordnen zu können. Sollte eine Registrierung online nicht möglich sein, besteht auch die Möglichkeit, die Registrierung telefonisch über das Impfzentrum (09831 52-2041) vorzunehmen. Hier ist allerdings immer mit Wartezeiten zu rechnen, weshalb wo immer möglich die Registrierung online erfolgen sollte.

Wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht und Termine vergeben werden können, wird der im Portal registrierte Impfwillige, sofern er zur aktuellen Priorisierungsgruppe gehört, über eine SMS, eine Mail oder telefonisch benachrichtigt. Dann kann dieser einen Termin online oder telefonisch vereinbaren. Die Online-Terminvereinbarungen wird demnächst ebenfalls freigeschaltet werden. Das Landratsamt und das Klinikum Altmühlfranken bitten um Verständnis, falls es auch in Zukunft bei der telefonischen Terminvereinbarung zu Wartezeiten kommt.

Die Reihenfolge der Terminierung richtet sich nach mehreren Parametern, welche in der Software hinterlegt sind, vor allem aber nach der in der Impf-Verordnung festgelegten Impfreihenfolge. Das geschilderte Verfahren ist verbindlich und nicht durch das Impfzentrum Altmühlfranken zu beeinflussen.

Zusätzlich zu den Impfterminen, die heute am Impfzentrum in Gunzenhausen stattfinden, ist das mobile Impfteam heute im BRK-Heim in Treuchtlingen und impft dort rund 60 Personen. Auch weitere Mitarbeitende des Klinikums Altmühlfranken werden heute geimpft.

Alle über 80-Jährigen erhalten in den nächsten Tagen auch eine persönliche Information von Landrat Manuel Westphal sowie der jeweiligen Bürgermeisterin beziehungsweise dem jeweiligen Bürgermeister. Im Schreiben wird die Möglichkeit zur telefonischen Terminvereinbarung erklärt und die wichtigsten Kontaktdaten rund um das Impfzentrum für die Landkreisbewohner zusammengefasst.

Sobald wieder Termine am Impfzentrum vergeben werden können, wird das Landratsamt gemeinsam mit dem Klinikum als Betreiber des Impfzentrums darüber informieren. Weitere Informationen gibt es auch unter www.impfzentrum-altmuehlfranken.de.

Preise verlost

Weihnachtsverlosung für Ehrenamtskarteninhaber

Der Gewinner des Hauptpreises Claus Meyerhöfer freut sich über seinen Gewinn. Er und alle anderen Preisträger wurden per Weihnachtspost mit ihrem Preis überrascht. Foto: CM

Viermal im Jahr verlost die Freiwilligenagentur Altmühlfranken beim Gewinnspiel für die landkreisansässigen Inhaber der Bayerischen Ehrenamtskarte attraktive Preise. Bei der diesjährigen Weihnachtsverlosung durften sich insgesamt gleich 34 Ehrenamtliche über Altmühlfranken-Gutscheine im Wert zwischen 20 und 200 Euro freuen.

Den Hauptpreis sicherte sich dabei Claus Meyerhöfer aus Frickenfelden. Pünktlich zum Weihnachtsfest wurden er und die anderen Preisträger per Weihnachtspost mit ihrem Preis überrascht. Die übliche Gewinnübergabe im Rahmen einer kleinen Weihnachtsfeier im Landratsamt musste in diesem Jahr aufgrund der Corona-Auflagen leider ausfallen.

Groß war die Freude dennoch bei den Gewinnern, die sich mit den neuen Altmühlfranken-Gutscheinen in vielen Geschäften des Landkreises einen Wunsch erfüllen können (mehr Informationen unter www.altmuehlfranken-gutschein.de).

Insgesamt wurden 2020 von der Freiwilligenagentur 64 Gewinne im Wert von über 2.000 Euro ausgereicht. Auch 2021 werden die vierteljährlichen Verlosungen wieder durchgeführt. Alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, die im Besitz der blauen oder goldenen Bayerischen Ehrenamtskarte sind, können ab sofort wieder teilnehmen.

Mit dem einmaligen Ausfüllen des Online-Formulars unter www.altmuehlfranken.de/verlosung oder per Postkarte (erhältlich im Landratsamt, in den Gemeinden oder bei den Banken im Landkreis) nimmt man an allen vier Auslosungen im Jahresverlauf teil.

„Insgesamt gibt es derzeit rund 5.500 Ehrenamtskarteninhaber, die sich engagieren und damit einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft und Region leisten. Mit den Verlosungen möchten wir allen für Ihren ehrenamtlichen Einsatz danken“, so Landrat Manuel Westphal und ergänzt: „Auf die sehr hohe Anzahl an Ehrenamtlichen im Landkreis kann man sehr stolz sein, ohne deren Arbeit würde die Gesellschaft in vielen Bereichen nicht so bestehen, wie es der Fall ist.“

Mehr Informationen zur Ehrenamtskarte gibt es unter www.altmuehlfranken.de/ehrenamtskarte/ oder bei der Zukunftsinitiative Altmühlfranken unter 09141 902-192.

Termine werden vergeben

Impfzentrum in Gunzenhausen ist aktiv


Aufgrund der anstehenden Impfstofflieferungen ist ab Montag, 11. Januar 2021, eine Terminvereinbarung zur Impfung für Personen der höchstem Priorisierungsgruppe, insbesonder der über 80-Jährigen möglich.  Aufgrund der nur geringen Menge an Impfstoff wird es sich zu Beginn nur um wenige Impftermine handeln. Der Betreiber des Impfzentrums, das Klinikum Altmühlfranken, hofft , im Laufe der nächsten Wochen mehr Termine am Impfzentrum vergeben zu können.

Derzeit stehen dem Impfzentrum Altmühlfranken nur eine geringe Zahl an Impfdosen zur Verfügung. Aufgrunddessen können bis Anfang Februar wöchentlich nur maximal 365 Erstimpfungen gegen das Coronavirus durchgeführt werden. Zuerst werden derzeit weiterhin Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenheime sowie das Personal in diesen Einrichtungen, das Klinikpersonal, die Heim- und Impfärzte, das Personal der Rettungsdienste sowie der mobilen Pflegedienste geimpft. Diese Priorisierung wird von der bundesweiten Impf-Verordnung geregelt. Aufgrund der verfügbaren Menge an Impfstoff sollen nun auch erste Impftermine am Impfzentrum in Gunzenhausen angeboten werden.

Zunächst sollen zweimal wöchentlich jeweils 100 Impfungen durchgeführt werden, also insgesamt 200 Impfungen die Woche. Dafür stehen an zwei Tagen vierstündige Zeiträume zur Verfügung. Termine vereinbaren, können diejenigen Personen, welche entsprechend der Impf-Verordnung in die höchste Priorisierungsgruppe eingeordnet sind, hierzu gehören insbesondere die über 80-Jährigen.

Terminvereinbarungen sind für Personen der höchsten Priorisierungsgruppe vorerst nur telefonisch unter 09831 52-2041 von Montag bis Freitag, 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr möglich. Die Hotline ist ab Montag, 11. Januar zu den angebenen Servicezeiten zu erreichen.

Es ist damit zu rechnen, dass die wenigen möglichen Termine für die nächsten drei Wochen innerhalb kurzer Zeit vergeben sind. Daher bittet der Betreiber des Impfzentrums und das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen um Verständnis, dass dann zunächst keine weiteren Termine vergeben werden können, bis feststeht, welche Mengen an Impfdosen dem Impfzentrum ab Anfang Februar zur Verfügung gestellt werden. Der Betreiber des Impfzentrums sowie das Landratsamt werden darüber in der regionalen Presse, den sozialen Medien sowie auf der Homepage des Impfzentrums informieren.

Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, wird das Angebot auch am Impfzentrum in Gunzenhausen ausgebaut.

Die über 80-Jährigen werden im Laufe der nächsten Tage auch schriftlich von Landrat Manuel Westphal sowie dem Oberbürgermeister beziehungsweise der jeweiligen Bürgermeisterin oder dem jeweiligen Bürgermeister über die Möglichkeit Termine zur freiwilligen Impfung zu vereinbaren, informiert.

Weitere Informationen zur Impfung gegen das Coronavirus gibt es auf der Homepage www.impfzentrum-altmuehlfranken.de

Gutachten kommt

Geplante Behördenverlagerung in das Karmeliterkloster Weißenburg

„In der geplanten Behördenverlagerung des Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege nach Weißenburg ist man wieder um einen Schritt vorangekommen“, freuen sich Landtagsabgeordneter Alfons Brandl und CSU-Fraktionsvorsitzender Klaus Drotziger und weisen damit auf die Freigabe für die Voruntersuchung erforderlichen finanziellen Planungsmittel in Höhe von 100.000 Euro durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hin. 

Bereits im November vergangenen Jahres hatten das Staatliche Bauamt Ansbach und das Landesamt für Denkmalpflege einen Gesprächstermin, bei dem das Landesamt im weiteren positiven Verlauf seine Nutzungsvorstellungen im Karmeliterkloster in Weißenburg erklären konnte. Da für eine vertiefte Kostenschätzung verschiedene Gutachten nötig sind, hatte das Staatliche Bauamt daraufhin die Mittel beim Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst beantragt. 

„Wie wir nun erfahren haben, werden die erforderlichen Planungsmittel in Höhe von 100.000 Euro der Regierung von Mittelfranken für das Staatliche Bauamt Ansbach zugewiesen“, berichten Brandl und Drotziger und fügen hinzu „wenn alles gut geht, können bereits im Frühjahr diesen Jahres die Kosten abgegeben werden, woraufhin das Wissenschaftsministerium eine Entscheidung bezüglich Anmieten des freistehenden Flügels des Karmeliterkloster fällt. In einem dritten Schritt könnte es dann an die Planung gehen.“

Impfungen angelaufen

Impfungen gegen Covid-19 im Landkreis


Nach dem Impfstart am 27. Dezember 2020 konnten auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zahlreiche Senioren in Pflegeeinrichtungen sowie das dortige Personal und ein Teil des Klinikpersonals geimpft werden. Die Planungen zu den Impfterminen in den Einrichtungen richten sich immer nach den Impfstofflieferungen. Davon ist auch der Beginn der Impfungen am Impfzentrum in Gunzenhausen abhängig.
Die mobilen Impfteams des Klinikums Altmühlfranken, dem Betreiber des Impfzentrums, haben in den vergangenen Tagen bereits 395 Impfungen vorgenommen, davon 325 in Senioreneinrichtungen und 70 bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Klinikum. In der ersten Priorität für die Impfungen sind diese Personengruppen sowie die über 80-Jährigen genannt.
In folgenden Heimen wurden bisher Bewohnerinnen und Bewohner sowie ein Teil des Pflegepersonals geimpft:
 Feierabendhaus, Büchelberg
 Burkhard-von-Seckendorff Heim, Gunzenhausen
 AWO Heim, Weißenburg
 AWO Heim, Heidenheim
Die Pflegeeinrichtungen wurden vorab bereits vom Landratsamt sowie dem Betreiber des Impfzentrums über den Ablauf der Impfungen informiert und um die entsprechende Vorbereitung gebeten. Impfwillige bzw. deren Betreuer müssen vor der Impfung in diese schriftlich einwilligen und erhalten einen ausführlichen Aufklärungsbogen. Die Termine werden dann entsprechend dem verfügbaren Impfstoff vereinbart. Ab dem 17. Januar starten dann auch die notwendigen Zweitimpfungen in den bereits von den mobilen Impfteams besuchten Heimen.
„Sobald wir genügend Impfstoff zur Verfügung haben, beginnen wir auch mit den Impfungen am Impfzentrum für die über 80-Jährigen sowie für das Personal mobiler Pflegedienste, die ebenfalls unter die erste Priorität fallen. Bisher laufen die Impfungen sehr reibungslos ab und die Impflinge berichten von keinen relevanten Nebenwirkungen“, erklärt Klinikvorstand Christoph Schneidewin. Sobald eine Terminvereinbarung für das Impfzentrum möglich ist, wird über die regionale Presse, die sozialen Medien sowie über die Homepage www.impfzentrum-altmuehlfranken.de informiert.
Die nächste Impfstofflieferung wird am Freitag, 8. Januar 2021 erfolgen. Voraussichtlich werden dann rund 365 Impfdosen zur Verfügung stehen. Im Laufe der nächsten Woche werden weitere 365 Impfdosen geliefert. Nach Erreichen im Impfzentrum muss der Impfstoff innerhalb von fünf Tagen verimpft sein, was eine genaue Planung der Impftermine erforderlich macht.
„Für die nächsten Wochen ist eine regelmäßige Impfstofflieferung geplant, sodass wir hoffen, sehr zeitnah auch Termine am Impfzentrum anbieten zu können. Wir werden darüber entsprechend informieren“, so Landrat Manuel Westphal.

Pflegeheime im Fokus

Verkehrt Corona-Infektionen im Kreis


In den vergangenen Tagen sind leider vermehrt Corona-Infektionen in Pflegeeinrichtungen aufgetreten. Besonders betroffen ist das AWO-Pflegeheim in Heidenheim. Dort sind bisher 57 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden.
Wie sich das Infektionsgeschehen nach den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen konkret im Landkreis auswirken wird, ist derzeit noch nicht gänzlich einzuschätzen. Der bisherige Trend zeigt, dass sich die Infektionslage wie vor Weihnachten im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen fortsetzt. Eine genaue Einschätzung ist allerdings erst in etwa einer Woche möglich.
Leider hat sich über die Feiertage ein enormes Ausbruchsgeschehen im AWO-Pflegeheim in Heidenheim gezeigt. Insgesamt sind dort 73 Bewohner sowie Pflegekräfte positiv auf Covid-19 getestet worden. Leider sind beziehungsweise waren auch weitere Einrichtungen in Absberg, Treuchtlingen und Langenaltheim von Corona-Infektionen betroffen.
Die Heime sind während der Corona-Pandemie besonders zu schützen, weshalb das Landratsamt über das Gesundheitsamt und die Heimaufsicht in engem Kontakt mit den Einrichtungen steht und unterstützend einwirkt.
Gerade auch seitdem in der Infektionsschutzverordnung die zweimal wöchentliche Testung des Personals vorgeschrieben ist, unterstützt das Landratsamt die Einrichtungen bei der Umsetzung dieser wichtigen Testungen. Wenn eine Einrichtung diese Testung nicht aus eigenen Kräften leisten kann, hilft das Landratsamt gemeinsam mit dem Koordinierungsarzt Dr. Peter Löw sowie dem Pflegeleiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz Johannes Wetzel weiter. So wurde Personal für die Testungen geschult oder der Kontakt zu Arztpraxen hergestellt, die bei der Testung unterstützen können. Dies ist auch im Fall der betroffenen Heime so geschehen. Außerdem kann zur Unterstützung des Personals auf Kräfte aus dem Bayerischen Pflegepool sowie der Bundeswehr zurückgegriffen werden. Auch hier hilft das Landratsamt bei der Koordination.
Aufgrund der besonderen Schutzwürdigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner in den Heimen werden diese derzeit auch vorrangig geimpft. Wenn das mobile Impfteam für Impfungen in Pflegeeinrichtungen angemeldet ist, sind vorab einige Vorbereitungen durch die Einrichtungen zu treffen, wie beispielsweise das Einholen der notwendigen Einwilligungen. Das Landratsamt beziehungsweise der Betreiber des Impfzentrums steht auch hierzu in engen Kontakt mit den Einrichtungen.
Noch bevor klar war, dass es in Heidenheim zu einem Ausbruch gekommen ist, war das mobile Impfteam des Impfzentrums vor Ort zum Impfen. Die Impfungen wurden ordnungsgemäß und wie vorab geplant, bei einigen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie bei Teilen des Personals durchgeführt. Ein Zusammenhang zwischen den Impfungen und dem Ausbruchsgeschehen ist nicht ersichtlich. Laut RKI bildet sich eine Wirkung der ersten Impfdosis erst innerhalb von 7-14 Tagen aus.

Durch die hohe Anzahl an Infektionen im Heim Heidenheim wird der Landkreis möglicherweise in den nächsten Tagen die 200er-Marke bei der 7-Tage-Inzidenz überschreiten. Ab dem 11.01.2021 sind dann gegebenenfalls weitere Einschränkungen für die Bevölkerung zu beachten. Das Landratsamt wird darüber entsprechend informieren.
Leider gab es bei der Übermittlung der Infektionszahlen vom 06.01.2021 an das RKI Verzögerungen. Die heute, 07.01.2021, um 14.00 Uhr aktualisierten Zahlen beim LGL sind die korrekten Neuinfektionen des gestrigen Tages.
Am 06.01.2021 meldete das Gesundheitsamt 55 Neuinfektionen im Landkreis. Somit verzeichnet der Landkreis 2046 Infektionen mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie. 45 Personen sind in Verbindung mit Corona verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 165,73.

Gregor Erhart gewidmet

Neuerscheinung zur Eichstätter Kunstgeschichte

Wie Prof. Erich Naab, der Vorsitzende des Eichstätter Diözesangeschichtsvereins, mitteilt, erscheint in diesem Jahr die Habilitationsschrift von Manuel Teget-Welz beim Michael Imhof-Verlag .
Sie ist dem Augsburger Bildhauer Gregor Erhart gewidmet.

Die reich bebilderte Künstlermonografie gilt dem Leben und Werk Gregor Erharts, der 1494 von Ulm nach Augsburg übersiedelte und dort zu einem der führenden Bildhauer der Dürerzeit avancierte. Zusammen mit seinem Schwager Adolf Daucher fertigte Erhart bis 1498 den Frühmessaltar für St. Ulrich und Afra sowie im Anschluss unter weiterer Beteiligung Hans Holbeins d. Ä. den Hochaltar für das Zisterzienserkloster Kaisheim. In den 1510er Jahren schuf Erhart mit dem Eichstätter Willibalddenkmal und der Pariser Maria Magdalena Schlüsselwerke der süddeutschen Renaissanceskulptur. Zu seinen prominenten Kunden zählten Kaiser Maximilian I. und der Augsburger Handelsherr Melchior Stuntz. Die Arbeiten Erharts wurden bis nach Tirol exportiert. Die Studie behandelt zudem weitere Bildhauer aus dem Kreis um Erhart, darunter Hans Daucher, Loy Hering und Sebastian Loscher. (384 Seiten, ca 300 Abbildungen, 89 Euro).


Die Polizei von damals

Alt-Gunzenhausen: „Von Bettelvögten und Polizeidienern“ (1699-1920)

Bis 1958 kannten die Gunzenhäuser ihre Stadtpolizei. Sie hatten sie irgendwie lieb gewonnen. Die beiden (später drei) „Polizeidiener“ waren im Städtchen bekannt und viele hatten zu ihnen ein persönliches Verhältnis. Es war halt die „gute alte Zeit“, wie man landläufig so sagt. Sie waren privilegiert. Ihr äußeres Zeichen war die blaue Uniform der kommunalen Polizei im Gegensatz zu der grünen Dienstkleidung der staatlichen Beamten.

Letzter Chef der Stadtpolizei, die sich im Äußeren wie den Aufgaben nach von der Landpolizei unterschied, war Hans Richter (1938-1958). Er ist vielen alten Gunzenhäuser noch bestens bekannt als Ordnungshüter mit aufrechtem Gang und ebensolchem Charakter. Bei der HSG Gunzenhausen war er bis in das hohe Alter aktiv.

Hans Richter war der letzte Chef der Stadtpolizei von Gunzenhausen. Archivfoto: Falk

Im aktuellen Jahrbuch „Alt-Gunzenhausen“ widmen sich Stadtarchivar Werner Mühlhäußer und Werner Neumann dem kommunalen Polizeiwesen und verdeutlichen die Unterschiede zwischen den staatlichen und der kommunalen Ordnungskräften. Die staatliche Gendarmerie in Bayern (Landpolizei) geht auf das Jahr 1812 zurück. Sie war nach königlicher Anordnung militärisch organisiert. Von 1927 bis 2003 war sie im repräsentativen Haus von Karl Barthel in der Seckendorff-Straße 3 untergebracht bevor der Umzug in das alte Amtsgerichtsgebäude in der Rot-Kreuz-Straße 10 erfolgte.

Schon sehr viel früher als die staatliche Polizei  geht die Gründung der Stadtpolizei zurück. Der erste „Bettelvogt“ (so die Bezeichnung) trat 1698 seinen Dienst an, wobei seine Arbeit hauptsächlich darin bestand, die „verarmten Bevölkerungsschichten“ zu überwachen, die von auswärts in die Stadt kamen. Deshalb auch sein Name „Bettelvogt“ oder „Bettelrichter“.  Die Stadtoberen nannten ihn und seine Nachfolger „Aufseher auf liderliche Vaganten“ oder „Gassen Wechter“ oder „Aufseher der Bettler allhier“. Er hatte sich auch um die Pflege- und Beerdigungskosten für jene Leute zu sorgen, die „entweder krank im Spital liegen oder hier versterben“. Johann Leonhard Carl hieß übrigens der erste. Er und auch seine Nachfolger  wurden vom Gunzenhäuser Stadtmagistrat nicht gerade finanziell toll ausstaffiert, weshalb sie auch noch Nebenjobs annehmen mussten (z.B. Schweinehirt).

1958 wurden die Stadtpolizisten von der Landpolizei übernommen. Obere Reihe von links: Hans Philipp, Karl Fugger, Heinrich Zimmermann, Ludwig Glässer, Adolf Kronet, Hermann Martin; unten: Ferdinand Weiß, Hans Richter, Hugo Ott und Ludwig Fuchs.

Nach der Ära der Markgrafen von Ansbach herrschten kurzzeitig preußische Verwaltungsmuster und 1808 kam im Königreich Bayern die Municipalverfassung, nach der Gemeindereform von 1818  einen Bürgermeister und vier Municipalräte und ab 1919 noch 20 Stadträte dazu. Nach der „Dienst-Instruktion“  bestand die Schutzmannschaft  aus vier Schutzleuten, die für öffentliche Ruhe und Ordnung zu sorgen hatten. Zunächst waren zwei „Polizeidiener“ (oder: „Polizeisoldaten“) tätig, die sich ab 1910 „Schutzmann“ nennen durften.  Ihre Vorgesetzten in der Stadtverwaltung waren die „Polizeiofficianten“ (sie amtierten in der Rathausstraße 12, heute: Stadtmuseum).

Zu den Aufgaben der Schutzleute gehörte es u.a., auf dem Wochenmarkt auf die „gehörige Güte der Vitualien“ zu achten oder darauf zu schauen, dass von den Grundbesitzern die Obstbäume, Sträucher und Hecken jährlich von Raupen und Raupennestern gereinigt wurden. Natürlich waren sie auch Sittenpolizei. Wie ein Vorfall von 1913 zeigt, war der Magistrat eher nachsichtig, denn er verzichtete beispielsweise darauf, die „gewerbsmäßige Unzucht“ der ledigen Kellnerin Margareta Baumgärtner strenger  zu ahnden.

Stadtarchivar Werner Mühlhäußer hat wahre Sissyphusarbeit geleistet und listet die Polizeidiener von 1807 bis 1919 auf. Er ist in den Annalen auf ein Delikt  von frühem Antisemitismus gestoßen, wonach der Polizeidiener Schopf den Schnittwarenhändler Levi Bachmann als einen „elenden, mißrablen Juden“ verunglimpfte.  Dafür gab es eine zwölfstündige Arreststrafe für die Ordnungsmann.  Wenig später schlug er einen Dienstknecht blutig und musste für 24 Stunden in die Zelle.  Seine spätere Bewerbung als Landgerichtsdiener hatte wohl auch deshalb keinen Erfolg, obgleich ihn der Stadtmagistrat als „schön und groß gewachsen“ sowie „im Rechnen und Schreiben vorzüglich bewandert“ webloben wollte.  Toll  trieb es  auch der Polizeidiener Reißinger 1856, der zuvor „Zuchtdiener“ im Kaisheimer Gefängnis war und sich in Gunzenhausen wegen Amtsuntreue durch Unterschlagung schuldig machte. Er büßte seinen Job ein und fristete danach sein Dasein als Landpostbote. Der gebürtige Aufkirchener hatte die amtliche Polizeiinstruktion ignoriert, wonach den Polizeisoldaten auferlegt war, „ein nüchternes Benehmen zu pflegen, sich jeglichen Disputs zu enthalten und mit Klugheit, Ruhe und Besonnenheit vorzugehen“.

Im 20. Jahrhundert (1919) wurde die Gendarmerie aus der Armee herausgelöst und selbständige Einheit. Die Verstaatlichung der kommunalen Schutzmannschaften ging in Bayern von 1923-29 vor sich, dann wurde die Polizei der NS-Organisation unterworfen. 1945 gab es in 150 Städten mit mindestens 5000 Einwohnern eine selbständige Polizei (Stadtpolizei).  Daneben sah die grün uniformierte staatliche Polizei nach dem Rechten. Hauptposten gab es praktisch in allen Kreisstädten, dazu in 1300 bayerischen Dörfern. Diese dezentrale Struktur war ein Wunsch der US-Besatzer, denn die wollten Konsequenzen aus der zentral gesteuerten NS-Polizei ziehen. Viele der kleinen kommunalen Stationen verschwanden aber in den Jahren 1957 bis 1962, so auch die in Gunzenhausen. Die Landpolizei rückte nach und formierte sich per Gesetz zur Landespolizei.

WERNER FALK

Kommt jetzt die Hyperinflation?

Gedanken des Präsidenten des Europäischen Wirtschaftssenats

Die Zahlen könnten einen schwindelig machen! Deutschland, die USA und Europa verschulden sich wie noch nie in Friedenszeiten um die Folgen der Corona – Pandemie in den Griff zu bekommen.

Was passiert mit dem ganzen Geld und ist – wie viele meinen – eine gigantische Inflation die unvermeidliche Konsequenz dieser Finanzpolitik? Um die Antwort zumindest für Deutschland und Europa vorweg zu nehmen: Ja es wird negative Konsequenzen dieser Politik geben, aber eben keine Inflation! Warum? Weil in Deutschland die Verschuldungsquote trotz der hohen Zahlen, nicht über ca. 75 Prozent des Bruttosozialprodukts steigen wird, eine Quote, die von den meisten Ländern sogar zu Normalzeiten und oftmals sogar weit überschritten wird.

Dr. Ingo Friedrich in seinem Element

Die „Bedienung” dieser Schulden durch das zu erwartende volkswirtschaftliche Wachstum ist auch ohne Kraftakt und vor allem ohne Sondersteuern möglich. Außerdem haben die heutigen Schulden einen entscheidenden Unterschied zu früher: sie kosten dem deutschen Staat keine Zinsen, sondern spülen als negative Zinsen sogar Geld in die Kassen. Das wird übrigens noch eine ganze Weile so bleiben, weil weltweit die “Ware” Geld in schier unbegrenzten Mengen zur Verfügung steht und damit der Preis für diese „Ware“, also der Zins nicht steigen wird.

Warum also keine Inflation? Weil im Unterschied zu früheren Inflationen heute die gängigen Waren- und Dienstleistungen nicht knapp, sondern ganz im Gegenteil im Überfluss zur Verfügung stehen. Jede Fabrik, jeder auch mittelständische Hersteller und Anbieter rationalisiert und verbessert je nach Branche und technologischer Situation sein Angebot jedes Jahr um eine Dimension von 1 bis ca. 10 Prozent! Wo soll da die Inflation für den für die Inflationsrate maßgeblichen Warenkorb der offiziellen Statistik herkommen? Sogar die Landwirte klagen nicht über Knappheitsprobleme, sondern über mangelnde Absatzchancen ihrer im Überfluss produzierten Produkte wie Butter, Milch, Eier, Fleisch ja sogar Wein und Spargel.

Die Auswirkungen der steigenden Geldmengen sind also nicht in der uns bekannten Inflation zu erwarten, sondern in der Preissteigerung in ganz bestimmten Bereichen, nämlich in den Bereichen, in denen das Geld noch Wertsteigerungen erbringt: das gilt insbesondere für den Immobiliensektor, aber auch für den Finanzanlagenmarkt und Unternehmensbeteiligungen bis hin zu einzelnen Kryptowährungen und Edelmetallen. Inwiefern dies alles eine gesunde Entwicklung einer Volkswirtschaft ist, kann bezweifelt werden. So muss insbesondere eine (negative) Einkommensverteilung von „Arbeitsbesitzern“ hin zu „Vermögensbesitzern“ befürchtet werden. Das bedeutet, wir dürfen nicht – sozusagen aus alter Gewohnheit – auf den altbekannten Feind Inflation starren, während der neue Feind als Folge der expansiven Geldpolitik ganz woanders steht!  Unabhängig von der aktuellen Inflationsthematik gilt: die heutige expansive Geldpolitik der Zentralbanken der ganzen Welt darf nicht zum Normalfall verkommen, sie muss die Ausnahme für den Notfall bleiben auch wenn die klassische Inflation ihr Medusenhaupt nicht erheben wird.

DR. INGO FRIEDRICH

Lösungen gesucht

Aufruf zur Teilnahme am BundesUmweltWettbewerb


Junge Menschen im Alter zwischen 10 und 20 Jahren sind dazu aufgerufen, am BundesUmweltWettbewerb teilzunehmen. Sich einmischen, die eigenen Ideen umsetzen, Kreativität und Engagement zeigen, sind die Ziele des Projektwettbewerbs. Einsendeschluss ist der 15. März 2021.
Mit der Themensuche kann bereits vor der eigenen Haustür begonnen werden, indem Umweltprobleme aus dem eigenen Lebensumfeld ins Visier genommen werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen Ursachen auf den Grund gehen, Lösungen für Probleme finden und in die Tat umsetzten. Wissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen, schlüssige nachhaltige Denkansätze und lösungsorientiertes Handeln sind dabei wichtige Merkmale, die in die Bewertung einfließen.
Der Wettbewerb läuft unter dem Motto „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“. Die Preisträger erhalten neben einer Urkunde Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von rund 25.000 Euro. Organisiert und durchgeführt wird der Wettbewerb vom Leibnitz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik. Gefördert wird er vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Alle naturwissenschaftlich und/oder gesellschaftlich interessierten jungen Leute zwischen 10 und 20 Jahren können teilnehmen. Angesprochen sind auch Schülerinnen und Schüler aller allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen und Jugendgruppen.
Die schriftliche Projektarbeit darf 30 Seiten nicht überschreiten. Die Anmeldung erfolgt online unter www.bundesumweltwettbewerb.de, dort sind auch alle weiteren Informationen zu finden. Einsendeschluss ist der 15. März 2021.