Coronakonzept für Kreis

Forderung der FDP

Wohin soll das sich stets wiederholende Szenario führen? Merkel, Spahn und Söder verkünden alle paar Wochen neue Maßnahmen gegen die dritte Welle der Corona-Pandemie. Ich warte jetzt nur noch bis der erste selbst ernannte Experte die vierte Welle ankündigt.  Die Fernsehprofessoren (jede Anstalt hat inzwischen einige auf ihrer Honorarliste) machen in schöner Regelmäßigkeit ernste Gesichter. An fachlichen Einschätzungen fehlt es nicht. Sie fallen unterschiedlich aus.  Auffällig: einer liebt die mediale Dauerpräsenz und gibt sich besonders klug. Das geht nun schon seit einem Jahr so. Die Menschen in Deutschland verlieren ihr Vertrauen in die politisch Verantwortlichen. Das kann zu einer ernsten Gefahr für die Demokratie werden. Diese Befürchtung wird genährt durch die Corona-Impfgegner und Verschwörungstheoretiker.

Die Protestaktionen zeigen: Wenn der Staat seine Gesetze nicht mehr verteidigt, dann ist er eine lahme Ente oder ein stumpfes Schwert. Wenn die Demonstranten, die gegen das Gesetz verstoßen, weil sie keine Masken tragen und keinen Abstand halten,  nicht strafrechtlich verfolgt werden, dann lässt das die anderen, also die rechtschaffenen Bürger, am Staat zweifeln und sie verlieren ihren Glauben an die Durchsetzbarkeit von Recht und Ordnung. Das ist ein schlimmes Szenario. Es sollte uns zu denken geben.

Der gesetzestreue Bürger versteht die Welt nicht mehr, wenn er  für ein harmloses Delikt, wie Falschparken oder Geschwindigkeitsüberschreitung, bestraft wir –  der Demonstrant, der Polizisten verletzt, aber ungeschoren davonkommt. Hier offenbart sich der ohnmächtige Staat und er handelt mit zweierlei Recht. Und das darf nicht sein, wenn seine Grundfesten nicht erschüttert werden sollen.

Wir von der FDP meinen, die Corona-Strategie muss sich ändern. Es muss sich die Impfstoff-Versorgungslage rasch verbessern und es müssen  mehr Impfstoffe an die Hausärzte gegeben werden, denn die arbeiten schneller und billiger.  Wenn es stimmt, dass ein Impfzentrum am Tag summa summarum 28000 Euro kostet, dann mache ich mir schon meine Gedanken, ob die Impfstrategie des Staats richtig ist. Es wäre interessant, darauf eine kompetente Antwort zu bekommen, wenn nicht nur Spekulationen herumschwirren sollen. Mit unserem Antrag wollen wir, dass der Landkreis in einem vorgegebenen staatlichen Rahmen selbst bestimmen kann, welche Schutz- bzw. Öffnungsmaßnahmen wie durchgesetzt werden können.  Der Inzidenzwert bleibt ein wichtiger Maßstab, aber er kann nicht das alleinige Kriterium sein, wonach verfahren wird.

Wir wollen, dass die bereits geimpften Menschen und jene mit einem gültigen Test unabhängig von der Inzidenzahl im Bund, im Land oder im Landkreis Zugang bekommen zu öffentlichen Einrichtungen und Veranstaltungen und natürlich auch zur Gastronomie und Hotellerie.

Eine Öffnungsstrategie ist angesagt. Dazu haben die Gastronomie und auch der Einzelhandel gute und brauchbare Konzepte vorgelegt. Oder wollen wir unser öffentliches Leben ausweglos abwürgen und die Wirtschaft an die Wand fahren?  Wir werden mit höheren Inzidenzwerten als 35 leben müssen. Die Pandemie wird uns wohl noch länger begleiten, und zwar mit unterschiedlich hohen Inzidenzwerten. Ein Ende ist heute noch nicht in Sicht. Deshalb können wir aber das öffentliche Leben, die Freiheitsrechte und die Wirtschaft nicht auf unbestimmte Zeit lahmlegen. Es braucht also eine Regelung, die beides beinhaltet: den Schutz vor Corona und das Recht auf Freiheit.

Die Wissenschaft bestätigt: der Lockdown allein schafft es nicht! Es braucht regional angepasste Konzepte. Oder sollen die Menschen in Regionen mit einem Inzidenzwert von unter 35 darunter leiden, dass in anderen Gegenden der Wert bei  700 liegt (Beispiel: Crailsheim)?  Das kann kein Mensch mehr verstehen. Sie sind verwirrt und  deshalb gibt es auch immer mehr, die von all den Entscheidungen der Ministerpräsidentenkonferenz nichts halten. Auch wenn 60 oder 70 Prozent der Menschen in Deutschland geimpft sind, wird es Corona noch geben. Wir müssen nach dem Urteil aller Fachleute mit der Krankheit leben, aber es werden keine epedemischen Verhältnisse mehr sein, die Intensivstationen der Krankenhäuser werden nicht mehr überfüllt sein, die Menschen werden ihren Alltag und ihre Freiheitsrechte wieder haben. Wo die Krankheit punktuell ausbricht, da kann sie beherrscht werden. Wir können uns nur wünschen, dass es in einigen Monaten so weit sein wird.

Nun, da es mehr Impfstoff gibt, muss sich das Vorgehen ändern.  Natürlich haben die Mitarbeiter/innen in medizinischen Einrichtungen eine Sonderstellung, aber:  Kleinkinder, Schüler und Berufstätige haben in Kindergärten, Schulen und am Arbeitsplatz die meisten Sozialkontakte – und somit auch das höchste Ansteckungsrisiko. Ihnen müssen wir bei der Impfung den Vorrang geben . Ich will den alten Menschen nicht zu nahe treten, aber wenn ich im Fernsehen erlebe, dass eine 98-Jährige geimpft wird und einen Tag danach stirbt (ich nehme an: nicht an der Impfung), dann mache ich mir schon Gedanken,  was der gesunde Menschenverstand noch wert ist.

Namens der FDP-Kreistagsfraktion und der Vorstandschaft des Kreisverbands bitte ich den Landrat und die Mitglieder des Kreistags um Unterstützung für unseren Antrag, über den freilich die Staatsregierung befinden muss, denn schließlich ist die Corona-Bekämpfung zunächst einmal keine lokale Zuständigkeit. Wenn wir in München kein Gehör finden, dann haben wir es auf jeden Fall versucht und müssen uns kein Versäumnis vorhalten lassen.

Gleiche Standards

Für eine wirksame Bekämpfung der Corona-Pandemie sind bundesweit gleiche Standards notwendig, die im nun mehr zu beschließenden Bundesinfektionsschutzgesetz für alle verbindlich festgeschrieben werden sollen. Nach der aktuellen Lage und den Übereinkünften der Ministerpräsidentenkonferenz bedeutet das zum Beispiel, dass  von Flensburg bis Berchtesgaden die gleichen Einschränkungen gelten, wenn der Inzidenzwert von 100 überschritten wird. Bei einem Inzidenzwert unter 100 sollen die Länder ins Spiel kommen und eigene Festlegungen treffen können (Öffnungsklauseln).

Um es noch einmal deutlich zu machen: Bundesweit einheitlich sollen die Wenn-Dann-Regeln sein, die sich aber immer auf die Lage vor Ort beziehen. Wenn in einer Region mit einer Inzidenz von unter 50 die Menschen genauso hart behandelt werden wie die  in einer anderen Region mit der zehnfachen Inzidenz, dann wird das der Verfassung nicht gerecht, und das werden Gerichte auch immer wieder so entscheiden. Deshalb kann der Weg der Regionalisierung der richtige sein und nicht der Plan, das ganze Land über einen Kamm zu scheren.

Nach den Vorstellungen der FDP im Landkreis ist maßgebend:

Hotellerie und Gastronomie können bei Aufrechterhaltung der bestehenden Hygienekonzepte Gäste zulassen, die einen tagesaktuellen anerkannten Negativtest vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Alternativ können die Betriebe Schnelltests vor Ort durchführen und die Gäste nach negativem Ergebnis einlassen. Das gilt auch für den Einzelhandel, die Sporteinrichtungen sowie kulturelle Veranstaltungen.

Für diese Regelung soll sich der Landkreis die Zustimmung der Staatsregierung holen.

WERNER FALK, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion

Kompetenzzentren bilden

FDP zur beruflichen Bildung in Altmühlfranken

Bei den Ernährungsberufen muss es zwangsläufig zu einer Konzentration der Berufsausbildungsstätten kommen. Zur bereits bestehenden Säule der Beschulung von ein bis zwei Klassen der Hauswirtschafter:innen aus Bayern (Grundklasse) bzw. Nordbayern (Fachklassen) mit der angegliederten Grundklasse Gastronomie sollen die Bäcker und Metzger nach Ansicht der FDP-Kreistagsfraktion das Berufsschulzentrum Gunzenhausen im Fachbereich Ernährung weiter verstärken. Derzeit werden die Auszubildenden Bäcker:innen/Bäckereiverkäufer:innen noch in den Berufsschulen Ansbach und Weißenburg beschult.

Die Zahl der Berufsanfänger in beiden Sparten ist seit Jahren rückläufig, so dass eine Zentrierung der Berufsausbildung in den Ernährungsberufen notwendig ist. Fraktionsvorsitzender Werner Falk: „Es geht um die Bündelung von Kompetenzen“.

Für die zentrale Beschulung von Bäckern und Metzgern in Gunzenhausen spricht nach Ansicht der beiden FDP-Kreisräte Werner Falk und Dr. Axel Peiffer das Einverständnis der Ansbacher Bäckerinnung, ihre Auszubildenden künftig nach Gunzenhausen zu schicken. Zusammen mit den Berufsanfängern aus dem Weißenburger Raum könnten dann Grund- und Fachausbildung in Gunzenhausen erfolgen. Notwendig sei allerdings ein Ausbau der Fachräume. Für ihn werde gegenwärtig die Kostenermittlung vorgenommen.

Dem Ausbildungsschwerpunkt für die Ernährungsberufe könne thematisch auch die Grundklasse  der Gastronomieberufe zugeschlagen werden, die es in Gunzenhausen seit 15 Jahren gebe. In ihr werden angehende Köche, Restaurantfachkräfte, Hotelfachkräfte oder Systemgastronomen beschult, die weitere Fachausbildung geschieht (u.a.) derzeit am Berufsschulzentrum in Rothenburg oder in Nürnberg.

Das Beispiel könnten die Schreiner und Zimmerer aus Altmühlfranken und dem Kreis Ansbach sein, die schon seit vielen Jahren am Berufsschulzentrum Gunzenhausen unterrichtet werden. Zudem gehört zum Kompetenzzentrum noch die Meisterschule für Schreiner, die seit mehr als 25 Jahren von Absolventen aus ganz Bayern besucht wird. Die Berufsschule Weißenburg könne künftig ein Schwerpunkt für die kaufmännischen und technischen Berufe sein.

FDP-Fraktionschef Werner Falk erkennt den Willen der Wirtschaftsverbände aus der Region, gemeinsam zu handeln:  „Die Herausforderungen zwingen uns zum gemeinsamen Vorgehen. Schließlich gibt es ja viele Schnittmengen.“ Und er setzt auf die Veränderung der Konsumgewohnheiten, wie sie auch von „Slow Food“ propagiert werden, einer bundesweiten Bewegung, die sich für ein sozial und ökologisch verantwortungsvolles Lebensmittelsystem engagiert. Gerade für die Produkte der regionalen Bäcker und Metzger gebe es einen Trend. Der kritische Verbraucher wolle mehr über die Herkunft der Erzeugnisse erfahren. „Da haben wir in Altmühlfranken mit unserer in Bayern einmaligen Dichte an Metzgern einen großen Vorteil“, stellt Falk fest.

Gut aufgestellt

FDP-Kreisräte zu den Perspektiven des Landkreises

Dr. Axel Peiffer und Werner Falk vertreten die FDP im Kreistag.

Der Tourismus ist vielleicht nicht der wichtigste Wirtschaftszweig in Altmühlfranken, das  nicht die besten Wirtschaftsdaten aufzuweisen hat und dem Vergleich mit anderen Regionen oftmals nicht standhalten kann.  „Aber für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist das Fränkische Seenland eine Perspektive, er hat damit sogar eine Alleinstellung in Franken“, erklärt der FDP-Kreistagsfraktionsvorsitzende Werner Falk.

Ein „gleichgültiges Schulterzucken“, wie dies in einem aktuellen Wirtschaftsmagazin für die Region beklagt wird,  dürfe es natürlich nicht geben. Die FDP begrüße daher das von Landrat Manuel Westphal angestoßene „Leitbild 2030“ für den Landkreis, an dem alle relevanten Gruppen mitwirken können und sollen. „Diese Mitmachaktion wollen wir aktiv unterstützen“, versichert sein Fraktionskollege Dr. Axel Peiffer (Muhr am See).Perspektiven für Altmühlfranken gebe es durchaus, wobei die Vielfalt des Landkreises in Erscheinung trete. Im Norden und Osten überwiege die touristische Entwicklung, im Süden sei die Steinindustrie immer noch ein bedeutsamer Faktor. Die Altmühltherme Treuchtlingen mit ihren gesundheitlichen Rehabilitationseinrichtungen und die Stadt Weißenburg mit ihrer starken Wirtschaftskraft und stabilen Unternehmen.

Center Parcs ist „einmalige Chance“

Nach ihrer letzten Fraktionssitzung  bekräftigen die beiden Kreisräte: „Der Center Parc ist die einmalige Chance, das Gelände der ehemaligen Muna in Langlau von den militärischen  Hinterlassenschaften früherer Jahrzehnte zu befreien.“  Ökologie und Nachhaltigkeit seien heute wichtige Forderungen an alle, die etwas Neues planen. „Wir vertrauen“, so Werner Falk und Dr. Axel Peiffer, „den Erklärungen der Investoren, dass sie einen klimaneutralen Ferienpark bauen wollen – einen, den es so noch nicht gibt in Europa“.  Realisieren könne so ein gigantisches Projekt nur ein kapitalkräftiges Unternehmen. Das müsse allen klar sein. Der Masterplan garantiere, dass schützenswerte Flächen nicht bebaut würden.

Hinsichtlich der Verkehrserschließung erscheint der FDP der Kreisverkehr an der Staatsstraße 2222 als leistungsfähig, um zusätzlichen Verkehr  aufzunehmen.  Bezüglich der Anbindung bei Thannhausen bevorzugt sie jene Konzeption, wonach ein neuer Kreisverkehr von der Ortschaft abgerückt wird und eine Zubringertrasse direkt zum Ferienpark führen soll.

Die Wasserversorgung erscheint den FDP-Kreisräten als unproblematisch, ebenso die Abwasserentsorgung: „Wir vertrauen der Beratungs- und Planungsleistung des regional bekannten Unternehmens, das große Erfahrung hat.“  Beide übereinstimmend: „Nach Abwägung von Chancen und Risiken sagen wir heute im Blick auf unsere Verantwortung für die Zukunftsfähigkeit des Fränkischen Seenlands: Die Chancen sind größer als die Risiken!“ Das sei übrigens auch schon vor fünfzig Jahren so gewesen, als der Landtag beschlossen habe, das Überleitungsprojekt zu realisieren. Die Akzeptanz von öffentlichen Großprojekten sei damals aber ungleich höher gewesen als heute.

Aktuelle Initiativen

Maßnahmen des Landkreises zur Eindämmung der Corona-Pandemie

In den letzten Tagen waren im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen leider deutlich steigende Inzidenzzahlen zu verzeichnen. Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis liegt heute bei 155,2. Auf Grund des Überschreitens des Inzidenzwerts von 100 gelten für den Landkreis seit dem 30. März 2021 strengere Kontaktbeschränkungen. Zudem ergeben sich daraus erhebliche Einschränkungen für den Einzelhandel, für die Gastronomie sowie für den Kultur- und Freizeitbereich.

Trotz der geltenden Einschränkungen ist es aus der Sicht von Landrat Manuel Westphal jedoch unabdingbar, dass sich der gesamte Landkreis frühzeitig auf Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen sowie auf Öffnungen im Einzelhandel sowie bei Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen vorbereitet.

Es ist davon auszugehen, dass derartige Öffnungsmaßnahmen frühestens nach den Osterferien möglich werden, wenn auch ggf. zunächst nur für Modellregionen. Spätestens dürften diese jedoch relevant werden, wenn die dritte Corona-Welle abklingt. Um hinsichtlich der Nutzung etwaiger Öffnungsspielräume keine Zeit zu verlieren, ist es aus der Sicht von Landrat Westphal wichtig, bis dahin alle vorbereitenden bzw. die für eine Öffnung notwendigen flankierenden Maßnahmen getroffen zu haben. Zum Teil sind diese Maßnahmen auch unabhängig von etwaigen Lockerungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie von grundlegender Bedeutung.

Vor diesem Hintergrund spielen aus der Sicht von Landrat Westphal die Vorbereitung bzw. Umsetzung der folgenden Maßnahmen eine besondere Rolle:

  1. In den Schulen ist ein umfassendes Testkonzept unter Einbindung von alternativen Testmöglichkeiten von Bedeutung. Die Lehrer müssen – wenn es bei der aktuellen Testdurchführung bleibt – in der Anwendung von Selbsttests entsprechend eingewiesen sein. Neben Hinweisen zur Durchführung der Tests sowohl auf der Homepage des Kultusministeriums, auf der neben Anwendungshinweisen u.a. auch Erklärvideos der Testhersteller zu finden sind, als auch auf der Homepage des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege bemüht sich das Landratsamt derzeit, hier weitere Hilfestellungen zu geben. Insbesondere wurde landkreisweit eine entsprechende Abfrage wegen eines bestehenden Schulungs- und Beratungsbedarfs durchgeführt. Entsprechende Schulungsmaßnahmen durch niedergelassene Ärzte befinden sich bereits in Planung. Auch stehen mittlerweile in ausreichender Anzahl Testkits zur Durchführung der Selbsttests an den Schulen zur Verfügung.
  2. Beim Impfen ist nach wie vor die gelieferte Impfstoffmenge der relevante Engpass. Sollten die Zusagen der Bundesregierung eintreten, so wird der Landkreis jedoch bereits in der nächsten Woche deutlich mehr Impfstoff erhalten. In dem Zusammenhang ist es wichtig, dass Impfwillige und Impfärzte/das Impfzentrum möglichst unkompliziert zusammenfinden und Termine wahrnehmen können. Dies kann (zumindest auch) digital geschehen. Das Landratsamt plant deshalb in Absprache mit den Impfärzten die „Impf-Finder-App“ der Firma Randstadt einzuführen, um auf diese Weise einfach und unkompliziert die Vereinbarung von Impfterminen zu ermöglichen. Der Betrieb des Impfzentrums in Gunzenhausen soll entsprechend der staatlichen Vorgabe auf jeden Fall über den 30.06.2021 hinaus fortgeführt werden. Es ist davon auszugehen, dass die Impfzentren in Bayern bis 30.09.2021 betrieben werden sollen.
  3. Ein weiteres wichtiges Thema ist das Testen. Dabei wird es so sein, dieses im Bildungs- und Arbeitsbereich, aber auch im Freizeitbereich regelmäßig erfolgt. Der Landkreis selbst wird nach Ostern Tests für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes und seiner Dienststellen anbieten. Zudem müssen laut Landrat Westphal auch die PCR-Testmöglichkeiten im Landkreis noch weiter ausgebaut werden. Für die Durchführung von Schnelltests stehen derzeit im Landkreis folgende Möglichkeiten zur Verfügung: das Testzentrum in Gunzenhausen, die Teststation im MVZ im Klinikum in Weißenburg, die Teststation in der Altmühltherme in Treuchtlingen sowie 31 Ärzte und 6 Apotheken im Landkreis. Da die bereits vorhandenen Testkapazitäten in den Apotheken und bei den Ärzten im Regelfall begrenzt sind, ist es aus der Sicht von Landrat Westphal wichtig, weitere Testmöglichkeiten in den Städten anzubieten.

Auch seitens der Unternehmen im Landkreis besteht auch der Wunsch, wohl auch bald die gesetzliche Pflicht, dass den eigenen Mitarbeitern ausreichend Testmöglichkeiten angeboten werden. Um die Testbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Unternehmen zu erhöhen, wäre es sinnvoll, wenn ausgestellte Testzertifikate dann auch im Zuge einer Öffnungsstrategie in der Gastronomie bzw. im Freizeit- und Kulturbereich etc. genutzt werden könnten. Derzeit bemühe sich die Landkreisverwaltung hier, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen, damit auch innerhalb der Unternehmen zukünftig ausreichend Testmöglichkeiten zur Verfügung stehen werden.

Landrat Westphal zieht zur Steigerung der Testbereitschaft in der Bevölkerung auch die Option eines öffentlichkeitswirksamen „Altmühlfranken-Testwochenendes“ in Betracht, an dem möglichst viele Menschen aus dem Landkreis getestet werden können.

  1. Weiterhin strebt der Landkreis die zeitnahe Einführung einer technischen Lösung zur Kontaktnachverfolgung an. Dazu steht die Landkreisverwaltung derzeit bereits in Verhandlungen mit den beiden Marktführern, der „Luca-App“ und der Web-Anwendung „Darfichrein“, mit dem Ziel, diese technische Lösung an das SORMAS-Programm des Gesundheitsamtes zu koppeln, welches ebenfalls bald vollständig einsatzbereit sein sollte. Der Freistaat Bayern hat letzte Woche angekündigt, dass man bayernweit eine einheitliche technische Lösung zur Kontaktnachverfolgung einführen möchte. Soweit diese Entscheidung zur Einführung einer landesweiten Lösung zur Kontaktnachverfolgung bereits in der nächsten Woche fallen wird, hat sich Landrat Westphal dazu entschlossen, diese Entscheidung zunächst noch abzuwarten. Sollte sich diese Entscheidung jedoch länger hinziehen, wäre aus seiner Sicht auch die Einführung einer landkreiseigenen Lösung prüfenswert.
  2. Auch im Bereich der Kultur leistet der Landkreis bereits aktive Hilfestellung. Ein erster Ansatz war hier gemeinsam mit der Stadt Weißenburg die geplante Veranstaltung „BergWaldGarten“ im Bergwaldtheater in Weißenburg. Zur Durchführung dieser Veranstaltung wurde von Landrat Manuel Westphal und Oberbürgermeister Jürgen Schröppel ein gemeinsamer Antrag bei der Bayerischen Staatsregierung auf Anerkennung als Modellprojekt gestellt. Auch hier gilt es, flankierend Test- sowie Kontaktnachverfolgunskonzepte anzubieten, die seitens der Veranstalter umgesetzt werden können.
  3. Letztendlich werden in der Landkreisverwaltung auch Überlegungen angestellt, ein Corona-Tagesticket einzuführen, welches man nach einem negativen Schnelltest erhält. Mit einem solchen Ticket könnte dann ggf. im Rahmen der geltenden Regelungen der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung oder auf der Grundlage eines Modellversuchs der Besuch der Gastronomie, des Einzelhandels etc. ermöglicht werden. Voraussetzung dafür wäre, dass die Geschäfte und Lokale dementsprechend auch eine technische Lösung zur Kontaktnachverfolgung nutzen und ein entsprechendes Hygienekonzept vorweisen können.

Landrat Westphal hat in den letzten Tagen in Form von Videokonferenzen mehrere Gespräche mit Vertretern des IHK-Gremiums und des DEHOGA-Kreisverbandes geführt und dabei die aufgezeigten Maßnahmen erörtert, die bei den Vertretern dieser Gremien auf große Zustimmung gestoßen sind.

Um möglichst frühzeitig derartige Maßnahmen angehen und umsetzen zu können, wurde von Landrat Westphal bereits in der letzten Woche ein Antrag beim Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege auf Anerkennung als Modellregion für die Umsetzung einer Öffnungsstrategie gestellt. Zudem wirbt Landrat Westphal in einem aktuellen Anschreiben der Bürgermeister im Landkreis um die Unterstützung der Gemeinden bei der Vorbereitung und Umsetzung dieser Maßnahmen, die dem Landkreis insgesamt möglichst schnell wieder ein „normales“ wirtschaftliches, gesellschaftliches sowie kulturelles Leben ermöglichen sollen.

Für mehr Ordnung

Kommunaler Ordnungsdienst am Brombachsee

Hinschauen, handeln, helfen: Ab sofort ist rund um den Brombachsee der Kommunale Ordnungsdienst des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz im Einsatz.

Grüne Ufer, goldene Sandstrände und blaues Wasser: Das ist das Fränkische Seenland. Der Große Brombachsee und seine Vorsperren, der Igelsbachsee und der Kleine Brombachsee bieten den Gästen aus nah und fern gleich dreifachen Seegenuss – vorausgesetzt alle tragen ihren Teil zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den öffentlichen Anlagen bei. Denn es gibt auch diejenigen, die das nicht tun. „Letzten Sommer hatten wir an den schönen Tagen im August oft sehr hohe Besucherzahlen. Damit einher gingen leider chaotische Parkverhältnisse, achtlos zurückgelassener Müll auf den Strandanlagen und Freiflächen sowie illegale Übernachtungen auf den nicht dafür ausgewiesenen Parkplätzen“, berichtet Dieter Hofer, Geschäftsleiter des Zweckverbands Brombachsee, „der Kommunale Ordnungsdienst soll in der anstehenden Saison deshalb für mehr Achtsamkeit und Disziplin sorgen – insbesondere an den Spitzentagen im Sommer.“

Der Ordnungsdienst ist jetzt am See und seiner Umgebung im Einsatz. Foto: KVS

Das heißt, das Team des Kommunalen Ordnungsdiensts mit seinen hoheitlichen Befugnissen ist ab sofort regelmäßig – auch abends, an Wochenenden und Feiertagen – rund um den Brombachsee unterwegs und hat dabei ein wachsames Auge auf die Einhaltung bestehender Regelungen. Wird ein Verstoß festgestellt, nimmt der Ordnungsdienst, der in der Regel immer in Zweierteams unterwegs ist, diesen auf und leitet ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Betroffenen bzw. die Betroffene ein. Das Ordnungsdienst-Team ist aber auch Ansprechpartner – egal, ob bei Fragen nach dem Weg, Hilfe in einer Notlage oder sonstigen Anliegen. Während seiner Einsatzzeiten steht der Kommunale Ordnungsdienst stets in engem Kontakt und Austausch mit den örtlichen Polizeiinspektionen.

Die Aufgabe des Kommunalen Ordnungsdiensts hat der Zweckverband Brombachsee dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz (kurz ZV KVS Oberpfalz) mit Sitz in Amberg übertragen, der auch über die Grenzen der Oberpfalz tätig ist. Ursprünglich wurde der ZV KVS Oberpfalz als klassischer Verkehrsüberwacher gegründet, hat aber im vergangenen Jahr sein Betätigungsfeld ausgebaut und sorgt mit dem Kommunalen Ordnungsdienst für Ordnung und Sauberkeit in seinen Mitgliedskommunen. „Viele Ordnungsverstöße können oft aufgrund knapper Personalkapazitäten nicht geahndet werden. Nichtsdestotrotz gilt es für das Gemeinwohl dem Ordnungs- und Sauberkeitsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden – und genau hier kommt der Kommunale Ordnungsdienst des Zweckverbands ins Spiel“, sagt Sandra Schmidt, Geschäftsführerin des ZV KVS Oberpfalz.

Für diesen Einsatz sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdiensts umfassend ausgebildet: Sie durchlaufen den Zertifikatslehrgang Verwaltung zum Mitarbeiter Kommunaler Ordnungsdienst oder den Beschäftigtenlehrgang I (BL I) der Bayerischen Verwaltungsschule. Außerdem erfolgt eine regelmäßige Teilnahme an Seminaren für smarte Konversation und Kommunikation, Konflikterkennung und -bewältigung, Deeskalationsstrategien sowie Notfall- und Erste-Hilfe-Maßnahmen. „Durch die fundierte Ausbildung erhält unser Team umfassendes Know-how – für eine qualitativ hochwertige, rechtssichere Arbeitsweise“, erklärt Schmidt.

Zur Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrags trägt das Team des Kommunalen Ordnungsdiensts eine besondere Ausstattung. Dazu gehören neben der blauen Uniform mit dem deutlich erkennbaren Schriftzug „Kommunaler Ordnungsdienst“ unter anderem ein Erste-Hilfe-Set, ein Dienstmobiltelefon zur Erfassung der Vorgänge, ein Maßband sowie eine Taschenlampe. Zum eigenen Schutz tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zudem eine Schlag- und Stichschutzweste. Ausweisen können sich die Ordnungsdienstmitarbeiterinnen und -Mitarbeiter mit ihrem Dienstausweis.

Übersicht der übertragenen Tatbestände:

Verstöße gegen die Satzung für die Benutzung öffentlicher

Strandanlagen und Freiflächen (dazu zählen auch Straßen, Wege und Plätze):

  • Verstoß gegen das Verbot der Beschädigung von Strandanlagen und Freiflächen, ihrer Bestandteile und Einrichtungen sowie die Verunreinigung durch Wegwerfen und Liegenlassen von Gegenständen
  • Verstoß gegen das Verbot des Grillens außerhalb der hierzu ausgewiesenen Plätze und Bereiche
  • Verstoß gegen das Verbot der Errichtung und des Betriebs von offenen Feuerstellen
  • Verstoß gegen das Verbot der Nutzung und des Betriebs von Wasserpfeifen/Shishas
  • Verstoß gegen das Verbot des Aufstellens von Zelten, Wohnmobilen und Wohnwägen sowie das Nächtigen im Freien außerhalb der hierfür ausgewiesenen Flächen
  • Verstoß gegen das Verbot des Abhaltens oder der Teilnahme an Schulklassen-/Schulfeiern, insbesondere von Abschlussfeiern
  • Verstoß gegen das Verbot des Mitführens von Hunden und sonstigen Tieren in den durch Hinweisschilder gekennzeichneten Strandanlagen und Freiflächen
  • Verstoß gegen die Missachtung der Leinenpflicht von Hunden und sonstigen Tieren auf den Betriebswegen und den nicht durch Hinweisschilder gekennzeichneten Strandanlagen und Freiflächen
  • Verstoß gegen das Verbot der Verunreinigung der Strandanlagen und Freiflächen durch Tierexkremente, ohne die sofortige unaufgeforderte Beseitigung
  • Verstoß gegen das Betretungsverbot der Strandanlagen und Freiflächen aufgrund eines ausgesprochenen Platzverweises durch berechtigte Personen
  • Verstoß gegen das Verbot von Sport und Spiel außerhalb der dafür vorgesehenen Flächen mit der möglichen Gefährdung oder Belästigung anderer
  • Verstoß gegen das Verbot Strandanlagen und Freiflächen außerhalb der zugelassenen Wege, ausgewiesenen Parkflächen und der Bootsstege mit Fahrzeugen aller Art zu Befahren und zu Beparken
  • Verstoß gegen das Verbot der Reinigung von Fahrzeugen aller Art
  • Verstoß gegen das Verbot des Jagens oder Fangens von Tieren sowie das Ausnehmen oder Zerstören von Vogelnestern und Nistkästen
  • Verstoß gegen das Verbot des Verkaufs von Waren aller Art einschließlich der Abgabe von Speisen und Getränken, Durchführung von Werbung aller Art, des Verteilens, Vertreibens oder Anklebens von Druckschriften, des Anbietens gewerblicher Leistungen, des Filmens und Fotografierens zu gewerblichen Zwecken, des Veranstaltens von Vergnügungen und des Abhaltens von Versammlungen sofern jeweils keine Sondererlaubnis der zuständigen Behörde und des Zweckverbands Brombachsee vorliegt

Verstöße gegen die Satzung über die Benutzung der Parkplatzanlagen:

  • Verstoß gegen das Übernachtungsverbot auf den Parkplatzanlagen
  • Verstoß gegen das Verbot der Nutzung der Parkplatzanlagen zu anderen Zwecken, die nicht dem Parken dienen ohne die erforderliche Sondererlaubnis des Zweckverbands Brombachsee
  • Verstoß gegen das Verbot des nicht platzsparenden Abstellens von Fahrzeugen und Anhängern, des Parkens entgegen der vorgegebenen Richtung bzw. außerhalb des markierten Bereichs, des Beparkens von Wegen und Landliegeplätzen, des Querbeparkens von Parkflächen sowie des Einparkens bzw. die Behinderung von Fahrzeugen
  • Verstoß gegen das Verbot des Aufstellens, Abstellens und Errichtens von Tischen und Bänken, Zelten, Vorzelten, Sonnensegeln oder sonstiger Vorbauten auf den Parkplatzanlagen
  • Verstoß gegen das Verbot des Grillens, offenen Feuers und der Errichtung und des Betriebes von Wasserpfeifen/Shishas im Bereich der Parkplatzanlagen
  • Verstoß gegen das Verbot der Beschädigung und Verunreinigung der Parkplatzanlagen und ihrer Bestandteile einschließlich der Verunreinigung durch Wegwerfen und Liegenlassen von Gegenständen
  • Verstoß gegen den Benutzungsausschluss auf Parkplatzanlagen mit Fahrzeugen und Anhängern, die für den öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassen sind
  • Verstoß gegen den Benutzungsausschluss auf Parkplatzanlagen mit Fahrzeugen und Anhängern, die mit feuergefährlichen oder explosiven Stoffen, ätzenden Chemikalien oder sonstigen umweltschädlichen Stoffen beladen sind
  • Verstoß gegen den Benutzungsausschluss auf Parkplatzanlagen mit Fahrzeugen und Anhängern zu parken, die aufgrund ihrer Ausmaße die markierten Abstellflächen überragen und dadurch den zu- und abfließenden Verkehr behindern können

Verstöße gegen die Satzung über die Erhebung von Parkgebühren für die Benutzung der Parkplätze:

  • Verstoß gegen die Parkscheinpflicht

Über den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz
Gegründet wurde der ZV KVS Oberpfalz im November 2014 von 11 Gründungsmitgliedern als „klassischer“ Überwacher des ruhenden und fließenden Verkehrs. Heute erfüllt der Zweckverband diese Aufgabe für mittlerweile über 110 angeschlossene Städte, Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften. Bedingt durch dieses Wachstum hat sich der Zweckverband in den letzten Jahren ständig weiterentwickelt – vom reinen Verkehrsüberwacher zum kommunalen Dienstleister. Schließlich hat er sich ein Ziel gesetzt: Seinen Kommunen, die sich insbesondere im ländlichen Raum befinden, als Dienstleister rund um die Themen Verkehrssicherheit, Mobilität und Ordnung zur Seite zu stehen und gemeinsam mit ihnen an dieser anspruchsvollen Aufgabe zu arbeiten.

100 überschritten

Weitere Einschränkungen in Altmühlfranken

In den vergangenen drei Tagen wurde im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen der Wert 100 bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnern überschritten. Laut der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gelten für den Landkreis ab Dienstag, 30. März 2021 somit strengere Regelungen. 

Heute weist das RKI eine 7-Tage-Inzidenz von 141,4 für den Landkreis auf. An drei aufeinanderfolgenden Tag wurde die 7-Tage-Inzidenz von 100 somit im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen überschritten. Daher gelten ab Dienstag, 30. März strengere Kontaktbeschränkungen. Auch die Öffnung des Einzelhandels, der Sportanlagen sowie der Kulturstätten sind betroffen. Folgende Regelungen gelten ab Dienstag im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: 

  • Kontaktbeschränkungen

Zulässig sind Treffen zwischen Personen aus einem Haushalt mit zusätzlich einer weiteren haushaltsfremden Person. Erlaubt ist weiterhin die wechselseitige, unentgeltliche, nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften, wenn sie Kinder aus höchstens zwei Hausständen umfasst.

  • Nächtliche Ausgangssperre

Von 22.00 bis 05.00 Uhr gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Der Aufenthalt außerhalb einer Wohnung ist untersagt, es sei denn dies ist begründet durch einen medizinischen oder veterinärmedizinischen Notfall oder anderer medizinisch unaufschiebbarer Behandlungen, der Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten oder unaufschiebbarer Ausbildungszwecke, der Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts, der unaufschiebbaren Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger, der Begleitung Sterbender, von Handlungen zur Versorgung von Tieren oder von ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen.

  • Einzelhandel

In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz über 100 liegt, ist die Öffnung von Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe untersagt. Für diese Betriebe ist lediglich die Abholung vorbestellter Ware in Ladengeschäften zulässig („Click&Collect“ bzw. „Call&Collect“). Ausgenommen davon sind die in der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung genannten Betriebe und Ladengeschäfte, die inzidenzunabhängig geöffnet sind.

  • Sportausübung

Es ist nur kontaktfreier Individualsport im Außenbereich mit Personen des eigenen Hausstandes sowie einer weiteren haushaltsfremden Person unter freiem Himmel erlaubt, auch auf Außensportanlagen. Mannschaftssport ist untersagt.

  • Kulturstätten

Die Öffnung von Museen, Ausstellungen, vergleichbaren Kulturstätten sowie zoologischen und botanischen Gärten ist untersagt.

  • Außerschulische Bildung, Musikschulen
    Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie außerschulische Bildungsangebote sind in Präsenzform nicht zulässig. Ausgenommen davon sind Erste-Hilfe-Kurse und die Ausbildung von ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks.

Instrumental- und Gesangsunterricht in Präsenzform ist untersagt.

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen gibt diese Änderung in einem Sonderamtsblatt am Montag, 29. März 2021 bekannt. Die Regelungen gelten dann ab Dienstag, 30. März 2021. Sollte der Inzidenzwert wieder drei Tage hintereinander unter 100 sein, können diese Regelung wieder gelockert werden. Das Landratsamt wird darüber entsprechend informieren.

Alle aktuell gültigen Regelungen finden Sie auch immer auf der Homepage des Landratsamtes unter www.landkreis-wug.de.

Programm des Klosters

Freundeskreis „Kloster Heidenheim“ legt Jahresplanung vor

Die Malerin Sigrid Heyer hat dieses Gemälde vom Heidenheimer Kloster geschaffen.

Noch wissen auch die Verantwortlichen des Freundeskreises „Kloster Heidenheim“ nicht, wie sich das Jahr 2021 darstellen wird. Schlimmstenfalls können keine Präsenzveranstaltungen stattfinden, aber wenn es gut geht, dann ist die Aufnahme der Vortragsveranstaltungen unter Coronabedingungen möglich. Darauf setzen Vorsitzender Reinhold Seefried und seine Mitstreiter.

Das neue Programmheft bezieht sich auf den Zeitraum von Mai bis Dezember. Geplant sind viele Vorträge, Seminare und Konzerte im Kloster und im Münster. Die Schwerpunkte liegen bei den Themen „Geistliches Leben“, „Klostergeschichte“, „Kunst und Kultur am Kloster“, „Lebensthemen“, „Natur und Gesundheit im Jahreskreis“ sowie „Pilgern“.

Wie Vorsitzender Reinhold Seefried in seinem Geleitwort schreibt, steht das Kloster Heidenheim heute für spirituelles Leben und ökumenische Begegnung, für ein vielseitiges Kultur- und Bildungsangebot, für Gastfreundschaft und Genuss. Um die Angebote aufrecht erhalten zu können, ist der Freundeskreis auf die finanzielle Unterstützung von Freunden angewiesen. Deshalb hier das Konto: DE 37 7655 1540 0000 7328 59 (Sparkasse Gunzenhausen) und DE 82 7606 9468 0005 8420 00 (Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhausen).

Es wird versucht, die benediktinisch-klösterlichen Wurzeln und die evangelische Prägung seit der Reformation  in ökumenischen Formen von Gebet und Goöttesdienst zusammen zu führen. In den „beseelten“ Räumen sowie in den Gärten und in der Natur rund um das Kloster  sollen die Menschen zu innerer Einkehr finden, um neue Kraft für den Alltag schöpfen zu können. Das Kloster Heidenheim sieht sich als „Ideenschmiede für gelebte Ökumene“. Darauf ist das geistlich-spirituelle Angebot aufgebaut.

Erhältlich ist das Programm im Kloster (Ringstraße 8). Über das Angebot wird auch im Internet (www.kloster-heidenheim.eu) informiert.

Regelungen für Kitas

Ab Montag gelten neue Festlegungen

Je nach 7-Tage-Inzidenz regelt die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, wie Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen öffnen können. Nachdem der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen laut Angaben des RKI eine 7-Tage-Inzidenz von 100 überschritten hat, gelten ab Montag, 29. März bis Sonntag, 04. April 2021 folgende Regelungen im Landkreis.

Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder sind geschlossen. Regelungen zur Notbetreuung werden vom Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales im Benehmen mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege durch Bekanntmachung erlassen.

Die Schulen sind aufgrund von den Osterferien von den inzidenzabhängigen Regelungen nicht betroffen.

Die Regelungen werden im Amtsblatt am 27. März 2021 veröffentlicht.

Alle Informationen dazu gibt es auch auf der Homepage des Landratsamtes www.landkreis-wug.de

Mehr Schnelltests

Testzentrum in Weißenburg ab Sonntag geöffnet

Ab Sonntag steht auch das Schnelltestzentrum des MVZ Altmühlfranken in Weißenburg zur Verfügung. Landrat Manuel Westphal und der Vorstand des Klinikums Altmühlfranken, Christoph Schneidewin, sind erfreut, dass es diese Testmöglichkeiten nunmehr gibt.

Gemeinsam mit Apotheken, niedergelassenen Ärzten, Kommunen sowie dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) hat das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen verschiedene Testmöglichkeiten im gesamten Landkreis geschaffen. Ab Sonntag steht auch das Testzentrum in Weißenburg, das vom MVZ Altmühlfranken in der Cafeteria des Klinikums in Weißenburg betrieben wird, für Schnelltests zu Verfügung.

Bürgerinnen und Bürger können sich einmal pro Woche kostenlos mit einem Antigen-Schnelltest auf Covid-19 testen lassen. Im gesamten Landkreis gibt es verschiedene Testmöglichkeiten für die Bevölkerung.

Ab Sonntag, 28. März 2021, steht auch das Schnelltestzentrum des MVZ Altmühlfranken in Weißenburg zu Verfügung. Die Schnelltestmöglichkeit befindet sich in der Cafeteria des Klinikums Altmühlfranken in Weißenburg. Der Zugang erfolgt über den Haupteingang. An diesem Sonntag öffnet das Schnelltestzentrum bereits um 11 Uhr.

Ab Montag gestalten sich die Öffnungszeiten zunächst wie folgt: Montag bis Freitag 10.00 bis 12.00 Uhr und Sonntag bis Freitag von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Derzeit sind 36 Tests in der Stunde möglich. Bei Bedarf werden die Öffnungszeiten ausgeweitet.

Termine können unter www.schnelltest-apotheke.de/apotheken/mvz-altmuehlfranken-weissenburg/ vereinbart werden. Die Testperson bekommt dann eine Terminbestätigung sowie einen QR-Code zugewiesen, der gemeinsam mit dem Personalausweis zum Schnelltesttermin mitgebracht werden muss. Das Ergebnis erhält man dann wieder digital per SMS oder E-Mail. Natürlich ist auch eine telefonische Terminvereinbarung während der Öffnungszeiten unter 09141 903-3939 möglich. Das MVZ bittet Testwillige darum, pünktlich, aber nicht zu früh zum Termin zu kommen. Eine Testung kann nur mit einem vorab vereinbarten Termin erfolgen.

Am Testzentrum in Gunzenhausen ist es möglich an Vormittagen von Montag bis Freitag Antigen-Schnelltests durchzuführen. Diese werden nach Voranmeldung über das Portal www.vitolus.de/wug angeboten. Eine Bescheinigung über das Testergebnis wird ausgestellt. Für die Tests ist zwingend der Personalausweis mitzubringen, da nur so eine Bescheinigung über das Testergebnis ausgestellt werden kann.

In Treuchtlingen gibt es an der Altmühltherme eine Schnelltestmöglichkeit, die auf Initiative der Bürgermeisterin Dr. Dr. Kristina Becker sowie der Apothekerin Gesa-Ulrike Bayerköhler entstanden ist. Termine können unter www.schnelltest-apotheke.de vereinbart werden. Die Testperson bekommt dann eine Terminbestätigung sowie einen QR-Code zugewiesen, der gemeinsam mit dem Personalausweis zum Schnelltesttermin mitgebracht werden muss. Das Ergebnis erhält man dann wieder digital. Natürlich ist auch eine telefonische Terminvereinbarung möglich unter 09142 2049900, das Ergebnis wird einem dann ausgedruckt vor Ort übergeben.

Zudem bieten einige niedergelassene Ärzte und Apotheken im Landkreis Schnelltestmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger an. Die Apotheken im Landkreis, die Schnelltests anbieten, können Sie der Liste auf unserer Homepage unter www.landkreis-wug.de/corona-schnelltestangebote/ entnehmen.

„Ich bedanke mich ganz herzlich bei den beteiligten niedergelassenen Ärzten, Apotheken und dem Team am Testzentrum der Altmühltherme in Treuchtlingen, aber auch beim MVZ Altmühlfranken für den kurzfristigen Aufbau der umfangreichen Schnelltestmöglichkeit in Weißenburg! Das Testangebot am Testzentrum in Gunzenhausen wird durch die anderen Möglichkeiten in der Fläche nochmal stark ergänzt. Dank dieses großen Engagements können wir im gesamten Landkreis verschiedene Schnelltestmöglichkeiten für die Bevölkerung anbieten! Das ist ein sehr wichtiger Schritt bei der Bekämpfung der Pandemie sowie auch mit Blick auf weitere Öffnungsschritte im kommenden Frühjahr!“, so Landrat Manuel Westphal.

Kompetenz bündeln!

Wirtschaftsverbände fordern deutliche Aufwertung beider Berufsschulstandorte

Die Vertreter der Handwerksbetriebe und der regionalen Wirtschaftsverbände haben sich mit einem gemeinsamen Appell an Landrat Manuel Westphal gewandt, um die beiden bestehenden Berufsschulstandorte in Weißenburg und Gunzenhausen langfristig zu leistungsstarken Kompetenzzentren auszubauen. Dazu gilt es an beiden Standorten die Chancen und Optionen für eine zukünftige Stärkung zu planen und notwendige Voraussetzung dafür zu schaffen.
Aus aktuellem Grund geht es zunächst um den Standort Gunzenhausen, da der Kreistags-Schulausschuss beschlossen hat, die Entscheidung über den Umbau der Berufsschule in Bezug auf einen Erweiterungsbau für das Bäckerhandwerk wegen eines weiteren Raums für die Ausbildung der Metzger so lange zu verschieben, bis eine konkrete Kostenermittlung vorliegt.
Dieses Vorgehen eröffnet nämlich jetzt eine realistische Chance für eine Zusammenführung der Ausbildungskompetenzen im Bereich der Lebensmittelberufe an einem einzigen zukunftsfähigen Berufsschulstandort. Durch die Verlegung des Unterrichts für Auszubildende der Bäcker von Ansbach und Weißenburg nach Gunzenhausen und der Metzger von Weißenburg nach Gunzenhausen bieten sich sinnvolle Synergien, die es zu nutzen gilt. Zum einen der Erhalt der Ausbildungsstelle im Landkreis bzw. der Region und zum anderen die Möglichkeit auch mit anderen Berufssparten im Lebensmittelbereich hier sinnvolle Ausbildungskonzentrationen aufzugreifen, die wie etwa die Hauswirtschafterinnen ja bereits am Standort Gunzenhausen angesiedelten. Auch aus diesem Grunde ist gerade die Bündelung dieser Kompetenzen an einem Standort, an dem ohnehin neu geplant und entsprechend gebaut wird, eine bedeutende Investition in die Zukunft. Eine
Zusammenlegung der Ausbildungsstätten an einem Standort in Gunzenhausen wird diesen auf Dauer stärken, attraktiver machen und der Region die Möglichkeit geben, ein zukunftsfähiges Ausbildungszentrum für Lebensmittelberufe entstehen zu lassen, das in ganz Mittelfranken seinesgleichen sucht.
Die geäußerten Bedenken, wegen der aktuell geringen Nachfrage in den beiden Ausbildungszweigen Bäcker und Metzger sind natürlich in der Abwägung zu berücksichtigen, sie dürfen aber den Blick für einen zukunftsorientierten Ausbildungsstandort handwerklicher Lebensmittelverarbeitungsberufe nicht verstellen. Zudem ist gerade im Fleischerhandwerk die Zahl der Auszubildenden wieder erfreulich gestiegen, weshalb die Bildung einer Berufsschulklasse möglich geworden ist. Gerade das ist wiederum als ein Signal für die Notwendigkeit einer in die Zukunft weisenden Lösung anzusehen.
Das gemeinsame Anliegen von Alexander Herzog (stellv. Obermeister der Bäcker-Innung Westmittelfranken und Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Gunzenhausen), Peter Grötsch (stellv. Obermeister der Metzger-Innung Mittelfranken-Süd), Hermann Grillenberger, (Kreishandwerksmeister Mittelfranken-Süd) sowie Dr. Simon Amesöder, (Vorsitzender des IHK-Gremiums Weißenburg-Gunzenhausen) hat das Potential, sich zu einem Beispiel gebenden Projekt zu entwickeln und wird die gesamte Region stärken und weiter voranbringen.
Zusätzlich ist zu bedenken, dass gerade der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen eine landesweit überragende Bedeutung für das Metzgerhandwerk besitzt. Denn mit drei Dutzend zertifizierten
Handwerksmetzgereien verfügt er in dieser Branche über eine Unternehmensdichte, die weder irgendwo sonst in Bayern noch kaum an anderer Stelle in Deutschland erreicht wird. Dies spricht ebenfalls eindeutig dafür, dass eine sinnvolle Bündelung von Lehrkompetenzen vorgenommen werden sollte und dass diese dann aber auch an einem Standort und zwar in Gunzenhausen zusammengeführt werden müssen, um dem Nachwuchs attraktive und innovative Ausbildungskonzepte anbieten zu können.

In diesem Zusammenhang muss auch darauf hingewiesen werden, dass gerade für das Lebensmittelhandwerk – und hier speziell für die Bäckerei und Metzgerei – eine positive Trendwende zu beobachten ist. In den USA und zunehmend auch in Europa mehren sich die Neugründungen
hochinnovativer Bäckerei- und Metzgerei-Manufakturen und weisen den Weg in eine kreative Handwerkszukunft. Es wird gerade beim Lebensmitteleinkauf wieder Wert auf überschaubare Strukturen und authentische Handwerksprodukte gelegt. Diesen Trend dürfen wir bei der anstehenden Entscheidung nicht aus dem Auge verlieren. Wir sollten im Gegenteil dafür sorgen, dass sich dieser verstärken kann und müssen die daher die dafür notwendigen Voraussetzungen schaffen.
Auch die – leider erst durch die Corona-Krise in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückten Situationen in den großen Fleischverarbeitungsbetrieben in Nordwestdeutschland werden mit
Sicherheit dazu beitragen, dass die Nachfrage der Konsumenten nach regionalen, handwerklich hergestellten Produkten weiter zunehmen wird. Auch das sollte in den Abwägungen bedacht werden. Der im Bayerischen Landtag eingebrachte Dringlichkeitsantrag zur Entwicklung eines dezentral ausgerichteten Schlachthofkonzepts tendiert zusätzlich in diese Richtung.
In einer solchen Zeit darf man die Entscheidung über zukunftsfähige Ausbildungsstandorte des Handwerks nicht allein und ausschließlich an den aktuellen Nachfragedaten nach Ausbildungsplätzen festmachen.

Außerdem möchten die eingebundenen Wirtschaftsverbände an dieser Stelle unterstreichen, dass die erforderlichen Kosten für die Realisierung des Projektes – vor allem für die technische Ausstattung – sich dadurch deutlich eingrenzen lassen, dass z.B. Maschinenbau-Unternehmen aktiv mit eingebunden werden, die für das Bäcker- und Metzgerhandwerk notwendige technische Geräte herstellen. Dies sollte bei der jetzt geplanten Erhebung der Kosten auf jeden Fall mitberücksichtigt werden.
Wir sind überzeugt davon, dass sowohl das Bäcker- wie auch das Metzgerhandwerk ihre regionalwirtschaftliche Bedeutung – gerade in unserem Raum – noch ausbauen kann und wird. Darauf müssen wir mit ausreichenden und qualitativ hochwertigen Ausbildungskapazitäten
vorbereitet sein.
Daher appellieren die Verbände an Landrat Westphal, am Standort Gunzenhausen eine auf die Zukunft ausgerichtete Kapazität für Lehrberufe im Bereich Bäcker und Metzger zu schaffen und die hierfür erforderlichen Mittel bereit zu stellen. Für eine Investition in die Zukunft und für eine Stärkung der Region Altmühlfranken!
Für den Standort Weißenburg bedarf es aber ebenso einer zukunftsfähigen Ausrichtung. Diese sehen die Wirtschaftsverbände ergänzend zum kaufmännischen vor allem im technischen Bereich, aufbauend auf den bisher bereits vorhandenen Berufsbildern sowie den Bedürfnissen der regionalen Industrie. Als bedeutender Industriestandort im Landkreis ist eine klare Profilbildung erforderlich, welche u.a. die Felder Produktion und Automatisierung in den Fokus stellen sollte. Seitens der Wirtschaft wird auch hier eine aktive Unterstützung zugesagt, um die genannte Zielsetzung zu erreichen. Geeignete Randbedingungen müssen aber von den zuständigen Behörden geplant und geschaffen werden.

Landrat Manuel Westphal wurde mit Nachdruck das ausdrückliche Anliegen der Wirtschaft vorgestellt, dass beide Berufsschulstandorte in Gunzenhausen und Weißenburg gleichermaßen als starke Ausbildungsstätten unserer Region gefördert werden.
In diesem Sinne halten die Wirtschaftsverbände als ersten und jetzt aktuell anstehenden Schritt, den Erweiterungsbau für das Bäckerhandwerk sowie die Schaffung geeigneter Räumlichkeiten für die Ausbildung der Metzger als notwendige Maßnahme für zwingend erforderlich und haben darum gebeten, die Umsetzung weiter voranzutreiben.


V.i.S.d.P: Alexander Herzog, Stellv. Obermeister der Bäcker-Innung Westmittelfranken & Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Gunzenhausen im Auftrag von Peter Grötsch, Stellv. Obermeister der Metzger-Innung Mittelfranken-Süd, Hermann Grillenberger, Kreishandwerks meister Mittelfranken-Süd sowie Dr. Simon Amesöder, Vorsitzender des IHK-Gremiums Weißenburg-Gunzenhausen