Es geht voran

Architektenvertrag für Bahnhofssanierung unterschrieben

Setzten ihre Unterschrift unter den Vertrag: Architekt Norbert Raith (links) und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. Foto: StGun Grosser

Für die Stadt Gunzenhausen ist es ein historischer Schritt: In der letzten Stadtratssitzung wurde eine wichtige Entscheidung zur Revitalisierung des in die Jahre gekommenen Bahnhofsgebäudes getroffen. So wählten die Stadtratsmitglieder ein Architekturbüro aus, das die Sanierungsplanungen nun weiter vorantreiben soll. Trotz hochkarätiger Mitbewerber hatte das Kelheimer Architekturbüro Raith am Ende die Nase vorn. Die Architekten gelten als ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Bahnhofsgebäudesanierungen und haben in der Vergangenheit unter anderen den Regensburger Bahnhof auf Vordermann gebracht. Nun wurden im Rathaus die Verträge für die Architektenleistungen unterzeichnet.

„Wir sind froh mit dem Architekturbüro Raith einen erfahrenen Partner an unserer Seite zu haben“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Die Metamorphose des Bahnhofsgebäudes, von einer mittlerweile eher unschönen Haltestation hin zu einem strahlenden und zukunftsfähigen Mobilitätszentrum, ist ein langer Weg. Mit der Unterzeichnung der Architektenverträge gehen wir jetzt die ersten Schritte.“ Anfangs werden die Grundlagen ermittelt und der Bestand untersucht. Für Gebäudestatik und Schadstoffuntersuchungen müssen weitere Fachbüros beauftragt werden. „Wenn es gut läuft, liegen möglicherweise bereits im nächsten Frühjahr erste Ergebnisse vor“, betont Stadtbaumeisterin Simone Teufel. „Wir wollen den Geist des Objekts bewahren und gleichzeitig die Mobilitätswende in Gunzenhausen weiter voranbringen. Wir freuen uns auf die große Aufgabe.“ 

Ein Konzert-Highlight zum Re-Start

Das Jewish Chamber Orchestra Munich gastiert in der ehemaligen Synagoge Hainsfarth

Foto: Stefan Randlkofer

In Zeiten von Corona war es nicht nur in der ehemaligen Synagoge in Hainsfarth still geworden, vor allem die Kultur hat unter den Einschränkungen hörbar gelitten. Jetzt kann endlich wieder Leben stattfinden in den denkmalgeschützten Räumen. Gleich zu Beginn warten die Veranstalter um die Vorsitzende des Freundeskreises, Sigried Atzmon, mit einem Highlight auf: am Dienstag, 14. September 2021, 19 Uhr, gastiert das international bekannte Jewish Chamber Orchestra Munich im Rahmen ihrer Synagogentournee in Hainsfarth.

Dem Ensemble um seinen künstlerischen Leiter Daniel Grossmann geht es mit seiner Arbeit darum, jüdische Gegenwartskultur lebendig und für jeden hör-, erleb- und sichtbar zu machen. Es ist ein Orchester für alle Nationen und Religionen. Seine Musiker kommen aus über zwanzig Ländern, sind jüdisch und nicht-jüdisch und leben überwiegend in Deutschland. Auf höchstem künstlerischen Niveau pflegt das Orchester (kurz: JCOM) die reiche jüdische Musiktradition, das vom Barock bis in die Gegenwart reicht. Es bringt vergessene jüdische Konponist_innen ans Licht und füllt ehemalige Orte jüdischen Lebens mit lebendiger Kultur. So auch die Synagoge in Hainsfarth, in der das JCOM schon mehrmals zu hören war.

Das Programm am 14. September wird im Wesentlichen aus zwei Teilen bestehen: aus der Suite für Kammerorchester von 1921 von Erwin Schulhoff und dem Melodram „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Maria Rilke“, das der Komponist Victor Ullmann kurz vor seinem Tod im Konzentrationslager Theresienstadt vertont hat. Schulhoffs Suite spiegelt musikalische Einflüsse der „Roaring Twenties“ wieder, in denen dieses Werk entstand. Darin sind Stile und Elemente der aufkommenden Jazzmusik und verschiedener, damals gerade angesagter Tanzstille verarbeitet: Ragtime, Valse, Boston, Tango, Shimmy, Step und Jazz. Das Melodram von Victor Ullmann entstand im Konzentrationslager und ist die letzte Komposition, die der österreichische Komponist vor seiner Deportation und Ermordung fertig stellen konnte. Er vertont darin Ausschnitte einer Erzählung von Rainer Maria Rilke, die die Erlebnisse eines jungen Fahnenträgers von Kriegsbegeisterung über eine Liebesgeschichte bis zum Gefechtstod schildert – mit heutigem Blick auf die Umstände der Entstehung eine zumindest wohl äußerst interessante Auswahl einer literarischen Vorlage.

Karten für diese ganz besondere  Veranstaltung gibt es im Vorverkauf bei Bücher Lehmann in Nördlingen und in der Tourist Information in Oettingen. Natürlich gelten die gerade aktuellen Corona-Hygienebestimmungen (geimpft, genesen, getestet).

Wer macht mit?

Herausragende Klimaschutz-Initiativen gesucht

Mitmachen lohnt sich – bis Mitte September können nachhaltige Klimaschutzprojekte bei der Bayerischen Staatsregierung eingereicht werden. Foto: LRA

In Bayern wird erstmals der Bayerische Klimaschutzpreis vergeben. Bis 19. September können Privatpersonen, Freizeitgruppen, Nachwuchsforschende, Vereine, Betriebe oder Kommunen mit ihrem besonderen Engagement rund um den Klimaschutz vorgeschlagen werden.

Klimaschutz beginnt im Alltag: Wer mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, auf eine regionale Ernährung achtet, oder beim Kauf von Elektrogeräten und Heizungsanlagen auf einen sparsamen Verbrauch und energieeffiziente Technik setzt, leistet einen Beitrag.

Darüber hinaus gibt es innovative Lösungen, nachhaltige Produkte, neue Technologien und clevere Strategien, die die CO2-Emissionen reduzieren und Anderen als Vorbild dienen. „Auch in Altmühlfranken stellen sich viele Menschen mit beispielhaften Projekten dem Klimawandel. Nehmen Sie teil und schlagen Sie diese Personen oder Gruppen vor“, wirbt Landrat Manuel Westphal für den Wettbewerb.

Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben: In der ersten Kategorie sollen Privatpersonen ausgezeichnet werden, die sich um den Schutz des Klimas oder die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels besonders verdient gemacht haben. Die zweite Kategorie ist für juristische Personen mit herausragendem Engagement vorgesehen, also etwa eingetragene Vereine, Kommunen oder Betriebe.

Wichtig ist der Bezug zu Bayern: Entweder haben die Teilnehmer ihren dauerhaften Hauptwohnsitz oder Firmensitz im Freistaat, oder sie engagieren sich in Bayern für den Klimaschutz oder die Klimaanpassung. Die Initiative sollte bereits laufen, sichtbare Ergebnisse zeigen oder wenn sie schon abgeschlossen ist, in die Gegenwart wirken.

Eine unabhängige Jury ermittelt die Preisträger. Die Ausgezeichneten erhalten ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro, einen Imagefilm und eine Siegertrophäe. Die Preise werden Ende des Jahres von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber überreicht. Organisiert wird der Wettbewerb von der Landesagentur für Energie und Klimaschutz im Landesamt für Umwelt.

Das Vorschlagsformular ist online unter www.lenk.bayern.de/klimaschutzpreis/ zu finden.

Musik im “Bandhaus”

Im Gunzenhäuser Bandhaus sind wieder Kapazitäten frei

Stadtjugendpflege Zilcher lädt die Musikgruppen ein, im “Bandhaus” zu üben.

Zu laut, kein geeigneter Raum und dann auch noch immer wieder diese mühsame Schlepperei über mehrere Etagen hinweg – zahlreiche Bands können ein lautes Lied davon singen: Einen geeigneten Platz zum Proben und Spielen zu finden, ist gar nicht so leicht. Für diese Musikgruppen wurde bereits vor fast zehn Jahren das Gunzenhäuser Bandhaus ins Leben gerufen. Hier stehen mehrere Proberäume für Nachwuchsbands zur Verfügung, es gibt keine lärmgeplagten Nachbarn oder bauliche Einschränkungen. Besondere Voraussetzungen um ins Bandhaus ziehen zu können, müssen die Musikerinnen und Musiker nicht erfüllen. „Bei uns ist jede Musikrichtung herzlich willkommen“, so Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher. „Die Bands können fast rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche proben, je nach Wunsch und Laune. Das bietet fast kein anderer Proberaum.“

Das Gunzenhäuser Bandhaus befindet sich in zentraler Lage hinter der Jola, gegenüber vom FC-Gelände. Mit dem Auto kann bis vor die Eingangstür gefahren werden. Das Haus ist ebenerdig begehbar, Ausrüstung und Instrumente müssen also nicht in andere Stockwerke getragen werden. Zudem werden Räume fest an Bands vergeben, so dass das Equipment nach dem Proben stehen bleiben kann. „Insgesamt können sechs Bands im Haus proben, die sich aufgrund eines Probeplans auch nicht in die Quere kommen. Den Plan gestalten die Bands selbst. Dazu bekommt jede Gruppe einen eigenen Schlüssel“, betont Helmar Zilcher.

Momentan ist das Bandhaus zur Hälfte belegt, neue Gruppen sind also willkommen. Als kleine Miete werden monatlich 10 Euro pro Bandmitglied erhoben. Wer Interesse hat, kann sich gerne an Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher unter Tel.: 09831/508122 oder E-Mail unter stadtjugendpflege@gunzenhausen.de wenden.

“Altmühlfranken” stärken

Kreisversammlung der FDP im Parkhotel Gunzenhausen

Nach der Wahl von drei neuen Beiratsmitgliedern ist die Vorstandschaft des FDP-Kreisverbands Weißenburg-Gunzenhausen nun wieder komplett. Außerdem hat Robin Dienst (Treuchtlingen) von Lukas Gerhardt (Pleinfeld) die Funktion des Schatzmeisters übernommen.

Auf ihrer Mitgliederversammlung im Parkhotel Altmühltal wählten die Mitglieder unter der Leitung des stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Markus Lüling (Lauf) Julia Bernwald (Gunzenhausen), Dr. Thomas Kestler (Weißenburg) und Lukas Gerhardt (Pleinfeld)  als Beisitzer.  Somit ist das Gremium nach dem Verzicht von Susanne Geilhardt (Pleinfeld) und Winni Rathsmann  (Muhr am See) wieder  vollständig.

Auf dem Landesparteitag ist der Kreisverband künftig mit seinem Kreisvorsitzenden Thomas Geilhardt (Pleinfeld), Timo Jungwirth (Gunzenhausen-Aha) sowie Alan Canepa (Weißenburg) vertreten, Ersatzleute sind Jürgen Meyer (Gunzenhausen), Julia Bernwald (Gunzenhausen)und Susanne Geilhardt (Pleinfeld).  Auf dem Bezirksparteitag sind Thomas Geilhardt (Ronald Nowotsch, Ramsberg), Alan Canepa (Jürgen Meyer) und Timo Jungwirth (Lukas Gerhardt) stimmberechtigt.

Dr. Hermann Drummer, der Weißenburger Ortsvorsitzende, kündigte seinerseits die Vorlage eines Tourismuskonzepts für Altmühlfranken an, in dem die touristischen Highlights quasi als „Erlebniskette“ ausgewiesen werden. Wichtig ist ihm, eine Markenentwicklung herbeizuführen.

Nach Ansicht von Werner Falk, dem Vorsitzenden der FDP-Kreistagsfraktion, soll die Marke „Altmühlfranken“ stärker in das fortzuschreibende Leitbild des Tourismusverbands Fränkisches Seenland und auch des Landkreises Eingang finden. Für ihn ist das Seenland unter den 16 fränkischen Tourismusregionen gut platziert (9. Rang). Für unbefriedigend hält er es, dass nach wie vor die Übernachtungen in den vielen kleinen Beherbergungsbetrieben  (bis neun Betten) nicht in die amtliche Statistik Eingang finden, so dass die Zahlen des Statistischen Landesamts differenziert zu sehen sind.  Erfasst werden bisher nur die Übernachtungen in den gewerblichen Betrieben (10 und mehr Betten). Derzeit gibt es im Fränkischen Seenland 367 Übernachtungsbetriebe, davon 292 Ferienwohnungen, 20 Pensionen und 55 Gasthöfe und Hotels.

In einem Beschluss, der auf Antrag von Alan Canepa (Weißenburg) zustande gekommen ist, fordert der Kreisverband eine zeitnahe Vereinfachung der umweltgerechten Modernisierung von Miethäusern. Im Einkommensteuergesetzes sollen demnach energetische Modernisierungsmaßnahmen nach KfW-Standards künftig von der 15-%-Grenze für Immobilienanschaffungen innerhalb von drei Jahren ausgeschlossen werden, wenn das Objekt selbst älter als zehn Jahre alt ist.

Impftermine im Kreis

Impfungen gegen das Coronavirus in Weißenburg-Gunzenhausen

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gibt es für Impfwillige weiterhin verschiedene Möglichkeiten, eine Impfung gegen das Coronavirus zu erhalten. Neben den Angeboten der niedergelassenen Ärzte bietet das Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen verschiedene Sonderimpfaktionen für impfwillige Personen ab 12 Jahren an. Vulnerable Personengruppen können zudem bereits Auffrischimpfungen erhalten.

Auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen steigen die Corona-Infektionen wieder deutlich an, dabei sind insbesondere ungeimpfte Personen betroffen. Um besonders die vulnerablen Personengruppen auch bei steigenden Inzidenzen weiterhin ausreichend zu schützen, sind für diese Personen nun Auffrischimpfungen vorgesehen.

Das Angebot der dritten Impfung richtet sich dabei an Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen, Personen mit einer Immunschwäche oder Immunsuppression sowie pflegebedürftige Menschen in ihrer eigenen Häuslichkeit und Menschen ab 80 Jahren.

Auch Personen, die zwei Impfungen mit dem Impfstoff von Astra Zeneca oder eine Impfung mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson erhalten haben, wird eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff von Moderna oder Biontech angeboten. Die Auffrischimpfungen können allerdings frühestens sechs Monaten nach Abschluss der ersten Impfserie durchgeführt werden.

Das bedeutet, dass nun gerade Personen in Alten- und Pflegeheimen eine dritte Impfung angeboten werden kann. Wie bereits zu Beginn der Impfaktionen im Landkreis werden die Auffrischimpfungen in den Heimen begonnen, voraussichtlich Mitte September. Personen, die ebenfalls zur oben erklärten vulnerablen Personengruppe gehören, können sich auch am Impfzentrum in Gunzenhausen ein drittes Mal impfen lassen. Das Impfzentrum benötigt dazu auf jeden Fall den Impfnachweis sowie einen Nachweis, dass die impfwillige Person der aufgeführten vulnerablen Personengruppen angehört (bei immungeschwächten oder immunsupressiven Personen eine ärztliche Bescheinigung).

Da wissenschaftliche Studien Hinweise dafür liefern, dass bei über 80-Jährigen oder Immungeschwächten mit einer nachlassenden Immunität zu rechnen ist, sind Auffrischimpfungen für die genannten Personengruppen wichtig. Ausbrüche mit schweren Verläufen können so insbesondere in Alten- und Pflegeheimen vermieden beziehungsweise eingeschränkt werden.

Für andere Personengruppen als die oben genannten sind Auffrischimpfungen derzeit nicht vorgesehen.

Impfungen für Kinder ab 12 Jahren

Kinder ab 12 Jahren können am Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen ebenfalls gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff von Biontech oder Moderna geimpft werden. Das Impfzentrum bietet dazu zum Beginn des neuen Schuljahres eine spezielle Sonderimpfaktion an.

Impfwillige Personen zwischen 12 und 18 Jahren können dazu ohne Termin und Voranmeldung am Samstag, 18. September 2021 zwischen 10.00 und 14.00 Uhr in das Impfzentrum nach Gunzenhausen kommen. Geimpft wird an diesem Tag ausschließlich mit dem Impfstoff von Biontech. Selbstverständlich können Kinder und Jugendliche aber auch im Rahmen der sonstigen Impfaktionen im Impfzentrum geimpft werden. Bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren muss zwingend ein Elternteil bei der Impfung anwesend sein und in die Impfung einwilligen.

Weitere Sonderimpfaktionen

Impfwillige können weiterhin die folgenden Sonderimpfaktionen des Impfzentrums ohne Termin und Voranmeldung nutzen:

Feierabendimpfung mit Moderna (ab 12 Jahren)

JEDEN Montag, 16.00-19.00 Uhr

Feierabendimpfung mit Johnson&Johnson (ab 18 Jahren)

JEDEN Dienstag, 16.00-19.00 Uhr

Feierabendimpfung mit Biontech (ab 12 Jahren)

JEDEN Donnerstag, 16.00-19.00 Uhr (ab dem 02.09.2021)

JEDEN Freitag, 15.00-19.00 Uhr

Bei allen Sonderimpfaktionen des Impfzentrums ist es nicht notwendig, gleich zu Beginn vor Ort zu sein, da genügend Impfstoff vorhanden ist. Das Impfzentrum bittet dies zu beachten, da es andernfalls zu längeren Wartezeiten kommen könnte.

Auch niedergelassene Arztpraxen bieten weiterhin Impfungen gegen das Coronavirus an. 

In voller Pracht

1.500 Quadratmeter Blühwiesen in Oettingen

Horst Hien, Betreuer für kommunale Kunden bei der N-ERGIE, machte sich zusammen mit Bürgermeister Thomas Heydecker ein Bild von der Blühwiese in Oettingen. Foto: N-ERGIE

Aus Fördercent werden bunte Blumenmeere: Als Folgeprojekt ihres Ökostromprodukts STROM PURNATUR legt die N-ERGIE in der Region mehrere Blühwiesen an. Auf insgesamt 60.000 Quadratmetern entstehen Blühflächen in ganz Franken – rund 1500 Quadratmeter davon in Oettingen, verteilt auf zwei Flächen im Stadtgebiet. Die Samen wurden im Frühjahr durch den Bauhof ausgebracht, nun machte sich Horst Hien, Betreuer für kommunale Kunden bei der N-ERGIE, zusammen mit dem Ersten Bürgermeister Thomas Heydecker ein Bild von der Blühwiese.

Für jede Kilowattstunde, die die Kund*innen des regionalen Ökostromprodukts STROM PURNATUR verbrauchen, fließt ein Cent (netto) in Umweltprojekte in der Region. Unter anderem wurde auf diese Weise zuletzt die erste SunOyster Süddeutschlands finanziert. Diese Kombination aus Photovoltaik und Solarthermie erzeugt im Nürnberger Tiergarten Strom und Wärme. Die in der Region verteilten Blühwiesen werden ein weiteres gut sichtbares Zeichen für das Engagement der STROM PURNATUR Kund*innen.

„Beitrag für Biodiversität in der Region“

„Insekten und Bienen sind für uns Menschen überlebenswichtig und deshalb unersetzlich. Ohne ihre täglichen Besuche bei den Blüten würden an Obstbäumen, Beerensträuchern und Gemüsepflanzen keine Früchte wachsen. Ich freue mich sehr, dass die N-ERGIE mit diesem Projekt zur Erhaltung dieses Lebensraumes beiträgt. Noch dazu sind die Blühwiesen eine wahre Augenweide“, sagt Erster Bürgermeister Thomas Heydecker.

„Da für uns Umwelt- und Klimaschutz beiderseits sehr wichtig sind, ist es uns ein großes Anliegen, auch einen Beitrag für Biodiversität in der Region zu leisten. Mit einem Teil der Einnahmen aus dem PURNATUR-Cent fördern wir deshalb zahlreiche Blühwiesen, die besonders den Insekten zugutekommen und ein optisches Highlight bilden“, sagt Horst Hien, Betreuer für kommunale Kunden bei der N-ERGIE.

Verschiedene Mischungen aus heimischen Pflanzen

In Oettingen wurde eine Mischung angesät, die aus heimischen Pflanzen besteht und für den Einsatzort bestens geeignet ist: eine Mischung für Feldrain und Saum.

Im Frühjahr wurden in der Region weitere, an die jeweiligen Ursprungsgebiete angepasste Blühpflanzenmischungen angesät – unter anderem in Iphofen, Seinsheim und Rödelsee. Zudem erhalten alle Gemeinden, die am Projekt teilnehmen, ein Insektenhotel, das im Bereich der Blühwiesen aufgestellt wird. Die Insektenhotels werden gefertigt von der Behindertenhilfe „Barmherzige Brüder“ in Gremsdorf.


Trikommunal unterwegs

Jubiläumsradfahrt von Saint-Junien und Żukowo nach Wendelstein


Die Unterzeichnung der trikommunalen Partnerschaft des Marktes
Wendelstein mit der polnischen Stadt Żukowo in Pommern und der französischen Stadt Saint-Junien im Département Haute-Vienne jährt sich in diesem Jahr zum 20. Mal. Aus diesem Anlass machen sich 27 Franzosen und zehn Polen auf dem Fahrrad auf in die mittelfränkische Partnerkommune.

Auf elf Etappen erstreckt sich die rund 1300 Kilometer lange Fahrt. Die Gäste aus Saint-Junien starteten ihre Tour am Dienstag, 17. August, einen Tag vorher machten sich bereits die polnischen Freunde auf den Weg. Die Begleitpersonen mitgezählt, werden rund 50 Personen erwartet.
Bevor die Radfahrerinnen und Radfahrer gemeinsam im Markt Wendelstein eintreffen, geplant ist dies am Donnerstag, 26. August, gegen 16 Uhr, wird die französische Gruppe einen Zwischenstopp im Bezirksrathaus in Ansbach einlegen. Gegen 12 Uhr wird die Ankunft erwartet. Bezirksrat Hans Henninger wird die Sportlerinnen und Sportler im Freien, auf dem Gelände des Bezirksrathauses an der Danziger Straße 5, begrüßen und zu einem Imbiss einladen.
Am nächsten Tag, Freitag, 27. August, steht unter anderem die Enthüllung
einer Skulptur zur Erinnerung an frühere Radferntouren in den Jahren
2018 und 2016 auf dem Programm. Nach Bad Windsheim, in das Fränkische
Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken, fährt die trikommunale Gruppe am Samstag, 28. August. Die Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten und Beauftragte für die Regionalpartnerschaft des Bezirks mit Pommern, Christa Naaß, und Bezirksrätin Maria Scherrers, Beauftragte des Bezirkstages
für die Regionalpartnerschaften mit der Region Nouvelle-Aquitaine und
den drei Départements Haute-Vienne, Creuse und Corrèze, werden die Gäste um 10 Uhr im Eingangsbereich begrüßen. Auch der stellvertretende Museumsleiter Dr. Markus Rodenberg wird die Besucher willkommen heißen.

Mit dem Ranger unterwegs

Faszination Steinbruch – Leben am Extremstandort

Steinbrüche wirken auf den ersten Blick oft kalt und lebensfeindlich, doch hier lohnt es sich genauer hinzuschauen, denn sie stecken voller Überraschungen.

Am Sonntag, 29. August, zeigen die Naturpark-Rangerinnen Birgitta Hohnheiser und Ann-Katrin Frisch was sich alles in den Steinbrüchen versteckt und wie sich die Pflanzen und Tieren an diesen Extremstandort angepasst haben. Treffpunkt ist um 13.15 Uhr am Bahnhof in Solnhofen. Dauer 3-4 Stunden.

Eine Anmeldung für die kostenlose Führung ist notwendig und kann telefonisch beim Informationszentrum Naturpark Altmühltal unter 08421/9876-0 oder online www.naturpark-altmuehltal.de/fuehrungen/ erfolgen.

Neuer Vorstand

LAG Altmühlfranken wählte für drei Jahre neu

Die neue Vorstandschaft der Aktionsgruppe Altmühlfranken.

Turnusmäßig standen bei der Lokalen Aktionsgruppe Altmühlfranken im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung Neuwahlen an. Neben dem Vorstand wurden auch die Mitglieder des Steuerkreises für die Dauer von drei Jahren neu bestellt.

2014 wurde die LAG Altmühlfranken gegründet. Eine Lokale Aktionsgruppe ist Grundvoraussetzung dafür, dass sich eine Region um die Teilnahme am LEADER-Programm der Europäischen Union bewerben kann. Zum ersten Vorsitzenden wurde der damalige Landrat Gerhard Wägemann gewählt, der das Amt auch nach seinem Ausscheiden als Landrat bis jetzt weitergeführt hatte.

Die Mitgliederversammlung nahm er zum Anlass, eine kurze Bilanz zu ziehen. Seit Beginn der Förderperiode ist es gelungen, 34 Projekte mit Fördermitteln zu unterstützen. Über 1,9 Millionen Euro wurden dafür bereits bewilligt. Jüngstes Projekt, das erst kürzlich seiner Bestimmung übergeben wurde, ist die Pumptrack-Anlage in Weißenburg. Aber auch die Erlebnismosterei in Nennslingen, die Erfinder-Werkstatt im Museum Treuchtlingen, Infotafeln im Fränkischen Seenland, Radwegebeschilderung an den touristischen Hauptradrouten und vieles mehr konnte dank LEADER in Altmühlfranken realisiert werden.

Zum neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder nun einstimmig Landrat Manuel Westphal. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und auf spannende Ideen zur Stärkung unserer Region. Mit LEADER haben wir ein Instrument zur Verfügung, mit dem wir bei der Umsetzung von Projekten gezielt unterstützen können,“ so Westphal. Gleichzeitig bedankte er sich bei seinem Amtsvorgänger und den ausscheidenden Vorstands- und Steuerkreis-Mitgliedern für die geleistete Arbeit.

Ebenfalls neu in den Vorstand gewählt wurden Angela Novotny von der Hermann Gutmann Stiftung sowie die Treuchtlinger Bürgermeisterin Dr. Dr. Kristina Becker. Weiterhin im Vorstand vertreten sind Andreas Gebhardt als stellvertretender Vorsitzender und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz als Schatzmeister. Auch im Steuerkreis gab es einige personelle Veränderungen. Neu dabei sind Bürgermeister Bernd Drescher, Markt Nennslingen, Bürgermeisterin Susanne Feller, Markt Heidenheim, Jürgen Pfeffer, Sparkasse Gunzenhausen, Matthias Richter, Kreisjugendring und Hans-Heinrich Häffner, Kulturinitiative Altmühlfranken.

Die derzeitige LEADER-Förderperiode läuft noch bis 31. Dezember 2022. Gute Ideen für die Region sind also weiterhin gefragt! Die Geschäftsstelle der LAG Altmühlfranken berät bei allen Fragen rund um eine mögliche LEADER-Förderung, Kontakt: Carolin Tischner, Tel. 09141 902-193.