Testzentren am See

Nun auch in Wald und Schlungenhof

Beim Restaurant “Strandblick” in Schlungenhof (Foto) und beim Campingplatz “Fischer Michl” befinden sich die beiden neuesten Testzentren.


Am Mittwoch, 26. Mai, eröffnet das MVZ Altmühlfranken im Restaurant Strandblick im Seezentrum Schlungenhof und am Campingplatz in Wald weitere Schnelltestzentren.
Bisher gab es am Altmühlsee noch keine Möglichkeit, einen kostenlosen Corona-Schnelltest zu machen. Mit der Öffnung der Außengastronomie und der Campingplätze wird das MVZ Altmühlfranken sowohl am West- wie auch am Ostufer jeweils ein Schnelltestzentrum eröffnen.
Am Ostufer wird das neue Testzentrum im Restaurant Strandblick in Schlungenhof täglich durchgehend von 10 bis 19 Uhr geöffnet sein. Hier besteht nicht nur für die Besucher des Restaurants Strandblick und anderer Außengastronomie am Altmühlsee die Möglichkeit, sich spontan oder mit Termin testen zu lassen, sondern auch für die Gäste der nahegelegenen Campingplätze, welche sich alle 48 Stunden testen lassen müssen. Da es hier viele Parkmöglichkeiten gibt, können auch die Bürgerinnen und Bürger aus Gunzenhausen und Umgebung unabhängig vom Besuch des Altmühlsees in dem Testzentrum kurzfristig und unkompliziert einen Test machen.
Das zweite neu eröffnete Testzentrum am Campingplatz Fischer-Michl in Wald ist täglich von 8 bis 11 Uhr geöffnet und bietet Tagesausflüglern ebenso wie Gästen und Langzeitnutzern des Campingplatzes eine Schnelltestmöglichkeit direkt vor Ort am Altmühlsee an.

Freizeitbusse fahren wieder

Ab dem 22. Mai 2021 steuern sie beliebte Ausflugsziele an

Der Bus verkehrt jetzt wieder im Altmühltal, dem beliebten Radlerrevier. Foto: Denger

Mit dem Bus zum Startpunkt fahren, durch den Naturpark Altmühltal wandern oder radeln und dann mit demselben günstigen Tagesticket zurück zum Ausgangspunkt gelangen: Das ermöglichen während der besten Ausflugszeit traditionell die Freizeitbuslinien im Naturpark Altmühltal. Dieses Jahr fiel die Winterpause aufgrund der Corona-Infektionsschutzmaßnahmen länger aus als gewohnt, aber nun hat das Warten ein Ende: Pünktlich zum Start der Pfingstferien am Samstag, den 22. Mai 2021, rollen die Busse wieder los.

Zwei Linien haben die Ausflügler zur Wahl: Die „Donau- und Altmühltour“ (Linie 6010) ist von Dollnstein aus entlang der Altmühl über Eichstätt, Beilngries, Dietfurt, Riedenburg, Essing und Kelheim sowie den Bahnhof Saal/Donau bis nach Regensburgs unterwegs. Die „Römer- und Hopfentour“ (Linie 6030) fährt von Kelheim aus über Weltenburg, Eining, Bad Gögging, Neustadt a.d. Donau und Abensberg weiter Richtung Freising. Beide starten an Wochenenden und Feiertagen jeweils vier Mal täglich in beide Richtungen. Zusätzlich verkehrt mit dem „Kanal-Altmühl-Express“ des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg bereits eine Freizeitlinie zwischen Neumarkt i.d.OPf., Berching, Beilngries und Dietfurt.

Besonders beliebt sind die Freizeitbusse im Naturpark Altmühltal unter anderem wegen ihrer Radanhänger: Da die Fahrräder kostenlos mittransportiert werden, lassen sich längere Streckentouren und Ausflüge in die Seitentäler des Altmühltals mit dem Freizeitbus besonders gut planen. Die Plätze sind jedoch begrenzt, deshalb sollten Radler sich am besten bereits im Vorfeld telefonisch anmelden – besonders, wenn sie in einer Gruppe von mehr als acht Personen unterwegs sind (Telefon 0941 6000122 oder 08458 32490).

 Die Freizeitbus-Saison 2021 dauert bis zum 3. Oktober. Informationen zu den Fahrplänen der Linien und zu den Tickets sowie eine Infobroschüre mit Tourentipps zum Download gibt es unter www.naturpark-altmuehltal.de/freizeitbus. Auf der Naturpark-Website können sich Nutzer natürlich auch über weitere Ziele und Touren in der Nähe der Freizeitbus-Haltestellen informieren.

Nun Familienhebamme

Weißenburgerin Alexandra Schork bereichert den Landkreis

Alexandra Schork dürfte vielen jungen Familien bekannt sein, ist sie doch eine der Beleghebammen im Klinikum Altmühlfranken und in der Hebammenstube Weißenburg ein fester Bestandteil der dort tätigen Hebammen. Schon längere Zeit ist sie als Hebamme bei der Koordinierenden Kinderschutzstelle (KoKi) im Einsatz und hat nun im Februar ihre umfangreiche Weiterbildung zur Familienhebamme abgeschlossen.

„Überaus bereichernd ist ein so großer Erfahrungsschatz einer Hebamme im Einsatz in den Frühen Hilfen“, freut sich Sandra Heuberger-Streb, die neben Christine Müller auch Mitarbeiterin der KoKi-Netzwerk frühe Kindheit des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen ist.

Alexandra Schork erklärt in einem Interview mit der KoKi mehr über ihre Beweggründe zur Qualifikation, ihren Erfahrungen in Familien und die Hintergründe ihrer Einsätze.

Frau Schork, Sie sind doch als Hebamme mehr als gut beschäftigt und ausgelastet. Was bewegte Sie dazu, diese Weiterbildung zu machen?

Ich bin seit über 20 Jahren Hebamme und in dieser Zeit habe ich schon bei vielen Wöchnerinnen eine intensive Betreuung geleistet, die über eine klassische Nachsorgeleistung einer freiberuflichen Hebamme hinausgeht. Dabei kommt man natürlich schnell an zeitliche, aber auch fachliche Grenzen. Nachdem ich aber merkte, wie viel Freude mir diese besondere Begleitung der Familien machte, habe ich mir gedacht, dass die Ausbildung zur Familienhebamme ganz gut für mich passen würde und mich deswegen dazu entschlossen, an der Weiterbildung teilzunehmen.

Wie sieht das dann konkret aus, wenn Sie eine Familie als Familienhebamme begleiten?

In der Regel entsteht der direkte Kontakt zur Familie über die Mitarbeiterinnen der KoKi, die zu einem gemeinsamen Kennenlerngespräch mit der Familie und der Familienhebamme einladen.

Hier werden zum einen organisatorische Inhalte geklärt, aber auch geschaut, ob die Chemie zwischen der Fachkraft und der Familie passt. 

Das Vertrauensverhältnis spielt dabei eine große Rolle, weil man als Familienhebamme einen großen Einblick in die Vergangenheit und auch in den Ist-Zustand der Familie bekommt sowie in deren Probleme, Sorgen und Nöte. Wenn da die Chemie nicht stimmt, ist die Basis schon mal nicht da und die Zusammenarbeit wird schwierig. Ist dies gegeben, werden weitere Termine ganz individuell vereinbart.

Welche Themen bewegen Familien, die Sie begleiten?

Die Familien bewegen grundsätzlich erstmal dieselben Themen, die jede frisch gebackene Familien betrifft, wie z.B. Versorgung des Babys oder medizinische Themen. Dazu kommen meist aber noch irgendwelche verzwickten Lebenssituationen. Die Mutter-Kind-Bindung spielt oft eine große Rolle und wie sich der Alltag mit einem Kind damit bewältigen lässt.

Wie kommt eine Familie zu einer Familienhebamme?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie die Familie auf das Angebot der Koordinierende Kinderschutzstelle aufmerksam werden kann, denn über diese läuft die Familienhebamme. Das bedeutet einmal, die Frauen sind von selbst informiert, nachdem sie in der Presse oder im Internet darüber gelesen haben und sich dann eigenständig hinwenden. Zum anderen macht z.B. ein Aufkleber in den U-Heften auf das besondere Angebot der KoKi im Landkreis aufmerksam. Sollte den Hebammen oder Kinderkrankenschwestern im Krankenhaus oder beim Haubesuch auffallen, dass einer Mama Unterstützung guttun würde, sprechen sie die Frauen auch an und machen explizit auf die KoKi aufmerksam.

Wie lange wird die Familie begleitet, kommen Kosten auf sie zu?

Die Familie wird so lange begleitet, wie es ihr hilft und sinnvoll ist. Maximal kann man die Unterstützung bis zum dritten Lebensjahr in Anspruch nehmen. Auf die Familie kommen keinerlei Kosten zu, da die Fördergelder von der Bundesstiftung Frühe Hilfen stammen und der Landkreis diese dafür verwenden kann. 

Die Corona-Pandemie stellt uns in allen Bereichen vor große Herausforderungen. Wie ist es möglich, die Familien trotz der Kontaktbeschränkungen mit den Frühen Hilfen zu unterstützen?

Im ersten Lockdown wurden weniger persönliche Treffen vereinbart, sondern man hielt den Kontakt über Telefon und Videotelefonie am Laufen. Hierbei kam es aber schon vor, dass man sehr viele Stunden am Telefon war. Nachdem man dann auch etwas selbstsicherer mit der Pandemie umgegangen ist, ist man dann relativ schnell zu Spaziergängen mit den Familien übergegangen. Mittlerweile finden unter Einhaltung der Hygienevorschriften wieder Hausbesuche statt. Großen Herausforderungen musste ich mich jetzt nicht stellen, weil ich ja eh im Krankenhaus arbeite und es gewohnt bin, unter besonderen Hygienevorschriften zu arbeiten.

Was waren die Glanzlichter bei Ihren bisherigen Einsätzen?

Also da gibt es eigentlich mehrere. Es ist immer schön zu sehen, wie viel Selbstkräfte die Menschen dann doch oft haben. Eigentlich bin ich oft nur Statist, aber trotzdem tut es der Mutter gut zu wissen, dass sie sich an mich wenden kann, wenn sie Hilfe benötigt oder einen Rat braucht.

Natürlich ist es auch schön, wenn eine Mama im Nachhinein schreibt, dass sie mich und die Zeit mit mir zu reden vermisst und man sieht, dass man der Familie gutgetan hat.

Der Einsatz von Familienhebammen sowie gleichermaßen Familienkinderkrankenschwestern wird durch Fördergelder möglich, die der Landkreis im Rahmen der „Bundesstiftung frühe Hilfen“ vom Bund dafür erhält. Im KoKi-Netzwerk arbeiten neben einer Familienhebamme vier Familienkinderkrankenschwestern, die Familien bis zum 3. Geburtstag eines Kindes unterstützen können. Themen, die über den Umfang der klassischen Nachsorgetätigkeit einer Hebamme gehen, können mit Hilfe der Familienhebamme begleitet werden. „Wenn sich Familien nun gerne informieren wollen oder sagen, genau das brauchen wir, dann nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf“, bestärkt Christine Müller von der KoKi.

Prägend für Landschaft

Gewässerrandstreifen dürfen nicht bewirtschaftet werden

Gewässerrandstreifen am Dittenheimer Mühlbach (östlich Dittenheim)
(Quelle: WWA Ansbach)


Gewässerrandstreifen haben wichtige Funktionen im Naturhaushalt, für den Gewässerschutz und sind prägend für das Landschaftsbild. Seit dem 1. August 2019 besteht laut Bayerischem Naturschutzgesetz (Artikel 16 Absatz 1 Satz 1 Nr. 3 BayNatschG) ein gesetzliches Verbot der acker- und gartenbaulichen Nutzung auf Gewässerrandstreifen.

Nachdem durch die Wasserwirtschaftsverwaltung im Herbst 2019 binnen weniger Monate eine erste Kulisse zur Anlage von Gewässerrandstreifen digital erarbeitet wurde, zeigte sich, dass für die Erstellung einer entsprechenden Gewässerrandstreifen-Kulisse nicht vom Computer aus gearbeitet werden kann, sondern zwingend die Kartierung vor Ort erforderlich ist. Die bis dahin erarbeitete Kulisse wurde zurückgezogen.
Ende 2019 wurden deshalb vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Ver-braucherschutz drei Pilotlandkreise (Neustadt a. d. Aisch, Schweinfurt, Erding) an drei unterschiedlichen Wasserwirtschaftsämtern (Ansbach, Bad Kissingen, München) ausgewählt, um erste Erfahrungen zu sammeln und ein strukturiertes Vorgehen zu ermög-lichen.
Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach arbeitet seitdem mit Hochdruck an der Erstellung einer neuen Gewässerrandstreifen-Kulisse als Hilfestellung für die Landwirte. Inzwischen sind die Kartierungen im Pilotlandkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim vollständig abgeschlossen. Gerade in diesem Landkreis gibt es aufgrund der Quellregionen ein sehr feines und dichtes Grabennetz, was zu einem außerordentlichen Anteil an „Grüngräben“ führt, welche aus der Kulisse genommen wurden. Es zeigte sich, dass die ursprüngliche Gewässerrandstreifen-Kulisse um etwa die Hälfte verringert werden konnte.

Aktueller Stand Mai 2021
Wie berichtet, erarbeiten die zuständigen Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamts derzeit die Ge-wässerrandstreifen-Kulisse für den Landkreis Weißenburg – Gunzenhausen. Zwischenzeitlich konnte etwa die Hälfte der Gewässer im Landkreis begutachtet werden. Bisweilen zeichnet sich aufgrund von regional geologischen Unterschieden eine geringere Tendenz von nicht gewässer-randstreifenpflichtigen Grabenstrukturen als im Pilotlandkreis ab. Das Wasserwirtschaftsamt geht davon aus, dass die Kartierungen des Landkreises bis Ende 2021 abgeschlossen sind.
Das Vorgehen zur Beurteilung, an welchen Gewässern ein Gewässerrandstreifen erforderlich ist und an welchen nicht, wurde heute bei einem Vor-Ort-Termin den Vertretern der Landwirtschaft vom Wasserwirtschaftsamt vorgestellt und erläutert.

Wo ist ein Gewässerrandstreifen einzuhalten?
Ein Gewässerrandstreifen ist an eindeutig vor Ort erkennbaren Gewässern anzulegen. Dies gilt auch bei nur zeitweiser Wasserführung, wenn ein Gewässerbett (Kies, Schotter, Erdspuren) klar erkennbar ist.
An folgenden Gewässern sind keine Gewässerrandstreifen anzulegen:
• an eindeutig “Grünen Gräben” mit klarem Grasbewuchs, die nur gelegentlich wasserführend sind.
• an künstlichen Gewässern. Ein künstliches Gewässer liegt vor, wenn dieses vom Men-schen geschaffen ist, in einem Bereich liegt, in dem zuvor kein Gewässer / Graben o.ä. vorhanden war und sich dort kein guter ökologischer Zustand entwickeln kann. Dies gilt auch für künstliche Teiche und Weiher (z.B. Himmelsteich). Gewässerumlegungen sind keine künstlichen Gewässer.
• an Be- und Entwässerungsgräben wasserwirtschaftlich untergeordneter Bedeutung (insbesondere, wenn das Einzugsgebiet kleiner als 50 Hektar ist oder kein gewässerbe-zogenes, gesetzlich geschütztes Biotop vorhanden ist),
• an Verrohrungen sowie
• an Straßenseitengräben, soweit sie kein natürliches Gewässer aufnehmen.

Weiteres Vorgehen
Nach den abgeschlossenen Geländearbeiten im Landkreis Weißenburg – Gunzenhausen wird es vor der Veröffentlichung im UmweltAtlas Bayern zu einer Vorabinformation durch das Wasserwirtschaftsamt Ansbach kommen. Hierbei wird der aktuelle Stand der Erhebungen gemeindeweise auf der Homepage des Wasserwirtschaftsamts (https://www.wwa-an.bayern.de) präsentiert. Anschließend können sich Betroffene mit den zuständigen Mitarbeitern in Verbindung setzen, um offene Fragen und Unklarheiten zu klären. Die Karten stellen eine Hilfestellung für Betroffene dar und sollen in Fällen, in denen die Einstufung unklar ist, für Sicherheit und Klarheit sorgen.
Die Landwirte sind bereits seit August 2019 verpflichtet, an eindeutig erkennbaren Gewässern Gewässerrandstreifen anlegen. Sofern bis zum 1. Juli eines Jahres eine derartige Überprüfung erfolgt und das Ergebnis in der Hinweiskarte dargestellt ist, sind die Gewässerrandstreifen für die unmittelbar folgende Anbauplanung zu berücksichtigen. Ansonsten entsteht dem Landwirt im je-weils laufenden Anbaujahr kein Nachteil.

Tests für Urlauber

Der schnelle Weg zur Corona-Teststation im Fränkischen Seenland

Von Absberg bis Wolframs-Eschenbach: Corona-Schnelltests sind im ganzen
Fränkischen Seenland meist rasch und unkompliziert zu haben. Damit Ausflügler und Urlauber noch schneller Teststationen in ihrer Nähe finden, hat sich der Tourismusverband Fränkisches Seenland des Themas angenommen: Unter www.fraenkisches-seenland.de/teststationen bekommen User einen Überblick über die Anlaufstellen in der Region.
Praktisch ist die Übersichtsseite nicht nur, weil sie unkompliziert über die Startseite der Seenland-Homepage erreichbar ist, sondern auch, weil Nutzer gezielt nach Teststellen an einem bestimmten Ort suchen können. Außerdem ist es möglich, über die Kartenansicht eine Station in der Nähe zu finden. Wer eine Station ausgewählt hat, bekommt Infos zur Adresse sowie zu den Öffnungszeiten und wird über einen direkten Link zur Online-Terminvereinbarung weitergeleitet.
Außerdem beantwortet der Tourismusverband Fränkisches Seenland auf seiner Website die häufigsten Fragen der Gäste rund um die geltenden Corona- Schutzmaßnahmen und hält Links zu wichtigen Auskunftsstellen bereit.

Kreis jetzt bei 57

Corona-Situation im Landkreis und aktueller Stand der Impfungen

In den vergangenen Tagen ist die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen weiter gesunken. Heute liegt die 7-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut bei 57,0. Somit befindet sich der Landkreis den zweiten Tag in Folge unter 100. Öffnungsschritte könnten in der nächsten Woche erfolgen, wenn dieser Wert nicht wieder überschritten wird. 

Das Infektionsgeschehen spielt sich weiterhin vor allem im privaten Bereich, vereinzelt in Betrieben ab. Seit Dienstag vergangener Woche kam es zu vermehrten Infektionen im Gemeindegebiet von Haundorf. Betriebe oder Einrichtungen sind dort nicht betroffen.

Das Gesundheitsamt ermittelt bei jedem neuen Infektionsfall mit Hochdruck alle angegebenen Kontakte, ist aber immer auf die Angaben der infizierten Personen angewiesen. Ein Verschweigen von Kontaktpersonen behindert nicht nur die Ermittlungen des Gesundheitsamtes, sondern zieht auch sehr oft viele nachfolgende Infektionsfälle nach sich. 

Da nach dem Wochenende montags und dienstags häufig mehr PCR-Tests durchgeführt werden als an anderen Wochentagen, ist die Zahl der neuen Fälle am Dienstag und Mittwoch im Verlauf einer Woche oft am höchsten.

Das Gesundheitsamt hofft, dass die rückläufige Tendenz bei den Neuinfektionen anhält und die Pandemie weiter eingedämmt werden kann. Dazu ist jedoch weiterhin die Bereitschaft jedes einzelnen gefragt, sich an die aktuell geltenden Regelungen und Maßnahmen zu halten.

„Ich kann mich nur immer wieder bei den Bürgerinnen und Bürger bedanken, dass sie sich weiterhin an die geltenden Regelungen halten. Nur gemeinsam schaffen wir es, die Pandemie so weit einzudämmen, sodass gewisse Öffnungsschritte erfolgen können. Jetzt dürfen wir aber bei den gemeinsamen Anstrengungen auf gar keinen Fall nachlassen!“, betont Landrat Manuel Westphal.

Sollte der Landkreis bei der 7-Tage-Inzidenz nun fünf Tage in Folge unter dem Wert 100 bleiben, können weitere Öffnungsschritte frühestens ab dem 25. Mai erfolgen. Dies betrifft dann insbesondere den Wegfall der Ausgangssperre, die Lockerung der Kontaktbeschränkung, den Einzelhandel, den Schulunterricht und die Öffnung von Kinderbetreuungseinrichtungen.

Weitere Öffnungsschritte im Bereich der Außengastronomie, im Sport, bei Kulturveranstaltungen oder ähnlichem können erst erfolgen, wenn der Landkreis fünf Tage in Folge den Wert 100 unterschreitet und das Bayerische Gesundheitsministerium hierzu sein Einvernehmen erteilt hat. Das Landratsamt wird dann eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese Öffnungsschritte wären dann frühestens ab dem 26. Mai möglich. Das Landratsamt wird über die regionale Presse sowie auf der eigenen Homepage darüber informieren.

Die anstehenden Lockerungen sind teilweise mit einer Testpflicht verbunden. Dazu hat das Landratsamt gemeinsam vor allem mit regionalen Partnern wie dem MVZ des Klinikum Altmühlfranken, den Apotheken und niedergelassenen Ärzten sowie der DLRG ein umfassendes Testangebot im gesamten Landkreis geschaffen. Auch am Kleinen und Großen Brombachsee bestehen Testmöglichkeiten, die durch die DLRG betrieben werden. Das MVZ Altmühlfranken wird im Bereich des Altmühlsees in der nächsten Woche noch weitere Testangebote etablieren. Eine Übersicht über alle Corona-Testmöglichkeiten im Landkreis gibt es unter www.landkreis-wug.de/corona-testmoeglichkeiten/

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die im Klinikum Altmühlfranken wegen oder mit einer Corona-Infektion behandelt werden, ist zurückgegangen. Derzeit werden zehn Patientinnen und Patienten, davon zwei intensivmedizinisch, behandelt. An beiden Klinikstandorten in Gunzenhausen und Weißenburg kann das vollständige Leistungsangebot uneingeschränkt angeboten werden.

Aktueller Stand der Impfungen   

Am Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen werden weiterhin Erst- und Zweitimpfungen gegen das Coronavirus durchgeführt. Mittlerweile haben 20.091 Personen die Erstimpfung am Impfzentrum in Gunzenhausen erhalten, 9.637 Personen die Zweitimpfung. Die niedergelassenen Ärzte haben 13.994 Personen erst- und 1.273 Personen zweitgeimpft.

In den kommenden Wochen gibt es einen erheblichen Impfstoffmangel. Deshalb dürfen auf Anweisung des Ministeriums weitgehend nur noch Zweitimpfungen stattfinden, vereinzelt finden in den nächsten Tagen auch noch Erstimpfungen statt.

Personen, welche die Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben und über 60 Jahre alt sind, erhalten in den Impfzentren in Bayern ausschließlich AstraZeneca für die Zweitimpfung. Sollten diese Personen dieses ablehnen, darf im Impfzentrum keine Zweitimpfung erfolgen. Personen unter 60 Jahren, welche die Zweitimpfung mit AstraZeneca ablehnen, werden mit dem Impfstoff von Moderna geimpft.

Das Impfzentrum Altmühlfranken bedauert, dass es aufgrund des kommenden Impfstoffmangels nicht die vorhandenen Impfkapazitäten ausnutzen kann.

Derzeit sind 13.453 Personen aus dem Landkreis im bayerischen Impfportal für eine Impfung gegen das Coronavirus registriert, davon gehören 7.018 Personen einer der drei ersten Priorisierungsgruppen an. 2.466 Personen haben zwar eine Impfeinladung erhalten, diese jedoch nicht angenommen. Das Impfzentrum Altmühlfranken bittet alle registrierten Personen, welche bereits bei niedergelassenen Ärzten eine Impfung erhalten haben, sich im Registrierungsportal abzumelden

Zunehmend ergibt sich am Impfzentrum in Gunzenhausen auch das Problem, dass Personen nicht zu den vereinbarten Impfterminen erscheinen. Deshalb sollen sich Personen mit Impftermin im Impfzentrum bitte unbedingt abmelden, sofern sie zwischenzeitlich woanders die Impfung erhalten haben oder ihren Termin aus anderen Gründen nicht wahrnehmen können.

Wer sich für eine Impfung am Impfzentrum registrieren möchte, kann dies online unter www.impfzentren.bayern erledigen. Personen ohne Internetzugang können sich telefonisch an der Hotline des Impfzentrums unter 09831 52-2041 registrieren lassen. Auch eine Abmeldung beziehungsweise das Löschen des Accounts ist über diese beiden Wege möglich.

Bürger zahlen nicht mehr

Auswirkungen der Abwasserreinigung durch Center Parcs

Die Kläranlage des Zweckverbands könnte in das Abwasserkonzept von Center Parcs integriert werden. Das sagen die Fachleute von Dr. Resch + Partner.

Im Zuge der Vorstellung des ersten Masterplanentwurfs für die Realisierung einer Ferienparkanlage durch Center Parcs im Ortsteil Langlau der Gemeinde Pfofeld wurden zugleich auch erste Überlegungen zur künftigen Wasserversorgung sowie Abwasserentsorgung des Parks der Öffentlichkeit vorgestellt. Denkbare Varianten für die Abwasserentsorgung des Parks wurden in der vergangenen Verbandsversammlung des Zweckverbandes Brombachsee näher erläutert. Dabei stand die zentrale Frage im Raum, wie die Ableitung des entstehenden Schmutzwassers sichergestellt werden könnte.

Die Daten, die das Ingenieurbüro Dr. Resch + Partner aus Weißenburg aufbereitet hat, basieren auf den Zahlen des Center Parcs Leutkirch, die eine mittlere Auslastung von 66 % und eine maximale Auslastung von 86 % zeigen.

Die Entwässerung des Center Parcs muss im Trennsystem erfolgen, Regenwasser soll vor Ort dezentral versickern bzw. soll für die Speisung eines kleinen Binnensees innerhalb des Ferienparkgeländes verwendet werden. Für die Ableitung und die Behandlung des Schmutzwassers wären laut der Vorstellung des von Center Parcs beauftragten Ingenieurbüros nach dem jetzigen Planungsstand grundsätzlich vier denkbare Szenarien für die Abwasserreinigung möglich: die Ableitung des Abwassers zur Kläranlage Brombachsee über den Ringkanal des Zweckverbandes Brombachsee, der Bau einer eigenen Kläranlage mit der Ableitung des gereinigten Abwassers zur Altmühl, die Ableitung zur Kläranlage Pfofeld mit dem Bau einer gemeinsamen Kläranlage und der Ableitung zur Altmühl oder die Ableitung zur Kläranlage Brombachsee über Pleinfeld.

Der Bau einer eigenen Kläranlage für Center Parcs bzw. die Errichtung einer Gemeinschaftskläranlage mit der Gemeinde Pfofeld wird aufgrund der sehr langen Ableitung zur Altmühl von mehr als neun Kilometern und den bestehenden Höhenunterschieden von bis zu fünfzig Metern, einhergehend mit den entstehenden immensen Energiekosten, nicht weiter untersucht. Ebenso sind die Anforderungen an den Reinigungsgrad bei Kleinkläranlagen geringer als bei der bestehenden, deutlich größer dimensionierten Zentralkläranlage des ZV Brombachsee, so dass bereits aus diesem Grund die Nutzung der bestehenden Anlage erfolgen sollte.

Besonderheiten der Variante der Ableitung zur Kläranlage Brombachsee über den nördlichen Ringkanal des Zweckverbandes sind die kurze Anschlussmöglichkeit mit 300 Metern Wegstrecke zur Einleitung am Regenrückhaltebecken Langlau und ein relativ langer Fließweg von rund 14 Kilometern. Von den vier Pumpwerken auf dem Weg zur Kläranlage, müsste eines ertüchtigt werden, darüber hinaus ist eine Schmutzfrachtberechnung erforderlich, um eine stärkere Belastung des Brombachsees mit Mischwasser zu verhindern.

Die Variante der Ableitung zur Kläranlage Brombachsee über den Anschluss an das Kanalnetz des Marktes Pleinfeld würde einen Fließweg von 12 Kilometern bedeuten, der Anschluss an Veitserlbach wäre voraussichtlich im freien Gefälle möglich, wenngleich Regenüberläufe und Ableitungssammler in Veitserlbach ertüchtigt werden müssten. Die Ableitung erfolgt größtenteils in freiem Gefälle und das Abwasser würde auf seinem Weg zur Zentralkläranlage nur ein Pumpwerk durchlaufen müssen. Die Fördermenge wäre am Regenüberlaufbecken Ramsberg Süd oder am Pumpwerk Seemannsmühle zu erhöhen und es bedarf ebenso einer Schmutzfrachtberechnung.

Aus rein energetischer Sicht ist die Ableitung über das Kanalnetz des Marktes Pleinfeld zur Kläranlage des Zweckverbandes Brombachsee die günstigere Variante, die Ableitung über die Ringkanalisation des Zweckverbandes Brombachsee wird aufgrund der Kürze der Anschlusslänge als vorteilhaft bewertet. Beide Varianten sind grundsätzlich realisierbar und sollen weiter untersucht werden. Vor Abschluss dieser ist eine eindeutige Empfehlung für eine der verbleibenden Lösungsmöglichkeiten nicht gegeben.

„Sowohl im Bereich der Ringkanalisation mit seinen entsprechenden Bauwerken, als auch an der bestehenden Kläranlage sind Investitionen zur Erhöhung der Kapazität erforderlich, deren Kosten allerdings zu einhundert Prozent Center Parcs und nicht die Bürgerinnen und Bürger der jeweils betroffenen Gemeinden, zu tragen hat“, so Zweckverbandsvorsitzender Manuel Westphal.

Erweiterungen der Kläranlage des Zweckverbandes Brombachsee wären insbesondere durch den Umbau des vorhandenen Belebungsbeckens zu einer Kaskaden-Denitrifikation inklusive zugehörigem Verteilerbauwerk und der Ertüchtigung der Mittelbauwerke der Nachklärbecken erforderlich, da die verfügbaren Reserven zur Aufnahme der Schmutzfracht den Verbandsgemeinden des Zweckverbandes Brombachsee für künftige Entwicklungen vorbehalten sind. Auch wenn bei einer vorhandenen Ausbaugröße von 30.000 EW die tatsächliche Ist-Belastung im 85-Perzentil erst bei 19.000 EW liegt und für den Anschluss von Center Parcs noch entsprechende Kapazitäten zur Verfügung stünden, soll bereits mit Anschluss des Ferienparks der Ausbau der Kläranlage auf 34.500 EW erfolgen, um die Reserven der Verbandsmitglieder nicht anzugreifen. Sowohl die Kosten der Kapazitätserhöhung, als auch die Kosten des tatsächlichen Anschlusses sind ausschließlich von Center Parcs zu tragen; ebenso Herstellungsbeiträge für die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur.

Mit den zusätzlichen Investitionen, die der Anschluss des Center Parcs an die bestehende Kläranlage des Zweckverbandes Brombachsee bedingt, gehen keine Mehrbelastungen der Bürger einher, da Center Parcs die Kosten dieser Ertüchtigungs- und Erweiterungsmaßnahmen vollumfänglich trägt.

Der Anteil zukünftiger Investitionen wird wiederum für die betroffenen Bürger kostengünstiger, da diese auf eine größere Zahl von Anschlussnehmern aufgeteilt wird (von bisher 30.000 EW auf künftig 34.500 EW). Ebenso verhält sich die Aufteilung laufender Betriebskosten: Die Fixkosten verteilen sich auf höhere Einwohnerwerte, wodurch sich für die angeschlossenen Gemeinden eine niedrigere Umlage ergibt, welche sich letztendlich wieder im Gebührenbescheid eines jeden Einzelnen wiederspiegelt.

Durch die Aufstockung der Gesamtdimension der Zentralkläranlage um die von Center Parcs benötigten Einwohnerwerte ist zudem sichergestellt, dass die an die Kläranlage angeschlossenen Kommunen keine Reduzierungen in den jeweils vorhandenen Reservewerten hinzunehmen haben und sich der Anschluss des Ferienparks nicht negativ auf künftige Entwicklungen der Gemeinden auswirken würde.

Blumiger Preis

Stadtmarketing Gunzenhausen erhält Auszeichnung

Den Stadtmarketingpreis gab es für Gunzenhausen in Gestalt von Blumenampeln.

Im letzten Jahr gewann der Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. den Stadtmarketingpreis Bayern und wurde durch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger für diesen großen Erfolg ausgezeichnet. Dabei setzte sich der Verein aus der Altmühlstadt in der Kategorie „Städte zwischen 10.000 und 20.000 Einwohnern“ gegen zwölf andere Konkurrenten durch und wurde am Ende für ihr innovatives Projekt „Digitaler Adventskalender“ belohnt. Das vom Stadtmarketing Gunzenhausen e.V., der Wirtschaftsförderung und dem Citymanagement initiierte Angebot wurde für eine beispielhafte Verknüpfung von digitalen Medien und lokaler Wirtschaft ausgezeichnet. „Der erste Platz macht uns immer noch sehr stolz. Zusammen mit unseren lokalen Akteuren aus Gunzenhausen konnten wir ein tolles Projekt umsetzen und damit vielen Menschen Freude bereiten“, so Andreas Zuber von der Wirtschaftsförderung Gunzenhausen.

Als Sieger des Stadtmarketingpreises 2020 erhielt der Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. neben einer Urkunde einen blumigen Sachpreis im Gesamtwert von 2.500 Euro. Dieser wurde durch das niederländische Unternehmen Flower and Shower zur Verfügung gestellt. Fünf doppelte sog. Flower Baskets und fünf Circular Flower Pots, aus recyceltem Material produzierte Pflanzengefäße, wurden nun in der Innenstadt Gunzenhausen durch Mitarbeiter Flower and Showers an Laternen und vor Gebäuden angebracht. „Unsere Bürger, Besucher und Freunde der Stadt Gunzenhausen können sich nun bis in den Herbst hinein an der bienenfreundlichen Bepflanzung erfreuen. Dieser Preis rundet unseren Sieg beim Stadtmarketingpreis mit einer blumigen Note ab“, so Jeanette Holzschuh vom Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. Sowohl die Installation, als auch der Abbau und die Entsorgung der Pflanzen und Gefäße ist für die Stadt Gunzenhausen mit keinen Kosten verbunden.  

Störche und Tauben

Die Vögel fühlen sich auf dem Kirchendach wohl

Eine neue Storchenkamera ist soeben auf dem Dach der Spitalkirche in Bad Windsheim in Betrieb genommen worden. Und unter dem Dach der Spitalkir-che schweben Tauben, die für eine Pfingst-Installation im Museum Kirche in Franken gefertigt wurden.
Störche auf dem Dach und Tauben unterm Dach – so präsentiert sich der-zeit die Spitalkirche in Bad Windsheim, die Teil des Fränkischen Freiland-museums des Bezirks Mittelfranken ist. Ab Mittwoch, 19.05.2021 darf das Museum wieder öffnen und die Besucher können einen Blick in die neue Ausstellung des „Museum Kirche in Franken“ werfen. Aus einem Outreach-Projekt ist eine interessante Installation geworden: 18 Senioreneinrichtun-gen im Landkreis und darüber hinaus bis Rothenburg o.d.T. waren beteiligt und haben hunderte weiße Tauben in Origami-Technik gefaltet, die nun im Dach der Spitalkirche schweben. Das Symbol der weißen Taube spielt in der biblischen Geschichte des Pfingstfestes eine besondere Rolle. Am Pfingstsamstag kommt eine Installation der Künstlerin Andrea Thema dazu, die am Pfingstloch der Spitalkirche die Ausschüttung des Heiligen Geistes über die Jünger Jesu visualisieren wird.
Auf dem Dach der Spitalkirche ist nach einer längeren Pause eine neue Storchenkamera installiert worden, nachdem die alte defekt war und keine Ersatzteile mehr verfügbar waren. Nun kann das Geschehen im Nest bequem vom heimischen PC unter https://freilandmuseum.de/besuch/storchennest ver-folgt werden. Die beiden Jungstörche werden in Kürze mit ihren Flugübungen beginnen.

Auch heuer keine Kerwa

Gunzenhäuser Kirchweih: Nachdenken über alternative Konzepte

Das Gunzenhäuser Veranstaltungsjahr 2021 zeigt sich bisher stark von der Corona-Pandemie geprägt. Zahlreiche Events wurden geplant und später wieder abgesagt, andere finden in diesem Jahr erst gar nicht statt. Vor kurzem fiel den pandemiebedingten Auflagen das Bürgerfest zum Opfer, denn jegliche Vorbereitungen wären auf wackligen Füßen gestanden und am Ende vielleicht von der Infektionslage überholt worden.

Eine Kirchweih, wie wir sie aus Vor-Corona-Zeiten kennen, kann 2021 nicht stattfinden. Daher wird aktuell über alternative Konzepte beraten, denn auch in dieser schwierigen Phase möchte die Stadt Gunzenhausen kulturelle Akzente setzen. „In Corona-Zeiten erfordert jede Planung ein Höchstmaß an Flexibilität. Niemand kann heute voraussagen, welche Regelungen des Infektionsschutzes im September gelten. Jedenfalls wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern auch in diesem Jahr ein coronakonformes Angebot machen, selbst wenn es sich hierbei nicht um die traditionelle Kirchweih handeln kann“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Wir wollen nicht einfach aufgeben und alle unsere Events ohne Alternative absagen. Wir halten uns alle Möglichkeiten offen.“   

Abhängig von der Pandemieentwicklung wird in den nächsten Wochen und Monaten über das, was am Ende tatsächlich möglich ist, beraten. „Wir werden das Gespräch mit den Schaustellern und unseren Festwirten suchen und dann darüber sprechen, was umsetzbar ist. Denkbar ist ein Angebot, vergleichbar mit dem im letzten Jahr. Auch ein Biergartenbetrieb ist vorstellbar und auf das Stadtgebiet verteilte Fahrgeschäfte“, so Wolfgang Eckerlein vom Amt für Tourismus und Kultur.