16-Jährige dürfen wählen

Die Qual der Wahl – im Juni 2024 wird das Europaparlament gewählt


Am 9. Juni 2024 wird das neue Europaparlament gewählt. Als Mitgliedsland mit den meisten Einwohnern stellt die Bundesrepublik die größte Anzahl an Abgeordneten. Diese 96 Frauen und Männer gilt es zu wählen, das Besondere: Dieses Mal muss keine Prozenthürde übersprungen werden. Dazu dürfen erstmals 16-Jährige an die Urne und ihre Stimme abgeben. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Informationen zur Europawahl für Sie zusammengefasst:
Jede einzelne Stimme hat Gewicht und manchmal kann ein kleines Kreuz Großes bewirken. Demokratie lebt von der Partizipation der Bürgerinnen und Bürger. Gebrauchen Sie Ihr Recht auf Wahl und bestimmen Sie auf diese Weise aktiv die Geschicke der Europäischen Union für die nächsten fünf Jahre mit. Jede Wählerin und jeder Wähler hat eine Stimme. Die Stadt Gunzenhausen wurde in 23 allgemeine Wahlbezirke eingeteilt, Briefwahlbezirke gibt es 10.
Wie gewohnt gibt es 2024 auch in der Stadt Gunzenhausen sog. Wahlbenachrichtigungsbriefe, die allen Bürgerinnen und Bürgern bis spätestens 19. Mai 2024 zugehen sollten. Wer sich für eine Briefwahl entscheidet, kann die hierzu benötigten Unterlagen mittels ausgefülltem Briefwahlantrag bei der Stadtverwaltung Gunzenhausen anfordern. Der Antrag kann entweder persönlich im Rathaus (Einwohnermeldeamt)
abgegeben, per Post oder – und das ist für die meisten Wahlberechtigten wohl der komfortabelste Weg – online an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung übermittelt werden. Achtung: Wer Briefwahl machen möchte, der muss seinen Antrag bis spätestens Freitag, 7. Juni 2024, 18 Uhr, an das Rathaus übermittelt haben. Ist diese Frist verstrichen, können Anträge leider nicht mehr bearbeitet und berücksichtigt werden.
Der per Post zugestellte Wahlbenachrichtigungsbrief enthält Informationen zum zuständigen Wahlamt im Rathaus der Stadt Gunzenhausen, also zu dem Ort, an dem Berechtigte bis Sonntag, den 9. Juni 2024, 18 Uhr, die Briefwahlunterlagen abgeben können. Außerdem ist in diesem Brief das Wahllokal angegeben, in dessen Wählerverzeichnis man eingetragen ist – hierbei ist wichtig, dass Sie am Wahltag zu diesem Wahllokal gehen. Ein Personalausweis oder Reisepass ist zur zweifelsfreien Identifizierung ins Lokal mitzubringen und auf Aufforderung vorzuzeigen.
Für die Europawahl bekommen Sie im Ihnen zugeordneten Wahllokal einen Stimmzettel ausgehändigt. Haben Sie sich für die Briefwahl entschieden, werden diese auf dem Postweg zugestellt. Es kann genau eine Stimme abgegeben werden.
Die Wahllokale sind am 9. Juni 2024 von 8 bis 18 Uhr durchgehend geöffnet. Die Wahlergebnisse können bereits am Abend auf der städtischen Homepage www.gunzenhausen.de abgerufen werden. Weitere Informationen zur Europawahl erhalten Sie ab sofort ebenfalls auf dieser Internetseite im Bereich „Wahlen“. Hier finden Sie auch interessante Links zum Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen, zum Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung und weitere Informationsquellen zur Vorbereitung auf die Europawahl.
Wichtige Hinweise für Unionsbürgerinnen und Unionsbürger: Sie können an der Europawahl teilnehmen, entweder in Deutschland oder in Ihrem Herkunftsland. Bitte beachten Sie, dass das Recht zur Wahl nur von Ihnen persönlich ausgeübt werden darf. Voraussetzung: Sie haben das 16. Lebensjahr vollendet, haben seit mindestens drei Monaten in der EU einen festen Wohnsitz und sind weder in der Bundesrepublik oder in einem anderen Mitgliedsstaat von der Wahl ausgeschlossen.
Wahlberechtigte Unionsbürgerinnen und –bürger werden von Amts wegen von der Stadt Gunzenhausen in das Wählerverzeichnis eingetragen, wenn sie auf ihren Antrag hin bei der Wahl 1999 oder einer späteren Wahl zum EU-Parlament in ein Wählerverzeichnis der Bundesrepublik Deutschland eingetragen worden waren, nicht zwischenzeitlich ins Ausland verzogen und spätestens am 28. April 2024 mit Hauptwohnsitz in Gunzenhausen gemeldet sind. Sollte dies nicht der Fall sein, kann beim Wahlamt der Stadt Gunzenhausen ein offizieller Antrag hierfür gestellt werden. Bitte beachten Sie, dass dieser bis zum 19. Mai 2024 im Original eingegangen und vom Antragsteller unterschrieben sein muss.

Nähere Informationen hierzu erhalten Sie auf der Homepage der Bundeswahlleiterin (https://www.bundeswahlleiterin.de/) im Bereich „Europawah

Baumveredelung, aber wie?

Schulung von Obstbaumexperten im Kreis Ansbach

Groß war das Interesse am vom Landratsamt Ansbach organisierten Veredelungskurs. Foto: Landratsamt Ansbach/Maria Enzner

Ein Obstbaum mit verschiedenen Sorten? Ein Nachkomme mit besonders wohlschmeckenden Früchten? Wer das Veredelungshandwerk beherrscht, dem stehen im heimischen Garten viele Türen offen. Entsprechend groß war das Interesse beim landkreisweiten Veredelungskurs. 86 Interessierte fanden den Weg nach Herrieden-Schernberg, um von den Experten aus dem Landratsamt Ansbach geschult zu werden und erste Erkenntnisse gleich praktisch umzusetzen. Vom Landratsamt Ansbach waren die Kreisgartenfachberater Roger Rehn und Volkmar Then ebenso dabei wie Streuobstberaterin Maria Enzner.

Roger Rehn stellte zunächst die Grundlagen und die unterschiedlichen Methoden der Veredelung vor, ehe die Teilnehmer selbst zum Messer greifen durften, um das Veredeln auszuprobieren. Den Teilnehmenden wurden verschiedene Techniken wie die Kopulation und das Propfen gezeigt. Alle erhielten eine Setzlingsunterlage und durften für eine anschließende Veredelung unter sechs verschiedenen Apfelsorten auswählen, die sie nach Ende des Kurses zum Veredeln mit nach Hause nehmen konnten.

Die Veredelung ist eine wichtige Handwerkstechnik, um Sorten zu erhalten und sich eigene, weitere Bäume heranzuziehen. Veredelung bedeutet dabei die Verbindung einer gewünschten Kultursorte mit einer geeigneten Wurzelunterlage. Diese Unterlage ist entscheidend für die Wuchsstärke der Obstbäume. Stark wachsende Unterlagen produzieren kräftige Bäume mit großen Kronen, zum Beispiel für Streuobstwiesen, während eher schwachwachsende Unterlagen für Busch- oder Spindelbäume Verwendung finden.

Die Teilnehmer konnten sich während des Kurses gut austauschen, Fachfragen rund um das Thema Obstbau stellen und auch etwas über die Produktionsmethoden in den Baumschulen erfahren.

 

Wieder Sommerkonzerte

Gunzenhäuser Samstagskonzerte starten in die neue Saison


Die Gunzenhäuser Samstagskonzerte sind fester Bestandteil des städtischen Veranstaltungskalenders. 2024 gehen die bei Einheimischen und Urlaubern gleichermaßen beliebten Konzerte in eine neue Runde. So verwandelt sich der Marktplatz von Anfang Mai bis Ende September immer samstags ab 10:30 Uhr zu einem musikalischen Freudenplatz. Die Auftritte im Herzen Gunzenhausens sind sehr begehrt: So melden sich mittlerweile vor der Saison mehr als 150 interessierte Musikgruppen und wollen auf dem Marktplatz ihr Können zum Besten geben. Abwechslung ist damit garantiert.Bitte beachten Sie: Die Konzerte finden nur bei trockener Witterung statt.


Die Konzerte im Überblick:
04.05.2024 Gnotzheimer Musikanten
11.05.2024 Posaunenchor Heroldingen
18.05.2024 Posaunenchor Gunzenhausen
25.05.2024 Got-2-make-music
01.06.2024 Old Mill Big Band
08.06.2024 Wirtshausmusikanten (Die kleine feine Blasmusik)
15.06.2024 Gunzenhäuser Blous‘n
22.06.2024 Die flotten Härtsfelder
29.06.2024 Richard K.
06.07.2024 Blaskapelle Dittenheim (10:30 – 12:00 Uhr)
Schützenkapelle Meinheim (12:30 – 14:00 Uhr) (Bürgerfest)
13.07.2024 Blaskapelle Frankenhofen
20.07.2024 Wormer Musikanten
27.07.2024 Walder Dorfmusik
03.08.2024 Nordilo
10.08.2024 Country Gang
17.08.2024 Loddy & Holm
24.08.2024 Lehrerhaus-Musik
31.08.2024 NeverB2Blue
07.09.2024 Kirchweih-Auftakt – kein Konzert
14.09.2024 AcousticBlend
21.09.2024 The Fridays
28.09.2024 Jugendkapelle (10:30 – 13:00 Uhr)
Gastkapelle Wormer Musikanten (14:00 – 16:00 Uhr) – KulturHerbst


Finanziell unterstützt werden die für Besucherinnen und Besucher kostenlosen Konzerte durch die Vereinigten Sparkassen Gunzenhausen. Nähere Informationen zu den Samstagskonzerten erhalten Sie bei der Tourist Information der Stadt Gunzenhausen unter www.gunzenhausen.info, Tel.: 09831/508 300 oder per E-Mail an touristik@gunzenhausen.de.

400. Todesjahr von Simon Marius

Veranstaltung der Stadt Gunzenhausen mit Pierre Leich

Stadtarchivar Werner Mühlhäußer, Präsident Pierre Leich, Bürgermeister KH Fitz und Autor Joachim Schlör. Foto: Guthmann

Simon-Marius und der Wettlauf der Astronomen – im 400sten Todesjahr des berühmten Gunzenhäusers erscheint eine erweitere Neuauflage seines Hauptwerks „Mundus Iovialis – Die Welt des Jupiter“
Ein anspruchsvolles Programm zum 400sten Todestag des gebürtigen Gunzenhäusers und Ansbacher Hofastronom hat die Simon-Marius-Gesellschaft auf die Beine gestellt. Ein besonderer Programmpunkt war dabei die Präsentation der erweiterten Neuauflage von „Mundus Iovialis – Die Welt des Jupiter“ in der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen. Dieses Hauptwerk des berühmten Sohnes der Stadt war früher nur in Auszügen aus dem Lateinischen übersetzt und deshalb einer breiteren Öffentlichkeit nur schwer zugänglich. Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz freute sich, zur Präsentation der zweiten Auflage den Initiator der kompletten Übersetzung Joachim Schlör sowie einige seiner früheren Kollegen aus dem Simon-Marius-Gymnasium begrüßen zu können: „Die Akteure kehren an den Ort ihres Wirkens zurück!“, sagte das Stadtoberhaupt, denn im Schuljahr 1986/87 war die aufwändige Übersetzung als Schulprojekt unter der Leitung von Lateinlehrer Joachim Schlör und mit naturwissenschaftlicher Begleitung von Alois Wilder entstanden.
Simon Marius, eigentlich Simon Mayr, wurde im Jahr 1573 in Gunzenhausen geboren. Schon bald muss ein einflussreicher Förderer auf seinen wachen Geist aufmerksam geworden sein, denn von 1586 bis 1601 besuchte er die Fürstenschule in Heilsbronn, wo er sich besonders in der Mathematik und in der Astronomie hervortat. Als junger Mann reiste er eigens nach Prag, um vom berühmten Astronom Tycho Brahe zu lernen. Bis 1605 studierte er dann Medizin in Padua und hat dort mutmaßlich auch Galileo Galilei getroffen. Von 1606 an war er bis zu seinem Tod 18 Jahre lang am markgräflichen Hof in Ansbach unter anderem für die Erstellung von Kalendern zuständig. Die Entdeckung der Jupitermonde hat er in seinem Hauptwerk „Mundus Iovialis – Die Welt des Jupiter“ dokumentiert, allerdings hatte Galileo Galilei seine Jupiter-Beobachtungen bereits etwas früher veröffentlicht und es kursierten schon zu Lebzeiten des Simon Marius Plagiatsvorwürfe.
Der Wissenschaftsjournalist und Präsident der Simon-Marius-Gesellschaft Pierre Leich hat sich mit der Konkurrenz der beiden Astronomen befasst und nahm in seinem sehr unterhaltsamen Vortrag das Publikum mit zu einem 400 Jahre alten Wissenschaftsabenteuer: Der Ansbacher Hofmathematiker Simon Marius und Galileo Galilei, damals Professor an der Universität in Padua, erfuhren im Jahr 1608 etwa zeitgleich von der Erfindung eines Geräts, das am Rande einer Friedenskonferenz in Den Haag der Öffentlichkeit präsentiert wurde: Ein Fernrohr, entwickelt von dem holländischen Brillenmacher Hans Lipperhey.
Pierre Leich berichtet von der spannenden ersten Etappe des wissenschaftlichen Wettbewerbs: Galileo Galilei hatte mit Unterstützung der Glashandwerker von Murano schon bald sein Fernrohr Marke Eigenbau zur Verfügung, Simon Marius scheitere hingegen am Nachbau des Den Haager Fernrohrs und musste ein halbes Jahr auf die Lieferung eines gekauften Exemplars warten. 1609 erspähte er dann zum ersten Mal die Jupitermonde und war damit – kaum zu glauben – exakt einen Tag später dran als der Italiener Galilei! Über Jahre widmete Simon Marius sich dann den Bahnen der Jupitermonde und fertigte detailreiche Beobachtungstabellen an. Zum ersten Mal publizierte er seine Entdeckung der Jupitermonde im Jahr 1611. Zu diesem Zeitpunkt hatte Galileo Galilei seine Forschung zu den Jupitermonden aber längst publik gemacht. Und auch mit der Veröffentlichung seines Hauptwerks „Mundus Iovialis“ im Jahr 1614 war einfach zu spät dran. Der bereits damals erhobene Vorwurf, von Galilei abgeschrieben zu haben, hat Simon Marius schon zu Lebzeiten belastet.
Umso wichtiger ist es für die Simon-Marius-Gesellschaft, dass das zentrale wissenschaftliche Marius-Werk nun wieder in einer zweisprachigen Ausgabe vorliegt. Zu verdanken ist dies dem Herausgeber Joachim Schlör, der gemeinsam mit seinem Verleger Johann Schrenk an der erweiterten Auflage gearbeitet hat. Bei der Präsentation kam der frühere Lateinlehrer am Simon-Marius-Gymnasium auch auf das Schulprojekt zu sprechen, in dessen Zug die Übersetzung des in Latein verfassten Originals von „Mundus Iovialis“ zustande kam: Auf Anregung seines Kollegen Alois Wilder machte sich im Schuljahr 1986/87 Joachim Schlör gemeinsam mit seinem damaligen Leistungskurs Latein ans Übersetzen des weltweit in nur etwa 30 Exemplaren verfügbaren Originals.
Damals kam die lateinische Vorlage aus dem Fundus des Stadtarchivs Gunzenhausen zum Zug. Für die aktuelle, erweiterte Auflage wurde ein Original aus der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel verwendet. In diesem hat Simon Marius selbst weitere Beobachtungen in Tabellenform hinzugefügt. Angehängt hat er damals auch eine recht aufgebracht formulierte Erwiderung zu den Plagiatsvorwürfen. Der „Jesuit Schreiner aus Ingolstadt“ hat den Protestanten Simon Marius dereinst harsch kritisiert und in seiner Replik spart Marius ebenfalls nicht mit klaren Worten. Übersetzt hat auch hier Joachim Schlör. Weiter hat er an einigen Stellen des früheren Textes nachgebessert und man merkt ihm bei der Buchvorstellung an, wie viel Spaß ihm dieses Projekt bis heute macht.


Erschienen ist die Neuauflage von „Mundus Iovialis – Die Welt des Jupiter“ im Schrenk Verlag zum Preis von 25 Euro. ISBN: 978-3-910284-67-8

Perspektive macht den Unterschied

Fränkisches Seenland ist nun noch schöner erlebbar


Weit über 60 Motive präsentiert die neue Version der 360° Panorama-Tour, durchs Fränkische Seenland, entwickelt und umgesetzt vom Augsburger Online-Spezialisten multimaps360. Nach einem viermonatigen Relaunch wird die Region nun noch detaillierter und anschaulicher präsentiert.
„Allein im letzten Jahr haben über 65.000 Nutzer die Panorama-Tour besucht und mit mehr als 600.000 Seitenaufrufen alle Erwartungen übertroffen“, freut sich Gerhard Ruff, Geschäftsführer von multimaps360. Bereits auf über 300 Webseiten ist diese besondere digitale Reise verlinkt. Das Projekt wird vom Beginn im Jahre 2015 aktiv vom Tourismusverband Fränkisches Seenland unterstützt. Jeder Betreiber einer Homepage kann die 360° Motive als Weblink kostenlos einbinden, nutzen und somit aktiv an einer weiteren Steigerung der Aufmerksamkeit und Strahlkraft der Region mitwirken. Ein Gewinn für alle.
Bei Interesse können über interaktive Markierungen, direkt in einem Panorama individuelle Angebote gezielt beworben werden. Über sogenannte Info-Points werden Webseiten, Videos oder weitere Unternehmens-Informationen zu attraktiven Konditionen integriert.
Mit beeindruckenden Perspektiven aus der eigenen unmittelbaren Umgebung werden so die Nutzer der individuellen Webseiten begeistert. Jeder, der die Panorama-Tour Fränkisches Seenland über seine Homepage teilt, ist Teil eines besonderen Netzwerks.
Ausführliche Informationen erhalten Sie über https://multimaps360.de/kontakt/

Staatspreis für Heidenheim

Vorbildliche Dorferneuerung wird durch Ministerin Manuela gewürdigt


 
Die Marktgemeinde Heidenheim zählt zu den diesjährigen Gewinnern des Wettbewerbs „Land.Dorf.Zukunft“. 1. Bürgermeisterin Susanne Feller freute sich, dass die für die Ländliche Entwicklung zuständige Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, Michaela Kaniber der Hahnenkammgemeinde einen Staatspreis für ein „Vorbildliches Dorferneuerungs-Projekt“ verliehen hat. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird zwar erst im Herbst in München persönlich übereicht, aber Heidenheim und einige weitere Kommunen, die diese Staatspreise erhalten, wurden heute von der Staatsministerin darüber informiert und beglückwünscht.
„Ich bin immer wieder begeistert, was vor Ort bewegt werden kann, wenn Bürger und Kommunen zusammen mit den Ämtern für Ländliche Entwicklung ihre Heimatregion gemeinsam voranbringen wollen. Sie zeigen herausragende Erfolge für die Entwicklung des ländlichen Raums. Bei all den Projekten wird deutlich, wie erfolgreich die Akteure vor Ort sind, wenn sie zusammen an einem Strang ziehen und viele Ideen einbringen“, so die Ministerin in ihrem Gratulationsschreiben.
Der alle zwei Jahre stattfindende Wettbewerb ist besonders auf die Kriterien der Nachhaltigkeit ausgerichtet. In diesem Jahr standen die Themen „Stärkung der Grund- und Nahversorgung“ und „Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel inklusive Landschaftswasserhaushalt“ besonders im Fokus. Zudem müssen alle Projekte dem integrierten Ansatz entsprechen, zur Zukunftssicherung vitaler ländlicher Räume beitragen und dem Grundsatz einer aktiven Bürgerbeteiligung gerecht werden.
Die Heidenheimer haben dabei ihre Ärmel hochgekrempelt, um ihr Dorf noch lebenswerter zu gestalten. Während der Dorferneuerung nahmen viele ihre Häuserfassaden in Angriff, begrünten einen Fußweg mit Blick auf das Münster und legten eine Blühwiese mit einer „Lümmelbank“ sowie einem Totholzhaufen an. Ein offener Wasserlauf wertet den neuen Marktplatz mit Brunnen auf. Mit dem Umbau des Klosters – ein Kleinod romanischer Architektur – entstand eine Begegnungs-, Bildungs- und Dokumentationsstätte. Ein besonderes Denkmal in Form eines Steinschiffs mit Sitzmöglichkeiten aus Quadern erinnert nun als Dorferneuerungsdenkmal auch alle kommenden Generationen an diesen erfolgreich durchgeführten Gemeinschaftsprozess.Wo Arbeitsplätze wegbrechen, Geschäfte und Gasthöfe schließen, zieht es nicht nur die Jugend in die urbanen Räume. Es findet eine regelrechte mikrokosmische Migration statt, deren Orientierungsansätze immer mehr die vorhandenen oder eben nicht mehr vorhandenen Versorgungseinrichtungen sind, also die Grundversorgung mit dem Bedarf für das tägliche Leben, kulturelle Angebote, Gasthäuser und öffentliche Ämter, soziale Versorgungseinrichtungen oder Arztpraxen. Dazu kommt das chronische Defizit an öffentlich zugänglicher Mobilität und ein Nachholbedarf im Bereich der modernen Kommunikations-Infrastruktur. Auch Heidenheim ist davon betroffen, der Bevölkerungszuwuchs fällt mit 1,5 % für die Region unterdurchschnittlich aus und die Entwicklung der Beschäftigten vor Ort weist einen Rückgang von nahezu 30 % im Laufe der letzten 15 Jahre auf.
Es war daher von großer Bedeutung, dass in den letzten Jahren die Dorferneuerung in Heidenheim durchgeführt werden konnte. Mit diesem Instrument der Ländlichen Entwicklung soll ein Beitrag geleistet werden, um die Dörfer zukunftsfähig zu gestalten. Dabei hat es sich in einem ganz besonderen Maße bewährt, dass bei der Dorferneuerung stark auf das Element der bürger-schaftlichen Beteiligung gesetzt wird. Denn nur darüber lassen sich auch wieder wichtige Kernelemente des dörflichen Lebens dauerhaft sichern. Dazu zählen u.a. die Bewahrung oder Wiederherstellung regionaler Wertschöpfungsketten oder die konstruktive Bewältigung des demografischen Wandels. Ein wichtiger Teil der Dorferneuerung liegt aber auch in der Erhaltung einer hohen Lebensqualität, um auch damit dem Abwanderungstrend entgegenzuwirken.
Dass Heidenheim das Dorferneuerungsverfahren zur Lösung all dieser Herausforderungen vorbildlich gelöst hat, wurde nunmehr durch den Staatspreis untermauert. 1.Bürgermeisterin Susanne Feller ist daher auch davon überzeugt, dass diese Auszeichnung noch mehr ein Ansporn dafür sein wird, dass sich weitere Bürgerinnen und Bürger engagiert für ihr Gemeinwesen einsetzen, um dauerhaft hohe Lebensqualität vor Ort zu gewährleisten. Und all denjenigen, die sich im jetzt abgeschlossenen und als „vorbildlich“ hervorgehobenen Prozess bereits engagiert beteiligt hatten, sprach sie aus diesem Anlass nochmals besonderen Dank und Anerkennung aus.

Kontakt: ILE-Umsetzungsbegleitung
Dieter Popp, c/o FUTOUR Regionalberatung
Vogelherdweg 1, 91729 Haundorf., dieter.popp@futour.com

 



Ein Erfolgsmodell

Das Vertragsnaturschutzprogramm im Landkreis

Streuobstwiesen sind einer der artenreichsten Lebensräume unserer Kulturlandschaft. Foto: Alena Vogt/LRA

Mit dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm Offenland (VNP) werden ökologisch wertvolle Lebensräume, die auf eine naturschonende Bewirtschaftung angewiesen sind, erhalten, entwickelt und verbessert. Landwirte erhalten dafür ein Entgelt für den Aufwand und den entgangenen Ertrag. Die Maßnahmen werden in der Regel für einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschlossen. Das VNP ist ein wichtiges Instrument zur Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie und zum Aufbau des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Außerdem sollen die Ziele des Volksbegehrens für Artenvielfalt umgesetzt werden.

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist das VNP seit 40 Jahren ein Erfolgsmodell: Die teilnehmenden Landwirtinnen und Landwirte sind starke Kooperationspartner, die eine besonders vertrauensvolle Zusammenarbeit ermöglichen. Etwa 300.000 Euro Fördermittel gibt der Freistaat Bayern mit Unterstützung der Europäischen Union im Jahr 2024 allein im Landkreis frei. Die Fördermittel von fast 2,5 Mio. Euro verteilen sich hier insgesamt auf etwa 5.000 ha Fläche.

Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf ökologisch wertvollem Grünland: Etwa 3.600 ha Wiesen befinden sich derzeit im Programm. Der Rest verteilt sich auf Weiden (ca. 1.200 ha), Äcker (ca. 160 ha) und Teiche (ca. 15 ha).

Auch Streuobst hat im VNP eine Bedeutung: Rund 6.000 Obstbäume befinden sich derzeit in der Förderung. Damit wird der Erhalt des Lebensraum Streuobstwiese vorangetrieben. Streuobstwiesen sind einer der artenreichsten Lebensräume unserer Kulturlandschaft und die alten Bäume beherbergen viele Tierarten wie Fledermaus, Specht oder Steinkauz. Daher ist die Förderung des Erhalts hier besonders wichtig.

Landwirtinnen und Landwirte können jährlich im Antragszeitraum (etwa Januar bis Februar) beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten einen Förderantrag stellen. Vorab ist ein Beratungsgespräch an der Unteren Naturschutzbehörde notwendig, bei dem die geeigneten Maßnahmen erörtert und festgelegt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.stmuv.bayern.de/vnp.htm. Die zuständigen Ansprechpartner finden Sie auf der Seite der Unteren Naturschutzbehörde www.landkreis-wug.de/umwelt/naturschutz/.

Mit böhmischer Blasmusik

Musikfahrt mit der Gunzenhäuser Blous´n auf der MS Altmühlsee

Die Gunzerhäuser Blous’n lädt am 10. Mai auf die MS Altmühlsee ein. Foto: Gerlinde Grossmann


In diesem Jahr feiert mit der „Blous´n“ ein Gunzenhäuser Musikschwergewicht seinen 30igsten! Herzlichen Glückwunsch und weiter so, denn nicht nur eingefleischte Fans wissen genau: Die bunte Ton- und Liederlandschaft Gunzenhausens wäre ohne die Gunzenhäuser Blous´n arm dran. Doch die Blous´n lässt sich nicht erklären, Mann und Frau muss sie hören. Den stimmungsvollen und weit über die Grenzen der Altmühlstadt hinaus gefeierten Mix aus bayerisch-böhmischer Blasmusik präsentieren die Jungs und Mädls am 10. Mai 2024 auf der MS Altmühlsee. Es ist beeindruckend, schafft es die Fröhlich-Formation doch ohne Probleme, Blasmusik auf eine ganz spezielle Art immer wieder neu zu interpretieren. Gute Laune gibt´s gratis dazu und diese ist im Fall der Blous´n sogar ansteckend. Egal ob zünftiger Marsch oder Schunkelpolka, es darf gelacht, gesungen und getanzt werden. In diesem Fall aber nicht im Bierzelt, sondern auf dem Schiff. Diese ganz besondere Musikfahrt findet am Freitag, den 10. Mai 2024, um 19.30 Uhr statt.
Los geht’s an der Anlegestelle am Seezentrum Schlungenhof. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Zweckverbands Altmühlsee unter www.altmuehlsee.de, unter Tel. 09831/508 191 oder per E-Mail an info@altmuehlsee.de. Die Eintrittskarte für die rund zweistündige Musikfahrt kostet 13 Euro pro Person im Vorverkauf. Der Kartenvorverkauf läuft über den Zweckverband Altmühlsee.

Bürgertheater stellt sich neu auf

Erste Theatergenossenschaft Bayerns in Weißenburg gegründet

In Weißenburg ist die erste Theatergenossenschaft Bayerns gegründet worden. „Die Theaterbürger eG“ schreiben damit nicht nur Genossenschaft-, sondern auch Theatergeschichte. Die gemeinnützige Organisation ist neuer Träger und Heimat für das Weißenburger Stadtschreiber-Projekt und das damit verbundene Bürgertheater.

Und man hat gleich jede Menge zu tun. Denn „Die Theaterbürger eG“ will dafür sorgen, dass im Sommer 2025 wieder großes Bürgertheater im Weißenburger Bergwaldtheater gespielt wird. Die Genossenschaft tritt damit die Nachfolge der Stadt an. Die hatte die die beiden bisherigen Weißenburg-Stücke „Der Lebkuchenmann“ und „Der allergrößte Glückskeks“ umgesetzt.

Genossenschaft übernimmt die Organisation

Der Wechsel zu einer ehrenamtlich getragenen Genossenschaft folgt einer Vereinbarung mit der Stadt. Die hatte zugesagt, das Projekt weiter finanziell zu unterstützen. Allerdings wollte man die organisatorische Umsetzung abgeben. Die behördlichen Abläufe einer Stadtverwaltung waren mitunter nur schwer mit den Erfordernissen eines Theaterbetriebs zu vereinbaren gewesen.

Die Genossenschaft „Die Theaterbürger eG“ als neuer Träger ist letztlich die konsequente Fortsetzung der Bürgertheateridee. Der zufolge gehört das Theaterprojekt allen, die an ihm teilhaben wollen. Das gilt nun nicht mehr nur fürs Mitspielen als Schauspieler auf der Bühne, sondern auch für die Teilhabe in der Genossenschaft. Jeder, der das Projekt unterstützen will, kann Anteile kaufen und wird damit zum stimmberechtigten Genossen der Weißenburger Theateridee.

Werben um neue Unterstützer

In einem mehrmonatigen Prozess überprüfte der Genossenschaftsverband die Satzung der Theaterbürger, den Geschäftsplan und weitere Unterlagen, um schließlich sein Ok zu geben. Es gilt nun noch letzte Formalien zu erfüllen, bis sich die Genossenschaft dann auch an die Öffentlichkeit wendet und um Mitglieder wirbt. Das wird in Kürze der Fall sein. Im Herbst will man eine große öffentliche Kulturveranstaltung auf die Beine stellen, um für die Genossenschaft zu werben und Unterstützer an Bord zu holen.

Im Moment wird bereits mit voller Kraft daran gearbeitet, die Strukturen für die Umsetzung des nächsten großen Weißenburger Theaterprojekts zu schaffen. Regisseur Georg Schmiedleitner ist wieder an Bord und dabei sein künstlerisches Team aufzustellen.  Ein neuer Stadtschreiber ist bereits verpflichtet, die Personalie wird kommende Woche zunächst dem Stadtrat vorgestellt und dann veröffentlicht.

Unterstützung aus München

Das Weißenburger Theaterprojekt nimmt nach harter und ausdauernder Arbeit hinter den Kulissen damit auch in der Öffentlichkeit wieder Fahrt auf. Die nächsten Termine sind die Stadtratsvorstellung sowie die Lesung von Sigi Zimmerschied aus seinem Stück „WEISSEN“ am 2. Mai. Zudem sollen zeitnah die bisherigen Mitspieler und Unterstützer der Theaterprojekte über das weitere Vorgehen informiert werden.

Die Idee zu der Theatergenossenschaft kam von Till Hoffmann. Der Münchner wurde durch den Hinweis von Sigi Zimmerschied auf das Weißenburger Theaterprojekt aufmerksam und verfolgt es seitdem mit Sympathie und war als Berater vor Ort.  Er gilt als Kleinkunstkönig der Landeshauptstadt und führt dort unter anderem das Vereinsheim Schwabing, das Lustspielhaus oder den Milla Club. Außerdem hat er mit einer Vielzahl von Unterstützern die Sozial-Genossenschaft  Bellevue di Monaco gegründet,  die ein Wohn- und Kulturzentrum für Geflüchtete und interessierte Münchnerinnen und Münchner im Herzen der Stadt betreibt.

Einmalig in Bayern

Das war die gedankliche Vorlage für die Weißenburger Theatergenossenschaft „Die Theaterbürger“, die in ihrer Konzeption trotzdem einmalig ist, wie der Bayerische Genossenschaftsverband bestätigte. Denn eine Theatergenossenschaft gab es unter den rund 1200 Genossenschaften in Bayern bislang noch nicht.

Stiftungsmittel ausgeschüttet

Geld u.a. für Seniorenarbeit, Ferienspaß und Bievre-Denkmal

Die Vorsitzende der Josef-Karolina-Bengel-Stiftung, Susanne Gruber, gab in der Vorstandssitzung einen Jahresrückblick über die Verwendung der Stiftungsmittel aus dem letzten Jahr bekannt. Insgesamt wurde im Jahr 2023 ein Betrag in Höhe von 2.000 Euro ausgeschüttet.

Davon wurde mit 250 Euro die Seniorenarbeit im Bürgerhaus Ornbau für den Kauf von Liederbüchern und eines digitalen Radio bezuschusst. Ein weiterer Zuschuss in Höhe von 250 Euro wurde für den Ferienspaß der Stadt Ornbau verwendet. Bürgermeister Marco Meier war in den letzten Sommerferien mit insgesamt 16 Kindern auf einer rund 2-stündigen Alpakawanderung unterwegs. Weiterhin wurde von dem Betrag der Auftritt eines Zauberers zum Abschluss des Sommerferien-Leseclub für Kinder in Ornbau verwendet. Die restlichen 1.500 Euro Zuschuss sind für die Restaurierung vom Bievre-Denkmal am Friedhof in Ornbau eingerechnet, die sich aufgrund von Absprachen mit den Behörden verzögerte, wie Bürgermeister Marco Meier berichtete. Das überregional bedeutsame Denkmal wird bis September diesen Jahres restauriert. Deshalb wurde in der Vorstandschaftssitzung der Stiftung entschieden, auch im Jahr 2024 weitere 500 Euro zur Restaurierung des Bievre-Denkmals bereit zu stellen, sodass die Stiftung die Restauration mit insgesamt 2.000 Euro unterstützt. In diesem Jahr soll darüber hinaus die Bücherei 500 Euro erhalten. Weitere 500 Euro sollen für die Aufwertung der Altstadt durch Sitzgelegenheiten und Begrünungen ausgeschüttet werden.

Die Ausschüttung der Stiftungsmittel für das Jahr 2024 beträgt somit insgesamt 1.500 Euro. Bürgermeister Marco Meier und Stadtrat Dr. Bernhard Göttler, der gleichzeitig auch als Kassier der Stiftung engagiert ist, bedankten sich im Namen der Stadt für die großzügigen Zuwendungen.

Falk Report jeden Monat per E-Mail bekommen

Der "Falk Report" berichtet  monatlich aus dem Leben im Fränkischen Seenland (Altmühlfranken).

Die Beiträge kommen vom Herausgeber und von Gastautoren. Im Mittelpunkt stehen kommunalpolitische und gesellschaftspolitische Themen. In meiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen ist es mir wichtig, historische Beiträge zu veröffentlichen.

Es würde mich freuen, wenn wir auf diese Weise im Kontakt bleiben könnten.

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