Sperrung dauert an

Verlängerung der Vollsperrung der Bahnhofstraße (Haus Silo)

Seit dem 14. November ist die Bahnhofstraße im Bereich der Hausnummern 12 – 15 voll gesperrt. Grund sind die Tiefbauarbeiten, die anlässlich der Vorbereitung des Landesamtes für Schule notwendig sind. Die Vollsperrung war bis zum 5. Januar 2023 geplant. Wie sich nun herausstellte, bedarf es der Vollsperrung bis zum Freitag, 20. Januar 2023.
Der Kfz-Verkehr wird weiterhin über den Bahnhofplatz, die Zufuhrstraße und die Nürnberger Straße umgeleitet. Die Erreichbarkeit des Ärztehauses ist über die Osianderstraße aus östlicher Richtung sichergestellt und entsprechend ausgeschildert. Die Haltestellen Ärztehaus können in dieser Zeit nicht bedient werden. Fahrgäste werden gebeten sich über mögliche Änderungen im Stadtbusverkehr an den Fahrplanaushängen bzw. im Internet (www.gunzenhausen-mobil.de) zuinformieren.
Nach aktuellem Stand werden die Absperrmaßnahmen in der Bahnhofstraße im Laufe des 20. Januar 2023 zurück gebaut. Dies gilt auch für die Fußgängerbedarfsampeln an der Kreuzung Bahnhofstraße/Nürnberger Straße. Aufgrund dessen wird es an diesem Tag zeitweise zum Ausfall der Ampelregelung des Knotenpunktes Bahnhofstraße/Nürnberger Straße kommen. Die Verkehrsteilnehmer werden aufgefordert, besonders aufmerksam im Bereich der Bahnhofstraße
und Nürnberger Straße zu fahren.
Gleichzeitig finden am 20. Januar .2023 Verkehrssicherungsmaßnahmen in der Nürnberger Straße statt. Hierbei werden die beiden Richtungsfahrbahnen verschwenkt, um ein ausreichend großen Baubereich zu schaffen. Auch hier bitten wir die Verkehrsteilnehmer, an diesem Tag äußerst umsichtig den Bereich zu befahren.

Die Welt ist bunt!

Steingass kürt kleine Künstler

Keine leichte Aufgabe hatte die Jury, bestehend aus Stadtmarketing Gunzenhausen Geschäftsstellenleiterin, Jeanette Holzschuh, dem 1. Vorsitzendem, Alexander Herzog, Steingass Geschäftsleiter, David Denk und Werksstudent, Patrick Neuhorn, zusammen mit den Gewinnerinnen, Clara & Lara. (auf dem Bild fehlt Gewinner Patrick). Bild: Alfred Müller

Kleine und große Kinder lieben Ausmalbilder. Woran das liegt? Ausmalen entspannt, macht glückselig und trainiert – ganz nebenbei – feinmotorische und kognitive Fähigkeiten. Aktuell sind natürlich Weihnachtsmotive sehr beliebt, etwa Nikoläuse, Christbäume oder Rudolph, das rotnasige Rentier. Stimmungsvolle Weihnachts-Ausmalbilder gab es vor kurzem auch in der Kinder- und Wäscheabteilung und auf den Social Media-Accounts der ortsansässigen Firma Steingass. Kinder aus Gunzenhausen und Umgebung sollten ihr Lieblingsausmalbild bunt gestalten und nach Fertigstellung einer fachkundigen Jury präsentieren. Diese bestand aus Alexander Herzog (1. Vorsitzender) Jeanette Holzschuh (Geschäftsstellenleiterin) und Patrick Neuhorn (Werkstudent) vom Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. Ein großer Spaß für alle Beteiligten.

Fast 120 kreative Entwürfe wurden eingereicht, zu gewinnen gab es drei Steingass-Einkaufsgutscheine im Wert von jeweils 50 Euro. Zusätzlich haben alle Kinder bei der Abgabe ein Überraschungs-Ei als Dankeschön für die Teilnahme erhalten. Die von der Jury als beste Bilder bewerteten Vorlagen kamen von Clara (8 Jahre), Lara (6 Jahre) und Patrick (3 Jahre). „Eigentlich ist jedes Bild ein Kunstwerk für sich“, betont David Denk, Geschäftsstellenleiter von Steingass in Gunzenhausen. Alexander Herzog ergänzte: „Wir haben uns bei der Auswahl große Mühe gegeben und gratulieren den glücklichen Gewinnern. Der Firma Steingass danken wir für diese tolle Aktion kurz vor Weihnachten. Ihr habt Kindern in schwierigen Zeiten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert!“ Die Kunstwerke sind noch bis 06.01.2022 beim Modehaus Steingass in Gunzenhausen im Untergeschoss (Kinderabteilung) zu bewundern.

Landrat grüßt zum Jahreswechsel

Manuel Westphal dankt Bevölkerung für Hilfsbereitschaft

Manuel Westphal an seinem Schreibtisch im Landratsamt.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Jahr 2022 stand ganz im Zeichen des 50-jährigen Landkreisjubiläums. Viele tolle Aktionen haben uns durch das Jubiläumsjahr begleitet, die den Landkreis in seiner Vielfalt präsentieren
und zum Entdecken unserer Heimat anregen sollten, wie zum Beispiel das Landkreismagazin oder die Landkreistouren. Auch im nächsten Jahr wollen wir so manche Aktion, wie den Altmühlfranken-Wandertag oder den Tag der regionalen Genüsse, fortführen und unsere Heimat für Sie erlebbar machen. Es war auf jeden Fall ein besonderes Jubiläumsjahr, das wir gemeinsam gebührend feiern konnten!
Wir sind alle froh, dass im Laufe des Jahres das Pandemiegeschehen abgeschwächt und eine Rückkehr zu unserem normalen Leben möglich wurde. Wir konnten wieder zusammenkommen und Veranstaltungen wie unser Hoffest gemeinsam erleben. Trotzdem gilt es weiterhin, Rücksicht auf Risikogruppen zu nehmen und diese besonders zu schützen.
Ein besonders bitterer Beigeschmack bleibt leider auch an diesem Jahresende: Der Ukraine-Krieg erschüttert uns alle zutiefst. Nicht nur die vielen geflüchteten Menschen, die auch in unserem Landkreis Zuflucht gefunden haben, auch die Folgen für unsere Energie- und Gasversorgung zeigen, wie katastrophal ein Krieg sein kann.
Als die ersten Menschen aus der Ukraine angekommen sind, rollte eine Welle der Hilfsbereitschaft durch den Landkreis. Allen, die sich bei der Aufnahme und Integration der Geflüchteten engagiert haben und es zum Teil bis heute tun,
sage ich an dieser Stelle herzlichen Dank! Der Dank gilt auch meinen Mitarbeitenden im Landratsamt für den Einsatz während der Flüchtlingskrise, die uns parallel zum Katastrophenfall Corona-Pandemie gefordert hat.
Die Herausforderungen der vergangenen Jahre haben uns eins eindrücklich gezeigt: Nur, wenn wir Zusammenhalten und rücksichtsvoll miteinander umgehen, können wir etwas bewegen. Mit Blick auf das nächste Jahr wünsche
ich mir, dass wir alle unseren Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen weiter lebenswert gestalten und stolz sind auf unsere Heimat!
Genießen Sie nun die besinnliche Weihnachtszeit, so dass Sie gesund und voller Tatendrang ins Jahr 2023 starten können!

Ihr

Manuel Westphal, Landrat

Für den Notfall vorbereitet sein

Koordinierungsgruppe beschäftigt sich mit der Energiekrise

Der Ukrainekonflikt macht deutlich, wie eine Abhängigkeit von einzelnen Großlieferern plötzlich und unerwartet zu Energieengpässen führen kann. Wie sich Versorgungslagen bei uns vor Ort in Gunzenhausen entwickeln und ob am Ende gar eine Gasknappheit oder ein Stromausfall droht, das kann niemand voraussagen. Dennoch sollten wir uns mit diesen schwierigen Themen auseinandersetzen, denn wir stecken mitten in einer Energiekrise, die sich kurzfristig wohl nicht auflösen wird. Zur Analyse der Situation vor Ort, zur Vorbereitung auf Ausnahmefälle und zur Vernetzung regionaler Hilfskompetenzen wurde in der Stadt Gunzenhausen eine Koordinierungsgruppe eingerichtet. Diese trifft sich seit mehreren Monaten regelmäßig und betreibt aktive Notfallvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Gunzenhausen plus deren Ortsteile.

Die Koordinierungsgruppe besteht aus dem Ersten Bürgermeister, Mitgliedern der Verwaltung, Stadtwerke, Feuerwehr, Polizei und regionalen Hilfsorganisationen. Bei Bedarf können weitere Fachleute hinzugezogen werden. Die Gruppe arbeitet an verschiedensten Themen, etwa der Kraftstoffversorgungssicherheit während einer Mangellage, der Einrichtung von Wärmestuben bei längerem Stromausfall oder einer funktionierenden Bevölkerungsinformation bei Ausfall des Mobilfunknetzes. Auch die Versorgung von medizinischen Notfällen steht im Fokus, sollte unser Alltag unerwartet auf den Kopf gestellt werden.

„Wir wissen um die Situation und sollten uns deswegen auf alle möglichen Szenarien vorbereiten. Ein längerer Stromausfall ist Stand heute zwar eher unwahrscheinlich, aber sicher nicht unmöglich“, betont Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Als verantwortungsvolle Kommune machen wir unsere Hausaufgaben und bereiten uns so gut wie möglich vor. Mein Appell gilt aber auch unseren Bürgerinnen und Bürgern: Informieren Sie sich und bereiten Sie sich im persönlichen Umfeld auf Ausnahmesituationen vor. Dazu gehört beispielsweise ein Grundvorrat an Lebensmitteln für mehrere Tage. Eigenvorsorge ist für den Fall der Fälle unabdingbar.“

Sollte tatsächlich eine Energiemangellage drohen oder ein plötzlicher Blackout die Stromversorgung stilllegen, dann gilt es ruhig zu bleiben. Gerade wenn der Strom länger weg ist, wird unser Alltag auf den Kopf gestellt. Handys funktionieren nicht mehr, Fernsehen oder digitale Radiosender auch nicht. Wasser kochen, Essen zubereiten – ungewiss, ob dies dann noch ohne größere Einschränkungen möglich ist. Schnell kommen Fragen auf, manchmal wird gar Hilfe benötigt, beispielsweise wenn eine medizinische Versorgung sichergestellt werden muss. Die Verwaltung ist sich dessen bewusst und wird daher im Ausnahmefall im Stadtgebiet und in den Ortsteilen zügig sog. Notrufmeldestellen einrichten, also Informationspunkte, bei denen sich Bürgerinnen und Bürger auf den neuesten Stand bringen können und Hilfe erfahren. Diese Notrufmeldestellen werden ca. 30 Minuten nach einer Störung besetzt und befinden sich u.a. im Gunzenhäuser Rathaus, der Rettungswache und in den Feuerwehrgerätehäusern in den Ortsteilen. Angehängte Karte zeigt die vorläufigen Standorte.

Sollte die Stromversorgung unerwartet länger ausfallen, dann werden je nach Bedarf und Verfügbarkeit auch Versorgungsplätze und Wärmehallen eingerichtet, so beispielsweise in der Stephani-Schule. Je nachdem wie lange ein solcher Ausnahmezustand anhält, werden weitere Gebäude folgen. Eine Notstromversorgung des Burkhard-von-Seckendorff Heims wurde bereits installiert und kann im Notfall den Bedarf vor Ort im Alten- und Pflegeheim decken. Zudem greifen Verwaltung und weitere Bereiche der Kerninfrastruktur wie Stadtwerke, aber auch Feuerwehr und THW auf Notstromaggregate zurück. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und in den letzten Monaten mehrere leistungsfähige Geräte angeschafft“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Im Notfall werden wir einsatzfähig sein und an der Problembehebung arbeiten können. Sollte eine Mangellage eintreten, dann achten Sie bitte auf Ihre Mitmenschen. Nicht jeder kommt in solch einer schwierigen Situation auch gut klar. Hier gilt es rücksichtsvoll zu sein und sich gegenseitig zu unterstützen.“   

Weitere Informationen finden Sie im Internet auf der Seite des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (www.bbk.bund.de), aber auch auf der Internetseite der Stadt Gunzenhausen (https://gunzenhausen.de/zivilschutz/articles/selbstschutz-und-vorsorge-im-zivil-und-katastrophenschutz.html). Ein praktischer Ratgeber im Handtaschenformat kann in der Stadt Gunzenhausen, Zimmer 18, kostenlos abgeholt werden. 

Prall gefüllter Messekalender

Das Fränkische Seenland blickt optimistisch ins neue Jahr.

Schon Mitte Januar startet mit der CMT in Stuttgart die Messesaison für den Tourismusverband Fränkisches Seenland. Das druckfrische Infomaterial ist vorbereitet und das Team brennt schon darauf, endlich wieder mit potenziellen Gästen ins Gespräch zu kommen – zumal die Region 2023 mit einer neuen Regentin, einem kontrastreichen Veranstaltungsprogramm und einem echt fränkischen Jahresthema aufwartet.

Flurumritte und Traditionen stehen im Fränkischen Seenland 2023 besonders im Mittelpunkt. Anlass, sich mit dem lebendigen Brauchtum zu beschäftigen, liefert der Pfofelder Flurumritt, eine Veranstaltung, deren Geschichte jahrhunderteweit zurückreicht und die eigentlich alle zwölf Jahre stattfindet. Wegen der Corona- Pandemie sind es diesmal 14 geworden. Umso größer ist jetzt die Vorfreude. Noch dazu wurde das Feldgeschworenenwesen in Bayern, das beim Flurumritt eine wichtige Rolle spielt, inzwischen in den Stand eines Immateriellen UNESCO- Kulturerbes in Deutschland erhoben.

Eine charmante neue „Botschafterin“ der Tradition ist die 4. Fränkische Seenland-Königin Leoni Dengler: Auf den Messen wird die Studentin in ihrer maßgeschneiderten fränkischen Tracht mit modernen Elementen sicher viele Blicke auf sich ziehen. Das royale Outfit hebt sich nämlich deutlich von den Dirndln und Ballkleidern anderer Königinnen ab, was die Neugier vieler Messebesucher erregt. Das stellten Leoni Denglers Vorgängerinnen immer wieder fest. Ist das Interesse erst einmal geweckt, halten die Seenlandkönigin sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Messestand umfassende Informationen über die Urlaubslandschaft mit den sieben rundum zugänglichen Seen bereit.

Einen Überblick über die verschiedenen Angebote gibt dabei das neue Gastgeberverzeichnis auf über 150 Seiten. Die Informationen zu den Angeboten sind darin thematisch und nach der geographischen Lage geordnet. Schnell und bequem findet man alles Wichtige zu den persönlichen Urlaubswünschen. Der Blick ins Gastgeberverzeichnis lohnt sich auch für diejenigen, die online buchen. Die Betriebe, bei denen dies möglich ist, sind extra gelistet und zudem im übrigen Heft mit einem markanten farbigen Balken gekennzeichnet. Ebenfalls am Messestand ausgelegt ist das neue Serviceheft zum Wanderweg „Der Seenländer“, das jetzt auch Wegbeschreibungen zu sieben neuen Rundtouren-Tipps mit Verbindung zur Hauptroute enthält. Diese und viele weitere Broschüren sind auch online unter www.fraenkisches seenland.de/prospektbestellung bestellbar.
Neben dem Kontakt zu den Messegästen hofft der Tourismusverband Fränkisches Seenland nach drei schwierigen Jahren auch wieder auf einen leichteren und fruchtbaren Austausch unter den Akteuren in der Region. Die Touristiker-Gespräche fürs neue Jahr sind bereits geplant. Den gemeinsamen Treffen mit Besichtigung neuer Betriebe steht nach dem Ende der Corona-Beschränkungen nichts mehr im Wege.


Kontakt: Tourismusverband Fränkisches Seenland, Hafnermarkt 13, 91710
Gunzenhausen, Tel. 09831/5001-20, info@fraenkisches-seenland.de,
www.fraenkisches-seenland.de

Start ins Jubiläumsjahr

1200 Jahre Gunzenhausen“ wird das ganze Jahr über gefeiert

Das Dokument von 823 ist der erste Hinweis auf Gunzenhausen. Bürgermeister Fitz und Stadtarchivar Mühlhäußer zeigen es stolz.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – zugegeben, Hermann Hesse hat beim Dichten seiner weltbekannten Worte wohl nicht an das Gunzenhäuser Stadtjubiläum gedacht. Zumindest liegt Stadtarchivar Werner Mühlhäußer bisher noch kein entsprechender Nachweis vor. Das Gefühl von Vorfreude stellt sich beim Verfasser dieser Zeilen jedoch langsam ein, immerhin steht der 1. Januar 2023 unmittelbar bevor. Dann starten wir ins Festjahr und feiern 1200 Jahre Gunzenhausen, ein historischer Moment und ein beachtlicher Meilenstein im Verlauf einer bewegten Geschichte.

„Unsere Stadt wird 1200 Jahre alt und ist damit, ganz nebenbei und mit Stolz bemerkt, älter als Ansbach, Nürnberg und sogar die bayerische Landeshauptstadt München“, freut sich Stadtarchivar Werner Mühlhäußer. „Die erste urkundliche Erwähnung Gunzenhausens als Kloster „Gunzinhusir“ stammt vom 21. August 823. Seitdem ist viel passiert und die Stadtgeschichte ist geprägt vom Auf und Ab der verschiedenen Epochen. Im nächsten Jahr möchten wir in die Vergangenheit blicken, aber auch Gegenwart und Zukunft feiern. Ich wünsche uns allen tolle Eindrücke und ein schönes Jubiläumsjahr“.

Das Original der Erwähnungsurkunde befindet sich im Stuttgarter Hauptstaatsarchiv. Die Bezeichnung „Gunzinhusir“ kommt im Text an drei Stellen vor, geschrieben in der damals gebräuchlichen karolingischen Minuskelschrift. Der Ort an der Altmühl trat mit der Erwähnung erstmals aus dem namenlosen Geschichtsdunkel heraus, wobei es Gunzenhausen sicher schon vorher gab. Wie lange genau, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Kein Geheimnis ist dagegen die stilvolle Unterschrift von Kaiser Ludwig dem Frommen und dessen Siegel. Beides verlieh dem Dokument Rechtsgültigkeit. Der Grund: Das Kloster Gunzenhausen wurde an das Reichskloster Ellwangen übertragen.

„Im Verlauf von 1200 Jahren wurde aus dem Klosterort Gunzenhausen das Zentrum des Fränkischen Seenlands, wobei das Stadtrecht erst im 13. Jahrhundert verliehen wurde“, betont Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Der Ort hat sich prächtig entwickelt und die Geschichte ist noch längst nicht zu Ende geschrieben. Heute ist Gunzenhausen für Menschen aus nah und fern beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Für unsere Bürgerinnen und Bürger ist die Stadt aber auch lebens- und liebenswerte Heimat. Ich freue mich auf das Jahr 2023 und lade Sie alle ein, mit uns zusammen ein großes Fest zu feiern.“

Weiterführende Informationen zum Stadtjubiläum erhalten Sie auf der eigens dafür eingerichteten Homepage www.1200-gunzenhausen.de. Eine begleitende Jubiläumsbroschüre wird um den Jahreswechsel 2022/2023 veröffentlicht und kann u.a. über das Gunzenhäuser Stadtarchiv, Tel. 09831/508 135 bezogen werden (stadtarchiv@gunzenhausen.de).

Papert kehrt zurück

Gunzenhäuser Kirchweih: Neuer Festwirt für das Hauptfestzelt ab 2023

Das Papert-Bierzelt in neuer, zeitgemäßer Aufmachung hat alle Chancen, beim Gunzenhäuser Kirchweihpublikum gut anzukommen.

Kerwa-Fans und Freunde der zünftigen Unterhaltung aufgepasst: Der Festzeltbetrieb auf der Gunzenhäuser Kirchweih ist neu vergeben. Ab der Kirchweih-Saison 2023 wird das Unternehmen Festzeltbetriebe Sony-Boy PAPERT GmbH & Co.KG aus Bechhofen an der Heide das Hauptfestzelt betreuen. Der Neuvergabe vorausgegangen war eine überregionale Ausschreibung und im Anschluss daran ein anspruchsvolles Bewerbungsverfahren, das nun in der Zusage an die Festwirtfamilie Christian und Joachim Papert ein Ende fand.
Die Festwirtfamilie Papert ist in Gunzenhausen nicht unbekannt, betreute sie doch bereits im Zeitraum von 1973 bis 2009 ein großes Festzelt auf dem Kirchweih-Volksfest. Nun kehren die Paperts zurück und alle Gäste aus nah und fern dürfen sich auf große Unterhaltung freuen. Der geschlossene Neuvertrag wurde auf zwei Jahre befristet, kann bei gegenseitigem Einverständnis allerdings jederzeit verlängert werden. Bereits im Vorfeld der Neuvergabe des
Hauptfestzelts hatte sich der Stadtrat bereits über eine Weiterarbeit mit dem Regionalzeltbetreiber Horst Gruber und der Festzeltplatzorganisatorenfamilie Zöllner verständigt.

Hell und freundlich – so erscheint das Papert-Zelt.

„Das Angebot der Festwirtfamilie Papert hat uns überzeugt“, so Wolfgang Eckerlein, Leitung der Tourist Information und passionierter Kirchweihbürgermeister. „Wir haben es uns natürlich nicht leicht gemacht.“ Die Neuvergabe eines Festzelts erfolgt durch den Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur nach einem komplexen Punktesystem. Darin bewerten die Stadträte nebst Bürgermeister die durch die Bewerberinnen und Bewerber angebotenen
Leistungen, unter anderem die Festzeltausstattung und die Veranstaltungsplanung. In der Festhalle Papert wird das eigens gebraute Festbier der Spalter Brauerei zum Ausschank kommen. „Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserem neuen Wirt die Gunzenhäuser Kerwa sinnvoll weiterentwickeln können und auch einen Mehrwert für unsere Gäste schaffen“, betont Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „In einem transparenten und objektiven Verfahren sind wir zu einer raschen Entscheidung über den neuen Festwirt gekommen.“
Weiterführende Informationen zur Gunzenhäuser Kirchweih erhalten Sie unter www.gunzenhausen.info/kirchweih und auf kerwa.gunzenhausen.de.

1. Platz für die Stadträte

Gunzenhausen ist fahrradaktivstes Kommunalparlament

3. Bürgermeister Friedrich Kolb (Zehnter von links) im Kreis der Preisträger. Gunzenhausen bekam die Auszeichnung für die Teilnehmerstädte unter 50000 Einwohner und das „Fahrradaktivste Kommunalparlament“. Foto: Jennifer Weyland

Corona, Krieg, Energieknappheit und dann auch noch der Klimawandel – die Welt ächzt unter einer Vielzahl an Problemen, doch den Kopf in den Sand stecken, das hat noch niemandem geholfen. Es gilt den Herausforderungen innovativ zu begegnen und nachhaltige Lösungsstrategien zu entwickeln – aber bitte auch nur solche, die sich am Ende tatsächlich umsetzen lassen. Beispielsweise braucht es zwingend eine Mobilitätswende hin zu umweltfreundlicheren Verkehrs- und Infrastrukturkonzepten. Dem Fahrrad kommt hierbei eine führende Rolle zu. Lange als Fortbewegungsmittel für Arme, Kinder oder Ökos verspottet, hat sich der Drahtesel längst in den Vordergrund gedrängt. Das Fahrrad ist ein Statement in Sachen Verantwortlichkeit und boomt geradezu. Das merken wir auch in der fahrradaffinen Stadt Gunzenhausen, in der seit mittlerweile mehr als zehn Jahren das sog. STADTRADELN durchgeführt wird.

2022 war ein Gunzenhäuser STADTRADELN-Jahr. So belegte die Altmühlstadt in diesem Jahr den 1. Platz unter den teilnehmenden Kommunen bis 49.999 Einwohnerinnen und Einwohnern in der Kategorie „Fahrradaktivstes Kommunalparlament“. Im Rahmen der STADTRADELN-Abschlussveranstaltung in Saarbrücken durfte Stadtrat und Dritter Bürgermeister Friedrich Kolb die Auszeichnung aus den Händen der saarländischen Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz, Petra Berg, und Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt entgegennehmen. Eine große Ehre und eine tolle Anerkennung einer beachtenswerten Leistung. In Gunzenhausen geht das Kommunalparlament mit gutem Beispiel voran und lässt das Auto – wenn möglich – stehen. Insgesamt hatte der Stadtrat 4.442 Kilometer zurückgelegt und damit ein dickes Ausrufezeichen gesetzt.

Gunzenhausen ist traditionell fahrradbegeistert und bewegt sich am Puls der Zeit. Das Fahrrad ist längst mehr als nur ein Fortbewegungsmittel, es ist ein wichtiges Statement in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Als anspruchsvolle Gesellschaft befinden wir uns mitten in der Mobilitätswende. Wer mehr über die Radlstadt Gunzenhausen erfahren möchte, der kann sich unter www.gunzenhausen.de/radlstadt-gunzenhausen.html ausführlich informieren. 

Alle Wirtshäuser im Porträt

Lothar Hiemeyer legt seine umfangreiche Dokumentation vor

Das Buch von Lothar Hiemeyer ist im Rathaus angekommen. Bürgermeister KH Fitz und Stadtarchivar W. Mühlhäußer sind beeindruckt von dem Ergebnis einer mehr als zehnjährigen Forschung des Autoren, der Gunzenhausen familiär eng verbunden ist. Foto: StGun/Grosser

Zur Geschichte der Wirtshauskultur hat der Würzburger Lothar Hiemeyer ein wichtiges Kapitel der Gunzenhäuser Stadtgeschichte bearbeitet. Das rund 470 Seiten starke Buch ergänzt den bereits im Sommer 2022 erschienenen ersten Band, der sich mit den Brauereien, Mälzereien und Felsenkellern beschäftigte. Band 2 trägt den vielversprechenden Titel „Geschichte der Bierschänken, Gastwirtschaften, Gasthöfe und Herbergen in Gunzenhausen 1500 bis 1945. Eine Zeitreise durch die Jahrhunderte.“ und ist ab sofort in den örtlichen Buchhandlungen für 49 Euro erhältlich.

Vor kurzem konnten Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und Stadtarchivar Werner Mühlhäußer einen ersten Blick in das beeindruckende Werk werfen. Lothar Hiemeyer hätte das Buch gerne persönlich in Gunzenhausen vorgestellt, eine Krankheit hatte allerdings etwas dagegen.

Durch seine akribische Forschungsarbeit ermöglicht Lothar Hiemeyer einen umfangreichen Blick in die Wirtshäuser der Altmühlstadt. Er zeigt, welche bedeutende Rolle gastronomische Einrichtungen in wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht hatten. Gasthäuser gab es in Gunzenhausen wahrlich genug, was auch darauf zurückzuführen ist, dass die Stadt stets ein Knotenpunkt an wichtigen Handelsstraßen war. Auch die Markgrafenzeit sorgte für ein Wachsen der örtlichen Gastronomie.

Erfreulicherweise differenziert Lothar Hiemeyer die unterschiedlichen Formen der Wirtshäuser, gab es doch mit Gasthöfen (Verpflegung und Übernachtung), Gasthäusern (Speisen und Getränke) sowie Schänken (Getränke) mehrere Möglichkeiten, auf die jeweiligen Bedürfnisse der Gäste einzugehen. Während manches Traditionswirtshaus über Jahrhunderte hinweg von einer Familie betrieben wurde, wechselten kleinere Gastronomiebetriebe häufig den Eigentümer oder existierten nur wenige Jahre.

Das Buch „Geschichte der Bierschänken, Gastwirtschaften, Gasthöfe und Herbergen in Gunzenhausen 1500 bis 1945. Eine Zeitreise durch die Jahrhunderte.“ ist bereits erschienen und kann über die Buchhandlungen für 49 Euro bezogen werden (ISBN: 978-3-87707-254-7). Die Forschungsarbeit des Autors wurde durch den Gunzenhäuser Stadtarchivar Werner Mühlhäußer maßgeblich unterstützt.

„Aldi-Medizin“ beenden

SPD-Bezirkstagskandidat Paul Pfeifer zu den Reformplänen


Paul Pfeifer, SPD Direktkandidat für den Bezirkstag im Stimmkreis Ansbach- Süd/Weißenburg-Gunzenhausen, begrüßt ausdrücklich die Reformpläne von Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen hat der Bundestag den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Entlastung von Pflegekräften im Krankenhaus gebilligt.

„Die Reform ist längst überfällig. Wir haben die Medizin zu stark ökonomisiert und der Patient wird nicht mehr in seinem Interesse behandelt. Das medizinisch Sinnvolle muss aber wieder im Vordergrund stehen. Es kann nicht sein, dass wir Patienten operieren, nur damit das Krankenhaus Geld verdient. Eine Operation muss medizinisch notwendig sein. Leider hat vor allem die SPD lange gegen die starke Lobby der Wirtschaft kämpfen müssen. Deswegen waren jetzt überwiegend wissenschaftliche Vertreter bei der Erstellung des Gesetzentwurfs beteiligt. Dies hat aber auch zur Folge, dass es massiven Widerstand aus der Wirtschaftslobby geben wird.“ Karl Lauterbach meint dazu: „Das müssen wir aushalten.“ Und weiter: „In der Politik wird die Beratung durch die Wissenschaft hierzulande immer noch zu wenig geschätzt. Dabei ist die Lücke zwischen dem, was wissenschaftlich gesichert ist, und dem, was wir politisch machen, riesig – egal ob in der Medizin oder beim Klimawandel. Stattdessen stehen Wissenschaftler, die sich in die Politik einmischen, immer im Verdacht, weltfremd zu sein.“ (Interview mit DER ZEIT, 14.12.2022)

Paul Pfeifer verweist darauf, dass der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gut aufgestellt ist. Durch die fachliche Aufteilung der beiden Krankenhäuser stehen die Kliniken gut dar. Im Bereich Ansbach ist dies noch nicht geschafft worden. „Im Bereich der kleinen Kliniken hat die Reform Pauschalen vorgesehen, damit diese überleben und die Grundversorgung sicherstellen können. Aber sie werden nicht mehr alle Eingriffe operieren dürfen, das sollen entsprechende Spezialabteilungen mit ausreichenden Fallzahlen durchführen.“ Paul Pfeifer kann sich vorstellen, dass die Kliniken im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wie auch in Stadt und Landkreis Ansbach sich künftig auf einzelne Fachbereiche spezialisieren müssen