Reise nach Pommern

Seit 20 Jahren in Partnerschaft verbunden

Unser Foto zeigt den damaligen Bezirkstagspräsidenten Gerd Lohwasser
(links †) und den damaligen Marschall der Woiwodschaft Jan Zarębski
(rechts) bei der Unterzeichnung der Regionalpartnerschaft zwischen Mittelfranken und Pommern am 5. April 2000 im Rathaus von Danzig.
Bildquelle: Bezirk Mittelfranken.

Die Regionalpartnerschaft zwischen dem Bezirk Mittelfranken
und der Woiwodschaft Pommern wurde am 5. April 2000 offiziell in Danzig
unterzeichnet. Seitdem sind fünf Kommunalpartnerschaften entstanden:
zwischen dem Markt Wendelstein und der Gemeinde Żukowo, zwischen
Stein und Puck, zwischen den Kommunen Uffenheim und Kolbudy, außerdem zwischen Burghaslach und Przywidz sowie zwischen Uehlfeld und Trąbki Wielkie. Den geplanten Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen der Verbindung machte die Corona-Pandemie im letzten Jahr einen Strich durch die Rechnung. Mit einem abgespeckten Programm wollen der Bezirk Mittelfranken und die polnische Region im kleinen Rahmen auf ihre lange Freundschaft blicken.

Auf Einladung von Marschall Mieczysław Struk reist dazu eine Delegation mit Bezirkstagspräsident Armin Kroder und seiner Stellvertreterin Christa Naaß, die auch Beauftragte des Bezirkstages für die Regionalpartnerschaft mit der Woiwodschaft Pommern ist, an der Spitze nächste Woche in die Partnerregion im Norden Polens. Eintreffen werden die Mittelfranken am Dienstag, 14. September, in Danzig. An diesem Tag steht ein Besuch der Marienburg, eine im 13. Jahrhundert erbaute Ordensburg des Deutschen Ordens, auf dem Besuchsprogramm. Am Abend treffen die Gäste auf den Bürgermeister der gleichnamigen Stadt, Marek Charzewski. Der nächste Tag, Mittwoch, 15. September, steht im Zeichen des 20-jährigen Partnerschaftsjubiläums. Los geht es um 10 Uhr mit einem offiziellen Besuch im Marschallamt der Woiwodschaft in Danzig. Marschall
Mieczyslaw Struk, die Deutsche Generalkonsulin in Danzig, Cornelia Pieper,
und Jan Kleinszmidt, Vorsitzender des Sejmik, der regionalen Selbstverwaltungkörperschaft der Woiwodschaft, werden die Gäste dort begrüßen.
Neben den förmlichen Ansprachen und der Vorstellung einer Jubilä-
umspublikation wird Marschall Struk verdiente Persönlichkeiten für ihr Engagement um die mittelfränkisch-pommersche Freundschaft auszeichnen. An dem Festakt nehmen auch ehemalige und aktive Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen teil. Am Nachmittag ist eine Besichtung des Museums des Zweiten Weltkriegs in Danzig vorgesehen. Ein Höhepunkt des Reiseprogramms am Donnerstag, 16. September, ist der Besuch des Freilichtmuseums in Kluki, eine Außenstelle des Mittelpommerschen Museums Stolp, im Slowinski-Nationalpark. Das Museum pflegt seit vielen Jahren einen fachlichen Austausch mit dem Fränkischen Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken in Bad Windsheim.
Bevor sich die Gruppe am nächsten Tag auf die Rückreise nach Mittelfranken macht, steht am Abend noch ein Orgelkonzert von Hanna Dys auf dem Programm. Die renommierte polnische Orgelsolistin ist durch verschiedene Gastauftritte auch in Mittelfranken eine bekannte Künstlerin.


Erfolgreicher Messeauftritt

Naturpark Altmühltal war auf Caravan-Salon

Die Urkunde für den neuen Eichstätter Qualitätsweg nahm Thomas Hollweck (links) von der Tourist-Information in Düsseldorf von Boris Bicic und Ute Dicks, der Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbands, entgegen. (Foto: Tourist-Information Eichstätt)

Persönliche Gespräche mit vielen wanderbegeisterten Messebesuchern, dazu die Verleihung des Siegels „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ an eine weitere Route der Region: Der Messeauftritt auf dem Caravan Salon in Düsseldorf war für den Naturpark Altmühltal ein voller Erfolg.

Mit eigenem Hygienekonzept und Zugang nur für Besucher, die entweder nachweislich gegen Corona geimpft, genesen oder negativ getestet waren, lief die 60. Auflage der Caravan- und Reisemesse in Düsseldorf problemlos ab. Trotz der Auflagen zog es 185.000 Besucher auf das Messegelände – und sie interessierten sich nicht nur für Campingfahrzeuge. Zum ersten Mal waren in der Halle 3 über den gesamten Messezeitraum Anbieter aus den Bereichen „Equipment & Outdoor“ sowie „Travel & Nature“ vertreten. Dieses neue Konzept löst die Messe Tour Natur ab, die bisher an nur drei Tagen im Rahmen des Caravan Salons stattfand.

So präsentierte sich auch der Naturpark Altmühltal dieses Jahr am Stand der „Top Trails of Germany“. Von Freitag, den 3. September 2021, bis Sonntag, den 5. September 2021, sogar mit eigenem Personal der Urlaubsregion, um die zahlreichen interessierten Besucher am Stand zu beraten.

Eichstätter Rundstrecke ist jetzt Qualitätsweg

Wie das Naturpark-Team feststellte, hat das ohnehin starke Interesse am Thema Wandern in der Corona-Pandemie noch einmal zugenommen. Deshalb ist es besonders erfreulich, dass die Region jetzt auch mit einem weiteren „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ aufwartet. Wie üblich nutzte der Deutsche Wanderverband die Messe in Düsseldorf dazu, die Urkunden an die neuen und nachzertifizierten Siegelträger zu vergeben. Darunter war diesmal der Eichstätter Panoramaweg (Nr. 7). Die rund 11,5 Kilometer lange Strecke rund um die Bischofsstadt im Zentrum des Naturpark Altmühltal überzeugte durch ihre abwechslungsreiche Wegführung mit Naturerlebnissen von Buchenwald bis Trockenrasen, durch traumhafte Aussichten sowie durch die vielen Sehenswürdigkeiten, zu denen unter anderem die Willibaldsburg, das Kobenzl-Schlösschen und die ehemalige Klosterkirche Notre Dame mit dem Informationszentrum Naturpark Altmühltal gehören. Im Naturpark Altmühltal gibt es bereits mehrere „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“, darunter der bekannte Altmühltal-Panoramaweg, der Urdonautalsteig, die Zeugenbergrunde in Neumarkt i.d.OPF. sowie der Rundweg „Um den Kalvarienberg“ in Greding. Drei Wanderwege in Thalmässing sind zudem als Premiumwege des Deutschen Wanderinstituts ausgezeichnet.

Rechenzentrum besucht

Aufstiegstour der Jungen Union im Kreis

v. l. n. r.: Praktikant der JU Bayern, Edwin Habermeyer, Beate Schlicker (beide CSU-OV), JU-Kandidatin Stefanie Hümpfner, JU-Landesvorsitzender Christian Doleschal MdEP, Christof Zischler, Christoph Haller (beide CSU-OV), JU-Ortsvorsitzender Manfred Pappler jun., Michael Schmidl (CSU-OV), CSU-Ortsverbandsvorsitzender Manuel Blenk & Christian Fitz (Hetzner Online GmbH) – Foto: Hetzner Online GmbH
Bild: Ortsverband der CSU Gunzenhausen

Im Rahmen ihrer Aufstiegstour besuchten der Landesvorsitzende der Jungen Union Bayern, Christian Doleschal (MdEP) und die JU- Spitzenkandidatin für die Liste der CSU für den Deutschen Bundestag, Stefanie Hümpfner, das Rechenzentrum der Hetzner Online GmbH in Nürnberg mit einer Delegation des CSU-Ortsverbandes auf Einladung des Ortsverbandsvorsitzenden Manuel Blenk. Da besagter Termin leider wesentlich länger dauerte als angesetzt, der Verkehr nicht mitspielte und die beiden derzeit durch Bayern tourenden JUler einen sehr eng getakteten Terminkalender haben, musste das anschließend geplante Gespräch mit Mitgliedern des Ortsverbandes der CSU Gunzenhausen und der Presse im Falkengarten leider entfallen).
Die CSU informierte sich über das Rechenzentrum der Hetzner Online GmbH am Standort Nürnberg direkt und vor Ort aus erster Hand. Neben dem Hauptsitz in Gunzenhausen hat die Firma Rechenzentren in Helsinki, Falkenstein und Nürnberg. Im Nürnberger Datacenter-Park, welcher seit 2012 im Betrieb ist, befinden sich rund 30.000 Server in fünf Gebäude-Einheiten – eine sechste Einheit wird derzeit ausgebaut und zusätzliche vier Einheiten sind geplant. Ein weiterer Ausbau am Standort in der Sigmundstrasse in Nürnberg ist aufgrund der begrenzten Fläche dann nicht mehr möglich, weshalb die Firma – wie bereits hinlänglich bekannt – auf der Suche nach einem neuen Standort ist.
Hetzner hat insgesamt 400 Mitarbeiter, 50 davon derzeit in Nürnberg und 120 in Gunzenhausen. Aktuell absolvieren 20 Auszubildende ihre Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration/Anwendungsentwicklung, Elektroniker für Betriebstechnik oder Büromanagement in Nürnberg und Gunzenhausen.
Um die Kundendaten vor unberechtigtem Zugriff zu schützen, setzt das Unternehmen auf hohe Sicherheitsstandards, wie beispielsweise eine permanente Videoüberwachung, spezielle Tür- und Schließsysteme und Identitätskontrollen. Darüber hinaus ist der Datacenter-Park rund um die Uhr durch Fachpersonal besetzt. Zum einen um den Kunden des Rechenzentrums einen durchgängigen Service zu ermöglichen, zum anderen aus Aspekten der Sicherheit.
Damit die Server permanent erreichbar sind, setzt das Unternehmen eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, kurz USV-Anlage ein. „Sollte der Strom mal ausfallen, kann der gesamte Datacenter-Park durch den Einsatz von Dieselgeneratoren autark weiterbetrieben werden“, so Christian Fitz, Marketingleiter bei Hetzner Online.
Nach dem Rundgang durch das Rechenzentrum konnten im Konferenzraum mit Blick auf tausende von Servern die Gespräche vertieft werden. Manuel Blenk, Christian Doleschal und Stefanie Hümpfner bedankten sich zum Abschluss der Veranstaltung bei Martin Hetzner und Christian Fitz für die Besuchsmöglichkeit und sicherten zu, dass sie dabei sehr viele Anregungen für die weitere Arbeit mitnehmen konnten.
Bericht: Ortsverband der CSU Gunzenhausen.

Grabungsfunde werden gezeigt

Beitrag des Landkreises zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals

Am Karlsgraben forschten die Wissenschaftler und kamen zu bemerkenswerten Ergebnissen, die Eingang fanden in die eingschlägige Literatur. Foto: BLfD

Am Tag des offenen Denkmals gibt es bayernweit zahlreiche Veranstaltungen. Auch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) bietet in diesem Jahr ein kostenfreies Programm in München und den Regionen an, für die man sich schon jetzt anmelden kann und sollte: Die analogen als auch digitalen Führungen zeigen, wie spannend Denkmalpflege sein kann. Sie thematisieren die Münchner Altstadt-Architektur ebenso wie das archäologische Welterbe, Forschungen zum Karlsgraben oder die aktuellen Ausgrabungen in der Zivilsiedlung des römischen Kastells „Biriciana“ in Weißenburg. Zu allen Führungen vor Ort ist eine Anmeldung coronabedingt zwingend erforderlich.

Die Archäologischen Führungen am Karlsgraben bei Treuchtlingen starten am 12.09.2021 jeweils um 10.00, 12.00 und 14.00 Uhr. Treffpunkt für diese ca. einstündigen Gruppenführungen jeweils mit max. 15 Personen ist das Nordende der Karlsgrabenstraße in Treuchtlingen-Graben. Die Archäologin Dr. Stefanie Berg lädt dabei Interessierte zu einem archäologischen Spaziergang am Karlsgraben ein. Sie informiert bei der etwa einstündigen Führung über die neuesten Forschungsergebnisse zu diesem ältesten Kanalbauwerk Bayerns, das Karl der Große ab 793 errichten ließ. Eine Anmeldung zu den Führungen am Karlsgraben ist über https://eveeno.com/347836868 zwingend erforderlich!

Die Führungen zu den aktuellen Ausgrabungen in der Zivilsiedlung des römischen Kastells Biriciana (Weißenburg i. Bay., Quartier Steinleinsfurt) starten am 12.09.2021 jeweils um 14.00, 14.30, 15.00, 15.30 und 16.00 Uhr. Die Dauer der Führung beträgt jeweils ca. 45 Minuten. Treffpunkt für diese Gruppenführungen jeweils mit max. 15 Personen ist der Kastellweg 1, 91781 Weißenburg. Über der Zivilsiedlung des römischen Kastells Biriciana wurde nach dem 1. Weltkrieg das Wohnquartier Steinleinsfurt errichtet. Knapp 100 Jahre später wird das Quartier durch eine verdichtete Neubebauung weiterentwickelt, was umfangreiche archäologische Ausgrabungen nötig macht. Die Führungen mit Dr. Markus Gschwind (BLfD) und Dr. des. Mariola Hepa (ADA – Archäologie Dr. Arnolds & Kollegen GbR) haben die bisherigen Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen zum Thema und stellen den Bezug zum römischen Weißenburg als Teil des UNESCO-Welterbes her. Auch hier ist eine vorherige Anmeldung über https://eveeno.com/400063698 zwingend erforderlich!

Sämtliche angebotenen Führungen sind kostenlos. Es wird darauf hingewiesen, dass die Veranstaltungen nicht barrierefrei sind. Für die Teilnahme an den genannten Führungen wird deshalb festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung empfohlen.

Darüber hinaus bietet das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege am Tag des offenen Denkmals am 12. September noch weitere Führungen im digitalen Format über das Internet an, wie z.B. Online-Führungen in die mineralische Werkstatt des Bauarchivs im Kloster Thierhaupten sowie zu den Fenstern der Klosterökonomie des Klosters Thierhaupten. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Interessierte können sich zu jeder Zeit während der Führungen online zuschalten. Die Zugangsdaten sind unter: https://www.blfd.bayern.de/blfd/veranstaltungen zu finden.

Weitere Informationen finden zum Tag des offenen Denkmals sind auf der Homepage des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege unter www.blfd.bayern.de zu finden.

Was ist der Bericht wert?

Freie Presse ist notwendiger denn je

Wie der DW-Informationsdienst, ein Ableger der „Deutschen Welle“ mitteilt, gibt es im isländischen Fußballverband einen Missbrauchsskandal. Nun mag man fragen, wieso uns das in Deutschland interessieren muss. Es muss natürlich nicht, aber es kann. Schließlich sind Verbandsstrukturen sehr häufig gleich, wie uns die Vorkommnisse der letzten Jahren in deutschen Sportverbänden zeigen.

Wie die DW meldet, gilt Island „als der beste Ort, um eine Frau zu sein“, denn seit 12 Jahren steht der Inselstaat an der Spitze des „Gender Gap Reports“ des Weltwirtschaftsforums (WEF), der permanent die Entwicklung der Gleichberechtigung der Geschlechter verfolgt.

Die Frage muss gestellt werden: Was ist der aus Steuergeldern finanzierte WEF-Bericht wert? Die Universität von Island meldet nämlich zugleich, dass 2018 jede vierte inländische Frau vergewaltigt oder sexuell missbraucht wurde.  Der Skandal wirft zugleich ein Licht auf die Welt der Verbände und ihrer Verantwortlichen, die sich zum Teil von denen alimentieren lassen, die die Werte der DW-Akademie missachten.

Die Widersprüche aufzudecken, ist die Aufgabe einer freien Presse. Und die DW-Akademie fördert die Entwicklung freier Medien – in kleinen Island und auch im großen Deutschland. -fa-

Es geht voran

Architektenvertrag für Bahnhofssanierung unterschrieben

Setzten ihre Unterschrift unter den Vertrag: Architekt Norbert Raith (links) und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. Foto: StGun Grosser

Für die Stadt Gunzenhausen ist es ein historischer Schritt: In der letzten Stadtratssitzung wurde eine wichtige Entscheidung zur Revitalisierung des in die Jahre gekommenen Bahnhofsgebäudes getroffen. So wählten die Stadtratsmitglieder ein Architekturbüro aus, das die Sanierungsplanungen nun weiter vorantreiben soll. Trotz hochkarätiger Mitbewerber hatte das Kelheimer Architekturbüro Raith am Ende die Nase vorn. Die Architekten gelten als ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Bahnhofsgebäudesanierungen und haben in der Vergangenheit unter anderen den Regensburger Bahnhof auf Vordermann gebracht. Nun wurden im Rathaus die Verträge für die Architektenleistungen unterzeichnet.

„Wir sind froh mit dem Architekturbüro Raith einen erfahrenen Partner an unserer Seite zu haben“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Die Metamorphose des Bahnhofsgebäudes, von einer mittlerweile eher unschönen Haltestation hin zu einem strahlenden und zukunftsfähigen Mobilitätszentrum, ist ein langer Weg. Mit der Unterzeichnung der Architektenverträge gehen wir jetzt die ersten Schritte.“ Anfangs werden die Grundlagen ermittelt und der Bestand untersucht. Für Gebäudestatik und Schadstoffuntersuchungen müssen weitere Fachbüros beauftragt werden. „Wenn es gut läuft, liegen möglicherweise bereits im nächsten Frühjahr erste Ergebnisse vor“, betont Stadtbaumeisterin Simone Teufel. „Wir wollen den Geist des Objekts bewahren und gleichzeitig die Mobilitätswende in Gunzenhausen weiter voranbringen. Wir freuen uns auf die große Aufgabe.“ 

Ein Konzert-Highlight zum Re-Start

Das Jewish Chamber Orchestra Munich gastiert in der ehemaligen Synagoge Hainsfarth

Foto: Stefan Randlkofer

In Zeiten von Corona war es nicht nur in der ehemaligen Synagoge in Hainsfarth still geworden, vor allem die Kultur hat unter den Einschränkungen hörbar gelitten. Jetzt kann endlich wieder Leben stattfinden in den denkmalgeschützten Räumen. Gleich zu Beginn warten die Veranstalter um die Vorsitzende des Freundeskreises, Sigried Atzmon, mit einem Highlight auf: am Dienstag, 14. September 2021, 19 Uhr, gastiert das international bekannte Jewish Chamber Orchestra Munich im Rahmen ihrer Synagogentournee in Hainsfarth.

Dem Ensemble um seinen künstlerischen Leiter Daniel Grossmann geht es mit seiner Arbeit darum, jüdische Gegenwartskultur lebendig und für jeden hör-, erleb- und sichtbar zu machen. Es ist ein Orchester für alle Nationen und Religionen. Seine Musiker kommen aus über zwanzig Ländern, sind jüdisch und nicht-jüdisch und leben überwiegend in Deutschland. Auf höchstem künstlerischen Niveau pflegt das Orchester (kurz: JCOM) die reiche jüdische Musiktradition, das vom Barock bis in die Gegenwart reicht. Es bringt vergessene jüdische Konponist_innen ans Licht und füllt ehemalige Orte jüdischen Lebens mit lebendiger Kultur. So auch die Synagoge in Hainsfarth, in der das JCOM schon mehrmals zu hören war.

Das Programm am 14. September wird im Wesentlichen aus zwei Teilen bestehen: aus der Suite für Kammerorchester von 1921 von Erwin Schulhoff und dem Melodram „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Maria Rilke“, das der Komponist Victor Ullmann kurz vor seinem Tod im Konzentrationslager Theresienstadt vertont hat. Schulhoffs Suite spiegelt musikalische Einflüsse der „Roaring Twenties“ wieder, in denen dieses Werk entstand. Darin sind Stile und Elemente der aufkommenden Jazzmusik und verschiedener, damals gerade angesagter Tanzstille verarbeitet: Ragtime, Valse, Boston, Tango, Shimmy, Step und Jazz. Das Melodram von Victor Ullmann entstand im Konzentrationslager und ist die letzte Komposition, die der österreichische Komponist vor seiner Deportation und Ermordung fertig stellen konnte. Er vertont darin Ausschnitte einer Erzählung von Rainer Maria Rilke, die die Erlebnisse eines jungen Fahnenträgers von Kriegsbegeisterung über eine Liebesgeschichte bis zum Gefechtstod schildert – mit heutigem Blick auf die Umstände der Entstehung eine zumindest wohl äußerst interessante Auswahl einer literarischen Vorlage.

Karten für diese ganz besondere  Veranstaltung gibt es im Vorverkauf bei Bücher Lehmann in Nördlingen und in der Tourist Information in Oettingen. Natürlich gelten die gerade aktuellen Corona-Hygienebestimmungen (geimpft, genesen, getestet).

Wer macht mit?

Herausragende Klimaschutz-Initiativen gesucht

Mitmachen lohnt sich – bis Mitte September können nachhaltige Klimaschutzprojekte bei der Bayerischen Staatsregierung eingereicht werden. Foto: LRA

In Bayern wird erstmals der Bayerische Klimaschutzpreis vergeben. Bis 19. September können Privatpersonen, Freizeitgruppen, Nachwuchsforschende, Vereine, Betriebe oder Kommunen mit ihrem besonderen Engagement rund um den Klimaschutz vorgeschlagen werden.

Klimaschutz beginnt im Alltag: Wer mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, auf eine regionale Ernährung achtet, oder beim Kauf von Elektrogeräten und Heizungsanlagen auf einen sparsamen Verbrauch und energieeffiziente Technik setzt, leistet einen Beitrag.

Darüber hinaus gibt es innovative Lösungen, nachhaltige Produkte, neue Technologien und clevere Strategien, die die CO2-Emissionen reduzieren und Anderen als Vorbild dienen. „Auch in Altmühlfranken stellen sich viele Menschen mit beispielhaften Projekten dem Klimawandel. Nehmen Sie teil und schlagen Sie diese Personen oder Gruppen vor“, wirbt Landrat Manuel Westphal für den Wettbewerb.

Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben: In der ersten Kategorie sollen Privatpersonen ausgezeichnet werden, die sich um den Schutz des Klimas oder die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels besonders verdient gemacht haben. Die zweite Kategorie ist für juristische Personen mit herausragendem Engagement vorgesehen, also etwa eingetragene Vereine, Kommunen oder Betriebe.

Wichtig ist der Bezug zu Bayern: Entweder haben die Teilnehmer ihren dauerhaften Hauptwohnsitz oder Firmensitz im Freistaat, oder sie engagieren sich in Bayern für den Klimaschutz oder die Klimaanpassung. Die Initiative sollte bereits laufen, sichtbare Ergebnisse zeigen oder wenn sie schon abgeschlossen ist, in die Gegenwart wirken.

Eine unabhängige Jury ermittelt die Preisträger. Die Ausgezeichneten erhalten ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro, einen Imagefilm und eine Siegertrophäe. Die Preise werden Ende des Jahres von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber überreicht. Organisiert wird der Wettbewerb von der Landesagentur für Energie und Klimaschutz im Landesamt für Umwelt.

Das Vorschlagsformular ist online unter www.lenk.bayern.de/klimaschutzpreis/ zu finden.

Musik im “Bandhaus”

Im Gunzenhäuser Bandhaus sind wieder Kapazitäten frei

Stadtjugendpflege Zilcher lädt die Musikgruppen ein, im “Bandhaus” zu üben.

Zu laut, kein geeigneter Raum und dann auch noch immer wieder diese mühsame Schlepperei über mehrere Etagen hinweg – zahlreiche Bands können ein lautes Lied davon singen: Einen geeigneten Platz zum Proben und Spielen zu finden, ist gar nicht so leicht. Für diese Musikgruppen wurde bereits vor fast zehn Jahren das Gunzenhäuser Bandhaus ins Leben gerufen. Hier stehen mehrere Proberäume für Nachwuchsbands zur Verfügung, es gibt keine lärmgeplagten Nachbarn oder bauliche Einschränkungen. Besondere Voraussetzungen um ins Bandhaus ziehen zu können, müssen die Musikerinnen und Musiker nicht erfüllen. „Bei uns ist jede Musikrichtung herzlich willkommen“, so Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher. „Die Bands können fast rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche proben, je nach Wunsch und Laune. Das bietet fast kein anderer Proberaum.“

Das Gunzenhäuser Bandhaus befindet sich in zentraler Lage hinter der Jola, gegenüber vom FC-Gelände. Mit dem Auto kann bis vor die Eingangstür gefahren werden. Das Haus ist ebenerdig begehbar, Ausrüstung und Instrumente müssen also nicht in andere Stockwerke getragen werden. Zudem werden Räume fest an Bands vergeben, so dass das Equipment nach dem Proben stehen bleiben kann. „Insgesamt können sechs Bands im Haus proben, die sich aufgrund eines Probeplans auch nicht in die Quere kommen. Den Plan gestalten die Bands selbst. Dazu bekommt jede Gruppe einen eigenen Schlüssel“, betont Helmar Zilcher.

Momentan ist das Bandhaus zur Hälfte belegt, neue Gruppen sind also willkommen. Als kleine Miete werden monatlich 10 Euro pro Bandmitglied erhoben. Wer Interesse hat, kann sich gerne an Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher unter Tel.: 09831/508122 oder E-Mail unter stadtjugendpflege@gunzenhausen.de wenden.

“Altmühlfranken” stärken

Kreisversammlung der FDP im Parkhotel Gunzenhausen

Nach der Wahl von drei neuen Beiratsmitgliedern ist die Vorstandschaft des FDP-Kreisverbands Weißenburg-Gunzenhausen nun wieder komplett. Außerdem hat Robin Dienst (Treuchtlingen) von Lukas Gerhardt (Pleinfeld) die Funktion des Schatzmeisters übernommen.

Auf ihrer Mitgliederversammlung im Parkhotel Altmühltal wählten die Mitglieder unter der Leitung des stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Markus Lüling (Lauf) Julia Bernwald (Gunzenhausen), Dr. Thomas Kestler (Weißenburg) und Lukas Gerhardt (Pleinfeld)  als Beisitzer.  Somit ist das Gremium nach dem Verzicht von Susanne Geilhardt (Pleinfeld) und Winni Rathsmann  (Muhr am See) wieder  vollständig.

Auf dem Landesparteitag ist der Kreisverband künftig mit seinem Kreisvorsitzenden Thomas Geilhardt (Pleinfeld), Timo Jungwirth (Gunzenhausen-Aha) sowie Alan Canepa (Weißenburg) vertreten, Ersatzleute sind Jürgen Meyer (Gunzenhausen), Julia Bernwald (Gunzenhausen)und Susanne Geilhardt (Pleinfeld).  Auf dem Bezirksparteitag sind Thomas Geilhardt (Ronald Nowotsch, Ramsberg), Alan Canepa (Jürgen Meyer) und Timo Jungwirth (Lukas Gerhardt) stimmberechtigt.

Dr. Hermann Drummer, der Weißenburger Ortsvorsitzende, kündigte seinerseits die Vorlage eines Tourismuskonzepts für Altmühlfranken an, in dem die touristischen Highlights quasi als „Erlebniskette“ ausgewiesen werden. Wichtig ist ihm, eine Markenentwicklung herbeizuführen.

Nach Ansicht von Werner Falk, dem Vorsitzenden der FDP-Kreistagsfraktion, soll die Marke „Altmühlfranken“ stärker in das fortzuschreibende Leitbild des Tourismusverbands Fränkisches Seenland und auch des Landkreises Eingang finden. Für ihn ist das Seenland unter den 16 fränkischen Tourismusregionen gut platziert (9. Rang). Für unbefriedigend hält er es, dass nach wie vor die Übernachtungen in den vielen kleinen Beherbergungsbetrieben  (bis neun Betten) nicht in die amtliche Statistik Eingang finden, so dass die Zahlen des Statistischen Landesamts differenziert zu sehen sind.  Erfasst werden bisher nur die Übernachtungen in den gewerblichen Betrieben (10 und mehr Betten). Derzeit gibt es im Fränkischen Seenland 367 Übernachtungsbetriebe, davon 292 Ferienwohnungen, 20 Pensionen und 55 Gasthöfe und Hotels.

In einem Beschluss, der auf Antrag von Alan Canepa (Weißenburg) zustande gekommen ist, fordert der Kreisverband eine zeitnahe Vereinfachung der umweltgerechten Modernisierung von Miethäusern. Im Einkommensteuergesetzes sollen demnach energetische Modernisierungsmaßnahmen nach KfW-Standards künftig von der 15-%-Grenze für Immobilienanschaffungen innerhalb von drei Jahren ausgeschlossen werden, wenn das Objekt selbst älter als zehn Jahre alt ist.