Fitz hat sich infiziert

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz in häuslicher Quarantäne

Gunzenhausens Bürgermeister Karl-Heinz Fitz hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Auf einen positiven Schnelltest am Mittwochmorgen folgte nachmittags ein PCR-Test. Dessen Ergebnis liegt aktuell noch nicht vor. Der Bürgermeister hat leichte Symptome und führt die Amtsgeschäfte aus der häuslichen Quarantäne heraus. An dringlichen Terminen nimmt das Stadtoberhaupt per Telefon oder Video teil, weniger dringliche Termine werden bei Bedarf verschoben. In Gremiensitzungen wird er durch seine beiden Stellvertreter Friedrich Kolb und Peter Schnell vertreten.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz ist dreifach geimpft. „Nach zwei Jahren Corona hat es mich nun auch erwischt“, so Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Mir geht es soweit gut und ich habe nur leichte Symptome. Ich hoffe, schon bald wieder ins Rathaus zurückkehren zu können. Da die Impfung nachweislich vor einem schweren Verlauf schützt, appelliere ich nochmals an alle Ungeimpften: Seien Sie solidarisch und lassen Sie sich impfen! Zwar lässt sich auch dann eine Infektion nicht immer vermeiden, allerdings minimiert die Impfung das Risiko, schwer an Corona zu erkranken.“

Gesundheit im Dialog

Es geht um Erkrankungen des Dickdarms


In der Vortragsreihe „Gesundheit im Dialog“ digital des Klinikums
Altmühlfranken referiert zu Erkrankungen des Dickdarms
Dr. Marius Ghidau, der Chefarzt der Chirurgie am Klinikum
Altmühlfranken Weißenburg. Termin: Dienstag, 29. März.

Wer leidet nicht gelegentlich unter Bauchschmerzen, Verstopfung oder
gar Durchfall? Es gibt die verschiedensten Erkrankungen des Dickdarms,
eine davon ist der Dickdarmkrebs, welcher zu den häufigsten
Krebsformen zählt.

Dr. Marius Ghidau, Chefarzt der Viszeral-, Thoraxchirurgie, Proktologie
und Ernährungsmedizin am Klinikum Altmühlfranken Weißenburg,
informiert in einem Online-Vortrag über Darm-Erkrankungen und deren
Symptome. Er erläutert, warum die kostenlose Vorsorge-Darmspiegelung
für Männer und Frauen über 55 Jahren so wichtig ist und welche
Therapiemöglichkeiten gute Chancen bieten.

Im Anschluss an den Vortrag nimmt sich Chefarzt Dr. Ghidau Zeit für
individuelle Fragen und ein persönliches Gespräch.

Der Vortrag findet am Dienstag, 29. März 2022, um 19 Uhr online
statt. Den Anmeldelink sowie eine Kurzanleitung für die Anmeldung
finden Sie auf der Seite der Vortragsankündigung im Internet unter
www.klinikum-altmuehlfranken.de.

Der zukünftige Weg Russlands

Dr. Friedrich: Die neue Ordnung der Welt


Je nach Ausgang des Krieges in der Ukraine zeichnen sich grundsätzlich zwei sehr unterschiedliche Wege ab, denen Russland zukünftig folgen wird. Dies rechtzeitig zu erkennen ist für den Westen wichtig, um jetzt Fehler zu vermeiden und auf die neue Ordnung der Welt vorbereitet zu sein. 

Szenario 1:
Der Krieg endet mit einem Ergebnis, das Putin zuhause irgendwie als eine Art Erfolg verkaufen kann und ihm die Beibehaltung der Position des russischen Präsidenten ermöglicht. (Neutralität der Ukraine, Krim und Donbas bei Russland, Landbrücke zur Krim und schlimmstenfalls eine Marionettenregierung in Kiew):
In diesem Fall bleibt Russland für Jahrzehnte ein Paria der Weltpolitik à la Nordkorea, muss ständig seine Bevölkerung in der Ukraine und in Russland unterdrücken und muss Schutz bei China suchen. Es wird eine Art Juniorpartner Chinas und bewirkt dadurch eine neue Zweiteilung der Welt in einen Westen unter Führung der USA (mit einem Juniorpartner Europa) und einem eurasischen Osten unter Führung Chinas. Alle Formen des altbekannten kalten Krieges und wirtschaftlicher Konkurrenz sind dann denkbar. Dass China in einer solchen Konstellation seine Hände nach Taiwan ausstrecken wird, ist absehbar. Die Welt würde bei diesem Szenario deutlich unsicherer und unkalkulierbarer werden. Ob sich Russland in einer solchen doch irgendwie ambivalenten Rolle auf Dauer wohl fühlen wird, ist außerordentlich zweifelhaft.

Szenario 2:
Der Ausgang des Krieges führt zu einem Ergebnis, dass Putin nicht mehr schönreden kann (große Verluste der Streitkräfte, Einbruch der gesamten russischen Wirtschaft, Anklagen vor internationalen Gerichtshöfen, Forderung nach Reparationszahlungen, Aufruhr bei russischen Bürgern):
In diesem Fall verliert Putin früher oder später sein Amt. Danach könnten heftige Nachfolgekämpfe auftreten, incl. Putschversuchen der Armee, neue Entwicklungen in Belarus und brutale innerrussische Auseinandersetzungen nach dem Motto „Wer ist schuld an dem Desaster?“. Zur Klärung der Verhältnisse müsste der Westen in diesem Fall über seinen Schatten springen und statt Vergeltungsgelüsten nachzuhängen den russischen Bürgern ein großzügiges wirtschaftliches Angebot machen. Ähnlich wie nach dem Zweiten Weltkrieg dem am Boden liegenden Deutschland die freundliche Versöhnungshand gereicht wurde, müsste dann mit Russland verfahren werden. Dann entstünde die Chance, dass westliche Werte wie Freiheit, Demokratie und Wohlstand nach Osten „diffundieren” und langfristig Russland Teil des Westens würde.

Voraussetzung einer solchen Entwicklung wäre natürlich ein gigantischer Lernprozess in Russland selber: Dieses größte Land der Welt müsste lernen zu akzeptieren, dass es auch nur eine von mehreren großen Nationen auf dieser klein gewordenen Welt ist. Ja dass es kein Imperium mehr ist, das über andere herrschen darf.

Diesen schwierigen Lernprozess haben immerhin England, Frankreich und Deutschland und ganz früher auch Spanien, Portugal und die Niederlande mit ihren Kolonien durchmachen müssen.

Die Ukraine würde sich voll nach Westen orientieren, incl. EU-Beitritt. Die neue Weltenteilung würde dann lauten: Der Westen inklusive des eurasischen Russlands steht im Wettbewerb mit dem asiatischen China.

Auch diese neue Ordnung der Welt wäre nicht spannungsfrei, aber die Erreichung der wichtigen globalen Ziele Klima, Hungerbekämpfung, Versorgung mit Wasser, Abschaffung von Folter und Unterdrückung wäre weniger gefährdet als beim ersten Szenario.

Insgesamt sieht es so aus, dass die Welt vor epochalen Veränderungen steht: Die nächsten Wochen entscheiden, ob es weltweit zu einer „2-zu-2-Situation“ (USA/Europa zu China/Russland) kommen wird oder zu einer „3-zu1-Situation“.

DR. INGO FRIEDRICH, langjähriges Mitglied des Europäischen Parlaments, Gunzenhausen

Neue Bäume

Im Gunzenhäuser Falkengarten Silberlinde gepflanzt

Wenn Bäume krank sind oder nicht mehr richtig sicher stehen, dann hilft meist nur die Fällung. Im Gunzenhäuser Falkengarten hat es nun zwei Linden erwischt, die eine litt unter dem heimtückischen Brandkrustenpilz, die andere hatte ihr Lebensende längst erreicht und musste bereits seit Jahren mit Spanngurten gesichert werden. Das heimische Unternehmen Hartmann Garten- und Landschaftsbau GmbH hat nun einen Austausch vorgenommen und zwei neue Klimabäume gepflanzt.

Tilia tomentosa ´Brabant´- was für den ein oder anderen möglicherweise wie ein italienisches Nudelgericht klingt, ist in Wahrheit der Name einer klimawandelresistenten Baumart, die auch unter der Bezeichnung Silberlinde bekannt ist. Das Tolle: Bei den Bäumen handelt es sich um Bienengehölze, die keine Honigtauabsonderung haben. Für die neuen Silberlinden wurde an den betroffenen Stellen im Falkengarten ein Bodenaustausch vorgenommen. Die ausgehobenen Gruben wurden mit Baumsubstrat gefüllt. Die Linden wurden mit Unterflurverankerungen gesichert. Beim Setzen der Bäume wurden um die Stämme sog. Ritter-Rosenwaben ausgelegt. Die Waben sind mit Splitt ohne Feinanteile aufgefüllt worden und vermindern nun den Wurzeldruck auf die Ballen.

Die beiden Silberlinden haben sich wunderbar in den bestehenden Baumbestand im Falkengarten integriert. Sie freuen sich auf Ihren Besuch, vielleicht ja im Sommer, bei einer der zahlreichen Kulturveranstaltungen der Stadt Gunzenhausen, die auch 2022 wieder dort stattfinden werden.

Bayern sicherer denn je

FW-MdL Hauber will Fokus auf Cyberkriminalität legen

Wolfgang Hauber, der innenpolitische Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, erklärt zur Vorstellung der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS) 2021 in der Sitzung des Ausschusses für Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport des
Bayerischen Landtags:
„Die Corona-Pandemie hat die Bayerische Polizei das ganze Jahr über in Atem gehalten – unzählige Versammlungen in Zusammenhang mit der Pandemie mit höchster Sensibilität waren mit einem sehr hohen Personaleinsatz zu betreuen. Vor allem das erste und vierte Quartal des Jahres waren stark von der Verschärfung derCorona-Schutzmaßnahmen und der daraus resultierenden Intensivierung der Polizeikontrollen geprägt. Das Sicherheitsniveau der letzten Jahre wurde dennoch gehalten. Hier gilt den bayerischen Polizistinnen und Polizisten ein ausdrücklicher Dank!
Auch die Auswirkungen der Pandemie schlagen sich in den Zahlen der PKS deutlich nieder. So sind zwar Rückgänge bei den Einbruchs- und Raubdelikten zu verzeichnen. Gleichzeitig sehen wir aber mit Besorgnis, dass ein starker Anstieg im Bereich Cybercrime und Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung zu verzeichnen ist. Die erneute Steigerung resultiert hauptsächlich aus dem Anstieg bei Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornographischer Erzeugnisse. Steigende Fallzahlen bei anderen Kriminalitätsphänomenen wie etwa dem Callcenter- oder dem Enkeltrickbetrug sind ebenfalls auffallend. Hier muss die Ermittlungsarbeit verbessert und optimiert werden. Gerade in Konstellationen, in denen die Täter im
Ausland sitzen, was nicht selten vorkommt, müssen wir Handlungsoptionen haben und die künftige Polizeiarbeit darauf ausrichten.“
Hinweis: Die erwähnte Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (PKS) 2021 finden Sie unter https://www.innenministerium.bayern.de/med/aktuell/archiv/2022/220314kriminaltitaet sstatistik2021/index.php

Gesundheitsamt: Keine Not

Kauf von Jodtabletten zum Zwecke der Vorbeugung gegen radioaktive Strahlung nicht notwendig

Aus Angst vor einer Gefährdung durch radioaktive Strahlung infolge des Krieges in der Ukraine steigt auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in den Apotheken die Nachfrage nach Jodtabletten. Laut Gesundheitsamt ist allerdings von der Selbstmedikation mit handelsüblichen Präparaten dringend abzuraten.

Im Fall einer Gefährdung durch radioaktive Strahlung kann es sinnvoll sein, Jodtabletten einzunehmen, um die Schilddrüse vor einer Anreicherung mit radioaktivem Jod zu schützen. Durch die Einnahme mit hochdosierten Jodtabletten wird die Schilddrüse mit Jod gesättigt und kann das radioaktive Gegenstück nicht aufnehmen.

Die handelsüblichen Präparate bieten dabei allerdings aufgrund der deutlich zu geringen Konzentration keinen Schutz. Darüber hinaus birgt die unkontrollierte Jodeinnahme beträchtliche Gesundheitsrisiken.

Sollte es tatsächlich zu einer Belastung mit radioaktivem Jod kommen, steht dem Bund ein ausreichender Vorrat an nicht frei verkäuflichen, hochdosierten Kaliumiodid-Tabletten zur Verfügung, mit denen die Bürgerinnen und Bürger dann von den zuständigen Behörden versorgt werden würden.

Diese Jodtabletten sollten nur nach ausdrücklicher Aufforderung durch die Katastrophenschutzbehörden in der empfohlenen Dosis eingenommen werden. Eine voreilige oder verspätete Einnahme kann die Schutzwirkung aufheben. Auch von einer Eigenmedikation mehrerer handelsüblichen Präparate, um eine höhere Dosis zu erzielen, oder gar der dauerhaften Einnahme von Jodtabletten ist dringend abzuraten, da dadurch enorme Gesundheitsrisiken entstehen. Auch besteht durch einen zu starken unnötigen Kauf von handelsüblichen Jodtabletten durch die Allgemeinbevölkerung die Gefahr, dass nicht ausreichend Jodtabletten für Schilddrüsenerkrankte und Schwangere zur Verfügung stehen, die dringend auf die Versorgung mit Jod angewiesen sind.

Mineralwasser aus neuem Brunnen?

Allgemeine Vorprüfung bei Treuchtlingen

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen informiert darüber, dass derzeit das wasserrechtliche Verfahren für einen Antrag der Firma Altmühltaler Mineralbrunnen GmbH für die Errichtung von zwei Versuchsbohrungen durchgeführt wird. Die von dem Unternehmen geplanten Bohrungen sollen Aufschluss darüber geben, ob in einem oberflächennahen Grundwasserstockwerk eine Mineralwassererschließung für den Standort Treuchtlingen möglich wäre.

Nachdem das Tiefengrundwasservorkommen im Sandsteinkeuper, aus dem die Firma Altmühltaler derzeit das Wasser zur Mineralwasserproduktion bezieht, Übernutzungstendenzen zeigt, soll an zwei Standorten durch rund 100 Meter tiefe Bohrungen in einem höherliegenden Grundwasservorkommen im Eisensandstein geprüft werden, ob dort Wasser in ausreichender Menge und in Mineralwasserqualität erschlossen und nachhaltig genutzt werden kann.

Hierfür ist geplant, die Bohrungen zu Grundwassermessstellen auszubauen und hydraulische Feldversuche sowie hydrochemische Untersuchungen durchzuführen. Werden die Erwartungen an Qualität und Quantität erfüllt, könnten in einem weiteren Schritt Förderbrunnen errichtet und betrieben werden. Durch eine nachhaltige Förderung aus dem Eisensandstein, könnte die Entnahmemenge aus dem Sandsteinkeuper kompensiert beziehungsweise reduziert werden. Damit würde ein Beitrag geleistet werden zur erforderlichen Entlastung des Tiefengrundwasservorkommens im südlichen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen führt derzeit als zuständige Genehmigungsbehörde das wasserrechtliche Verfahren für die Erteilung der beschränkten Erlaubnis durch, welches auch eine allgemeine Vorprüfung nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz (UVPG) beinhaltet. Die beteiligten Behörden wurden um fachliche Bewertung und Stellungnahme gebeten. Erst wenn diese vorliegen, kann die Prüfung des Antrags fortgesetzt werden. Die Feststellung zur Vorprüfung nach dem UVPG wird vom Landratsamt offiziell im Amtsblatt bekanntgegeben.

Veranstaltungen im Kloster

Die Gaststätte ist vorübergehend geschlossen

Der Kreuzgang im Kloster Heidenheim lädt zur Andacht ein. Foto: Falk

Im Kloster Heidenheim werden nach Mitteilung von Geschäftsführer Reinhold Seefried in den nächsten Wochen etliche interessante Veranstaltungen angeboten. Hier die Übersicht:

Mittwoch, 23.März 2022, 19 Uhr (und bis Ostern immer mittwochs um 19 Uhr) im Münster St. Wunibald Abendgebet in der Passionszeit mit Pfarrer Johannes Heidecker. Mit dem Aschermittwoch beginnen die vierzig Tage der Vorbereitung auf das Osterfest. Die Bibel erzählt uns: Vierzig Jahre wanderte das Volk Israel durch die Wüste, vierzig Tage verbrachte Mose auf dem Berg Sinai, vierzig Tage wanderte Elia zum Gottesberg Horeb, Jesus fastete vierzig Tage in der Wüste. Vierzig Tage bereitet sich die Kirche auf das Osterfest vor: schon die Christen der frühen Kirche setzten durch Fasten, Beten, Almosen geben und Hören auf das Wort Gottes Zeichen der Umkehr. Die Passionszeit kann auch heute ein heilsamer Zeit-Raum sein, innezuhalten, sich neu in Frage stellen zu lassen und auf Gott gute Botschaft vom Leben hin auszurichten.  Die Abendgebete in der Passions-Zeit laden dazu ein, sich in Musik, Wort und Stille auf diesen inneren Weg zu machen.

Am Mittwoch, 23. März, um 19.45 ist im Kloster Heidenheim (Benediktensaal) ein Vortrag zum Thema „Geschichte der Klöster und Mönchsrepubliken auf dem Athos“ von Pfarrer Dr. Markus Roth. Der Athos ist eine Mönchsrepublik in Griechenland. In über 20 Klöstern und vielen Dörfern leben heute über 2000 Mönche. Frauen ist der Zutritt zum Heiligen Berg verwehrt. Pfarrer Dr. Roth war schon viele Male auf dem Berg und führt dort regelmäßig Männer in die fremde und doch beeindruckende orthodoxe Welt.​ Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Einlass unter Berücksichtigung von 3G.

Am Freitag, 25.März 2022, um 19 Uhr im Kloster Heidenheim (Benediktensaal) eine kirchlich Kontemplation zum Thema „Auf dem Weg zum Herzensgebet“ mit Marille Neufanger. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich,Einlass unter Berücksichtigung von 3G.

Am Mittwoch, 23. März, um 19 Uhr (und bis Ostern immer mittwochs um 19 Uhr) im Münster St. Wunibald Abendgebet in der Passionszeit mit Pfarrer Johannes Heidecker. Mit dem Aschermittwoch beginnen die vierzig Tage der Vorbereitung auf das Osterfest. Die Bibel erzählt uns: Vierzig Jahre wanderte das Volk Israel durch die Wüste, vierzig Tage verbrachte Mose auf dem Berg Sinai, vierzig Tage wanderte Elia zum Gottesberg Horeb, Jesus fastete vierzig Tage in der Wüste. Vierzig Tage bereitet sich die Kirche auf das Osterfest vor: schon die Christen der frühen Kirche setzten durch Fasten, Beten, Almosen geben und Hören auf das Wort Gottes Zeichen der Umkehr. Die Passionszeit kann auch heute ein heilsamer Zeit-Raum sein, innezuhalten, sich neu in Frage stellen zu lassen und auf Gott gute Botschaft vom Leben hin auszurichten.  Die Abendgebete in der Passions-Zeit laden dazu ein, sich in Musik, Wort und Stille auf diesen inneren Weg zu machen.

Änderung in Gastronomie stehen an

„Nichts ist so beständig wie der Wandel!“ sagt Geschäftsführer Seefried und verweist darauf, dass die Klostergaststätte vorübergehend geschlossen ist. Es stehen einige Änderungen an. Die Umstrukturierung, speziell in der Küche, wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Sobald wir unser neues Team zusammengestellt haben, starten wir mit neuem Konzept  und neuem Schwung. Bis dahin bleibt unser Gasthof erst einmal geschlossen.  Unsere Hotelgäste können aber weiterhin in gewohnt gemütlicher Atmosphäre übernachten und frühstücken. Um schnellstmöglich wieder vollumfänglich unseren Gästen zur Verfügung zu stehen, suchen wir ab sofort einen Koch in Festanstellung sowie Servicekräfte in Voll- und Teilzeit oder auf 450-Euro-Basis.

FabLab legt los

Zugang zu hochtechnischen Geräten für Jedermann

Auf 160 Quadratmeter macht sich FabLab in der Hetzner-Halle breit. Fotos: Falk

Vor drei Jahren ist das „FabLab Altmühlfranken“ in Gunzenhausen gegründet worden. Jetzt geht es sozusagen in Betrieb. Das „Fabrikationslabor“, dem inzwischen über 60 Mitglieder angehören, präsentierte sich kürzlich in der Halle des Onlineunternehmens Hetzner in der Industriestraße.  

Die Halle ist 2015 von der Stadt als Flüchtlingsunterkunft gebaut worden, war aber nie belegt. Sie wurde in der Folgezeit an die Firma Hetzner verkauft, die in der direkten Nachbarschaft ihren Firmensitz hat. Auf rund 160 Quadratmetern hat der Verein einen innovativen Gerätepark aufgebaut, den jeder gegen einen geringen Obolus nutzen kann. Wie Vorsitzender Fabian Müller erklärte, „haben die Leute nach Corona jetzt große Lust loszulegen“.

Vorsitzender Fabian Müller (rechts) dankte den Sponsoren mit einem selbst produzierten Präsent: Karl Betz (alfmeier), Wolfgang Pendelin (Bosch-Thermotechnik), Bürgermeister KH Fitz, Erich Herreiner (Koordinator) und Julia Herzog (Hetzner online). Foto: Falk

Gefördert wird das auf fünf Jahre angelegte Projekt mit rund 45000 Euro aus dem „Leader-Fond“ der EU, den gleichen Betrag bringt der Verein mit Hilfe von privaten Spenden auf. Der „harte Kern“ des Vereins hat in den letzten drei Jahren die von Hetzner-Online zu günstigen Konditionen bereitgestellte Halle eingerichtet. Finanzielle Unterstützung erhält er auch vom Freistaat Bayern sowie von der Stadt Gunzenhausen (5000 Euro jährlich). Einheimische Firmen wie Bosch-Thermotechnik, Alfmeier, Verpa oder die Gutmann-Stiftung in Weißenburg leisten ebenfalls ihren Beitrag.

„Jeder, der technisch etwas vorgebildet ist, kann sich bei uns ausbilden lassen“, sagt der Vorsitzender Müller, schränkt aber zugleich ein, dass das Angebot nur für Privatpersonen gilt, nicht für gewerbsmäßig Tätige. Mit Hilfe von 3-D-Druckern, computergesteuerten Fräsmaschinen, Lasercuttern oder Hochleistungs-Nähmaschinen können die unterschiedlichen Materialien (z.B. Metall, Holz, Textilien) bearbeitet werden. Die meisten Maschinen wurden neu gekauft, nur einige sind Gebrauchtgeräte, die „FabLab“ als Spenden erhalten hat.

Die meisten Maschinen sind neu. Die Mitglieder können sie ohne Kostenaufwand nutzen.

Der Verein will die Mitglieder in der Anwendung der modernsten Technik schulen. Die Sorge, dass nach den fünf Jahren der Förderung der Bestand gefährdet sein könnte, hat der Vorsitzende Müller nicht. Die Nutzer der Einrichtung  werden auch finanziell nicht über Gebühr in Anspruch genommen. Gerade einmal zwei Euro beträgt der Mitgliedsbeitrag im Monat. Demnächst sollen die ersten Kurse anlaufen. Dazu stehen große Bildschirme und Beamer bereit.

Dass das Sponorengeld gut angelegt ist, das bestätigte Wolfgang Pendelin von Bosch-Thermotechnik. Den Verantwortlichen des Vereins, zu denen auch Stellvertreter Michael Grüb, Dominic Weiß, Kathrin Kimmich, Uwe Mann, Leonhard Götz und Matthias Menhorn gehören, dankte Bürgermeister Karl-Heinz Fitz bei der Eröffnung und erklärte, dass im Fall der Realisierung des FabLab-Projekts viele Räder ineinander gegriffen haben.

In einigen Wochen will FabLab die regulären Öffnungszeiten bzw. die Kontaktdaten bekannt geben.

WERNER FALK

Gemeinsam Gemeinschaft Erleben

Stiftung ermöglicht Schulklassen Erlebnisse am Adventure Campus

Das Foto zeigt das Team „GemeinsamErleben“ (von links: Karl Scheuer, Sami Sigl, Prof. Dr. Manuel Sand, Caroline Holl), wie es an der Teamübung „Wall“ Landrat Manuel Westphal unterstützt, Angela Novotny von der Hermann-Gutmann- Stiftung für das tolle Engagement zum Wohle der Schüler/innen im Landkreis zu danken. Foto: Claudia Wagner, LRA

Lange Zeit war Homeschooling für alle Schüler*innen Alltag. Beginnend mit den 6. Klassen wird ihnen nun ein Gemeinschaftserlebnis ermöglicht, dass den Klassenverbund stärkt und nachhaltig fördert. „Wir wissen aus unseren Projekten wie wichtig gemeinsame Erlebnisse sind und wie Schüler*innen in herausfordernden Situationen ein Team werden,“ berichtet Angela Novotny von der Hermann Gutmann Stiftung, die das einzigartige Projekt finanziert.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Hochschule für angewandtes Management am Adventure Campus angeboten. Die teilnehmenden Klassen werden im Team herausfordernde Situationen meisten und sich als Gemeinschaft erleben. Insbesondere sollen durch spielerische und erlebnispädagogische Elemente die Lernfreude, die Motivation und das soziale Miteinander gestärkt werden. Als gemeinsames Mittagessen ist Outdoor Cooking über dem Feuer geplant.

„Wir freuen uns sehr, dass in der Bildungsregion Altmühlfranken so ein Projekt möglich gemacht wird und die Kinder, die am meisten unter Pandemie und Lockdown gelitten haben, so eine tolle Möglichkeit bekommen,“ sagt Landrat Manuel Westphal. Beginnen soll das Projekt zunächst mit den 6. Klassen und bei entsprechender Nachfrage auch noch auf weitere Klassen erweitert werden.

„Mit der Ferienakademie arbeiten wir schon erfolgreich als TeamBildung mir der Hochschule für angewandtes Management, dem Adventure Campus und unseren großartigen Coaches zusammen. Jetzt freuen wir uns auf ein weiteres Projekt, das uns allen sehr am Herzen liegt,“ ergänzt Angela Novotny. Kürzlich fiel der offizielle Startschuss in der Bildungsregion mit Landrat Manuel Westphal und in den kommenden Wochen werden dann die Klassen der Schulen nach und nach an den Adventure Campus kommen.