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Regional einkaufen!

Online Einkaufen während des Lockdowns? Klar – aber regional!

Seit dem 16. Dezember wurde von der Staatsregierung ein erneuter „Lockdown“ verordnet, in dessen Zuge zahlreiche Händler schließen mussten. Eine regionale Alternative zu den großen Online-Kaufhäusern bietet das Onlineportal altmühlfranken unter www.in-altmuehlfranken.de!

Aufgrund der erneuten Schließung zahlreicher Einzelhandelsgeschäfte ist die Versuchung groß, den geplanten Einkauf ins Internet zu verlegen. Gewünschten Artikel in die Suchmaschine eingeben, Enter drücken und schon werden die passenden Ergebnisse angezeigt. Landen wird der Interessent dann zwangsweise bei einem der großen Online-Kaufhäuser, deren Marktanteil stetig nach oben schnellt.

„Eine Alternative dazu stellt seit einem Jahr unser landkreisweites regionales Onlineportal dar!“, betont Landrat Manuel Westphal. Das Vorgehen ist dabei ähnlich: Webseite des Portals unter www.in-altmuehlfranken.de aufrufen, Suchbegriff eingeben und die passenden Ergebnisse werden angezeigt. Nur mit dem Unterschied, dass diese ausschließlich von regionalen Händlern stammen. „Durch einen Kauf über den Online-Marktplatz unterstützen Sie direkt ihren Laden vor der Haustür, der von der aktuellen Schließung betroffen ist“, so der Landrat. Während des vergangenen Jahres ist das Sortiment durch einen stetigen Zuwachs an Teilnehmern auf dem Portal gewachsen, sodass derzeit Artikel von A wie Akkubohrschrauber bis Z wie Zunftsweste angeboten werden. Eine kostenfreie Lieferung innerhalb des Landkreises ist vor Weihnachten über den regionalen Logistikpartner Youlog GmbH für Bestellungen gegeben, die bis 22. Dezember bis 14.00 Uhr eingehen.

„Selbstverständlich kann der Angebotsumfang nicht mit dem der Online-Riesen verglichen werden. Es lohnt sich jedoch, vor einem geplanten Kauf einen Blick auf www.in-altmuehlfranken.de zu werfen!“, appelliert Manuel Westphal.

Eine weitere Möglichkeit, die Wertschöpfung innerhalb der Region zu fördern, ist der kürzlich eingeführte Altmühlfranken-Gutschein. Die Anzahl der Akzeptanzstellen ist innerhalb der ersten drei Wochen auf nunmehr 44 gestiegen und wächst stetig, gekauft werden kann der Gutschein an mittlerweile 19 Ausgabestellen. Da der Altmühlfranken-Gutschein derzeit aber nur an den geöffneten Verkaufsstellen in physischer Form erhältlich ist (Filialen der Raiffeisenbank in Weißenburg, Gunzenhausen und Treuchtlingen; Hörgeräte Eisen Filialen in Weißenburg, Gunzenhausen und Treuchtlingen; Getränke Jäger in Gunzenhausen), besteht natürlich zudem die Möglichkeit, diesen online zu erwerben. Ebenso bieten einige Händler den Service, Gutscheine nach Vorbestellung nach Hause zu liefern. Alle weiteren Informationen sind auf dem Gutschein-Portal zu finden: www.altmuehlfranken-gutschein.de

Die Resonanz auf den landkreisweit einlösbaren Gutschein ist dabei sehr positiv. „Wir haben in den ersten drei Wochen Gutscheine für insgesamt rund 4000 Euro verkauft, darunter waren sogar einzelne Kommunen, die diesen als Weihnachtsgeschenk für die Mitarbeiter verwenden“, so Mathias Meyer, der mit seiner Weißenburger Buchhandlung als Verkaufsstelle gelistet ist. Ein ähnliches Bild zeichnet sich in Gunzenhausen ab, wie Julia Braun vom gleichnamigen Foto-Atelier zu berichten weiß: „Auch bei uns ist der Gutschein-Verkauf gut angelaufen, sodass in unserer zentral gelegenen Verkaufsstelle bereits einige Gutscheinkarten über die Ladentheke gewandert sind.“

Erfreulich ist zudem die Tatsache, dass auch der sogenannte Arbeitgebergutschein schon von heimischen Unternehmen verwendet wird. So hat zum Beispiel die Firma Alfmeier Präzision SE die Möglichkeit genutzt und den Altmühlfranken-Gutschein an seine rund 500 Mitarbeiter zu Weihnachten ausgegeben. „Wir freuen uns, unseren Mitarbeitern nun regionale Gutscheine zur Verfügung stellen zu können und so einen weiteren Beitrag zur regionalen Wertschöpfung zu leisten!“, erklärt Andreas Gebhardt als einer der Alfmeier-Direktoren. Weitere Betriebe im gesamten Landkreis sind diesem Beispiel gefolgt, zum Beispiel auch das Landratsamt, sodass bereits eine beträchtliche Summe an Altmühlfranken-Gutscheinen im Umlauf ist.

Krise mit Lichtblicken

Bilanz des Tourismusverbands Fränkisches Seenland

Verabschiedung des Vorsitzenden Landrat a.D. Gerhard Wägemann (Mitte),
neu gewählter 1. Vorsitzender Landrat Manuel Westphal (rechts),
Geschäftsführer Hans-Dieter Niederprüm (links).


Das Jahr 2020 hat das Fränkische Seenland als Tourismusdestination vor große Herausforderungen gestellt: Rund 20 Prozent Übernachtungen weniger verzeichnete die Region. Dennoch konnte Hans-Dieter Niederprüm als Geschäftsführer des Tourismusverbands Fränkisches Seenland auf der Mitgliederversammlung im Dezember 2020, die aus Infektionsschutzgründen digital stattfand, mit Fug und Recht
erklären: „Im bayernweiten Vergleich stehen wir gut da.“

In ganz Bayern brachen die Übernachtungszahlen von Januar bis September 2020 um über 35 Prozent ein; in Franken waren es sogar mehr als 37 Prozent. „Es hätte noch deutlich schlimmer kommen können“, stellte Niederprüm angesichts dieser Zahlen fest. Während der Lockerungen im Sommer gelang es dem Fränkischen Seenland sogar, seine Trümpfe richtig auszuspielen und neue Gäste zu gewinnen:
Im Juli 2020 stiegen die Übernachtungszahlen um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat – damit gehörte die Urlaubslandschaft zu den fünf deutschen Regionen mit der positivsten Entwicklung. Die Zugriffszahlen der Website belegen außerdem eindrucksvoll das große Interesse am Urlaub im Fränkischen Seenland: Noch nie waren sie so hoch wie 2020.
Bei den Tagesausflüglern wirkte sich vor allem der Wegfall des in normalen Jahren umfangreichen Veranstaltungsprogramms rund um die Seen negativ aus. Viele Gäste begeisterten sich aber für andere Angebote in der Region. Vor allem wandern, radeln sowie der Besuch von Landschafts- und Naturattraktionen standen bei den Ausflüglern 2020 hoch im Kurs.

Voller Messekalender im Frühjahr „Trotz der Verluste blicken wir optimistisch in die Zukunft“, erklärte Niederprüm. Das gelte auch bei der Messeplanung. Einige große Messen wurden zwar bereits abgesagt oder verschoben, im März und April ist der Messekalender der Region aber
dennoch voll. Unter anderem will sich das Fränkische Seenland auf der virtuellstattfindenden ITB Berlin, auf der Messe f.re.e in München und auf dem Mannheimer Maimarkt präsentieren. Für den 13. und 14. März 2021 ist die 12. Infobörse des Fränkischen Seenlands geplant. Im Mai brechen die Seenland-Mitarbeiter – wenn alles gut läuft – wieder zu einer Werbetour auf. Dann wird der Tourismusverband einen Mitgliedsort mehr bewerben, denn Burgsalach wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung neu aufgenommen.

Außerdem stand die Wahl des Vorstandes an: Bis 2022 fungiert nun Landrat Manuel Westphal als 1. Vorsitzender des Tourismusverbands Fränkisches Seenland. Sein Vorgänger, Landrat a.D. Gerhard Wägemann, wurde auf der Mitgliederversammlung verabschiedet. Der neu gewählte Vorsitzende, Landrat Manuel Westphal bedankte sich im Namen des Tourismusverbands und insbesondere des Geschäftsführers für Wägemanns langjährige Mitarbeit und verwies auf die wichtigen Entwicklungen, die
in dieser Zeit angestoßen wurden: vom Markenprozess und der Qualitätsinitiative über drei Wahlen der Fränkischen Seenlandkönigin und den Bau des „Floating Village Brombachsee“ bis hin zum barrierefreien Tourismus und nicht zuletzt dem Jubiläum „50 Jahre Fränkisches Seenland“. Er betonte die gute Zusammenarbeit, die
auch nach Angaben des Geschäftsführers hinter den Kulissen stets fruchtbar und freundschaftlich gewesen sei, sowie Wägemanns Einsatz für das Fränkische Seenland auf überregionaler Ebene. Zum Abschied gab er Herrn Wägemann mit auf den Weg, er möge die Urlaubslandschaft, die er selbst so engagiert mitgestaltet habe, noch lange bei bester Gesundheit aktiv genießen können. Neben Wägemann wurden zwei weitere langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet: Günter Obermeyer, Rechnungsprüfer und ehemaliger Bürgermeister in Nennslingen, sowie der Pfofelder Altbürgermeister Willi Renner.

Den neu gewählten Vorstand komplettieren der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig als 2. Vorsitzender, der Gunzenhäuser Bürgermeister Karl-Heinz Fitz als 3.Vorsitzender sowie der Spalter Bürgermeister Udo Weingart als Schriftführer und der Pleinfelder Bürgermeister Stefan Frühwald als Kassier. Die vier Beisitzer sind Landrat Herbert Eckstein Landkreis Roth, der Pfofelder Bürgermeister Reinhold Huber, der Wolframs-Eschenbacher Bürgermeister Michael Dörr und der Hilpoltsteiner Bürgermeister Markus Mahl. Die Bürgermeister Bernd Drescher (Nennslingen) und Helmut Schnotz (Bechhofen) fungieren als Rechnungsprüfer.

JU will Auernhammer

Kreisverbände unterstützen den MdB aus Weißenburg

MdB Auernhammer hat die Unterstützung der Jungen Union.

Im Vorfeld der Nominierung des CSU Kandidaten für die Bundestagwahl im kommenden Jahr haben sich die JU Kreisverbände im Bundeswahlkreis für den aktuellen Amtsinhaber Artur Auernhammer aus Oberhochstatt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ausgesprochen.

Hierzu erklären die Kreisvorsitzenden Matthias Reif (Ansbach/Land), Daniel Raith (Ansbach/Stadt) und Manuel Blenk (Weißenburg-Gunzenhausen):

„Artur Auernhammer setzt sich seit dessen Wiedereinzug in den Bundestag im Jahr 2013 hervorragend für unsere Heimat ein. Nach der Übernahme des Direktmandates bei der letzten Wahl 2017 hat er erneut bewiesen, dass er es kann.

Mit seiner politischen und beruflichen Erfahrung ist er hervorragend dazu geeignet, in dieser schwierigen Zeit der Corona-Pandemie das Beste für unsere Region in Berlin zu erreichen. Er hat für die Anliegen der Bürger stets ein offenes Ohr und setzt sich über die Parteigrenzen hinweg von Adelshofen bis Solnhofen für diese ein. Ferner kümmert er sich erfolgreich um Fördermittel des Bundes für vielfältige Projekte im Wahlkreis.

So ist es u.a. maßgeblich auf das Engagement von Artur Auernhammer zurückzuführen, dass in der Region in den letzten Jahren wichtige Verkehrsprojekte vorangetrieben werden konnten. Es befinden sich aktuell mehrere Ortsumfahrungen von Bundesstraßen in der Umsetzung und weiter sind im Bereich des Ausbaus der A6 entscheidende Weichenstellungen getroffen. Ferner sind die Schienenprojekte in der Region kurz auf bestem Wege zur Realisierung.

Darüber hinaus hat sich Auernhammer in den letzten Jahren in Berlin sehr stark für den Bereich Landwirtschaft mit seinem Fachwissen eingebracht und genießt hierfür in der Union und fraktionsübergreifend großes Ansehen.

Ferner sind mit Alfons Brandl (Ansbach/Land), Andreas Schalk (Ansbach/Stadt) und Artur Auernhammer (Weißenburg-Gunzenhausen) alle Regionen des Bundeswahlkreises in den Parlamenten vertreten. Auch die Bezirksräte Herbert Lindörfer (Stimmkreis Ansbach/Nord) und Hans Popp (Stimmkreis Ansbach/Süd) tragen zu diesem ausgeglichenen Verhältnis bei.

Wir erachten es als legitim, uns in diesem innerparteilichen Demokratieprozess für einen Kandidaten auszusprechen,wünschen einen fairen Wettbewerb und respektieren die Kandidatur von Manfred Scholl. Demokratie lebt von ihren Kandidaten, Diskurs, offener und uneingeschränkter Meinungsbildung sowie der Kandidatur mehrerer Bewerber – auch innerparteilich – auf ein Amt.

Aus den o.g. Gründen unterstützen die drei JU Kreisverbände Artur Auernhammer geschlossen bei seiner erneuten Kandidatur zum Direktkandidaten der CSU für unserem Bundeswahlkreis, sowie dem anstehenden Wahlkampf.“

Mit CP im Gespräch

FDP: Konstruktive Grundhaltung bestätigt



In einer Videokonferenz haben sich Vertreter des Kreisverbands der FDP, der FDP Bezirksrat Markus Lüling und der FDP Wahlkreiskandidat für die Bundestagswahl Florian Wittmann, Ansbach, mit der Geschäftsführung und den Projektverantwortlichen von CP ausgetauscht.
Kreisvorsitzender Thomas Geilhardt und der Ortsvorsitzende der FDP Dr. Hermann Drummer in Weißenburg stellten den Kontakt her. Beide sind davon überzeugt, dass nur ein Gespräch miteinander und nicht übereinander oder gar gegeneinander die richtige Grundlage für eine
Entscheidung bilden.

„Ob man für oder gegen das Projekt ist, obliegt der eigenen
Meinungsbildung – bestenfalls an Fakten orientiert. Dies ist sicher nicht einfach und es gehören Gespräche mit den etwaigen künftigen Betreibern bzw. Investoren dazu“, erläuterte Thomas Geilhardt zu Beginn des Online-Gesprächs. Nachhaltigkeit, Einbindung in die regionale Wirtschaft und das ökologische Konzept waren die drei wesentlichen Themenblöcke. Es war allen Teilnehmerinnen des Gesprächs bewusst, dass wir uns zu einem frühen Zeitpunkt des Projektes treffen. Nicht alle Aspekte können daher bereits jetzt zu Ende diskutiert werden. Das habe nichts mit Verzögerung oder Verschleierung zu tun, sondern sei schlicht ein seriöses Vorgehen. So könne aktuell – vor einer eingehenden Umweltverträglichkeitsprüfung – noch nicht benannt werden, welche Fläche für den Erhalt von Flora und Fauna von der Bebauung auszunehmen sei.

Hierzu sagte der Geschäftsführer Frank Daemen, dass hierzu erst im abschließenden Masterplan im ersten Quartal 2021 eine Aussage möglich sein wird. Mithin ein entscheidendes Kriterium für die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens, die erst ab einer Zahl von ungefähr 750 bis 800 Ferienhäusern einträte, so Frank Daemen. Florian Wittmann sprach das Thema Nachhaltigkeit, Finanzierung und Aufrechterhaltung der Qualität des geplanten Freizeitparks an. Anhand einer Übersicht der bestehenden CP wurde deutlich, dass alle Parks, die seit mehr als 50 Jahren bestehen, noch in Betrieb sind. Unbenommen der erforderlichen Zertifizierungen wird in absehbarer Zeit CP in einem bestehenden Park eine zweistellige Millionensumme zur Instandhaltung in die Hand nehmen, um ihn wieder auf die aktuellen Standards hin anzupassen. Park Hochsauerland und Park Nordseeküste wurden bereits umfassend renoviert, Bispinger Heide ist gerade mitten in der Renovierungsphase. Die Finanzierungsstruktur des geplanten Parks am Brombachsee sei noch offen. Grundsätzlich gibt es unterschiedlichste Modelle – Investoren, Privat-Public Investment (wie z.B. im Saarland) und auch die Beteiligung von Privatpersonen mithin in gemischten Modellen. Dabei gibt es unterschiedliche Varianten der Renditen – abhängig vom gewählten Risiko. Und – so Daemen – werde selbstverständlich Gewerbesteuer und Kurtaxe entrichtet. Für Florian Wittmann, selber Immobilienunternehmer, ist eine betriebswirtschaftlich tragfähige Planung gerade Voraussetzung für ein nachhaltiges Vorhaben. Er stellte klar, dass wir am Anfang der Gespräche stehen und erst tiefergehende Informationen über den Betreibervertrag und die darin enthaltene Verpflichtung gegenüber dem erwerbenden Eigentümer eingeholt werden müssen, um eine qualifizierte Aussage in diesem Bereich treffen zu können. 2 Die Einbindung in die regionale Struktur wurde seitens CP an dem Beispiel des Allgäuer Parks erläutert. Natürlich und das ist CP wichtig, sei jedes Vorhaben spezifisch, aber aus Leutkirch könne man verprobte Entwicklungen sehen. So strebt CP an, dass auch am Brombachsee soweit wie möglich Energie, Arbeitsleistung und Nahrungsmittel aus der Region bezogen werden. Das bedeutete natürlich auch, dass ein Engagement vor Ort zwingend sei. Im Allgäuer Projekt kommen über 80 Prozent der Mitarbeiterinnen cirka aus der Region.
Während des Baus des Parks waren cirka 67 Prozent der bezogenen Leistungen regional. Die mArbeitsplätze selber bilden eine große Bandbreite an Berufen inklusive Ausbildungsplätzen ab. Und alle Tätigkeiten würden mindestens tariflich vergütet Frank Daemen betonte, das sei selbstverständlich und man zahle in vielen Fällen übertariflich. Es entstünden Arbeitsplätze mit attraktiven Zeitmodellen für Bürger*innen, die Familienmitglieder betreuen – Teilzeit, in der Woche oder auch am Nachmittag. Dr. Hermann Drummer betonte, „es ist ein gutes Zeichen, dass sich Center Parcs verpflichtet fühlt, sich in der Region einzubringen und auch die einheimischen Hersteller und Dienstleister maßgeblich berücksichtigen wird.“
Auf die Frage von Sigrid Niesta-Weiser, Stadträtin aus Gunzenhausen, zum ökologischen Konzept erläuterte CP seine ökologischen Schlüsselziele. Dabei ist z.B. die Abdeckung von 60 Prozent erneuerbaren Energien bis 2022 definiert. Alle Parks beziehen bereits heute grünen Strom und in Park Bostalsee wurde gerade eine große Photovoltaikanlage installiert. Hier
streben wir kurzfristig eine mögliche CO² Neutralität an. Auf den Vorschlag von Sigrid Niesta-Weiser, durch ein Wärmetauschkonzept mit dem Wasser des Brombachsees diesen Pfad zu unterstützen, antwortete Projektleiter Jan Janssen, „dass dies ein gutes Ansatz ist, aber nur in Kombination mit weiteren Konzepten greifen wird wie z.B. Photovoltaik und
Nahwärmeanlagen“. Doch er ergänzt auch, dass für das Müll-, Abwasser und Energiekonzept noch keine klare Aussage möglich ist, „dies muss erst mit den regionalen Versorgern besprochen und entwickelt werden.“
Die beiden Jungen Liberalen Robin Dienst und Daniel Seuferling freuten sich über die an Fakten orientierten Aussagen. So stellt CP klar, dass im Rahmen des Engagements 4,2 ha der Fläche an das Wasserwirtschaftsamt zur Verfügung gestellt würden, um die Verdoppelung
der Rad- und Wanderwege zu ermöglichen. Weiterhin sei die dauerhafte und durchgängige Sicherung des freien Seezugangs für jedermann definiert – der Abstand zur geplanten Bebauung betrage 50 – 100 m, wie auch eine Pressemitteilung seitens des Landratsamts
noch einmal bestätigt. Eine weitere Frage der beiden betraf den Schutz der Fauna. „Mit 99,9 prozentiger Sicherheit gebe es keinen Schwarzstorch!“ und auf der anderen Seite gibt es definitiv Molche, deren natürlicher Lebensraum gesichert wird. CP stellte anhand dieser
Beispiele klar, dass Tierart für Tierart und Pflanze für Pflanze während der
Umweltverträglichkeitsprüfung betrachtet wird.

Nach zwei Stunden intensiver Diskussion bedankte sich Thomas Geilhardt für das an Fakten orientierte und offene Gespräch und lud die Vertreter von CP ein, die Diskussion im nächsten Jahr fortzusetzen. Das Angebot wurde von CP angenommen und betont, dass sie im direkten Kontakt bleiben möchten. Center Parcs wies darauf hin, dass ihre Homepage
eine Vielzahl von Fragen bereits beantworte. Selbstverständlich können aber alle aufkommenden Fragen auch direkt gestellt werden und würden auch von ihnen zeitnah beantwortet.
THOMAS GEILHARDT, FDP-Kreisvorsitzender

Zu den Altlasten

Gemeinsames Pressestatement von zwei Behörden

Bereits seit Beginn der 1990er Jahre wurden vom Bund in eigener Zuständigkeit historische und orientierende Erkundungen des ehemaligen Muna-Geländes bei Langlau nach dem Bodenschutzrecht bzgl. möglicher Untergrundbelastungen durchgeführt. Die Untersuchungen wurden mit dem Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen und dem Wasserwirtschaftsamt Ansbach abgestimmt. Hierbei wurden die potentiellen Altlastenstandorte entsprechend ihrer Nachkriegsnutzung (ohne Rüstungsaltlasten) untersucht. Auf dem ehemaligen U.S.-Teilgelände fand zudem eine orientierende Untersuchung auf Munitionsrückstände im Bereich der Bunker statt. Darüber hinaus fanden in weiteren Teilbereichen, von denen der Verdacht einer größeren Gefährdung auf das Grundwasser ausging, lokale Detailuntersuchungen und Sanierungen des Bodens und des Grundwassers statt (siehe ehemalige Fa. Euterpe sowie ehemalige Zierleistenfabrik im MOB-Stützpunkt).

Neben diesen lokalen Schadensbereichen, die unterdessen saniert sind, wurden zudem in weiteren Verdachtsflächen geringe MKW- (Mineralölkohlenwasserstoffe), LHKW- (leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe) und teilweise PAK-Belastungen (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) festgestellt. Bezüglich dieser weiteren Altlastenflächen außerhalb der sanierten lokalen Schadensbereiche ergaben sich bislang keine Erkenntnisse zum Vorliegen einer von diesen belasteten Böden ausgehenden Grundwassergefährdung (siehe Wirkungspfad Boden-Grundwasser). Zusammenfassend ist laut dem Wasserwirtschaftsamt Ansbach festzustellen, dass entsprechend den bislang vorliegenden Untersuchungsergebnissen keine großräumige Grundwassergefährdung und somit auch keine Gefährdung des Seewassers über ein unterirdisches Zuströmen zu besorgen war. Auf Grund des bestehenden Sicherheitszauns um das ungenutzte Militärgelände ergaben sich bislang zudem auch keine Gefährdungen für den Menschen (siehe Wirkungspfad Boden-Mensch), da durch die vorhandene Absperrung des Geländes ein direkter Kontakt zwischen Personen und den vorhandenen Altlasten- und Kampfmittelflächen ausgeschlossen werden konnte.
Der Verdacht der vollflächigen Kontamination des Geländes mit Kampfmitteln resultiert in erster Linie aus Sprengungen von munitionsbefüllten Bunkern zum Kriegsende durch die Wehrmacht sowie aus der Vernichtung von Kampfmitteln nach dem Zweiten Weltkrieg. Bei diesen unkontrollierten Sprengungen und den Vernichtungssprengungen wurden Kampfmittel weiträumig über die Liegenschaft verteilt. Trotz der in den Jahren von 1947 bis 1953 durchgeführten Kampfmittelräumungen kann im Ergebnis nicht von einer Munitionsfreiheit ausgegangen werden, da diese Maßnahmen nicht dem heutigen Stand der Technik entsprechen.
Die in der Nachkriegszeit entstandenen lokalen Schadensbereiche, bei denen Altlasten vorlagen, wurden unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Nutzung als brachliegendendes sowie eingezäuntes Militärgelände nutzungsorientiert entsprechend der Erforderlichkeit zur Gefahrenabwehr (siehe § 4 Bundesbodenschutzgesetz – BBodSchG) saniert. Weitere Kampfmittelräumungen sind in Zusammenhang mit diesen Sanierungen jedoch nicht erfolgt. Nach den vorliegenden Erkenntnissen des Wasserwirtschaftsamtes sind auf dem Gelände zwar nach wie vor noch Rüstungsaltlasten vorhanden, aufgrund der bisherigen historischen Erkundungen auf Sprengstoffrückstände hat sich jedoch der Verdacht einer Gefährdung für das Grundwasser und das Seewasser nicht erhärtet.
Ein über die lokalen Schadensbereiche hinausgehender umfassender bodenschutzrechtlicher Sanierungsbedarf ist bislang behördlicherseits in Anbetracht der extensiv forstwirtschaftlichen Nutzung des Geländes sowie der bestehenden Verkehrssicherung durch einen Sicherheitszaun nicht festgestellt worden. Bei der derzeitigen Nutzung ist keine Gefährdung der Schutzgüter ableitbar.
Grundsätzlich ist der Handlungs- oder Zustandsstörer zur Sanierung / Sicherung eines vorliegenden Schadens nach dem Bundesbodenschutzgesetz verpflichtet. Vor Verkauf der Liegenschaft wäre gemäß § 4 Abs. 3 Satz 1 Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) der Bund / die BImA als Grundstückseigentümerin vollumfänglich für die Erkundung und Sanierung von schädlichen Bodenveränderungen und Altlasten auf ihrer Liegenschaft verantwortlich, soweit ein entsprechender Handlungsbedarf besteht. Nach Verkauf der
Liegenschaft könnte auch der Käufer zum neuen Verpflichteten nach dem Bodenschutzrecht werden. Dies obliegt jedoch der privatrechtlichen Vertragsgestaltung zwischen der BImA als Verkäufer und der Center Parcs Entwicklungsgesellschaft Germany GmbH als möglicher Käufer der Liegenschaft. Zum Inhalt des Vertrags haben das Wasserwirtschaftsamt bzw. das Landratsamt keine Informationen.
Bei einer Umnutzung/Entwicklung des Geländes ist eine erneute Gefährdungsbe-urteilung bei den bestehenden Altlasten- und Kampfmittelflächen im Hinblick auf vorliegende Gefährdungen bei den Wirkungspfaden Boden-Grundwasser und Boden-Mensch unter Einbeziehung der sprengstofftypischen Verbindungen der vorhandenen Rüstungsaltlasten zwingend erforderlich. Im Auftrag der Center Parcs Entwicklungsgesellschaft Germany GmbH werden derzeit durch ein beauftragtes Umweltfachplanungsbüro in Form von Rammkernsondierungen, Kernbohrungen, Schürfen und Spatenstichprobennahmen sowie durch Probenahmen bei den Grundwassermessstellen detaillierte Altlasten- und Kampfmittelerkundungen auf dem gesamten Gelände durchgeführt. Belastbare Aussagen zum tatsächlichen Sanierungsbedarf und -umfang können erst nach Abschluss dieser laufenden Untersuchungen getroffen werden. Aus dem im Bodenschutzrecht verankerten Grundsatz der Erforderlichkeit zur Gefahrenabwehr können sich nach dem Verkauf der Liegenschaft und einer Neunutzung des Geländes je nach Nutzungsart ein höherer bzw. umfassender Sanierungsbedarf des Geländes ergeben, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Sollten je nach Ergebnis dieser Untersuchungen konkrete Sanierungsmaßnahmen erforderlich werden, werden diese seitens des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen mit dem Wasserwirtschaftsamt Ansbach zunächst abgestimmt und dann anschließend auf der Grundlage des Bodenschutzrechts gegenüber dem entsprechenden Zustandsstörer auch durchgesetzt werden.
Frage der Vereinbarkeit der Center Parcs Ansiedlung mit dem Landtagsbeschluss vom 16. Juli 1970
Der Beschluss des Bayer. Landtages vom 16. Juli 1970 besagt unter Ziffer 3:
„Er (der Bayer. Landtag) ersucht die Staatsregierung …… dafür Sorge zu tragen, dass die Gewässer im Überleitungssystem für die Erholung der Bevölkerung erschlossen und die Ufergrundstücke, insbesondere an den Stauseen, in das Eigentum der öffentlichen Hand überführt werden, um den freien Zugang und den Gemeingebrauch sicherzustellen.“.
Die nötigen Grundstücke für den See einschließlich der Ufergrundstücke wurden damals für den Freistaat Bayern als Eigentümer eingetragen und somit in die öffentliche Hand überführt. Die freie Zugänglichkeit zu den Wasserflächen wurde und wird nach wie vor seitens der Wasserwirtschaftsverwaltung konsequent beachtet. Dies stellt zwischenzeitlich ein Alleinstellungsmerkmal des Fränkischen Seenlandes dar. Dies ist auch Ziel der Seenzweckverbände sowie des Tourismusverbandes und wurde zuletzt im neu erstellten Infrastrukturkonzept mit Unterstützung des Wasserwirtschaftsamtes nochmals untermauert.
Die für die Umsetzung des Landtagsbeschlusses nötigen Grundstücke wurden bereits seitens des Freistaates erworben und sind aus der Sicht des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach – entgegen anderweitiger Behauptungen – durch die Planungen des Freizeitparks nicht beeinflusst. Im Zusammenhang mit der aktuellen Veräußerung des Muna-Geländes konnte der Freistaat Bayern sogar einen zusätzlichen Grundstücksstreifen von der BImA erwerben und somit seine öffentlichen Uferflächen noch weiter vergrößern, um hier einen zweiten entlastenden Uferweg bauen zu können.
Abschließend wird von Seiten des Wasserwirtschaftsamtes in dem Zusammenhang noch einmal betont, dass es wegen der Bewahrung der freien Zugänglichkeit an den Seen keinen „Privatstrand“ für den geplanten Ferienpark geben wird.
Im Geiste dieses Landtagsbeschlusses, der neben dem freien Zugang und dem Gemeingebrauch der Seen ergänzend dazu auffordert, dafür Sorge zu tragen, dass die Gewässer im Überleitungssystem für die Erholung der Bevölkerung erschlossen werden sollen, steht aus der Sicht des Wasserwirtschaftsamtes auch eine touristische Weiterentwicklung des Seenlandes in Form von öffentlichen oder auch privaten Investitionen dem Landtagsbeschluss nicht entgegen, zumal diese der wirtschaftlichen Stärkung der Region dienen.

Zu Hause wohnen

Die Wohnraumanpassungsbroschüre ist da

Landrat Westphal, Projektleiterin Bucka und M. Kimmich stellten die Broschüre vor.

„Ein Leben lang zu Hause wohnen“ – das ist der Titel der erstmals aufgelegten Wohnraumanpassungsbroschüre der ehrenamtlichen Senioren- und Wohnberatung des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Gemeinsam mit der Freiwilligenagentur altmühlfranken wurde die Broschüre entwickelt und gibt auf 40 Seiten wertvolle Tipps rund um das barrierefreie Wohnen.

Federführend hat das Projekt Dorothee Bucka als Leiterin der Freiwilligenagentur altmühlfranken gemeinsam mit dem Verlag „total lokal“begleitet und umgesetzt. Dorothee Bucka ist zum Ende des Jahres in den Ruhestand verabschiedet worden, die Umsetzung der Wohnraumanpassungsbroschüre war für sie abschließend ein großes Anliegen.

Die Broschüre dient den ehrenamtlichen Wohnberaterinnen und Wohnberatern des Landkreises als umfassendes Hilfswerk bei deren Tätigkeit. Anschaulich werden in der Broschüre Maßnahmen zum barrierefreien Wohnen vorgestellt, aber auch altersgerechte Assistenzsysteme.

Teilweise können schon kleine Hilfen den Alltag erleichtern, wie zum Beispiel Anti-Rutsch-Beläge auf Treppen, abgesenkte Hängeschränke in der Küche, eine nach außen zu öffnende Tür im Badezimmer sowie bodengleiche Duschen.

Vernetzte Systeme in der Wohnung können außerdem das barrierefreie und altersgerechte Wohnen erleichtern. Unter dem Stichwort „Smart Home“ gibt es verschiedene Anwendungen, die die Lebensqualität im Alter steigern können und zu einem selbstständigen Leben im häuslichen Umfeld beitragen. Beispiele dafür wären automatisches Öffnen und Schließen von Rollläden oder eine automatische Abschaltfunktion des Herdes bei Abwesenheit.

„Diese und noch viel mehr Tipps finden Interessierte in der Wohnraumanpassungsbroschüre“, so Landrat Manuel Westphal, der noch weiter ergänzt: „Nicht nur im Alter kann es zu gesundheitlichen Einschränkungen kommen, was ein barrierefreies Wohnen notwendig macht. Auch junge Leute können schnell in eine Situation kommen, in der man auf Unterstützung angewiesen ist. Deswegen ist es wichtig, vorausschauend zu planen und auf Barrierefreiheit auch in den eigenen vier Wänden zu setzen. Unsere Wohnraumanpassungsbroschüre gibt dazu hilfreiche Tipps und einen guten Überblick.“

Die Broschüre bietet auch einen guten Überblick über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten bei einer geplanten Wohnraumanpassung. Außerdem finden Angehörige oder Pflegebedürftige Informationen zu weiterer Hilfe und Unterstützung. In der Wohnraumanpassungsbroschüre finden sich Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus der Region, die bei Fragen zum barrierefreien Wohnen oder dem Thema Pflege weiterhelfen sowie ein Einleger mit allen qualifizierten ehrenamtlichen Wohnberaterinnen und Wohnberatern des Landkreises.

Das 40-seitige Werk ist für Interessierte kostenlos im Landratsamt erhältlich, aber auch bei den Gemeinden. Außerdem verteilen die Senioren- und Wohnberater die Broschüre. Bei Fragen steht die Freiwilligenagentur altmühlfranken zur Verfügung (freiwilligenagentur@altmuehlfranken.de, 09141 902-235).

Synlab übernimmt

Dienstleister führt das Corona-Testzentrum Gunzenhausen

Seit Ende März gibt es im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ein Corona-Testzentrum. Der Landkreis hat das Testzentrum mit Unterstützung von Ärzten aus der Region bisher mit eigenem Personal betrieben. Ab dem 1. Dezember übernimmt nun der Labordienstleister Synlab den Betrieb des Testzentrums in Gunzenhausen.

Das Landratsamt hat bereits während der ersten Welle ein Testzentrum an der Alemannenstraße in Gunzenhausen eingerichtet und fortlaufend Corona-Tests angeboten. Das Testzentrum wurde mit eigenem Personal betrieben, das an der Teststrecke für verschiedene Aufgaben von der Logistik bis zur Unterstützung bei den Tests eingesetzt wurde. Bei der Durchführung der Tests wurde das Landratsamt zuletzt von Dr. Manfred Kreß unterstützt. „Herrn Dr. Kreß sind wir für seinen Dienst am Testzentrum sehr dankbar. Er hat gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den reibungslosen Betrieb des Testzentrums gesorgt. Auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an der Teststation mitgeholfen haben, möchte ich herzlich danken!“, so Landrat Manuel Westphal.

Ab 1. Dezember wird das Testzentrum von der Firma Synlab, einem Labordienstleister aus Weiden betrieben. Von Montag bis Freitag wird das Corona-Testzentrum ab 10.00 Uhr geöffnet sein. Wer einen Termin zur Testung vereinbaren möchte, kann sich telefonisch an die 0961 309776 wenden (Montag bis Freitag, 09.00-15.00 Uhr). Weitere Informationen gibt es auch weiterhin auf der Homepage des Landratsamtes www.landkreis-wug.de.

Der Ablauf bleibt ebenfalls wie bisher: Die registrierte Person fährt mit dem Auto zu der vorgegebenen Uhrzeit in die Drive-In-Station, wo in einem ersten Schritt die persönlichen Daten und die Registrierung überprüft werden. Die Krankenversichertenkarte muss dafür mitgebracht werden.

Im zweiten Schritt nimmt das medizinische Fachpersonal durch das geöffnete Wagenfenster den Abstrich. Für den Test auf das Coronavirus muss das Auto nicht verlassen werden. Die Teststäbchen werden anschließend an das zuständige Labor gebracht. Das Testergebnis wird den Betroffenen über den Hausarzt oder das Gesundheitsamt mitgeteilt oder kann online über einen QR-Code, den man nach dem Test erhält, abgerufen werden.

Wer den Verdacht hat, sich angesteckt zu haben, soll in keinem Fall ohne Registrierung oder zu Fuß zum Testzentrum kommen. Dies ist zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr wichtig.

Personen mit Symptomen sollen sich weiterhin an ihren Hausarzt wenden oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.

Gewalt kommt mir nicht in die Tüte

Eine Bäckertütenaktion zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

In elf Bäckereien und Betrieben gab es eine besondere Bäckertüte: Mit dem Slogan „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“ soll auf den Internationalen Gedenktag gegen Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht werden.
Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen


In vielen Bäckereien in den beiden Landkreisen Weißenburg-Gunzenhausen und Roth, sowie in der Stadt Schwabach gab es am 25. November 2020 eine besondere Verpackung für Frühstückssemmeln, Croissants und Co. „NEIN zu Gewalt gegen Frauen! Gewalt kommt mir nicht in Tüte!“ – dieser prägnante Schriftzug sticht einem auf der weißen Bäckertüte sofort ins Auge. Wer genau hinsieht, findet auf den Tüten außerdem die Telefonnummern des bundesweiten Hilfetelefons und der Frauenhäuser der Region.
Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen beteiligten sich die Bäckerei Mayer und die Bäckerei Bergmühle aus Raitenbuch, der Lehner Bäck mit Stammsitz in Treuchtlingen, die Altstadtbäckerei Kränzlein aus Weißenburg, die Bäckerei Herzog mit Stammsitz in Muhr am See, die Bäckerei Leikamm aus Nennslingen und die Bäckerei Specht aus Ellingen. In diesem Jahr beteiligten sich auch Betriebe aus anderen Bereichen, wie der Naturkostladen mundart in Gunzenhausen, das Weschdamer Lädle in Westheim sowie der Unverpackt Laden in Weißenburg und der Dorfladen „Cafe Hans“ in Haundorf. Die Zahl der beteiligten Betriebe konnte sich im Gegensatz zum Vorjahr verdoppeln.
„Mit der Bäckertütenaktion landen sowohl der Appell gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, als auch die Notfallnummern direkt bei den Menschen“, so die beiden Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Ines Dirsch und Agnes Müller.
Gemeinsam setzen die Aktionspartnerinnen und Aktionspartner damit ein deutliches und sichtbares Zeichen gegen jede Form von Gewalt, die noch immer viele Frauen Tag für Tag in allen Bevölkerungsschichten erleiden müssen. Gewalt gegen Frauen kann überall vorkommen: in der Ehe und Partnerschaft, im Bekanntenkreis, im Beruf, zu Hause oder im öffentlichen Raum. Das Problem: Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor angst- und schambesetzt und wird oft aus der öffentlichen Diskussion verdrängt und verharmlost.
Mit der Bäckertüten-Kampagne soll das Thema ins Bewusstsein der Menschen getragen werden und die Scheu Betroffener gemildert werden. Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache, sondern eine Straftat und aktueller als man glaubt. Die Gemeinschaftsaktion wurde von den Gleichstellungsstellen der Landratsämter Weißenburg-Gunzenhausen und Roth, der Stadt Schwabach sowie dem ZONTA Club des Fränkischen Seenlandes entwickelt.
„Gewalt an Frauen und Mädchen muss vielschichtig betrachtet werden, da es unabhängig von sozialem Status oder Bildung überall passiert. Mitten unter uns. Jeden Tag. Deswegen müssen wir alle etwas dagegen tun. Gewalt gegen Frauen geht uns alle an! Nur gemeinschaftlich kann etwas verändert werden, indem man hinsieht, sich einmischt und gesellschaftliche Verantwortung übernimmt“, so der Appell der Veranstalter.
Die Kampagne „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte!“ ist eine Aktion anlässlich des Internationalen Gedenktags „NEIN – zu Gewalt an Frauen“, der weltweit am 25. November begangen wird. Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung von drei Schwestern in der Dominikanischen Republik, die wegen ihres politischen Widerstandes gegen den Diktator Trujillo am 25. November 1960 vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Verfolgung und Folter getötet worden waren. 1981 wurde der 25. November zum internationalen Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen.

Insel im Altmühlsee

Investor für Projekt im Seezentrum Schlungenhof gesucht

So soll die Insel genutzt werden.

Das Seezentrum Schlungenhof am Altmühlsee soll um eine Attraktion erweitert werden. Die vorgelagerte Insel wird zu einer Location für Veranstaltungen ausgewiesen. Dafür werden Betreiber bzw. Investoren gesucht, die mit innovativen Ideen ein Inselkonzept, das zur Ausrichtung des Altmühlsees passt, umsetzen.

Mit jährlich ca. 400.000 Übernachtungen und ca. 1 Mio. Tagesbesuchern ist der Altmühlsee ein touristisches Highlight im Fränkischen Seenland. Der Altmühlsee bietet höchsten Genuss zum Thema Natur mit zwei Wohnmobilstellplätzen, zwei Campingplätzen, einem generationsübergreifenden Erlebnisspielplatz und einer einzigartigen Vogelinsel. Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen rund um den Altmühlsee sind Garanten für eine hohe Besucherfrequenz.

Das Seezentrum Schlungenhof in unmittelbarer Nähe zur Stadt Gunzenhausen mit ca. 17.000 Einwohnern, ist das Aushängeschild am Altmühlsee. Ein etabliertes Seerestaurant, eine Minigolfanlage mit Biergarten, eine Segelmacherei mit gastronomischer Einrichtung und eine Schifffahrtslinie vervollständigen den Anziehungspunkt am Altmühlsee.

Vorstellbar sind Konzeptionen im Bereich gastronomischer Einrichtungen, im Eventbereich, Kleinkunst, Outdoor-Aktivitäten. Den Ideen sind kaum Grenzen gesetzt. Es gibt unter anderem eine hohe Nachfrage für Betriebsfeiern, Hochzeiten und Geburtstage, Survival-Trainings oder Teambuilding-Maßnahmen.

Der Zweckverband Altmühlsee ist der Ansprechpartner für die touristische Entwicklung und stellt derzeit einen Bebauungsplan für die Inselnutzung auf.

Vor einigen Jahren wurde das Planungsbüro Ohnes & Schwahn, München, mit der Erarbeitung landschaftsplanerischer Ideen und Überlegungen für die Neuordnung des Seezentrums Schlungenhof beauftragt. Teile dieses Neuordnungskonzeptes wurden bereits umgesetzt.

Das Neuordnungskonzept sieht vor, die Identität des größten Seezentrums Gunzenhausen- Schlungenhof zu stärken und zukunftsträchtig auszurichten.

Um dies zu erreichen, sind die Einbeziehung der vorgelagerten Insel und die Ausbildung einer Lagune angedacht. Die bisher ungenutzte Insel könnte künftig ein fester Bestandteil des neuen Seezentrums sein und vor allem auch jüngere Zielgruppen ansprechen. Die Insel soll über einen barrierefreien Steg zugänglich gemacht werden.

Die Insel/Lagune soll das Profil des Altmühlsees stärken und ein imageprägendes Alleinstellungsmerkmal für die Region schaffen.

Interessenten werden gebeten, die schriftliche Bewerbung mit einem aussagekräftigen Nutzungskonzept bis spätestens, Freitag, 15. Januar 2021, beim Zweckverband Altmühlsee, Marktplatz 25, 91710 Gunzenhausen, einzureichen. Telefonisch steht die Geschäftsstelle des Zweckverbandes Altmühlsee unter Telefon-Nr. 09831/508-190 gerne zur Verfügung.

Lions-Kalender ist da!

Coronabedingte Änderung der Verkaufsstellen

Der historische Fachwerkstadel ziert den Lions-Adventskalender 2020. Bild: Foto-Braun

Dass Corona selbst den jährlichen Verkauf des Lions Club-Adventskalenders durcheinander bringt, hätte keiner erwartet. Für viele Menschen in und um Gunzenhausen ist es ein festes Ritual, diesen Adventskalender zu kaufen und zu verschenken. Dabei steht bei Vielen nicht nur die Chance auf die über 140 attraktiven Gewinne im Vordergrund, sondern vor allem die Idee dahinter: Mit dem Reinerlös aus dem Adventskalenderverkauf werden zahlreiche, meist soziale Projekte in der Region unterstützt. Damit das auch in diesem Jahr möglich ist, haben sich folgende Geschäfte angeboten, den Verkauf der Adventskalender zu übernehmen: Bäckerei Kleeberger an allen vier Geschäftsstandorten in Gunzenhausen, Brillerie Böhm, Foto Atelier Braun,  Desiree Moden, Buchhandlung Thomas Fischer und Markt-Apotheke Martin Weigel. Anders als in den Vorjahren gestaltet sich dieses Mal auch der Hauptgewinn. Statt einem Hauptpreis gibt es in diesem Jahr sechs Gutscheine zu je 100,00 Euro zum Einkauf von Lebensmitteln und noch weitere spannende Gewinne. Unverändert bleibt aber, dass die ausgelosten Gewinnnummern, die auf den Kalender aufgedruckt sind, ab Dezember auf www.lionsclub-gunzenhausen.de und im Altmühl-Bote veröffentlicht werden. Auch in diesem Jahr wurde der Adventskalender wieder von Gunzenhäuser Unternehmen unterstützt. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle den Hauptsponsoren: Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhausen, Städtereinigung Ernst, Verpa Folie Gunzenhausen sowie der Steuerkanzlei Hüttel & Kollegen.

Adventskalendererlös unterstützt die „Klasse2000“

Gesund, stark und selbstbewusst – so sollen Kinder aufwachsen. Dabei unterstützt sie Klasse2000, das in Deutschland am weitesten verbreitete Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in der Grundschule. Bis heute hat das Projekt über 1.000.000 Kinder erreicht – auch in vielen Grundschulen in Gunzenhausen und Umgebung. Seit das Konzept 1991 entwickelt wurde, haben jährlich immer mehr Kinder mit der Symbolfigur „Klaro” gelernt, was sie selbst tun können, um gesund zu bleiben. Der Gedanke dahinter ist, dass je mehr Kinder diesen gesunden Umgang mit sich selbst lernen, desto größer wird die nachhaltige Wirkung für die gesamte Gesellschaft sein. Möglich ist diese große Verbreitung nur, weil sich die Lions Clubs als Unterstützer und Multiplikator engagieren. Unter www.klasse2000.de finden Interessierte Eltern und Lehrer weitere Informationen dazu.