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Zwei für einen Nothofer

Nachfolger am Klinikum Altmühlfranken gefunden

Führungswechsel in der Abteilung Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum Altmühlfranken: Dr. Wilhelm Nothofer, Chefarzt im Ruhestand (li.), die beiden neuen Chefärzte Dr. Bernd Krieg (2. v. li.) und Dr. Florian Faber (re.) mit Vorstand Christoph Schneidewin (2. v. re.)

Nach fast 20 Jahren am Klinikum Altmühlfranken ging Dr. Wilhelm Nothofer vor wenigen Tagen in den Ruhestand. Am 1. Oktober 2001 begann er als Chefarzt der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Krankenhaus Gunzenhausen. Kurz vorher fiel die Entscheidung für den Zusammenschluß des damaligen Kreiskrankenhaus Gunzenhausen und des Städtischen Krankenhauses Weißenburg. Als Kommunalunternehmen
„Kliniken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen“ spezialisierten sich die beiden Kreiskliniken auf unterschiedliche medizinische Schwerpunkte – Allgemeinchirurgie und Gastroenterologie in Weißenburg und Unfall- und Wiederherstellungschirurgie sowie Kardiologie in Gunzenhausen. „Die Schwerpunktbildung hat die Chefarztstelle in Gunzenhausen für mich interessant gemacht, da ich mich bei den Barmherzigen Brüdern in Regensburg mit Endoprothetik, Unfallchirurgie und Fußchirurgie genau in diese Richtung qualifiziert hatte“ erklärt Dr. Nothofer. Damals hat sich unter dem engagierten Chefarzt die Unfall- und Wiederherstellungschirurgie in Gunzenhausen innerhalb kurzer Zeit nicht nur einen sehr guten medizinischen Ruf sondern auch ein breites Behandlungsspektrum mit Endoprothetik, Wirbelsäulen-, Hand- und Fußchirurgie erarbeitet. Bestätigt wurde das Engagement durch die Zertifizierung als Endoprothetikzentrum und Regionales Traumazentrum zur Versorgung Schwerstverletzter.

Eine Doppelspitze als Nachfolge

Die Nachfolge von Dr. Wilhelm Nothofer übernehmen gleich zwei hochkarätige Chirurgen. Dr. Bernd Krieg, ein erfahrener Orthopäde, Unfallchirurg und Handchirurg wird als ausgewiesener Spezialist in der minimalinvasiven Endoprothetik Chefarzt der Endoprothetik, Unfallchirurgie und Handchirurgie. Schon im Jahr 2019 übernahm er die Position des Leitenden Oberarztes in Gunzenhausen und wuchs mit seiner fachlichen Expertise und seinem Spezialwissen schnell in eine tragende Rolle innerhalb der Chirurgie am Klinikum Gunzenhausen. Das Fränkische Seenland lernte der gebürtige Stuttgarter nicht nur während der letzten zwei Jahre sondern schon während seiner Studienzeit als aktiver Triathlet kennen und schätzen.
Im August wird Dr. Florian Faber, ein erfahrener Neurochirurg, Orthopäde und Unfallchirurg als zweiter Chefarzt hinzukommen. Dr. Faber war bisher Leiter der Sektion Wirbelsäulenchirurgie in der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg am Asklepios Fachkrankenhaus Bad Abbach und übernimmt am Klinikum Altmühlfranken Gunzenhausen den Bereich Wirbelsäulenchirurgie und Neurochirurgie als Chefarzt. In Bad Abbach haben sich die beiden Spezialisten Dr. Krieg und Dr. Faber auch kennengelernt. Gemeinsam waren sie in der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg tätig, haben schon dort Hand in Hand zusammengearbeitet und knifflige Fälle gemeinsam zum Erfolg geführt.

Vielseitig, hochspezialisiert und erfahren

Dr. Bernd Krieg sammelte Erfahrungen in der Orthopädie und Unfallchirurgie bevor er sich in Fulda zum Handchirurgen und weiterhin in der Ellenbogen- und Schulterchirurgie qualifizierte. Es folgen 10 Jahre Tätigkeit in Regensburg am Krankenhaus Barmherzige Brüder und in Bad Abbach. Schwerpunkte bei den Barmherzigen Brüdern waren die operative Orthopädie mit den Schwerpunkten Endoprothetik und Wechselendoprothetik und die Behandlung von Unfallverletzten. Zuletzt war er in der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg am Asklepios Fachkrankenhaus Bad Abbach in der Endoprothetik tätig und spezialisierte sich auf schonende minimalinvasive endoprothetische Eingriffe am Hüftgelenk. Für die Patienten bedeutet dies die schnellere Rückgewinnung der Mobilität und eine Verminderung der Einschränkungen nach der Operation.
Der Münchner Dr. Florian Faber war lange in München in der Orthopädie und Unfallchirurgie tätig und qualifizierte sich dann am Klinikum Großhadern als Neurochirurg, wo er mehrere Jahre tätig war. Seine Spezialisierung liegt in der konservativen und operativen Behandlung von Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule vor allem auch im neurochirugischen Bereich. Als besondere Qualifizierung bringt er im Bereich der Wirbelsäule für den Patienten schonende minimalinvasive und endoskopische Operationstechniken zum Einsatz. Ein weiterer Schwerpunkt des erfahrenen Neurochirurgen sind Verletzungen im Kopfbereich, was besonders im Hinblick auf die Schwerstverletzten-versorgung im Traumazentrum von großer Bedeutung für die Menschen der Region ist. Da Dr. Faber auch die Weiterbildung zur speziellen orthopädischen Chirurgie hat wird er sich auch im Endoprothetikzentrum unterstützend einbringen.
„Ich freue mich zusammen mit Dr. Florian Faber, einem ausgewiesenen Spezialisten in der Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie, den guten Ruf und die hervorragende medizinische Behandlungsqualität am Klinikum Altmühlfranken, die Dr. Nothofer in Zusammenarbeit mit seinem Team und der Pflege erreicht hat, weiterzuentwickeln“ erklärt Dr. Krieg.
Für Vorstand Christoph Schneidewin ist klar „Wir schätzen uns glücklich, dass wir mit Dr. Krieg und Dr. Faber zwei ausgewiesene Spezialisten in der
Orthopädie und der Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie gewinnen konnten. Durch die neuen minimalinvasiven Operationsverfahren erweitern wir unsere Expertise in der Endoprothetik und in der Behandlung von Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule zum Wohle der Patienten erheblich. Die äußerst erfahrenen Chirurgen Dr. Krieg und Dr. Faber sind eine große Bereicherung für unser Klinikum.“

Dr. Ludwig bestätigt

Stellvertretender Vorsitzender der AG-RPV

Landrat Dr. Jürgen Ludwig ist in Augsburg erneut zum Stellvertretenden Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Regionalen Planungsverbände in Bayern (AG-RPV) gewählt worden. Er bekleidet dieses Ehrenamt seit 2015.

Die AG-RPV ist Interessensvertreter und zentraler Ansprechpartner für alle 18 Regionalen Planungsverbände im Freistaat. Als Zusammenschlüsse von Landkreisen und Kommunen sind diese dafür zuständig, die Entwicklung der jeweiligen Region fächerübergreifend zu koordinieren. Die Festlegungen im Regionalplan – beispielsweise zu Vorranggebieten für Windkraftanlagen oder den Abbau von Bodenschätzen – bilden den Rahmen für Entscheidungen auf kommunaler Ebene.

Zum neuen Vorsitzenden wurde Landrat Josef Niedermaier (Bad Tölz-Wolfratshausen) gewählt. Weitere Stellvertretende Vorsitzende sind Oberbürgermeister Stefan Bosse (Kaufbeuren) und Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung (Fürth).

Landrat bedauert das Nein

Statement von Landrat Manuel Westphal zum Bürgerentscheid

Es ist entschieden: Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Pfofeld haben die Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Ansiedlung eines Center Parcs auf dem Gelände der Muna Langlau mehrheitlich abgelehnt. Landrat Manuel Westphal, zugleich auch Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes Brombachsee sowie Vorsitzender des Tourismusverbandes Fränkisches Seenland, äußerst sich zu dieser demokratisch getroffenen Entscheidung.

Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Pfofeld, die am unmittelbarsten von der Center Parc-Ansiedlung betroffen gewesen wären, haben sich im Wege eines Bürgerentscheids als basisdemokratische Entscheidung mehrheitlich gegen die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens ausgesprochen. Center Parcs wird sich vom Erwerb des Muna-Geländes nun zurückziehen und das Ansiedlungsvorhaben beenden.

Natürlich wäre es eine große Chance für eine positive Weiterentwicklung unserer Region und für das gesamte Fränkische Seenland gewesen, wenn Center Parcs dieses Planungskonzept in enger Abstimmung mit den verantwortlichen Entscheidungsträgern und den Bürgerinnen und Bürgern des Fränkischen Seenlandes hätte weiterentwickeln können, mit dem Ziel, den Ferienpark unter Wahrung der Raumverträglichkeit, der Naturschutz- und Umweltbelange sowie unter Berücksichtigung der regionalen Interessen letztendlich zu realisieren. Dass dieser ergebnisoffene Planungsprozess jetzt nicht erfolgen wird, ist aus meiner persönlichen Sicht in meinen Funktionen als Landrat, als Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes Brombachsee sowie als Vorsitzender des Tourismusverbandes Fränkisches Seenland sehr bedauerlich. Doch ist die Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Pfofeld so nun zu akzeptieren. Abschließend möchte ich mich bei Center Parcs für die gezeigte große Kooperationsbereitschaft, gemeinsam mit der Region das Projekt zu entwickeln, bedanken.

Die weitere Nutzung des ehemaligen Muna-Geländes, das sich unverändert im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) befindet, bleibt jetzt der Entscheidung der BImA vorbehalten.

Pfofelder gegen Center Parcs

Knappe Bürgerentscheidung: 52 Prozent

Die Pfofelder votierten knapp gegen einen Center Parcs auf dem einstigen Munagelände. So wird sich wohl der Investor aus der Region verabschieden. Unser Foto entstand bei der Besichtigung des Leutkircher Parks durch den Kreistag. Foto: Falk

Es war die entscheidende Frage: “Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Pfofeld durch die Aufstellung eines Bebauungsplanes die planungsrechtlichen Grundlagen für die Ansiedlung eines Center Parcs auf dem Gelände der Muna Langlau schafft?” Eine knappe 52-Prozent-Mehrheit (573 Stimmen) der Bürger der Gemeinde Pfofeld (1096 beteiligten sich an dem Bürgerentscheid) und stimmten gegen das 350-Millionen-Euro-Projekt auf dem einstigen Munagelände in Langlau.

Die Wahlbeteiligung mit 84 Prozent war hoch. Wie die Gemeinde mitteilt, stimmten 1003 Bürger per Briefwahl ab, 93 Wahlberechtigte gingen an die Urne.

Das Resultat wird von Bürgermeister Reinhold Huber akzeptiert. Das hatte er im Vorfeld allen versprochen. Es wird erwartet, dass sich der Gemeinderat ebenso verhält.

Unterschiedlich fällt natürlich die Bewertung bei Befürwortern und Gegner des Projekts aus. Während die einen beklagen, dass die Region einer Entwicklungschance beraubt wurde, freuen sich die anderen, dass das Seenland nun sich selbst überlassen bleibt und nicht in die Fänge eines ausländischen Großinvestors gerät.

Wie die Center Parcs-Verantwortlichen mehrmals erklärten, wird sich das Unternehmen nach dem “Nein” der Pfofelder aus der Region verabschieden. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklung in den nächsten Wochen darstellt.

KulturHerbst am 2. Oktober

Lange Einkaufsnacht ist in diesem Jahr geplant

Am 2. Oktober 2021 soll es die siebte Auflage des “KulturHerbst” mit langer Einkaufsnacht geben. Obwohl – oder besser gerade weil – derzeit noch keine Informationen bzw. Vorgaben darüber vorliegen, ob aufgrund der Corona-Pandemie im Oktober (Groß-)Veranstaltungen wieder möglich sein werden, und falls ja, unter welchen Voraussetzungen, haben sich die Organisatoren des KulturHerbst – Stadt Gunzenhausen und Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. – dazu entschlossen, die Planungen für den diesjährigen KulturHerbst zum jetzigen Zeitpunkt normal weiter laufen zu lassen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich der KulturHerbst mit langer Einkaufsnacht in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Veranstaltungen für Gunzenhausen entwickelt hat und bereits im letzten Jahr Corona-bedingt ausfallen musste. Sollte es aufgrund Corona zu einer Absage der diesjährigen Veranstaltung kommen, wird hierüber rechtzeitig informiert.

Zum großen Erfolg der bisherigen Ausgaben haben neben den verschiedenen Bühnenprogrammen ganz besonders die vielen kleineren und größeren Aktionen der beteiligten Betriebe und Vereine beigetragen. Diese haben mit viel Engagement und Einsatz dafür gesorgt, dass sowohl in als auch vor den Geschäften jede Menge los war und sich der KulturHerbst nebst Einkaufsnacht bis 23 Uhr zu einem Highlight im Veranstaltungskalender und zu einem wichtigen Werbeträger für Gunzenhausen entwickelt hat.

Auch in diesem Jahr sind die Verantwortlichen von Stadt und Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. zuversichtlich, dass sich wieder zahlreiche Geschäfte, Betriebe und Vereine mit attraktiven und ausgefallenen Ideen beteiligen und Bürgern und Besuchern Gunzenhausens einen erlebnisreichen Tag bescheren werden.

Bis spätestens 23. Juni 2021 haben Geschäfte, Unternehmen und Vereine Zeit, sich für die Teilnahme am KulturHerbst anzumelden und diesen zu nutzen, sich einem breiten Publikum aus der gesamten Region zu präsentieren. Die Anmeldeunterlagen können im Internet unter kulturherbst.gunzenhausen.de/download.html heruntergeladen werden.

CP konstuktiv begleiten

SPD im Landkreis: Sachlich diskutieren


Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Mathias Hertlein, die stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Christa Naaß, die Kreisvorsitzenden Anette Pappler und Harald Dösel sowie der Pleinfelder Ortsvorsitzende Felix Michahelles haben sich als Vertreter der Kreis-SPD in jeweils zwei Telefonkonferenzen mit den Bürgerinitiativen „Seenland in Bürgerhand“ sowie „Bürger pro Center Parcs“ ausgetauscht. Nach einhelliger Meinung waren die Gespräche konstruktiv, respektvoll und auf einem hohen Niveau hinsichtlich der fachlichen Diskussion. Ebenso ist das Engagement auf beiden Seiten zu begrüßen, welches zu einer klareren Meinungsbildung hinsichtlich der Vor- und Nachteile eines Center Parcs beigetragen hat.
„In den Gesprächen hat sich gezeigt, dass sowohl Befürworter als auch Gegner Argumente gesammelt haben und ein respektvoller Austausch möglich ist, dies wäre für die gesamte, öffentliche Diskussion wünschenswert gewesen“, bemerkte Felix Michahelles. In diesem Zusammenhang wird auch betont, dass bei zukünftigen Diskussionen zu Center Parcs ein externer Moderator hilfreich wäre. „Polemische Vergleiche von Center Parcs mit dem Atomendmülllager in Wackersdorf sind ungemessen und lenken von der eigentlichen Frage ab: wie wollen wir den Tourismus und unsere Region weiterentwickeln?“, betonte Mathias Hertlein.
Auch nach den intensiven Diskussionen überwiegen für die Kreis-SPD die Vorteile einer Ansiedlung von Center Parcs, sofern Bedingungen eingehalten werden. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, können uns jedoch vorstellen, dass Center Parcs mit seinem Konzept positive Impulse für das fränkische Seenland geben kann“, äußerte Christa Naaß.
Mit Center Parcs sieht die Kreis-SPD die Chance, dass das Muna-Gelände von Altlasten vollständig geräumt wird und eine Nutzung wieder möglich wird. Somit kann der Ganzjahrestourismus ausgebaut werden und darüber hinaus wird der Tourismus im Fränkischen Seenland als Wirtschaftsfaktor gestärkt mit zusätzlichen Angeboten insbesondere bei schlechtem Wetter. „Der Bekanntheitsgrad des Seenlandes wird zusätzlich gestärkt. Wichtig wird es sein, diesen Effekt v. a. für die bisher schwächere Nebensaison zu nutzen“, stellt Harald Dösel heraus. Auch die Einbindung regionaler Handwerker, touristischer Anbieter und Produkte soll Bestandteil einer Tourismusentwicklung mit Center Parcs werden. Die entstehenden Arbeitsplätze werden positiv gesehen. „Für uns ist wichtig, dass auch bei Center Parcs im Fränkischen Seenland ein Betriebsrat gegründet wird und die Bezahlung nach Tariflöhnen erfolgt“, stellt Anette Pappler klar.
Zudem werden Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur erfolgen, die auch zu einer Entlastung der bisherigen Verkehrsproblematik an heißen Sommertagen führen könnte. „Dabei ist uns wichtig, dass ein gemeindeübergreifendes Verkehrskonzept umgesetzt wird, dass auch die bisherigen Schwachstellen behebt und alle beteiligten Ortschaft wie Thannhausen und Veitserlbach berücksichtigt“, betont der Pleinfelder SPD-Ortsvereinsvorsitzende Felix Michahelles. Dringend müssen auch Lösungen für eine Überfüllung von Radwegen sowie die Besucherlenkung gefunden werden. „Hier besteht schon ohne Center Parcs dringend Handlungsbedarf, weswegen wir auch einen Antrag im Kreistag eingebracht haben“, führt Mathias Hertlein aus. Ebenso wird eine verstärkte Anreise mit Öffentlichen Verkehrsmitteln gefordert, die z. B. durch einen Shuttle mit Elektro-Bussen zum ausgebauten Bahnhof Langlau sichergestellt werden soll.
Besonderen Augenmerk legen die Kreis- und BezirkstagsSPD auf das Thema Barrierefreiheit. Christa Naaß weist auf die Kompetenz des mittelfränkischen Behindertenrates hin, damit Center Parcs in Langlau ein Vorzeigeprojekt in Sachen Barrierefreiheit wird. Der Behindertenrat ist Ansprechpartner und Selbstvertretungsorgan für
alle behindertenpolitischen Anliegen von bezirksweitem Interesse. “Außerdem haben wir mit Marktgemeinderat Bernhard Endres aus Pleinfeld als Vorstandsmitglied im Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter und Vorsitzenden des Fachbereiches Tourismus einen ausgewiesenen Fachmann vor Ort“, so Christa Naaß.
Ebenso soll eine Minimierung der Flächenversiegelung angestrebt werden. Auch Ausgleichsflächen sollten regional erworben werden, womöglich im Park selbst. Ein CO2-neutrale Betrieb des Center Parcs war bereits gefordert worden, ebenso eine umweltverträgliche Errichtung des Parks. „Hier vertrauen wir auf das anstehende Raumordnungsverfahren, welches wir konstruktiv begleiten wollen“, so Anette Pappler.
Weitere wichtige Themen waren die Abwasser- und Trinkwasserproblematik. „Hier war es wichtig in den Gesprächen klarzustellen, dass unter keinen Umständen Zusatzkosten für die Bürgerinnen und Bürger entstehen, was Center Parcs auch mehrmals zugesichert hat“, so Christa Naaß. Auch bei den wahrscheinlichen Abwasserlösungen über die Pleinfelder Kläranlage dürfen keine Zusatzkosten auf die Bürgerinnen und Bürger zukommen.
Abschließend bittet die Kreis-SPD alle Pfofelder Bürgerinnen und Bürger, sich an der Abstimmung zu beteiligen und eine aus ihrer Sicht sinnvolle Entscheidung zu treffen.

Tests für Urlauber

Der schnelle Weg zur Corona-Teststation im Fränkischen Seenland

Von Absberg bis Wolframs-Eschenbach: Corona-Schnelltests sind im ganzen
Fränkischen Seenland meist rasch und unkompliziert zu haben. Damit Ausflügler und Urlauber noch schneller Teststationen in ihrer Nähe finden, hat sich der Tourismusverband Fränkisches Seenland des Themas angenommen: Unter www.fraenkisches-seenland.de/teststationen bekommen User einen Überblick über die Anlaufstellen in der Region.
Praktisch ist die Übersichtsseite nicht nur, weil sie unkompliziert über die Startseite der Seenland-Homepage erreichbar ist, sondern auch, weil Nutzer gezielt nach Teststellen an einem bestimmten Ort suchen können. Außerdem ist es möglich, über die Kartenansicht eine Station in der Nähe zu finden. Wer eine Station ausgewählt hat, bekommt Infos zur Adresse sowie zu den Öffnungszeiten und wird über einen direkten Link zur Online-Terminvereinbarung weitergeleitet.
Außerdem beantwortet der Tourismusverband Fränkisches Seenland auf seiner Website die häufigsten Fragen der Gäste rund um die geltenden Corona- Schutzmaßnahmen und hält Links zu wichtigen Auskunftsstellen bereit.

Trauer um Adolf Mödl

Weißenburger Kommunalpolitiker ist 86jährig gestorben

Adolf Mödl war eine charaktervolle Persönlichkeit. Foto: W. Falk

Die Mödls waren über viele Jahrzehnte ein fester Begriff in der Weißenburger Kommunalpolitik: Gustav war engagierter Kreisheimatpfleger und Kreisrat der FDP, der jüngere Bruder Franz war viele Jahre politischer Berater und Assistent  von Bundesminister Richard Stücklen – und Adolf gehörte 30 Jahre lang für die FDP dem Stadtrat an.

Nun ist nach längerer Krankheit Adolf Mödl gestorben. Der Konditormeister hatte 1950 in der Konditorei des Großvaters gelernt, dann legte er die Meisterprüfung ab und sammelte nach guter Handwerkerart praktische Erfahrungen im Ausland. Basel und Bern in der Schweiz und Norwegen waren seine Stationen ehe er nach der Vermählung mit Christa Lindner das Cafe Pflaumer in der Luitpoldstraße 14 übernahm.

1972 erfolgte seine Wahl in den Stadtrat, dem er drei Jahrezehnte lang angehörte. In dieser Zeit hat er die Stadtpolitik mitgeprägt. Adolf Mödl war nicht der große Volksredner. Wichtig war ihm die tätige Hilfe.  Und so hielt er es mehr mit der Vorbildfunktion als Kommunalpolitiker. Kraft seiner charaktervollen Persönlichkeit war er stets ein gefragter Mann. Dank seiner reichen Lebenserfahrung war es ihm vergönnt, die Dinge richtig einzuordnen und zu werten. Von dieser Stärke Adolf Mödls machten auch die Oberbürgermeister Dr. Günter W. Zwanzig und Reinhard Schwirzer Gebrauch.

Über viele Jahrzehnte war er in der Weißenburger Feuerwehr aktiv – und auch danach galt er als ihr leidenschaftlicher Vertreter.  Er engagierte sich stark in der beruflichen Bildung und im beruflichen Standeswesen. So führte er die Geschäfte der Bäko-Genossenschaft und forcierte die Fusion mit der Bäko Nürnberg zu einem leistungsfähigen Unternehmen in der Region und einem verlässlichen Partner vieler Handwerksbetriebe.  Dem Aufsichtsrat der Volksbank Weißenburg gehörte er ebenfalls an. Die Öffentlichkeit konnte ihn als aktives Mitglied des Frankenbunds und des Trägervereins der Musikschule erleben. Mit den Freunden des Rotaryclubs durfte er viele Begegnungen haben, die sein Leben bereicherten.

Als er sich in den Ruhestand begab begnügte sich Adolf Mödl nicht mit einem beschaulichen Dasein als Privatier. Stattdessen widmete er sich uneigennützig im „Senioren-Experten-Service“ des Handwerks und reiste nach Israel, Bulgarien, Kasachstan und Südamerika, um junge Handwerker weiterzubilden und den dortigen Einrichtungen die Vorzüge des dualen Ausbildungssystems in Deutschland zu vermitteln.

Adolf Mödl war das Aushängeschild der Weißenburger FDP. Er leitete jahrzehntelang den Ortsverband und gehörte der Kreisvorstandschaft an. Noch wenige Tage vor seinem Tod durfte ihm Kreisvorsitzender Thomas Geilhardt die Auszeichnung für 60jährige Mitgliedschaft überbringen.

Unsere Anteilnahme gilt seiner Ehefrau Christl, die ihm stets eine verlässliche Lebenspartnerin war, und seinem Sohn Michael.

WERNER FALK

Verkehr neu regeln

SPD: Verkehrssituation am Brombachsee großflächig betrachten


Die SPD-Kreistagsfraktion hat das Gespräch gesucht. Bei Online-Terminen und verschiedenen Gesprächen in und um Pfofeld sowie Pleinfeld haben die Fraktionsmitglieder mit Anwohnern gesprochen und sich nach den Problemen vor Ort erkundigt. Dabei stellte sich heraus, dass unabhängig von der geplanten Center Parcs-Ansiedlung die Verkehrssituation grundsätzlich als belastend wahrgenommen wird. Deshalb haben sich die Sozialdemokraten zur Verkehrssituation umfangreich Gedanken gemacht.
Konkret geht es um die gesamte Achse der Staatsstraße 2222 von Gunzenhausen bis nach Pleinfeld. Hier kommt es immer wieder stoßweise zu ungelenkten Besucher- und Fahrzeugströmen. Überlastete Straßen und überfüllte Parkplätze führen zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität und müssen daher überdacht werden.
Mit einer besseren Beschilderung und einer Ertüchtigung der „Alten Mühlstraße“ (Kreisstraße WUG 20) in Kombination mit einer Querverbindung zum Parkplatz in der Seestraße könnte eine Entlastung von Langlau und Rehenbühl bewirkt werden. In Thannhausen könnte mit einer Ortsumfahrung im Norden und einer Verlegung der Kreisstraße 20 in Kombination mit dem bereits laufenden Flurbereinigungsverfahren eine vollkommen neue Dorfentwicklung beginnen. Veitserlbach und Ramsberg sind vom Verkehr auf der Staatsstraße 2222 ebenfalls betroffen und benötigen eine ernsthafte Überprüfung der aktuellen Situation. Ein Kreisverkehr bei Ramsberg sollte auf jeden Fall erwogen werden.
Die Maßnahmen sind allerdings nur ein Teil der Lösung. Für die weitere Entwicklung wird ein modernes Verkehrs- und Parkleitsystem benötigt. Außerdem ist die Anbindung an den ÖPNV für eine Verkehrswende unabdingbar. Der Individualverkehr wird sich in den nächsten Jahren deutlich verändern. Hierfür muss die Region vorbereitet sein. In diesem Zusammenhang dürfen die Radwege aber nicht vergessen werden. Eine einfache und nachvollziehbare Beschilderung gehört genauso dazu, wie Lücken zwischen den Radwegen zu schließen.
Alle Maßnahmen wurden von der SPD-Kreistagsfraktion zusammengefasst und in einem Antrag formuliert. „Wir dürfen die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger nicht hinter die Interessen des Tourismus stellen!“, so der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag Mathias Hertlein.

Geld von Landesstiftung

MdL Alfons Brandl: 47.300 Euro für regionale Projekte

Die Bayerische Landesstiftung hat die Förderung von fünf Denkmalschutz-Projekten in der Region beschlossen. Darauf weist der CSU-Landtagsabgeordnete Alfons Brandl hin: „Für fünf Projekte in Weißenburg, Dinkelsbühl, Dentlein am Forst, Großohrenbronn und Merkendorf werden Zuschüsse aus den Mitteln der Landesstiftung in Höhe von insgesamt 47.300 Euro gezahlt.“

Im Einzelnen werden die statische Ertüchtigung und Renovierung der Kath. Pfarrkirche St. Raphael in Großohrenbronn mit 24.600 Euro und folgende Projekte von privaten Antragstellern bezuschusst: Die Instandsetzung der Fassade, Fenster und Dachgauben eines Anwesens bei Weißenburg mit 1.440 Euro, die Instandsetzung einer Scheune in Dinkelsbühl mit 5.850 Euro, die Instandsetzung und Reaktivierung eines Anwesens in Dentlein am Forst mit 6.200 Euro und die Gesamtsanierung eines Anwesens in der Hauptstraße in Merkendorf mit 9.200 Euro.

Brandl: „Ich freue mich, dass meine Bemühungen um die Fördermittel zusammen mit dem Stiftungsratsmitglied und Landtagskollegen Karl Freller erfolgreich waren. Dadurch werden Privatpersonen wie öffentliche Einrichtungen in ihrem Engagement im Denkmalschutz unterstützt. Die Bayerische Landesstiftung zeigt damit wieder ihre Verantwortung gegenüber den Werten und Allgemeingütern unserer Gesellschaft“