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Es fallen die Hüllen

Museumsschafe werden geschoren

Tierwirtin Nicole Hammel umringt von Coburger Füchsen. Diese werden am Sonn-
tag, 1. Mai von 10-14 Uhr an der Schäferei aus Hambühl von ihr geschoren.
Foto: Lisa Baluschek


Am Sonntag, 1. Mai, lohnt sich ein Ausflug ins Fränkische Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken in Bad Windsheim besonders, denn da werden von 10-14.00 Uhr in der Schäferei aus Hambühl die Schafe von ihrer
dichten Winterwolle befreit.
Seit Jahrtausenden dienen Schafe den Menschen als Rohstofflieferanten für Wolle, aus denen wärmende Kleidung gefertigt wird. Die Schafe sind darauf sogar angewiesen, denn schert man sie nicht, verfilzt sich das Fell, die Tiere bleiben leichter im Gestrüpp hängen und können sogar schwere Verletzungen davontragen. Die kleine Herde im Fränkischen Freilandmuseum, zu der im Frühjahr 17 Lämmchen dazu kamen, besteht mittlerweile aus 39 Tieren
verschiedener Rassen, darunter auch Coburger Füchse.

Das Fränkische Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken in Bad Windsheim wurde am 10. Juli 1977 gegründet und am 4. Juli 1982 eröffnet und kann somit in diesem Jahr sein 40. Jubiläum feiern. Das Museum präsentiert die gesamte fränki-
sche Region: Ober-, Unter- und Mittelfranken. Auf dem 45 ha großen Gelände (entspricht einer Größe von 56 Fußballfeldern) stehen 125 historische Gebäude, deren Anzahl stetig erweitert wird. Derzeit werden das spät-
mittelalterliche Badhaus aus Wendelstein (LKR. Roth) und die Synagoge von 1740 aus Allersheim (LKR Würzburg) wiederaufgebaut. Das Badhaus wird am 25. Juni eröffnet, die Synagoge im Jahr 2023.
Die Sammlung des Museums umfasst 150.000 Objekte aus der Alltags-, Bau-, Religions-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des ländlichen, dörflichen und kleinstädtischen Lebens. 1975 wurde der Förderverein Fränkisches Freilandmuseum e. V. gegründet, der seitdem das Museum sowohl ideell als auch materiell unterstützt. Derzeit zählt er 4.000 Mitglieder. Rund 190.000 Besucher zählt das Museum seit vielen Jahren im Schnitt. 2020 sind Besucherzahlen
wegen der Corona-Pandemie zurück gegangen, ziehen derzeit aber wieder an.

„Weg der Wasserkraft“

Die Tore des Infozentrums Seenland öffnen wieder

Der Erlebnispfad „Weg der Wasserkraft“ ist attraktiv gestaltet worden.. Quelle: Jens Wegener

Pünktlich zum Beginn der Osterferien öffnen am 9. April wieder die Tore des Infozentrums Seenland, gelegen an der historischen Mandlesmühle am Damm des Großen Brombachsees. Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach lädt ein, sich im Sommerhalbjahr täglich von 10 bis 16 Uhr ein, kostenlos über die Entstehung, die Funktion und den Betrieb der drei großen Seen als Bestandteile der Überleitung Donau-Main zu informieren. Im letzten Jahrzehnt hat sich das Infozentrum, mit derzeit rund 10.000 Besuchern pro Jahr, zu einem zentralen Anlaufpunkt für wissenshungrige Touristen, aber auch interessierte Einheimische entwickelt.
Lange bevor die Folgen des Klimawandels sichtbar wurden, hat man sich bereits Gedanken dazu gemacht, Wasser aus dem niederschlagsreicheren Süden Bayerns in den wasserärmeren Norden des Freistaats zu befördern. Die über 300 m² Ausstellungsfläche des Infozentrums informiert mit Filmen, Übersichtsmodell und greifbaren Exponaten kurzweilig über das zwischen 1970 und 2000 umgesetzte wasserbauliche Großprojekt, welches der ganzen Region zu einem bStrukturwandel verholfen hat.
Dank der Überleitung werden vor allem die Abflüsse der Flüsse Rednitz, Regnitz und Main in Trockenzeiten erhöht. Seit 1993 wurde dafür praktisch die Wassermenge des Starnberger Sees [3 Mrd. m³] übergeleitet. An einem barrierefreien Terminal im Erdgeschoß können über einen Touch-Screen, auch für gehbehinderte Besucher alle Inhalte der Ausstellung einschließlich der Kurzfilme abgerufen werden.
Um das Risiko von Infektionen mit dem Corona-Virus zu reduzieren, werden die Besucher des Infozentrums gebeten, eine medizinische Maske oder eine sog. FFP2- bzw. gleichwertige Maske zu tragen und zu anderen Personen einen Abstand von 1,5 bis 2 Metern zu halten.
2019 wurde der Erlebnispfad „Weg der Wasserkraft“ eröffnet. Der Erlebnispfad zeigt auf ab- wechslungsreiche Weise die Entwicklung der Wasserkraftnutzung. Auf den Spuren der Vergangenheit erleben die Besucherinnen und Besucher an der historischen Mandlesmühle die Funktionsweise alter Wasserräder und bekommen Einblicke in den Mahlraum sowie in das Müllerleben. Zudem lädt im angrenzenden ehemaligen Sägewerk ein Spiel zum Wettkampf ein: Hand-
sägen gegen die Wasserkraft – wer ist schneller?
Durch den Einsatz von unterschiedlichen Medien sowie begleitenden Informationen über QR- Codes wird die Entwicklung der Wasserkraftnutzung im Wandel der Zeit für alle Generationen interaktiv erlebbar. Man kann beispielsweise am eigenen Körper erfahren, wie stark die Kraft des Wassers ist. „Wie weit kann ich eine Wassersäule nach oben drücken?“ Am Krafthaus unterhalb des Damms wird anschaulich über die gegenwärtige konventionelle Wasserkrafttechnik und über innovative Entwicklungen für eine fisch- und umweltverträglichere Wasserkraftnutzung informiert. Belohnt wird der Gast mit einem Röntgenblick in den See auf die Lage der versunkenen Mühlen. Kleine Gäste nimmt der virtuelle „Wasserradz“ mit auf die Reise in die spannende Welt der Wasserkraft und führt durch den Erlebnispfad. Die Außenstationen des Erlebnispfades können täglich auch außerhalb der Öffnungszeiten des Infozentrums besucht werden.
Das Infozentrum an der Mandlesmühle nahe Pleinfeld ist gut ausgeschildert und sowohl von der Gemeinde als auch vom Brombachsee aus leicht zu finden. Ausreichende Parkmöglichkeiten finden sich auf dem nahe gelegenen Waldparkplatz oder nördlich und südlich des Brombachseedammes. Von dort ist das Infozentrum fußläufig oder mit dem Rad in wenigen Minuten zu erreichen.

Zukunftsstrategie für den Kreis

Regionalberater Dieter Popp: Altmühlfranken ist der richtige Ansatz

In diesem Jahr begeht der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen den vor 50 Jahren erfolgten Zusammenschluss von drei bis dahin unabhängigen Verwaltungseinheiten, der kreisfreien Stadt Weißenburg, dem Landkreis Weißenburg und dem Landkreis Gunzenhausen mit einer Reihe öffentlicher Würdigungen.
Vielen älteren Bewohnerinnen und Bewohnern dürfte dieses Ereignis noch mehr oder minder lebhaft in Erinnerung sein. Für die Mehrzahl der Jugend spielen diese ehemaligen „Zugehörigkeiten“ kaum noch eine dominierende Rolle.
Aber bei der kürzlich wieder ermöglichten Wahl der alten Kfz-Kennzeichen – hier war ja nur das „GUN“ in unserem Landkreis wieder wählbar – offenbarte sich aber ganz offenbar auch bei der jüngeren Generation eine identitätsbildende Sehnsucht nach einem sinnbildlichen Lokalbezug.
Dennoch war das kein Eingeständnis für das Scheitern eines Zusammengehörigkeitsgefühls des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, wie dies dieser Tage ein Wirtschaftsjournalist im Magazin „Wirtschaftskompass“ skizziert hat.

Regionalberater Dieter Popp.

Der Wunsch nach einer Identität stiftenden Klammer zwischen den drei früheren Verwaltungseinheiten kam durch einen Bottom-up-Ansatz im Rahmen der Erstellung des Regionalen Handlungskonzeptes von 2009, stark unterstützt von der Wirtschaft, vom Handwerk, der Landwirtschaft und den Kommunen zustande. Und es war – auch daran sollte schon noch einmal erinnert werden – ja gerade die Jugend dieses Landkreises, welche als Konsequenz daraus in einer beeindruckenden Deutlichkeit für den neuen Identitätsbegriff „Altmühlfranken“ plädiert hatte.
Immerhin sind mittlerweile mehr als zwei Dutzend Einrichtungen, Initiativen und Unternehmen mit dem Begriff „Altmühlfranken“ kreisübergreifend unterwegs. Tendenz weiter steigend. Dazu zählt letztlich ja auch der „Wirtschaftskompass Altmühlfranken“, der den „Landkreis neu zu denken“ angeregt hatte.

Unabhängig von ökonomischen Zwängen bei Sparkassen oder Volksbanken bzw. gar den emotionalen Hintergründen einer geplanten Volkshochschulkooperation,  finden sich sehr wohl viele Bemühungen, interkommunale, historische, naturraumbezogene oder auf anderen Grundlagen beruhende Zusammenschlüsse neu zu definieren oder aufzustellen. Unsere Demokratie lebt ja genau von dieser kreativen Fähigkeit, sich mit immer jenen neu zu verbünden, die den Weg zu mehr Fortschritt und Zukunftsfähigkeit oder auch Sicherheit und räumliche Geborgenheit bieten.
Dieses Phänomen sehen wir auch andernorts, wo sich Bindestrich-Landkreise parallel mit anderen Begriffen wie Wittelsbacher Land, Werdenfelser Land, Pfaffenwinkel oder Stiftland profiliert haben. Das selbst wahrgenommene und Identität stiftende Profil und die das Land abdeckenden Verwaltungseinheiten müssen nicht zwangsläufig identisch sein. Es liegt aber im politischen Gespür, für diese sensiblen Feinheiten ausgewogene Kommunikationsplattformen aufzubauen oder – wenn schon vorhanden – zu nutzen. Dies gilt übrigens neben den Landkreises in vergleichbarer Weise für die Bezirke. Die Oberpfalz löst bei der dortigen Bevölkerung z.B. völlig andere Emotionen aus, wie etwa Mittelfranken dies vermag.

Es wurde schon beim Handlungskonzept 2009 auf notwendige Vernetzungen zu den prosperierenden Wirtschaftsräumen Ingolstadt/Eichstätt und Donauwörth hingewiesen. Schon heute nutzen viele Arbeitskräfte der Region die dort angebotenen hochwertigen Beschäftigungsmöglichkeiten. Aber Unternehmenskooperationen lassen sich nicht immer einfach entlang bestehender Verkehrsachsen aufbauen. Dazu braucht es Unternehmen mit produktionsbezogener Fühlungsnähe bzw. sich ergänzende Wertschöpfungsketten. Und die sind eben vielfach erst in anderen Regionen verfügbar. Dass es engere Unternehmens-Netzwerke dennoch in der Region gibt, belegen die Stein- und Kunststoffindustrie, zu Teilen auch die Holzbranche. Aber künstlich ein „Kraftzentrum von Pleinfeld bis Langenaltheim“ aufzubauen, wird ebenso wenig funktionieren, wie Gunzenhausen auf einen „touristischen Weg“ einzuengen. Die Unternehmen in Altmühlfranken wissen sehr wohl, mit wem und an welchen Standorten ihnen Kooperationen wirklich einen Mehrwert bieten. Auch das wurde im Prozess „Altmühlfranken 2030“ bereits deutlich erkennbar.

Dieses in den letzten Jahren durch eine höchst innovativ aufgestellte Regional- und Ländliche Entwicklung neu gewonnene Bewusstsein der Stärken ländlicher Räume gegenüber den Metropolen eröffnen nun zunehmend bisher unerschlossene Spielräume. Der notwendige verwaltungstechnische Zusammenschluss von Kommunen oder Landkreisen wird aus Effizienzgründen auch weiterhin als durchaus notwendig angesehen. Aber parallel bieten sich auch andere Formen einer gesellschaftspolitischen Kooperation an. Lebendige Demokratien – gerade im ländlichen Raum – werden von dieser Vielfalt an Netzwerken inspiriert und geprägt. Und ohne sie würde der ländliche Raum auch längst von den urbanen Agglomerationen abgehängt werden.

Dass dies nicht der Fall ist, hat mit großem Nachdruck und eindrucksvollen Argumenten im erwähnten „Wirtschaftskompass Altmühlfranken“ Werner Bätzing dokumentiert, der über seine Forschungen zum ländlichen Raum bekannte und zwischenzeitlich emeritierte Professor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. Für ihn ist u.a. die Identität der Schlüsselfaktor für eine verantwortungsbewusste Regionalpolitik im ländlichen Raum. Er hat sich eindeutig dafür ausgesprochen, dass vorrangig die endogenen Potenziale gestärkt werden müssen. Wie wichtig dies ist, kann man z.B. an einigen erfolgreichen ländlichen Regionen Europas in Flandern, im Vorarlberg, im schwedischen Värmland, in Süddänemark, in Friaul-Venetien oder Südtirol in Italien nachvollziehen. Und Bätzing hat auch konkret aufgezeigt, dass und wo dieses Altmühlfranken seine eigenen ausbaufähigen Stärken besitzt. Diese kleinzureden, zeugt eher von einem Misstrauen in die durchaus vorhandene unternehmerische Aufbruchstimmung im Hinblick auf die Nutzung endogener Entwicklungspotenziale der Region. Der vom Landkreis beschrittene Weg mit „Altmühlfranken 2030“ zielt auf die endogenen Potenziale Stein und Holz, auf neue Innovationen im Kunststoffbereich, auf weitere Veredelung landwirtschaftlicher Rohstoffe in der Region, auf Bereitstellung nachhaltiger und aus dieser Region kommender Energie sowie auf die bewährten Schlüsselpotenziale Automobilzulieferer, Sozialwirtschaft und Tourismus.
Mit der Sozialwirtschaft und dem Tourismus verfügt die Region in diesen beiden Zukunftsbranchen über ein – immer wieder verkanntes – hohes Arbeitsplatzpotenzial, das schließlich nicht in andere Regionen verlagert werden kann! Aber in beiden Bereichen liegt das Problem in der Gewinnung qualifizierter Arbeitskräfte, ein Problem das mit den meisten anderen Regionen geteilt wird.  Die Kunststoffindustrie in Altmühlfranken hat auf ein Negativ-Image des Werkstoffs in der Öffentlichkeit bereits eigenständig reagiert und die Branche ist zumindest national bereits auf dem Wege, die entstandenen – und in der Tat immensen globalen – Probleme konstruktiv anzugehen und über zukunftsfähige Lösungen zeitnah umzusetzen. Die Automobilzulieferer der Region wissen sehr wohl, dass und wieviel weniger Teile z.B. in einem E-Auto künftig nur noch zu verbauen sind. Sie wissen aber auch, dass die Mobilität der Zukunft eine völlig andere sein wird. Und die gesamte weltpolitische Lage führt derzeit auch noch dazu, dass bislang globale Lieferketten jetzt wohl deutlich stärker neu aufgestellt werden. In Verbindung mit einer überfälligen Digitalisierung aller Geschäftsmodelle – z.B. in der Kunststoff- und Automobilzuliefererbranche – werden daher auch neue Perspektiven für die Zukunft Altmühlfrankens sichtbar. Denn gerade Innovation und technologischer Wandel können ländlichen Regionen helfen, Hindernnisse wie die Marktentfernung, die hohen Transportkosten und die fehlende kritische Masse zu überwinden, ihre Krisenfestigkeit zu stärken und den Übergang zu einer CO2-armen Kreislaufwirtschaft und damit zukunftssicher zu beschleunigen.

Genau das sind auch wesentliche Erkenntnisse aus dem Prozess „Altmühlfranken 2030“ und es wäre sicher von Vorteil, wenn dieser konstruktiv weiter so begleitet wird, dass wir alle die gemeinsam definierten Ziele immer klar vor Augen haben. Insofern wird es gut sein, Partner an der Seite zu wissen, die mit der notwendigen kritischen Sensibilität immer auch auf Kursabweichungen hinweisen bzw. Korrekturen anmahnen. Es macht aber wenig Sinn, diesen Zukunftsprozess bereits an seinem Start krampfhaft auf das symbolisch gemeinte Etikettieren von Apfelsaftflaschen zu reduzieren. Wer diesen gemeinsamen Kraftakt einiger hundert hochengagierter Akteure aus der Region nur an einem einzigen Punkt aus dem Aktionsplan der Kreisverwaltung festmacht und die ausgelöste Aufbruchstimmung in den ebenfalls beteiligten Unternehmen daneben geflissentlich nicht wahrnimmt, kann den Kern dieses Zukunftsprozesses offenkundig nicht verstanden haben.
Es darf in diesem Zusammenhang auch darauf aufmerksam gemacht werden, dass es nach dem Regionalen Handlungskonzept von 2009 flächendeckend drei parallele Integrierte Ländliche Entwicklungskonzepte 2013 gegeben hat, ehe dann die Zukunftsstrategie „Altmühlfranken 2030“ aufgestellt wurde. Jeder dieser drei Prozesse fand unter breiter Beteiligung einer Vielzahl von Akteuren der Region statt. Und jeder dieser Schritte hatte es vermocht, die Region ein deutliches Stück voranzubringen, aber auch nach innen eindeutig zu stärken.

DIETER POPP, Unabhängiger Regionalberater, Haundorf

Gunzenhausen hilft

Wohnungen und Sachspenden gesucht

Tag für Tag erreichen uns die Schreckensbilder aus der Ukraine. Der Krieg tobt und Millionen von Menschen sind auf der Flucht. Zahlreiche Kriegsflüchtlinge sind auch in der Region Gunzenhausen angekommen und treffen hier auf eine große Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität. Nach wie vor sucht die Stadt Gunzenhausen zusammen mit der Flüchtlingshilfe Wald e.V. nach privatem Wohnraum, in dem Flüchtlinge unentgeltlich unterkommen können. Wer hier helfen kann, findet auf der Übersichtsseite ukrainehilfe.gunzenhausen.de ein Kontaktformular.

Daneben werden weiterhin Sachspenden benötigt, der Bedarf nach Hygieneartikeln ist besonders hoch. Regelmäßig organisiert die Flüchtlingshilfe Wald e.V. Fahrten in die Ukraine und versorgt die Menschen vor Ort. In Gunzenhausen können die Sachspenden dienstags und donnerstags, jeweils von 16 bis 18 Uhr, im ehemaligen Altmühl-Center in der Spitalfeldstraße in Gunzenhausen-Frickenfelden abgegeben werden.

Dazu wurde ein Spendenkonto durch die Flüchtlingshilfe Wald e.V. bei der Raiffeisenbank Gunzenhausen/Wald eingerichtet (IBAN DE24 7606 9468 0000 7120 35). Spendenquittungen können ausgestellt werden. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Flüchtlingshilfe Wald e.V. unter www.fluechtlingshilfe-wald.de oder per E-Mail an info@fluechtlingshilfe-wald.de.     

 

Selbstbestimmung bis zuletzt

Vortragsreihe Gesundheit im Dialog digital des Klinikums
Altmühlfranken

Dr. Christian Maune informiert über Palliativmedizin.

Chefarzt Dr. Christian Maune, Palliativmediziner am Klinikum Altmühlfranken Weißenburg und Ärztlicher Leiter SAPV Südfranken, informiert am Dienstag, 5.4.2022 um 19 Uhr über die Palliativmedizin.
Gut versorgt am Lebensende – das wünschen wir uns alle. Natürlich wird der Hausarzt immer der erste Ansprechpartner sein, oft auch ein mitbehandelnder Facharzt, die Apotheke, ein Pflegedienst. Doch in den letzten Lebenswochen reicht das in manchen Fällen nicht aus, um bei belastenden Symptomen, aber auch Sorgen und Fragen jederzeit Unterstützung und Sicherheit zur erhalten. Aber welche weiteren Angebote gibt es in unserer Region? Wie kann Palliativmedizin helfen? Was gibt es hier für Möglichkeiten und wo und wie kann ich sie nutzen? Was ist SAPV? Wann kann ich mich an die ambulanten Hospizdienste wenden und wie können diese helfen? Wann ist ein Hospiz die richtige Wahl? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Sie beim Vortrag „Palliativmedizin – Lebensqualität und Selbstbestimmung bis zuletzt“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gesundheit im Dialog“ des Klinikums Altmühlfranken.
Der Vortrag findet am Dienstag, dem 5.4.2022, ab 19 Uhr (bis ca. 20:30 Uhr) online statt. Den Anmeldelink sowie eine Kurzanleitung für die Anmeldung finden Sie am Tag des Vortrags auf der Seite der
Vortragsankündigung im Internet unter www.klinikum- altmuehlfranken.de. Alle Interessierten

Ausgewiesener Kunststoffexperte

Prof. Müller-Lenhardt übernimmt Studiengang am Campus

Mit Beginn des Sommersemesters 2022 übernimmt Prof. Dr.-Ing. Thomas Müller-Lenhardt die Leitung des Studiengangs „Angewandte Kunststofftechnik“ am kunststoffcampus bayern (kcb) in Weißenburg. Der Studiengang gehört zum Studien- und Weiterbildungszentrum der Hochschule Ansbach und ermöglicht eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Bachelor of Engineering (B.Eng.).

Professor Müller-Lenhardt ist ein ausgewiesener Kunststoffexperte, der neben seiner langjährigen Erfahrung in der Forschung und Lehre auf viele Jahre Industrietätigkeit im Bereich der Forschung und Entwicklung zurückblicken kann, die er vornehmlich in mittelständisch geprägten Unternehmen gesammelt hat. Die Studierenden am kcb dürfen also fortan auch von seiner umfangreichen Expertise in Theorie und Praxis profitieren.

Vom Mehrwert seines Studiengangs ist Müller-Lenhardt überzeugt. So können Interessierte unterschiedlichster Vorbildung mit allen Vorzügen neben ihrem Beruf studieren und sich den Grundstein für ihr berufliches Fortkommen als Führungskraft oder Fachexperte legen. Neben einer qualitativ hochwertigen und anwendungsnahen Lehre sind ihm der Austausch und die Zusammenarbeit mit den starken Kunststoffunternehmen in der Region ein wichtiges Anliegen.

Weitere Informationen zum Studiengang Angewandte Kunststofftechnik finden Sie unter https://www.hs-ansbach.de/bachelor/angewandte-kunststofftechnik/ .

Amadeuschor jubiliert

50. Chorkonzert am 21. Mai in Neuendettelsau

Am Samstag 21. Mai 2022, 18 Uhr, feiert der AC sein 50. Chorjubiläum mit einem Konzert in der Kirche St. Laurentius, Neuendettelsau, und danach mit einem Empfang im Luthersaal der DIAKONEO.

Ein besonderes Highlight wird das gemeinsame Dirigat des Gründers Karl Friedrich Beringer und des aktuellen Leiters Benedikt Haag sein. Er war unter Beringer „Windsbacher“ und zweiter Sopran. Clemens Nicol, ebenfalls „Windsbacher“ moderiert. Die Präsentation der Jubiläums-CD“Denn es will Abend werden”, welche neben vielen Profi- und Spitzen-Ensembles für den renommierten Opus-Klassik Award 2021 nominiert wurde, wird ein weiterer Höhepunkt sein. Wäre das besondere Ereignis auch für Sie interessant? Über einen Digital-/Print-Beitrag würden wir uns sehr freuen. Gerne unterstützen wir Sie auf Wunsch mit entsprechenden Bildmaterial und weiteren Informationen.

Karl-Friedrich Beringer gründete und leitete über mehrere Jahre „seinen Amadeus-Chor“ bevor er zum künstlerischen Leiter des Windsbacher Knabenchores berufen wurde. Weitere Dirigenten waren Julian Tölle, langjähriger Intendant des Fränkischen Sommers, sowie Nicol Matt, Dirigent mit internationalem Renommee; Benedikt Haag ist aktueller künstlerischer Leiter und darf mit Recht als einer der „jüngsten Professoren“ bezeichnet werden. Im Herbst 2021 erfolgte der Ruf an die musikalischen Hochschulen Würzburg und Detmold. Vier Chorleiter-Generationen in 51 Jahren Amadeus-Chor sprechen für Kontinuität und Beständigkeit. Die Qualität des semiprofessionellen Chores wird durch rege Konzerttätigkeit unter Beweis gestellt. Langfristig klassische A-cappella-Chormusik auf Konzert-Niveau in der Region zu erhalten, entwickeln und auszubauen, das ist unsere Passion.

Wer kann Wohnraum anbieten?

Gunzenhausen sucht Wohnraum für Kriegsflüchtlinge

Der russische Angriff auf die Ukraine hat hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben. Während die Gefechte weiter anhalten, sind Geflüchtete auch in unserer Region angekommen und suchen Schutz und einen sicheren Platz zum Ausruhen. Angst und Panik sind ständige Begleiter, und die winterlichen Temperaturen machen die Situation nicht einfacher. In diesen dunklen Zeiten gilt es zusammenzuhalten, Verantwortung zu übernehmen und solidarisch zu sein. Aus diesem Grund engagiert sich die Stadt Gunzenhausen im Rahmen der Flüchtlingshilfe und sucht weiter nach privatem Wohnraum für Geflohene.

„Was in und mit der Ukraine passiert, ist unerträglich“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Wir können nur erahnen, was die Menschen dort aushalten und ertragen müssen. Viele verlassen ihre Heimat aus Angst und fürchten um ihr Leben. Dieses Schicksal hat sich niemand ausgesucht und als verantwortungsvolle Gesellschaft haben wir die Pflicht, den Flüchtlingen zu helfen. Bitte unterstützen Sie uns und melden Sie freien Wohnraum, in dem Sie Geflüchtete unentgeltlich aufnehmen können.“

Auf der Internetseite der Stadt Gunzenhausen (www.gunzenhausen.de) wurde ein Online-Formular eingerichtet, mit Hilfe dessen privater Wohnraum schnell und unkompliziert gemeldet werden kann. Alle Bürgerinnen und Bürger, die Kriegsflüchtlinge unentgeltlich aufnehmen würden, können sich dort registrieren. Bei Bedarf nimmt die Stadt Gunzenhausen oder das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen Kontakt auf.

Unabhängiges Angebot

Energieberatung in Altmühlfranken

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen bietet auch in diesem Jahr wieder kostenlose Beratungstermine für die energetische Optimierung von Wohngebäuden und Fördermöglichkeiten an. Ob Mieter, private Haus- oder Wohnungseigentümer, private Vermieter und Bauherren – das kostenlose, individuelle und unabhängige Beratungsangebot liefert viele hilfreiche Tipps zur Energieeinsparung und Kostenreduzierung.

Ab Februar 2022 gibt es wieder Energiesprechstunden in Altmühlfranken. Jeden zweiten Dienstag im Monat beraten zertifizierte Energieberater und Energieberaterinnen aus der Region unabhängig und kostenfrei in den Räumlichkeiten des Landratsamts. Da jede Beratung auf den individuellen Fall zugeschnitten ist, kann nur eine Begrenzte Anzahl an Beratungsterminen pro Tag angeboten werden. Die Beratung dauert dabei etwa 30 Minuten.

Die nächsten Termine finden am 08. März 2022, 12. April 2022 und 10. Mai 2022 von jeweils 16.00 bis 18.00 Uhr statt. Interessierte können sich im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen (Bahnhofstraße 2, 91781 Weißenburg, Raum A 2.39 im Hauptgebäude) kostenlos beraten lassen. Eine telefonische Anmeldung bei Natalja Roth von der Zukunftsinitiative altmühlfranken unter 09141 902-196 ist dabei zwingend erforderlich.

Idealerweise sollten Interessierte die Planunterlagen des Gebäudes, Energieverbrauchsdaten von Heizung und Strom, Daten der Heizanlage und ggf. das Kaminkehrer-Protokoll zum Beratungstermin mitbringen, soweit diese Unterlagen vorhanden sind.

Weitere Informationen sowie die Beratungstermine können Sie auch unter www.altmuehlfranken.de/energieberatung finden.

Einsatz für alte Obstsorten

Streuobstmanager für Altmühlfranken

Die Streuobstwiese in der Buchleite bei Markt Berolzheim ist nur ein Beispiel für die zahlreichen Streuobstwiesen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen erhält mit dem Streuobstmanager eine neue Projektstelle, die im Rahmen des Streuobstpaktes der Bayerischen Staatsregierung geschaffen wurde. Der oder die Streuobstmanager bzw. -managerin wird sich als Ansprechperson und Koordinator für die Pflege und den Erhalt der Streuobstbestände und Streuobstwiesen in Altmühlfranken einsetzten.

Die Staatsregierung plant im Rahmen des Streuobstpaktes bis 2035 Streuobstwiesen in der Größe von knapp 17.000 Fußballfeldern neu zu pflanzen. Die neu geschaffene Projektstelle des Streuobstmanagers spielt dabei eine zentrale Rolle, denn Streuobstbäume und Streuobstwiesen sind nicht nur ein wichtiger Teil der Biodiversität, sie dienen auch als wichtiger Lebensraum von Fledermäusen, Vögeln, Insekten und Kleinsäugern. Der Streuobstbestand ist dabei seit 1965 um etwa 70 Prozent zurückgegangen. Auch der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat in den vergangenen Jahren Projekte ins Leben gerufen, um alte Obstsorten und Streuobstwiesen zu schützen und wiederaufzubauen. „Durch die neu geschaffene Projektstelle des Streuobstmanagers werden die Streuobstbestände nun noch einmal mehr in den Mittelpunkt gerückt“, erklärt Landrat Manuel Westphal. Ziel ist es, die in Altmühlfranken heimische Obstsortenvielfalt auch mit Blick auf die Biodiversität zu erhalten und die Wertschätzung für Streuobstwiesen in der Bevölkerung zu stärken.

Altmühlfranken zählt 180 Apfel-, über 100 Birnen-, 44 Kirsch- und 19 Pflaumensorten, wie eine Kartierung der Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt ergab. Darunter auch Sorten, die sehr selten sind und teilweise bereits als ausgestorben zählen. Um diese Obstsorten zu schützen und zu revitalisieren, werden sie seit Jahren in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken e.V. in regionalen Baumschulen vermehrt und anschließend an interessierte Bürgerinnen und Bürger abgegeben oder auf landkreiseigenen Grundstücken gepflanzt.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde haben in den vergangenen Jahren bereits erste wichtige Beiträge zum Erhalt und Wiederaufbau der Streuobstbestände im Landkreis geleistet“, lobt Landrat Manuel Westphal. „Wir freuen uns deshalb sehr über die neu geschaffene Stelle des Streuobstmanagers, die das für die Region so wichtige Projekt weiter vorantreiben wird.“

Auf der Internetseite der Regierung von Mittelfranken können sich Interessierte über die Stelle informieren und bewerben.