Unfairer Umgang mit Landwirten!  

MdL Alfons Brandl: Zum Schutz des Grundwassers

Besorgt hat der CSU-Landtagsabgeordnete Alfons Brandl die Veröffentlichung der neuen „roten Gebiete“ zum Schutz des Grundwassers vor Verunreinigungen im Freistaat zur Kenntnis genommen: „17 Prozent der Agrarfläche im Freistaat ist laut der neuen Gebietskulisse als ‚betroffen‘ ausgewiesen. Das sind 5 Prozent mehr als noch 2021. Ich halte den bisherigen Weg der Ausweisung und die Konsequenzen daraus für falsch.“

Die bisherige Praxis fordert von den Landwirten in den roten Gebieten eine deutliche Verringerung des Einsatzes von Gülle und Kunstdünger, um den Nitratgehalt zu senken.

Brandl kritisiert: „Heute wird das ‚Bauer sein‘ in roten Gebieten bestraft, statt fehlerhaftes Handeln der Landwirtschaft! Es kann nicht sein, dass alle Bauern und Bäuerinnen in den betroffenen Gebieten pauschal über einen Kamm geschert werden. Es werden ja auch nicht alle Autofahrer, die sich gleichzeitig in einem Tunnel befinden, bestraft, nur weil ein Autofahrer darin mit zu hoher Geschwindigkeit geblitzt wird. Bauern und Bäuerinnen haben sich über Jahrzehnte an die gesetzlichen Vorgaben angepasst, haben die neuesten Empfehlungen aus Forschung und Wissenschaft umgesetzt. Dennoch stehen diese heute als Umweltsünder am Pranger. Weisen Landwirte nach, dass sie nach ihren Nährstoffbilanzen korrekt düngen, dürfen sie nicht weiter in Kollektivhaftung genommen werden und unter die 20 %-Reduzierung fallen.“ Brandl ist überzeugt davon, dass die Landwirte zu einer solchen Kontrolle ihrer Arbeit bereit seien, denn diese hätten nichts zu verbergen.

Bei den nun erweiterten Gebietskulissen spielen die Messstellen eine übergeordnete Rolle. Es kann nicht sein, dass eine oder zwei Messstellen nun über noch größere Gebiete und ihre Einstufung entscheiden. „Auch wenn sich die Wasserwirtschaftsämter in den letzten zwei Jahren bemüht haben, weitere Messstellen zu etablieren, bedarf es der Einrichtung neuer Messpunkte, damit man wirklich flächendeckende verbindliche Aussagen hat und Zufallsentscheidungen mangels Netzdichte in den Gebietskulissen ausgeschlossen werden können“, bemängelt der Landtagsabgeordnete die bisherigen Vorgaben.

Brandl verweist darauf, dass die Landwirte bereits sehr viel tun, um die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen. „Wer aber kontrolliert zum Beispiel private Gartenbesitzer, die ohne jeglichen Sachkundenachweis Dünger großzügig in Bau- und Gartenmärkten kaufen können?“ Zu prüfen sei auch, weshalb sogar der Wald als Nitratquelle einen Beitrag zum Problem liefere.

„Wo bleibt das Vertrauen der Gesellschaft gegenüber unseren Bauern und Bäuerinnen, die einen wertvollen Beitrag leisten. Trauen wir ihnen doch bitte auch was zu“, so Brandl abschließend.

Das Bier fließt

Bierverkostung altmühlfränkischer Biere am Weißenburger Wochenmarkt

Die amtierende 3. Altmühlfränkische Bierkönigin, Michelle Recker, wird, wie hier auf der Consumenta, am Weißenburger Wochenmarkt heimisches Bier ausschenken. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Tante Marri, der landkreisweite lokale Online-Marktplatz, und Biervielfalt altmühlfranken laden zusammen mit der Altmühlfränkischen Bierkönigin zur Verkostung der sieben altmühlfränkischen Biere aus dem BIER Paket am Samstag, 3. Dezember 2022, von 10.00-12.00 Uhr am Wochenmarkt in Weißenburg (im Alten Rathaus) ein.

Entdecken Sie das altmühlfränkische Bier am Weißenburger Wochenmarkt bei Tante Marri, dem lokalen Online-Marktplatz, und Biervielfalt von Oliver Gruber am Samstag, 3. Dezember 2022 im Alten Rathaus. Die amtierende 3. Altmühlfränkische Bierkönigin, Michelle Recker, bietet eine Bierverkostung mit den handwerklich gebrauten Bieren der Brauereien in Altmühlfranken an und steht für Autogrammwünsche bereit. Das BIER Paket im handlichen Karton besteht aus sieben verschiedenen Bieren von sieben altmühlfränkischen Brauereien und einem formschönen Altmühlfranken-Bierglas. Die große Biervielfalt mit einer Vielzahl an Geschmackserlebnissen eignet sich hervorragend als Geschenk oder für den Eigengebrauch.

Weitere Verkaufsstellen des BIER Pakets finden Sie online unter www.altmuehlfranken.de/biervielfalt/bierpaket/ 

Neues Lastenrad

Erfolgreiches Stadtradeln 2022 für Gunzenhausen

Foto: AGFK Bayern/Daniel Karman (v.l.n.r.: Dritter Bürgermeister Friedrich Kolb, Ministerialdirektor Dr. Thomas Gruber, Vorsitzender der AGFK Bayern, Landrat Matthias Dießl und Projektleiter STADTRADELN André Muno)


„Fortis fortuna adiuvat“, besser bekannt als: „Das Glück des Tüchtigen“ – Gunzenhausen ist durch und durch STADTRADELN-Stadt, und das seit mittlerweile elf Jahren. Regelmäßig findet sich die fahrradaktive Kommune im Fränkischen Seenland in der Gewinnerliste der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern) wieder. In diesem Jahr wurde nun der Gunzenhäuser Stadtrat für seine hervorragende Leistung belohnt. Er zeichnete sich als fahrradaktivstes Kommunalparlament in der AGFK-Gemeinschaft aus.
Insgesamt 4.442 zurückgelegte Kilometer reichten dabei, um den ersten Platz unter den bayerischen Städten von 10.000 bis 49.999 Einwohnerinnen und Einwohnern zu erreichen. Vor kurzem fand im Nürnberger DB Museum die offizielle Preisverleihung statt. Als Vertreter des Stadtrates nahm Dritter Bürgermeister Friedrich Kolb die Ehrung und Urkunde entgegen. Und hatte bei seiner Rückkehr neben einem glücklichen Gesichtsausdruck zudem ein neues
Lastenrad im Gepäck.
Landrat Matthias Dießl, Vorsitzender der AGFK Bayern, und Ministerialdirektor Dr. Thomas Gruber, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen Bau und Verkehr, hatten aus Sicht Gunzenhausens einen guten Tag. Sie prämierten in der Frankenmetropole die Gewinnerinnen sowie Gewinner des diesjährigen STADTRADELNs und verteilten unter den mitmachenden Kommunen tolle Preise. Die Stadt Gunzenhausen räumte dabei richtig ab: Sozog die Glücksfee tatsächlich den Hauptgewinn, ein neues Lastenrad. „2022 ist Gunzenhäuser Lastenradjahr. Als hätte die Glücksfee aufmerksam die Medien verfolgt“, lacht Dritter Bürgermeister Friedrich Kolb. „Als umweltbewusste und fahrradfreundliche Stadt beschäftigen wir uns schon lange mit den großen Möglichkeiten sog. Lastenräder oder Cargo-Bikes. Diese werden als Alternative zum Auto immer mehr akzeptiert. Allerdings sind die Räder teuer und es gibt zahlreiche Modelle. In der Stadt Gunzenhausen haben wir daher schon früh im Jahr entschieden, Lastenräder für unsere Bürgerinnen und Bürger kostenlos zu Testzwecken zur Verfügung zu stellen. Wir hatten bisher bereits vier unterschiedliche Cargo-Bikes zur Auswahl. Nun kommt ein Fünftes dazu und darüber freuen wir uns sehr. Danke für diesen tollen Preis!“ Gunzenhausen ist traditionell fahrradbegeistert und bewegt sich damit am Puls der Zeit. Das Fahrrad ist längst mehr als nur ein Fortbewegungsmittel, es ist ein wichtiges Statement in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Als anspruchsvolle Gesellschaft befinden wir uns mitten in der Mobilitätswende. Wer mehr über die Radlstadt Gunzenhausen erfahren möchte, der kann sich unter www.gunzenhausen.de/radlstadt-gunzenhausen.html ausführlich informieren.

1200 Zukunftsbäume

Pflanzaktion zum 1200jährigen Stadtjubiläum

Vor fast 1200 Jahren wurde unser schönes Gunzenhausen erstmals urkundlich erwähnt. 2023 wollen wir dieses Ereignis gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürger feiern und dabei viele unvergessliche Momente schaffen. Damit sich die Stadt auch die nächsten 1200 Jahrenzufrieden entwickeln kann, möchten wir als zukunftsorientierte, umweltbewusste Verwaltung ein ganz besonderes Nachhaltigkeitsprojekt durchführen. Beginnend im nächsten Jahr sollen in fachlicher Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken (LPV) mindestens 1200 Zukunftsbäume für Gunzenhausen in der Kernstadt und in den Ortsteilen neu gepflanzt werden. Alle diejenigen, die sich für die Baumpflanzungen interessieren und mehr über das Projekt wissen wollen, lädt die Stadt Gunzenhausen gerne zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in die Stadthalle ein.
„Kann ich mitmachen?“, „Was kostet das?“ oder „Welche Grundstücke sind geeignet?“ sind beispielhafte Bürgerinnen- und Bürgerfragen, die das Organisationsteam des Nachhaltigkeitsprojekts „1200 Zukunftsbäume für Gunzenhausen“ in jüngster Vergangenheit beantwortet haben. „Das Interesse am Projekt ist riesig und wir freuen uns über den großen
Zuspruch“, betont Tourismus-Chef Wolfgang Eckerlein. „Wir werden versuchen, all Ihre Fragen im Rahmen der Informationsveranstaltung zu beantworten. Außerdem hoffen wir auf einenfachlichen Austausch mit den Expertinnen und Experten der Obst- und Gartenbauvereine.
Schauen Sie in der Stadthalle vorbei, wir freuen uns auf Sie!“ Die Informationsveranstaltung zu „1200 Zukunftsbäume für Gunzenhausen“ findet am Freitag, 16. Dezember 2022, um 18 Uhr in der Gunzenhäuser Stadthalle statt.

Erste Art-Night-Ausstellung

Eröffnet am 11. Dezember in der Galerie von korridor.art

Die Künstlerin Christiane Gaebert stellt in Gunzenhausen aus.


Die Gunzenhäuser Galerie korridor.art präsentiert am 10. Dezember, 18:00 Uhr ihre nächste Ausstellung „Risiko“ der Künstlerin Christiane Gaebert. Die klassische Ausstellungseröffnung bzw. Vernissage wird ab sofort durch das neue Event-Format „Art- Night“ abgelöst und am Sonntag, den 11. Dezember, 11:00 Uhr, um den „Art-Brunch“ ergänzt.
Die Kunstgalerie korridor.art und die Künstlerin Christiane Gaebert laden alle Kunstinteressenten zur kommenden Ausstellung „Risiko“ ein. Ihre zeichnerisch-malerischen Werke sind zumeist als One-Liner konzipiert, wobei Bildelemente und Figuren aus zusammenhängenden Linien entstehen. Eines der Hauptwerke, welches 4 Meter misst, zeigt in beeindruckender Weise diese Technik. Ergänzt wird die Ausstellung durch „PaperArt“, fragile, metamorphe Papierarbeiten gefertigt und geschnitten aus einen Papierstück.
Christiane Gaebert zur Ausstellung: „In der Kunst wie im Leben ist vieles wie ein Drahtseilakt ohne Netz und das Risiko möglichen Scheiterns ist allgegenwärtig. Menschen wollen Sicherheit – ich behaupte, es gibt keine, also spiele ich mit dem Augenblick und widme ihm unbedingte Aufmerksamkeit. Es erfordert Mut zur Leichtigkeit!“

Art-Night und Live-Painting-Performance

Um den Event-Charakter weiter zu stärken, werden zukünftig die klassischen Vernissagen durch die „Art-Night“ präsentiert von korridor.art abgelöst. Zwar steht die Kunstausstellung weiterhin im Fokus, wird jedoch um Event-Komponenten und Highlights ergänzt. So möchte die Galerie die Annäherung an die Kunst erleichtern und ein breiteres Publikum anlocken, ganz nach dem Motto: „Wer Interesse an Kunst hat, braucht keine Vorkenntnisse“. Neben der gewohnt entspannten Atmosphäre mit Erfrischungen, erwartet die Gäste auf der ersten ART-Night am
10.12. um 18:00 Uhr eine Live-Painting-Performance der Künstlerin Christiane Gaebert.

Art-Brunch am Sonntag

Als besonderes Schmankerl gibt es am Sonntag, den 11.12. um 11:00 Uhr einen gemeinsamen ART-Brunch mit der Künstlerin. Wie bei allen Veranstaltungen und Ausstellungen der Gunzenhäuser Kunstgalerie sind der Eintritt und Erfrischungen frei. Jeder ist willkommen, die Sitzplätze der Galerie korridor.art, Dr.-Martin-Luther-Platz 13 in Gunzenhausen, sind jedoch begrenzt. Wer nicht stehen möchte, sollte also pünktlich sein.© Christiane Gaebert Die Künstlerin Christiane Gaebert bei anfertigen eines One-Liners auf Leinwand im Großformat.

Für notleidende Familien

Hilterhaus-Stiftung spendet für Hilfsbedürftige im Kreis Ansbach

Landrat Dr. Jürgen Ludwig (links) und Elisabeth Sonntag, die Leiterin des Amtes für Jugend und Familie, freuten sich über eine Spende der Hilterhaus-Stiftung in Höhe von 3.000 Euro. Förderer Friedrich Hilterhaus unterstützt damit notleidende Kinder im Landkreis Ansbach.

Nach dem plötzlichen Tod der Mutter kümmert sich die volljährige Schwester allein um ihren achtjährigen Bruder. Sie bezahlt Beerdigung, Miete und das tägliche Essen. Doch dadurch wächst ihr Schuldenberg immer weiter. „Niemand möchte in eine derartige Situation kommen. Und jeder ist dankbar, wenn er Hilfe bekommt“, sagt Landrat Dr. Jürgen Ludwig. Umso mehr freute sich der Landrat, als der Ansbacher Förderer Friedrich Hilterhaus eine Spende in Höhe von 3.000 Euro an das Amt für Jugend und Familie am Landratsamt Ansbach übergab.

Es sei „bedrückend“, wie unerbittlich die Armut auch Kinder im Landkreis Ansbach betreffe, sagte Hilterhaus bei der Spendenübergabe. Es fehlten oft ganz essentielle Dinge, für die es trotz der Hilfen durch das Amt für Jugend und Familie unbürokratische Unterstützung brauche. Spendenmittel ermöglichten es der Behörde, Familien und Kindern in Einzelfällen unter die Arme zu greifen, erklärte Leiterin Elisabeth Sonntag. „Die unterstützten Familien sind den vor Ort eingesetzten Fachkräften sehr gut bekannt. So kann sichergestellt werden, dass wir verantwortungsvoll mit den Spendenmitteln umgehen. Darüber hinaus findet zuvor eine Prüfung statt, ob nicht andere soziale Leistungen auch möglich sind. Oft besteht jedoch akuter Bedarf und das Geld muss schnell zur Verfügung stehen“, sagte sie.

Mit seiner Hilterhaus-Stiftung bedenkt Friedrich Hilterhaus seit vielen Jahren verschiedene Institutionen im Landkreis Ansbach und in der Stadt Ansbach mit Spenden. Unter dem Motto „Vorangehen – Gutes tun“ werden vor allem Kinder, Kultur und gemeinschaftliche Projekte gefördert. So wurden beispielsweise allein in diesem Jahr bereits 45.000 Euro für soziale Zwecke gespendet. Zwei sehr gut besuchte Benefizkonzerte in der Ansbacher Kirche St. Gumbertus brachten im Oktober rund 17.500 Euro ein.

 

Geld für Glasfaserausbau

MdL Alfons Brandl: 940.000 Euro für Westheim und Gerolfingen

Für den Glasfaserausbau in der Gemeinde Westheim. Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und in der Gemeinde Gerolfingen, Landkreis Ansbach stellt der Freistaat Bayern über 940.000 Euro zur Verfügung. Darauf hat jetzt der Landtagsabgeordnete Alfons Brandl hingewiesen: „Die Unterstützung erfolgt im Rahmen der Bayerischen Gigabitrichtlinie. Westheim erhält für den Ausbau 814.378 Euro, die Gemeinde Gerolfingen 129.380 Euro. Erneut investiert der Freistaat damit in die wichtige digitale Infrastruktur in der Region.“

Mit der Gigabitrichtlinie fördert Bayern die Beschleunigung von Anschlüssen an grauen NGA-Flecken, also Orten wo bereits schnelles Internet mit mind. 30 Mbit/s verfügbar ist. So entstehen die zukunftsfähigen Gigabitnetze nun auch in der breiten Fläche.

„Home-Office, Coworking-Spaces und die heimischen Betriebe benötigen immer mehr eine leistungsfähige Gigabitversorgung, um am Markt erfolgreich bestehen zu können. Der Freistaat gibt hier hohe Beträge in die ländlichen Räume, damit diese entsprechend in die digitale Infrastruktur investieren können“, freut sich Brandl. 

Auf 17281 Einwohner angewachsen

Gunzenhausen wächst und wächst

Die Einwohnerentwicklung der letzten zehn Jahre offenbart: Gunzenhausen ist eine wachsende Stadt. Die Einwohnerzahl liegt jetzt bei 17281 und damit um 5,8 Prozent höher als 2012. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz nannte diese Bilanz auf der Bürgerversammlung in der Stadthalle vor einem großen Kreis von interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Genau aufgeschlüsselt sind es etwas mehr weibliche Einwohner (8882) als männliche (8390).  32 Prozent sind über 60 Jahre alt, 19 Prozent sind 19 Jahre und jünger, 27 Prozent gehören der Altersgruppe 40-59 an und 22 Prozent der Altersgruppe 20-39. Die Gewichte haben sich nach Darstellung des Rathauschefs nicht verändert.

In der Stadt gibt es heute mehr Kindertageseinrichtungen als je zuvor, nämlich 7 Kindergärten mit 518 anerkannten Plätzen. Von ihnen sind 391 Kindergartenplätze und 127  U-3-Plätze (Kinder unter drei Jahren). Besucht werden die Einrichtungen von 449 Kindern, davon 154 U-3-Kinder. Im Kernstadtgebiet gibt es zwei Kinderhorte mit 68 Plätzen (belegt 69). In den ländlichen Stadtteilen stehen sechs Kindertageseinrichtungen mit 224 Plätzen zur Verfügung, davon sind 200 Kindergartenplätze und 24 U-3-Plätze. Derzeit gibt es keine freien Kapazitäten. Die Gesamtausgaben für diese Einrichtungen liegen bei 6,1 Millionen Euro im Jahr, der Staat zahlt 3,5 Millionen Euro und der Anteil der Stadt liegt bei 2,4 Millionen Euro, die freiwillig noch 200000 Euro zuwendet, u.a. für die Sprachförderung an den Kindergärten.

Neu geplant oder derzeit im Bau sind die Kita der Lebenshilfe im Hollerfeld mit zwei Krippengruppen und vier Kindergartengruppen. Im Jahr 2023 soll mit dem Bau des BRK-Kindergartens in Frickenfelden (2 Krippen- und zwei Kindergartengruppen sowie eine Hortgruppe) begonnen werden. Der Kindergarten in Wald wird um eine Krippengruppe erweitert, ebenso der Katholische Kindergarten. Für beide Projekte hat die Planung begonnen

Gunzenhausen hat zwei Volksschulen: die Grundschule Süd mit 246 Schülern, davon 243 aus dem Gemeindegebiet Gunzenhausen, sowie die Stephani-Grundschule mit 302 Schülern. Die Astrid-Lindgren-Grundschule in Gnotzheim (47) wird von 28 Schülern aus Gunzenhäuser Ortsteilen besucht. Die Stephani-Mittelschule zählt 415 Schüler, von denen 326 oder 78 Prozent aus dem Stadtgebiet kommen. 42 von 122 Schülern der Grundschule Muhr am See werden von Schülern aus dem Stadtteil Wald besucht.

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FDP-Team auf Platz 2

Feierlicher Abschluss des Stadtradelns in Gunzenhausen

Die Einradfahrerinnern (plus einem männlichen Vertreter) bezauberten mit ihren Vorführungen. Foto: Grosser StGun

Als fahrradaktive Kommune hat Gunzenhausen eine große STADTRADELN-Tradition. 2022 nahm die Altmühlstadt bereits zum elften Mal an der Klimaschutzaktion teil. 42 Teams mit 821 Radlerinnen und Radler legten die eindrucksvolle Strecke von 215.773 Kilometer zurück. Dazu belegte das Kommunalparlament deutschlandweit den 1. Platz unter den Kommunen mit 10.000 bis 49.999 Einwohnerinnen und Einwohnern. Vor kurzem fand in der Stadthalle die diesjährige STADTRADELN-Abschlussveranstaltung statt.

Fast fünfeinhalb Mal um den Äquator oder rund 215.000 Kilometer, so lang ist die Strecke, die allein in diesem Jahr von Gunzenhäuser STADTRADELN-Teilnehmerinnen und –teilnehmern zurückgelegt wurde. Wie auch 2021 hatten Die WormerRadler mit 41.055 geradelten Kilometern die Nase im stadtinternen Ranking vorn. Gefolgt vom Team FDP mit 20.883 Kilometern und den Rathausmitarbeiterinnen und –mitarbeitern mit 19.426 Kilometern. Fachlich und organisatorisch begleitet wurde das STADTRADELN 2022 in gewohnter Weise von der Agenda 21-Gruppe, die u.a. Feierabendradeltouren und einen Fahrradaktionstag durchführten.

Vor kurzem fand nun die Abschlussveranstaltung statt, wie immer ein buntes Potpourri und gewürzt mit den Highlights aus dem diesjährigen Gunzenhäuser Fahrradjahr. Musikalisch begleitet wurde das Event von Heinz Horst am Flügel, die Einradfahrerinnen und Einradfahrer des TV 1860 Gunzenhausen begeisterten mit einer tollen Showeinlage. Zahlreiche Preise gab es auch zu gewinnen, darunter Taschen, Helme und Gutscheine. Gewinnchancen hatten alle, die am Abend der Abschlussveranstaltung anwesend waren. Bei einem großen „regionalen“ Buffet klang das kurzweilige Event aus.

Wer mehr über die Radlstadt Gunzenhausen erfahren möchte, der kann sich unter www.gunzenhausen.de/radlstadt-gunzenhausen.html ausführlich informieren. 

Früher ein Adelssitz

Aus der Geschichte des Schlosses Cronheim

Von 1670 stammt diese Zeichnung des Schlosses. Das Original befindet sich im Eichstätter Bistumsarchiv. Links die Kirche St. Maria Magdalena.

Das Schloss in Cronheim hat eine wechselvolle Geschichte, die bis in das Jahr 1564 reicht. Damals wurde es erbaut, aber schon kurz vorher war die Hans Georg von Cronheim gestorben, ist also die männliche Linie erloschen. Seine Tochter Barbara und deren Mann Matthias von Leonrod, ein bischöflich-eichstättischer Pfleger von Herrieden,  verkauften es aber schon 1580 an Sebastian Neustetter (gen. Stürmer).

Weitere Besitzer waren danach Friedrich  von Eyb zu Eybburg und Johann Philiipp Fuchs von Bimbach zu Möhren (1626). Nach einem zwischenzeitlichen Verkauf an den Grafen Nikolaus Fugger und dem Eichstätter Bischof Johann Christoph von Westerstetten kam es an den Reichshofrat Graf Johann Heinrich Nothaft, der den Besitz 1661 wiederum an das Hochstift Eichstätt verkaufte. Dann kam das Schloss im Zuge der Säkularisatin an den Kurfürsten Max Josef von Bayern, der im seinem treuen und tüchtigen Minister Montgelas zum Geschenk machte.  Später ging das Areal in den Privatbesitz von Pfarrer Schad über, der es ersteigerte, um es „ungeeigneter Verwendung“ zu entziehen. Weitere private Eigentümer waren danach der Handschuhfabrikant Eugen Wild aus Erlangen und der Schmiedemeister Rachinger. Einen Teil erwarb später Johann Goppelt, dem Max Müller nachfolgte. Dieser konnte den Besitz aber nicht halten, so dass er erneut zwangsversteigert wurde, und zwar an Karl Böhringer (1906).

Im 19. Jahrhundert wurden Teile des Schlosses und des Mauerrings beseitigt. Erhalten geblieben sind die Ringmauer im Osten und Süden sowie einige der einstigen Gebäude und Türme. Sie werden seit Jahrzehnten von der AWO als Therapiezentrum für alkoholkranke Menschen genutzt.