Ökologische Umgestaltung

Altmühl-Projekt geht in die nächste Phase

Ende des Jahres 2021 reichte das Wasserwirtschaftsamt Ansbach die Antragsunterlagen zur ökologischen Umgestaltung der Mittleren Altmühl bei Gunzenhausen ins Wasser- rechtsverfahren ein. Die Unterlagen werden in diesem Zuge auf der Internetseite des Landratsamts Weißenburg-Gunzenhausen veröffentlicht und liegen bei der Stadt Gunzenhausen zur Einsichtnahme aus.
Bereits im letzten Sommer stellte das Wasserwirtschaftsamt Ansbach das Projekt der ökologischen Umgestaltung im Stadtrat von Gunzenhausen vor. Im letzten halben Jahr wurde die Planung optimiert, sodass Ende des Jahres 2021 alle Unterlagen für das Wasserrechtsverfahren fertig erstellt waren.
Kern des eingereichten Ausbauvorhabens ist, wie im Stadtrat vorgestellt, die Gestaltung eines naturnahen Gewässers und die Herstellung der Durchgängigkeit für Fische und an- dere Lebewesen im Bereich der Altmühlpromenade in Gunzenhausen. Dafür wird ein ca. 730 m langer neuer Gewässerverlauf mit unterschiedlichen Lebensräumen für die Tier- und Pflanzenwelt hergestellt. Das Reitstegwehr wird zur Erreichung der Durchgängigkeit zurückgebaut. Die Fische und andere Lebewesen können durch eine am Ende des neuen Gewässerverlaufs angelegte Sohlgleite mit Beckenstruktur den Höhenunterschied des Reitstegwehrs überwinden, und so die Altmühl stromauf- und abwärts wandern.
Zur Schaffung von Naherholungsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger plant dasWasserwirtschaftsamt Ansbach ein Kneippbecken und ein abgeflachtes Ufer an der Alt- mühl, sowie einen Rundweg mit Aussichtsplattform in der Altmühlaue.
Ergänzend zur vorgestellten Planung wurde in Absprache mit der Stadt Gunzenhausen ein kleiner neuer Gewässerverlauf im Bereich der Stadthalle eingeplant. Die bestehende Altmühl wird durch das Aufbrechen des begradigten Flussbetts weiter aufgewertet.
Für die Umsetzung der Planung rollen voraussichtlich im Herbst 2022 die Bagger an.

Hausbrunnen untersuchen

Alle fünf Jahre werden Hausbrunnen getestet

Wer eine Kleinanlage* zur Eigenversorgung mit Trinkwasser betreibt, erhält in Kürze Post vom Gesundheitsamt Ansbach. Dabei geht es um umfangreiche Untersuchungen, die nach der aktuellen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) alle fünf Jahre durchgeführt werden müssen.

Der Zugang zu sicherem Trinkwasser ist in Deutschland durch die öffentliche Wasserversorgung jederzeit gewährleistet. In Ausnahmefällen kann ein Anschluss an die zentrale Trinkwasserversorgung nicht sinnvoll oder nicht möglich sein. In diesen Fällen stellt eine private Kleinanlage zur Eigenversorgung oftmals die einzig mögliche Alternative dar.

Um den Anforderungen der Trinkwasserverordnung gerecht zu werden, muss das Wasser aus Kleinanlagen mindestens einmal im Jahr untersucht werden. Daneben sind in einem Zeitintervall von längstens fünf Jahren weitere Untersuchungen durchzuführen. Für Stadt und Landkreis Ansbach ist dies im Jahr 2022 der Fall. Analysiert werden müssen unter anderem Färbung, Geruch, Geschmack und Trübung sowie die Konzentration von Stoffen wie Ammonium, Chlorid, Nitrat und Nitrit. Eine Liste mit allen Untersuchungsparametern ist unter www.landkreis-ansbach.de („Aktuelles“) abrufbar.

Die Probennahme muss durch einen zertifizierten Probenehmer und die Analyse in einem akkreditierten Labor erfolgen. Unter dem Link https://www.lgl.bayern.de/downloads/zqm/index.htm befindet sich eine Liste aller zugelassenen Trinkwasseruntersuchungsstellen. Der Befund der Untersuchung muss dem Gesundheitsamt Ansbach bis spätestens 31. Juli 2022 übermittelt werden.

Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 0981/468-7777.

*Kleinanlagen zur Eigenversorgung gemäß § 3 Nummer 2 Buchstabe c TrinkwV sind Anlagen einschließlich dazugehörender Wassergewinnungsanlagen und einer dazugehörenden Trinkwasser-Installation, aus denen pro Tag weniger als 10 Kubikmeter Trinkwasser zur eigenen Nutzung entnommen werden. Dies bedeutet, dass das Trinkwasser nicht im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit an Dritte abgegeben wird (z.B. Vermietung von Wohnungen, Hotels, Bewirtung, Herstellung von Lebensmitteln), sondern lediglich für den Eigengebrauch innerhalb der Familie verwendet wird.

Die Bergmesse gibt es noch

Der Hesselberg und seine Geschichte hat viele Facetten

Nicht nur über die volkskundlichen Eigenarten, wie die Hesselberger Mundart, berichtet das Heimatbuch von Max Börner. Es ist 1927 erschienen. Die Illustration stammt von Conrad Scherzer, ebenso das Titelblatt.

„Es ereignete sich nicht ein einziger Exzeß. Dies ist jedoch der heiteren Bergluft und dem Genuß  im Freien ohnfehlbar am meisten beizumessen“. Hans Ernst Freiherr von Lüttwitz, Wassertrüdinger Kreisdirektor zu Anfang des 19. Jahrhunderts, quittierte mit diesen Worten das Debüt der Bergmesse auf dem Hesselberg vom 10. bis 13. Juni 1804. Ein Jahr zuvor, am 10. Juni 1803, hatte der Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. den Hesselberg besucht und damit den Impuls für die Bergmesse ausgelöst, die – mit etlichen Unterbrechungen und starken Veränderungen – bis heute begangen wird.

„An 5 Stunden Weges, die eher nicht im besten Stande waren, wurden binnen 3 Tagen so ausgebessert und hergestellt, dass der König Allerhöchstselbst geruhte darauf aufmerksam zu werden und den Weg für gut zu erklären“, notierte der Kreisdirektor in seinem „Kreis-Zeitblatt“, das in 69 Ausgaben von 1802-05 erschien, von dem aber nur mehr zwei  Exemplare im Archiv schlummern. Wenn man Berichten aus jener Zeit glauben darf, dann waren zur ersten Bergmesse an die 20000 Menschen gekommen, es wird aber gleich eingeschränkt, dass es nur 12000 gewesen sein könnten. Wie dem auch sei,  zehn Wirte stellten „große Bretterbuden“ auf „worin auch getanzt wurde“.  Und in einem „engen Circus“ waren die Handelsbuden gruppiert.

Die Zeitläufte waren zunächst gegen eine große Tradition der Bergmesse. Wie der Heimatschriftsteller Max Börner in seinem  1927 erschienenen Buch „Im Bannkreis des Hesselbergs“  schreibt,  haben die „napeleonischen Wirren“ und der Übergang vom Fürstentum Brandenburg-Ansbach an das Königreich Bayern die Messe „vorderhand einschlafen lassen“.  Erst der Wassertrüdinger Landrichter Bartholomae reaktivierte sie am 18. Juni 1820, so dass es einen dritten Anlauf gab.  Die Resonanz war damals enorm: 254 Buden und Stände waren aufgebaut (ein Jahr später waren es sogar 385), die Besucher leerten 358,5 Eimer Bier, 432 Flaschen Wein, 76 Maß Branntwein, sie verzehrten 5940 Kreuzerbrote, 10600 Würste, 167 Stück Geflügel und 2,5 Zentner Fleisch.  

Der Chronist bemerkt, dass die Messe nach 1837, als sie an die Gemeinde Röckingen übertragen wurde,  „langsam ihrem Verfall entgegen ging“. Aber 1856 gab es noch einmal einen Höhepunkt mit der Einweihung des Gustav-Adolf-Denkmals, das die Gemeinden Röckingen, Ehingen, Gerolfingen, Lentersheim finanzierten. Realisiert wurde ein Entwurf des Steinhauermeisters J. Wengert aus Treuchtlingen, der eine vierkantige zinnenbekrönte Säule aus Kalkstein schuf. Sie erinnerte lange Zeit an den Besuch des Schwedenkönigs 1632 und an die Visite des Preußenkönigs 1803. 1936 wurde das Denkmal von den Nationalsozialisten zerstört.

Dauerte die Messe anfangs noch acht Tage, so wurde sie später auf einen Tag reduziert. Die Kriegsjahre bewirkten den völligen Stillstand. Dafür sorgten die Nationalsozialisten in den dreißiger Jahren (1933-1939) für riesige Aufläufe, wenn sie dort ihre „Frankentage“ als Huldigung an den „Führer“ und seiner nationalsozialistische Idee begingen. Bis zu 100000 Besucher sollen auf den „Berg der Franken“ geströmt sein, um dem gastgebenden Gauleiter Julius Streicher zuzujubeln. In den fünfziger Jahren versuchten die Hesselbergpolitiker, die alte Markttradition wieder zum Leben zu erwecken. Die Röckinger Vereine übernahmen die Ausrichtung der Bergmesse, die nach Mitteilung von Hesselbergkenner Hans Spatz aus Ehingen von einem volksfestähnlichem Betrieb begleitet war. An die zehn Aussteller sind es heute noch, wenn am ersten Sonntag im Juli der Berg ruft.

Der Heimatschriftsteller  Max Börner  („Ich lieb´ die Bauern, denen ich entstamme, und deren Mark aus deutscher Erde wächst“) rechtfertigt sein Porträt des Hesselberg in vielen Facetten, denn er erlebte seine Jugendjahre „mit Spiel und Arbeit“, genoss dort „die Vorzüge einer gewissenhaften und frommen Erziehung“ und lernte „Bauernart und Heimatsitte“ kennen.  

WERNER FALK

Finanzspritze des Bezirks

Historische Hofstelle erstrahlt in neuem Glanz

Die historische Hofstelle in Oberscheinfeld im Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim ist ein bedeutendes Zeugnis bäuerlichen Lebens im Steigerwald. Das Wohnstallhaus mit Ecklisenen und geohrter, profilierter Türrahmung stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Scheune, ein Sandsteinquaderbau mit Fachwerkgiebel und Steilsatteldach, ist auf das Jahr 1875 datiert. Nach einer umfangreichen und denkmalgerechten Sanierung erstrahlt das Anwesen heute in neuem Glanz.

Am förderfähigen denkmalpflegerischen Mehraufwand hat sich der Bezirk Mittelfranken mit 15.000 Euro beteiligt. Das zweigeschossige Bauernhaus mit Schopfwalmdach, bei dieser Dachform sind die Giebelseiten nicht ganz abgewalmt, wurde zu einem Ferienhaus umgebaut. Besonderes Augenmerk lag bei der Sanierung auf der fachgerechten Restaurierung der Deckenstuckelemente im ersten Obergeschoss. Die neuen Fenster, schlank profiliert und mehrflügelig, entsprechen ebenfalls den denkmalpflegerischen Auflagen. Die Natursteinelemente an der Fassade wurden behutsam überarbeitet und steinmetzmäßig instand gesetzt. In der großen Scheune mussten zwei der vier Mittelstützen in der Tenne, welche die Hauptlast des Dachstuhls tragen, aus Gründen der Statik dringend ausgetauscht werden.

Mit der vorbildlichen Sanierung des Ensembles haben die Bauherrn nicht nur einen Leerstand aufgelöst, sondern dem Markt Oberscheinfeld auch zu einer Belebung an zentraler Stelle verholfen.

Altmühltaler-Lamm-Königin gesucht!

Junge Frauen ab 18 Jahren können sich jetzt bewerben

Zuletzt war Franziska Lechner im Jahre 2019 als Altmühltaler-Lamm-Königin im Ein­satz und stand als Repräsentantin des regionalen Produkts „Altmühltaler Lamm“ auf zahlreichen Veranstaltungen mit im Mittelpunkt, besuchte Messen in ganz Deutschland, lernte viele interessante Menschen kennen und knüpfte zahlreiche Kontakte. Jetzt gibt die Berolzheimerin die Krone weiter. Noch bis zum 31. März 2022 haben junge Frauen ab 18 Jahren Gelegenheit, sich für ihre Nachfolge zu bewerben.Ihre Bewerbungsunterlagen mit Foto, einem kurzen Lebenslauf und einer Erläuterung, wieso sie für das Amt Interesse zeigen, können sie einfach direkt per E-Mail an info@naturpark-altmuehltal.de senden.

Franziska Lechner gibt ihr Amt jetzt an die Nachfolgerin weiter.

Die zukünftige Altmühltaler-Lamm-Königin sollte aufgeschlossen sein für neue Erfah­rungen und Spaß an öffentlichen Auftritten haben – schließlich sind bei den Veran­staltungen rund ums „Altmühltaler Lamm“ die Blicke mehrerer tausend Besucher auf sie gerichtet. Begeisterung für die „Altmühltaler Lamm“-Produkte ist natürlich auch eine Voraussetzung für das Amt, außerdem ist ein bisschen Vorwissen aus der Land­wirtschaft oder der Schäferei von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. Wichtig ist auch ein Interesse an den Natur- und Kulturlandschaften des Naturpark Altmühltal, denn die Altmühltaler-Lamm-Königin repräsentiert nicht nur eine erfolgreiche Regionalmarke. „Sie ist darüber hinaus eine Botschafterin für die traditionelle Schä­ferkultur im Naturpark Altmühltal, die auch ein wichtiger Ansatzpunkt unseres Touris­muskonzepts ist“, erklärt Christoph Würflein, der Geschäftsführer des Tourismusver­bands Naturpark Altmühltal. Die weidenden Schafherden schützen nämlich die wertvollen Wacholderheiden vor dem Verbuschen. Mit einer eigenen Königin für das „Altmühltaler Lamm“ möchten der Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. und der Verein der Hüteschäfer im Naturpark Altmühltal e.V. mehr Aufmerksamkeit für den Schäferberuf, die Rolle der Schafe als Landschaftspfleger und natürlich auch für die hervorragenden regionalen Produkte des „Altmühltaler Lamms“ gewinnen.

Die Regentschaft dauert zwei Jahre. Ihren ersten offiziellen Auftritt hat die neue „Altmühltaler Lamm“-Königin am 14. und 15. Mai 2022 beim „Altmühltaler Lamm“-Auftrieb in Mörnsheim: Zusammen mit dem Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek wird sie die Schafherden bei ihrem Auszug auf die Sommerweide begleiten. Vorher wird sie natürlich mit dem „Königinnen-Zubehör“ ausgestattet. Die „Regentin“ erhält kostenlose Verpflegung auf den Veranstaltungen. Da sie in der gesamten Region und darüber hinaus unterwegs ist, sollten Bewerberinnen über einen Führerschein und ein Auto verfügen. Die Fahrtkosten werden natürlich erstattet.

Weitere Informationen: Informationszentrum NATURPARK ALTMÜHLTAL

Notre Dame 1, 85072 Eichstätt, Tel. 08421/9876-14, info@naturpark-altmuehltal.de, www.naturpark-altmuehltal.de/lammkoenigin

Aus der Praxis für die Praxis

Umfrage für Unternehmer aus Gunzenhausen


In der Stadt Gunzenhausen gibt es zahlreiche innovative, zeitgemäße und interessante Unternehmen. Diese bilden im Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. und den Wirtschaftsverbänden ein gemeinsames und starkes Netzwerk. Für einen Input von außen und den Blick über den Tellerrand, plant der Stadtmarketingverein gemeinsam mit Wirtschaftsförderung und Citymanagement für die Gewerbetreibenden und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein vielfältiges Fortbildungsprogramm. Dieses soll noch im Laufe des Jahres 2022 starten.
Das Fortbildungs- und Informationsangebot wird für die Unternehmen kostengünstig angeboten und soll vor allem von Referenten aus Gunzenhausen und der Region gestaltet werden. Das Motto wird sein: „Aus der Praxis für die Praxis“. Das Tolle: Das Programm wird nicht mit anderen, bereits bestehenden Weiterbildungsangeboten in Konkurrenz treten, sondern möchte diese sinnvoll ergänzen. Im Idealfall werden Angebote gemeinschaftlich beworben und durchgeführt.
Inhaltlich werden sowohl „online“ wie auch „offline“ Themen angeboten werden. Zur Bedarfsanalyse und zur besseren Planung bzw. um möglichst zielgenau zu arbeiten, würden sich die Verantwortlichen freuen, wenn möglichst viele Unternehmerinnen und Unternehmer inund um Gunzenhausen bis 20. Februar 2022 an einer Online-Umfrage auf der Internetseite www.stadtmarketing-gunzenhausen.de teilnehmen würden. Die Ergebnisse bilden dann die Grundlage für Themen und Formate.
Direktlink zur Teilnahme bis 20.02.22: https://stadtmarketing- gunzenhausen.de/meldungen/umfrage-inhalte-f%C3%BCr-ein-geplantes- weiterbildungsprogramm.html
Für Rückfragen stehen Jeanette Holzschuh, Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. (Tel. 09831/508-308), Andreas Zuber, Wirtschaftsförderung Gunzenhausen (Tel. 09831/508- 131) und Markus Jocher, Citymanagement Gunzenhausen (Tel. 0176/82027171) gemeinsam per E-Mail unter info@stadtmarketing-gunzenhausen.de zur Verfügung.

Reine Männersache?

Erster Barber Shop für Kinder von Smoby Toys

Der Barbershop zieht in das Kinderzimmer ein. Foto: Simba Dickie Toys


Mit Smoby können Kids ab drei Jahren ihren eigenen Barber Shop mit drei unterschiedlichen Spielbereichen eröffnen. Vor der Haar- oder Bartpflege geht es zunächst in den Waschbereich, anschließend wird an der Verkaufstheke gezahlt. Hier freut sich das ganze Team darauf, Wünsche zu erfüllen. Im Haar- und Bartpflegebereich nehmen Kunden auf dem Hocker vor dem großenSpiegel Platz. Angeboten werden zum einen der klassische Haarschnitt mit Schere oder Maschinenschnitt, zum anderen natürlich das ganze Repertoire der Bartpflege: in Form bringen, kürzen oder stylen; klassisch, modern, stylisch oder mit Übergang – im Barber Shop von Smoby Toys ist alles möglich.
Nach der ersten Beratung geht es in den Waschbereich mit Spülbecken und mechanischer Handbrause. Über den Knopf mit Krick-Krack- Klickgeräusch können die Kinder imitieren, die Wassertemperatur je nach Kundenwunsch individuell anzupassen.Gezahlt wird anschließend an der Kasse der Verkaufstheke, das geht bar über die abschließbare Kassenschublade oder via Kreditkarte am Kartenlesegerät. Hier kann der Nachwuchs auch Verkaufsgespräche für die verschiedenen Pflegeprodukte führen oder aber über die in der Broschüre angebotenen Behandlungen informieren. Denn die individuelle Kundenberatung gehört natürlich auch dazu.
Insgesamt 19 Zubehörteile ergänzen die Premium-Ausstattung: verschiedene Schaumlotionen, Creme, Rasierpinsel, Kinder-Spielrasierer, Kamm, Schere, eine mechanische Schneidemaschine mit einstellbarerSchnittlänge, Kreditkarte, Spielgeld und vieles mehr.
Der Smoby Barber Shop wird aus hochwertigem Kunststoff im Smoby Werk in Frankreich produziert und lässt sich nach Spielende platzsparend zusammenklappen. Für mobile Einsätze und als Ergänzungsset zum Barber Shop gibt es den
Smoby Barber Gürtel. Der größenverstellbare Textilgürtel lässt sich perfekt anpassen und ist mit seinem kindgerecht gestalteten Verschlussclip leicht anzulegen. Die Gummibänder halten die neun Zubehörteile: Schere, mechanischer Bartschneider, Lotion, Rasierer, Handspiegel, elektronischer Haartrockner mit Sound, Handseife, Kamm und Rasierpinsel


  

Apollo und Hyazinth

Die nachgeholte Opernaufführung

2019 konnte das Bergwaldtheater Weißenburg sein 90-jähriges Bestehen feiern. Seit vielen Jahren weist der Frankenbund Weißenburg wiederholt auf die weit überregionale Bedeutung der Bühne in ihrem historischen Kontext hin. Gerade um auch der herausragenden Rolle des Bergwaldtheaters im Zusammenhang mit der Freilichtbewegung seiner Entstehungszeit Rechnung zu tragen, unterstützte und finanzierte der Frankenbund im Jubiläumsjahr 2019 die Ausstellung und zugehörige Begleitpublikation „Von Altdorf über Weißenburg bis Zoppot. Kleinode der Plakatkunst aus der Sammlung Egon Schmid“. Anknüpfend an diese Grundgedanken plant die Gruppe für das Jahr 2022 als Brückenschlag von der Geschichte der bewegten Anfänge der Festspiele in die Jetztzeit eine historisch informierte
Opernaufführung in Eigenregie.

Im Jahr 1932, einer der herausragenden Spielzeiten in der Geschichte der Freilichtbühne, war die Aufführung der frühen Mozartoper Apollo und Hyazinth mit einem von Erika Mann, Tochter des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann, bearbeiteten Libretto geplant. Nach Intervention des NS-Kampfbundes für Deutsche Kultur wurden vor dem Hintergrund des pazifistischen und NS-kritischen Engagements Erika Manns, ja der gesamten Familie Mann, aus Furcht vor angedrohten Boykottmaßnahmen der erstarkenden NS-Bewegung Pläne zur Aufführung zurückgezogen. Unrühmliche Bekanntheit erreichte das Bühnenwerk in der Folge durch reichsweit beachtete Prozesse vor verschiedenen Arbeitsgerichten, welche Erika Mann in der Folge der Auflösung bereits geschlossener Verträge anstrengte.

90 Jahre nach diesen Ereignissen will der Frankenbund auf Hintergründe der damaligen Ereignisse hinweisen. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen, die geplant sind, steht die „nachgeholte“ Opernaufführung mit der Musik Mozarts. Ähnlich wie das Singspiel zu seiner Premiere 1767 als „Interludium“ in einen Textteil integriert war, sollen jetzt in einem Wechselspiel von Musik und Wort die Hintergründe der Opernbearbeitung, der Ereignisse vor Ort, aber auch überregionaler politischer Entwicklungen der 30er Jahre dargestellt werden. Zusätzlich soll das thematische Umfeld in seinen vielgestaltigen Aspekten in einem Begleitprogramm aufgearbeitet werden.

Zur Umsetzung des zeitlich an der Grenze zwischen Spätbarock und Früh-Klassik angesiedelten Singspiels konnte das auf Originalklang-Konzerte spezialisierte Ensemble Neue Nürnberger Ratsmusik gewonnen werden. Nicht zuletzt als Tribut an die erfolgreichen Konzepte der ruhmreichen Geschichte der Bühne wurde bei weiteren Besetzungen großer Wert auf die Berücksichtigung von Künstlern mit Bezug zur Stadt Weißenburg, zur Region und dem Bergwaldtheater berücksichtigt. U.a. wird den Auftritt eines Chores ein lokales Ensemble (Weißenburger Vocalisten) übernehmen, eine der Gesangsrollen wird Katharina Susewind, Frau des aktuellen Stadtschreibers Clemens Berger übernehmen. Weitere Gesangsrollen werden von Künstlern übernommen werden, die aus der Region stammen und sich mit erfolgreichen Auftritten vor Ort beim Publikum bereits einen Namen gemacht haben (Corinna Schreiter, Christine Mitermair, Markus Simon).

Der „Textteil“ ist als szenisches Wechselgespräch zwischen zwei Personen (Erika Mann und einem fiktiven Intendanten) angelegt. Zum einen soll die Handlung der Oper, die unter Auslassung der weitschweifigen Passagen von Sprechgesang (Secco-Rezitative) des Originals ebenfalls szenisch gespielt werden soll, verständlich gemacht und zum anderen die historischen Zusammenhänge der „Weißenburger-Nicht-Aufführung“ des Jahres 1932 erlebbar gemacht werden. Die Umsetzung des szenischen Teils werden Schauspieler aus Weißenburg übernehmen, die sich bereits bei den Aufführungen des ersten Stadtschreiberprojekts (Der Lebkuchenmann, 2019) neben professionellen Künstlern bewährt haben.

Als Aufführungsort der Open-Air-Veranstaltung ist der Dr.-Martin-Luther Platz vorgesehen. Auch hier haben bei der Auswahl historische Vorbilder eine Rolle gespielt. Zum einen war die erste Aufführung für das Jahr 1932 nebenan auf dem Platz „Am Hof“ geplant. Zum anderen war zur Blütezeit des Bergwaldtheaters während der Festspielsaison immer die Anbindung der Stadt an die Bühne und umgekehrt ein wichtiger Gedanke. Des Weiteren sollen zusätzliche Veranstaltungen (Lesungen, Podiumsdiskussionen, Publikationen) das Projekt kontextualisieren.
Veranstaltungstermine sind der Samstag und Sonntag im letzten Juni-Wochenende 2022 (25./26. Juni 2022). Als Ort für eine eventuell wetterbedingt notwendige Innenraumveranstaltung ist das Kulturzentrum von den Organisatoren als am geeignetsten befunden und vorgebucht worden. Als Veranstalter tritt die Frankenbund-Gruppe Weißenburg auf.

Aufführungen am 25. und 26. Juni, 19.00 Uhr am Martin-Luther-Platz in Weißenburg. Karten zum Preis von 30.- / 25.- € über das Kulturamt der Stadt Weißenburg (link: www.bergwaldtheater.de) oder vibus (link: https://tickets.vibus.de)

MARTIN WEICHMANN

Don Juan besucht die Stadthalle

Gunzenhäuser Theaterspielzeit

Dom bzw. Don Juan ist eine der großen Komödien des französischen Dichters Molières. Seit Jahrhunderten begeistert das vielseitige Werk um einen jungen Adeligen das Publikum. Bis heute hat der provokante Inhalt nichts von seiner Faszination verloren. Es geht um den Bruch mit gesellschaftlichen Konventionen, um Kritik an religiösen und herrschaftlichen Normen und um die verzweifelte und manchmal auch hoffnungslose Jagd nach Idealen. Don Juan ist ein Klassiker aus dem 17. Jahrhundert, und nach wie vor sehr aktuell. Am Samstag, 26. Februar 2022, wird das Stück in der Gunzenhäuser Stadthalle zu sehen sein.
In sinnlichen und bestechend scharfen Bildern erzählt das Münchner Ensemble Persona eine tragische Geschichte. In anderen Interpretationen wird Don Juan manchmal nur auf sein schönes Äußeres reduziert, er wird als Frauenheld und Lüstling dargestellt. Nicht so bei dieser Aufführung. In der Figur wohnt ein ruheloser Geist, der sich an den Konventionen seiner Zeit abarbeitet, häufig bedient er sich dabei eines sarkastischen Untertons. Das Ensemble Persona konzentriert sich auf diese Sprachbehandlung und gibt den Texten einen tiefsinnigen, poetischen und humorvollen Touch. Es ist eine Freude, den Künstlerinnen und Künstlern bei ihrer Darbietung zuzusehen.Auch musikalisch werden die Besucherinnen und Besucher auf ihre Kosten kommen, denn die Inhalte werden immer wieder mit feurigen Tangoklängen untermalt. Auf diese Weise entsteht eine ganz eigene Aufführung mit Tiefgang, bei der aber auch der Spaß nicht zu kurz kommen
wird.
Die Ankündigung Don Juans geschieht aufgrund der Corona-Pandemie unter Vorbehalt. Es gelten die zum jeweiligen Zeitpunkt gültigen behördlichen Vorgaben und Hygieneverordnungen. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie auch auf der Internetseite www.gunzenhausen.info.
Bitte beachten Sie: An der Abendkasse sind keine Tickets für Don Juan erhältlich. Für nähere Informationen zur Veranstaltung können Sie sich gerne an die Mitarbeiterinnen des Kulturbüros unter Tel. 09831/508-109 oder -300 sowie per E-Mail an kulturamt@gunzenhausen.de wenden.

Stark machen für Radverkehr

Landkreis Ansbach will fahrradfreundlicher werden

Landrat Dr. Jürgen Ludwig (links) präsentierte bei der digitalen Veranstaltung stolz die Urkunde zur Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK). Mit ihm freute sich der AGFK-Vorsitzende und Fürther Landrat Matthias Dießl. Foto: Tobias Hase

Der Landkreis Ansbach ist neu in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern e.V. (AGFK) aufgenommen worden. Landrat Dr. Jürgen Ludwig erhielt die Auszeichnung im Rahmen einer Videokonferenz im Beisein des AGFK-Vorsitzenden und Fürther Landrats Matthias Dießl sowie der Bayerischen Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr Kerstin Schreyer. „Wir machen uns stark für den Radverkehr. Unsere bisherigen Anstrengungen sind mit der Aufnahme in die AGFK belohnt worden. Jetzt gilt es, nicht stehen zu bleiben. Wichtig wird sein, ein Radverkehrskonzept auf den Weg zu bringen und die Radwege sicherer und sichtbarer zu machen. Das Fahrrad hat einen festen Platz im Verkehrsmix der Zukunft“, sagte Landrat Dr. Jürgen Ludwig.

Um den Titel „fahrradfreundliche Kommune“ zu erhalten, musste ein anspruchsvolles Prüfverfahren absolviert werden. Die Bewerberkommunen wurden nach einem einheitlichen Kriterienkatalog auf ihre Fahrradfreundlichkeit getestet.

Aktuell verzeichnet die Arbeitsgemeinschaft insgesamt 93 Mitgliedskommunen mit mehr als 6,6 Millionen Einwohnern. Sie tauschen Erfahrungen aus und nutzen Synergieeffekte. „Es freut mich sehr, dass sich weiterhin so viele Kommunen für den Radverkehr engagieren“, erklärte Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. „Für die Kommunen, aber vor allem für die Radfahrerinnen und Radfahrer hat das nur Vorteile. Denn so wird die Infrastruktur immer besser und der Anreiz für die Bürgerinnen und Bürger, das Fahrrad zu nutzen, immer größer.“

Elf Kommunen neu als Mitglieder

Das Netzwerk fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern wächst: Insgesamt 93 Mitgliedskommunen verzeichnet die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen e.V. (AGFK Bayern) aktuell. Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und Landrat Matthias Dießl, 1. Vorsitzender der AGFK Bayern, haben heute die jüngsten Auszeichnungen verliehen. Auch die bayerischen Gewinnerinnen und Gewinner der Wettbewerbe STADTRADELN und Schulradeln in Bayern 2021 wurden ausgezeichnet.

Der Trend beweist: Das Fahrrad wird auch in den ländlichen Kommunen immer mehr als alternatives Verkehrsmittel anerkannt. 15 AGFK-Mitgliedskommunen haben sich dem anspruchsvollen Prüfverfahren, bei dem alle Bewerberkommunen nach einem einheitlichen Kriterienkatalog auf ihre Fahrradfreundlichkeit geprüft werden, mit Erfolg unterzogen und dürfen von 2022 bis 2028 offiziell den Titel „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ tragen: Die Städte Baiersdorf, Donauwörth, Erding, Fürth, Hilpoltstein, Kempten, Kolbermoor, Moosburg an der Isar, Puchheim, Straubing sowie die Gemeinden Gräfelfing, Poing, Uttenreuth, der Markt Murnau und der Landkreis Ebersberg.

Die Auszeichnung ist eine Anerkennung der bisher geleisteten Radverkehrsaktivitäten, erfordert nach sieben Jahren jedoch eine Rezertifizierung, für die weitere Fortschritte erkennbar sein müssen. Die Landeshauptstadt München, die Stadt Herzogenaurach sowie die Gemeinde Ismaning und der Landkreis Starnberg durchliefen den Rezertifizierungsprozess 2021 erfolgreich und werden in den kommenden Jahren ebenfalls erneut das Siegel tragen.

Die neu hinzugekommenen Mitgliedskommunen wurden ebenfalls feierlich aufgenommen: Die Städte Alzenau, Burgau, Karlstadt, Neu-Ulm, Oberasbach, Traunstein und Zirndorf sowie die Landkreise Ansbach und Aschaffenburg, die Gemeinde Feldkirchen und der Markt Roßtal. „Es freut mich sehr, dass sich weiterhin so viele Kommunen für den Radverkehr engagieren“, erklärte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. „Für die Kommunen, aber vor allem für die Radfahrerinnen und Radfahrer hat das nur Vorteile. Denn so wird die Infrastruktur immer besser und der Anreiz für die Bürgerinnen und Bürger, das Fahrrad zu nutzen, immer größer.“