Leidenschaftlicher Flugsportler

Landrat zeichnete Fritz Frenzel aus Weihenzell aus

Ehrung im Landratsamt: Landrat Dr. Jürgen Ludwig übergab Fritz Frenzel die Bundesverdienstmedaille. Zur Auszeichnung gratulierte Gerhard Kraft, Bürgermeister von Weihenzell (von links). Foto: Landratsamt Ansbach/Fabian Hähnlein

Landrat Dr. Jürgen Ludwig hat Fritz Frenzel aus Weihenzell die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland übergeben. Verliehen wurde die Auszeichnung dem 75-Jährigen von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier für seinen jahrzehntelangen Einsatz in Luftrettung und Luftsport.

„Sie haben Ihr Hobby und Ihre Leidenschaft in den Dienst der Menschen gestellt und Ihre Ideen weitergetragen. Außerdem haben Sie Strukturen geschaffen, die in die Zukunft weisen. Der Samen, den Sie gesät haben, geht auf“, würdigte der Landrat Frenzels Leistung. Weihenzells Bürgermeister Gerhard Kraft lobte Frenzel als engagierten und naturverbundenen Bürger, der nicht nur im Flugsport, sondern auch in der Jagd aktiv sei.

Kurz nach dem Erwerb seines Flugscheins trat Fritz Frenzel 1980 als jüngster Einsatzpilot der Luftrettungsstaffel Bayern (LRSt) bei, die auf über 30 Flugplätzen in ganz Bayern ehrenamtlich tätige Pilotinnen und Piloten, Flächenflugzeuge und Hubschrauber für die Luftbeobachtung zur Verfügung stellt. Die LRSt ist zuständig für die Waldbrandüberwachung in Zeiten und Gebieten besonderer Gefährdung, für den Katastrophenschutz zur Früherkennung oder Überwachung, für Aus- und Weiterbildung von Luftbeobachtern, für den Umweltschutz, den Landschafts- und den Naturschutz, für Denkmalschutz-Aufgaben und Luftbildarchäologie sowie für Sonderaufgaben wie beispielsweise bei der Verkehrsüberwachung in besonderen Fällen, bei der Suche nach vermissten Personen oder Flugzeugen, bei Lawinenbeobachtung und bei Hochwasserlagen.

Fritz Frenzel übernahm 1990 die Leitung des Stützpunktes Ansbach-Petersdorf und 1993 die stellvertretende Leitung der Flugbereitschaft des Stützpunktes Mittelfranken. Seit 2000 hat er die Leitung der Flugbereitschaft Mittelfranken inne. Er koordiniert die Einsätze der fünf Luftrettungsstaffel-Stützpunkte in Mittelfranken, steht auch weiterhin als Einsatzpilot zur Verfügung und arbeitet eng mit den zuständigen Forstämtern und den Feuerwehren zusammen. In seiner Verantwortung als Flugbereitschaftsleiter musste er in den vergangenen Jahren die Schließung von zwei Stützpunkten kompensieren und konnte 2016 Gunzenhausen als neuen Luftbeobachtungsstützpunkt dazugewinnen.

Ein besonderes Anliegen ist Fritz Frenzel der Umwelt- und Naturschutz. So initiierte er 1989 in der LRSt die Überwachung des „Wiesenbrüterprogramms“ des Freistaats Bayern, das dem Schutz heimischer Wiesenvögel dient. Aus der Luft wird dabei überwacht, ob Landwirte die Bewirtschaftungsvereinbarungen zum Schutz gefährdeter Vogelarten einhalten. Im „Deutschen Aero Club e. V.“ (DAeC) übernahm er bereits 1986 das neu geschaffene Amt des „Beraters in Umweltfragen“. Wenig später wurde der bundesweit aktive Ausschuss „Umwelt und Natur“ des DAeCs gegründet, den Frenzel anschließend 15 Jahre lang ehrenamtlich führte. Er warb stets dafür, dass es unverzichtbar ist, auf den Umwelt- und Naturschutz zu achten, und setzte sich erfolgreich für die Einrichtung des Referats „Umwelt und Natur“ in der Bundesgeschäftsstelle des Verbandes ein. Der DAeC war damit der erste Verband im Deutschen Sportbund überhaupt, der eine hauptamtliche Stelle für den Umwelt- und Naturschutz einrichtete.

 

Mit Landrat unterwegs

Jetzt noch schnell bewerben: Landkreistour mit Manuel Westphal

Noch bis zum 13. September können sich Interessierte für die Landkreistour mit Landrat Manuel Westphal bewerben. Mit etwas Glück sind Sie dann bei einer der drei Touren im Oktober dabei.

Von Raitenbuch bis Muhr am See und von Pleinfeld bis Langenaltheim: Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat viel zu bieten. Vielfältige Landschaften, kulinarische Besonderheiten und abwechslungsreiche Aktivitäten warten darauf, entdeckt zu werden. „Passend zum Jahr des 50-jährigen Landkreisjubiläums wollen wir unseren Landkreis gemeinsam entdecken“, so Landrat Manuel Westphal. 150 Personen haben im Oktober dann die Möglichkeit, an den drei Touren teilzunehmen.

Die erste Tour führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Hahnenkamm und ins Altmühltal rund um die Gemeinden entlang der Altmühl angefangen in Dittenheim bis hin nach Treuchtlingen, aber auch die Hahnenkamm-Gemeinden von Gnotzheim bis Polsingen sind mit dabei. Die zweite Tour wird ins Fränkische Seenland gehen von Muhr am See bis nach Ellingen. In der dritten Tour soll dann noch der Jura und der Naturpark Altmühltal erkundet werden, also von Raitenbuch nach Solnhofen.

Interessierte können sich noch bis zum 13. September 2022 für eine Teilnahme an einer der drei Touren bewerben. Dies kann online unter www.landkreis-wug.de/jubilaeumsjahr/landkreistour/ erfolgen oder telefonisch unter 09141 902-201 im Vorzimmer des Landrats. Nach dem Einsendeschluss wird Landrat Manuel Westphal 150 Gewinnerinnen und Gewinner ziehen, die dann an der jeweiligen Tour teilnehmen können (50 Personen pro Tour). Die Gewinner werden kurz nach Einsendeschluss über die Termine und den Ablauf der jeweiligen Tour benachrichtigt.

Karrierestart am Landratsamt

Sieben junge Leute beginnen Ausbildung

Landrat Dr. Jürgen Ludwig (hinten links), Ausbildungsbeauftragter Patrick Hertlein (hinten rechts) sowie Ausbildungsleiterin Eva-Maria Leibinger (rechts) begrüßten die neuen Auszubildenden am Landratsamt Ansbach (von links): Maria Hackstetter, Carolin Rickert-Gröger, Julia Spieß, Tim Hiemeyer, Lea Nepovedomy, Anne Trump und Lea Schäf. Foto: Landratsamt Ansbach/Fabian Hähnlein

Landrat Dr. Jürgen Ludwig hat sieben Berufsanfänger im Landratsamt Ansbach begrüßt. „Wir freuen uns, dass Sie hier sind. Sie erwartet ein breites Feld“, sagte er. Die Aufgaben und Anforderungen, die es im Landratsamt für Bürger, Unternehmen und Kommunen zu bewältigen gelte, seien vielfältig und anspruchsvoll. Und so wünschte der Landrat den Nachwuchskräften neben einer gelingenden Einarbeitung: „Bewahren Sie sich so lange es geht den offenen Blick.“

Ihre dreijährige Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte begannen Tim Hiemeyer aus Wieseth, Lea Schäf aus Oberdachstetten und Anne Trump aus Wörnitz. Zudem startete die Anwärterzeit für die künftigen Beamten der zweiten Qualifikationsebene, Maria Hackstetter aus Bechhofen, Lea Nepovedomy aus Herrieden, Carolin Rickert-Gröger aus Ansbach und Julia Spieß aus Oberdachstetten.

Um die Abläufe in verschiedenen Sachgebieten kennen zu lernen, durchlaufen die Auszubildenden am Landratsamt Ansbach mehrere Stationen.

Angeboten werden vom Landkreis Ansbach Ausbildungen für die Berufe (m/w/d) Verwaltungsfachangestellte, Beamte in der 2. oder 3. Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen, Pflegefachkraft in der Altenpflege, Fachinformatiker, Bauzeichner und Straßenwärter.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig unterstrich das Ziel, ein guter Arbeitgeber zu sein. Dank vielfältiger Aufstiegsmöglichkeiten und einer hohen Durchlässigkeit zwischen den Qualifizierungsebenen bleibe das berufliche Umfeld spannend und attraktiv. Flexible Arbeitszeitmodelle würden dazu beitragen, private Erfordernisse in Einklang mit dem Beruf zu bringen.

Tag der regionalen Genüsse

Betriebe rund um Ellingen laden ein

Die Zukunftsinitiative „altmühlfranken“ lädt zu einem ersten Tag der regionalen Genüsse rund um Ellingen ein. Während des Aktionstages soll den Verbrauchern und Interessierten die heimische Landwirtschaft, die regionalen Produkte und deren Veredelung aufgezeigt werden. Die Gäste erhalten Einblicke in landwirtschaftliche Betriebe, können Direktvermarkter erleben und die veredelten regionalen Produkte kulinarisch auf den Betrieben und in der Gastronomie genießen.

In diesem Jahr werden Betriebe aus Ellingen, Höttingen, Massenbach, Stopfenheim, und Hörlbach ihre Pforten öffnen und bieten ein abwechslungsreiches Programm unter dem Motto „Lebensmittel. Herkunft. Identität.“. 

Gerne laden wir Sie zum offiziellen Rundgang von Landrat Manuel Westphal ein. Dieser wird wie folgt ablaufen:

10.00-11.00 Uhr Eröffnung des Tages

(Ehrenhof der Schlossbrauerei Fürst Carl,

Schlossstr. 10, 91792 Ellingen)

11.00-11.45 Uhr Besichtigung der Stände am Schloss in Ellingen

11.50-12.15 Uhr Kartoffelhof Schmidtlein, Ellingen

12.25-13.00 Uhr Schweinebetrieb Rosenauer, Höttingen

13.10-13.40 Uhr Bienenhaus Hörlbach

13.50-14.50 Uhr Standorte in Stopfenheim

15.00-15.30 Uhr Bio-Archehof Muskat, Massenbach 

Sehr gerne bieten wir Ihnen einen Shuttleservice an, um den Rundgang zu begleiten. Dazu bitten wir allerdings dringend um vorherige Anmeldung bis zum 15. September 2022 (pressestelle.lra@landkreis-wug.de, 09141 902-390).

Weitere Informationen zum Tag der regionalen Genüsse, den teilnehmenden Betrieben und zur Wegstrecke finden Sie unter www.altmuehlfranken.de/regionalegenuesse.

Dieser Aktionstag wird organisiert und durchgeführt von der Zukunftsinitiative altmühlfranken am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen gemeinsam mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth-Weißenburg, dem Kreisverband des Bayerischen Bauernverbandes und dem Regionalbuffet Fränkisches Seenland. Der Tag der regionalen Genüsse wird über das Regionalmanagement gefördert.

Zur Vorbereitung bitten wir um Ihre Anmeldung unter pressestelle.lra@landkreis-wug.de oder telefonisch unter 09141 902-390.

Christkindsuche beginnt

Wer wird das Gunzenhäuser Christkind 2022?

Jahr für Jahr lassen sich unzählige Kinder in der Vorweihnachtszeit vom Christkind gefangen nehmen. Denn es ist geheimnisvoll und wunderschön, ein zauberhaftes Engelswesen, das fliegen kann, artigen Buben sowie Mädchen Geschenke bringt und Menschen auf der ganzen Welt Gutes tut. Für viele ist es ein lebendiger Kindheitstraum, einmal das Christkind spielen zu dürfen. Jetzt ist dieser Wunsch zum Greifen nah, denn: Die Stadt Gunzenhausen sucht das Gunzenhäuser Christkind für die Weihnachtszeit 2022.

Du bist mindestens 16 Jahre alt, lässt dich nach wie vor von der Sage des Christkinds verzaubern und hast ein großes Herz? Dann bewirb dich noch bis zum 16. September 2022 für dieses wundervolle Ehrenamt in der Altmühlstadt.

Nach schwierigen Corona-Jahren möchten wir mit Dir zusammen das Leuchten in die Augen der Kinder zurückbringen und ein paar schöne Weihnachtserinnerungen in Gunzenhausen schaffen. Im Mittelpunkt Du, das Christkind, das am Weihnachtsmarkt vom 8. bis 11. Dezember 2022 teilnimmt, die Kleinsten beschenkt und Kindergärten besucht.

Sende deine formlose Bewerbung schnell und unkompliziert an touristik@gunzenhausen.de.

Für Fragen stehen Maria Vorbrugg und Teresa Biswanger unter Tel. 09831/508 300 gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Dich!

WC-Sanierung abgeschlossen

Pünktlich zur Kirchweih ist die Anlage wieder betriebsbereit

Nach gerade einmal drei Wochen Sanierungszeit ist das öffentliche WC in der Waagstraße ab sofort wieder frei zugänglich.

Der Zahn der Zeit hat auch am Sanitärgebäude in der Waagstraße genagt. So mussten unter anderem die Elektroanlagen modernisiert und die veralteten Sanitäranlagen erneuert werden.

Doch nicht nur funktional, auch optisch kann das öffentliche WC nun punkten: Sämtliche Oberflächen im Innenbereich wurden erneuert und der Boden durch eine neue Kunstharzbeschichtung aufgewertet.

„Damit haben wir ein weiteres Gebäude der Stadt Gunzenhausen saniert“, betont Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Mir ist es wichtig, dass unseren Bürgern und Gästen saubere und einwandfrei funktionierende WC-Anlagen zur Verfügung gestellt werden. Damit sollte pfleglich umgegangen werden, um diese viele Jahre in einem ordentlichen Zustand zu erhalten.“

Klavierkonzert mit A. Mikulska

Professorin für Klavier in Dresden gastiert am 18. September in Mörsach

Die bekannte Pianistin kommt am Sonntag, 18. September 2022, um 17 Uhr ins Kunstatelier Zimmermann nach Mörsach. Mundus artis e.V. mit seinem gerade neu bestätigten 1. Vorsitzenden Joel Zimmermann hat die begnadete Tastenlöwin nach Mörsach eingeladen.
„Ehrlich und persönlich, so lässt sich Aleksandra Mikulskas Spiel treffend charakterisieren. In ihren Konzerten möchte die charismatische Pianistin fremde Welten aufschließen und in kompletter Hingabe die Menschen berühren – ob mit der Musik von Johann Sebastian Bach, Joseph Haydn, Franz Liszt oder ihrem Landsmann Frédéric Chopin, mit dem sie besonders verbunden ist.“ So ist es auf ihrer Internetseite zu lesen: Abwechslungsreich – sensibel – virtuos. Kunst für Ohren und Seele.
Wo: Kunstatelier in MörsachWann:  Sonntag, 18.9.2022 um 17 Uhr. Veranstalter: mundus artis e.V. Eintritt: Erwachsene 25 €; Schüler/Stud./Azubi 12 €; Vereinsmitglieder: 20 €Kartenreservierung unter: vorverkauf@mundus-artis.de Telefon: 098314212

Zur Vita von Aleksandra Mikulska

In Chopins Heimat Warschau aufgewachsen, entwickelte Aleksandra Mikulska schon als Kind eine große Liebe zu dessen Klaviermusik. Den Chopin-Wettbewerb, bei dem sie 2005 als beste polnische Pianistin ausgezeichnet wurde, verfolgte Aleksandra Mikulska zunächst im Fernsehen. In einer kleinen Plattenbauwohnung im zehnten Stock, in der kaum Platz war für ein Klavier.

Auf der Suche nach Freiheit und neuen interpretatorischen Impulsen zog es Aleksandra Mikulska für die musikalische Ausbildung erst nach Mannheim, dann für das Studium nach Karlsruhe (bei Peter Eicher), das italienische Imola (Lazar Berman, Michel Dalberto) und Hannover (Arie Vardi). Wichtige Impulse erhielt sie zudem in Meisterkursen bei Diane Andersen, Kevin Kenner, Andrzej Jasinski und Lev Natochenny. Konzerte zu spielen bezeichnet Aleksandra Mikulska als Leidenschaft. Sie trat gemeinsam mit renommierten Orchestern unter der Leitung von Michael Sanderling, Pawel Przytocki, Kaspar Zehnder, Johannes Schlaefli, Stefan Fraas, Philippe Bach und anderen namhaften Dirigenten auf – unter anderem im Wiener Musikverein, Brucknerhaus Linz und der Zürcher Tonhalle. Regelmäßig ist sie Gast bei internationalen Festivals, wie dem MDR Musiksommer, dem Liszt Festival Raiding, dem Bodenseefestival, dem Usedomer Musikfestival oder der Styriarte.

Die deutsch-polnische Zusammenarbeit ist Aleksandra Mikulska ein Herzensanliegen. Sie ist Präsidentin der Chopin-Gesellschaft in Darmstadt, setzt sich für die Förderung des Nachwuchses ein und macht sich zudem für die Wiederentdeckung weniger bekannter Komponisten aus ihrer Heimat stark. So bringt Aleksandra Mikulska ihre polnischen Wurzeln mit hierzulande selten gespielter Musik von Komponisten wie Julian Fontana, Miłosz Magin, Artur Malawski und Karol Szymanowski zum Ausdruck.

Neben dem Solorepertoire, dem sie sich in erster Linie widmet, entdeckte sie bereits in jungen Jahren ihr Interesse an kammermusikalischen Besetzungen – etwa mit den Violin- und Cellosonaten von Johannes Brahms und den Klavierkonzerten von Mozart, Beethoven und Chopin, denen sich Aleksandra Mikulska gern in experimentellen Fassungen für kleinere Ensembles nähert. Großes Interesse zeigt sie außerdem an den Liedern der polnischen und deutschen Romantik.

Für ihr jüngstes, bei GENUIN classics erschienenes Album „Reflections“ kombinierte Aleksandra Mikulska zwei Schlüsselwerke des romantischen Klavierrepertoires: die beiden Sonaten in h-Moll von Frédéric Chopin und Franz Liszt.

Aleksandra Mikulska lehrt als Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.

Identitätsstiftend und doch vernachlässigt

Landesverein für Heimatpflege fordert mehr Rücksicht auf bayerische Denkmäler

Anlässlich des bevorstehenden Tages des offenen Denkmals am kommenden Sonntag beklagt Geschäftsführer Dr. Rudolf Neumaier eine vielfach eklatante Vernachlässigung von Gebäuden, die auf der Denkmalliste stehen. „Aus allen Teilen Bayerns erhalte ich wöchentlich Anrufe und Zuschriften von Menschen, die auf den desolaten Zustand von Denkmälern hinweisen, die Untätigkeit von Behörden bemängeln und den Landesverein um Unterstützung bitten.“ Denkmäler seien für die Menschen genauso identitätsstiftend wie Dialekte, Bräuche und Trachtenkleidungen. Leider sei das vielen Entscheidungsträgern offenbar nicht bewusst.

Dr. Olaf Heinrich, der Vorsitzende des Landesvereins für Heimatpflege, weist auf den hohen immateriellen Wert von Denkmälern hin. „Denkmäler sind gebaute Kulturspuren unserer Vorfahren. Man spürt es, wenn man solche Gebäude betritt. Sie atmen Geschichte und bieten eine Atmosphäre, in der diese Geschichte erfahrbar wird.“ Für mindestens genauso wichtig hält er den ökologischen Aspekt: „Wenn wir bestehende Bauten erhalten und weiterentwickeln, verringert sich der CO2-Fußabdruck erheblich, den unsere Generation hinterlässt.“

Dr. Heinrich schlägt vor, die in Artikel 1 des Gesetzes zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler (Bayerisches Denkmalschutzgesetz) definierte Bedeutung eines Denkmals um die Kriterien „sozial“ und „identitätsstiftend“ zu ergänzen. Den Denkmalschutzbehörden würde dadurch ein größerer Spielraum für eine Einordnung des Bestands als Denkmal eingeräumt.

Diese Forderung wurde auch in der „Schönberger Erklärung“, die am 16. Juli an den Bayerischen Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, übergeben wurde, formuliert.

Der Landesverein für Heimatpflege wird ab November monatliche Gesprächsabende veranstalten, die sich dem Denkmalschutz und im Besonderen dem Denkmalschutzgesetz, welches im kommenden Jahr sein 50jähriges Bestehen feiert, widmen.

Ein erstes Gespräch findet am 03. November zwischen Dieter Wieland, Ira Mazzoni und Prof. Dr. Günter Dippold statt.

Eine weitere Veranstaltung führt am 08. Dezember Prof. Florian Nagler und Dipl.-Ing. Andrea Gebhard zusammen.

Die Gespräche beginnen jeweils um 18:30 Uhr und finden im Großen Saal des Akademischen Gesangvereins München statt, Ledererstr. 5.

Alle Termine des Landesvereins finden Sie auch unter: https://www.heimat-bayern.de/termine.html

Hintergrund

Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e.V. kümmert sich seit seiner Gründung im Jahr 1902 um Landeskultur, um Heimat-, Denkmal- und Baupflege, Volksmusik, Bräuche, Trachten und Mundart in Bayern.

Das Leitbild des Landesvereins, die Heimat zu schützen, bedeutet nicht nur, sie zu bewahren und zu pflegen, sondern sie auch verantwortungsvoll weiterzuentwickeln. In diesem Sinne hat sich die Heimatpflege den gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen der Gegenwart zu stellen und den vorhandenen Werten neue hinzuzufügen.

Heute Kirchweihbaumaufstellen

Einer alten Übung folgend stellen die Kerwabuam und -madli heute Donnerstag den großen Kerwabaum am Schießwasen auf. Dazu eingeladen sind alle jungen und alten Gunzenhäuser. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, wird musikalisch umrahmt und dauert bis in die Abendstunden. Ein großes Lob den Kerwabuam und -madli, die wiederum alle Kräfte mobilisiert haben, um dieser Tradition gerecht werden zu können. Für sie wäre es der schönste Lohn, wenn sich viele, viele Gunzenhäuser einfinden würden. Sie müssen nicht selbst tätig werden, das Aufstellen erledigen die Kerwabuam mit Hilfe einiger stämmiger Männer des Kerwavereins. Immerhin hat der Baum eine Höhe von 20,22 Meter. Er stammt aus dem Forst in Oberhambach, ebenso der kleine Kerwabaum, der beim Kindergarten in Cronheim aufgestellt wird. In Cronheim deshalb, weil der Erlös der Baumversteigerung dem Kindergarten Cronheim zufließt.

Neuer Schlepper für Bauhof

Schmalspurfahrzeug an Bauhofleiter Girschele übergeben

Nach 14 Jahren im Dienst der Stadt Gunzenhausen und insgesamt knapp 5.800 Arbeitsstunden war es nun an der Zeit, den bisherigen Schlepper Fendt 207V des städtischen Bauhofs gegen ein neueres Modell auszutauschen. Alexander Meyer, Verkaufsberater bei der BayWa Gunzenhausen übergab zusammen mit Andreas Roth das neue Schmalspurfahrzeug an Bauhofleiter Gustav Girschele und den stellvertretenden Bauamtsleiter Thomas Hinterleitner. „Unsere Bauhofmitarbeiter fahren die Fahrzeuge bis auf die letzte Rille“, so Thomas Hinterleitner, „ doch der ständige Einsatz vor allem im Winter hinterlässt seine Spuren und machte nun eine Neuanschaffung notwendig.“

Der neue Schlepper, wie sein Vorgänger auch ein Fendt 207, ist ganzjährig im Einsatz. Allerdings wird ihm in den Wintermonaten am meisten abverlangt, deshalb wurde er bereits mit der komplett montierten Winterdienstausstattung übergeben.

Die Belegschaft des Bauhofs war sichtlich begeistert von der neuen Errungenschaft und testete bei der technischen Einweisung durch Andreas Roth gleich die ein oder andere Funktion. Vieles hat sich in den letzten 14 Jahren daran technisch weiterentwickelt – aber einiges ist dann doch beim Alten geblieben, beispielsweise die gut 2,20m breite Räumschaufel, die bei Schneefall für ordentlich geräumte Wege sorgen wird.