Monthly Archives: Juni 2020

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Der Ferienpass ist da

Für 5 Euro erhältlich

In der Hoffnung auf einen weiteren positiven Infektionsverlauf der Corona-Pandemie hat die Kommunale Jugendarbeit auch 2020 einen Ferienpass auf den Weg gebracht. Der Ferienpass kann ab 22. Juni erworben werden.

Den Ferienpass des Landkreises gibt es wieder für 5,00 Euro bei allen Sparkassen, Raiffeisenbanken und den öffentlichen Büchereien. Familien mit mehr als zwei Kindern über vier Jahren erhalten den dritten und jeden weiteren Pass kostenlos.

Er gilt ab sofort bis zum Ende der Sommerferien. Es wird also hoffentlich immer noch genügend Zeit und Möglichkeiten geben, die ca. 100 freien bzw. ermäßigten Eintritte in vielen Freizeiteinrichtungen gemeinsam mit Eltern und Freunden zu nutzen.

Mit einem oder mehreren kostenlosen Besuchen locken die meisten Freibäder und Museen im Landkreis  und in der Region. Ermäßigungen gibt es zum Beispiel bei den Wassersporteinrichtungen im fränkischen Seenland, bei den Minigolfanlagen und weiteren Freizeiteinrichtungen.

Natürlich sind die Öffnungen der Einrichtungen, auch in Art und Umfang, abhängig vom Infektionsgeschehen. Daher kann der Landkreis dafür leider keine Gewähr übernehmen.

Mögliche Freizeitaktionen für die Zeit der Sommerferien werden auf der Homepage des Landkreises www.landkreis-wug.de veröffentlicht. Weitere Informationen gibt es bei der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises unter Telefon 09141 902-251.

Katastrophenfall aufgehoben

Was bedeutet der Schritt im täglichen Leben?

Mit Ablauf des 16. Juni ist der Katastrophenfall Corona-Pandemie, der in Bayern seit dem 16. März gegolten hat, durch die Bayerische Staatsregierung aufgehoben worden. Über drei Monate hinweg wurde unter Höchstleistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen innerhalb der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) und auch darüber hinaus sieben Tage die Woche an der Bewältigung des Pandemiegeschehens gearbeitet. Zwar ist der Katastrophenfall faktisch beendet, einige Arbeiten werden aber bleiben.

Mit der Feststellung des Katastrophenfalls am 16. März 2020 begann die Arbeit der Führungsgruppe Katastrophenschutz unter Leitung des damaligen Landrats Gerhard Wägemann im Landratsamt. Schnell musste eine Organisationsstruktur innerhalb des Amtes geschaffen werden, um die Koordination der notwendigen Maßnahmen zentral zu verwalten. Während dem bisherigen Höhepunkt der Corona-Pandemie ging es dabei vor allem um die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des öffentlichen Gesundheitssystems. Dazu gehörte die Beschaffung und Verteilung von Masken, Desinfektionsmittel, Hygienehandschuhe, Schutzbrillen und Kittel. Innerhalb der FüGK musste zudem das Infektionsgeschehen in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt stets im Blick behalten werden, damit man auch im Hinblick auf die Kapazitäten in den Kliniken rechtzeitig reagieren konnte. Auch die Ärzteschaft wurde innerhalb der FüGK durch den später ernannten Versorgungsarzt Dr. Peter Löw vertreten und landkreisweit koordiniert. Die Öffentlichkeit wurde fortlaufend durch die Pressestelle des Landratsamtes informiert und erhielt über das Bürgertelefon jederzeit über die Pandemielage und die daraus resultierenden Einschränkungen Auskunft.

Die FüGK war während des Katastrophenfalls im Schichtbetrieb organisiert und musste rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche erreichbar sein. 

Auch außerhalb der FüGK war die Arbeitsbelastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landratsamt während dieser Phase enorm, da alle Verwaltungsbereiche durch die Corona-Pandemie betroffen waren.

Zur internen Abstimmung und Lagebesprechung fand innerhalb der FüGK, die aus über 50 Personen bestand, täglich, auch an den Wochenenden, Telefonkonferenzen statt. Besprechungen wurden überwiegend telefonisch durchgeführt, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten.

Täglich und später mehrmals wöchentlich gab es zudem noch Abstimmungsgespräche innerhalb des Krisenstabes zwischen dem Landrat, den Abteilungsleitern im Landratsamt, dem Gesundheitsamt, der Polizeidienststellen, dem Versorgungsarzt und dem Klinikum, um die aktuelle Lage jederzeit umfassend im Blick zu haben.

„Während des Höhepunkts der Corona-Pandemie im März und April haben diese Telefonkonferenzen schon mal sehr lange dauern können. Die längsten waren mitunter über eine Stunde. Besonders aufwendig war dabei beispielsweise der Aufbau der Teststrecke in Gunzenhausen innerhalb von 48 Stunden. Wir mussten während der ersten Pandemie-Welle vieles abstimmen und ausführlich beraten. Die Situation war für uns alle erstmal neu. Keiner wusste, was noch auf uns zukommen wird. Nach den Bildern in Italien und Spanien mussten alle Landkreise natürlich auch mit einem Worst-Case-Szenario rechnen“, beschreibt Philipp Brandl-Michel, Leiter der FüGK, die angespannte Lage zu Beginn. 

Eine der größten Herausforderungen war die zügige Beschaffung und Verteilung von Schutzmaterial. In ganz Bayern gab es am Anfang der Pandemie kaum Reserven an Masken und Desinfektionsmittel. Auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wurde – nicht zuletzt auch durch die Unterstützung zahlreicher lokaler Unternehmen – schnell gehandelt und das notwendige Material für das Klinikum, die Arztpraxen und Heilmittelerbringern oder andere soziale und gesundheitliche Einrichtungen beschafft. In den vergangenen drei Monaten wurden über 300.000 Masken, knapp 50.000 Liter Desinfektionsmittel und zahlreiche weitere Schutzmaterialien beschafft und an die Bedarfsträger im Landkreis verteilt.

„Während der ersten Infektionswelle haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landratsamt, ganz speziell auch im Gesundheitsamt, wirklich außerordentliches geleistet. Für uns alle war es eine völlig neue Situation, auf die wir uns erst einstellen mussten und die wir gemeinsam gemeistert haben. In einer solchen Lage dann auch noch einen Landratswechsel zu stemmen, war eine zusätzliche Herausforderung, die meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber hervorragend bewältigt haben“, freut sich Landrat Manuel Westphal und fährt fort: „Nun kann man innerhalb des Hauses auch noch einmal die vergangenen Monate Revue passieren lassen und aus dem Vergangenen für die Zukunft lernen. Die bisher in der FüGK beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weiterhin mit administrativen Aufgaben zur Bewältigung der Corona-Pandemie beschäftigt. Unsere Besprechungen zur aktuellen Lage werden wir nun nach Aufhebung des Katastrophenfalls nur noch im Bedarfsfall, beispielsweise bei einem Infektions-Hot-Spot zusammenrufen“, erklärt Landrat Manuel Westphal.

Mit Aufhebung des Katastrophenfalls endet die Arbeit der FüGK zwar formell, doch werden die Grundstrukturen innerhalb des Amtes weiterhin fortgeführt. Dies gilt zum Beispiel für den Versorgungsstab, der das angeschaffte Schutzmaterial weiter verwalten muss. Auch wenn sich die Marktsituation beruhigt hat und die Einrichtungen selbst an ausreichend Schutzausstattung kommen, wird eine Reserve vorgehalten, um auf ein zweites Infektionsgeschehen vorbereitet zu sein.

Auch für das Gesundheitsamt geht die Arbeit natürlich weiter, da die Situation rund um das Corona-Virus jederzeit im Auge behalten werden muss. Im Falle einer Infektion müssen die Kontaktpersonen ermittelt, benachrichtigt und getestet werden. Die Teststrecke in Gunzenhausen wird vorerst auch noch weiter betrieben. „Das Virus ist noch da! Die getroffenen Maßnahmen haben Wirkung gezeigt, wodurch die Lockerungen für die Gesellschaft möglich wurden. Jeder muss aber weiterhin vorsichtig sein und die geltenden Schutz- und Hygienemaßnahmen einhalten. Im Landkreis ist die Situation derzeit entspannt“, betont Dr. Carl-Heinrich Hinterleitner, Leiter des Gesundheitsamtes.  

Auch Landrat Manuel Westphal zieht die Schlussfolgerung: „Abschließend bleibt zu hoffen, dass die Infektionszahlen nicht wieder steigen und die Menschen weiterhin vorsichtig sind. So bleiben wir hoffentlich vor einer zweiten Welle verschont.“

50 Jahre Seenland-Geschichte

Neue Jubiläumsbroschüre mit Zeitzeugen-Interviews

Das ist der Titel der Jubiläumsbroschüre.



Im Jahr 1970 gab der Bayerische Landtag grünes Licht für den Bau des Fränkischen Seenlands. Mit der Jubiläumsbroschüre „Die verwirklichte Vision – Planung, Bau und Entwicklung des Fränkischen Seenlands“ nimmt der Tourismusverband Fränkisches Seenland die Leser mit auf eine Reise durch 50 Jahre voller Meilensteine – und macht mit aktuellen Panoramabildern Lust auf den nächsten Ausflug an die Seen.
Heute wissen viele Gäste gar nicht, dass Altmühlsee, Großer und Kleiner Brombachsee, Igelsbachsee, Rothsee, Hahnenkammsee und Dennenloher See künstlich entstanden sind. Ganz harmonisch fügen sich die Seen in die Hügellandschaft ein. Vor 50 Jahren dagegen konnte man sich noch nicht vorstellen, dass aus den Wasserspeichern einmal ein Urlaubsparadies mit großer Anziehungskraft entstehen würde. Damals ging es noch vor allem darum, über Altmühlsee und Brombachsee sowie über Main-Donau-Kanal und Rothsee Wasser aus dem Süden in den trockenen Norden Bayerns überzuleiten. Ein Vorkämpfer und Wegbereiter des Projekts war der Gunzenhäuser Landtagsabgeordnete Ernst Lechner. Der 2013 verstorbene „Vater des Fränkischen Seenlands“ hinterließ einen detaillierten Bericht über seinen Kampf für die Seen, aus dem viele Informationen in die Broschüre eingeflossen sind.
Einige Zeitzeugen kommen in der Broschüre in Interviews zu Wort, darunter Hans Trögl, der den Bau der Seen als Mitarbeiter und später als Leiter des Talsperren-Neubauamts hautnah miterlebte, Niederprüms Vorgänger Horst Bieswanger, der die ersten Schritte der touristischen Entwicklung begleitete, und Ernst Birnmeyer, der als ehemaliger Leiter der Beratungsstelle Mittelfränkisches Seengebiet daran mitarbeitete, aus ehemaligen Landwirten, die durch den Bau der Seen viel Fläche verloren hatten, erfolgreiche Gastgeber zu machen. Hans-Dieter Niederprüm sieht als Geschäftsführer des Tourismusverbands Fränkisches Seenland die gewaltigen Herausforderungen, vor denen die Urlaubsregion jetzt steht, will sich davon aber nicht lähmen lassen: „Vielleicht ist die Corona-Krise hier sogar eine Chance, das Hamsterrad etwas zu bremsen und wieder einmal Projekte in Ruhe auszuarbeiten, bevor man damit auf den Markt geht“, erklärt der erfahrene Touristiker in einem Interview.
Die Leser erfahren auch, wie der Landtagsbeschluss von 1970 die Weichen für die touristische Entwicklung stellte, indem er die Zugänglichkeit der Seeufer festschrieb.
Diese wurde zu einem Markenkernwert der Region, der sich heute auch im Engagement für einen barrierefreien Tourismus ausdrückt. Martina Widuch, Leiterin der LBV-Umweltstation am Altmühlsee, erklärt im Interview, wie an den künstlichen Seen wertvolle und einzigartige Naturschutzgebiete entstanden. Darüber hinaus enthält die Broschüre viele Fakten zur Überleitung und umweltfreundlichen Stromerzeugung an den Seen. So findet man zum Beispiel heraus, dass die Seen rund 190 Millionen Kubikmeter Wasser speichern können und dass jährlich im Durchschnitt rund 150 Millionen Kubikmeter Wasser über das Seenland in den Norden gelangen – wobei das zuständige Wasserwirtschaftsamt Ansbach aufgrund des Klimawandels mit einer steigenden Tendenz rechnet.
Die Führungen, Busausflüge und geführten Radtouren, die zum Jubiläum geplant waren, mussten erst einmal verschoben werden. Bis sie stattfinden können, haben Interessierte aber schon mal die Möglichkeit, auf dem neuen Lehrpfad „Weg der Wasserkraft“ oder dem „Absberger Mühlenweg“, die in dem informativen Heft beschrieben sind, mehr über die Geschichte und Technik des Fränkischen Seenlands zu erfahren. Denn die Jubiläumsbroschüre erzählt nicht nur die spannende Historie einer besonderen Urlaubsregion, sondern enthält auch Infos und Tipps, wie sich diese auf eigene Faust erkunden lässt.
Infos: Tourismusverband Fränkisches Seenland, Postfach 1365, 91703 Gunzenhausen, Telefon 09831/5001-20, Telefax 09831/5001-40, info@fraenkisches-seenland.de, www.fraenkisches-seenland.de

Gegen die Altersarmut

Tolle Spendenaktion der Büchelberger Feuerwehr

Die Büchelberger übergaben ihren symbolichen 1500-Euro-Scheck an Lydia Mägerlein und Gertrud Stechhammer von der “Speis” in Gunzenhausen und an Bürgermeister Fitz als Vertreter der Initiative “Hand in Hand gegen Altersarmut”. Foto: Ingeborg Herrmann

Es begann mit der Corona-bedingten Absage der Büchelberger Maibaumfeier. Der Wunsch an alle, gesund zu bleiben, veranlasste die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr Büchelberg, auch an Menschen zu denken, die Hilfe brauchen.

So stellten Vorsitzender Markus Ortner, Kommandant Bernd Maurer und Stadtrat und Ortssprecher Manfred Ortner schnell ein Hilfsangebot für Büchelberger auf die Beine, die während der Corona-Pandemie Hilfe und Unterstützung beim Einkaufen etc. benötigen.

Man dachte aber auch an jene, die von der Krise doppelt getroffen sind und rief zu einer Spendenaktion für die Speis und „Hand in Hand gegen Altersarmut“ auf. Die beiden Organisationen kümmerten sich zusammen mit Caritas und Diakonie darum, dass die bedürftigen Personen und Familien während der Krise und der Schließung der Speis, des Mittagsangebots und des Nachmittagscafés mit Einkaufsgutscheinen und Essen auf Rädern versorgt wurden.

Die Idee war, dass das Geld, das für den Verzehr bei der Maibaumfeier nicht ausgegeben wurde, in den Spendentopf fließt. Die Organisatoren waren über die große Hilfsbereitschaft der Büchelberger überrascht und erfreut. So kamen insgesamt 1.500 Euro zusammen, die je zur Hälfte an die Speis und „Hand in Hand gegen Altersarmut“ übergeben wurde. Lydia Mägerlein, Gertrud Stechhammer und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz freuten sich, die großzügige Spende entgegennehmen zu dürfen und brachten ihren großen Dank zum Ausdruck. „Die Büchelberger haben aus der Not eine Tugend gemacht“, so Bürgermeister Fitz.

Die Büchelberger hatten bereits vor Weihnachten einer durch Krankheit in Not geratenen Familie großzügige Unterstützung in Form von Gutscheinen, Spielsachen etc. zukommen lassen.

„In Büchelberg gibt es nur zwei Vereine, die Feuerwehr und den Fremdenverkehrsverein – da rührt sich immer was“, sagt Ortssprecher Manfred Ortner nicht ohne Stolz. Der Vorsitzende der Feuerwehr Markus Ortner stellte das Motto der Feuerwehren „Helfen in Not ist unser Gebot“ in den Fokus. Mit dieser Aktion hat die FFW Büchelberg einmal mehr bewiesen, dass dieses Motto gelebt wird – egal wo die Not auftritt.

Lindenallee versetzt

Neustaltung der Altmühlaue hat begonnen

19 Bäume der Lindenallee an der Promenade wurden im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen um einige Meter in Richtung Westen versetzt.

Der Hochwasserschutz wird durch den Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Ansbach, geplant und gebaut. Die Umsetzung erfolgt in zwei Etappen. Aktuell zwischen der Oettinger Straße und der Stadthalle (Abschnitt 1) und anschließend im Bereich der Spitalstraße bis zur Jugendherberge an der Oettinger Straße (Abschnitt 2). Abschnitt 1 soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Anschließend erfolgt im Bereich von Abschnitt 1 die Renaturierung und Rückverlegung der Altmühl näher an die Stadt. Im Jahr 2021 soll auch Bauabschnitt 2 durchgeführt werden.

Im Bauabschnitt 1 besteht der Hochwasserschutz im Wesentlichen aus einer etwa 600 Meter langen und ca. 90 cm hohen Hochwasserschutzwand. Sie wird überwiegend durch die im Rahmen der Bürgerbeteiligung entwickelten gestalterischen Elemente optisch kaschiert und in das Stadtbild eingefügt.

Die Bäume der stadtbildprägenden Lindenallee werden wegen der beengten Platzverhältnisse im Bereich des Parkhotels einige Meter nach Westen versetzt. Die Fachfirma Opitz Baumverpflanzungen aus Heideck, die bereits einige Großbäume im vorderen Bereich der Stadthalle erfolgreich versetzt hat, benötigte mit ihren Spezialmaschinen zwei Tage, um die Bäume zu versetzen und weitere zwei Tage, um die Restarbeiten zu erledigen. Drei Jahre lang kümmert sich die Firma intensiv um das Anwachsen der Bäume. Die Kosten für die Großbaumverpflanzung betragen 121.000 Euro.

Im ersten Schritt zum Bau der Hochwasserschutzwand wird zunächst eine Spundwand als standsicheres Auflager für den Hochwasserschutz im Boden eingebracht. Begleitend dazu werden Erschütterungsmessungen gemacht. Anschließend wird die Hochwasserschutzwand aufgesetzt und angeböscht.

Die Hochwasserschutzmaßnahme im ersten Bauabschnitt schreitet seit zwei Monaten gut voran. Mitte März begannen die vorbereitenden Arbeiten für den ersten Bauabschnitt mit dem Einrichten der Baustelle und der Umverlegung der Stromleitungen. Im nördlichen Abschnitt des späteren Panoramawegs sind bereits erste Fortschritte beim Bau der Mauer zu sehen.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach betragen rund 1,9 Millionen Euro.

Der Baufortschritt ist auch online auf der Seite des Wasserwirtschaftsamtes unter https://www.wwa-an.bayern.de/hochwasser/hochwasserschutzprojekte/gunzenhausen/index.htm zu finden.
065-2020BaumverpflanzungPromenade (5).JPG

Freiwillige gesucht

Für Betreuung des Café Kleiderkiste”

Das Team des Café Kleiderkiste sucht ehrenamtliche Verstärkung. Die Helferinnen und Helfer sollten zuverlässig und einfühlsam mit den Menschen umgehen können.

Die Aufgaben sind vielfältig. Die Kleider müssen im Laden eingeräumt werden, die Kunden und Interessenten sind immer dankbar für ein offenes Ohr und freuen sich über die kostenlosen Kleiderspenden und hilfreiche Informationen sowie die eine oder andere Beratung.

Darüberhinaus werden die gespendeten Kleider für die Osteuropahilfe sortiert und verpackt. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die erforderlichen Richtlinien eingehalten werden. Die Einsatzzeiten sind nach Absprache im Wechsel mit anderen Team-Mitgliedern mittwochs von 13.30 bis 17.30 Uhr.

Der Cafébereich bleibt aufgrund der derzeitigen Umstände vorerst geschlossen. Im Laden werden die Hygienemaßnahmen zum Schutz der Kunden und Helfer selbstverständlich entsprechend angepasst.

Bei Interesse oder weiteren Fragen steht die Hilfsorganisation ENSoXX hilft e. V., Industriestr. 25 in Gunzenhausen, info@ensoxx-hilft.dewww.ensoxx-hilft.de oder 017656758341 (auch per WhatsApp erreichbar) gerne zur Verfügung.

Burgmuseum geöffnet

Zwei Sonderausstellungen in Abenberg

  1. Die Museen Burg Abenberg haben seit 19. Mai wieder geöffnet und zeigen derzeit zwei Sonderausstellungen im Haus fränkischer Geschichte und im Klöppelmuseum. Eine kurze Presseinfo und eine Fotoauswahl finden Sie in der Anlage.
    Über eine Berichterstattung zu unserem regionalen Ausflugsangebot vor Ort in den Ferien sind wir Ihnen allen sehr dankbar!
  • Die Museen Burg Abenberg haben mit dem Grafiker Achim Weinberg eine eigene ausstellungsbezogene Serie zu den aktuellen Hygieneregeln entwickelt:
  • Der Ritter begrüßt: „Ich trag schon immer Mundschutz“ (siehe Foto!)
  • und die beiden mittelalterlichen Trompeter (= Ausstellungssignet) plädieren für „Eine Fanfarenlänge Abstand“

So machen wir mit einer freundlichen Geste an unsere Besucher*innen, mit dem nötigen Ernst und dennoch etwas humorvollem Augenzwinkern auf die aktuellen Regeln aufmerksam. Vllt. ist es eine kurze Erwähnung wert…

Fotos: Kerstin Bienert, Museen Burg Abenberg

Preis für Integration

Fristverlängerung für Mittelfränkischen Integrationspreis

Es können weiterhin Projekte von Ehrenamtlichen, die die Integration der Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund im Landkreis fördern und begleiten, vorgeschlagen werden. Seitens der Regierung von Mittelfranken sind insgesamt 5.000 Euro Preisgeld ausgelobt.

Projekte können noch bis spätestens 26.06.2020 bei der Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte am Landratsamt Frau Judith Koch unter Judith.Koch@landkreis-wug.de eingereicht werden. Sie steht auch für Rückfragen unter 09141 902-227 zur Verfügung und sendet auf Wunsch die Bewerbungsformulare zu.

Waldbad bleibt geschlossen

Fitz: Aufwendungen sind unverhältnismäßig und zu hoch

In den letzten Tagen wurden die Geschäftsführer der Stadtwerke Gunzenhausen GmbH, der Bäderleiter sowie ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats in vielen, oft bösen und teils beleidigenden Schreiben aufgefordert, das Waldbad am Limes in Gunzenhausen im Sommer zu öffnen.

Dies veranlasst mich zu einigen Klarstellungen.

Ich selbst bin leidenschaftlicher Schwimmer. Da ich konsequent während der Hallenbadsaison mindestens zweimal wöchentlich und während der Freibadsaison nahezu täglich ab sieben Uhr meine Bahnen ziehe, vermisse auch ich während der Pandemie diese Möglichkeit zur sportlichen Betätigung.

Auch deshalb habe ich u.a. in der Sitzung des Aufsichtsrates der Stadtwerke Gunzenhausen GmbH Anfang vergangener Woche die Thematik angesprochen. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, die gesetzlich angeordnete Schließung der Freibäder betreffend. Erst in der Kabinettsitzung am 26. Mai 2020 hat Ministerpräsident Söder verkündet, dass Freibäder ab dem 8. Juni 2020 wieder öffnen dürfen.

Die zur Umsetzung erforderliche Änderung der 4. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung stand zu diesem Zeitpunkt noch aus. Gleiches gilt für das Rahmenhygienekonzept Sport, welches das Staatsministerium des Innern angekündigt hat.

Dies wird voraussichtlich folgende Eckpunkte haben:

  • Begrenzung der Gästezahl, z.B. durch Kontingentierung der Tickets.
    Das bedeutet für den Schwimmbereich unseres Bades auf max. 96 Personen und für das Spiel- und Spaßbecken auf max. 43 Personen.

  • Anmerkung: Die Bäder in München haben angekündigt, dass Tickets 3-4 Tage vorher ausschließlich über ein digitales Reservierungssystem erworben werden können. Auch für das Bad in Pleinfeld ist eine Bestellung von Eintrittskarten über das Internet vorgesehen. Saisonkarten gibt es nicht.

  • Zutritt für Kinder unter 14 Jahren nur in Begleitung Erwachsener.

  • Nutzung des Nassbereichs (Duschbereich) ist ausgeschlossen.

  • Nutzung von Umkleidekabinen (Umkleidebereich) ist ausgeschlossen.

  • Begrenzung der Personenzahl im Toilettenbereich verbunden mit Abstandsmarkierungen, gegebenenfalls Einbahnstraßenprinzip und Bereitstellung von Seife und Einmalhandtüchern.

  • Betreten des Sprungturms nur durch eine Person (mit Sperrung der Attraktion bei Nicht-Einhalten des Mindestabstandes).

  • Verstärkter Personaleinsatz vor und im Bad. Gegebenenfalls Anpassung der Arbeitszeiten und Pausen um den direkten Kontakt der Mitarbeiter auf ein Minimum zu reduzieren. Zudem zwei Teams bilden, um im Infektionsfalle den Betrieb sicherstellen zu können.

  • Ausreichend Personal u.a. im Schwimmbereich, um auf Abstandsregeln hinzuweisen. Gegebenenfalls Bahntrennung z.B. durch Schwimmbadleinen.

  • Einhaltung des Mindestabstandes im Nichtschwimmer- und Kinderbereich.

Auf eine weitere Aufzählung der Vorgaben wird hier verzichtet.

Das Waldbad am Limes wurde im Jahr 2019 von 57.050 Gästen besucht. Das Defizit betrug ca. 300.000 €.

Sollte man sich für eine Betriebsaufnahme zum jetzigen Zeitpunkt entscheiden, würden unter Zugrundelegung der Besucherzahlen des Vorjahres für Betriebs- und Instandsetzungskosten, Personalkosten, Kosten für gesteigerten Hygiene- und Personalaufwand ca. 682.800 € anfallen.

Dem stünden bei Beibehaltung der Besuchspreise von durchschnittlich 2,90 € Einnahmen von 100.500 € gegenüber. Dies ergäbe ein Defizit von ca. 582.850 €.

Aufgrund der Begrenzung der Gästezahlen (Kontingentierung der Tickets) und der Erwartung, dass aufgrund der Pandemie einige potentielle Besucher das Bad nicht aufsuchen werden, stünden für dieses „Drittel Szenario“ Ausgaben von 682.900 € Einnahmen von 33.400 € gegenüber. Dies ergäbe ein Defizit von ca. 649.500 €

Damit müsste jeder Besuch eines Badegastes in der optimistischen Variante mit 16,89 € und in der Variante „Drittes Szenario“ mit 56,48 € bezuschusst werden. Diese Ausgaben müssten letztlich aus Mitteln des städtischen Haushalts aufgebracht und ggf. über Darlehen finanziert werden.

Wie oben dargelegt, ist die Zahl der Besucher, die zeitgleich das Bad nutzen können durch gesetzliche Vorgaben auf 139 beschränkt. Bei Anwendung des „Drei-Schicht-Betriebs“ analog der Handhabung in Pleinfeld, könnten demnach maximal 417 Badegäste pro Tag das Bad nutzen.

Bislang waren an schönen Sommertagen 700 bis 2.200 Besucher zeitgleich im Freibad. All diese Umstände sprechen dafür, dass unter den geltenden gesetzlichen Vorgaben ein vertretbarer Betrieb des Waldbades am Limes in der Sommersaison 2020 nicht möglich ist.

Dies veranlasst mich zu einigen Klarstellungen.

Ich selbst bin leidenschaftlicher Schwimmer. Da ich konsequent während der Hallenbadsaison mindestens zweimal wöchentlich und während der Freibadsaison nahezu täglich ab sieben Uhr meine Bahnen ziehe, vermisse auch ich während der Pandemie diese Möglichkeit zur sportlichen Betätigung.

Auch deshalb habe ich u.a. in der Sitzung des Aufsichtsrates der Stadtwerke Gunzenhausen GmbH Anfang vergangener Woche die Thematik angesprochen. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, die gesetzlich angeordnete Schließung der Freibäder betreffend. Erst in der Kabinettsitzung am 26. Mai 2020 hat Ministerpräsident Söder verkündet, dass Freibäder ab dem 8. Juni 2020 wieder öffnen dürfen.

Die zur Umsetzung erforderliche Änderung der 4. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung stand zu diesem Zeitpunkt noch aus. Gleiches gilt für das Rahmenhygienekonzept Sport, welches das Staatsministerium des Innern angekündigt hat.

Dies wird voraussichtlich folgende Eckpunkte haben:

  • Begrenzung der Gästezahl, z.B. durch Kontingentierung der Tickets.
    Das bedeutet für den Schwimmbereich unseres Bades auf max. 96 Personen und für das Spiel- und Spaßbecken auf max. 43 Personen.

  • Anmerkung: Die Bäder in München haben angekündigt, dass Tickets 3-4 Tage vorher ausschließlich über ein digitales Reservierungssystem erworben werden können. Auch für das Bad in Pleinfeld ist eine Bestellung von Eintrittskarten über das Internet vorgesehen. Saisonkarten gibt es nicht.

  • Zutritt für Kinder unter 14 Jahren nur in Begleitung Erwachsener.

  • Nutzung des Nassbereichs (Duschbereich) ist ausgeschlossen.

  • Nutzung von Umkleidekabinen (Umkleidebereich) ist ausgeschlossen.

  • Begrenzung der Personenzahl im Toilettenbereich verbunden mit Abstandsmarkierungen, gegebenenfalls Einbahnstraßenprinzip und Bereitstellung von Seife und Einmalhandtüchern.

  • Betreten des Sprungturms nur durch eine Person (mit Sperrung der Attraktion bei Nicht-Einhalten des Mindestabstandes).

  • Verstärkter Personaleinsatz vor und im Bad. Gegebenenfalls Anpassung der Arbeitszeiten und Pausen um den direkten Kontakt der Mitarbeiter auf ein Minimum zu reduzieren. Zudem zwei Teams bilden, um im Infektionsfalle den Betrieb sicherstellen zu können.

  • Ausreichend Personal u.a. im Schwimmbereich, um auf Abstandsregeln hinzuweisen. Gegebenenfalls Bahntrennung z.B. durch Schwimmbadleinen.

  • Einhaltung des Mindestabstandes im Nichtschwimmer- und Kinderbereich.

Auf eine weitere Aufzählung der Vorgaben wird hier verzichtet.

Das Waldbad am Limes wurde im Jahr 2019 von 57.050 Gästen besucht. Das Defizit betrug ca. 300.000 €.

Sollte man sich für eine Betriebsaufnahme zum jetzigen Zeitpunkt entscheiden, würden unter Zugrundelegung der Besucherzahlen des Vorjahres für Betriebs- und Instandsetzungskosten, Personalkosten, Kosten für gesteigerten Hygiene- und Personalaufwand ca. 682.800 € anfallen.

Dem stünden bei Beibehaltung der Besuchspreise von durchschnittlich 2,90 € Einnahmen von 100.500 € gegenüber. Dies ergäbe ein Defizit von ca. 582.850 €.

Aufgrund der Begrenzung der Gästezahlen (Kontingentierung der Tickets) und der Erwartung, dass aufgrund der Pandemie einige potentielle Besucher das Bad nicht aufsuchen werden, stünden für dieses „Drittel Szenario“ Ausgaben von 682.900 € Einnahmen von 33.400 € gegenüber. Dies ergäbe ein Defizit von ca. 649.500 €

Damit müsste jeder Besuch eines Badegastes in der optimistischen Variante mit 16,89 € und in der Variante „Drittes Szenario“ mit 56,48 € bezuschusst werden. Diese Ausgaben müssten letztlich aus Mitteln des städtischen Haushalts aufgebracht und ggf. über Darlehen finanziert werden.

Wie oben dargelegt, ist die Zahl der Besucher, die zeitgleich das Bad nutzen können durch gesetzliche Vorgaben auf 139 beschränkt. Bei Anwendung des „Drei-Schicht-Betriebs“ analog der Handhabung in Pleinfeld, könnten demnach maximal 417 Badegäste pro Tag das Bad nutzen.

Bislang waren an schönen Sommertagen 700 bis 2.200 Besucher zeitgleich im Freibad. All diese Umstände sprechen dafür, dass unter den geltenden gesetzlichen Vorgaben ein vertretbarer Betrieb des Waldbades am Limes in der Sommersaison 2020 nicht möglich ist.

KARL-HEINZ FITZ, Bürgermeister