Jakob an der Himmelsleiter

Open-Air-Musikal am 9. August in Absberg

Eine besondere Veranstaltung findet am 9. August im Bürgergarten Absberg statt, wenn das Musical „Was auch sein wird“ aus der Feder des in Haundorf lebenden Ruhestandspfarrer Helmut Müller aufgeführt wird. Premiere hatte das für das Lutherjahr 2017 geschriebene Stück beim Kirchentag am Pfingstmontag auf dem Hesselberg.
Nun kommen Solisten und Solistinnen sowie Chor und Band der Uraufführung erneut zur Wiederholung in Absberg zusammen, um die Geschichte der Zwillingsbrüder Jakob und Esau, ihrer Eltern Isaak und Rebekka und – aus Jakobs Zufluchtsort Haran – der beiden Schwestern Rahel und Lea zu spielen, zu singen und zu musizieren.
Am bekanntesten in dieser Geschichte ist wohl die nächtliche Szene „Jakob an der Himmelsleiter“ (1. Mose 28), als dem betrügerischen und flüchtenden Jakob im Traum ganz unverdient Gottes Vergebung und Segen zugesprochen wird. Manche Kirche schmückt diese Darstellung, so auch die Evangelische Kirche in Absberg. Den Schluss des Musicals bilden die bewegend in Szene gesetzte Versöhnung der verfeindeten Brüder und der darüber angestimmte Jubelgesang „Heute wolln wir wieder fröhlich sein / und uns der Versöhnung freun“, in den auch alle Besucherinnen und Besucher einstimmen dürfen.
Wie bei der Kirchentags-Premiere wird der Autor Helmut Müller wieder Regie führen, und der Nürnberger Musiker Chris Halmen, der die Lieder für die Bandbegleitung arrangiert hat, die musikalische Leitung übernehmen.
Die von der Evangelischen Kirchengemeinde und der Marktgemeinde Absberg veranstaltete Aufführung findet im Bürgergarten Absberg statt und beginnt um 20.30 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr). Sie dauert eineinhalb Stunden. Der Eintritt ist frei (hm).

Stadtradeln: „Team FDP“ auf Rang 2

Die stärkste Gruppe hinter den „Wormer Radlern“

Das Stadtradeln 2017 ist am Sonntag, 22. Juli, zu Ende gegangen. Wenn auch noch einige Meldungen von Teilnehmern ausstehen können, so steht fest, dass das „Team FDP“ hinsichtlich der Teilnehmer unter den 36 Mannschaften den 2. Platz einnimmt.

Nach dem derzeitigen Stand (die Schlussabrechnung wird am 29. Juli im Anschluss an die Nachmeldefrist gemacht) sieht das Ergebnis so aus:

Gestartet sind 36 Teams mit 733 Teilnehmern, darunter 22 Kommunalpolitiker, für die eine extra Wertung vorgenommen wird. Alle zusammen sind in drei Wochen 176435 Kilometer geradelt, das ist das 4,4-fache der Länge des Äquators.

Die meisten Radler stellte das Team „Die Wormer Radler“ mit 144 Aktiven und 33575 gefahrenen Kilometern, gefolgt vom „Team FDP“ mit 107 Teilnehmern und mindestens 27605 Kilometern vor dem Team des Rathauses mit 64 Radlern, die 16758 Kilometer gestrampelt sind. Dahinter rangieren die CSU Gunzenhausen (11230 km) und das Team „ReCycling“ (9196 km).

Unser Team hat sich gegenüber dem letzten Jahr erheblich steigern können (2016: 83 Radler).  Die Kilometerleistung aller entspricht einer Kohlendioxid-Einsparung von 3920 Kilogramm. Im Durchschnitt sind die Teilnehmer 262,9 Kilometer gefahren (13. Platz). Besser waren die „Biergartenradler“ des TV Gunzenhausen, die einen Schnitt von 918 Kilometern erzielten.

Problemlöser mit Sitz in Haundorf

Landrat besuchte die Firma REMA Fügetechnik GmbH

Bei der Besichtigung von links nach rechts: Andreas Pitsch, Beate Steinweg-Pitsch, Landrat Gerhard Wägemann, Rainer Pitsch

Ein mittlerweile weltweit aktives Unternehmen steuert seine Geschäfte aus der Firmenzentrale im beschaulichen Haundorf heraus. Wie ein altes Bauernhaus Firmensitz der REMA Fügetechnik GmbH wurde, die Mitarbeiter Herausforderungen innerhalb der Automobilbranche meistern und stetiges Wachstum einen Neubau in Gunzenhausen nötig machte, diese Fragen wurden Landrat Gerhard Wägemann während eines Unternehmensbesuchs beantwortet.
Eigentlich war das Unternehmen bei seiner Gründung vor über 30 Jahren eine reine Handelsvertretung. Spätestens mit einer entscheidenden Erweiterung des Kundenstamms am damaligen Firmensitz in Altdorf gelang jedoch der Einstieg ins eigene Warengeschäft. Seither können die Geschäftsführer auf ein andauerndes Wachstum ihres Unternehmens zurückblicken. Mittlerweile werden insgesamt 40 Mitarbeiter beschäftigt, davon zehn im eigenen REMA Kompetenzzentrum in Österreich. Und dass REMA einiges an Kompetenzen vorzuweisen hat, davon zeugt nicht zuletzt die Referenzliste renommierter Automobilhersteller.
Das Familienunternehmen, neben den beiden Brüdern Andreas und Rainer Pitsch ist auch Andreas‘ Ehefrau Beate innerhalb der Geschäftsleitung aktiv, versteht sich als Problemlöser rund um das Thema Fügetechnik. Neben der langjährigen Vertriebserfahrung im Bereich Schweiß- und Klebetechnik gehören nämlich auch kompetente Dienstleistungen zum Firmenportfolio. „Unsere Geschäftspartner kommen mit einer Idee im Kopf auf uns zu und unsere Fachleute setzen diese als Full-Service-Systempartner um.“, beschreibt Andreas Pitsch das Vorgehen. So werden die Auftraggeber von der Projektierung bis hin zur erfolgreichen Endabnahme und Inbetriebnahme von Maschinen umfassend betreut. Die Ersatzteilversorgung, die technische Wartung und ein umfassendes Schulungsangebot runden das Portfolio ab.
Dabei ist die REMA Fügetechnik GmbH kein produzierendes Gewerbe. Das Unternehmen verfügt vielmehr über ein im Laufe der Jahre entstandenes Firmennetzwerk aus Komponentenherstellern, die die verschiedenen Bauteile für REMA anfertigen. So kann der Betrieb z.B. komplette Schweißzellen an seine Kunden ausliefern, die wiederum größtenteils aus der Automobilbranche kommen. „Der entscheidende Vorteil für unsere Auftraggeber liegt dabei darin, dass diese nur noch mit einem einzigen Ansprechpartner kommunizieren müssen. Das spart Zeit und manchmal auch Nerven!“, erklärte Rainer Pitsch das Geschäftsmodell. Der Qualitätsanspruch der Branche ist dabei sehr hoch, weshalb der Betrieb die Qualitätskontrolle bewusst selbst übernimmt und so für eine geringe Reklamationsquote und hohe Kundenzufriedenheit sorgt.
Wie sich eine Unternehmerfamilie mit hessischem Ursprung einen bayerischen Standort in Haundorf aussucht? „Es war der Charme eines alten fränkischen Bauernhauses, der letztlich den Ausschlag dazu gab. Nach liebevoller Renovierung entstand genau darin unsere neue Firmenzentrale.“, erklärten die Familienmitglieder ihre Entscheidung, die auf den ersten Blick außergewöhnlich erscheinen mag. Für die Unternehmer ist zudem die hohe Lebensqualität im Landkreis, das Seenland sowie die gute Lage in Europa ein entscheidender Standortvorteil, sodass dieser Schritt bisher nie bereut wurde. Im Gegenteil, der mit jährlich ca. zwei Azubis ausgestattete Ausbildungsbetrieb errichtete aufgrund der wachsenden Betriebsgröße eine neue, 1250 Quadratmeter große Lagerhalle im Gunzenhausener Industriegebiet. Durch diese Investition sieht sich das Unternehmen für die weitere Zukunft sehr gut aufgestellt. Entscheidend für den Erfolg als Dienstleister ist für REMA jedoch eine kompetente und hochmotivierte Mannschaft. Das Unternehmen bildet deshalb gezielt aus, fördert Weiterbildung und setzt als Familienunternehmen aus Überzeugung auf kollegialen Zusammenhalt während und neben der Arbeit.
Während des Betriebsrundgangs und des anschließenden interessanten Gesprächs zeigte sich Landrat Wägemann und die Wirtschaftsförderung angetan von den Eindrücken. „Wir freuen uns, dass die Vorzüge unseres Standortes erkannt wurden und ein aufstrebendes Unternehmen seinen Platz in Altmühlfranken gefunden hat!“, lautete das Resümee des Landrats. Für die sicherlich aufregende Zukunft, die im Zusammenspiel mit der Automobilbranche unweigerlich zu erwarten ist, wünschte Wägemann alles Gute und bedankte sich für die Gastfreundschaft.

Windsbacher Knabenchor ist Preisträger

Entscheidung über den Wolfram-von-Eschenbach-Preis 2017

Mit dem Wolfram-von-Eschenbach-Preis des Bezirks Mittelfranken ausgezeichnet wurde der Windsbacher Knabenchor. Foto: infranken.de

Der mit 15.000 Euro dotierte Wolfram-von-Eschenbach-Preis geht in diesem Jahr an den Windsbacher Knabenchor. Der Bezirkstag von Mittelfranken traf diese Entscheidung einstimmig.  „Die Windsbacher stehen für die Synthese von Musikalität, Vielseitigkeit, Genauigkeit und Reinheit des Klangs“, so die Auffassung der Jury.

Seit 70 Jahren behauptet sich der Windsbacher Knabenchor, dessen künstlerischer Leiter seit 2012 Martin Lehmann ist, als Spitzenensemble der Vokalszene weltweit. Der musikalische Schwerpunkt des Chors, dem rund einhundert Sänger im Alter von neun bis 19 Jahren angehören, liegt auf der geistlichen Musikebene, wobei das Repertoire von der Renaissance bis hin zur Moderne reicht. Neben A-cappella-Werken sämtlicher Epochen bis hin zu Werken von Duke Ellington umfasst es vor allem die großen Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel oder Wolfgang Amadeus Mozart. Zahlreiche Rundfunk-, Fernseh-, Platten- und CD-Aufnahmen sowie Konzertreisen ins Ausland und viele Preise belegen den internationalen Ruf des Windsbacher Knabenchors.

Die drei Förderpreise zu je 5.000 Euro gehen im Bereich Bildende Kunst an das Nürnberger Künstler-Duo Matthias Böhler und Christian Orendt, an die Papierkünstlerin Aja von Loeper aus Nürnberg sowie im Bereich Musik an die in Dietenhofen (Kreis Ansbach) gegründete fränkische Folkband Gankino Circus. Matthias Böhler und Christian Orendt arbeiten seit zehn Jahren gemeinsam an meist raumfüllenden, komplexen Installationen, die einen ironischen und zum Teil sarkastischen Blick auf die Welt werfen. Aja von Loepers bearbeitet Papier mit unterschiedlichen Werkzeugen, es entstehen Blätter von plastischer, reliefartiger Strukur. Cankino Circus stehen für einen Stilmix unter anderem aus fränkischen Kirchweihliedern, ungarischer Volksmusik, türkischen Klängen, gemischt mit Balkan-Zirkus-Klamauk. Die Preisverleihung findet am 24. Oktober in Wolframs-Eschenbach statt.

Finanzamt energetisch saniert

Das Finanzamt Gunzenhausen ist in den letzten beiden Jahren energetisch saniert worden. Das Staatliche Hochbauamt Ansbach hat dafür 950000 Euro ausgegeben. Das imposante Ämtergebäude am Hindenburgplatz ist zuständig für alle Steuerzahler aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Sommerfahrt in den Landtag

Einladung von MdL Manuel Westphal

Kurz vor der Sommerpause des Bayerischen Landtages haben rund 50 Gäste aus dem Stimmkreis Ansbach-Süd, Weißenburg-Gunzenhausen die Gelegenheit genutzt und das politische München auf Einladung des Landtagsabgeordneten Manuel Westphal erkundet. Bei der Sommerfahrt waren der CSU-Ortsverband aus Burgoberbach, engagierte Frauen der BRK-Sozialstation in Wassertrüdingen sowie weitere Gäste aus dem Stimmkreisgebiet dabei.
Früh morgens ging es mit dem Bus los in Richtung München. Der erste Programmpunkt war die Besichtigung der CSU-Landesleitung. Dort erhielten die Gäste aus Mittelfranken einen Einblick in die Arbeit der Landesleitung sowie deren Organisation. Außerdem konnte die Besuchergruppe das Gebäude in der Mies-van-der-Rohe-Straße, das die CSU erst im vergangenen Jahr bezogen hatte, besichtigen. Dabei durfte natürlich ein Blick in das Arbeitszimmer des CSU-Vorsitzenden und Ministerpräsidenten Horst Seehofer nicht fehlen. Zum Abschluss gab es noch ein stärkendes Mittagessen in der Kantine der Landesleitung.
Anschließend fuhr die Gruppe weiter in die Münchner Innenstadt. Im Maximilianeum wartete bereits der Stimmkreisabgeordnete Manuel Westphal auf seine Gäste. Auch hier erhielt die Gruppe mittels eines Filmes Informationen über das Maximilianeum sowie über die Arbeit des Bayerischen Landtages.
Wie die Arbeit des Parlaments ganz praktisch funktioniert, konnte sich die Gruppe beim Besuch der vorletzten Plenardebatte vor der Sommerpause anschauen. Auf der Besuchertribüne des Plenarsaals konnte die Gruppe der Diskussion im Bayerischen Landtag über die Verfassungsmäßigkeit des Integrationsgesetzes folgen.
Westphal stellte der Gruppe nach dem Besuch der Plenarsitzung seinen Arbeitsalltag als Landtagsabgeordneter vor und beantwortete einige Fragen zu seiner parlamentarischen Tätigkeit oder auch speziell zu Stimmkreisthemen.
Nach einem kurzen Ausflug bei herrlichstem Sommerwetter in die Münchner Altstadt machte sich die Gruppe gegen Abend wieder auf den Rückweg nach Wassertrüdingen und Burgoberbach.
Westphal erklärte: „Die Sommerfahrt war sicherlich besonders interessant für meine Besuchergruppe, da die Möglichkeit bestand, auch die Plenarsitzung zu besuchen. Es ist immer wieder schön, wenn ich Gäste aus dem Stimmkreis hier in München empfangen und meine Arbeit vor Ort vorstellen kann.“

Zum Tod von Wilhelm Elterlein

Gunzenhäuser Unternehmer ist 68-jährig gestorben

Die Betonsteinfertigung begleitete sein ganzes Leben: Wilhelm Elterlein (mit Sohn Bastian) beim Werksrundgang.

Seine Familie ist die zweitälteste von Gunzenhausen. Die Vorfahren von Wilhelm Elterlein, der im Alter von erst 68 Jahren einem Krebsleiden erlegen ist, waren stets Bauleute. Das belegt die Familienchonik,  um die sich der Verstorbene bis in seine letzten Tage sehr bemühte.

Wilhelm Elterlein, der nach dem Internat in Marktbreit das Abitur ablegte und Verfahrenstechnik Steine und Erden studierte, heiratete 1972 Anette Balzert aus Gunzenhausen. Er war im elterlichen Unternehmen tätig  und übernahm die Führung des Betonwerks mit Baustoffhandel an der Oettinger Straße 1989 als alleiniger Geschäftsführer in fünfter Generation. Sein Bemühen war es, die Firma dem Wettbewerb anzupassen. So entschied er sich 2007, das Betonwerk an Lithonplus abzugeben. Das war für die Mitarbeiter eine gute Entscheidung, denn die neue Firma, in der Sohn Bastion eine leitende Position einnimmt, hat die Arbeitsplätze gesichert und das Portfolio ergänzt. So konnte sich Wilhelm Elterlein 2009 in den Ruhestand begeben.

Der bestand freilich nicht aus dem Nichtstun, denn der Verstorbene engagierte sich zeitweise als CSU-Ortsverbandsvorsitzender, er war im Industrie- und Handelskammer-Gremium aktiv und gehörte dem Verwaltungsrat der Sparkasse an.

Wilhelm Elterlein wird den Gunzenhäusern als ein stets nobler Zeitgenosse in Erinnerung bleiben, der in gesellschaftlichen Kreisen willkommen war. Ob am Stammtisch oder in der Runde der „spätberufenen“ Schafkopfer – überall wird man ihn vermissen. Am meisten fehlt er natürlich seiner Familie: seiner Ehefrau Anette, dem Sohn Bastian und der Tochter Kathrin und den Enkelkindern.

WERNER FALK

Leckerer Fisch vom Grill

Anleitung aus dem Stocker-Verlag

Im neuen Buch „GOLI GRILLT FISCH & MEERESFRÜCHTE“ von Christoph Gollenz, dem im Vorjahr mit seinem Grill-Team „Goli & die Chefpartie“ beim „European BBQ Championship“ in Bremen (September 2016) der Titel Europameister verliehen wurde, zeigt der Autor, dass nicht nur Thunfischsteaks, ganze Forellen oder Calamarispieße direkt über der Glut gegrillt werden können, sondern sich auch Fischcurry aus dem Wok, Karpfen in der Salzkruste, Fischstrudel und -burger oder Wallergulasch und Hummersauce am Grill zubereiten lassen. Sogar das Räuchern von Reinanken oder Lachsseiten gelingt. Die meisten Rezepte können mit einem einfachen Kugelgrill zubereitet werden, doch auch die Besitzer von einem Gasgrill, Elektrogrill oder Smoker finden zahlreiche Anleitungen.

Christoph Gollenz: „Goli grillt Fisch & Meeresfrüchte“ (Rezepte und Tipps vom Weltmeister), 160 Seiten, durchgehend farbig bebildert, 18,5 x 25 cm, Hardcover, ISBN 978-3-7020-1702-6, 19,90 Euro.

Open-Air-Kino am Hahnenkammsee

Rund 150 Besucher kamen

 An zwei Abenden gab es am Hahnenkammsee nun einen Filmgenuss der besonderen Art: Direkt am Strand hat der Zweckverband gemeinsam mit dem Treuchtlin-ger Central-Kino eine zwölf mal sechs Meter große Leinwand aufgebaut und zum Freiluft-Filmschauen geladen. Etwa 150 Besucher kamen an beiden Abenden zu den Vorführungen.
Einem großen Zulauf erfreute sich der Disney-Film „Küss den Frosch“, der am Samstagabend an die 100 Besucher an den Hahnenkammsee lockte. Mit Liegestühlen und Picknickdecken machten sie es sich auf der Wiese bequem, die von Fackelschein dezent illuminiert wurde. Mit Einbruch der Dunkelheit gegen 21.30 Uhr hieß es dann „Film ab“ für die Disney-Interpretation des Froschkönigs.
Dass die Geschichte in den Sümpfen von New Orleans und damit zum Großteil an Gewässern spielt, ist kein Zufall. Passend zur Kulisse des Open-Air-Kinos hat man Filme ausgesucht, in denen Wasser eine wichtige Rolle spielt. Auch im Familienfilm „Kindsköpfe“, der Sonntagabend gezeigt wurde, ist ein See ein zentrales Thema. In dem Streifen mit Adam Sandler verbringen recht unterschiedliche Familien ein Wochenende in einem Haus am See, und das führt zu allerlei witzigen, chaotischen und auch herzerwärmenden Situationen.
Der Hahnenkammsee feiert als ältestes Gewässer im Fränkischen Seenland heuer seinen 40. Ge-burtstag, und das Open-Air-Kino ist eine von drei Veranstaltungen, mit denen das Jubiläum be-gangen wird. Auftakt war ein feierliches Osterfeuer am Ostersonntag, den Abschluss der Feier-lichkeiten bildet das Ballonglühen mit Live-Musik am 16. September.

„Nicht Dorfhaus und nicht Villa“

Ausstellung im Freilandmuseum Bad Windsheim

Nach zwei bereits stattgefundenen Vorträgen startet im September das Begleitprogramm das Fränkischen Freilandmuseums in Bad Windsheim zur großen Jahresausstellung „Nicht Dorfhaus und nicht Villa – evangelische Pfarrhäuser in Franken“ (3. Juni bis 17. Dezember 2017).

Vorträge: 19. September: Prof. Dr. Konrad Bedal: „Der Pfarrhausbau in Franken vom späten Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert“; 19 Uhr in der Kräuter-Apotheke, Baugruppe Stadt, Eintritt frei

Kuratorenführungen durch die Ausstellung: Sonntag, 17. September,  Dienstag, 3. Oktober, und Dienstag,  31. Oktober, jeweils 11 Uhr in der Betzmannsdorfer Scheune (Treffpunkt Hauptkasse) und 14.30 Uhr im Museum Kirche in Franken (Treffpunkt Spitalkirche).

Exkursionen: Die Museumsleitung lädt ein, einige fränkische Pfarrhäuser gemeinsam mit ihr vor Ort zu besuchen. In zwei Bustouren werden Gebäude aus vier Jahrhunderten in Augenschein genommen, v. a. ihre architektonischen und bauhistorischen Besonderheiten. Exkursion 1 (Landkreise NEA, AN, FÜ, RH): Samstag, 9. September; Exkursion 2 (Landkreise NEA, AN, WUG): Samstag, 21. Oktober; Abfahrt jeweils um 9 Uhr ( Treffpunkt: Museumsparkplatz). Gebühr: je 25 Euro  (incl. Bus und„Reiseleitung“, nicht enthalten sind alle Speisen u. Getränke, u. a. bei gemeinsamer Einkehr). Voranmeldung erforderlich unter Tel. 09841/66800 (jeweils maximal 20–25 Teilnehmer)

Zeitzeugencafé: Zeitzeugeninterviews bilden eine wichtige Grundlage der aktuellen Ausstellung. Im „Zeitzeugencafé“ berichten am Freitag, 22. September, um 19 Uhr in der Spitalkirche (freier Eintritt) Pfarrer, Pfarrfrauen und Pfarrerskinder von ihrem Leben in verschiedenen fränkischen Pfarrhäusern der letzten Jahrzehnte. Zugleich soll das moderierte Gespräch Ausgangspunkt für einen möglichst lebhaften Austausch sein, d. h. alle sind eingeladen mitzudiskutieren!

Filmabend: Gezeigt wird am Mittwoch, 11. Oktober, um 19 Uhr in der Spitalkirche (Eintritt frei) Michael Hanekes preisgekröntes Meisterwerk „Das weiße Band“. Der Film zeichnet das Bild einer vom sittenstrengen Protestantismus geprägten Gesellschaft um 1913/14 in Norddeutschland.

Podiumsdiskussion: Das evangelische Pfarrhaus blickt auf eine 500-jährige Vergangenheit zurück, die Zukunft scheint dagegen ungewiss. Verantwortliche erörtern am Donnerstag, 16. November, um 19.30 Uhr in der Kräuter-Apotheke (Baugruppe Stadt)  theologische und kirchenpolitische Aspekte und zeigen aktuelle Tendenzen auf. Teilnehmer: Regionalbischöfin Gisela Bornowski, Prof. Dr. Klaus Raschzok (Augustana Neuensdettelsau), PD Dr. Christian Eyselein (Pastoralkolleg, Pfarrverwalterausbildung), Dekanin Karin Hüttel, Dr. Andrea Thurnwald, Moderation: Dr. Ulrike Schorn

Quellen-/Schriftkurs am Mittwoch, 22. November, und am Mittwoch, 29. November, jeweils von 18 bis 21.30 Uhr in der Aumühle: Baupläne und Rechnungen, aber auch Tagebücher und Briefe waren wertvolle Quellen unserer Forschungen über evangelische Pfarrhäuser. Nun geben wir  Gelegenheit, selbst einige dieser Quellen zu studieren. Die deutsche Kurrentschrift („Sütterlin“) erschwert häufig den Zugang.  Die Museumsleitung bietet Anleitung beim Lesen der alten Schriften, egal ob die Teilnehmer dies neu lernen oder Kenntnisse auffrischen wollen. (Leitung: Dr. Susanne Grosser / Simon Kotter M.A.). Die Kursgebühr: 39 Euro. Voranmeldung ist erforderlich.

Wissenschaftliche Tagung: Eine wissenschaftliche Tagung am Freitag und Samstag, 17. und 18. November, widmet sich speziell dem Bauwerk Pfarrhaus. Namhafte Referenten bieten einen überregionalen Einblick in das Phänomen Pfarrhaus. Tagungsgebühr: 80 Euro / 40 Euro (ermäßigt). Voranmeldung erforderlich.

Öffnungszeiten der Ausstellung: 5. März bis  28. Oktober, von  9 bis 18 Uhr; 29. Oktober bis 17. Dezember von 10 bis 16 Uhr.

Eintrittspreise: Erwachsene  7 Euro (Kinder unter 6 Jahren frei), Schüler, Studenten, Azubis, Freiwilligendienste, Schwerbehinderte, Kur- und Gästepassinhaber  6 Euro; Familienkarte (2 Erwachsene und minderjährige Kinder)  17 Euro; Teilfamilienkarte (1 Erwachsener und minderjährige Kinder)  10 Euro; Gruppen ab 12 Personen pro Person  6 Euro; Schulklassen pro Schüler 3 Euro.

Kontakt: Fränkisches Freilandmuseum und Museum Kirche in Franken, Eisweiherweg 1 · 91438 Bad Windsheim, Tel. 09841/66800 · Fax 09841/668099, Museum Kirche in Franken 09841/401858 (Kasse);  info@freilandmuseum.de / www.freilandmuseum.de