Die Radler zählen ihre Kilometer

Start des Stadtradelns im Rahmen des Bürgerfests in Gunzenhausen

Wie es eine Woche nach dem Start des Stadtradelns 2019 aussieht, kann Gunzenhausen in diesem Jahr den Teilnehmerrekord von 2018 toppen. Damals waren 37 Teams an den Start gegangen, die in drei Wochen 204000 Kilometer herunterstrampelten. Schon jetzt haben sich mehr Teams gemeldet als 2018 gefahren sind. Das lässt einen neuen Rekord erwarten.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz gab den „Startschuss“, d.h. er machte sich den Start in einer Rikscha von Radsport-Gruber und seiner Frau Angelika an der Seite recht bequem. Danach aber ging es sportlicher zu. Etwa fünfzig Radler begaben sich auf die Strecke um den Altmühlsee.

Das „Team FDP“ ist auch in diesem Jahr wieder dabei, und zwar mit einer zahlenmäßig starken Equipe. Man darf gespannt sein, wieviele Kilometer die Teilnehmer am Ende erzielt haben.

„Und wo warst du?“

 Nach 30 Jahren bleibt der Mauerfall das prägende zeitgeschichtliche Erlebnis

Wie kein anderes Ereignis hat der Mauerfall die deutsche Nachkriegsgeschichte geprägt. Wie haben die Menschen diesseits und jenseits der Mauer diesen Tag erlebt? Welche Träume und welche Ängste haben sie damit verbunden? Und was ist aus den Träumen geworden? Die Bürgerrechtlerin Freya Klier – eine Ikone des Widerstands gegen das DDR-Regime – hat den bevorstehenden 30. Jahrestag zum Anlass genommen, die unterschiedlichsten Sichtweisen auf Mauerfall und Wiedervereinigung zu versammeln. In „Und wo warst du? 30 Jahre Mauerfall“ kommen öffentliche Personen wie Bernhard Vogel oder Guy Stern ebenso zu Wort wie ein Ex-Neonazi, eine einstige RAF-Terroristin oder ein Fluchthelfer. Das Buch erscheint am 19. August 2019 im Herder Verlag.

Die Berichte der Autoren ordnen das Buch in drei Phasen: die Unterdrückung der DDR-Bürger vor dem Fall der Mauer („Es muss was passieren!“), der Umbruch 1989-90 („Aufbruch in die Freiheit“) und die Zeit der Wiedervereinigung („Zwei Welten treffen aufeinander“). Erörtert wird nicht nur, was damals alles geschah, sondern auch, wie die Ereignisse bis in die Gegenwart hineinwirken und wie sie von heute aus zu bewerten sind. Dabei hallen starke persönliche Erinnerungen nach. Insgesamt 23 Autorinnen und Autoren aus Ost und West lassen uns in ihre Seele blicken, erinnern sich noch einmal, wie es ihnen vor 30 Jahren erging. Während Marko Martin sich beispielweise an „ein missbrauchtes Gefühl“ erinnert, schwärmt Johannes Röser davon, wie „Geschichte zum Wunder“ geworden sei. So entsteht aus einzigartigen Perspektiven ein schillerndes Panorama deutsch-deutscher Geschichte.

Mit Beiträgen von Oliver Das Gupta, Brigitte Dienst, Berthold Dücker, Ingo Hasselbach, Günter Henschel, Anna Kaminsky, Bernd Dietmar Kammerschen, Martin Klähn, Nadja Klier, Katrin Maaß, Marko Martin, Margit Miosga, Astrid Proll, Johannes Röser, Gudrun Schmidt-Kärner, Birgit Siegmann, Uwe Spindeldreier, Carola Stach, Guy Stern, Annette von Stieglitz, Düzen Tekkal, Burkhart Veigel und Bernhard Vogel.

Und wo warst Du? von Freya Klier; 256 Seiten, Herder-Verlag, 20 Euro, ISBN 978-3-451-38553-7

Biodiversität – was ist das?

Artenvielfalt ist kein isoliertes Ziel

Das Thema der Biodiversität wird in letzter Zeit – auch im Zusammenhang mit dem Volksbegehren zum Schutze der Bienen – immer häufiger in der politischen Diskussion gebraucht. Häufig dabei leider auch missbraucht.

Es erscheint daher angebracht, dass eine etwas seriösere Verwendung dieses wissenschaftlich eigentlich sehr eindeutigen Begriffs erfolgt, um  die Biodiversität  nicht in einen völlig falschen Gesamtzusammenhang zu stellen. Das Thema  ist natürlich sehr populär, aber  viele verstehen es auch nur sehr eindimensional. Und das führt dann zu völlig falschen Rückschlüssen.

Was wird denn nun tatsächlich unter Biodiversität verstanden?
Gemeint ist damit die Vielfalt bzw. Anzahl aller lebenden Organismen in einem bestimmten Lebensraum (Biotop). Die Biodiversität umfasst damit auch die genetische Vielfalt innerhalb einzelner Arten.
Dabei kann die Bandbreite dieser Vielfalt z.B. bei Gefäßpflanzen zwischen 50 und weit über 5.000 Arten je 10.000 Quadratkilometer betragen.

Man unterscheidet bei dieser biologischen Vielfalt
die genetische Diversität (z.B. wichtig für Weiterentwicklung von Kulturpflanzen)

  • die taxonomische Diversität (also die Zahl der Arten in einem bestimmten Lebensraum)
  • die Lebensraum-Diversität (gemeint ist die Vielfalt unterschiedlicher Lebensräume) und
  • die funktionale Diversität (die Vielfalt ablaufender ökologischer Prozesse).

Es ist also immer wichtig, dass man bei der Verwendung dieses Begriffs abwägt, welche Form der Biodiversität jeweils bemüht werden soll.

Regionalberater Dieter Popp

Und es wird häufig auch die Frage gestellt, warum denn Biodiversität oder Artenvielfalt überhaupt benötigt wird. Immer wieder wird bezweifelt, ob sich der Aufwand zum Schutz bestimmter Arten – zumal wenn sie klein oder unscheinbar sind – überhaupt lohnt.
Das Beispiel der Selektion von Wirkstoffen eines Schimmelpillzes im Jahre 1928 durch  Alexander Fleming führte zur Entdeckung des Penicillin, mit dessen Hilfe später vielen an Wundinfektionen erkrankten Menschen das Leben gerettet wurde. Dieser für unsere Gesundheit so hochwertige Schimmelpilz wurde aber bis zur seiner pharmazeutischen Wirkung als Schädling heftig bekämpft.
Und alleine zwanzig der meist verwendeten Arzneimittel in den USA basieren ausschließlich auf Natursubstanzen, deren Wildpopulationen nur noch in streng geschützten Gebieten vorkommen. Ihr Umsatz in den USA beträgt jährlich mehr als 11 Mrd. Dollar. Ohne den Rückgriff auf diese in ihrem Bestand geschützte taxonomische und genetische Vielfalt, wäre die Anwendung alleine dieser Arzneimittel nicht möglich.

Die entscheidende Frage beim Wert der durch die Artenvielfalt gekennzeichnete Biodiversität liegt vor allem darin, dass wir heute nicht wissen, welche Fortschritte die Wissenschaft bei der Erforschung weiterer wichtiger Substanzen aus dem Naturhaushalt machen wird. Denkbar wäre es sogar, dass selbst an für uns Menschen manchmal so lästige Arten wie die Brennesel oder die Stechmücke eines Tages Wirkstoffe selektiert werden, die uns bei der Bekämpfung von manchem krankheitsbedingtem Leid helfen können.
Aber auch ohne solche Erfolge in der Medizin ist der Rückgriff auf die funktionale, genetische und taxonomische Diversität auch aus der Kulturpflanzen- oder Tierzuchtentwicklung, bei den vielfältigen Anwendungen der Biotechnik oder auch in der Forstwirtschaft unverzichtbar. Das Artenpotenzial der Erde ist nach mehreren Studien etwa 5 – 6 % des Bruttosozialprodukts weltweit wert.

An einem für uns sehr anschaulich sichtbaren Beispiel kann man die Bedeutung, aber auch die oftmals falsch angewendete Interpretation der Artenvielfalt recht gut nachvollziehen.
Sehen wir uns einen  naturnahen Bach mit seinen Besonderheiten aus Gewässerwindungen  und begleitender Vegetation einmal  an und vergleichen ihn  mit einem Bach gleicher Größendimension, der aber unnatürlich verändert wurde (begradigt, Uferbewuchs entfernt, Sohle befestigt etc). Dann  treten nämlich erhebliche Unterschiede in der Artenvielfalt auf.

Ein paar Beispiele dazu:

Ein begradigter Bach kann  eine bis zu vierfach höhere Fließgeschwindigkeit aufweisen, in ihm halten sich dann bestimmte Kleinorganismen  nicht mehr fest, da ihnen vor allem auch die Gewässerstrukturen dazu fehlen. Diese  Kleinorganismen sind aber u.a.  Grundlage der Fischnahrung.
Andere Arten aber, die mit diesen Fließgeschwindigkeiten zurechtkommen, wandern zu und gewinnen Oberhand. Sie ersetzen aber nur selten den verloren gegangenen Kreislauf der abgewanderten Arten.

Ein Aufstauen fließender Gewässer behindert nicht nur den Fischaufstieg – bei fehlenden Fischtreppen – sondern unterbindet auch den natürlichen Rückflug ausgeschlüpfter Eintagsfliegen, die nach diesem Schlüpfen immer stromaufwärts fliegen, um dort erneut Eier ablegen zu können. Dieser Flug wird durch die von den Stauhaltungen herrührenden Fließgeschwindigkeits-Reduzierungen aber unterbrochen. Sie gehen bereits dann zur Eiablage vorzeitig auf das Wasser, mit der Folge des Verarmens der Gewässer oberhalb der Stauhaltungen. Dort fehlen sie dann wiederum als natürliche Fischnahrung. An ihre Stelle rücken nun andere flugfähige Arten, die aber nicht die gleiche Bedeutung als Fischnahrung aufweisen.

Ein Entnehmen von Laub abwerfenden und Schatten spendenden Ufergehölzen stellt schließlich der Super-Gau am Gewässer dar. Je nach Gewässer-Tiefe und –Breite kann der Temperaturanstieg im Wasser dann bis fast an 1,5 bis 2 Grad Celsius im Durchschnitt heranreichen. Bei der Erderwärmung um etwa  2 Grad wissen wir bereits um die dramatischen Folgen. Im Fließgewässer sind die Auswirkungen ähnlich fatal. Die Gewässererwärmung führt dann zu einer Überpopulation an wärmeliebenden Kleinorganismen, die aber nur einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die natürliche Gewässerreinigung aufweisen

Diese drei Beispiele sollen nur deutlich machen, was denn passieren kann, wenn bestimmte Eingriffe in den Naturhaushalt vorgenommen werden. Denn dies hat nun unmittelbar etwas mit  Artenvielfalt bzw. Biodiversität zu tun.
Jeder dieser Eingriffe führt zu einem Verschwinden einiger natürlich vorkommender Arten, aber er verursacht auch ein Zuwandern anderer, auf diese neuen Rahmenbedingungen eingestellten Arten. In den meisten Fällen sind dies deutlich mehr Arten, als im vorhergehenden natürlichen Zustand.
Wir haben also plötzlich ein Ökosystem mit einer deutlich höheren Artenzahl! Aber das ist kein erstrebenswertes Ziel an sich. Denn nun kann z. B. in einem solchen  „artenreicheren“ Gewässer die Selbstreinigungsleistung nicht mehr oder nur eingeschränkt erfolgen. Das bedeutet dann höhere Klärleistungen in unseren entsprechenden Klärsystemen.

Artenerhöhung an sich ist daher auf keinen Fall ein erstrebenswertes Ziel!!!!
Es geht wie häufig nicht um Quantität, sondern ausschließlich um Qualität.Es muss daher immer nur die jeweilige natürliche Artenvielfalt als Ziel angestrebt werden. Dies kann dann sehr wohl auch ein sehr artenarmes Ökosystem wie ein Hochmoor oder ein oligotropher See sein. Denn durch spezielle Eingriffe kann auch dort die Artenvielfalt geradezu explodieren. Aber beide – das Hochmoor und der nährstoffarme See – wären als natürlicher Lebensraum zerstört!
DIETER POPP, Regionalberater (Haundorf)

Der Mais informiert

Maisäcker, wohin man auch schaut: Bekommen wird bald eine Monokultur? Die Sorge um die Biodiversität treibt Agrarfachleute und Laien gleichermaßen um. Auf dem Radweg von Steinacker nach Gnotzheim informiert eine Tafel über die Frucht, die den Stoff für die Biogasanlagen in der Region liefert.  Foto: FR Presse

Historiker tagten in Spalt

Empfang durch Bürgermeister Udo Weingart

Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer dankte dem Spalter Bürgermeister Udo Weingart für seinen temperamentvollen und leidenschaftlichen Vortrag. Foto: FR Presse

Vom Lebensgefühl in seiner historischen Kleinstadt schwärmt Bürgermeister Udo Weingart: „Hopfen-Bier-Spalt“, das ist unser Markenimage, sagt er den Besuchern. Am Wochenende waren es die Mitglieder des Historischen Vereins für Mittelfranken, die im HopfenBierGut-Museum tagten. Verbunden damit waren ein Empfang durch den Bürgermeister, die Mitgliederversammlung, ein Vortrag von Prof. Dr. Johannes Burkhardt über die Regionalisierung der historischen Erinnerungskultur sowie eine Exkursion zur benachbarten Burg Wernfels und in die Deutschordensstadt Ellingen.

Weingart nutzte die Gelegenheit, zum erstarkten Selbstbewusstsein seiner Kommune zu reden, aber auch um deren Herausforderungen aufzuzeigen. Ein Kraftakt sei es gewesen, das alte Kornhaus aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Der Komplex mit seinen 38 Metern Länge und fünf Geschossen sei heute das Aushängeschild für ein modernes Stadtmarketing. Spalt, das als „Genussort in Bayern“ zertifiziert wurde und bei der Tourismuskampagne des ADAC den 3. Preis bekam, sei zu einem  historischen Städtchen mit Lebensqualität geworden. Jetzt will der Ort beim Wettbewerb „Heimatort Bayern“ punkten. Er befindet sich unter den letzten zwei aus Mittelfranken. Ende August wird das Ergebnis erwartet.

Udo Weingart („Stehen bleiben dürfen wir nicht“) betonte, die Stadt profitiere von der Attraktivität des Fränkischen Seenlands. Er bekannte sich gegenüber Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer (er leitete als Vorsitzender des Historischen Vereins für Mittelfranken die Tagung) zu „Innovationen mit Gefühl“ am Brombachsee. Die Faktoren Kultur, Genuss, Bier und Natur seien imageprägend für das Städtchen, das in Deutschland die einzige kommunale Brauerei betreibe. Seine Bilanz nach 18 Jahren: „Wir sind sehr gut unterwegs“.  Weingart setzt konzeptionell auf die Philosophie der Entschleunigung und sieht sich bestätigt: „Münchner und Stuttgarter kommen zu uns, weil sie die Dynamik der Großstadt überfordert.“ Der Altstadt mit ihrem Hopfenmuseum misst er sogar ein Alleinstellungsmerkmal im Land zu. „Während andernorts die Gastronomiebetriebe schließen, kommen bei uns die Wirtssöhne als gut qualifizierte Küchenchefs aus dem Ausland zurück, um die elterlichen Betriebe zu übernehmen“, erklärt er stolz. „Wir haben eine Brauerei mit Geschichte und Geschichten“, umschreibt der Rathauschef, der jetzt eine „Biermeile“ entwickelt, beispielsweise mit einer Bierverkostung im dunklen Braukeller.

Bei allem Optimismus („Wir sind derzeit relativ zufrieden“) sieht Weingart aber auch die Probleme, die auf die Stadt zukommen, wenn der Hopfenanbau weiterhin an Bedeutung verliert. Derzeit gibt es im Spalter Anbaugebiet, das Hersbruck bis Kinding reicht,  noch 60 Hopfenbauern, die 390 Hektar bewirtschaften, aber: „In zwanzig Jahren wird es diese Kulturlandschaft nicht mehr geben.“  Hoffnung macht ihm ein Umdenken von „Billig, billig“ hin zu mehr Qualität. „Wir spüren“, so der kommunale Brauereichef, „dass sich etwas ändert, denn unser Aromahopfen wird weltweit stark nachgefragt.“ Die 40-prozentige Umsatzsteigerung in den letzten Jahren führt er darauf zurück, dass die Spalter auf die Veränderungen in der Gesellschaft und bei den Verbrauchergewohnheiten schneller reagiert haben als andere Wettbewerber. Und er setzt auf den regionalen Markt, denn: „Der Lebenmittelmarkt ist ein schwieriger Partner, er handelt knallhart und man wird erpresst. Deshalb müssen wir uns trauen, manchmal auch Nein zu  sagen.“ Bei der Kostenstruktur müssten die kleinen Brauereien aufpassen, „denn die Mengenproduktion wird uns nicht glücklich machen“.

 Buch über Gunzenhäuser Zinngießer

Auf der Mitgliederversammlung des Historischen Vereins äußerte sich stellvertretender Vorsitzender und Schriftleiter Prof. Georg Seiderer zum Jahresprogramm 2019. Es ist geplant, das Jahrbuch mit dem thematischen Schwerpunkt „Burggraf Friedrich VI. von Nürnberg und die Belehnung der Burggrafen von Nürnberg mit dem Kurfürstentum Brandenburg“ herauszugeben, ferner soll in der Reihe „Mittelfränkische Studien“ ein Beitrag von Hans Himsolt zum „Zinngießerhandwerk in Gunzenhausen“ erscheinen.

Der Verein wird sich auch mit einem Antrag von Dr. Konrad Vanja vom Förderverein zur Sanierung des Retty-Palais in Ansbach mit dem Anbringen einer Erinnerungstafel an Ritter von Lang, dem Gründer des Historischen Vereins für Mittelfranken, befassen. Zudem soll geprüft werden, in welchem Umfang sich der Verein an der Sanierung des historischen Stadtfriedhofs mit seinen einmaligen Grufthäusern beteiligen kann. Nach Einschätzung von Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer ist die Anlage „einzigartig nördlich der Alpen“.

Seine Jahrestagung 2020 wird der Verein in Herrieden abhalten. Nach den gelungenen Exkursion nach Böhmen soll im nächsten Jahr wieder eine zweitägige Bildungsreise angeboten werden.

Sammenheim ist immer schön

Wer einmal Gold bekommen hat, der sieht seine Aufgabe darin, das Edelmetall in Ehren zu halten. So ergeht es offenbar auch den Sammenheimern, die nach der Goldmedaille im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf in Grün und Blumen“ (1983) alles daran setzen, ihr Dorf in schönster Blumenpracht erstrahlen zu lassen.  Möglich hat diese positive Ausstrahlung natürlich die beeindruckende Dorfgemeinschaft, in der sich die vielzitierte Sozialkontrolle mitunter im Wetteifern der Nachbarn auswirkt, die Anwesen immer noch schöner zu gestalten.

WERNER FALK

Sportstätten werden gefördert

Geld für die vereinseigenen Sportstätten

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Sonderförderprogramm für den vereinseigenen Sportstättenbau aufgelegt. Von diesem Programm und den erhöhten Fördersätzen profitieren besonders Vereine in strukturschwachen Regionen. „Nachdem unsere Region als Raum mit besonderem Handlungsbedarf eingestuft wurde, können sich unsere Vereine über eine extra hohe Förderung freuen“ erläutert der Stimmkreisabgeordnete für den Bayerischen Landtag Manuel Westphal.
Für den Sportstättenbau in strukturschwachen Regionen sind im Doppelhaushalt 2019/20 zusätzlich zehn Millionen Euro bereitgestellt. „Insgesamt stehen in den nächsten zwei Jahren also 25 Millionen Euro für den Sportstättenbau unserer Vereine zur Verfügung“, freut sich Westphal.
Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration sieht vor, die Konzeption des Sonderförderprogramms vor allem auf die Steuerkraft der jeweiligen Kommune abzustellen. Das bedeutet: Vereine mit Sitz in Gemeinden mit geringer Steuerkraft erhalten zukünftig deutlich höhere staatliche Fördersätze für den vereinseigenen Sportstättenbau. „Für circa ein Viertel der bayerischen Bevölkerung sind Fördersätze von bis zu 55 Prozent vorgesehen. Bei größeren Maßnahmen (ab 250.000 Euro förderfähige Kosten) werden die Sport- und Schützenvereine auch durch zinsvergünstigte staatliche Darlehen beim Bau und der Sanierung ihrer Sportstätten unterstützt. Hier werden wir den bisherigen maximalen Darlehensanteil von 10 Prozent auf bis zu 20 Prozent verdoppeln“, beschreibt der Abgeordnete.
„Das bisher existierende Förderprogramm des Freistaats zum Sportstättenbau wird von den Vereinen sehr gut nachgefragt. Doch haben gerade Vereine in strukturarmen Gebieten eine nur geringe Finanzkraft und können aufwendige Baumaßnahmen oft kaum stemmen. Aus diesem Grund soll hier gezielt unterstützt werden. Gerade für die Vereine in unserer Region bedeutet das erhöhte Fördersätze!“ so Westphal.
Sport- oder Schützenvereine können ihre Anträge ab dem 15. Juli 2019 direkt an den Bayerischen Landes-Sportverband e. V. (BLSV) bzw. an den Bayerischen Sportschützenbund e. V. (BSSB) richten. Wichtig ist, dass die Vereine sich bereits jetzt über die Förderkonditionen informieren und dann ganz zügig einen Antrag stellen!

Gasthof setzt auf High-Tech

Pleinfelder Blockheizkraftwerk mit Rundum-sorglos-Paket

Die neue Heizungsanlage des Kastanienhofs mit (von links nach rechts): Gastwirt Thomas Leinberger, Heinzungsfachmann Rainer Mory und N-ERGIE Kundenberater Norbert Kimmelzwinger. Foto: Daniel Löb

Im April 2019 nahm Thomas Leinberger nach einjähriger Bauzeit den hochmodernen An- und Umbau seiner Gastwirtschaft Kastanienhof, Pleinfeld, in Betrieb. Mit einer Investition von zwei Millionen Euro verdoppelte er seine Kapazität und machte seinen Betrieb mit viel Elektronik und einer hochwertigen Ausstattung fit für das 21. Jahrhundert. Auch beim Thema Heizung setzte der Gastronom auf Effizienz aus der Region: Er entschied sich für das Mietmodell HEIZUNG KOMFORT der N-ERGIE und zwar für die Kombination von Blockheizkraftwerk und Erdgas-Brennwerttechnik.

Jährlich 6.000 Euro Stromkostenersparnis

Mit dem Blockheizkraftwerk deckt der Gastwirt den Wärme-Grundverbrauchfür seinen Betrieb. Für die Verbrauchsspitzen etwa im Winter wird der zusätzliche Gas-Brennwertkessel eingesetzt. Die gleichzeitige
Erzeugung von Wärme und Strom im Blockheizkraftwerk ist nicht nurbesonders effizient, sondern bringt auch finanzielle Vorteile: Leinberger erzeugt jährlich als Nebenprodukt rund 20.000 Kilowattstunden Strom, die er für seinen Betrieb nutzt. Dies senkt seine Stromausgaben umrund 6.000 Euro pro Jahr und macht ihnunabhängiger von der Strompreisentwicklung.
Ein weiterer Pluspunkt von HEIZUNG KOMFORT besteht für den Gastwirt darin, dass die Anschaffungskosten für die beiden Heizungsanlagen entfielen, einem sechsstelligen Betrag. Während der gesamten Vertragslaufzeit von acht Jahren für das Blockheizkraftwerk und zehn Jahren für den Erdgas-Brennwertkessel muss sich Leinberger um nichts kümmern, weil Wartung, Ersatzteile, Reparatur
sowie ein 24-Stunden-Notdienst im Störungsfall bereits im monatlichen Fixbetrag enthalten sind. Damit gewinnt er Planungssicherheit undSpielraum für anderweitige Investitionen.

Zuschuss aus Förderprogramm gesichert

Durch die Kombination verschiedener Förderprogramme, wie dem CO2- Minderungsprogramm der N-ERGIE sowie vom Heizungshersteller, konnte sich der Gastwirt über einen Zuschuss in Höhe von insgesamt 2.800 Euro freuen. Dazu kamen weitere Zuschüsse aus staatlichen Förderprogrammen.
Von der Planung bis zur Installation, Wartung und anfallenden Reparaturarbeiten: darum kümmern sich die Fachleute von Mory Elektro Wärme Bad, Pleinfeld, einem Premium-Partner der N-ERGIE aus dem
SHK-Handwerk (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik).

Auch Eigentümer von Einfamilienhäusern profitieren von HEIZUNG KOMFORT Blockheizkraftwerke eignen sich speziell für große Energieverbraucher,
wie beispielsweise Mehrfamilienhäuser, Gaststätten, Hotels oder Fitnessstudios. Aber auch beim Neubau oder der Sanierung von Einfamilienhäusernprofitieren die Eigentümer von den Vorteilen des Mietangebots mitRundum-Sorglos-Paket HEIZUNG KOMFORT. Sie setzen beispielsweise auf den Einbau von Wärmepumpen, Heizöl- und Flüssiggasheizungen oder Erdgas-Brennwerttechnik. Durch den Einsatz der modernen Heizungstechnik reduzieren sich die Energieausgaben um bis zu 30 Prozent – ein Gewinn auch für die Umwelt.
Bereits 750 Kunden haben sich für HEIZUNG KOMFORT entschieden und erhalten Zuschüsse in Höhe von bis zu 1.800 Euro direkt auf ihr Konto. Wer sich für ein Blockheizkraftwerk entscheidet, kann mit bis zu 2.000 Euro rechnen.
Weitere Informationen unter www.n-ergie.de/heizung, unter 0911 802- 58200 oder heizung@n-ergie.de. Der passenden Premium-Partner aus dem Handwerk ist unter www.n-ergie.de/handwerkersuche zu finden.

Mit dem Elternlatein am Ende?

Beratungsangebot an die Eltern

Am Dienstag,  16. Juli, geht es in einem Vortrag um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Weißenburg (Friedrich-Ebert-Straße 20) um kostenfreie Beratungsangebote für Eltern.

Die Erziehung der eigenen Kinder ist oft mit vielen Fragen verbunden und Eltern stehen vor vielen Aufgaben. Gerade die Erziehung eines Kindes und das Zusammenleben in der Familie ist in einer zunehmend komplexeren Gesellschaft eine große Herausforderung. Bei all der Freude und Liebe gibt es dennoch immer wieder Situationen, in denen Familien aus dem Gleichgewicht geraten oder Eltern mit ihrem Latein am Ende sind. „Oft sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht“ – wie es sprichwörtlich so heißt.

Bei der Bewältigung solcher und ähnlicher Situationen oder bei Konflikten und Problemen innerhalb der Familie können Beratungsstellen eine hilfreiche Adresse sein. Gemeinsam mit der jeweiligen Beratungsstelle werden Lösungswege gesucht, denn mit Menschen außerhalb der Familie zu sprechen und die Situation aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, hilft oft weiter.

Den Vortrag mit dem Titel „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“ halten die Diplom-Sozialpädagogin Silke Schön vom Fachdienst des Kreisjugendamtes und die Diplom-Psychologin Stephanie Göggerle von der Eltern- und Jugendberatungsstelle des Diakonischen Werkes. Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Gemeinsam für Eltern“.

Größtes Schleppertreffen Nordbayerns

650  Fahrzeuge kommen zum 9. Oldtimertreffen am 10. und 11. August

Manche Traktoren haben schon einen langen Weg hinter sich, bis sie endlich im Fränkischen Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken in Bad Windsheim eintreffen. Sogar aus Südtirol haben sich diesmal wieder Schlepperfreunde angemeldet. Auf mittlerweile 650 Plätze wurde das Teilnehmerkontingent wegen der hohen Nachfrage erhöht – es ist jedoch längst ausgeschöpft, die Warteliste gefüllt. Das mag an der authentischen Umgebung liegen, die das Museumsgelände den betagten Schleppern mit seiner Darstellung des früheren Lebens und Arbeitens auf dem Land bietet. Überzeugen ist aber auch das reiche
Begleitprogramm: Große Fahrzeugkorsos starten an beiden Veranstaltungstagen jeweils um 14 Uhr. Das Spektrum der Traktoren reicht dabei von 1921 bis 1965. Besonders außergewöhnlicher Oldtimer werden in Einzelpräsentation gewürdigt, andere sind sogar live in Aktion auf den Feldern des Museums zu erleben. Vom Pflügen über Grubbern reichen die saisonalen, witterungsabhängigen Vorführungen mit den eindrucksvollen Maschinen. Ein besonderer Höhepunkt für Kinder ist das Mitfahren auf einem historischen Bulldog sowie ein kleiner Trettraktoren-Parcours, gestiftet von der Firma BIG aus Fürth, mit Nachbildungen von historischen Schleppern derMarken Eicher, Fendt und Porsche.
Organisiert wird das Oldtimer-Treffen vom Fränkischen Freilandmuseum in Zusammenarbeit mit den „Schlepper- und Landmaschinenfreunden Tauber-Franken e.V.“ Museumseintritt 7 Euro, ermäßigt 6 Euro, Zweitageskarte 12 Euro, Tageskarte für Familien 17 Euro.