Bratwurst und Gomorrha

„Mein Franken-Buch“ von Klaus Schamberger

mein-franken-buch_cover_druckfaehigDer Club verliert sowieso, das Dürerbild kriegen wir eh nicht, die Kneipe ist bestimmt voll, und wenn nicht, dann ist das Essen schlecht: Der fränkische Zweckpessimismus ist berühmt-berüchtigt, und niemand spürt ihm seit vielen Jahrzehnten so authentisch-unterhaltsam und sprachlich treffend nach wie Klaus Schamberger. In diesem Band, der am 7. Oktober erscheint, vereint der Schriftsteller und Journalist sehr persönliche Beschreibungen seiner Heimat und seines Verhältnisses zu dieser ungewöhnlichen (Un-)Kulturlandschaft, das stets zwischen liebevoll und distanziert oszilliert. Mein Franken-Buch zeigt aber vor allem auch die große Bandbreite von Schambergers Schaffen, seinen bitterbösen Sarkasmus und lakonischen Humor, seine hintergründige Art, das Besondere im Alltäglichen zu entdecken, und seine Kunst, den Franken humorvoll den Spiegel vorzuhalten. Das Buch ist der  Nachfolgetitel zu Schambergers 1997 erschienenem „Mein Nürnberg-Buch. Geschichten und Gedichte“.
Klaus Schamberger, Jahrgang 1942, vielen auch bekannt als »der Spezi«, ist gebürtiger Nürnberger. Fast 30 Jahre schrieb er in seiner Heimatstadt zahlreiche Glossen für die Abendzeitung, für die der jetzige Ruheständler hauptberuflich als Journalist und langjährig als Redaktionsleiter tätig war, und für das Studio Franken des Bayerischen Rundfunks. In der Sendung Mittags in Franken bzw. Die Abendschau Franken präsentiert er am Freitag das Gschmarri zum Wochenende. Er ist Autor von 20 Büchern und wurde vielfach ausgezeichnet.
„Mein Franken-Buch“ (Geschichten und Gedichte) von Klaus Schamberger; Klappenbroschur; 240 Seiten; ISBN 978-3-86913-642-4; 14,90 Euro; ars-vivendi-Verlag Cadolzburg.

„Herbstlich willkommen“ bei den Gärtnern

Bundesweite Aktion bei Kuck in Unterwurmbach eröffnet

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Gärtnermeister Hans Kuck (links) führte durch seinen Betrieb. Die „Walder Dorfmusik“ gab den musikalischen Ton an.

Roland Albert ist der Präsident des Bayerischen Gärtnerverbands. Und er ist Franke, eigentlich Unterfranke.  Dass er ein feines Gehör hat, das verriet der Gärtnermeister in Unterwurmbach, wo Landratsstellvertreter Robert Westphal als Schirmherr der Aktion „Herbstlich willkommen“ startete. Der Jurist aus Meinheim erzählte von seiner Leidenschaft für die Landwirtschaft und den Gartenbau (er hat schließlich auch Agrarwirtschaft studiert) und davon, dass seine Frau „den lieben Gatten auch einmal in den Garten schickt“, was natürlich in Franken phonetisch gar nicht zu unterscheiden ist. „Gadden“ bleibt eben „Gadden“. Roland Albert hat es fein herausgehört und natürlich den Unterschied verstanden.

Gastgeber war Gärtnermeister Hans Kuck, der Chef von 19 Beschäftigten. Zum wiederholten Mal war in seinem Betrieb die mittelfränkische Auftaktveranstaltung für die herbstliche Werbewoche. Er und seine Frau führten  die Gäste, darunter etliche Stadträte aus Gunzenhausen, durch seinen Betrieb und präsentierte die Herbstpflanzentrends 2016. Im thematischen Mittelpunkt der Aktion stand heuer die Biene. Landeschef Albert: „Ohne die Biene würde  der Honig fehlen. Sie steht unter besonderem Schutz.“ Er versprach im Namen seiner Kollegen eine bienengerechte Anwendung der chemischen Mittel im Pflanzenbau.

Der Spätsommer verwöhnt uns noch einmal mit Wärme, wir suchen uns einen angenehmen Sitzplatz und tanken Sonne für die bevorstehenden Herbsttage. Und noch jemand nutzt das sonnige Wetter ausgiebig: Die Honigbienen sammeln Vorräte für den Winter. Aber werden sie in unserem Garten oder auf unserem Balkon auch fündig? Viele Pflanzen, die den ganzen Sommer über von Bienen und anderen nützlichen Insekten besucht wurden, stellen nun ihre Blüte ein. Wer den Bienen jetzt noch etwas Gutes tun möchte, der sorgt für neue, herbstliche Blütenpracht in seinen Beeten und Pflanzgefäßen.
Bayerns Gärtner haben es sich zum Ziel gesetzt, dass Bienen auch im Herbst nicht lange nach Nahrung suchen müssen: Rund 130 Gärtnereien in ganz Bayern bieten deshalb im September gezielt ein breites Sortiment an „Bienenpflanzen für den Herbst“ an. Während ihrer bayernweiten Aktionswoche „Herbstlich willkommen“ stellen sie besonders für Bienen attraktive Pflanzen vor. Vom 17. bis 24. September dauert die Aktionswoche.
Die Auswahl an blühende Herbstpflanzen ist groß – für jeden Platz lässt sich die passende Pflanze finden. Da stellt sich die Frage: Welche Herbstblüher haben auch für Bienen und andere nützliche Insekten etwas zu bieten? Wie lassen sie sich kombinieren und welchen Standort brauchen sie? Bayerns Gärtner können hierzu beraten und sie wissen auch, welche der betreffenden Pflanzen winterhart sind. Viele Bienenpflanzen lassen sich nach der Blüte überwintern – geschützt im Pflanzgefäß oder ausgepflanzt im Garten treiben sie im Frühjahr wieder aus und liefern.

„Lichtmomente für jeden Tag“

Auch im Groh-Verlag erschienen „Quellen der Ruhe für jeden Tag“

Von Zeit zu Zeit können wir wohl alle ein wenig mehr Ruhe und Gelassenheit im stressigen Alltag gebrauchen. Was hilft, sind bewusst gestaltete Auszeiten und kleine Rituale, denen wir einen festen Platz in unserem Leben einräumen. Die beiden hochwertig ausgestatteten Bücher „Lichtmomente für jeden Tag“ und „Quellen der Ruhe für jeden Tag“ liefern die passenden Anregungen, um aus kleinen Dingen wieder neue Kraft zu schöpfen.lichtmomente

Das Leben schenkt uns jeden Tag Momente voller Schönheit und Lebendigkeit. Doch oft übersehen wir die kleinen und großen Wunder des Lebens, weil unser Kopf mit so vielen anderen Dingen beschäftigt ist. Das wunderschön gestaltete Buch „Lichtmomente für jeden Tag“ nimmt uns mit auf eine kleine Reise zu uns selbst. Es schenkt positive Gedanken und Augenblicke der Besinnung, die uns neue Energie schöpfen lassen. Ergreifende Momentaufnahmen, in der Fotografie verewigt, bieten Raum, um über die Weisheiten großer Denker von Marc Aurel bis Leo Tolstoi zu sinnieren und sich wieder auf die bedeutenden Dinge im Leben zu besinnen.quellen-der-ruhe

Unser Leben ist ständig im Wandel und jeden Tag stehen wir vor neuen Herausforderungen. In dieser oft so lauten Welt fällt es uns schwer, uns Momente voller Ruhe und Frieden zu schaffen, in denen die innere Unruhe nachlässt. Wir haben verlernt, in uns hineinzuhören und die Stille als solche hinzunehmen, ohne nach einer Ablenkung zu suchen. Dabei sind diese Momente so wertvoll und wohltuend. Mit dem inspirierenden Begleiter „Quellen der Ruhe für jeden Tag“ und fernöstlichen Weisheiten kann man Orientierung erlangen, die Dinge wieder klarer sehen und neue Energie aus kleinen Momenten der Ruhe schöpfen.

„Lichtmomente für jeden Tag“, gebunden, 96 Seiten, Format: 12 x 16,5 cm, ISBN 978-3-8485-1668-1,  9,99  Euro; Groh-Verlag.

„Quellen der Ruhe für jeden Tag“, gebunden, 96 Seiten, Format: 12 x 16,5 cm, ISBN 978-3-8485-1667-4, 9,99 Euro, Groh-Verlag.

„Kreuz und quer durch Bayern“

Deutschlands größtes Bundesland

kreuzquerNicht Schloss Neuschwanstein, das Deutsche Museum oder der Chiemsee werden in diesem Freizeitführer vorgestellt. Stattdessen stehen besondere Ausflugsziele abseits des Touristenstroms aus allen bayerischen Bezirken im Fokus, von der Oberpfalz über Schwaben bis nach Niederbayern. Auf ein-same Bergbauernhöfe, in geschichtsträchtige Städte oder zum Mittelpunkt Europas führt der Weg. Die Reporter treffen dabei besondere Menschen und spüren vergessenen Handwerken und bayerischen Mythen nach. Sportliche Herausforderungen wie Wanderungen oder eine Langlauftour dürfen dabei ebenso wenig fehlen wie die Verkostung von selbstgebrannten Schnäpsen.
Ob Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter: „Kreuz und quer durch Bayern“ hält für jede Jahreszeit und jedes Wetter das passende Ausflugziel parat. Nach Schwarzenbach an der Saale, auch bekannt als „Fränkisch-Entenhausen“, geht beispielsweise einer der allwettertauglichen Ausflüge, denn hier ist Deutschlands erstes Museum für Comic und Sprachkunst beherbergt. Zu jeder Jahreszeit ein besonderes Erlebnis bietet auch der Hummelhof in Elmatried bei Kempten im Allgäu. Bauer Bernard Hummel, seine Frau und ihre acht Kinder betreiben ihren Hof samt heilpä-dagogischer Tagesstätte nach ihren eigenen Grundsätzen, doch stets im Einklang mit der Natur.
Ein Buch mit lesens- und sehenswerten Empfehlungen für Entdecker und echte Liebhaber des Freistaats.

„Kreuz & quer durch Bayern“, 21 überraschende Ausflugziele Softcover, 234 Seiten, 13 x 19 cm, ISBN 978-3-86497-337-6, 12,90 Euro,  Süddeutsche Zeitung Edition.

Nun gibt es das Aufstiegs-BAföG

Novelle des Meister-BAföGs

Der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal begrüßt die Weiterentwicklung des Meister-BAföGs zum Aufstiegs-BAföG: „Mit diesem Förderinstrument können alle, unabhängig vom Alter, die an einem Lehrgang oder an einer beruflichen Fortbildung teilnehmen, von einer umfangreichen finanziellen Unterstützung profitieren. Auch Bachelorabsolventen sowie Studienabbrecher oder Abiturienten ohne Erstausbildungsabschluss können unter bestimmten Bedingungen nun die Förderung nutzen.“

Anfang August ist das Aufstiegs-BAföG in Kraft getreten. Dies richtet sich an Personen, die sich auf einer Fortbildungsmaßnahme zum Handwerks- und Industriemeister, Erzieher, Techniker, Fachkaufmann, Betriebswirt oder eine vergleichbare Qualifikation befinden.

Gefördert werden dabei Fortbildungsmaßnahmen öffentlicher oder privater Träger, deren Abschluss über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen- und Gehilfenprüfung oder einer Berufsfachschulabschlusses liegt. Die Fortbildung kann dabei als Voll- oder Teilzeit erfolgen.

Die Finanzierung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren kann mit dem Aufstiegs-BAföG durch einen Förderbetrag von maximal 15.000 Euro, wovon 40 Prozent als Zuschuss bereitgestellt wird, erfolgen. Der restliche Betrag kann mit einem zinsgünstigen KfW-Darlehen finanziert werden. Außerdem ist eine Förderung der Materialkosten für das Meisterprüfungsprojekt möglich sowie bei einer Vollzeitmaßnahme ein Beitrag zum Lebensunterhalt. Auch hier steigen durch die Novelle die Zuschussbeiträge auf 50 Prozent für Teilnehmer und Ehegatten oder Lebenspartner sowie für Kinder auf 55 Prozent.

„Die Novelle des Meister-BAföGs macht die berufliche Fortbildung attraktiver. Dies stellt ein wichtiges Zeichen für die berufliche Aus- und Weiterbildung dar“, bekräftigt der Abgeordnete.

Ein Franke ist mit im WJD-Bundesvorstand

 Florian Kohl, ein Unternehmer aus Schweinfurt, wurde gewählt

Florian Kohl ist seit 2012 bei den Wirtschaftsjunioren Schweinfurt aktiv, nach der Leitung des Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit und einem Jahr als stellvertretender Kreisvorsitzender der Schweinfurter, ist er aktuell der Pressesprecher der Wirtschaftsjunioren Bayern.

Florian Kohl aus Schweinfurt

Florian Kohl aus Schweinfurt

Neben dem Unternehmer aus Schweinfurt, der für das Ressort Innovationen und Ressourcen zuständig sein wird, sind noch drei weitere Franken im Bundesvorstand der Wirtschaftsjunioren 2017. Kristine Lütke, WJ Nürnberg, übernimmt das Ressort Bildung, René Handl, WJ Erlangen, das A-Team, Michael Bitzinger, WJ Hof ist für die Onlineplattform der Wirtschaftsjunioren zuständig.

Florian Kohl: „Ich freue mich sehr Teil eines so tollen Teams zu sein. Ich werde im nächsten Jahr zwei Schwerpunkte in meinem Ressort setzen. Zum einen möchte ich die Standardisierung der elektronischen Rechnung in Deutschland maßgeblich vorantreiben. Hierzu habe ich mit dem eco Verband der Internetwirtschaft e.V. einen schlagkräftigen Partner. Zum anderen möchte ich in einer Machbarkeitsstudie beleuchten, inwiefern sich die Wirtschaftsjunioren Deutschland, auch in Zusammenarbeit mit dem Weltverband der Wirtschaftsjunioren JCI (Junior Chamber International) im sozialen Unternehmertum engagieren können.“

Der Schweinfurter Florian Kohl ist Inhaber eines Verlages für amtliche Mitteilungsblätter und Partner in einer Agentur für Kommunikation mit dem Schwerpunkt soziale Medien. Er schreibt regelmäßig über das Thema kommunale Öffentlichkeitsarbeit und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft.

Das gesamte Team für nächstes Jahr sind: Alexander Kulitz, WJ Ulm, Bundesvorsitzender; Mathias Koch, WJ Westerwald-Lahn, stellv. Bundesvorsitzender; Manuel Denkwitz, WJ Frankfurt a.M., Ressort Internationales; Florian Kohl, WJ Schweinfurt, Ressort Innovationen & Ressourcen; René Handl, WJ Erlangen, A-Team; Ricarda Moss, WJ Hannover & Lüneburger Heide, Ressort Unternehmertum; Kristine Lütke, WJ Nürnberg, Ressort Bildung; Gordon Geisler, WJ Karlsruhe, Ressort Mitglieder; Peter Griez, WJ Lübeck, Ressort Finanzen; Ivo Haase, WJ Ostprignitz-Ruppin, Training; Philipp Kardinahl, WJ Potsdam, Ressort Politik; Michael Bitzinger, WJ Hof, Vereinonline; Oliver Brix, WJ Mannheim-Ludwigshafen, Markenkern; Sandra Deller, WJ Mittelrhein und Neuwied, GLC (General Legal Council), Carsten Lexa, WJ Hassberge, G20Yea Präsident.

Kulinarische Aktionswochen 2017 in Altmühlfranken

 Anmeldung für die Gastronomie jetzt möglich!

Auch 2017 bietet die Zukunftsinitiative altmühlfranken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen wieder vier kulinarische Themenwochen, an denen sich Gastronomiebetriebe aus Altmühlfranken anschließen können:
 Wintergenüsse Altmühlfranken – 13. bis 29. Januar 2017
 Fischwochen Altmühlfranken- 01. März bis 14. April 2017
 Lammtage Altmühlfranken – 23. Juni bis 02. Juli 2017
 Kirchweih. Küchle. Kren. – 06. bis 15. Oktober 2017
Ziel ist es, regionalen Produkten und den daraus zubereiteten Gerichten eine attraktive Werbeplattform zu bieten und damit die ausgezeichnete Qualität der Gastronomie Altmühlfrankens im wahrsten Sinne des Wortes in alle „Münder“ zu tragen. Die Zukunftsinitiative altmühlfranken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen begleitet die einzelnen Themenwochen dabei mit umfassenden Werbemaßnahmen.
Interessierte Gastronomiebetriebe können bei der Zukunftsinitiative altmühlfranken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen die Teilnahmekriterien und Buchungsunterlagen für die kulinarischen Aktionswochen 2017 anfordern (Tel. 09141-902-196, E-Mail: andreas.scharrer@altmuehlfranken.de) und sich bis 04. Oktober 2016 zur Teilnahme anmelden.
Weitere Informationen gibt es unter www.altmuehlfranken.de/aktionswochen .

FDP nominiert jungen Politiker

Johannes Dallheimer ist ein erfrischendes Element bei den Liberalen

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Von links: Bezirksvorsitzende Katja Hessel, Kreisvorsitzender Rainer Erdel (Ansbach-Land), Bundestagskandidat Johannes Dallheimer, Kreisvorsitzender Thomas Geilhardt (Weißenburg-Gunzenhausen) und Rüdiger Silberer (Kreisvorsitzender Ansbach-Stadt).

Er ist erst 22 Jahre und macht dennoch schon Karriere in der FDP: Johannes Dallheimer ist Vorsitzender des Bundesverbands Liberaler Hochschulgruppen und als solcher gehört er als kooptiertes Mitglied dem Bundesvorstand der Liberalen an.  Auf ihrer Konferenz in Wolframs-Eschenbach haben ihn am Montag die Mitglieder der Kreisverbände Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen einstimmig zu ihrem Bundestagskandidaten nominiert.

„6,7 Prozent hätten wir vor einem Jahr nicht erwartet“, erklärte der Ansbacher Kreisvorsitzende, vormalige Bundestagsabgeordnete und jetzige Dietenhofener Bürgermeister Rainer Erdel zum für die FDP guten Abschneiden bei der Abgeordnetenhauswahl am Sonntag in Berlin. Den Grund für den Erfolg der Liberalen glaubt er zu kennen: „Unser Parteichef Christian Lindner macht eine hervorragende Figur und hat ein gutes Auftreten.“  Der „Wiederaufstieg der FDP in die Bundesliga“ ist nach Erdels Einschätzung nach den gewonnenen Landtagswahlen der letzten Zeit realistisch.

Johannes Dallheimer („Ich bin guter Stimmung“) ist ein ungewöhnlicher Kandidat.  In Mexiko (Veracruz) geboren, kam er durch Adoption mit acht Monaten zu deutschen Eltern, die heute in Ansbach leben. Er ist in Feucht aufgewachsen und wohnt nun in Nürnberg, wo er 2012 das Abitur am Neuen Gymnasium abgelegt hat. Er studierte Betriebswirtschaftslehre an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg und seit 2014 Wirtschaftswissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.  Sein politisches Engagement begann vor drei Jahren mit dem Eintritt in die FDP,  ein Jahr später war er bereits Bezirksvorsitzender der Jungen Liberalen in Mittelfranken und seit Januar ist der Bundesvorsitzender der Liberalen Hochschulgruppen und somit auch Mitglied des höchsten Führungszirkels der Bundes-FDP.

„Wir wollen klare Kante zum freiheitlichen Rechtsstaat zeigen“, betonte der rhetorisch sehr versierte Jungpolitiker in seiner Antrittsrede. Die FDP wolle mit anfassen, wenn es um die Zukunftstechnologien gehe. „Wir sehen“, so Dallheimer, „die Risiken, aber noch viel mehr die Chancen für die Jugend unseres Landes“.  Sein Versprechen: „Wir wollen offen sein für neue Ideen und Technologien.“  Deshalb hält er es für falsch, die Angst vor der Globalisierung zu schüren. Europa sei in einer starken Position, aber: „Es gibt natürlich Punkte beim TTIP-Abkommen, wo wir etwas ändern wollen, aber generell sollten wir den Handelsvertrag nicht abblocken.“

Dallheimer ging auch auf die Flüchtlingsdiskussion ein und markierte die Position der FDP: „Wir wollen nicht den Weg des Populismus einschlagen, sondern müssen sagen, wie wir das schaffen mit der Integration der ins Land kommenden Menschen.“ Der Weg dorthin führt seiner Ansicht nach über die Schaffung eines Einwanderungsgesetzes, einer alten Forderung der FDP.

Europapolitisch verlangt der Bundestagskandidat eine effizientere Zusammenarbeit  und stärkere Vernetzung der Geheimdienste: „Da hakt es momentan.“   An seine Altersgruppe appelliert  der 22-Jährige, mit Mut an die Zukunftsaufgaben heranzugehen, denn: „Das selber Denken ist verloren gegangen.“ Deutschland als das „Land der Ingenieure“ dürfe nicht den Ast absägen, auf dem es sitze.

Der Kandidat mit seiner dunklen Hautfarbe sieht sich nicht als Exote: „Ich liebe Schäufele und fränkische Karpfen.“ Und der gebürtige Mexikaner fügt hinzu: „Ich will mich für ein liberales und freies Land einsetzen und die FDP in die Mitte der Gesellschaft zurückführen.“ (fr)

Angetan an Weißenburg und seinen Projekten

Arbeitskreis Wissenschaft und Kunst tagte in Weißenburg

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MdL Manuel Westphal (Fünfter von rechts) im Kreis seiner Kulturausschuss-Kollegen beim Besuch des „kunststoffcampus bayern“

Der Arbeitskreis Wissenschaft und Kunst der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat sich für seine diesjährige Klausurtagung Weißenburg als Durchführungsort ausgesucht. Initiiert wurde dieses Treffen von dem hiesigen Stimmkreisabgeordneten Manuel Westphal. Die Abgeordneten sowie die Leiterin des Referats für Wissenschaft und Kunst der CSU-Fraktion Ute Primavesi und die Landtagsbeauftragte aus dem Wissenschaftsministerium Isabelle Luber waren sichtlich angetan von Weißenburg und den Projekten, die ihnen vorgestellt wurden.

Die Klausurtagung begann im Kunststoffcampus in Weißenburg. Landrat Gerhard Wägemann sowie Oberbürgermeister Jürgen Schröppel begrüßten den Besuch in den Räumen des Campus. Um einen Einblick in das Tätigkeitsfeld der Einrichtung zu bekommen stellten der Vizepräsident der HAW Ansbach Prof. Dr. Günther Pröbstle, der Wissenschaftliche Leiter Prof. Dr.-Ing. Stefan Slama sowie der Fachliche Leiter Prof. Dr. Christian Wilisch den Kunststoffcampus vor. Sie betonten dabei die gute Zusammenarbeit der beiden Hochschulen aus Ansbach und Deggendorf. Die Gelegenheit wurde auch genutzt, um einige Wünsche und Anregungen an die Arbeitskreismitglieder zu stellen, um die Verbindung von Forschung und Lehre zu vereinfachen. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Oliver Jörg unterstrich, dass auch der Arbeitskreis der CSU-Fraktion großen Wert darauf lege, mehr Zeit für Forschung zu ermöglichen.

Aus Sicht der Wirtschaft referierte Andreas Pöppl, Geschäftsführer der k3works GmbH über die Zusammenarbeit mit dem Technologiezentrum am Campus. Auch er unterstrich die Bedeutung von Forschung und Lehre auch für Unternehmen. Die Zusammenarbeit laufe sehr gut und einige Projekte konnten bereits erfolgreich umgesetzt werden. So wird am Campus das neue AdBlue-System, das eingesetzt wird, um Schadstoffe aus Dieselmotoren herauszufiltern, getestet. Bald soll auch ein internationaler Kongress mit Automobilherstellern und –zulieferern, die die AdBlue-Technologie einsetzen, am Campus in Weißenburg stattfinden.

„Der Kunststoffcampus ist eine Einrichtung, in der Lehre und Forschung zusammenlaufen. Die Verantwortlichen haben hier einiges geleistet, um dieses Zentrum in die Region zu bringen und hier auch zu vernetzen. Wir haben viele Eindrücke für unsere Arbeit im Landtag gewinnen können“, erklärt Vorsitzender Oliver Jörg.

Am Nachmittag ging es für den Arbeitskreis in die Weißenburger Altstadt, die sich am Tag des Besuchs mit herrlichstem Spätsommerwetter präsentierte. Oberbürgermeister Schröppel zeigte bei einem kurzen Rundgang durch die Altstadt zentrale Gebäude in der Stadt wie die Karmeliterkirche oder das Gotische Rathaus.

Um auch den Bereich Kultur abzudecken, besichtigten die Arbeitskreismitglieder das Römermuseum. Museumsleiter Dr. Mario Bloier führte die Gäste durch das sich im Umbau befindende Museum. Außerdem stellte Bloier das Konzept für das renovierte Museum vor. Er verwies darüber hinaus auch auf die anderen römischen Stationen in Weißenburg.

„Meine Kollegen waren heute alle begeistert zu sehen, welche Projekte hier in Weißenburg verwirklicht worden sind und noch verwirklich werden. Der Besuch des Arbeitskreises war ein wichtiges Zeichen für Weißenburg, aber auch für die ganze Region. Die Themen, die heute angesprochen wurden, werden wir auch bei unseren Sitzungen im Arbeitskreis mit den Kollegen erörtern“, verdeutlicht Westphal.

Die FDP ist wieder zurück!

Mitglieder feierten beim Kreisvorsitzenden Geilhardt

fdp-berlinwahlMit 6,6 Prozent hat die FDP in Berlin so gut abgeschnitten, wie dies kaum jemand erwartet hatte. Die Stimmung war im Vorfeld nicht schlecht, die Wahlprognosen über fünf Prozent, aber dennoch hat das Ergebnis die Skeptiker überrascht. Das Resultat zeigt meiner Ansicht nach, dass es für eine kleine Partei ganz wichtig ist, sich von den Großen abzuheben, wobei der Begriff  der Volksparteien längst Vergangenheit ist (SPD 22 Prozent, CDU 18 Prozent). Die Berliner FDP hat eindeutig Position bezogen, den Flughafen Tegel  zu erhalten, zumal ja niemand recht weiß, wann der neue Großstadtflugplatz fertig sein wird.

Der Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen hat den Wahlabend auf Einladung seines neuen Kreisvorsitzenden Thomas Geilhardt und dessen Frau Susanne in deren Haus in Pleinfeld erlebt.  Mitglieder aus Gunzenhausen und Weißenburg stießen auf den Einzug in das Berliner Abgeordnetenhaus an und äußerten sich zuversichtlich, dass sich die Erfolge der FDP bei den nächsten Landtagswahlen im Frühjahr 2017 und letztlich bei der Bundestagswahl im Herbst 2017 wiederholen werden.

Foto von links: Stadtrat Werner Falk (Gunzenhausen), Gabriele Bartram, Jürgen Meyer, Ulrike Rauscher, Hans Meckel,  Marinanne Wöllmer, Susanne und Thomas Geilhardt.