Neuer Studienanfängerrekord

Zum Studium nach Treuchtlingen

Das erste Semester Outdoorsport und Adventuremanagement lernte am ersten Tag nicht nur den Campus und die Hochschule kennen, die Studierenden hatten auch Gelegenheit sich untereinander auszutauschen. Foto: HAM

Seit vergangenem Jahr  fokussiert sich die Hochschule für angewandtes Management am Treuchtlinger Adventure Campus vermehrt auf die eigenen Stärken und das Potential in der Region. Die Bereich Outdoor – Sport – Tourismus wurden gestärkt und konzeptionell leicht modifiziert. Mit dem Branchenfokus Outdoorsport und Adventuremanagement entwickelte man dabei ein neues Zugpferd, das deutschlandweit einzigartig ist. Der Tourismusstudiengang wird zunehmend an den regionalen Gegebenheiten und den Vorzügen des eigenen Hotelbetriebs am Adventure Campus ausgerichtet.

Das neue Konzept geht auf. Aus ganz Deutschland kommen nun 82 Studierende in die Treuchtlinger Provinz. „Wir freuen uns über den großen Zuspruch und das Interesse an unserem Studienkonzept“, sagt Manuel Sand, akademischer Leiter am Treuchtlinger Hochschulstandort. In drei einwöchigen Präsenzphasen pro Semester werden die junge Menschen künftig am Adventure Campus büffeln, wohnen und gemeinsam aktiv sein. „Die Studierenden können nicht nur das Campusflair genießen und sich hervorragend auf das Studium konzentrieren, mit der Boulderhalle, der Soccerhalle und den neu entstandenen Mountainbiketrails im Heumöderntal können sie abends auch den Kopf frei bekommen,“ erläutert Campusleiter Wolfgang Feldner.

Vergangenen Montag starteten  die Studierenden im Sportmanagement und im Branchenfokus Outdoorsport und Adventuremanagement, in den kommenden Wochen folgen dann die Studierenden im Master Sportmanagement und in den BWL-Branchenfokusprogrammen Tourismus- und Hotelmanagement und Musik- und Kulturmanagement. Am ersten Tag standen neben der Einschreibung, einer Einführung in das Studium, das Sportmanagement und das wissenschaftliche Arbeiten auch das gemeinsame Kennenlernen auf dem Programm.

„Jetzt sind wir zwar müde, aber der erste Tag hat uns sehr gut gefallen. Wir hatten keinen steifen Unterricht im Klassenzimmer, sondern waren viel draußen und haben uns so bereits gut kennengelernt“, berichteten die Erstsemester im Branchenfokus Outdoorsport und Adventuremanagement nach ihrem ersten Präsenztag an der Hochschule für angewandtes Management einhellig.

Landrat besucht m3profile

Gunzenhäuser Firma beliefert Kunden in aller Welt

Michael Heim (Geschäftsführer), Gerhard Wägemann, Markus Rotter (Geschäftsführer). Foto: LRA

Eine relativ junge Firma hat Landrat Gerhard Wägemann bei seinem letzten Unternehmensbesuch kennengelernt. Dabei konnte er wieder einmal feststellen, dass namhafte Kunden in aller Welt aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen beliefert werden.

Die Ursprünge der m3profile GmbH liegen bei einem anderen Kunststoffspezialisten des Landkreises, nämlich bei der Firma Oechsler. Dort führten die damaligen Verantwortlichen im Jahr 1965 die ersten Extrusionslinien ein, die über die Jahre hinweg stetig weiterentwickelt wurden. Im Rahmen der Extrusion werden feste bis dickflüssige Massen unter Druck kontinuierlich aus einer formgebenden Öffnung herausgepresst, die schnell härten und im Anschluss auf die gewünschte Länge zugeschnitten werden. Da sich Oechsler jedoch zunehmend auf das Spritzgussverfahren spezialisierte, nutze der damalige Abteilungsleiter Michael Heim 2006 die Gelegenheit und gründete zusammen mit Markus Rotter durch das Management-Buy-Out Verfahren sein Unternehmen. Beide sind seitdem als geschäftsführende Gesellschafter bei m3profile tätig, wobei Heim die Technik und Produktion verantwortet und Rotter den Einkauf und die Prozessabwicklung steuert.

Seit der Gründung konnte sich das Unternehmen stetig weiterentwickeln, so stieg die Mitarbeiterzahl von anfangs elf Personen auf mittlerweile 42 an. Auch die Werksräume, die innerhalb der Firma Sanmina angemietet sind, wuchsen über die Jahre auf die vierfache Größe. „Wir haben mit den Extrusionsmaschinen aus dem Oechsler-Bestand begonnen, die teilweise heute noch im Einsatz sind.“, erklärte Michael Heim. Mittlerweile finden sich jedoch weitere hoch moderne Extrusionslinien im Besitz der Firma, auf denen innovative Kunststoffprodukte hergestellt werden.

Genau das ist auch das Erfolgsgeheimnis der beiden Geschäftsführer, die sich mit einem Produktportfolio in vier Bereichen aufstellen. Den größten Anteil hat dabei die Lichttechnik, danach folgen die Sparten Outdoor, Industrietechnik und Automotive. Das Unternehmen hat sich dabei vor allem auf Nischenprodukte spezialisiert, die teilweise auch nach Kundenanforderungen selbst entwickelt werden. „Wir wollen uns bewusst vom Massenmarkt fernhalten, deshalb setzen wir auf raffinierte Produkte, die nicht jeder herstellen kann.“, erläuterte Markus Rotter den Besuchern des Landratsamtes. Im Speziellen werden im Automobilbereich Teile für die Landwirtschaft produziert, jedoch auch Produkte für LKW oder Ersatzteile für namhafte Automarken. Weiterhin stellt m3profile auch Kunststoffteile für den technischen Bereich her, hier etwa für Umwelttechnik oder gar Rolltreppen. Als Zulieferer für die Outdoorbranche werden Produkte für Motorsägen, Heckenscheren oder Rasentrimmer hergestellt, wobei die beiden führenden Markennamen zu den Kunden gehören.

Die Paradedisziplin des Unternehmens ist jedoch die Extrusion von hochwertigen Stromschienen, die an nahezu alle Herstellerfirmen für Lichttechnik in Europa zugeliefert werden. Die Besonderheit an den Produkten der m3profile GmbH ist das verschiebefeste Einbringen von kontaktierbaren Kupferleitern, die durch einen kombinierten Extrusionsprozess mit dem Kunststoff zusammengeführt werden. Dieses Verfahren erfordert strukturierte Prozessabläufe und eine perfektionierte Extrusionstechnologie, die im Unternehmen entwickelt und stetig verbessert wurde. „Wir können mittlerweile zwölf kontaktierbare Kupferleiter in unseren Stromführungsprofilen realisieren, die wir als Stangen- oder Spulenware an unsere Kunden liefern.“, erklärten die beiden Geschäftsführer das Verfahren. Da sehr viel eigens generiertes Fachwissen dazu nötig ist, unterliegen die Kundenaufträge strikter Geheimhaltung, ein weiterer Pluspunkt für die Kunden.

Von den Erläuterungen während des angenehmen Unternehmensbesuchs zeigte sich Gerhard Wägemann sehr angetan. „Wir haben mit diesem Unternehmen einen weiteren hoch innovativen Marktführer in Altmühlfranken, der mit seinen einzigartigen Produkten weltweit in Erscheinung tritt!“, betonte er erfreut. Zur Verabschiedung wünschte der Landrat den Inhabern eine weiterhin positive Entwicklung und bedankte sich für die interessanten Eindrücke.

Das Ende von Vorstand Nawratil

Der Verwaltungsrat hat die Konsequenzen gezogen

Der Verwaltungsrat der Bezirkskliniken Mittelfranken unter Vorsitz von Bezirkstagspräsident Richard Bartsch hat heute in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, die Voraussetzungen zu schaffen, das Dienstvertragsverhältnis mit Herrn Helmut Nawratil zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu beenden. Gleichzeitig wurde Nawratil mit sofortiger Wirkung als Vorstand der Bezirkskliniken Mittelfranken von seinen Rechten und Pflichten vorläufig freigestellt. Das Vorgehen steht im Zusammenhang mit Erkenntnissen aus der Sonderprüfung der Bezirkskliniken, die der Verwaltungsrat im Mai dieses Jahres beauftragt hatte.

Die Ergebnisse wurden Montag letzter Woche im Verwaltungsrat und im mittelfränkischen Bezirkstag vorgestellt und heute (25. September) nochmals intensiv beraten. Die Staatsanwaltschaft am Landgericht Nürnberg-Fürth hat zwischenzeitlich Vorermittlungen eingeleitet und den Sonderprüfbericht angefordert. Helmut Nawratil war seit Mai 2013 Vorstand des Kommunalunternehmens Bezirkskliniken Mittelfranken mit Sitz in Ansbach. Die Bezirkskliniken Mittelfranken werden bis auf weiteres von den stellvertretenden Vorständen Dr. Matthias Keilen und Kai Schadow geleitet. Die weiteren Fraktionsanträge zur heutigen Verwaltungsratssitzung über Konsequenzen aus der Sonderprüfung und möglichen Umstrukturierungen im Kommunalunternehmen werden in der nächsten Verwaltungsratssitzung am 05. Oktober behandelt.
Das Kommunalunternehmen hat in 2017 bei einem Jahresumsatz von 192 Mio. Euro einen Gewinn von 8,2 Mio. Euro ausgewiesen. Mit 1700 Betten sowie 18.000 stationären und 35.000 ambulanten Patientinnen und Patienten sind die Bezirkskliniken Mittelfranken eines der größten Klinikunternehmen der Region.

Anderes Konzept für „Regionalzelt“

Kritische Bemerkungen zur  Bilanz der Kirchweih 2018

Die Kirchweih war entgegen den veröffentlichten Berichten nicht ganz so positiv. Das dürfte auch der Festwirt Widmann bestätigen. Ich halte den Festzeltbetrieb im Allgemeinen für gut und die Familie Widmann erscheint mir in vorzüglicher Weise geeignet, eine schöne „Kerwa“ zu bieten. Das notorische Problem ist es, an den Werktagen den Bierzeltbesuch zu steigern. Das lässt sich m.E. nur durch besondere Anstrengungen erreichen, wie der Sparkassenabend gezeigt hat. Ich weiß um die Kosten, die der Festwirt hat, um einigermaßen qualitätvolle Musikgruppen verpflichten zu können. Deshalb schlage ich eine zeitliche Verschiebung des Musikangebots vom Nachkirchweihsamstag auf den Kirchweihdienstag, dem chronisch schlechtesten Frequenztag, vor. Eine tolle Kapelle (beispielsweise die „Störzelbacher“) würde am Dienstag das Zelt füllen, während am Nachkirchweihsamstag die Besucherzahl ohnehin sehr groß ist und daher an diesem Tag auch eine andere Band akzeptiert würde.

Als Hit hatte sich in den letzten Jahren die Verlosung am Nachkirchweihsonntag erwiesen. Deshalb sollte erwogen werden, in Zukunft wieder eine Verlosung durchzuführen. Die Stadt oder der Stadtmarketingverein könnten den Festwirt bei der Organisation (z.B. Bereitstellung von Preisen) sicher zur Seite stehen.

Das Konzept des Festwirts Widmann, in Gunzenhausen das Mittagessen im Zelt populär zu machen, kann nach meiner Kenntnis der Gunzenhäuser Befindlichkeiten nicht erfolgreich sein. Die Konsumgewohnheiten unterscheiden sich nun einmal von Region zu Region, ja von Stadt zu Stadt.

Für verbesserungswürdig halte ich die nachmittägliche musikalische Unterhaltung im Festzelt an den Wochentagen (außer Montag und Nachkirchweihsonntag). Ich könnte mir vorstellen, dass an den umsatzschwachen Zeiten ein Musikstreaming passend wäre. Über die technischen Details kann ich dazu aber nichts sagen. Experten wie „Rolli“ Keitel könnten dazu sicher kompetente Aussagen machen.

Zum „Regionalzelt“ der Familie Gruber: Ich stelle fest, dass sich das Regionalzelt in seiner Aufmachung heuer stark verbessert präsentiert hat, möchte aber auch in diesem Fall die allzu optimistischen öffentlichen Äußerungen relativieren. Das Regionalzelt sollte eine konzeptionelle Alternative zum großen Festzelt sein. Es macht für den Betreiber keinen Sinn, das Konzept des Festzelts zu kopieren. Das Regionalzelt bedarf einer anderen Ausrichtung. Eine Rückkehr zum Charakter als „Weinzelt“ halte ich daher für wünschenswert. Ein Kontrastprogramm könnte es sein, die Betischung mit unterschiedliche großen und runden Tischen und ansprechender Aufmachung vorzunehmen. Auch das Speisen- und Getränkeangebot sollte einen Kontrast zum Festzelt darstellen. Vorstellbar wäre es, dort Weine von guter Qualität und Biere aus Franken und anderen Regionen anzubieten, dazu ein ansprechendes Speiseangebot (z.B. Käse, Wurst, Gemüse, Fische etc.). Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Konzept von den Besuchern angenommen würde, die nicht die klassischen Bierzeltgänger sind. Dass ein tägliches Livemusikprogramm für den Wirt zu teuer kommt, das verstehe ich. Deshalb möchte ich auch in diesem Fall anregen, ein Musikstreaming in Erwägung zu ziehen, das auf eine breite Akzeptanz ausgerichtet ist. Die urheberrechtlichen Fragen müssten natürlich mit Experten geklärt werden.

WERNER FALK, Stadtrat der FDP

Aussteiger unter den Managern

MdB Thomas Sattelberger bilanziert sein Managerleben

Dr. Thomas Sattelberger spricht zur „weltbesten Bildung“ vor dem Hintergrund seines aufregenden Managerlebens. Foto: Lernwelt

„Für Deutschland wünsche ich mir einen Aufbruch aus selbstgefälliger Zufriedenheit und Scheingemütlichkeit, einen Ausbruch aus herrschenden Theoriekonzepten und Mustern, dominanten Ideen und ideologischen Zwangsjacken.“  Der FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Sattelberger, der nach einem nervigen Managerleben ausgestiegen ist, kommt am Samstag, 29. September, um 11 Uhr in die Fürstliche Brauerei Ellingen, um seine Philosophie zu erläutern.

Eigentlich hat der FDP-Kreisvorsitzende Thomas Geilhardt den versierten Manager eingeladen, um zu hören, was die Partei unter der Forderung nach  „weltbesten Bildung“ in Bayern versteht, aber noch mehr dürfte die Gäste die Vita des Bundestagsabgeordneten interessieren, die sich von allen abhebt, die jemals die „Ochsentour“ gegangen sind, um an ihr Ziel zu gelangen.  Der Diplombetriebswirt war in jungen Jahren lange in den USA, als er beruflich Fuß fasste, arbeitete er bei der Deutschen Lufthansa als Leiter der Personalentwicklung. Später wechselte er zu Continental und zur Deutschen Telekom, wo er eine kritische Bilanz seines Lebens vornahm und sich als „Aussteiger“ verabschiedete, um aus der Tretmühle der Konzerne auszubrechen.

Seit 2012 ist er also im aktiven Unruhestand. Er veröffentlichte mehrere Bücher, darunter seine Abrechnung mit den Konzernen („Ich halte nicht die Klappe – Mein Leben als Überzeugungstäter in der Chefetage“). Der FDP trat er 2015 bei, schon zwei Jahre später gelang dem Münchner der Einzug in den Deutschen Bundestag.  Das „Handelsblatt“ hat ihn 2010 zum „Reformer des Jahres“ gekürt und den Deutschen Ideenpreis gewann der heute 69-Jährige 2012.

Zu jung für alt

Vom Aufbruch in die Freiheit nach dem Arbeitsleben

Alt sind immer nur die anderen, dachte auch Dieter Bednarz. Nach über 30 Jahren beim „Spiegel“ kommt er schwer ins Grübeln, als sein Chef ihn auf den Vorruhestand anspricht. Und es wird nicht besser, als seine Frau ihm ein Rentnerticket kauft. Aber Bange machen gilt nicht, findet und und beschließt, sich dem Abenteuer Alter zu stellen.

Rund zehn Jahre ist es her, dass Bednarz schon einmal von einer persönlichen Umbruchsituation erzählt hat: Sein Buch über das späte Vaterglück wurde ein großer Erfolg. Und so wie die Elternschaft sein Leben auf den Kopf gestellt hat, tut es nun auch die Ausssicht aufs Rentnerdasein. Offen und ehrlich beschreibt er die Krisen, die Frauen und Männer durchleben, wenn die Karrieren an ihr Ende kommen und die Kinder eigene Wege gehen, wenn die körperlichen Malaisen nicht mehr wegzulächeln sind und die erste Rentenhochrechnung Ängste vor Altersarmut schürt. Soll das nun das Ende sein? Nein, es ist die Initialzündung für einen neuen Anfang.

Bednarz nimmt den Leser mit auf seine Reise zu Experten und Betroffenen:  Er begegnet  Menschen , die ihn ermutigen, seine Lebensbahn neu zu vermessen, auch die guten Seiten des Alters zu sehen und Alternativen zu entdecken.

Zum Autor: Dieter Bednarz (62) war politischer Redakteur des „Spiegel“ für den Nahen und Mittleren Osten. Das Buch mit seinen 272 Seiten ist auch als E-Book erhältlich. Erschienen ist es in der Reihe „Edition Körber“, Hamburg; Preis: 19 Euro; ISBN 978-3-89684-265-7.

Dank Doktor Nawratil wieder gesund

Bezirkskliniken mit positivem Wirtschaftsergebnis

Wir lesen in diesen Wochen und Tagen viel über die Bezirkskliniken Mittelfranken und deren Vorstand Helmut Nawratil. Offensichtlich hat der vom Bezirkstag eingesetzte Manager in der Menschenführung Defizite erkennen lassen, aber ein Gesichtspunkt, der überhaupt zu seiner Anstellung geführt hat, kommt bei der ganzen Diskussion zu kurz: die finanzielle Gesundung der Bezirkskliniken Mittelfranken. Wie die Bezirksverwaltung mitteilt, lag das Defizit bei seinem Amtsantritt 2012 bei 9,5 Millionen Euro. Im Lauf der Jahre hat der wirtschaftliche Leiter offenbar effektiv gearbeitet, denn 2017 melden die Bezirkskliniken ein Plus von 8,2 Millionen Euro. Ich vermisse die Anerkennung dieser Leistung durch die Öffentlichkeit, vornehmlich durch die Bezirksräte. In jedem anderen Fall wäre der „Sanierer“ in den Himmel gehoben worden.

Ich möchte als Bezirkstagskandidat der FDP gerne den Wählern sagen können, wie dieses Defizit in fünf Jahren abgebaut, ja ins Gegenteil verkehrt werden konnte, so dass heute unter dem Strich ein positives Jahresergebnis steht. Leider ist darüber wenig zu erfahren, weil sich die Diskussion allzusehr um die Menschenführung dreht.  Deshalb wäre es dienlich, wenn die Bezirksverwaltung diesen Sachverhalt einmal objektiv darstellen würde.  Helmut Nawratil würde deswegen nicht reingewaschen, aber es wäre ein Gebot der Fairness. Ich vermute einmal, der Chef der Bezirkskliniken ist einigen Chefärzten gehörig auf die Zehen getreten und hat ihnen möglicherweise Nebeneinnahmen beschnitten oder ganz genommen. Die wirtschaftliche Effizienz des Unternehmens Bezirkskliniken ist heute jedenfalls unbestritten. Zur Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit gehört es, Nawratils Leistung zu würdigen, wenngleich ich seine negativen Seiten nicht verleugnen kann.

Werner Falk, Gunzenhausen

Energie für 100 Haushalte

Gemeindebesuch von MdL Westphal in Meinheim

Während des Gemeindebesuchs in Meinheim besichtigte der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal (Zweiter von links) besichtigte zusammen mit Bürgermeister Wilfried Cramer (Dritter von rechts) und Hans Popp (Vierter von links) auch die Schreinerei der Familie David. Foto: Büro Westphal

Der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal hat während des vergangenen Jahres alle Gemeinden in seinem Stimmkreis Ansbach-Süd, Weißenburg-Gunzenhausen besucht. Natürlich darf dabei seine Heimatgemeinde Meinheim nicht fehlen. Bürgermeister Wilfried Cramer hatte ein interessantes Programm vorbereitet.

Zwar kennt sich der Abgeordnete in seiner Heimatgemeinde bestens aus, doch schloss sich auch der Merkendorfer Bürgermeister Hans Popp an den Gemeindebesuch an, um die Gemeinde kennenzulernen.

Auf dem Programm stand zu Beginn das Nahwärmehaus, das 2013 eingeweiht wurde. Seither werden rund 100 Haushalte mit Wärme versorgt, die durch zwei der drei ortsansässigen Biogasanlagen erzeugt wird. Im Nahwärmehaus wird auch das Glasfasernetz gesteuert, das an einen Betreiber vermietet wird. Zusammen mit der Verlegung der Nahwärmeleitungen wurden Leerrohre für Glasfaser verlegt. Die neugegründete Glasfaser Meinheim GmbH hat diese mit Glasfaserleitungen bestückt, so dass die Haushalte nun mit Glasfaser bis ins Haus versorgt werden und alles in Gemeindehand ist.

Nach einem kurzen Abstecher zum neu angelegten Urnengräberfeld auf dem Friedhof zeigte Bürgermeister Wilfried Cramer die umgebaute Mehrzweckhalle der Gemeinde. „Der Anbau an die bestehende Mehrzweckhalle wird vom Freistaat durch das Kommunalinvestitionsprogramm bezuschusst. Durch die Umbaumaßnahme konnten wir den Eingangsbereich umgestalten und neue Toiletten einbauen. Weitere kleinere Baumaßnahmen, wie die Erneuerung der Fenster werden wir ebenfalls noch umsetzen“, erläuterte der Bürgermeister.

Der Bürgermeister hatte sich außerdem dazu entschlossen, während des Gemeindebesuchs zwei regionale Unternehmen zu besichtigen. Zum einen öffnete die Schreinerei David die Türen zu ihrer Werkstatt, um den hiesigen Landtagsabgeordneten zu empfangen. Das Familienunternehmen besteht bereits seit 1922 und wird mittlerweile in vierter Generation geführt. In Meinheim bietet die Schreinerei fundierte Beratung und Fertigung von Fenster, Türen, Böden, Möbel, Küchen und auch den kompletten Innenausbau an.

Ebenfalls ein Familienbetrieb ist die Kfz-Werkstatt Schöner, die 1986 von Hermann Schöner gegründet wurde. Ganz aktuell wird die Kfz-Werkstatt, in die mittlerweile auch die beiden Kinder mit eingestiegen sind, um ein Gebäude erweitert.

„Gerade in meiner Heimatgemeinde sind mir die verschiedenen Betriebe und kommunale Projekte natürlich bestens bekannt. Es war mir trotzdem ein großes Anliegen, das ich auch hier einen Gemeindebesuch absolvieren kann. Zusammen mit dem Bürgermeister und Vertretern des Gemeinderates konnte ich während des Besuchs auch noch weitere Projekte ansprechen, wie im Bereich der Innenentwicklung oder den Radwegebau“, verdeutlichte Westphal und fährt fort: „Außerdem konnte ich auch nochmal die geplante Maßnahme an der Staatsstraße St2230 erläutern. Im Zuge der geplanten Oberbauerneuerung wird eine Linksabbiegerspur zur Dittenheimer Straße eingerichtet werden, um die Sicherheit beim Abbiegen zu verbessern. Diese Maßnahme konnte ich im Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt für meine Heimatgemeinde erreichen!“

Westphal bei den Bogenschützen

Gemeindebesuch in Raitenbach

Der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal zusammen mit Bürgermeister Josef Dengler (Mitte) präsentierte MdL Manuel Westphal sowie dem Bezirkstagskandidaten Hans Popp (rechts daneben) den Bogenschießplatz in Raitenbuch.

Während des Gemeindebesuchs in Raitenbuch stellte Bürgermeister Josef Dengler die Leistungen der örtlichen Vereine in den Mittelpunkt. Der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal besichtigte zusammen mit dem Merkendorfer Bürgermeister Hans Popp das Schützenlokal, das Bogenschützengelände sowie das Sportgelände der DJK Raitenbuch.

 „Unsere Vereine leisten einen wertvollen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in Raitenbuch. Einige große Projekte wurden in den vergangenen Jahren gestemmt, von der die ganze Gemeinde profitiert. Aus diesem Grund ist es mir wichtig, diese heute mit unserem Landtagsabgeordneten zu besichtigen“, erläuterte Bürgermeister Dengler zu Beginn des Besuchs.

Neben der Hofmetzgerei Bayer hat der Schützenverein Eichenlaub den ehemaligen Gaststättensaal zum Schützenheim umgebaut. Der 198 Mitglieder starke Verein hat mit vielen Arbeitsstunden den Saal für seine Bedürfnisse hergerichtet. Auch die Gemeinde kann den geräumigen Saal zum Beispiel für Bürgerversammlungen nutzen. Die Schützen übernehmen außerdem den Kirchweihbetrieb in ihren Räumen.

Eine weitere vorbildliche Einrichtung ist der Bogenschießplatz des Vereins, der mit Hilfe der Dorfgemeinschaft erbaut wurde. Am Ortsrand gelegen bieten die Raitenbucher Bogenschützen eine wettbewerbsgerechte Anlage, auf der bereits Deutsche Meisterschaften im Para-Bogensport abgehalten werden konnten. Rund 120 Schützen halten sich dann auf dem Schießplatz auf. Mehrfach veranstalteten die Bogenschützen auch schon die Bezirksmeisterschaften auf ihrem Platz. Natürlich wollten auch Manuel Westphal und Hans Popp ihre Treffgenauigkeit unter Beweis stellen und nutzten die Möglichkeit, selbst einmal das Bogenschießen auszuprobieren.

Weiter ging es dann zum Sportgelände der DJK Raitenbuch. Mitglieder der Vorstandschaft zeigten dem Abgeordneten das umgebaute Sportheimgebäude. Abschließend konnten die anwesenden Mitglieder des Gemeinderates, die Vereinsvertreter sowie interessierte Bürger dem Abgeordneten noch Fragen zu aktuellen politischen Themen stellen.

„In Raitenbuch konnte ich mich von den innovativen Aktivitäten der örtlichen Vereine überzeugen. Die ehrenamtliche Arbeit unserer Vereine kann man nicht genug hervorheben. Für den Einsatz aller Verantwortlichen möchte ich mich recht herzlich bedanken. Wir thematisierten aber auch noch aktuelle politische Themen wie die Verbesserung der Infrastruktur und die Unterstützung des ländlichen Raums“, erklärte Westphal abschließend.

Erntedankfest am Müßighof

Am Samstag, 29. September in Absberg

Das Erntedankfest von Regens Wagner Absberg am Müßighof hat seinen festen Platz im Veranstaltungskalender. Heuer ist es am Samstag, 29. Septemb er, von 10 bis 14 Uhr. Traditionell beginnt das Fest am Samstagvormittag mit einer stimmungsvollen, ökumenischen Andacht an der Antoniuskapelle. Nach der Ehrung langjähriger Regens-Wagner-Bewohner können sich Interessierte bei einer geführten Hofbesichtigung über die Wirtschaftsweise der ökosozialen Landwirtschaft informieren. Handwerksstände laden zum Bummeln ein.

Für die leibliche Stärkung wird bestens gesorgt: Neben herzhaften herbstlichen Genüssen gibt es mit leckerem Kuchen und den berühmten Torten aus den Bistro auch eine reiche Auswahl an süßen Gaumenfreuden. Beliebtes Fotomotiv dürfte einmal mehr die beeindruckende, von Müßighof-Mitarbeitern errichtete Ernte-Pyramide sein. Auch für junge Besucher ist einiges geboten. Kinder dürfen sich auf viele Tiere, Kutschfahrten und Kreativangebote, wie Kürbisschnitzen, freuen.

Der Hofladen und das Bauerhofmuseum haben selbstverständlich geöffnet. Jung und Alt sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.