Reise zum Wein

Das Ziel vieler deutscher Weinfreunde: die Toskana

Die neue, genussvolle Reihe der Süddeutsche Zeitung Edition: Passend zur beliebten SZ-Vinothek erzählt das Buch Wissenswertes, Charmantes, Überraschendes über die Toskana, eines der schönsten Weinanbaugebiete in Europa.  Mit Markus Del Monego, einem der bekanntesten Weinexperten der Welt, lernen die Leser nicht nur die wichtigsten Rebsorten und Weine der Region kennen, sondern entdecken mit ihm auch ausgewählte Weingüter, in denen sie exquisite Tropfen verkosten können. Die einzigartige Atmosphäre eines Weinkellers inmitten alter Kulturlandschaften und die Gastfreundschaft der Weinbauern machen die Reise zum Wein zu einem besonderen Erlebnis. Autoren der Süddeutschen Zeitung vermitteln zudem einen Überblick über die topografischen und historischen Besonderheiten des unterschiedlich Weinanbaugebiets, angereichert mit diversen Tipps zu touristischen und kulinarischen Highlights. Nicht ganz alltägliche, süffige Geschichten aus der Welt der Weine runden den handlichen Weinreiseführer ab.

Die Toskana, eine Lieblingsregion der deutschen Weinfreunde, zählt touristisch zu den bevorzugten Gegenden deutscher Urlauber. Für sie ist der neue Weinführer ein guter Begleiter. Natürlich ist es am besten, ihn schon vor Antritt der Reise zu studieren, denn er gibt erschöpfend Antwort auf die Fragen nach Wein und Landschaft in der Toskana.

 

Reise zum Wein – Toskana, Herausgegeben von Markus Del Monego, kartoniert, Klappenbroschur, 248 Seiten, zahlreiche Fotos, Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek (2018), ISBN-13: 978-3-86497-390-1, 16,90 Euro.

Dank an Horst Böhm

23 Jahre für den Naturschutz tätig

Der ehrenamtliche Naturschutzwächter Horst Böhm aus Gunzenhausen wurde bei der Jahresabschlussfeier von Landrat Gerhard Wägemann verabschiedet.  Einmal im Jahr treffen sich alle Naturschutzwächter im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zur Jahresabschlussfeier. Das Landratsamt lädt dazu ein und dankt den Ehrenamtlichen für die erbrachten Leistungen des vergangenen Jahres und das freiwillige Engagement.

Einer der insgesamt 15 Naturschutzwächter ist nun auf eigenen Wunsch ausgeschieden: Horst Böhm aus Gunzenhausen hat sein Amt nach stolzen 23 Jahren niedergelegt. „Sie erledigten Ihre Aufgaben stets sehr sachkundig, gewissenhaft und freundlich“, lobte Landrat Gerhard Wägemann bei der Verabschiedung. „Mit Ihnen verliert der Landkreis einen vorbildlichen Wächter unserer Natur“, so der Landrat weiter.

Die ehrenamtlich tätigen Naturschutzwächter unterstützen die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes. In regelmäßigen Streifgängen durch ein zugewiesenes Gebiet stellen sie Verstöße gegen naturschutzrechtliche Bestimmungen fest und unterbinden diese. Darüber hinaus informieren sie Bürgerinnen und Bürger und klären über die Anforderungen des Naturschutzes und der Landschaftspflege auf.

Gruß zu Weihnachten

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2018 neigt sich langsam dem Ende zu und die Weihnachtstage stehen vor der Tür. Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um – zumindest für eine kurze Zeit – der Hektik des Arbeitsalltags zu entfliehen und sich ein wenig Ruhe zu gönnen.

Voll Dankbarkeit dürfen wir auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken, in dem wir viel erreicht und viel auf den Weg gebracht haben.

Das Jahr 2018 zeichnet sich durch eine rege Bautätigkeit der Stadt Gunzenhausen aus. Im Februar konnten wir die neue Turnhalle an der Stephanischule einweihen, die nun modernsten Erfordernissen im Bereich des Schul- und Vereinssports gerecht wird.

In Laubenzedel konnten wir das neue Feuerwehrhaus einweihen. Das neue Haus bietet den Mitgliedern der Ortsteilwehr gute Voraussetzungen für ihren wertvollen Einsatz. Ich danke den Laubenzedler Feuerwehrleuten für ihren unermüdlichen Einsatz beim Bau des Hauses, der sonst nicht möglich gewesen wäre.

Die „Dreifach-Baustelle“ an der Altmühlpromenade begann mit dem Spatenstich für den Stauraumkanal. Den Bauarbeiten am Stauraumkanal folgen in den nächsten beiden Jahren der Hochwasserschutz, die Renaturierung der Altmühl und die Freiraumgestaltung. Die damit entstehende Freizeit- und Erholungslandschaft in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz wird unsere Stadt enorm aufwerten.

Der neue Mehrgenerationen-Spielplatz am Weinberg, der ebenfalls – wie der Hochwasserschutz – von einem Bürgerbeteiligungsprozess begleitet wurde, konnte im Juli seiner Bestimmung übergeben werden.

Die Bürger des Ortsteiles Obenbrunn dürfen sich seit diesem Sommer über ihren Pavillon als Begegnungsstätte für die Bürgerinnen und Bürger freuen. Mein herzlicher Dank gilt hier allen, die sich ehrenamtlich eingebracht haben.

In Frickenfelden konnte im September das neue Baugebiet „Sonnenwiese“ seiner Bestimmung übergeben werden. Die Bauplätze sind bis auf wenige bereits verkauft und zum Teil schon bebaut.

Im November haben wir an der neuen Halle am Bauhof Richtfest gefeiert. Mit der neuen Stahlhalle entsteht neuer Lagerraum, damit auf angemietete Lagermöglichkeiten verzichtet werden kann. In der angegliederten Waschhalle können vor allem im Winter nach Einsätzen die Fahrzeuge vom Salz befreit werden.

Am Burkhard-von-Seckendorff-Heim ist die Sanierung des Gebäudes II in vollem Gange. Ende 2019 stehen moderne, seniorengerechte Wohnungen zur Verfügung.

Die Generalsanierung unserer Stadthalle schreitet mit großen Schritten voran. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass wir im Sommer mit der Halle in Betrieb gehen können.

Begonnen wurden die Vorbereitungen für den Rathausumbau. Im Laufe des nächsten Jahres wird das Rathaus so umgebaut, dass alle Stockwerke barrierefrei über einen Aufzug zugänglich sein werden. Ein modernes Foyer wird künftig die Bürgerinnen und Bürger willkommen heißen. Außerdem werden Brandschutzmaßnahmen durchgeführt. In der Umbauzeit sind verschiedene Ämter ortsnah ausgelagert, dass den Besuchern des Rathauses keine allzu großen Wege zugemutet werden müssen.

Dem Radverkehr kommt in unserer Stadt immer mehr Bedeutung zu  –  ob im Tourismus oder bei unseren Stadtbürgerinnen und -bürgern. Deswegen haben wir für die Radfahrer – vor allem baulich – sehr viel getan. Eine Bewertungskommission, zusammengesetzt aus unterschiedlichen Fachleuten – kam im Mai zur Hauptbereisung für einen Tag zu uns, um Gunzenhausen auf Fahrradfreundlichkeit hin zu prüfen. Mit Stolz konnte ich Ende Oktober in Dachau die Auszeichnung für Gunzenhausen als „Fahrradfreundliche Stadt“ entgegennehmen.

Beim diesjährigen STADTRADELN haben alle beteiligten Radler gemeinsam die 200.000 km Marke geknackt. Teilgenommen haben in diesem Jahr 799 Personen. Eine stolze Bilanz für den Klimaschutz!

Zum ersten Mal haben wir in diesem Jahr zu einer Neubürger-Radtour eingeladen. Die neu zugezogenen Bürgerinnen und Bürger bekamen so einen umfassenden Einblick in alle Bereiche unserer Stadt.

Die Seenland-Linie, die seit 2015 am Wochenende und an Feiertagen um und zwischen den Seen unterwegs ist, kann seit diesem Jahr kostenlos mit der Seenland-Card genutzt werden. Die beteiligten Gemeinden freuen sich in diesem Jahr über Zuwächse von über 70% beim Altmühlsee-Express und fast 300% beim kleinen Brombachsee-Express.

Von Bundesumweltministerin Svenja Schulze wurde Gunzenhausen für vorbildliche Bürgerbeteiligung ausgezeichnet. Von 160 beteiligten Gemeinden gingen wir nach einer Präsentation im Umweltministerium in Berlin mit dem Projekt „Altmühlaue“ in der Kategorie „Vorhaben“ als Sieger hervor.

Ab Januar 2019 steht unseren Ortsteilbürgerinnen und –bürgern ein Rufbussystem zur Verfügung. Dies ist ein Meilenstein für den Öffentlichen Personennahverkehr in unserer Stadt. Ich rufe Sie alle auf, den Rufbus rege zu nutzen.

Im Sommer hat eine Familientragödie unsere ganze Stadt erschüttert. Eine Frau und ihre drei Kinder wurden vom Ehemann und Vater ermordet. Wer hätte gedacht, dass so etwas bei uns passieren könnte? Da war zu spüren, wie gut Gemeinschaft tut. Direkt betroffene Schul- und Kindergartenfreunde, Kollegen, Sportskameraden – sie alle fanden Unterstützung in einer starken Gemeinschaft. Dafür danke ich Ihnen allen!

Ein besonderes Anliegen ist mir das Thema Altersarmut. Deswegen habe ich bereits Mitte dieses Jahres das Projekt „Hand in Hand gegen Altersarmut“ initiiert.  Es ist dessen Ziel – zusammen mit der Caritas – von Altersarmut betroffenen Menschen in Gunzenhausen das Leben etwas leichter zu machen. In der Geschäftsstelle der Caritas in der Bühringerstraße erhalten Betroffene Beratung und Freizeitangebote wie z.B. Teilnahme an städtischen Theatervorstellungen, eine Schifffahrt oder einen Schwimmbadbesuch. Auch kleine „Herzenswünsche“ können erfüllt werden und zweimal

wöchentlich wird ein warmes Mittagessen angeboten. Inzwischen wurde ein Verein als Träger des Projektes gegründet, der sich über Mitglieder und Spender für das Projekt freut.

Im September liefen beim Gunzenhäuser Charity Run rund 900 Schülerinnen und Schüler für die gute Sache. Regionale und überregionale Firmen überwiesen namhafte Spenden und so kamen am Ende gut 31.000 € zusammen, die zur Hälfte „Kinderschicksale Mittelfranken“ und zur anderen Hälfte dem genannten Projekt „Hand in Hand gegen Altersarmut“ zu Gute kommen. Der Charity Run findet künftig jedes zweite Jahr statt.

Die Eisbahn darf dieses Jahr schon ein kleines Jubiläum feiern. Sie steht inzwischen zum 5. Mal auf dem Marktplatz. Ich freue mich jedes Jahr über die vielen Menschen, die die Eisbahn und den Gastronomiebereich besuchen und genießen. Ich danke allen Sponsoren, die die Eisbahn-Saison in Gunzenhausen Jahr für Jahr unterstützen.

Nach diesem für unsere Stadt erfolgreichen sowie ereignis- und arbeitsreichen Jahr freuen wir uns nun auf eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit. Viele Advents- und Weihnachtskonzerte, andere kulturelle Ereignisse und vielleicht auch der eine oder andere Besuch auf der Eisbahn stimmen uns auf Weihnachten ein.

Mein besonderer Dank gilt den Mitgliedern des Stadtrates, den Ortssprecherinnen und Ortssprechern, meinen beiden Stellvertretern, den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmern, Dienstleistern und deren Mitarbeitern. Ich danke meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus, allen Ämtern und Abteilungen und nicht zuletzt im Burkhard-von-Seckendorff-Heim. Sie alle zeichnen sich durch großes Engagement und Zuverlässigkeit aus und sind stets bereit, die vielfältigen Aktivitäten und Projekte zum Wohle unserer Stadt nach Kräften zu unterstützen und zu fördern.

Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren. Danken möchte ich auch allen Verantwortlichen der Vereine und Institutionen, Kindertagesstätten, Schulen, Kirchen, Feuerwehren, Feldgeschworenen und Seniorenkreisen, die sich zum Wohle der Allgemeinheit einbringen. Herzlichen Dank allen Privatpersonen und Einrichtungen, die sich unermüdlich um die Pflege unserer alten, kranken und behinderten Menschen kümmern.

Ich freue mich sehr, dass sich in unserer Stadt viele Menschen zum Wohle der Allgemeinheit einsetzen. Nur Hand in Hand können große Aufgaben bewältigt werden.

Ganz besonders danke ich meiner Ehefrau Angelika und meiner Familie, die mich dabei unterstützen, mich mit ganzer Kraft zum Wohle Gunzenhausens und deren Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, mit dem folgenden Spruch wünsche ich Ihnen allen ein fröhliches und friedliches Weihnachtsfest mit Zeit für Ihre Familien und Freunde. Für das neue Jahr 2019 wünsche ich Ihnen Glück, Gesundheit und persönlichen Erfolg.

 

Mit herzlichen Grüßen

Karl-Heinz Fitz, Erster Bürgermeister

 

Porträt der Markgräfin Friederike Louise

Biographie der Frau des „Wilden Markgrafen“ erschienen

Markgräfin Friederike Louise.

 Mit der kürzlich erschienenen Biographie über Friederike Louise von Ansbach (*1714, + 1784) hat Arno Störkel ein langerwartetes Thema aufgegriffen. Seit Jahrzehnten ist ein frischer Blick auf die als „Gefangene von Unterschwaningen“ verkannte Persönlichkeit ein echtes Desiderat der fränkischen Landesgeschichte. Störkels Ansatz, die Markgräfin nicht mit dem Namen „Friederike Louise“ anzusprechen, der sich in der Literatur als eindeutiges Identifikationsmerkmal für ihre Person gefestigt hat, sondern sich auf ihren Rufnamen „Friederike“ festzulegen (S. 14), ist grundsätzlich ein mutiger und durchaus vielversprechender Ansatz.

Für den 311 Seiten umfassenden Textteil greift Störkel auf ein beachtliches Archivmaterial von ungedruckten und gedruckten Quellen aus 17 überregionalen Archiven zurück sowie auf eine Vielzahl bekannter und weniger bekannter Literatur. Dies spiegelt sich in knapp 2200 Fußnoten. So ist es eine zu honorierende Leistung, aus diesem Material die Person Friederike Louise herauszuschälen und ein Lebensbild daraus zu entwickeln. In seinem individuellen Ansatz scheut sich der Autor nicht, immer wieder Gemälde-Interpretationen sowie architektonische oder numismatische Aspekte in die Biographie einfließen zu lassen. Sein scharfes kunsthistorisches Auge öffnet hier oft den Blick für neue Sichtweisen.

In seiner Sprachwahl wendet sich Störkel gezielt gegen die Gepflogenheiten der in der Geschichtswissenschaft anerkannten historisch-kritischen Methode. Damit bezweckt er einen Kontrapunkt gegen den oft biederen, romantisierenden und kaschierenden Erzählduktus früherer Lokalhistoriker. Doch tut diese saloppe, oft jovial wirkende Sprache der Biographie keinen Gefallen. Sie gefällt sich zu sehr als auktorialer Erzähler, der gerne überzeichnet, unpräzise formuliert und vorschnell Urteile fällt. Statt einen modernen systemischen Ansatz zu wählen, der Friederike Louise in ihren Sozialstrukturen und ihren Handlungsspielräumen multikausal zeigt, gestaltet Störkel das Lebensbild der fränkischen Markgräfin im Stil einer klassischen Biographie mit chronologischer Kapitelführung. Zu oft rückt der Biograph die scheinbar dominierende Männerwelt in den Vordergrund und verliert sich in stereotyp wiederkehrenden Analysen über die vielzitierte Ansbachisch-preußische Konkurrenz: „Der König hielt den armen Ansbachern den rettenden Kredit als Zuckerbrot weiter unter die Nase“ (S. 50). Störkel kolportiert auch gerne Carl Wilhelm Friedrichs Skandalgeschichten und weist wiederholt auf die Stellung seiner langjährigen Lebensgefährtin Elisabeth Wünsch hin.

Friederike Louise und ihre erstaunliche Persönlichkeit blitzen unter den altbekannten Platituden nur am Rande auf. Dem betriebswirtschaftlichen Agieren Friederike Louises schenkt Störkel zwar ein lesenswertes Kapitel, doch sind seine Ausführungen keine wissenschaftliche Analyse ökonomischer Handlungsspielräume einer hochadeligen Frau im 18. Jahrhundert.

Statt die Aspekte von Friederike Louises Mutterrolle, ihres Verhältnisses zur Religion und ihre Interessensfelder multikausal herauszuarbeiten, diskreditiert Störkel seine Protagonistin als „Prinzesschen“ (S. 64), „Gebärmaschine“ (S. 89) und willenloses Opfer adeliger Heiratspolitik. Sie könne keinen Anspruch erheben, eine Schönheit gewesen zu sein (S. 56, Fußnote 309). Auch die Tatsache, dass sich die normal begabte Friederike Louise offen für neue Hobbys zeigte, sich für Naturwissenschaften und Mode interessierte, gute Fertigkeiten im Sticken entwickelte (S. 177) und sich zeitweise im Klavierspiel übte (S. 176), entlocken dem Biographen keine wohlwollenden Worte. Das sei „alles Meilen entfernt von den Leistungen, wie sie ihre Geschwister Wilhelmine, Friedrich oder gar Amalie zustande brachten“ (S. 176). „Ihr Alltag war ereignislos (…), so dass sich die Korrespondenz ansonsten eben meist in Banalitäten erschöpfen musste“ (S. 177). Im Schlusssatz seiner Biographie resümiert Störkel schließlich: „sie wurde von niemandem vermisst“ (S. 319).

Tatsächlich funktionierte die adelige Gesellschaft des 18. Jahrhunderts nach strengen Regeln und konnte Fehlverhalten gnadenlos sanktionieren. Gerade von Frauen wurde in jeder Lebenslage – besonders auch in schwierigen Eheverhältnissen – Contenance erwartet. Dieser Spagat hinterließ bei vielen, wie auch bei Friederike Louise, seelische Schäden, was Störkel erstmals in dieser Klarheit formuliert. Dennoch gelingt es ihm nicht, die Lebenswelt von hochadeligen Frauen im 18. Jahrhundert im Kern zu erfassen. Für diese gab es durchaus Möglichkeiten, ihre Persönlichkeit und ihre Talente zu entwickeln. Gerade die Eheverträge hatten die Aufgabe, der Gattin und späteren Witwe eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit zu sichern. Zudem hatten adelige Töchter die Chance, eine gute Bildung zu erhalten und diese durch Bücher und Korrespondenzen zu erweitern. Natürlich war die Stellung einer adeligen Frau in der Frühen Neuzeit abhängig von der Verheiratung mit einem aussichtsreichen Kandidaten. Zudem war es ihre Pflicht, diesem männliche Erben zu schenken. Doch in solchen Normvorstellungen sind die Frauen erzogen worden und wussten – trotz mancher Klage – daraus ihre eigene Stellung zu definieren. Wenn also die Ansbacher Markgräfin als preußische Prinzessin auf den Titel „Königliche Hoheit“ bestand, dann war das ein Standesbewusstsein, das zwar Neid erzeugen konnte, aber nicht unangemessen war.

Problematisch ist in Störkels Abhandlung sein Umgang mit Primär- und Sekundärquellen. Häufig zieht er länder- und situationsübergreifende Parallelen zu anderen Fürstentümern, Personen oder Ereignissen. Was auf den ersten Blick überzeugend wirkt, entpuppt sich zu oft als willkürlich. Zitate dienen dem Autor zur Begründung seiner Hypothesen, die auch über das Ziel hinausschießen können. So geht Störkel zu weit, wenn er den Tod des vierjährigen Erbprinzen Carl Friedrich August mit „Spekulationen über Giftmord“ (S. 148) bei Thronfolgern in Frankreich und Bayern in Verbindung bringt. Das wird der ängstlichen Fürsorge um den erkrankten Erbprinzen und der daraufhin erfolgten gut gemeinten, aber sicher falschen Medikation von Mutter und Medizinern nicht gerecht.

Angesichts der Fülle der Quellen und Literatur wäre ein differenzierteres Bild der Ansbacher Markgräfin wünschenswert gewesen. Das Ideal einer modernen Biographie, die Friederike Louise in ihr Lebensumfeld einordnet und ein zeitgemäßes Porträt zeichnet, wurde nicht erreicht. Am Ende bleibt die „Gefangene von Unterschwaningen“ in den Fesseln alter Stereotypen gefangen.

Dr. ANDREA SCHÖDL

Arno Störkel: Friederike Louise. Prinzessin in Preußen. Markgräfin von Ansbach (= Gesellschaft für fränkische Geschichte Reihe IX – Darstellungen aus der fränkischen Geschichte – Band 60). Würzburg 2018. 356 Seiten. ISBN 978-3-86652-960-1 – 39 Euro.

Medizintechnik ist Hauptkunde

Familienunternehmen in Bieswang besichtigt

Jochen Strunz (li.) erklärt dem Landtagsabgeordneten Manuel Westphal (Mitte) und dem CSU-Ortsvorsitzenden Marcus Wurm die Fertigungsschritte. Natürlich haben sich auch die beiden Geschäftsführer Britta Strunz (li.) und Uli Krause (2. v. r.) dem Rundgang angeschlossen. (Foto: Büro Westphal)

Der Stimmkreisabgeordnete für den Bayerischen Landtag Manuel Westphal hat die Firma Krause Präzisions-Kokillenguss im Pappenheimer Ortsteil Bieswang besichtigt. Die Geschäftsführer Uli Krause und Britta Strunz stellten dem Abgeordneten ihr Unternehmen bei einem kurzen Rundgang durch das Firmengebäude vor.

 Krause Präzisions-Kokillenguss ist ein traditioneller Familienbetrieb, der vor 41 Jahren vom Vater der beiden Geschäftsführer, Horst Krause, sowie dessen Bruder Arthur Krause und einem damaligen Freund gegründet wurde.

2014 hat die zweite Generation die Geschäftsführung übernommen. Britta Strunz und Uli Krause freuten sich, dass der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal zusammen mit dem CSU-Ortsvorsitzenden Marcus Wurm den Betrieb in Bieswang besichtigt hat.

In Bieswang werden unterschiedliche Gussteile in kleinen und mittleren Losgrößen vor allem für die Medizintechnik, aber auch für die Lebensmittelindustrie sowie den Pumpen- und Schiffsbau hergestellt. Unterschiedliche Bauteile wie Schalthebel oder Gehäuse werden im Landkreis gefertigt und anschließend an die Kunden, hauptsächlich im europäischen Raum ausgeliefert. Der Betrieb ist in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter gewachsen. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen rund 90 Mitarbeiter in dem Pappenheimer Ortsteil.

„Unsere Kunden erhalten von uns die komplette Leistung: angefangen bei der Entwicklung des zu fertigenden Teils, über die Konstruktion, den hausinternen Formen- und Werkzeugbau bis hin zur Fertigung und Montage. Alles aus einer Hand! Durch unsere kurzen Wege profitieren unsere Kunden von einer schnellen Bearbeitung und Reaktion auf Kundenfragen“, erklärte Betriebsleiter Jochen Strunz während des Firmenrundgangs.

Dem Familienunternehmen ist eine enge Bindung an die Mitarbeiter sehr wichtig. „Nur mit motivierten Mitarbeitern kann das volle Leistungsspektrum abgedeckt und die Qualität der Produkte gewährleistet werden“, erklärte Geschäftsführerin Britta Strunz. „Aus diesem Grund investieren wir auch eifrig in unseren Nachwuchs. Plattformen wie die Berufsausbildungsmesse des Landkreises sind dabei wertvolle Unterstützungsleistungen. Unsere Bemühungen werden aktuell auch mit Erfolg gekrönt, denn wir konnten alle Lehrstellen in diesem Jahr besetzen. Auch die Nachfrage nach Praktikumsstellen ist bei uns sehr groß“, freute sich Britta Strunz.

Das Unternehmen bildet vier verschiedene Berufsrichtungen aus: Gießereimechaniker, Werkzeug-, Industrie- und Zerspanungsmechaniker. Auch Mädchen durchlaufen in Bieswang sehr erfolgreich diese Ausbildungsrichtungen.

„Das Unternehmen entwickelt sich sehr gut und mit den passenden Mitarbeitern können wir weiter expandieren. Aktuell beginnen unsere Planungen für einen Gebäudeanbau sowohl für die Verwaltung als auch für die Produktion“, erklärte Geschäftsführer Uli Krause.

„Dieser klassische Familienbetrieb mit einer langen Tradition hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt und modernisiert. Die Rahmenbedingungen, die für eine solche Entwicklung erforderlich sind, scheinen in unserem Landkreis für das Unternehmen gegeben zu sein. Ich hoffe, dass wir gerade solche mittelständischen Betriebe durch die Unterstützung des Freistaats in Zukunft in ihrer Entwicklung noch weiter fördern können“, stellte Westphal am Ende des Besuchs fest.

Partnerschaft mit Parkhotel

Pachtvertrag für Stadthalle unterzeichnet

 Rechtzeitig vor der geplanten Eröffnung der neuen Stadthalle im Sommer 2019 konnte nun der neue Vertrag zwischen der Stadt Gunzenhausen und dem Parkhotel Altmühltal für die Bewirtung der Halle unterzeichnet werden. Wie Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz hervorhebt, ist dies nun ein weiterer Meilenstein zur Wiederaufnahme des Betriebs.

„Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit“, wie beide Seiten bei der Vertragsunterzeichnung betonten. Was sich in der Vergangenheit bewährt hat, soll auch in Zukunft gut laufen. Man wolle sich den neuen Herausforderung gemeinsam stellen und im Sinne zufriedener Kunden beste Qualität anbieten. Stadt und Parkhotel wollen gemeinsam intensiv für den Erfolg der neuen Stadthalle arbeiten und werden auch in ein gemeinsames Marketing einsteigen.

Der Vertrag mit dem Parkhotel, das unmittelbar mit der Stadthalle verbunden ist, wurde mit Zustimmung des Stadtrates für eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Damit hat der Pächter Planungssicherheit und kann in Inventar und Qualität investieren.

Auch die Bewirtung durch Fremdcaterer ist in der neuen Halle unter bestimmten Voraussetzungen im Einzelfall möglich. Dies bedarf jedoch der vorherigen Abstimmung mit der Stadt Gunzenhausen.

Im Büro des Leiters der Stadthalle Holger Syhre laufen seit Mitte des Jahres viele Veranstalteranfragen ein. Angebote werden erstellt, Verträge geschlossen. Das bisherige rege Interesse lässt auf eine gute Auslastung der neuen Stadthalle hoffen.

Ingeborg Herrmann

 

Einmütig für den Etat 2019

Gunzenhäuser Stadtrat demonstriert Einigkeit

Die Vertreter der Fraktionen haben sich auf der letzten Sitzung des Stadtrats mit dem Haushalt 2019 befasst und ihre abschließenden Stellungnahmen abgegeben. Hier meine Haushaltsrede:

Zwei Zahlen sind es, die mir  im Haushalt besonders auffallen:  9,1 Millionen Euro an Personalkosten und 20 Millionen Euro an Verschuldung.

Ich erhebe das Glas auf das Wohl der Stadt.

Die 2,5 Vollzeitstellen, die finanziert werden müssen, beziehen sich hauptsächlich auf den Stadthallenmanager und die  Verstärkung der Stadtkämmerei. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich die Ausgaben für den Stadthallen-Vermarkter nach und nach amortisieren werden, denn Herr Syhre steht für ein professionelles Marketing. Und genau das brauchen wir , wenn wir im Wettbewerb der Kongreß- und Tagungsstädte mithalten wollen. Schließlich haben wir ja mit der neuen Stadthalle ein qualitätvoll hoch einzuschätzendes Angebot geschaffen.

Die 20 Millionen Euro an Schulden, die wir 2019 erreichen, sind auf den ersten Blick eine gewaltige Summe, aber auf den zweiten Blick relativieren sie sich, denn 40 Prozent davon sind rentierliche Schulden, d.h. wir bekommen das Geld über Gebühren wieder herein. Ich bin nicht der Ansicht, dass nach 2020, wenn die Amtszeit dieses Stadtrats endet,  über die Stadt die Sintflut hereinbrechen kann. Was wir aber brauchen, das ist ein kontinuierlicher Abbau der Verschuldung. Das kann uns gelingen, zumal die Großinvestitionen ganz oder teilweise realisiert worden sind. Der Kämmerer gibt uns Hoffnung, wenn er sagt, der Vermögensetat wird den Weg zur Normalität einschlagen. Wir verdanken es der äußerst guten wirtschaftlichen Entwicklung, dass wir für 2019 auf neue Darlehen verzichten können. Wir müssen aber auch im Blickfeld haben, das auch diese Phase einmal zu Ende gehen wird. Und dann wird es gut sein, wenn wir unsere großen finanziellen Verpflichtungen hinter uns haben.

Zur Entlastung unseres städtischen Haushalts schließe ich mich der jahrelangen Forderung der FDP im Bund an, den Solidarpaktzuschlag „Deutsche Einheit“ abzuschaffen. Hoffentlich hält die Bundesregierung Wort. Dann wird der Stadt von der Gewerbesteuer wieder mehr verbleiben  und die Stadt erspart sich 725000 Euro an Gewerbesteuerumlage.

Positiv sehe ich, dass es 2019 keine höhere finanzielle Belastung für unsere Gunzenhäuser Steuer- und Abgabenzahler geben wird. Das ist bemerkenswert angesichts der hohen Investitionen.

Zu den freiwilligen Leistungen: Die 94000 Euro, die wir jährlich für das Jugendzentrum aufbringen, sind mir ein Dorn im Auge, denn die Frequenz des Kommunalen Jugendzentrums ist heute äußerst gering. Jugendarbeit muss heute unter anderen Aspekten gesehen werden als vor 40 Jahren.  Wir sollten den Vertrag mit dem Diakonischen Werk auslaufen lassen und dann zu einer neuen Gewichtung der Jugendarbeit kommen. Die Devise muss sein: Gezielt helfen, aber das Geld nicht mit der Gießkasse verstreuen.

Die letzten Jahre waren für Gunzenhausen eine Ära des Erfolgs. Daran hat Bürgermeister Karl-Heinz Fitz großen Anteil. Er darf sich auf die Fahnen schreiben, die Stadt nach vorne gebracht zu haben. In gleichem Maße gilt diese Feststellung aber für den Stadtrat. Alle haben am gleichen Ende des Seiles gezogen, weil es uns in der kommunalen Familie um die Sache geht und nicht um parteipolitisch motivierte Spielchen.

Der Entwicklung der Stadt sehe ich mit großem Optimismus entgegen. Und deshalb stimme ich dem vorliegenden Haushalt 2019 zu. Das haben übrigens auch alle Stadträte getan, so dass das Budget einstimmig genehmigt wurde.

Werner Falk, Stadtrat der FDP

Jetzt sind auch die Quitten heiß

Brombachseer Quitten-Glühwein ergänzt die regionalen Winterspezialitäten

Die „Echt Brombachseer“-Winterspezialitäten sind um einen Quitten-Glühwein aus der diesjährigen Quitten-Ernte erweitert worden. Die regionalen  Glühweine aus dem Brombachseer Obstland sind mittlerweile fester Bestandteil der Adventszeit und auf vielen Weihnachtsmärkten. KirschFeuer, KirschTraum und ApfelFeuer sind angenehme Begleiter in dieser kalten Jahreszeit geworden. Die Glühweinpalette ist nun aber um das Brombachseer QuittenFeuer ergänzt worden.
Hergestellt aus den Quitten der Obstregion im Fränkischen Seenland und aus Äpfeln unserer zahlreihen Streuobstwiesen, wird dieser mit sechs Prozent Alkohol angesetzte Glühwein die bisherigen Winterspezialitäten aus der Produktion des Obst- und Gartenbauvereins Kalbensteinberg um eine weitere Facette anreichern.

Bereits seit einigen Jahren werden vermehrt Quitten aus der alljährlichen Ernte angeboten. Mit der Kalber Quitte, einem Quitten-Sherry wurde dazu bereits ein erstes Produkt auf den Markt gebracht, das auch sofort mit einem internationalen Preis ausgezeichnet wurde.

Die Quitten kommen ursprünglich aus dem Kaukasus und sind seit dem 9. Jahrhundert bei uns bekannt. Der Name leitet sich von dem griechischen Cydonium ab und wird in Verbindung zu der griechischen Stadt Kydonia – heute Chania auf Kreta –  gebracht. Die Quitte war mit ihrem portugiesischen Namen  Marmelo auch der Namenspatron für unsere Marmelade.

Das neue QuittenFeuer ist ab sofort auch überall im Handel erhältlich, wo auch bisher schon die Brombachseer Winterspezialitäten angeboten wurden. Die Glühwein-Palette ist damit abgerundet worden und präsentiert mit Apfel, Kirsche und Quitte drei wesentliche Komponenten aus unseren ökologisch wertvollen Streuobstbeständen und dem Brombachseer Wiesenobst.

Die Qualität dieser attraktiven  Landschaftsbestandteile und aufwendige Pflegearbeit der Hochstämme sind die Grundvoraussetzung dafür, dass daraus auch solch hochwertige Produkte hergestellt werden können. Die damit verbundene Wertschöpfung macht es möglich, dass sich der Erhalt dieser unseren Raum prägenden Kulturlandschaft auch ökonomisch rechnet. Schutz durch Nutzung ist allemal besser ein Schutz wertvoller Landschaften durch Verordnungen oder Subventionen.
Daher leisten die Obstwinzer – wer Weine herstellt ist schließlich auch ein Winzer – aus dem Brombachseer Obstland mit jedem neu auf den Markt gebrachten Produkt aktive Landschaftspflege und einen Beitrag zur Bewahrung und Weiterentwicklung der Erholungs- und Urlaubslandschaft im Fränkischen Seenland.
DIETER POPP, Regionalberater

Neuer Maststall geplant

Öffentlichkeitsbeteiligung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz

Das ist die bisherige Anlage. Sie soll jetzt nach dem Willen des Landwirts aus Aha erweitert werden. Foto: FR Presse

Im Ortsteil Aha der Stadt Gunzenhausen soll ein neues Maststallgebäude errichtet werden. Der Antrag dazu wurde im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen eingereicht. Die Antragsunterlagen liegen von 17. Dezember 2018 bis einschließlich 16. Januar 2019 zur Einsicht aus. Einwendungen können form- und fristgerecht erhoben werden. Das Landratsamt erklärt dazu:

Auf dem Grundstück Flurnummer 191 der Gemarkung Aha befinden sich derzeit ein Zuchtsauenstall, ein weiteres Gebäude zur Ferkelzüchtung sowie eine Biogasanlage samt Nebenanlagen. Diese sind bislang baurechtlich genehmigt.

Künftig soll auf dem Grundstück eine Möglichkeit für die Mast geschaffen werden. Außerdem soll ein bisher baurechtlich genehmigter Zwischenbau teilweise als zusätzlicher Abferkelstall umgenutzt werden. Aus diesem Grund wurden die Errichtung eines neuen Maststallgebäudes und die Nutzungsänderung für den Zwischenbau beantragt. Antragsteller ist Matthias Rutz aus Aha. Insgesamt werden dann auf dem Grundstück 527 aktive Sauenplätze, einschließlich dazu gehörender Ferkelaufzuchtplätze und 2.478 Mastschweineplätze vorhanden sein.

Für die Errichtung des Maststalles und die Umnutzung des Zwischenbaus ist eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung erforderlich. Diese erteilt oder versagt das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen nach den Vorschriften des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG). Das Genehmigungsverfahren wird als öffentliches Verfahren nach §10 BImSchG durchgeführt. Dies bedeutet, dass die Öffentlichkeit beteiligt wird. Für das Vorhaben wurde eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt, es liegt ein Umweltbericht vor. Die Anlage soll zeitnah mit der Fertigstellung bzw. Umnutzung der geplanten Gewerke in Betrieb genommen werden.

Die Antragsunterlagen können von Montag, 17. Dezember 2018, bis einschließlich Mittwoch, 16. Januar 2019, eingesehen werden. Sie liegen im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen, Umweltamt, Dienstgebäude F, ehemaliges Postgebäude, im Zimmer F 2.07 (Bahnhofstraße 2, 91781 Weißenburg i. Bay.) und bei der Stadt Gunzenhausen, Zimmer 28 (Marktplatz 23, 91710 Gunzenhausen) aus.

In der Zeit von 17. Dezember 2018 bis einschließlich 18. Februar 2019 können Einwendungen gegen das Vorhaben schriftlich beim Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen oder bei der Stadt Gunzenhausen erhoben werden. Mit Ablauf der Einwendungsfrist sind für das Genehmigungsverfahren alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf privatrechtlichen Titeln beruhen. Die form- und fristgerecht erhobenen Einwendungen werden in einem öffentlichen Erörterungstermin am Dienstag, den 19. März 2019, um 8.30 Uhr, im Sitzungssaal des Landratsamtes besprochen.

Auf die amtliche Bekanntmachung im Amtsblatt des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen und der Großen Kreisstadt Weißenburg i. Bay. vom 5. Dezember 2018 wird vom Landratsamt ergänzend hingewiesen.

Dank für langjährige Mitarbeit

Landkreis ehrte die treuen Bediensteten

Untere Reihe: Jubilare für 40 Jahre Zugehörigkeit; mittlere Reihe (v. l.): Personalleiterin Heidi Knorr, Landrat Gerhard Wägemann und Jubilare für 25 Jahre Zugehörigkeit; obere Reihe (v. r.): Personalratsvorsitzender Karl Seitz und Jubilare zehn Jahre Zugehörigkeit. Fotos: LRA

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat zum Jahresende 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre 40-, 25- oder 10-jährige Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst bzw. zum Landkreis geehrt.

„Die Jahre gehen dahin“, mit diesen Worten leitete Landrat Gerhard Wägemann die Ehrungsveranstaltung  ein. „Im Namen des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen sowie persönlich danke ich Ihnen für Ihre teils jahrzehntelange Treue“, so der Landrat weiter. Zu den Gratulanten zählten auch Personalratsvorsitzender Karl Seitz und Personalleiterin Heidi Knorr. Neben einer Urkunde erhielten die Geehrten für den persönlichen Einsatz und die erbrachten Dienste ein kleines Präsent.

Ausgezeichnet wurden: für 40 Jahre: Richard Bloß, Dieter Drescher, Manfred Fucker, Wilhelm Hertlein (entschuldigt), Sigrid Simon, Udo Springalla, Rosemarie Wild;  für 25 Jahre: Andrea Beck, Thomas Brand, Karin Pach, Peter Pappler, Heike Rauenbusch, Uwe Seibold; für 10 Jahre: Doris Baumgartner, Lena Kagerer, Ralf Enzenhöfer (entschuldigt), Peter Hauke, Karl-Heinz Pöschl (entschuldigt), Daniela Weinold (entschuldigt), Dr. Miriam Wittke-Stockhausen.