Monthly Archives: März 2017

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„märklineum“ ist ein Hit für Eisenbahnfreunde

Erlebniswelt entsteht im württembergischen Göppingen

Märklin hat mit dem Bau seines neuen Firmenmuseums „märklineum“ begonnen. Auf einer Gesamtfläche von rund 3.000 Quadratmetern entsteht für Sammler und Familien aus aller Welt eine eindrucksvolle Modelleisenbahnanlage und Erlebniswelt. Im ersten Halbjahr 2019 soll die neue Märklin Welt am Stammsitz im baden-württembergischen Göppingen eröffnet werden.

„Ich bin voller Vorfreude, dass wir das neue Museum am Stammsitz realisieren können. Damit leisten wir einen weiteren Beitrag, um auch künftige Generationen mit dem Hobby Modelleisenbahn zu begeistern. Darüber hinaus bieten wir auch für bestehende Fans und Kunden eine einmalige Anlaufstelle, um sich mit der Historie sowie der aktuellen Märklinwelt zu beschäftigen“, so Florian Sieber, Geschäftsführender Gesellschafter von Märklin. Rund 11,3 Millionen Euro investiert Märklin in die neue Erlebniswelt.

Das „märklineum“ wird in verschiedene Bereiche aufgeteilt sein. In den Ausstellungsräumen werden sich die Besucher auf eine Zeitreise begeben können, um die Geschichte von Märklin kennenzulernen. Spielzeuge aus den Anfängen um das Jahr 1900, wie Puppenherde und Kreisel, werden ausgestellt. Bei den Modelleisenbahnen werden unter anderem Exponate in den bekannten Spurweiten 0, 1, H0 und Z präsentiert. Neben den klassischen Märklin Maßstäben werden auch unterschiedliche Exponate der Marken Trix und LGB gezeigt.

Den Besuchern werden eine Empfangshalle, Schulungsräume, ein Servicecenter, ein Shop und ein Bistro zur Verfügung stehen.  Auch Kindern wird – nicht nur in den Spielbereichen – viel geboten. Auf der riesigen Modellbahnanlage wird es viel zu entdecken geben. Die Geschichte von Märklin wird über moderne Kommunikationskonzepte anschaulich und leicht verständlich aufbereitet. Kinder und Erwachsene können Modelle selbst steuern und rangieren, das wird ein Erlebnis für die ganze Familie“. Ein Blickfang soll auch eine große Original-Lokomotive im Innenhof sein. Interessierten Eigentümern passender Loks bietet Märklin die Möglichkeit, diese auf dem Gelände neben dem Museum auszustellen.

Das 1859 von Theodor Friedrich Wilhelm Märklin gegründete Unternehmen entwickelte sich von einer kleinen Fabrik für Blechspielwaren zum heute weltweit bekannten Marktführer im Modellbahnbereich. 1888 übernahmen die Söhne Eugen und Karl Märklin die Firma als Gebr. Märklin. 1891 präsentierten die Brüder auf der Leipziger Frühjahrsmesse erstmals eine Modelleisenbahn. Unter dem Dach der Firmengruppe Märklin befinden sich die drei Modelleisenbahnmarken Märklin, TRIX und Lehmann-Gartenbahn (LGB). Das Unternehmen beschäftigt im Stammwerk Göppingen und in Györ (Ungarn) derzeit knapp 1.200 Mitarbeiter. Weitere Infos unter www.maerklin.de

Beruf der Hebammen weiter unterstützen

GKV-Anforderungen lehnt MdL Westphal ab

MdL Manuel Westphal.

Der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal setzt sich für die Situation der Hebammen in unserer Region ein. Bereits im Oktober hat die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag einen Dringlichkeitsantrag gestellt, mit dem der Erhalt der flächendeckenden Geburtshilfe in Bayern weiter unterstützt werden soll.

In letzter Zeit werden zunehmend die Anforderungen des GKV-Spitzenverbandes im Bereich der Arbeitsorganisation von Beleghebammen diskutiert. Diese nicht praktikablen Anforderungen erschweren die Abrechnung der Leistungen an den Schwangeren für Beleghebammen erheblich und gefährden insbesondere die Standorte für Geburtshilfe im ländlichen Raum.

Beleghebammen sind freiberuflich tätige Hebammen, die ihre Leistungen entweder in einer 1:1-Betreuung einer Schwangeren oder in einem sogenannten Belegteam in einer Klinik anbieten.

„Ich bin ständig im Austausch mit Hebammen bei uns in der Region, um mich über aktuelle Entwicklungen in diesem Bereich zu informieren. Auch jetzt habe ich die Information zu den Forderungen des GKV-Spitzenverbandes erhalten. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Arbeitsbedingungen der Hebammen, besonders der Beleghebammen, weiter verbessert werden. Die Anforderungen der GKV sind dabei vehement abzulehnen“, bekräftigt Westphal.

Der Dringlichkeitsantrag der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag unterstützt dabei ebenfalls das Berufsbild der Hebammen. Die Staatsregierung wird in diesem Antrag aufgefordert, besonders auf Bundesebene die Unterstützung, vor allem auch für die freiberuflichen Hebammen, zu verstärken. Derzeit wird im Staatsministerium für Gesundheit und Pflege außerdem eine umfassende Studie zur Hebammenversorgung in Bayern vorbereitet.

Während der aktuellen Legislaturperiode konnte bereits die Erhöhung der Entgelte oder die Einführung von Sicherstellungszuschlägen zur Finanzierung der gestiegenen Haftpflichtprämien umgesetzt werden.

Westphal erklärt weiter: „Gerade die Hebammen, Ärzte und Krankenhäuser in Bayern leisten eine sehr wichtige Arbeit in der Geburtshilfe. Eine wohnortnahe Versorgung ist dabei unerlässlich. Gerade die wieder steigenden Geburtenzahlen machen eine qualitativ hochwertige Betreuung der Schwangeren flächendeckend erforderlich. Keine Schwangere sollte zur Geburt mehrere Kilometer zurücklegen müssen. Deswegen werde ich mich auch für den Erhalt unserer Geburtshilfe einsetzen. Erst kürzlich habe ich dazu unsere Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml angeschrieben und dies nachdrücklich betont.“

Altmühlfranken auf der Consumenta

Erneut Gemeinschaftsauftritt von Landkreis und Unternehmen

„Gemeinsam. Erfolgreich. Präsentieren.“ Das ist wieder das Motto des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen für die Consumenta vom 28. Oktober bis 5. November 2017.
Die Consumenta auf dem Nürnberger Messegelände ist Bayerns größte Publikumsmesse und zählt deutschlandweit zu den führenden Verbrauchermessen. Sie zieht jährlich weit über 150.000 Besucher an.
Nach den erfolgreichen Gemeinschaftsauftritten der letzten Jahre bietet der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen auch für die Consumenta 2017 in Kooperation mit dem Messeveranstalter AFAG heimischen Unternehmen, Direktvermarktern sowie anderen Regionalinitiativen an, sich wieder gemeinsam unter einem Dach zu präsentieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: günstigere Konditionen bei der Standmiete für alle Beteiligte und durch die gebündelte Präsentation auch Stärkung der Wahrnehmung der Region Altmühlfranken in der Metropolregion. Die Folge ist eine größere Aufmerksamkeit für Landkreis und dort tätige Unternehmen.
Interessierte Unternehmen und Mitaussteller sind  eingeladen, sich am Freitag, 31. März 2017, 12 Uhr im Landratsamt Weißenburg (Sitzungssaal) über dieses Angebot zu informieren.
Zur besseren Planung wird um eine Anmeldung zur Info-Veranstaltung bei der Zukunftsinitiative altmühlfranken bis 27. März 2017 gebeten.

Die Walz führte ins Landratsbüro

Zimmermann  zu Gast bei Landrat Dr. Ludwig

Landrat Dr. Ludwig freute sich über einen spontanen Gast im Landratsamt. Zimmermann Thies Koll stattete dem Landrat auf seiner Walz einen Besuch ab. Der Wandergeselle stammt aus Schleswig-Holstein und ist bereits seit einem dreiviertel Jahr in Deutschland auf der Walz unterwegs. Traditionell trug er einen Spruch mit der Bitte um Siegel und Unterschrift im Wanderbuch vor. Im Gespräch mit dem Landrat berichtete Thies Koll über
bereits Erlebtes während seiner Wanderschaft. So fand er seine Arbeitsstelle im Landkreis Ansbach auf dem Weg nach Nürnberg als Anhalter.
Landrat Dr. Ludwig wünschte dem Zimmermann weiterhin alles Gute und übergab dem Zimmermann neben Siegel und Unterschrift auch noch eine kleine Wegzehrung sowie eine Spende. Er betonte, dass solch eine einmalige Reise fürs Leben stark mache und auch die interessanten Eindrücke sowie Erfahrungen ein Leben lang weiterhelfen.

 

Wie sehen LfA-Fördersätze aus?

Tilgungsfreie Anlaufjahre und niedrige Zinssätze

Mittelständler können die zinsgünstigen Förderkredite der LfA für verschiedene Vorhaben einsetzen: für Gründungen ebenso wie für Wachstumsvorhaben, Innovationen, Umweltschutzprojekte oder auch zur Steigerung der Energieeffizienz im Unternehmen. Das Förderangebot steht Existenzgründern, klassischen Familienbetrieben, innovativen Hightech-Startups oder etablierten Mittelständlern gleichermaßen zur Verfügung. Die geförderten Unternehmen kommen branchenübergreifend aus dem Handwerk, der Industrie, den Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie den Freien Berufen.
Die Vorteile der Förderung: Die Darlehen bieten tilgungsfreie Anlaufjahre und niedrige Zinssätze, die über die gesamte Laufzeit von bis zu 20 Jahren fest sind. So kann man langfristig kalkulieren und den geringeren Schuldendienst auf viele Jahre verteilen. Zudem ist über eine Verbindung verschiedener Förderprogramme oft eine günstige und verlässliche 100-Prozent-Finanzierung denkbar. Förderung heißt neben äußerst günstige Darlehen auch, dass bei Bedarf Risikoentlastungen möglich sind: Risikoentlastungen helfen, wenn einem Unternehmen die nötigen banküblichen Sicherheiten fehlen, um aus eigener Kraft die Kreditzusage seiner Hausbank zu bekommen.
Die Förderkredite werden grundsätzlich bei den Hausbanken der Unternehmen beantragt. Nach der Antragsprüfung bringt das Unternehmen zusammen mit der Hausbank den Antrag mit allen erforderlichen Angaben und Unterlagen auf den Weg. Die Zusage erfolgt bei der LfA in der Regel innerhalb von zwei Wochen. Die Auszahlung der Förderdarlehen erfolgt dann wieder über die Hausbank je nach zeitlicher Durchführung des Vorhabens. Wichtig ist es, mit der Förderbank zu besprechen, welches der zahlreichen Förderangebote das passende ist. Damit wird der anschließende Gang zur Hausbank optimal vorbereitet. Diesen Schritt unterstützt die LfA mit ihrem persönlichen Beratungsangebot in Weißenburg.
Der nächste Beratungstermin im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen findet statt am:
Donnerstag, 30. März 2017, von 9 bis 16 Uhr im Landratsamt Weißenburg–Gunzenhausen, Bahnhofstraße 2, 91781 Weißenburg, Besprechungsraum A 1.24 (1. Stock)
Telefonische Anmeldung unbedingt erforderlich unter Tel.-Nr. 09141/902-244. Weitere Informationen gibt es auch unter www.lfa.de.

Von Aktionären ist nichts zu erwarten

Zur Frage: Sollen Vorstandsgehälter gedeckelt werden?

Eine Erklärung des FDP-Landesvorsitzenden Albert Duin möchte ich an den Anfang meiner Betrachtungen zum Thema stellen:

Stadtrat Werner Falk

„Die Politik kann nicht festlegen, wieviel eine Sache oder eine Dienstleistung wert ist. Preise werden bestimmt durch Angebot und Nachfrage. Ist ein Picasso-Gemälde 170 Millionen Euro wert? Ja – wenn Menschen bereit sind, diesen Betrag dafür zu bezahlen. Warum verdienen Messi und Ronaldo so astronomisch hohe Summen? Weil jeder Verein gerne Fußballer dieses Kalibers in seinem Kader hätte, es auf der ganzen Welt aber höchstens eine Handvoll davon gibt. Man kann das persönlich maßlos übertrieben finden, aber solange Kunstsammler oder Fußballvereine aus freien Stücken ihr eigenes Geld ausgeben, fällt es unter die Vertragsfreiheit. Das gleiche gilt für Unternehmen und ihre Managergehälter. Daimler-Vorstand Dieter Zetsche hat im vergangenen Jahr fast acht Millionen Euro verdient. Ist das angemessen? Das müssen diejenigen entscheiden, die es bezahlen – also die Aktionäre des Unternehmens. Anstatt per Gesetz Managergehälter zu begrenzen wäre es deshalb richtig, die Rechte der Hauptversammlungen zu stärken.

Wenn Zetsche statt acht nur noch vier Millionen verdienen würde – bekämen die übrigen Daimler-Angestellten dadurch auch nur einen Cent mehr? Natürlich nicht. Aber deutsche Firmen hätten im Wettbewerb um die besten Köpfe einen Nachteil – die qualifiziertesten  Manager würden möglicherweise zur Konkurrenz wechseln. Das hätte negative Auswirkungen auf unsere Volkswirtschaft. Übrigens: Rund die Hälfte des Gehalts eines Dax-Vorstands landet im Steuersäckel.  Eine Gehalts-Deckelung würde der Allgemeinheit also nicht nur nichts bringen – es würde sie Geld kosten.“

Ich meine: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus

Die Nachricht hat wohl alle aufgeschreckt: Nach nur 13 Monaten im Amt als Vorstandsmitglied des VW-Konzerns hat eine Dame 12 Millionen Euro an Abfindung kassiert. Man muss kein Neidhammel sein, aber die Relationen zwischen den Vorstandsgehältern und den Löhnen für Angestellte und Arbeiter stimmen einfach nicht mehr. Darin liegt sehr viel gesellschaftlicher Zündstoff. An der Lunte zündelt die AfD, die ganz bewusst den Sozialneid schürt.  In der Sache ist nicht zu verleugnen, dass einige Dinge schief hängen. Wenn ein Manager das 148-fache eines Facharbeiters verdient, dann ist dies nicht mehr nachzuvollziehen. Immerhin liegt der Durchschnitt der im Dax notierten Unternehmensvorstände „nur“ beim 50-fachen. Spitzenreiter in Deutschland ist der SAP-Chef, der 13,4 Millionen Euro einstreicht, Zetsche von Daimler erhält 12,5 und Franz Appel von der Post AG neun Millionen Euro. Im weltweiten Vergleich rangiert Deutschland mit durchschnittlich  5,1 Millionen Euro als Jahreseinkommen seiner Spitzenverdiener in der Wirtschaft (USA: 16,4 Millionen) aber nicht an der Spitze.

Es ist richtig, was Albert Duin sagt: Die Aktionäre sollen bestimmen, wie viel die Spitzenkräfte ihrer Unternehmens bekommen.  Aber wer sind die Aktionäre?   Ich wähle das Beispiel VW aus. 50,7 Prozent der Aktien gehören dem Unternehmen Porsche, 20 Prozent dem Land Niedersachsen, 17 Prozent dem Emirat Qatar und nur 12 Prozent  sind Streubesitz, darunter die vielen Kleinaktionäre. Errechnet sich daraus eine Mehrheit für eine Beschränkung der Managergehälter? Wohl kaum.  „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“ – dieses Sprichwort gilt wohl auch  in diesem Fall für die Aktionärsversammlung.  Bemerkenswert ist: Im Aufsichtsrat von VW sitzen 20 Mitglieder, darunter acht Arbeitnehmervertreter. Die vereinigten Sozialisten, die lauthals die gigantischen Managergehälter kritisieren, müssen nach ihrem Abstimmungsverhalten gefragt werden. Das würde die Heuchler demaskieren.

WERNER FALK, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

Poesie trifft Musik

 Veranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung

„Einmal die Seele baumeln lassen und sich beschenken lassen vom Zauber der Musik und der Gedichte“. So kündigte die Vorsitzende der KEB Donau-Ries, Walburga Mehl, in ihrer Begrüßung im Pfarrsaal von St. Salvator in Nördlingen einen zauberhaften Abend zur Einstimmung auf die Frühlingszeit an.

Als Referentinnen begrüßte sie zum einen die Diplomtheologin und Pastoralassistentin Monika Kaudewitz, die in Ihrer Praxis „Innerer Weg“ in Donauwörth im Bereich Psycho­therapie und Beratung arbeitet, zum anderen die Cellistin Johanna Kleinle, die nebenbei auch noch mit zwei ausgestellten Bildern zum Thema Frühlingsimpressionen eine Kostprobe ihrer vielfältigen künstlerischen Begabungen gab.

Die Gestaltung des Abends begann mit einer meditativen Einstimmung durch Monika Kaudewitz mit einer Klangwelle auf einem Einton-Saiteninstrument (Monochord). Anschließend rezitierte Kaudewitz ausgewählte Gedichte bekannter und unbekannter Autoren. Zuvor gab sie einen kurzen Einblick in das Leben des jeweiligen Dichters und in die Zusammenhänge der Entstehung des Werkes. Anschließend erläuterte und interpretierte die Referentin das Gedicht. Sie legte besonders Wert auf die emotionalen Aussagen in der Lyrik und stellte Zusammenhänge zu der Erlebniswelt der Zuhörer her. Den teilweise sehr schwierigen Texten hauchte sie mit ihren Worten eine ganz nachvollziehbare Bedeutung ein. Die Themen der Gedichte reichten von der dunklen Erinnerung an die Zeit vor der Geburt („Die Dunkelheit, aus der ich stamme“, von R.M. Rilke) bis hin zur puren Freude am (Über)-Leben („Sozusagen grundlos vergnügt“ von Mascha Kaleko). Einen besonderen exotischen Reiz verströmten die japanischen „Haikus“ über ‚Kirschblüten‘. Diese spezielle minimalistische Gedichtform besteht jeweils nur aus einigen Wörtern, die eine Empfindung möglichst treffend wiedergeben.

Die Stimmung der jeweiligen Gedichte wurde einfühlsam aufgenommen mit passenden Cello-Improvisationen durch Johanna Kleinle: Eine dumpfe, tiefe Melodie erinnerte z.B. an die „Dunkelheit, aus der ich stamme‘, fröhliche, heitere Klänge und Melodieläufe dagegen symbolisierten das Aufplatzen der duftenden ‚Kirschblüten‘. Das Publikum dankte den beiden Interpretinnen mit einem langanhaltenden Applaus.

Die Veranstaltung wird am kommenden Mittwoch um 20 Uhr im Haus Maria Brünnlein in Wemding wiederholt.

WALBURGA MEHL

Traditonelles und „kreatives“ Bier von Hecht

Vater und Sohn bieten Bier für Individualisten an

„Unser Bier ist einfach anders“, sagt Braumeister  Bernhard Hecht aus Pappenheim-Zimmern, der Inhaber der kleinen Handwerksbrauerei.  Der steht für die traditionelle Brauweise, die besagt, dass außer Wasser, Malz, Hopfen und Hefe nichts ins Bier reinkommt. Daneben wagt sich sein Sohn Florian nach Vollendung seiner Ausbildung  an die Schöpfung moderner kreativer Biere mit anderen natürlichen Rohstoffen heran. Er steht für German Craft made in Pappenheim, das sich hinter dem Label „Craftbeer Hecht“ verbirgt.

Seit sechs Jahren gibt es die kleine Brauerei im Siedlungsgebiet von Zimmern, die eigentlich gar nicht auffallen würde, gäbe es nicht die große Fahne vor dem gelben Haus. Dort produziert Bernhard Hecht sein konventionelles Bier, das mindestens vier Wochen bei einer Temperatur unter fünf Grad lagert und so seine volle urwürzige Note erhält.  Unfiltriert und naturgelassen wird es in Flaschen abgefüllt.  Eine Ehrensache ist es für den Brauer, dass er nur Pappenheimer Malz und Hopfen aus fränkischem Anbau verwendet. Seine Marken sind: Landbier Hell, Landweizen, Landbier Dunkel, Bernsteinbock, dazu gibt es die saisonalen Spezialitäten „Hollersteiner“, „Old Rogg“ und „Wie WeiDoBo“, ein Doppelbock mit acht Prozent Alkoholgehalt und einer Stammwürze von 18,5 Prozent.

Und weil Bernhard Hecht ein kleiner Brauer ist, kann er auch seine Wendigkeit beweisen. Der Kunde profitiert davon, denn er bietet  Geburtstagsbier, Jubiläumsbier und das „eigene Bier“ mit individuellem Aufkleber  in 0,5-Liter- 1-Liter und 2-Liter-Bügelflaschen an. Und das zu akzeptablem Preis!

„Cascarillo“, „Amberella“, „Callista Wheat“, „German Ale“ und „Dark Galaxy“ nennen sich die kreativen Biere, die Florian Hecht produziert.  Vater und Sohn achten darauf, dass es eine klare Trennung zwischen traditioneller Braukunst („Hechtbräu“) und moderner Braukreativität („Hecht-Craft“) gibt. Der Braumeister bedient sich der neuen Hopfensorte „Callista“ und er experimentiert bei den Starkbieren, die zwischen 6,9 und 7,3 Prozent Alkoholgehalt haben. Zu den Grundstoffen Wasser, Getreidemalz, Hefe und Hopfen gibt er Geschmacksnoten dazu, beispielsweise australische Ella und Cita und macht daraus einen zu Bier bewordenen Fruchtcocktail. Aromen von Kaffee und Bitterschokolade hat beispielsweise sein „Dark Calaxy“.  Alle „Craftbeer“-Sorten (der Meister spricht von kreativen Bieren) haben eine individuelle Note und heben sich ab von dem herkömmlich produzierten Gerstensaft.  Der Biertrinker, vornehmlich der experimentierfreudige, darf sich über angenehme Geschmackserlebnisse freuen.

Die ganze Biervielfalt gibt es jetzt auch auf dem Gunzenhäuser Wochenmarkt (Donnerstag). Natürlich können die neugierigen Biertrinker den Gerstensaft verkosten – und flaschenweise oder  im Sixpack (und natürlich im Kasten)  mit nach Hause nehmen. Außerdem ist Hecht-Bräu am Freitag von 13 bis 18 uhr auf dem Wochenmarkt in Treuchtlingen und am Samstag von 8 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt in Weißenburg präsent. Verkaufsstellen sind in Pappenheim (Tourist-Info), Weißenburg (Getränke-Hörl und Getränke-Markgrafen), Solnhofen (Getränke-Hefele) und in Merkendorf (Rewe-Markt an der B 13). Ausgeschenkt wird das Bier aus Zimmern in den „Wallmüllerstuben“ in Treuchtlingen und im Gasthof „Zur Sonne“ in Pappenheim.

Neuer Krimi für Kinder

Kids wollen das Rätsel um Kaspar Hauser lösen

Autorin Tessa Korber.

Kaspar Quent kennt seinen Vater nicht. Doch so lange er sich erinnern kann, träumt er denselben Traum: von einem rätselhaften kleinen Jungen mit einem Holzpferd in der Hand. Jetzt hat es ihn nach Ansbach verschlagen, wo seine Mutter einen Job gefunden hat. Erst fühlt er sich einsam, dann aber stolpert er über die Geschichte von Kaspar Hauser – und ist elektrisiert. Ist dieser Kaspar Hauser vielleicht der Junge aus seinen Träumen? Oder verbirgt sich darin sogar die Lösung des eigenen Rätsels? Er spürt sofort die Verwandtschaft zu dem berühmten Findelkind und beschließt, dessen Herkunft um jeden Preis aufzuklären – ein gefährliches Unterfangen.
Es ist ein Krimi für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren, eine spannende Geschichte rund um zwei Freunde, Kaspar und Jong-il, die das Rätsel um Kaspar Hauser lösen wollen.  Relevante Themen, altersgerecht vermittelt: Identitätsfindung, unbekannte Väter – und das wohl berühmteste Findelkind der Geschichte Tessa Korber, bürgerlich Dr. Tessy Klier, wurde 1966 geboren, studierte Germanistik und Geschichte und arbeitet seit 1998 als freie Autorin. Sie schrieb zahlreiche historische Romane und Krimis und ist Herausgeberin mehrerer Krimianthologien. 2010 erhielt sie den Kulturpreis der Stadt Forchheim.

Tessa Korber: „Kaspar & Hauser“, Krimi für junge Leser ab 10 Jahren,  Illustrationen von Markus Spang, Broschur, 160 Seiten, ISBN 978-3-86913-730-8, Verlag ars vivendi,  9,90 Euro.

 

Spannende Frankenkrimis für Kinder und Jugendliche

Neuerscheinungen des Verlags ars vivendi, Cadolzburg

Die Autoren Petra Linkes und Roland Ballwieser.

Eine Multikulti-Heldentruppe mit vielschichtigen Charakteren ermittelt in dem neuen Krimi „Der vergiftete Fufu“. Auf das afrikanische Lokal Lalibela im Nürnberger Stadtteil Gostenhof wird ein Giftanschlag verübt. Aus Angst will der Besitzer aber keine Anzeige erstatten. Deshalb nimmt das GOHO-Team die Sache in die Hand. Marie, Nialé, Finn und Cem werden zuerst nicht ernst genommen, da sie – so sehen es die Erwachsenen – nur Kinder sind. Doch nach und nach erhalten sie Unterstützung, auch von unerwarteter Seite. Als es schließlich zum Zusammenstoß mit den »rechten Socken« kommt, zeigt sich, dass die Mehrheit im Viertel gegen Rassismus und Intoleranz wendet. Ihr Zusammenhalt, die Hartnäckigkeit und der Einsatz auch ungewöhnlicher Talente führen das GOHO-Team am Ende zum Erfolg.
Der Krimi ist ein Appell für Zusammenhalt und Miteinander.  Relevante Themen, altersgerecht vermittelt: Rassismus, Intoleranz und Toleranz, fremde Küchen Relevante Themen, altersgerecht vermittelt: Rassismus, Intoleranz und Toleranz, fremde Küchen (»Fufu«: schwarzafrikanische Speise aus Maniok oder Yams und Kochbananen)
Petra Rinkes und Roland Ballwieser leben und arbeiten als Lehrer in Nürnberg. Seit sechs Jahren schreiben sie gemeinsam. Nach drei erfolgreichen Frankenkrimis für Erwachsene (Kunigundentod, Goldschlägernacht und SchneeWehen, alle ars vivendi) legen sie nun ihr erstes Kinderbuch vor. Der Bezug zum Nürnberger Stadtteil Gostenhof kommt aus der persönlichen Geschichte der beiden. Petra Rinkes wuchs dort auf, Roland Ballwieser hat mehrere Jahre hier unterrichtet.

Petra Rinkes und Roland Ballwieser: “ „Der vergiftete Fufu“, Krimi für junge Leser ab 8 Jahren,  Illustrationen von Markus Spang, Broschur, 176 Seiten, ISBN 978-3-86913-731-5, Verlag ars vivendi Cadolzburg, 9,90 Euro.