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Am Fahrrad-Klimatest teilnehmen

Wie fahrradfreundlich ist Gunzenhausen?

Selbst in einer Fahrradstadt wie Gunzenhausen gibt es zur Verbesserung des Radverkehrs immer was zu tun. Denn Fahrradfahren soll in unserer schönen Altmühlstadt nicht nur Umwelt und Straßenverkehr entlasten, sondern auch Spaß und Freude machen. Aus diesem Grund ist der regelmäßig vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) deutschlandweit durchgeführte Fahrradklima-Test ein guter Gradmesser, lässt sich doch die Zufriedenheit der heimischen Radfahrerinnen und Radfahrer exakt ablesen. Nun steht die 2022er-Umfrage in den Startlöchern und wir sind wieder auf Ihre Mithilfe angewiesen!

Letztmals wurde der ADFC-Fahrradklima-Test im Coronajahr 2020 durchgeführt und Gunzenhausen erreichte einen respektablen 39. Platz in der Gesamtwertung. In Bayern konnte man sogar das Siegertreppchen besteigen und wurde Dritter in der Kategorie „Kommunen mit weniger als 20.000 Einwohnern“. Statt sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen, möchten wir uns allerdings nachhaltig verbessern und weiter nach oben klettern. Und an dieser Stelle kommen Sie ins Spiel: Bewerten Sie den Radverkehr vor Ort, die Infrastruktur, letzte Maßnahmen zur Förderung von Fahrrädern u.v.m.  

Am ADFC-Fahrradklimatest 2022 können Sie vom 1. September bis 30. November 2022 bequem online unter www.fahrradklima-test.adfc.de teilnehmen. Die Umfrage dauert nur wenige Minuten und ist absolut kostenlos. Machen Sie mit und arbeiten Sie an der Fahrradfreundlichkeit Gunzenhausens aktiv mit! Bürgermeister und die Stadträte freuen sich über Ihre Teilnahme.

Obsternte beginnt

Obsternteaktion im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Gelbe Bänder markieren die Bäume, die abgeerntet werden können: Landrat Manuel Westphal (re.) und Stiftungsvorstand Günter Ströbel (li.), Bürgermeister von Dittenheim, freuen sich über die tolle Aktion und hoffen auf rege Beteiligung. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Um einen effektiven Beitrag im Sinne von Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu leisten, hat die Bürgerstiftung des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen bereits im vergangenen Jahr zur Obsternteaktion aufgerufen. Auch in diesem Jahr kann die Landkreisbevölkerung markierte Bäume kostenlos abernten und das Obst verwenden.

Obstbäume, die mit gelben Bändern versehen sind, dürfen abgeerntet werden. Sowohl der Landkreis als auch zahlreiche Städte und Kommunen kennzeichnen geeignete Baumbestände zum Wohle der Allgemeinheit. Getreu ihrem Stiftungsmotto „Von Bürgern – für Bürger“ lädt die Bürgerstiftung auch alle Landkreisbewohner dazu ein, sich ebenfalls an der Aktion zu beteiligen.

Wer einen Baum zur Verfügung stellen möchte, kann sich das gelbe Band in den teilnehmenden Stadt- oder Gemeindeverwaltungen abholen und den Baum so sichtbar machen. Verbraucher sind aufgerufen, die Augen danach offen zu halten.

Ob Spaziergänger, Tagesgäste, die Kindergartengruppe oder der Nachbar von nebenan: Pflücken darf jeder – ohne nochmaliges Nachfragen und kostenlos für den eigenen Bedarf. Jedoch wird ausdrücklich auf die Sorgfaltspflicht bei der Abernte hingewiesen, so dass Beschädigungen jeder Art am Baum vermieden werden.

Die Idee ist simpel und doch effektiv. Jahr für Jahr verderben in der Erntesaison viele Kilogramm wertvolles Obst unverwertet auf den Wiesen. Das hat mehrere Gründe. Gerade in üppigen Erntejahren übersteigt der Obstbestand oftmals den Eigenbedarf der Besitzerinnen und Besitzer oder es ist dem Eigentümer oder der Eigentümerin aus gesundheitlichen oder auch zeitlichen Gründen nicht möglich, die Früchte selbst abzutragen. Auch die Verunsicherung und Halbwissen im Umgang mit den Besitzerflächen trägt dazu bei, dass genießbares Obst nicht selten ungenutzt verdirbt. Dieser Situation will die Markierungsaktion Abhilfe schaffen.

„Nutzen Sie auch 2022 die Möglichkeit regionales und frisches Obst zu pflücken und zu genießen. Eine einfache Aktion, die eine tolle Wirkung hat, denn wir leisten einen wichtigen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz, tun aber gleichzeitig auch etwas für unsere Gesundheit“, freut sich Landrat Manuel Westphal, der auch Stiftungsvorstand ist.

Es wird explizit darauf hingewiesen, dass bereits bestehende und gut funktionierende Verwertungsmaßnahmen wie z.B. Obstbaumversteigerungen oder Vereinbarungen zugunsten gemeinnütziger Einrichtungen auch weiterhin stattfinden. Die Obsternteaktion kann in diesen Fällen als Ergänzung dienen. So können beispielsweise Bäume, die nicht vollständig abgeerntet oder versteigert werden konnten, im Nachgang noch markiert werden.

BR-Radltour kommt

Großes Livekonzert mit den Sportfreunden Stiller am 5. August

Die Vorbereitungen sind getroffen. An die 800 Radler kommen an den Zielort Gunzenhausen und werden dort auf dem Marktplatz sowie einem Konzert der „Sportfreunde Stiller“ auf dem Scihießwasen erwartet. Foto: Grosser/StG

Die BR-Radltour und die fahrradaffine Stadt Gunzenhausen, das passt einfach. In diesem Jahr endet die bayernweite Radtour am Freitag, den 5. August 2022, in der Altmühlstadt, die damit bereits zum vierten Mal Gastgeberstadt sein darf. So werden am Nachmittag rund 800 Radlerinnen und Radler auf dem Marktplatz erwartet, begleitet von Live-Musik und Kerwastimmung. Am Abend findet dann als fulminanter Abschluss der 31. BR-Radltour am Gunzenhäuser Schießwasen ein gigantisches Live-Konzert statt, zu dem bis zu 15.000 Menschen erwartet werden. Keine Geringeren als die Energiebündel von den Sportfreunden Stiller werden kräftig einheizen und für ausgelassene Partystimmung sorgen.

„Wir haben mit der BR-Radltour sehr gute Erfahrungen gemacht und freuen uns, dass die Veranstalter um Cheforganisator Wolfgang Slama auch in diesem Jahr wieder an uns gedacht haben“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Am 5. August ist Gunzenhausen in aller Munde und zieht Menschen aus nah und fern an. Kommen Sie doch auch und feiern Sie mit uns das fränkische Radfahrhighlight des Jahres!“

Die Förderung des Radverkehrs hat in der Stadt Gunzenhausen eine große Tradition. Fahrräder sind flexibel und platzsparend, dazu schonen sie die Umwelt und sind aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Schon ohne BR-Radltour sind Radlerinnen und Radler überall in der Stadt zu sehen, am 5. August kommen aber nochmal mindestens 800 zusätzlich dazu. „Die vielen Fahrräder gilt es unterzubringen, außerdem sollen sie sicher und diebstahlgeschützt stehen. Deswegen werden wir im Bereich der Stadthalle einen rund 700 Quadratmeter großen Fahrradstellplatz ausweisen und hoffen damit auch, dass möglichst viele Konzertbesucher mit dem Rad kommen“, betont Ordnungsamtsleiter Stefan Brändlein. „Den Marktplatz sperren wir bereits ab 14 Uhr mittags, damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der BR-Radltour sicher einfahren können. Unser Dank geht an die vielen Ehrenamtlichen, die bei der Durchführung der Tour tatkräftig unterstützen, sei es im Bereich Sicherheit, im Sanitätsdienst oder als Parkplatzeinweiser.“ Letztere wird es am 5. August einige brauchen, denn rund 3.500 Besucherparkplätze wurden zusätzlich ausgewiesen um dem Ansturm gerecht zu werden. Ein kleiner Kraftakt für die Stadt Gunzenhausen, die jedoch Erfahrungen mit solchen Großereignissen hat. Bitte achten Sie auf die Beschilderung und Anweisungen des Personals.

„Eine große Radfahrparty findet bereits ab 14 Uhr auf dem Marktplatz statt, denn dann spielt die Band Holms & Friends groß auf“, freut sich Tourismuschef Wolfgang Eckerlein. „Es wird ein Begleitprogramm und eine Wassernebelwand geben, die die ankommenden Radlerinnen und Radler abkühlen soll. Das Hauptfeld erwarten wir dann gegen 16.20 Uhr zum Zieleinlauf. Wie in der Vergangenheit werden wieder unzählige Menschen jubeln und sich über die Ankunft freuen.“

Ab 17.30 Uhr bebt dann endlich der fußläufig zu erreichende Festplatz zum Schießwasen, auf dem die tollen Musikerinnen und Musiker der BAYERN 3 Band (Einlass: 17 Uhr) im Vorprogramm zum Hauptakt Sportfreunde Stiller groß aufspielen werden. Apropos: Die Sportis kennt wohl fast jeder und große Hits wie „Applaus, Applaus“ oder „´54, ´74, ´90, 2010“ können viele sogar mitsingen. In Gunzenhausen werden die drei Jungs aus Germering kräftig einheizen und damit ein fulminanter Schlusspunkt einer beeindruckenden 31. BR-Radltour sein. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt, so dass einem großen Radfahrfest nichts im Wege stehen sollte.

Mehr über die BR-Radltour erfahren Sie auf der Internetseite br-radltour.de und über die BR-Radltour WebApp. Die BR-Radltour findet mit freundlicher Unterstützung des Fränkischen Wasserradwegs statt.  

Umweltpreis vom Kreis Ansbach

Landrat Dr. Jürgen Ludwig vergab die Auszeichnungen

Mit den Bürgermeistern Michael Liebich (Leutershausen) und Manuel Döhler (Neusitz) freuen sich Clemens Nähr (Obst- und Gartenbauverein Neusitz), Andreas Ritz (Greifvogel-Auffangstation Diebach-Unteroestheim) und Michael Bandel von der TVU Leutershausen über den Umwelt- und Agenda-21-Preis (von links). Die Auszeichnungen übergab Landrat Dr. Jürgen Ludwig (rechts). Indirekt davon profitieren wird auch die Initiative „Tree Planting Projects“, deren Mitgründer Stefan Klingner ebenfalls an der Preisverleihung teilnahm (Zweiter von rechts). Foto: Landratsamt Ansbach/Fabian Hähnlein

Plastikabfall vermeiden, alte Obstsorten fördern, Greifvögel aufpäppeln: Groß und hochaktuell war die Bandbreite bei der Verleihung des Umwelt- und Agenda-21-Preises. „Umwelt-, Arten- und Naturschutz müssen ein Anliegen aller sein. Ich danke Ihnen, dass Sie eine Vorbildrolle einnehmen“, sagte Landrat Dr. Jürgen Ludwig.

Den mit 2000 Euro dotierten ersten Preis erhielt die TVU Garnvertrieb GmbH mit Sitz in Leutershausen für ihr innovatives Produkt „CompoPac“. Dabei handelt es sich um zellstoffbasierte Netze für Obst und Gemüse. „Mit jeder Tonne Zellulose, die wir produzieren, vermeiden wir mehr Plastikabfall und damit auch Mikroplastik“, erklärte Michael Bandel, Vertriebsleiter der TVU. Das Netz aus Leutershäuser Produktion könne unkompliziert entsorgt werden – selbst in der Biotonne. Da die Nachfrage nach dem Produkt stark wächst, vergrößert die TVU aktuell auch ihre Produktionskapazitäten.

Weitere Preise zu jeweils 1000 Euro gingen an den Obst- und Gartenbauverein Neusitz für sein Projekt „Schau-Baumschule“ sowie an die Greifvogel-Auffangstation Diebach-Unteroestheim. Der Obst- und Gartenbauverein habe sich mit seiner „Schau-Baumschule“ ganz dem Erhalt alter Obstsorten verschrieben, schilderte Vorsitzender Clemens Nähr. So werden Hochstamm-Bäume gezüchtet und in der Region angepflanzt. Dem Verein haben die Aktivitäten auch wieder zu einem Mitgliederzulauf verholfen, freute sich Nähr und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Ansbach. Rege nachgefragt wird auch die Arbeit der Greifvogel-Auffangstation, berichtete Vereinsvorsitzender Andreas Ritz. Im vergangenen Jahr seien 211 verletzte Vögel in Obhut genommen worden. In den meisten Fällen gelinge es, die genesenen Tiere wieder auszuwildern. Mittlerweile kümmere sich die Station neben Greifvögeln wie Bussard und Uhu auch um Störche.

Neben den Preisträgern gab es auch noch einen lachenden Vierten. Denn die TVU kündigte an, ihr Preisgeld weiter zu spenden an die Initiative „Tree Planting Projects“, die Baumpflanz- und Aufforstungsaktionen durchführt. Mitgründer Stefan Klingner freute sich vor allem über die Aussage von TVU-Geschäftsführer Gerhard Hausner, man wolle mit der Spende „etwas zurückgeben“ – stammt der Zellstoff für die Obst- und Gemüsenetze der TVU doch aus Holz.

Mittendrin statt nur dabei!

Ein Gespräch mit Herbert Gutmann, Schiffsführer auf der MS Altmühlsee

Herbert Gutmann ist Schiffskapitän und Kommunalpolitiker – und ein immer bestens aufgelegter Zeitgenosse.

Tolle Erinnerungen und ein paar unvergessliche Momente, die möchte Herbert Gutmann seinen Passagieren schenken. Der Laubenzedler ist bereits seit 1995 mit Leib und Seele als Schiffskapitän auf dem Altmühlsee unterwegs, zuerst auf der MS Gunzenhausen, nun auf der MS Altmühlsee. Damit ist er der dienstälteste Schiffsführer im Fränkischen Seenland. Seine tägliche Motivation ist die Freude der Menschen, sein Beruf längst Berufung.

Im Interview mit Manuel Grosser, dem Pressechef der Stadt Gunzenhausen, erzählt er von seiner interessanten Aufgabe.

In Franken ist Schiffsführer ein ungewöhnlicher Beruf. Wie kam es dazu?

Als die Schifffahrt am Altmühlsee kommen sollte, wurden zwei Kapitäne gesucht. Da die gut ausgebildeten Schiffsführer aus Hamburg wohl zu teuer waren, hat man sich für uns Franken entschieden (lacht). Spaß beiseite: Mich hat die Ausschreibung damals magisch angezogen, da Schifffahrt etwas Exotisches im Frankenland war. Nach der Zusage wurden ich und mein damaliger Kollege an den Chiemsee geschickt und wir haben dort unsere Ausbildung gemacht. Bis heute habe ich keinen einzigen Tag bereut und freue mich auf jede Fahrt.

Aber ist das nicht langweilig, jeden Tag die gleiche Runde über den Altmühlsee zu schippern?

(lacht) Bisher war mir tatsächlich noch nie langweilig, und das bei rund 800 Fahrten im Jahr. Das Besondere an der MS Altmühlsee ist ja, dass ich als Kapitän mittendrin statt nur dabei bin. Die Schiffsführerkabine ist offen und mitten im Passagierdeck. Ich unterhalte mich mit den Menschen und lasse mich durch sie natürlich auch unterhalten. Die Gespräche sind wertvoll und manche Erinnerung, die wir während einer Fahrt schaffen, wird lange und oft daheim
erzählt. Die Begeisterung und Freude der Passagiere gibt mir sehr viel und ich kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen. Mein persönliches Ziel vor jeder Rundfahrt ist, dass danach alle glücklich und zufrieden von Bord gehen.

Was ist das Besondere an der Schifffahrt am Altmühlsee?

Bei uns können sich die Passagiere völlig sicher fühlen, denn die MS Altmühlsee ist vielleicht das einzige unsinkbare Schiff der Welt. Da der See an der tiefsten Stelle nur rund 2,5 Meter misst, muss man sich bei einer Havarie nur aufs Oberdeck retten (lacht). Davon abgesehen, sind wir Kapitäne auch Entertainer und beziehen die Fahrgäste mit ein. Gerade Kinder freuen sich, wenn sie selbst einmal ans Ruder gehen dürfen. Wenn es die Situation zulässt, setzen wir
uns zu den Passagieren und singen und spielen Seemannslieder. Übrigens gibt es bei uns auch einen behördlich zugelassenen Seehund namens Sammy (lacht). Der darf immer wieder mit an Bord und seine Runden über den See drehen.

Für den Altmühlsee spielt Naturschutz eine große Rolle. Wie passt das mit
regelmäßiger Schifffahrt zusammen?

Hier sprechen Sie natürlich einen wichtigen Punkt an. Ich bin ja nicht nur Schiffsführer, sondern auch Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat. Qua Amt müsste ich wohl strikt gegen die Schifffahrt sein. Allerdings wäge ich tatsächlich ab. Wir leben in einer hochtechnisierten, hektischen Welt, in der oft keine Zeit bleibt, einfach mal innezuhalten und die Schönheit der Natur zu genießen. Der Alltag hat uns im fest im Griff und lässt uns selten los. Während einer Rundfahrt stelle ich allerdings fest, dass die Menschen genießen und ihre Umwelt anders,
vielleicht sogar bewusster wahrnehmen.Daneben schonen wir natürlich Ressourcen und verbrauchen nur das Nötigste. Unser Schiff benötigt beispielsweise nur rund zehn Liter Diesel auf eine Runde, dazu haben wir im letzten Jahr auf emissionsarmen Treibstoff umgestellt. Der ist zwar teurer, die Umwelt dankt es uns allerdings. Unterwegs sind wir in einem 37 Jahre jungen Boots-Oldtimer, der von uns gehegt und gepflegt wird. Diesen wollen wir möglichst lange erhalten, was auch nachhaltig ist.

Die MS Altmühlsee ist ständig im Einsatz?

Von April bis Oktober fährt sie regelmäßig und ist eine der wichtigen, touristischen Attraktionen am Altmühlsee. Daneben wird sie als einzigartiger Trauort immer beliebter. Ganz ehrlich: Was kann schöner als eine Hochzeit auf See sein? Viele chartern das Schiff auch für Firmenevents, Geburtstags- oder Familienfeiern. Dann gibt es noch so manche Themenfahrt, beispielsweise zusammen mit dem LBV oder der Stadtjugendpflege. Persönlich gefallen mir die Dämmerungs- und Vollmondfahrten, da sich der See von einer anderen Seite zeigt.

Was schätzen Sie persönlich an der Region Gunzenhausen?

Mir gefällt, wie unkompliziert alles ist. In der Region Gunzenhausen begegnet man sich auf Augenhöhe und spricht Themen offen an. In der Freizeit bin ich häufig mit dem Fahrrad unterwegs und freue mich über die tollen Radwege.

Jeder ist wichtig!

Die Rolle der Hauswirtschafterinnen am Krankenhaus

So sieht die Osterdeko am Klinikum Altmühlfranken aus – eine wahrhaft geschmackvolle Präsentation der Hauswirtschafterinnen.


Der „Tag der Hauswirtschaft“ am 21. März stellt einen Beruf ins Rampenlicht, der normalerweise im Verborgenen liegt. Unsere Wertschätzung gilt den Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschaftern, die jeden Tag im Hintergrund alles dafür tun, den reibungslosen Ablauf für unser aller Gesundheit am Klinikum Altmühlfranken zu gewährleisten.

Hauswirtschaft, wie wir sie von zuhause kennen ,entspricht nur zu einem sehr geringen Teil dem, was die Hauswirtschaft in einem großen Unternehmen wie dem Klinikum Altmühlfranken leistet. Zu den Aufgaben der 24 Mitarbeitenden an den beiden Klinikstandorten Weißenburg und Gunzenhausen gehört die Mitarbeit in der Küche, das Reinigen und Pflegen von Wäsche und Betten, das Beliefern der Stationen mit Verbrauchsmaterialien sowie das Übermitteln von Proben und Laborberichten oder der Service in der Cafeteria und bei Veranstaltungen.
Auch für die Versorgung der Wahlleistungspatientinnen und -patienten und die jahreszeitlichen Dekorationen in den beiden Häusern trägt die Hauswirtschaft die Verantwortung. „Jeden Tag fallen an jedem unserer beiden Häuser zwischen 400 und 700 Kilogramm Wäsche an. In einem Privathaushalt wären dies etwa 57 bis 88 Waschmaschinenladungen.“ erklärt Jennifer Biermann, Hauswirtschaftsleiterin am Klinikum Altmühlfranken Gunzenhausen. Auf Grund der großen Mengen übernimmt das Waschen und Bügeln heute ein Dienstleister. Die Aufgabe derMitarbeitenden in der Hauswirtschaft ist es die Bettwäsche, Patientenhemden, Handtücher, u.v.m. sowie die individuell gekennzeichnete Dienstkleidung und OP-Wäsche einzeln zu sortieren und jeden Tag in die Schränke der etwa 1000 Mitarbeitenden und auf die Stationen und Fachbereiche zu verteilen. Darüber hinaus werden Wäschestücke mit Blick auf Nachhaltigkeit und Umwelt auf Maß geändert und repariert.
Ebenfalls zur Hauswirtschaftsabteilung gehört der Hol- und Bringdienst des Klinikums Altmühlfranken. Bei der Erledigung seiner Aufträge legt er lange Wegstrecken zurück – Betten werden von den Stationen abgeholt, frische Betten geliefert und Frühstück, Mittag- und Abendessen für diePatienten zu festgesetzten Zeiten auf die Stationen gebracht. Pünktlich und routiniert wird die Wäsche verteilt, Material aufgefüllt und Testergebnisse des Labors übergeben, um die Tagesabläufe der Fachbereiche, Stationen und Patienten ohne Verzögerungen zu gewährleisten. Fest steht, kaum einer kennt sich besser am Klinikum aus, als die Mitarbeitenden des Hol- und Bringdienstes.
Darüber hinaus ist bei der Mitarbeit der Hauswirtschaft in der Großküche viel Organisationsgeschick in Einkauf, Produktvergleich und Lagerhaltung wichtig und auch Kochen und Backen sind gefragt. Und speziell bei der Zubereitung von Speisen ist zu bedenken, dass Kochen nicht gleich Kochen ist, sondern vieles bei unterschiedlichen Kostformen beachtet werden muss.
Die jahreszeitlichen Dekorationen, bei denen Kreativität und gute Ideen gefragt sind, bereiten vor allem den 4 Auszubildenden viel Freude. Und auch dabei ist es immer wichtig die Grundlagen der Raumpflege und der Hygiene im Hinterkopf zu behalten. Für die beiden Hauswirtschaftsleiterinnen Jennifer Biermann in Gunzenhausen und Betti Eckerlein in Weißenburg ist die Betreuung und Ausbildung ein Thema von großer Bedeutung. „Wir engagieren uns mit viel Herzblut und Überzeugung bei der Ausbildung und Förderung der angehenden Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter, denn sie sind unsere Zukunft und an dieser sind wir beteiligt.“ Und einen Punkt betonen beide Hauswirtschaftsleiterinnen: “Jeder ist wichtig!“.
JULIA KAMANN

Nahwärme in Frickenfelden

CSU besuchte Nahwärme im Gunzenhäuser Stadtteil

Birgit (Sechste von links) und Harald Seitz (Achter von links) präsentierten den Vertretern der CSU-Gunzenhausen ihre Nahwärmeanlage. Foto: Müller

„Umweltfreundlich, zukunftsorientiert und weg von der Abhängigkeit der fossilen Brennstoffe“. So begrüßte die stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbandes der CSU Gunzenhausen, Ingrid Pappler, die Parteimitglieder sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Frickenfelden und dankte dem Betreiberehepaar Harald und Birgit Seitz, dass sie sich die Zeit genommen haben, ihren Betrieb besichtigen zu dürfen.

Harald Seitz stieg gleich in die Firmenentwicklung ein und erläuterte den Besuchern die Entstehung seines und des Schwiegervaters Hermann Schachner Betriebes. So wurde mit 250 Mastbullen in den Jahren von 2005 bis 2009 eine Biogasanlage mit 75 KW in Betrieb genommen, die bis 2013 auf 160 KW erweitert wurde. 2016 wurde erstmals die Idee aufgegriffen, ein Nahwärmenetz zu errichten, scheiterte jedoch an einer zu gründenden Vorstandschaft. Mutig blickte Harald Seitz nach vorne und gründete 2020 zusammen mit seiner Frau Birgit die Firma „Nahwärme Frickenfelden GmbH“.
„Bereits nach kurzer Zeit gab es bereits 22 Interessenten“, so Seitz und ergänzte, „jetzt sind wir mit 47 Anschlussnehmer fast voll ausgelastet“. Dass die Nahwärme für den Verbraucher nicht nur kostengünstig ist, sondern vor allem die Umwelt schont, das freut nicht nur den Betreiber. Mit 1,5 Millionen KW Leistung werden 75.000 Liter Heizöl weniger bzw. nicht verbraucht. Dazu werden durch die Nahwärme gut 150.000 Tonnen weniger CO² eingespart, was bei den Teilnehmern einen großen Applaus auslöste.
Ergänzt wird die Biogasanlage durch eine Hackschnitzelheizung, die eine einwandfreie Sicherstellung der Energie in den angeschlossenen Gebäuden gewährleistet. Mit sehr viel Eigenleistung wurde am 3. Juli 2022 mit der Verlegung der Rohre begonnen und bereits nach drei Wochen waren alle Hausanschlüsse verlegt. „Nun sind wir so weit, dass die Übergabestationen in den Häusern eingebaut werden können“, freut sich Harald Seitz und fügt an, dass bei einer Vorlauftemperatur von 80 Grad die Versorgung für jeden gesichert ist. Rund 1,5 Millionen Euro musste das Ehepaar Seitz in die Hand nehmen, um ihr Vorhaben zu verwirklichen, das sich nach ihren Angaben erst nach ungefähr 20 Jahren amortisiert.
Nach einer ausgedehnten Führung über das Betriebsgelände und vielen Erläuterungen bedankte sich Ingrid Pappler bei Harald und Birgit Seitz: „Für solche Entscheidung gehören Mut und Engagement dazu. Das alles geht nur, wenn die Familie zusammensteht“ und überreichte im Namen des Ortsverbandes (der Vorsitzende Manuel Blenk war verhinderet) sowie der CSU-Stadtratsfraktion an das Ehepaar Seitz ein Präsent.

ALFRED MÜLLER

Hauber will Dienstpflicht

Bewusstseinwandel aufgrund dees russischen Angriffskriegs

Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion hat die faktische Abschaffung von Wehr- und Dienstpflicht schon immer deutlich kritisiert. Bereits im Jahre 2011 reagierte sie darauf und erarbeitete ein Konzept für die Einführungeines verpflichtenden Dienstjahres für Männer und Frauen. Eine parlamentarische Mehrheit zur Umsetzung dieses Dienstes hat es bislang allerdings noch nicht gegeben.
Wolfgang Hauber, Abgeordneter und innenpolitischer Sprecher aus Weißenburg, sieht sich nun jedoch in einer neuen Situation: „Der völkerrechtswidrige Überfall Russlands auf die Ukraine sollte uns allen die Augen geöffnet haben. Wir leben nach wie vor in einer Welt militärischer Bedrohung, der nur durch eine Verteidigungsbereitschaft und -fähigkeit begegnet werden kann. Die Corona- Pandemie hat uns zudem deutliche Defizite im Bereich Gesundheit und Pflege aufgezeigt. Wir brauchen da wie dort mehr Menschen, die sich um diese Existenzfragen unseres Landes kümmern. Ein verpflichtendes Dienstjahr kann einen wertvollen Beitrag dazu leisten.“
Die FREIE WÄHLER-Fraktion schlage einen zwölfmonatigen Dienst für Männer und Frauen vor, der wahlweise bei der Bundeswehr, Rettungsdiensten, in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen oder auch im Dienste des Umwelt- und Klimaschutzes abgeleistet werden kann. Eine Gewissensprüfung oder einseitige Fixierung auf den Militärdienst wolle man nicht wieder einführen. „Junge Menschen kommen natürlich nicht als einsatzbereite Soldaten oder Pflegekräfte. Sie sollen unterstützen, ein Gefühl für bestimmte Aufgaben und Herausforderungen bekommen und letztlich auch dazu motiviert werden, aus ihrem Dienst einen Beruf zu machen. So gewinnen wir notwendige Nachwuchskräfte in diesen für unsere Gesellschaft so wichtigen Sektoren“, erklärt Hauber.
Um den Bedenken zu begegnen, dass dadurch dem Arbeitsmarkt künftige Fachkräfte für einen längeren Zeitraum nicht zu Verfügung stünden, sehen die Pläne der FREIE WÄHLER im Bayerischen Landtag die Möglichkeit vor, den Dienst in mehreren Etappen abzuleisten. Die Fraktion spreche sich auch klar dafür aus, Männer und Frauen gleichermaßen in die Pflicht zu nehmen. Dies sei eine Selbstverständlichkeit. „Die Gleichberechtigung von Mann und Frau steht nicht nur im Grundgesetz, sondern ist auch in der Gesellschaft angekommen. Daher müssen wir mit der nicht mehr zeitgemäßen Tradition brechen, die bisher nur den männlichen Nachwuchs in die Pflicht genommen hat“, so Hauber weiter.Er wisse natürlich, dass die Umsetzung nicht innerhalb weniger Tage möglich sei und einer Änderung des Grundgesetzes bedürfe. Dennoch müsse dieses Thema jetzt gesellschaftlich und politisch in Angriff genommen werden: „Wir als FREIE WÄHLER- Fraktion wollen eine intensive Diskussion in der Gesellschaft anstoßen und mit anderen moderieren. Hierfür brauchen wir auch einen gesellschaftlichen Konsens. Mit einer klaren Zielsetzung für diese Dienstpflicht wollen wir dazu einen entscheidenden Beitrag leisten“, so Hauber abschließend.

Frühjahrsputz im Kreis

Die Abfallsammelaktion startet wieder!

Auch in diesem Jahr findet wieder der alljährliche Frühjahrsputz in Altmühlfranken statt. Viele freiwillige Helferinnen und Helfer machen sich in den nächsten Wochen auf den Weg, um Parks, Wanderwege und Grünflächen von Unrat zu befreien.

Die kommunale Abfallwirtschaft unterstützt wie seit Jahren diese Aktionen und übernimmt die Entsorgungskosten der gesammelten Abfälle. Greifzangen und Handschuhe können die Gruppen nach Anfrage bei den beiden Recyclinghöfen in Weißenburg und Gunzenhausen ausleihen.

Mitmachen lohnt sich – für unsere Umwelt, aber auch für die Teilnehmergruppen: Die Abfallwirtschaft belohnt diejenigen Gruppen für ihr Engagement, die mit einem Gruppenfoto und Bericht über ihre Sammelaktion ein Zeichen setzen und damit vielleicht weitere Gruppen zum Mitmachen anregen. Die Anmeldung und weitere Informationen zur Teilnahme findet man unter  www.altmuehlfranken.de/fruehjahrsputz/.

„Wir freuen uns auf all diese Menschen, die mit diesen Aktionen freiwillig Verantwortung für die Sauberkeit ihrer Heimat übernehmen. Deshalb unterstützen wir dieses nachhaltige bürgerschaftliche Engagement sehr gerne“, sagt Michael Hufnagel, Leiter der kommunalen Abfallwirtschaft im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen.

Welche Gebiete sich besonders für eine Frühjahrsputzaktion eignen, erfährt man über die jeweilige Stadt oder Gemeinde. Bitte beachten Sie, dass Sammelaktionen in freier Natur möglichst vor Beginn der Brutzeit beendet sein sollten. Wir bitten Sie, während der Sammlungen die Corona-Schutzmaßnahmen zu beachten.

Neuer Flyer des Bezirks

Der Bezirk Mittelfranken im Überblick

Zahlen, Daten, Fakten, Aufgaben und Finanzierung – der Steckbrief des Bezirks Mittelfranken als dritte Ebene der kommunalen Selbstverwaltung ist nun in Form der Neuauflage des Flyers „Kurzinformation“ erschienen. Darin erhält die Leserinnen und Leser grundlegende Informationen über den Bezirk – von dessen Aufgaben und seiner Finanzierung bis zum Bezirkstag und dessen politische Zusammensetzung. Der Bezirk Mittelfranken ist schwerpunktmäßig auf den Gebieten Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur, Natur und Umwelt sowie Europa tätig. Die Kurzinformation ist kann kostenlos auf der Internetseite des Bezirks unter der Adresse www.bezirk-mittelfranken.de in einer barrierefreien Version heruntergeladen werden.

Der Flyer kann auch telefonisch (0981/4664-10112) oder per E-Mail (pressestelle@bezirk-mittelfranken.de) bei der Pressestelle des Bezirks Mittelfranken angefordert werden.

„Schlössertour“ durch Pommern

„Schlössertour – Luxus im Schlosshotel in Pommern“ ist eine Bürgerreise in die mittelfränkische Partnerregion überschrieben. Die Reise mit deutschsprachiger Reiseleitung dauert vom 3. bis 9. September 2022,gefahren wird im komfortablen Reisebus. Die Kosten belaufen sich auf 965 Euro, der Einzelzimmerzuschlag beträgt 155 Euro. Zu den Höhepunkten der Fahrt zählen eine Führung durch den Slowinski Nationalpark mit seinen imposanten Wanderdünen, eine Schifffahrt von Zoppot auf die Halbinsel Hela sowie eine Führung durch die Danziger Altstadt mit Besichtigung der Marienkirche. Auch ein ganztägiger Ausflug in die Kaschubei, eine Führung durch das Schloss der Pommerschen Herzöge in Stolp oder ein Orgelkonzert in der Oliwa-Kathedrale in Danzig gehören zu den Perlen der Bürgerreise. Im Reisepreis sind jeweils drei Übernachtungen mit Frühstücksbuffett im Schloss Krokowa, einem 700 Jahre alten Wasserschloss und im Hotel „Royal Baltic“, einem eleganten 4-Sterne-Hotel, enthalten.

In diesem Hotel übernachten die Teilnehmer der Reise: das einstige Wasserschloss Krokowa.

Das ausführliche Programm ist auf der Internetseite des Bezirks Mittelfranken unter der Adresse www.bezirk-mittelfranken.de nachzulesen. Weitere Informationen hält auch der Veranstalter, das Reisebüro Polenreisen im Informationszentrum Krakau, Hintere Insel Schütt 34, Nürnberg, Telefon 0911 / 22 50 31, E-Mail info@polenreisen-nuernberg.de bereit. Die Bürgerreise wird in Zusammenarbeit mit dem Büro für Regionalpartnerschaften des Bezirks Mittelfranken sowie der Deutsch-Polnischen Gesellschaft in Franken e.V. organisiert.