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Super-Präsentation „Brot & Wein“

Veranstaltung in der Bäckerei Herzog in Muhr am See

Bäckermeister Alexander Herzog und Winzer Markus Meier sowie Stadtrat Werner Falk ("Falk-Report") mit der neuen Seenlandkönigin Miriam Seelig.

Bäckermeister Alexander Herzog und Winzer Markus Meier sowie Stadtrat Werner Falk („Falk-Report“) mit der neuen Seenlandkönigin Miriam Seelig. Foto: B. Dorr

Die Seenlandregion bedarf der innovativen Unternehmer. Einer von ihnen ist ganz gewiss Bäcker- und Konditormeister Alexander Herzog aus Absberg/Muhr am See. Er präsentierte sich erstmals mit dem Ulsenheimer Winzer Markus Meier. „Winzer trifft Bäcker“ war das Motto der Veranstaltung, zu der viele Geschäftspartner und Freunde beider Unternehmer gekommen waren. Sie durften ein siebengängiges Menü genießen.

Das Wasser lief den Gästen schon im Munde zusammen, als die Gastgeber die Menüfolge, gepaart mit der Vorstellung der dazu passenden Frankenweine, vorstellten: Secco Aperitif, dann Brotkarussell, Weinschausuppe im Brottopf, Brotsalat mit Schafskäse, Sorbet, Rinderrouladen nach Winzerart mit Herzoginkartoffeln (!) und Bohnen im Speckmantel, zuletzt Brombachseer Kirschrote mit Lebkuchen. Der „Frühfalter“ zum Auftakt der Weinprobe sowie der Riesling „Pur Steinbach“ gefiel den Freunden des trocken ausgebauten Weins, der „Reifenstein“-Traminer beglückte die Liebhaber eines fruchtigen und voluminösen Tropfens. Dass Winzer Meier (in seinen Diensten steht übrigens Kellermeister Karl-Heinz Brand, der in verdienstvoller Weise den „Muhrer Busenschlecker“ ausbaut) und seine fränkischen Kollegen auch einen tollen Rotwein machen können, das stellte Meier mit seinem „Steinbach“-Spätburgunder unter Beweis. Mit einem Genuss für den Gaumen (edelsüße Rieslander-Auslese) fand die Weinprobe ihren Abschluss.

Es gereicht den Gastgebern zur Ehre, dass sie am Ende der dreistündigen Veranstaltung ihre „dienstbaren Geister“ den Gästen vorstellten. Nicht nur Muhrs Altbürgermeister Roland Fitzner und sein Absberger Kollege Fritz Walter, sondern auch der verdienstvolle frühere Regionalmanager des Landkreises, Dieter Popp („Fotour“ in Haundorf) äußerten sich anerkennend zu den Leistungen der beiden Unternehmen. Wieder einmal war erlebbar, wie gut es ist, „Leuchttürme“ in der Region zu haben. Und die Bäckerei Herzog in Muhr am See gehört ganz gewiss dazu.

Wer sich für den Meier-Wein aus dem mittelfränkischen Ulsenheim interessiert, dem sei ein „Besuch“ empfohlen: entweder auf der Hompage (www.weingutmeier.de) oder eben in Ulsenheim, wo der Unternehmer eine stylische Vinothek gebaut hat.

 

Gedenken in der einstigen Synagoge

Veranstaltung des Freundeskreises der Synagoge Hainsfarth mit Dr. Johannes Friedrich

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Fünf Mädchen vom Jugendtreff Hainsfarth verlasen die 20 Namen der ehemaligen jüdischen Mitbürger, die im KZ Theresienstadt umkamen.

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Vorsitzende Sigried Atzmon mit dem früheren Landesbischof Dr. Johannes Friedrich und Zweitem Bürgermeister Klaus Engelhardt. Foto: FR Presse

„Die Unterschiede im Glauben müssen uns zusammenbringen und dürfen uns nicht auseinanderführen.“ Der frühere evangelische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich erklärte auf einer Gedenkveranstaltung in der ehemaligen Synagoge: „Dem Antisemitismus können wir nur begegnen, wenn wir mehr über das Judentum wissen.“
Organisiert hatte die Feier zum 76. Jahrestags des Judenpogroms der Freundeskreis der Synagoge Hainsfarth mit ihrer Vorsitzenden Sigried Atzmon. Sie durfte eingangs von Hermann Waltz, dem Vorsitzenden des Ornbauer Kulturvereins, eine Solidaritätserklärung entgegennehmen, die von 70 Ornbauern unterzeichnet ist und in der sie postulieren: „Nie wieder Judenhass!“ Gäste der Gedenkfeier waren Nördlingens Oberbürgermeister Hermann Faul und Bezirksrat Peter Schiele.
Die würdige Feier eröffneten Lena Engelhardt, Eva Kraus, Mariam Mebert, Jessica Schröppel und Elena Kieweg vom Hainsfarther Jugendtreffs, die die Namen der jüdischen Mitbürger verlasen, die von 1942 bis 1945 im Konzentrationslager Theresienstadt umkamen. Ludwig und Michael Burger begleiteten die Feier musikalisch.
Das Ereignis in der Novembernacht 1938 nannte Sigried Atzmon „Enthemmung pur“. Die Synagoge in Hainsfarth sei nur aus Rücksicht gegenüber den Nachbargebäuden nicht abgebrannt, sondern nur beschädigt worden. Sie dankte dem früheren Bürgermeister Max Engelhardt, der trotz anfänglichem Widerstand und Anfeindungen das Projekt der Synagogensanierung anging. „Heute haben wir ein Haus der Begegnung, auf das wir alle stolz sein können“, befand Sigried Atzmon. Die Vorsitzende setzte sich mit der aktuellen gesellschaftlichen Situation auseinander und bezweifelte, dass die Menschen aus dem Holocaust gelernt haben: „Ich sage Nein!“ Immer wieder gebe „Schockwellen des Judenhasses“. Meist dauere es peinlich lange, bis sich Widerstand rege und oftmals bleibe der Protest bei Lippenbekenntnissen. Die Vorsitzende freimütig: „Das kann ich nicht mehr ertragen.“
Dr. Johannes Friedrich, der vor seiner Zeit

Vorsitzende Sigried Atzmon vor der Tafel mit den Namen der Opfer.

Vorsitzende Sigried Atzmon vor der Tafel mit den Namen der Opfer.

als evangelischer Landesbischof in Bayern (1999 bis 2011) evangelischer Pfarrer in Jerusalem war (1985 bis 1991) und heute noch Nahostbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, äußerte sich zum Verhältnis von Christen und Juden. Er bekräftigte die Entscheidung des Deutschen Bundestags gegen ein gesetzliches Verbot der Beschneidungen und meinte, auch die Erklärungen der drei Religionen sei eindeutig ausgefallen. Friedrich verteidigte die 1998-er Erklärung der bayerischen Landeskirche zum Verhältnis von Juden und Christen. Jesus sei Jude gewesen, nicht Christ. „Unsere besondere Beziehung“, so der frühere Landesbischof, „liegt nicht in der Differenz, sondern in der Gemeinsamkeit.“ Aus den Unterschieden dürften nicht Gegensätze stilisiert werden. Das Verhältnis von Christen zu Juden müsse immer anders sein als das zu anderen Religionen. Friedrich stellt auch aktuelle Bezüge her, indem er die jüdische Sabbatheiligung als Vorbild für die christliche Sonntagsruhe rühmte.
„Luther und die Juden, das ist immer noch ein umstrittenes Thema“, erklärte Dr. Johannes Friedrich. Er sprach von „verletzenden Schmähungen“ des Reformators. Nicht zuletzt hätten ihn die Nazis gern als Kronzeugen zitiert. Dennoch werden Kritik an Luther von vielen als Heiligenbeleidigung empfunden. „Es ist gut, dass sich die Amtskirche gegen pauschalierende Gegenüberstellungen wehrt“, befand der Redner und verwahrte sich gegen „religiöse Intoleranz“. Er hat die Erwartung, dass im Lutherjahr 2017 noch Klarstellungen erfolgen.

 

Frauenfrühstück im Walder Dorfladen

Es wird über alles gesprochen, was Frauen bewegt

Am vergangen Freitag hatte das Team des Dorfladens im Ortsteil Wald alle interessierten Frauen zum gemütlichen Frühstück eingeladen.
Vier ehrenamtliche Mitarbeiter des Ladens hatten mit viel Liebe, Engagement und herbstlicher Dekoration eine familiäre Atmosphäre geschaffen und freuten sich, dass dieses erste Frauenfrühstück von den Kundinnen gut angenommen wurde.

Neben dem Verzehr von regionalen Wurst- und Käsespezialitäten, dekoriert mit wunderschönen essbaren Blüten, frischen Semmeln, vegetarischen Aufstrichen, Seccos, Kaffee, Tee und vielen anderen auch internationalen Frühstücksideen, natürlich mit regionalen Produkten zubereitet wie z.B. Apfel-Walnuss-Porridge und Pancakes, konnten die Frauen die Rezepte für den hausgemachten Apfelkuchentraum und die selbstgemachten kleinen Pfannkuchen gleich mitnehmen. Die Zutaten dafür gibt es natürlich im eigenen Laden, der für seine qualitativ hochwertigen, regionalen Produkte inzwischen über die Grenzen von Gunzenhausen hinaus bekannt ist.

Beim Erfahrungsaustausch über Themen die Frauen bewegen, verging der Vormittag recht schnell und man war sich sicher, dass dieses Event eine feste Komponente im Walder Dorfladen werden soll und künftig jeden 1. Freitag im Monat ab 9 Uhr stattfinden wird. Anleitungen für Handarbeiten, Buchvorstellungen , Filmempfehlungen und dergleichen würden diese Veranstaltung noch bereichern.

Das Team des Dorfladens möchte mit diesen Events nicht nur einen Beitrag zur Stärkung der Dorfgemeinschaft leisten, sondern freut sich auch über alle auswärtigen Gäste, die Freude an Unterhaltung in gemütlicher Runde bei einem leckeren abwechslungsreichen Frühstück haben.

Gunzenhausen- eine Stadt ist auf dem Holzweg

Initiative der Grünen in Gunzenhausen

In einem Brief an Bürgermeister Karl-Heinz Fitz entwickeln den Grünen in Gunzenhausen Gedanken zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt. Der Falk-Report veröffentlicht das Schreiben im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
Ortsverband wie Stadtratsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN beschäftigen sich seit vielen Jahren mit der nachhaltigen Entwicklung unserer Stadt und haben immer wieder Vorschläge zur Attraktivitätssteigerung von Gunzenhausen vorgelegt und möchten heute folgende Anregungen unterbreiten:

Image als Natur- und Kulturstadt
Der Fremdenverkehr ist in vergangener Zeit ein wichtiges Standbein unserer wirtschaftlichen Entwicklung geworden und es muss unser Ziel sein, diese Ent-wicklung zu stabilisieren und Schritt für Schritt auszubauen. Eine immer noch relativ intakte Natur, unsere facettenreiche Landschaft sind unser Kapital im Fremdenverkehr, mit dem wir sorgsam haushalten müssen. Deshalb dürfen wir alle auch nicht in unseren Anstrengungen für den Erhalt unserer hochwertigen Kulturlandschaft nachlassen.
In der kulturellen Entwicklung der Stadt hat sich in den letzten Jahren vieles zum Positiven gewendet, es gibt zahlreiche private Initiativen, die ein vielseitiges kulturelles Programm über das ganze Jahr hin anbieten, das Kulturprogramm der Stadt, z.B. in der Stadthalle ist breiter angelegt und bietet für nahezu jeden Geschmack ein entsprechendes Angebot. Das Limestival hat das Bürgerfest weiter entwickelt und sollte auch künftig ausgebaut werden.

Natur und Kultur sind eine ideale Ergänzung, sie bedingen einander. Wir sollten dies nutzen!

Während unsere Nachbarstadt Weißenburg sich als Kunststoff-Centrum in der Region und darüber hinaus einen Namen gemacht hat, gilt es für Gunzen-hausen ein Alleinstellungsmerkmal zu entwickeln. Es muss uns ein Anliegen sein, dass wir Natur, Handwerk, Industrie und Kunst vereinen und entsprechende Aktivitäten hierfür entfalten.

Deshalb regen wir an, uns auf unsere Stärken zu besinnen, das zu bündeln, was unsere Region ausmacht und dies entsprechend zu ergänzen. Es liegt nahe, dass wir uns als die Stadt präsentieren und platzieren, die den nach-wachsenden Rohstoff Holz in vielfältiger Weise bereits nutzt.

So verfügt Gunzenhausen über das berufliche Schulzentrum mit Schwerpunkt Holzbearbeitung, Holztechnik. Mit der Meisterschule für Schreiner verfügen wir über die einzige überregionale Schule des Landkreises. Zudem gibt es in unse-rer Region zahlreiche gut aufgestellte, leistungsfähige Betriebe des Zimmerer- und Schreinerhandwerks. Außerdem ist die weltweit agierende Firma Heizo-mat, die seit vielen Jahren führend auf dem Gebiet der Erschließung und Verwertung erneuerbarer Energien ist, in Gunzenhausen ansässig.
Es gibt Firmen, die Holzhäuser entwickeln, planen und bauen und eine sehr aktive Forstbetriebsgemeinschaft.
Insofern drängt es sich geradezu auf, dass wir Gunzenhausen als Holzzentrum darstellen und zu einem nordbayerischen Zentrum der Holztechnologie, der Holzwirtschaft weiter entwickeln. Holz ist ein unserer Region reichhaltig vor-handener nachwachsender Rohstoff. Schon in der Vergangenheit haben wir immer wieder auf die vielfältigen ökologischen Vorteile und Nutzungsmög-lichkeiten u.a. von Holz hingewiesen und werden dies auch in Zukunft tun.

Aus all den genannten Gründen schlagen wir vor ein Aktionswochenende zu veranstalten, bei dem wir rund um den Rohstoff Holz all das darstellen, was es bei uns gibt und was man mit Holz alles anfangen kann. Dies alles sollte wir mit kulturellen Aktivitäten verbinden, die den nachwachsenden Rohstoff Holz als Katalysator nutzen. Als Motto bietet sich an:

Gunzenhausen – eine Stadt ist auf dem Holzweg.

Hierzu legen wir eine kleine Ideensammlung vor:
– Gemeinsamer/s Tag/Wochenende der offenen Tür von Berufsschule und Meisterschule für Schreiner mit Ausstellung der Gesellen- bzw. Meis-terstücke.

– Die Holzbetriebe der Region stellen sich an diesem Wochenende bei einer kleinen Gewerbeausstellung in der Stadthalle vor.
– In den Werkräumen der städtischen Schulen werden Workshops für Kin-der und Erwachsene angeboten. Handwerk zum Mitmachen steht hier im Mittelpunkt. Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene erhalten die Möglichkeit den natürlichen Werkstoff Holz zu entdecken, ihn spielerisch zu erfahren, ein eigenes Werkstück herzustellen und mit nach Hause zu nehmen.
– An der Altmühlpromenade findet ein Kunsthandwerkermarkt mit dem Schwerpunkt Holz statt (Holzspielzeug, Kunstobjekte aus Holz,……).
– Es finden Musikveranstaltungen statt mit Holzbauinstrumenten(Klarinette, Flöte, Gitarre, Geige, etc.)
– Geschichten, Erzählungen, Gedichte die mit Bäumen, Wald, im weites-ten Sinne mit Natur zu tun haben, werden an unterschiedlichen Veran-staltungsorten in der Stadt vorgetragen, z.B. im Holztipi des Lindenhofes.

Seemeile

Seit Jahren ist die sogenannte „Seemeile“ zwischen Innenstadt und Altmühlsee im Gespräch. Es bietet sich an einem solchen Wochenende an, regionale Holzbildhauer zu einem Symposion einzuladen, um mit Holzskulpturen diesen Weg zu gestalten. Eine schönere Verbindung von Natur und Kunst gibt es wohl kaum.

Ähnliches wurde im Jahre 2011 in Bad Staffelstein durchgeführt. Dort stellte die Stadt als Auftraggeber für den Skulpturenweg zehn übermannshohe, kräftige Eichen- und Lärchenstämme zur Verfügung. Diese wurden an einen Werkplatz im hinteren Bereich des örtlichen Kurparks gebracht, wo sie von den Künstlern öffentlich vor Publikum bearbeitet wurden. Gewünscht und beabsichtigt war die Möglichkeit der Interaktion von Künstler und Publikum. Die zahlreichen Be-trachter hatten die Möglichkeit, die Entstehung der Kunstwerke über einen bestimmten Zeitraum mit zu verfolgen und mit den Künstlern Gespräche zu führen. Die ganze Aktion wurde so zu einem öffentlichen Ereignis, das durch die regionale Presse begleitet und gewürdigt wurde. Die Stadt sollte den Kon-takt zu einheimischen Holzbildhauern (Christian Rösner, Clemens Heinl,….)aufnehmen, um eine entsprechende Aktion durchzuführen.

Mit solchen Pfunden könnte Gunzenhausen sich ganz sicher auch bei den entsprechenden Holzfachverbänden als Veranstaltungsort für Fachveranstal-tungen anbieten. Gunzenhausen hat sich ja bereits in vielfältiger Weise des Themas Holz angenommen (Freizeitanlagen am Altmühlsee, Hackschnitzelhei-zungen an der Stephani-Schule, beim Bauhof, …).

Wir sind der Meinung, dass der Holzweg für Gunzenhausen kein Holzweg ist, sondern ein Weg in die Zukunft, ein Weg, der auch dem selbst auferlegten Anspruch an eine nachhaltige Wirtschaftsweise gerecht wird.
In einer gemeinsamen, konzertierten Aktion mit allen möglichen Akteuren in der Region können wir ganz sicher etwas Vorzeigbares auf die Beine stellen . So wäre es eventuell sinnvoll, eine derartige Veranstaltung nächstes Jahr im Kulturherbst zu platzieren, wo auch der örtliche Einzelhandel sich des Themas annehmen und seine Geschäfte bis in die Nacht hinein offen lassen könnte.

PETER SCHNELL, Stadtrat der Grünen, Gunzenhausen

„Samstagsexkursion“ in Unterschwaningen

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Die Teilnehmer der „Samstagsexkursion“ am restaurierten „Friederike-Louise-Saal“ und vor der Markgrafenkirche.

Der Geburtstag von Markgräfin Friederike Louise jährt sich heuer zum 300. Mal. Deshalb wird am Sonntag, 28. September, gefeiert. Vorab erwies schon einmal der Verein für Heimatkunde Gunzenhausen der ehemaligen markgräflichen Sommerresidenz die Ehre und besichtigte die baulichen Zeugnisse im Rahmen seiner „Samstagsexkursionen“.

Die Gemeinde, der Fördervcerien Schloss Unterschwaningen, der Verein der Freunde Triesdorf, das Theater Ansbach, der Historische Verein für Mittelfranken, der Ansbacher Kunstverein und das Ensemble „Galante Fest“ haben das Programm für den Jubiläumssonntag ausgearbeitet, das um 10 Uhr mit einem Konzert des Posaunenchors vor der Kirche beginnt und mit einem Festgottesdienst von Pfarrer Michael Granzin in der ehemaligen Hofkirche fortgesetzt wird. Dabei ist auch die „Markgräfin“ in leibhaftiger Gestalt von Martina Schmidt, zudem spiel an der Orgel Kirchenmusikdirektor i.R. Alexander Serr aus Wald. Zu Mittag gibt es eine Bewirtung in der einstigen Interimskirche. Als Novum gibt es das „Friederike-Louise-Bier“ aus der Forstquell-Brauerei Fürnheim. Der Heraldiker Eugen Schöler aus Schwabach referit um 13.45 Uhr über das Leben der Markgräfin, danach gibt es um 14.45 Uhr eine szenische Lesung von Texten von und über Friederike Louise. Über die Baugeschichte der Hofkirche berichtet um 17 Uhr Christian Eichinger aus Ansbach, dazu gibt es ein Orgelkonzert mit zeitgenössischer Musik von Alexander Serr. Der Eintritt ist für alle Veranstaltungen frei.
Bereits am Samstag, 27. September um 14 Uhr veranstaltet das Gästeführerteam einen Vortrag zur Wiederkehr des Geburtstags von Markgräfin Friederike Louise in der Fürstenloge der Dreifaltigkeitskirche Unterschwaningen zum Thema „Markgräfin Friederike Louise“. Anschließend ist eine Führung durch Kirche und Rundgang durch die ehemaligen Schlossanlagen
(„Barockkirche der besonderen Art und ehemalige markgräfliche Sommerresidenz erleben“).
Treffpunkt: Kirchenvorplatz Unterschwaningen. Anmeldung erwünscht unter Telefon 09836/434.

„Samstagsexkursion“ des Vereins für Heimatkunde
Als einen kompetenten Gästeführer lernten die 35 Mitglieder des Vereins für Heimatkunde Walter Oberhäußer kennen, der sie zwei Stunden über die markgräflichen Geschichte von Unterschwaningen informierte und sie zu den historischen Gebäuden führte. Von der einstigen Sommerschloss-Anlage sind im wesentlichen der langgezogene Marstall geblieben, dazu die Eckpavillons (sie werden von Privatleuten wohnlich genutzt). In einem Trakt sind heute das Rathaus und die Raifffeisenbank untergebracht. Etliche Gebäude, die sich im Besitz der öffentlichen Hand befinden, sind schon saniert (neue Dächer), andere Teile (der Besitz teilt sich auf 20 Eigentümer auf) harren noch der Instandsetzung. Rund vier Millionen Euro sind in den letzten Jahren in die Einrichtung des „Friederike-Louise-Saals“ geflossen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Festsaal, der nun für öffentliche und private Veranstaltungen genutzt werden kann, verfügt über eine zeitgemäße technische Ausstattung (Bühne, Beleuchtung) und ein repräsentatives Foyer. Vorsitzender Werner Falk äußerte Bewunderung: „Die Gemeinde hat sich vorbildlich engagiert und damit zu erkennen gegeben, dass sie sich ihrer geschichtlichen Verantwortung bewusst ist.“ Nach und nach geht es jetzt darum die restliche Teile des einstigen Marstalls einer neuen Nutzung zuzuführen. Im Gespräch sind Jugendräume und eine Schaumosterei. Derzeit leben noch eine Familie und zwei Einzelpersonen in den sechs Pavillons des Marstalls, in der einstigen Interiumskirche lagert beispielsweise Baumaterial, auch die Feuerwehr-Löschpumpe von 1894 hat dort ihren Platz.
Die Markgrafenkirche von Leopold Retty ist übrigens am 12. Mai 1743 eingeweiht worden, dem Geburtstag des Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich. Er und seine Gemahlin Friederike Louise hatten sich auseinandergelebt. Sie überlebte CWF um 26 Jahre und starb im Unterschwaninger Schloss, das zu ihrer Heimat geworden war nachdem sich der „Wilde Markgraf“ mit anderen Frauen verlustierte.
Einen geselligen Ausklang hatte die „Samstagsexkursion“ im Oberschwaninger Gasthaus Herzog-König. Die nächste Veranstaltung des Vereins ist eine Lesung mit dem Buchautor Walter Langohr („Hurra, wir haben einen Porsche“) am Sonntag, 28. September, um 10 Uhr auf dem Müssighof-Bauhofmuseum.

 

Lesung mit Angela Krumpen

Krumpen_AngelaWie Hermann Waltz, der Vorsitzende des Ornbauer Kulturvereins, mitteilt, ist Michael Emge (Pseudonym für seinen eigentlichen Namen Jerzy Gross) der letzte Zeitzeuge aus Schindlers Liste ist in der letzten Juliwoche verstorben.  Nun kann er nicht mehr gemeinsam mit der Buchautorin Angela Krumpen zur vorgesehenen Lesung kommen.

Angela Krumpen, Journalistin vom Domradio in Köln hat ihn zusammen mit Judith, einer hochbegabten jungen Geigerin, persönlich begleitet, auch bei einer Reise zum Konzentrationslager in Polen, in dem Jerzy Gross als Junge eingesperrt war. Aus dieser Begegnung entstand das Buch „Spiel mir das Lied vom Leben“. Es erzählt die Geschichte des zehnjährigen Jungen, der im Konzentrationslager seine geliebte Geige zurücklassen musste und der durch Judiths Interesse an der Geschichte des Holocaust und ihrem virtuosen Geigenspiel eine späte tiefe Versöhnung erfährt. Die Veranstaltung in Ornbau wird nicht nur einfach eine Lesung sein. Angela Krumpen wird mit zusätzlichen multimedialen Beiträgen und persönlichen Ergänzungen einen tiefen Einblick in das Leben von Jerzy Gross geben.

Die Lesung findet am 14.09.2014 um 11 Uhr in der Stadthalle Ornbau statt.
Der Ornbauer Kulturverein bietet eine jüdische Fastensuppe und Getränke an, der Eintritt ist frei.

 

Begegnung mit Walter Langohr

Am Sonntag, 28. September, auf dem Müssighof

Der Verein für Heimatkunde Gunzenhausen veranstaltet am Sonntag, 28. September, um 10.o0 Uhr auf dem Müssighof (Bauernhofmuseum) eine Begegnung/Lesung mit dem

Autoren Walter Langohr aus Marktheidenfeld.

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Walter Langohr auf seinem Porsche

Er ist der Autor von den drei inzwischen mehrfach nachgedruckten Büchern „Hurra, wir haben einen Porsche“, „So schön, schön war die Zeit“ und „Schlitzohren, Langohren, Trakto(h)ren“, in denen er seine Jugendzeit in Sinbronn bei Dinkelsbühl auf eine sehr lebhafte Weise schildert. Seine Erlebnisse decken sich mit denen von vielen Menschen, die  auf dem Land aufgewachsen sind und sich bis heute mit Stolz zu ihrer Heimat bekennen.

Die Oldtimerfreunde aus der Region haben schon Werbung für die Veranstaltung gemacht. Dafür danke ich namentlich Werner Seegmüller aus Oberwurmbach und Fritz Beil aus Seitersdorf.

Wir dürfen uns auf einen schönen Vormittag freuen. Wer möchte, kann danach im „Seeblick-Stüberl“ der Familie Eiden zu Mittag essen.

Dem Gesamtleiter der RW in Absberg, Dr. Hubert Soyer,  danke ich für die freundliche Unterstützung.

Werner Falk, Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen

Bei Mama und Papa leben – auch nach einer Scheidung

Fachtagung in Ansbach mit 40 Experten

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Professorin Hildegund Sünderhauf-Kravets und der Leiter der Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Ansbach und der Stadt Ansbach freuten sich gemeinsam über die gelungene Veranstaltung zum Thema Wechselmodell.

„Wenn sich Vater und Kind alle zwei Wochen treffen und etwas Freizeit verbringen, ist das keine vollständige Eltern-Kind-Beziehung“, so Familienrechtsprofessorin Hildegund Sünderhauf-Kravets. Im Rahmen einer Fachtagung im Landratsamt Ansbach erklärte die Familienrechtlerin den geladenen rund 40 Fachleuten aus dem juristischen, sozialpädagogischen sowie psychologischen Bereich das sogenannte „Wechselmodell“. So teilen sich die Eltern im „Wechselmodell“ die Verantwortung gleichberechtigt. Dabei können beide Elternteile das Kind beispielsweise jeweils zu 50 Prozent oder aber auch 40 zu 60 betreuen.

Im letzten Jahr wurden in Deutschland rund 179 000 Ehen geschieden und rund 143 000 Kinder waren davon betroffen. Seit dem Jahr 2000 steigt der Anteil geschiedener Paare kontinuierlich, die das Sorgerecht gemeinsam ausüben. Mittlerweile belegen auch zahlreiche Forschungsergebnisse, dass das gemeinsame Sorgerecht für Kinder wichtig und richtig ist. „Die Scheidungsforschung hat seit Jahrzehnten nachgewiesen, dass es nicht die Trennung an sich ist, die Kinder belastet. Viel belastender ist erstens der Verlust des Kontakts zu einem Elternteil, zweitens der häufig ökonomische Abstieg der Alleinerziehenden und drittens der Konflikt zwischen den Eltern“, betonte Sünderhauf-Kravets in ihrem Vortrag.

Obwohl Jugendämter, Beratungsstellen und Gerichte Eltern hinsichtlich der gemeinsamen Verantwortung für ihre Kinder bereits seit einigen Jahren notfalls auch mit Druck in die Pflicht nehmen, gibt es noch immer Unsicherheiten. So können Richter heute zwar eine Betreuung im Wechselmodell anordnen, allerdings ist das Wechselmodell noch nicht als mögliche Gesetzesalternative festgeschrieben. Ein Verfahren ist derzeit beim Bundesgerichtshof anhängig. „Uns war bei der Organisation der Veranstaltung wichtig, Fachleute für das Thema noch mehr zu sensibilisieren, da die aktuellen Forschungsergebnisse nahelegen, dass Kinder im Wechselmodell insgesamt zufriedener mit der familiären Situation sind“, erklärt der Organisator und Leiter der Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Ansbach und der Stadt Ansbach, Diplom-Psychologe Matthias Kaller. „Dies ist uns nach meiner Einschätzung dank des hohen Informationsgehalts der Veranstaltung und der guten Kooperation sehr gut gelungen.“

Hildegund Sünderhauf-Kravets ist seit dem Jahr 2000 Professorin für Familienrecht an der Evangelischen Hochschule Nürnberg. In den vergangenen vier Jahren hat sie sich ausschließlich mit der Forschung über abwechselnde Kinderbetreuung getrennt lebender Eltern beschäftigt. Im letzten Jahr erschien ihr Buch zu dem Thema „Wechselmodell: Psychologie-Recht-Praxis“. Die Mitarbeiter der Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Ansbach und der Stadt Ansbach informieren unter der Telefonnummer 0981 – 468 5555 oder per E-Mail an eb-stelle@landratsamt-ansbach.de gerne über das Wechselmodell. Allgemeine Informationen zur Erziehungsberatungsstelle sind unter www.erziehungsberatung-ansbach.de zu finden.

 

 

Termine in Wassertrüdingen

Lisa Fleichaus, die Chefin der Tourist-Information Wassertrüdingen

Lisa Fleichaus, die Chefin der Tourist-Information Wassertrüdingen

Thailandfest  am 9. August am Sonnenuhrenpark Wassertrüdingen

Ein ganz besonderes Event findet erstmals am Samstag, 09. August auf dem Sonnenuhrenpark Wassertrüdingen statt. Ein Thailandfest mit Tanz – und Musik entführt die Besucher in die Kultur aus Fernost. Es wird ein einzigartiges Programm mit Showkochen, asiatischen Tänzen und Vorführungen statt. Neben dem Programm findet auch ein thailändischer Markt statt. Der Eintritt ist frei. Beginn der Veranstaltung ist um 12:00 Uhr.
Veranstaltungsort: Sonnenuhrenpark Wassertrüdingen, Entengraben, 91717 Wassertrüdingen.
Weitere Informationen erhalten Sie beim Touristikservice Wassertrüdingen unter 09832/68 22 45.
Erlebnistouren im August: Geführte Radtour „Ins Ries nach Oettingen“
Sonntag, 10. August 2014 -13.00 Uhr – Treffpunkt: Rathaus Wassertrüdingen

Wir verlassen in südlicher Richtung die Stadt. Auf dem Radweg und erreichen nach kurzer Zeit Auhausen. Weiter geht es entlang der Wörnitz durch die eindrucksvolle Landschaft nach Lehmingen. Wir durchfahren den Ort und gelangen auf der verkehrsarmen Straße die Residenzstadt Oettingen. Nach etwa 10 km im Sattel legen wir eine Pause ein. Es besteht die Möglichkeit durch den Schlossgarten zu spazieren, an einer Schlossführung teilzunehmen (Beginn: 14.00 Uhr) oder in einem Wirtsgarten am Marktplatz einzukehren. Nach etwa einer Stunde Aufenthalt treten wir den Rückweg an. Über die Wörnitzbrücke geht’s zurück und bald erreichen wir Auhausen. Dort nutzen wir die Rast zur Besichtigung der Klosterkirche und zwischen 16.00 und 17.00 Uhr sind wir wieder zurück in Wassertrüdingen. Leichte Radtour mit rund 24 km. Preis: 1 Euro/Person (ohne eventuellen Eintritt).
Geführte Radtour „Zum Geschichtswägelchen nach Schwoaning“ am Samstag, 30. August 2014- 17.00 Uhr – Treffpunkt: Rathaus Wassertrüdingen

Wir verlassen in nördlicher Richtung die Stadt und über den Radweg erreichen wir Unterschwaningen. Dort erwartet uns im Rathaushof der Gästeführer und wir erleben eine Geschichtstour der etwas anderen Art. Mit dem „Ladderwechala“, auf das viele Überraschungen gepackt sind, spazieren wir durch und rund um Unterschwaningen. Vor der Rückfahrt stärken wir uns noch bei einem Imbiss. Je nach Laune radceln wir ab etwa 20.30 Uhr zurück.
Preis: 5 Euro/Person. Mindestteilnehmer: 5 Personen. Anmeldung erwünscht. Telefon 09832/682245 (Touristikservice Wassertrüdingen) oder 09836/434 (Walter Oberhäußer, Unterschwaningen).

„Stoppelfest“ in Wolfsbronn gilt als das größte in der Region Altmühlfranken

Am 2. August  kommt garantiert jeder auf seine Kosten!

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Die Helferschar hat sich gut gerüstet für den Ansturm der Gäste am 2. August

Am Samstag, 2. August ab 19 Uhr ist es wieder soweit. Auf dem Stoppelfeld zwischen Meinheim und Wolfsbronn findet das 23. Stoppelfest statt. Seit 1992 ist dieses Fest immer mehr gewachsen – und das zu Recht. Hier werden Generationen vereint. Familien mit Kindern, die sich auf den Strohballen austoben – sowie junge und ältere Erwachsene, die zu Rock-Oldies feiern.
Jugendliche unter 18 Jahren haben heuer nur in Begleitung ihrer Erziehungsberechtigten Zutritt zum Fest, Aufsichtszettel werden nicht akzeptiert. Mit dieser Maßnahme will der Verein keinesfalls das jugendliche Publikum aussperren, sondern vielmehr den Jugendschutz verbessern. Das Publikum unter 18 Jahren ohne Begleitung der Eltern war die letzten Jahre eher rückläufig und im Beisein der Erziehungsberechtigten können die Jugendlichen das Fest nach wie vor genießen.
Auch für das leibliche Wohl ist wieder bestens gesorgt. Neben dem traditionellen
„Ochs am Spieß“ gibt es auch einige andere Köstlichkeiten. Neben der Maß Bier gibt es vor dem regulären Barbetrieb um 22.30 Uhr und natürlich auch die restliche Nacht wieder „Soft-Cocktails“ wie z. B. Hugo usw.
Veranstalter dieses einzigartigen Festes ist der Kulturverein Lunkenberg e. V. Den Vorsitz hat derzeit der Meinheimer Markus Schwager. Der Verein zählt mittlerweile über hundert Mitglieder, die am Fest alle mithelfen und es damit erst möglich machen. Die Mitglieder stammen überwiegend aus Degersheim, Wolfsbronn, Meinheim und Kurzenaltheim.
Die ursprüngliche Idee dieses Festes war es, nach getaner Arbeit auf dem abgeernteten Stoppelfeld zu feiern. Mittlerweile ist das „Stoppelfest“ ein fester kultureller Bestandteil im Landkreis und auch weit darüber hinaus bekannt.
Das Vereinsleben ist auch neben dem „Stoppelfest“ breit gefächert. Familienprogramm wie Bootswandern auf der Altmühl, regelmäßige Ausflüge in Freizeitparks, sowie auch Sportprogramm wie die Teilnahme an zahlreichen Sportereignissen
(z. B. Altmühlfrankenlauf) und die Veranstaltung eines Kirchweihlaufes in Degesheim sind nur ein Teil davon. Dieses Jahr wurde auch erstmalig das Lauf10-Programm in Degersheim mit reger Teilnahme durchgeführt. Außerdem veranstaltet der Verein jährlich einen politischen Abend.
Der Kulturverein Lunkenberg e. V. hofft auch dieses Jahr wieder auf zahlreiches Erscheinen von jung und alt um das „Stoppelfest“ wieder zu einem vollen Erfolg werden zu lassen.