Tag Archives: Veranstaltung

Sicherheit an der Haustüre

Vortrag der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Ansbach diesem Thema

Sicherheit a.d. Haustüre-18.06.2015--028

Referent Armin Knorr informiert die Senioren

Kriminelle wenden immer ideenreichere und auch skrupellosere Methoden an, um vor allem ältere Bürger, um ihr Hab und Gut zu bringen. Da auch hier die Devise „Vorbeugen ist besser…“ gilt, haben die ehrenamtlichen Seniorenberater und Seniorenberaterinnen des Landkreises diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit KISS Weißenburg, organisiert.
In lockerer und ungezwungener Atmosphäre referierte Armin Knorr, Kriminalhauptkommissar, sehr kompetent und souverän über die diversen kriminellen Betrugs-Maschen an der Haustür und in der Wohnung und im Besonderen, wie man sich davor schützen kann.
Dabei wurde das sehr interessierte Publikum von Knorr hervorragend miteinbezogen, wobei die Zuhörer die Möglichkeit hatten, jederzeit Fragen zum Thema zu stellen, was auch sehr rege genutzt wurde.
Der im Gasthaus „Zum Karlsgraben“ im Treuchtlinger Ortsteil Graben stattgefundene Vortragsnachmittag verging „wie im Fluge“, wie sich alle teilnehmenden Zuhörer am Ende der Veranstaltung einig waren.
Es besteht nochmals die Möglichkeit diesen Vortrag zu besuchen am 25. Juni in Langenaltheim im Gasthaus „Rose“, am 15. Juli in Sammenheim im Schützenhaus und am 22. Juli in Zimmern im Gasthof „Hollerstein“, jeweils um 14 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Wie funktioniert die Energiewende?

Einladung zum Gesprächsabend der Weißenburger FDP zu einer Veranstaltung zum Thema

„Funktioniert die Energiewende?“

Ein Gesprächsabend mit dem Geschäftsführer der Main-Donau Netzgesellschaft, Nürnberg,
Herrn Gerald Höfer

am Mittwoch, 24.6.2015 – 19:30 Uhr
im Gasthof „Schwarzer Bär“  in Weißenburg

MdEP Westphal in Pappenheim

EU-Abgeordnete Kerstin Westphal kommt ins EHP

Westphal KerstinDas „Europäische Haus Pappenheim“ (EHP) ist für EU-Abgeordnete Kerstin Westphal aus Schweinfurt keine unbekannte Einrichtung. Sie war bei der Eröffnungsfeier im Oktober 2012 als Gastrednerin vertreten und hatte auch schon im Vorfeld beim Aufbau unterstützt. Nun kommt sie in der Reihe “Wozu da die EU?” erneut nach Pappenheim. Neben ihrer Arbeit als Erzieherin in Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung sammelte sie viele Jahre Erfahrung in der Kommunal- und Regionalpolitik, bevor sie 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments wurde. Sie ist heute darüber hinaus Präsidiumsmitglied der BayernSPD und Vorstandsmitglied der Unterfranken-SPD.

Im Rahmen ihrer EU-Tätigkeit ist sie nicht nur Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, sondern auch Mitglied im Ausschuss für Regionale Entwicklung.  Von der Arbeit dieses Gremiums wird sie schwerpunktmäßig im EHP berichten, und zwar am Freitag, 19. Juni, von 18.30 bis 20 Uhr. Die Veranstaltung ist frei. Jedoch wird um vorherige Anmeldung gebeten.

Quodlibet – Wie es euch gefällt

Ausstellung von Klaus Selz, Susanne Jost und Jochen Lebert

Quodlibet Selz -Der Traum des FaunDas ehemalige Sudhaus, das von der Familie Gentner liebevoll hergerichtet wurde, war schon oft Ausstellungsraum für renommierte Künstler. Am Freitag, 24. April, findet die Vernissage zur Ausstellung mit dem Titel „Quodlibet – Wie es Euch gefällt“ statt. Beginn ist um 19 Uhr. Die drei, nicht nur von ihren Ausstellungen in Wolframs-Eschenbach her bekannten Künstler Susanne Jost, Jochen Lebert und Klaus Selz, zeigen hier in einer neuen Zusammenstellung eine Auswahl ihrer Werke, die eine große Bandbreite an künstlerischen Ausdrucksformen aufweist: Paper-Cuts, groß- und kleinformatige Gemälde, Computer-, Druckgrafiken und plastische Arbeiten werden zu sehen sein. Für die Qualität ihrer Werke sorgen die umfassende akademische Ausbildung der Drei und ihre lange; handwerkliche Erfahrung, die ihnen bei der Vielzahl ihrer künstlerischen Gestaltungen zugute kommt. Da die Künstler in dieser Ausstellung ihre Arbeiten in einem kontrapunktischen Dialog miteinander in Beziehung setzen, wird sich sicherlich eine vielseitig interessante und anregende Werkschau ergeben. Zur Vernissage wird ebenfalls ein musikalischer Leckerbissen geboten: Bernd Wecera und Dr. Herwig Högner werden die Veranstaltung mit ihrer Musik umrahmen. Die Ausstellung läuft bis 31. August 2015 und kann zu den Öffnungszeiten des Gasthof Gentner: Mittwoch bis Sonntag von 11.30 – 14 Uhr und von 17.30 – 21.00 Uhr oder nach Vereinbarung, besichtigt werden. Die Geschwister Walburga und Maria Gentner, deren Anliegen es ist, Natur, Kunst und Kulinarik zusammen zu bringen, bieten den Künstlern einen großartigen Rahmen für ihre Werke und den Gästen der Vernissage feine Dinge aus Küche und Keller. Auch das Restaurant wird nach der Vernissage geöffnet sein.

Weitere Informationen: Walburga Gentner, Gasthof Gentner, Spielberg 1, 91728 Gnotzheim,
Tel. 09833-988930, info@gasthof-gentner.de

Jahresprogramm der Synagoge Hainsfarth

Monatlich gibt es eine Veranstaltung

Synagoge HainsfarthSein Jahresprogramm hat der Freundeskreis Synagoge Hainsfarth vorgelegt.  Es begann bereits im März mit einer religiösen Feierstunde zur Woche der Brüderlichkeit, an der sich auch Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche beteiligten. Dekan Armin Diener aus Oettingen war der Referent („Im Gehen entsteht Weg“)

„Erinnerung an ein Menschheitsverbrechen“ nannte sich der Vortrag von Dr. Barbara Distel, der langjährigen Leiterin der KZ Gedenkstätte Dachau (siehe eigenen Bericht im Falk-Report).

Und so geht es weiter:

Der frühere Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen, Gernot Römer, hält am Dienstag, 12. Mai, um 20 Uhr einen Vortrag zum Thema „Hainsfarth hatte doch einen Rabbi!“

Im Zeichen der 50-jährigen deutsch-isrealitischen Beziehungen steht der Vortrag von Dr. Gerhard Gronauer am Dienstag, 19. Mai, um 19.30 Uhr in der Synagoge. er ist evangelischer Pfarrer in Dinkelsbühl und zugleich wissenschaftlicher Mitarbeiter am „Synagogenprojekt Bayern“ der Augustana-Hochschule Neuendettelsau sowie Lehrbeauftragter für Kirchengeschichte an der CVJM-Hochschule in Kassel.

Mit dem jüdischen Humor beschäftigt sich am Dienstag, 9. Juni, um 20 Uhr Michael Jonathan Wuliger, früherer Feuilletonredakteur der „Jüdischen Allgemeinen“ in Berlin. Er hat das Buch „Der koschere Knigge – trittsicher durch die deutsch-jüdischen Fettnäpfechen“ herausgebracht.

„Israel heute – im Licht seiner biblischen Geschichte“ ist das Thema eines Vortrags von Dr. Eberhard Lasson, dem früheren Domänendirektor des Fürstlichen Hauses in Oettingen. Termin: Dienstag, 21. Juli, um 19.30 Uhr. Dr. Lasson hat Israel mit Studiengruppen zweimal bereist. Er beleuchtet archäologische Funde vor dem Hintergrund biblischer Aussagen.

Der „Tag der europäischen jüdischen Kultur“ wird am Sonntag, 6. September, um 14 Uhr mit einer Führung durch die Synagoge und des Judenfriedofs in Hainsfarth begangen. Xaver Deniffel, Gästeführer der Stadt Augsburg, ist der fachkundige Führer. Am gleichen Tag ist übrigens im Monheimer Rathaus um 14 Uhr eine Führung. Das Haus des jüdischenKaufömanns Abraham Elias Model prägt seit Jahrzehnten das Bild der Monheimer Innenstadt.

Mit Unterhaltungsmusik der zwanziger und dreißiger Jahre wird die Veranstaltung am Donnerstag, 17. September, um 19.30 Uhr  gestaltet.  Viele populäre Hits wären ohne die Texte von jüdischen Autoren nicht denkbar.  Wer weiß schon, dass Titel wie „Wir sind von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ oder „Wenn die Elisabeth“ der Feder jüdischer Liedermacher entstammen? Interpreten an diesem Abend sind die „Nördlinger Musikanten“.

Gregor Maria Hanke, der Bischof von Eichstätt, ist am Montag, 9. November,  um 20 Uhr in Hainsfarth zu Gast. Er spricht anlässlich der  Wiederkehr der „Reichspogromnacht“ vom 9. November 1938.

Wer sich für die Arbeit des Freundeskreises interessiert, kann sich an die Vorsitzende Sigi Atzmon wenden  (Postfach 1103, 86711 Nördlingen).

 

„Schweigen im Schatten des Krematoriums“

Dr. Barbara Distel beim Freundeskreis der Synagoge Hainsfarth

Distel Hainsfarth

Vorsitzende Sigi Atzmon (links) dankte der Referentin Dr. Barbara Distel mit einem Berches, dem Festtagsbrot der Juden, und einer Flasche koscheren Weins. Foto: FR Presse

Vier Tage bevor die Amerikaner am 29. April 1945 die Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau befreiten, hatten die Nazis noch einmal Statistik geführt und rund 200000 Häftlinge gezählt, die dort in den Jahren 1933 bis 1945 einsaßen. Nach amtlichen Angaben sind dort 41500 Menschen zu Tode gekommen. Wie Dr. Barbara Distel, die langjährige Leiterin der KZ-Gedenkstätte, bei einer Vortragsveranstaltung des Freundeskreises der Synagoge Hainsfarth erklärte, waren Menschen aus 38 Nationen dort eingesperrt.
Die Referentin hat, so Vorsitzende Sigi Atzmon, mit dem weltweit anerkannten Historiker Wolfgang Benz eine neunbändiges Werk über die Konzentrationslager (mit Außenlagern) herausgebracht, ferner die „Dachauer Hefte“. Sie war von 1975 bis 2008 die Leiterin der Gedenkstätte und gehört dem Beirat des renommierten Simon-Wiesenthal-Centers an. 1992 ist sie mit dem Geschwister-Scholl-Preis geehrt worden.
Als die Amerikaner das Lager befreiten, da waren es noch 32000 Häftlinge, darunter am meisten Polen, Russen und Ungarn, nur rund 6000 Deutsche. Wie Dr. Barbara Distel darlegte, ist über die Judenmorde nicht nur in Deutschland lange Zeit geschwiegen worden, auch in anderen Ländern war das so: „Viele konnten erst nach einem halben Jahrhundert darüber reden“.
1945 richteten die US-Militärs ein Internierungslager in Dachau ein, ein Militärgericht verurteilte 36 Angeklagte zum Tode. Bis 1948 gab es 500 Prozesse mit 1600 Angeklagten. 426mal verhängte die US-Justiz die Todesstrafe. In den fünfziger Jahren kam von Überlebenden aus Europa der Gedanke, in Dachau einen Ort des Gedenkens zu schaffen. Die Stadt aber wollte davon zunächst nichts wissen. Sie tilgte die Zeugnisse der schlimmen Zeit weitgehend, die Offiziellen sprachen verharmlosend vom „Camp“. Es gab ein „Schweigen im Schatten des Krematoriums“, wie es Dr. Distel nannte. Es bestanden kommunale Pläne, das Krematorium abzureißen. Bis 1972 war das Lager in amerikanischem Besitz.
Erst 1960 kam die Initiative, in der „SS-Schule der Gewalt“ eine große Dokumentationsausstellung zu machen. Sie mündete in der Errichtung der Gedenkstätte (Einweihung am 9. Mai 1965). Wie Dr. Distel bemerkte, stand die Mehrheit der deutschen Gesellschaft zunächst dem Projekt weitgehend ablehnend gegenüber. Das lokale Umfeld wollte ebenfalls nichts davon wissen: „Die Dachauer sahen sich an den Pranger gestellt, sie akzeptierten die Gedenkstätte erst nach und nach.“
Zunächst kamen jährlich rund 300000 Besucher nach Dachau, davon 75 Prozent aus dem westlichen Ausland. Didaktische Konzepte gab es damals nicht, so dass kaum deutsche Schulklassen zur Besichtigung kamen. Das änderte sich erst in den späten siebziger und frühen achtziger Jahren (es wurden 800000 Besucher).  40 Jahre nach dem Kriegsende kamen die ersten Juden nach Dachau und das Mahnmal „Todesmarsch der Häftlinge“ entstand. Auch die Stadt ließ ein Mahnmal errrichten, allerdings erst 2001 als letzte der Kommunen. Nach der Öffnung des „Eisernen Vorhangs“ zu Beginn der neunziger Jahre kamen auch die ersten ehemaligen Häftlinge aus dem früher kommunistischen Machtbereich nach Dachau. Sie hatten am längsten über ihr Schicksal schweigen müssen. Zugleich sah sich das wohlhabende Deutschland ersten Entschädigungsansprüchen ausgesetzt.
2003 erlebte die KZ-Gedenkstätte ihre Neukonzeption. Jetzt wurde von verschiedenen Seiten aus geforscht und die Einzelschicksale rückten in das Zentrum („Der Weg der Häftlinge“). Sogar die Dachauer Ratsherren ließen in ihrer Stadt an den bedeutenden historischen Punkten Informationstafeln aufstellen. Zugleich entstand außerhalb des Lagers ein neues Besucherzentrum, in dem die Gäste einen Guide in acht Sprachen nutzen können.
„81 Jahre nach der Errichtung des Konzentrationslagers ist der Lernort Dachau weltweit anerkannt“, stellte die frühere Gedenkstättenleiterin fest. Heute kommen zu 50 Prozent Deutsche nach Dachau. Seit der Bundestag 2008 ein Konzept zur Förderung der Gedenkstätten in Deutschland beschlossen hat, fließt endlich Geld.
Gäste der Veranstaltung waren u.a. Bezirksrat Peter Schiele, der frühere Bezirksrat Alfred Stadler sowie Bürgermeister Franz Bodenmüller. Sie gehören zu den treuen Mitgliedern des Freundeskreises, der am 12. Mai seine nächste Vortragsveranstaltung mit dem Augsburger Gernot Römer abhält. Der beschäftigt sich mit der Frage, ob die Hainsfarther Juden einen eigenen Rabbiner hatten.

Die Stadtjugendpflege dreht mächtig auf

Gunzenhäuser Schneckenrennen auf der „Messe Altmühlfranken“

Der „langsame“ Bike-Parcours auf der „Messe Altmühlfranken“ vom 16. bis 19. April gehört zum Angebot der „StadtJUGENDPflege Gunzenhausen“. In Zusammenarbeit mit dem Projekt „Stadtradeln“ präsentiert die Stadtjugendpflege einen etwas anderen Geschicklichkeitskurs für Fahrräder aller Art, um möglichst lange eine Rundfahrt durch ein Modell der Innenstadt Gunzenhausens zu meistern. Nicht der Schnellste, sondern der Langsamste wird den Ruhm ernten, denn nur mit Ruhe und Muße kann man dieStadtjugend Schönheiten von Gunzenhausen befahren und entdecken. Das Schneckenrennen gibt es am Donnerstag (16.) und Freitag (17.) ab 14 Uhr und am Samstag (18.) und Sonntag (19.) von 10 bis 18 Uhr.
Ebenfalls von der „StadtJUGENDPflege“ veranstaltet wird ein „Skater Opener“ am Mittwoch, 14. Mai, von 18 bis 22 Uhr. Dabei soll der neu gestaltete Skaterpark eingeweiht werden. Es gibt Shows, einen Workshop, Food & Drinks sowie Musik vom DJ. Sollte das Wetter an diesem Tag nicht mitspielen wird die Veranstaltung auf den 22. Mai verlegt.
Eine Jugendparty „Tanz-klar love boat“ ist am Freitag, 8. Mai, von 19 bis 23 Uhr für Jugenliche von 12 bis 17 Jahren auf der „MS Altmühlsee“. Das Schiff startet am Seezentrum Schlungenhof. Alkohol und Rauch sind verpönt, dafür gibt es pausenlos Tanz. DJ J.LI bestimmt auf der Chill-Out-Area auf Deck 2, was gespielt wird. Nach vier Stunden legt das Schiff wieder an.
Das „2. Bandhausfestival“ des Jugendzentrums Gunzenhausen in Kooperation mit der Diakonie Weißenburg-Gunzenhausen ist am Samstag, 9. Mai, ab 18 Uhr im Rückgebäude der „Jola“ in der Schützenstraße. Das Bandhaus besteht seit drei Jahren und wird gut angenommen. In der ehemaligen Massagepraxis sind die Räume oftmals doppelt belegt – so stark ist der Andrang der jungen Musiker, die hier ungeniert üben können. Beim Festival treten vier Bands auf, die ihre Gäste nicht nur unterhalten, sondern auch bewirten: Tewelde Yemane ist ein junger Äthiopier, der die traditionellen Lieder seiner Heimat neu interpretiert; die Band „Final Resection“ besteht aus Michael Seliger (Gitarre), Jonas Fischer (Gitarre) und Erik Biederbeck (Drums); am Bandcontest „Pimp up your Band“ des Kreisjugendrings war die Gruppe „Brickbeat“ dabei; aus dem Gunzenhäuser Umland kommt die Formation „Joker“ mit Heike, Übi, Klaus und Peck; „Edens Decay“ tummelt sich in der Metal-Welt. Die beste Nachricht: die Veranstaltung kostet keinen Eintritt!
Das 6. Stadtjugendfest steigt vom 3. bis 5. Juli. Auf dem Marktplatz präsentieren sich die Jugendlichen aus der Stadt im Rahmen des Bürgerfests. Sie wollen ihre Arbeit einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Das Bühnenprogramm am Freitag, Samstag und Sonntag von jungen Musikern aus der Stadt gestaltet.
„Tanz-klar beach“ heißt es am Freitag, 24. Juli, von 18 bis 22 Uhr im „Waldbad am Limes“. Als gemeinsames Projekt des „Netzwerk Jugendarbeit Gunzenhausen“ versuchen die haupt- und ehrenamtlichen Jugendarbeiter schon seit zwei Jahren einen Discoevent ohne Alkohol und Zigaretten zu etablieren. „Tanz-klar beach“ ist schon die vierte Veranstaltung dieser Art. Jugendliche von 12 bis 17 Jahren können abtanzen, und zwar im Nichtschwimmerbecker. DJ Jan Hüttmeyer legt auf. Nach den verrückten Poolspielen der Wasserwacht und einem Rutschenrun geht es an die „Sansibar“.
Ferienbetreuung für Kinder von 6 bis 12 Jahren ermöglicht die „StadtJUGENDPflege“ in den beiden letzten Wochen der Sommerferien unter dem Motto „Die Stadtpiraten von Gunzenhausen“. Das Angebot richtet sich vor allem an die Kids von berufstätigen Eltern. Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher hat für die Zeit vom 31. August bis 4. September und 7. bis 11. September (jeweils 7.30 bis 17 Uhr) ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. „Wir überfallen die Stadt“ heißt das Motto. Ort: Jugendzentrum (90 Euro pro Woche, Geschwisterermäßigung: 70 Euro). Wer Interesse hat, kann sich schon jetzt anmelden (stadtjugendpflege@gunzenhausen.de)

Der Weg ist das Ziel

Woche der Brüderlichkeit in der Synagoge Hainsfarth begangen

Lena Engelhardt, Miriam Mebert, Eva Kraus, Pfr. Tomasz Swat (Hainsfarth), Pfr. Uli Tauber (Oettingen), Sigi Atzmon (Vorsitzende Freundeskreis der Synagoge), Nicola David (Kantor München), Ludwig Burger (Klavier), Michael Burger (Akkordeon), Dekan Konrad Bayerle (Wemding-Weißenburg), Serdar Gecgin (Vorstand Islam. Kulturverein Nördlingen), Muzaffer Karadeniz (Imam der Moschee Nördlingen), Dekan Armin Diener (Oettingen)

Von links: Lena Engelhardt, Miriam Mebert, Eva Kraus, Pfr. Tomasz Swat (Hainsfarth), Pfr. Uli Tauber (Oettingen), Sigi Atzmon (Vorsitzende Freundeskreis der Synagoge), Nicola David (Kantor München), Ludwig Burger (Klavier), Michael Burger (Akkordeon), Dekan Konrad Bayerle (Wemding-Weißenburg), Serdar Gecgin (Vorstand Islam. Kulturverein Nördlingen), Muzaffer Karadeniz (Imam der Moschee Nördlingen), Dekan Armin Diener (Oettingen). Foto: Mayer

„Wir sind als Freunde hier, um miteinander zum Gott Israels zu beten, der unser aller Gott ist“. Mit diesem Satz fasste Dekan Armin Diener, Oettingen, zusammen, was die Gläubigen der christlichen Kirchen der israelitischen Kultusgemeinde und des islamischen Kulturvereins zu der gemeinsamen Feier zur Woche der Brüderlichkeit in der ehemaligen Synagoge Hainsfarth zusammengeführt hat.
Als ein großartiges Zeichen für den gemeinsamen Willen, die anderen Religionen zu achten und den Menschen ohne Schuldzuweisungen zu begegnen, halte Sigrid Atzmon, die Vorsitzende des Freundeskreises der Synagoge, diese Zusammenkunft gerade in der aktuellen Zeit. Mit Religion Feindbilder zu schaffen, spreche gegen die Religion. So wie wir Religion verstünden, lehre sie uns genau das Gegenteil. Das Gebot der Nächsten und Feindesliebe stehe in der Bibel ebenso wie im Koran. Gemeinsam sei man nach vielen Auseinandersetzungen und der Katastrophe der Shoa seit Jahren aufgebrochen, einen Weg zu bereiten, auf dem alle miteinander gehen können. Das drücke das Motto der Woche der Brüderlichkeit aus: „Im Gehen entsteht der Weg.“
Gemeinsames Gebet und der Lobgesang („Lobe den Herren!“) für den gemeinsamen Gott waren ein ausdrucksvolles Zeichen der Zusammengehörigkeit in einer feierlichen Gestaltung durch Nicola David, den Kantor der jüdischen Gemeinde München, und der musikalischen Begleitung durch Ludwig (Klavier) und Michael Burger (Akkordeon) von der Rieser Musikschule. Ein besonderes Zeichen setzten drei Mädchen aus der Jugend der Gemeinde Hainsfarth mit der Lesung der Jakobgeschichte.
Wie Jakob, so Dekan Diener in seinem Vortrag, werde den Menschen trotz Schuld immer wieder ein neuer Anfang geschenkt. Diese Verheißung verbinde die Gläubigen, die sich auf Moses 10 Gebote und den Gottesbund des Abraham berufen, der seinen Weg mit Gott gegangen sei und diese Verheißungen hätte erleben dürfen. Sie stünden auch über der Woche der Brüderlichkeit. Über Schuld sei zu reden und sie niemals zu vergessen. Wie in der ehemaligen Synagoge, deren Bedeutung und Aufgabe er besonders würdigte, sollten Menschen einander begegnen, Vergebung und Versöhnung erleben: „Zusammen gehen“, wie es das Wort Synagoge bedeute, und reden, um sich gegenseitig besser zu verstehen.
Diesen Weg habe auch die katholische Kirche vor 50 Jahren mit ihrer Konzilserklärung beschritten, sagte Dekan Konrad Bayerle, Weißenburg-Wemding, in seinem Grußwort. Das Verbindende sei in den Vordergrund gestellt worden und es bestünde große Freude über den bisherigen gemeinsamen Weg.
Das Friedensgebet und das gemeinsame Lied „Wohl denen die da wandeln vor Gott in Heiligkeit“ und der von Kantor Nicola David gesungene „Aronitische Segen“ mit einem abschließenden Musikstück Ludwig Burgers beschlossen eine ergreifende Feierstunde.  ERNST MAYER

Erinnerung an ein Menschheitsverbrechen

Vortrag: Dr. Barbara Distel, ehemalige Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau von 1975 bis 2008, am Dienstag, 14. April, um 20 Uhr  in der ehemaligen Synagoge Hainsfarth

70 Jahre sind vergangen, seitdem die nationalsozialistischen Todeslager von alliierten Truppen befreit wurden und die Bilder der Toten und zu Tode erschöpften um die Welt gingen. In Dachau entstand im Jahr 1965 aufgrund der Bemühungen der überlebenden Häftlinge die erste große KZ-Gedenkstätte in der Bundesrepublik.
Ein Rückblick auf 50 Jahre Aufklärung und Erinnerungsarbeit an diesem Ort sollen die Veränderungen im Laufe der Jahrzehnte verdeutlichen.
Barbara Distel ist eine deutsche Kuratorin und Publizistin. Schon während ihrer Ausbildung an der Hochschule wirkte sie zwischen 1964 und 1967 maßgeblich am Aufbau der Gedenkstätte, insbesondere des Archivs und der Bibliothek, mit. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten übernahm sie 1975 die Leitung der Gedenkstätte im KZ Dachau und bekleidete dieses Amt bis Juli 2008. In dieser Funktion entwickelte sie die Gedenkstätte zu einem Ort geistiger Auseinandersetzung und trug nachhaltig zur wissenschaftlichen Aufarbeitung des Repressionsapparates der Nationalsozialisten bei.
Seit 1985 arbeitet sie an Studien und Dokumentationen zur Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Sie ist Mitglied im „International Advisory Board“ des Simon Wiesenthal Center, im Beirat der Stiftung „Topographie des Terrors“ und des Hauses der Wannseekonferenz in Berlin. Für ihr Engagement erhielt sie als besondere Auszeichnungen 1992 den Geschwister-Scholl-Preis, 2000 die Ehrendoktorwürde der TU Berlin und 2008 das Bundesverdienstkreuz (I. Klasse).
In der ehemaligen Synagoge Hainsfarth informiert sie bei dieser Veranstaltung über die Bedeutung und vor allem über die Veränderungen, die die Gedenkstätte in Dachau in den vergangenen Jahrzehnten erfahren hat.  ERNST MAYER

Wichtige Termine in Gunzenhausen

„Messe Altmühlfranken“ vom 16. bis 19. April

Hier einige Termine der nächsten Wochen, die von allgemeiner Wichtigkeit sind:

Das Kunstforum Fränkisches Seenland hält am 13. April, um 19 Uhr in der Gaststätte „Adlerbräu“ in Gunzenhausen seine Jahresversammlung ab. Es wird auch die Vorstandschaft neu gewählt. Wie Vorsitzender Klaus Seeger mitteilt stehen demnächst folgende Termine an:

31. März: Kabarett in Kooperation Tobias Mann „Verrückt in die Zukunft“

26. April: Austellung Hans Pattis (Südtirol) „Seelenholz“

5. Juli: Jahresausstellung der Mitgliedskünstler „Sex in the city“

16. August: Fotoaussstellung Rainer Imschloss „Weitenzauber“

4. Okober: Ausstellung Eckart Böhmer „Ein Zeichen sind wir – deutungslos“.

29. November: Ausstellung Margit Schuler „Kings and Vagabonds“

14. Dezember: Kabarett in Kooperation Hagen Rether „Liebe“

Am 16. April jährt sich der Bombenangriff auf Gunzenhausen zum 70. Mal. An diesem Tag gedenken Mitglieder des Stadtrats um 17.30 Uhr am Alten Friedhof der 141 Opfer, um 19 Uhr ist eine Gedenkveranstaltung in der Stadthalle.

Die „Messe Altmühlfranken“ ist vom 16. bis 19. April in Gunzenhausen. Sie wird am Donnerstag, 16. April, um 10 Uhr in der Stadthalle von Staatssekretär Johannes Hintersberger, MdL, aus dem Staatsministerium der Finanzen, der Landesentwicklung und Heimat, eröffnet. Die wichtigsten Themenbereiche sind – – „Mein Haus – meine Energie – meine Mobilität“

  • „Rundum gesund“
  • Altmühlfranken erleben
  • Grüne Halle: Natur pur
  • Bauen – Wohnen – Einrichten
  • E-Mobilität er-fahren
  •  Innovatiion 3D-Drucker
  •  Altmühlfränkische Biervielfalt

Die Organisation der Messe obliegt wiederum der JWS GmbH aus Mörslingen. Sie hat alle bisherigen Regionalschauen in Gunzenhausen und Weißenburg organisiert. Geöffnet ist die „Messe Altmühlfranken“ täglich von 10 bis 18 Uhr.
Der Eintritt kostet fünf Euro (Erwachsene), vier Euro (Rentner) und drei Euro (Jugendliche 14 bis 18 Jahre, Studenten). Es gibt auch eine Dauerkarte für sieben Euro, die zum täglichen Besuch einlädt.

„Ouodlibet -Wie es euch gefällt“ ist eine Kunstausstellung betitelt, die Klaus Selz, Susanne Jost und Jochen Lebert vom 24. April bis 31. August in den Räumen des Landgasthofs Gentner in Spielberg durchführen. Die Vernissage ist am 24. April, um 19 Uhr im Sudhaus. Wer danach in den Gaststuben ein Abendessen einnehmen will, der möge sich bitte anmelden (09833/988930). Die Ausstellung ist von Mittwoch bis Sonntag (11.30 bis 14 Uhr und 17.30 bis 21 Uhr) oder nach Vereinbarung anzusehen.

Die Seenlandlinie rund um den Altmühlsee startet am 1. Mai. Sie ist ein zusätzliches Angebot des VGN in der Stadt. Der Bus führt über Gunzenhausen, Schlungenhof, Wald, Streudorf, Arberg-Mörsach, Ornbau zurück nach Gunzenhausen. Begleitend dazu gibt es eine neue Buslinie, die am Wochenende den Brombachsee mit dem Altmühlsee verbindet.
Der Termin für den nächsten „KulturHerbst“ in Gunzenhausen steht auch schon. Es ist der 10. Oktober 2015. Nach dem großen Erfolg der ersten Veranstaltung im letzten Jahr rechnen die Organisatoren vom Stadtmarketing mit einer großen Resonanz der Menschen aus der Stadt und dem Umland.

Der Posaunenchor Oberasbach wird 90 Jahre und kündigt deshalb einen ganzen Reigen von Veranstaltungen an. Am Sonntag, 10. Mai, um 19.30 Uhr ist in der Stadtkirche ein Jubiläumskonzert, am 26. Juni gibt es um 19 Uhr einen Dorfabend („90 Jahre und kein bisschen leise“) mit dem Jubelchor und Songs bekannter Interpreten, am 27. Juni lädt der Chor zum Konzert mit der Classic-Brass „Rendevous de la Musique“ ein, am 28. Juni ist der 41. Bezirksposaunentag mit Festgottesdienst (9.30 Uhr).

Neues Wunibald-Buch wird vorgestellt

Veranstaltung am 18. März im Kloster Heidenheim

„Der hl. Wunibald. Pilger und Missionar“ ist der Titel einer neuen
Publikation des Eos-Verlags. Das Buch wird am kommenden Mittwoch, 18.
März, um 19.30 Uhr im Kapellensaal des Klosters Heidenheim
vorgestellt. Es erscheint mit Unterstützung des EiDGV in der von mir
verantworteten Reihe „Extemporalia“ und kostet im Buchhandel 14,95 €.

Der hl. Wunibald (701–761), Bruder des hl. Willibald und der hl.
Walburga, zählt zu den Gründergestalten des Bistums Eichstätt. 752 hat
er das Kloster Heidenheim gegründet, wo er 761 gestorben ist. Im Jahr
777 wurde er heiliggesprochen. Damit ist er der erste offizielle
Heilige des Bistums Eichstätt.

Der Band, herausgegeben von Ludwig Brandl, enthält Beiträge von
Barbara Bagorski, Claudia Grund, Stephanie Haarländer und Peter
Stockmann. Die Autoren befassen sich mit dem Leben Wunibalds, seiner
Heiligsprechung, seiner Spiritualität und der Darstellung in der
bildenden Kunst. Außerdem geht ein Beitrag näher auf Wunibald und das
Kloster Heidenheim ein.

Bei der öffentlichen Präsentation gibt es zwei Kurzvorträge von
Barbara Bagorski über das spirituelle Profil Wunibalds und von Claudia
Grund über die Darstellung Wunibalds in der Kunst. Die Buchvorstellung
wird musikalisch begleitet von Johannes Schmauch mit seinem
Kontrabass. Danach besteht Gelegenheit zum Austausch bei einem kleinen
Umtrunk.