Archiv: Falk-report

Entwurfsplan ist fertig

Landesamt für Schule in Gunzenhausen

Eine dominante Position: das neue Landesamt für Schule. Realisiert wird der Plan des Stuttgarten Architekten Steimle. Foto: Bauamt Ansbach

Der Entwurf des Büros Steimle Architekten GmbH Architekten für den Neubau für das Landesamt für Schule und das Prüfungsamt des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus in Gunzenhausen hat das Preisgericht unter Vorsitz von Peter Brückner überzeugt. Die Jury zeichnete die Arbeit zum Abschluss eines einphasigen Planungswettbewerbs mit demPreis aus. Die Jurysitzung fand unter strengen Auflagen angesichts der aktuellen Situation statt.
Nach zweitägiger Preisgerichtssitzung äußerten sich Staatsministerin Kerstin Schreyer, MdL und Staatsminister Michael Piazolo, MdL sowie der Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen Karl-Heinz Fitz erfreut über die Entscheidung.

An der Ecke Bahnhofstraße/Nürnberger Straße entsteht das neue Landesamt.


Bauministerin Kerstin Schreyer, MdL: „Ich freue mich, dass mit der Wettbewerbsentscheidung ein wichtiger Baustein für das Bauvorhaben in Gunzenhausen vollzogen ist. Den Architekten ist es gelungen, mit einem differenzierten Baukörper auf die städtebauliche Situation zu reagieren. Ich begrüße sehr, dass sich das Preisgericht einschließlich Nutzer und Stadt für diese anspruchsvolle Wettbewerbsaufgabe einver-nehmlich auf eine Lösung geeinigt haben.“
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo: „Mit dem vorliegenden Siegerentwurf wird das im Rahmen der Heimatstrategie neu gegründete Landesamt für Schule und das Prüfungsamt als Repräsentanz des Kultus-ministeriums auch eine bauliche Heimat in Gunzenhausen bekommen. Dabei freut es mich ganz besonders, dass es im ausgewählten Konzept gelingt, beiden Behörden – vereint in einem Gebäude – ein jeweils eigenständiges architektonisches Gesicht zu verleihen. Dabei entsteht auf höchst ästhetische sowie funktionale Weise Raum für die Gestaltung der bayerischen Schullandschaft. Zugleich konnten die wesentlichen Faktoren der Effizienz und Wirtschaftlichkeit bestmöglich berücksichtigt und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine hohe Raumqualität gewonnen werden.“
Bürgermeister Karl-Heinz Fitz: „Mit der Sitzung und Entscheidung des Preisgerichts wurde nun ein weiterer wichtiger Schritt unternommen. Der Bürgermeister ist davon überzeugt, dass das Landesamt für Schule und das Prüfungsamt mit der Umsetzung des Projekts hervorragende räumliche Bedingungen zur Bewältigung ihrer Aufgaben erhält. Darüber hinaus entsteht in der Stadt Gunzenhausen auf dem ehemaligen Silo-Areal ein beachtlicher Neubau, der sich städtebaulich exzellent einfügt. Damit wird auch dokumentiert, dass die Behördenverlagerung in Bayern nicht nur den ländlichen Raum stärkt, sondern auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezeichnete Rahmenbedingungen schafft.“
Im Jahr 2015 beschloss die Bayerische Staatsregierung im Zuge von Behördenverlagerungen zur Stärkung des ländlichen Raums die Gründung eines Landesamts für Schule, das ab 2016 in Gunzenhausen einge-richtet wurde und Anfang 2017 seinen Betrieb aufnahm.
Gegenstand des Realisierungswettbewerbes war der Entwurf eines neuen Verwaltungsgebäudes, mit einer Nutzungsfläche von 3.400 qm auf dem ehemaligen „Silogelände“ in der Innenstadt von Gunzenhausen. Das Grundstück für die neue Behörde erwarb der Freistaat Bayern im Jahre 2018 von der Stadt Gunzenhausen.
Die Aufgabe stellte hohe planerische Anforderungen an die Wettbewerbsteilnehmer. Vor allem galt es die gewünschte Anzahl an Bürofläche für ein funktionales und wirtschaftliches Verwaltungsgebäude zu entwickeln und eine überzeugende Antwort auf die markante städtebauliche Situation zu finden.
Der Wettbewerb war vom Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Ansbach am 28. August 2019 europaweit ausgelobt worden. Der Auslober hat vorab 5 Teilnehmer gesetzt, 20 weitere Teilnehmer wurden über ein Bewerbungsverfahren ausgewählt. An diesem haben sich Bewerbergemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten beteiligt. Zur Begutachtung durch das Preisgericht wurden insgesamt 22 Wettbewerbsbeiträge eingereicht.
Nach Beauftragung der Architekten und weiterer Fachplaner sollen Mitte des Jahres 2020 die nächsten Planungsschritte beginnen. Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung wird rund zwei Jahre beanspruchen. Vorbehaltlich der anschließend erforderlichen haushalts- und bauplanungsrechtlichen Genehmigungen kann danach die Baudurchführung erfolgen.
Unterstützt wurde das Preisgericht von Sachverständigen aus den Bereichen Brandschutz, Wirtschaftlichkeit und Konstruktion und Energie und Klima, sowie von Vertretern des Staatlichen Bauamts Ansbach.

Preise und Anerkennungen:

Preis: Steimle Architekten GmbH, Stuttgart

Preis: Hascher Jehle Design GmbH, Berlin

Preis: Bär, Stadelmann, Stöcker, Architekten + stadtplaner Part GmbH, Nürnberg

Preis: Diezinger Architekten GmbH,Eichstätt
Anerkennungen: Harter + Kanzler & Partner, Architekten PART GmbB, Freiburg
DREI ARCHITEKTEN Haffner Konsek Streule Vogel Partnerschaft mbB, Stuttgart
CODE UNIQUE Architekten GmbH, Dresden
AV1 Architekten GmbH, Kaiserslautern


Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll zum 1. Preis:
Mit zwei gegeneinander versetzten und ineinander verschränkten, nahezu quadratischen Baukörpern gelingt es dieser Arbeit mit einfachsten Mitteln, den komplexen städtebaulichen und funktionalen Anforderungen gerecht zu werden. Über den Versatz werden zwei gut proportionierte Freibereiche definiert: der Stadt zugewandt entsteht ein großzügiger Vorplatz mit dem an dieser Stelle auch richtigliegendem Zugang. Der rückwärtige Versatz ist begrünt, gut geeignet für einen Aufenthalt zwischendurch und angebunden an eine mögliche Durchwegung hin zum Bahnhof. Der etwas höhere Baukörper besetzt die Ecksituation markant, aber ohne jegliche auftrumpfende Geste. Mit dem rückwärtigen, kleineren Baukörper gelingt der Übergang zur kleinteiligen Bebauung entlang der Bahnhofstraße.
Mit der gleichen Präzision und Selbstverständlichkeit, mit der diese Arbeit auf die außenräumlichen Anforderungen reagiert, werden auch für die innere Organisation klare Antworten gegeben.
Selbstverständlich stehen die beiden Baukörper für die beiden Funktionsbereiche Landesamt für Schule und Prüfungsamt. Beide sind um einen sehr ansprechenden, qualitätsvollen Innenhof gruppiert.
Lageplan, 1. Preis (Grafik: Steimle Architekten GmbH)

Eine Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse wird voraussichtlich im Juni in der Stadthalle stattfinden. Konkrete Informationen werden noch bekanntgegeben. Eine zusammenfassende Dokumentation wird Anfang Juni auf der Webseite des Staatlichen Bauamts Ansbach (www.stbaan.bayern.de) abrufbar sein.

Umweltpreis für 2020

Ideen noch bis Ende Mai einreichen

Bis 31. Mai 2020 können die Projektunterlagen für den Umweltpreis des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen noch eingereicht werden. Die Gewinner erhalten ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 3.000 Euro.

Für den Umweltpreis können sich Kindergärten, Schulklassen, Jugendgruppen und Einzelpersonen unter 21 Jahren, die nachhaltige oder umweltfreundliche Projekte entwickelt haben, bewerben. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt, wichtig ist nur, dass das Umweltbewusstsein und die Möglichkeiten der Eigeninitiative bei Kindern und Jugendlichen gefördert werden. In den vergangenen Jahren wurden zum Beispiel Schulklassen für das Anlegen einer Streuobstwiese oder Wildblumenwiese mit dem Umweltpreis ausgezeichnet.

Die Bewerbungsunterlagen mit der Dokumentation des Projektes sind im Umweltamt des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen per Email an umweltamt.lra@landkreis-wug.de oder per Post an Bahnhofstraße 2, 91781 Weißenburg, einzureichen. Die Gewinner werden im Juli 2020 bekannt gegeben. Mehr Informationen zum Umweltpreis gibt es auf der Homepage des Landratsamtes unter www.altmuehlfranken.de/umweltpreis

Es geht aufwärts!

Außengastronomie wieder geöffnet

Unser Bild: von links: Gerhard Müller, Adlerbräu, Jeanette Holzschuh, Stadtmarketing Gunzenhausen e.V., Günter Neubauer, Bistro Adebar, Andreas Zuber, Wirtschaftsförderung, Florian und Teuta Blakaj, Bärlin und Amadeo Saltelli, Eiscafé Paradiso.

Nach dem totalen Shut-Down und dem damit verbundenen fast vollständigen Herunterfahren des öffentlichen Lebens kehrt jetzt langsam das normale Leben wieder in unsere Stadt zurück. Am Montag, 18. Mai durften nach allen Geschäften jetzt Lokale und Restaurants mit Außenbestuhlung im Außenbereich wieder öffnen.

Die Gastronomen in und um Gunzenhausen sind froh, dass es endlich wieder losgeht. Zusammen mit Stadtmarketing, Citymanagement und Wirtschaftsförderung machen auch sie – wie die Gechäfte in den letzten Wochen – mit den roten Luftballons mit der Aufschrift „gemeinsam stark“ in den Eingangsbereichen kenntlich, dass sie wieder geöffnet haben.

Die Wirte und Gäste müssen jedoch strenge Auflagen befolgen um den bisherigen Erfolg beim Kampf gegen Corona nicht zu gefährden: 

  • Die Außenbereiche dürfen nur bis 20 Uhr geöffnet sein
  • Einhaltung des Sicherheitsabstandes von 1,5 Metern zwischen Gästen, Servicepersonal und im betrieblichen Ablauf
  • Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Servicepersonal im Gastraum, für Gäste, wenn sie sich nicht am Tisch befinden
  • Reservierungspflicht besteht nicht. Jede Gästegruppe muss Namen und Kontaktdaten hinterlassen, dass im Falle einer Infektion die Rückverfolgbarkeit möglich ist.
  • Die Anzahl der Personen an einem Tisch ist nicht begrenzt. allerdings dürfen sich nur Personen aus maximal zwei Haushalten dort aufhalten. Ein Mindestabstand an einem Tisch muss nicht eingehalten werden. Gäste müssen vom Personal platziert werden. Dafür sollten im Eingangsbereich Wartemöglichkeiten mit genügend Abstand vorgesehen werden.

Der Dank der Wirte an die Kunden gilt all jenen, die die Gastronomie in der Zeit der Schließung mit dem Erwerb von Gutscheinen und der Nutzung des Essensangebotes zum Abholen unterstützt haben.

Ingeborg Herrmann

Ersatz für Mühlentag

Neues Mühlrad in der Mühle aus Unterschlauersbach

Die prächtige Getreidemühle aus Unterschlauersbach im Fränkischen Freilandmuseum, Foto Ute Rauschenbach

Zum Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag, den 1. Juni, lädt das Frän-kisch Freilandmuseum zum Besuch ein. Auch wenn die Mühlen aus hygieni-schen Gründen heuer leider nicht in Betrieb genommen werden können, sind doch die Bauwerke und die Wassertechnik zu bestaunen. Für Kinder gibt es Mühlenrädchen zum Selberbauen.
Das Fränkische Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken in Bad Winds-heim zeigt mehrere historische Mühlen. Die Museumsleitung sitzt in einem barocken Mühlengebäude, der Aumühle. Im Gelände findet sich die ärmli-che Ölmühle der Flederichsmühle aus Mömbris im Spessart, in der Leinöl geschlagen wurde. Die Getreidemühle aus Unterschlauersbach dagegen ist eines der prächtigsten Gebäude des Freilandmuseums. Erst vor kurzem hat sie ein neues Mühlrad bekommen, das die Besucher am Mühlentag in Funktion erleben können. Bei einem Rundgang durchs Freigelände des Mu-seums lässt sich das Mühlenwesen im Kontext des traditionellen Dorfes er-leben. Es ist zu sehen, wie die Mühlen meist etwas abseits vom Dorfkern an den Gewässern standen; Schmiede, Wagnerei und Wirtshaus dagegen im Dorfzentrum angesiedelt waren.
Am Mühlentag können die Kinder an der Kasse Bausätze für kleine Wasser-räder erwerben und so ihr eigenes Mühlrad bauen. Ein eigener Mühlenblog „Kunst des Müllers“ auf der Webseite des Museums (www.freilandmu-seum.de) stellt den Beruf des Müllers vor.
Das Freilandmuseum Bad Windsheim ist täglich geöffnet bis Oktober von 9 bis 18 Uhr, Eintritt 7 €, ermäßigt 6 €, Familien 17 €, Teilfamilien 10 €, Kinder unter 6 Jahren sind frei.
Zur Zeit sind aus hygienischen Gründen nicht alle Häuser geöffnet.
Die drei aktuelle Sonderausstellungen sind geöffnet:
• „Pfarrerssohn, Maler, Lebenskünstler: Johann Christian Reinhart (1761-1847) Ein Deutschrömer aus Hof. Radierungen aus der Sammlung Heinz Schuster“ in der Spitalkirche im Museum Kirche in Franken
• „Wolfskinder. Verlassen zwischen Ostpreußen und Litauen“ Fotoausstellung in der Ausstellungsscheune Betzmannsdorf im Obergeschoß
• „Sauberkeit zu jeder Zeit! Hygiene auf dem Land“ große Jahresausstellung im Erdgeschoß der Ausstellungsscheune mit einem Teilbe-reich „Schwitzen, Schröpfen und Kurieren – Bader in Franken“

Kreis fördert Artenvielfalt

Beispiel für Biodiversität auf öffentlichen Flächen

Die Anlage zur Parkplatzzufahrt des Landratsamtes an der Schanzmauer schaut derzeit noch recht kahl aus, wird aber in den nächsten Jahren ein perfekter Lebensraum für Insekten mitten in der Stadt.
Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Der Landkreis fördert Artenvielfalt auf seinen Außenanlagen
Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen hat in den vergangenen Wochen die Außenanlagen an den Standorten des Landratsamtes in der Bahnhofstraße und Niederhofener Straße in Weißenburg neugestaltet. Diese modellhaft angelegten Flächen sind Teil des Landkreisprojektes „vielfalt.erleben.altmühlfranken – Biodiversität auf öffentlichen Flächen“, das vom Bayerischen Naturschutzfonds aufgrund seiner bayernweiten Bedeutung gefördert wird.
Unter der fachlichen Leitung der Projektmanagerin Kerstin Gruber aus Neustadt a. d. Aisch wurden die wenig ansprechenden Flächen entlang der Parkplätze an der Schanzmauer, vor dem Klosterflügel und in der Niederhofener Straße modellhaft nach Gesichtspunkten der Biodiversität angelegt. Wichtig war dabei die Anlage von dauerhaften und möglichst pflegeleichten Lebensräumen für eine Vielzahl von heimischen Tier- und Pflanzenarten, die auch dem Lebenszyklus der Arten Rechnung tragen können.
Besonders markant ist die Eidechsenburg im Hochbeet an der Parkplatzzufahrt Schanzmauer. Zur Strukturanreicherung wurden auf allen Flächen Totholz und Natursteine eingebaut. In der Niederhofener Straße wurde zudem eine Sandfläche als Nistmöglichkeit für Wildbienen geschaffen.
„Im Moment sehen die Flächen aufgrund der trockenen Witterung in diesem Jahr noch recht kahl aus. In den nächsten Jahren werden sie sich aber zu arten- und strukturreichen Flächen entwickeln. Damit schaffen wir Lebensräume für unsere Insekten mitten in der Stadt“, erklärt Doris Baumgartner von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt.
Seite 2 von 2
Das Projekt „vielfalt.erleben.altmühlfranken – Biodiversität auf öffentlichen Flächen“ ist im Jahr 2018 im Landkreis gestartet. Neben der modellhaften Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Artenvielfalt steht auch die Aktivierung, Optimierung und standortangepasste Nutzung öffentlicher Flächen im Vordergrund. Ziel soll unter anderem sein, einen Handlungsleitfaden zur Pflege öffentlicher Flächen unter dem Gesichtspunkt der Artenvielfalt für die Bauhöfe in Bayern zu entwickeln.
Der Schwerpunkt des Projektes liegt aber nicht bei der Umgestaltung der Außenanlagen des Landratsamtes, sondern auf der ökologischen Aufwertung der Straßennebenflächen entlang der Kreisstraßen im Landkreis. Dazu wurden an verschiedenen Kreisstraßen Untersuchungsflächen mit einem unterschiedlichen Pflegemanagement festgelegt, um zu testen, welche Maßnahmen der Verbesserung der Artenvielfalt besonders nützlich sind. Eine wissenschaftliche Begleitung und Evaluierung soll die Ergebnisse entsprechend aussagekräftig machen.

Behördenbesuch anmelden

Terminvereinbarung mit Landratsamt notwendig

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen weist darauf hin, dass für den Behördenbesuch weiterhin Terminvereinbarungen notwendig sind. Dies gilt für alle Verwaltungsdienststellen des Landratsamtes, insbesondere auch für die Zulassungs- und Führerscheinstelle.

Termine können direkt mit dem zuständigen Mitarbeiter vereinbart werden. Die Kontaktdaten sind unter www.landkreis-wug.de/ansprechpartner zu finden.

Das Landratsamt bittet um Beachtung, dass alle Anliegen auch in der Zulassungs- und Führerscheinstelle nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich sind. Die Online-Terminreservierung für die Zulassungs- und Führerscheinstelle steht unter www.landkreis-wug.de/buergerservice-online zur Verfügung.

Für die Wertstoff- und Recyclinghöfe des Landkreises gelten die Öffnungszeiten, die unter www.landkreis-wug.de/abfall/recyclinghoefe-und-wertstoffhoefe zu finden sind. Eine Terminvereinbarung ist hier nicht notwendig. 

Für allgemeine Anliegen ist das Landratsamt telefonisch unter 09141 902-0 oder per Mail an poststelle.lra@landkreis-wug.de erreichbar.

Nach germanischer Art…

… ging in diesem Jahr, das von der Corona-Pandemie geprägt ist, die Ortssprecherwahl in Cronheim über die Bühne. Die Bürger – es waren 108 an der Zahl – bevölkerten den freien Platz vor dem Feuerwehrhaus, um ihre Ortssprecherin zu wählen. Einzige Kandidatin war die amtierende Ortssprecherin Beate Schlicker. Sie erhielt das ganz große Vertrauen ihrer Cronheimer.

Es tut sich also ein Vergleich zum germanischen Volkstum auf, denn vor vielen Jahrhunderten waren es die Germanen, die ihre Volksabstimmungen unter freien Himmel abhielten. Sie nannten es Thing. Und der Platz nannte sich Thingstätte – ein Begriff, der uns in der Geschichte heute noch begegnet. Damals rückten die Männer bewaffnet an. Ging es um Eigentumsverhandlungen, dann bekam der Richter freien Trunk.

Die Ortssprecher wurden auch andernorts gewählt, beispielsweise in Streudorf (ebenfalls unter freiem Himmel). Neuer Ortssprecher ist Christian Brunner, für den von den 127 Versammelten 95 stimmten. 28 Stimmen entfielen auf H. Wanner. In Unterasbach bestätigten die 22 Anwesenden Gabi Föttinger in ihrem Amt. Der Oberasbacher Ortssprecher Edwin Habermeyer erhielt 23 von 41 Stimmen.

Die Schlungenhöfer machen es spannend. Im Vorfeld waren keine Vorschläge eingegangen, am Abend votierten 34 für Markus Schober, doch der Urnengang ist ungültig, denn der Gewählte ist zwar gebürtiger Schlugenhöfer, der lange Zeit in Gunzenhausen gewohnt, aber jetzt im Ortsteil gebaut hat. Aber damit ist er noch kein Schlungenhöfer im Sinne des Wahlgesetzes. Er muss nach den geltenden Bestimmungen zwei Monate vor dem Wahltag im Ortsteil gemeldet sein. Markus Schober aber ist immer noch in Gunzenhausen gemeldet. Er hat es unterlassen, die Änderung fristgerecht vorzunehmen. Folge: Die Schlungenhöfer müssen in acht Wochen noch einmal ran.

Wengen und seine Kirche

Zwischen der Reichsstadt Nürnberg und dem Eichstätter Bistum

Rechts die älteste Ansicht, in der Mitte St. Peter im Dreißigjährigen Krieg und links das Gotteshaus, wie es sich heute darstellt.

Die Kirche St. Peter im kleinen Wengen, das heute zur Marktgemeinde Nennslingen gehört,  zählt gewiss nicht zu den herausragenden Baudenkmälern im südlichen Mittelfranken, aber das ist für Dr. Andrea Legde kein Grund,  das Dorf und sein Gotteshaus, im kirchengeschichtlichen Schrifttum einfach links liegen zu lassen.  

In der neuen Ausgabe der „Zeitschrift für Bayerische Kirchengeschichte“ (88. Jahrgang 2019) widmet sie sich den mehrmals veränderten Besitzverhältnissen ebenso wie der Baugeschichte der Kirche St. Peter. Es wird angenommen, dass der Eichstätter Bischof um 1183 die Kirchen von Bechthal und Biburg eingeweiht hat – und wohl auch die in Wengen. Erste schriftliche Belege gibt es erst 1336, als die Kirche in den Besitz des Heiliggeistspitals in Nürnberg kam. Der Streit zwischen der Reichsstadt Nürnberg, die 1525 lutherisch geworden war, und dem Hochstift Eichstätt beherrscht die Geschichte , die reich an Facetten ist. Aus dem Jahr 1614 stammt die Meldung, wonach man den katholischen Pfarrer kurzerhand auf ein Pferd band und nach Nürnberg ins Verlies brachte. Im Umkehrschluss ließ der Eichstätter Bischof den neuen lutherischen Vikar auf die Willibaldsburg heranschaffen. Immerhin: für einige Jahre wurde Wengen sogar selbständige evangelische Pfarrei.

Mit Akribie widmet sich die Autorin dem Baudenkmal St. Peter und seiner architektonischen Geschichte und den vielseitigen Bemühungen, das Gotteshaus  zu erhalten.

Nach der Reformation erhielt das Hochstift Eichstätt die Reichspflege über Wengen und somit auch das Besetzungsrecht für die Pfarrei. Es wird berichtet, dass der Bischof 1629 sogar einmal nach Wengen kam, und zwar mit 20 Reiterin im Gefolge. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wendete sich aber das Blatt erneut: Wengen kam zum protestantischen Nürnberg, Bechthal  blieb katholisch.

Weil ein Bauer während des Gottesdienstes die Borsten seines geschlachteten Schweins sengte kam es zu einem riesigen Brand, der 27 Gebäude der Ortschaft vernichtete. Das war 1816.  Auch die Kirche fiel den Flammen zum Opfer.

Eine wichtige Quelle für die Geschichtsforschung zu Wengen ist das „Zins- und Gültbuch des Gotteshauses St. Peter zu Wengen“, das für den Zeitraum von 1529 bis 1626 alle Vorgänge akribisch aufzeichnet.

Die weiteren Themen

Auf die Verbindungen von Wilhelm Löhe zur Nürnberger Patrizierfamilie von Tucher geht Hans Rößler ein. Johannes Wallmann widmet sich einmal mehr dem Verhältnis von Martin Luther zu den Juden im Spiegel der Literatur. Thomas Kuhn geht auf das soziale Handeln des Christentums im 18. Jahrhundert ein und Thomas Greif schildert die Neuorganisation der diakonischen Arbeit in Bayern nach 1945. Die geistliche Karriere von Joseph Petzl stellt Thomas Freller vor und Reinhard H. Seitz berichtet über Pfarrer Lorenz Drechsler aus Dresden, der auch Hofprediger in Neuburg an der Donau war. Von Alois Schmid ist über den unbekannten „Pädagogen und  Mediziner des Humanismus in Oberdeutschland“, Johannes Erber, zu erfahren.  Den Nürnberger Augustinereremiten und evangelischen Prediger Wolfgang Volprecht stellt Hans Schneider vor, während sich Norbert Schmeiser den bayerischen Dominikanerinnen des  14. Jahrhunderts zuwendet.

Zeitschrift für Bayerische Kirchengeschichte, 88. Jahrgang 2019; 326 Seiten; herausgegeben vom Verein für Bayerische Kirchengeschichte; 30 Euro; ISSN 0342/4316.

WERNER FALK

Strategie – oder nicht?

Zur Zusammenarbeit mit den extremen Rechten und Linken

Seit Wochen beschäftigt der Fall des Höchstädter SPD-Stadtrats, der zusammen mit der Stimme des AfD-Stadtrats zum 2. Bürgermeister gewählt wurde, die politisch interessierten Menschen in der Region. Der Gewählte und seine Partei haben konträre Ansichten zu dieser Problemlage.

„Die Wahlannahme ist ausgeschlossen, wenn die Wahl nur mit der Stimme der AfD möglich war.“ Das ist die Position der SPD.  Deshalb verlangt sie von ihrem 2. Bürgermeister, dass er das Amt zurück gibt. Das weckt Erinnerungen an die Vorgänge in Thüringen vor einigen Monaten, als sich der FDP-Politiker Kemmerich mit Hilfe der AfD zum Ministerpräsidenten wählen ließ, dann aber doch unter politischen Druck zurück trat.

Wie sollen sich die demokratischen Parteien verhalten, damit sie sich nicht dem Vorwurf aussetzen, der extremen Rechten oder auch der extremen Linken als Steigbügelhalter zu dienen?

Wichtig und ausschlaggebend ist für mich eines: Ist die Entscheidung das Ergebnis einer strategischen Überlegung oder das Produkt eines Zufalls? Wenn es vor der Wahl (in diesem Fall des 2. Bürgermeisters) Absprachen gibt mit dem Ziel, den Bewerber mit Hilfe der AfD durchzubringen, so kann das verwerflich sein. Wenn es aber keine Abstimmung im Vorfeld gibt, muss das Ergebnis als demokratisch zustande gekommene Entscheidung hingenommen werden.

In unseren kleinräumigen Regionen stellt sich die Lage differenzierter dar als auf der großen politischen Ebene. Wenn sich beispielsweise die Beteiligten in einer überschaubaren Gemeinschaft (Landgemeinde oder kleine, mittlere Stadt) kennen, schon vor fünfzig Jahren miteinander im Sandkasten spielten, bereits im Schulunterricht  auf einer Bank saßen, im Konfirmandenunterricht zusammen das Alte und Neue Testament lernten, im Wirtshaus gute Unterhaltung beim Schafkopfen haben und die Familien verwandtschaftlich oder freundschaftlich verbunden sind, soll dann die Parteipolitik wichtiger sein als das persönliche Verhältnis zueinander?

Oder eine andere Situation: In einem der Parlamente auf Bezirks-, Landes- oder Bundesebene geht eine Verordnung oder ein Gesetz nur deshalb mehrheitlich durch, weil AfD-Politiker mit beteiligt waren. Muss dann auf den Vollzug des Gesetzes verzichtet werden?

Werner Falk, Stadt- und Kreisrat der FDP, Gunzenhausen

Geld für Hochbau

MdL Hauber: Politik wird erfolgreich umgesetzt


Der Freistaat unterstützt seine Kommunen mit erheblichen finanziellen Mitteln aus dem kommunalen Finanzausgleich. Aufgrund des nach wie vor ungebrochen hohen Investitionsbedarfs der Kommunen wurde der Haushaltsansatz für die Förderung kommunaler Hochbaumaßnahmen in 2020 erneut um 50 Mio. auf jetzt insgesamt 600 Mio. erhöht. Der Freistaat fördert hierbei insbesondere kommunale Hochbaumaßnahmen an öffentlichen Schulen und Kindertageseinrichtungen.
MdL Wolfgang Hauber sieht den erfolgreichen Weg der FREIEN WÄHLER in der Regierungskoalition weiter fortgesetzt: „Wir setzen die im Koali-tionsvertrag festgelegten Inhalte erfolgreich um. Neubauten, Er-weiterungen und Sanierungen von Kindertagesstätten, Kindergärten bzw. Kinderkrippen und Schulen aller Arten sind als Infrastrukturmaßnahmen notwendig, ja sogar eine wichtige Voraussetzung um unsere kinder- und familienfreundliche Politik zu realisieren.“
MdL Hauber weiter: „In meinem Stimmkreis Ansbach Süd, Weißenburg – Gunzenhausen erhalten 45 kommunale Einrichtungen insgesamt über 13,7 Mio. Euro an Zuweisungen, um die Infrastruktur zu verbessern bzw. zu erweitern. Das ist mehr als das Doppelte der letztjährigen Förderung. Damit können wir hier in der Region sehr, sehr zufrieden sein und viele Bauprojekte in den Kommunen erfolgreich umsetzen. Außerdem ist dies wieder ein Beweis dafür, dass wir zu Recht eine Familien-Koalition sind.“