Archiv: Falk-report

Neue Wohnungen

Bosch-Bauträgergesellschaft errichtet zwei Komplexe

Das Projekt in der Weinbergstraße wird bald fertig. Foto: Falk

Gleich mit zwei Wohnprojekten ist die Firma Bosch-Bauträgergesellschaft derzeit in Gunzenhausen aktiv. Bereits seiner Fertigstellung entgegen geht das Projekt „Südstadt wohnen“  in Premiumlage an der Ecke Theodor-Heuss-Straße/Weinbergstraße (oben). Es entstehen zwei Häuser mit 23 Eigentumswohnungen. Die künftigen Bewohner dürfen sich auf eine tolle Aussicht mit Blick auf die Altmühlaue und den Hahnenkamm freuen.  Die 2-5-Zimmer-Wohnungen sind zwischen 40 und 140 Quadratmeter groß.  Die Wohnungen haben entweder eine große Terrasse, einen sonnigen Balkon oder eine herrliche Dachterrasse. Selbstverständlich sind Aufzüge vom Keller bis zum „Sonnendeck“. Pkw-Abstellflächen gibt es in der Tiefgarage und im Freien. Das Objekt befindet sich zentrumsnah, aber doch am Stadtrand.

Fertig sind auch die Pläne für „STADT.Wohnungen“ in der Albert-Schweitzer-Straße (Foto unten), wo das Verwaltungsgebäude der AOK abgerissen wird. An dieser Stelle baut die Bosch-Bauträgergesellschaft zwei Häuser mit 28 Eigentumswohnungen im ansprechenden Bauhaus-Stil mit gehobener Ausstattung. Großer Wohnkomfort paart sich mit neuestem Energiestandort (KfW Effizenzhaus 55).  Alle Wohnungen (2-4 Zimmer mit Größen zwischen 40 und 110 Quadratmetern) und die Tiefgarage sind mit dem Aufzug zu erreichen. Fotos: Bosch-Bauträgergesellschaft/Falk

Nach dem Abriss des AOK-Gebäudes wird der Neubau (unten) erstellt.

Krisen sind auch Chancen

Vortrag von Paul Habbelam 6. Juli

1. Wirtschaftsjunioren “Spätschicht”: Online-Vortrag am 6. Juli
Die WJ Altmühlfranken laden zu einer weiteren Veranstaltung des neuen Online-Formates mit folgendem Thema ein: “Neue Wege in der Führung, Koordination und Kontrolle”.
Paul Habbel, Gründer und Geschäftsführer der Lebendige Organisation GmbH aus Treuchtlingen hält einen Kurzvortrag über die Chance von Krisen und wie das Neue behutsam mit dem Alten verbunden werden kann.
Weitere Informationen zur Veranstaltung! 2. Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen
Die Bundesregierung hat am 12. Juni 2020 die Eckpunkte für die „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ beschlossen. Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschuss­programm mit einer Laufzeit von drei Monaten und einem Programmvolumen von maximal 25 Milliarden Euro.
Detaillierte Informationen zum Förderprogramm! 3. Bundesprogramm sichert Ausbildungsplätze
Um die Folgen der Covid-19-Pandemie auf den Lehrstellenmarkt abzufedern, hat die Bundesregierung Hilfen in Millionenhöhe beschlossen. Das Bundesprogramm “Ausbildungsplätze sichern” sieht Maßnahmen von insgesamt 500 Millionen Euro für kleine und mittlere Unternehmen in den Jahren 2020 und 2021 vor. Gefördert werden Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten, die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen durchführen.
Die Eckpunkte zum Förderprogramm! Übrigens: Kennen Sie bereits den Newsletter der Zukunftsinitiative altmühlfranken? Hier geht’s direkt zur Anmeldung: www.altmuehlfranken.de/newsletter Wir wünschen Ihnen und Ihren Mitarbeitern weiterhin alles Gute! 

Schritt hin zur Normalität

Besuchsregelung am Klinikum Altmühlfranken


In den vergangenen Wochen ist es in Bayern gelungen, die Ausbreitung des Coronavirus wirkungsvoll einzudämmen und deutlich zu verlangsamen, so sind ab dem 1. Juli am Klinikum Altmühlfranken wieder mehr Besuche möglich. Weiterhin gelten die Maskenpflicht und das Gebot, nach Möglichkeit durchgängig einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten.
Patientenbesuche sind nur während der Rahmenbesuchszeit möglich. Diese ist aktuell täglich von 14 bis 19 Uhr. Die Besuchszeit beträgt maximal 1 Stunde pro Besucher. Eine Patientin bzw. ein Patient darf zur selben Zeit immer nur von 1 Person besucht werden.
Besuche sind nicht möglich, wenn die Besucherin bzw. der Besucher in den letzten 14 Tagen unter unspezifischen Allgemeinsymptomen und Atemwegssymptomen jeder Schwere gelitten hat. Ebenfalls dann nicht, wenn sie oder er in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten und/oder an COVID-19 erkrankten Person gehabt hat.
Beim Betreten des Klinikums dokumentiert der Besucher den Namen und Vornamen des besuchten Patienten, seinen eigenen Namen und Vornamen, seine Telefonnummer sowie Datum und Uhrzeit. Zur Vorbereitung des Besuchs kann das Formular zur Dokumentation schon im Vorfeld auf der Internetseite des
Seite 2 von 3
Klinikums Altmühlfranken www.klinikum-altmuehlfranken.de heruntergeladen werden.
Patientinnen und Patienten sowie die Besucher tragen während der Besuche einen Mund-Nasen-Schutz, soweit es der Gesundheitszustand zulässt.
Geburtshilfe und Intensivstation
Abweichende Regelungen gelten für die Intensivstationen an beiden Standorten. Hier sind Besuche weiterhin nur durch eine Person pro Tag möglich.
In der Geburtshilfe ist die Anwesenheit von Vätern im Kreißsaal und nach der Entbindung auf der Station 23 im Patientenzimmer weiterhin zeitlich unbegrenzt möglich. Bei einem Kaiserschnitt ist die Anwesenheit von Vätern im OP auf Wunsch dann möglich, wenn zumindest für die Mutter ein aktueller negativer Covid-19-Abstrich vorliegt.
Bei Patienten, bei denen das Ergebnis des sog. Aufnahmescreenings auf Covid-19 noch nicht vorliegt oder die positiv auf COVID-19 getestet worden sind, sind Besuche nicht möglich.
Ausnahmen von diesen Regelungen sind auf ärztliche Anordnung im begründeten Einzelfall machbar. Insbesondere die Begleitung Sterbender ist jederzeit möglich.
Andrea Kramp, Kaufmännische Direktorin des Klinikums Altmühlfranken freut sich: „Wir sind erleichtert. Es ist ein Schritt hin zur Normalität, dass es für unsere Patientinnen und Patienten nun wieder möglich ist, mehr Besuch zu erhalten.“

“Wassererlebnis Altmühltal”

Leader-Kooperationsprojekt startet mit Projektmanagement

Rebecca Bürger (Mitte), die seit 1. Juni 2020 das Projektmanagement „Wassererlebnis Altmühltal“ übernommen hat, wurde standesgemäß am Weiher im Biotop- Garten des Informationszentrum Naturpark Altmühltal von den LAG-Managerinnen Lena Oginski (LAG Altmühl-Jura, links) und Lena Deffner (LAG Altmühl-Donau, rechts) sowie Naturpark-Geschäftsführer Christoph Würflein (stehend links) und Projektbetreuer Benjamin Hübel (stehend rechts) begrüßt.

Die Wellen des urzeitlichen Jurameeres, der Urmain und der gewaltige Strom der Urdonau haben die Landschaft des Naturpark Altmühltal geformt. Bis heute und auch in Zukunft gestaltet das Wasser diesen vielfältigen Lebensraum.

Das Leader-Kooperationsprojekt „Wassererlebnis Altmühltal: Qualitätsoffensive für Freizeit- und Erlebniseinrichtungen im Naturpark Altmühltal“ hat zum Ziel, die natürlichen Besonderheiten rund um das Thema Wasser umweltpädagogisch in Wert zu setzen. Gleichzeitig sollen im Sinne einer nachhaltigen Besucherlenkung schützenswerte Standorte und Flussabschnitte bewusst aus der Öffentlichkeitsarbeit ausgenommen und Besucher wie Einheimische für das einmalige Ökosystem sensibilisiert werden.

Seit 1. Juni hat Rebecca Bürger die im Rahmen dieses Vorhabens geförderte Projektstelle im Informationszentrum Naturpark Altmühltal übernommen. Die gebürtige Kölnerin, die im Moment ihre Masterarbeit im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung schreibt, konnte im Rahmen eines Umweltpraktikums den Naturpark Altmühltal bereits im Detail kennenlernen. Zu ihren Aufgaben während der 2-jährigen Projektlaufzeit gehören u.a. die Gestaltung eines eigenen Bereichs auf der Webseite des Naturpark Altmühltal und die Entwicklung von Infotafeln und Werbematerialien. Ebenso ist sie künftig Ansprechpartnerin für die beteiligten Projektpartner. Das Projektmanagement ist freitags von 9-12 Uhr unter der Telefonnummer 08421/9876-15 sowie über Email wassererlebnis@naturpark-altmuehltal.de erreichbar.

An dem vorwiegend auf Umweltpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit ausgerichteten Dachprojekt sind folgende Projektpartner beteiligt: der Landkreis Weißenburg für die LAG Altmühlfranken, Monheim, Pappenheim und Tagmersheim aus der LAG Monheimer Alb-AltmühlJura, Mörnsheim, Dollnstein, Wellheim und Eichstätt aus der LAG Altmühl-Donau, Walting, Kipfenberg, Titting, Kinding, Altmannstein, sowie die Städte Beilngries, Berching und Dietfurt über MDK Schifffahrt aus der LAG Altmühl-Jura und Riedenburg, Essing und Kelheim ebenfalls über MDK Schifffahrt aus der LAG Landkreis Kelheim.

Zusätzlich zu dem nun in die Umsetzung gehenden Kooperationsprojekt haben einzelne Projektpartner eigenständig Teilprojekte zur Anlage neuer Wassererlebnis-Plätze bzw. zur Inwertsetzung von vorhandener touristischer Infrastruktur zur Förderung eingereicht. Die Projekte „Bootsrutschen Pappenheim“ und „Wassererlebnis Sankt Agatha – Natur inklusive“ (Stadt Riedenburg) sind bewilligt, hier wird bereits an der Umsetzung gearbeitet. Der Projektantrag für die sogenannte „Haifischbar“ der Stadt Eichstätt ist ebenfalls bewilligt. In Pfalzpaint (Gemeinde Walting) ist eine „Entschleunigungsstation“ entstanden, die im Herbst eingeweiht werden soll. Der Projektantrag für die Wasserwege der Stadt Dietfurt a.d. Altmühl wird derzeit erstellt.

Für interessierte Kommunen besteht die Möglichkeit, sich in einer zweiten Projektphase ebenfalls mit eigenständigen investiven Teilprojekten zu beteiligen, sofern es sich um die Anlage neuer Wassererlebnis-Plätze bzw. einer Inwertsetzung von vorhandener touristischer Infrastruktur handelt. Der inhaltliche Bezug zum Dachprojekt muss gegeben sein. Rückmeldungen zu konkreten Projektvorhaben können bis 31.10.2020 an das zuständige LAG-Management gemeldet werden.

Mehr Normaliltät

Besuchsregelung im Burkhard-von-Seckendorff-Heim gelockert

Aufgrund der neuesten Lockerungen der Bayerischen Staatsregierung kehrt auch im Burkhard-von-Seckendorff-Heim wieder ein wenig mehr Normalität ein. So dürfen ab 1. Juli wieder alle Familienmitglieder ihre Angehörigen besuchen ebenso wie Freunde und Bekannte. Kommen dürfen aber nicht mehrere Besucher gleichzeitig, sondern jeweils nur ein Besucher pro Bewohner für die Dauer einer Stunde.

Zu beachten ist, dass nach wie vor Anmeldung notwendig ist und die Bewohner der verschiedenen Stationen wechselweise jeden zweiten Tag Besuch empfangen dürfen. Die Besucher müssen sich bei Ankunft an der Pforte melden. Natürlich gelten weiter die Hygieneregeln mit Händedesinfektion, Mund- Nasenabdeckung und Abstand.

Sowohl die Bewohner des Burkhard-von-Seckendorff-Heimes wie auch Angehörige und Freunde werden um Verständnis für die getroffenen Maßnahmen gebeten. Nur so kann das Risiko einer Infektion mit dem Covid19-Virus minimiert werden.

Faszinierende Mühlentechnik

Neubau eines Mühlrades für die Mühle aus Unterschlauersbach

Das neue Rad ist eingebaut – und es funktioniert. Foto: Juliane Sander


Die Mühle aus Unterschlauersbach ist eines der prächtigsten Gebäude des Fränkischen Freilandmuseums . Immer wieder wird sie in Betrieb genommen, so dass die Besucher sehen können, wie Getreide gemahlen wird. Doch nun war der Radkranz des hölzernen Mühlrades gebrochen. Das Wasserrad des Mahlgangs mußte neu gebaut werden.
Das Mühlengebäude wurde 1576 in Unterschlauersbach, im heutigen Land-kreis Fürth, erbaut und 1601 erweitert. Von den ursprünglichen hölzernen Rädern ist keines erhalten. Zum Wiederaufbau im Museum 1984 wurden zwei hölzerne Wasserräder nach alten Vorlagen rekonstruiert.
Unser Mühlrad ist ein „oberschlächtiges“ Wasserrad, d. h. das Wasser „schlägt“ von oben auf die Schaufeln. Mit Hilfe einer schmalen hölzernen Zulaufrinne wird das Wasser kurz vor oder hinter dem Scheitel des Rades von oben in die Radkammern geleitet.
Früher bauten die Müller und spezielle Mühlenbauer die Wasserräder. Für die Handwerker des Freilandmuseums stellte der Bau des neuen Mühlrades eine nicht alltägliche Herausforderung dar. Die Herstellung von Wasserrädern ist eine aufwendige und anspruchsvolle Arbeit. Der Bau geschieht in der großflächigeren Abbundhalle der Werkstatt und in der engen Radkammer der Mühle selbst.
Im Januar 2019 wird das defekte Rad in Einzelteilen abgebaut. Als Maß- und Konstruktionsvorlage für das neue Rad wird es in der Abbundhalle des Bauhofs eingelagert. Hier werden die verschiedenen Elemente des neuen Rades ausgearbeitet, zusammengepasst und für den Aufbau gekennzeichnet. Die Ausarbeitung erfolgt mit Handwerkzeugen, großen Hand-maschinen und stationären Maschinen.
Aus Lärchenholzbohlen werden die Segmente für die beiden Radkränze zugeschnitten. Eine Schablone dient als Vorlage. Für den inneren und äußeren Radkranz werden insgesamt 18 Segmentbögen gefertigt.
Eine Schaufel besteht aus zwei Hölzern, die in einem bestimmten Winkel zuei-nanderstehen: Das innere, in Richtung Wasserradwelle weisende Holz heißt „Riegelschaufel“; das äußere Holz heißt „Setzschaufel“. Unser Mühlrad hat 36 Schaufeln.
Das Rad ist auf dem Lehrgerüst grob zusammengesteckt – das ist eine Hilfs-konstruktion zur Festigung und Formgebung der Neuanfertigung. Zwischen den beiden Radkränzen sind die Setzschaufeln eingepasst.

Einbau des neuen Rads

Der Einbau des neuen Rads beginnt mit dem Einsetzen der drei Speichen in den Wellbaum. Er ist die Achse des Rads und überträgt die Bewegung auf die Mühltechnik im Gebäudeinneren. Wenn der erste Radkranz fertig aufsitzt, werden die Riegel- und Setzschaufeln paarweise eingesetzt. Das Einsetzen erfolgt abschnittsweise, denn Segment für Segment werden un-mittelbar die beiden Felgen des zweiten Radkranzes auf die Schaufelhölzer gesetzt.
Nachdem die beiden Radkränze mit den dazwischen sitzenden Kammern auf-gebaut sind, wird das Rad endgültig ausgerichtet damit es gleichmäßig läuft.
Zuletzt werden die Schalbretter auf der Innenseite des Radkranzes gesetzt. Sie bilden die Böden der Kammern. Jedes Brett wird vernagelt.
Das neue Mühlrad wird am 1. Mai 2019 erfolgreich in Betrieb genommen. Die faszinierende Technik der Unterschlauersbacher Mühle lädt wieder zum Verweilen ein!
Wer sich noch genauer mit der Technik des Mühlradbaus beschäftigen möchte, findet auf der Webseite des Museum (https://freilandmuseum.de/forschung/aktuelle-forschungspro-jekte/muehlen-in-franken/neubau-des-muehlrads-der-muehle-aus-unterschlauersbach) ein „Bautagebuch“ mit Bildern und Beschreibungen, die den Neubau des Mühlrades detailliert dokumentieren.

JULIANE SANDER


Das Freilandmuseum mit seinen drei Mühlen (Aumühle, Unterschlauersbach und der Ölmühle der Flederichsmühle) ist täglich geöffnet bis Oktober von 9 bis 18 Uhr,
Eintritt 7 €, ermäßigt 6 €, Familien 17 €, Teilfamilien 10 €, Kinder unter 6 Jahren sind frei.
Zurzeit sind aus hygienischen Gründen nicht alle Häuser geöffnet.
Die drei aktuellen Sonderausstellungen sind geöffnet:
• „Sauberkeit zu jeder Zeit! Hygiene auf dem Land“ große Jahresausstellung im Erdgeschoß der Ausstellungsscheune mit einem Teilbe-reich „Schwitzen, Schröpfen und Kurieren – Bader in Franken“
• „Wolfskinder. Verlassen zwischen Ostpreußen und Litauen“ Fotoausstellung in der Ausstellungsscheune Betzmannsdorf im Obergeschoß
• „Pfarrerssohn, Maler, Lebenskünstler: Johann Christian Reinhart (1761-1847) Ein Deutschrömer aus Hof. Radierungen aus der Sammlung Heinz Schuster“ in der Spitalkirche im Museum Kirche in Franken


Es gibt tägliche mehrere Aktionen, meist 13.30 – 15.30 Uhr, „Hier tut sich was“ (täglich Schafe unterwegs, tagesaktuell je nach Saison z. B. Vorführung historischem Waschen, Spinnen, Schmieden, Holzschuhherstellung, Backen, Korbflechten; Starten eines Lanzbulldogs, Gespräch mit dem Gärtner, Imker oder Bauern, im Flachsbrechhaus, beim Wasserschöpfrad …).

Was hat sich 2019 getan?

Natur- und Umweltprogramm 2019 des Landkreises vorgelegt

Im Landkreis gibt es derzeit 14 geschützte Landschaftsbestandteile, die rechtsverbindlich festgelegt sind. Im letzten Jahr wurden etliche Maßnahmen realisiert, andere wiederum mussten hinausgeschoben werden.

Informationstafeln  für schützenswerte Gebiete wurden am Gelben Berg, im Wiesenbrütergebiet der Altmühl und im Märzenbecherwald Rohrberg aufgestellt, ebenso einige Sitzbänke.

Die Steinerne Rinne bei Hechlingen (nicht zu verwechseln mit der Steinernen Rinne bei Wolfsbronn!) muss saniert werden. Sie ist in einem schlechten Zustand. Bisher konnte aber nichts unternommen werden, weil die privatrechtliche Situation noch nicht geklärt ist.

48 Naturdenkmäler, darunter 86  Einzelbäume sowie die Karsthöhle „Hohlloch“ bei Raitenbuch und ein erdgeschichtlicher Gesteinsaufschluss bei Polsingen sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt.  Im letzten Jahr wurden vom Kreis für 10000 Euro etliche Pflege- und Sicherungsmaßnahmen an Bäumen vorgenommen. Bei der rund 400 Jahre alten „Luthereiche“ bei Thannhausen wurde eine massive Schädigung durch Braunfäule festgestellt.

Vom Heggraben und die Sandgrube Filchenhard liegt nunmehr eine vegetationskundliche, floristische und faunistische Kartierung vor. Auf dem „Judenbuck“ bei Rehlingen wurden Pflegemaßnahmen (Trockenrasen) vorgenommen.

Der ehemalige Steinbruch südwestlich von Bieswang ist ein regional bedeutsames und wertvolles Geotop. Es befindet sich im Besitz der Firma Frankenschotter. Seltene Pflanzen- und Tierarten wie der Bienenragwurz, der Fransenenzian, der Kreuzenzian und die blauflügelige Ödlandschrecke sind vorzufinden. Erhaltungsmaßnahmen wurden zusammen mit dem Landschaftspflegeverband durchgeführt. Inzwischen gibt es einen Gebietsbetreuer für das Projekt „Naturverträglicher Steinabbau im südlichen Frankenjura“, der die langfristige Absicherung und den Schutz bedeutsamer alter Kalkschutthalden als Auftrag hat.  Er soll die Interessen von Naturschutz und Steinindustrie in Einklang bringen. Konkret geht es um die Erhaltung des Apollofalters und um die Brutwandgestaltung für den Uhu.

Durch Renaturierung werden die Altmühltal-Wiesenflächen zwischen Alesheim und Ehlheim für die wiesenbrütenden Vogelarten verbessert. Drei ehrenamtliche Wiesenbrüterberater sind tätig.

Auf der „Roten Liste gefährdeter Tierarten“ steht die Bachmuschel. Ziel ist es, eine genaue Bestandserhebung vorzunehmen.  Der Bisam ist der „Hauptgegner“ der Muschel. Vorgeschlagen ist die „Entnahme des Bisams an den Muschelgewässern“ in Verbindung mit der Jägerschaft. Die Jägervereinigung Weißenburg unterhält eine Annahmestelle „Fellwechsel“. Hier können die erlegten Bisams abgegeben, eingefroren und bei Bedarf abgeholt werden. Im Gegensatz zu früher gibt es heutzutage kaum mehr einen Markt für Bekleidung aus Bisamfellen.

Das Artenhilfsprogramm hat den Schutz von Hornissen, Amphibien, Uhu und Wiesenweihe im Visier. Im letzten Jahr wurde ein Uhubrutplatz bei Möhren freigestellt, ein Nistkasten für Turmfalken bei Langenaltheim erneuert.

In Ermangelung von geeigneten Winter- und Sommerquartieren ist der Bestand an Fledermäusen weiter rückläufig. Die ehrenamtlichen Fledermausbetreuer sind bemüht, im Rahmen von Führungen die Bevölkerung für die Tiere zu sensibilisieren.  Sie überwachen auch die Fledermauskolonien.

Die Varroamilben bedrohen die Bienenvölker. Weil sich die EU aus der Förderung zurückgezogen hat, übernimmt der Landkreis diesen 25-Prozent-Anteil  und stockt somit sein Kontingent auf 50 Prozent auf.

Der Erhalt von historischen Obstsorten ist dem Landkreis wichtig. Deshalb wird das Projekt „Streuobst-Erlebnisweg“ in den Gemeinden Treuchtlingen, Meinheim, Dittenheim und Gnotzheim angestrebt, in Markt Berolzheim ist der erste Erlebnisweg schon eingerichtet worden. Er führt neun Kilometer durch die örtliche Flur. Für die Vermehrung von historischen Sorten konnte inzwischen eine Baumschule in Weißenburg gewonnen werden. Ein Kirschen-Streuobstbestand gibt es auch in Bubenheim. Die 20 Bäume am Hohen Stein stammen aus dem Jahr 1937

Im Rahmen eines „Glücksspirale-Projekts“ ist 2013 die Kartierung des Vorkommens der Gelbbauchunke und des Kammmolchs im südlichen Landkreis durchgeführt worden. Jetzt geht es um die Sicherung des Bestands am Treuchtlinger Nagelberg.

2020 soll die „Grüne Hausnummer altmühlfranken“ erneut vergeben werden. Sie ist eine Auszeichnung von privaten Wohngebäuden, die sparsam mit den Ressourcen wie Wasser und Fläche bewirtschaftet werden. Vor drei Jahren sind bei der ersten Aktion 16 Häuser im Landkreis zertifiziert worden.

Mit dem Programm „50/50-Sensibilisierung für Energiesparen in Kitas“, das landesweit gilt und mit 20 Prozent aus Kreismitteln finanziert wird, will der Kreis bereits die Kinder zu verantwortungsbewusstem Umfang mit Energie und natürlich Ressourcen  gewinnen. Aktuell nehmen die Kindergärten in Haundorf, Nennslingen, St. Martin in Pappenheim, St. Franziskus in Pleinfeld, in Trommetsheim und St. Josef in Gunzenhausen  an diesem Projekt der Umweltpädagogik teil.

85 Gruppen haben im letzten Jahr an der Aktion Frühjahrsputz („Auframa demmer“) teilgenommen.

Die Umweltbildungsangebote der Abfallwirtschaft des Landkreises richten sich an die Vorschulkinder. Sie sollen früh an die Abfallsortierung herangeführt werden. Teil des Programm sind Führungen an den Recyclinghöfen im Kreis.

Gartentüren geschlossen

Im Kreis Ansbach kein “Tag der offenen Gartentüre”

Seit bereits mehr als 20 Jahren findet im Landkreis Ansbach der „Tag der offenen Gartentür“ statt. Interessierte Besucherinnen und Besucher können an diesem Tag einen Blick hinter den Zaun ausgewählter Gärten werfen und sich hierbei Anregungen und Tipps für das eigene Refugium holen. In diesem Jahr kann der „Tag der offenen Gartentür“ aufgrund der Einschränkungen rund um Corona allerdings nicht stattfinden und wird auf 2021 verschoben.

„Leider lässt uns Corona keine andere Wahl als den Tag der offenen Gartentür im nächsten Jahr zu veranstalten. Der Virus ist nicht weg und der Schutz von Gartenbesitzern und Besuchern hat für uns oberste Priorität. Damit folgen wir auch der Empfehlung des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege“, erklärt Roger Rehn, zuständiger Kreisgartenfachberater im Landkreis Ansbach.

Im nächsten Jahr soll der „Tag der offenen Gartentür“ ebenfalls wieder traditionell am letzten Sonntag im Juni, also am 27. Juni 2021 stattfinden.

Endgeräte für Schüler

Landkreis stellt mobile Endgeräte für Unterricht von zu Hause zur Verfügung


Der Bund hat ein Investitionsprogramm „Sonderbudget Leihgeräte“ in Höhe von 500 Millionen Euro auf dem Weg gebracht. Durch die einzelnen Bundesländer wurde der Betrag noch einmal um 10 Prozent aufgestockt. In Bayern werden hierfür insgesamt 77,8 Millionen Euro verteilt, hiervon profitieren auch die Schulen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.
Gemäß dem Förderbescheid stehen dem Landkreis insgesamt 271.983 Euro zur Beschaffung von mobilen Endgeräten zur Verfügung. Der Landkreis wird mit diesem Geld mobile Geräte wie Tablets, Notebooks und Laptops beschaffen und diese dann an die in Sachaufwandsträgerschaft des Landkreises stehenden Schulen verteilen.
„Die aktuelle Pandemie hat gezeigt, dass wir für neue Lehr- und Lernformen offen sein müssen. Ziel des Förderprogramms ist es, möglichst vielen Schülerinnen und Schülern digitalen Unterricht von zu Hause zu ermöglichen. Nicht alle Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern verfügen über die technischen Voraussetzungen, um tatsächlich von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen zu können. Manchmal ist auch nur ein Gerät vorhanden und dieses wird beispielsweise von einem Elternteil benötigt. Für solche Fälle sollen die Geräte Abhilfe schaffen“, erklärt Landrat Manuel Westphal.
Die Landkreisverwaltung stimmt derzeit die Anforderungen und Daten mit den in Landkreisträgerschaft stehenden Schulen ab, damit die beschafften Geräte dann auch optimal von den Schülern genutzt werden können. Der Landkreis wird die Geräte an die einzelnen Schulen verteilen, die diese je nach Bedarf an die Schüler weitergeben werden.

Gegenentwurf ist nötig

Dr. Friedrich: Gegen die Welt der Autokraten

Wohin man auch blickt, autokratische Herrscher übernehmen die Weltpolitik: Trump, Putin, Xi Jingping, Orban, Kaczynski, Netanyahu, Erdogan, Bolsonaro, Johnson, Modi, Kim, Al Sisi! Sie alle vermitteln ihrer Wählerschaft die Botschaft, mit ihnen als Chef geht es wieder aufwärts, gibt es wieder Größe und Ruhm für die eigene einzigartige und großartige Nation.

Dr. Ingo Friedrich: Werte bewahren!

Wenn diese Art Politik zur Regel wird, dann werden viele bisher „normale“ Staaten auch so »starke Führer« an ihre Spitze berufen wollen, ganz einfach um mithalten zu können. Des weiteren ist zu erwarten, dass sich die Autokraten zunehmend wie brutale Raufbolde aufführen werden und zwar zulasten ihrer schwächeren Nachbarn, zulasten einer internationalen Ordnung, zulasten des Völkerrechts und der internationalen Moral. Die ganz großen globalen Player werden versuchen, mit Hilfe von Geld, Schmeicheleien und Drohungen Anhänger und Vasallen auf der ganzen Welt zu finden, um für die „letzte große Auseinandersetzung“ über die wirkliche Nummer 1 auf der Welt gewappnet zu sein.

Man mag sich gar nicht ausmalen, wie dieses globale “Catch as Catch can“ verlaufen und letztlich enden wird. Nur eines ist klar:  europäische Werte und Grundsätze wie Fairness, soziale Gerechtigkeit, Einhaltung von Recht und Ordnung, Klima und Demokratie werden bei diesem „Endkampf“ keine Rolle mehr spielen. Und die Hoffnung, dass Europa trotz dieser globalen Entwicklung seinen wunderbaren Weg in Einheit, Vielfalt und Demokratie ungeschoren fortsetzen könnte, dürfte sich schnell als Illusion erweisen.

Aber es gibt einen Gegenentwurf: Europa besinnt sich auf seine christlich-humanistischen Werte und seine über Jahrhunderte gewachsenen Stärken, stellt sich unerschrocken auf seine Hinterbeine und prangert diese destruktive und letztlich mörderische Politik offen an. Europa macht sich zum globalen Anwalt und Anführer einer grundsätzlich anderen internationalen Politik, die Rücksicht auf die Interessen der Nachbarn nimmt und damit zum weltweiten Anker der Einhaltung völkerrechtlicher Prinzipien wird. So wie Amerika auf Grund seiner Menschlichkeit lange Zeit das Land der Sehnsucht für ganze Generationen war, hat heute Europa die Chance, wahrscheinlich sogar die Pflicht zum weltweiten Hort von Vernunft, menschlicher Politik und sozialem Vorbild zu werden. Konkret heißt dies, Europa muss sich zügig darauf vorbereiten, auf allen Gebieten – also politisch, wirtschaftlich, technologisch und militärisch – in klarer Abgrenzung zu den anderen egoistischen Raufbolden weltweit Verantwortung für Stabilität und Ordnung zu übernehmen. Diese europäische Botschaft für die Welt des 21. Jahrhunderts kann einen europäischen Gegenentwurf zur Politik der Autokraten zum Leuchten bringen, denn auch in den autokratisch regierten Ländern gibt es „Vernünftige“, die über den Tag hinaus denken und vom europäischen Gegenentwurf überzeugt werden können. Letztlich hat Europa auch aus Gründen der Selbsterhaltung gar keine andere Wahl, wenn es nicht als Vasall einer der neuen globalen Raufbolde enden will.