Keine Kerwa ohne Festbier

Keine Kirchweih, aber immerhin: Kerwabier gibt es

Von links: Gambrinus Klaus Carl, Bierkönigin Johanna, Gerhard Stengel, Uwe Schulz, Christoph Maurer, Udo Weingart, Wolfgang Eckerlein und KH Fitz. Foto: Falk

Da kann noch so viel passieren, aber ihr Kerwabier lassen sich die Gunzenhäuser nicht nehmen – auch nicht von Corona. Die benachbarte Stadtbrauerei hat es vor etlichen Wochen eingebraut und jetzt zum „Test“ dem Bürgermeister und den Kirchweihverantwortlichen vorgesetzt. Im Garten des Gasthofes „Zur Post“ präsentierten Spalts Bürgermeister Udo Weingart (er ist der einzige deutsche Bürgermeister, der zugleich als Geschäftsführer einer kommunalen Brauerei  fungiert), Braumeister Uwe Schulz, Verkaufsförderer Christoph Maurer und Vertriebsleiter Gerhard Stengel  den Gerstensaft, den sie so charakterisieren: „Ein helles Vollbier mit dem typisch Spalter Hopfencharakter, herrlich frisch mit bernsteinfarbenem Glanz, angenehm vollmundig mit  feinen Malzaromen, die abgerundet  werden durch die Spalt-Spalter Aromahopfennote.“

Die Spalter Brauer waren im Begleitung ihrer charmanten Bierkönigin Johanna Merkenschlager gekommen. Natürlich war auch Gambrinus Klaus Carl in seinem ganzen Ornat mit von der Partie. Beide haben heuer kaum öffentliche Auftritte – auch in Gunzenhausen nicht, denn hier gibt es außer dem Kirchweihfestgottesdienst am 13. September keinerlei Kerwaaktivitäten. „Auch keine Ersatzkirchweih“, wie Bürgermeister Karl-Heinz Fitz definitiv erklärte. Die Stadt will aber gleichwohl einigen Schaustellern, die unter den Coronafolgen an die Grenzen ihrer Existenz geraten, unter die Arme greifen und erlaubt ihnen Sondernutzungen für einen längeren Zeitraum. Wörtlich sagte der Rathauschef: „Wir wollen die Akteure unterstützen und sie nicht im Regen stehen lassen, die bisher unsere zuverlässigen Partner waren, also die Schausteller, die Wirte und eben auch die Brauerei.“

Das Kirchweihbier aus Spalt soll in den nächsten Wochen in Flaschen über den Getränkehandel an die Kunden ausgegeben werden. Es geht auf Wunsch ausnahmsweise auch an Gasthäuser, die vertraglich an ein anderes Bier gebunden sind.

Für Gerhard Stengel  gilt das besondere Prädikat: „Wir haben gestern das erste Kirchweihbier abgefüllt. Sie genießen heute also eines der frischesten Bier der Welt“.

Wie es sich gehört, wurden zur kleinen Bierprobe auch Gunzenhäuser Bratwürste aufgetischt – natürlich in bester Qualität von Metzgermeister und „Post“-Eigentümer Josef Arnold und seiner lieben Frau Yvonne.

WERNER FALK

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