Totensonntag: „Napoleon und Bayern“

Gedenken am Totensonntag: Napoleon führte tausende junge Männer in den Tod

 Die bayerische Armee verlor im Rußlandfeldzug 1812 fast 30.000 Mann. Die Totentafel von Hans Huber ist eines der Zeugnisse, die an diesen immensen Blutzoll erinnern, den die bayerische Bevölkerung für diesen Krieg zahlte. © Bayerisches Armeemuseum, Ingolstadt

Die bayerische Armee verlor im Rußlandfeldzug 1812 fast 30.000 Mann. Die Totentafel von Hans Huber ist eines der Zeugnisse, die an diesen immensen Blutzoll erinnern, den die bayerische Bevölkerung für diesen Krieg zahlte. Foto: Bayerisches Armeemuseum, Ingolstadt

Am 23. November 2014 wird der Totensonntag, der letzte Sonntag vor Beginn der Adventszeit, gefeiert. Erst im 19. Jahrhundert etablierte sich dieser allgemeine Ge-denktag für die Verstorbenen. Ein wichtiger Grund für die Einführung des offiziellen Feiertages 1816 war das Gebetsgedenken an die vielen Gefallenen der Napoleo-nischen Kriege. Dieses Thema spielt auch für die Bayerische Landesaus¬stellung „Napoleon und Bayern“, zu sehen ab 30. April 2015 im Neuen Schloss in In¬golstadt, eine wichtige Rolle. Die bayerischen Soldaten marschierten an Napole¬ons Seite oft bis in den Tod, während des Russlandfeldzugs 1812 sogar in so großer Anzahl, dass man von Russland als „Bayerngrab“ sprach.

Beispielhaft für die 27.000 auf diesem Feldzug gefallenen Bayern stehen in der Bayerischen Landesausstellung die beiden Soldaten Hans Huber und Peter Asemer. An sie erinnern zwei Bildtafeln, beeindruckende Werke bayerischer Volkskunst. Sie sind im Stil von Votivtaferln gestaltet, die bei Gebetserhörungen an Wallfahrten gestiftet wurden. Im vorliegenden Fall erinnern die Taferl an die in Russland gefallenen Soldaten, deren Leichname nicht in die Heimat zurückkehr¬ten. Die Gedenkbilder schufen dann wenigstens eine Art Präsenz in der Heimatkirche.

Von 30.000 Soldaten fanden 27.000 den Tod
Die bayerische Armee – das Gros der Soldaten war zwischen 20 und 22 Jahren alt – sammelte sich an verschiedenen Orten Nordbayerns und zog bis zum Grenzfluss Njemen (Memel). Auf der Strecke von rund 1.500 Kilometern bis nach Polozk de-zimierten die Marschstrapazen, Hunger und Krankheiten die Armee schwer. Die Bayern, inzwischen nur mehr 9.000 Soldaten, sollten die Westflanke des napoleo-nischen Gesamtheeres sichern und blieben in der Nähe des heute weißrussischen Städtchens Polozk an der Düna zurück. Nur die Kavallerie ritt mit der Hauptarmee bis Moskau. Bei Polozk kam es vom 16. bis 18. August 1812 zum großen Gefecht mit tragischem Ende. Der Name des Ortes verbindet sich besonders mit dem Be-griff „Bayerngrab“, denn ein Großteil der Soldaten fand hier den Tod. Auch der kommandierende General Erasmus von Deroy fiel bei Polozk. Einen Monat später begann der Rückzug.

Die Bayerische Landesausstellung „Napoleon und Bayern“ zeigt anlässlich des 200jährigen Jubiläums des Wiener Kongresses das Drama des Kaisers und seines Verbündeten im Neuen Schloss zu Ingolstadt anhand kostbarer und einzigartiger Exponate aus französischen, russischen, schwedischen, österreichischen und deutschen Sammlungen, mediale Inszenierungen und Erlebnisstationen.
Bayerische Landesausstellung 2015 „Napoleon und Bayern“
Ingolstadt Neues Schloss, Bayerisches Armeemuseum,Paradeplatz 4, 85049 Ingolstadt,30. April bis 31. Oktober 2015
Täglich von 9 bis 18 Uhr, Veranstalter: Haus der Bayerischen Geschichte, Bayerisches Armeemuseum und Stadt Ingolstadt

Powerpoint-Gemetzel: „An die Wand geworfen“

Beamer-Präsentationen von Albert Einstein bis zum Weihnachtsmann

Jeder kennt sie, jeder macht sie und sie polarisieren extrem: Ob beim Vortrag, in der Uni oder auf Hoch-zeitsfeiern – Powerpoint-Präsentationen scheinen zwanghaft unentbehrlich und das über 30 Millionen Mal pro Tag! In ihrem Buch „An die Wand geworfen“ – das jetzt auch als eBook erscheint – blicken die Autoren Gerriet Danz und Tim Wilberg schmunzelnd auf unser alltägliches Folien-Massaker. Sie haben fiktive Powerpont-Präsentationen berühmter Persön-lichkeiten entworfenAn die Wandgeworfen und treiben damit das Charts-Erklärmodell auf die Spitze.
Was wäre wenn? Wenn der Weihnachtsmann seine Geschenkstrategie beamt, bevor er uns beschert? Wenn Edmund Stoiber per Powerpoint den Transra-pid in Lichtgeschwindigkeit durchgesetzt hätte? Wenn Kolumbus versucht hätte, das spanische Königspaar von seiner Schiffsexpedition mit Bulletpoints zu über-zeugen? Wenn gar Jesus Christus die Bergpredigt per Workflow-Diagramm vorgetragen hätte?
Der Kommunikationstrainer Gerriet Danz und der Artdirektor Tim Wilberg haben sich diesen Fragen gestellt und in ihrem Buch „An die Wand geworfen“ 32 dieser Präsentationen auf urkomische Weise ent-worfen.
Sie offenbaren damit, was wir heimlich schon immer wussten: „Menschen, die wirklich etwas zu sagen haben, brauchen Beamer-Präsentationen nicht wirk-lich. Je mehr man auf überfrachtete Folien verzichtet, desto überzeugender ist man als Redner. Wer prä-sentiert, braucht Präsenz. Niemals darf Powerpoint als Teleprompter missbraucht werden. Es kann und sollte den Redner dann unterstützen, wenn es um die Kommunikation von Daten und komplexen Grafiken geht.“
Entstanden ist das wohl lustigste Bilderbuch der Busi-nessklasse – zum Lesen, Anschauen, Sich-Wundern, aber auch zum Nachdenken über den alltäglichen Präsentationswahnsinn.
Jeder, der per Beamer präsentiert, kann sich hier inspirieren lassen, die Dinge auf den Punkt zu bringen – und nicht nur auf die Folie!

Torsten Möckel unter den Landesbesten

Auszeichnung durch die IHK-Vizepräsidentin

Bei einer Feierstunde hat IHK-Vizepräsidentin Christine Bruchmann 108 junge Kaufleute und Facharbeiter/innen ausgezeichnet, die ihre Ausbildung im Prüfungsjahrgang 2013/2014 mit hervorragenden Ergebnissen abgeschlossen haben. Die ausgezeichneten 43 Kaufleute und 65 Facharbeiter/innen haben ihre Ausbildung in ihren Berufen bzw. Fachrichtungen als Beste, zumeist mit der Gesamtnote „sehr gut“, mindestens aber mit „gut“ absolviert. Insgesamt hatten 10 250 Prüflinge in Mittelfranken an den IHK-Abschlussprüfungen im Winter 2013/2014 und im Sommer 2014 teilgenommen.

„Das beste Mittel gegen den Fachkräftemangel ist und bleibt die eigene Aus-bildung. Die Unternehmen in unserer Region haben das seit langem erkannt und investieren viel Arbeit in die Förderung der Fachkräfte von morgen. Deshalb freue ich mich, dass diese Arbeit Früchte trägt und viele Auszubildende so tolle Ergebnisse bei den Prüfungen erzielen konnten“, erklärte Bruchmann. Einen ausdrücklichen Dank sprach sie den engagierten Unternehmen und ihren Ausbildern aus. Zehn langjährige Ausbildungsverantwortliche wurden bei der Feierstunde für ihre Arbeit besonders geehrt.

Eine Auszeichnung als beste Azubis in Bayern erhielten folgende 17 Absolventen aus Mittelfranken, die in ihrem Ausbildungsberuf landesweit das beste Ergebnis erzielen konnten, darunter Toörsten Mödekl, Flachglasmechaniker der ehemaligen Glaswerke Arnold in Merkendorf und Emir Ibranovic,  Kabeljungwerker der „Helu Kabel“ in Windsbach.

Die Einser-Absolventen des aktuellen Prüfungsjahrgangs können sich für das Begabten-Förderprogramm des Bundesbildungsministeriums bewerben. Die Stipendiaten können im Förderprogramm drei Jahre lang jährlich 2.000 Euro für anspruchsvolle, berufliche Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch nehmen. Für Mittelfranken stehen heuer ca. 100 Plätze zur Verfügung.

LBV kritisiert Seehofer

Sothmann und Dr. Schäffer  beziehen Stellung

FitznerSothmann 10.09.2012 19-06-11

Dr. Sothmann (links) mit dem Muhrer Altbürgermeister Roland Fitzner.

„Sie ist nicht gut für unser Land“. Das ist ein klares Wort. Gesprochen hat es Ludwig Sothmann, der langjährige Landesvorsitzende des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern. Was meint er damit?  Die 10-H-Regelung, die auf Betreiben von Ministerpräsident Horst Seehofer von der Landtagsmehrheit der CSU beschlossen wurde. Sie besagt, dass Windkarftwerke nur mehr dort gebaut werden können, wo sie im Umkreis von rund zwei Kilometern keine Siedlung tangieren.  Von den 2119 Hektar Vorranggebieten und 3129 Hektar Vorbehaltsgebiete für Windkraft in Mittelfranken bleibt so gut wie nichts mehr übrig (in Bayern von ursprünglich 2 Prozent der Landesfläche sind es nur mehr 0,05 Prozent). Das ist das Aus für die Windkraft in Bayern.

Sothmann bezieht im neuen „Vogelschutz“-Magazin des LBV auch Stellung zum Biodiversitätsprogramm Bayern 2030 und appelliert an die neue Umweltministerin Ulrike Scharf, die Umsetzung konsequent vorzunehmen. „Wenn Bayern im Landesvergleich eine Spitzenposition anstrebt“, so der frühere LBV-Chef, „müssen ausreichende Mittel und ausreichendes Personal im Haushalt sichergestellt werden.“ Umschichtungen reichen seiner Meinung nach nicht aus. Er verlangt, einen  deutlichen Wandel haushalts- und personalpolitisch auf den Weg zu bringen.

Auch der neue Landesvorsitzende Dr. Horbert Schäffer hat eine Bitte an die neue Umweltministerin. Sie soll die Wiesenbrüter-Agenda umsetzen, die seit drei Jahren in der Schublade des Ministeriums liegt, denn der Rückgang von Brachvogel, Kiebitz, Bekassine setzt sich drastisch fort. Schäffer sagt, es sei unverantwortlich, dieses konkrete Schutzkonzept nicht endlich zu veröffentlichen und umzusetzen. Das bayerische Biodiversitätsprogramm  sieht übrigens den Schutz der Wiesenbrütergebiete vor. Und den denen zählt auch das Gebiet rund um den Altmühlsee.

Staatspreis für „Altmühlfranken“

Ministerium würdigt kreative Wege

Aus den Händen von Staatsminister Helmut Brunner nahmen bei einem Festakt in der Münchner Residenz die Bürgermeister der drei Kommunalen Allianzen Altmühltal, Fränkisches Seenland-Hahnenkamm und Rezattal-Jura für herausragende Projekte und Initiativen der Dorferneuerung, Gemeindeentwicklung, Flurneuordnung und Integrierten Ländlichen Entwicklung den Staatspreis 2014 entgegen. Oberbürgermeister Jürgen Schröppel nahm die Urkunde und das damit verbundene Preisgeld als Sprecher der drei Allianzen entgegen und dankte Staatsminister Brunner für diese hohe Ehrung, hinter deren ausgezeichneten Leistungen neben den Kommunalpolitikern auch noch zahlreiche andere, meist ehrenamtlich tätige Menschen in der Region standen und stehen. In seiner Würdigung hob Staatsminister Brunner die besondere Leistung durch den Mut zu neuen Wegen hervor, mit denen vor allem den enormen Herausforderungen des demografischen Wandels wirksam begegnet werden sollen.

Insgesamt wurden vier Staatspreise in unterschiedlichen Kategorien und 7 Sonderpreise vergeben. In Anwesenheit von Landrat Gerhard Wägemann und MdL Manuel Westphal sowie Friedrich-Wilhelm Brumberg als Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Mittelfranken konnten sich die nach München mitgereisten Bürgermeister und Kommunalpolitiker davon überzeugen, auf welch hohem Niveau auch die Auszeichnungen der anderen Preisträger lagen. Das macht nochmals besonders deutlich, welche herausragenden Leistung in den unterschiedlichen Ansätzen der integrierten ländlichen Entwicklungen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen bewertet und für preiswürdig befunden wurden. Vor allem macht dies aber auch transparent, dass sich die verantwortlichen Kommunalpolitiker in iles 6016x4016Altmühlfranken ihrer Verantwortung bewusst waren und weiterhin sind, wenn es darum geht, die Gefahren der demografischen Entwicklung nicht nur verbal zu beklagen, sondern ihr mit kreativen Handlungsansätzen zu begegnen. Der ländliche Raum muss mit großem Engagement darum kämpfen, dass ihm die qualifizierten Arbeitskräfte nicht noch mehr verloren gehen und er damit eine seiner wesentlichen Zukunftsgrundlagen verliert. Dies wird aber nur gelingen, je besser den drohenden Gefahren der Abwanderung effektiv begegnet werden kann und neue Zukunftsperspektiven kreativ aufgebaut werden.
Mit dem wegweisenden Beschluss, die Kräfte vor allem der kleineren Gemeinden zu bündeln und dafür die Gestaltungsplattformen der Integrierten Ländlichen Entwicklung zu nutzen, wurde ein bedeutungsvoller Prozess eingeleitet, der natürlich erst am Beginn einer längeren Initiierungs- und Gestaltungsphase steht. Dennoch hat die Preisverleihung auch gezeigt, dass die relativ kurze Zeit bereits sehr intensiv genutzt wurde und dass die erreichten – sicher nicht immer spektakulären – Ergebnisse aber sehr wohl Beachtung und Anerkennung auch außerhalb der Region gewonnen haben. Dazu zählen die Nutzung leerstehender Gebäude und damit ein Vermeiden weiteren Bodenverbrauchs für soziale, touristische oder regionalwirtschaftliche Zwecke. Aber auch das Aufgreifen visionärer Ansätze, wie eine zukunftsorientierte Nutzung der Klosteranlagen in Heidenheim sowie eine damit einhergehende Neuausrichtung der Tourismusentwicklung auf dem Hahnenkamm, die Neubelebung der touristischen Angebotsinhalte im Bereich des Fränkischen Seenlands, die weit in die Zukunft weisenden Verbesserungen des landwirtschaftlichen Hauptwegenetzes, die umfassende und hochwertige Veredelung der weitläufigen Streuobstflächen über kooperative Ansätze wie die Manufakturen „Gelbe Bürg“ oder „Echt Brombachseer“ oder Bodenmanagementmaßnahmen zur Sicherung des römischen Erbes im Raum Theilenhofen-Pfofeld zeigen, was in der relativ kurzen Zeit bereits alles umgesetzt bzw,. in die Wege geleitet wurde.
Der kreative Weg mit seinen vielfältigen innovativen Ansätzen, den die Kommunen des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) über interkommunale Ansätze leisten, wird nun auch weiterhin beschritten. Denn gerade erst haben die Bürgermeister auch die Fortführung der begleitenden Koordinierung ihrer Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepte durch die beiden Büros von Rainer Mayer (Ellingen) und Dieter Popp (Haundorf) beschlossen, damit die begonnen Projekte weitergeführt und neue aufgegriffen werden können. So stehen aktuell die Entscheidungen an, sich in weiteren Wettbewerben zu profilieren, um neue Bausteine für die Zukunftsfähigkeit der Region auch durch die Inanspruchnahme umfassender Fördermittel zu gewährleisten. Die Staatspreisverleihung, der Wille zur professionellen Begleitung für den ILE-Prozess, die künftige Ergänzung der finanziellen Unterstützung durch europäische EADER-Programme und die Vielzahl neu gegründeter Initiativen im ehrenamtlichen Bereich machen deutlich, dass Altmühlfranken seine Aufgaben zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit mit großer Zielstrebigkeit weiter verfolgt.

Kohler: Dinar muss selber den Mut haben

Erklärung von Stadtrat Alexander Kohler zum „Fall Dinar“

Ich halte es grundsätzlich nicht für meine Aufgabe als Stadtrat, den Charakter, das Verhalten, mangelnde Erziehung oder extrem schlechte Umgangsformen – auch gegenüber der „Obrigkeit“ – eines Stadtratskollegen zu bewerten und/oder dieses zu kommentieren. Ganz im liberalen Sinne gilt: Solange eine Schuldfrage nicht geklärt ist, solange gilt der Angeklagte als unschuldig. Und ebenso gilt: Rechte des Einzelnen sind zu achten, solange die Rechte des Anderen ebenso geachtet werden. Gleichgültig ob Polizist, Ärztin, Security, Stadt- oder Kreisrat. Erkan Dinar, der sonst streitbare Geist, hat sich mit der Annahme des Strafbefehls zu seinem Fehlverhalten auf der Kirchweih bekannt. Endlich auch spricht er eine annehmbare Entschuldigung aus.
Der aggressive „Ausraster“ vor dem Weinzelt war also alkoholbedingt. Erkan Dinar war nicht in der Lage mit dieser Situation und deren anschließenden Aufarbeitung anständig umzugehen, hier hat er voll versagt. Deshalb müssen die von ihm zu tragenden Konsequenzen ein deutliches Signal an die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sein. Ob er zu diesen Schritten die Selbstdisziplin besitzt, ist eine Frage seines Charakters. Kein guter Stil ist es jedoch, wenn er sich aus der politischen Verantwortung in der Form schleicht, dass er ein unbeteiligtes Gremium seiner Partei über die zu tragenden Konsequenzen entscheiden lässt. Diesen Mut muss er schon selber haben.
Ich kenne Erkan Dinar als einen fleißigen und stets gut vorbereiteten Stadtrat. Mit seinen Eskapaden aber, strapaziert er das Wohlwollen und die Geduld aller derjenigen, die sein gesamtes Engagement schätzen und ihm positiv gegenüberstehen. Letztlich aber reicht es als Mandatsträger nicht aus, nur theoretische, strategische oder ideologische Gedanken vorzulegen und deren Umsetzung einzufordern. Es gehören auch Aufrichtigkeit, Verbindlichkeit, Kontinuität und Authentizität, gewürzt mit einer Prise Selbstkritik und manchmal auch ein Eingestehen der eigenen Schwäche dazu, wenn man den Anspruch haben möchte, eine (kommunalpolitische) Persönlichkeit zu sein.

Alexander Kohler, Stadtrat der FDP, Weißenburg

Auf dem Weg zur Bildungsregion

Bildungsregion Landkreis Ansbach auf der Zielgeraden

„Seit Jahren strengen sich der Landkreis Ansbach und die Kommunen im Kreis an, um möglichst gute Rahmenbedingungen für unsere jungen Menschen in der Region zu schaffen. So hat der Landkreis Ansbach in den letzten Jahren rund 120 Millionen in die Schulen in seiner Trägerschaft investiert. Daher ist es nur konsequent, dass wir die Möglichkeit nutzen, uns als Bildungsregion im Wettbewerb der Regionen zu positionieren“, so Landrat Dr. Jürgen Ludwig. Seit dem Startschuss für die

Landrat Dr. Jürgen Ludwig dankte den Arbeitskreisleitern für ihr Engagement für die Bildungsregion Landkreis Ansbach (v.l.n.r): Thomas Merkel (Wirtschaftsförderung Landkreis Ansbach), Dr. Wolfgang Fruhmann (Externer Berater Bildungsregion), Anja Twardokus (Vorsitzende Kreisjugendring Ansbach), Heinz Wurmthaler (Sachgebietsleiter Schulverwaltung im Landratsamt Ansbach), Elisabeth Schirner (Leiterin der Luitpoldschule Rothenburg o.d.T.), Sandra Wollani (Koordinatorin der Bildungsregion Mittelfranken), Sabine Heubeck (Gleichstellungsbeauftragte Landratsamt Ansbach), Ulrich Herrschner (Leiter des Jugendamtes des Landratsamtes Ansbach), Ekkehard Schwarz (Wirtschaftsförderung Landkreis Ansbach), Stefanie Groß (Wirtschaftsförderung Landkreis Ansbach) und Landrat Dr. Jürgen Ludwig.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig dankte den Arbeitskreisleitern für ihr Engagement für die Bildungsregion Landkreis Ansbach (v.l.n.r): Thomas Merkel (Wirtschaftsförderung Landkreis Ansbach), Dr. Wolfgang Fruhmann (Externer Berater Bildungsregion), Anja Twardokus (Vorsitzende Kreisjugendring Ansbach), Heinz Wurmthaler (Sachgebietsleiter Schulverwaltung im Landratsamt Ansbach), Elisabeth Schirner (Leiterin der Luitpoldschule Rothenburg o.d.T.), Sandra Wollani (Koordinatorin der Bildungsregion Mittelfranken), Sabine Heubeck (Gleichstellungsbeauftragte Landratsamt Ansbach), Ulrich Herrschner (Leiter des Jugendamtes des Landratsamtes Ansbach), Ekkehard Schwarz (Wirtschaftsförderung Landkreis Ansbach), Stefanie Groß (Wirtschaftsförderung Landkreis Ansbach) und Landrat Dr. Jürgen Ludwig.

„Bildungsregion Landkreis Ansbach“ im November 2013 mit dem ersten Dialogforum in Herrieden arbeiten sechs Arbeitskreise mit insgesamt 120 ehrenamtlichen Bildungsexperten an einer Ideensammlung. Am 21. November findet in der Realschule Herrieden nun das zweite Dialogforum statt. Dort soll auch der im Rahmen der Arbeitskreise entstandene Bildungsbericht präsentiert werden. „Der Bildungsbereich besteht aus vielen Akteuren, deren Ideen möglichst zahlreich einfließen sollen. Der entstandene Bildungsbericht ist nicht nur eine Bestandsaufnahme, sondern auch eine Ideensammlung mit praxisnahen Umsetzungsmöglichkeiten. Mit der Umsetzung einiger Projekte wurde bereits begonnen und weitere sollen folgen“, so Stefanie Groß, die das Thema Bildungsregion seitens der Wirtschaftsförderung des Landkreises Ansbach begleitet.

Die ehrenamtlichen Anstrengungen der Arbeitskreisleiter wurden vom Landrat bereits in einer eigenen Feierstunde gewürdigt. „Sie haben viel Zeit und Energie investiert, um Bildungsprozesse im Landkreis Ansbach noch weiter voran zu bringen. Dafür gilt Ihnen Dank und Anerkennung“, betonte Dr. Ludwig. Bei dem anstehenden zweiten Dialogforum wer- den rund 100 Bildungsakteure aus dem Landkreis Ansbach erwartet. Weitere Informationen finden sich unter www.landkreis-ansbach.de sowie per Telefon bei Stefanie Groß von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Ansbach unter der Nummer 0981-468 1030.

 

FDP legt Dinar den Rücktritt nahe

Wie soll sich der Weißenburger Stadtrat gegenüber dem Linken verhalten?

FDP-Stadtrat Kohler hat sich in einem Rundbrief zur „Causa Dinar“ an alle Stadträte gewandt. In seinem Schreiben spricht er sich indirekt gegen eine Behandlung der Sache Dinar im Stadtrat aus. Nach gut informierten Kreisen will der Oberbürgermeister in einer der nächsten Stadtratssitzungen im nicht öffentlichen Teil einen Antrag stellen, der die Missbilligung des Verhaltens von Stradtrat Dinar zum Inhalt hat. Nun schreibt Kohler: „Ich halte es grundsätzlich nicht für meine Aufgabe als Stadtrat, den Charakter, das Verhalten, mangelnde Erziehung oder extrem schlechte Umgangsformen eines Stadtratskollegen zu bewerten und/oder dieses zu kommentieren.“ Zugleich legt er Dinar den Rücktritt von seinen Ämtern nahe.

Der vollständige Artikel ist im Stadtmagazin  „Weißenburg aktuell“ von Peter Diesler  (weissenburg-aktuell.de) nachzulesen.

Schaeffler steht zu Standort Gunzenhausen

Große Investitionen in den nächsten drei Jahren

Es dürfen auch einmal positive Nachrichten sein, die den Wirtschaftsstandort Gunzenhausen treffen.  Wie Horst Adel, der Leiter des INA-Werks in Gunzenhausen am Mittwoch gegenüber den Stadträten von Gunzenhausen ankündigte, hat das Werk nach vielen Jahren der Unsicherheit jetzt seinen festen Platz im Standing des Unternehmens, das immer noch in Familienbesitz (Elisabeth Schaeffler-Thumann und Sohn Georg F. W.) ist und jetzt in einer AG geführt wird.

Das 550 Mitarbeiter zählende Unternehmen in der Industriestraße, das seit 1962 besteht (damals GMN, sprich:  Kugelmüller), hat einen gewaltigen Umstrukturierungsprozess hinter sich. Ergebnis: modernste Technik bestimmt die Produktion. 60 Prozent der Produkte gehen zu den Autohersteller, 40 Prozent in die restliche Industrie. Zu den Kunden zählen praktisch alle namhaften Firmen.

Wie Abel beim Werksbesuch der Stadträte ankündigte, wird das Unternehmen in den nächsten drei Jahren (2014-2017) fast acht Millionen Euro in die Ertüchtigung der Fabrik investieren. Das gesamte Firmenareal wird neu geordnet, die alten „Hüttenwerk“ an der Nordseite sollen verschwinden. Geplant sind ein großer und schöner Parkplatz, eine moderne Kantine und auch die Außenanlagen werden komplett neu gestaltet.

Allerdings wird sich das Unternehmen nicht am Standort Gunzenhausen erweitern. Ein diesbezügliches Angebot von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz hat die Konzernleitung abgelehnt. In Europa gibt es schließlich Standorte mit niedrigeren Grundstückspreisen. Der Rathauschef hatte dem Schaeffler-Vorstand den Erwerb der benachbarten DAM-Immobilie schmackhaft gemacht.

Einstieg in neues Marktplatz-Konzept

Der „KulturHerbst“ war ein Erfolg auf der ganzen Linie

Die Stimmung ist gut unter den Gunzenhäusern. Der „KulturHerbst“ am 4. Oktober war nach Meinung aller eine gelungene Veranstaltung. Ganz sicher ist, dass sie im nächsten Jahr wiederholt wird, dann allerdings am zweiten Samstag im Oktober. Das erste Wochenende steht nämlich ganz im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums der Deutschen Einheit. Und außerdem ist es ein verlängertes Wochenende, an dem die Mitarbeiter in den Einzelhandelsgeschäften die Gelegenheit haben, ihre Freizeit nach ihrem Gutdünken  zu genießen. 2016 soll dann wieder der erste Oktober-Samstag als Eventtermin gelten.

In der Stadthalle haben sich kürzlich auf Einladung der Stadt die Geschäftsleute und Akteure des „KulturHerbsts“ getroffen, um eine Bilanz zu ziehen. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz leitete die Aussprache, in der keine ausgesprochen negativen Aspekte genannt wurden. Im Gegenteil: alle äußerten sich positiv. Natürlich gab es auch etliche Anregungen, wie man den „KulturHerbst“ im nächsten Jahr noch verbessern kann.

Aus meiner Sicht ist es schon bemerkenswert, dass die Geschäftsleute auf dem Marktplatz kein Lamento erheben nach dem Motto „Außer Spesen nichts gewesen!“ Auch sie haben erkannt, dass es sich auszahlt, wenn Events auf dem Marktplatz angeboten werden.

Ich sehe mich in meiner Einschätzung bestätigt, dass wir auf gutem Wege sind, eine bessere Nutzung für den Marktplatz zu finden. Die Samstagskonzerte, der „KulturHerbst“ und die kommende Eisbahn sind Elemente der Bereicherung und sie signalisieren, dass es richtig ist, den Marktplatz als Eventbühne stärker zu nutzen, was natürlich auch bedeutet, den Durchgangsverkehr periodisch herauszunehmen.  Wir brauchen die Vitalisierung des Marktplatzes als 1a-Geschäftszone in unserer Stadt.

Ich sage: Wir nähern uns dem Etappenziel. Ich kann mir gut vorstellen, den Marktplatz von Juni bis zur Nachkirchweih im September als Eventbühne stärker zu nutzen. Wir kommen in der Fortentwicklung unserer Stadt gut voran, wenn wir auch noch zwei Dinge realisieren, die ich vorgeschlagen haben: die „Seemeile“ und den Zusatz „am See“ für den Stadtnamen Gunzenhausen.

Werner Falk, Stadtrat der FDP

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Der "Falk Report" berichtet  monatlich aus dem Leben im Fränkischen Seenland (Altmühlfranken).

Die Beiträge kommen vom Herausgeber und von Gastautoren. Im Mittelpunkt stehen kommunalpolitische und gesellschaftspolitische Themen. In meiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen ist es mir wichtig, historische Beiträge zu veröffentlichen.

Es würde mich freuen, wenn wir auf diese Weise im Kontakt bleiben könnten.

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