Zum Tod von Heinrich Herzog

82jährig ist der in Stadt und Land bestens bekannte Privatier Heinrich („Heiner“) Herzog aus Muhr am See gestorben. Noch an der Gunzenhäuser Kirchweih war er im Kreis der „Gesellschaft zur Hebung der Gunzenhäuser Kirchweih“ zu erleben, zu deren Gründungsmitgliedern er zählte. Um ihn trauern seine liebe Frau Helga, seine Tochter Katja mit ihrem Ehemann Helmut, sein Sohn Harry und sein Bruder Henry.

Heiner Herzog setzte das Werk seines Vaters als Eigentümer des BMW-Autohauses in Schlungenhof weiter und fand Erfüllung in diesem Geschäft. Sein unternehmerisches Gespür und seine kameradschaftliche Haltung waren Garanten für seinen Erfolg. Seine Mitarbeiter und Kunden vertrauten ihm – und er vertraute den Menschen an seiner Seite. So wurde er zu einem Geschäftsmann von Format.

Neue unternehmerische Akzente setzte er, indem er am Altmühlsee einen Campingplatz eröffnete, der heute zu den markanten touristischen Einrichtungen der Seenlandregion zählt. Bis zuletzt war er täglich dort anzutreffen, nicht um seiner Tochter und deren Mann als den heutigen Betreibern besserwisserisch gute Ratschläge zu geben, sondern ihnen seinen Stolz zu zeigen, wie gut sein Vermächtnis verwaltet wird.

Der Verstorbene war stets ein vorzüglicher Gesellschafter, der in der Stammtischrunde stets willkommen war. Die Skatfreunde Muhr am See verlieren in ihm ein Gründungsmitglied.

Der „Heiner“ war den Genüssen des Lebens nicht abgeneigt. Natürlich machte ihn der geschäftliche Erfolg stolz, aber genauso glücklich war er, im Kreis von sympathischen Menschen leben zu können.

Trauerbezeugungen können online unter „www.bestattungbauer“ abgegeben werden.

WERNER FALK

Erich Lippenberger gestorben

Die ihn kennenlernen durften, haben ihn als einen Menschen geschätzt, der mit Ruhe und Gelassenheit an den Alltag herangegangen ist. Viele kannten ihn als den „‚Erdinger“, denn Erich Lippenberger war viele Jahrzehnte ein Teil des „Teams Erdinger“, also jener erfolgreichen Weißbierbrauerei, die auf der ganzen Welt zum einem festen Begriff für Bayern und sein Image geworden ist.

Am 1. Oktober ist Erich Lippenberger völlig überraschend im Haus in der Weiperter Straße einem Herzinfarkt erlegen. Er wurde nur 68 Jahre alt.

Der gebürtige Nördlinger, der im Außendienst des Unternehmens tätig war und in dieser Eigenschaft vielen Gastwirten im Betreungsbereich Unter- und Mittelfranken unterstützend zur Seite stand, kam durch die Verbindung zu Barbara Fuhrmann-Seelig nach Gunzenhausen. Hier fand er schnell einen angenehmen Freundeskreis. Bei den Sportkeglern kannte man ihn als einen guten Kameraden. Am Montags-Stammtisch im „Alten Rathaus“ war er ein gern gesehener Gast.

Unternahm er früher ausgedehnte Motorradtouren so war er zuletzt mit dem Fahrrad bis zum Gardasee unterwegs. Als „Pedalritter“ verhalf er der Stadt Gunzenhausen stets zu einem guten Ergebnis beim jährlichen Stadtradeln.

Seine Liebe zu Spanien und speziell zu Mallorca dokumentierte sich in längeren Aufenthalten in seiner Ferienwohnung auf der beliebten Mittelmeerinsel.

Seine Ehefrau Barbara, deren Kinder Steffen und Corinna mit ihren Familien, seine Tochter Nina, seine Mutter Frieda und seine beiden Brüder Armin und Uwe trauern um ihn. Beileidsbekundungen können online unter „www.bestattungbauer“ erfolgen.

WERNER FALK

Kreativ sein und gewinnen!

Miniaturbauwettbewerb zum Gunzenhäuser
Stadtjubiläum

Die in den 1990er-Jahren vom ulkigen Musikerduo „Die Doofen“ favorisierteSchweinskopfsülze braucht es als Baumaterial nicht unbedingt für diesen besonderen Contest. Die für den Miniaturwettbewerb geforderten Modelle können auch aus Klemmbausteinen, Wattestäbchen, Wolle oder Zahnstochern entstehen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Denn: Unser Miniaturbauwettbewerb anlässlich des Gunzenhäuser Stadtjubiläums richtet sich an Kreativlinge, die Großes aus Gunzenhausen im Kleinformat wiederaufleben lassen können. Und zu gewinnen gibt ́s natürlich auch etwas, denn am Ende wird eine Jury die besten Modelle krönen und Geschenke verteilen. Machen Sie mit und reichen Sie noch bis Ende Januar 2023 Ihr persönliches Miniaturhighlight ein.
Täglich erfreuen sich Menschen aus nah und fern an unseren städtischen Wahrzeichen. Ob Blas- oder Färberturm, Teufels- oder Stadtmauer – Postkartenmotive wo Mann oder Frau in Gunzenhausen auch hinblickt. Nun zur Aufgabe des Wettbewerbes: Es sollen Gebäude oder Objekte mit Stadtbezug im Miniaturformat nachgebaut werden. Frei nach dem Motto: „Aus Kleinem entsteht Großes“ kann jeder zur Stadtbaumeisterin oder zum Stadtbaumeister werden.Material und Motiv wird bewusst nicht vorgegeben, immerhin soll die individuelle Kreativität nicht leiden. Sie wollen den Hochwasserschutz an der Altmühlpromenade nachbauen? Kein Problem. Oder das Haus Silo? Auch das geht. „Lassen Sie Ihren Gedanken und der Kreativität freien Lauf“, fordert Wolfgang Eckerlein von der Tourist Information Gunzenhausen. „Die Miniaturbauten werden im Rahmen einer Ausstellung im Jubiläumsjahr 2023 der Öffentlichkeit präsentiert. Gunzenhausen ist eine Mitmachstadt und das soll sich auch am Wettbewerb
zeigen. Wir hoffen, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger Miniaturbauten einreichen. Wir freuen uns auf die Beiträge.“
Der Ausstellungszeitraum für Miniatur-Gunzenhausen steht mit dem 11. und 12. März 2023 auch schon fest. Wer mitmachen möchte, der kann sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Tourist Information unter Tel. 09831/508 300 oder per E-Mail unter touristik@gunzenhausen.de anmelden. Spätestens am 31. Januar 2023 sollte das angemeldete Werk dann fertig und bei der Tourist Information der Stadt Gunzenhausen eingereicht worden sein. Nach diesem Termin eingegangene Bauwerke können leider nicht mehr berücksichtigt werden.
Als erster Preis lockt ein Wochenende für zwei Personen im Miniatur Wunderland in Hamburg. Des Weiteren sind mehrere Altmühlfranken-Gutscheine in der Verlosung. Bitte beachten Sie, dass die Werte der Gewinne nicht ausgezahlt werden können. Die Teilnahmebedingungen können unter www.1200-gunzenhausen.de jederzeit abgerufen und eingesehen werden.

Wandern im Seenland

Neue Broschüre mit Paradestrecke „Der Seenländer“

Die Gäste können sich auf dem „Seenländer“ gut zurechtfinden.


Zugängliche Seen, sanfte Hügel, weite Wälder und historische Orte – das Fränkische Seenland ist eine kontrastreiche Wanderregion. Die ganze Vielfalt der Urlaubslandschaft auf einer Tour bietet „Der Seenländer“. Doch auch abseits der 146 Kilometer langen Rundtour gibt es viel zu entdecken. Einiges davon erschließen sieben neue Schlaufenwege als Tages- oder Mehrtagesrundtouren. Sie sind in der neu aufgelegten Broschüre „Der Seenländer“ beschrieben.

Die Schlaufenwege wurden für diejenigen konzipiert, die den „Seenländer“ und das Umland auf Rundtouren kennenlernen möchten. Die sieben Tourenvorschläge sind nicht ausgeschildert. Wer sie entdecken möchte, findet Wegbeschreibungen und Karten in der Broschüre und kann zusätzlich noch die GPX-Tracks von der Seenland-Website
herunterladen. Alle Wege haben Anschluss an die Hauptroute und beginnen an Bahnhöfen, sodass Wanderer bequem und nachhaltig zum Tourstart und zurück nach Hause gelangen.
Von der kurzen Nachmittagstour bis zu Strecken für mehrtägige Wanderungen ist bei den Schlaufenwegen alles dabei. Mit Badespaß, Schifffahrten auf dem einzigartigen Trimaran „MS Brombachsee“, Seeblicken und Wassersport sind die jeweils elf Kilometer langen Touren „Seeblick“ und „Gallierring“ ideal für Familien und alle, die die Abwechslung lieben. Etwas ausgedehnter sind die Touren zum Rothsee (16,5 km) und um den Altmühlsee (20,5 km). Die
Rothsee-Tour gibt am Historischen Eisenhammer Einblick in die Technik vergangener Zeiten und führt weiter zur Schleuse Eckersmühlen am modernen Main-Donau-Kanal. Die Highlights der Strecke „Um den Altmühlsee“ sind zwei außergewöhnliche Naturschutzgebiete: das „Wiesmet“ als bedeutendes Wiesenbrütergebiet und die Vogelinsel im Altmühlsee. Wer nicht die ganze Strecke wandern möchte, kann die Tour während der Saison durch eine Fahrt mit
dem Ausflugsschiff „MS Altmühlsee“ abkürzen.

Tourentipps für zwei bis drei Tage

Mehrere Tage sollte man für die Touren „Rezattal“ (23 km) und „Mönchswaldfüchse“ (36 km) einplanen. Im Rezattal geht es von Georgensgmünd aus genussvoll durchs Hopfen- und Kirschenland rund um die Stadt Spalt. Im Mönchswald wartet Entspannung unterm Blätterdach, aber auch Höhepunkte für Kulturbegeisterte liegen auf der Strecke: die Städte Merkendorf und Ornbau mit ihren Stadtmauern, Weidenbach-Triesdorf mit der barocken Sommerresidenz der Ansbacher Markgrafen und Wolframs-Eschenbach mit seinen schmucken Fachwerkbauten. Der längste Schlaufenweg ist der rund 61,5 Kilometer lange „Hahnenkammzug“, der im Süden der Urlaubsregion über die Mittelgebirgshügel führt.

Alle sieben Schlaufenwege und die elf Etappenvorschläge der Hauptroute sind im Serviceheft „Der Seenländer“ dargestellt. Die handliche Broschüre, die auch die Adressen von Gastgebern am Weg enthält, ist jetzt kostenlos beim Tourismusverband Fränkisches Seenland bestellbar und steht online zum Download zur Verfügung.


Infos: Tourismusverband Fränkisches Seenland, Hafnermarkt 13, 91710 Gunzenhausen, Telefon 09831/5001-20, info@fraenkisches-seenland.de, www.fraenkisches-seenland.de

In der Verwaltung fit

Amelie Höger hat Ausbildung erfolgreich abgeschlossen

Bürgermeister Fitz gratulierte Amelie Höger zu ihrer hervorragenden Leistung. Foto: StGun

Amelie Höger darf zurecht stolz auf sich sein. Die frisch gebackene Verwaltungsfachangestellte hat im August dieses Jahres ihre dreijährige Berufsausbildung mit der Traumnote 1,8 abgeschlossen. Damit endet für Amelie Höger eine interessante und auch spannende Lehrzeit in der Stadt Gunzenhausen, die mit Rückblick u.a. auf die Coronapandemie nicht immer einfach war. Vor kurzem wurde die junge Verwaltungskraft von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und Personalchef Michael Weber im Rahmen einer kleinen Feierstunde zu ihrer tollen Leistung beglückwünscht.

„Bekanntlich sind Lehrjahre keine Herrenjahre, Amelie Höger hat sich allerdings in beeindruckender Art und Weise in Verwaltungsthemen eingearbeitet“, betont Michael Weber. „In den letzten Jahren konnte sie als Auszubildende die verschiedenen Ämter und Sachgebiete innerhalb der Stadtverwaltung kennenlernen. Dieser wichtige Einblick in praktische Abläufe bereitet intensiv auf das spätere Berufsleben vor und hilft theoretische Grundlagen praktisch zu verstehen. Amelie Höger hat eine hervorragende Leistung erbracht.“

Die Verwaltungskraft bleibt der Stadt Gunzenhausen erhalten und wird in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Der Arbeits- und Einsatzbereich wird künftig in der Stadtkämmerei, im Sachgebiet Haushalts- und Finanzverwaltung liegen.

IT-Spezialist des Bezirks

Michael Christof konnte sein 25-jähriges Dienstjubiläum feiern

Der Gunzenhäuser Michael Christof hat seinen Dienstsitz in Triesdorf.

Michael Christof, engagierter IT-Spezialist beim Bezirk Mittelfranken, konnte jüngst sein 25-jähriges Dienstjubiläum feiern. Dazu gratulierte ihm die Direktorin der Bezirksverwaltung, Manuela Eppe-Sturm, und bedankte sich für die langjährige Treue.

„Die IT ist das Herzstück, ohne IT funktioniert nichts“, so die Direktorin. Michael Christof absolvierte beim ehemaligen Telekom-Ausrüster Alcatel SEL am Standort Gunzenhausen 1986 bis 1988 eine Ausbildung zum Industriekaufmann. 1991 leistete der gebürtige Stuttgarter seinen Grundwehrdienst ab, bei der Truppe war er ebenfalls im IT-Bereich eingesetzt.

Ab 1994 arbeitete Michael Christof, der in Gunzenhausen lebt, dann als Netzwerkadministrator weiter in seinem Ausbildungsbetrieb. Als Anwendungsbetreuer im IT-Referat trat er 1998 in den Dienst des Bezirks Mittelfranken ein. Seit 2014 ist Michael Christof beim Bezirk als IT-Fachanalyst tätig. Dem rasanten Wandel der Technik ist er mit konsequenter Weiterbildung begegnet.

Michael Christofs Dienstsitz sind die Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf. Als Service-Operation-Team-Manager obliegt ihm die fachliche Führung von insgesamt fünf Mitarbeitenden. Mit seinem Team sorgt der Dienstjubilar nicht nur an den Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf für einen reibungslosen Ablauf der IT-Systeme, sondern auch beim Fränkischen Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken in Bad Windsheim, an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl, an der Robert-Limpert-Berufsschule in Ansbach, an der Maschinenbauschule Ansbach und an der Ansbacher Außenstelle des Berufsbildungswerkes Hören, Sprache, Lernen.

Stadt gemeinsam gestalten!

Workshop in der Stadthalle

Die Anregungen der Bürger werden registriert und in die Planung aufgenommen.

Der Begriff ISEK steht für Integriertes Stadtentwicklungskonzept. Zugegeben, das klingt ein wenig sperrig und nur wenige Bürgerinnen und Bürger wissen wohl, was sich darunter verbirgt. Dabei darf die Idee hinter ISEK gerne weitererzählt werden, denn es ist ein tolles Instrument, um eigene Lebensräume sinnvoll und perspektivisch weiterzuentwickeln.

Das Besondere: Nicht allein Politik und Verwaltung diskutieren und bestimmen bei ISEK, jede und jeder kann sich an der Fortschreibung des Konzepts beteiligen und seinen Wohnort auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten. In der Stadt Gunzenhausen hat das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Geschichte, denn es wurde bereits vor zehn Jahren auf den Weg gebracht.

Mittlerweile ist es an der Zeit, einen kritischen Blick auf das bisher Erreichte zu werfen. Typische Fragen müssen gestellt werden, so etwa: Wurden alle Ideen umgesetzt? Wo besteht noch Nachholbedarf und welche Überlegungen führten letztlich in eine Sackgasse? Zusätzlich soll das ISEK über das Jahr 2022 hinaus perspektivisch fortgeschrieben werden und neue Maßnahmen sowie Projekte für Gunzenhausen finden Niederschlag. Vor kurzem fand in der Stadthalle ein Workshop für interessierte Bürgerinnen und Bürger statt. Die Stadtverwaltung hat sich hierzu fachliche Unterstützung von den Nürnberger Experten des Stadtplanungsbüros PLANWERK geholt.

PLANWERK-Stadtplaner Dr. Tobias Preising hatte sich ein straffes Programm für den zweistündigen Workshop überlegt. Nach einem kurzen Rückblick begannen daher mehrere Arbeitsphasen, im Laufe derer bestehende Projekte bewertet und neue Themen angeregt werden konnten. Zum Abschluss pinnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr persönliches Lieblingsprojekt an eine vergrößerte Stadtkarte und hielten individuelle Überlegungen dazu auf einer Karteikarte schriftlich fest. Besonderes im Fokus standen die ortsentwicklungsrelevanten Handlungsfelder Verkehr, Soziales, Nachhaltigkeit und Tourismus.

Spätestens am Ende des Workshops war allen Beteiligten klar: In Gunzenhausen ist viel passiert, weiterhin bleibt aber viel zu tun. So wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept, etwa Alternativen zum Auto und den Ausbau der Radfahrinfrastruktur. Im Bereich Soziales wurde angeregt, das Spielplatzangebot zu verbessern und zusätzliche, auch inklusive Angebote für Jugendliche zu schaffen. Das Klima entlasten sollen mehr Bäume, und für noch mehr Sauberkeit in der Stadt könnten ehrenamtliche Patenschaften sorgen. Last but not least lebt Gunzenhausen auch vom Tourismus und hier wünschen sich viele Bürgerinnen und Bürger zusätzliche Familienangebote und moderne Markt- sowie Museumskonzepte.

30 Jahre Wehrkirchenstraße

Treffen der Kreisheimatpfleger des Landkreises Ansbach

Von links nach rechts: Bernhard Heim, Helmut Baer, Richard Schmidt, Stellvertretender Landrat Stefan Horndasch, Edmund Zöller, Oskar Geidner, Hildegard Spieker, Willi Krauß, Günther Fohrer sowie Josef Engelhardt (nicht auf Foto zu sehen) kamen beim Treffen der Kreisheimat- und Kreisarchivpfleger des Landkreises Ansbach zusammen.
Foto: Landratsamt Ansbach/ Regina Schilffarth

Im Rahmen des Arbeitstreffens der Kreisheimat- und Kreisarchivpfleger des Landkreises Ansbach hat Edmund Zöller nun seine Ausstellung „30 Jahre Fränkische Wehrkirchenstraße“ eröffnet. Diese ist bis Ende Oktober im Foyer des Landratsamtes Ansbach in der Crailsheimstr. 1 in Ansbach, während der regelmäßigen Öffnungszeiten, zu besichtigen. Der 97-jährige Kreisheimatpfleger beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit seiner Heimat und hielt auch zahlreiche heimatkundliche Vorträge über Franken. 

Zum Treffen kamen nun wieder neun Ehrenamtliche zusammen. Geleitet wurde es vom stellvertretenden Landrat Stefan Horndasch. Die Kreisheimatpflege wird im Landkreis Ansbach in den Bereichen Baudenkmalpflege, Früh- und Vorgeschichte, Volksmusik und Brauchtum sowie Kreisarchivpflege betrieben. Insgesamt zehn Personen bringen sich ehrenamtlich ein.

Dr. Christoph Lobinger, Leiter des Referats Bodendenkmalpflege beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in Nürnberg, referierte beim jetzigen Treffen über archäologische Sensationsfunde in Endsee bei Steinsfeld, die aktuelle Grabungen hervorbrachten. Kreisheimatpfleger Bernhard Heim informierte über die Nutzung des „Bayern Atlas plus“ bei der Erstellung von Stellungnahmen für das Bauwesen, etwa die Denkmalschutzbehörde.

„Es handelt sich bei der Kreisheimatpflege um ein wichtiges Ehrenamt, das zur Stärkung des Bewusstseins der eigenen Identität beiträgt. Die Arbeit geschehe aber häufig im Verborgenen“, sagte Stefan Horndasch und bedankte sich mit großer Anerkennung bei allen Kreisheimatpflegern für ihre geleistete Arbeit und das Engagement. „Die Ausstellung von Edmund Zöller ist ein sichtbares Zeichen dieser Arbeit und greift auch das Jubiläumsmotto des Landkreises Ansbach HEIMAT.GEMEINSAM.GESTALTEN auf“, so der stellvertretende Landrat weiter.

 

Bezirk fördert Fischerei

Hilfe für den Fischerzeugerring Mittelfranken

Der Bezirk Mittelfranken fördert im laufenden Haushaltsjahr den Fischerzeugerring Mittelfranken mit 45.000 Euro. Mit diesem Betrag übernimmt der Bezirk einen Teil der Personalkostenerstattung, welche der Fischerzeugerring an das Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern e. V. (LKV) für die Tätigkeit von dessen Ringassistenten in Mittelfranken leisten muss. Die beim LKV angestellten Ringassistenten führen bei Mitgliedsbetrieben unter anderem Wasseruntersuchungen auf Merkmale wie Temperatur, pH-Wert, Sauerstoff, Nitrat und Plankton durch. Sie erstellen Besatz-, Düngungs- und Futterpläne.

Des Weiteren sind sie beratend in den Bereichen Krankheitsvorbeugung, Teichpflege, Qualitätssortierung, Verkauf sowie Wirtschaftlichkeit der Fischzucht tätig. Die Ringassistenten tragen damit wesentlich zur Veredelung der Fischerzeugung in Mittelfranken bei. Der Bezirk unterstützt die Arbeit des Fischerzeugerrings Mittelfranken seit 1985 mit einem jährlichen Zuschuss. Bis einschließlich 2022 wurden rund 1,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Ab dem nächsten Jahr sollen aus dem Bezirkshaushalt 10.000 Euro mehr, insgesamt 55.000 Euro, fließen. Die Entscheidung darüber trifft der Bezirkstag in seiner Haushaltssitzung am Dienstag, 6. Dezember. Die 1. Vorsitzende des Fischerzeugerrings, Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt, hatte die Erhöhung beantragt und begründet diese unter anderem mit gestiegenen Personalkosten. Wegen der Corona-Pandemie konnten die Ringberater auch weniger Veranstaltungen durchführen, was zu Einnahmeausfällen geführt habe.

Dank an den Lebensretter

Öffentliche Anerkennung für Herbert Brumm

Landrat Manuel Westphal würdigte den Einsatz von Herbert Brumm am Neujahrstag durch die öffentliche Anerkennung des Regierungspräsidenten. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Herbert Brumm hat eine öffentliche Anerkennung des Regierungspräsidenten von Mittelfranken als Lebensretter erhalten. Da der Treuchtlinger bei der offiziellen Verleihung durch Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer verhindert war, hat nun Landrat Manuel Westphal stellvertretend die Anerkennung sowie eine Medaille überreicht.

Am Neujahrstag 2020 ereignete sich bei Treuchtlingen ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem die Beifahrerin im Wagen eingeklemmt und schwer verletzt wurde. Die beiden Mitinsassen des PKWs konnten sich selbst befreien und konnten so die verletzte Beifahrerin bergen. Herbert Brumm kam als Ersthelfer zu dem Unfall dazu und half bei der komplizierten Bergung der eingeklemmten Person.

Das Unfallopfer hatte sehr schwere Verletzungen am rechten Oberarm erlitten, die eine kritische Blutung verursachten und damit akute Lebensgefahr auslösten. Durch umsichtiges Handeln, insbesondere Abbinden mittels Dreieckstuch und anschließender zusätzlicher Anwendung eines professionellen Tourniquets, einer Aderpresse, konnte der Blutverlust vor Eintreffen des Notarztes und des Rettungshubschraubers deutlich reduziert werden.

„Für Ihren Rettungseinsatz und Ihre äußerst professionelle Erste Hilfe spreche ich Ihnen in Vertretung des Regierungspräsidenten die öffentliche Anerkennung aus. Auch Ihre Tat zeigt, wie wichtig es ist, mit Mut entschlossen zu handeln und anderen Menschen in Notsituationen zu helfen. Dafür meinen herzlichen Dank“, so Landrat Manuel Westphal während der Überreichung der Urkunde und der Medaille im Dienstzimmer des Landrats.

Herbert Brumm bedankte sich für die Würdigung und stellte fest: „Es ist wichtig, seine Erste-Hilfe-Kenntnisse stets aufzufrischen, so dass man im Notfall helfen kann und auch weiß, was zu tun ist.“

Neben den Rettungsmedaillen und den Christophorusmedaillen, die üblicherweise vom Bayerischen Ministerpräsidenten verliehen werden, können die Regierungspräsidenten Menschen, die bei einer Rettungstat mit sehr viel Umsicht und Ausdauer gehandelt haben, öffentlich würdigen. Grundlage dieser Ehrung ist die Bekanntmachung des Bayerischen Innenministeriums vom 16. Dezember 1953.