Neu ist „Alt-Gunzenhausen“

Das 76. Jahrbuch des Vereins für Heimatkund im Rathaus präsentiert

Im Rathaus stellten Vorsitzender Werner Falk (rechts) und sein Stellvertreter Werner Mühlhäußer (links) die neue Ausgabe Bürgermeister Karl-Heinz Fitz vor.   Foto: StGun/Grosser

Im Rathaus haben Vorsitzender Werner Falk und sein Stellvertreter Werner Mühlhäußer dem Bürgermeister die neue Ausgabe des Jahrbuchs „Alt-Gunzenhausen“ vorgestellt.  Karl-Heinz Fitz äußerte sich dabei anerkennend zur Arbeit des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen, der im nächsten Jahr zusammen mit dem Stadtjubiläum auf „100 Jahre Alt-Gunzenhausen“ zurückschauen kann. Die erste Ausgabe ist anlässlich der 1100-Jahrfeier im Jahr 1923 erschienen.

Dass der Stadtarchivar und der Schriftleiter von „Alt-Gunzenhausen“ in der Person von Werner Mühlhäußer identisch sind, das empfindet Vorsitzender Werner Falk als eine glückliche Synthese. So bekomme der Geschichtsverein Zugang zu jungen Autoren, denen der Archivar als Mentor zur Seite stehe und sie ermuntere, die Historie der Stadt in vielen Facetten zu beleuchten. Nicht unerwähnt blieb beim Gespräch im Rathaus die finanzielle Unterstützung der Stadt für den Verein, der inzwischen 310 Mitglieder zählt.

Elf historische Beiträge von zehn Autoren enthält die neue Ausgabe, die seit Weihnachten im Handel erhältlich ist. Zum Stamm der Autoren Werner Somplatzki, der Kreisheimatpfleger für Archäologie, „Die neolithische Siedlung zwischen Sammenheim und Sausenhofen“ nennt sich sein Beitrag. Siglinde Buchner hat sich gleich zwei Themen ausgesucht: die ehemaligen Turmburgen von Dornhausen, Pfofeld und Aha. Sie geht ferner auf die Beziehungen zu den Grafen von Abenberg ein und stellt Agnes Gräfin von Dollnstein vor, eine Patronatsherrin von Aha (1222). Die Johanniskirche von Altenmuhr porträtiert Günter L. Niekel  in reicher Illustration. Über die „Taufen Auswärtiger in den Kirchenbüchern von Heidenheim bis zum Ende des Dreißigjährigen Kriegs“ hat Werner Kugler geforscht. Das Studium in den Gunzenhäuser Kirchenbüchern von 1534 bis 1875 war für Werner Mühlhäußer sehr ergiebig, denn er hat eine Reihe von „Jubelhochzeiten“ und somit interessante Hinweise auf die gesellschaftliche Stellung der Frauen in jener Zeit gefunden.

Ebenfalls um eine Hochzeit geht es im Beitrag von Walter Salfner. „Die Hochzeitsgeschäfte des Fünfbronner Pfarrers Seefried“ nennt er sich. Dass es im 19. Jahrhundert auch in Gunzenhausen einen lebhaften Hopfenanbau und Hopfenhandel  gab, das schildert Werner Neumann.  Bilder der Reformatoren Martin Luther und Phillip Melanchthon hängen in vielen Kirchen Altmühlfrankens, aber Dr. Joachim Schnürle widmet sich vorzugsweise denen, die in der Unterasbacher Michaelskirche zu sehen sind.  Nicht von dem einstigen Mesner Emil Witthopf, sondern von dessen Sohn, dem bislang unbekannten Künstler Bernhard Witthopf, handelt der Beitrag von Günter Fürst.  „Erfolgsgeschichte der Gunzenhäuser Kultband“ nennt sich der umfangreiche Artikel von Defne Su Islim.

Das Jahrbuch ist für 15 Euro im örtlichen Buchhandel erhältlich. Im Depot des Vereins lagern noch Jahrbücher in größeren Auflagen aus den vergangenen Jahrzehnten.  Im Internet sind sie unter „heimatkunde-gunzenhausen.de“ aufgelistet. Der Verein gibt sie zu einem Sonderpreis von fünf Euro ab. Anfragen können an den Vorsitzenden gerichtet werden.

Trauer um R. Schwemmbauer

78-jährig ist der frühere Ansbacher Landrat gestorben

Rudolf Schwemmbauer war ein sehr geselliger Mensch. Er leitet auch den Ansbacher Bürgermeisterchor. Foto: Falk

Der Landkreis Ansbach trauert um Altlandrat Rudolf Schwemmbauer, der am 13. Januar 2022 im Alter von 78 Jahren verstorben ist.

Rudolf Schwemmbauer hat über Jahrzehnte seine Schaffenskraft in den Dienst der Menschen und der Kommunalpolitik seiner Heimat gestellt. Er hat sich in besonderem Maße um den gesamten Landkreis Ansbach verdient gemacht. Zunächst als Bürgermeister von Geslau seit 1978, als Kreisrat seit 1996 und vor allem als Landrat in der Zeit von 2002 bis 2012 gestaltete er die Politik in unserem Landkreis wesentlich mit und setzte sich in vorbildlicher Weise für die Belange der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Ansbach ein.

„Der Landkreis Ansbach verliert einen herausragenden Politiker und großherzigen Menschen, der eine schmerzliche Lücke hinterlässt“, sagte Landrat Dr. Jürgen Ludwig. „Unser großes Mitgefühl gilt seiner Familie.“ Als ein Ausdruck der Trauer wurde am Landratsamt Ansbach Trauerbeflaggung angeordnet.

Rudolf Schwemmbauer vertrat die Interessen des Landkreises Ansbach mit großer Tatkraft, Gestaltungswillen, politischer Weitsicht und vor allem feinem Einfühlungsvermögen für die Bedürfnisse der Menschen seiner Heimat. Sein Anliegen war es, gemeinsam mit den Kreisräten, Bürgermeistern und Bürgern den Landkreis Ansbach lebens- und liebenswert zu gestalten. Er tat dies konsequent und erfolgreich auch in verschiedensten Gremien – unter anderen im Bezirkstag und im Bayerischen Landkreistag.

Das langjährige und pflichtbewusste kommunalpolitische Wirken von Altlandrat Rudolf Schwemmbauer wurde durch zahlreiche Ehrungen gewürdigt. Ihm wurden unter anderem das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland, die Kommunale Verdienstmedaille des Freistaats Bayern in Silber und der Goldene Ehrenring des Landkreises Ansbach verliehen.

Rudolf Schwemmbauer wirkte über sehr viele Jahre auf allen kommunalen Ebenen:

1978 wurde Rudolf Schwemmbauer zum 1. Bürgermeister der Gemeinde Geslau gewählt. Bis zur Wahl zum Landrat 2002 übte er dieses Amt umsichtig, verantwortungsvoll und erfolgreich in 24 Jahren aus.

1990 wurde Rudolf Schwemmbauer zum Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Rothenburg o.d.T. gewählt. Er übte dieses Amt zwölf Jahre bis 2002 aus.

1990 bis 2002 wirkte Rudolf Schwemmbauer als gewählter Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetages für den Landkreis Ansbach, was die hohe Anerkennung im Kreise der Bürgermeister der 58 Gemeinden, Märkte und Städte im Landkreis Ansbach verdeutlicht.

1994 zog Rudolf Schwemmbauer in den Bezirkstag von Mittelfranken ein, wo er ab 2003 als stellvertretender Bezirkstagspräsident wirkte.

1996 wurde Rudolf Schwemmbauer in den Kreistag des Landkreises Ansbach gewählt. Als Mitglied in verschiedenen Ausschüssen gestaltet er ab diesem Zeitpunkt die Landkreispolitik mit.

Mit seiner Wahl zum Landrat des Landkreises Ansbach übernahm Rudolf Schwemmbauer ab 1. Mai 2002 eine zentrale Aufgabe im Landkreis Ansbach. Damit verbunden waren weitere Funktionen in verschiedenen Zweckverbänden, Vereinigungen und Gremien. Die Bevölkerung hat ihm 2008 erneut das Vertrauen ausgesprochen und für weitere sechs Jahre zum Landrat gewählt. Mit Ablauf des 30. April 2012 wurde Rudolf Schwemmbauer auf eigenen Antrag aus gesundheitlichen Gründen im Alter von 68 Jahren in den Ruhestand versetzt.

Rudolf Schwemmbauer hatte in den zehn Jahren als Landrat gewaltige Aufgaben zu erfüllen. Sein Einsatz galt unter anderem der medizinischen Versorgung, den Schulen, der Seniorenpolitik, der Umwelt- und Energiepolitik und einem familienfreundlichen Landkreis, unter anderem durch die Gründung des Bündnisses für Familie als Netzwerk von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Auch hat er sich für den Rettungshubschrauber und die Verbundbildung der Krankenhäuser eingesetzt. In seine Amtszeit fiel unter anderem auch das Gasunglück in Lehrberg mit Ausrufung des Katastrophenfalls.

Mit der Gründung des Bürgermeisterchores im Jahr 1989 konnte er sich einen Herzenswunsch erfüllen. Durch sein langjähriges Engagement als Dirigent konnte er viel dazu beitragen, Zusammenhalt und Einheit des Landkreises über die Bürgermeister als Multiplikatoren zu fördern.

Rudolf Schwemmbauer hat Kommunalpolitik mit Umsicht und außergewöhnlicher Bürgernähe gestaltet. Sein Wirken war geprägt von dem Antrieb, für die Menschen im Landkreis Ansbach die Heimat lebenswert zu gestalten und die Wirtschaft voranzubringen. Sein unermüdlicher Einsatz zugunsten des Landkreises Ansbach hat dessen Attraktivität, Identität und Perspektiven sehr gestärkt.

Seine große Heimatverbundenheit und die Liebe zur Gemeinschaft im ländlichen Raum waren ein großer Reichtum für unseren Landkreis. Dies wird sein Vermächtnis bleiben.

Noch mehr Freizeitspaß

Neuer Freizeitführer präsentiert die Angebote der Gästekarte

Ermäßigung auf den Eintrittspreis oder andere attraktive Vergünstigungen bei Sport- angeboten und Familienabenteuern, bei der Einkehr oder beim Einkaufen – das bie- tet die Seenland.Card. In sieben Urlaubsorten im Fränkischen Seenland erhalten alle Gäste über 18 Jahre die praktische Karte beim Check-In von ihrem Gastgeber: in der Stadt Gunzenhausen, den Gemeinden Muhr a.See, Haundorf und Pfofeld, im Markt Pleinfeld, im Markt Absberg sowie in der Stadt Spalt. Voraussetzung ist mindestens eine gebuchte Übernachtung; die Karte ist nicht übertragbar.
Welche Angebote und Vergünstigungen sie erwarten, erfahren Urlauber aus dem Freizeitführer „Mehr erleben mit der Seenland.Card“, der jetzt neu aufgelegt wurde. Für jeden Urlaubstyp ist etwas geboten: Sportbegeisterte freuen sich auf Surf-, Segel- und Wakeboardangebote oder Bootstouren auf den Seen. Bei Fahrten mit der „MS Altmühlsee“ und der „MS Brombachsee“ profitieren die Gästekarteninhaber ebenfalls. Aber auch an Land zeigt sich das Fränkische Seenland als kontrastreiche Region – die sich zum Beispiel mit Mieträdern erkunden lässt.
Auf Familien warten Spaß und Abenteuer zum vergünstigten Preis: Hochseilgärten, Bogenschießen, Ponyreiten, Mini- und Soccer-Golf oder ein Besuch im Freibad las- sen keine Langeweile aufkommen. Und auch für Regenwetter gibt es spannende An- gebote. Kulturbegeisterte Urlauber freuen sich besonders über die vielen Museen,
erlebnisreichen Führungen und Veranstaltungen, die sie mit der Seenland.Card zu besonders günstigen Konditionen besuchen können. Selbst bei Ausflügen über die Grenzen des Fränkischen Seenlands hinaus profitieren Urlauber von der Gästekarte – zum Beispiel im Playmobil-FunPark in Zirndorf, in Ansbach, Dinkelsbühl, Nördlin-
gen oder im Naturpark Altmühltal.
Aber nicht nur Freizeitangebote entdeckt man mit der Seenland.Card vergünstigt – auch die Gastronomen im Fränkischen Seenland servieren Seenland.Card-Besitzern gern ein kleines Extra. Nach den echt fränkischen Spezialitäten aus frischen, regio-
nalen Zutaten gibt es hier zum Beispiel gratis einen Schnaps oder Espresso oder eine Kugel leckeres Eis für die kleinen Gäste. Beim Einkaufen von Urlaubsmitbring- seln oder Spezialitäten lohnt es sich ebenfalls oft, die Gästekarte vorzulegen. Rabatt bekommt zum Beispiel, wer die neue Seenland-Kiste in der „Seekiste“ in Gunzen-hausen einkauft: Dank der Kiste mit vielen kulinarischen Leckerbissen von regiona- len Anbietern lässt sich der Geschmack des Fränkischen Seenlands sogar mit nach Hause nehmen.

Wer möchte Gastfamilie sein?

Individuelle Wohnformen für Menschen mit Behinderung


Wohnen in Gastfamilien bedeutet die Integration von erwachsenen
Menschen mit einer körperlichen, geistigen oder auch psychischen Behinde-
rung in eine Familie. Eine ausgewählte Gastfamilie nimmt eine Person in ihr
familiäres Leben auf, die nicht in der Lage ist, alleine und ohne Unterstützung
zu leben. Die Familie bietet ihrem Gast eine dauerhafte Wohnmöglichkeit und
ein stabiles soziales Umfeld. Die Menschen mit Behinderung sind dabei oft in
tagesstrukturierende Maßnahmen eingebunden, wie beispielsweise in die Ar-
beit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM).

Diese vom Bezirk Mittelfranken finanzierte sogenannte Assistenzleistung bietet Menschen mit
Behinderungen ein strukturiertes und übersichtliches Lebensumfeld, in dem
sie sich so weit wie möglich selbstständig und selbstbestimmt entfalten kön-
nen. Familien können auch Paare und Einzelpersonen sein. Dabei ist keine
besondere Ausbildung erforderlich. Es kommt im Wesentlichen darauf an, die
Bedürfnisse und Herausforderungen eines Menschen mit Hilfebedarf zu er-
kennen und sich darauf einstellen zu können. Für Menschen mit Behinderung
bedeutet das Leben in der Gastfamilie ein Stück mehr Integration und ermög-
licht einzelnen Betroffenen eine neue Lebensperspektive. Wohnen in Gastfa-
milien stützt sich auf die Prinzipien der Laienhilfe. Die Familienmitglieder müs-
sen keine besonderen beruflichen Qualifikationen aufweisen. Es kommen Fa-
milien mit und ohne Kinder, Lebensgemeinschaften, Alleinerziehende oder al-
lein stehende Personen in Betracht, Verwandte oder Lebenspartner scheiden
aus. Voraussetzungen sind Geduld, Einfühlungsvermögen und emotionale
Belastbarkeit. Die Gastfamilie erhält für die Betreuung des Gastes ein monat-
liches Betreuungsgeld, der Gast hat gegebenenfalls Anspruch auf Hilfe zum
Lebensunterhalt.

Ein begleitender Fachdienst, den der Bezirk Mittelfranken
ebenfalls finanziert, steht Gast und Familie, wenn beide dies möchten, beglei-
tend zur Seite. Weitere Informationen auf der Internetseite des Bezirks unter
der Adresse www.bezirk-mittelfranke

Bücherei hoch im Kurs

Lieblingsschmöker 2021 bei Kindern und Jugendlichen

Die Kinder haben Spaß am Lesen. Foto: Babett Guthmann

11.000 Kinder- und Jugendbücher gibt es in der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen, darunter stets die aktuellen Neuerscheinungen und Serienhits. Auch im zweiten Pandemie-Jahr blieb das Interesse ungebrochen und die Ausleihzahlen – abgesehen von den Pandemie-
bedingten Schließzeiten im Januar und Februar – konstant hoch. Oft wird das Büchereiteam von Eltern um Tipps gebeten: Mit welchen Kinderbüchern kann ich meinen Sohn oder meine Tochter zum Lesen verlocken? Aus der Auswertung der Ausleih-Hitlisten kann die Frage nach
den Lieblingsschmökern für alle Altersstufen beantwortet werden:
Bei den Bilderbüchern führt die kleine „Heule-Eule – Wo ist Mama“ die Hitliste an. Das Eulenkind mit den Kulleraugen ist ein Schreikind und sobald es ein Problemchen gibt, wird losgeplärrt. Der Autor Paul Friester erzählt, wie man augenzwinkernd mit kindlichen
Alltagskrisen umgehen kann. Immer noch sehr beliebt bei den kleinsten Bücherfans sind „Elmar“, der bunte Elefant von David MacKee, und „Lieselotte“, eine ziemlich freche
Bilderbuch-Kuh, für die sich der Autor und Illustrator Alexander Steffensmeier allerhand Abenteuer ausgedacht hat.Das Lesenüben leicht machen die Bücher der ersten und zweiten Lesestufe, die in der Kinderbuchabteilung einen bevorzugten Platz haben. Viele Bilder und kurze Geschichten – das ist das Erfolgsrezept dieser Bücher für die Leseanfänger. Besonders beliebt sind die „Olchis“
mit dem Titel „Allein auf dem Müllberg“ sowie aus der Leseanfänger-Reihe „Bücherhelden“ „Die drei ???-Kids“ von Ulf Blank. Hier werden spannende Kinderkrimis in vereinfachter Form mit einem Leserätsel am Ende jedes Kapitels kombiniert.
Und die Drittklässer? Die schwärmen für „Der kleine Drache Kokosnuss im Weltraum“ von Ingo Siegner oder lassen sichvom Humor von Marc Uwe Kling in „Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat“ verlocken. Beliebtestes Serien sind die 14 Bände mit Ponygeschichten „Die Haferhorde“ und die Abenteuer des Ninja Teams aus der Reihe „Lego: Ninjago-Legacy“.
Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse greifen in der Bücherei am liebsten zu den Serientiteln der Reihen „Die Schule der magischen Tiere“ von Margit Auer und den sage und schreibe 78 Krimis von Ulf Blank aus der Reihe „Die drei???-Kids“. Die ???-Kids sind nun außerdem ganz aktuell in der Comic-Sparte vertreten und erfreuen sich auch hier großer Beliebtheit. Gerade mal der Comic-Westernheld Lucky Luke kann da bei den Ausleihhits noch mithalten.
In der Jugendbuchabteilung der Stadt- und Schulbücherei sind einmal die beiden Fantasy- Abenteuer von Leigh Bardugo „Lied der Krähen“ und „Gold der Krähen“ sehr gefragt, aberauch die Abenteuer von Percy Jackson wie „Diebe im Olymp“. Angeführt wird die Hitliste der Jugendbücher von einem Roman über die erste Liebe und einen Sommer am Meer: Platz eins für „Leuchtfeuerherzen“ von Tanja Janz.
Kinder zum Lesen zu bringen ist manchmal gar nicht so einfach. Da ist einmal der Start ins Lesenlernen, der schlicht und ergreifend nur durchs Üben gelingen kann. Andererseits ist auch das Lesen längerer Texte und komplexerer Geschichten eine Übungssache – die natürlich auch Spaß machen soll. Deshalb ist es wichtig, den aufs Lesealter und die Lesekenntnis abgestimmten Lesestoff zu finden. Am besten funktioniert das – so die Erfahrung des Büchereiteams – wenn die Kinder selbst ihre Bücher aussuchen. Manchmal wählen sie ein Kinderbuch, das sie in einem Rutsch durchlesen können, oder sie greifen zu einem Titel, bei dem sie das Thema interessiert und das zu einer richtigen Lese-Herausforderung wird.In bestimmten Phasen lesen manche Kinder weniger gern Geschichten, sondern greifen zu Kindersachbüchern mit reich bebilderten Informationen. Auch hier gibt es besonders beliebte Serien wie die Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ für die Jüngeren, die bekannten „Was ist was?“-Titel und Tiptoi-Bücher, als Kombination von Sachbuch und interaktivem Lernspiel erfolgreich die Kinderherzen erobern.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen unter www.buecherei.gunzenhausen.de oder vom Büchereiteam per Telefon unter der 09831/508-320.

Keine Zweiklassen-Wirtschaftsschule

MdL Brandl: Jetzt die Wirtschaftsschule ab der Jahrgangsstufe 5 einführen!

Vor dem Hintergrund eines Urteils des Verwaltungsgerichthofes München vom Dezember 2021, das private Wirtschaftsschulen ab der 5. Jahrgangsstufe in Bayern erlaubt, sollten auch die öffentlichen Wirtschaftsschulen diese Vorklasse 5 zur 4-stufigen Wirtschaftsschule bilden können. Darauf haben die CSU-Landtagsabgeordneten Alfons Brandl (Herrieden) und Andreas Schalk (Ansbach) hingewiesen. Alfons Brandl ist Initiator eines Antrages im Bayerischen Landtag für die 5. Jahrgangsstufe an bayerischen Wirtschaftsschulen, Schalk ist Mitinitiator. 

Sollte die 5. Jahrgangsstufe nach dem Urteil nicht allgemein kommen, befürchten die Abgeordneten eine Zweiklassen-Wirtschaftsschule: „Schulen in freier Trägerschaft, die den Schülerinnen und Schülern bereits ab der Jahrgangsstufe 5 ein passgenaues schulisches Angebot machen können und öffentliche Schulen bei denen die Eltern Ihre Kinder – mit allen Nachteilen, die dadurch entstehen – erst „zwischenparken“ müssen, bevor sie in die Schule ihrer Wahl eintreten können. Das kann nicht das Ziel einer verantwortungsvollen Bildungspolitik sein.“

Wenn das Prinzip „Kein Abschluss ohne Anschluss“ in dem bayerischen vielfach gegliederten und durchlässigen Schulsystem seine Gültigkeit behalten soll, muss das passgenaue Angebot für private und öffentliche Wirtschaftsschulen gleichermaßen gelten.

Brandl: „Die 4. Klasse der Grundschule ist seit Jahren die entscheidende Stelle, an der die Entscheidungen für die weitere Schullaufbahn der Schüler:innen getroffen werden. Die Einführung einer Vorklasse 5 zur 4-stufigen Wirtschaftsschule in der 5. Jahrgangsstufe folgt den Grundprinzipien der bayerischen Bildungspolitik. Sie berücksichtigt dabei auch die von den Eltern seit Jahren geforderte Erhöhung der Durchlässigkeit an dieser Stelle.“

Die Bedeutung der 5. Jahrgangsstufe für den Bestand der Wirtschaftsschulen macht Schalk deutlich: „Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass die Wirtschaftsschule durch den fehlenden Anschluss an die Grundschule nach wie vor drastisch rückläufige Schülerzahlen aufweist. Ihr Bestand – und somit das Angebot als solches – ist mittlerweile an vielen Standorten gefährdet und droht ohne den sofortigen Anschluss an die Grundschule verloren zu gehen.“

Diverse Gespräche zu der Thematik unter anderem mit Landrat Dr. Jürgen Ludwig und den Oberbürgermeistern Dr. Christoph Hammer und Thomas Deffner haben den Abgeordneten deutlich gezeigt, dass einer solchen Entwicklung nur mit der 5. Jahrgangsstufe erfolgreich entgegengewirkt werden kann. 

In ihrem Antrag fordern die CSU-Politiker, ab dem Schuljahr 2022/23 einen Modellversuch für die Einführung einer Vorklasse 5 für Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe 5 an bayerischen Wirtschaftsschulen einzuführen. Damit soll die vorhandene Vielfalt der Möglichkeiten, einen mittleren Bildungsabschluss zu erreichen, attraktiv erweitert werden. Der Antrag wird im Februar von den Fachleuten der Koalitionsparteien CSU und Freie Wähler im Bayerischen Landtag diskutiert.

Brandl abschließend. „Ich bin optimistisch, dass unser Antrag Erfolg haben wird. Darin bestärkt mich auch das Urteil des Verwaltungsgerichtshofes. Mit der Einführung einer Vorklasse 5 zur 4-stufigen Wirtschaftsschule in der 5. Jahrgangsstufe wird der Übergang auf diesen Schultyp für die Schüler:innen gleichberechtigt und wie bei den anderen Schularten durchgängig ermöglicht.“ 

Pandemiebedingter Zugang

Regelung für Veranstaltungen in Gunzenhausen


Am kommenden Sonntag ist das Leipziger Vokalensemble Amarcord in der Gunzenhäuser Stadthalle zu Gast. „Wir freuen uns auf ein zauberhaftes und hoffentlich unvergessliches Konzerterlebnis. Aus gegebenen Anlass wollen wir auf die geltenden Zutrittsregeln gem. 15. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung für Veranstaltungen der Stadt Gunzenhausen hinweisen“, erklärt Manuel Grosser, der Pressechef der Stadt.

In der Stadthalle gilt 2G plus, der Zugang ist daher nur Geimpften und Genesenen möglich, die zusätzlich über einen tagesaktuellen Testnachweis verfügen. Bitte zeigen Sie das Testergebnis (ein Schnelltest ist ausreichend) unaufgefordert, in Kombination mit Ihrem 2G- Status und einem gültigen Ausweisdokument, dem Servicepersonal am Eingang. Geboosterte sind nach vollständiger Immunisierung von der Testnachweispflicht befreit. Kinder unter 14
Jahren benötigen ebenfalls keinen Nachweis.

Im gesamten Veranstaltungsbereich muss eine FFP2-Maske getragen werden, auch am Sitzplatz während der Veranstaltung. Wir bitten Sie dies konsequent einzuhalten und besonders auf den korrekten Sitz Ihrer Maske zu achten. Dadurch unterstützen Sie uns erheblich bei der Durchführung unserer Veranstaltung. Unangemeldete behördliche Kontrollen sind möglich. Verschiedene Hausstände müssen zudem einen Mindestabstand von 1,50Metern einhalten. Catering wird vor und während Veranstaltungen in der Stadthalle zum Schutz vor Infektionen aktuell nicht angeboten. In Zeiten der Corona-Pandemie müssen Termine immer wieder verschoben oder gar abgesagt werden. Kurzfristige Änderungen sind leider nicht auszuschließen. Bitte informieren Sie sich daher unter www.gunzenhausen.info, ob eine Veranstaltung auch tatsächlich stattfinden kann.

Für Fragen rund um Veranstaltungen der Stadt Gunzenhausen stehen die Mitarbeiterinnen des Kulturbüros und der Tourist Information unter der Telefonnummer 09831/508-300 / -109 oder per E-Mail unter kulturamt@gunzenhausen.de gerne zur Verfügung. Das Veranstaltungsprogramm finden Sie unter www.gunzenhausen.info.

Vorverkauf für Festspiele

10.000 Karten für die Sommer-Saison in Feuchtwangen

Der Kartenvorverkauf läuft gut, obgleich nur Corona-Fragezeichen bestehen.

Vom 5. Mai bis zum 14. August 2022 ist wieder Sommer-Festspielzeit in Feuchtwangen. Bereits am 21. Oktober 2021 hat der Vorverkauf für die Sommer-Saison begonnen. Nun, Anfang des neuen Jahres, blicken die Kreuzgangspiele auf ein gutes Zwischenergebnis: Inzwischen sind fast 10.000 Karten für die Sommer-Spielzeit verkauft worden. Das ist ein zufriedenstellendes Ergebnis angesichts der nach wie vor dynamischen Entwicklung in der Pandemie. Durchschnittlich lag der Vorverkauf seit 2010 Anfang Januar bei 10.900 vorverkauften Karten; der aktuelle Wert liegt also nur wenig unter dem eines durchschnittlichen „Normaljahres“ ohne Corona-Unsicherheiten. Das lässt die Festspiele optimistisch auf den Sommer blicken, und es macht Hoffnung auf eine vollumfängliche Theatersaison. Besonders nachgefragt sind die Kleinkinderstücke im Nixel-Garten – für „Das Spiel vom dicken, fetten Pfannekuchen“ mussten schon Zusatzvorstellungen angesetzt werden – sowie der Theaterspaziergang am 25. Mai (bereits ausverkauft!) und die Mitternachtsrevue „Eldorado“, die aufgrund des großen Interesses vonseiten des Publikums 2022 gleich zwei Mal, am 15. Juli und am 29. Juli stattfinden wird.

Die Sommer-Spielzeit der Kreuzgangspiele beginnt am 5. Mai 2022 mit einer besonderen Premiere im neueröffneten Kino: Alexander Ourth und Ulrich Westermann haben das Theaterprojekt „Zersetzung – Eine Textcollage nach Motiven aus dem Werk von H. P. Lovecraft“ gemeinsam entwickelt. Der amerikanische Autor H. P. Lovecraft, 1890 geboren, schuf ein umfangreiches Werk aus Erzählungen und Kurzgeschichten, darin dominiert eine Angst vor dem Unbegreiflichen, Okkulten, das als angsteinflößende Macht unaufhaltsam in das Leben seiner Protagonisten eindringt. Lovecraft gilt als der bedeutendste Autor phantastischer Horrorliteratur des 20. Jahrhunderts und hat mit dem von ihm erfundenen Cthulhu-Mythos zahlreiche Nachfolger beeinflusst. Es gibt Vorstellungen in den Regina Lichtspielen am 5., 6. Und 7. Mai 2022, jeweils 20 Uhr.

Im Kreuzgang stehen dann zwei große Abendproduktionen auf dem Spielplan. Zum einen das Singspiel „Im weißen Rössl“, ein betörendes Fest des Lebens mit viel Musik und bekannten Liedern. Zum anderen wird Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“ zu erleben sein, ein unglaubliches Stück Weltliteratur um eine große Liebe zweier junger Menschen. Für Kinder und Familien gibt es sogar drei Stücke: Im Kreuzgang wird „Pippi Langstrumpf“ Groß und Klein begeistern. Im Nixel-Garten an der alten Stadtmauer präsentieren die Kreuzgangspiele für die Kleinsten ab 3 „Das Spiel vom dicken, fetten Pfannekuchen“ und „Frederick“.

Darüber hinaus ist im Nixel-Garten das „Antigone-Projekt“ nach dem griechischen Tragödienklassiker zu sehen und eine Theaterperformance widmet sich unter dem Titel „Bachmann“ der berühmten gleichnamigen Autorin, die sich in ihrem Schaffen intensiv mit dem Faschismus auseinandergesetzt hat. Zudem gibt es zahlreiche Veranstaltungen in der Reihe Kreuzgangspiele extra, darunter den Theaterspaziergang, die Mitternachtsrevue sowie ein Konzert mit Georg Ringsgwandl.

Alle Stücke, Informationen und Karten gibt es auf www.kreuzgangspiele.de und unter Kartentelefon 09852 90444.

Eiszeit ist vorbei

Erfolgreiche Eisbahnsaison in der Stadt Gunzenhausen

Nun ist sie vorbei, die Gunzenhäuser Eisbahnsaison im Winter 21/22. Die letzten Elemente auf dem Marktplatz werden abgebaut und es wird langsam Zeit, ein Fazit zu ziehen. Schon vorher war klar: Noch nie stand eine Eisbahnsaison in Gunzenhausen unter einem schlechteren Stern. Denn Corona hatte hohe Auflagen und eingeschränktes Angebot im Gepäck. Dazu die latente Angst, am Ende die Verbreitung des Virus zu begünstigen. Am Ende waren die Entscheidungen richtig und das Festhalten an der Eisbahn hat sich gelohnt. Das Resümee fällt positiv aus.

„Natürlich gehört Mut dazu, mitten in einer Hochphase der Corona-Pandemie eine Eisbahn zu eröffnen“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Wir wollten den Kindern und Jugendlichen unbedingt etwas Gutes tun. Die Jüngsten leiden im besonderen Maße unter den Einschränkungen und die negativen Folgen für Körper, Geist und Seele können wir aktuell wohl nur erahnen. Als Stadt sehen wir uns in der Verantwortung, alles nur Mögliche zu unternehmen, um hier wenigstens ein bisschen entgegen zu steuern. So waren alleine 1500 Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Schulsports aktiv. Und keine Sorge, wir handeln nicht aus dem Bauch heraus, sondern sprechen Hygienekonzepte oder Maßnahmen regelmäßig mit den verantwortlichen Stellen, z.B. dem Gesundheitsamt, ab.“

Bis auf ein paar wärmere Tage mit Temperaturen über 10 Grad Celsius war die Eisbahn seit dem 19. November 2021 durchgehend geöffnet und insbesondere Schulen nutzten das Angebot um Sportunterricht im Freien anzubieten. Die Besucherzahlen lagen mit rund 9000 gar noch so deutlich unter den Ergebnissen der Jahre vor Corona. „So sind im Spitzenjahr 2019 auch nur rund 3000 Besucherinnen und Besucher mehr auf die Eisbahn gekommen. Wir haben eine gute Eisbahnsaison erlebt und ich möchte dem gesamten Team für den tollen Einsatz danken“, so Wirtschaftsreferent Andreas Zuber. „Das fehlende gastronomische Angebot, 2G und am Ende auch noch schlechtes Wetter mit fünf Schließtagen – es kam einiges zusammen. Dennoch verbuchen wir die diesjährige Eisbahnsaison als Erfolg und haben die Herausforderungen mit Bravur gemeistert. Der Zuspruch aus der Bevölkerung ist da und wir freuen uns schon sehr auf den kommenden Winter. Dann hoffentlich ohne Corona, aber mit Heiss auf Eis auf dem Marktplatz.“  

Verwandelt – verschandelt!!

Protestmarkierungen am Brombachsee entfernen

Viele Besucher wissen den Hintergrund der Protestaktion vom letzten Jahr nicht. Deshalb sollte die „Bemalung“ verschwinden, meint die Seenlandbesucherin Christinöe Mark aus Schwabach. Privatfoto


Christine Mark aus Schwabach spricht aus, was viele empfinden, die am Brombachsee radeln oder wandern. Wie viele Menschen genießt ihre Familie seit Jahren den Rundweg um den Kleinen Brombachsee. „Im Zuge der Protestaktion gegen die Centerpark-Anlage wurden unzählige Bäume entlang des eigentlich herrlichen Rundwegs um den See, gerade vom Campingplatz entlang des Munageländes, in einen deprimierenden Spazierweg verwandelt, nein verschandelt!“, schrieb sie an die Verantwortlichen des Zweckverbands.

So viele Bäume wurden mit weißen Totenkreuzen bemalt, ohne Respekt und Rücksicht auf die Natur im vermeintlichen Kampf für die Natur. Diese Aktion war und ist ein Frevel an der Natur bzw. an den Bäumen!

Wer für Respekt und Achtung vor der Natur Eintritt, sollte dafür auch Verantwortung übernehmen und diese Verschandelung der Bäume und der Umgebung in einer Aktion „Bäume reinigen und zurück zur Natur für die wirklichen Freunde der Natur und Spaziergänger, die sich auch bei Unterschriftenaktionen o.ä. engagieren oder sich einfach an der Natur erfreuen wollen. Der sanfte Tourismus muss auch dieses Ziel im Blick haben.

Wenn Umweltverbände auf ihrer Homepage Naturfreunde Bayern zu achtsamen Umgang mit der Natur aufrufen. Dann bitte auch darauf achten.

„Mein Wunsch für das Jahr 2022 wäre, dass dieser Bereich wieder ein Hochgenuss wird zum Verweilen oder zum Wandern/Radeln“, schreibt Christine Mark an den Zweckverband Brombachsee, aber sie möchte in erster Linie natürlich die Verursacher ansprechen. Wenn die aber nicht reagieren, dann erwartet werden, dass der Zweckverband aktiv wird.