Besuchszeiten gelockert

Neue Besuchsregelung am Klinikum Altmühlfranken

Aufgrund der sich entspannenden Corona-Lage wurden in Bayern die gesetzlichen Vorgaben zur Besuchsregelung wesentlich gelockert. Das Klinikum Altmühlfranken hat die Bestimmungen für Patientenbesuche daher kurzfristig an das geänderte Infektionsgeschehen angepasst.

Mit sofortiger Wirkung gilt eine tägliche Besuchszeit von 14 bis 19 Uhr. Innerhalb dieser Zeitspanne ist die Anzahl der Besuche nicht mehr begrenzt; es dürfen jedoch nicht mehr als zwei Besucher gleichzeitig empfangen werden.

Der Schutz der Patienten hat oberste Priorität. Aus diesem Grund gilt weiterhin eine FFP2-Maskenpflicht. Ferner benötigen alle Besucher einen negativen Schnelltest (Antigentest), der nicht älter als 24 Stunden sein darf.

„Fünf-Täler-Tour“ auf Platz 1

Leser des Radreisemagazins „Bike & Travel“ votierten pro Naturpark Altmühltal

Im Naturpark Altmühltal gibt es Grund zu feiern: Die „Fünf-Täler-Tour“ belegt den ersten Platz beim „Bike & Travel Award 2023“. Die Strecke setzte sich im Online-Voting gegen zahlreiche hochwertige Radtouren aus ganz Deutschland durch. Insgesamt rund 15.000 Leser des Radreisemagazins „Bike & Travel“ beteiligten sich bei der Abstimmung, aus der die „Fünf-Täler-Tour“ in der Kategorie „Die besten Touren in Deutschland 2023“ als Sieger hervorging.

Die Mehrtagestour, die besonders für die Reise mit dem E-Bike geeignet ist, verdankt ihren Namen den fünf Tälern, die sie durchquert: Vom Donautal geht es übers Urdonautal ins Altmühltal und dort – nach einem Abstecher durch das Sulz- und Labertal – zurück an die Donau. Die Strecke verläuft auf bekannten Radwegen wie dem Altmühltal- und dem Donauradweg. Unter anderem führt sie durch Neuburg a.d. Donau, Eichstätt, Beilngries, Berching, Neumarkt i.d.OPf., Dietfurt, Riedenburg, Kelheim und Bad Gögging. Auf dem Weg liegen Sehenswürdigkeiten wie die Burg Kipfenberg, das Kloster Weltenburg oder der Burgsteinfelsen bei Dollnstein. Ein Pluspunkt des Tourvorschlags ist sicherlich auch die gute Erreichbarkeit mit der Bahn: Als Start- und Endpunkt wird Ingolstadt empfohlen. Die Tour ist inklusive Wegbeschreibung, Karte und GPX-Daten auf der Naturpark-Website unter www.naturpark-altmuehltal.de/radfahren/radwege zu finden.

Der Bauantrag wird digital!

Weiterer Schritt zur Digitalisierung im Landkreis

Ab dem 01. Februar 2023 können Bauanträge im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen digital eingereicht werden. Dies ist ein weiterer großer Schritt hin zur Digitalisierung der Verwaltung.

Die Vorbereitungen für den Stichtag 01. Februar 2023 im Landkreis laufen schon seit etlichen Monaten. Neben der Umstellung der Software wurden auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bauamt entsprechend geschult. Außerdem hat bereits eine Informationsveranstaltung für die Städte und Gemeinden im Landkreis stattgefunden.

Das Angebot des digitalen Bauantrages richtet sich grundsätzlich an alle Bauvorlageberechtigten, also Architekten, Bauingenieure und Handwerksmeister. Die Einreichung bzw. auch die Nachreichung von Unterlagen in digitaler Form erfolgt ausschließlich über den Online-Assistenten des Bauministeriums. Hierzu erfolgt die Authentifikation des jeweiligen Antragstellers durch die BayernID. Diese kann unter https://bayernid.freistaat.bayern/de/bayern/freistaat/registration/1 beantragt werden.

Weiterhin ist auch die Einreichung in Papierform wie gewohnt möglich.

Eine weitere Neuerung besteht darin, dass die meisten Anträge, auch die in Papierform, zukünftig nicht mehr bei der jeweiligen Gemeinde, sondern direkt am Landratsamt eingereicht werden müssen. Ausnahmen bilden Genehmigungsfreistellungsverfahren und isolierte Befreiungen in Papier. Die Stadt Weißenburg ist als untere Bauaufsichtsbehörde hiervon zunächst nicht betroffen.

Sämtliche Verlinkungen und Informationen zum digitalen Bauantrag können auf der Homepage des Landratsamts Weißenburg-Gunzenhausen (www.landkreis-wug.de/baugenehmigung/) unter „Digitaler Bauantrag“ aufgerufen werden. Dort sind auch häufig gestellte Fragen (FAQs) hinterlegt sowie eine Übersicht, wo zukünftig welche Anträge im Zusammenhang mit Bauvorhaben und Abgrabungen einzureichen sind.

Für den 01. Februar 2023 ist zudem ein Bauforum für Entwurfsverfasser von Bauanträgen geplant, um über Details und Formalien der digitalen Antragstellung zu informieren. Wer sich als Entwurfsverfasser für diese Veranstaltung anmelden will, kann dies online erledigen unter www.landkreis-wug.de/anmeldung-4-bauforum/.

Feuriges „Wiener Blut“

Begeistertes Publikum in der Stadthalle Gunzenhausen

Die Operette hat ihre Fans. Das zeigte sich in der Stadthalle, in der reichllich „Wiener Blut“ floss.

Eine Operette sollte abwechslungsreich sein, voller musikalischer Intensität und gewürzt mit einer kräftigen Prise Humor. Inhaltlich wird den Menschen – frei nach dem fränkelnden Martin Luther – regelmäßig „auf´s Maul g´schaut“, es werden Stimmungsbilder gemalt und gesellschaftliche Milieus portraitiert. So auch in der heiteren Operette „Wiener Blut“ von Johann Strauss (Sohn). Das Stück spielt zugegebenermaßen in einer längst vergangenen Zeit, nämlich im kaiserlichen Österreich des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Es geht um den Adel, um Liebeleien des Blauen Bluts und allerlei anderer Irrungen und Wirrungen. Vergangenen Samstag wurde das berühmte Stück vom Ensemble der Wiener Operettenbühne in der gut besuchten Stadthalle gezeigt. Das Publikum bekam nicht nur den ein oder anderen Evergreen präsentiert, sondern erfreute sich an bestens aufgelegten Schauspielerinnen und Schauspielern.

In Wiener Blut geht es um den Schürzenjäger Balduin Graf Zedlau. Er betrügt nicht nur seine Gattin Gabriele mit der Tänzerin Franziska Cagliari, sondern hat zudem ein Auge auf die Probiermamsell Pepi Pleininger geworfen. Gabriele ahnt davon nichts und vermisst beim spießigen Balduin eher das Wiener Blut, die typisch wienerische Lebenslust und Feuer in den Adern. Kammerdiener Josef muss das ausbaden, versucht er doch nicht nur seinen Herrn vor Unheil zu schützen, sondern auch seine heimliche Liebe Pepi Pleininger für sich zu gewinnen. Als Balduins Vorgesetzter, Premierminister von Reuß-Schleiz-Greiz die Bühne betritt, ist das Chaos vorprogrammiert und das Lügengebilde Balduins bricht zusammen.

Gut gelaunt und voller Spielwitz, so präsentierte sich das Ensemble an diesem kurzweiligen Abend. Die Schauspielerinnen und Schauspieler hatten einfach Lust, den Besucherinnen und Besuchern einen netten Abend zu bereiten. Sie zwinkerten und lächelten sich zu, verstanden sich augenscheinlich. So übertrug sich der Spaß und die Leichtigkeit des Spiels schnell auf das Publikum, es wurde viel gelacht und ausgiebig geklatscht. Die Live-Musik des Orchesters der Operettenbühne Wien tat ihr übriges und bescherte einige Ohrwürmer. Spätestens als „Wiener Blut, eig´ner Saft, voller Kraft, voller Glut“ angestimmt wurde, sang oder summte der eine oder die andere lautstark mit. Der typisch österreichische Dialekt tat sein Übriges und sorgte mit oder ohne einem „Glasl Wain“ für Schmunzler. So tanzten Balduin und seine Liebschaften durch die Kulissen, die toll anzusehenden Kostüme stellte das Österreichische Bundestheater. Am Ende von Wiener Blut gab es dann auch noch ein Happy-End und jeder Topf fand auch einen passenden Deckel – darüber soll jedoch nicht zu viel verraten werden.

Nähere Informationen zum Gunzenhäuser Kulturprogramm erhalten Sie unter www.gunzenhausen.info, beim städtischen Kulturamt direkt, oder per Tel. 09831/508 109 bzw. E-Mail an kulturamt@gunzenhausen.de.   

Strategie für den Kreis

Wie kann sich der Wirtschaftsstandort entwickeln?

Zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Weißenburg-Gunzenhausen erstellt der Landkreis derzeit gemeinsam mit Vertretern der Wirtschaft eine Wirtschaftsstandortstrategie. Im Rahmen des Förderprojekts „Resiliente Wirtschaftsregion Altmühlfranken“ wird die Erarbeitung der Strategie über das Regionalmanagement Bayern gefördert.

Die Wirtschaftsregion Altmühlfranken befindet sich wie viele andere Regionen inmitten eines Transformationsprozesses, der durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie der aktuellen Energiekrise noch in besonderer Weise verstärkt wird. Insbesondere die Kunststoff- und Automobilzulieferindustrie in unserer Region sieht sich dahingehend großen Herausforderungen gegenüber.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen und um den Wirtschaftsstandort Weißenburg-Gunzenhausen weiter zu stärken, soll laut dem vorliegenden strategischen Leitbild „Altmühlfranken 2030“ für den Landkreis eine Wirtschaftsstandortstrategie gemeinsam von Politik und Wirtschaft entwickelt werden. Federführend erfolgt die Umsetzung der Strategie über die Wirtschaftsförderung der Zukunftsinitiative altmühlfranken. Diese wird dabei fachlich und strategisch von einem externen Büro unterstützt.

In dem Konzept werden unter anderem auf Basis umfangreicher Analysen die Stärken und Schwächen des Wirtschaftsstandortes identifiziert und diese mit anderen Standorten verglichen. In der Folge werden auf Grundlage der Analysen eine Positionierung Weißenburg-Gunzenhausens erarbeitet, Handlungsfelder und Projekte abgeleitet und priorisiert sowie der Fachbereich Wirtschaftsförderung gezielt darauf ausgerichtet. Der Prozess dauert aus heutiger Sicht bis September dieses Jahres.

Derzeit läuft die Unternehmensbefragung zum Wirtschaftsstandort, die sich an alle Unternehmen im Landkreis richtet, egal welcher Branche oder Größe. „Unser Ziel ist es, Sie als Unternehmerin und Unternehmer vor Ort bestmöglich zu unterstützen. Dafür wollen wir Ihre Meinung, Ideen und Wünsche von Anfang an in den Prozess miteinbeziehen“, unterstreicht Landrat Manuel Westphal die Bedeutung, sich als Unternehmen an der Umfrage zu beteiligen.

Die Umfrage dauert in etwa 20 Minuten. Die Angaben werden in jedem Fall vertraulich und anonym ausgewertet. Konkrete Angaben zum Unternehmen sind optional und müssen nicht zwingend gemacht werden.

Sollten Sie als Unternehmen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen noch nicht per E-Mail bezüglich der Umfrage informiert worden sein, können Sie sich gerne bei der Wirtschaftsförderung der Zukunftsinitative altmühlfranken melden (wirtschaftsfoerderung@landkreis-wug.de, 09141 902-244). Anschließend erhalten Sie die Zugangsdaten zur Unternehmensumfrage.

Region wird gefördert

Kleinprojektefonds geht in eine neue Runde


Durch das LEADER-Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ können im Gebiet der Lokalen Aktionsgruppe Altmühlfranken nun weitere Kleinprojekte finanziell unterstützt werden. Förderanfragen können ab
sofort gestellt werden. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten stellt der LAG erneut 20.000 Euro zur Verfügung. Weitere 2.223 Euro steuert die LAG selbst bei. Das Projekt ermöglicht eine Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements in der Region. Einzelmaßnahmen von Vereinen und Ehrenamtlichen etc., die aufgrund ihres geringen Umfangs normalerweise von der Förderung ausgeschlossen wären, können dadurch unbürokratisch unterstützt werden.
„Bereits in der ersten Phase „Unterstützung Bürgerengagement“ konnten wir vielfältige Einzelmaßnahmen unterstützen. Das mögliche Themenspektrum reicht von Natur- und Umweltschutz über Soziales bis hin zu Tourismus und Kultur“, erklärt Landrat Manuel Westphal, Vorsitzender der LAG Altmühlfranken.
Voraussetzung ist, dass es sich um innovative Maßnahmen handelt.
Veranstaltungen, die es schon gibt, können beispielsweise nicht bezuschusst
werden. Außerdem darf mit den Maßnahmen bisher noch nicht begonnen worden
sein. Gefördert werden 90 % der Nettokosten, wobei der Zuschuss mindestens 500 Euro betragen muss, maximal gibt es 2.000 Euro pro Einzelmaßnahme. Die Entscheidung, welche Maßnahmen die Kriterien erfüllen und damit einen Zuschuss erhalten, trifft der Steuerkreis der LAG Altmühlfranken. Die nächste Sitzung findet am 26. April 2023 statt.
Wer eine Idee umsetzen will und hierfür auf der Suche nach Unterstützung ist, kann sich an die Geschäftsstelle der LAG Altmühlfranken wenden.
Ansprechpartnerin dort ist LAG-Managerin Lena Deffner. Für eine erste Anfrage kann das Anfrageformular verwendet werden, das unter www.lag- altmuehlfranken.de/buergerengagement heruntergeladen werden kann. Darin sind die geplante Maßnahme sowie die ehrenamtliche Beteiligung kurz zu beschreiben und der Durchführungszeitraum sowie die geplanten Kosten anzugeben.
Weitere Informationen und Unterlagen zum Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ erhalten Interessierte auf oben genannter Website oder telefonisch unter 09141 902-194.

Russland verstehen

Verlässliche Informationen bietet Website „dekoder.org“

Die Entspannungsphase der letzten drei Jahrzehnte in Europa hat die Deutschen dazu verführt, die machtpolitischen Konstellationen nicht allzu genau wahrzunehmen, auch der russische Überfall auf die Krim (2014) hat uns nicht geschreckt, erst  der Ukrainekrieg führt uns in die Realität.

Es lohnt sich, die russische Gesellschaft näher kennen zu lernen, um mehr zu erfahren und zu verstehen, wie sie tickt.  Russland ist nicht nur Putin. Das wäre eine unzulässige Verkürzung. Wir müssen uns bemühen, die „russische Seele“ kennenzulernen, um vieles von dem zu verstehen, was uns täglich in den Medien vorgesetzt wird.  Und das ist nicht immer authentisch, sondern eher oberflächlich und – wie manche meinen – manipuliert.

Es gibt eine lange Literaturliste, viele Newsletter und Webseiten. Gute deutschsprachige Informationsquellen sind nach Darstellung des Autors Jens Siegert die Monatszeitschrift (www.zeitschrift-osteuropa.de) und die Website „dekoder.org“, die uns helfen, Russland zu entschlüsseln.

Von Jens Siegert selbst stammt das Buch „Im Prinzip Russland“, das in der Edition Körber erschienen ist (ISBN 978-3-89684-288-6). Es kostet 19 Euro und stellt Russland in 22 Begriffen vor. Das Buch eröffnet Einblicke in das russische Fühlen, Denken und Handeln und erklärt politische Verhaltensweisen und Entscheidungen.

Neue Lademöglichkeiten

Betanken der E-Autos jetzt am Festplatz möglich

E-Autofahrerinnen und –fahrer kennen das: Die Batterie nähert sich langsam aber sicher dem roten Bereich, also ab zum nächsten Ladepunkt und Strom nachtanken. Problem: Gerade im ländlichen Bereich sind Ladesäulen noch rar gesät und die paar, die es gibt, sind oft belegt oder zu weit entfernt. „Die Anzahl der E-Autos steigt und die Infrastruktur muss Schritt halten. Wer Elektromobilität möchte, der muss auch Lademöglichkeiten schaffen“, betont Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „E-Autos sind zukunftsfähig und ein wichtiger Teil der Mobilitätswende. In der Stadt Gunzenhausen möchten wir diese Entwicklung vorantreiben und errichten deshalb in Kooperation mit den Stadtwerken weitere Ladepunkte. Zuletzt wurden zwei neue Säulen mit vier Lademöglichkeiten am Festplatz installiert.“

Öffentliche E-Ladesäulen gibt es in Gunzenhausen bereits seit 2015, die erste Stromtankstelle wurde am Oettinger Parkplatz errichtet. Es folgten weitere Ladepunkte, so in der Waagstraße und nun am Schießwasen. Die von den Stadtwerken Gunzenhausen betreuten Ladesäulen sind auf dem modernsten Stand und haben eine Leistung bis maximal 22 Kilowatt. „Selbstverständlich fließt über die Ladesäulen nur Ökostrom in die umweltfreundlichen Fahrzeuge“, ergänzt Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Die neuen Säulen am Festplatz sind ein weiterer Schritt hin zu einer attraktiven Ladeinfrastruktur in Gunzenhausen. Zusammen mit den Stadtwerken arbeiten wir weiter an Verbesserungen und werden den Ausbau im Stadtgebiet weiter vorantreiben.“

Informationen zu den E-Ladesäulen in der Stadt Gunzenhausen inklusive der Standorte erhalten Sie unter www.ladeverbundplus.de.

Neue Rollatorspur

Gunzenhausen: Sicher von A nach B kommen

Die Gunzenhäuser Altstadt ist wunderschön, eine charmante Flaniermeile mit Urlaubsflair. Hier lässt es sich aushalten und ein paar tolle Momente genießen. Wer allerdings schlecht zu Fuß ist oder gar auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen ist, der müht sich in manch alter Gasse oder historischem Ort am teils groben Pflasterbelag ab. So bis vor kurzem auch am Hafnermarkt zwischen Bühringer Straße und Marktplatz. Witterung, Erosion und Verkehr haben den Steinen vor Ort zugesetzt. „Menschen mit Handicap, Seniorinnen und Senioren, aber auch Familien mit Kinderwagen hilft das wenig“, betont Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Gerade im öffentlichen Raum muss Bewegung ohne Einschränkung möglich sein. Dazu gehören ein sicherer Stand und Wege ohne Hindernisse. Wir haben lange über Verbesserungen am Hafnermarkt diskutiert. Eine Rollatorspur erschien uns eine praktikable und stolperfreie Lösung, die sich zudem optisch gut ins Stadtbild integriert.“

Im fachlichen Austausch mit Julia Braun, ehrenamtliche Beauftragte für Menschen mit Behinderung in der Stadt Gunzenhausen, wurde die Rollatorspur im letzten Jahr durch das Gunzenhäuser Stadtbauamt geplant und umgesetzt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 50.000 Euro, allerdings gibt es hier gute Nachrichten für die Stadtkasse: Die Baukosten werden durch das staatliche Förderprogramm „Innenstädte beleben – Abbau baulicher Barrieren im öffentlichen Raum zur behindertengerechten Gestaltung“ bis zu 80 % bezuschusst. „Die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum wird von staatlicher Seite vorangetrieben und wir freuen uns über die Zuschüsse“, so Thomas Hinterleitner aus dem Stadtbauamt. „Um die Teilhabe aller Menschen am Verkehrsgeschehen zu ermöglichen, suchen wir immer nach Verbesserungspotential, auch bei bestehender Infrastruktur. Gerade im Altstadtbereich können Rollatorspuren eine sinnvolle Lösung sein. Die Spuren erleichtert den Gang und, was oft vergessen wird, helfen Sehbehinderten bei der Orientierung.“

Die ortsansässigen Pflasterexpertinnen und -experten der Firma Wagner aus Unterwurmbach haben die Baumaßnahme unkompliziert und hochwertig umgesetzt. Telekom und Vodafone haben die Umbauphase zudem genutzt, um an selber Stelle Glasfaserleitungen zu verlegen. „Das war natürlich eine Win-Win-Situation“, ergänzt Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Der Gehweg war offen und so konnten die Leitungen im Zuge mitverlegt werden. Alles in allem ist die Rollatorspur am Hafnermarkt ein voller Erfolg und wird gut angenommen. Über weitere Spuren denken wir nach, beispielsweise am Haus des Gastes.“

Schließlich richtet Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz noch einen Appell an motorisierte Verkehrsteilnehmer: „Fahrzeuge sollten weder zum Parken noch zum Halten auf der Rollatorspur abgestellt werden. Bitte halten Sie die Spuren frei.“

WasserRadweg auf der CMT

Messeauftakt mit neuem Radtourenbuch

Mit einem Auftritt auf der CMT in Stuttgart, der weltweit größten Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit, ist der Fränkische WasserRadweg ins neue Jahr gestartet. Am Auftaktwochenende, also vom 14. bis 16. Januar 2023, ergänzte die Tochtermesse Fahrrad- und Wanderreisen die bekannte Urlaubsmesse. Hier bekamen Fahrradfans in jede Menge Tipps für ihre Touren auf der insgesamt rund 460 Kilometer langen Runde durch das Fränkische Seenland, den Naturpark Altmühltal und das Romantische Franken.

Jessica Pitterle, Produktmanagerin Fränkischer WasserRadweg, Leoni Dengler, 4. Fränkische Seenlandkönigin, Landrat Manuel Westphal

Das Angebot stieß auf sehr großes Interesse – zumal das Team des Fränkischen WasserRadwegs zum ersten Messeauftritt des Jahres eine Neuerscheinung mitgebracht hatte: Das „bikeline“-Radtourenbuch zur Strecke. Viele Radreisende kennen und schätzen die praktischen, wetter- und reißfesten Tourenbücher der Reihe „bikeline“ aus dem Esterbauer-Verlag. Es zeugt von der Bekanntheit und dem Stellenwert der noch jungen Route, dass jetzt auch der Fränkische WasserRadweg unter den blauen Radreiseführern zu finden ist. Das Buch mit Spiralbindung enthält neben Karten im Maßstab 1:50.000, Wegbeschreibungen, Ortspläne und Höhenprofile. Am Messestand des Fränkischen WasserRadwegs hatten Interessierte die Gelegenheit, die Neuerscheinung durchzublättern. Sie ist bereits im Buchhandel für 15,90 Euro erhältlich und unter www.fraenkisches-seenland.de bestellbar.

Auch Landrat Manuel Westphal zeigte sich als 1. Vorsitzender des Tourismusverbands Fränkisches Seenland hocherfreut über das neue Tourenbuch. Bei seinem Besuch am Stand des Tourismusverbands erhielt er von der Produktmanagerin des Fränkischen WasserRadwegs, Jessica Pitterle sein persönliches Exemplar.

Viele Gäste der Messe Fahrrad- und Wanderreisen nahmen auch das kostenlose Serviceheft zum Fränkischen WasserRadweg mit. Dieser weit über 100 Seiten starke Wegweiser zu Flüssen, Seen und Burgromantik eignet sich ebenfalls ideal als Tourbegleiter. Neben Wegbeschreibungen und zahlreichen Bildern als Vorgeschmack auf die Tour finden Radler im Serviceheft einen ausführlichen Kartenteil. Zudem ließen sich die Messegäste gern persönlich zu den verschiedenen Wegevarianten, zu Übernachtungsmöglichkeiten, Sehenswertem und allem rund um die Tourplanung beraten. Interessierte erfuhren zum Beispiel, welche Abschnitte der Route besonders viel Seegenuss versprechen oder mit Kultur begeistern, welche echt fränkischen Spezialitäten sie sich auf der Tour nicht entgehen lassen sollten oder wie die nachhaltige Radmode-Kollektion zur Strecke hergestellt wird.