550 Jahre Grundsteinlegung der Rieter-Kirche

Jubiläum mit dem früheren Pfarrer Günther Schunk

Im Rahmen eines Festgottesdienstes feierte die Kirchengemeinde Kalbensteinberg am vergangenen Sonntag den 550. Jahrestag der Grundsteinlegung ihrer Kirche. Musikalisch begleitet wurde die Feier vom hiesigen Kirchenchor. Als Ehrengäste waren der ehemalige Kalbensteinberger Pfarrer Günther Schunk, Bürgermeister Helmut Schmaußer sowie Altbürgermeister Fritz Walter anwesend.

550_Jahre_Grundsteinlegung_Rieter-Kirche

Historiker Daniel Schönwald, Pfarrer Günter Schunk, Bürgermeister Helmut Schmaußer, Pfarrer Martin Geisler, Mesner Fritz Steinbauer, Altbürgermeister Fritz Walter und Kirchenvortand Thomas Müller vor einem 3D-Modell der Kirche (Foto: D. Müller).

Nachdem Pfarrer Martin Geisler mit einführenden Worten Gemeinde und Ehrengäste begrüßt hatte, beschrieb Historiker und Archivrat Daniel Schönwald in einem kurzen Vortrag die Umstände zur Erbauungszeit. Die Rieter-Kirche, ursprünglich als Marienkirche geweiht, trägt heute ein Doppelpatrozinium: St. Maria und Christophorus. Wann genau der zweite Patron hinzugekommen ist, ist eine der Fragen, die bis heute nicht eindeutig geklärt werden konnten. Immerhin existieren in den beiden Seitenaltären Nischen, in denen in vorreformatorischer Zeit angeblich Reliquien der heiligen Walburga, der sprichwörtlichen 11.000 Jungfrauen sowie des heiligen Christophorus aufgewahrt wurden.
Der ortsansässige Historiker erforschte auch die Finanzierung durch Ablässe, von denen einige noch im Stadtarchiv Nürnberg enthalten sind. Überdeutlich ist hier der Zusammenhang mit dem Kirchenneubau. Der erste Ablass stammt von 1460, dem Jahr der Majoratsübernahme durch Paulus Rieter, und kann als Beginn der Vorfinanzierung zum 1464 beginnenden Kirchenbau gesehen werden. Bis 1480 folgten etliche weitere, durch Papst Pius II. und Bischof Wilhelm von Eichstätt ausgestellte Ablässe. Und auch als 1507-1511 der Turm nochmal um ein Obergeschoss erhöht wurde, griffen die Rieter abermals auf das bewährte Finanzierungsmittel zurück, wie ein letzter Ablass von 1510 belegt. In der 20seitigen, reich illustrierten Festschrift beschreibt Daniel Schönwald detailliert den weiteren geschichtlichen Hintergrund.

Anschließend schilderte der ehemalige Kalbensteinberger Pfarrer Günther Schunk (1964 bis 1972), der 1964 bereits das 500jährige Jubiläum feiern durfte, in seinem Grußwort lebhaft jenen Festtag vor 50 Jahren. Damals war u.a. der Nürnberger Oberbaurat Clauss anwesend, der seinerzeit stets seine „schützende Hand“ über diese Kirche gehalten hatte. In Schunks Amtszeit fiel 1970 auch die für Pfarrer und Gemeinde damals schmerzliche Ablöse von Baulast und Patronat durch die Landeskirche, was bis dato bei der durch die Stadt Nürnberg geführten Rieter-Stiftung lag. „Uns wurde damals die Pistole auf die Brust gesetzt…“, ärgert sich Pfarrer Schunk noch heute. Er war damit auch der letzte durch die Stadt Nürnberg hier eingesetzte Kalbensteinberger Pfarrer.

Neben der von Thomas Müller gestalteten Festschrift konnte anlässlich des Jubiläums noch eine weitere Publikation herausgegeben werden: der Führer zur so genannten Bilderbibel VITA MARIAE ET CHRISTI, inhaltlich und optisch neu gestaltet, mit einer Einführung von Dr. Thomas Schauerte, dem Leiter des Dürerhauses in Nürnberg und fachkundigem Kenner der Rieter-Kirche.
Nach dem Festgottesdienst wurden die Ehrengäste noch ins Gasthaus Jäger eingeladen, wo Pfarrer Schunk in geselliger Runde Geschichten aus seinen Kalbensteinberger Jahren erzählte.  THOMAS MÜLLER

Zanzingers Zwillinge werden 100 Jahre alt

Katharina und Margarete Zanziger feiern den runden Geburtstag

Das gibt es selten: Zwillinge werden 100 Jahre alt. Katharina und Margarete Zanzinger aus Gunzenhausen können das Fest am Mittwoch, 23. Juli, feiern. Sie sind geistig noch fit, aber körperlich nicht mehr so beweglich wie sie es gerne hätten, das Augenlicht hat nachgelassen. Dennoch sind sie eine Ausnahmeerscheinung.

Katharina und Margarete sind sich als Zwillinge natürlich in vielen Dingen gleich. Man muss schon genau hinschauen, um sie unterscheiden zu können. Sie haben MargareteKatharina (5)auch bezüglich der Männer den gleichen Weg gewählt, das heißt die Brüder Georg und Karl Zanzinger geheiratet.  Das war 1936 bzw. 1947.

Karl Zanzinger und seine Frau Margarete führten in Gunzenhausen über viele Jahrzehnte die Messerschmiede, die später ihr Sohn bzw. Patenkind Georg Karl 1975 übernahm.  Georg und Katharina Zanzinger bekamen drei Kinder. Wilhelm (1938 geboren), Annelie (1948) und Georg Karl (1950). Georg war zunächst Polizist, wechselte nach dem Krieg aber zur Lebensmittelüberwachung an das Landratsamt Gunzenhausen und schließlich zur Kfz-Zulassungsstelle.

Die beiden Zwillingsschwestern haben ihre Männer viele Jahr überlebt. Georg Zanzinger ist mit 87 Jahren gestorben, Karl Zanzinger mit 83.

Die bis vor wenigen Jahren noch sehr rüstigen Damen haben von 1950 bis 1975 im Haus in der Osianderstraße gewohnt. Danach sind Karl und Margarete in ihr neues Haus in Edersfeld gezogen, aber seit 2011 leben die Schwestern wieder zusammen, und zwar in Edersfeld. Dort werden sie von den Kindern Wilhelm, Annelie und Georg Karl fürsorglich betreut, außerdem sind auch noch die guten Geister des Meinheimer Pflegedienstes Bernhard Fürst täglich zur Stelle.

 

Fragen an die Stadtverwaltung und das Wasserwirtschaftsamt

Im Vordergrund das zu bebauende Grundstück.

Neben der Bahnlinie soll der Schlamm zwischengelagert werden. Für Jürgen Gollmick wirft das Fragen auf.

Jürgen  Gollmick beschäftigt sich  mit der Ablagerungsfläche des Wasserwirtschaftsamts, das Schlamm aus dem See entnehmen und zwischenlagern will.

Er stellt er folgende Fragen an die Stadtverwaltung:

  • Wo soll denn der jetzt beschlossene Standort für das „Schlamm-Zwischenlager“ entstehen?
  • Wie groß ist das Volumen des abzulagernden Schlamms? Wie lange soll die ganze Aktion dauern?
  • Was geschieht bei Hochwässern mit dem – belasteten – Schlamm?
  • Wie lange ruht er dort bis zum Weitertransport, d.h. wie häufig sind die Umschlagszeiten?
  • Gibt es vorhandene Zufahrtswege bereits?
  • Hat das Zwischenlager einen – geruchlichen – Einfluss auf die Anlieger?
  • Hat das Zwischenlager einen – optischen – Einfluss auf den von Ihnen propagierten und neu zu gestaltenden Weg zu See (Seemeile)?
  • Muss das nicht von der Gemeinde im Altmühl-Boten  für evtl. Bürgereinwände veröffentlicht werden?
  • Wird es durch diese Maßnahme zu einer Absenkung des Wasserspiegels kommen und damit zu einer wiederholten Beeinträchtigung des Segelsports und der Personenschifffahrt?

„Die Verschlammung des Altmühl-Sees war und ist ein Thema von ausserordentlicher Bedeutung für unsere Badegäste,  für die  einheimische Tourismus-Branche und für die Anlieger, sprich: für die hiesige Öffentlichkeit. Im Lokalteil des AB am 12.7.14 erschien u.a. ein Artikel mit der Überschrift: „Stadt ist nicht einverstanden“ (man). Am Rande  in diesem Artikel wird den Gunzenhäuser Bürgern in wenigen Zeilen beiläufig erstmals mitgeteilt, welche  Verbesserungsmassnahmen hinsichtlich der Wasserqualität des Altmühl-Sees durch das WWA geplant sind. Selbst in der Tagesordnung der „Bauauschuss-Sitzung“ vom 8.7.14 (auf welche sich der „man“-Artikel bezieht) ist dieses Thema nicht als Tagesordnungspunkt erwähnt! Dieser Umgang mit solch einem für Gunzenhausen wichtigen Thema führt zwangsläufig zu Fragen an die Stadtverwaltung , wurde doch „frühzeitige Bürgereinbindung“ zugesagt.“

Jürgen Gollmick möchte eine öffentliche Diskussion anstoßen und erwartet, dass seine Gedanken ernst genommen und von der Stadtverwaltung nicht beiseite geschoben werden.

„Toskanahäuser“ schlimmer als Holzzaun

Erklärung von Dieter Popp, Regionalmanagement „Futour“

Aus dem „Altmühlboten“ vom 12. Juli habe ich von dem einstimmigen Beschluss des städtischen Ausschusses für Bauangelegenheiten und Stadtentwicklung erfahren.

Als Gunzenhausener Nachbar und an einer harmonischen Entwicklung der Region interessierter Bürger, möchte ich Ihnen dazu gerne meine Auffassung mitteilen und bitte Sie, diese Mail möglichst den Mitgliedern dieses Ausschusses weiterzuleiten.

Die zumindest im „Altmühlboten“ dargelegte Begründung der Ablehnung erstaunt doch ganz erheblich:

  • Die Ablehnung bezieht sich ausdrücklich auf die Grundstückseinfriedigung durch einen Lattenzaun. Wenn es denn einen Grund für eine Ablehnung des Bauvorhabens auf diesem Grundstück gegeben hat, dann ist es weniger dieser Lattenzaun als dieser wie ein Geschwür sich ausbreitende Trend zu einem Toscana-Baustil, der in keiner Weise zur fränkischen Baukultur – auch nicht in Neubaugebieten – passt. Selbst in europäischen Ländern ohne strenge Bauvorschriften kämen nur wenige Bauwillige auf solch absurde Ideen, den Baustil seines beliebten Urlaubslandes am Heimatort zu kopieren. Das verbietet dort meist das Selbstbewusstsein über die eigene Baukultur. Insofern ist es schon erstaunlich, dass im Ausschuss nicht gegen diesen Bau-Fremdkörper mit jener Energie vorgegangen wurde, wie gegen einen das gleiche Grundstück einfriedenden Zaun aus heimischen Baumaterialien.
  • Wenn tatsächlich im Ausschuss die Beurteilung dieses Zauns am Thema „Geschmack“ gescheitert sein sollte, dann muss man sich schon fragen wie viele Augen man bei einer Mehrzahl anderer Grundstückseinfriedigungen bereits zugedrückt hat! Ein Absurditäten-Kabinett könnte man mit einer Vielzahl der in Gunzenhausen – und natürlich auch anderen Orten – anzutreffenden Zäunen, Mauern und Gewächsen füllen, die zur Grundstückabgrenzung herhalten müssen, ohne damit ein harmonisches und zur Umgebung passendes Bild abzugeben.
  • Wenn völlig unzutreffend sogar von einer „Teufelsmauer“ gesprochen wird, dann kann dies kaum auf das abgelehnte Objekt zutreffen, das – von außen oder von innen – mit rankenden heimischen Gewächsen bepflanzt ohnehin bald kaum mehr zu sehen sein dürfte. Das jetzt evtl. noch als „abweisend empfundene“ helle Holz wird in absehbarer Zeit einem natürlichen Farbveränderungsprozess weichen und sich dann in die umgebende Situation einfügen. Dagegen wirken die offenbar in diesem Ausschuss nie hinterfragten Thuja-Wände – die es an unzähligen Stellen auch in unmittelbarer Nachbarschaft des betreffenden Grundstücks gibt – in der Tat als optisch abweisende „Mauern“, die keine Veränderung im Jahreszeitenwechsel zeigen und zudem ökologisch höchst befremdlich sind! Ein solch – auch noch künstlerisch gestalteter – Holzzaun dürfte den meisten Nachbarn z.B. angenehmer sein, als die bei uns ebenfalls nachbarrechtlich zu duldende blinkende Lichterketten-Beleuchtung in der Advents- und Weihnachtszeit, die alljährlich – auch in Gunzenhausen – die Vorgärten, Zäune oder Häuser „ziert“! Gegen diesen Unsinn vorzugehen, wäre ein lohnenswerteres Ziel für den Ausschuss – natürlich nicht nur in Gunzenhausen. Denn dies stellt eine massive Beeinträchtigung der Nachbargrundstücke dar.
  • Angesichts der Bemühungen der „Arbeitsgruppe Bauen mit Holz“ in Altmühlfranken verbaut dieser Ablehnung gegen den Baustoff Holz leider die öffentliche Wahrnehmung für die Vorzüge dieses Werkstoffs, gerade auch bei der Zaungestaltung. Es muss nicht zwingend der in kaum eine deutsche Mittelgebirgs- oder Flachland-Landschaft passende Jägerzaun sein, aber die hier in Franken übliche Grundstückseinfriedung im innerörtlichen Bereich bestand nun einmal aus Holzlatten. Und wer sich der Mühe unterzieht, dazu die gebauten und gelebten Beispiele im Fränkischen Freilandmuseum anzusehen, wird dabei überzeugende Lösungen finden. Zum Glück gibt es diese Beispiele auch in Gunzenhausen, auch in Neubaugebieten. Daran sollte die Messlatte angelegt werden. Das Holzzaunbeispiel aus dem Gladiolenweg zählt sicher nicht zu den klassischen historischen Vorbildern, es stellt aber eine kreative Variante der Zaunentwicklung mit natürlichen Materialien in Franken dar. Und es eignet sich als nachahmenswertes Beispiel wesentlich besser, als die vielen unbeanstandet akzeptierten Fälle mit undifferenziert ausgewählten Zäunen aus den beliebigen sowie global austauschbaren Paletten der Baumärkte!

Es würde mich freuen, wenn Sie meine Zeilen zumindest zum Nachdenken anregen können. Es ist noch nicht zu spät, um etwas mehr Qualität und Baukultur in unsere Neubaugebiete einziehen zu lassen. Dieter Popp, Haundorf, Regionalmanagement

Ellingen, das barocke Juwel in der Region

Der Verein für Heimatkunde zu Besuch in der Deutschordensstadt

Der Kunsthistoriker Arthur Schlegel hat schon 1927 von dem „stileinheitlichen Stadtbild“ Ellingens geschwärmt. Ja, er hat sogar von der Deutschordensstadt in Deutschland gesprochen und publiziert. Der Sitz der Ballei Franken des Deutschen Ordens hat die Stadt geprägt.
Rechtsanwalt Hermann Seis vom „Freundeskreis Barockstadt Ellingen“ gilt als ein profunder Kenner der Geschichte seiner Heimatstat. Er begleitete die Mitglieder des Vereins für Heimatkunde auf ihrer „Samstagsexkursion“ und lieferte mehr als nur geschichtliche Daten, sondern lokalhistorische Schmankeln zuhauf.
Der Ort, 899 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt 1378 die Erlaubnis, sich mit Mauern und Gräben umgeben. Er erlebte bis 1600 die Vollendung seiner Stadtbefestigung. Allerdings riss der Dreißigjährige Krieg gewaltige Löcher. Nur wenige Häuser überstanden die Zerstörungswut.
Von den Landkomputuren des Deutschen Ordens, der

Vor der barocken Mariahilfekapelle in Ellingen: Mitglieder des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen mit Hermann Seis (Vierter von links), der seine Stadt kenntnisreich präsentierte.  Foto: Ammon

Vor der barocken Mariahilfekapelle in Ellingen: Mitglieder des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen mit Hermann Seis (Vierter von links), der seine Stadt kenntnisreich präsentierte. Foto: Ammon

vom 14. Jahrhundert bis 1787 die Herrschaft hatte, ist Carl Heinrich Freiherr von Hornstein (1717-43) derjenige, der mit den Baumeistern Franz Keller und Franz Joseph Roth (er hat auch Maria Brünnlein in Wemding und die beiden Spalter Kirchen entworfen) die markantesten Gebäude schuf, die heute noch Ellingens Ruf als „Perle des Barocks“ ausmachen. Natürlich ist das Schloss das prägendste Denkmal. 1815 hat es der bayerische Feldmarschall Carl Philipp Freiherr von Wrede vom König als Thronlehen bekommen (mitsamt 19 Dörfern). 1939 hat es der Freistaat Bayern erworben und seither hat die Familie von Wrede dort ein lebenslanges Nutzungsrecht.
Mit Glück hat der Gebäudebestand von Ellingen die Bombenangriffe der letzten Tage des Zweiten Weltkriegs überstanden, von denen einige Weißenburg gegolten hatten. Aber 98 Menschen fanden damals den Tod. In der teilweise beschädigten St. Georgskirche, die aus dem Jahr 1731 stammt, ist auf einem Seitenalter der Kampf des Heiligen Michael mit dem Drachen zu sehen. Anstatt des Ordensschwerts haben ihn die Bildhauer nach dem Krieg einen Bombensplitter in die Hand gedrückt. Ebenfalls in einem Seitenaltar ist der Heilige Severin als Reliquie zu sehen. Er war vorher im Kloster Heiligenblut.
1979, als die B 13 aus dem Ort verlegt wurde, hatte die Stadt die Chance, ihr historisches Erbe zu sanieren. Sie hat es getan und so sind viele Gebäude saniert worden. Es war ein Glücksfall, dass im Krieg die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg von 1943-45 ausgelagert war. So ist von den Wissenschaftlern um Professor Pucher die Stadt behutsam aufgebaut worden ohne das geschichtliche Erbe der Neuzeit zu opfern.
Den „Römischen Kaiser“ kennen viele noch als Restaurant. Es war ein Gunzenhäuser, der Hotelier Hans Bittner, der bis in die achtziger Jahre das renommierte Haus bewirtschaftete. Erst 1998 hat es Hubertus Graf von Kerssenbrock erworben und bis heute mit viel Liebe für das Detail restaurierte. Jetzt wird der barocke Festsaal mit seinem herrlichen Deckenfresko für private Feierlichkeiten vermietet, ebenfalls die Gästezimmer, die der Eigentümer selbst saniert und individuell gestaltet hat.
Als eine der schönsten Schöpfungen des Ellinger Barock wird die Mariahilfkapelle gewertet, in deren Gruft das Glassarkophag die mumifizierte Leiche von Freiherr von Hornstein (von 1742) angesehen werden kann.
Der Vorsitzende des Vereins für Heimatkunde, Werner Falk, zog das Fazit des zweistündigen Stadtspaziergangs: „Wir haben erlebt, wie reich unsere Region an kulturellen Güter ist. Und wir konnten teilhaben an der Leidenschaft, die Hermann Seis für seine Heimatstadt empfindet.“ Der gesellige Ausklang der „Samstagsexkursion“ war im Gasthaus Oster in Wachstein.

 

Gesundheitsgefahr durch die Beifuß-Ambrosie

 Pollen können Allergien auslösen

Die Pollen der Beifuß-Ambrosie können Allergien, Heu- und Fließschnupfen, Bindehautentzündung und sogar Asthma hervorrufen. Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze trat in den letzten Jahren vereinzelt im Landkreis Ansbach auf. Zur Hauptblütezeit von August bis Oktober kann eine Pflanze bis zu einer Milliarde Pollen bilden.

Vorzufinden ist die Beifuß-Ambrosie sowohl in der freien Landschaft, an Straßen und Feldern, als auch in privaten Gärten. Die Kreisfachberater für GartenbauOLYMPUS DIGITAL CAMERA und Landschaftspflege des Landkreises Ansbach informieren über den Umgang mit der allergieauslösenden Pflanze auf der Internetseite www.landkreis-ansbach.de. Die Ambrosia wird meist durch verunreinigte Futtermittel oder Saatgut in Gärten oder auf Felder verbreitet. Um Gesundheitsschäden vorzubeugen ist es wichtig, eine weitere Verbreitung der Pflanze zu verhindern. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass keine mit Ambrosiasamen verunreinigten Produkte wie Vogelfutter oder Erde verwendet werden. Vogelfutterreste sollten stets über die Restmülltonne entsorgt werden.

Die Gartenfachberater des Landkreises Ansbach bitten darum, Ambrosia-Vorkommen auch bei Verdacht sofort an das Landratsamt Ansbach zu melden und erst nach Rücksprache zu entfernen. Sie erreichen die zuständige Stelle für Gartenbau- und Landschaftspflege, Roger Rehn, unter der Telefonnummer 0981-468 4403 oder per E-Mail unter roger.rehn@landratsamt-ansbach.de .

 

Landratsamt nun klimafreundlich unterwegs

Mehr Elektromobilität mit dem VW e-up!

Klima

Landrat Gerhard Wägemann, Klimaschutzmanagerin Josefine Schlund und Werner Meissner (Koordinator des Fuhrparks im Landratsamt) präsentieren das erste kommunale Elektroauto „VW E-up!“ vor dem Landratsamt

Ab sofort sind die Mitarbeiter des Landratsamts bei Dienstfahrten emissionsfrei unterwegs und leisten somit einen Beitrag zum Klimaschutz. Seit Mitte Juni ergänzt ein Elektroauto vom Typ „VW e-up!“ den Fuhrpark der Kreisbehörde.
Elektromobilität ist für das Landratsamt nicht nur ein Zukunftskonzept, sondern zunehmend gelebter Alltag. „Der Landkreis will beim Thema Elektromobilität mit positivem Beispiel vorangehen und hat sich deshalb ganz klar dazu entschieden, ein Elektroauto anzuschaffen“, sagt Landrat Gerhard Wägemann. Der „VW e-up!“ findet seinen Einsatz vorwiegend für die innerstädtischen Post- und Kurierfahrten, steht den Mitarbeitern aber auch für Dienstfahrten im Landkreis zur Verfügung.
Bei voll aufgeladenen Akku reicht der „Saft“ des neuen Elektroflitzers für eine Strecke von rund 150 Kilometern – abhängig vom Fahrstil, der Witterung und der Topographie. Der Viersitzer vermittelt ein sehr ruhiges und schönes, bequemes bis komfortables Fahrgefühl und kann mit seinen 82 PS nahezu geräuschlos auf 120 Stundenkilometer beschleunigen.
Ende letzten Jahres hat das Landratsamt während einer dreimonatigen Testphase Erfahrungen mit dem Einsatz von E-Mobilen in den Betriebsabläufen sammeln können, womit sich folglich zum Ziel gesetzt wurde, bei anstehenden Neuanschaffungen oder beim Auslaufen von Leasing-Verträgen auch Elektrofahrzeuge zu berücksichtigen. „Das E-Auto hat uns vor allem bei den Post- und Kurierfahrten überzeugt“, äußert sich Werner Meißner, Koordinator des Fuhrparks im Landratsamt.
Keine Energiewende ohne Verkehrswende – Gemäß dem integrierten Klimaschutzkonzept hat der Verkehr am Endenergieverbrauch mit 45 Prozent einen sehr hohen Anteil. „Die Elektromobilität spielt in der Zukunft eindeutig noch eine wichtige Rolle und deshalb ist es wichtig, dass immer häufiger Elektrofahrzeuge auf den Straßen zu sehen sind, um deren Alltagstauglichkeit aufzuzeigen“,
erklärt Klimaschutzmanagerin Josefine Schlund.

 

Sommerkonzert des Posaunenchors

Termin: 18. Juli in der Stadthalle Gunzenhausen

Werk alter Meister, Volkslieder, aber auch Spirituals und neue geistliche Lieder stehen auf dem Programm des Sommerkonzerts des Posaunenchors Gunzenhasuen am Freitag, 18. Juli, um 20 Uhr in der Stadthalle Gunzenhausen.

Vorsitzender Manfred Wenk und Chorleiterin Sabine Fischer-Kugler würden sich freuen, wenn sich viele Freunde der Chormusik kämen. Zu den Titeln, die gespielt werden, gehören so bekannte Ohrwürmer wie „Komm, sag es allen weiter“ oder die „Moskau, Moskau“ von der Gruppe Dschingis Khan. Das Schlusswort wird Dekan Klaus Mendel sprechen.

Der Eintritt ist frei, aber natürlich werden Spenden gern entgegen genommen.

Hohe Wahlbeteiligung wird belohnt

Kreis Ansbach honoriert das Engagement der Bürger von Burk

Wer wählt gewinnt! Das ist im Landkreis Ansbach die Devise. Aufgrund der landkreisweit höchsten Wahlbeteiligung bei der Europawahl 2014 zeichnet Landrat Dr. Jürgen Ludwig am Montag, 14. Juli 2014, die Gemeinde Burk mit dem Europa-Wahl-Preis aus. Landrat Dr. Ludwig setzt damit die von Altlandrat Rudolf Schwemmbauer begonnene Tradition fort und gibt mit dem Preis einen symbolischen Anreiz für eine hohe Wahlbeteiligung im Landkreis Ansbach.

Die Bürger, die ihrer Gemeinde Burk mit 62,71 Prozent Wahlbeteiligung zu der Auszeichnung verholfen haben, sollen für ihr Engagement mit einer Spende für ein soziales Projekt in Höhe von 250 Euro belohnt werden. Der Bürgermeister der Gemeinde Burk, Otto Beck, hat gemeinsam mit dem Gemeinderat die Evangelische Kindertagesstätte „Zum Guten Hirten“ dafür ausgewählt. „Die Wahlbeteiligung bei der Europawahl lag in Bayern bei 40,9 Prozent. Ich freue mich, dass die Bürger der Gemeinde Burk mit der überdurchschnittlichen Wahlbeteiligung von 62,71 Prozent ihr Interesse an Europa und am Wahlrecht unterstreichen“, so Dr. Ludwig.

Sommerempfang der IHK

Erika Gruber (links), Vizepräsidentin der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken (links), vertrat die Gunzenhäuser Wirtschaft beim traditionellen Sommerempfang der IHK Westmittelfranken in Neustadt/Aisch. Dort führte sie Gespräche mit Dr. Markus Lötzsch, dem Hauptgeschäftsführer (Zweiter von links) und Karin Bucher (Zweite von rechts), der Chefin der IHK-Geschäftsstelle in Ansbach. Mit von der Partie waren aus Gunzenhausen auch Gremiumsmitglied Wolfgang Zuber (Mitte), FDP-Stadtrat Werner Falk (rechts), Juwelier Thomas Luger und Wirtschaftsreferent Andreas Zuber. Sowohl Vizepräsident Dr. Werner Lang und Bürgermeister Klaus Meier gingen in ihren Reden auf die unternehmerischen Leuchtturmprojekte in Westmittelfranken ein und äußerten sich zufriedenstellend über die Kooperation mit der Fachhochschule Ansbach.