Monthly Archives: Mai 2014

You are browsing the site archives by month.

Was ist uns wieviel wert?

Gedanken zu nachhaltiger Lebensmittelwirtschaft von Robert Prosiegel

Unser Leben wird aktuell sehr stark vom Preis dominiert. Die Zahl der Menschen, die über soviel finanzielle Mittel verfügen,  dass ein Preis, egal wie hoch, keine Rolle spielt, bewegt sich  wahrscheinlich im einstelligen Prozentbereich. Wie sieht es aber aus, wenn es um den Wert geht?Pros

Ist Preis und Wert unterschiedlich?

Nehmen wir als Beispiel eine Flasche Wasser. Im Supermarkt ist der Preis, je nach Größe und Marke,  Zwischen ca. 50 Cent und 2 Euro.

Und der Wert der Flasche Wasser?

Der wird sichtbar, wenn ein Mensch in der Wüste am verdursten ist –   da ist der Wert hoch. Oder der Regen nach einer Trockenphase. Der Wind für ein Segelschiff. Die Sonne mit ihrer Wärme und Energie.  Das Wachstum der Pflanzen. Die Zellerneuerung unseres Körpers .Der Hauch des Lebens. Liebe,  Vertrauen, Dankbarkeit, alles Geschenke , die einen Wert haben.

Und wo bleibt der Preis? Warum kosten 100 g Schnitzel im Supermarkt 39 Cent und wo ist hier der Wert? Dieser Preis für das Supermarktschnitzel hat Auswirkungen. Zuerst denken Verbraucher: „Oh, das ist ein Preis bei dem ich spare!“ Irgendwann denken sie darüber nach, wie dieser Preis zustande kommt.

Wie kann damit der Landwirt Geld verdienen? Ist es dadurch notwendig, dass immer mehr Schweine auf immer weniger  Platz, immer schneller „produziert“ werden? Was bedeutet das für die Tiere, für die Natur und die Menschen? Wird damit der Wert von Tier und Natur und der Wert der Arbeit von  Landwirt und Metzger honoriert?

Der Preis für Biolebensmittel erweist sich manchmal als Hürde, die zu hoch ist.  Der Preis für das neueste I-Pad als notwendig, genauso notwendig wie  der Preis für Breitreifen, Markenklamotten und Designerbrillen. Also stellen wir jetzt den Wert gegenüber.

Was ist uns unsere Gesundheit wert? Was ist uns unsere Natur wert? Was ist uns das Wohlergehen der Tiere wert? Wenn wir bei diesen wertvollen Aspekten des Lebens Abstriche machen  und für Schnitzel 39 Cent pro hundert Gramm ausgeben, kann der Preis  für Luxusgüter mehr sein.

Die Frage ist, wollen wir das wirklich? Wollen wir zur Ausbeutung der Natur beitragen? Wollen wir die Massentierhaltung unterstützen, in der die Tiere kein  Tageslicht und keine Sonne sehen?

Wollen wir riesige Monokulturen, durch die natürliche Vielfalt  zerstört wird?

Jeder von uns trifft jeden Tag eine Entscheidung,  bewusst oder  unbewusst, ob wir uns fremd bestimmen lassen, oder ob wir selbst  bestimmen was die Auswirkungen unseres Denkens und Handelns sind.

Robert Prosiegel

Sothmann: „Wir stehen zur Energiewende“

Erklärung des LBV-Vorsitzenden im Magazin „Vogelschutz“

Der Landesbund für Vogelschutz steht hinter der Energiewende im Land, wenn sie naturverträglich nach den Zielen der Biodiversitätsstrateiee umgesetzt wird. Das verspricht Ludwig Sothmann, der Landesvorsitzende in der neuen Ausgabe des Magazins „Vogelschutz“ (2/2014). Er kritiert, dass bereits installierteFitznerSothmann 10.09.2012 19-06-11 Windkraft nicht genutzt wird, weil die Netzkapazität zu gering ist und deshalb nicht bis zum Verbrauer gelangt.

Von der Bundesregierung vordert er einen Masterplan der langfristigen regenerativen Energieversorgung. Dazu gehört die Forschung und „massive Förderung“ von moderner Speichertechnik.

Mit den Demonstranten (Sothmann spricht von „Energiewutbürgern“) fragt sich auch der LBV-Chef, ob die vorgeschlagene Leitung auf der Trasse von Lauchstädt in Thüringen bis Meitingen bei Augsburg sein muss.  Er will klarstellen, dass die Leitung für den Transport von mindestens 80 Prozent regenerativ erzeugten Stroms benötigt wird. „Es darf nicht sein“, so Sothmann, „dass hier durch die Hintertür die klimaschädlichste Energiequelle Braunkohle zur Freude der Stromkonzerne für die nächsten 30 Jahre im Netz bleibt“.

Der Landesvorsitzende äußert in der Mitgliederzeitung zugleich seine Zufriedenheit mit der Staatsregierung, die eine Biodiversitätsprogramm Bayern 2013“ auf den Weg gebracht hat. Allerdings verlangt er mehr Geld als die Regierung bereitstellen will. „Uns sterben die Arten unter den Händen weg“, klagt er und verweist auf die Gründe, die von schädlichen Subventionen bis zum Flächenverbrauch reichen. Von Umweltminister Dr. Marcel Huber verspricht sich Sothmann durch die Umschichtung von Finanzmitteln mehr Spielraum für den Artenschutz: „Die Sicherung von Arten und Lebensräumen soll eine neue Qualität bekommen. Ein entscheidender Schritt nach vorne ist getan.“

Ludwig Sothmann erwartet, dass die Kofinanzierung der sieben LBV-Gebietsbetreuer (am Altmühl- und Brombachsee ist dies die Umweltingenieurin Verena Auernhammer) durch den Europäischen Sozialfonds ESV auch nach dem 1. April 2015 weitergeht. „Ein Ende“, so der  Landeschef, „wäre fatal für den Naturschutz in Bayern“.

Unser Foto: Ludwig Sothmann (links) mit Roland Fitzner, dem Bürgermeister von Muhr am See. Der Kommunalpolitiker hat das Altmühlsee-Informationszentrum (AIZ) initiiert, in dem sich auch das LBV-Naturschutzzentrum befindet.

Vom Leben der sympathischen Landfrau Susanne Krafft

Zeitschrift „Landfrauenküche“ im Buchhandel erhältlich

Krafft Titel 2915x2208Die „Landfrauenküche“ ist eine der populärsten Fernsehsendungen im Vorabendprogramm. Man kennt sie nicht nur in Bayern, auch in anderen Ländern läuft sie mit Erfolg.

Mit von der Partei war im letzten Jahr Susanne Krafft vom Schlossgut in Polsingen. Die sympathische Frau präsentierte sich als prima Botschafterin Altmühlfrankens.  Sie und ihr Mann Hartmut haben das Gut 2003 erworben und 18000 Apfelbäume gepflanzt. Zu den 14 Sorten zählen Pinova, Rubinette, Red Falstaff oder Topaz. Das sind neue Namen, im Geschmack sind sie noch besser wie die alten Sorten. Am 12. Oktober präsentieren sie sich mit ihrem Apfelfest der Öffentlichkeit, am 28. Oktober ist das Kürbisfest. Tausende von Menschen kommen zu diesen Events.

Übrigens: Bei ihrem TV-Auftritt tischte Susanne Apfelpastete an Roten Beete-Apfelmus, Salat und Walnuss-Baguette als Vorspeise, dann Rouladen vom Gallowayrind mit Kürbisnockerl und karamelisierten Tomaten als Hauptspeise und schließlich ein Apfelstrudeleis  mit Kürbiswaffeln als Nachtisch auf (siehe Foto).

Im Verlag „LandIdee“ (Ismaning) ist jetzt der Titel „Landfrauenküche“ erschienen. cheferedakteurin Katrin Temel und ihr Reporterteam haben alle sieben bayerische Landfrauen besucht und bringen in der Zeitschrift (4,80 Euro im Buchhandel)  mehrseitige Porträts von ihnen.  Sie stellen regionale Rezepte vor und geben einen Einblick in ihre Arbeit auf dem Bauernhof. Daniel Reiter hat dazu sehr schöne Fotos gemacht.

Unser Fotos zeigten die sympathische Susanne Krafft aus Polsingen als Obstbäuerin, das Titelbild der BR-Zeitschrift  „Landfrauenküche“ und ihr darin abgebildetes Hauptmenü mit Rouladen vom Gallowyrind mit Kürbisnockerln und karamelisierten Tomaten.