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Literatur & Kultur im Buchhaus Dr. Schrenk

Schrenk

Verleger und Autor Dr. Johann Schrenk

Dr. Johann Schrenk, der verdienstvolle Gunzenhäuser Autor und Verleger, ist ein umtriebiger Mensch. Mal ist er als Herausgeber einer bedeutenden Reihe von Geschichtsbüchern zu erleben, mal als Schreiber von Beiträgen zur Historie des Landes und der engeren Region. Und dann gibt es noch den Kulturevent-Manager Dr. Schrenk in Personalunion mit dem Vorsitzenden der Goethe-Gesellschaft Gunzenhausen, dem Vorsitzenden des  Kultur-Regionalmanagements “altmühlfranken”  und des Klosterforums Heidenheim.

Im zweiten Abschnitt des Jahres 2014 präsentiert er am Sonntag, 27. Juli, um 11 Uhr am Heidenheimer Heidenbrünnlich das Buch von Emylia Hall “Mein Sommer am See”.  Mit seiner Mit-Buchhändlerin Kristy Husz veranstaltet er eine “Literarische Matinee”. Das Cafe Hahnenkamm (es wird von der neuen Heidenheimer Bürgermeisterin Susanne Feller-Köhnlein geleitet) übernimmt die Bewirtung.

Ein “Fränzölsicher Abend” steht am Samstag, 27. September, ab 18 Uhr im Hotel “La Vigne” in Gunzenhausen (Weißenburger Straße) auf dem Programm. Anläass ist die 30-jährige Städtefreundschaft von Gunzenhausen zu Isle.  Johann Schrenk und Kristy Husz lesen aus den Werken von jungen französischen Autoren. Die Lifemusik liefern Steff Tej & Ejectes  aus Limoges.

“Literatur im Hafner” heißt eine Veranstaltungsreihe in der Gunzenhäuser Szene-Gastronomie. Die Termine: 20. Oktober, 17. November und 15. Dezember. In gemütliches Ambiente gibt es Literarisches und Kulinarisches fein auf einander abgestimmt. Beginn jeweils um 19 Uhr. Das exakte Programm wird kurz vorher bekannt gegeben.

Im Parkhotel “Altmühltal” ist am Freitag, 21. November, um 19 Uhr ein Vortrag mit Bildern von Johann Schrenk und Kristey Husz über “Goethe und die Romantik”.

Wer das Buchhaus von Dr. Schrenk kennt, der weiß, dass dort in der Weißenburger Straße ein sinnliches Einkaufserlebnis zu erwartetn ist, natürlich eine kompetente Beratung. Und außerdem können die Literaturfreunde dort den “Kirsch-SherrY2 und den Apfelmost aus der Reihe “Echt Brombachseer” genießen, das Walnuössöl und die Fruchtaufstriche der Manufaktur Gelbe Bürg aus Sammenheim und den “Eisbock” des Weltrekord-Brauers Georg Tscheuschner kaufen. 57 Prozent Alkohol hat sein Weltrekord-Bier. Das können ihm auch die Schotten nicht streitig machen, die seit Jahren versuchen, mit dem Gunzenhäuser gleichzuziehen.

Ein Hit auf dem Büchertisch ist “Altmühlfränkisch genießen”, ein flott geschriebenes Porträt der Region Altmühlfranken.

SV Unterwurmbach wird 50

Sportlich und gesellschaftlich wird Jubiläum begangen

Mit zwei Festwochenenden, und zwar am 12./13. Juli und 18./19. Juli, begeht der SV Unterwurmbach sein 50-jähriges Bestehen. Die Vorsitzendenden Thomas Kratz, Frank Reißlein und Thomas Weydringer haben sich viel Mühe gemacht und mit den Mitgliedern zusammen ein schönes Programm entworfen, das sportlich und gesellschaftlich orientiert ist.

Am Samstag, 12. Juli, ab 12.30 Uhr werden die Teilnehmer des “Altmühlfrankenlaufs” am Ziel Unterwurmbacher Sportplatz erwartet. Abends geht  es um 20 Uhr mit der Stimmungskapelle “Die Lederhosen” weiter. Um 10 Uhr beginnt am Sonntag, 13. Juli, der Festgottesdienst im Zelt, danach ist Frühschoppen und Mittagstisch. Der Festzug startet um 13.30 Uhr, danach spielt die Jugendkapelle Gunzenhausen.

Der zweite Teil des Festreigens beginnt am Freitag, 18. Juli, um 19.30 Uhr mit einem Festabend im kleinen Zelt. Es werden die langjährigen Mitglieder geehrt. Am Samstag, 19. Juli, ab 17 Uhr ist der Start zum “29. Heizomat-Altmühlseelauf” (mit Halbmarathon und Jedermannlauf/Bambinilauf).

Musikschule Gunzenhausen präsentiert sich

Am Sonntag, 27. Juli, um “Musikgarten” in der Schützenstraße

Mit einem vielseitigen Musikangebot kann der Verein “Jugendkapelle Gunzenhausen” aufwarten. Das wissen inzwischen schon viele Leute, aber wer noch nicht so recht weiß, welche Instrumente bei der “Jugendkapelle” erlernt werden können, für den ist der “Tag der offenen Tür” am Sonntag, 27. Juli, von 13 bis 17 Uhr eine gute Gelegenheit, das Ausbildungsangebot kennenzulernen.

Im Unterrrichtsgebäude in der Schützenstraße wird ein buntes Programm getobten. Es gibt viele Infos zu den einzelnenen Instrumenten, jeder kann auch selbst einmal probieren, welches Instrument ihm behagt und dann eine “Schnupperstunde” vereinbaren.

Im “Musikgarten” wartet auf die Besucher ein angenehmes Unterhaltungsangebot – natürlich ein musikalisches. Aber auch Kaffee und Kuchen gibt es.

Vorsitzend Ute Kirchdorffer und ihre Musiklehrer würden sich freuen, wenn viele Gäste kämen.

Zum dritten Mal Stadtradeln in Gunzenhausen

Es gibt auch drei gemeinsame Radeltouren

Die deutschlandweite Kampagne “Stadtradeln” geht vom 7. bis 27. Juli in Gunzenhausen in die dritte Runde.Von 167 Gemeinden belegte Gunzenhausen 2012 den 34. Platz und 2013 mit 345 Teilnehmern sogar den 23. Platz. Was auffällt: die Kommunalpolitiker der Stadt sind mit die größten Radfahrer, was aber keinesfalls despektlierlich gemeint ist. Sie belegten im letzten Jahr in der Kategorie “Fahrradaktivstes Kommunalparlament” bundesweit den 3. Platz.

Die Teilnehmer – nicht nur die Kommunalpolitiker – setzen sich als Stadtradler für eine lebenswerte und fahrradfreundliche Stadt ein. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz (CSU) und die “Agenda 21”-Chefin Ingrid Pappler haben dazu aufgerufen, 2014 zahlreich an dem Wettbewerb teilzunehmen.

Wie das geht, sei hier kurz genannt. Jeder können Freundeskreise, Vereine oder auch Kommunalparlamente. Sie bilden jeweils ein Stadtradel-Team. Die Registrierung geht online auf www.stadtradeln.de. Wer sich bei Ingrid Pappler anmelden will, kann das telefonisch (09831/3131) tun.

Vom 7. bis 27. Juli sind alle aufgefordert, möglichst diele Kilometer zu radeln und sie im Online-Kalender einzutragen. Viele machen sich daraus eine persönliche Herausforderung: sie radeln täglich zur Arbeit und lassen das Auto stehen. Immer geht es darum, etwas für den Klimaschutz zu tun.

Innerhalb der Stadt fahren die Teams miteinander um die Wette. Es gibt schöne Preise zu gewinnen. Am Ende bildet die Kilometerzahl aller das Ergebnis für die Stadt. Und das soll doch 2014 nicht geringer ausfallen als 2013?  Also sagt Bürgermeister Fitz: “Steigt in die Pedale und strampfelt für Gunzenhausen!”

Während der dreiwöchigen Aktionszeit bietet die “Agenda 21”-Gunzenhausen jeden Montag eine gemeinesame Feierabendradeltour an (Treff um 19 Uhr vor dem Rathaus). Die Termine: 7. Juli rund um den Altmühlsee (12 km) mit Einkehr bei “Günther” im Seezentrum Wald; 14. Juli Tour zum Brombachsee (20 km)  und am 21. Juli geht es zum Kiosk nach Ornbau-Gern (24 km).

„Seemeile“ von der Promenade bis zum Altmühlsee

Die Devise “Stillstand ist Rückschritt” gilt immer noch

Die Gestaltung einer „Seemeile“ von der Altstadt bis zum Seezentrum Schlungenhof hat die FDP beantragt. Wie Stadtrat Werner Falk auf dem ersten „FalkTalk“ ankündigte, soll damit die Attraktivität Gunzenhausens am Altmühlsee noch verstärkt werden.
In der Gesprächsrunde im Gasthaus „Altes Rathaus“ stellte der Kommunalpolitiker seine konzeptionellen Gedanken vor, die er ansatzweise schon vor der Kommunalwahl formuliert hatte. Wie Werner Falk argumentierte, sei der gegenwärtige Zustand der Verbindung von der Stadt zum See nicht befriedigend. Deshalb sei eine Verbesserung wünschenswert. In die Konzeption könnten auch die einheimischen Architekten, Landschaftsplaner und Künstler einbezogen werden. Außerdem könnten die Ergebnisse der Diskussion im ISEK-Arbeitskreis einfließen. In der Stadt und ihrem Umland gebe es genügend kreative Menschen, die an der Planung und Umsetzung mitwirken könnten, es sei also nicht zwingend erforderlich, das Projekt überregional auszuschreiben.
„Die Seemeile soll mehr sein als Geh- und Radweg von A nach B. Die Menschen sollen mit ihr ein emotionales Erlebnis verbinden“, erklärte der Stadtrat. Bepflanzung und Begrünung des Weges könnten nach einem Konzept in Kooperation mit Landschaftsgärtnern aus der Region realisiert werden. Die „Seemeile“ sei zunächst nur ein Arbeitstitel. Es könne auch ein Namensgebungswettbewerb in der Stadt und der Altmühlseeregion ausgeschrieben werden. Als weitere Aspekte nannte Falk: Anlage von mehreren Buchten an geeigneten Standorten mit ausreichenden Sitzgelegenheiten sowie Abstellmöglichkeiten für die Fahrräder, Beschilderung des Wegs durch ein modernes Design, Platzierung von Kunstwerken entlang des Weges, durchgehende Beleuchtung mit modernem Beleuchtungsdesign.

Gast des “Wirtshausgesprächs”, einer neuen Form der Bürgerbegegnung, war auch die IHK-Vizepräsidentin Erika Gruber, zugleich Stadträtin der CSU in Gunzenhausen. Sie äußerte die Erwartung, dass nun endlich die Staatsregierung mit Ernst im Vorfeld der Kleinen Landesgartenschau 2019 in Wassertrüdingen an die Vitalisierung der Eisenbahnlinie Gunzenhausen-Wassertrüdingen herangeht.

Das Angebot des FDP-Stadtrats, künftig alle zehn Wochen einen “FalkTalk” zu veranstalten,  wurde von den Teilnehmern der Runde positiv aufgenommen.

“Indian Tee Lounge” im Teehaus Schartner

Melina, die Nichte von Maximilian und Gisela Schartner, reichte on der neuen Lounge dem Zweiten Bürgermeister Dr. Hans-Peter Neumann eine Tasse des vorzüglichen grünen Tees.

Milena, die Nichte von Maximilian und Gisela Schartner, reichte on der neuen Lounge dem Zweiten Bürgermeister Dr. Hans-Peter Neumann eine Tasse des vorzüglichen grünen Tees.

Das Teehaus Schartner in Gunzenhausen hat jetzt eine “Indian Tee Lounge”. Anlässlich seiner 20-jährigen Präsenz in Gunzenhausen (zunächst war der Heilpraktiker in seinem Haus auf dem Reutberg tätig, ebenso seine Frau als Fußpflegerin) präsentierte er sein erweitertes Teehaus, das er mit seiner Frau seit 1996 in der Brunnenstraße gleich neben dem Blasturm betreibt. Er hat sich in dieser Zeit bei den Kennern unter den Teetrinkern einen ausgezeichneten Namen gemacht und auch die Liebhaber eines erlesenen Weines kennen die Adresse.

Maximilian Schartner hat beste Kontakte zu einem der namhaftesten Importeure von indisschem Tee. Er lebt in der Welt des Tees. Und das bedeutet, er hat die Philosophie aufgesogen, zum Wesen seiner Persönlichkeit gemacht. Auf vielen Reisen nach Indien hat er die Welt des Tees, aber auch ihre Schattenseiten kennengelernt. Deshalb hat er nicht die absolut beste Meinung über Tees, die von den Discountern und Supermärkten angeboten werden. Es ist nicht seine Welt. Er gönnt sich für das Gespräch mit dem Kunden die Ruhe, die nun einmal einen Teetrinker auszeichnet.
Zweiter Bürgermeister Dr. Hans-Peter Neumann und die Stadträte Arno Derneth, Jürgen und Gerald Brenner sowie Werner Falk ließen sich anlässlich der Einweihung der Teelounge von Maximilian Schartners Sicht der Dinge beeindrucken. Natürlich durften sie den indischen Tee auch testen. Das Schartner-Team hatte ihn sorgsam zubereitet und präsentierte dazu auch noch leckere Häppchen. Übrigens: bei Schartners gibt es auch isrealitischen Wein. Wer ihn probieren will, der ist gern zu einer Weinprobe eingeladen.

Sicherheitstag bei “Radsport Gruber”

Polizei und VerkehIMGP1352rswacht waren beteiligt

Der Sicherheitstag bei “Radsport Gruber” in Gunzenhausen gehört zum festen Veranstaltungsteil des leistungsfähigsten Zweiradunternehmens in der Seenlandregion. Polizeichef Harald Eckert (links) überließ (aber nur für den Fototermin) sein neues Dienstfahrzeug, einen BMW-Roller, der Chefin Erika Gruber und ihrer Tochter Gabi (rechts). Den ganzen Tag über ging es beim Fahrradgeschäft in der Weißenburger Straße rund, so dass Chef Herbert Gruber alle Hände voll zu tun hatte, um die Kundschaft zu beraten und die Verkaufsgeschäfte unter Dach und Fach zu bringen. Einer, der sich für den Kauf gleich zweier E-Bikes überzeugen ließ, war Herr Walter als Muhr am See. Ihm klebte Polizeihauptkommissar Günther Schreiner die Registriernummer an das Fahrgestell. Sie hilft beim Diebstahl des Fahrrads, den Eigentümer rasch zu ermitteln. Übrigens: Jeder, der ein gebrauchtes Fahrrad hat, kann es bei der Polizei ganz unbürokratisch (und kostenlos) jederzeit registrieren lassen. Die bisherige Form des Eingravierens der Nummer in das Fahrgestell gibt es nicht mehr.
Ein Lob an die Crew von “Radsport Gruber”, die alle Gäste des Sicherheitstags vortrefflich bewirtete. Der stellvertretende Vorsitzende der Gebietsverkehrswacht, Rudolf Zenker, und seine Mannschaft mit Geschäftsführer Dieter Zinner nahmen die Gelegenheit gerne wahr und informierten die Besucher über das Tragen des Sicherheitshelms.

Der erste “FalkTalk” ist am 17. Juni

FalkTalk 2592x3872-004Bürgerbegegnung im Gasthaus “Altes Rathaus”

“Der direkte Kontakt mit dem Bürger ist mir wichtig, denn ich verstehe mich als kommunalpolitischer Anwalt der Menschen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben.“ Werner Falk, der FDP-Stadtrat, bietet deshalb eine neue Kommunikationebe ne an, die sich „Falk Talk“ nennt.
Er sagt, die herkömmlichen Bürgerinformationen der Parteien, die sich vielfach auf die Zeit vor den Wahlen konzentrierten und die oftmals nur der Befriedigung der eigenen Klientel dienten, seien überholt. „Ich möchte die FDP im übertragenen Sinne herausholen aus dem Hinterzimmer “, erklärt Falk zu seinem Vorhaben, in einer offenen Begegnung mit den Gunzenhäusern die Kommunalpolitik transparent zu machen.
Der „FalkTalk“ richtet sich an alle, die sich Gedanken machen, wie Gunzenhausen noch attraktiver werden kann. Die neue Form der Bürgerbegegnung äußert sich im Zeitpunkt: das „Wirtshausgespräch“ beginnt um 18 Uhr und endet gegen 20.30 Uhr. Und immer ist dem politischen Vortrag ein gemeinsames Vesper vorgeschaltet. Der erste „FalkTalk“ ist am Dienstag, 17. Juni, im Gasthaus „Altes Rathaus“.

Mit dem Segway um den Altmühlsee

Touristisches Angebot von “More-4-fun”

Die einen joggen schon morgens um Sechs um den Altmühlsee, andere steigen aufs Rad oder in die Rikscha, um die zwölf Kilometer auf den geteerten Wegen unterwegs zu sein. Jetzt ist ein neues Angebot dazu gekommen: Segway. Das elektrisch angetriebene Fahrzeug erreicht immerhin 20 km/h und ist besonders wendig.  „More-4-Fun“ hat seinen Stützpunkt am Altmühlsee-Westufer bei Wald, aber das Unternehmen aus Weihenzell bei Ansbach ist auch in Rothenburg, am Hesselberg und am Limes (Pfofeld) mit einem Tourenangebot präsent. Am schönsten ist es, in der Gruppe mit dem Segway zu fahren. Am Altmühlsee besteht von April bis Oktober an sieben Tagen in der Woche die Gelegenheit. Allerdings ist eine Reservierung (Telefon 0160/964-179-40) notwendig. Jeden Montag geht es mit der Tourist-Information Gunzenhausen auf zu einer Altmühlseetour.
Wer nur einmal schnuppern möchte, der kann es in einer halben Stunde machen (20 Euro). Vermietet werden die Segways stundenweise bis zu einem ganzen Tag. Foto: Falk

Der Einzelhandel darf nicht abtauchen

Wie kann der Handel den Online-Konkurrenten Paroli bieten?

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Bezirksgeschäftsführer Uwe Werner (links) mit Erika Gruber, der IHK-Vizepräsidentin, und ihrem Mann Herbert. Beide betreiben das führende Zweiradgeschäft in Gunzenhausen.

Der mittelfränkischen Einzelhandel hat im letzten Jahr um 1,4 Prozent mehr umgesetzt. Das schreibt Uwe Werner, der Geschäftsführer des mittelfränkischen Bezirks des Handelsverbands Bayern (HBE), in der neuesten Ausgabe von „WiM“, dem Magazin der Industrie- und Handelskammer Nürnberg. Er stellt eine leichte Entspannung bei der Ertragslage der 7900 Verkaufsstellen des mittelfränkischen Einzelhandels fest, der immerhin 47800 Beschäftigte zählt, darunter 2600 Auszubildende.
Er sagt, es gebe einen Trend, immer mehr in den größeren Städten einzukaufen, während es den Geschäften in Kleinzentren (bis zu 30000 Einwohner) tendenziell schlechter gehe. Zwar berichteten 40 Prozent der Geschäfte von einem Umsatzwachstum, aber mehr als ein Drittel habe ein Minus verbucht.
Ein Drittel der Kunden kaufe per Mausklick ein. Wie Uwe Werner erklärt, habe der Umsatz im Online-Handel um neun Prozent zugelegt und seinen Marktanteil auf knapp acht Prozent erreicht. Der Experte rechnet damit, dass in zehn Jahren ein Viertel der Einkäufe vom heimischen Sofa aus gemacht werden. Für die stationären Geschäfte ergebe das einen Umsatzeinbruch um 30 Prozent.
„Der Handel muss seine individuellen Stärken noch mehr herausstellen“, sagt Werner und meint damit den persönlichen Kontakt zu den Käufern. Er empfiehlt den Geschäftsleuten, flankierend ebenfalls in den Online-Handel einzusteigen, sofern das branchenspezifisch geht. „Wir müssen die Online-Anbieter mit ihren eigenen Waffen schlagen“, erklärt der Bezirksgeschäftsführer des Verbands.
Für Erika Gruber, die IHK-Vizepräsidentin aus Gunzenhausen, sind die großen Online-Handelsunternehmen die größten Konkurrenten für den ortsansässigen Handel. Unternehmen wie Amazon zahlten in Deutschland kaum Steuern, sie beteiligten sich auch nicht an Straßenausbauprojekten, an Kindergärten oder Schulen und sie unterstützten nicht die gesellschaftlichen und karitativen Einrichtungen in den Gemeinden. Deshalb ihre Forderung: „Es müssen für den Internethandel die gleichen Rahmenbedingungen gelten wie für den klassischen Handel.“
In das gleiche Horn stößt Jürgen Oriold, der Bezirksvorsitzende des HBE in Mittelfranken: „Der Kunde, de nicht mehr in die Innenstadt kommt, geht auch nicht ins Cafe oder ins Kino. Die gesellschaftliche Kommunikation verarmt.“
Bezirksgeschäftsführer Uwe Werner (links) im Gespräch mit IHK-Vizepräsidentin Erika Gruber und deren Mann Herbert, die in Gunzenhausen das führende Radsportgeschäft betreiben. Foto: Falk