Tag Archives: Veranstaltung

Sommertheater startet

Wolframs-Eschenbach bietet Kleinkunst im Kirchhof

„Der kleine Prinz – unterwegs zu den Sternen“.  Das ist der Titel eines Theaterstücks, das im Rahmen des Wolframs-Eschenbacher  Sommertheaters vom 2.  bis 5. August im Kirchhof geboten wird.

Der Inhalt ist kurz erzählt: Die französische Schirmverkäuferin ist mit ihrem Fahrrad unter- wegs. Sie nimmt uns mit auf die Reise des Kleinen Prinzen. Die Schirme werden zu Planeten, das Fahrrad zur Wüste, und sie selbst verwandelt sich in die singende Rose, die der Kleine Prinz einst verließ, um die Liebe zu finden… Saint-Exupéry hat den Menschen viel gesagt – er hat ihnen auch heute noch viel zu sagen. Für Zuschauer ab 10 Jahre. Dauer: 75 Minuten plus Pause.

Die Mitwirkenden sind:

Spiel: Christiane Weidringer; Regie: Harald Richter; Musik: Andreas Kuch; Bühne: Thomas Lindner; Figuren: Bärbel und Günter Weinhold.

Veranstalter ist die Stadt Wolframs-Eschenbach mit ihrem Kultur- & Tourismusbüro. Die Veranstaltung ist bei Regen im Bürgersaal. Vorverkauf 14,– / 11,– Euro (erm.), Abendkasse 15,– / 12,– Euro (erm.),Kultur- & Tourismusbüro, Tel. 0 98 75 / 97 55 -32 oder -31, e-Mail: info@wolframs-eschenbach.de

Foto: Lutz Edelhoff

Stadtjugendfest am 30. Juni

Ein bunter Ort der Gemeinschaft

Zeitgleich mit dem beliebten Gunzenhäuser Bürgerfest findet auch 2023 wieder das Stadtjugendfest statt. Unter der Leitung von Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher präsentiert das Netzwerk Jugendarbeit vom 30. Juni bis 2. Juli 2023 am Hafnermarkt einen Querschnitt der Jugendarbeit in und um Gunzenhausen. Diesmal laden sechs Jugendverbände Kinder und Jugendliche mit vielfältigen Aktionen zum Mitmachen und Spaßhaben ein. Daneben informieren die Institutionen und Verbände über ihr Angebot, geben Tipps und stehen für gute Gespräche bereit.

Zum Programm:

Das Jugendrotkreuz Gunzenhausen führt nicht nur durchs Bärenhospital, sondern bietet auch Kinderschminken und ein Rot-Kreuz-Bauklotz-Spiel an. Der Bezzelhaus e.V. wird die SANSIBAR mitbringen und alkoholfreie Getränke ausschenken. In Zusammenarbeit präsentieren die Evangelische Jugend im Dekanat Gunzenhausen und die Evangelische Landjugend im Raum Gunzenhausen bunte Mitmach-Workshops zu den Themen „Glitzer- und Klebetatoos“ an. Der DPSG Gunzenhausen bringt neben pfadfindertypischen Aktionen auch einen Kreativtisch mit zum Stadtjugendfest. An diesem können u.a. Knoten gelernt oder lustige Sachen gebastelt werden. Die Royal Rangers laden zum Korkenschießen ein und zeigen eine spaßbringende Schaumkopfschleuder. Last but not least hat die Stadtjugendpflege den Kreisjugendring-Spieleanhänger dabei und bedient damit auch manch verborgene Kindheitserinnerung.

Das Stadtjugendfest ist am Freitag, 30. Juni 2023, von 19 bis 21 Uhr geöffnet. Am Samstag kann die Veranstaltung von 14 bis 20 Uhr besucht werden und am Sonntag von 15 bis 20 Uhr. Für Fragen steht Ihnen Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher unter Tel. 09831/508 122 gerne zur Verfügung. 

30 Jahre Shantychor Altmühlsee

Jubiläumskonzert in Schlungenhof am Sonntag, 4. Juni

Der Shantychor Altmühlsee präsentiert sich am 4. Juni mit anderen Chören am Seezentrum Schlungenhof.

Wer kennt sie nicht, die Lieder von der rauen See, vom weiten Ozean, von Liebe, Heimweh und fernen Ländern, von Segelschiffen und Piraten auf allen Weltmeeren. Diesem Liedgut hat sich der Shantychor Altmühlsee verschrieben.
Vor 30 Jahren hat sich eine Schar Segler der Anliegervereine am Altmühlsee spontan getroffen, um Shanty’s zu singen. Im Lauf der Jahre haben sich zahlreiche Chor-Sänger aus den umliegenden Gemeinden hinzugesellt und die Shanty-Sänger verstärkt. Mittlerweile umfasst der Shantychor Altmühlsee 30 aktive Sänger, die bei ihren Proben und Auftritten von Diplom-Musiklehrer Eduard Frickel am Akkordeon begleitet werden. Die musikalische Leitung
obliegt Georg Karl Zanzinger, als Shantyman, quasi „Vorsänger“, fungieren Gerhard Herrmann und Lothar Klein.

Ein Shanty ist ein Seemannslied. Shantys sind Lieder der Matrosen zu gemeinschaftlicher, harter Arbeit auf Segelschiffen vor dem Mast und lassen sich in ihrem Ursprung bis ca. 1450 zurückverfolgen. Ein vom Shantyman gesungener Solopart, der oft auch improvisiert ist, wird von Kehrreimzeilen der Mannschaft abgelöst. Bedingt durch die Art der Arbeit, haben sich unterschiedliche Arten von Shantys gebildet, zum Beispiel zum Lichten des Ankers oder zum Setzen der Segel.Daraus ergeben sich ganz spezielle Rhythmen. Natürlich wurden Shantys auch am Abend in der geselligen Runde gesungen. Wie auch andere Lieder z.B. aus der Country-Musik, konnten mit den Texten sofort aktuelle Tagesereignisse reflektiert werden. Durch die Internationalität der Seefahrt machten Shantys schnell die Runde und vermischten sich mit Seemanns- und Volksliedern. Im Norden Deutschlands an der Waterkant gehört der Auftritt von „Shanty- Chören“ zum traditionellen Kulturgut.

Anlässlich des 30jährigen Bestehens des Shantychors Altmühlsee findet am Sonntag, 4. Juni 2023, um 14 Uhr am Veranstaltungspavillon im Seezentrum Schlungenhof am Altmühlsee ein großes Shantykonzert unter dem Motto „Shanty & Schifferklavier – deine Heimat ist das Meer“ statt.

Der Jubiläumschor wird allerdings nicht alleine auf der Bühne stehen. Als Gäste hat man sich den Nürnberger Shantychor der Wasserschutzpolizei und die Aischtal-Shantys aus Neustadt a.d. Aisch eingeladen. Auf dem Programm stehen typische, ja weltbekannte Shanty’s wie „Anchors aweigh“ oder „Gruß an Kiel“, Seemannslieder, aber auch Schlager und Melodien aus Filmen und Operetten. „Das ist die Liebe der Matrosen“ oder „Sie hieß Mary Ann“ werden Erinnerungen an Hans Albers und Freddy Quinn wecken. Der Kampf mit Wind und Wellen, die harte Arbeit an Bord der großen 3- und 4-Master und die Aussicht auf Inselparadiese und die hübschen Frauen in den Häfen der Welt, Lieder, die zum Träumen einladen. Die Reise zu bekannten und unbekannten Stränden im Seezentrum Schlungenhof findet bei freiem Eintritt statt.

Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Internetseite der Tourist Information
unter www.gunzenhausen.info.

Wiedereinstieg ermöglichen

Veranstaltungsreihe zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Wiedereinstieg

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen Agnes Müller und die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg Hedwig Hochreiter und des Jobcenters Weißenburg Regina Weißbeck bieten im Juni verschiedene Veranstaltungen zu den Themen Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Wiedereinstieg an.

Am 13. Juni 2023 startet die Veranstaltungsreihe zum Thema „Sich erfolgreich bewerben – gewusst wie!“ von 09.00-12.00 Uhr im Mehrgenerationenhaus (Kirchstraße 1) in Pleinfeld. Neben Informationsmöglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Tipps zum beruflichen Wiedereinstieg, einem Bewerbungsmappen-Check, Qualifizierungs- und Fördermöglichkeiten hält auch Jennifer Lohse, Talent Acquisition Coordinator der Firma W.L. Gore&Associates um 10.00 Uhr einen Vortrag. Eine Anmeldung ist unter 09144 871-207 oder per Mail an ansbach-weissenburg.bca@arbeitsagentur.de erforderlich.

Am 20. Juni 2023 findet ein Info-Treff auf dem Abenteuer-Spielplatz in Wald am Altmühlsee statt. Bei dem Treffen informieren die Organisatorinnen von 14.30 bis 16.30 Uhr unverbindlich, wie ein beruflicher Einstieg gelingen kann, geben Tipps zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zur Bewerbung, zeigen Qualifizierungsmöglichkeiten (auch in Teilzeit) und deren Fördermöglichkeiten auf und klären auch die Frage “Welche Chancen habe ich am Arbeitsmarkt?“. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung findet nur bei gutem Wetter statt. Wer sich über die Veranstaltung informieren will, kann dies gerne telefonisch erledigen bei der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Agnes Müller unter 09141 902-241.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet das Info-Café zum Thema „Familie und Beruf“ am 29. Juni 2023 von 09.30 bis 12.00 Uhr im Café am Rathaus (1. Stock, Weißenburger Str. 2, Ellingen). Auch dabei soll es wieder um den beruflichen Wiedereinstieg gehen, praktische Bewerbungstipps und Informationen zum regionalen Arbeitsmarkt gegeben werden und viele weitere interessante Themen angesprochen werden. Für diese Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich.

Zuhause gut versorgt

Fachtag Demenz und Pflege am 14. Juni in Treuchtlingen

„Zuhause gut versorgt“ lautet das Thema des 5. Fachtags Demenz und Pflege am Mittwoch, 14. Juni, in der Stadthalle Treuchtlingen. Die Veranstaltung, die von der Fachstelle für Demenz und Pflege Mittelfranken durchgeführt wird, beginnt um 8.45 Uhr, das Ende ist für 15.30 Uhr geplant.

Teilnehmen können Fachpersonen ebenso wie Interessierte sowie pflegende An- und Zugehörige. Nach den Grußworten von Bezirkstagspräsident Armin Kroder und Dr. Christine Schwendner, zuständige Referatsleiterin beim Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, führen Nina Gremme und Eva Adorf von der Fachstelle durch den Tag. Neben einer aktuellen Studie zu den positiven Effekten einer Pflegetätigkeit wird das Gesprächsangebot „Demenz-Buddies“, das sich in erster Linie an junge Menschen richtet, vorgestellt.

Am Nachmittag stehen ein Vortrag zur „Hospizlichen Sorgekultur als ganzheitlicher Ansatz“ und eine Podiumsdiskussion, bei der die Herausforderungen und Belastungen von pflegenden An- und Zugehörigen zur Sprache kommen, auf dem Programm.

Informationen und Anmeldung (erforderlich) auf der Internetseite www.demenz-pflege-mittelfranken.de. Telefonische Auskünfte sind auch unter der Nummer 0981/4664-20210 erhältlich. Interessierte können im Anschluss an die Fachtagung, die kostenfrei ist, den ab 18 Uhr im Central Kino und Kultur in Treuchtlingen gezeigten Film „Diagnose Demenz – Ein Schrecken ohne Gespenst“ ansehen. Der Ticketpreis beträgt 6,50 Euro.

Fête de la Musique in Ellingen

Ein Spazierkonzert zur Sommersonnenwende am 21. Juni

Der Ellinger Chor „Harmonie“ ist dabei, wenn am 21. Juni in ganz Ellingen gesungen und gespielt wird.

Eine ganze Stadt voller Musik – das verspricht die Fête de la Musique, die dieses Jahr zum zweiten Mal in Ellingen stattfindet. Wie auch beim Debüt im vergangenen Jahr wird es am 21. Juni 2023 einen musikalischen Stadtrundgang geben mit verschiedenen Konzert-Stationen. Mit dabei sind der Hörlbacher Profigitarrist Alexander Espinosa, die Blechbläser von BrassXperiment, das Chörle, der Gesangverein Harmonie Ellingen, die KaGe Ellingen, die Straßenmusik-Combo Los Dos Tres und die Blasmusiker*innen der UnderDOKs.

Wie funktioniert das Ellinger Spazierkonzert?

Der Rundgang durch Ellingen beginnt im Biergarten des Restaurants Römischer Kaiser in der Weißenburger Straße, wo auch Getränke sowie Feines vom Grill angeboten werden. Um 18.30, 18.55 und um 19.20 Uhr wird dort jeweils die erste musikalische Präsentation des Wandelkonzerts stattfinden. Entlang einer festen Route folgen dann weitere sechs Stationen, an denen – sobald die jeweilige Besuchergruppe erscheint – ein Programm von jeweils ca. 10 Minuten erklingt. Ein Rundgang hat somit eine Dauer von gut 90 Minuten.
Vom Biergarten des Römischen Kaisers führt der Weg über die Neue Gasse (Rollstühle und Gehbehinderte nutzen die Weißenburger Straße) zur Mariahilf-Kapelle, danach zum Garten des katholischen Pfarrheims, von dort über den Gartenweg zur Stadtmauer im Bereich Im Stadtgarten, über die Hausner Gasse vorbei am Franziskaner-Kloster zum Altstadtparkplatz, danach in den Hof der Bäckerei Specht und daraufhin an den Maibaum (Eingang Schlosspark). Von dort geht es zum Abschlussfest in den Biergarten der Schlossbrauerei Ellingen, wo ab ca. 20:30 Uhr eine Offene Bühne auch die Musikerinnen und Musiker ansprechen soll, die im Spazierkonzert keinenPlatz gefunden haben oder einfach spontan gerne mitwirken wollen. Gegen 21 Uhr findet dann der offizielle Abschluss statt. Die Offene Bühne kann aber auch danach noch für musikalische Darbietungen genutzt werden.
Die Veranstaltung findet unter freiem Himmel und deshalb nicht bei Regen statt. Der Eintritt zu den Spazierkonzerten ist kostenfrei, es darf aber an den einzelnen Stationen gespendet werden.Musik in der ganzen Stadt: Ein erfolgreiches Konzept.
„Die erste Fête de la Musique im vergangenen Jahr war nach der Pandemie ein erstes kulturelles Aufatmen für die Ellinger Vereine – aber auch für das Publikum. Dass das Konzept so unglaublich gut angekommen ist, freut alle Beteiligten immer noch. Ein großes Zusammenhalts-Gefühl erfüllte den ganzen Abend. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir auch dieses Jahr wieder die Fête de la Musique veranstalten können.“, betont Matthias Obernöder, Erster Bürgermeister der Stadt Ellingen.
„Musik muss gehört werden, Musikschaffende brauchen Auftrittsgelegenheiten. Das alles bietet unsere Fête in Ellingen, die eine zwanglose und niederschwellige Konzertform darstellt. Die Konzertgäste erwartet ein Einblick in das derzeitige Musikgeschehen in der Barockstadt. Und versprochen: Wir haben dieses Jahr wieder eine tolle Mischung zusammengestellt“, berichtet Annemarie Endner, Initiatorin und Organisatorin der Fête de la Musique Ellingen und Chorleiterin des Gesangvereins Harmonie.
Die Nachfrage nach einem Platz im Programm der diesjährigen Fête war sehr groß, weshalb Endner erstmalig interessierten Musizierenden absagen musste. „Wir pflegen derzeit noch das Windhundprinzip, also: Wer sich zuerst meldet, bekommt auch einen der raren Plätze.“

Seit 2022 ist Ellingen Teil der Fête-Familie und damit in bester Gesellschaft: In ganz Europa und der Welt treffen sich am 21. Juni Amateur- und Profimusiker*innen, um den Beginn des Sommers zum Klingen zu bringen – und das bereits seit 1982, also seit 41 Jahren. Veranstalterin ist die Stadt Ellingen. Unterstützt durch: Schlossbrauerei Ellingen, Brevillier Urban & Sachs (Jolly).

Altmühltal geht neue Wege

Aufruf zur aktiven Mitwirkung am Integrierten ländlichen Entwicklungskonzept

Die Bürgermeister und Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft waren zur Vorbereitung im Klosterlangheim

Dr. Dr. Kristina Becker, Bürgermeisterin der Stadt Treuchtlingen, ruft in ihrer Funktion als Vorsitzende der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Integrierte Ländliche Entwicklung Altmühltal alle interessierten Bürgerinnen und Bürger der Region zu einer aktiven Mitwirkung in dem jetzt beginnenden Fortschreibungsprozess der interkommunalen Entwicklung auf. Die konkreten Rahmenbedingungen und die Möglichkeiten einer persönlichen Beteiligung werden in einer Auftaktveranstaltung am Dienstag, 23. Mai, ab 19.30 Uhr in der Stadthalle Treuchtlingen vorgestellt.

Seit 2009 besteht auf Kreisebene eine Regionales Handlungskonzept, welches später Grundlage für die ab 2012 neu aufgestellten Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepte wurde, die in drei regionalen Gebietskulissen flächendeckend für den Landkreis aufgestellt wurden. In der ILE-Region Altmühltal sind die acht Kommunen Alesheim, Dittenheim, Langenaltheim, Markt Berolzheim, Meinheim, Pappenheim, Solnhofen und Treuchtlingen als Kommunale Arbeitsgemeinschaft ILE Altmühltal miteinander vernetzt.

In den letzten Jahren ist über diesen Zusammenschluss im Bereich der Ländlichen Entwicklung bei der Verbesserung der landwirtschaftlichen Infrastrukturen, der Nahversorgung, der demografischen Entwicklung, der Verbesserung natürlicher Lebensräume, bei der Sicherung der Streuobstvielfalt, der Optimierung von Radwege-verbindungen, neuen Angeboten im Bereich des Tourismus, bei der Kooperation im Datenschutz oder der besseren Vernetzung im Bereich der Energieversorgung viel passiert. Mit dem Regionalbudget konnten zudem über 40 Projekte kleinerer Vereine oder Initiativen, aber auch kommunale Vorhaben mit einer Gesamtsumme von rund € 600.000, davon rund 2/3 öffentlich gefördert unterstützt werden, für die es sonst kaum andere öffentliche Fördermöglichkeiten gegeben hätte.

Nach über einem Jahrzehnt interkommunaler Zusammenarbeit ist es an der Zeit den im Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) von 2013 festgelegten Fahrplan zu aktualisieren, um neue und an die Veränderungen der Zeit angepasste Zukunftsperspektiven konstruktiv gestalten zu können. Abgeleitet aus dieser Fortschreibung des ILEKs können dann dazu gezielt auch wieder Fördermittel eingeworben werden. Zur Unterstützung wurde das Büro Herb und Partner von der ILE Altmühltal beauftragt, diesen Prozess zu koordinieren bzw. zu strukturieren.

Die Beteiligung der Bürgerschaft an der Erstellung dieser neuen Zukunftsstrategie stellt einen zentralen Erfolgsfaktor dar. Denn gerade die Bewohnerinnen und Bewohner der Region kennen diese und deren Bedürfnisse am besten.

Daher sind alle interessierten Akteure der acht Mitgliedskommunen, egal ob aus Vereinen, Initiativen, Unternehmen oder als ehrenamtlich Tätige bzw. schlicht an der Entwicklung Interessierte, herzlich zur Auftaktveranstaltung am 23 Mai eingeladen, die den Beginn des anstehenden Prozesses bildet.

Im Rahmen der Veranstaltung wird das Planungsteam über die Fortschreibung des Entwicklungskonzeptes informieren. Zu den unterschiedlichsten Themenbereichen, welche die interkommunale Zusammenarbeit erforderlich machen, werden erste Projektideen definiert und gemeinsam zu Maßnahmen erarbeitet. Zusätzlich sollen die Themen nach dieser Auftaktveranstaltung in einigen Arbeitskreisen vertieft werden. Das können die Bereiche Wirtschaft und Gewerbe, Energie und Mobilität, Grundversorgung, soziales und kulturelles Leben, Orts- und Innenentwicklung, Landwirtschaft, Landschaft und Biodiversität, Freizeit und Naherholung, die Digitalisierung oder auch die effizientere Zusammenarbeit in kommunalen Angelegenheiten sein.

Im Rahmen eines Workshops haben Vertreterinnen und Vertreter aus den beteiligten acht Stadt- und Gemeinderäten schon einmal drei künftige Themenschwerpunkte der interkommunalen Arbeit definiert. Dies sollen die Erhaltung regionaler Wertschöpfungs-ketten, der Aufbau von Bürgerenergiestrukturen sowie die Sicherung der Grund- und Mittelschulstandorte sein.

Eine Anmeldung zur Auftaktveranstaltung ist nicht erforderlich. Im Anschluss an die Veranstaltung können die dort aufgegriffenen Themen dann in einigen Arbeitskreisen weiter konkretisiert werden, die im Rahmen dieser Veranstaltung festgelegt werden.

„Mit einer hoffentlich zahlreichen Beteiligung an dieser Auftaktveranstaltung erhalten die Bürgerinnen und Bürger die einmalige Chance, aus der kreativen Vielfalt vorhandener Ideen der Region gemeinsam eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Kommunen mitzugestalten“, erhofft sich Dr. Dr. Kristina Becker als Vorsitzende der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Altmühltal und setzt dabei auf ein großes Interesse aus allen acht Kommunen.

DIETER POPP, Regionalberater

1200 Ruderschläge zum Jubiläum

Die Römerboote am Altmühlsee: Veranstaltung am 9. Juni

Zu sehen sind zwei „Römer“ und Gunzenhausens Jubiläumsmaskottchen „Gunzo“ am Altmühlsee. Foto: Stadt Gunzenhausen

Als im Jahr 823 Gunzenhausen erstmals urkundlich erwähnt wurde, war das Römische Reich längst Geschichte. Bis heute finden sich in der Altmühlstadt deutliche Spuren, beispielsweise im Burgstallwald, der grünen Lunge der Stadt. Dort führen Gehwege zu römischen Überresten aus dem 2. Jahrhundert, u.a. zu Wachtürmen und zu einem Kastell. Der Altmühlsee war den Römern freilich unbekannt, wurde er doch erst vor rund einem halben Jahrhundert künstlich angelegt.

Dennoch finden sich dort optimale Bedingungen um tiefer in ausgewählte Aspekte römischer Historie einzutauchen. Am Seezentrum Schlungenhof forscht Professor Dr. Boris Dreyer von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit einem Team von Spezialisten an der Wirkungs- und Einsatzgeschichte römischer Patrouillenboote. Mittlerweile ist der beschauliche Altmühlsee weltweit das einzige Gewässer, an welchem zwei solcher Römerboote ein Zuhause gefunden haben.

Anlässlich des Gunzenhäuser Stadtjubiläums hat sich das Römerbootteam etwas ganz Besonderes einfallen lassen und die Veranstaltung „1200 Ruderschläge zum Jubiläum von Gunzenhausen“ initiiert. Das Event findet am Freitag, 9. Juni 2023, ab 15 Uhr am Seezentrum in Schlungenhof statt.

„Unsere beiden Römerboote sind richtige Sympathieträger und haben Fans in der ganzen Welt. Sie üben auf viele Menschen eine Faszination aus und nicht nur Asterixfreunde lassen sich begeistern“, erklärt Prof. Dr. Boris Dreyer. „Manche denken aber immer noch, wir forschen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Weit gefehlt, denn wir bieten Wissenschaft zum Anfassen und möchten möglichst viele Menschen daran teilhaben lassen. Für den 9. Juni laden wir alle Interessierte ein, einmal selbst ins Boot zu steigen und unter fachlicher Anleitung eine kleine Ruderrunde über den Altmühlsee zu drehen. Was heute ein riesiger Spaß ist, war früher Teil des Lebens eines römischen Soldaten. Die Römer haben beachtliche Strecken mit den Patrouillenbooten zurückgelegt und hohe Geschwindigkeiten erreicht. Im Juni dürfen Sie gerne zum Schnuppern kommen und selbst einmal ein Ruder in die Hand nehmen, natürlich kostenlos und mit Spaßgarantie.“

„1200 Ruderschläge zum Jubiläum von Gunzenhausen“ sind nicht nur Ruderfahrten über den Altmühlsee, auch ein kleines Wettrennen der beiden Boote wird bei Interesse und ausreichender Anmeldungen veranstaltet. Der zeitgleich stattfindende Römische Nachmittag an der Bootshalle im Seezentrum Schlungenhof lässt zudem die Herzen aller Römerfans höher schlagen. Nicht nur für Geschichtsfreunde interessant, sind außerdem Einführungen des Althistorikers Prof. Dr. Boris Dreyer in die römische Militärtechnologie, inklusive Funktionserklärungen an einem originalgetreuen Nachbau eines historischen Wurfgeschützes.

Tipp: Auch die Erlebnisausstellung „Römische Patrouillenboote auf dem Prüfstand – Bau und Test für Wissenschaft und Öffentlichkeit“ wird am 9. Juni 2023 noch zu sehen sein und kann kostenlos besucht werden. Der Besuch der Römerboote lohnt an diesem Tag also gleich doppelt. Spenden zur Unterstützung der Forschungsarbeit sind herzlich willkommen.

Nähere Informationen erhalten Sie unter Tel. 09831/85-25768 und per E-Mail an boris.dreyer@fau.de.

Wandertag in Haundorf

Landrat Westphal eröffnet am Sonntag, 7. Mai, um 10 Uhr die Veranstaltung

Am Sonntag schon was vor? Besuchen Sie doch den Altmühlfranken-Wandertag in Haundorf. Ab 10.00 Uhr können sich die Wanderinnen und Wanderer rund um Haundorf in die idyllische Natur begeben. Drei unterschiedlich lange Wanderwege sind an diesem Tag ausgeschildert.

Um 10 Uhr wird Landrat Manuel Westphal den zweiten Altmühlfranken-Wandertag gemeinsam mit Bürgermeister Christian Beierlein am Café Hans (Georgentalweg 2, 91729 Haundorf) offiziell eröffnen. Anschließend können die Gäste zwischen drei Routen rund um Haundorf wählen, die im Uhrzeigersinn beschildert sind. Die Organisation des Wandertags erfolgt über die Zukunftsinitiative altmühlfranken und wird im Rahmen der Stärkung des Wir-Gefühls im Landkreis vom Regionalmanagement Bayern unterstützt. Entlang der Routen finden sich zwei Genussstationen, an denen regionale Produkte aus dem Landkreis zum Probieren bereitstehen.

Die Familienroute (Route 1) hat eine Länge von 3,8 km und führt am Haundorfer Weiher entlang. Diese Route verläuft, bis auf ein kleines Stück am Haundorfer Weiher, auf Forstwegen und asphaltierten Straßen.

Die mittlere Route (Route 2) ist 5,6 km lang und beleuchtet die Geschichte rund um den Markgrafen. Hier geht die Wanderung über Forstwege, asphaltierten Straßen und einem kurzen Stück auf unbefestigten Wegen.

Die lange Route (Route 3) führt über 12,8 km entlang des Kneippwegs. Der Großteil der Route verläuft auf Forstwegen und asphaltierten Straßen. Ein paar Abschnitte werden auf unbefestigten Wegen gewandert.

Geführte Wanderungen werden, nach der offiziellen Eröffnung um 10.00 Uhr durch Landrat Manuel Westphal, für alle drei Routen angeboten. Um 11 Uhr starten Routen eins und zwei nochmals. Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlen können einzelne Führungen bereits ausgebucht sein. Treffpunkt und Start für die geführten Wanderungen ist am Café Hans. Die Wanderung der drei Routen ist auch ohne vorherige Anmeldung und auf eigene Faust möglich. Für eine bessere Organisation, bitten wir um eine kurze Anmeldung vor Ort. Ausreichend Parkplätze stehen am Startpunkt in Haundorf zur Verfügung.

Als besonderes Highlight feiern wir das Jubiläum „50 Jahre Trimm Dich Pfad im Mönchswald“ der Gemeinde Haundorf mit. Auf den Routen 2 und 3 steht der Trimm-Dich-Pfad für Wanderinnen und Wanderer zum Erkunden bereit. Parkplätze gibt es vor Ort (Abzw. Unterhöhberg, 91729 Haundorf).

Der Wandertag findet auch bei Regen statt. Festes Schuhwerk ist erforderlich.

Für das leibliche Wohl sorgen Haundorfer Vereine und ab 11.30 Uhr bietet das Duo „AcousticBlend“ einen musikalischen Rahmen für einen stimmungsvollen Nachmittag. Aroma Hoch3, eine Kaffeerösterei aus Obererlbach, bietet seine Kaffeespezialitäten an.

Weitere Informationen finden Sie unter www.altmuehlfranken.de/wandertag.

Jahrhundertwerk aus lokaler Sicht

J.D. Salingers „Der Fänger im Roggen“ und Gunzenhausen

Holger Pütz-von Fabeck, Manuel Grosser und Werner Mühlhäußer gehen auf J.D. Salinger ein und stellen den lokalen Bezug her.

Wer Literatur schätzt und liebt, der kommt am „Fänger im Roggen“ nicht vorbei. An Jerome David Salingers Welterfolg scheiden sich allerdings die Geister. Die einen halten es für einen großen, zeitlosen Wurf, für ein Kultbuch, das nicht nur die amerikanische Jugendliteratur maßgeblich prägte. Die anderen finden es überschätzt, langweilig und stören sich an der vulgären Sprache des Protagonisten Holden Caulfield. Sicher ist: „Der Fänger im Roggen“ lässt niemanden kalt.

Doch was steckt hinter der Faszination für den „Fänger“? Zu einer spannenden und vielleicht auch aufklärenden Spurensuche möchten Rechtsanwalt Holger Pütz-von Fabeck, Stadtarchivar Werner Mühlhäußer und Stadt-Pressechef Manuel Grosser am 23. Juni 2023 in den Kastaniengarten der Kanzlei „meyerhuber rechtsanwälte“ in die Rot-Kreuz-Straße in Gunzenhausen einladen. Dort werden sie gemeinsam den „Fänger im Roggen“ literaturwissenschaftlich sezieren und der Sogwirkung des Buches auf den Grund gehen. Was im Gunzenhäuser Stadtjubiläumsjahr natürlich nicht fehlen darf: Beleuchtet wird der zeitgeschichtliche Hintergrund, denn der 1919 geborene J.D. Salinger war nach Ende des Zweiten Weltkriegs als Militärgeheimdienstler in Gunzenhausen tätig. Sein damaliges Büro befand sich in der heutigen Kanzlei „meyerhuber rechtsanwälte“.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass er Teile des 1951 erschienen „Fängers“ in der Altmühlstadt geschrieben hat und sich dabei von der Stimmung des Ortes hat beeinflussen lassen .J.D. Salinger war menschenscheu und geheimnisvoll. Um das Leben des 2010 verstorbenen Schriftstellers ranken sich Legenden und viele Fragen beschäftigen die Literaturwissenschaft bis heute, beispielsweise warum der hochbegabte Autor nach dem „Fänger im Roggen“ keinen weiteren Roman mehr veröffentlichte. Lag es vielleicht an der negativen Energie des Buches, immerhin galt es als Inspirationsquelle für manch schweres Delikt? Vielleicht war Salingers Gesellschaftskritik aber auch auserzählt und die daran anschließende Jugendbewegung, dieser laute literarische Schrei nach Leben und Entfaltung, Erfüllung eines Autorentraums.
Stadtarchivar Werner Mühlhäußer wird am 23. Juni 2023 der interessanten Frage nachgehen, welche Wirkung die Schrecken des Zweiten Weltkriegs auf den jungen jüdischen Soldaten J.D. Salinger hatten. Auch die „Jahre danach“ in Gunzenhausen sollen bei seinen Betrachtungen eine Rolle spielen. 1944 landete Salinger in der Normandie und war u.a. an der Befreiung des Dachauer KZs Kaufering IV beteiligt. Die verstörenden Eindrücke prägten ihn und vieles davon findet sich auch im „Fänger im Roggen“ wieder, beispielsweise der Wille zur Macht und die Funktionsweise totalitärer Systeme. Manuel Grosser wird an diesem Abend nicht nur einen diskursanalytischen Interpretationsansatz verfolgen, sondern die Hilflosigkeit des Protagonisten auf Zeitlosigkeit und Sogwirkung untersuchen. Dazu wird Rechtsanwalt Holger Johannes Pütz-von Fabeck Passagen aus dem „Fänger im Roggen“ vorlesen und ausgewählten Teilen des außergewöhnlichen Werks mit sonorer Stimme neues Leben einhauchen.
Abgerundet wird das Literaturspektakel am 23. Juni 2023 von einer stimmungsvollen Licht- und Bildinstallation. Gezeigt werden Bilder aus der schrecklichen Nazi-Zeit Gunzenhausens, dazu seltene Aufnahmen, die nach Befreiung durch die US-Armee entstanden sind. Tauchen Sie ein in die Entstehungszeit des „Fängers im Roggen“. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung über die Tourist Information der Stadt Gunzenhausen unter Tel. 09831/508 300 ist obligatorisch. Das Platzangebot ist beschränkt, es gilt deshalb das Windhundprinzip.