Schräge Vögel

Faszinierende Vielfalt heimischer Vogelarten

vÖGELHier ist die Seele der Vögel mit dabei: Kaum ein zweiter schreibt aus eigenem Erleben besser über Vögel als Autor und Diplom-Biologe Uwe Westphal, aus Fernsehen und Hörfunk als Vogelstimmenimitator bekannt. Kaum ein zweiter vermag ihr Wesen lebendiger auf Papier zu bannen als Naturmaler Christopher Schmidt, der für seine Bilder internationale Auszeichnungen erhielt. Für das Buch »Schräge Vögel«, erschienen im pala-verlag, haben sich die beiden Vogelexperten erstmals zusammengetan und ermöglichen in Wort und Bild einen
ebenso spannenden wie berührenden Blick auf mehr als 40 heimische Vogelarten ganz besonderer Art: Die Vögel tragen bizarr klingende Namen wie Ziegenmelker oder Neuntöter, zeigen faszinierende Lebensweisen wie Basstölpel oder Wiesenweihe und sind weithin unbekannt wie Waldrapp oder Gänsesäger.

Auch vermeintlich wohlbekannte Vogelarten überraschen mit unbekannten Aspekten: Wer weiß zum Beispiel, dass der Zaunkönig stets mehrere Nester baut oder der Dompfaff Volkslieder singt? Das und noch viel mehr ist in diesem Buch nachzulesen. Es dient ornithologisch Interessierten, die ihre Artenkenntnis erweitern möchten, ebenso wie Menschen, die bisher noch keinen Kontakt zur Vogelkunde hatten. Mit diesem Buch tauchen Sie ein in die faszinierende Vielfalt heimischer Vogelarten – eine Vielfalt, die zunehmend bedroht ist. Wer seine gefiederten Nachbarn kennt und schätzt, wird ihnen mit Respekt begegnen, sich im besten Falle für ihren Schutz einsetzen.

Uwe Westphal: “Schräge Vögel”, Begegnungen mit Rohrdommel, Ziegenmelker, Wiedehopf und
anderen heimischen Vogelarten; Illustrationen von Christopher Schmidt; pala-verlag, Darmstadt; Hardcover, 192 Seiten, 19,90 Euro; ISBN: 978-3-89566-342-0

“Stadtmarketing Gunzenhausen” gegründet

Die Aufbruchstimmung hält an

StadtmarketingWie Bürgermeister Karl-Heinz Fitz  sagt, ist der Verein “Stadtmarketing Gunzenhausen” sein jüngstes Kind. Die Schwangerschaft hat mit zwölf Monaten etwas länger gedauert als das bei weiblichen Schwangerschaften der Fall ist, aber das Produkt ist vielversprechend. Das “Stadtmarketing” soll die Initiativen und Ideen der verschiedenen Verbände bündeln.

Vorsitzender ist ein neuer Mann, der erst seit wenigen Monaten in der Stadt unternehmerisch aktiv ist: Patrick Bosch (32), der Geschäftsführer der Bosch GmbH & Co (Bauträgerschaft und Immobilien).

Ihm zur Seite steht als 2. Vorsitzender Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. Das ist bereits in den Vorgesprächen so vereinbart worden. Die Mitglieder stimmten der Personalie in der Gründungsversammlung einstimmig zu. Als 3. Vorsitzender fungiert der Gunzenhäuser Buchhändler Thomas Fischer. Als Kassier amtiert Christopher Westphal von der Sparkasse Gunzenhausen (es ist der jüngste Sohn von Landratsvize Robert Westphal aus Meinheim) und als Schriftführer wurde Stephan Guthmann von der Raiffeisenbank gewählt. Stadtkämmerer Werner Stützer und Erwin Einziger (Vorstandsmitglied der Gewerbebank) sind Revisoren.

Die Arbeitskreise werden vertreten durch:

Industrie: Marco Stenglein, Verpa-Standortleiter

Handwerk: Udo Kleeberger, Chef der gleichnamigen Bäckerei

Handel: Dieter Früh, Geschäftsleiter  des Kaufhauses Steingass

Einzelhandel: Erika Gruber, IHK-Vizepräsidentin und Chefin von Zweirad-Gruber

IHK: Hans-Georg Degenhart, Chef der gleichnamigen Eisenhandlung

Gastronomie: Gerhard Müller. Chef  des  Hotel-Gasthofes  “Adlerbräu”

Gesundheit: Imke Götz, Chefin des gleichnamen Physio-Kompetenzzentrums

Wirtschaftsjunioren: Stefan Meier, Filialleiter der Gewerbebank Gunzenhausen

Kunst und Kultur: Peter Schnell, Stadtrat, Vorsitzender “Die Kulturmacherei” und “Lebenskunst”-Akteur

Medien: Klaus Seeger, Sendeleiter von Radio 8 in Ansbach

Dienstleistungen: Sigrid Niesta-Weiser, Rechtsanwältin in Gunzenhausen

45 Mitglieder traten spontan bei, weitere sollen in den nächsten Wochen dazu kommen. Privatpersonen und Vereine zahlen einen Jahresbeitrag von 50 Euro, die Firmenbeiträge sind nach Mitarbeitern gestaffelt und beginnen bei 180 Euro (bis 560 Euro). Natürlich sind nach oben keine Grenzen gesetzt. Große Wirtschaftsunternehmen können mehr leisten als der kleine Ladenbesitzer.

Als Geschäftsführer wird zunächst noch für ein Jahr Citymanager Markus Jocher zur Verfügung stehen. Im Rathaus soll der Geschäftsführer seinen Dienstsitz bekommen.

Briefe schreiben: Aussterbende Kunst

Buch von Simon Garfielt erscheint im September

GarfieldIn jedem Brief steckt eine Geschichte im Kleinen und in diesem Buch stecken einige der größten Briefe aller Zeiten. Von Oscar Wildes ungewöhnlicher Methode, seine Post aufzugeben bis zum Versuch des Fahrradfans Reginald Bray, sich selbst zu verschicken – Simon Garfield entdeckt eine Fülle von Geschichten rund um die Kunst des Briefeschreibens. In den Hauptrollen: Plinius d. J., Cicero, Napoleon, J. W. von Goethe, Lewis Carroll, Jane Austen, Virginia Woolf, Albert Einstein, Queen Mum und viele mehr. Dazu eine unterhaltsame Geschichte der Ratgeber, wie man Briefe schreibt – einschließlich einer Anleitung, wann man Fische als Hochzeitsgeschenke verschicken darf. Zwischen den Kapiteln dieser wunderbaren Reise durch die Welt der Briefe entfaltet sich ein fesselnder Briefwechsel eines ganz normalen britischen Paares in Kriegszeiten, der zeigt, wie die schlichtesten Mitteilungen ein Leben verändern können. »Briefe!« ist Loblied und Schwanengesang zugleich – auf die Kunst der Briefe: von den alten Römern bis zur E-Mail.

Simon Garfield: “Briefe!” (Ein Buch über die Liebe in Worten, wundersame Postwege und den Mann, der sich selbst verschickte), 520 Seiten mit rund 100 s/w Abbildungen. 14,5 x 21,7 cm. Gebunden mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-8062-3175-5, 29,95 Euro.

Mallorcas schöne Seiten

Einsame Strände auf Mallorca – gibt es das überhaupt noch?

Zu Beginn der Hauptreisezeit fragen sich viele Mallorca Besucher, wo denn die schönsten und einsamsten Strände der Insel zu finden sind. Auf der Sonneninsel der Deutschen, wo jedes Jahr über 10 Millionen Touristen Urlaub machen? Klingt unglaublich, ist aber wahr: Paradiesische Strände und Buchten auf Mallorca, die selbst im Sommer kaum besucht sind, wo nur ein paar Boote ankern oder ab und zu Kajakfahrer an Land gehen, gibt es tatsächlich!

Auch im Sommer ohne Trubel: Cala Mitjana an der Ostküste.

Auch im Sommer ohne Trubel: Cala Mitjana an der Ostküste.

Playa Es Coll Baix an der Nordküste, nicht weit vom Massenstrand Playa Alcudia zum Beispiel. Mit dem Auto eine Viertelstunde von Alcudia und einem knapp 30-minütigen Spaziergang durch einen schattigen Pinienwald erreichen Sie diesen einsamen Strand mit türkisblauem, glasklarem Wasser. Oder die Cala Mitjana an der Ostküste. Nur ein halbstündiger Spaziergang durch die wunderbare Mallorquinische Landschaft und Sie sonnen sich auf diesem Robinson Crusoe-Strand. Die tief eingeschnittene Bucht ist bestens geschützt vor den Wellen des Meeres, der Sandstrand fällt flach ins Wasser – Idylle pur! Auch die Cala Tuent an der Westküste Mallorcas, nur von wenigen Wohnhäusern und einem typisch Mallorcinischen Restaurant mit Traumblick über die Bucht umgeben. Wer einen kleinen Spaziergang nicht scheut und auf Service wie Strandliegen und Cocktails verzichten kann, findet auf Mallorca selbst im Sommer solch paradiesisch schöne Flecken. Inselkenner Stefan Loiperdinger hat sie gefunden und stellt sie in seinem Magazin “Mallorcas schöne Seiten 2015” vor.

Doch auch wer Beachlive und Service sucht, entdeckt in dem Magazin seinen Traumstrand. Vom trendigen Beachclub mit Wellnessangebot und Swimmingpool bis zur urigen Strandbar hat der Wahlmallorquiner in seinem Magazin ein umfangreiches Angebot mit gut beschriebenen Anfahrtswegen liebevoll zusammengestellt. Das Besondere dabei: in dem 248 Seiten starken Magazin gibt es keinerlei Werbung. Keine Anzeige stört das durchgängige Layout, keine Artikel sind gesponsert oder bezahlt. Das Magazin finanziert sich ausschließlich über den Verkaufspreis von 14,80 Euro.

Aber Mallorca bietet noch viel mehr als Strand und Meer! Endlose Wanderwege in unberührter Natur mit wunderbaren Panoramablicken, jahrhundertealte Sehenswürdigkeiten, historische Herrenhäuser, wo die Zeit schon lange stehen geblieben ist und die Folterkammer aus dem Mittelalter dem Besucher eiskalte Schauer über den Rücken laufen läßt. Für Golfer ist Mallorca das Paradies auf Erden: 22 Golfplätze sind von Palma aus in maximal einer Stunde errechbar – europaweit einzigartig!

Auch die Besuche der weltweit einmaligen Tropfsteinhöhlen mit unterirdischen Seen und tausenden von Stalagmiten, darunter der mit über 20 m höchste Stalagmit Europas, sind einzigartig. Vor allem, wenn zu einer Lichtinstalation in den Gewölben Carl Orffs Carmina Burana hallt.

“Mallorcas schöne Seiten 2015” zeigt auf 248 Seiten eine profunde Auswahl von dem Besten, was die Insel zu bieten hat:  100 Restaurants und Beachclubs von der einfachen Fischerkneipe bis zum Sternerestaurant, außergewöhnliche Locations wie das Restaurant im ehemaligen Steinbruch mit traditioneller mallorquinischer Küche im dreißig Meter hohen Bergwerksstollen, wo auch Hochzeiten mit über tausend Gästen gefeiert werden. Die wunderbar zarte Lammschulter oder das saftige Spanferkel im urigen Berggasthof bei Alaró mit Panoramablick über die Insel. Oder das exklusive Candelightdinner im Bens d’Avall bei Deia 100 Meter über dem Meer mit Blick über die Steilküste Mallorcas und einem Sonnenuntergang, der an Romantik nicht zu überbieten ist. Eventlocations wie das 700 Jahre alte Weingut oder die ehemalige Residenz von Erzherzog Ludwig Salvator, die man für Hochzeiten mieten kann sind,  50 Geschäfte von der Modeboutique bis zu Interior, Antiquitäten und mallorquinischen Produkten sind ebenso beschrieben wie außergewöhnliche Erlebnis-Tipps.

“Mallorcas schöne Seiten 2015” ist erhältlich unter www.mallorcas-schoene-seiten.de

EU-Abgeordnete sind direkt am Volk

EU-Abgeordneter Ertug machte Transport zu spannendem Thema

Mancher mag sich gedacht haben, das Thema “Transportwesen in der EU” sei wenig interessant. Ismail Ertug (SPD), Mitglied des EU-Parlaments und dessen Ausschuss für Transport und Tourismus, konnte dem EHP-Publikum jedoch zeigen, wie spannend und letztlich zentral das Thema sei. Transport sei Segen und Fluch zugleich, so Ertug. Es sei eine hochspannende Aufgabe, nach Lösungen zu suchen, die den Verkehr so lenken, dass er die übergeordneten Klimasschutzziele erfülle und weder für Private noch für Unternehmen ein Problem darstelle. Und was wäre dabei ein gerechtes Benutzerzahlprinzip?Ertug

Gerade für Bayern sei all dies eine zentrale Frage, ist dieses doch das Tor zu Ost- und Südost-Europa. Doch auch Deutschland insgesamt müsse sich immer wieder bewusst machen, dass Infrastruktur-Sanierung kein Luxus-Projekt sei, sondern von zentraler Notwendigkeit. In den letzten Jahren sei Deutschland in der Infrastruktur-Bewertung der Worldbank von Rang 2 auf 12 abgerutscht. Ertug erzählte dabei auch sehr persönlich, wie schwierig es oft sei, Politik zu betreiben: man dürfe nicht nur auf die Vernunft bauen, sondern muss auch das Bauchgefühl der Bürger sowie die Unternehmenslobby berücksichtigen. Oftmals seien die EU-Gremien die Leidtragenden politischer Kämpfe. Als Beispiel nannte er das Thema Maut. Dieses werde wohl vor dem europäischen Gerichtshof (EuGH) entschieden werden. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass der EuGH die deutsche Maut als unrechtmäßig ansieht. Ertug befürchtet, dass in den Augen der Menschen die EU der Böse sein werde statt diejenigen, die den vorhersehbaren Fehler begangen haben. Sowohl der wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages als auch der wissenschaftliche Dienst der Europäischen Kommission hatten nämlich im Vorfeld gewarnt, dass die geplante Maut nicht gesetzeskonform sei.

Ertug bedauerte, dass gesetzeskonformen Alternativen keine entsprechende Aufmerksamkeit gewidmet worden sei. Dies mache es umso schwerer, die positiven Aspekte der EU ins Bewusstsein zu bringen. Die EU sei kompromissfähig und hätte mehr Kompetenzen verdient. Wenn jedoch die Bürger überwiegend negative Gefühle bei der EU haben, führten Forderungen nach einer Stärkung der EU oft dazu, dass die Rechtsradikalen als volksnäher erschienen und gewinnen. Die EU-Abgeordneten seien jedoch nicht weit weg, sondern direkt beim Volk. Dies beweise letztlich auch die EHP-Reihe, bei der jeden Monat ein EU-Abgeordneter in den eher kleinen Ort Pappenheim komme.

Infomobil des Naturparks wirbt

Werbetour-NPA-2015-MaiDas Infomobil des Naturpark Altmühltal unterwegs: Der Neumarkt in Chemnitz (im Bild) und das Salzgäßchen in Leipzig waren die ersten Stationen der diesjährigen Werbetour – bei schönstem Wetter stießen die Angebote der Region auf großes Interesse. Noch bis zum 22. Mai werben die Naturpark-Touristiker außerdem in Gera, Eisenach und Fulda um Urlaubsgäste. Foto: Martin Kahl

Gedanken zur „Marke Gunzenhausen“

Mein Vorschlag: Gunzenhausen. Leben am See.

Eine Marke kann sich nicht an austauschbaren Faktoren wie „herrliche Landschaft mit grünen Wäldern und saftigen Wiesen“, Schulen, Bädern, Verkehrseinrichtungen etc. orientieren. Sie werden als selbstverständlich empfunden – und sind es wohl auch, weil sie zum Pflichtprogramm einer Stadt und Region gehören.Schrenk Prospekt 3872x2592-001
Wenn wir die „Marke Gunzenhausen“ definieren wollen, dann müssen wir zunächst einmal sehen, wo die Stadt ein Alleinstellungsmerkmal vorweisen kann. Für Gunzenhausen ist dies unzweifelhaft die Nähe zum Altmühlsee und die zentrale Lage zwischen dem Altmühl- und Brombachsee. Gunzenhausen liegt an einem See von respektabler Größe. Das ist ein Novum in ganz Nordbayern, Nordwürttemberg und Nordbaden. Diesen Umstand gilt es zu nutzen und werblich auszuschlachten. Ich erwarte, dass dies auch von den Leuten so gewichtet wird, die für den Tourismus in unserer Stadt verantwortlich tätig sind. Deshalb hätte ich es für angemessen gehalten, der Stadtrat wäre meinem Vorschlag gefolgt und hätte den Namenszusatz „am See“ beantragt. Nachdem das aber nicht geschehen ist, gibt es jetzt im Zuge der Diskussion um die „Marke Gunzenhausen“ erneut Gelegenheit, sich darüber Gedanken zu machen, wie sich Gunzenhausen akzentuieren kann. Meines Erachtens bleibt nur ein Aspekt: die Lage am See als markantes Profil.
„Die Wirtschaft“ in ihrer Pauschalität kann es sicher nicht sein, denn wir haben in Gunzenhausen keine branchenspezifische Industrie und auch kein exemplarisches Handwerk, so dass wir daraus eine Marke entwickeln könnten (Beispiele: „Goldschlägerstadt“ Schwabach, adidas und puma als Synonyme für Herzogenaurach). Wenn es einen Betrieb gegeben hat, der für Gunzenhausen eine Ausstrahlung hatte, dann war dies wohl Loos, aber Bosch ist keine lokale oder regionale Marke. Die INA ist ebenfalls ein weltweit tätiges Unternehmen und bietet von daher keinen Ansatz für einen lokalen Bezug. Andere Wirtschaftsunternehmen, die imagetragend sein könnten, gibt es nicht.
Das Image Gunzenhausen ist noch eher beeinflusst von den Gesundheitseinrichtungen „Altmühlseeklinik“ der Hensoltshöhe und „Seenlandklinik Lindenhof“ der Arbeiterwohlfahrt, wobei mir die neue Titulierung „Klinik“ doch etwas hochgegriffen erscheint, zumal gemeinhin mit einer Klinik weitreichendere medizinische Dienstleistungen verbunden werden. Will man auf sie imagebildend bauen, dann muss man von einem dauerhaften Bestand dieser Einrichtungen ausgehen können.
Für die Imagebildung der Stadt schlage ich den neuen Slogan „Gunzenhausen. Leben am See.“ vor. Er ist meines Erachtens umfassend und schließt keinen Bereich aus, auch nicht die „die Wirtschaft“. Ich halte es deshalb für angebracht, ihn in die Überlegungen um eine Markenstrategie Gunzenhausens einzubeziehen. Die Einbindung der Bürger Gunzenhausens in den Markenfindungsprozess finde ich gut. Es sollten aber auch die Grafikdesigner in der Region einbezogen werden, wenn es gilt, ein neues Logo zu konzipieren.

Werner Falk, Stadtrat der FDP

Konzert 10 Jahre „Monte Soprano“

Der Ehemaligenverein des Windsbacher Knabenchores „Monte Soprano“ gibt am Pfingstsonntag ein Konzert in St. Gumbertus zum 10-jährigen Jubiläum. Die Leitung hat Karl Friedrich Beringer.
Pfingstsonntag 24.Mai 2015 um 17:30 in St. Gumbertus, Ansbach
Der Eintritt ist frei!
Über 100 ehemalige & aktive Windsbacher singen Werke von Silcher, Vogt, Duffe, Bruckner, Schubert und mehr. Der Verein hat ein Probenwochenende mit dem ehemaligen „Chef“ im Studienheim Windsbach organisiert. Geprobt wird quasi wie zu alten Zeiten.
Herzliche Einladung an alle Anhänger des Windsbacher Knabenchores.

Erfolgreiche Bilanz der Zukunftscoaches der Metropolregion Nürnberg

Konferenz zum Ende der ersten Förderperiode in Weißenburg

Bei strahlendem Kaiserwetter fand die Bilanz-Konferenz der Zukunftscoaches der Metropolregion Nürnberg im Sitzungssaal des Landratsamtes in Weißenburg statt. Neben Landrat Armin Kroder (Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg), Landrat Gerhard Wägemann (Sprecher der Zukunftscoaches), Dr. Christa Standecker (Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg) und Georg Moser (Referatsleiter für den ESF-Bayern) waren fast alle Zukunftscoaches sowie weitere Ratsmitglieder der Metropolregion der Einladung nach Weißenburg gefolgt.

Konferenz zum Ende der ersten Förderperiode in Weißenburg

Konferenz zum Ende der ersten Förderperiode in Weißenburg

Die 16 Vor-Ort-Zukunftscoaches in den vor allem ländlichen Bereichen der Metropolregion Nürnberg können nach ca. zweieinhalb Jahren ihres Wirkens eine stolze Bilanz vorweisen: Über 250 Projekte und Maßnahmen wurden initiiert und umgesetzt, um dem demographischen Wandel entgegenzuwirken. Viele davon wurden über das Netzwerk der Zukunftscoaches in die Breite gebracht, z.B. die Berufe-Tour sowie der Talentpool, die im Rahmen der Konferenz vorgestellt wurden.

So zielt die Berufe-Tour darauf ab, den Schülerinnen und Schülern einer Region die örtlichen Betriebe näher zu bringen, und zwar nicht nur die „bekannten Großen“, sondern auch die „kleinen Feinen“. Die Schüler werden mit Bussen zu den Unternehmen gebracht und erfahren dort Einblicke in die Arbeitswelt vor Ort. Mehrere Betriebe aneinandergereiht ergeben eine Tour, wobei die Teilnehmer vorab nicht wissen, in welche Betriebe sie fahren.

Der Talentpool „cleverheads“ Oberfranken plus ist eine Datenbank, in welcher sich die beteiligten Unternehmen Bewerberinnen und Bewerber, die sich zwar gut präsentierten oder hervorragend qualifiziert sind, aber bei der Einstellung nicht zum Zuge kamen, gegenseitig empfehlen. Somit soll kein Talent der Region verloren gehen.

Dies ist insbesondere bei dem stetig steigenden Mangel an Arbeits- und Fachkräften notwendig. Eine Auswertung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat ergeben, dass bereits im Jahre 2013 aus Mangel an Bewerbern 19.000 Arbeitsplätze in der Metropolregion Nürnberg nicht besetzt werden konnten. Nach Prognosen des IHK-Fachkräftemonitors werden im Jahr 2020 rund 90.000 Fachkräfte fehlen.

Die veränderten Rahmenbedingungen in der ESF-Förderung der kommenden Förderperiode ziehen es nun leider nach sich, dass lediglich 5 der bisher 16 Zukunftscoaches auch Zukunftscoaches bleiben. Die meisten anderen werden in veränderten Positionen oder mit neuen Fördertöpfen an ihren bisherigen Maßnahmepaketen weiterarbeiten.

So auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, wo eine Stelle „Bildung & Familie“ mit Mitteln des Regionalmanagements gefördert wird und auch Mittel aus dem Förderprogramm „Bildung integriert“ zum Zuge kommen. So können die bisherigen Schwerpunktthemen Bildung, Familienfreundlichkeit sowie Willkommenskultur unverändert fortgeführt werden.

Kathrin Kimmich, Leiterin der Zukunftsinitiative altmühlfranken, die bis Ende 2014 die Funktion „Zukunftscoach“ im Landkreis innehatte, hierzu: „Unsere Projekte sind auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Viele unserer Projekte hätten wir mit den neuen formalen Anforderungen der ESF-Förderung so nicht weiterführen können. Daher wird sich der Landkreis nicht weiter am Förderprogramm beteiligen“.

Landrat Gerhard Wägemann zeigte sich zunächst sehr angetan von der Tatsache, dass die Konferenz der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen abgehalten wurde. „Das ist ein sehr schönes Zeichen für die Stadt-Umland-Partnerschaft der Metropolregion Nürnberg.“ Insgesamt bedauert Wägemann allerdings, dass durch die Änderungen bzw. Anforderungen im ESF-Bayern nicht alle Zukunftscoaches so weitermachen können wie bisher. „Dennoch“, meinte er, „sind sich alle einig, dass das Netzwerk als solches bestehen bleiben wird, egal ob mit ESF-Förderung oder ohne.“

Historisches und Modernes ergänzen sich

Exkursion des Vereins für Heimatkunde in Triesdorf

Bei den markgräflichen Nachbarn in Triesdorf waren die Mitglieder des Vereins für Heimatkunde zu Gast. Dr. Horst von Zerboni, der Vorsitzende des Vereins der Freunde Triesdorfs, begleitete sie auf ihrer „Samstagsexkursion“ auf den Pfaden der Markgrafen. Zugleich erlebten sie den spannenden Kontrast zwischen historischer Bauweise und der modernen Architektur, wie er im Verhältnis zu den Gebäuden der Fachhochschule darstellt.

Ein spannender Kontrast: Links der futuristische Neubau der Fachhochschule, im Hintergrund die historische „Villa Sandrina“. Dr. Horst von Zerboni (Mitte) begleitete die Gruppe des Vereins für Heimatkunde auf ihrem Rundgang. Foto: FR Presse

Ein spannender Kontrast: Links der futuristische Neubau der Fachhochschule, im Hintergrund die historische „Villa Sandrina“. Dr. Horst von Zerboni (Mitte) begleitete die Gruppe des Vereins für Heimatkunde auf ihrem Rundgang. Foto: FR Presse

Triesdorf ist für viele Menschen in der Region aber auch ein Synonym für fortschrittliche Landwirtschaft. In neun Schulen von unterschiedlichen Trägern und der FH-Weihenstephan-Triesdorf mit rund 3000 Schülern und Studenten ist Triesdorf heute neben dem niederbayerischen Schönbrunn der wichtigste Standort für das Agrarstudium. An der Fachhochschule sind Studenten aus 32 Nationen eingeschrieben. Die Hälfte von ihnen kehrt danach in die heimischen Betriebe hochqualifiziert in die elterlichen Betriebe zurück. Ausgangspunkt für das Bildungszentrum Triesdorf war die 1748 gegründete Ackerbauschule.
Der Spaziergang führte die Gäste aus Gunzenhausen zu den markanten baulichen Zeugnissen der Markgrafenzeit, also zum noch erhaltenen Barockgarten mit dem Sommerhaus des einstigen markgräflichen Leibarztes , vorbei an den schön restaurierten Kavaliershäuschen, durch den ehemaligen Park mit seiner alten Lindenallee (aus dem Jahr 1740) zum Weißen Schloss und der Villa Sandrina. Acht Kilometer lang war einst die drei Meter hohe und 30 Zentimeter dicke rote Mauer, die das 300 Hektar große Areal eingrenzte. Sie ist von 1729 an in 16 Jahren Bauzeit entstanden. Davon sind heute nur mehr Reste vorhanden. Dr. von Zerbonis anschauliche Darstellung: „Das entspricht etwa dem Material für 200 Einfamilienhäuser.“ An allen Gebäuden erläuterte er die charakteristische Bauweise, zuletzt in der Markgrafenkirche.
Die Werke der markgräflichen Baumeister Gabriel de Gabrieli, Carl Friedrich von Zocha, Leopoldo Retty und Johann David Steingruber sind nach den Ankauf des kleinen Triesdorfer Landguts durch die Ansbacher Fürsten von 1682 bis 1776 entstanden und vermitteln den Besuchern bis heute einen Eindruck von der einstigen Herrlichkeit der Sommerresidenz.
Zu den samstäglichen Exkursionen gehört auch die abschließende Einkehr. Im Gasthaus „Sammethbräu“ kündigte Vorsitzender Werner Falk an, dass eine Besichtigung des markgräflichen Ansbachs im Juni das Programm des Vereins ergänzen wird.