Bedeutung der IT-Sicherheit steigt

Datenschutzgespräch bei Martin Trescher (Adlatus)

Der Abgeordnete Manuel Westphal informierte sich über die Probleme der Datensicherheit in einem Gespräch mit Experten. Martin Trescher (im weißen Hemd) stellte dabei sein Unternehmen vor.

Unternehmen, aber auch Privatleute bewegen sich zunehmend mehr in der digitalen Welt. Dabei werden zahlreiche Daten aufgenommen, ausgewertet und können in den falschen Händen große Schäden anrichten. Aus diesem Grund
reagiert die Politik, die Wirtschaft aber auch die Behörden auf die zunehmende Digitalisierung. Das Thema der IT-Sicherheit wird dabei immer wichtiger. Aus diesem Grund haben sich auf Initiative von Martin Trescher, Geschäftsführer der
Adlatus GmbH in Weißenburg, namhafte Experten rund um das Thema Datenschutz zu einem Gesprächsaustausch getroffen.
Zu Beginn berichtete Axel Bernhardt, IT-Sicherheitsexperte unter anderem auch tätig für Gerichte und Staatsanwaltschaften, anhand konkreter Beispiele, in welch großem Ausmaß Unternehmen von IT-Kriminalität betroffen sind. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und dem Anstieg an Möglichkeiten, Daten online illegal abzugreifen, nehmen die Straftaten in diesem Bereich stark zu. Dies bestätigte auch Stefan Schröter, Fachanwalt für Arbeitsrecht bei der Kanzlei Schacht. Der Jurist bestätigte die zunehmende Nachfrage von Unternehmen nach einer datenschutzrechtlichen Beratung. Die gesetzlichen Regelungen werden nachgehend angepasst, so dass auf die zunehmende Kriminalität auch besser reagiert werden könne, waren sich alle Anwesenden einig.
Ein großes Thema in diesem Zusammenhang war im vergangenen Jahr das Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Aufsichtsbehörde in Bayern ist dafür das Landesamt für Datenschutzaufsicht in Ansbach. Teilnehmer der
Expertenrunde war auch Andreas Sachs, Referatsleiter Cybersicherheit und technischer Datenschutz und damit Bayerns oberster technischer Datenschützer. Als offizieller Vertreter des Präsidenten berichtete er über den Umgang der Behörde mit
Datenschutzverletzungen. Die Meldung von Datenschutzverletzungen habe seit Inkrafttreten der DSGVO zwar zugenommen, doch seien diese meist marginal und müssten nicht mit Bußgeldern bestraft werden. Es komme dabei auch immer auf die Art der Daten an, bestätigte Sachs. Die Abmahnwellen, wie sie vor Inkrafttreten der DGSVO heraufbeschworen wurden, blieben bisher zum Glück aus.
Das Landesamt in Ansbach hatte sich im vergangenen Jahr aber vor allem auf die Beratungsleistung für Unternehmen, Vereine und Privatpersonen konzentriert. Das stelle zwar nicht die eigentliche Pflichtaufgabe der Behörde dar, doch setze man in Ansbach eher auf Beratung statt auf Sanktionen. Dies unterstützte auch der Stimmkreisabgeordnete für den Bayerischen Landtag Manuel Westphal, der die gute Arbeit der Behörde in den vergangenen Monaten herausstellte und ausdrücklich lobte. „Auch die Bayerische Staatsregierung hatte 2018
den bayerischen Weg eingeschlagen und setzt auf Beratung statt auf Sanktionen. Datenschutz ist eine sehr wichtige Angelegenheit. Die strengen Vorgaben, die Unternehmen beim Speichern sensibler Daten einhalten müssen, sind dabei absolut gerechtfertigt. Vereine oder kleine Handwerksbetriebe dürfen damit nicht übermäßig belastet werden und erhalten im Landesamt für Datenschutzaufsicht eine effiziente Beratung“, erklärte Westphal. Bisher habe man noch keinen Verein oder Handwerksbetrieb überprüfen müssen, so Sachs. Ihnen ginge es hauptsächlich ja auch um die Datensicherheit bei großen Unternehmen. Markus Etschel als Vertreter der regionalen Wirtschaft befürwortete
dieses Vorgehen und ermahnte gleichzeitig, man dürfe die kleineren Betriebe mit der zunehmenden Bürokratie auch nicht überfordern.
Martin Trescher, Geschäftführer eines spezialisierten Industrieversicherungsmaklers, berichtete aus seiner Beratungspraxis. Die Abhängigkeit der Firmen von einem funktionierenden IT-System steigt, der Umgang mit Daten wird gleichzeitig immer
stärker reklementiert. Firmen müssen sich mit dem Thema Datenschutz und ITSicherheit beschäftigen. In diesem Zusammenhang sei es verständlich, so Trescher, dass die Nachfrage nach speziellem Versicherungsschutz gegen Cyberkriminalität in der Industrie deutlich zugenommen hat. „Ein spannendes Feld, das wir heute hier besprochen haben. Gemeinsam sind alle Beteiligten, egal ob aus Politik, Wirtschaft oder Behörden auf einem guten Weg für mehr Datensicherheit zu sorgen“, resümierte Trescher.

Die Adlatus-Gruppe mit Sitz im mittelfränkischen Weißenburg besteht aus den Unternehmen Adlatus GmbH und Holzmeyer & Partner GmbH & Co. KG. Die ebenfalls zur Gruppe gehörende DPM Deutsche Pensionsmanagement Beratungs GmbH wurde zum 01.01.17 mit der Adlatus GmbH verschmolzen. Die Wurzeln des Industriedienstleisters reichen zurück bis in das Jahr 1983. Der Versicherungsmakler ist spezialisiert auf die Beratung und Betreuung von Gewerbe- und Industrieunternehmen. Versicherungsvertreter vertreten eine Versicherungsgesellschaft. Ungebundene Makler vertreten ausschließlich die Kundeninteressen und sind rechtlich gesehen Sachwalter ihrer Kunden. Und so versteht sich die Ausrichtung der Adlatus-Gruppe rein auf die Interessen ihrer Industriekunden, welche sie gegenüber mehr als 60 Versicherer vertritt.
Der Gründer und Inhaber der Adlatus GmbH, Martin Trescher, ist seit 25 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. Als gelernter Versicherungskaufmann mit anschließendem Studium der Betriebswirtschaftslehre und Masterabschluss war er mehrere Jahre zunächst in verantwortlicher Stelle bei Versicherern europaweit im Einsatz, bevor er im Jahre 2000 die Adlatus GmbH gründete.n bis nach München.

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