Der 30jährige Krieg in Gunzenhausen

Veranstaltung am 29. März in Gunzenhausen

Die Auswirkungen des 30jährigen Kriegs (1618-1648) in und auf Gunzenhausen sind Thema eines Informationsabends von Stadtarchivar Werner Mühlhäußer im Gewölbekeller des Haus des Gastes in Gunzenhausen am 29. März, um 19 Uhr. Der Eintritt beträgt 12 Euro inklusive einem kleinen Imbiss.

Werner Mühlhäußer, Cornelia Röhl und Monika Wopperer stellten das Programm im Beisein von Rathauschef Karl-Heinz Fitz der Öffentlichkeit vor. Foto: Heger

Mit dem Thema der Auswirkungen des 30jährigen Kriegs auf Gunzenhausen haben sich Stadtarchivar Werner Mühlhäußer und die beiden Stadträtinnen Monika Wopperer und Cornelia Röhl einer bisher im verborgenen gebliebenen Facette der Gunzenhäuser Stadtgeschichte angenommen.  „Bisher haben sich historistisch geprägte Veranstaltungen immer nur um die Römer, den Limes, den Wilden Markgrafen, die NS-Zeit in Gunzenhausen oder das jüdische Leben in der Stadt gedreht“, verdeutlichte Werner Mühlhäußer bei einem Pressegespräch.

Die langjährigen militärischen Auseinandersetzungen trafen besonderes Deutschland mit Schlachten, Hungersnöte, Pest und Tod sehr hart. Gunzenhausen war anfänglich mit ganz Franken kein unmittelbarer Kriegsschauplatz, was sich aber ab 1631 maßgeblich änderte. In der 90minütigen Informationsveranstaltung erfahren die Besucher mehr über diese schlimme Zeit in Gunzenhausen, die eines der prägendsten Kapitel der Stadtgeschichte darstellt. Die bekannten Protagonisten des Krieges wie der Feldherr Albrecht von Wallenstein, General Johann von Tilly oder der schwedische König Gustav II. Adolf waren in Gunzenhausen anwesend.

In einer abwechslungsreichen Mischung aus Schauspielszenen von Cornelia und Hartmut Röhl und Martin Heckel, zeitgenössischen Texten (vorgetragen von Monika Wopperer), ortshistorischen Informationen von Werner Mühlhäußer und der musikalischen Umrahmung durch Ruth Tuffentsammer und Ekkehard Lindauer entführen die Besucher in der historischen Atmosphäre des Gewölbekellers in diese dramatische Epoche.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf im städtischen Kulturbüro in der Rathausstraße 12 und an der Abendkasse erhältlich. Da aus Platzgründen im Gewölbekeller nur 50 Personen an der Veranstaltung teilnehmen können, ist es ratsam, wenn sich die Interessierten möglichst bald im Vorverkauf ihre Karten sichern.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz sagte jedoch bereits jetzt zu, dass man nach einen zusätzlichen Termin suchen wird, falls die Kartennachfrage im Vorverkauf dies erforderlich macht. Es wäre schade, wenn sich die drei Hauptorganisatoren, die viele Recherchearbeit bei der Vorbereitung des Programms für nur eine Aufführung vor 50 Besuchern gemacht hätten.

KLAUS HEGER

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