Aufbau der Wakeboardanlage

Für die Jungunternehmer das größte Weihnachtsgeschenk

Jonas Wörrlein (28 Jahre) und Matthias Bauer (32 Jahre) stehen am Rande des Kleinen Brombachsee und können ihr Glück kaum fassen. Seit Anfang Oktober laufen die Bauarbeiten an der neuen Wasserski- und Wakeboardanlage am Kleinen Brombachsee. Mehrere Jahre Planung und harte Arbeit sind vergangen, doch kurz vor Weihnachten erfüllt sich ihr größter Wunsch und die neue Wasserskiund
Wakeboardanlage wird aufgestellt.

Der Rückblick

2014 haben die beiden Freunde in einem Zeitungsbericht die Ausschreibung des Zweckverband Brombachsees für eine Wakeboardanlage am Kleine Brombachsee gelesen und waren sofort begeistert. Jonas und Matthias sind leidenschaftlicheWakeboarder und träumten schon lange von einer eigenen Wakeboardanlage. Seitdem ist viel Zeit vergangen, doch im Vergleich zu anderen Wakeboardanlagen
waren sie noch recht schnell, wie uns Jonas Wörrlein verrät: „Viele andereWakeboardanlagen brauchen für einen Neubau oft acht bis zehn Jahre Vorlauf. Es müssen unglaublich viele Stolpersteine gemeistert werden. Allein die spezifische artenschutzrechtliche Prüfung, damit die Seilbahn bestmöglich naturverträglichgestaltet werden kann, hat über ein Jahr gedauert.

Nach Änderung des Flächennutzungsplans durch den Zweckverband Brombachsee, konnte der
vorhabenbezogene Bebauungsplan aufgestellt werden, der dann die Grundlage für den Bauantrag der Wakeboardanlage mit entsprechendem Betriebsgebäude war. Dazu kommen Verhandlungen für den Pacht- und Nutzungsvertrag, Planungen mit Architekten und Anlagenplaner und vieles mehr. Man braucht wirklich einen langen Atem, aber ich bin unglaublich froh, dass wir solange an unserem Traum
festgehalten haben. An dieser Stelle möchte ich mich auch für die politische Unterstützung bedanken, ohne die es sicherlich nicht so schnell gegangen wäre.“

Erdarbeiten seit Oktober

Anfang Oktober musste das Wasserwirtschaftsamt Ansbach im Langlauer Hafen eine Spundwand saniert und den Kleinen Brombachsee um 50 cm absenken. Der Zeitpunkt der Maßnahme konnte im Vorfeld abgestimmt werden, so dass beim Wakepark in diesem Zeitraum die notwendigen Erdarbeiten durchgeführt werden konnten. Der See musste an mehreren Stellen ausgebaggert und vertieft werden, damit die Wakeboardanlage die Tiefenvorgaben des TÜV erfüllt. Das entnommene Erdreich wurde für die Gestaltung der neuen Landzunge verwendet, auf der sich der zukünftige Startplatz befindet. Dafür war auch die Installation einer 25 Meter lange Spundwand notwendig, deren sechseinhalb Meter langen Dielen über zwei Tage hinweg in den Boden gerammt wurden. Die neue Landzunge wurde schlussendlich mit tonnenweise Wasserbausteinen umbaut und befestigt. Um die Masten der neuen Wasserski- und Wakeboardanlage abzuspannen, mussten zwölf massive Fundamente an Land und ins Wasser gebaut werden. Dafür wurden vorgefertigte Betonplatten verwendet – 40 Stück, jeweils drei Tonnen schwer. Mit einem Montagefloß transportierten sie die Monteure an die richtige
Position und stapeln sie innerhalb mehrerer Tage aufeinander.

Die Masten sind das Herzstück der Anlage

Anfang Dezember begann die Montage der Masten. Aus über 35 Einzelteilen wurden die sechs Masten mit einer Länge von jeweils 13 Meter zusammengeschraubt. Mit einem Kettenbagger wurden die Masten auf das Montagefloß gehoben und an die mit GPS bestimmte Position transportiert. In der Absberger Bucht ist der Wasserstand nur wenige Meter tief, wodurch die Arbeiten erleichtert wurden. Von
den Masten wurden die Abspannseile zu den vorinstallierten Ankern gespannt und mit Hilfe eines Greifzugs Zentimeter für Zentimeter hochgezogen. Als alle sechs Masten montiert waren, folgte die Montage der Ausleger. In zehneinhalb Meter Höhe mussten die acht Meter langen Ausleger an den Masten befestigt werden. Ebenfalls mit Hilfe des Greifzugs wurde durch reine Muskelkraft
der Ausleger auf die richtige Höhe gepumpt und verschraubt. Im letzten Schritt wurde das 600 Meter lange Umlaufseil eingezogen und gespannt.
Für Geschäftsführer Matthias Bauer geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung:
„Seid ich als Kind das erste Mal auf einem Wakeboard stand, war es mein Traum
eine eigene Wasserski- und Wakeboardanlage zu bauen. Für mich ist es das größte
Weihnachtsgeschenk und ich bin unglaublich glücklich das der Lift jetzt steht.“

Anlage ist 600 m lang

Die neue Sechsmast-Wasserski- und Wakeboardanlage ist 600 Meter lang und bis zu acht Wassersportler können gleichzeitig ihre Runden drehen. Wakeboarden ist der Trendsport schlecht hin und keine andere Sportart verzeichnet in den letzten Jahren mehr Zulauf. Jung und Alt sind begeistert davon, das unbeschreibliche Gefühl zu erleben, mit bis zu 30 km/h über´s Wasser zu gleiten. Dazu eignet sich die Sportart perfekt für Einzelpersonen und Gruppen wie z.B. Kindergeburtstage, Junggesellenabschiede oder Firmenevents. Wakeboarden kommt ursprünglich vom Wasserskifahren und unterscheidet sich lediglich darin, dass die Sportler statt auf zwei Skier auf nur einem Brett fahren – ähnlich wie beim Snowboarden. Matthias Bauer ist überzeugt davon, dass die Wasserski- und Wakeboardanlage der ganzen Region dient: „Das Fränkische Seenland war geradezu prädestiniert für eine Wakeboardanlage. Die Attraktivität der Urlaubsregion wird durch die Wakeboardanlage enorm gesteigert und wir bieten unseren Gästen eine moderne Freizeitattraktion.“

Der Zeitplan

Die Bauarbeiten wurden zum Großteil durch das Team des WAKEPARK BROMBACHSEE durchgeführt. Die rund zehn Helferinnen und Helfer sind hoch motiviert und packen an allen Ecken und Enden mit an. Der milde Herbst und das gute Wetter haben dem Team stark in die Karten gespielt. So konnten schon viele Arbeiten erledigt werden, die eigentlich erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant waren. Unterstützt wird das Team von verschiedenen Handwerkern wie den Firma Erdbau Frey, Zimmerei Bickel, Elektro Kühleis, Sanitär Huter uvm.
Mit dem Aufstellen der Wasserski- und Wakeboardanlage endet nun die erste Bauphase und es geht guten Gewissens in die Winterpause. Der Beginn des zweiten Bauabschnitts ist für Anfang März geplant. Im Fokus steht dann das neue Betriebsgebäude mit Gastronomie und großer Sonnenterrasse. Die Eröffnung der neuen Wakeboardanlage ist für Anfang Juni, also kurz vor den Pfingstferien geplant.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.wakepark-brombachsee.de
sowie Facebook und Instagram.

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