„Noch´n Gedicht“ im AIZ

Hans-Joachim Heist alias Gernot Hassknecht in Muhr

Wenn Hans-Joachim Heist die Erhardt-Brille aufsetzt, die Haltung von Heinz Erhardt annimmt und in seiner unverwechselbaren Art spricht, meint man, Heinz Erhardt selbst steht auf der Bühne. Im fast ausverkauften Saal des AIZ in Muhr am See präsentierte Hans-Joachim Heist den über 170 Zuschauern mit seinem Programm „Noch´n Gedicht“ einen unvergessenen Abend mit dem unvergessenen Kultkomiker Heinz Erhardt.

Der Schauspieler Hans-Joachim Heist spiel die Rolle von Heinz Erhardt meisterhaft. Populär geworden ist er als Dauergrantler Gernot Hassknecht in der ZDF-„heute show“ . Hildegard Bickel und Renate Schneider empfingen ihn und konfrontierten ihn am AIZ mit seinem  „Original“ Heinz Erhardt.

Wie Hans-Joachim Heist uns in einem Gespräch vor der Veranstaltung erklärte, war er bereits in seiner Kindheit ein großer Heinz Erhardt-Fan und brachte die kleinen Vierzeiler aus dem großen Heinz Erhardt-Buch seiner Eltern schon in der Schule auf die Bühne. Während seines Schauspielstudiums erwachte in ihm dann die Idee ein komplettes Abendprogramm mit den Sketchen, Gedichten, Liedern und Anekdoten von Heinz Erhardt zu gestalten. Er beschränkt sich auf der Bühne nicht auf sein parodistisches Können, sonder er spielt und lebt den beliebten Komiker in sehr authentischer Weise. Diese authentische Gestaltung seiner Bühnenfiguren begründen auch seinen großen Erfolg in den Rollen von Heinz Erhardt und dem cholerischen Wutbürger und Dauergrantler Gernot Hassknecht den er in der „heute-Show“ im Fernsehen zu einem gewissen Kultstatus verhalf.

Hans-Joachim Heist beschränkt sich in seiner Bühnendarstellung des Komikers Heinz Erhardt nicht nur auf die traditionellen Lieder und Gedichte, sondern nimmt diese auch als Grundlage für Ausflüge in die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation. Dabei nimmt der sein Publikum, dass sich aus allen Altersstrukturen zusammensetzt, mit auf seine gedanklichen Reisen und geht auf die Reaktionen der Zuschauer gekonnt ein und versucht diese spontan in das Programm mit einzubauen.

Baron Andreas von Le Suire freute sich in seiner Begrüßung als Vorsitzender des Freundeskreises der Altmühlseefestspiele über das zweite Gastspiel von „HaJo“ Heist in Muhr am See. Bereits vor vier Jahren gastierte er mit dem Stück „ Die Sternstunde des Josef Bieder“ im Rahmen der Altmühlseefestspiele im AIZ und dem Schlossgarten in Muhr am See. Er fühlte sich dabei am Altmühlsee sehr wohl und hing an seinen Gastspielaufenthalt direkt noch einige Urlaubstage zusammen mit seiner Ehefrau daran. Er kann sich auch einen längeren Urlaubsaufenthalt am Altmühlsee durchaus gut vorstellen, erklärte er im Pressegespräch.

Sein künstlerisches Rentenalter hat der jetzt 69-jährige Künstler noch lange nicht erreicht, sagt er. Solange das Publikum ihn sehen will und seine Gesundheit es erlaubt,  wird er mit den Bühnenfiguren Gernot Hassknecht und Heinz Erhardt noch weitere Jahre auf den Bühnen im deutschsprachigen Raum stehen. Er ist bereits jetzt für das gesamte Jahr 2018 und weit in das Jahr 2019 hinein mit seinen beiden Bühnenstücken als cholerischer Dauernörgler Hassknecht und als Heinz Erhardt ausgebucht. Das aktuelle Programm, das er so erfolgreich in Muhr am See präsentierte, wird am 7. April vom Fernsehsender rbb live in Brandenburg an der Havel im Audimax der dortigen Technischen Universität aufgezeichnet und im rbb Fernsehprogramm im Laufe des Jahres gesendet.

Hans-Joachim Heist ist aber nicht nur als Künstler im TV und auf der Bühne sehr aktiv unterwegs. Er engagiert sich seit rund sechs Jahren als Botschafter für die Deutsche Nierenstiftung und ist seit 2017 auch im Vorstand der Stiftung vertreten und versucht den Problemen der Nierenkrankheiten und der Dialyse einen breiten Raum der Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu verschaffen. Die Nieren sind das Klärwerk des Körpers und eine der überlebensnotwendigsten Organe stellte er uns gegenüber fest. Wer sich näher mit den Aktivitäten der Deutschen Nierenstiftung beschäftigen und diese unterstützen möchte kann weitere Informationen darüber im Internet unter www.nierenstiftung.de erhalten.

KLAUS HEGER

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