Immer besser: Fränkisches Seenland

Infobörse in Pleinfeld

Geschäftsführer Niederprüm, Seenlandkönigin Katharina I. , Landrat Wägemann, Apfelkönigin Sandra I. , Karolin Hofmann, Bezirkstags-Vizepräsidentin Naaß und Bürgermeister Dirsch aus Pleinfeld. Fotos: FR Presse

„2017 haben wir die historische Marke von einer Million Übernachtungen übertroffen“. Dass der Tourismus im Fränkischen Seenland nun schon im dritten Jahr in Folge immer neue Rekorde erzielt, bilanziert Landrat Gerhard Wägemann, der Vorsitzende des Tourismusverbands Fränkisches Seenland, mit Stolz. Allein seit 2012 hat sich die Übernachtungszahl um 27,9 Prozent erhöht – und das bei einem Rückgang des Bettenangebots.

Ein Hoch auf die „Brombachseer“-Hochprozenter: Fritz Walter, Seenlandkönigin Katharina I. , Landrat Wägemann und Bürgermeister Schmaußer.

Vor sechs Jahren hatte das Fränkische Seenland noch 6081 Betten in Hotels, Pensionen, Ferienhäusern und Ferienwohnungen anzubieten, heute sind es 900 weniger (5168). Offensichtlich ist die Qualität besser geworden, die wenigeren Quartiere sind besser nachgefragt als zuvor. Mit einem Übernachtungs-Durchschnittswert von 3,1 Tagen pro Gast liegt das Fränkische Seenland über dem fränkischen und bayerischen Werten, die Heilbäder-Orte einmal ausgenommen. Bei den Gästeankünften gab es 2017 ein Plus von 3,7 Prozent, die Übernachtungen sind um  7,5 Prozent gestiegen. Nicht so gut lief es bei den Tagesgästen.

Spalt präsentierte sich auf der Infobörse u.a. mit seinem „HopfenBierGut“-Museum.

„Unser Ziel bleibt die Mehrsaisonalität“, sagte der Landrat bei der Eröffnung der Seenland-Infobörse in der Pleinfelder Grundschule, und schob hinterher: „Es geht immer besser, im Frühjahr und Herbst haben wir Zuwächse generieren können“. Der Tourismus sei zu einem treibenden Motor  und zu einem starken Wirtschaftsfaktor in der Region geworden. Das „Leitbild 2020“ bleibe: Kein Billigtourismus, sondern ein qualitätvoller und anspruchsvoller Tourismus, versehen mit Werten unserer Heimat.

Margit Stahl macht auch von hinten eine gute Figur  und wirbt für die Altmühlseefestspiele.

Die vier Millionen Tagesausflügler hauptsächlich aus dem Großraum Nürnberg haben quasi ein attraktives Freizeitland vor ihrer westlichen Haustüre.  Künftig will sich der Tourismusverband aber verstärkt um Gäste aus dem Münchner Raum bemühen. Einen Hinweis gibt es bereits, dass dort das Interesse am Seeland besteht: Im Internet gab es zuletzt mehr Klicks aus München als aus Nürnberg. Der Landrat hat bereits auf verschiedenen Wegen den Versuch unternommen, den Bayerischen Rundfunk stärker  für das Seenland zu interessieren. Als Beispiel gilt eine Reportage im SWR.  „Ich will selber die Stimmung mitbekommen, weswegen ich auch mit zu den verschiedenen Messen gehe“, sagt der Landrat.  Dass er sich im Bayerischen Tourismus-Marketing und als Vorstandsmitglied des Tourismusverbands Franken einbringt, das bestätigt nach den Worten von Geschäftsführer Hans-Dieter Niederprüm das leidenschaftliche Engagement des Politikers.

Sandra Reichart vom Tourismusverein Hesselberg, Apfelkönigin Anna-Marie I. von der Fränkischen Moststraße und Sandra Kleemann von der Gartenschau-Organisation.

Niederprüm („Wir haben an die großen Tourismusgebiete Frankens angedockt“) unterstrich: „Der Tourismus ist bei uns zu einem Wirtschaftsfaktor geworden und ist keine Spielerei mehr“). Der Umsatzanteil des Tourismus sei in Deutschland inzwischen genauso groß wie der des Einzelhandels oder des Maschinenbaus. In der Region registriert der Geschäftsführer eine „gute, sehr gute Stimmung“. Jede Stadt und jeder Betrieb habe sein Profil, aber die Dachmarke schlage immer stärker durch.

Jahresthema 2018 ist die Barrierefreiheit. Auch diesbezüglich ist das Fränkische Seenland gut aufgestellt, denn der Verband gehört zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Barrierefreiheit im Tourismus, spezielle Angebote im Seenland gebe es schon seit 20 Jahren. Nicht umsonst sei das Seenland die Pilotregion in Bayern.

Wie Niederprüm ankündigt, wird sich das Seenland an die Bewerbung Nürnberg als „Kulturhauptstadt Europas“ 2025 anschließen, indem mit speziellen Aktionen auf die geschichtlichen Bezüge zu Römern und Kelten hingewiesen wird. „Gartenschau und Gärten schauen“ ist das Jahresthema 2019.  Dann ist in Wassertrüdingen die Kleine Landesgartenschau. In diesem Jahr soll dann auch der „Fränkische Wasser-Radweg“ (460 km) offiziell auf der Gartenschau vorgestellt werden.  Das erste schwimmende Ferienhaus in Ramsberg (Floating House) soll zu einem „Leuchtturmprojekt“ werden.

WERNER FALK

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