„Nämberch-Blues“ in Gedichtform

Fitzgerald Kusz findet die Gedichte auf der Straße

Autor Fitzgerald Kusz. Foto: S. Radlmaier

Für ihn ist in Nürnberg die ganze Welt daheim, hörbar und sichtbar: Fitzgerald Kusz, der Klassiker unter den fränkischen Mundartdichtern, findet die Gedichte auf der Straße, auf den Lippen und in den Köpfen der Mitmenschen. Seit Jahrzehnten gehören das Genauhinhören und -hinsehen zu seinem täglichen Handwerk, er spürt dabei das Dialektische des Dialekts, die Kunstfertigkeit des Authentischen und die Doppelbödigkeit der Dinge auf. In seinem neuen Gedichtband Nämberch-Blues, der Experimente mit verschiedenen literarischen Formen und unterschiedlichen Traditionen vereint, beweist er einmal mehr seine Meisterschaft.
Fitzgerald Kusz, geboren 1944 in Nürnberg, ist der Pionier der fränkischen Mundart-Lyrik. Er hat zahlreiche Gedichtbände, Hörspiele und Dramen veröffentlicht. Bei ars vivendi erschienen zuletzt die Haikus-Sammlungen Guuder Moond und Schdernla. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem »Bayerischen Dialektpreis « (2017).

Fitzgerald Kusz: „Nämberch-Blues“ (Gedichte), Klappenbroschur, 144 Seiten, ISBN 978-3-86913-878-7, Verlag ars vivendi Cadolzburg, 15 Euro (auch als E-Book erhältlich).

Hier eine kleine Kostprobe:
in laffamholz kummds rei
in hammä schbridzds
in erlnschdeeng mäanderds
in jobsd schdrömds
in wöhrd dreibds dähii
an dä aldschdadd fläißds vobei
in johannis schbrudlds
in schniechling rauschds
in doos schdinkds
in färdd is um si gschäing

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