Würth ist mehr als Schrauben und Gewinde

Zu Besuch im Museum Würth in Künzelsau

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Faszinierend ist die Technik-Ausstellung am Würth-Stammsitz in Künzelsau, wo ein Maserati-Rennwagen steht, der aus unzähligen Schrauben und Metallteilen zusammengeschweißt ist.

Wieviele Schrauben sind in einem Auto verarbeitet? Wer es genau wissen will, dem sei empfohlen, das „Museum Würth Schrauben und Gewinde“ in Künzelsau zu besuchen. Dort erhält er die Antwort in einer Technikausstellung, die der Unternehmer Reinhold Würth 1991 in der Zentrale seiner Firmengruppe eingerichtet hat.  Im Museum steht auch ein Formel-1-Maserati 250 F, der komplett aus Schrauben  und anderen Metallteilen zusammengeschweißt ist. Würth hat ihn von einem großzügigen Geschäftsfreund geschenkt bekommen. Die Ausstellung mit zahlreichen interaktiven Stationen will verdeutlichen, dass die Welt auseinanderfallen würde, gäbe es keine Schrauben, vornehmlich keine von Würth.

Die Würth Group ist 1945 vom Vater des heutigen Eigentümers gegründet worden, der sehr früh starb. Sohn Reinhold musste also als 19-Jähriger die Verantwortung übernehmen. Er erinnert sich gern an die harten Nachkriegsjahre, als er mit dem Leiterwägelchen zu den Handwerkern in der Umgebung zog, um Schrauben zu verkaufen. Heute ist das Unternehmen Weltmarktführer mit Montage- und Befestigungsmaterial.  In über 80 Ländern  sind 70000 Mitarbeiter  tätig.  Allein in Deutschland hat Würth 430 Niederlassungen, weltweit sind es 1700. Mit höchsten Qualitätsanspruch werden an die 125000 verschiedene Produkte hergestellt.

Reinhold Würth ist ein international hoch angesehener Unternehmer und Kunstfreund. Er hat nicht nur das „Museum für Schrauben und Gewinde“ am Stammsitz in Künzelsau eingerichtet, sondern gewährt in den dortigen Räumen jedermann kostenlosen Zutritt zur Sammlung von Künstlern, die er auf seinen Reisen kennenlernt und denen er als großzügiger Sponsor hilft.  Die aktuelle Ausstellung präsentiert Werke von afrikanischen Künstlern. Selbst hat er großartige Aufnahmen von einem Aufenthalt in Namibia beigesteuert.

Wohl hinreichend bekannt ist „Kunsthalle Würth“ in Schwäbisch Hall, die der Unternehmer als Ausweis seines Edelmuts geschaffen hat.  Dort und in der benachbarten Museumskirche sind Kunstwerke von internationalem Rang ausgestellt.  Immer wieder gibt es spezielle Ausstellungsthemen, derzeit sind Elementar- und Wetterphänomene unter dem Slogan „Wasser, Wolken, Wind“ zu sehen. Auch die Kunsthalle kann von jedermann kostenlos besucht werden, nur Gruppenführungen sind kostenpflichtig. Für sechs Euro gibt es einen Audioguide. Im  gut sortierten Kunst-Shop und in der Cafeteria können die Besucher  täglich von 10 bis 18 Uhr verweilen.

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