Kein Disneyland auf der Altmühlaue

Für qualitätvolle Gestaltung des westlichen Stadtquartiers

Erklärung von Werner Falk (FDP) zum Antrag der Grünen “Bürgerentscheid zu Hochwasserschutz” anlässlich der Stadtratssitzung am 30. Juli:

Den ersten Plänen des Wasserwirtschaftsamts Ansbach zum Hochwasserschutz in Gunzenhausen bin ich reserviert, ja ablehnend gegenübergestanden. Ich habe daher auch mit fünf anderen Kollegen ursprünglich gegen das Projekt gestimmt, weil ich in der Sorge war, die westliche Stadtansicht, also die Altmühlpromenade, könnte verunstaltet werden.
Ich bin aber nach der Vorstellung der Planungsgedanken für die Altmühlaue durch das Nürnberger „Team 4“ zu einem Neubewertung des Hochwasserschutzes und der Freiflächengestaltung gekommen. Ich sehe den technischen Hochwasserschutz mehr als ein Mittel zum Zweck. Und der heißt für mich: Wir können mit 50prozentiger staatlicher Förderung das westliche Stadtquartier von Gunzenhausen landschaftsarchitektonisch aufwerten und qualitätvoll gestalten und wir müssen nicht befürchten, dass die Altmühlaue zu einem „Disneyland“ verkitscht wird.
Inzwischen sind die Dinge auf den Weg gebracht. Nach der Stadtratsentscheidung von 19:6 ist das Verfahren schnell angelaufen. Es ist inzwischen die Planung für die Freiflächengestaltung der Altmühlaue an das Nürnberger Planungsbüro „Team 4“ vergeben worden. Die erste Phase der Bürgerbeteiligung mit Entgegennahme der Planungsvorstellungen seitens der Gunzenhäuser Bürger liegt unter uns. Jetzt gehen die Architekten ans Werk.
Wir leben in einer repräsentativen Demokratie und das bedeutet, dass die gewählten Vertreter der Stadt zu entscheiden haben, auch in Fällen, die in der Bevölkerung umstritten sind. Auch wenn es in der Bürgerversammlung kritische Stimmen ausgerechnet von den Anliegern gegeben hat, die eigentlich den größten Nutzen von einem Hochwasserschutz haben, sehe ich keine „Widerstandsmauer“ in der Bevölkerung.
Ich bin fest überzeugt, ein Bürgerentscheid würde den Stadtrat in seinem Vorgehen bestätigen, wenn er denn das notwendige Quorum von 25 Prozent überhaupt erreicht. Die 50000 Euro können wir uns also sparen.

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