Staatspreis für „Altmühlfranken“

Ministerium würdigt kreative Wege

Aus den Händen von Staatsminister Helmut Brunner nahmen bei einem Festakt in der Münchner Residenz die Bürgermeister der drei Kommunalen Allianzen Altmühltal, Fränkisches Seenland-Hahnenkamm und Rezattal-Jura für herausragende Projekte und Initiativen der Dorferneuerung, Gemeindeentwicklung, Flurneuordnung und Integrierten Ländlichen Entwicklung den Staatspreis 2014 entgegen. Oberbürgermeister Jürgen Schröppel nahm die Urkunde und das damit verbundene Preisgeld als Sprecher der drei Allianzen entgegen und dankte Staatsminister Brunner für diese hohe Ehrung, hinter deren ausgezeichneten Leistungen neben den Kommunalpolitikern auch noch zahlreiche andere, meist ehrenamtlich tätige Menschen in der Region standen und stehen. In seiner Würdigung hob Staatsminister Brunner die besondere Leistung durch den Mut zu neuen Wegen hervor, mit denen vor allem den enormen Herausforderungen des demografischen Wandels wirksam begegnet werden sollen.

Insgesamt wurden vier Staatspreise in unterschiedlichen Kategorien und 7 Sonderpreise vergeben. In Anwesenheit von Landrat Gerhard Wägemann und MdL Manuel Westphal sowie Friedrich-Wilhelm Brumberg als Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Mittelfranken konnten sich die nach München mitgereisten Bürgermeister und Kommunalpolitiker davon überzeugen, auf welch hohem Niveau auch die Auszeichnungen der anderen Preisträger lagen. Das macht nochmals besonders deutlich, welche herausragenden Leistung in den unterschiedlichen Ansätzen der integrierten ländlichen Entwicklungen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen bewertet und für preiswürdig befunden wurden. Vor allem macht dies aber auch transparent, dass sich die verantwortlichen Kommunalpolitiker in iles 6016x4016Altmühlfranken ihrer Verantwortung bewusst waren und weiterhin sind, wenn es darum geht, die Gefahren der demografischen Entwicklung nicht nur verbal zu beklagen, sondern ihr mit kreativen Handlungsansätzen zu begegnen. Der ländliche Raum muss mit großem Engagement darum kämpfen, dass ihm die qualifizierten Arbeitskräfte nicht noch mehr verloren gehen und er damit eine seiner wesentlichen Zukunftsgrundlagen verliert. Dies wird aber nur gelingen, je besser den drohenden Gefahren der Abwanderung effektiv begegnet werden kann und neue Zukunftsperspektiven kreativ aufgebaut werden.
Mit dem wegweisenden Beschluss, die Kräfte vor allem der kleineren Gemeinden zu bündeln und dafür die Gestaltungsplattformen der Integrierten Ländlichen Entwicklung zu nutzen, wurde ein bedeutungsvoller Prozess eingeleitet, der natürlich erst am Beginn einer längeren Initiierungs- und Gestaltungsphase steht. Dennoch hat die Preisverleihung auch gezeigt, dass die relativ kurze Zeit bereits sehr intensiv genutzt wurde und dass die erreichten – sicher nicht immer spektakulären – Ergebnisse aber sehr wohl Beachtung und Anerkennung auch außerhalb der Region gewonnen haben. Dazu zählen die Nutzung leerstehender Gebäude und damit ein Vermeiden weiteren Bodenverbrauchs für soziale, touristische oder regionalwirtschaftliche Zwecke. Aber auch das Aufgreifen visionärer Ansätze, wie eine zukunftsorientierte Nutzung der Klosteranlagen in Heidenheim sowie eine damit einhergehende Neuausrichtung der Tourismusentwicklung auf dem Hahnenkamm, die Neubelebung der touristischen Angebotsinhalte im Bereich des Fränkischen Seenlands, die weit in die Zukunft weisenden Verbesserungen des landwirtschaftlichen Hauptwegenetzes, die umfassende und hochwertige Veredelung der weitläufigen Streuobstflächen über kooperative Ansätze wie die Manufakturen „Gelbe Bürg“ oder „Echt Brombachseer“ oder Bodenmanagementmaßnahmen zur Sicherung des römischen Erbes im Raum Theilenhofen-Pfofeld zeigen, was in der relativ kurzen Zeit bereits alles umgesetzt bzw,. in die Wege geleitet wurde.
Der kreative Weg mit seinen vielfältigen innovativen Ansätzen, den die Kommunen des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) über interkommunale Ansätze leisten, wird nun auch weiterhin beschritten. Denn gerade erst haben die Bürgermeister auch die Fortführung der begleitenden Koordinierung ihrer Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepte durch die beiden Büros von Rainer Mayer (Ellingen) und Dieter Popp (Haundorf) beschlossen, damit die begonnen Projekte weitergeführt und neue aufgegriffen werden können. So stehen aktuell die Entscheidungen an, sich in weiteren Wettbewerben zu profilieren, um neue Bausteine für die Zukunftsfähigkeit der Region auch durch die Inanspruchnahme umfassender Fördermittel zu gewährleisten. Die Staatspreisverleihung, der Wille zur professionellen Begleitung für den ILE-Prozess, die künftige Ergänzung der finanziellen Unterstützung durch europäische EADER-Programme und die Vielzahl neu gegründeter Initiativen im ehrenamtlichen Bereich machen deutlich, dass Altmühlfranken seine Aufgaben zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit mit großer Zielstrebigkeit weiter verfolgt.

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One Thought on “Staatspreis für „Altmühlfranken“

  1. Michael Schneider on 20. November 2014 at 1:52 said:

    Lieber Herr Falk,
    die (auch ihre) Berichterstattung zum Thema „Altmühlfranken“ finde ich nur noch Ekelerregend! Ich habe mittlerweile einen Aufkleber am Briefkasten um keinen Wochenanzeiger und ähnliches mehr zu erhalten, denn es nervt einfach nur noch dass in jedem Satz mindestens 2x dieses politische Unwort untergebracht wird um uns Einwohner von WUG nach Strich und Faden zu Verarschen.
    Ich darf die Leser in Ihrem Blog daher darauf aufmerksam machen dass auf der gesamten Urkunde des Staatspreises 2014 Land- und Dorfentwicklung kein einziges Mal das Wort Altmühlfranken vorkommt. Ich darf zitieren „Staatspreis … In Anerkennung der hervorragenden Leistungen zur Gestaltung der demografischen Entwicklung und Stärkung der gemeinsamen Zukunft von 28 Kommunen prämiere ich … die Intergrierten Ländlichen Entwicklungen Altmühltal, Rezzattal-Jura und Fränkisches Seenland-Hahnenkamm mit dem kooperierenden Kommunen [Aufzählung] in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung und dem Landkreis WUG…“

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