Kein Gefallen an der Mauer

Gestaltung der Altmühlpromenade im Zuge des Hochwasserschutzprogramms

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 27. November beschlossen, das wasserrechtliche Verfahren für die Binnenentwässerung und den Hochwasserschutz auf den Weg zu schicken. Allerdings stößt bei CSU, SPD, Grünen und FDP die geplante Mauer auf wenig Gefallen. Das wurde auch deutlich artikuliert.  Das Verfahren will der Stadtrat aber nicht aufhalten. Deshalb votierte er nach ausgiebiger Diskussion und einer Sitzungsunterbrechung (auf Wunsch der SPD) für die vorgelegte Planung des Wasserwirtschaftsamts, behält sich jedoch bei den weiteren Verfahrensschritten vor, ein Veto einzulegen. Dieser Regelung habe auch ich mich angeschlossen, auch die Grünen, die zuvor ebenso vehement gegen die Mauer votiert hatten.

Ich habe  in der Sitzung meinen Standpunkt deutlich gemacht:

„Nachdem der Stadtrat bereits in der letzten Amtsperiode, in der ich dem Stadtrat noch nicht angehört habe, darüber beraten hat, liegt uns heute die Planung durch das Wasserwirtschaftsamt vor. Das Ergebnis ist ein rein technisches Produkt. Es erfüllt nicht den Anspruch auf landschaftsarchitektonische Ästhetik.
Es wäre wohl besser gewesen, man hätte zwischenzeitlich einen Wettbewerb ausgeschrieben. Er hätte womöglich andere und möglicherweise bessere Lösungen gebracht. Ich habe die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, dass es doch noch Alternativen gibt. Man muss nur nach ihnen suchen. Wir wissen ja, nichts ist alternativlos. Und die Kanzlerin weiß das inzwischen auch.
Ich bin dem Bürgermeister dankbar, dass er angeregt hat, parallel zum wasserrechtlichen Verfahren einen Ideenwettbewerb für die Freiraumgestaltung an der Promenade zu veranstalten, der es ermöglicht, eine unter den gegebenen Umständen gefällige Gestaltung für die Altmühlaue zu finden. Die uns Gunzenhäusern so wertvolle und geliebte Altmühlpromenade sollte aufgewertet und nicht zerstört werden.
Unabhängig von der heutigen Entscheidung bitte ich die Fachbehörden um eine fundierte Information der Bevölkerung. Es herrscht nämlich vielfach die Meinung vor, nach dem Bau des Altmühl- und Brombachsees bedürfe es einer aufwendigen Hochwasserschutzmaßnahme nicht mehr.“

Werner Falk, 27.11.2014

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