Bessere Weiden fördern Vielfalt

Wasserversorgung auf Weideflächen im Landkreis Ansbach verbessert

In der Nähe von Ungetsheim bei Feuchtwangen wurde im Rahmen des Projekts „Bessere Weiden für mehr Vielfalt“ eine Schaftränke saniert. Vor Ort danken Landrat Dr. Jürgen Ludwig (rechts) und Stefanie Schwarz von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Ansbach allen am Projekt Beteiligten. Foto: Landratsamt Ansbach/Fabian Hähnlein 

Gerhard Kammleiter kommt viel herum mit seiner Herde. Rund 600 Mutterschafe führt der Schäfer auf verschiedene Weideflächen zwischen Schillingsfürst und Feuchtwangen. Gerade in den Sommermonaten gibt es nicht überall sattes Grün. Umso wichtiger ist es, dass die Tiere trinken können. Hier setzt das Projekt „Bessere Weiden für mehr Vielfalt“ an. Gemeinsam haben die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Ansbach und der Landschaftspflegeverband Mittelfranken in den vergangenen sechs Jahren dafür gesorgt, dass die Wasserversorgung auf den Weideflächen erheblich verbessert wurde.

Dank kräftiger Unterstützung der örtlichen Rechtlergemeinschaft konnte beispielsweise in Ungetsheim (Stadt Feuchtwangen) eine verfallene Tränke wiederhergestellt werden. Die Schafe können aus einer Metallwanne trinken, das Umfeld wurde trittfest gemacht. „Die ausgeprägte Trockenheit in den Sommermonaten zeigt uns immer wieder, wie wichtig die Wasserversorgung ist“, sagte Landrat Dr. Jürgen Ludwig bei einem Ortstermin. „Die Schäfer im Landkreis Ansbach tragen einen wichtigen Teil dazu bei, dass wir das typische Landschaftsbild und damit unsere Identität und Heimat bewahren. Die Hutungen der Frankenhöhe repräsentieren das typische, reiche Artenpotenzial beweideter Magerrasen. Die Beweidung ist wichtig, damit wertvolle Elemente unserer Kulturlandschaft geschützt und erhalten werden“, so der Landrat. Davon profitierten wiederum auch Touristen und Gäste der regionalen Gastronomie, die sich Spezialitäten vom heimischen Lamm schmecken lassen können.

Im Rahmen des Projekts „Bessere Weiden für mehr Vielfalt“ ging es neben der Wasserversorgung auch um die Sicherung von Pferchflächen und Triebwegen, erklärte Stefanie Schwarz von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Ansbach. „Der Schwerpunkt lag auf Maßnahmen, für die keine anderen Förderprogramme zur Finanzierung herangezogen werden konnten. Auf den Hutungen der Frankenhöhe konnten wir alle Reviere mit großen Wasserfässern ausstatten oder vor Ort Tränken instand setzen.“ Die Zukunftsaussichten für die bestehenden Schäfereibetriebe im Landkreis Ansbach konnten damit verbessert werden, denn „nur mit einer guten Ausstattung bleibt die Tätigkeit langfristig interessant“, so Schwarz. Der zu Projektbeginn gemeinsam mit den Schäfern und dem Landschaftspflegeverband ausgearbeitete Maßnahmenkatalog wurde fast vollständig umgesetzt.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig, Feuchtwangens Zweiter Bürgermeister Walter Soldner und Karin Blümlein vom Landschaftspflegeverband dankten allen, die bei der Sanierung der Tränke mitgeholfen hatten. Mit Blick auf die umstehenden Streuobstbäume sagte Soldner, der Erhalt heimischer und alter Sorten liege der Stadt sehr am Herzen.

 
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