Gunzenhausen wächst

Bürgermeister Fitz informierte die CSU


Von links: Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Ortsvorsitzender Manuel Blenk, Christoph Haller, Arno Dernerth, Osman Yüce, Tim Sauer, Dritter Bürgermeister Friedrich Kolb, Christoph Kalender, Hermann und Manfred Ortner. Foto: Frank

Die Mitglieder des Ortsverbands der CSU Gunzenhausen trafen sich zur zweiten Jahreshauptversammlung im Seerestaurant Strandblick, um in erster Linie die Wahl der Delegierten & Ersatzdelegierten für die Kreisvertreterversammlung durchzuführen, die im dritten Schritt die Kandidaten für die Landtags- & Bezirkstagswahl 2023 bestimmen werden.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz nutzte den Termin, um einen kurzen Bericht über die aktuellen Entwicklungen der Stadt zu geben – besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass Gunzenhausen nach wie vor wächst: Laut statistischem Bundesamt hat die Einwohnerzahl zwischen Juni 20 und Juni 21 um 195 zugenommen, Tendenz weiterhin steigend. Die Stadt sei auch deshalb weiterhin sehr bemüht, nicht nur den steigenden Bedarf nach Kita-Plätzen zu decken, sondern auch Wohnraum zu schaffen, auch indem sie selber Bauplätze erwirbt, wie am Reutberg III, wo auf rund 90 Parzellen 2024 die ersten Baumaßnahmen beginnen sollen. Bauwillige werden zudem beispielsweise mit beschleunigten Baugenehmigungsverfahren unterstützt. Leider seien die Nachfrage – und somit leider auch die Quadratmeterpreise – ungebrochen hoch, berichtete Fitz, aber er ist sich sicher, dass hier bald eine Dämpfung eintreten werde.

Der Umbau des Rathauses ist fast abgeschlossen und kann sich mit seinem optimierten Energiehaushalt in der aktuellen Situation bestens sehen lassen. Auch im Freibad wurde die Wassertemperatur um ein Grad Celsius gesenkt, was zwar nach wenig klingt, aber doch beachtliche Einsparung mit sich bringt. In diesem Zug möchte er auch die Betriebe und Einwohner dahingehend sensibilisieren, dass es hierbei für alle nicht nur darum gehen solle, die steigenden Energiekosten finanziell auffangen zu können, sondern vor allem zu verstehen, dass die Ressourcen begrenzt sind und schlimmstenfalls irgendwann auch zum 100-fachen Preis schlicht nicht verfügbar sein könnten. Somit sein dringender Appell, unnötige Beleuchtungen beispielsweise einfach auszulassen.

Ein großes Problem stelle auch die hohe Verkehrsdichte in der Innenstadt, vor allem durch LKWs dar, eine Umgehungslösung sei aber leider, auch dank fehlender Unterstützung des Bayerischen Verkehrsministeriums, nicht absehbar. Auch, wenn der Tourismus 2022 wieder in etwa den Stand von 2019 erreicht habe, zeigen sich die Gäste doch deutlich verhaltener.

Bezirksrat Hans Popp lobte dennoch die Arbeit der Stadt, sie sei eine „Lokomotive fürs Umfeld“ und hole auch viele Besucher in die umliegenden Gemeinden. Das immer wiederkehrende Problem der schlechten Wasserqualität, dem damit einhergehenden Badeverbot und Fernbleiben der Gäste ist seiner Meinung nach auch demhohen Phosphoranteil durch Überdüngung zuzuschreiben. Der Bezirk Mittelfranken habe bereits einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 100.000,- € genehmigt, um hier für Verbesserung zu sorgen.

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