Hohe Algenhäufigkeit

Badeverbot für die Badestellen Schlungenhof und Wald

Die während der Badesaison regelmäßig stattfindenden Kontrollen der Wasserqualität an den Badestellen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ergaben für den Altmühlsee und Teile des Kleinen Brombachsees ein vermehrtes Blaualgenvorkommen. Das Gesundheitsamt am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen spricht daher zum Schutz der Bevölkerung ein Badeverbot für die Badestellen Schlungenhof und Wald am Altmühlsee aus.

Cyanobakterien oder auch Blaualgen sind ein- oder mehrzellige Bakterien, die wie Pflanzen in der Lage sind, durch Photosynthese Sauerstoff zu erzeugen. Cyanobakterien bilden sich bei hohem Nährstoffangebot, insbesondere Phosphat und Nitrat. Die Verbindung mit hohen Temperaturen sowie geringer Tiefe insbesondere des Altmühlsees führt dann zu einer starken Vermehrung der Cyanobakterien.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen sind aufgrund des derzeit hohen Vorkommens von Cyanobakterien und von diesen produzierten Toxinen nicht auszuschließen. Der Algenteppich, der auf dem See zu liegen scheint, befindet sich nicht nur an der Oberfläche des Gewässers, sondern teilweise 10 – 20 cm unter Wasser. Durch diese „Algenblüte“, die mit bloßem Auge als grünliche Schlieren im Wasser erkennbar ist, ergibt sich eine massiv eingeschränkte Sichttiefe. Dies führt zusätzlich zu einem beträchtlichen Sicherheitsrisiko bei der Rettung Ertrinkender, so dass ein Badeverbot aktuell an den Badestellen Schlungenhof und Wald nicht vermeidbar ist.

An der Badestelle Muhr am Altmühlsee sowie am Kleinen Brombachsee (Strände Badehalbinsel, Langlau und Seespitz) liegt eine Badewarnung aufgrund hohen Blaualgenvorkommens vor. Am Großen Brombachsee ist momentan keine Blaualgenentwicklung messbar. An allen Seen wird die Situation engmaschig kontrolliert.

Gemessen werden Werte routinemäßig an offiziellen EU-Badestellen. Eine EU-Badestelle ist eine Badestelle, an der mit einem hohen Menschenaufkommen zu rechnen ist. Eine Übersicht über alle Badestellen im Landkreis finden Sie unter www.landkreis-wug.de/badegewaesser/.

Insbesondere Kleinkindern und Menschen mit geschwächtem Immunsystem rät das Gesundheitsamt vom Baden in Seen mit Blaualgen-Vorkommen ab. Das Verschlucken des Wassers kann zu Durchfall und Erbrechen führen. Auch Tiere, zum Beispiel Hunde und Schwäne, sind gefährdet und können nach dem Trinken an den Folgen der Vergiftung sterben.

Es werden weiterhin mindestens einmal pro Woche Proben genommen. Sobald es zu einer nachweisbaren Verbesserung der Situation kommt, wird das Badeverbot wieder aufgehoben. Bitte beachten Sie trotz des schönen Wetters das Badeverbot, um eine Gesundheitsgefährdung auszuschließen. Das Landratsamt wird in der Presse und auf der Homepage informieren, sobald das Badeverbot wieder aufgehoben werden kann.

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