Neues Wanderwegenetz

Von Tourist Information Gunzenhausen konzipiert

„Wandern macht glücklich und hält gesund“. Unter diesem Motto entwickelt die Tourist Information Gunzenhausen seit Herbst 2020 ein neues Wanderwegenetz.

Voraussetzung für einen erfolgreichen Wandertourismus ist eine gute Wanderwege-Infrastruktur. Die war in Gunzenhausen aber in die Jahre gekommen, wurde sie doch überwiegend in den Aufbruchsjahren des damals noch Neuen Fränkischen Seelandes installiert. Von der Baumrinde aufgesogene oder von der Sonne vergilbte Schilder, umgefahrene Schildermasten oder veränderte Wegeverläufe in Wald und Flur, all das hat dem Wanderer die Orientierung rund um die Altmühlstadt nicht gerade erleichtert. 

Während Jahr für Jahr das Radwegenetz und dessen zeitgemäße Beschilderung auf den neuesten Stand gebracht wurden, ruhte das Thema Wandern ein wenig im Dornröschenschlaf. Das Bewusstsein, in diesem Segment aktiv werden zu müssen, war bei den Verantwortlichen durchaus vorhanden, allein, im erfolgreichen touristischen Tagesgeschäft der letzten Jahre fehlte es an Zeit und Manpower. Da die andauernde Corona-Pandemie die Reise- und Veranstalterbranche nach wie vor massiv ausbremst, nutzt das Team rund um Tourismuschef Wolfgang Eckerlein die freigewordene Zeit, um ein verstärktes Augenmerk auf Angebote wie das Wandern zu richten.

Seit September 2020 tüfteln und feilen seine Mitarbeiterinnen Anna Kleemann und Vanessa Schwarzer an neuen Wegen und Erlebnispfaden rund um Gunzenhausen und den Altmühlsee, immer mit Blick auf die Empfehlungen des Deutschen Wanderverbandes bezüglich der Erwartungen der Wanderer an einen modernen Wanderweg. Intensiv unterstützt werden sie dabei von den Fachleuten des Naturparks Altmühltal, die über die Jahre mit dem Altmühl-Panoramaweg einen enormen Fundus rund ums Wanderthema aufbauen konnten. So ist es auch nicht verwunderlich, dass im ersten Schritt der Teufelsmauerweg, ein Schleifenweg eben jenes Panoramawegs, eine Teilverlegung und komplette Neubeschilderung erfuhr. Er führt auf rund 16 Kilometern Strecke von Gunzenhausen über Unterwurmbach nach Filchenhard und von dort über Unterhambach zurück an die Altmühl. Bei der Teufelsmauer handelt es sich im Übrigen um die volkstümliche Bezeichnung für den Limes, die römische Grenzbefestigung.

Zum Teufelsmauerweg gesellen sich in den nächsten Wochen noch fünf weitere, ganz neue Rundwege, jeweils zwischen 5 und 15 Kilometer lang, und wie ein fünfblättriges Kleeblatt um die Kernstadt herum angeordnet. Alle tragen sie Namen, hinter denen sich Geschichte und Geschichten verbergen: „Stadtfacetten“, „Römerspaziergang“, Altmühlgschau“, „Seeluft und Landidylle“ und „Durch markgräfliche Au“. Im Layout sind die Schilder dem Erscheinungsbild des Fränkischen Seelandes angepasst und die Wege werden in beide Laufrichtungen ausgeschildert.

Bis zur endgültigen Freigabe der Wege ist noch viel zu tun. Und nach Abschluss der Ausschilderungen steht dann noch die Abnahme durch ortsunkundige „Testwanderer“ an. Doch Wolfgang Eckerlein ist davon überzeugt, dass die neuen Wanderwege nicht nur bei den Urlaubsgästen, sondern auch bei Einheimischen sowie Naherholern bestens ankommen werden und sich jede Minute Einsatz lohnt.

Nähere Informationen zu den bereits bestehenden Wanderwege erhalten Sie unter www.gunzenhausen.info.

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