Klimawandel wirkt schon

Am 22. März ist Weltwassertag

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Verteilung der Niederschläge sind in der Vergangenheit schon spürbar gewesen und werden in den kommenden Jahren immer deutlicher werden. Zum einen werden die Phasen, in denen kein Niederschlag fällt, immer öfter auftreten und zudem auch immer länger dauern. Die Folgen sind niedrige Wasserstände in den Fließgewässern und sinkende Grundwasserstände. Um die Entwicklung zu dokumentieren und daraus ein angepasstes Handeln abzuleiten, ist eine Erfassung von Daten über einen langen Zeitraum sehr wichtig. Das Wasserwirtschaft Ansbach dokumentiert die wasserwirtschaftliche Entwicklung in der Region mithilfe der rund 100 Messstellen, die im Amtsbezirk betrieben werden.

Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach bei Arbeiten an der Grundwassermessstelle Feuchtwangen/Krapfenau, aufgenommen vom WWA Ansbach


Zum einen handelt es sich um Grundwassermessstellen. Dies sind Pegel im oberen oder unteren Grundwasserkörper, die vollautomatisch die Höhe des Grundwasserstandes messen. Zum anderen betreibt das Wasserwirtschaftsamt Messstellen an nahezu allen Fließgewässern 1. und 2. Ordnung, an denen Wasserstand und somit Abfluss gemessen werden.
Diese Daten werden gesammelt, aufbereitet und in unterschiedlichen Informationsdiens-ten nicht nur Wasserwirtschaftlern, sondern allen interessierten Bürgern zur Verfügung gestellt. Im Niedrigwasserinformationsdienst können bayernweit die Daten ausgewählter Messstellen, auch die der Niederschlagswassermessstellen, eingesehen werden. Hier wird über die aktuelle Lage in Trockenphasen und den damit verbundenen Entwicklungen in Grundwasser und oberirdischen Gewässern, wie auch den Seen des Fränkischen Seenlandes berichtet. Auch wird in Grafiken, z.B. die Entwicklung der Höhe des Grundwasserspiegels über die Dauer eines Jahres dargestellt, wie die folgende Grafik die Entwicklung des Grundwassers an der Messstelle in Wald am Altmühlsee zeigt.
Neben langanhaltenden Trockenphasen haben auch die Starkregenereignisse in den letzten Jahren zugenommen. Fällt innerhalb kurzer Zeit viel Regen, fließt der Großteil oberir-disch über Flüsse und Bäche ab. So ist die Grundwasserneubildungsrate gering und die Wasserstände der Flüsse und Bächen steigen schnell an. Einen guten Überblick über so entstehende Hochwasserlagen gibt der Hochwassernachrichtendienst . Hier werden alle Daten, die an oberirdischen Gewässern gesammelt werden und bei Hoch-wasserereignissen wichtig sind, in Form von Lageberichten, Warnungen, Karten und Tabellen online zur Verfügung gestellt. Auch die Warnstufen von Meldestufe1 „kleinere Ausuferungen“ bis Meldestufe 4- „Bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet oder Einsatz der Wasser- oder Dammwehr in großem Umfang erforderlich“ werden im Hochwasserfall stets aktualisiert. So können sich betroffene Bürger, Kommunen und Feuerwehren jederzeit schnell über die aktuelle Lage informieren.
An all den unterschiedlichen Messstellen, die die bayerische Wasserwirtschaft an Bächen, Seen, Quellen, u.ä. betreibt, werden noch eine Vielzahl weiterer Daten gesammelt. Auch diese werden anschaulich aufbereitet und stehen im Informationsportal Gewässerkundlicher Dienst nicht nur den Fachleuten, sondern allen Bürgern im Internet zur Verfügung.

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