Pflegeheime im Fokus

Verkehrt Corona-Infektionen im Kreis


In den vergangenen Tagen sind leider vermehrt Corona-Infektionen in Pflegeeinrichtungen aufgetreten. Besonders betroffen ist das AWO-Pflegeheim in Heidenheim. Dort sind bisher 57 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden.
Wie sich das Infektionsgeschehen nach den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen konkret im Landkreis auswirken wird, ist derzeit noch nicht gänzlich einzuschätzen. Der bisherige Trend zeigt, dass sich die Infektionslage wie vor Weihnachten im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen fortsetzt. Eine genaue Einschätzung ist allerdings erst in etwa einer Woche möglich.
Leider hat sich über die Feiertage ein enormes Ausbruchsgeschehen im AWO-Pflegeheim in Heidenheim gezeigt. Insgesamt sind dort 73 Bewohner sowie Pflegekräfte positiv auf Covid-19 getestet worden. Leider sind beziehungsweise waren auch weitere Einrichtungen in Absberg, Treuchtlingen und Langenaltheim von Corona-Infektionen betroffen.
Die Heime sind während der Corona-Pandemie besonders zu schützen, weshalb das Landratsamt über das Gesundheitsamt und die Heimaufsicht in engem Kontakt mit den Einrichtungen steht und unterstützend einwirkt.
Gerade auch seitdem in der Infektionsschutzverordnung die zweimal wöchentliche Testung des Personals vorgeschrieben ist, unterstützt das Landratsamt die Einrichtungen bei der Umsetzung dieser wichtigen Testungen. Wenn eine Einrichtung diese Testung nicht aus eigenen Kräften leisten kann, hilft das Landratsamt gemeinsam mit dem Koordinierungsarzt Dr. Peter Löw sowie dem Pflegeleiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz Johannes Wetzel weiter. So wurde Personal für die Testungen geschult oder der Kontakt zu Arztpraxen hergestellt, die bei der Testung unterstützen können. Dies ist auch im Fall der betroffenen Heime so geschehen. Außerdem kann zur Unterstützung des Personals auf Kräfte aus dem Bayerischen Pflegepool sowie der Bundeswehr zurückgegriffen werden. Auch hier hilft das Landratsamt bei der Koordination.
Aufgrund der besonderen Schutzwürdigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner in den Heimen werden diese derzeit auch vorrangig geimpft. Wenn das mobile Impfteam für Impfungen in Pflegeeinrichtungen angemeldet ist, sind vorab einige Vorbereitungen durch die Einrichtungen zu treffen, wie beispielsweise das Einholen der notwendigen Einwilligungen. Das Landratsamt beziehungsweise der Betreiber des Impfzentrums steht auch hierzu in engen Kontakt mit den Einrichtungen.
Noch bevor klar war, dass es in Heidenheim zu einem Ausbruch gekommen ist, war das mobile Impfteam des Impfzentrums vor Ort zum Impfen. Die Impfungen wurden ordnungsgemäß und wie vorab geplant, bei einigen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie bei Teilen des Personals durchgeführt. Ein Zusammenhang zwischen den Impfungen und dem Ausbruchsgeschehen ist nicht ersichtlich. Laut RKI bildet sich eine Wirkung der ersten Impfdosis erst innerhalb von 7-14 Tagen aus.

Durch die hohe Anzahl an Infektionen im Heim Heidenheim wird der Landkreis möglicherweise in den nächsten Tagen die 200er-Marke bei der 7-Tage-Inzidenz überschreiten. Ab dem 11.01.2021 sind dann gegebenenfalls weitere Einschränkungen für die Bevölkerung zu beachten. Das Landratsamt wird darüber entsprechend informieren.
Leider gab es bei der Übermittlung der Infektionszahlen vom 06.01.2021 an das RKI Verzögerungen. Die heute, 07.01.2021, um 14.00 Uhr aktualisierten Zahlen beim LGL sind die korrekten Neuinfektionen des gestrigen Tages.
Am 06.01.2021 meldete das Gesundheitsamt 55 Neuinfektionen im Landkreis. Somit verzeichnet der Landkreis 2046 Infektionen mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie. 45 Personen sind in Verbindung mit Corona verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 165,73.

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