Hohe Kosten sind nicht zu verantworten

Zu den Plänen der Bahnüberführung Laubenzedel

Dr. Peiffer und W. Falk äußern sich zur Planung der Bahn.

Die Planungsvorstellungen der Deutschen Bahn hinsichtlich des Bahnübergangs (Überführung) an der Kreisstraße WUG 22 zwischen Laubenzedel und Schlungenhof mit Kosten von rund 5 Millionen Euro (Stand heute) und die Stellungnahme des Landkreises (Kreistags) mit der Forderung nach einem kostenträchtigen Unterführungsbauwerk mit Kosten von rund 32 Millionen Euro (Stand heute) können unsere Unterstützung nicht finden. Beide Varianten bedeuten für uns eine gegenüber dem Steuerzahler nicht zu verantwortende Ausgabe von Steuergeldern, zumal die Verkehrsbelastung der Kreisstraße WUG 22 – gemessen an einer Staats- oder Bundesstraße – eher gering ist. Das von der DB favorisierte Überführungsbauwerk ist nach unserer Ansicht aus landschaftsästhetischer Sicht nicht vertretbar. Die Unterführung ist ja echt der wirtschaftliche Wahnsinn und die Überführung ein Horror an Landverbrauch und Verschandelung unserer Heimat!

Wir sind der Überzeugung, dass der höhengleiche Schienenübergang beibehalten werden kann. In Kauf zu nehmen sind künftig wohl längere Wartezeiten an der Schranke. Verkehrsteilnehmer können die Schranke (und die Wartezeit) umgehen, wenn sie von Norden her in Laubenzedel über Sinderlach an die B 466 (in Verlängerung: B 13) fahren oder in Büchelberg die Gemeindestraße nach Muhr am See wählen, um an die B 13 und somit in den nördlichen Bereich (Merkendorf, Ansbach) zu gelangen. Dafür würden wohl zunächst keine Kosten entstehen. Diese Verkehrsführung wäre auch vorstellbar für den Fall, dass die Deutsche Bahn den Übergang Laubenzedel-Schlungenhof gänzlich aufgibt. Im weiteren Verfahren erwarten wir, dass die Verantwortlichen der Deutschen Bahn AG ihre Planung auf ein Maß reduzieren, das dem tatsächlichen Bedarf an dieser eher minderbedeutsamen Kreisstraße entspricht.

Werner Falk, Dr. Axel Peiffer, Kreisräte der FDP

14.10.2020

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One Thought on “Hohe Kosten sind nicht zu verantworten

  1. Patrick on 1. November 2020 at 22:18 said:

    Festzuhalten bleibt:
    – Die Bahn will den Bahnübergang nicht mehr sondern eine Brücke
    – die Bundesregierung hat schon vor vielen vielen Jahren beschlossen, dass Bahnübergänge entfernt werden sollen
    – Stadt oder Landkreis werden bei der Brücke mit keinem einzigen Cent belastet, weil Bund / Land / Bahn die Brücke komplett finanzieren.

    Bei der Ortsumgehung Schlungenhof argumentierte die Gunzenhäuser FDP genau anders herum. Damals hies es, der Landschaftsverbrauch sei zu vernachlässigen, man muss das heute machen weil es der Staat zahlt und Gunzenhausen / der Kreis nur minimalst Mitfanzieren muss.
    Nun, wegen eines lächerlichen Bahnübergangs, macht die FDP eine komplette Rolle rückwärts. Eine Brücke sei einer wahnsinniger Landschaftsverbrauch und verschandelt das Ortsbild, eine Brücke sei viel zu teuer.

    Fragt doch mal die Anwohner, was diese wollen!
    Fragt doch mal die Autofahrer, was diese wollen!
    Fragt doch mal Eisenbahner, die sich tagtäglich mit den Störanfälligen Bahnübergängen in der Region rumärgern dürfen!
    Fragt doch mal die DB, wie hoch die Lebenskosten eines Bahnübergangs sind! (und vergleicht diesen Millionenbetrag dann mal mit den paar Cent der Brücke)

    In Muhr steht auch eine Brücke. Die Rampen sind mittlerweile schön eingewachsen. Was wurde damals rumgeheult. Jammert heute noch irgend jemand, weil das Ortsbild verschandelt wird? Nein, man hat extra eine Parkbucht errichtet weil man einen tollen Blick auf den Altmühlsee hat.

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